hapa Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Adam Pamer seit 15.10.2002 | Vorstandsmitglied |
Peter Hackl seit 15.10.2002 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
hapa AGHerriedenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023hapa AG, HerriedenUnternehmensstruktur Die hapa AG ist im Bereich Kunststofffensterbau und Rollladenbau tätig. Der Vertrieb unserer Produkte erfolgt über Vertriebsniederlassungen in ganz Deutschland und dies fast ausschließlich im Bereich der energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden. Wir vertreiben unsere Produkte hauptsächlich an Privatkunden für Bestandsgebäude, nur teilweise an Bauträger und Objektkunden, was uns eine gewisse Unabhängigkeit von den konjunkturellen Schwankungen im Neu- und Objektbau ermöglicht. Die Produktion und die gesamte Auftragsbearbeitung sowie -steuerung wird am Hauptsitz der hapa AG, in Herrieden abgewickelt. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023, im nach wie vor krisengeprägten Umfeld, ins Stocken. Die trotz rückläufiger Nachfrage nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur zusätzlich. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Bis auf anfängliche Überhänge kam der Neubau im Jahr 2023 ins Stocken. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. Im Jahr 2023 wurde in Deutschland der Bau von 260.100 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 26,6% oder 94.100 Wohnungen weniger als im Jahr 2022. Niedriger war die Zahl der Baugenehmigungen zuletzt im Jahr 2012 (241.100 Wohnungen). In den Zahlen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten. Die Zahl der Baugenehmigungen ist ein wichtiger Frühindikator für die zukünftige Bauaktivität. Zum Rückgang der Bauvorhaben im Jahr 2023 dürften unter anderem gestiegene Kosten für Baumaterialien und verschlechterte Finanzierungsbedingungen beigetragen haben. Der Fenstermarkt schrumpfte in Deutschland im Jahr 2023 signifikant. Bis auf Holzfenster traf es alle Rahmenmaterialien, zeigen Daten einer Marktstudie des Marktforschungsinstituts Branchenradar. Vor dem Hintergrund einer schwächelnden Baukonjunktur war auch am Fenstermarkt im Jahr 2023 mit einer rückläufigen Nachfrage zu rechnen. Das Ausmaß überraschte dann aber doch, heißt es in der Meldung des Marktforschungsinstituts. Demnach schrumpfte der Absatz in Deutschland um 11,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Herstellererlöse lagen um 5,4 Prozent hinter dem Vorjahr. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr am deutschen Markt Fenster im Wert von rund 5,13 Milliarden Euro verkauft. Der Rückgang traf Neubau und Sanierung gleichermaßen. Im Vergleich zu 2022 reduzierte sich der Umsatz im Neubau um 3,8 Prozent, in der Sanierung um 6,6 Prozent. Bei der Fachtagung Statistik und Markt des VFF in Frankfurt am 29. April wurden die Zahlen für den Fenster- und Außentürenmarkt 2023 sowie die Prognosen für das laufende Jahr vorgestellt. Demnach ist der Fenstermarkt in Deutschland 2023 um 8,9 Prozent zurückgegangen und wird 2024 voraussichtlich um weitere 6,4 Prozent sinken. Die Entwicklungen im Außentürenmarkt sind vergleichbar. Die gesamte Konjunktur im Baubereich ist weiterhin rückläufig. Dies betrifft auch den deutschen Fenstermarkt. Die Regierung muss hier schnell handeln und den Neubau sowie die Sanierung noch stärker fördern. Die Sanierungsbereitschaft ist eigentlich groß, um Energie und damit Kosten zu sparen. Im Jahr 2023 führten die vielfältigen Krisen, insbesondere ausgelöst durch den Krieg in der Ukraine, zu einem deutlichen Rückgang der Sanierungstätigkeit. Die hohen Inflationsraten in Verbindung mit der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkten sich dämpfend auf Investitionen aus. Auch die mangelnde Planungssicherheit für Eigentümer und Handwerksbetriebe sowie die geringe Umzugsmobilität der Verbraucher minderten die Sanierungsbereitschaft. Entwicklung des Umsatzes Der Umsatz der hapa AG im Geschäftsjahr 2023 hat sich entgegen der Marktzahlen positiv entwickelt und beträgt TEUR 64.542. Dies entspricht einem Zuwachs von 3 %. Die Gesamtleistung der hapa AG erhöhte sich um 2,92% auf TEUR 64.307. Unser Auftragseingang hat sich im Jahr 2023 um 12,41% gegenüber 2022 reduziert und liegt bei TEUR 