SODECIA Safety & Interiors GmbHLiquidiert

57439 Attendorn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 11272
Vorher
SODECIA Automotive Europe GmbH
Eingetragen
29.2.2016
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Erwerb, Halten und Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen, Verwaltung von sonstigem eigenen Vermögen sowie Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei anderen Unternehmen, insbesondere bei Kommanditgesellschaften; Entwicklung entsprechender Materialien und Produkte, Entwicklung von Fertigungsprozessen für diese Materialien und Produkte, Entwicklung und Erstellung von Prototypen, Werkzeugen und Vorrichtungen sowie anderen Stahlbauerzeugnissen und sonstigen Bauteilen der Metall- und Kunststoffverarbeitung; Erwerb und Verwertung von Schutzrechten, die sich auf die vorstehende Ziffer beziehen.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Georg Josef Veh
seit 29.5.2020
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

SODECIA Safety & Interiors GmbH (vormals: SODECIA Automotive Europe GmbH)

Attendorn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019

SODECIA Safety & Interiors GmbH

INHALTSVERZEICHNIS

A. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

I. Geschäftsmodell der Gesellschaft

II. Ziele und Strategien

III. Steuerungssystem

IV. Forschung und Entwicklung

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

I. Geschäftsverlauf

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

II: Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

2. Finanzlage

3. Vermögenslage

III. Personal

C. CHANCEN- UND RISIKENBERICHT SOWIE PROGNOSE

I. Chancen- und Risiken

II. Prognose

A. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

I. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die SODECIA-Gruppe versteht sich als Partner weltweiter OEM's (Original Equipment Manufacturer) im Automobilsektor und bietet integrierte Produktlösungen im Bereich Safety & Interior.

Die SODECIA Safety & Interiors GmbH hat als eine Subholding-Gesellschaft die Zielsetzung Ihre Tochtergesellschaften in deren Tagesgeschäft zu unterstützen. Dabei übernimmt die SODECIA Safety & Interiors GmbH die Verwaltung von sonstigen eigenen Vermögen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei anderen Unternehmen. Mit der Entwicklung von Fertigungsprozessen, Erstellung von Prototypen, Werkzeugen, Vorrichtungen sowie anderen Stahlbauerzeugnissen beliefert Sie verschiedene Gesellschaften der SODECIA-Gruppe. Durch das Halten von Patentrechten sichert sie sich einen Marktvorteil. Weiterhin unterstützt die SODECIA Safety& Interiors GmbH bei Vertriebstätigkeiten, insbesondere in seinen Tätigkeiten als Key Account Management und bei dem Einkaufprozess für sämtliche Anschaffungen von Ausgangsmaterialien und Rohstoffen.

Da die Sodecia Safety & Interiors GmbH ihre Leistungen ausschließlich für die Tochtergesellschaften und andren Gesellschaften der SODECIA-Gruppe erbringt, ist ihre Entwicklung mit diesen Gesellschaften stark verbunden.

II. Ziele und Strategien

Die SODECIA-Gruppe verfolgt die Vision "Adding value to our customers". Diesem Grundsatz zufolge ist die Schaffung und Präsentation von innovativen Lösungen für die Kunden unserer Tochtergesellschaften ein übergeordnetes Ziel bei dem die SODECIA Safety & Interiors GmbH unterstützt. Zudem bilden Investitionen in fortschrittliche und moderne Technologien für uns die Basis, um auch zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben.

III. Steuerungssystem

Unsere Gesellschaft wird unter Berücksichtigung der Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, EBIT und Eigenkapitalquote gesteuert.

IV. Forschung und Entwicklung

Der Bereich Forschung und Entwicklung der Sodecia Safety & Interiors GmbH wird komplett von dem unternehmensinternen Technologiezentrum (PCC) abgewickelt und dient dazu unsere Tochtergesellschaften mit sämtlichen Leistungen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung zu unterstützen.

Die F&E-Aktivitäten verteilen sich auf drei Bereiche. Im Bereich der angewandten Forschung/ Zweckforschung wird anhand von bestehenden Marktbedürfnissen Grundlagenforschung betrieben. Unsere Entwickler prüfen bereits bestehende Produkte auf mögliche Verbesserungen und entwickeln darüber hinaus neue Prototypen. Hierbei orientieren sie sich stark an den aktuellen Marktgeschehnissen und -bedürfnissen. Zu diesem Zweck steht unser Technologiezentrum in engem Kontakt mit dem Verkaufs-Team, um die Prototypen an unsere Kunden weitergeben zu können.

In der projekt- und serienbegleitenden Entwicklung werden Kundenwünsche aufgenommen und umgesetzt. Hierbei prüft unser Technologiezentrum, inwiefern diese Kundenwünsche produktseitig umsetzbar sind und welche alternativen Möglichkeiten bestehen. Dabei versuchen wir stets, auf alle Kundenwünsche einzugehen und diese qualitativ hochwertig umzusetzen.

