EEW Energy from Waste Hannover GmbH

Moorwaldweg 310, 30659 Hannover, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 56630
Vorher
BKB Hannover GmbHE.ON Energy from Waste Hannover GmbH
Eingetragen
8.1.1998
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenSonstige Verwertung von AbfällenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Gesellschaft ist berechtigt, gleichartige oder ähnliche Unternehmen neu zu errichten oder bestehende zu erwerben oder sich an bestehenden zu beteiligen und sämtliche einschlägigen Geschäfte zu betreiben, die geeignet sind, die Unternehmungen der Gesellschaft zu fördern.Die Errichtung und der Betrieb einer thermischen RestabfalIbehandlungsanlage zum Zwecke einer geordneten und umweltfreundlichen Abfallentsorgung und die damit zusammenhängenden Geschäfte am Standort Hannover.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Joachim Fabian Pohl
seit 18.1.2024
Prokura
Michael Groß
seit 18.1.2023
Prokura
Andreas Dous
seit 21.9.2021
Prokura
Prokura
Rüdiger Bösing
seit 21.3.2016
Prokura
Christian Funk
seit 21.3.2016
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Beijing Enterprises Holdings European Investment Management S.à r.l.LUX
79.90%
15.00%
5.10%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
433.500 €
85.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EEW Energy from Waste Hannover GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EEW Energy from Waste Hannover GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EEW Energy from Waste Hannover GmbH, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EEW Energy from Waste Hannover GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 12. April 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Opaschowski, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
Anhang
A. Anlagevermögen 1
I. Immaterielle Vermögensgegenstände - € 1.859,19 €
II. Sachanlagen 19.222.182,32 € 19.940.200,42 €
19.222.182,32 € 19.942.059,61 €
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 2 1.224.601,36 € 1.231.947,13 €
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3 40.252.703,08 € 35.289.868,52 €
III. Kassenbestand 405,53 € 514,09 €
41.477.709,97 € 36.522.329,74 €
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.803,00 € - €
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 4 9.726,04 € - €
60.717.421,33 € 56.464.389,35 €

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
Anhang
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5 510.000,00 € 510.000,00 €
II. Kapitalrücklage 6 28.120.912,00 € 28.120.912,00 €
III. Jahresüberschuss 17.607.404,46 € 17.269.044,98 €
46.238.316,46 € 45.899.956,98 €
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 435.800,35 € 482.913,91 €
C. Rückstellungen 7 8.650.921,53 € 5.657.388,45 €
D. Verbindlichkeiten 8 4.063.137,99 € 3.650.218,01 €
E. Passive latente Steuern 1.329.245,00 € 773.912,00 €
60.717.421,33 € 56.464.389,35 €

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anhang 2023 2022
1. Umsatzerlöse 9 46.752.034,52 € 43.167.761,37 €
2. Sonstige betriebliche Erträge 10 294.953,44 € 544.796,93 €
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.852.546,62 € 2.375.148,84 €
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.390.805,33 € 5.711.895,92 €
36.803.636,01 € 35.625.513,54 €
4. Personalaufwand 11 3.967.627,68 € 3.716.258,96 €
5. Abschreibungen 3.283.564,33 € 3.121.951,35 €
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 4.251.495,54 € 3.115.265,94 €
7. Zinsergebnis 13 822.202,14 € - 38.206,12 €
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14 8.515.746,14 € 8.364.786,19 €
9. Jahresüberschuss 15 17.607.404,46 € 17.269.044,98 €

Anhang 2023

der EEW Energy from Waste Hannover GmbH, Hannover

I. Grundlagen des Jahresabschlusses

Allgemeine Erläuterungen

Der Jahresabschluss der EEW Energy from Waste Hannover GmbH (EEW Hannover), Hannover, (Registergericht Hannover HRB 56630) wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften in der Fassung des Bilanzrichtlinie- Umsetzungsgesetzes (BilRUG) einschließlich des Einführungsgesetzes zum HGB (EGHGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr; die Angaben zu den Bilanzzahlen, Haftungsverhältnissen sowie sonstigen finanziellen Verpflichtungen beziehen sich jeweils auf den 31. Dezember. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang. Ferner werden Aufwendungen aus sonstigen Steuern unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Erstattungen aus sonstigen Steuern werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Konzernzugehörigkeit

Die EEW Hannover ist ein Tochterunternehmen der EEW Energy from Waste GmbH, Helmstedt (EEW) und wird in den befreienden Konzernabschluss der EEW Holding GmbH, Helmstedt, (EEW Holding, HRB 204030) einbezogen. Die EEW Holding ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Diese Unterlagen sind im Internet unter www.unternehmensregister.de zugänglich.

