VEGA Immobilien GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Helmut Kuck seit 6.6.2023 | Geschäftsführer |
Jörg Friedrich seit 13.2.2023 | Prokura |
Andreas Schletter seit 9.9.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Kabel C.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HEW-KABEL GmbHWipperfürthJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023HEW-KABEL GmbH, WipperfürthPräambel Das Geschäftsjahr 2023 war für unser Unternehmen von grundlegender Bedeutung und richtungsweisend für die Zukunft. Es wurde erkannt, dass ein unverändertes Wirtschaften langfristig nicht ausreichend ertragreich ist. Nach einer intensiven und umfassenden Analyse wurden daher weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen definiert und konsequent umgesetzt. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.624 ist zu einem wesentlichen Teil in Höhe von TEUR 5.229 auf negative außergewöhnliche Erfolgsbeiträge, welche anteilig in Höhe von TEUR 4.203 aus den Restrukturierungsmaßnahmen resultieren, zurückzuführen. Diese Maßnahmen haben bereits im Geschäftsjahr 2023 positive Effekte gezeigt, die sich auch in den steuerrungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren widerspiegeln. Das EBITDA hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 580 auf TEUR 3.736 (Vorjahr: TEUR 3.156) leicht erhöht. Das EBIT hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 209 auf TEUR 946 (Vorjahr: TEUR 737) leicht erhöht. Wir verweisen in diesem Zusammenhang vorab auf unsere Berichterstattung zu den steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren. I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die HEW-KABEL GmbH, Wipperfürth (im Folgenden "HEW-KABEL" oder "Gesellschaft"), ist ein unabhängiger Spezialkabelhersteller mit Sitz in Wipperfürth in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen entwickelt und stellt kundenspezifische Kabel sowie Leitungen seit Jahrzehnten her. HEW-KABEL ist für hohe Qualität und Zuverlässigkeit im Markt bekannt. Die Gesellschaft liefert an industrielle und gewerbliche Kunden. Zur Marktbearbeitung gliedert sich das Unternehmen in die Segmente Industrie, Automotive und Medizin. Zu den wesentlichen Absatzmärkten gehören vor allem Deutschland und Mitteleuropa. Darüber hinaus werden in Fernost und in den USA wesentliche Umsatzerlöse erzielt. Die von der Gesellschaft erzielten Umsatzerlöse entfallen mit rund 37 % auf das Inland und mit rund 63 % auf das Ausland. Organisatorisch gliedert sich die HEW-KABEL in die Bereiche Produktion, Qualitätsmanagement, Supply Chain Management einschließlich Einkauf, Vertrieb - bestehend aus Sales, Produktmanagement und Marketing -, Forschung & Entwicklung und allgemeine Verwaltung (im Wesentlichen Finanzen, Controlling, Personal und IT). Die Anteile an der HEW-KABEL werden weiterhin zu 100 % von der alleinigen Gesellschafterin HEW-KABEL Holding GmbH, Wipperfürth, gehalten. Die HEW-KABEL hält 100 % der Anteile an der Robotic Solutions GmbH, Kamp-Lintfort, und der HEW-KABEL America Inc., Chicago/USA. Die Gesellschaft selbst ist von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da sie in den befreienden Konzernabschluss der HEW-KABEL Holding GmbH einbezogen wird. Wesentliche Änderungen in den Grundlagen des Unternehmens haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben. 2. Forschung und Entwicklung Als Spezialkabelhersteller ist die Entwicklung von kundenspezifischen Lösungen eine Kernkompetenz. Hierfür ist eine leistungsstarke Forschung und Entwicklung erforderlich. Aus diesem Grund hat Forschung und Entwicklung eine außerordentlich hohe Bedeutung für die HEW-KABEL. Intern wird dieser Bereich als Research & Development (R&D) bezeichnet. Im Rahmen der Effizienzsteigerung hat sich der Bereich weiterentwickelt und soll verstärkt die Entwicklung von Innovationen vorantreiben. Er umfasst zum Zeitpunkt der Lageberichterstattung 7 Produktentwickler, die in unterschiedlichen Segmenten (Industrie, Automotive und Medizin sowie deren Untersegmente) fachlich, disziplinarisch und strategisch von der Geschäftsführung der HEW-KABEL (6 Mitarbeitende = Local Team) sowie fachlich vom Vice President R&D (3 Mitarbeitende = Global Team) geführt werden. Neben der Produktentwicklung umfasst der Bereich die Abteilungen Materialentwicklung (2 Materialentwickler), ein Applikationsteam (2 Entwickler) und die Abteilung Projektmanagement, die bereichs- und fachübergreifend für das gesamte Unternehmen tätig sind. Das Prüflabor wurde im Geschäftsjahr der Teamleitung R&D zugeordnet. Hinsichtlich des Gesamtbetrages der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung verweisen wir auf die Anhangsangabe. Auf weitere quantitative Angaben, insbesondere zu den Ergebnissen der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit, wird verzichtet, da diese Informationen nicht wesentlich sind. Wesentliche Veränderungen der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Entsprechend dem Kieler Konjunkturbericht NR. 109 (2023/Q4) des IfW Kiel hielt sich die Weltkonjunktur angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war. Zwar geht die Inflation inzwischen zügig zurück, jedoch zeichnet sich eine konjunkturelle Belebung derzeit noch nicht ab. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bremsen eine hohe Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und finanzpolitische Impulse fallen weg. In China bleibt die wirtschaftliche Dynamik angesichts struktureller Probleme verhalten. Insgesamt rechnet das IfW Kiel für das kommende Jahr mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - um 2,8 %, nach 3,1 % im Jahr 2023. Für das Jahr 2025 erwartet das IfW Kiel ein Anziehen der Weltkonjunktur auf eine Zuwachsrate von 3,2 %. Damit hat sich die Prognose des IfW Kiel gegenüber dem Herbst insgesamt nicht verändert. Die Arbeitslosigkeit in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nimmt in der nächsten Zeit zwar leicht zu, bleibt aber auf historisch niedrigem Niveau. Der zugrunde liegende Preisauftrieb ist zuletzt deutlich gesunken. Das IfW Kiel rechnet damit, dass die Inflationsraten im Jahr 2025 allgemein wieder nachhaltig in die Nähe der Zielmarken gesunken sein werden. Entsprechend einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 15. Januar 2024 war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Der für uns entscheidende Markt der Elektroindustrie weist im Berichtsjahr eine noch ausreichend zufriedenstellende Entwicklung auf. Entsprechend einer Pressemitteilung des Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V. (ZVEI) konnte die reale, preisbereinigte Produktion zum dritten Mal in Folge gesteigert werden. Auf Basis der Zahlen bis einschließlich November entspricht das einem Anstieg um 1,4 %. Damit hat sich die Branche in einem schwierigen Umfeld als robust erwiesen. Allerdings weist der ZVEI darauf hin, dass die Unternehmen der Elektroindustrie noch historisch hohe Auftragsbestände abarbeiten konnten, als die Neubestellungen spätestens ab dem zweiten Quartal 2023 bereits zurückgingen. Die nominalen Erlöse der Branche erreichten im Jahr 2023 mit 242 Milliarden Euro erneut eine Rekordmarke (+ 8 %). Von den aufgezeigten positiven Entwicklungstendenzen der Elektroindustrie konnte die HEW-KABEL jedoch nicht profitieren. 