53.687. Im Jahr 2024 haben wir aufgrund des Rückganges der Auftragseingänge um gut 8 % (Stand Mai 2024) eine negative Entwicklung des bisherigen Umsatzes. Die vorläufigen Umsatzerlöse Stand Mai 2024 liegen 14,45% unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang der Auftragseingänge liegt derzeit an der Verunsicherung der Verbraucher und dem starken Rückgang im Bereich Neubau. Die gesunkenen Umsatzerlöse sind der Indikator daraus. Investitionen Es wurden die üblichen Ersatzinvestitionen vor allem im PKW/LKW Bereich getätigt. Zudem fanden Investitionen im Bereich Maschinen, Betriebs- und Büroausstattung statt. Die Investition in eine PV-Anlage trägt nicht nur zur Verbesserung des Nachhaltigkeitsfaktors bei sondern auch zur Einsparung des Stromzukaufs. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres betrugen insgesamt TEUR 657. Wesentliche Anlagenverkäufe fanden nicht statt. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben Die Investitionen wurden allesamt aus dem laufenden Cashflow finanziert, mit Ausnahme der PV-Anlage. Personal- und Sozialbereich Die hapa AG hatte 2023 durchschnittlich 331 Mitarbeiter*innen beschäftigt. Die Fluktuationsrate der Mitarbeiter*innen ist mit weniger als 3,5% gering, was auf eine sehr hohe Mitarbeiterzufriedenheit schließen lässt. Die Entlohnung orientiert sich sowohl bei den Arbeitern wie auch bei den Angestellten am Tarifvertrag des bayerischen Schreinerhandwerks wobei mit den Arbeitnehmern einzelvertragliche Vereinbarungen getroffen wurden. Die Personalkosten sind im Jahr 2023, trotz einer Lohn- und Gehaltsanpassung, gering um 0,31% auf TEUR 17.265. gesunken. Die Reduzierung wurde durch eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl im produktiven Bereich geschaffen. Hier ausschließlich dadurch, dass ausscheitende Mitarbeiter*innen teilweise nicht mehr ersetzt wurden. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren In 2023 wurden regelmäßig Schulungen für unsere Mitarbeiter im Montage-, Kundendienst- und Aufmaßbereich durchgeführt. Die regelmäßigen Schulungen tragen dazu bei, die Fehlerquoten insbesondere in der Montageleistung und bei der Feinmaßnahme zu reduzieren. Auch in 2023 wurde das Bewertungssystem "60-Sekunden-Umfrage" weitergeführt. Aus den Bewertungsergebnissen, welche permanent überprüft werden, können Defizite erkannt und Verbesserungsmaßnahmen erarbeitet werden. Diese fliesen in die regelmäßigen Schulungen unserer Mitarbeiter mit ein. Die hapa AG weist ein starkes soziales Engagement auf. Auch im Jahr 2023 konnten wir ausgewählte gemeinnützige Vereine, kirchliche Einrichtungen als auch Kindergärten im Rahmen von Spenden finanziell unterstützen. Im Bereich Nachhaltigkeit konnte 2023 durch die Inbetriebnahme einer großflächigen PV-Anlage eine enorme Reduzierung des zugekauften Strombedarfs erreicht werden. Der über die PV-Anlage produzierte Strom kann zu großen Teilen in den eigenen Verbrauch fliesen. Weiterhin können die in der Produktion anfallenden Kunststoffprofilabschnitte durch entsprechende Bearbeitung der eigenen Wiederverwendung zugeführt werden. Darstellung der Lage der Gesellschaft Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich um TEUR 2.626 auf TEUR 29.880 erhöht. Die Eigenkapitalquote erhöhte rechnerisch von im Vorjahr 63,35 % auf 65,38 %. Der EBIT beträgt TEUR 6.031, der EBITDA TEUR 6.688. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 9,65 %, der der flüssigen Mittel 41,18 %. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um TEUR 1.807 und umfassen 9,28 % der Bilanzsumme. Die sonstigen Vermögensgegenstände gingen leicht zurück. Auch die Vorräte verzeichneten einen Rückgang von TEUR 987 auf nunmehr TEUR 5.933. Das Fremdkapital hat sich absolut um TEUR 355 erhöht. Finanzlage Die hapa AG verfügt weiterhin über einen hohen Bestand an flüssigen Mitteln und konnte daher auf die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten verzichten. Die anfallenden finanziellen Verpflichtungen wurden stets fristgerecht erfüllt. Der Cashflow ist von im Vorjahr 1.905 TEUR auf 4.641 gestiegen. Er errechnet sich nach DVFA/SG für 2023 wie folgt: Jahresüberschuss nach Steuern + Abschreibungen - Zuschreibungen +/- Erhöhung/Verminderung von Pensions- und anderen lfr. Rückstellungen +/- Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge von wesentlicher Bedeutung = Cashflow nach DVFA/SG Ertragslage Wie bereits dargestellt, zeigte sich die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 entgegen den Marktzahlen sehr positiv. Die Gesamtleistung des Unternehmens erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,92 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich im Geschäftsjahr um TEUR 52. Der prozentuale Anteil des Materialaufwands hat sich bezogen auf die Gesamtleistung des Unternehmens um 2,02 %-Punkte vermindert. Ach die Personalkosten gingen leicht um TEUR 53 zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um TEUR 1.529. Insbesondere war dies auf deutlich gesunkene Aufwendungen für Verkaufsprovisionen zurückzuführen, was bedingt war durch den stark rückläufigen Auftragseingang. Das Finanzergebnis verbesserte sich um TEUR 270 auf TEUR 28, was im Wesentlichen auf einen Anstieg der Zinserträge zurückzuführen ist. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich um TEUR 2.892 auf TEUR 4.274. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 4.271. Der für das Geschäftsjahr 2023 erwartete Geschäftsverlauf ist eingetreten. Die erwarteten Umsatzzahlen konnten erreicht werden. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Im Rahmen ihrer Tätigkeit auf dem Gebiet des Fenster- und Rollladenbaus ist die hapa AG durch die teilweise Anbindung an die Bauwirtschaft einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die von uns betriebene Risikopolitik besteht zum einen in der optimalen Ausschöpfung vorhandener Chancen. Andererseits sind wir bemüht, die mit unserer Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken nur einzugehen, wenn damit für unsere Gesellschaft positive Werte geschaffen werden. Risikomanagement ist für uns unverzichtbarer Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Der Vorstand ist für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der hapa AG verantwortlich und bewertet die Wirksamkeit des Systems. Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten sind so definiert und etabliert, dass sie eine korrekte und zeitnahe Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleisten. Ein frühzeitiges Erkennen von Risiken ist somit gegeben. Ebenso sind auf diese Weise laufende und verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens möglich. Die Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind darauf ausgelegt, die unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen, zu steuern und somit die Erreichung der geschäftlichen Ziele abzusichern. Trotz aller installierten Mechanismen ist es nicht möglich, einen absoluten Schutz gegen Verlust oder betrügerische Handlungen zu erreichen. Grundsätzliche Ertragsrisiken sehen wir vor allem im derzeit weiter rückläufigen Auftragseingang bedingt durch die Zurückhaltung bei Investitionen und Sanierung. Insbesondere die hohen Preise und die ungewisse wirtschaftliche Entwicklung wird nach unserer Meinung auf das Kaufverhalten der Konsumenten eine erhebliche Auswirkung haben. Einerseits ist die Möglichkeit gegeben, dass es zu verstärkten Investitionen in die Sanierung von Gebäuden kommt um Energie und Kosten zu Sparen. Andererseits muss jedoch eben wegen diesen hohen Preise und der Unsicherheit der weiteren Entwicklung mit einer deutlichen Zurückhaltung bei den Ausgaben durch die Konsumenten gerechnet werden. Aufgrund unserer weiterhin soliden Basis an liquiden Mitteln sind für uns derzeit keine Zinsänderungsrisiken gegeben. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend gedeckt. Bestandsgefährdende Risiken lassen sich nicht erkennen. Sofern unser Lagebericht in die Zukunft gerichtete Annahmen und Einschätzungen enthält, besteht grundsätzlich eine Unsicherheit von Prognosen in Bezug auf die tatsächlichen Ergebnisse. Sonstige Angaben, insbesondere über die voraussichtliche Entwicklung Im bisherigen Verlauf des Jahres 2024 hat sich der Auftragseingang um 8,8 % reduziert. Dies gründet auf der Zurückhaltung der Verbraucher bei Investitionen durch die anhaltende Verunsicherung und mangelnde Investitionsbereitschaft. Weiterhin trägt der anhaltende Rückgang im Bereich Neubau dazu bei. Aktuell können wir keine großen Änderungen im Kaufverhalten unserer