CURATA Seniorenheim Bad Münstereifel GmbH
Selbe AdresseAmbulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sebastian Münch seit 11.1.2023 | Geschäftsführer |
Klaus Jürgen Fritsch seit 9.4.2019 | Geschäftsführer |
Wolfgang Bißerdorf seit 14.4.2015 | Prokura |
Ulrich Reder seit 29.12.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Nexus AG Donaueschingen | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Roche Diagnostics IT Solutions GmbHBerlinJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Bilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017Allgemeine InformationenDie Gesellschaft hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin Charlottenburg unter der Nummer HRB 88144. Die Roche Deutschland Holding GmbH (RDH), Grenzach-Wyhlen, ist das inländische Mutterunternehmen der Roche Diagnostics IT Solutions GmbH. Mit dem Mutterunternehmen besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die Roche Diagnostics IT Solutions GmbH ist in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der Roche Holding AG, Basel/Schweiz, einbezogen. Der Konzernabschluss ist auf der Internetseite des Unternehmens (www.roche.com) einzusehen. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB erstellt. Der Jahresabschluss der Roche Diagnostics IT Solutions GmbH wurde entsprechend den Vorschriften des HGB und des GmbHG erstellt. Die Fortführung der Gesellschaft ist von der Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung des Gesellschafters abhängig. Da wir davon ausgehen, diese Unterstützung auch zukünftig zu erhalten, haben wir den Jahresabschluss unter Zugrundelegung des Grundsatzes der Unternehmensfortführung aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden bei immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen vorgenommen, soweit die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist. Für Anlagegegenstände, die innerhalb des Geschäftsjahres zugegangen sind, wird der monatsanteilige lineare Abschreibungssatz angewendet. Für bewegliche Güter des Sachanlagevermögens und für immaterielle Anlagegegenstände wird von einer Regelnutzungsdauer von drei bis zehn Jahren ausgegangen. Zugänge an Vermögensgegenständen, mit Anschaffungskosten bis 150 EUR, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände im Sinne von § 6 Abs. 2a EStG mit Anschaffungskosten ab 150 EUR bis 1.000 EUR werden in einen Sammelposten eingestellt und einheitlich über fünf Jahre abgeschrieben. Die Bewertung der unfertigen Leistungen in dem Posten Vorräte erfolgt gemäß den nach Fertigungsstellungsgrad angefallenen Herstellungskosten. Zu den Herstellungskosten gehören Materialkosten, Fertigungskosten und Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Darüber hinaus werden angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung berücksichtigt. Die unfertigen Leistungen werden - sofern erforderlich -auf den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Darüber hinaus gehende Verluste werden durch Drohverlustrückstellungen antizipiert. Kosten für Projekte mit einem Auftragswert unter 20 TEUR werden nicht in den Vorräten aktiviert, sondern sofort als Aufwand erfasst. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten bilanziert und werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen alle Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel/Schweiz, einzubeziehen sind. Die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden gemäß § 256a HGB bewertet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Ausgaben gebildet, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Diese berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % (Vorjahr: 3,18 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) berücksichtigt. Für die Abzinsung wurde ein durchschnittlicher Marktzinssatz von 3,68 % (Vorjahr: 4,00 %) verwendet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre, unter Anwendung der Pauschalregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bezogen auf eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Zinsänderungseffekt wird im operativen Ergebnis gezeigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem zehn- und dem siebenjährigen Durchschnittszinssatz gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 466.000 EUR. Für einen Pensionsplan besteht Deckungsvermögen. Das Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde mit seinem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Ein sich ergebender aktiver Unterschiedsbetrag wird auf der Aktivseite als "aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen. Für den anderen Pensionsplan ohne Deckungsvermögen werden Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen, soweit für deren Eintritt ausreichend objektive Hinweise vorliegen. Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr werden entsprechend § 253 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf Grund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft werden latente Steuern beim Organträger berücksichtigt. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist im separaten Anlagenspiegel, als Anlage zum Anhang, beigefügt. Die Zugänge der Betriebs- und Geschäftsausstattung enthalten geringwertige Vermögensgegenstände in Höhe von 35.471 EUR (Vorjahr: 76.964 EUR). Forderungen und sonstige VermögensgegenständeAlle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von 9.019.454 EUR (Vorjahr 13.107.922 EUR). Die ausgewiesenen Forderungen gegen den Gesellschafter betreffen Forderungen aus der Verlustübernahme und damit verrechnete Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling 16.533.983 EUR (Vorjahr: 8.885.038 EUR). Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen - wie im Vorjahr - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige VermögensgegenständeIn den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen Vorauszahlungen an Lieferanten in Höhe von 23.262 EUR (Vorjahr: 18.260 EUR) sowie Forderungen aus sonstigen Steuern in Höhe von 68.018 EUR (Vorjahr: 145.507 EUR) enthalten. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungDer aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung betrifft Fondsanteile, die aus Einzahlungen in den Roche Pensionstreuhand e.V., Grenzach-Wyhlen, zur Finanzierung der Zusagen aus der Versorgungsordnung 2007 resultieren. Die Wertpapiere werden zum Bilanzstichtag gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den korrespondierenden Rückstellungen verrechnet. Die Anschaffungskosten der Fondsanteile betragen 1.741.807 EUR, bei einem Zeitwert zum 31.12.2017 in Höhe von 1.860.268 EUR. Bei einem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung in Höhe von 1.091.669 EUR ergibt sich der aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von 768.599 EUR. Der ausschüttungsgesperrte Betrag im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt 118.461 EUR (Vorjahr: 87.936 EUR). RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sie beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 979.296 EUR (Vorjahr: 985.812 EUR), für Leistungsboni in Höhe von 837.035 EUR (Vorjahr: 565.846 EUR), für Urlaubsansprüche in Höhe von 452.255 EUR (Vorjahr: 442.230 EUR), für ausstehende Rechnungen in Höhe von 450.687 EUR (Vorjahr: 743.039 EUR), für ein Mitarbeiterbindungsprogramm 1.000.000EUR (Vorjahr: 0 EUR), für Abfindungen 488.000 EUR (Vorjahr: 310.000 EUR) sowie für Zeitguthaben in Höhe von 94.827 EUR (Vorjahr: 90.106 EUR). VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen 6.168.367 EUR (Vorjahr: 11.509.230 EUR). Sie betreffen ein Darlehen der Roche Diagnostics GmbH, Mannheim, in Höhe von 5.979.000 EUR (unverändert zum Vorjahr) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Gesellschaften aus dem Roche-Konzern. Für das Darlehen hat die Roche Diagnostics GmbH eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung ausgesprochen, wonach sie hinter die Forderungen aller bestehenden und künftigen Gläubiger zurücktritt. Das Darlehen ist auf unbestimmte Zeit gewährt und wird längerfristig in Anspruch genommen werden. Die voraussichtliche Restlaufzeit ist größer als ein Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 201.822 EUR (Vorjahr: 212.167 EUR) enthalten. Mit Ausnahme des o.g. Darlehens haben alle Verbindlichkeiten wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus dem Mitarbeiteranteil an Essensschecks 93.414 EUR (Vorjahr: 83.218 EUR). Die Erträge aus Währungsdifferenzen betragen 1.316 EUR (Vorjahr: 2.959 EUR). PersonalaufwandDer Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 503.027 EUR (Vorjahr: 139.407 EUR). Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IT-Kosten in Höhe von 1.070.618 EUR (Vorjahr 1.388.891 EUR), Reisekosten in Höhe von 722.522 EUR (Vorjahr: 833.477 EUR), die Zuführung zu den Rückstellungen für Gewährleistungen in Höhe von 160.611 EUR (Vorjahr: 111.328 EUR), Mieten für Gebäude in Höhe von 762.642 EUR (Vorjahr: 720.348 EUR), Aufwände für Telefon und Datenpakete in Höhe von 110.522 EUR (Vorjahr: 106.206 EUR), sowie sonstige Gebühren und Services in Höhe von 877.703 EUR (Vorjahr: 506.512 EUR). Die Aufwendungen für Währungsverluste betragen 6.997 EUR (Vorjahr: 2.385 EUR ). ZinsergebnisDie Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 74.108 EUR (Vorjahr: 148.289 EUR) und Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 10.047 EUR (Vorjahr: 24.212 EUR), saldiert mit Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 1.876 EUR (Vorjahr 67.300 EUR). Sonstige AngabenSonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus Mietverpflichtungen in Höhe von 1.162.159 EUR. Anzahl der BeschäftigtenDie Anzahl der Beschäftigten betrug im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende und ohne Mitglieder der Geschäftsführung) 168,5 (Vorjahr: 167,5). Alle 168,5 Beschäftigten haben den Angestelltenstatus. 38 Angestellte entfielen auf den Bereich Entwicklung, 18,5 Beschäftigte auf den Bereich Verwaltung, 94 Beschäftigte auf den Bereich Services, sowie 18 Beschäftigte auf den Bereich Sales/Marketing. Organe der GesellschaftOrgane der Gesellschaft sind die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung. Die Geschäftsführung lag während des Geschäftsjahres in den Händen von Herrn Ulrich Reder, Diplom-Mathematiker. Hinsichtlich der Nichtangabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. NachtragsberichtSachverhalte, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2017 bis zur Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht eingetreten und von besonderer Bedeutung sind, liegen nicht vor.