2. Geschäftsverlauf Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein negativer Geschäftsverlauf. Dieser ist sowohl auf die negative operative Geschäftstätigkeit als auch auf negative außergewöhnliche Erfolgsbeiträge im Berichtsjahr zurückzuführen. Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.664 auf TEUR 88.145 (Vorjahr: TEUR 91.809) deutlich reduziert. Unter Berücksichtigung einer Bestandsminderung in Höhe von TEUR 2.087 (Vorjahr: TEUR 2.235) und anderer aktivierter Eigenleistungen in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 963) ergibt sich eine gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunkene Gesamtleistung in Höhe von TEUR 86.129 (Vorjahr: TEUR 90.538). Nach Abzug eines korrespondierend zur Gesamtleistung gesunkenen Materialaufwands in Höhe von TEUR 48.179 (Vorjahr: TEUR 50.068) ergibt sich ein deutlich gesunkenes Rohergebnis in Höhe von TEUR 38.533 (Vorjahr: TEUR 40.988). Die erläuterte negative Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus einem absatzbedingten Rückgang der Umsatzerlöse im Bereich der Kabellieferungen sowohl im In- als auch im Ausland. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Inlandsumsätze um TEUR 1.192 auf TEUR 32.900 (Vorjahr: TEUR 34.092) reduziert. Die Auslandsumsätze reduzierten sich ebenfalls um TEUR 2.472 auf TEUR 55.245 (Vorjahr: TEUR 57.717). Neben den beschriebenen negativen Entwicklungstendenzen im operativen Geschäftsergebnis, hat die Gesellschaft darüber hinaus negative außergewöhnliche Erfolgsbeiträge in Höhe von insgesamt TEUR 5.229 aus einer im Berichtsjahr durchgeführten Restrukturierungsmaßnahme (TEUR 4.203), aus Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 455) und aus der Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie (TEUR 571) realisiert. Vor dem Hintergrund der negativen Auftragslage und den gestiegenen Kosten hat die Geschäftsführung im Berichtsjahr strukturelle und organisatorische Anpassungen im Unternehmen vorgenommen. Als Folge dieser Umstrukturierungsmaßnahmen wurde auch eine Personalabbaumaßnahme eingeleitet. Mit dem Betriebsrat wurde in diesem Zusammenhang am 09. August 2023 ein Interessenausgleich, ein Sozialplan und diverse weitere Vereinbarungen getroffen. Insgesamt waren von der Personalabbaumaßnahme 66 Mitarbeiter betroffen. Die negativen außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge aus dem Personalabbau in Höhe von TEUR 4.203 entfielen dabei im Wesentlichen auf unmittelbare Abfindungszahlungen und Aufwendungen für eine Transfergesellschaft. Die ergriffene Restrukturierungsmaßnahme zeigte bereits im Berichtsjahr erste Wirkung. Aufgrund der durchgeführten Personalabbaumaßnahme konnte der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.121 auf TEUR 24.148 (Vorjahr: TEUR 25.269) deutlich reduziert werden. Aufgrund des gesunken Personalaufwands haben sich die für uns steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Wir verweisen in diesem Zusammenhang vorab auf unsere Berichterstattung zu den steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren. Die Restrukturierung wird ab dem Geschäftsjahr 2024 ihre volle Wirkung entfalten. Darüber hinaus wirkten sich die preisbedingten gestiegenen Aufwendungen für Energiestoffe in Höhe von TEUR 2.190 (Vorjahr: TEUR 1.076) negativ aus. Abschließend hat die HEW-KABEL einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.624 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 311) realisiert. In Bezug auf weitere Ergebniseffekte verweisen wir auf unsere Berichterstattung zur Ertragslage. Mit Ausnahme der oben erläuterten Aspekte haben sich im Hinblick auf die organisatorische Struktur, Standorte, Produktgruppen, Geschäftsprozesse, Absatzmärkte und die für das Geschäft relevanten externen Einflussfaktoren keine weiteren wesentlichen Änderungen gegenüber dem Vorjahr ergeben. In den Bereichen Arbeits- und Unfallschutz bzw. Berufsunfälle haben sich im Geschäftsjahr 2023 ebenfalls keine besonderen Vorkommnisse ergeben. 3. Lage a) Ertragslage Im Berichtsjahr ergibt sich eine außerordentlich negative Ertragslage. Zur Erläuterung der negativen Entwicklung der Umsatzerlöse, der Gesamtleistung und des Rohergebnisses verweisen wir auf unsere ausführliche Berichterstattung zum Geschäftsverlauf. Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 24.148 (Vorjahr: TEUR 25.269) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.121 bereits deutlich reduziert. Ausschlaggebend sind dabei im Wesentlichen die Kostenersparnisse aus der erläuterten Personalabbaumaßnahme. Die vollen Einspareffekte aus der Restrukturierung werden sich jedoch erst im laufenden Geschäftsjahr 2024 positiv auswirken. Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.790 (Vorjahr: TEUR 2.419) haben sich insbesondere aufgrund der hohen Investitionen im Vorjahr und einer damit gestiegenen Bemessungsgrundlage deutlich erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 3.288 auf TEUR 15.422 (Vorjahr: TEUR 12.134) gestiegen. Ausschlaggebend sind dabei im Wesentlichen die in der Berichterstattung zum Geschäftsverlauf erläuterten negativen außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge aus der Restrukturierungsmaßnahme. Das negative Finanzergebnis in Höhe von TEUR -1.838 (Vorjahr: TEUR -911) hat sich im Wesentlichen aufgrund der erläuterten Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 455 (Vorjahr: TEUR 0) und gestiegener Zinsaufwendungen für kurzfristige Kontokorrent- und Geldmarktkredite in Höhe von TEUR 1.202 (Vorjahr: TEUR 776) deutlich erhöht. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Erstattungsansprüche aus einem vorgenommenen körperschaftsteuerlichen Verlustrücktrag. Abschließend hat die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 5.624 (Vorjahr: Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 311) realisiert. Wesentliche Wechselkurseinflüsse auf die Entwicklung bedeutender Posten der Gewinn- und Verlustrechnung haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben. b) Finanzlage Die im Berichtsjahr getätigten Investitionen inklusive anderer aktivierter Eigenleistungen in die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens beliefen sich auf TEUR 151 (Vorjahr: TEUR 806) und betrafen im Wesentlichen Investitionen in die zum Teil noch in der Entwicklung befindlichen EDV-Software. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen beliefen sich auf TEUR 907 (Vorjahr: TEUR 2.260). Diese betrafen im Wesentlichen Investitionen in die zum Teil noch im Bau befindlichen technischen Anlagen und Maschinen und in die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Wie bereits im Vorjahr wurden keine Investitionen in das Finanzanlagevermögen getätigt. Mit Vertrag vom 29. Dezember 2023 wurden lediglich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu einem Nennwert in Höhe von TEUR 758 (nach Abwertung TEUR 426) als auch die kurzfristigen Darlehensforderungen zu einem Nennwert in Höhe von TEUR 341 (nach Abwertung TEUR 180) gegen die Robotic Solutions GmbH in ein langfristiges Darlehen umgewandelt. Der Bilanzausweis erfolgt zum Abschlussstichtag daher in den Finanzanlagen unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die ausreichende Liquidität der Gesellschaft und die Fähigkeit zur Erfüllung sämtlicher Zahlungsverpflichtungen waren trotz der negativen Ertragslage während des gesamten Geschäftsjahres 2023 sichergestellt. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über Bankdarlehen. Diese betreffen sowohl langfristige Bankdarlehen mit einer Restlaufzeit von über 1 Jahr (Zum Abschlussstichtag belaufen sich diese auf: TEUR 4.949) und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von unter 1 Jahr (Zum Abschlussstichtag belaufen sich diese auf TEUR 18.004). Die Bankdarlehen wurden im Berichtsjahr planmäßig getilgt. Zur Finanzierung der Restrukturierungsmaßnahme hat die Gesellschafterin im Berichtsjahr weitere Darlehen gewährt. Entsprechend haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber der HEW-KABEL Holding GmbH zum Abschlussstichtag auf TEUR 3.899 (Vorjahr: TEUR 1.880) deutlich erhöht. Wesentliche Veränderungen außerbilanzieller Verpflichtungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben. Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt Herkunft und Verwendung der Geldströme:
Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag entspricht der Summe aus dem Bilanzposten "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" und den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie verbundenen Unternehmen. Eingetretene oder absehbare Liquiditätsengpässe liegen nicht vor. In Bezug auf die Kapitalstruktur verweisen wir auf unsere Berichterstattung zur Vermögenslage. c) Vermögenslage Die Vermögenslage bzw. die Kapitalstruktur der Gesellschaft hat sich aufgrund des massiven Jahresfehlbetrags im Berichtsjahr verschlechtert. Das Gesamtvermögen der Gesellschaft in Höhe von TEUR 42.748 (Vorjahr: TEUR 50.067) hat sich Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert. Die HEW-KABEL weist unter Berücksichtigung des gezeichneten Kapitals in Höhe von TEUR 1.500, einer Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 10.500, einer Gewinnrücklage in Höhe von TEUR 1.000, eines Gewinnvortrags in Höhe von insgesamt TEUR 2.980 und eines im Berichtsjahr erzielten Jahresfehlbetrags in Höhe von TEUR 5.624 ein deutlich gesunkenes Eigenkapital in Höhe von TEUR 10.356 (Vorjahr: TEUR 15.980) aus. Daraus ergibt sich eine im Vergleich zu dem Vorjahr deutlich reduzierte Eigenkapitalquote in Höhe von 24,2 % (Vorjahr: 31,9 %). Die Gesellschaft weist ein Fremdkapital von insgesamt TEUR 32.392 (Vorjahr: TEUR 34.087) aus. Auf der Aktivseite der Gesellschaft ergibt sich im Bereich des Anlagevermögens ein Rückgang um TEUR 1.323 auf TEUR 17.877 (Vorjahr: TEUR 19.200). Dieser ist auf die planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.790 auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen, auf die erläuterten Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 455 und auf Abgänge zum Buchwert in Höhe von TEUR 43 zurückzuführen. Gegenläufig ergaben sich im Bereich des Anlagevermögens Zugänge in Höhe von insgesamt TEUR 1.964. Das kurz- und mittelfristig gebundenen Vermögen hat sich leicht um TEUR 5.858 auf TEUR 24.687 verringert. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer Reduzierung des Vorratsvermögens um TEUR 5.563 auf TEUR 15.912. Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und den Regeln der verlustfreien Bewertung sind sämtliche erkennbaren Verluste über Abwertungen und Rückstellungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden. 4. Steuerungsrelevante finanzielle Leistungsindikatoren Zur wertorientierten Unternehmenssteuerung bedient sich die HEW-KABEL bedeutender Bilanz -, Liquiditäts- und GuV-Kennzahlen. Für Zwecke der erfolgsorientierten Steuerung werden das EBITDA und das EBIT als finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. In Bezug auf die genannten steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren haben wir zu Beginn des Geschäftsjahres separate Prognosewerte aufgestellt. Das EBITDA, als zweite wesentliche Steuerungsgröße, resultiert aus dem um das Finanzergebnis, die Ertragsteuern, die Abschreibungen und die außerordentlichen Ergebniseffekte bereinigten Jahresüberschuss. Das EBITDA für das Berichtsjahr ergibt sich daher wie folgt:
* Im Hinblick auf die Zusammensetzung der außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang. Im Geschäftsjahr 2023 betrug das EBITDA TEUR 3.736 und liegt damit um TEUR 580 leicht über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 3.156). Das EBIT dient als dritte wesentliche finanzielle Steuerungsgröße des Unternehmens. Es resultiert aus dem um Abschreibungen geminderten EBITDA.
Im Geschäftsjahr 2023 betrug das EBIT TEUR 946 und liegt damit um rund TEUR 209 leicht über dem Niveau des Vorjahres (TEUR 737). Im Rahmen der Lageberichtberichterstattung des Vorjahres hatten wir ein nicht abschließend qualifizierbares niedrigeres Niveau für sämtliche von uns herangezogenen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren prognostiziert. Entgegen dieser Prognose haben sich die für uns steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Ausschlaggebend ist dabei der aufgrund der durchgeführten Personalabbaumaßnahme bereits deutlich gesunkene Personalaufwand in Höhe von TEUR 24.148 (Vorjahr: TEUR 25.269). In Bezug auf die Prognose für die zugrunde gelegten finanziellen Leistungsindikatoren für das laufende Geschäftsjahr 2024 wird auf die Ausführungen im anschließenden Prognosebericht verwiesen. 5. Steuerungsrelevante nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Qualitätsmanagement Qualität ist im Unternehmen ein vorrangiges Ziel und ein dynamischer Prozess. Daher wird in allen Geschäfts- und Fertigungsprozessen entsprechend nationaler und internationaler Zertifizierungen und Zulassungen gearbeitet. Dahinter steht ein entsprechendes Qualitätsmanagement, um die Weiterentwicklung der Prozesse gerade in qualitativer Hinsicht zu gewährleisten. Das hohe Qualitätsniveau während der gesamten Wertschöpfungskette wird durch interne und externe Audits regelmäßig überprüft und bestätigt. Die Qualität der Arbeit und der Produkte ist die Grundvoraussetzung für Unternehmenserfolg, Wettbewerbsfähigkeit und Sicherung der Arbeitsplätze der Mitarbeiter. Dazu dienen die Zertifizierungen nach ISO 9001:2015 (Managementsystem), ISO 14001:2015 (Umweltmanagementsystem) und ISO 50001:2018 (Energiemanagementsystem), die in einem integrierten Managementsystem zusammengefasst sind und von den Mitarbeitern der HEW-KABEL gelebt werden. Umwelt HEW-KABEL denkt und handelt nachhaltig und zukunftsorientiert. Deshalb wird so geplant und gearbeitet, dass die Umwelt so wenig wie möglich belastet wird. Die Herstellung von Kabeln ist rohstoff- und energieintensiv und hat deshalb einen großen Einfluss auf die Umwelt. Aus diesem Grund ist die Schonung der Ressourcen bzw. ein verantwortungsvoller Umgang mit Energie und