Der dritte Bereich ist die anwendungsorientierte Entwicklung. Hierbei geht es insbesondere um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess der von unseren Tochtergesellschaften angebotenen Produkte. Ziel ist es, bei bestehenden Produkten die Qualität zu sichern und stetig zu verbessern. Das Technologiezentrum arbeitet dabei bei Bedarf eng mit dem produzierenden Werk zusammen.

Insgesamt besteht eine intensive Zusammenarbeit zwischen dem Vertrieb, dem Technologiezentrum und unseren produzierenden Tochtergesellschaften. Dies ist die Basis für eine erfolgreiche Produktentwicklung und Kundenbindung.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

I. Geschäftsverlauf

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2019 war weltwirtschaftlich durch ein gemäßigtes Wachstum gekennzeichnet. Dabei lag das Wachstum der Weltwirtschaft, allen ökonomischen und politischen Risiken zum Trotz, mit 2,9% etwa 0,7 Prozentpunkte unter dem des Vorjahreswertes. Die weltweite Nachfrage nach Automobilen war dagegen gegenüber dem Vorjahr rückläufig.

Die europäische Wirtschaft verzeichnete im Kalenderjahr 2019 ein BIP-Wachstum von 1,1% und sank damit gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte. Damit wuchs die Eurozone in 2019 bereits im siebten Jahr in Folge. Der stetige und breit angelegte Aufschwung der deutschen Wirtschaft aus 2017 (+2,5%) und 2018 (+1,5%) kommend befand sich 2019 noch im Wachstum allerdings konnten mit einer Zunahme von +0,6% den Vorjahreswert nicht mehr erreichen. Im europäischen Vergleich lag das deutsche Wirtschaftswachstum 2019 damit unter dem Durchschnitt aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU).

Die Produktionskapazitäten waren im Kalenderjahr weiter gut ausgelastet, die Beschäftigungen sowie Investitionen stiegen weiter und die Verbraucherpreise blieben relativ stabil. Dies zeigt sich auch im Zuwachs des Bruttoinlandproduktes, das mit 0,6%3 in 2019 nur knapp unter dem Durchschnitt der Europäischen Union liegt. Die deutsche Wirtschaft ist damit das neunte Jahr in Folge gewachsen und liegt in 2019 unter dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von +1,2 %.

2. Geschäftsverlauf

Das Kerngeschäft der SODECIA Safety & Interiors GmbH besteht darin ihre Tochtergesellschaften in den Bereichen Vertrieb, Einkauf, Erstellung von Prototypen und Erstellung von Fertigungsprozessen zu unterstützen.

Dabei werden folgenden finanziellen Leistungsindikatoren bei der Steuerung des Unternehmens beachtet. Die Entwicklung im Vergleich zu 2018 wird anhand der folgenden Tabelle deutlich:

2019 2018 Veränderung
Umsatzerlöse in TEUR 7.124 7.315 -191
Eigenkapitalquote * 46,03% 31,54% -5,57%
EBITDA in TEUR -3.039 -2.787 -253

* 2019 inkl. der zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleisteten Einlagen

Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 konnten Umsatzerlöse von insgesamt TEUR 7.124 erzielt werden. Im Vergleich zu 2018 sind diese um rund TEUR 192 gesunken.

Ein wesentliches Ziel der SODECIA Safety & Interiors GmbH ist es, eine möglichst hohe Eigenkapitalquote zu erreichen, um die unternehmerische Handlungsfreiheit zu unterstützen. Im Dezember 2019 wurde von uns eine Einlage für die beschlossene Kapitalerhöhung geleistet. Das diese zum Stichtag im Handelsregister nicht eingetragen war, wird sie unter zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleisteten Einlagen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2019 war unsere Gesellschaft unter Berücksichtigung der zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleisteten Einlagen mit 46,03 % durch Eigenkapital finanziert. Im Vorjahr betrug die Eigenkapitalquote 31,54 %.

II. Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich für den Zeitraum vom 1. Januar - 31. Dezember 2019 wie in der folgenden Tabelle dar. Im Vergleich enthält die zweite Spalte die Ertragslage aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr 2018:

Ertragslage
in Tsd. EUR
01.01.-31.12.2019 01.01.-31.12.2018
in TEUR in % in TEUR in %
Umsatzerlöse 7.124 100,00 7.316 100,00
Bestandsveränderung 0 0 0 0
Gesamtleistung 7.124 100,00 7.316 100,00
Material- und Leistungsaufwand -2.948 -41,38 -2.526 -34,53
Rohgewinn 4.176 58,62 4.789 65,47
Sonstige betriebliche Erträge 275 3,86 446 6,09
Personalaufwand -5.380 -75,53 -5.374 -73,46
Sonstiger betrieblicher Aufwand -2.109 -29,61 -2.648 -36,19
Betriebliche Aufwendungen ohne Abschreibungen -7.215 -101,28 -7.576 -103,56
EBITDA -3.039 -42,66 -2.787 -38,09
Abschreibungen auf Anlagevermögen -183 -2,57 -148 -2,02
EBIT -3.222 -0,45 -2.934 -40,11
Finanzergebnis -325 -4,56 1.640 22,42
Sonstige Steuern -8 -0,12 -8 -0,10
Gesamtergebnis vor Steuern -3.556 -49,92 -1.302 -17,80
Ertragssteuern -32 -0,45 -172 -2,35
Jahresfehlbetrag -3.588 -50,36 -1.474 -20,15

Der Umsatz sank im Berichtsjahr leicht um 2,62 % auf TEUR 7.124 (Vorjahr 7.316). Der Rückgang resultiert insbesondere aus den rückläufig erbrachten Unterstützungsleistungen.

Der Materialaufwand 2019 beträgt TEUR 2.948 und liegt damit TEUR 421 über dem Aufwand des Vorjahres. Der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung liegt 2019 bei 41,38 % und ist somit gegenüber dem Vorjahr um knapp 7 Prozentpunkte gestiegen. Wesentlicher Grund für diese erhöhten Materialaufwendungen sind gestiegene Fremdleistungen insbesondere im Entwicklungsbereich sowie die Reduktion der Gesamtleistung.

Aufgrund des Anstiegs der Materialaufwendungen im Geschäftsjahr 2019 ist der Rohertrag überproportional gesunken und beträgt 59 % der Gesamtleistung. Dies ist insbesondere in den gestiegenen nicht weiterbelastbaren Aufwendungen im Rahmen unserer Entwicklungstätigkeit zurück zu führen.

Der Personalaufwand im Jahr 2019 beträgt TEUR 5.380 und veränderte sich kaum im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: TEUR 5.374). Im Verhältnis zur Gesamtleistung beläuft sich der Personalaufwand auf 75,53 % (Vorjahr 73,46 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich im Berichtsjahr um TEUR 538 auf TEUR 2.109 (Vorjahr TEUR 2.648). Der Rückgang ist insbesondere im besseren Kostenmanagement sowie weggefallen Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Ausgliederung eines Teilbereiches unserer Gesellschaft im Vorjahr zurück zu führen.

Die Abschreibungen sind mit TEUR 183 (Vorjahr TEUR 148) gestiegen. Die Abschreibungsquote in Bezug auf die Umsätze beträgt 2,57 % (Vorjahr 2,02 %) und ist somit nur geringfügig angestiegen.

Die Zinserträge im Geschäftsjahr 2019 belaufen sich auf TEUR 57 (Vj. TEUR 37) und ergeben sich aus Darlehensverträgen mit unserer Tochtergesellschaft SODECIA Safety & Interiors Attendorn GmbH, die Darlehenszinsen zahlt. Demgegenüber stehen Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 382 (Vj. TEUR 343). Erträge aus Beteiligungen, die im Jahr 2018 noch erwirtschaftet wurden (TEUR 1.946) gab es im Geschäftsjahr 2019 nicht. Somit ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein negatives Finanzergebnis von TEUR 325 (Vorjahr TEUR 1.640).

Der Jahresfehlbetrag hat sich gegenüber 2018 um TEUR 2.114 auf TEUR 3.588 deutlich erhöht.

2. Finanzlage

Die Entwicklung der Finanzlage ist nachfolgend durch die Entwicklung des Cash Flow dargestellt:

2019
In TEUR
2018
In TEUR
Liquide Mittel am 1. Januar 2019 2.226 481
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -3.198 -769
Cashflow aus Investitionstätigkeit -6.014 11.848
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 7.097 -9.334
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -2.115 1.745
Liquide Mittel am 31. Dezember 2019 112 2.226

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Jahr 2019 TEUR -3.198. Das entspricht einem Rückgang von TEUR 2.428 gegenüber dem Geschäftsjahr 2018. Diese Verschlechterung resultiert im Wesentlichen aus den im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Zahlungseingängen aus Forderungen denen einem Anstieg von Zahlungen für Lieferantenverbindlichkeiten gegenübersteht.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr 2019 TEUR -6.014. Die liquiden Mittel wurden hier insbesondere dafür eingesetzt der SODECIA Safety & Interiors Attendorn GmbH ein Darlehen zu gewähren. Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass die Finanzlage unter Berücksichtigung der Unterstützung durch unser Mutterunternehmen insgesamt als stabil zu bezeichnen ist. Unser Finanzmanagement stellt sicher, dass wir die Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmen.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 2019 beträgt TEUR 7.097. Es wurde eine neue Einlage von der Muttergesellschaft SODECIA Participacoes Sociais, SGPS, S.A., Maia/ Portugal erbracht. Gleichzeitig konnten Teile eines Darlehens bei einem Kreditinstitut vertragsgemäß getilgt werden.

