Herstellung von Türen und Fenstern aus Holz
Beyond Gravity Germany GmbH
An der Walze 7, 01640 Coswig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Hahn seit 11.2.2026 | Geschäftsführer |
Angelo Roberto Quabba seit 9.12.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Beyond Gravity Services AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Beyond Gravity Germany GmbHCoswigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis 1. Organisatorische und wirtschaftliche Grundlagen des Unternehmens 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Marktsituation 2.2. Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 2.3. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 2.3.1. Ertragslage 2.3.2. Finanz- und Vermögenslage 2.4. Leistungsindikatoren 2.5. Gesamtaussage 3. Chancen- und Risikobericht 3.1. Risikobericht 3.1.1. Unternehmen 3.1.2. Lieferantenrisiken 3.1.3. Preisänderungsrisiken 3.1.4. Liquiditätsrisiken 3.1.5. Risiken durch Russland-Ukraine-Krieg 3.2. Chancenbericht 3.2.1. Unternehmen 3.2.2. Prognose, Ausblick 1. Organisatorische und wirtschaftliche Grundlagen des Unternehmens Beyond Gravity Germany GmbH (im Folgenden auch kurz "die Gesellschaft" genannt) ist eine 100%ige Tochterfirma der RUAG Deutschland GmbH mit dem Sitz in Oberpfaffenhofen, Gemeinde Wessling, einem Unternehmen des Schweizer RUAG International Konzerns, dessen oberste Muttergesellschaft die RUAG International Holding AG, Bern/Schweiz, ist. Im Jahr 2023 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von rund CHF 620 Mio. Die Gesellschaft mit Sitz in Coswig entwickelt und produziert im Jahr 2023 mit durchschnittlich 74 Mitarbeitenden hochpräzise Mechanismen und Elektronik für die Halbleiter- sowie die Raumfahrtindustrie. Für die Halbleiterindustrie bietet das Unternehmen elektromechanische Lösungen für kommerzielle Aktuatoren und Instrumente in der Fotolithografie an, einer zentralen Methode zur Herstellung von hochmodernen integrieren Schaltungen. Im Raumfahrtsegment entwickelt und produziert die Gesellschaft mechatronische und elektronische Komponenten und Subsysteme für verschiedene Raumfahrtanwendungen. Darüber hinaus unterstützt die Gesellschaft andere Standorte der Gruppe durch Entwicklungsdienstleistungen. Ziel 2023 war es den Standort strategisch auf die Halbleiterindustrie zu fokussieren, dabei die Serienproduktion bei hochpräzisen Mechanismen für die Halbleiterindustrie zu erweitern und neue Projekte zu starten. Im Raumfahrtbereich sollten bestehende Projekte für Mechatronische Komponenten abgeschlossen werden und der Geschäftsbereich herunterzufahren. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Marktsituation Die Gesellschaft ist im Jahr 2023 weiterhin in zwei unterschiedlichen Märkten aktiv: a) Entwicklung und Herstellung von Ausrüstung für Lithografiemaschinen sowie Anlagen für die Halbleiterherstellung (kurz: Lithografie) und b) Entwicklung und Herstellung von Equipment für Raumfahrtsysteme, z.B. Mechatronische Produkte für Satellitennutzlasten (kurz: Raumfahrt). In beiden Märkten ist die Gesellschaft vorwiegend im europäischen bzw. nationalen Marktbereich tätig. Der Lithografiemarkt hat den positiven Trend des Jahres 2022 fortsetzen können und auch im Jahr 2023 weiteres Wachstum verzeichnet. Demgegenüber hat sich der Marktausblick der institutionellen Raumfahrt, insbesondere in Deutschland durch Kürzungen im staatlichen Raumfahrtbudget, weiter eingetrübt. Die Chancen für die Gesellschaft in diesem Geschäftsfeld werden somit als sehr gering eingeschätzt. 2.2. Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 Das Jahr 2023 war geprägt durch die finale Erstmusterfreigabe und darauffolgende Ausweitung der Serienlieferung der Lithografieaktuatoren, sowie der Akquise und dem Kick-Off neuer Entwicklungsprojekte für Mess- und Inspektionsanlagen im Lithografiebereich, sowie dem Abschluss verschiedener Projektmeilensteine im Raumfahrtbereich. Per 1. Januar 2023 wurde die Gesellschaft in Coswig zu 80% der neu gegründeten Division "Litho-grafie" zugeordnet, und zu 20% Raumfahrt (Division "Satellites"). Im Verlaufe des Jahres wurde die Struktur des Standorts dementsprechend neu aufgebaut, die Mitarbeiter mehrheitlich in den neu geschaffenen Geschäftsbereich Lithografie transferiert und offene Stellen auf Arbeits- wie auf Führungsebene besetzt. Kritische Lücken in Führungspositionen konnten geschlossen werden. Die Gesellschaft beschäftigt erfahrene und hochqualifizierte Mitarbeiter, die in der Regel dem Unternehmen bereits langjährig angehören. Die Fluktuationsquote war im Jahr 2023 mit 14 % im Vergleich zum Vorjahr (30 %) gesunken. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl (befristete und unbefristete Mitarbeiter, ohne Geschäftsführung, Auszubildende und Praktikanten) beträgt im Berichtsjahr durchschnittlich 74 Arbeitnehmer (i. Vj. 77 Arbeitnehmer). 2.3. Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 2.3.1. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 konnte mit TEUR 3.092 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 26) ein sehr gutes positives Jahresergebnis vor Ergebnisabführung erzielt werden. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 8.602) um TEUR 11.013 auf TEUR 19.615 mehr als verdoppelt. Dieser Anstieg ist in Höhe von TEUR 9.642 auf den weiteren Ausbau der Serienauslieferung von Aktuatoren für Lithografie-Maschinen für die Halbleiterherstellung zurückzuführen. Hierzu erfolgte in den Vorjahren 2019 und 2020 eine erhöhte Investitionstätigkeit, um die Serienproduktion für Produkte aufzubauen. Dies wird auch im Jahr 2024 zu höheren Umsatzerlösen im Bereich der Präzisionsmechanismen, insbesondere für die Ausrüstung von Halbleiterlithografiemaschinen führen. Gleichzeitig hat sich der Materialaufwand gegenüber dem Vorjahr erhöht. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Anstieg um TEUR 5.247 auf TEUR 9.236 zu verzeichnen gewesen. Der Personalaufwand hat sich trotz gesunkener Mitarbeiteranzahl auf TEUR 4.697 (Vorjahr TEUR 4.459) erhöht. Waren im Vorjahr noch durchschnittlich 77 Mitarbeiter beschäftigt, waren es im Jahr 2023 nur 74 Mitarbeiter. Dieser Anstieg ist mit Gehaltserhöhungen im Jahr 2023 zu begründen. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.502, was im Wesentlichen auf um TEUR 1.116 geringere Erträge aus der Auflösung der Drohverlustrückstellung zurück zu führen ist. Gleichzeitig verringerten sich die Fördermittel der Sächsische Aufbau-bank - Förderbank - um TEUR 342. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.102 auf TEUR 3.473 (Vorjahr TEUR 2.371) ist in Höhe von TEUR 715 auf gestiegene Management Charges (Konzernumlagen) zurückzuführen. Zudem erhöhten sich die Aufwendungen für Lizenzen um TEUR 118, die IT-Kosten um TEUR 57 sowie die Werbe- und Reisekosten um TEUR 44. In Höhe von TEUR 117 mussten Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen werden, die auf zurückgelieferte Waren infolge von Qualitätsmängeln notwendig wurden. Das Zinsergebnis lag mit TEUR -365 über dem Vorjahreswert (TEUR -125), was an höheren Zins-aufwendungen für Gesellschafterdarlehen lag. 2.3.2. Finanz- und Vermögenslage Wesentliche Veränderungen der Bilanzposten gegenüber dem Vorjahr ergeben sich wie folgt: Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.273 erhöht. Die Restbuchwerte des Anlagevermögens verminderten sich um TEUR 113. Die Neuanschaffungen in Höhe von TEUR 610 stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 620 gegenüber. Ferner gab es Anlagenabgänge zu Restbuchwerten in Höhe von TEUR 104. Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 3.398 erhöht. Die Vorräte erhöhten sich um TEUR 2.671. Ferner steht einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 4.344 ein Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.258 sowie der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 366 gegenüber. Der Rückgang der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen ist auf den Ausgleich der Forderung aus der Ergebnisabführung 2020 und 2021 gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 3.003 zurück zu führen. Der Anstieg der Vorräte resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um TEUR 1.679. Bei den unfertigen Leistungen aus angefangenen Projekten ist ein Anstieg um TEUR 868, bei den fertigen Erzeugnissen um TEUR 125 zu verzeichnen gewesen. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert mit TEUR 239 aus einem Zahlungseingang zu einem von der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank - geförderten Projekt. Im Bereich der Rückstellungen gab es eine Erhöhung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 282. Die Rückstellung für drohende Verluste konnte um TEUR 857 aufgelöst werden, in Höhe von TEUR 1.210 erhöhte sich die Rückstellung für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich gegenüber dem Vorjahr infolge Tilgung um TEUR 275. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 1.042. Die gegenüber verbundenen Unternehmen bestehenden Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt um TEUR 1.469. Die gegenüber der RUAG Deutschland GmbH bestehenden Darlehensverbindlichkeiten konnten um TEUR 925 verringert werden, gleichzeitig erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber der RUAG Deutschland GmbH aus der Ergebnisabführung um TEUR 3.092. Die Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pooling verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 822. Die aus den Projektverträgen erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich um weitere TEUR 95 auf TEUR 2.615. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt gegeben. Betreffend der vorliegenden bestandsgefährdenden Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen in Abschnitt "3.1.4 Liquiditätsrisiken". 2.4. Leistungsindikatoren Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung. Dabei sind die termingetreue Lieferung und die Erreichung von Meilensteinen ein wichtiger Bestandteil der Steuerung des Umsatzes unseres Unternehmens. 2.5. Gesamtaussage Das für das Jahr 2023 ursprünglich geplante Umsatzziel (TEUR 15.200) wurde mit erreichten TEUR 19.615 übertroffen, was insbesondere durch die erweiterte Serienlieferung für Präzisions-mechanismen für Lithografiemaschinen ermöglicht wurde. Das für 2023 negativ prognostizierte Ergebnis (TEUR -470) wurde trotz höher als erwarteter Verluste im Raumfahrtbereich dennoch signifikant übertroffen (TEUR 3.092). Ermöglicht wurde dies durch eine stärker als erwartete Performance des Lithografie-Bereichs, sowie einer Korrektur der in den Jahren 2021 und 2022 gebildeten Drohverlustrückstellungen im Raumfahrtgeschäft, welche im Jahr 2023 dem aktuellen Sachstand angepasst wurden. 3. Chancen- und Risikobericht 3.1. Risikobericht Im Risikobericht sind die Risiken zu Kategorien gleichartiger Risiken zusammengefasst. Die Auflistung der Risiken entspricht - mit Ausnahme des bestandsgefährdenden Risikos in Abschnitt 3.1.4, welches per Definition eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoauswirkung hat - der Rangfolge der Risikoeinschätzung aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoaus-wirkung, welche für die nächsten ein bis zwei Jahre betrachtet wird. Die Risiken werden regelmäßig im Rahmen des internen Enterprise Risk Management Systems nachverfolgt und entsprechende Maßnahmen ergriffen. 3.1.1. Unternehmen Die Gesellschaft war 2023 den folgenden 3 größten Unternehmensrisiken ausgesetzt. Diese werden auch in der kurz- und mittelfristigen Zukunft weiterbestehen. Dedizierte Maßnahmen werden kontinuierlich durchgeführt, um Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoauswirkung so weit wie möglich zu reduzieren.