Die EEW Holding stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS).

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in den Angaben im Konzernabschluss der EEW Holding einbezogen wird.

Ein Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von Beijing Enterprises Holdings Ltd., Hong Kong (Stock Code 392), erstellt und auf der Website der Hong Kong Stock Exchange (HKEXnews, Listed Company Information) offengelegt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Neben der linearen findet auch die degressive Abschreibungsmethode Anwendung. Für Sachanlagen, die bereits zum 1. Januar 2010 vorhanden waren und degressiv abgeschrieben wurden, wird die degressive Abschreibung fortgeführt. Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 werden ausschließlich linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Nutzungsdauern
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 Jahre
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10 bis 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 4 bis 33 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 20 Jahre

Aufgrund untergeordneter Bedeutung werden abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 1.000 € in einem Sammelposten zusammengefasst und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Abnutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 250 € nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam berücksichtigt.

Seit Januar 2018 nutzt die EEW, bei der Aktivierung von technischen Anlagen und Maschinen, eine gleitende Einführung des Komponentenansatzes. Dabei werden die Vorschriften der handelsrechtlichen Zulässigkeit einer planmäßigen Abschreibung nach Komponenten des IDW RH HFA 1.016 berücksichtigt.

Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand mindern nicht die Anschaffungs- und Herstellungskosten, sondern werden passivisch als Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen angesetzt. Der Posten wird korrespondierend zur Abschreibung des bezuschussten Vermögensgegenstandes aufgelöst.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Nennwerten bilanziert. Erkennbare Ausfallrisiken werden, soweit erforderlich, durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko der Forderungen wird durch pauschalierte Wertberichtigungen berücksichtigt, welche auf Erfahrungswerten der Vorjahre basieren.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Gewerbesteuersatzes von 16,8 % sowie eines Körperschaftsteuersatz und Solidaritätszuschlages von 16,0 %. Aggregiert ergibt sich ein Steuersatz von 32,8 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine zu bilanzierende passive latente Steuer in Höhe von 1.329 T€. Passive latente Steuern aus dem Ansatz des Sachanlagevermögens werden mit aktiven latenten Steuern aus dem Ansatz der Rückstellungen verrechnet.

Globale Mindestbesteuerung - Pillar II

In Ländern, in denen die EEW Gruppe bzw. die BEHL Gruppe tätig ist, wurden Gesetze zur Umsetzung der globalen Mindestbesteuerung nach den OECD Richtlinien "Pillar II" in Kraft gesetzt. Die EEW Gruppe fällt voraussichtlich in den Geltungsbereich der verabschiedeten oder noch zu verabschiedenden Gesetze. Allerdings wurden die Gesetze erst kurz vor dem Bilanzstichtag erlassen. Daher befindet sich die EEW Gruppe noch im Prozess der Bewertung der Umsetzung der Pillar II-Regeln und ist dabei, das potenzielle Risiko von daraus resultierenden Ertragsteuern zu bewerten. Die potenzielle Belastung durch Ertragsteuern im Rahmen von Pillar II ist derzeit weder bekannt noch vernünftig abschätzbar. Die EEW Gruppe erwartet, dass sie in der Lage sein wird, das potenzielle Risiko in ihrem nächsten Jahresabschluss auszuweisen.

Vermögensgegenstände des Deckungsvermögens

EEW Hannover hat Ansprüche aus Pensionsverpflichtungen gegen den Helaba Pension Trust e.V. (Helaba) aus Contractual Trust Arrangement (CTA). Die Vermögenswerte sind in zwei Fonds angelegt, wovon einer (CTA II) die ehemaligen Verpflichtungen gegen die Versorgungskasse Energie VVaG, Hannover (VKE) betrifft. Die betreffenden Vermögensgegenstände sind dem Zugriff der Gläubiger entzogen.

Die Bewertung der Deckungsvermögen erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Ein ggf. die Verpflichtungen übersteigender beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens wird als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

Rückstellungen

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Weiterhin sind ein Gehaltstrend und eine Rentendynamik berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz vom 20. April 2007 herangezogen. Des Weiteren werden Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Aus der Übernahme von Versorgungsverpflichtungen der Gesellschaft im Rahmen von Mitarbeiterwechseln im damaligen E.ON-Konzern bestehen Freistellungsansprüche. Die Beträge wurden in einen von der Helaba aufgelegten Spezialfonds eingelegt. Der Zeitwert des Spezialfonds zum 31. Dezember 2023 wird gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet.

Sonstige Rückstellungen

Die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt ebenfalls nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Analog zu den Pensionsverpflichtungen wird für Jubiläumsverpflichtungen der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren herangezogen. Ferner wird ein Gehaltstrend berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewisse Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Bei den sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr wurde vom Abzinsungswahlrecht kein Gebrauch gemacht.