Nachhaltigkeit bei der HEW-KABEL ein wichtiger Teil der Unternehmensphilosophie. Das Energiemanagement ist ebenso wie das Umweltmanagement, die Qualitätssicherung und der Arbeitsschutz in das Integrierte Managementsystem der HEW-KABEL eingebettet. Ein wesentliches Ziel des Energiemanagementsystems besteht darin, den Energieverbrauch durch verschiedene Maßnahmen zu reduzieren. Dabei werden die Prozesse laufend überprüft, bewertet und kontinuierlich verbessert. Als traditioneller Hersteller von Kabeln, Leitungen und Kunststoffprodukten fühlt sich das Unternehmen dem Umweltschutz ganzheitlich verpflichtet, d.h. es berücksichtigt Umweltaspekte sowohl bei den Produkten als auch bei deren Herstellung im Werk. Dabei wird das Ziel verfolgt, durch kontinuierliche Verbesserung im Umweltschutz die nachteiligen Auswirkungen der Tätigkeit auf die natürliche Umgebung im Rahmen des wirtschaftlich Machbaren möglichst gering zu halten. Das Umweltmanagementsystem bzw. das Energiemanagementsystem sind nach ISO 14001:2015 bzw. ISO 50001:2018 zertifiziert. Personal Die HEW-KABEL hat im Geschäftsjahr 2023 im Quartalsmittel 340 Mitarbeiter beschäftigt. Enthalten in der Zahl sind 241 Beschäftigte im gewerblich-technischen Bereich sowie 99 technische bzw. kaufmännische Angestellte. Die personelle und fachliche Struktur der Organisation wird den jeweiligen Marktbedingungen schnell und flexibel angepasst und bildet die Grundlage zur Erfüllung der Unternehmensziele. Zu der im Berichtsjahr durchgeführten Personalabbaumaßnahme verweisen wir auf unsere Berichterstattung zum Geschäftsverlauf. Aus der genannten Restrukturierungsmaßnahme werden sich für den Prognosezeitraum und die darauffolgenden Geschäftsjahre voraussichtlich erhebliche Einsparpotenziale mit positiven Ergebnisauswirkungen ergeben. Durch regelmäßige Schulungen wird die kontinuierliche Fortbildung der Mitarbeiter gewährleistet. Das Schulungsprogramm kann sowohl interne als auch externe Schulungen enthalten. Darüber hinaus haben die zuständigen Leiter die Übereinstimmung des Ausbildungsniveaus ihrer Mitarbeiter mit den Anforderungen der einzelnen Arbeitsplätze ständig zu überwachen und den daraus abgeleiteten Schulungsbedarf anzumelden. Die HEW-KABEL legt hohen Wert auf die Ausbildung und beschäftigt eine hohe Zahl an technischen und kaufmännischen Auszubildenden. Im Berichtsjahr belief sich die Anzahl der Auszubildenden im Jahresmittel auf 20. 6. Gesamtaussage der Geschäftsführung zum Geschäftsverlauf und zur Lage der Gesellschaft Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich ein negativer Geschäftsverlauf. Dieser ist sowohl auf die negative operative Geschäftstätigkeit als auch auf negative außergewöhnliche Erfolgsbeiträge im Berichtsjahr zurückzuführen. Die für uns steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Ausschlaggebend ist dabei der aufgrund der durchgeführten Personalabbaumaßnahme bereits deutlich gesunkene Personalaufwand. III. Prognosebericht 1. Voraussichtliche Entwicklung im Prognosezeitraum Als Prognosezeitraum hat das Unternehmen entsprechend DRS 20 einen Zeitraum von einem Jahr, gerechnet vom letzten Bilanzstichtag, zugrunde gelegt. Der Prognosezeitraum umfasst daher den Zeitraum vom 01. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024. Für Zwecke der Prognose der von uns herangezogenen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren EBITDA und EBIT bedient sich die HEW-KABEL der qualifiziert-komparativen Prognose. Absehbare Sondereinflüsse auf die wirtschaftliche Lage der HEW-KABEL nach dem Prognosezeitraum sind derzeit nicht ersichtlich. Die Prognose unseres Geschäftsjahres 2024 hängt in einem erheblichen Maße von der branchenspezifischen Entwicklung der Elektroindustrie und von den derzeit massiven geopolitischen Unsicherheiten ab. Die wesentlichen Annahmen, auf denen der folgende Prognosebericht beruht, resultieren daher aus der voraussichtlichen Entwicklung der genannten Branche bzw. den derzeit noch nicht vollständig absehbaren Konsequenzen aus den geopolitischen Krisen. Entsprechend einer Pressemitteilung vom 29. Januar 2024 ist der ZVEI angesichts des aktuell schwierigen konjunkturellen Umfelds mit Inflation, vergleichsweise noch hohen Zinsen und hohen Energiepreisen im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung der Elektroindustrie für 2024 zurückhaltend. Demnach steht die Branche vor einer Wachstumsdelle. Auf Jahressicht erwartet der ZVEI, dass die reale Produktion im Kalenderjahr 2024 um 2 % nachgeben wird. Die genannten Prognosen verdeutlichen, dass sich durch die branchenspezifischen Entwicklungen und die geopolitischen Unsicherheiten für den für uns relevanten Prognosezeitraum voraussichtlich mäßige Rahmenbedingungen ergeben. Aufgrund der insgesamt angespannten branchenspezifischen Rahmenbedingungen wird die HEW-KABEL im Prognosezeitraum erneut mit einer schwierigen Auftragslage konfrontiert sein. Entsprechend gehen wir davon aus, dass wir im Bereich der Umsatzerlöse maximal ein im Vergleich zum Berichtsjahr leicht höheres Niveau realisieren werden. Trotz der weiterhin schwierigen branchenspezifischen Rahmenbedingungen werden sich für die HEW-KABEL im Prognosezeitraum positive Ergebnisauswirkungen aus der Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Insgesamt erwarten wir für den Prognosezeitraum ein im Vergleich zum Berichtsjahr deutlich verbessertes Jahresergebnis. Ausschlaggebend sind dabei im Wesentlichen die voraussichtlich deutlich geringeren Personalaufwendungen und die deutlich reduzierten negativen außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge. Für die weiteren zur Unternehmenssteuerung herangezogenen finanziellen Leistungsindikatoren EBITDA und EBIT erwarten wir ein gegenüber den Istwerten der Berichtsperiode leicht verbessertes Niveau. Für die steuerungsrelevanten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren verzichten wir mangels Bedeutung für das Verständnis des Geschäftsverlaufs und der Lage der HEW-KABEL auf die Angabe von Prognosewerten. 2. Gesamtaussage der Geschäftsführung zu der Prognose von dem zu erwartenden Geschäftsverlauf und der Lage Für den von der HEW-KABEL zugrunde gelegten Prognosezeitraum wird ein gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 positiverer Geschäftsverlauf erwartet. Dieser wird sich voraussichtlich in einem leicht höheren Niveau der vom Unternehmen herangezogenen steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren EBITDA und EBIT niederschlagen. Im Hinblick auf die Umsatzerlöse erwarten wir maximal ein im Vergleich zum Berichtsjahr leicht höheres Niveau. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische und ertragsorientierte Risiken Ein für die HEW-KABEL generelles Risiko ergibt sich aus der derzeit schwachen wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands. Entsprechend einer Pressemitteilung vom 14. November 2023 des Statistischen Bundesamtes hielt die Stagnation der deutschen Wirtschaft auch im dritten Quartal 2023 an, belastet durch einen rückläufigen privaten Konsum und eine schwache außenwirtschaftliche Nachfrage. Auch wenn sich die Rahmenbedingungen angesichts deutlich sinkender Inflationsraten, steigender Realeinkommen und einer leichten Aufhellung der Stimmung in der Wirtschaft etwas verbessern, wird der Einstieg in das Jahresendquartal durch die schwache statistische Ausganglage zum Ende des dritten Quartals 2023 belastet. Zum jetzigen Zeitpunkt spüren wir jedoch noch keine wesentlichen negativen Auswirkungen aus dem genannten Risiko. Ein weiteres wesentliches Risiko ergibt sich aus dem Russland-Ukraine-Krieg. Am 24. Februar 2022 begann Russland einen großangelegten Überfall auf die Ukraine. Die weiteren ökonomischen Folgen aus dem Russland-Ukraine-Krieg in Bezug auf die Versorgungsicherheit, Lieferketten und Energiepreise stellen ein derzeit schwer abschätzbares Risiko aus Sicht der HEW-KABEL dar. Aus dem Krieg haben sich bereits deutlich gestiegene Energie- bzw. Rohstoffpreise und Störungen der Lieferketten ergeben. Diese negativen Konsequenzen versuchen wir durch alternative Lieferwege, Substitution von Gütern und weitere Energieeinsparungen so gering wie möglich zu halten. Darüber hinaus hat am 7. Oktober 2023 die islamistische Terrororganisation Hamas bei einem großangelegten Angriff etwa 1.400 Menschen im Süden Israels getötet und über 200 Personen als Geiseln nach Gaza verschleppt. Das israelische Sicherheitskabinett hat daraufhin den Kriegszustand ausgerufen. Derzeit ergeben sich für die HEW-KABEL weder mittelbare noch unmittelbare wirtschaftliche Konsequenzen aus dem genannten Nahostkonflikt. Die Entwicklung und die daraus resultierenden Risiken bleiben insofern abzuwarten. Ein wesentliches Risiko ergibt sich aus der gegenwärtigen Energiekrise. Insbesondere der Wirtschaftsstandort Deutschland leidet unter der massiven Energiekrise, ausgelöst durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und dem anschließenden Wegfall der Gaslieferungen aus Russland. Der Wegfall von Russland als Gaslieferant hat zu signifikant gestiegenen Gas- und sonstigen Energiepreisen geführt. Darüber hinaus ergeben sich erhebliche Unsicherheiten im Hinblick auf die Versorgungssicherheit mit Gas. Insbesondere die deutschen Produktionsbetriebe leiden derzeit unter der inflationären Entwicklung im Bereich der Energie. Es ist zwar eine Erholung der Energiepreise spürbar, jedoch fehlen weiterhin die politischen Regelungen zur Energiepreisbremse für Industrieunternehmen. Mit dem am 15. November 2023 verkündeten Urteil hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts entschieden, dass das Zweite Nachtragshaushaltsgesetz 2021 mit dem Grundgesetz unvereinbar und nichtig ist. Die Entscheidung hat zur Folge, dass sich der Umfang des vorgesehenen Haushalts deutlich reduziert hat. Die daraus resultierenden Sparmaßnahmen werden bereits beschlossene Infrastrukturprojekte der Energieversorgungswirtschaft negativ beeinflussen. Entweder werden die betroffenen Projekte zeitlich verschoben oder vollständig gestoppt. Da der genannte Geschäftsbereich für uns ebenfalls von Bedeutung ist, könnten sich hieraus eventuell negative Konsequenzen ergeben. Die daraus resultierenden Ertragsrisiken lassen sich derzeit nicht abschließend quantifizieren. Branchenspezifische Risiken ergeben sich aus der grundsätzlich starken Abhängigkeit der Kabelbranche von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die Nachfrage nach Spezialkabeln ist stark geprägt durch den konjunkturellen Verlauf. Bei einem konjunkturellen Abschwung kann es aus dem genannten Grund zu stärkeren Umsatzrückgängen als in anderen Branchen kommen. Vor dem Hintergrund der derzeit weiterhin bestehenden Rezessionsängste und der vergleichsweise moderaten Zukunftsprognose der Bundesregierung hat dieses Risiko für die HEW-KABEL weiter an Bedeutung gewonnen. Allerdings kann die HEW-KABEL im Fall eines Umsatzrückgangs durch die flexible Nutzung der Arbeitszeitkonten, die Rückführung der Leiharbeit und die Nutzung von Kurzarbeit entsprechend schnell reagieren. Trotz dieser Maßnahmen kann es bei einem länger anhaltenden Umsatzeinbruch im Extremfall zu bestandsgefährdenden Risiken kommen. Weitere Risiken ergeben sich aus den sonstigen gegenwärtigen geopolitischen Unwägbarkeiten und den Rezessionssorgen. Hierzu gehören unter anderem der Konflikt zwischen den USA und China, die drohende Eskalation zwischen China und Taiwan und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die EU bzw. deren Positionierung. Darüber hinaus bleibt abzuwarten, welche mittel- bis langfristigen ökonomischen Konsequenzen aus der aggressiven Geldpolitik der US-amerikanischen und europäischen Notenbanken resultieren. Beschaffungsrisiken Die Beschaffungsrisiken haben sich im Vergleich zu den vorangegangenen Geschäftsjahren deutlich reduziert. Insbesondere stellen wir im Bereich der Ressourcenverfügbarkeit deutliche Verbesserungen fest. Die in den Vorjahren unterbrochenen Lieferketten und der insgesamt beobachtbare Rohstoff- und Energiemangel haben sich insoweit spürbar entschärft. Das Risiko eines Rohstoffmangels und daraus resultierender Produktionsausfälle ist für den Prognosezeitraum derzeit außerordentlich gering. Die Erzeugerpreise haben sich ebenfalls deutlich reduziert. Entsprechend einer Pressemitteilung vom 20. November 2023 des Statistischen Bundesamtes waren die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Oktober 2023 um 11,0 % niedriger als im Oktober 2022. Im September 2023 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei -14,7 % gelegen, das war der stärkste Rückgang im Vorjahresvergleich seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. Allerdings sind wir auch weiterhin mit stark volatilen Kupferpreisen konfrontiert. Grundsätzlich besteht auch auf Seiten der Zulieferer die Gefahr von Insolvenzen und von Engpässen im Bereich der Versorgung mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen. Das Risiko drohender Insolvenzen ist aufgrund der zunehmenden negativen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gewachsen. Entsprechend einer Pressemitteilung vom 14. November 2023 des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen im Juli 2023 nach endgültigen Ergebnissen (1.586) gegenüber dem Vormonat mit +2,5 % (gegenüber dem Vorjahresmonat: +37,4 %) erneut gestiegen. Damit setzt sich der seit Mitte 2022 bestehende Trend ansteigender Insolvenzzahlen weiter fort. Der Frühindikator IWH-Insolvenztrend zeigt für Oktober 2023 einen leichten Anstieg von 2,1 % gegenüber dem Vormonat (Vorjahresmonat: +43,6 %). Die HEW-KABEL überwacht daher im Rahmen ihres Lieferantenmanagements regelmäßig die Bonität ihrer Lieferanten und bedient sich zur Diversifikation des Risikos mehrerer Zulieferer. Qualitätsrisiken Wesentliche Risiken können sich aus nicht erkannten Materialfehlern ergeben, die im Extremfall zu nennenswerten Garantieaufwendungen führen können. Ursachen hierfür sind unter anderem die komplexen Anforderungen an die Produkte und dass sich auch bei höchstmöglicher Qualitätskontrolle Fehler nicht vollständig ausschließen lassen. Das Unternehmen versucht im Rahmen kontinuierlicher Prozessverbesserungen, z. B. im Rahmen interner Prüfungen und Audits, das Risiko zu minimieren. Es wird darauf ankommen, auch künftig für diese unvermeidlichen Restrisiken einen angemessenen Versicherungsschutz vorzuhalten. Insgesamt wird die Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Risikos für den verbleibenden Prognosezeitraum als gering eingeschätzt. Dem Garantierisiko wird darüber hinaus durch eine ausreichend bemessene Garantierückstellung Rechnung getragen. Finanzielle und bestandsgefährdende Risiken Finanzielle Risiken können beispielsweise durch Forderungsausfälle entstehen. Diesem Risiko wird zum Teil durch abgeschlossene Kreditversicherungen Rechnung getragen. Bei einem Zahlungsausfall wird die Forderung dann mit Zeitversatz bis auf den Selbstbehalt durch die Versicherung ersetzt. Dies setzt voraus, dass die Versicherungsobliegenheiten eingehalten werden. Auch existieren nicht für alle Kunden Limits bei den Kreditversicherern. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn keine oder nicht ausreichend aktuelle Informationen zum Kunden vorliegen. In diesem Fall unterliegt die gesamte Forderung dem Ausfallrisiko. Bisher spielt das Ausfallrisiko von Forderungen bei der HEW-KABEL eine untergeordnete Rolle. Diesen Risiken wird darüber hinaus durch ein aktives Forderungsmanagement Rechnung getragen. Durch Zahlungsausfälle oder Verzögerungen bei Kreditversicherungserstattungen kann jedoch die Liquidität durchaus negativ beeinflusst werden. Der Finanzierungsbedarf wird im Wesentlichen durch langfristige Bankdarlehen mit einer Restlaufzeit von über 1 Jahr (Zum Abschlussstichtag belaufen sich diese auf: TEUR 4.949) und kurzfristige Bankdarlehen gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von unter 1 Jahr (Zum Abschlussstichtag belaufen sich diese auf: TEUR 18.004) gedeckt. Die zum Abschlussstichtag betragsmäßig deutlich höheren kurzfristigen Bankdarlehen können von Banken kurzfristig gekündigt werden, wodurch eine Finanzierungslücke auftreten kann, die im Extremfall zur Zahlungsunfähigkeit führt. Das Unternehmen arbeitet jedoch mit mehreren Banken langjährig und vertrauensvoll zusammen, wodurch dieses Risiko zurückgeht. Trotz der negativen Ertragslage im Berichtsjahr, haben die Banken bereits ihre Bereitschaft zur Aufrechterhaltung der Kreditrahmen signalisiert. Bestandsgefährdende Risiken sind für den von uns zugrunde gelegten Prognosezeitraum derzeit nicht ersichtlich. Unvorhergesehene Ereignisse und Entwicklungen wie die erläuterte kurzfristige Kündigung von Kreditengagements durch Banken können jedoch zum Eintritt unerwarteter bestandsgefährdender Risiken führen. Sonstige Risiken Neben den vorgenannten Risiken kann die HEW-KABEL weiteren Risiken ausgesetzt sein, die bisher nicht erkannt oder als unwesentlich eingeschätzt wurden. Auch solche Sachverhalte können sich künftig als Risiken konkretisieren und sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Gesamtbild der Risikolage der HEW-KABEL Die Risikolage der HEW-KABEL hat sich aufgrund des massiven Jahresfehlbetrags im Berichtsjahr und den der erläuterten geopolitischen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen verschärft. Dennoch sind derzeit keine konkreten Risiken für die HEW-KABEL erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Prognosezeitraum gefährden könnten. Die dargestellten Risiken werden von der HEW-KABEL nicht quantifiziert, da dies auch nicht zur internen Steuerung erfolgt. Die Einschätzung der genannten Risiken wurde zum Bilanzstichtag vorgenommen. Für die Beurteilung der Risiken wurde der bereits im Prognosebericht festgelegte Prognosezeitraum zugrunde gelegt. 2. Chancenbericht Branchenspezifische Chancen Die wesentlichen Chancen der HEW-KABEL werden in dem breit aufgestellten Produktmix und einem diversifizierten weltweiten Kundenkreis aus unterschiedlichen Branchen gesehen. Das Unternehmen ist im Markt als Spezialkabelhersteller mit einem hohen Qualitätsstandard positioniert. Dies ist eine ausgezeichnete Basis zur Geschäftsausweitung. Die HEW-KABEL ist gut aufgestellt, um dem stark wachsenden Bedarf an die Herstellung von Spezialkabeln, z.B. in der Sensor- und Medizinbranche, gerecht zu werden. Zudem ergeben sich Chancen aus dem im Geschäftsjahr 2022 entstandenen Verbundbereich mit der Habia-Gruppe. Weitere wesentliche Chancen für die HEW-KABEL ergeben sich aus der im Berichtsjahr durchgeführten Personalabbaumaßnahme. Aus der genannten Restrukturierungsmaßnahme werden sich im Prognosezeitraum und den darauffolgenden Geschäftsjahren voraussichtlich deutliche positive Ergebnisauswirkungen ergeben. Weitere wesentliche Geschäftschancen ergeben sich bei einem regionalen Ausbau des Geschäfts in den USA und auch in Fernost. In den genannten Regionen kann der Bedarf von bereits bestehenden Kunden in den anderen Regionen der Welt genutzt werden. Gesamtbild der Chancenlage der HEW-KABEL Die Chancensituation für die HEW-KABEL hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert. Die dargestellten Chancen werden vom Unternehmen nicht quantifiziert, da dies auch nicht zur internen Steuerung erfolgt. Die Einschätzung der genannten Chancen wurde zum Bilanzstichtag vorgenommen. Für die Beurteilung der Chancen wurde der bereits im Prognosebericht festgelegte Prognosezeitraum zugrunde gelegt. Nach Schluss des Berichtszeitraums haben sich die Chancen in ihrer Bedeutung nicht geändert. Neue Chancen nach Schluss des Berichtszeitraums sind ebenfalls nicht aufgetreten. V. Risikomanagementsystem Bei der HEW-KABEL ist das standardisierte Risikomanagementsystem zur Früherkennung wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken ein integraler Bestandteil der Planungs-, Steuerungs- und Berichterstattungssysteme der Gesellschaft. Es umfasst neben der systematischen Identifikation die Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Überwachung von Risiken. Grundsätze, Prozesse und Verantwortlichkeiten im Risikomanagement sind in unserem Managementhandbuch geregelt. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informiert sich das Unternehmen vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität seiner Kunden. Zur Steuerung von Umsatz- und Beschaffungsrisiken betreibt die HEW-KABEL eine bewusste Diversifizierung. Risikokonzentrationen auf der Kundenseite werden durch eine breite Aufstellung vermieden. Das Ausfallrisiko - auch der größten Einzelkunden - kann aufgrund einer breiten Verteilung der Umsätze auf eine Vielzahl von Kunden aufgefangen werden. Auf der Beschaffungsseite wird, soweit der Markt es ermöglicht, eine breite Aufstellung von Lieferanten angestrebt. Grundsätzlich werden - wenn möglich - wenigstens zwei oder mehrere Lieferanten qualifiziert und in die Lieferkette eingebunden. Produktionsrisiken wird durch eine regelmäßige Wartung und Überwachung der Anlagen Rechnung getragen. Um Produktionsausfälle zu vermeiden wird gezielt in neue Anlagen und in den Ausbau der Produktionssteuerung investiert. Der Produktionsablauf, der Einkauf, die Umsätze und die Liquidität werden täglich überwacht und mit der Geschäftsleitung abgestimmt. Somit sind wir in der Lage flexibel und sofort auf sich eventuell ändernde Rahmenbedingungen zu reagieren.