3.1.2. Lieferantenrisiken Im Bereich der Supply Chain bestehen Risiken aufgrund einer gewissen Abhängigkeit von Lieferanten, was sich in Qualitäts- aber auch logistischen Problemen niederschlagen kann und zu Lieferengpässen bei unseren Endkunden führen könnte. Zur Minimierung dieses Risikos bestehen strenge Auswahlkriterien für Lieferanten, eine intensive Begleitung bei Produktionsanlauf und regelmäßige Lieferanten-Audits. Flankiert werden diese Maßnahmen durch den Aufbau eines Quality-Gates und Second Source Lieferanten. Im Rahmen der Anpassung der Organisations- und Führungsstruktur der Gesellschaft wurde 2023 auch die Einkaufsorganisation breiter aufgestellt, um ein besseres Lieferkettenmanagement am Standort Coswig zu ermöglichen. 3.1.3. Preisänderungsrisiken Kunden- und Lieferantenverträge werden ausschließlich in EUR abgewickelt. Ein Preisänderungsrisiko bedingt durch Kursschwankungen mit anderen Währungen besteht nicht. Die hohe Inflation 2023 bedeutet weiterhin ein Kostenrisiko für laufende Fix-Preis Projekte, insbesondere mit starkem Materialeinsatz. Durch langfristige Lieferverträge soll der Einfluss aber insbesondere bei den Produktionsprojekten minimiert werden. 3.1.4. Liquiditätsrisiken Auf Basis der vorliegenden Planung (siehe auch Kapitel 3.2.2), die insbesondere den Fortbestand der folgenden Verträge voraussetzt, wird die Gesellschaft im Prognosezeitraum voraussichtlich mit ausreichenden liquiden Mitteln ausgestattet sein, um ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können:
Aufgrund der kurzfristigen Kündbarkeit des Cash-Pooling-Vertrages, welcher zum Aufstellungsdatum einen Verbindlichkeitssaldo aufweist, hat die Gesellschaft am 20. November 2023/11. März 2024 mit der RUAG International Holding AG, Bern/Schweiz, eine Patronatsvereinbarung geschlossen. Die RUAG International Holding AG hat sich im Rahmen einer befristeten Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2025 mit ausreichenden finanziellen Mitteln bis zu einem Höchstbetrag von maximal EUR 3,0 Mio. zur jederzeitigen Erfüllung ihrer Verpflichtungen auszustatten. Durch den Mittelzufluss aus der Veräußerung der Lithografie-Sparte ist die Liquidität der Gesellschaft ausreichend gesichert. 3.1.5. Risiken durch Russland-Ukraine-Krieg Der seit Februar 2022 währende Russland-Ukraine-Krieg birgt grundlegend zwei Risiken, welche kontinuierlich überprüft werden: Zum einen ist ein langfristig negativer Einfluss auf die Marktentwicklung, insbesondere im Halbleiterbereich, nicht auszuschließen. Zum anderen stellen steigende Materialkosten, Energiekosten sowie die generell hohe Inflation in Deutschland ein Risiko für unsere Produktionskosten dar. Bislang haben sich beide Risiken nicht wesentlich für die Gesellschaft materialisiert. Um die entsprechenden Einflüsse auch jetzt schon zu reduzieren, wurden verschiedene Maßnahmen eingeleitet (u.a. Umstellung auf erneuerbare Energien). 3.2. Chancenbericht 3.2.1. Unternehmen Der Bereich der Präzisionsmechanismen für Raumfahrzeugnutzlasten hat sich seit Ende 2021 nicht weiter entwickeln können, wodurch sich konkrete Opportunitäten für die Gesellschaft immer weiter reduzierten. Im Ergebnis wurde 2022 beschlossen, das Raumfahrtgeschäft am Standort Coswig bis Ende 2023 herunterzufahren, keine neuen Projekte zu akquirieren und bestehende Kundenprojekte an andere Konzernstandorte zu übergeben. Ziel dieses Konsolidierungsprozesses ist eine Fokussierung auf das Lithografiegeschäft und die Partnerschaft mit dem Hauptkunden Zeiss. Die vorhandenen personellen Ressourcen erhalten damit einen klaren fachlichen Fokus und eine stabile Perspektive. Schulungs- und Entwicklungsmaßnahmen mit diesem klaren Fokus können so gestaltet werden, dass sie mit dem galoppierenden technischen Fortschritt im Halbleiterwesen Schritt halten können. Die begrenzten räumlichen Kapazitäten am Standort Coswig können mit dem Fokus auf die Halbleiter optimal entwickelt werden. Der verfügbare zweite Reinraum, für das Raumfahrtwesen qualifiziert und derzeit weitgehend ungenutzt, kann für die Lithografie qualifiziert werden und steht damit für weiteres Wachstum am Standort zur Verfügung. Da der Trend hin zur Digitalisierung anhält und eine damit verbundene fortschreitende Miniaturisierung im Halbleiterwesen nach sich zieht, ist davon auszugehen, dass ein starker Bedarf an Lithografiemaschinen auf lange Sicht gesichert ist. Vor diesem Hintergrund wurde durch unseren Kunden bereits Ende 2021 eine Erhöhung der Lieferkadenz für das Jahr 2023 in Aussicht gestellt. Die Implementierung wurde in 2022 durchgeführt, die Ausbringung seit Anfang 2023 verdoppelt und das finanzielle Ergebnis wesentlich verbessert. Darüber hinaus wurde durch den Kunden eine nochmals höhere Fertigungskapazität ab 2024 angefragt, welche in Kooperation mit dem Kunden bis Ende 2023 implementiert wurde (Schaffung weiterer Arbeitsplätze, Investitionen in Infrastruktur, etc.). 