Oscar Tauer Inhaber Günther Stephan
Selbe AdresseGlasergewerbe
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffen Matthias Rau seit 23.3.2026 | Geschäftsführer |
Gunnar Schmidt seit 25.11.2014 | Geschäftsführer |
Florian Enns seit 18.12.2009 | Prokura |
Peter Kraus vom Cleff seit 3.7.2008 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Georg von Holtzbrinck GmbH & Co.KGStuttgartKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart, und die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG, Stuttgart Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart, der Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung und der Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 24. Mai 2022 Ernst
& Young GmbH
Heubach, Wirtschaftsprüfer Fischer, Wirtschaftsprüferin Konzern-Gesamtergebnisrechnung Für den Zeitraum vom 1. Januar - 31. Dezember 2021Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstiges Ergebnis
Konzern-Kapitalflussrechnung Für den Zeitraum vom 1. Januar - 31. Dezember 2021
1) Darin enthalten sind erhaltene Zinsen aus
Untermietverträgen in Höhe von 2,1 Mio €
(Vj.: 2,1 Mio. €).
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, StuttgartAktiva
Passiva
Konzern-Eigenkapital-Verlagsgruppe Georg
Konzernanhang 2021[1] Allgemeine Informationen An der Spitze der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck stehen zwei rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbundene Unternehmen: die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG sowie deren Komplementärin, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung, beide mit Sitz in Stuttgart (Deutschland). Diese beiden Unternehmen bilden eine wirtschaftliche Einheit und werden daher als einheitliches Mutterunternehmen unter der Bezeichnung "Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck" in den Konzernabschluss einbezogen. Die Geschäftsführung hat den Konzernabschluss am 23. Mai 2022 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Die Hauptaktivitäten des Mutterunternehmens und seiner Tochterunternehmen (nachfolgend zusammen auch "Holtzbrinck Publishing Group") umfassen im In- und Ausland die Geschäftsfelder "Macmillan Publishers" (Buchgeschäft), "Holtzbrinck Science and Education" (Macmillan Learning) und "Holtzbrinck Digital, Information & Services" (Digital Science, ZEIT Verlagsgruppe und sonstige Unternehmen) und das Joint Venture Springer Nature. Des Weiteren tätigt die Holtzbrinck Publishing Group Investitionen in junge, neue und digitale Geschäftsmodelle über Investment Funds. Im Geschäftsjahr 2021 wurden verschiedene Transaktionen im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services getätigt. Die Holtzbrinck Publishing Group erwarb Anteile an der Fairview Research LLC, New Haven CT/USA und veräußerte die Gesellschaften gutefrage.net GmbH, München, highfivve GmbH, München und aboutbooks GmbH, Stuttgart. Im Vorjahr wurde das Nettovermögen der verkauften Gesellschaften gemäß IFRS 5 als "Zur Veräußerung gehalten" ausgewiesen. [2] Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS Der Konzernabschluss der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck wurde in Übereinstimmung mit den zum Abschlussstichtag am 31. Dezember 2021 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt. Ergänzend wurden die nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet. [3] Grundsätze der Aufstellung des Konzernabschlusses Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Anteile ohne beherrschenden Einfluss an voll konsolidierten Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft sowie Put-Optionen unterliegende Anteile ohne beherrschenden Einfluss, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Der Konzernabschluss wird in Euro (im Folgenden auch €), der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte in Millionen € (Mio. €) angegeben. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt worden. [4] Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Holtzbrinck Publishing Group hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die aufgeführten neuen bzw. überarbeiteten IFRS angewandt.
Die Geschäftsjahre 2022 ff. betreffend:
[5] Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Abschlussstichtag bestehende wesentliche Quellen möglicher Schätzungsunsicherheiten werden nachfolgend erläutert. Die Holtzbrinck Publishing Group erstellt jährlich eine strategische Planung. Diese Planung wird als Basis für die Bilanzierung und Bewertung der nachfolgenden Bilanzposten herangezogen:
Ermessensspielräume liegen zudem bei der Bewertung von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerten, Schulden und Eventualschulden nach IFRS 3 vor. Diese konkretisieren sich in der Höhe der Amortisation stiller Reserven, latenter Steuern sowie der Nutzungsdauern. Ebenso bestehen bei der Bewertung von Autorenrechten Ermessensspielräume hinsichtlich der zugrunde gelegten Absatzerwartung der jeweiligen Titel. Bei der Bewertung von Finanzinstrumenten, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden, bestehen im Rahmen der Anwendung von Bewertungsmodellen Ermessensspielräume. Dies betrifft auch die Bewertung von Beteiligungen und schließt die Bewertung von Investmentfunds ein, deren Ermittlung anhand anerkannter Bewertungsmethoden wie der DCF-Methode und Multiple-Verfahren sowie der Ableitung aus jüngsten Finanzierungsrunden erfolgt. Die Ermittlung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt auf Basis historischer Kreditverlustquoten für Gruppen finanzieller Vermögenswerte mit ähnlichen Risikoeigenschaften und zukunftsgerichteter Informationen, darunter kundenspezifische Informationen und Prognosen künftiger wirtschaftlicher Bedingungen. Durch die Corona Pandemie strukturell gestiegenen Ausfallrisiken wurde hierbei Rechnung getragen. Darüber hinaus werden Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Method") für leistungsorientierte Altersversorgungspläneermittelt, die auf Annahmen und Schätzungen hinsichtlich des Abzinsungssatzes, der Rentenentwicklung, der Lebenserwartung sowie auf weiteren Einflussfaktoren beruhen. Eine Veränderung der zugrunde liegenden Parameter kann zu Änderungen des Bilanzansatzes führen. Bei Vorliegen von Remissionsrechten, im Wesentlichen für Printprodukte, müssen Schätzungen in Bezug auf das erwartete Remissionsvolumen vorgenommen werden. Zur Ermittlung der erwarteten Remissionen werden statistisch ermittelte Rückgabequoten herangezogen. Die Anwendung von IFRS 16 verlangt von der Holtzbrinck Publishing Group Annahmen zu treffen, die Einfluss auf die Bewertung der Nutzungsrechte und der Leasingverbindlichkeit haben. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung der Verlängerungsoptionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung bzw. Nichtausübung solcher Optionen werden bei der Vertragslaufzeit nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind. Entsprechend findet dies Anwendung bei der Laufzeitbestimmung von Untermietverhältnissen. [6] Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Grundlagen der Konsolidierung Der Konzernabschluss beinhaltet die Abschlüsse der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und der von ihr beherrschten Tochterunternehmen. Beherrschung wird erlangt, wenn die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck die Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Der Einbezug von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss kann eine Anpassung der Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen erforderlich machen, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die in der Holtzbrinck Publishing Group zur Anwendung kommenden anzugleichen. Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Unternehmenszusammenschlüsse und Entkonsolidierungen Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt bemessen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Schulden, einschließlich bedingter Verbindlichkeiten, werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger nicht beherrschender Anteile. Dabei werden einheitliche Rechnungslegungsmethoden angewendet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Ein nach erneuter Überprüfung verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Anpassungen bedingter Kaufpreisbestandteile, die zum Zeitpunkt des Erwerbs als Verbindlichkeit ausgewiesen werden, werden erfolgswirksam erfasst. Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt entweder zum beizulegenden Zeitwert (sog. "Full-Goodwill-Methode") oder zum anteilig beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten. Nach erstmaligem Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, wodurch auch ein Negativsaldo bei nicht beherrschenden Anteilen entstehen kann. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben ist eine Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert von zum Zeitpunkt des Beherrschungsübergangs gehaltenen Anteilen vorzunehmen. Transaktionen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, werden erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen erfasst. Zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts werden jegliche verbleibende Anteile erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet. In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeschrieben, wertberichtigt oder aufgelöst. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken. Dabei liegt jedoch keine Beherrschung vor. Gemeinsame Vereinbarungen, bei denen gemeinschaftliche Führung mit einer oder mehreren anderen Partei(en) ausgeübt wird, werden als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) klassifiziert, wenn die Parteien Rechte am Nettovermögen besitzen. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die nachfolgenden Grundsätze gelten gleichermaßen für assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Anteile an nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen werden in der Konzernbilanz mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital ausgewiesen, das um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Nettovermögen sowie außerplanmäßige Abschreibungen und Zuschreibungen nach dem Erwerbszeitpunkt angepasst wird. Verluste, die den Anteil des Konzerns an nach der Equity- Methode konsolidierten Unternehmen übersteigen, werden nicht erfasst, sofern keine rechtliche oder faktische Verpflichtung zur Verlustübernahme besteht. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Teil des gesamten Buchwerts des Unternehmens auf Werthaltigkeit geprüft. Ertrags- und Aufwandsrealisierung Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt in Einklang mit dem fünfstufigen Modell des IFRS 15 grundsätzlich dann, wenn die Verfügungsgewalt (Kontrolle) auf den Kunden übertragen wurde, die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen der Holtzbrinck Publishing Group wahrscheinlich zufließen wird. Dabei ist jeweils zu prüfen, ob die Verfügungsgewalt zeitraum- oder zeitpunktbezogen auf den Kunden übergeht. Für Verträge mit Kunden, bei denen der Verkauf von Gütern, vor allem von Büchern und Zeitschriften, nach allgemeiner Erwartung die einzige Leistungsverpflichtung darstellt, erfolgt die Erlösrealisierung zu dem Zeitpunkt, an dem die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert auf den Kunden übergeht. Erwartete Remissionen werden als Remissionsverbindlichkeiten und die daraus resultierenden Herausgabeansprüche innerhalb der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Die Veränderung der Remissionsverbindlichkeit wird mit dem Umsatz verrechnet, die Veränderung der Herausgabeansprüche mit den entsprechenden Aufwandspositionen. Der Konzern gewährt seinen Kunden in einigen Geschäftsbereichen Online Zugriff auf digitale Inhalte über einen lizenzierten Zeitraum. Der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung hängt nach IFRS 15 davon ab, ob ein Recht auf Zugriff auf das geistige Eigentum über den gesamten Lizenzierungszeitraum oder ein Recht auf Nutzung der Lizenzerteilung eingeräumt wird. Die zugrunde liegenden Verträge werden insbesondere dahingehend analysiert, ob der Kunde wesentlichen Veränderungen am geistigen Eigentum ausgesetzt ist oder ob das geistige Eigentum in Bezug auf Inhalt und Umfang über die Vertragslaufzeit unverändert in dem bei Vertragsschluss definierten Zustand bleibt. Während Lizenzerlöse aus gewährten Nutzungsrechten zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs realisiert werden, erfolgt die Realisierung von Lizenzerlösen aus den Zugangsrechten zeitraumbezogen über die Vertragslaufzeit. Die Holtzbrinck Publishing Group erhält Vorauszahlungen von Kunden, typischerweise zu Beginn der entsprechenden Vertragsperiode. In Übereinstimmung mit IFRS 15 weist der Konzern diese Vorauszahlungen separat in der Bilanz als abgegrenzte Erträge in der Position "Erhaltene Anzahlungen" unter den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten aus. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwerte) Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswerts, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Darüber hinaus werden immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer auf mögliche Wertminderungen untersucht, sobald hierfür konkrete Anhaltspunkte vorliegen. Der Restwert, die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung erfolgswirksam behandelt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Vielmehr werden bei diesen Vermögenswerten mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit Werthaltigkeitstests durchgeführt. Jährlich wird zudem überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird der Vermögenswert fortan nach den Grundsätzen für immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer behandelt. Ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert wird nur in der Entwicklungsphase, d. h. bei Vorliegen aller nach IAS 38 erforderlichen Voraussetzungen, mit seinen Herstellungskosten aktiviert. Diese umfassen alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten, angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten sowie zurechenbare Fremdkapitalkosten. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit Erreichen der Betriebsbereitschaft linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2021 sind wie im Vorjahr keine Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Forschungs- und Entwicklungskosten, welche die Aktivierungskriterien in IAS 38 nicht vollständig erfüllen, wurden im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 11,8 Mio. € (Vorjahr: 14,2 Mio. €) erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden linear über folgende voraussichtliche Nutzungsdauern abgeschrieben:
Geschäfts- oder Firmenwerte Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz als Residualgröße berechnet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden ergibt. In den auf einen Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderung untersucht. Darüber hinaus werden Werthaltigkeitstests durchgeführt, wenn konkrete Sachverhalte darauf hindeuten, dass der beizulegende Zeitwert den Buchwert unterschreiten könnte. Hierzu muss der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, ab dem Erwerbszeitpunkt all jenen Zahlungsmittel generierenden Einheiten bzw. Gruppen von Zahlungsmittel generierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet werden, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen. Dies gilt unabhängig davon, ob diesen Einheiten oder Gruppen von Einheiten bereits andere Vermögenswerte oder Schulden des Konzerns zugewiesen worden sind. Für Zwecke der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, wird der erzielbare Betrag einer Zahlungsmittel generierenden Einheit dem Buchwert gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag ist der jeweils höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme (Nutzungswert). Liegt der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit unter dem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten .Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte" erfasst. Wird ein Teil einer Zahlungsmittel generierenden Einheit veräußert und ist der betreffenden Zahlungsmittel generierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet, wird dem Veräußerungsergebnis auch ein Teilabgang des Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit zugerechnet. Der abgehende Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich entsprechend den Regelungen des IAS 36 aus dem Verhältnis der abgehenden zu den verbleibenden Zeitwerten, sofern nicht eine andere Berechnung zu einem wirtschaftlich sinnvolleren Ergebnis führt. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zuordenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden einbezogen, soweit es sich um qualifizierende Vermögenswerte nach IAS 23 "Fremdkapitalkosten" handelt. Die Vornahme planmäßiger Abschreibungen erfolgt grundsätzlich nach der linearen Methode und beginnt mit der Fertigstellung der Vermögenswerte bzw. mit dem Erreichen des betriebsbereiten Zustands. Der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang oder der Stilllegung eines Vermögenswerts wird als Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts bestimmt und erfolgswirksam erfasst. Die Bestimmung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wird unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vorgenommen. Sachanlagen werden über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:
Leasing Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird im Einklang mit IFRS 16 getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen festgelegten Zeitraum zu kontrollieren. Im Geschäftsjahr 2021 lagen im Wesentlichen Vereinbarungen vor, nach denen die Holtzbrinck Publishing Group Leasingnehmer ist. Daneben werden angemietete Büroflächen untervermietet. Die Holtzbrinck Publishing Group bilanziert gemäß IFRS 16 grundsätzlich alle Leasingverhältnisse anhand eines Rechts auf Nutzung des geleasten Vermögenswertes sowie einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit. Ausgenommen sind kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Gesamtlaufzeit von maximal zwölf Monaten sowie Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert. Für diese wendet die Holtzbrinck Publishing Group die Anwendungserleichterungen an und erfasst Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand. Zu Beginn einer Leasingvereinbarung erfasst die Holtzbrinck Publishing Group eine Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts aller über die Vertragsdauer zu leistenden Leasingzahlungen, unter Anwendung laufzeit-, währungs- und risikospezifischer Grenzfremdkapitalkosten. Dies beinhaltet neben fixen Leasingzahlungen auch variable Zahlungen, Zahlungen bei Ausübung einer Kaufoption, wenn die Wahrnehmung der Option hinreichend sicher ist, sowie Strafzahlungen bei vorzeitiger Beendigung des Leasingverhältnisses sofern die zugrunde gelegte Laufzeit dies berücksichtigt. Nutzungsrechte an den geleasten Vermögenswerten werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt planmäßig linear über den Zeitraum des Leasingverhältnisses. Die Nutzungsrechte werden bei etwaigen künftigen Vertragsanpassungen dahin gehend analysiert, ob sich Auswirkungen auf deren Bewertung ergeben. Mitte 2020 wurde die IASB-Verlautbarung "Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzessionen (Änderung an IFRS 16)" veröffentlicht, die optionale Erleichterungsmöglichkeiten für Leasingnehmer zur Bilanzierung von Covid-19-bedingten Mietkonzessionen (Stundungen, Erlasse) enthält. Die Holtzbrinck Publishing Group verzichtet auf die Anwendung dieser gewährten praktischen Erleichterungen. Wertminderung von Nutzungsrechten, Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (außer Geschäfts- oder Firmenwerte) An jedem Abschlussstichtag wird beurteilt, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrags vorgenommen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cash Flows unter Zugrundelegung eines Diskontierungssatzes, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert diskontiert. Wertminderungsaufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte" ausgewiesen. An jedem Abschlussstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird dann aufgehoben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands Änderungen in den Schätzungen ergeben haben, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, wird der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag erhöht, maximal jedoch bis auf denjenigen Buchwert, der sich nach Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen ergeben würde, wenn in Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Periodenergebnis erfasst. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen. Finanzinstrumente - Finanzielle Vermögenswerte Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus den Forderungen, den erworbenen Eigenkapital- und Schuldtiteln, den Zahlungsmitteln bzw. Zahlungsmitteläquivalenten und den Derivaten mit positiven beizulegenden Zeitwerten zusammen. Die positiven beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten sind Teil der finanziellen Vermögenswerte. Die Bilanzierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt gemäß IFRS 9. Demnach werden finanzielle Vermögenswerte in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Holtzbrinck Publishing Group ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Gemäß IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte in folgende drei Bewertungskategorien unterteilt:
Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte bei der erstmaligen Erfassung hängt von