Um die Liquiditätssituation zukünftig weiter verbessern zu können soll durch gezieltes Working Capital Management und ein aktives Liquiditäts- und Kostenmanagement die Gesellschafft auch in Zukunft jederzeit in der Lage sein, den finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Geplant ist eine kontinuierliche Verbesserung des operativen Cash Flows, sodass die Gesellschaft zukünftig in der Lage sein wird, Investitionen selbstständig zu finanzieren. Bei Finanzierungsbedarf von Großprojekten wird die Gesellschaft darüber hinaus durch Darlehen der Muttergesellschaft unterstützt.

Die Liquidität unserer Gesellschaft ist durch Darlehen von Banken und Darlehen von unserer Muttergesellschaft gesichert.

3. Vermögenslage

Zum Bilanzstichtag ergibt sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag folgende verkürzte Übersicht der Vermögenslage:

Aktiva

31.12.2019 31.12.2018
in TEUR in % in TEUR in %
Anlagevermögen 52.646 88,03% 52.758 87,03%
Umlaufvermögen 7.092 11,86% 7.825 12,91%
Rechnungsabgrenzung 68 0,11% 39 0,06%
59.806 100,00% 60.622 100,00%

Passiva

Eigenkapital 27.532 46,03% 19.120 31,54%
Fremdkapital 32.275 53,97% 41.503 68,46%
59.806 100,00% 61.973 100,00%

Das Anlagevermögen hat sich zum Vorjahr leicht vermindert und liegt zum 31. Dezember 2019 bei TEUR 52.646 (Vorjahr: TEUR 52.758).

Das Umlaufvermögen zum 31. Dezember 2019 beträgt TEUR 7.092. Im Vergleich zum Vorjahr ist es um TEUR 734 gesunken. Dies ist insbesondere im Rückgang der liquiden Mittel aufgrund des negativen Cashflows und die gegenläufig stichtagsbedingt deutlich gestiegenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen.

Die Veränderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft ist 2019 durch den Jahresfehlbetrag 2019 sowie die die nicht zum Eigenkapital gehörenden zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleisteten Einlagen gekennzeichnet. Das Eigenkapital hat sich unter Hinzurechnung der zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleisteten Einlagen im Geschäftsjahr 2019 von TEUR 19.120 auf TEUR 27.532 erhöht.

Das Fremdkapital beträgt zum 31. Dezember 2019 TEUR 32.275. Die Veränderung des Fremdkapitals ist insbesondere auf die reduzierten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie Kreditinstituten, denen gestiegene sonstige Rückstellungen gegenüberstehen, zurückzuführen.

III. Personal

Unsere Mitarbeiter gehören zu unseren wichtigsten und wertvollsten Ressourcen, deren Fertigkeiten, Kompetenzen und Leistungen den höchsten Stellenwert innerhalb unseres Unternehmens einnehmen. Es ist unser Ziel, ihre Fähigkeiten optimal einzusetzen und ihnen die bestmögliche Entfaltung zu ermöglichen.

Unsere Abteilung für Human Resources begleitet unsere Beschäftigten daher aktiv auf ihrem Berufsund Karriereweg und fördert die Entwicklung unserer Talente. Als wesentlicher Teil unserer unternehmerischen Wertschöpfung nimmt die Personalarbeit somit eine zentrale Stellung ein, sind unsere Mitarbeiter und die Art und Weise der Zusammenarbeit in unserer Organisation doch Garanten für unseren gegenwärtigen und zukünftigen Erfolg.

Im Berichtsjahr beschäftigte die SODECIA Safety & Ineriors GmbH 57 Mitarbeiter (Vorjahr 54), ausschließlich Gehaltsempfänger. Der Frauenanteil liegt bei 23 % (Vorjahr 22 %).

C. CHANCEN- UND RISIKENBERICHT SOWIE PROGNOSE

I. Risiken & Chancen

Da die SODECIA Safety & Interiors GmbH ihre Leistungen nur ihren Tochtergesellschaften und weiteren Gesellschaften der SODECIA-Gruppe anbietet, sind deren Risiken und Chancen mit denen der SODECIA Safety & Interiors GmbH stark verbunden.