Erträge und Aufwendungen aus der Auf- und Abzinsung von Rückstellungen sowie aus Änderungen der Zinssätze werden gesondert unter dem Posten Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge bzw. Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens in 2023 ist aus dem Anlagengitter ersichtlich.

2. Vorräte

Bei den Vorräten handelt es sich um Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2023 2022
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.074 3.532
davon mit einer Restlaufzeit von über 1 Jahr (0) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 35.780 31.073
- aus Lieferungen und Leistungen 4.173 11.987
davon mit einer Restlaufzeit von über 1 Jahr (0) (0)
- sonstige Vermögensgegenstände (0) (0)
davon mit einer Restlaufzeit von über 1 Jahr (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 398 685
davon mit einer Restlaufzeit von über 1 Jahr (0) (0)
40.253 35.290

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen die Gesellschafter EEW (26.768 T€) aus dem Cash-Pooling sowie Forderungen gegen GP Papenburg Beteiligung und Immobilien GmbH, Teltow (4.839 T€) aus der Liquiditätsvereinbarung. Des Weiteren werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Gesellschafterin EEW in Höhe von 4.107 T€ (Vorjahr: 11.987 T€) ausgewiesen.

4. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

2023 2022
T€ T€
CTA II rückgedeckte Versorgungsverpflichtungen
Pensionsverpflichtungen vor Saldierung (Bruttowert) 1.053 1.032
Beizulegende Zeitwerte des Deckungsvermögens (Helaba) 1.063 961
Nettowert 10 -71
Summe Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 10 0

Der Erfüllungsbetrag der in CTA II rückgedeckten Versorgungsverpflichtungen beträgt 1.053 T€ (Vorjahr: 1.032 T€).

5. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr 510 T€.

Die EEW ist Mitgesellschafter mit 85 % Anteil; 15 % Anteil hält die GP Papenburg Beteiligung und Immobilien GmbH, Teltow.

6. Kapitalrücklage

Die EEW Hannover weist zum Bilanzstichtag unverändert eine Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von 28.121 T€ aus.

7. Rückstellungen

2023 2022
T€ T€
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.115 1.126
Steuerrückstellungen 5.772 3.317
Sonstige Rückstellungen 1.764 1.214
8.651 5.657

Die Pensionsverpflichtungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer.

Mit den verbleibenden Pensionsverpflichtungen ist der Zeitwert des Spezialfonds wie folgt verrechnet:

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2023 2022
T€ T€
CTA I rückgedeckte Versorgungsverpflichtungen
Pensionsrückstellung vor Saldierung 1.120 1.060
Beizulegende Zeitwerte des Deckungsvermögens (Helaba) 5 5
1.115 1.055
CTA II rückgedeckte Versorgungsverpflichtungen
Pensionsrückstellung vor Saldierung 1.053 1.032
Beizulegende Zeitwerte des Deckungsvermögens (Helaba) 1.063 961
0 71
Rückstellung gesamt nach Saldierung 1.115 1.126

Der Erfüllungsbetrag der CTA I rückgedeckten Versorgungsverpflichtungen beträgt 1.120 T€ (Vorjahr: 1.060 T€).

Der angewandte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,79 % p.a.). Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.), eine Rentendynamik von 1,75 % p.a. (Vorjahr: 1,75 % p.a.) sowie geschlechts- und altersspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten mit Werten zwischen 0,0 % und 25,0 % p.a. zugrunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 % p.a.) und des entsprechenden durchschnittlichen Zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 % p.a.) beträgt 49 T€. Dieser Unterschiedsbetrag ist zur Ausschüttung gesperrt. Aufgrund der bestehenden Kapitalrücklagen erfolgt eine Entsperrung des ansonsten ausschüttungsgesperrten Betrages.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich, noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen sowie verschiedene betriebliche Risiken (z.B. Verarbeitungsrückstellungen, Verpflichtungen zur Schlackeentsorgung).

Analog zu den Pensionsverpflichtungen wird für Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen ein Rechnungszinssatz von 1,74 % p.a. (Vorjahr: 1,45 % p.a.) herangezogen. Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 2,50 % p.a. (Vorjahr: 2,50 % p.a.) und geschlechts- und altersspezifische Fluktuationswahrscheinlichkeiten mit Werten zwischen 0,0 % und 25,0 % p.a. zugrunde gelegt.