Privatkunden erkennen, d. h. wir gehen davon aus, dass sich der Auftragseingang auf dem Niveau des ersten Halbjahres bewegen wird. Frühestens im letzten Quartal des Jahres rechnen wir mit einer leichten Erhöhung der Auftragseingänge auch im Bereich Neubau. Die Umsatzerlöse in den ersten fünf Monaten 2024 liegen aufgrund der zurückgegangenen Auftragseingänge bei gut 14 % unter denen des Vorjahres. Aufgrund der nicht im gleichen Verhältnis sinkenden Kosten muss mit einem reduzierten Gesamtergebnis kalkuliert werden. Der Material-/Wareneinkauf konnte im Verhältnis zum Rückgang der Auftragseingänge reduziert werden. Die Energiepreise zeigen seit Jahresbeginn eine Entspannung. Wir konnten mit unseren Energielieferanten in den Bereichen Gas und Strom neue Verträge abschließen und hierfür die Niedrigpreisphasen nutzen. Die sehr niedrigen Energiepreise in der Zeit vor Ausbruch des Ukraine-Angriffs konnten nicht mehr erreicht werden und werden sicherlich auch zukünftig nicht mehr erreicht werden können. Unsere selbstständigen Vertriebspartner investieren aktuell hauptsächlich am Ausbau der Personalstärke, d. h. an zusätzlichen Handelsvertretern. Erste Zuwächse können wir verbuchen, was uns positiv stimmen lässt und zum weiteren Erfolg beitragen wird. Dank unserer sehr guten Liquiditätsreserven befindet sich unser Unternehmen in einer stabilen Lage.
Herrieden, den 18.07.2024 gez. Adam Pamer, Vorstandsvorsitzender gez. Peter Hackl, Vorstand HandelsbilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023hapa AG, HerriedenI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der hapa AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 267 und 288 HGB kein Gebrauch gemacht. 1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten auf Basis eines gleitenden gewogenen Durchschnitts bewertet. Niedrigere Tagespreise des Bilanzstichtages unter Berücksichtigung von Preisnachlässen sowie unter Abzug branchenüblicher Abschläge, die die technische Überholung, Beschädigung und mangelnde Gängigkeit beinhalten, werden angesetzt, soweit diese unter den Anschaffungskosten liegen. Die Vorräte sind verlustfrei bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten die Material- und Fertigungskosten sowie die Sonderkosten der Fertigung. Daneben werden auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, eingerechnet. Das Wahlrecht die Kosten der allgemeinen Verwaltung, der Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Aufwendungen und für betriebliche Altersversorgung einzubeziehen, wird nicht in Anspruch genommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind unter Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen ausgewiesen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 4.732.711,00 Euro. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Ferner wurden Rückstellungen für voraussichtliche Steuernachzahlungen aufgrund einer steuerlichen Außenprüfung gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden ohne die auf sie entfallende Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. III. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz 1. Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung sowie die kumulierten Abschreibungen zu Beginn und Ende des Geschäftsjahres je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
2. Angaben zu Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögengegenstände verteilen sich wie folgt:
3. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:
4. Angaben über die Gattung der Aktien Das Grundkapital in Höhe von EUR 500.000,00 besteht aus 500.000 Stammaktien mit Stimmrecht im Nennbetrag von je EUR 1,00 (Inhaberaktien). 5. Pensionsrückstellungen Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt EUR 4.732.711,00. Das verrechnete Deckungsvermögen i. S. des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB hat einen beizulegenden Wert (fortgeführte Anschaffungskosten) von EUR 4.401.967,80. Beim Deckungsvermögen handelt es sich um verpfändete Rückdeckungsversicherungen. Der Zeitwert wurde mit dem vom Versicherer mitgeteilten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital angesetzt. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 43.074,00 (Ausschüttungssperre). 6. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.