ab. Das Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte spiegelt wider, wie ein Unternehmen seine finanziellen Vermögenswerte steuert, um Cashflows zu generieren. Je nach Geschäftsmodell entstehen die Cashflows durch die Vereinnahmung vertraglicher Cashflows, den Verkauf der finanziellen Vermögenswerte oder durch beides. Bestehen die Cashflows ausschließlich aus Tilgungs- und Zinszahlungen (solely payments of principal and interest - SPPI) auf einen ausstehenden Kapitalbetrag wird ein finanzieller Vermögenswert als zu "fortgeführten Anschaffungskosten" oder als "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet" klassifiziert und entsprechend bewertet. Diese Beurteilung wird als SPPI-Test bezeichnet und auf der Ebene des einzelnen Finanzinstruments durchgeführt. Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert sowie im Falle eines finanziellen Vermögenswerts, der nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, zuzüglich der Transaktionskosten. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz, ermittelt. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten, finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten, werden jedoch mit dem gemäß IFRS 15 ermittelten Transaktionspreis bewertet. Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Marktes festgelegt wird (marktübliche Käufe), werden am Handelstag erfasst, d. h. an dem Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Die Folgebewertung von Finanzinstrumenten erfolgt in Abhängigkeit von den Klassifizierungskategorien:
Das Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten hat die Holtzbrinck Publishing Group bis jetzt nicht ausgeübt. Finanzinstrumente - Wertberichtigungen Die Vorschriften zur Wertberichtigung sehen die aufwandswirksame Berücksichtigung künftig erwarteter Verluste der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte bereits bei erstmaliger Erfassung vor. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird der vereinfachte Ansatz verwendet, welcher einen erwarteten Kreditverlust über die Gesamtlaufzeit berücksichtigt. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch verschiedene länderspezifische Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen z.B. Kreditversicherungen, Kundenanzahlungen sowie Verbindlichkeiten aus dem Distributionsgeschäft für Drittkunden. Die erwarteten Kreditverluste werden auf Basis von historischen Ausfallquoten errechnet und um makroökonomische Faktoren des jeweiligen Landes ergänzt. Es werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass die entsprechenden Forderungen nicht oder nicht vollständig einbringlich sind. Die Indikatoren beruhen auf intensiven Kontakten mit den jeweiligen Schuldnern im Rahmen des Forderungsmanagements. Der generelle Ansatz ist für alle weiteren zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte einschlägig (liquide Mittel, Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen und finanzielle Vermögenswerte). Dieser sieht für finanzielle Vermögenswerte ohne signifikant erhöhtes Ausfallrisiko die Ermittlung des erwarteten Ausfalls für die nächsten 12 Monate vor. Sobald ein signifikanter Anstieg des Ausfallrisikos vorliegt, ist der erwartete Ausfall für die Gesamtlaufzeit des finanziellen Vermögenswertes zu ermitteln. Dies tritt ein, wenn der Vertragspartner mit einer Zahlung mehr als 90 Tage überfällig ist sowie Hinweise auf finanzielle Schwierigkeiten vorliegen. Falls sich die finanziellen Schwierigkeiten durch bestimmte objektive Hinweise konkretisieren, handelt es sich um einen finanziellen Vermögenswert mit beeinträchtigter Bonität. Folgende objektive Hinweise der finanziellen Schwierigkeiten eines Vertragspartners können relevant sein: signifikante Änderungen des externen Bonitätsratings, der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des operativen Ergebnisses. Zur Ermittlung des erwarteten Ausfallrisikos werden Ratingklassen mit einer hinterlegten statistischen Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis externer Marktdaten zu Grunde gelegt. Finanzinstrumente - Finanzielle Verbindlichkeiten Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten derivativer Finanzinstrumente zusammen. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn die Holtzbrinck Publishing Group eine vertragliche Verpflichtung besitzt, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich gegebenenfalls angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Derivative Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL), soweit kein Hedge Accounting angewendet wird. Die negativen beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten werden unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert aller über die Vertragsdauer zu leistenden Leasingzahlungen ausgewiesen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Von der Möglichkeit, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten ("Financial Liabilities at Fair Value Through Profit or Loss"; kurz: FLTPL) zu designieren, hat die Holtzbrinck Publishing Group keinen Gebrauch gemacht. Finanzinstrumente - Finanzielle Garantien Wie für alle Finanzinstrumente ist auch für Verbindlichkeiten aus Finanzgarantien eine Zugangsbewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgesehen. Der beizulegende Zeitwert dieser Garantieverbindlichkeiten wird auf Basis der möglichen Zahlungsverpflichtung und der erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeit geschätzt. Zur Ermittlung des erwarteten Ausfallrisikos des Hauptschuldners wird dessen Ratingklasse mit einer hinterlegten statistischen Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis externer Marktdaten zu Grunde gelegt. Finanzinstrumente - Hedge Accounting Die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfolgt unter Anwendung des Wahlrechts nach IFRS 9.7.2.21 weiterhin unverändert nach IAS 39. Die Holtzbrinck Publishing Group setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken ein. Die Holtzbrinck Publishing Group hält oder begibt keinerlei Finanzinstrumente oder derivative Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken. Für die Art der Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist oder nicht. Liegt keine wirksame Sicherungsbeziehung vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird die Sicherungsbeziehung als solche bilanziert. Die Holtzbrinck Publishing Group wendet die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 (Hedge Accounting) für die Sicherung von Bilanzposten und zukünftigen Zahlungsströmen an. Ziel dabei ist es, Volatilitäten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu mindern. Nach Art des abgesicherten Risikos wird unterschieden zwischen "Fair Value-Hedge", "Cash Flow-Hedge" und "Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation" bzw. "Net Investment-Hedge". Ein Fair Value-Hedge sichert den beizulegenden Zeitwert von bilanzierten Vermögenswerten und Schulden. Die Änderung des Zeitwerts der Derivate sowie die Marktwertänderung des Grundgeschäfts, die auf dem abgesicherten Risiko basiert, werden zeitgleich ergebniswirksam erfasst. Ein Cash Flow-Hedge sichert die Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten und Schulden und geplanten Transaktionen sowie fest kontrahierten Transaktionen, aus denen ein Zins- oder Währungsrisiko resultiert. Der effektive Teil eines Cash Flow-Hedges wird im Eigenkapital erfasst. Ineffektive Teile werden, soweit in IAS 39 gefordert, erfolgswirksam gebucht. Die Hedge-Rücklage im Eigenkapital wird reklassifiziert, d. h. in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, wenn das Grundgeschäft erfolgswirksam wird oder der Eintritt des gesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird. Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (Net Investment-Hedge in a Foreign Operation) werden bilanziell analog zu den Cash Flow-Hedges behandelt. Der Gewinn oder Verlust aus dem effektiven Teil des Sicherungsgeschäfts wird dabei im Eigenkapital erfasst. Der Gewinn oder Verlust, der dem ineffektiven Teil des Sicherungsgeschäfts zuzurechnen ist, wird unmittelbar in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zudem sind direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern, wenn der gesicherte ausländische Geschäftsbetrieb (teilweise) veräußert wird. IAS 39 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung des Hedge Accounting. Diese Anforderungen werden von der Holtzbrinck Publishing Group wie folgt erfüllt: Zu Beginn einer Sicherungsmaßnahme wird die Sicherungsbeziehung, das Ziel sowie die Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählt sowohl eine Beschreibung des gesicherten Risikos und die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten oder zukünftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht. Vorräte Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der Vertriebskosten. Wertberichtigungen werden für veraltete Vorräte sowie Bestände mit geringer Umschlagshäufigkeit vorgenommen. Autorenrechte Autorenrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet und beinhalten erworbene Lizenzrechte sowie geleistete Vorauszahlungen an Autoren im Rahmen des vereinbarten Erwerbs von Rechten. Die Autorenrechte werden im Rahmen des Verkaufs der Produkte amortisiert, darüber hinaus werden aufgrund der Verwertungserwartungen angemessene Abschläge vorgenommen. Diese Abschläge werden erfolgswirksam im Materialaufwand erfasst. Wertpapiere Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Zeitwerten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt. Die Wertänderungen werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen erfasst. Liquide Mittel Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie liquiditätsnahe Finanzinvestitionen die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur einem unwesentlichen Risiko von Wertschwankungen unterliegen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und diesen zugehörige Schulden Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und diesen zugehörige Schulden werden nach IFRS 5 bewertet. Als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um zur Veräußerung gehaltene Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder aufzugebende Geschäftsbereiche handeln. Vermögenswerte, die als zur Veräußerung klassifiziert sind, werden in der Konzernbilanz gesondert in einem entsprechenden Posten ausgewiesen. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion übertragen werden, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe bzw. eines aufgegebenen Geschäftsbereichs und werden als "Schulden im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" in der Konzernbilanz ebenfalls gesondert ausgewiesen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und sind zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen bis zu deren endgültiger Veräußerung werden weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital An der Spitze der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck stehen zwei rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbundene Unternehmen: die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG als Personengesellschaft sowie deren Komplementärin, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung als Kapitalgesellschaft. In einer Personenhandelsgesellschaft (GmbH & Co. KG) können die Gesellschafter durch Ausübung eines gesetzlichen Kündigungsrechtes die Gesellschaft zur Auszahlung der Kapitaleinlagen und der auf sie entfallenden Gewinnanteile verpflichten. Das Kündigungsrecht kann zudem nicht durch den Gesellschaftsvertrag ausgeschlossen werden. Derart kündbare Finanzinstrumente sind bei Erfüllung bestimmter Bedingungen als Eigenkapital zu klassifizieren. Zu diesen Bedingungen zählen im Wesentlichen:
Diese Bedingungen sind für die Kommanditanteile und Kapitalrücklagen der Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG aufgrund der gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen gegeben, so dass aufgrund der Anwendung des IAS 32 die Kommanditanteile und Kapitalrücklagen im Konzerneigenkapital ausgewiesen werden. Eine Ergebniszuweisung an Gesellschafter über die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nicht. Der im langfristigen Fremdkapital ausgewiesene Posten "Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital" enthält die langfristigen Gesellschafterdarlehenskonten, die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Anteile ohne beherrschenden Einfluss an voll konsolidierten Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft sowie die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Put-Optionen in Bezug auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss. Diese Finanzinstrumente erfüllen die nach IAS 32 definierten Kriterien hinsichtlich einer Eigenkapitalklassifikation nicht. Die Wertänderungen und Zinsbestandteile der langfristigen Gesellschafterdarlehenskonten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Erfassung der Wertänderungen von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss erfolgt entsprechend der Vorschriften des IFRS 7 und IFRS 9. Pensionsverpflichtungen Die Pensionsrückstellungen für Leistungsansprüche aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") ermittelt, das den versicherungsmathematischen Barwert der bereits er- dienten Anwartschaft reflektiert. Die Bewertung der zukünftigen Verpflichtungen basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden auf einer Nachsteuerbasis im Sonstigen Ergebnis erfasst. Der in den Versorgungszusagen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis (vgl. [16] "Finanzergebnis") gezeigt. Die der Bewertung des Planvermögens zugrunde gelegte Rendite entspricht dem Abzinsungssatz für leistungsorientierte Versorgungszusagen. Erträge aus Planvermögen sind ebenfalls im Finanzergebnis enthalten. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden bei Fälligkeit als Personalaufwand erfasst. Ebenso werden Zusagen für leistungsorientierte Pläne im Personalaufwand erfasst. Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen werden dann angesetzt, wenn die Holtzbrinck Publishing Group eine gegenwärtige, gesetzliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Eine Rückstellung für Restrukturierungsaufwendungen wird erfasst, wenn der Konzern einen detaillierten, formalen Restrukturierungsplan aufgestellt hat, der bei den Betroffenen eine gerechtfertigte Erwartung geweckt hat, dass die Restrukturierungsmaßnahmen durch den Beginn der Umsetzung des Plans oder seiner wesentlichen Bestandteile den Betroffenen gegenüber durchgeführt werden. Sofern die Holtzbrinck Publishing Group für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wie z. B. bei einem bestehenden Versicherungsvertrag, wird die Erstattung nur dann berücksichtigt, wenn sie so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen mit ihrem Barwert angesetzt. In diesem Fall wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst. Latente Steuern Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, zu dem eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden steuerbaren temporären Differenzen zwischen der IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz der Einzelgesellschaften sowie auf entsprechende Konsolidierungsvorgänge. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden im Allgemeinen für alle steuerbaren temporären Differenzen erfasst. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden nicht angesetzt, wenn die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus der erstmaligen Erfassung von anderen Vermögenswerten und Schulden (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) resultieren und im Zugangszeitpunkt weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die im Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben. Latente Steuern werden generell erfolgswirksam erfasst, außer für solche Positionen, die direkt im Eigenkapital gebucht werden. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Holtzbrinck Publishing Group einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche mit den tatsächlichen Steuerschulden hat und wenn sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden. [7] Fremdwährungsumrechnung Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung und der Darstellungswährung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb der Holtzbrinck Publishing Group legt seine eigene funktionale Währung fest. Diese entspricht im Allgemeinen der lokalen Währung. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag werden dann die monetären Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet sind, werden hingegen mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Gewinne und Verluste, die sich aus der Umrechnung ergeben, werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Im Geschäftsjahr 2021 ergaben sich Währungsgewinne von insgesamt 7,8 Mio. € (Vorjahr: 5,2 Mio. €) und Währungsverluste in Höhe von 8,2 Mio. € (Vorjahr: 7,3 Mio. €). Aus der Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse in die funktionale Währung der Muttergesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2021 46,2 Mio. € Währungsgewinne (Vorjahr: 52,4 Mio. € Währungsverluste) im sonstigen Ergebnis erfasst. Ebenso im Sonstigen Ergebnis zu erfassen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind und ihre Rückzahlung auf einen absehbaren Zeitpunkt weder geplant noch wahrscheinlich ist. Umrechnungsdifferenzen werden in diesem Fall bis zur (teilweisen) Veräußerung der Nettoinvestition im Sonstigen Ergebnis und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr 2021 wurden vor Steuern 9,0 Mio. € Währungsverluste (Vorjahr: 20,8 Mio. € Währungsgewinne) aus Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländischen Geschäftsbetrieben im Sonstigen Ergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr gingen keine Anteile an Nettoinvestitionen in ausländischen Geschäftsbetrieben, für die es Absicherungen von Nettoinvestitionen gibt, ab, so dass wie im Vorjahr keine erfolgswirksame Umgliederung in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen wurde. Die für den Konzernabschluss wichtigsten Fremdwährungen sind der US-amerikanische Dollar (kurz: USD bzw. $) und das britische Pfund (kurz: GBP bzw. £). Folgende Devisenkurse wurden für diese Währungen angewandt:
Im Jahresvergleich hat der € zum Stichtag gegenüber dem USD sowie gegenüber dem GBP an Wert verloren. Der Jahresdurchschnittskurs des € gegenüber dem USD ist im Jahresvergleich dagegen gestiegen. Der Jahresdurchschnittskurs des € gegenüber dem GBP ist im Jahresvergleich gefallen. Für die Auswirkungen der Veränderungen der Währungsparitäten auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holtzbrinck Publishing Group wird insbesondere auf die Erläuterungen zu den immateriellen Vermögenswerten (vgl. [22]), Nutzungsrechten (vgl. [23]), den Sachanlagen (vgl. [24]), zum Eigenkapital (vgl. [33]) sowie auf obenstehende Ausführungen zu Währungsgewinnen und -verlusten verwiesen. [8] Konsolidierungskreis und Unternehmenserwerbe In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt vom Mutterunternehmen beherrscht und voll konsolidiert werden. Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, über die zusammen mit anderen Unternehmen gemeinschaftliche Führung ausgeübt wird. Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Bei Transaktionen von Konzernunternehmen mit nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden die Zwischengewinne und -verluste anteilig eliminiert. Insgesamt umfasste der Konsolidierungskreis 122 im Wege der Vollkonsolidierung einbezogene Unternehmen (Vorjahr: 127), davon 62 im Inland (Vorjahr: 69) und 60 im Ausland (Vorjahr: 58). 9 Tochterunternehmen (Vorjahr: 4) sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden und 4 Tochterunternehmen (Vorjahr: 2) wurden erstmals als vollkonsolidierte Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Auf Basis des Gesellschaftsvertrages zwischen den beiden Partnern Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. Zeitverlag Beteiligungsgesellschaft, Stuttgart, und der DvH Medien GmbH, Stuttgart, übt die Holtzbrinck Publishing Group die Kontrolle über die ZEIT Verlagsgruppe (Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG, Hamburg) aus. Beide Parteien halten jeweils 50 % der Geschäftsanteile, die Holtzbrinck Publishing Group hat jedoch die Entscheidungsgewalt zur Bestimmung der maßgeblichen Tätigkeiten hinsichtlich Geschäfts- und Finanzpolitik der ZEIT Verlagsgruppe, welche folglich voll konsolidiert wird. Nach der Equity-Methode (IAS 28) wurden 17 Unternehmen (Vorjahr: 19) bilanziert. Im Geschäftsjahr 2021 erwarb die Holtzbrinck Publishing Group im Wesentlichen im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services Anteile an der Fairview Research LLC, New Haven CT/USA, welche alle Anteile der Fairview Research Barcelona, S.L./Spanien hält. Der Anteilszukauf führt zu einer Vollkonsolidierung der Gesellschaften, die im Vorjahr nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wurden.
Im Geschäftsjahr 2021 veräußerte die Holtzbrinck Publishing Group die Anteile an den Gesellschaften gutefrage.net GmbH, München sowie der highfivve GmbH, München und der about- books GmbH, Stuttgart im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services.
Im Vorjahr wurden ebenfalls aus dem Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services die Geschäftsanteile an der Research Applications and Financial Tracking, Inc., Wilmington New Castle, U.S.A. veräußert. Wesentliche Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Eine umfassende Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB ist als Anlage dem Konzernanhang beigefügt:
1 Anteil bezogen auf die jeweilige
Obergesellschaft
TU = Tochterunternehmen; AU = Assoziiertes Unternehmen; GU = Gemeinschaftsunternehmen [9] Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen Im Posten "Ergebnis aus Anteilen an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen" der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die anteiligen Ergebnisse in Übereinstimmung mit IAS 28 nach Steuern ausgewiesen. Die Holtzbrinck Publishing Group hält 53 % der Geschäftsanteile an dem Joint Venture Springer Nature. Die nachfolgend zusammengefassten Finanzinformationen entsprechen den Beträgen in Übereinstimmung mit dem nach IFRS aufgestellten, für Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode angepassten, Abschluss des Gemeinschaftsunternehmens.
In den vorstehend aufgeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:
Das vorstehend aufgeführte Jahresergebnis enthält folgende Beträge:
Überleitungsrechnung von den dargestellten zusammengefassten Finanzinformationen zum Buchwert der Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss:
Die folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der aggregierten (Konzern-)Gewinn- und Verlustrechnungen sowie der (Konzern-)Bilanzen der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen, die keine Investmentgesellschaften sowie für sich genommen nicht wesentlich sind.