8. Verbindlichkeiten

2023
T€
Restlaufzeit
Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.852 2.852 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 352 352 0 0
davon aus Lieferungen und Leistungen (280) (280) (0) (0)
davon gegenüber Gesellschaftern (220) (220) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 860 110 200 550
davon aus Steuern (60) (60) (0) (0)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0) (0) (0) (0)
4.063 3.313 200 550
2022
T€
Restlaufzeit
Gesamt bis zu 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.315 1.315
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.451 1.451
davon aus Lieferungen und Leistungen (1.369) (1.369)
davon gegenüber Gesellschaftern (1.451) (1.451)
Sonstige Verbindlichkeiten 885 85
davon aus Steuern (34) (34)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (0) (0)
3.651 2.851

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten von ausstehenden Energieabrechnungen und Umsatzsteuerverbindlichkeiten für November und Dezember 2023 gegenüber der EEW GmbH.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2023 2022
T€ T€
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 595 530

Als Sonstige finanzielle Verpflichtungen wird das Bestellobligo aus Investitionen in Höhe von 487 T€ (Vorjahr: 422 T€) sowie eine finanzielle Verpflichtung für das Erbpachtgrundstück in Hannover-Lahe in Höhe von jährlich 108 T€ ausgewiesen.

Daneben bestehen im Umfang von 933 T€ p.a. Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen gegenüber der EEW GmbH.

Haftungsverhältnisse

Versorgungskassen als Versicherungsunternehmen sind durch Auflage der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verpflichtet, einen so genannten "Stress-Test" durchzuführen. EEW Hannover hat sich gegenüber der Helaba zu einem Nachschuss verpflichtet, wenn im Falle einer tatsächlichen Vermögensunterdeckung kurzfristig entsprechende Ausgleichszahlungen zu leisten sind.

Das Risiko einer Inanspruchnahme wird jeweils als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf der Bonitätsbeurteilung der Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen vergangener Berichtsjahre.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

9. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich in Abfallannahme (24.783 T€; Vorjahr: 25.247 T€), Stromverkauf (14.248 T€; Vorjahr: 13.761 T€), Wärmeverkauf (6.337 T€; Vorjahr: 3.117 T€), Dienstleistungen für Fremde (422 T€; Vorjahr: 409 T€) und sonstigen Umsatzerlösen in Höhe von 962 T€ (Vorjahr: 634 T€) auf und entfallen im Wesentlichen auf das Inland.

10. Sonstige betriebliche Erträge

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen 108 T€ (Vorjahr: 185 T€) auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. 89T€ (Vorjahr: T€ 48) sind periodenfremde Erträge.

11. Personalaufwand

2023 2022
T€ T€
Löhne und Gehälter 3.198 3.052
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 770 664
davon für Altersversorgung (87) (1)
3.968 3.716

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Diese sind im Zinsergebnis ausgewiesen.

Mitarbeiter

im Jahresdurchschnitt (ohne Geschäftsführung) 2023 2022
Gewerbliche Mitarbeiter 33 33
Angestellte 16 16
49 49

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023 2022
T€ T€
Sonstige Steuern 1.128 468
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 3.124 2.647
4.251 3.115

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neben allgemeinen Betriebs- und Geschäftsaufwendungen die Aufwendungen für die Dienstleistungsumlagen, IT-Dienstleistungen, Beratungsaufwendungen und Versicherungsbeiträge.

13. Zinsergebnis

2023 2022
T€ T€
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 822 78
davon aus verbundene Unternehmen (805) (78)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 117
davon Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen (0) (116)
822 -38

Im Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind 0 T€ (Vorjahr: 116 T€) aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) von Pensions- und langfristigen Personalrückstellung enthalten.

14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich im Wesentlichen aus der Gewerbesteuer 2023 (4.195 T€; Vorjahr: 4.194 T€) und Körperschaftsteuer 2023 einschließlich Solidaritätszuschlag (3.955 T€; Vorjahr: 3.953 T€) zusammen. Darüber hinaus sind im Ausweis periodenfremde Erträge von 190 T€ (Vorjahr: 1 T€) enthalten.

15. Jahresüberschuss

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung die Ausschüttung des Jahresüberschusses vor.

Außerbilanzielle Geschäfte

Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht getätigt.