3.2.2. Prognose, Ausblick Im ersten Halbjahr 2024 konnten Umsatzerlöse in Höhe von 9,1 Mio. EUR aus dem operativen Geschäft in den Bereichen Satellites und Lithografie erzielt werden. Das vorläufige Halbjahresergebnis betrug 1,7 Mio. EUR vor Ergebnisabführung. Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Umsatz in Höhe von ca. 22 Mio. EUR sowie ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von voraussichtlich +0,2 Mio. EUR aus dem operativen Geschäft erwartet. Dies wird insbesondere durch die Lieferung der Serienprodukte für die Lithografie und die Erreichung von Schlüsselmeilensteinen in den Großprojekten ermöglicht. Die Risiken dabei müssen regelmäßig überwacht und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Die Fokussierung auf den Lithografiemarkt ermöglicht es dem Standort deutlich profitabler und nachhaltiger zu wirtschaften. Dieser Markt ist geprägt von weiteren Wachstumsprognosen bis zum Jahr 2030 und darüber hinaus. Insbesondere angetrieben wird dies durch kontinuierliche Digitalisierung und der Breitenanwendung von Künstlicher Intelligenz, welche eine Ausweitung der Produktionskapazitäten weltweit, aber mit dem European Chips Act insbesondere auch in Europa bedeutet. Dies wird auch künftig den Absatzmarkt für die Produkte des Beyond Gravity Standorts Coswig erweitern und die Partnerschaft mit dem Hauptkunden Carl Zeiss SMT weiter vertiefen. In jüngster Vergangenheit hat die Entwicklung der Partnerschaft weiter an Dynamik gewonnen. Anfang September 2024 hat die Zeiss SMT GmbH offiziell verkündet, die Übernahme der Lithografiesparte der Beyond Gravity anzustreben. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde unterzeichnet. Der Betriebsübergang ist, vorbehaltlich der Zustimmung entsprechender Kartellbehörden, für Ende 2024 geplant. Sämtliche bewegliche und unbewegliche Güter, sowie das Personal der Beyond Gravity Germany GmbH, gehen in diesem Zuge an die Carl Zeiss SMT GmbH über. Forderungen und Verbindlichkeiten werden übernommen. Es findet ein vollständiger Betriebsübergang des Bereichs Lithografie statt. Als logische Konsequenz dieser Entwicklung existiert die Beyond Gravity Germany GmbH nach Abschluss des Transitionsprozesses als Mantelgesellschaft fort, bis alle rechtlichen Pflichten aus dem vorhergehenden Geschäftsbetrieb erloschen sind.
Coswig, den 25. OKtober 2024 Beyond Gravity Germany GmbH Dr. Klaus Seifart, Geschäftsführer Robert Hahn, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Gesellschaft Beyond Gravity Deutschland GmbH hat ihren Sitz in Coswig und ist beim Amtsgericht Dresden unter der Nummer HRB 12870 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des HGB und des GmbH-Gesetzes. Größenabhängige Erleichterungen der §§ 276, 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 S. 2, 266 ff. HGB). Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde der Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu Grunde gelegt. Die Gesellschaft gehört über ihren Alleingesellschafter, die RUAG Deutschland GmbH, Oberpfaffenhofen, zur RUAG-Gruppe. Als verbundene Unternehmen werden die RUAG International Holding AG, Bern/Schweiz, als oberste Konzernspitze sowie alle zu ihr im Verhältnis als verbundene Unternehmen zu klassifizierende Gesellschaften angesehen. Angaben nach § 264 Abs. 2 Satz 2 HGB Mit der RUAG Deutschland GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag sowie eine körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft. Latente Steuern auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden auf Ebene des Organträgers ermittelt und bei Passivüberhang - nach Saldierung - auch dort bilanziert. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beinhalten Patente und Softwarelizenzen, welche zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet werden. Planmäßige Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu EUR 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst. Den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen die von der Finanzverwaltung veröffentlichten allgemeinen AfA-Tabellen zugrunde. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen im Bilanzzeitraum bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und angemessenen Gewinn vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bewertet. Infolge von Qualitätsmängeln erfolgten nach dem Bilanzstichtag Warenrücklieferungen, so dass die entsprechend zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf die Herstellkosten der gelieferten Ware wertberichtigt wurden. Die darüberhinausgehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren zum Bilanzstichtag werthaltig. Mit einem Ausfall ist nicht zu rechnen, so dass auf eine Einzelwert- wie auch auf eine Pauschalwertberichtigung verzichtet wurde. Die flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert bewertet. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, abgezinst. Rückstellungen für drohende Verluste aus ungünstigen Verträgen wurden gebildet, da der aus dem Vertrag resultierende erwartete wirtschaftliche Nutzen geringer ist als die zur Vertragserfüllung unvermeidbaren Kosten. Die Bewertung erfolgte zu Vollkosten. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren künftigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennwert bewertet. 4. Erläuterungen zur Bilanz 4.1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. 4.2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen TEUR 8 (i. Vj. TEUR 3.011) Forderungen gegen die Gesellschafterin (§ 42 Abs. 3 GmbHG). 4.3. Sonstige Rückstellungen Dieser Posten enthält Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 1.439) - davon von verbundenen Unternehmen (TEUR 1.422) -, Rückstellungen für Resturlaub und Überstunden (TEUR 164), Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 101), Mitarbeiterboni (TEUR 42), drohende Verluste (TEUR 36) sowie Archivierung (TEUR 25). 4.4. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Dabei wurde bei der Ermittlung der Restlaufzeiten für Darlehensverbindlichkeiten ohne konkrete Fälligkeitsvereinbarung der frühestmögliche Kündigungszeitpunkt berücksichtigt. Verbindlichkeitenspiegel (Angaben in TEUR; Vorjahresbeträge in Klammer)
Hinsichtlich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherheiten aus Grundschulden (TEUR 7) sowie die üblichen Eigentumsvorbehalte für finanzierte Vermögensgegenstände (TEUR 3). Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen TEUR 7.916 (i. Vj. TEUR 5.710) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (§ 42 Abs. 3 GmbHG). 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 5.1. Sonstige betriebliche Erträge Dieser Posten betrifft im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung der Rückstellung für drohende Verluste (TEUR 857). 5.2. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Konzernumlagen (TEUR 1.736), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 436), Aufwendungen für Mieten und Nebenkosten (TEUR 356) sowie Aufwendungen für Lizenzen und Konzessionen (TEUR 120). 6. Sonstige Angaben 6.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestanden folgende, nicht aus der Bilanz ersichtliche sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen.
Zudem bestehen mit der Beyond Gravity Services AG und der Beyond Schweiz AG seit 1. Januar 2022 diverse Dienstleistungsvereinbarungen (sog. service level agreements SLA) in nicht konkret vorhersagbarem Umfang. Die Ermittlung der gesamten Vergütungen (2023: 1,012 Mio. EUR; 2022: 1,030 Mio. EUR) erfolgt jährlich auf Basis der Inanspruchnahme der Leistungen (u.a. IT Infrastruktur, Division Management, Marke). Die verschiedenen SLA's können unter Einhaltung der Kündigungsfrist von 12 Monaten jeweils zum Ende eines Kalenderjahres gekündigt werden. 6.2. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr 2023 beschäftigten Arbeitnehmer betrug 71. Sie verteilten sich im Geschäftsjahr auf die einzelnen Bereiche wie folgt:
6.3. Geschäftsführer Die Geschäftsführung wurde während des Geschäftsjahres 2023 von folgenden Personen wahrgenommen:
Die Gesamtbezüge der im Geschäftsjahr 2023 tätigen Geschäftsführer betrugen im Berichtsjahr TEUR 263. 6.4. Konzernzugehörigkeit Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss unter Anwendung der Swiss Generally Accepted Accounting Principles FER für den kleinsten und zugleich größten Konsolidierungskreis der Unternehmen aufstellt, ist die RUAG International Holding AG, Bern/ Schweiz. Als verbundene Unternehmen werden alle direkten und indirekten Mehrheitsbeteiligungen der RUAG International Holding AG angesehen. Der Konzernabschluss ist in englischer und deutscher Sprache auf der Website der RUAG Holding AG unter https://annualreport.ruag.com/2023/de/downloads erhältlich. 6.5. Wesentliche Unsicherheit Hinsichtlich der bestandsgefährdenden Risiken wird auf die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt 3 Chancen- und Risikobericht und hierbei insbesondere auf den Unterabschnitt 3.1.4 Liquiditätsrisiken verwiesen. 