Berlin, den 31.05.2018 Roche Diagnostics IT Solutions GmbH Ulrich Reder Lagebericht für das Geschäftsjahr 20171. Grundlagen der Gesellschaft1.1 Geschäftsmodell der GesellschaftDie Roche Diagnostics IT Solutions GmbH (RDIT) hat ihren Sitz in Berlin und ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Roche Deutschland Holding GmbH (RDH), Grenzach-Wyhlen. Die Anteile an der RDH werden zu gleichen Teilen (50 %) von der Roche Pharmaholding B.V., Woerden/Niederlande, und der Roche Finanz AG, Basel/Schweiz, gehalten. Die Roche Diagnostics IT Solutions GmbH sichert und unterstützt mit ihren innovativen IT Lösungen für Großlabore das Kerngeschäft der Roche Diagnostics. 1.2 SteuerungssystemDie Roche Diagnostics IT Solutions GmbH wird über die Umsatzverteilung und zugeteilten Kostenbudgets durch den Konzern gesteuert. 1.3 Forschung und EntwicklungDie Integration der Softwareentwicklung in die globalen Strukturen des Roche-Konzerns wurde weiter vertieft. Die Wahrnehmung der Diagnostics IT Solutions GmbH als IT Standort spiegelt sich in der Mitarbeit an neuen IT Produkten für den Konzern wider. Die Softwareentwicklung wurde durch die Nutzung von Konzernsynergien weiter optimiert. Um die zeitgerechte Softwareentwicklung für die Großprojekte in UK und Österreich sicherzustellen, wurde auch in diesem Jahr mit externen Dienstleistern zusammengearbeitet. Die Herausforderungen dieser Projekte konnten erfolgreich gemeistert werden. Deshalb konnte ein weiteres Modul des Projektes in UK pünktlich in Betrieb genommen werden. Für das Projekt in Österreich wurden vor allem Funktionalitäten im Bereich Pathologie und der elektronischen Gesundheitsakte (EGA) umgesetzt. Das Laborinformationssystem SWISSLAB, das als "Diagnostische Informationsplattform" dient, wurde weiterentwickelt und in der Stabilität gestärkt, erfolgreich ausgebaut und durch einen deutlich höheren Reifegrad in den Prozessen für die Skalierbarkeit in der Entwicklungsbreite und -geschwindigkeit vorbereitet. Der Entwicklungsanteil des Standortes Berlin ist seit 2016 integraler Bestandteil des jetzt etablierten Unternehmensbereiches SIS (Solution Integration und Service). IT Lösungen innerhalb der Diagnostics Division haben im Zuge dessen an Bedeutung gewonnen und die Position des Standortes Berlins für zukünftige Projekte verbessert. Die aufgewandten R&D Kosten betrugen im Jahre 2017 6.802 TEUR (Vorjahr 6.712 TEUR). Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie Roche Diagnostics IT Solutions GmbH bedient weiterhin die Marktanforderungen an komplexen, vernetzten Laborinformationslösungen mit ihrem Portfolio. Der Konsolidierungstrend auf Kundenseite hielt auch in 2017 weiter an. Insbesondere die Verbesserung im Service wird im Markt anerkannt und positiv aufgenommen. 2.2 GeschäftsverlaufWährend sich der größte Anteil der kommerziellen Aktivitäten auf Deutschland, Großbritannien, Österreich und seit diesem Jahr auch die Niederlande (Markteintritt) konzentrierte, wurden die Märkte Norwegen und Malta in kleinerem Umfang bedient. Die Entwicklung der Belegschaft erfolgte nach definierten Prozessen, die die Verbesserung der Effektivität und die bessere Steuerung der Kostenseite in der Zukunft herstellen werden. Dies zeigt sich unter anderem in der erprobten und erfolgreichen Einarbeitung neuer Mitarbeiter und in systematisch geplanten Ausbildungsaktivitäten. Der Fokus der Muttergesellschaft lag weiterhin auf Kundenzufriedenheit, insbesondere der Bestandskunden, mit Blick auf das Diagnostika Kerngeschäft. Darüber hinaus war Folgendes für den Geschäftsverlauf 2017 kennzeichnend:
2.3 Lage2.3.1 ErtragslageSowohl die geplanten Umsatzerlöse, als auch die höheren Kosten sind im Geschäftsjahr entsprechend dem Budget angefallen. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr stiegen in 2017 um 1.383 TEUR auf 8.062 TEUR. Der Anstieg ist hauptsächlich auf zusätzliche Anstrengungen im inländischen Projektgeschäft zurückzuführen. Zusammen mit dem kontinuierlichen Abschluss von Altprojekten und der Abarbeitung neuer Projekte innerhalb des Geschäftsjahres verringerte sich der Bestand an unfertigen Leistungen gegenüber dem Vorjahr um 104 TEUR auf 604 TEUR. Die Bestände an unfertigen Leistungen mussten nur für wenige laufende Projekte zum 31.12.2017 abgewertet werden (24 TEUR; Vorjahr: 399 TEUR). Im Jahr 2017 musste kein Risiko einer Drohverlustrückstellung (0 TEUR; Vorjahr: 16 TEUR) berücksichtigt werden Der Materialaufwand hat sich in 2017 aufgrund einer nochmals gestiegenen Inanspruchnahme externer IT-Dienstleistungen auf 11.315 TEUR (Vorjahr: 9.142 TEUR) erhöht. Insgesamt hat sich der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 2.009 TEUR auf 16.552 TEUR erhöht. Bei nahezu gleicher Personalstärke resultiert die Steigerung hauptsächlich aus dem Aufwand für ein Mitarbeiterbindungsprogramm (1.000 TEUR), aus dem allgemeinen Anstieg der Gehälter (682 TEUR) und dem im Vergleich zum Vorjahr höherem Bonuspotential (271 TEUR) für das Geschäftsjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf 5.395 TEUR (Vorjahr: 4.981 TEUR), was maßgeblich auf zusätzliche Aktivitäten im Bereich Team- und Organisationsentwicklung zurückzuführen ist. Insgesamt ergibt sich ein Jahresergebnis vor Verlustübernahme in Höhe von -25.553 TEUR (Vorjahr: -21.993 TEUR). Die Zunahme des Verlustes ergibt sich vor allem aus höheren Personalaufwendungen sowie aus der zusätzlichen Beauftragung von externen Dienstleistern im Bereich R&D. 2.3.2 Finanzlage2.3.2.1 Ziele des FinanzmanagementsDie Nettoliquidität der Roche Diagnostics IT Solutions GmbH wird durch eine Cash PoolVereinbarung zwischen der Roche Diagnostics IT Solutions GmbH und der Roche Deutschland Holding GmbH gesteuert. Dadurch war die Liquidität der Roche Diagnostics IT Solutions GmbH im Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt, wovon wir auch für die Zukunft ausgehen. Zum Bilanzstichtag wurden Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling in Höhe von 16.534 TEUR mit der Forderung aus Verlustübernahme verrechnet ausgewiesen, was zu einer Forderung von 9.019 TEUR führt. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist ein Darlehen der Roche Diagnostics GmbH unverändert in Höhe von 5.979 TEUR enthalten. Für dieses auf unbestimmte Dauer gewährte Darlehen wurde eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung erteilt. 2.3.2.2 Kapitalausstattung
2.3.3 VermögenslageDie Bilanzsumme hat sich aufgrund der verringerten Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Konzernverbund insgesamt verringert. Die Bilanz ist nach wie vor von kurzfristigem Umlaufvermögen und kurzfristigem Fremdkapital gekennzeichnet. Die einzelnen Veränderungen werden im Folgenden dargestellt. Der Rückgang des immateriellen Anlagevermögens resultiert aus den Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres. Der Geschäftsbetrieb wurde durch Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 302 TEUR erweitert. Die unfertigen Leistungen verringerten sich durch den Abschluss von Altprojekten und durch die Realisierung neuer Projekte innerhalb des Geschäftsjahres um 104 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund der ausgeweiteten Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr an (1.099 TEUR; Vorjahr: 849 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen verringerten sich trotz des gestiegenen Verlustausgleichs um 4.242 TEUR auf 9.437 TEUR aufgrund der stärker gestiegenen saldierten Verbindlichkeiten aus dem Cashpool. Die sonstigen Rückstellungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 1.148 TEUR an, wozu maßgeblich die Rückstellung für ein Mitarbeiterbindungsprogramm beigetragen hat. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zu Vorjahr um 5.340 TEUR gesunken. Grund hierfür ist ein Einmaleffekt im Geschäftsjahr 2016. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist unverändert ein auf unbestimmte Zeit gewährtes Darlehen der Roche Diagnostics GmbH in Höhe von 5.979 TEUR enthalten. Nach unterjährigen Einzahlungen in den Roche Pensionstreuhand e.V., Grenzach-Wyhlen, in Höhe von 436 TEUR wurde das bestehende Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Rückstellungen für Pensionen verrechnet und auf der Aktivseite als "aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" in Höhe von 769 TEUR ausgewiesen. 