Seit einigen Jahren hat die SODECIA-Gruppe für alle ihre verbundenen Unternehmen, entsprechend den portugiesischen Anforderungen auf dem Gebiet "Corporate Governance", Rahmenbedingungen und Regelwerke für die Gesellschaften installiert. Das eingerichtete RMS ist ein global koordiniertes Werkzeug zum umfassenden Risikomanagement aller Geschäftsaktivitäten. Damit werden für jede Business Unit, so auch für die SODECIA Safety & Interios GmbH, Risiken identifiziert, bewertet und priorisiert, um so vorbeugende Maßnahmen zur Sicherung unserer Geschäftsaktivitäten, zum Schutz der Mitarbeiter, der Umwelt und zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit zu definieren und umzusetzen. Die Beachtung gesetzlicher Bestimmungen und Auflagen von Versicherern und Behörden vervollständigen die Maßnahmen des Risikomanagements. Durch Markt- und Wettbewerbsanalysen sowie regelmäßiges Benchmarking in- und außerhalb der Gruppe, wird das RMS komplettiert.

Zu unseren internen Steuerungs- und Kontrollsystemen gehört u. a. das Management Model, hinter dem sich ein internes Steuerungssystem verbirgt, welches durch eine optimierte Meeting- und Reportingkultur geprägt ist. Dabei werden auf Monats-, Zweiwochen-, Wochen- und Tagesebene Abweichungen (Produktivität, Kundenabrufe, Gesamtleistung, Cash-Flow, Rohertragsmarge, EBITDA, EBIT, Working Capital, Eigenkapitalquote, etc.) zu unseren internen, geplanten Zielen eruiert und kommuniziert, so dass die Geschäftsleitung zielgerichtete Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Grundlage dafür bildet der konzerneinheitliche rollierende Planungs- und Budgetierungsprozess, der sich mit den operativen Risiken aus Veränderungen des geschäftlichen Umfelds befasst.

Die SODECIA Gruppe ist als Zulieferer der bedeutendsten OEMs, also der Original Equipment Manufacturer der Automobilbranche, ein Akteur auf dem internationalen Automobilmarkt. Chancen sehen wir dabei aufgrund unserer Erfahrungen insbesondere im Angebot von umfangreicheren Safety & Interiors Bauteilen mit einer gesteigerten Komplexität und Wertschöpfung, um neue Entwicklungsund Produktionsaufträge zu akquirieren.

Infolge der schwankenden Produktionsvolumina in der Automobilindustrie ist auch die Nachfrage nach Produkten unserer Tochtergesellschaften Schwankungen unterlegen. Diesem Risiko wird von unseren Tochtergesellschaften mit einer fortlaufenden zeitnahen Produktionssteuerung und einer fortlaufenden Überwachung und Planung und von uns einer Anpassung der nachgefragten Unterstützungsleistungen entgegengewirkt.

Die Elektroauto-Branche wird in Zukunft aufgrund diverser Verbrauchs- und Abgasnormen weiterhin einen wesentlichen Stellenwert einnehmen. Hier sehen wir für unsere Gruppe sowohl eine Chance als auch ein Risiko.

Der Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland, in deren Folge erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft erwartet werden, die sich auch auf die Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaften der SODECIA Safety & Interiors GmbH auswirken können (z.B. durch Aussetzung bzw. Verschiebung oder Kündigung von Aufträgen, Wegfall von fest geplanten laufenden Serienumsätzen, Lieferschwierigkeiten von Zulieferern, Zahlungsschwierigkeiten bis hin zu Insolvenzen von Kunden, Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit durch ordnungspolitische Maßnahmen, Personalausfälle, Verzögerungen von geplanten Investitions- und/oder Instandhaltungsmaßnahme) stellen ein wesentliches Risiko dar. In der Folge sind mögliche finanzielle Auswirkungen für die SODECIA Safety & Interiors GmbH bislang nicht gänzlich abschätzbar.

Darüber hinaus besteht jederzeit die Möglichkeit, dass zum jetzigen Zeitpunkt unbekannte Risiken und Chancen unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen könnten. Um dem entgegenzuwirken beobachten wir stets die Marktgeschehnisse, um frühzeitig reagieren zu können. Mit unseren international aufgestellten Fachbereichen, wie Vertrieb, Einkauf, Projektmanagement und Entwicklung, sind wir gut aufgestellt, um auf von außen wirkenden Veränderungen schnell und effizient reagieren zu können.

Die Gesamtrisikosituation hat sich für unsere Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert und ist als befriedigend zu beurteilen. Bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert.

