Neidhardt Rohstoff GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Zacherle seit 21.5.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 61.55% | |
| 38.45% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Neidhardt GmbHMemmingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr von 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014
Anhang zum Jahresabschluss vom 31. Dezember 2014Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB sowie nach ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gesellschaft weist an zwei aufeinander folgenden Abschlussstichtagen die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich einer Angabe in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten der Angabe im Anhang ausgeübt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanz ist nach Gewinnverwendung aufgestellt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Der Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen wurde die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes zugrunde gelegt. Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 410 wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Dabei wurden auch die Kosten der allgemeinen Verwaltung und Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen und betriebliche Alterversorgung gem. §255 Abs. 2 S. 3 HGB einbezogen. Für Bestandsrisiken werden ausreichende Abschläge gebildet. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt verlustfrei. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, soweit vorhanden, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 wird auf den Anlagespiegel verwiesen, der Bestandteil dieses Anhangs ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 521.115,53 (Vj. EUR 928.330,46) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, ebenso die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 25.819,98 (Vj. EUR 2.403,16). Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 1.033,26 (Vj. EUR 1.351,53). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten zum 31.12.2014 keine Forderungen an Gesellschafter. Aktive Rechnungsabgrenzung Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthaltenen ein Disagiobetrag in Höhe von EUR 6.520,53 (Vj. EUR 10.362,15). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Für die Verbindlichkeiten bestehen im üblichen Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 969.991,40 (Vj. TEUR 799). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 262.098 (Vj. TEUR 262). Sonstige Angaben Gewinnabführungsvertrag Sei dem 10.12.2008 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin HaZa Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Memmingen (geändert am 4.12.2014). Das Jahresergebnis des Geschäftsjahrs 2014 wurde vollständig abgeführt. Haftungsverhältnisse Zugunsten verbundener Unternehmen bestehen Bürgschaften im Gesamtumfang von EUR 1.707.722,13 (Vj. EUR 1.967.123,08). Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen weitere Verpflichtungen in Höhe von EUR 840.000,00 (Vj. EUR 1.020.000,00). Sachverhalte, die auf eine wahrscheinliche Inanspruchnahme aus dem Haftungsobligo schließen lassen, sind nicht ersichtlich. Anzahl der Arbeitnehmer Es wurden durchschnittlich 61 (VJ: 59) Arbeitnehmer, davon 10 (VJ: 8) Angestellte und 49 (VJ: 49) gewerbliche Arbeitnehmer, und 2 (VJ: 2) Auszubildende beschäftigt. Anteilsbesitz Die Gesellschaft ist zum Ende des Berichtsjahrs an folgenden Firmen zu mehr als 20% beteiligt:
Leasingverpflichtungen
Geschäftsführung Herr Mario Wiersch, Baienfurt Herr Wolfgang Zacherle, Dietenheim Frau Ursula Hartmannsgruber, Ulm Die Summe der Geschäftsführerbezüge beträgt EUR 165.316 Anlagenspiegel zum 31.12.2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 20141. Geschäftsverlauf 2014 Absatz und Preisentwicklung für Regranulate verliefen zu Beginn des Jahres 2014 stabil. Die Überhänge an Fertigwaren bei den Regranulierern verhinderten trotz guter Nachfrage höhere Preise bei den Regranulaten. Trotz steigender Preise für Neuware konnte diese Entwicklung nicht im Markt durchgesetzt werden. Die hohen Lagerbestände konnten jedoch deutlich reduziert werden. Die Entwicklung der Zielpolymeranlage für die Aufarbeitung von PE/PA-Folien konnte durch die Beteiligung von Finanzinvestoren weiterentwickelt werden. Hier konnten auch durch die Erweiterung der Wertschöpfungskette hin zu Masterbatch wichtige Entwicklungsschritte vollzogen werden. Die durchgeführten Tests verliefen allesamt positiv und die externe Qualitätsüberwachung zeigte gute Ergebnisse. Wenig positiv verlief die Entwicklung des Systemgeschäfts durch die Novellierung der Verpackungsverordnung. Als Folge hiervon halbierten sich die Erlöse bei Branchenlösungen, was ein Hauptgrund für den Ergebnisrückgang in 2014 war. 