Wipperfürth, den 10. Juli 2024 HEW-KABEL GmbH gez. Jörg Kuck Die Geschäftsführung BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023HEW-KABEL GMBH, WIPPERFÜRTHAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023der HEW-KABEL GmbH, WipperfürthI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Erstellung des Jahresabschlusses der HEW-KABEL GmbH, Wipperfürth (nachfolgend "HEW-KABEL" oder "Gesellschaft" genannt), erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Die Gesellschaft erfüllt zum Abschlussstichtag die Voraussetzungen einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 4 HGB. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 73113 eingetragen. Sitz des Unternehmens ist Wipperfürth. Die Anteile werden auch weiterhin zu 100 % von der alleinigen Gesellschafterin HEW-KABEL Holding GmbH, Wipperfürth, gehalten. Als verbundene Unternehmen werden solche im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB ausgewiesen. Die Gesellschaft selbst ist von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da sie in den befreienden Konzernabschluss der HEW-KABEL Holding GmbH einbezogen wird. Der Konzernabschluss der HEW-KABEL Holding GmbH ist im Unternehmensregister offengelegt. Die HEW-KABEL Holding GmbH ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter der Nummer HRB 98503 eingetragen. Sitz der HEW-KABEL Holding GmbH ist Wipperfürth. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Berichtsjahr ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Änderungen in den auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Darüber hinaus ergeben sich keine weiteren Abweichungen von der Darstellungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgt unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (going concern; § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Soweit Geschäftsvorfälle in fremder Währung nicht kursgesichert sind, erfolgt gemäß § 256a HGB am Bilanzstichtag eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden gemäß § 255 Abs. 2a HGB mit den bei deren Entwicklung anfallenden Herstellungskosten bewertet. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevemermögens befinden sich zum Abschlussstichtag zum Teil (TEUR 220) noch in der Entwicklungsphase und sind noch nicht fertiggestellt. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (3 - 12 Jahre) abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt die Bilanzierung der selbst geschaffenen und entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB mit den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten. Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, werden Zuschreibungen entsprechend § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB vorgenommen. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Herstellungskosten beinhalten ausschließlich die handelsrechtlichen Pflichtbestandteile im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB. Auf die Einbeziehung weiterer Kosten im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB sowie Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB wird zulässigerweise verzichtet. Im Falle abnutzbarer Sachanlagen werden planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen durchgeführt. Es wird im Wesentlichen die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachgruppen zugrunde gelegt worden:
Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung der Sachanlagen erfolgt die Bilanzierung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB mit den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten. Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, werden Zuschreibungen entsprechend § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB vorgenommen. Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens im Bereich der IT-Ausstattung (Bildschirmarbeitsplätze) wurde gemäß § 240 Abs. 3 HGB das Festwertverfahren angewandt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis EUR 800,00 netto werden im Jahr ihrer Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bzw. Nennwert bilanziert. Bei einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgt die Bilanzierung mit den niedrigeren beizulegenden Zeitwerten. Von dem Wahlrecht des § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Wurden in den Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für diese Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Rahmen der Durchschnittsbewertung (§ 240 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 256 Satz 2 HGB) mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen die Börsen- und Marktpreise am Abschlussstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen sind, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden nach gegenüber dem Vorjahr unveränderten Grundsätzen mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten ausschließlich die handelsrechtlichen Pflichtbestandteile im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB. Auf die Einbeziehung weiterer Kosten im Sinne von § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB sowie Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB wird zulässigerweise verzichtet. Soweit die Bewertung nach dem Niederstwertprinzip gemäß § 253 Abs. 4 Satz 1 HGB einen Ansatz unter den Herstellungskosten erfordert, wird eine entsprechende Abwertung vorgenommen. Soweit die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertberichtigung entfallen sind, werden gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB Zuschreibungen vorgenommen. Die in den Vorräten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bzw. unfertige und fertige Erzeugnisse) enthaltenen Metalle (Kupfer und Silber) werden grundsätzlich im Rahmen der Durchschnittsbewertung (§ 240 Abs. 4 HGB in Verbindung mit § 256 Satz 2 HGB) mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten angesetzt. Für Zwecke der Bewertung der abzugrenzenden Steuern wird auf den unternehmensindividuellen Steuersatz von rund 32,28 % abgestellt, der voraussichtlich im Zeitpunkt der Umkehrung der zeitlichen Differenz Gültigkeit hat. Es ergeben sich passive latente Steuern aufgrund der handelsrechtlich und steuerrechtlich abweichenden Wertansätze im Bereich der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Es ergeben sich aktive latente Steuern aufgrund der handelsrechtlich und steuerrechtlich abweichenden Wertansätze im Rückstellungsbereich sowie nutzbarer steuerlicher Verlustvorträge. Im Berichtsjahr liegt kein Überhang aktiver latenter Steuern vor, da unterstellt wird, dass die aktiven latenten Steuern aus in den folgenden fünf Geschäftsjahren nutzbaren Verlustvorträgen zusammen mit den aktiven latenten Steuern aus dem Rückstellungsbereich lediglich der Höhe der passiven latenten Steuern entsprechen. Der Ausweis erfolgt saldiert. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Bei erkennbaren Einzelfallrisiken werden Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Für weitere Risiken oder Verpflichtungen im Personalbereich, wie beispielsweise für Urlaubsansprüche, werden Rückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet. Die Rückstellungen für Jubiläumsleistungen wurden mit den jeweiligen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Jahre abgezinst, die sich aus der Restlaufzeit in Jahren zwischen dem 31. Dezember 2023 und dem Datum des jeweiligen Jubilläums ergeben. Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Jubiläumsverpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sogenanntes Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. III. Angaben zu den Posten der Bilanz Ausschüttungsgesperrte Beträge Es bestehen folgende Ausschüttungssperren (§§ 253 Abs. 6 Satz 2, 268 Abs. 8 HGB):
Anlagevermögen Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände ist aus dem Anlagenspiegel zu ersehen. Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten im Sinne des § 285 Nr. 22 HGB TEUR 2.121. Von diesen entfielen TEUR 130 auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Finanzanlagevermögen Zum 31. Dezember 2023 bestehen folgende Beteiligungsverhältnisse im Sinne von § 285 Nr. 11 HGB:
Bei der HEW KABEL America Inc., Chicago/USA, liegt der festgestellte Abschluss zum 31. Dezember 2023 vor. Der Beteiligungsbuchwert an der HEW-KABEL America Inc., Chicago/USA, wurde bereits in Vorjahren auf einen Erinnerungswert in Höhe von EUR 86 abgewertet. Das Eigenkapital der HEW KABEL America Inc., Chicago/USA, in Höhe von 88.780 US-Dollar (USD) und das Jahresergebnis in Höhe von USD 33.184 wurden mit dem Devisenkassamittelkurs vom 31. Dezember 2023 in Höhe von 0,906 EUR/USD in Euro umgerechnet. Bei der Robotic Solutions GmbH liegt der festgestellte Abschluss zum 31. Dezember 2022 vor. Mit Vertrag vom 29. Dezember 2023 wurden sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu einem Nennwert in Höhe von TEUR 758 (nach Abwertung TEUR 426) als auch die kurzfristigen Darlehensforderungen zu einem Nennwert in Höhe von TEUR 341 (nach Abwertung TEUR 180) gegen die Robotic Solutions GmbH in ein langfristiges Darlehen umgewandelt. Der Bilanzausweis erfolgt zum Abschlussstichtag daher unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Zu den im Berichtsjahr vorgenommenen Abwertungen verweisen wir auf unsere Ausführungen zu den Abschreibungen auf Finanzanlagen in den Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Eine Aufschlüsselung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände nach Restlaufzeiten ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 75 betreffen ausschließlich Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Zum Abschlussstichtag bestehen Forderungen gegen die Gesellschafterin HEW-KABEL Holding GmbH in Höhe von TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 0). Eigenkapital Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von TEUR 311 wurde auf Grundlage des Gesellschafterbeschlusses vom 5. Januar 2024 auf neue Rechnung vorgetragen. Unter Berücksichtigung des gezeichneten Kapitals in Höhe von TEUR 1.500, einer Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 10.500, einer Gewinnrücklage in Höhe von TEUR 1.000, eines Gewinnvortrags in Höhe von insgesamt TEUR 2.980 und eines im Berichtsjahr erzielten Jahresfehlbetrags in Höhe von TEUR 5.635 ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 10.345. In Bezug auf die Kapitalrücklage erfolgte im Berichtsjahr keine Einlage bzw. Entnahme. Bei der Kapitalrücklage handelt es sich um andere Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Restrukturierung (TEUR 2.205), Jubiläumsverpflichtungen (TEUR 430), Resturlaub (TEUR 233), Berufsgenossenschaft (TEUR 224), Gleitzeit (TEUR 176), ausstehende Rechnungen (TEUR 137) und Mitarbeiterboni (TEUR 137). Verbindlichkeiten Eine Aufschlüsselung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus der nachfolgenden Übersicht:
Wie im Vorjahr betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.927 (Vorjahr: TEUR 1.957) sowohl Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 29 (Vorjahr: TEUR 77) und Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.899 (Vorjahr: TEUR 1.880). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 3.899 (Vorjahr: TEUR 1.880) auf Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. IV. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es besteht eine Bürgschaft der HEW-KABEL gegenüber der Landesbank Baden-Württemberg für einen Förderkredit eines verbundenen Unternehmens für deren Erwerb einer Produktionsmaschine über TEUR 900. Das entsprechende Darlehen der nahestehenden Person valutiert zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 438. Mit einer Inanspruchnahme aus diesem Vertrag wird nicht gerechnet. Die HEW-KABEL und SiC Compound GmbH haften gemeinsam mit der HEW-KABEL Holding GmbH für eine gemeinsam in Anspruch nehmbare Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 2.700 bei der Volksbank Oberberg. Die HEW-KABEL haftet gemeinsam mit der HEW-KABEL Holding GmbH für eine gemeinsam in Anspruch nehmbare Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 3.500 bei der Commerzbank mit. Auf Grund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der begünstigten Gesellschaft wird mit einer Inanspruchnahme aus diesen Verträgen derzeit nicht gerechnet. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für Produktionsgebäude, Maschinen, Flurförder- und Firmenfahrzeuge sowie Bürokommunikationseinrichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 3.914. Von diesen bestehen TEUR 1.067 gegenüber verbundenen Unternehmen. Bestellobligos bestehen zum Bilanzstichtag im üblichen Rahmen. Darüber hinaus bestanden zum Bilanzstichtag keine weiteren wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen bzw. Haftungsverhältnisse. V. Angaben bezüglich derivativer Finanzinstrumente Im Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung etwaiger Zins-, Währungs- oder Rohstoffkursrisiken eingesetzt. VI. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt worden. Umsatzerlöse Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 32.900 auf das Inland und TEUR 55.245 auf das Ausland. Die Umsatzerlöse lassen sich dabei in die folgenden Tätigkeitbereiche gliedern:
Andere aktivierte Eigenleistungen Die anderen aktivierten Eigenleistungen entfallen in Höhe von TEUR 47 auf selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtsjahr Währungsgewinne in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 70). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 193). Diese betreffen mit TEUR 70 Erträge aus der Auflösung nicht mehr erforderlicher Wertberichtigungen auf Forderungen, mit TEUR 58 Erträge aus Versichungserstattungen, mit TEUR 19 Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen und mit TEUR 3 Erträge aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens. sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Berichtsjahr Währungsverluste in Höhe von TEUR 101 (Vorjahr: TEUR 64). Im Berichtsjahr liegen wie bereits im Vorjahr keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen vor. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Wesentliche Zinsen und ähnliche Erträge aus der Abzinsung bzw. periodenfremde Zinserträge liegen wie bereits im Vorjahr nicht vor. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Wesentliche Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus der Aufzinsung bzw. periodenfremde Zinsaufwendungen liegen wie bereits im Vorjahr nicht vor. Abschreibungen auf Finanzanlagen Aufgrund einer dauerhaften Wertminderung erfolgte auf die Anteile an der Robotic Solutions GmbH eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe TEUR 155. Darüber hinaus erfolgte aufgrund einer dauerhaften Wertminderung der Ausleihungen an die Robotic Solutions GmbH eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe TEUR 300. Außergewöhnliche Erfolgsbeiträge Im Berichtsjahr ergeben sich negative außergewöhnliche Erfolgsbeiträge in Höhe von TEUR 5.229. Diese resultieren aus einer im Berichtsjahr durchgeführten Restrukturierungsmaßnahme (TEUR 4.203), aus den erläuterten Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 455) und aus der Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie (TEUR 571). Vor dem Hintergrund der negativen Auftragslage und den gestiegenen Kosten hat die Geschäftsführung im Berichtsjahr strukturelle und organisatorische Anpassungen im Unternehmen vorgenommen. Als Folge dieser Umstrukturierungsmaßnahmen wurde auch eine Personalabbaumaßnahme eingeleitet. Mit dem Betriebsrat wurde in diesem Zusammenhang am 09. August 2023 ein Interessenausgleich, ein Sozialplan und diverse weitere Vereinbarungen getroffen. Insgesamt waren von der Personalabbaumaßnahme 66 Mitarbeiter betroffen. Die negativen außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge aus dem Personalabbau in Höhe von TEUR 4.203 entfielen dabei im Wesentlichen auf unmittelbare Abfindungszahlungen und Aufwendungen für eine Transfergesellschaft. Im Berichtsjahr ergaben sich keine positiven außergewöhnlichen Erfolgsbeiträge. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten wie bereits im Vorjahr ausschließlich periodenfremde Steuererstattungen einschließlich Solidaritätszuschlag. Diese belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 57) und resultieren aus Steuererstattungsansprüchen auf Grund eines körperschaftsteuerlich vorgenommenen Verlustrücktrags. VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag Am 17. Juni 2024 wurde die zwischen der HEW-KABEL und der Robotic Solutions GmbH bestehende und ursprünglich bis zum zum 30. Juni 2024 befristete Patronatserklärung bis zum 30. Juni 2025 verlängert. Danach verpflichtet sich die HEW-KABEL bis zu einer Höhe von TEUR 950 die Robotic Solutions GmbH mit Liquidität in der Weise auszustatten, dass die Robotic Solutions GmbH stets in der Lage ist, sämtliche gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ergeben. VIII. Sonstige Angaben Beschäftigte Die im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter im Sinne von § 285 Nr. 7 HGB ergeben sich aus der nachstehenden Übersicht:
Angaben zu dem für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorar Bezüglich der Angaben des Abschlussprüferhonorars wird die Erleichterungsvorschrift des § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch genommen und die Angaben erfolgen im Konzernabschluss der HEW-KABEL Holding GmbH. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen (ausgenommen sind Unternehmen, welche in einem mittel- oder unmittelbar 100%igem Anteilsbesitz stehen und in den Konzernabschluss der HEW-KABEL Holding GmbH einbezogenen werden) betreffen im Berichtsjahr im Wesentlichen die folgenden: Die HEW-KABEL hat von der HEW KABEL America Inc. Leistungen in einem Gesamtumfang von TEUR 480 bezogen. Die HEW-KABEL hat an die Robotic Solutions GmbH Lieferungen und Leistungen in einem Gesamtumfang von TEUR 807 erbracht und im Gegenzug Lieferungen und Leistungen in einem Gesamtumfang von TEUR 528 von der Robotic Solutions GmbH bezogen. Zum Abschlussstichtag hat die HEW-KABEL der Robotic Solutions GmbH Ausleihungen im Nennwert in Höhe von TEUR 1.099 (zu der im Berichtsjahr vorgenommenen Abwertung siehe Ausführungen zu den Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung) zu einem Zinssatz in Höhe von 3 % gewährt. Im Berichtsjahr hat die HEW-KABEL von der Robotic Solutions GmbH Zinserträge in Höhe von TEUR 24 bezogen. Die HEW-KABEL hat im Berichtsjahr zugunsten der Robotic Solutions GmbH eine Patronatserklärung abgegeben. Danach verpflichtete sich die HEW-KABEL bis zu einer Höhe von TEUR 900 die Robotic Solutions GmbH mit Liquidität in der Weise auszustatten, dass die Robotic Solutions GmbH stets in der Lage ist, sämtliche gesetzlichen und vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen. Zur Verlängerung dieser Patronatserklärung nach dem Abschlussstichtag und Änderung des entsprechenden Betrags auf insgesamt TEUR 950 verweisen wir auf unsere Ausführungen zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresfehlbetrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Geschäftsführung Herr Peter Van Loo, Varsenare/Belgien, war im Berichtsjahr 2023 bis zum 15. Mai 2023 operativer und kaufmännischer Geschäftsführer. Seit dem 15. Mai 2023 ist Herr Jörg Kuck, Siegen, als Geschäftsführer bestellt. Die Handelsregistereintragung von Herrn Jörg Kuck, Siegen, als Geschäftsführer erfolgte am 6. Juni 2023. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Auf die weitere Angabe der Bezüge der Geschäftsführung sowie ehemaliger Organmitglieder wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.
Wipperfürth, den 10. Juli 2024 HEW-KABEL GmbH gez. Jörg Kuck, Geschäftsführer Datum der Feststellung: 7. Oktober 2024
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HEW-KABEL GmbH, Wipperfürth Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HEW-KABEL GmbH, Wipperfürth, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HEW-KABEL GmbH, Wipperfürth, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Iserlohn, 10. Juli 2024 NAUST
HUNECKE und Partner GmbH
gez. Andreas Wachtel, Wirtschaftsprüfer gez. Viktor Kettler, Wirtschaftsprüfer |
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