6.6. Nachtragsbericht Mitte September 2024 wurde mit der Carl Zeiss SMT GmbH, Oberkochen, ein Vertrag zur Übernahme der Lithografiesparte der Gesellschaft geschlossen. Der Betriebsübergang ist - vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörde - für das 4. Quartal 2024 geplant. Dabei gehen sämtliche bewegliche und unbewegliche Güter sowie das Personal der Beyond Gravity Germany GmbH an die Carl Zeiss SMT GmbH über. Forderungen und Verbindlichkeiten werden übernommen. Es findet ein vollständiger Betriebsübergang statt. Die Prüfung des Betriebsübergangs durch die Kartellbehörden wurde zum 8. Oktober 2024 abgeschlossen - der Übergang wird ohne Auflagen genehmigt. Weitere berichtspflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Coswig, den 25. Oktober 2024 Beyond Gravity Germany GmbH Dr. Klaus Seifart, Geschäftsführer Robert Hahn, Geschäftsführer Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023Beyond Gravity Germany GmbH, Coswig
Hinweise: Summationsstriche und Summenunterstreichungen sind nach folgender Regel gesetzt: Bei Additionen (und entsprechend bei Subtraktionen) wird nur der letzte Summand unterstrichen (Summationsstrich). Zwischensummen werden mit einer gestrichelten Linie unterstrichen, es sei denn, sie stellen den ersten Summand einer nachfolgenden Additionsreihe dar. Ebenfalls mit einer gestrichelten Linie unterstrichen werden einfache Summanden, die zusammen mit gestrichelt unterstrichenen Zwischensummen eine weitere Zwischen- oder Gesamtsumme bilden. Die Endsumme wird doppelt unterstrichen. Ausblenden von Zeilen oder Spalten: Im Hinblick auf die Anforderungen des elektronischen Bundesanzeigers an die Offenlegungsunterlagen ist zu empfehlen, keine Zeilen oder Spalten auszublenden oder auf die Höhe resp. Breite Null zu reduzieren, vielmehr sollten Zeilen resp. Spalten, die nicht gezeigt werden sollen, gelöscht werden (ggf. müssen zuvor Formelverweise auf entsprechende Zellen bereinigt werden). Änderungen durch das BilRUG Nach § 284 Abs.3 HGB hat der Ausweis der Abschreibungen brutto zu erfolgen. Sonstige Berichtsbestandteile Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29. November 2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Beyond Gravity Germany GmbH, Coswig Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Beyond Gravity Germany GmbH, Coswig - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Beyond Gravity Germany GmbH, Coswig für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt "Allgemeine Angaben" des Anhangs und die Angaben in Abschnitt "3.1.4 Liquiditätsrisiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter darlegen, dass sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation befindet und im Prognosezeitraum auf die weitere Zuführung liquider Mittel beziehungsweise auf die Aufrechterhaltung der in Abschnitt "3.1.4 Liquiditätsrisiken" des Lageberichts genannten Verträge angewiesen ist. Auf Basis der vorliegenden Planung, die insbesondere den Fortbestand der folgenden Verträge voraussetzt, wird die Gesellschaft im Prognosezeitraum voraussichtlich mit ausreichenden liquiden Mitteln ausgestattet sein, um ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können:
Aufgrund der kurzfristigen Kündbarkeit des Cash-Pooling-Vertrages, welcher zum Aufstellungsdatum März 2024 einen Verbindlichkeitssaldo aufweist, hat die Gesellschaft am 20. November 2023 und am 11. März 2024 mit der RUAG International Holding AG, Bern/Schweiz, eine Patronatsvereinbarung geschlossen. Die RUAG International Holding AG hat sich im Rahmen einer befristeten Patronatserklärung verpflichtet, die Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2025 mit ausreichenden finanziellen Mitteln bis zu einem Höchstbetrag von maximal TEUR 3.000 zur jederzeitigen Erfüllung ihrer Verpflichtungen auszustatten. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist die Gesellschaft somit von der finanziellen Unterstützung der RUAG Deutschland GmbH, Oberpfaffenhofen, und der RUAG International Holding AG, Bern/Schweiz, abhängig. Ferner ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft davon abhängig, dass die Prämissen der Liquiditätsplanung eintreffen beziehungsweise nicht wesentlich unterschritten werden. Unser Prüfungsurteil ist bezüglich dieser Sachverhalte nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 25. Oktober 2024 concredis
Thomas Weser, Wirtschaftsprüfer Dirk Schlegel, Wirtschaftsprüfer |
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