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Der Umsatz hat sich in 2014 gegenüber 2013 um 3,3% auf TEUR 9.288 verringert. Gleichzeitig ist das EBIT auf TEUR 635 gestiegen. Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag TEUR 9.510 und liegt damit um 10% über dem Vorjahresniveau. Zum Bilanzstichtag war das Anlagevermögen dabei durch Eigenkapital (80%) und im Wesentlichen durch langfristiges Fremdkapital gedeckt. Investitionen in Sachanlagevermögen erfolgten in Höhe von TEUR 315. Das Eigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 21% der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr mit 23%. Die Ursache der reduzierten Eigenkapitalquote ist die erhöhte Bilanzsumme bei gleichzeitiger Gewinnabführung an die Muttergesellschaft. Die Liquidität der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres gesichert. 3. Ausblick auf 2015 Die Absatzlage von Granulaten hat sich weiter verbessert. Lagerbestände können in 2015 weiter abgebaut werden. Die Lagerbestände der Regranulierer haben sich weitgehend aufgelöst. Durch die Novellierung der Verpackungsverordnung ist der gesamte Markt für Branchenlösungen zusammen gebrochen, dies wirkt sich negativ auf die Ertragslage des Unternehmens aus. Die Unsicherheiten aus der Erstattung der EEG-Umlage sind durch die Aufnahme von Recyclern in die anteilige Befreiung von der EEG Umlage verschwunden. Dies dürfte sich positiv auswirken. Die Fertigstellung der PE/PA Recyclinganlage wird voraussichtlich im 4. Quartal 2015 erfolgen. Danach strebt die Neidhardt GmbH Wachstum durch Dienstleistungsaufträge für die Betreibergesellschaft der Anlage an. Ebenso werden die Erträge durch Vermietung von Gebäude und Anlage voraussichtlich deutlich stabilisiert. 4. Risiken Chancen, aber auch Risiken ergeben sich aufgrund erheblicher Investitionen in innovative Anlagen. Die Gesellschaft investiert wesentlich in die Entwicklung einer Zielpolymeranlage zur Trennung von PE/PA. Ab dem 4. Quartal 2015 geht die Anlage voraussichtlich in Betrieb. Aktuell sind keine technischen oder finanziellen Hinderungsgründe bekannt. Im Jahr 2015 haben sich die Risiken aus EEG-Befreiung reduziert durch die Hereinnahme von Recyclern in die Befreiungsliste. Dies gibt eine höhere Planungssicherheit für 2015 und folgende Jahre. Die Geschäftsführung beobachtet diese und auch die sonstigen Risiken, insbesondere Risiken aus Marktpreisentwicklungen, sehr detailliert und zeitnah. Auf nachteilige Entwicklungen kann daher umgehend reagiert werden. 5. Chancen Im Zusammenhang mit der Zielpolymerauflösung von Verbundkunststoffen ist bei der Neidhardt GmbH mit erheblichen Umsatzsteigerungen zu rechnen. Die Weiterentwicklung der Zielpolymeranlage zum innovativen Produkt bietet für die Neidhardt wesentliche zukünftige Umsatz- und Ertragschancen. Auch wird das zu erwartende neue Wertstoffgesetz für zusätzliche Chancen bei qualitativ hochwertigen Recyclingprozessen sorgen. 6. Organisationsentwicklung Im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme der Zielpolymeranlage ist der weitere Ausbau der Kapazitäten und eine Neuordnung der Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erwarten. 7. Personal Die Neidhardt GmbH bildet die Mitarbeiter in allen Geschäftsbereichen selbst aus. Es wird zunehmend über die Plastfol s.r.o. Personal aus der Slowakei und Ungarn bei Neidhardt eingestellt. 8. Investitionen Die Investitionen von insgesamt TEUR 585 betrafen mit TEUR 315 das Sachanlagevermögen und mit TEUR 270 die Finanzanlagen. Die Investitionen im Bereich Energiemanagement sind vorläufig abgeschlossen. Das Zertifikat ISO 50001:2011 wurde erteilt. 9. Beschaffung von Rohstoffen Die Möglichkeit der Einsetzbarkeit von unterschiedlichen Rohstoffen nimmt durch die enge Kooperation mit der Trenntechnik Ulm GmbH weiter zu. Ziel ist es, die Nischenmärkte für Verbunde weiter zu intensivieren und weitere Zielpolymere verfügbar zu machen. Die Lohnverarbeitung für Trenntechnik wird für Neidhardt ein immer wichtigeres Rohstoff-Beschaffungsfeld werden. 10. Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten wir mit einem Forschungsinstitut zusammen. Dies wird derzeit in einem Kooperationsvertrag verhandelt. 11. Nachtragsbericht Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs sind keine wesentlichen Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Memmingen, im März 2015 Die Geschäftsführung Mario Wiersch Wolfgang Zacherle Ursula Hartmannsgruber Der nachfolgend abgedruckte Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständig aufgestellten Jahresabschluss. BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen des Gesellschaftsvertrags liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 des HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ulm, den 30. Oktober 2015 Dr. Florian Lang, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater |
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