Das Ergebnis aus Anteilen an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung beinhaltet auch Wertänderungen aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert. Diese Finanzinstrumente werden von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen gehalten und nicht an einem aktiven Markt gehandelt. Bei den Beteiligungen handelt sich um Investmentgesellschaften, welche im Wesentlichen in Internetunternehmen investieren. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung [10] Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse haben sich nach Geschäftsfeldern (vgl. auch [1] "Allgemeine Informationen") wie folgt entwickelt:
In den Umsatzerlösen sind Umsätze aus dem Verkauf von Gütern in Höhe von 1.525,9 Mio. € (Vorjahr: 1.372,3 Mio. €) und Umsätze aus Anzeigen sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen in Höhe von 218,7 Mio. € (Vorjahr: 187,8 Mio. €) enthalten. Anhand der aktuellen Zuordnung der Gesellschaften zu den Geschäftsbereichen wurden aus Gründen der Vergleichbarkeit die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. [11] Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Unternehmenstransaktionen und Kursgewinne aus Fremdwährungen. [12] Materialaufwand
In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind Autorenhonorare und Lizenzkosten in Höhe von 352,5 Mio. € (Vorjahr: 322,9 Mio. €) enthalten. [13] Personalaufwand und Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt waren 5.137 (Vorjahr: 5.067) Mitarbeiter bei der Holtzbrinck Publishing Group beschäftigt. [14] Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte
[15] Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Miet- und Leasingkosten enthalten Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen sowie aus Verträgen über geringwertige Vermögenswerte und sind in vollem Umfang zahlungswirksam. Sie werden im Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit ausgewiesen. [16] Finanzergebnis
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten auch die Verzinsung der langfristigen Gesellschafterdarlehenskonten sowie Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 13,1 Mio. € (Vorjahr: 13,7 Mio. €) und Zinserträge aus Untermietverhältnissen in Höhe von 2,1 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €). Die im Zinsergebnis enthaltenen und nach der Effektivzinsmethode berechneten Zinsen werden in [41] "Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten" erläutert. [17] Ertragsteuern An der Spitze der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck stehen zwei rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbundene Unternehmen: Die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG als Personengesellschaft sowie deren Komplementärin, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung als Kapitalgesellschaft. Die Anteile an beiden Gesellschaften werden jeweils von denselben Gesellschaftern gehalten. Als Ertragsteuern sind die gezahlten oder geschuldeten Ertragsteuern (effektive Steuern) sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Im Einklang mit den Regelungen des IAS 12 werden die persönlichen Steuern der Gesellschafter nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in IFRS- und Steuerbilanzen, aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Ertragsteuern wie folgt:
Die latenten Steuererträge resultierten aus der Folgebilanzierung von Unternehmenserwerben, der Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge und aus temporären Unterschieden zwischen steuerlichen Buchwerten und Buchwerten nach IFRS. Die latenten Steuerabgrenzungen (unsaldiert) resultieren aus den einzelnen Bilanzkategorien wie folgt:
Zum 31. Dezember 2021 betrugen die steuerlichen Verlustvorträge, für die noch keine aktiven latenten Steuern erfasst wurden, 275,1 Mio. € (im Vorjahr: 289,9 Mio. €). Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden teilweise auch bei Tochterunternehmen aktiviert, die in vergangenen Perioden Verluste erzielten. Die Werthaltigkeit wird dadurch angenommen, dass Maßnahmen ergriffen werden, die die Ergebnissituation strukturell verbessern werden. Auf temporäre Differenzen in Bezug auf Beteiligungen an konsolidierten Unternehmen in Höhe von 1.316,5 Mio. € (im Vorjahr: 1.392,5 Mio. €) werden keine latenten Steuern angesetzt, da von einer kurzfristigen Ausschüttung der Ergebnisse bzw. einem Verkauf nicht ausgegangen werden kann. Der tatsächliche Steueraufwand in Höhe von 30,3 Mio. € (Vorjahr: 12,1 Mio. €) war im Verhältnis zum Konzernergebnis um 38,3 Mio. € niedriger (Vorjahr: 13,7 Mio. €) als der erwartete Steueraufwand in Höhe von 68,6 Mio. € (Vorjahr: 25,8 Mio. €), der sich bei Anwendung des gewichteten durchschnittlichen Steuersatzes auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben hätte. Dieser durchschnittliche Satz wird aus den erwarteten gewichteten Steuersätzen der einzelnen Konzerngesellschaften ermittelt. Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand in der Holtzbrinck Publishing Group begründen sich wie in der nachfolgenden Tabelle aufgegliedert:
Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Auswirkungen von Akquisitionen, Veräußerungen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises werden im Mittelzufluss aus investiver Geschäftstätigkeit ausgewiesen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf die Erläuterungen und Darstellungen unter [8] "Konsolidierungskreis und Unternehmenserwerbe". Der in der Konzern- Kapitalflussrechnung ausgewiesene Bestand an liquiden Mitteln umfasst Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Im Vorjahr enthält die Position ebenfalls die unter "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" ausgewiesenen liquiden Mitteln. Die von den ausländischen Gesellschaften enthaltenen Beträge werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Hiervon abweichend wird die Liquidität wie in der Konzernbilanz zum Stichtagskurs angesetzt. Der Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel wird gesondert gezeigt. [18] Veränderung der betrieblichen Aktiva Bei den betrieblichen Aktiva handelt es sich um Vorräte sowie um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und finanzielle sowie nicht finanzielle Vermögenswerte der operativen Geschäftstätigkeit. [19] Veränderung der betrieblichen Passiva Die betrieblichen Passiva beinhalten kurzfristige Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und finanzielle sowie nicht finanzielle Verbindlichkeiten aus der operativen Geschäftstätigkeit. [20] Erwerb und Veräußerung von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzinvestitionen Bei dem Erwerb von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzinvestitionen handelt es sich um Mittelabflüsse. Sie unterscheiden sich von den übrigen Zugängen im Anlagenspiegel z. B. dadurch, dass im Anlagenspiegel auch nicht zahlungswirksame Erträge aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen als Zugänge gezeigt werden. Die im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmen erworbenen liquiden Mittel betrugen im Berichtsjahr 1,6 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €). Die im Rahmen des Verkaufs von Tochterunternehmen abgegeben liquiden Mittel betrugen im Berichtsjahr 1,4 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €). Die Gegenleistung in bar für Veräußerungen von Tochterunternehmen im Berichtsjahr beläuft sich auf 9,6 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €). In der Position Ein- / Auszahlungen in sonstige Finanzinvestitionen sind Ein- und Auszahlungen aus Darlehen an nahestehende Unternehmen in Höhe von 75,4 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) enthalten. [21] Ausschüttungen an Eigentümer von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss Unter diesem Posten werden die an Eigentümer von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss im Geschäftsjahr gezahlten Dividenden ausgewiesen. Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva [22] Immaterielle Vermögenswerte
Die für die Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten erforderlichen Zahlungsmittel generierenden Einheiten (ZGEs) werden in Anlehnung an die verschiedenen Geschäftsfelder der Holtzbrinck Publishing Group bestimmt. Im Sinne der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die den verschiedenen ZGEs zugeteilten Firmenwerte auf Ebene der Geschäftsfelder zusammengefasst dargestellt. Die Firmenwerte entwickelten sich wie folgt:
[23] Nutzungsrechte Wesentliche Leasingverhältnisse der Holtzbrinck Publishing Group beinhalten angemietete Büroflächen, technische Anlagen, Fahrzeugleasingverträge sowie mietweise überlassene Betriebs- und Geschäftsausstattung. Mit der Ausnahme von kurzfristigen Leasingverhältnissen sowie geringwertigen Vermögenswerten wird jeder Leasingvertrag durch ein Nutzungsrecht und eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit in der Bilanz dargestellt. Verträge mit variablen Leasingzahlungen, die nicht an einen Kurs oder Index anknüpfen (z.B. umsatzabhängige Leasingentgelte), liegen in der Gruppe nicht vor. Mietverträge für Büroflächen werden in der Regel mit einer Laufzeit zwischen fünf und fünfzehn Jahren abgeschlossen. Die übrigen Miet- und Pachtverträge haben in der Regel Restlaufzeiten zwischen ein und fünf Jahren. Einige Verträge beinhalten Verlängerungsoptionen sowie Preisanpassungsklauseln. Im Jahr 2021 hat das Unternehmen beschlossen, die Büroflächen an den Standorten in New York zu verringern. Dies führte zu einem Wertminderungsaufwand in Höhe von 17,5 Mio. €.