IV. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Guido Wilhelm Heinrich Lücker, Diekhusen-Fahrstedt *

Technischer Geschäftsführer

Christian Funk, Braunschweig *

Kaufmännischer Geschäftsführer

* Die Geschäftsführer erhalten von der Gesellschaft keine Bezüge.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

 

Hannover, den 12. April 2024

EEW Energy from Waste Hannover GmbH

Christian Funk

Guido Lücker

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 220.516,28 € - € - € - € 220.516,28 €
220.516,28 € - € - € 220.516,28 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.244.261,40 € 3.900,00 € - € - € 18.248.161,40 €
2. Technische Anlagen und Maschinen 96.239.326,89 € 1.837.854,36 € 2.206.774,12 € 602.559,35 € 96.472.966,48 €
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.155.313,33 € 202.013,49 € 3.551,81 € 25.233,36 € 3.379.008,37 €
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 853.940,39 € 587.082,83 € - € - 627.792,71 € 813.230,51 €
118.492.842,01 € 2.630.850,68 € 2.210.325,93 € - € 118.913.366,76 €
118.713.358,29 € 2.630.850,68 € 2.210.325,93 € - € 119.133.883,04 €
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 218.657,09 € 1.859,19 € - € 220.516,28 €
218.657,09 € 1.859,19 € - € 220.516,28 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.919.648,10 € 481.192,48 € - € 11.400.840,58 €
2. Technische Anlagen und Maschinen 85.316.849,55 € 2.558.359,96 € 2.139.610,48 € 85.735.599,03 €
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.316.143,94 € 242.152,70 € 3.551,81 € 2.554.744,83 €
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - € - € - € - €
98.552.641,59 € 3.281.705,14 € 2.143.162,29 € 99.691.184,44 €
98.771.298,68 € 3.283.564,33 € 2.143.162,29 € 99.911.700,72 €
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - € 1.859,19 €
- € 1.859,19 €
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.847.320,82 € 7.324.613,30 €
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.737.367,45 € 10.922.477,34 €
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 824.263,54 € 839.169,39 €
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 813.230,51 € 853.940,39 €
19.222.182,32 € 19.940.200,42 €
19.222.182,32 € 19.942.059,61 €

Lagebericht 2023

der EEW Energy from Waste Hannover GmbH, Hannover

1. Allgemeines

Die EEW Energy from Waste Hannover GmbH (EEW Hannover) betreibt seit dem Geschäftsjahr 2005 innerhalb der EEW-Gruppe eine zweilinige Müllverbrennungsanlage für Siedlungsabfälle mit einem Auslegungsheizwert von 13,5 MJ/kg und einer thermischen Leistung von 52,5 MW je Linie. Die Abfälle stammen überwiegend aus dem Großraum Hannover sowie den umliegenden Landkreisen. Der in den Kesseln erzeugte Dampf wird für die Stromerzeugung und für die Erzeugung von Fernwärme genutzt.

Marktsituation 2023

Die Entwicklung der Abfallmengen auf dem Markt zeigten sich im Laufe des Jahres besser als zu Jahresbeginn erwartet. Durch den warmen Winter 2022/2023 und den nur teilweise benötigten Abfallmengen aus der überdurchschnittlichen hohen Winterbesicherungen der Müllverbrennungsanlagen, konnten die Anlagen ohne Abfallmangel die Wintersaison über betrieben werden. Im Frühjahr 2023 erholte sich der Abfallmarkt sowohl im kommunalen als auch gewerblichen Bereich erwartungsgemäß. Die am Markt verfügbaren Abfallmengen reichten für einen stabilen Anlagenbetrieb aus.

Unternehmensentwicklung

Der operative Anlagenbetrieb verlief im Berichtsjahr stabil. Die Abfallanlieferungen lagen deutlich über dem Vorjahr, so dass die Brennstoffversorgung in Verbindung mit dem optimierenden Stoffstrommanagement jederzeit sichergestellt war. Bei leicht geringeren Abfallpreisen führten insbesondere die gestiegenen Energieerlöse zu einem positiven Geschäftsverlauf 2023 für die EEW Hannover.

In 2023 erfolgten gemäß des 18-monatigen Revisionszykluses die geplanten Revisionen der Verbrennungslinien. Infolge der Revisionen lag die Verfügbarkeit mit 93,6 % erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert, welcher nicht durch Revisionen belastet war. Die Abfallannahme lag mit 284 Tsd. t über dem Vorjahreswert (+13 Tsd. t). In den Segmenten nahm die Anlieferung von Kommunalabfällen zu (+23 Tsd. t), hingegen sich infolge der guten Abfallverfügbarkeit die Klärschlammanlieferungen reduzierten (-9 Tsd. t). Der durchschnittliche Heizwert betrug 10,3 MJ/kg und befand sich damit leicht unter Vorjahresniveau. Die aus dem Heizwert resultierenden Herausforderungen an die Anlagentechnik wurden durch eine anforderungsgerechte Fahrweise der Anlage bewältigt, der bedarfsgerechte Einsatz von Klärschlamm wirkte heizwertsenkend. Der Durchsatz überschritt mit 287 Tsd. t das Vorjahresniveau von 269 Tsd. t deutlich. Infolge des höheren Abfallaufkommen bei hohem Durchsatz erhöhten sich die operativen Abfallabsteuerungen in andere Anlagen der EEW-Gruppe leicht. Abnahmebedingt verminderte sich die Fernwärmebelieferung um -13 GWh auf 103 GWh. Infolge der geringeren Fernwärmeabgabe sowie des höheren Durchsatzes stieg der Stromabsatz um +11 GWh auf 160 GWh.