7. Verbindlichkeitenspiegel Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.
Der Betrag der Verbindlichkeiten enthält Verpflichtungen aus Steuern in Höhe von 767.022,69 Euro (Vorjahr: 972.402,00 Euro) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 89.196,92 Euro (Vorjahr: 76.918,25 Euro). 8. Latente Steuern Die latenten Steuern betragen TEUR 577 und betreffen ausschließlich aktive latente Steuern. Sie resultieren aus temporären Differenzen zwischen handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise bei folgenden Posten:
Der zugrunde liegende latente Steuersatz beträgt 26,5%. Das Aktivierungswahlrecht wurde nicht in Anspruch genommen. 9. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus den zum 31.12.2023 abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen bestehen für 2024 Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.448. Die Gesamtverpflichtungen ab 2023 bis Zeitpunkt des jeweils frühestmöglichen Vertragsablaufes betragen TEUR 13. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
2. Erläuterungen der Aufwendungen für Altersversorgung Die Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich auf 3.622,10 Euro (Vj. 5.297,53 Euro). 3. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Die den Vorjahren zuzurechnenden Aufwendungen haben das Jahresergebnis um 51.603,27 Euro (Vj. 88.343,33 Euro) vermindert, die den Vorjahren zuzurechnenden Erträge haben das Jahresergebnis um 486.484,49 Euro (Vj. 315.326,63 Euro) erhöht. Zudem beinhalten die Steuern vom Einkommen und Ertrag Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von 215.193,88 Euro (Vj. 30,20 Euro) und die sonstigen Steuern Erstattungen für Vorjahre in Höhe von 21.212,44 Euro (Vj. 20.277,81 Euro). 4. Erläuterung der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten solche aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 90.283,00 Euro (Vorjahr 91.115,00 Euro). In den Zinsaufwendungen sind des Weiteren Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von 109.048,55 Euro (Vorjahr 249.892,20 Euro) enhalten. V. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
2. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrates Gesamtbezüge in Höhe von 30.000,00 EUR gewährt. 3. Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Zu den zu Gunsten einzelner Vorstände vergebenen Krediten wird ausgeführt:
Der Gesamtbetrag der Forderungen gegen Mitglieder der Vorstandschaft beläuft sich auf 513.208,33 Euro. 4. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 44.000,00 Euro und gliedert sich wie folgt:
5. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Vorstandschaft schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 4.270.556,67 Euro mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 13.366.009,97 Euro zu verrechnen und den verbleibenden Betrag in Höhe von 17.636.566,64 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. 6. Unterschrift der Geschäftsführung
Herrieden, 18.07.2024 gez. Adam Pamer, Vorstandsvorsitzender gez. Peter Hackl, Vorstand Bericht des AufsichtsratsIn den Aufsichtsratssitzungen des vergangenen Jahres haben wir uns eingehend über die Lage der Gesellschaft sowie über die grundsätzlichen Fragen der Geschäftspolitik unterrichten lassen und darüber mit dem Vorstand beraten. Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Dem Ergebnis dieser Prüfung stimmen wir zu. Außerdem haben wir den Jahresabschluss und den Lagebericht der hapa AG zum 31.12.2023 geprüft und ohne Beanstandungen gebilligt. Uns standen dazu sämliche Unterlagen der Firma sowie des Abschlussprüfers zur Verfügung. Dem Vorschlag des Vorstandes bezüglich der Gewinnverwendung stimmt der Aufsichtsrat zu.
gez. Armin Haspel, Vors. gez. Karl Lettenbauer gez. Reinhold Rothgang sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.08.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die hapa AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der hapa AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der hapa AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bad Windsheim, den 26.07.2024 LHP
Hahn GmbH
Florian Hahn, MBA, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Ulrich Kahn, Wirtschaftsprüfer |
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