II. Prognose

Als Folge der Covid19 Pandemie, rechnete das Kieler Institut für Weltwirtschaft bereits im März mit einem harten Konjunktureinbruch, gefolgt von einer starken Gegenbewegung. Die Folgen der Corona Pandemie unterbrechen die sich abzeichnende zaghafte Belebung der deutschen Konjunktur jäh und kosten über einen Prozentpunkt an Wirtschaftsleistung in 2020. So dürfte das BIP in Deutschland in 2020 um über 1,0 Prozent schrumpfen, 2021 dann um 2,3 Prozent zulegen. Ein solcher konjunktureller V-Effekt ist auch für den Euroraum und die Weltkonjunktur zu erwarten. Der staatliche Haushaltssaldo dürfte dieses Jahr nur noch leicht positiv und 2021 leicht negativ sein. Damit ergibt sich eine Rezession der Weltproduktion gegenüber den Vorjahren.4 Auf Grund der Covid19 Pandemie sind die Konsequenzen bezüglich der Zulassungs- und Verkaufs-/ bzw. Absatzsituation für das Jahr 2020 aus heutiger Sicht nicht final absehbar. Allerdings ist weltweit von einem Absatzrückgang am Automobilmarkt auszugehen. Die Konjunkturaussichten sowohl in Deutschland, als auch in Europa und weltweit haben sich in den Monaten April bis Juni noch einmal deutlich verschlechtert. Wir gehen davon aus, dass sich das Geschäft unserer Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr und in Bezug auf die Entwicklung der Umsatzerlöse, auf einem deutlich rückläufigen Niveau bewegen wird. Trotzdem erwarten wir, auch aufgrund der eingeleiteten Optimierungsmaßnahmen, eine deutliche Verbesserung des immer noch EBIT. Für 2021 erwarten wir einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse bei den leicht positiven EBIT.

 

Attendorn, 6. Juli 2020

Rui de Lemos Monteiro, Geschäftsführer

Georg Veh, Geschäftsführer

André Manuel Dias Freitas, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 52.646.451,37 52.758.392,19
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 191.686,00 217.913,00
II. Sachanlagen 2.957.959,24 3.043.673,06
III. Finanzanlagen 49.496.806,13 49.496.806,13
B. Umlaufvermögen 7.091.779,91 7.825.476,59
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.980.127,05 5.599.307,45
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 111.652,86 2.226.169,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 68.169,76 38.541,16
Bilanzsumme, Summe Aktiva 59.806.401,04 60.622.409,94

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 15.531.859,79 19.119.568,07
I. gezeichnetes Kapital 20.900.000,00 20.900.000,00
II. Verlustvortrag 1.780.431,93 306.317,21
III. Jahresfehlbetrag 3.587.708,28 1.474.114,72
B. zur Durchführung der Kapitalerhöhung geleistete Einlagen 12.000.000,00 0,00
C. Rückstellungen 929.767,16 609.458,60
D. Verbindlichkeiten 31.312.274,12 40.858.063,27
E. Rechnungsabgrenzungsposten 32.499,97 35.320,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 59.806.401,04 60.622.409,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 4.450.671,00 5.234.971,79
2. Personalaufwand 5.380.411,96 5.373.963,39
a) Löhne und Gehälter 4.752.955,16 4.740.828,63
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 627.456,80 633.134,76
davon für Altersversorgung 34.440,23 31.154,71
3. Abschreibungen 183.299,00 147.650,80
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 183.299,00 147.650,80
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.109.433,86 2.647.594,33
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 6.603,32 3.510,07
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 1.946.105,03
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 1.946.105,03
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 57.179,30 36.920,01
davon aus verbundenen Unternehmen 54.318,32 36.740,01
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 382.306,65 343.169,80
davon an verbundene Unternehmen 157.557,40 24.062,48
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 31.910,82 172.140,63
9. Ergebnis nach Steuern -3.579.511,99 -1.466.522,12
10. sonstige Steuern 8.196,29 7.592,60
11. Jahresfehlbetrag 3.587.708,28 1.474.114,72

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

SODECIA Safety & Interiors GmbH, Attendorn

I. Allgemeine Angaben

Die SODECIA Safety & Interiors GmbH hat ihren Sitz in Attendorn. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Siegen unter HRB 11272 geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt worden.

Die dem Jahresabschluss 2019 zugrundeliegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 238 bis 283 HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB und hat größenabhängige Erleichterungen bei der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch genommen.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 auf der Grundlage der Unternehmensfortführung ("Going-Concern") aufgestellt (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rückstellungen, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rückstellungen sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).

Aktiva

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und werden linear über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Sie werden im Durchschnitt über 3 Jahre linear abgeschrieben. Patente werden mit einer Nutzungsdauer zwischen 10 und 14 Jahren abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear vorgenommen.

Die Abschreibungszeiträume basieren auf der jeweils betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens belaufen sich auf 3 bis 33 Jahre. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die unterjährig erworben wurden, werden zeitanteilig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Bei Werten unter € 250,00 werden sie hingegen sofort als Aufwand verbucht.

Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. ihrem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen erfolgen erst bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung.

Umlaufvermögen

Der Bestand an Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist zum Nennwert abzüglich notwendiger Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bewertet. Das gleiche gilt für geleistete Anzahlungen.