2. Geschäftsverlauf und Betrieb der Anlage

Geschäftsverlauf

Zentraler finanzieller Leistungsindikator des Unternehmens ist das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Ergebnis nach Steuern. Dieses wird über ein detailliertes monatliches Controlling überwacht und dient als Indikator für erforderliche Managementmaßnahmen.

Das Ergebnis im Jahr 2023 liegt über dem Vorjahresniveau und übertrifft wiederholt die Erwartungen. Die Entwicklung resultiert bei leicht geringeren Abfallpreisniveau insbesondere aus den gestiegenen Wärmepreisen. Die Strompreise ließen gegenüber dem Vorjahr spürbar nach.

Finanzierung

Für die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft besteht mit dem Gesellschafter EEW eine Liquiditätsvereinbarung. Die Marge für in Anspruch genommene Kredite beträgt 0,6 % p.a., die Liquiditätsvereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2030.

Investitionen

Im Jahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 2.631 T€ überwiegend für die Optimierung der Rauchgasreinigungsanlage sowie die kontinuierliche Anlagenoptimierungen und Verbesserung der Arbeitssicherheit getätigt.

Optimierungsprogramm

Das in 2015 gestartete kontinuierliche Verbesserungsprogramm (VCP - ValueCreationProgramm) wurde in 2023 fortgeführt. Im abgelaufenen Jahr wurden Maßnahmen umgesetzt, welche die hohe Verfügbarkeit der Anlage sicherten. Ferner konnten weitere Optimierungen in spezifischen Kostenrelationen generiert werden. Das erfolgreiche Programm wird fortgesetzt.

3. Lage des Unternehmens

Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Umsatzerlöse 46.752 43.167
Sonstige betriebliche Erträge 295 545
Materialaufwand 10.243 8.087
Personalaufwand 3.968 3.716
Abschreibungen 3.284 3.122
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.251 3.115
Zinsergebnis 822 -38
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 26.123 25.634
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.516 8.365
Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 17.607 17.269

Die preisbedingt geringeren Abfallerlöse (-464 T€) konnten insbesondere durch preisbedingt gestiegene Wärme- (+3.220 T€) und mengenbedingt höhere Stromerlöse (+487 T€) überkompensiert werden. In den Stromerlösen sind notwendige Ankäufe für Ausgleichsenergie berücksichtigt. Das Jahresergebnis 2023 liegt mit 17.607 T€ leicht über dem Niveau des Vorjahresergebnisses.

Die Abschreibungen blieben infolge ausgeglichener Investitionstätigkeit auf Vorjahresniveau. Die Maßnahmen fokussierten sich insbesondere auf die Bereiche Rauchgasreinigung und Kesseloptimierung. Insgesamt wurden 2.631 T€ investiert. Gegenläufig wirkten Anlagenteile, die im Geschäftsjahr 2023 ihre planmäßige Nutzungsdauer erreicht haben.

Im Geschäftsjahr wurde der Jahresüberschuss des Vorjahres vollständig an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Finanzlage

In 2023 standen der EEW Hannover stets ausreichend liquide Mittel auf Basis einer Liquiditätsvereinbarung mit der EEW zur Verfügung. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war während des Geschäftsjahres und danach jederzeit gegeben.

Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Änderung
T€ T€ T€
Anlagevermögen
Immat. Vermögensgegenstände 0 2 -2
Sachanlagen 19.222 19.940 -718
19.222 19.942 -720
Umlaufvermögen
Vorräte 1.225 1.232 -7
Forderungen u. sonst. Vermögensgegenstände 40.253 35.290 4.963
Liquide Mittel 0 0 0
41.478 36.522 4.956
Rechnungsabgrenzungsposten 7 0 7
Unterschiedbetrag aus Vermögensverrechnung 10 10
Bilanzsumme 60.717 56.464 4.253
31.12.2023 31.12.2022 Änderung
T€ T€ T€
Eigenkapital
Gez. Kapital 510 510 0
Kapitalrücklagen 28.121 28.121 O
Jahresüberschuss 17.607 17.269 338
46.238 45.900 338
Fremdkapital
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 436 483 -47
Rückstellungen 8.651 5.657 2.994
Verbindlichkeiten 4.063 3.650 413
13.150 9.790 3.360
Passive latente Steuern 1329 774 555
Bilanzsumme 60.717 56.464 4.253

Der Rückgang der Sachanlagen (-718 T€) resultiert aus geringerer Investitionstätigkeit des laufenden Jahres unter Berücksichtigung höherer Abschreibungen für Maßnahmen der Vorjahre. Der Forderungsbestand ist maßgeblich durch Forderungen ggü. verbundene Unternehmen aus dem Cash- Pooling, hier EEW, beeinflusst. Die Veränderung der Rückstellungen (+2.994 T€) betreffen überwiegend Steuerrückstellungen.