3. Chancen- und RisikoberichtDie Gesellschaft ist in das im Konzern der Roche Holding AG, Basel/Schweiz, bestehende Risikofrüherkennungssystem einbezogen. Es handelt sich um ein integriertes System zur Früherkennung und Überwachung konzernspezifischer Risiken. Die Risikokultur ist geprägt durch risikobewusstes Verhalten, klare Verantwortlichkeiten und adäquate Aufsicht durch die Geschäftsleitung. Im Rahmen des Managementinformationssystems ist die Gesellschaft in das monatliche Berichtswesen des Roche-Konzerns eingebunden. Aus Sicht der Geschäftsführung bestehen keine speziellen Risiken, wie z. B. die Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Finanz- und Währungsrisiken werden durch die Treasury-Aktivitäten der Obergesellschaft im Konzern abgedeckt. Maßnahmen zur Sicherheit und zum Umweltschutz werden über die Roche Diagnostics abgedeckt. Mit ihren Produkten und Leistungen ergänzt die Roche Diagnostics IT Solutions GmbH das Produktportfolio des Roche-Konzerns. Derzeit werden verschiedene Strategien für die weitere Entwicklung der Roche Diagnostics IT Solutions geprüft. Aus Sicht der Gesellschaft besteht jedoch das Risiko, dass aus den erforderlichen Anlaufinvestitionen für die Ausweitung der Marktaktivitäten nicht die erwarteten Erträge generiert werden. Auch bedürfen Veränderungen im Produktportfolio und der Struktur der Abstimmung mit der Muttergesellschaft. Der Muttergesellschaft trägt die zu erwartenden mittel- bis langfristigen Verluste i. R. d. bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags, da die IT-Lösungen zur Sicherung des Kerngeschäftes der Roche Diagnostics beitragen. Das bedeutsamste Risiko der Gesellschaft besteht in der Unterstützung seitens des Gesellschafters bei der Finanzierung dieser im Rahmen der Konzernstrategie erwarteten Verluste. Dafür bestehen ein Ergebnisabführungsvertrag, ein Cashpooling-Vertrag und eine harte Patronatserklärung. Darüber hinaus wurde für ein Darlehen der Roche Diagnostics GmbH eine qualifizierte Rangrücktrittserklärung ausgesprochen. Zur Sicherung des Fortbestands der Gesellschaft ist die Aufrechterhaltung dieser finanziellen Unterstützung seitens des Gesellschafters erforderlich. 4. PrognoseberichtDer Fokus liegt 2018 auf der Stabilisierung des sehr hohen Niveaus in der Kundenzufriedenheit und der Inbetriebnahme der geplanten diagnostischen Laborbereiche in Deutschland, Österreich und UK. Die funktionelle Erweiterung der Auftragserfassung des Modules LAURIS insbesondere im Bereich Pathologie sowie die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen stehen im Zentrum der Entwicklungsanstrengungen. Mit Erreichung dieser Ziele, ist die Voraussetzung für das Abrufen zusätzlicher Swisslab Projekte durch die Länderorganisationen geschaffen. In 2018 wird die Implementierung der Unternehmensstrategie weiter vorangetrieben. Im Zuge dessen erfolgt eine Konzentration auf die Kernbelegschaft, was zu einer deutlich verringerten Beauftragung externer Dienstleister führen wird. Bei leicht sinkenden Umsätzen, wird dies aufgrund von Kosteneinsparungen in 2018 zu einem deutlich verringerten Verlust vor Ergebnisausgleich führen.
Berlin, den 31. Mai 2018 Roche Diagnostics IT Solutions GmbH Ulrich Reder Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Roche Diagnostics IT Solutions GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der Gesellschaft im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt 3 ausgeführt, dass zur Sicherung des Fortbestands der Gesellschaft die Aufrechterhaltung der finanziellen Unterstützung seitens des Gesellschafters erforderlich ist.
Berlin, den 18. Juni 2018 KPMG
AG
Dr. Kronner, Wirtschaftsprüfer Kirsch, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss der Roche Diagnostics IT Solutions GmbH zum 31. Dezember 2017 wurde am 23. Juli 2018 festgestellt. |
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