Der Kassenbestand sowie das Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rückstellungen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines Gesamtsteuersatzes für Gewerbe- und Körperschaftsteuer von 30,00 %. Aktive latente Steuern resultieren überwiegend aus zeitlichen Differenzen bei Gegenständen des Sachanlagevermögens und beim Ansatz von Rückstellungen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 wird - wie im Vorjahr - das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB dahingehend ausgeübt, dass auf den Ansatz aktiver latenter Steuern bzw. des sich nach Saldierung mit passiven latenten Steuern ergebenden aktiven latenten Steuerüberhangs verzichtet wird.

Passiva

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen wurden nach Maßgabe des § 253 HGB ermittelt, berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit den Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gemäß § 253 Abs. 1 HGB notwendig sind. Beträgt ihre Restlaufzeit mehr als ein Jahr, werden die Rückstellungen mit einem der jeweiligen Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind erhaltene Vorauszahlungen für künftige Zeiträume zeitanteilig abgegrenzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in EURO

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Die unterjährige Verbuchung erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs vom letzten Tag des Vormonats.

Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht anzuwenden.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Finanzanlagen enthalten folgende Beteiligung mit einer Beteiligungsquote von mehr als 20%.

Name, Sitz Höhe des Anteils am Kapital
in %
Eigenkapital
in TEUR
Jahresergebnis
in TEUR
Sodecia Automotive Polanka, sk, Leskovec/ Tschechische Republik * ** 100,00% 9.299 2.083
SODECIA Safety & Interiors Attendorn, Attendorn * 94,90% 30.924 -7.247
SODECIA India Private Limited, Tamil Nudu/ Indien *** 69,52% 4.676 -144

* Ergebnis und Eigenkapital 2018

** Umrechnungskurs zum 31.12.2018 25,7828 CZK

*** abweichendes Wirtschaftsjahr zum 31.03.2019; Umrechnungskurs 78,0528 IND

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. T€ 6.980 (Vorjahr: T€ 5.599) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 6.523; Vorjahr: T€ 4.780) enthalten Forderungen aus Darlehen (T€ 4.360; Vorjahr: T€ 2.528), sowie aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.076 (Vorjahr: T€ 2.252). Aufgrund einer USt-Organschaft besteht eine Forderung gegenüber der SODECIA Safety & Interiors Attendorn GmbH i. H. v. T€ 87. Es bestehen keine Forderungen gegenüber Gesellschaftern.

Eigenkapital

Das Stammkapital i. H. v. T€ 20.900 blieb im Vergleich zum Vorjahr (T€ 20.900) unverändert.

Aufgrund Gesellschafterbeschluss vom 18. Dezember 2019 wurde eine Stammkapitalerhöhung von um € 12,0 Mio. beschlossen. Die Zahlung erfolgte im Dezember 2019. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 24. Februar 2020. Zum 31. Dezember 2019 wurde dieser Betrag unter dem Posten zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen ausgewiesen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen enthalten im Wesentlichen solche für ausstehende Eingangsrechnungen und Personal in Form von ausstehenden Bonuszahlungen, Abfindungszahlungen und nicht genommenen Urlaub der Arbeitnehmer. Weiterhin wurden für die Aufwendungen für die Erstellung des Jahresabschlusses sowie der Steuererklärungen 2019, die Jahresabschlussprüfung 2019 sowie die Umsatzsteuer-Sonderprüfung 2017 Rückstellungen gebildet.

Verbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2019 gab es wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Zum 31. Dezember 2019 gab es wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer fünf Jahre.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 8.551; Vorjahr: T€ 13.441) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 650 (Vorjahr: T€ 720) und USt-Verbindlichkeiten auf einer USt-Organschaft in Höhe von T€ 401 (Vorjahr: T€ 709). Weiterhin bestehen immer noch Verbindlichkeiten aus der Spaltung mit der SODECIA Automotive Europe GmbH in Höhe von T€ 4.511 (Vorjahr: T€ 4.511).

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind zudem Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 2.989 (Vorjahr: T€ 7.486) enthalten. Darauf entfallen auf Lieferungen und Leistungen T€ 34 (Vorjahr: T€ 472) und auf Darlehen gegenüber Gesellschaftern T€ 2.955 (Vorjahr: T€ 7.014).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 215 (Vorjahr: T€ 115) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 6,6 (Vorjahr T€ 3,5) enthalten.

Erträge aus Beteiligungen

Erträge aus Beteiligungen wurden im Geschäftsjahr nicht erwirtschaftet (Vorjahr T€ 1.946).

V. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit ein bis fünf Jahre
Restlaufzeit über fünf Jahre
Mietverträge unbewegliches Anlagevermögen 144.000,00 288.000,00 0,00
Lizenzen und Wartungen 21.829,00 0,00 0,00
Leasingverträge bewegliches Anlagevermögen 33.144,36 23.841,71 0,00
198.973,36 311.841,71 0,00

Der Vorteil der Miet- oder Leasinggeschäfte besteht insbesondere in der geringeren Kapitalbindung. Bei Immobilienmietverträgen ist zudem die Anmietung einem Erwerb vorzuziehen, um im Falle der Beendigung von Leistungsverträgen einzelner Objekte nicht das Verwertungsrisiko der jeweiligen Immobilie tragen zu müssen. Risiken bestehen in der langfristigen Bindung an die jeweiligen Vertragspartner. Ferner besteht ggf. zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeiten das Risiko, dass keine Einigung über die Verlängerung der Verträge erzielt werden kann.

Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen insgesamt T€ 432.

Belegschaft

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 54 Arbeitnehmer (Vorjahr: 53 Arbeitnehmer).

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Geschäftsführung

Geschäftsführer sind:

Rui de Lemos Monteiro, Vila Nova de Gaia/ Portugal, Vorstandsvorsitzender, Präsident des Verwaltungsrates der Sodecia Holding

João Alberto Branco Novo, Póvoa do Varzim / Portugal, Accounting & Tax Corporate Director, (10. Dezember 2018 bis 26. Februar 2020)

Sérgio Yamashita, Attendorn, Restructuring & Integration Director der SODECIA Safety & Interios GmbH (10. Dezember 2018 bis 26. Februar 2020)

Georg Veh, Wittlich, Chief Operations Officer (seit dem 26. Februar 2020)

André Manuel Dias Freitas, Maia/Portugal, Chief Financial Officer (seit dem 26. Februar 2020)

VI. Nachtragsbericht

Die SODECIA Safety & Interiors GmbH ist als Führungsholding und als Dienstleister im Automotive Bereich wesentlich von der Coronakrise betroffen. Die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) führt zum einen zu Umsatzeinbrüchen bei den Tochtergesellschaften, die sich negativ auf die Ertragslage der Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr durch verminderte oder keine Dividendenausschüttungen auswirken. Des Weiteren werden technische Dienstleistungen sowie sonstige Dienstleistungen aus dem Bereich Einkauf und Verkauf in geringerem Umfang abgerufen und erbracht und führen damit zu verminderten Umsätzen. Forderungsausfälle sind bisher nicht festzustellen und werden derzeit nicht erwartet. Die Liquidität des Unternehmens ist aktuell durch die Unterstützung unseres Mutterunternehmens gesichert. Die Gesellschaft nimmt Unterstützungsleistungen, die von der Bundesregierung verabschiedet worden sind, teilweise in Anspruch. Die wirtschaftliche Situation der wesentlichen Beteiligungsunternehmen wird fortlaufend bewertet. Es bestehen zum Erstellungszeitpunk keine Risiken, die das Unternehmen in seinem Fortbestand gefährden.

Mutterunternehmen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der SODECIA PARTICIPAÇÕES SOCIAIS, SGPS, S.A., Maia/ Portugal, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Diese erstellt einen für die SODECIA S&I befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 291 HGB, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Dieser ist am Sitz der SODECIA PARTICIPAÇÕES SOCIAIS, SGPS, S.A. in 4470-177 Maia, Portugal, erhältlich.

 

Attendorn, 6. Juli .2020

Rui de Lemos Monteiro, Geschäftsführer

Georg Veh, Geschäftsführer

André Manuel Dias Freitas, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019

Sodecia Safety & Interiors GmbH, Attendorn

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anlagevermögen 01.01.2019
Zugänge
Abgänge
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 271.368,61 0,00 -2,00 271.366,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.687.565,15 46.414,05 0,00 2.733.979,20
2. Technische Anlagen und Maschinen 61.272,50 0,00 0,00 61.272,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 429.602,58 24.954,13 -8,00 454.548,71
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 49.496.806,13 0,00 0,00 49.496.806,13
Gesamtsumme Anlagevermögen 52.946.614,97 71.368,18 -10,00 53.017.973,15
Abschreibungen
Anlagevermögen 01.01.2019
Zugänge
Abgänge
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.455,61 26.225,00 0,00 79.680,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.226,09 78.197,05 0,00 97.423,14
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.707,50 5.265,00 0,00 7.972,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 112.833,58 73.611,95 0,00 186.445,53
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme Anlagevermögen 188.222,78 183.299,00 0,00 371.521,78
Restbuchwerte
Anlagevermögen 31.12.2019
31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 191.686,00 217.913,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.636.556,06 2.668.339,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 53.300,00 58.565,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 268.103,18 316.769,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 49.496.806,13 49.496.806,13
Gesamtsumme Anlagevermögen 52.646.451,37 52.758.392,19

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.07.2020 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SODECIA Safety & Interiors GmbH, Attendorn

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SODECIA Safety & Interiors GmbH, Attendorn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SODECIA Safety & Interiors GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter- falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 7. Juli 2020

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Harald Wimmer, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Dennler, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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