Die Vermögenslage ist geordnet. Die Liquidität der Gesellschaft wird durch die Teilnahme am Cash- Pooling der EEW-Gruppe gesichert.

4. Wesentliche Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagementsystem

Die EEW Hannover ist in das Risikomanagementsystem der EEW eingebunden. Indikatoren für alle bekannten Risiken werden regelmäßig analysiert und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zur Risikoabwehr eingeleitet.

Insbesondere zum Anlagenbetrieb, Abfalldurchsatz, Stromabsatz sowie der Umsatz- und Kostenentwicklung findet ein monatliches Reporting - auch gegenüber der EEW - statt.

Wesentliche Risikotatbestände sind:

Marktrisiken des Entsorgungsgeschäftes

Das Geschäft ist unverändert in starkem Maße von regionalen Großkunden geprägt, mit denen zum Teil langfristige Verträge bestehen. Durch die für die Zukunft gesicherte Zusammenarbeit mit dem aha besteht ein hohes Maß an Planungssicherheit. Die Auslastung der verbleibenden freien Kapazitäten wird durch vertriebliche Aktivitäten abgesichert. Auf der Energieabsatzseite hängen die Erlöse weitestgehend von den Marktentwicklungen des Strommarktes in 2024 ab. Dieser zeigt zum Anfang des neuen Geschäftsjahres für 2024 ein gegenüber dem Vorjahr geringeren Niveau, dessen Entwicklung aber infolge der aktuellen Entwicklungen des Ukrainekonfliktes sowie der daraus entstandenen Energiekrise nur bedingt einzuschätzen ist. Neben hieraus möglichen positiven Effekten bei der Energievermarktung besteht bei der ggf. notwendigen Beschaffung von Ausgleichsenergie bei Anlagennichtverfügbarkeit ein Kostenrisiko. Dieses Risiko wird minimiert durch konsequente Beobachtung der Markt- und Kundenentwicklung sowie ein risikominimierender Einsatz der verfügbaren Energievermarktungs- und Beschaffungsinstrumente in enger Abstimmung mit der EEW- Gruppe. Bei der zum Ende 2019 aufgenommene Fernwärmebelieferung nimmt der Großkunde weitestgehend nur die vertragliche Mindestmenge im Berichtsjahr ab. Zur Erhöhung der Abnahmebereitschaft wurde eine Änderungsvereinbarung zum bestehenden Fernwärmeliefervertrag mit Wirkung zum 01.01.2024 geschlossen.

Der Marktteilnehmer enercity beabsichtigt eine zusätzliche Abfallvorbehandlungsanlage in regionaler Nähe zur Anlage der EEW Hannover mit vergleichbarer Kapazität zu errichten. Dies könnte zukünftig einen erheblichen Einfluss auf die Abfallverfügbarkeiten in der Region haben und damit negative Folgen auf Mengen- und Preisentwicklung für die EEW Hannover bedeuten.

Die geopolitischen und wirtschaftlichen Folgen des Russland-Ukraine-Krieges haben auch weiterhin Einfluss auf die EEW-Geschäftsentwicklung. Durch den Abschluss von festen Lieferverträgen konnte die Versorgung mit Roh-Hilfs- und Betriebsstoffen im Jahr 2024 grundsätzlich sichergestellt werden. Zur Absicherung der Verfügbarkeiten wurden auch zusätzliche Bezugsmöglichkeiten aus anderen Märkten geprüft und bei Bedarf in Betracht gezogen. Vielerorts ist eine Abschwächung des Kostensteigerungstrends zu verzeichnen, das Kostenniveau vor dem Russland-Ukraine-Krieges wird aber unverändert deutlich übertroffen. Weitere extreme Rohstoffpreisbewegungen und Angebotsbeeinträchtigungen können hier zu Ergebnisbeeinträchtigungen führen.

Insbesondere durch einen weiterhin hohen Druck auf die Preis- und Verfügbarkeitsentwicklung bei Öl- und Gas sind auch Auswirkungen auf die Entwicklung von alternativen Brennstoffen und Energieträgern zu betrachten. Aufgrund des Russland-Ukraine-Krieges sind für die Gesellschaft eingeschränkte Verfügbarkeiten von Materialien für Instandhaltungs- und Revisionsmaßnahmen sowie von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen für den Anlagenbetrieb als auch von möglichen Engpässen von Transportkapazitäten im Straßengüterverkehr aufgrund von fehlenden Lkw-Fahrern möglich. Dies könnte wiederum zu Einschränkungen auf den operativen Anlagenbetrieb führen oder sich negativ auf Projekttermine auswirken.

Operative Risiken

Die EEW Hannover hat sich verpflichtet, die bei ihren Kunden anfallenden Abfallmengen zu entsorgen bzw. zu verwerten, zuverlässig die vereinbarten Strommengen an ihren Stromabnehmer zu liefern sowie enercity mit Fernwärme zu versorgen.

Mögliche Betriebsstörungen und Anlagenausfälle können hierbei die Ertragslage negativ beeinflussen. Um diese Risiken zu minimieren werden die Anlagen regelmäßig revidiert und gewartet. Weiterhin werden die Mitarbeiter intensiv geschult. Sollte es dennoch zu Anlagenausfällen kommen, stehen Möglichkeiten zur Umsteuerung der Abfälle im Rahmen des EEW-Anlagenverbunds sowie das EEW-eigene Zwischenlager in Salzgitter zur Verfügung.

Das Forderungsmanagement unterliegt einer laufenden Überwachung durch die Geschäftsführung. Hierzu gehört die Überwachung der Bonität von Kunden und deren Zahlungsverhalten. Forderungsausfallrisiken bestehen daher nicht bzw. nicht in erheblichem Umfang.

Allgemeine Prozessrisiken werden im Risikobericht der Gesellschaft abgebildet. Hieraus entstehende Risiken werden vom Management regelmäßig überwacht. Soweit erforderlich werden hierzu entsprechende Vorsorgen getroffen.

Derzeit sind der Geschäftsführung keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bekannt.

Chancen

Die EEW Hannover profitiert von Erfahrungen und Weiterentwicklungen im EEW-Anlagenverbund. Die daraus resultierenden Effekte können zu einer Senkung der Kosten und damit zu einer Verbesserung des Ergebnisses beitragen. Ferner haben die hohe Mengenverfügbarkeit sowie der Einsatz von Klärschlamm zur Senkung des Abfallheizwertes einen positiven Einfluss auf die Durchsatzleistung der Anlage. Seit dem 01.01.2020 erfolgt die Stromvermarktung über die in der Muttergesellschaft angesiedelte Abteilung Energiewirtschaft im Anlagenverbund mit den Anlagen in Helmstedt und Stapelfeld. Die sich daraus ergebenden Skaleneffekte können zu positiven Ergebnisbeiträgen führen und der anlageninterne Energieausgleich zu Kostensenkungen.

5. Ausblick

Der Russland-Ukraine-Krieg und damit verbundene Sanktionen sowie Gegenmaßnahmen können weiterhin negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Weltwirtschaft, die deutsche Wirtschaft und die Preise sowie Verfügbarkeiten von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Materialien sowie Transportkapazitäten im Jahr 2024 haben.

Die Auslastung der Anlage ist derzeit mit überwiegend kommunalen Verträgen, insbesondere durch den Fortbestand des Entsorgungsvertrages mit dem aha, weitgehend gesichert. Wesentlich hierfür ist aber die bundesdeutsche konjunkturelle Entwicklung, die auch eine spürbare Auswirkung auf das Konsumverhalten der Bürger der Region Hannover hat. Für das Geschäftsjahr 2024 wird, vorbehaltlich der weiteren Entwicklung des Russland-Ukraine-Krieges, bei nahezu konstanten Abfallentsorgungserlösen, steigenden Stromvermarktungserlösen sowie preisbedingt geringeren Wärmeerlösen insgesamt mit stark steigenden Umsatzerlösen gerechnet. Stoffstromkosten für die Abfalllogistik werden voraussichtlich ansteigen. Die Geschäftsführung erwartet zusammengefasst einen deutlichen Anstieg des Jahresergebnisses gegenüber dem Berichtsjahr.

Die in 2024 erforderlichen Investitionen betreffen i. W. die Optimierung der Reststoffentsorgung, die Erneuerung des Leitstandes, die Stromerzeugung sowie Maßnahmen zum weiteren Emissionsschutz auf Basis der aktuellen BVT-Schlussfolgerungen (beste verfügbare Technik, auch BREF) und die weitere Performancesicherung der Anlage.

 

Hannover, den 12. April 2024

EEW Energy from Waste Hannover GmbH

Christian Funk

Guido Lücker

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