Den Nutzungsrechten stehen Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 323,2 Mio. € (Vorjahr: 318,3 Mio. €) gegenüber.
[24] Sachanlagen
Auf Mietereinbauten in nicht mehr genutzten Büroflächen in New York wurde eine Sonderabschreibung in Höhe von 12,3 Mio. € vorgenommen.
[25] Finanzanlagen Die Finanzanlagen enthalten - wie im Vorjahr - kein Planvermögen, das die jeweiligen Versorgungszusagen zum Stichtag übersteigt ("Defined Benefit Asset"; vgl. auch [36] "Pensionsrückstellungen").
Im Vorjahr beinhaltete die Position Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ein langfristiges Darlehen an das Joint Venture Springer Nature. Mit der Vereinbarung vom 3. März 2021 wurde ein Teil der langfristigen Ausleihung einschließlich aufgelaufener Zinsen in Höhe von 44,9 Mio. Euro zurückgezahlt. Der verbliebene Teil der Ausleihung einschließlich der aufgelaufenen Zinsen in Höhe von 45,2 Mio. Euro wurde am 19. Juli 2021 ausgeglichen. [26] Forderungen aus Finanzierungsleasing
Die Holtzbrinck Publishing Group vermietet einige ihrer Büroflächen unter. Nach IFRS 16 werden für Leasingverhältnisse aus Leasingnehmersicht Nutzungsrechte aktiviert. Dementsprechend erfolgt die Bilanzierung der Untermietverträge auf Grundlage des jeweiligen Nutzungsrechtes. Dies führt bei einigen Unterleasingverhältnissen zu einer Klassifizierung als Finanzierungsleasing. Das entsprechende Nutzungsrecht des Hauptmietvertrages wird ausgebucht und im Gegenzug eine Leasingforderung in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis aktiviert. In Höhe des Differenzbetrags ist ein Ertrag zu erfassen. Als Finanzierungsleasing klassifizierte Untermietverhältnisse führen nach IFRS 16 zu Zins- anstatt zu Mieterträgen. Aus den Untermietverträgen bestehen folgende Forderungen auf künftige Mindestleasingzahlungen:
[27] Vorräte Die Vorräte setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
Abschläge auf die Vorräte werden zur Berücksichtigung von Verwertungsrisiken in angemessener Höhe vorgenommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 25,4 Mio. € (Vorjahr: 30,1 Mio. €) erfolgswirksam im Materialaufwand erfasst. Innerhalb der Holtzbrinck Publishing Group wurden keine Vorräte als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. [28] Autorenrechte Abschläge aufgrund von Verwertungserwartungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 84,0 Mio. € (Vorjahr: 86,5 Mio. €) und wurden im Materialaufwand erfolgswirksam erfasst. [29] Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind regelmäßig nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 90 Tagen. Die Ermittlung der Wertberichtigung basiert gemäß IFRS 9 auf erwarteten Kreditverlusten und bezieht somit auch Erwartungen über die Zukunft mit ein. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird gemäß IFRS 9 der vereinfachte Ansatz angewandt, wonach für diese Forderungen bereits bei der erstmaligen Erfassung erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit erfasst werden. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch verschiedene länderspezifische Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen z.B. Kreditversicherungen, Kundenanzahlungen sowie Verbindlichkeiten aus dem Distributionsgeschäft für Drittkunden. Die erwarteten Kreditverluste werden auf Basis von historischen Ausfallquoten errechnet und um makroökonomische Faktoren des jeweiligen Landes ergänzt. Es wird eine Einzelwertberichtigung vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass die entsprechenden Forderungen nicht oder nicht vollständig einbringlich sind. Die Indikatoren beruhen auf intensiven Kontakten mit jeweiligen Schuldnern im Rahmen des Forderungsmanagements. Die Entwicklung der Wertberichtigung auf der Basis erwarteter Kreditverluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2021 nach IFRS 9 stellt sich wie folgt dar:
Zum 31. Dezember 2020 stellte sich die Entwicklung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:
In der folgenden Tabelle werden die zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste herangezogenen Risikoklassen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die darauf verteilte erwartete Kreditausfallrate zum 31. Dezember 2021 nach dem vereinfachten Ansatz gemäß IFRS 9 dargestellt.
In der folgenden Tabelle werden die zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste herangezogenen Risikoklassen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die darauf verteilte erwartete Kreditausfallrate zum 31. Dezember 2020 nach dem vereinfachten Ansatz gemäß IFRS 9 dargestellt.
[30] Kurzfristige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte
[31] Wertpapiere und Liquide Mittel Die Position "Wertpapiere" setzt sich wie folgt zusammen:
Beim Darlehen Springer Nature handelt es sich um die Beteiligung an einem besicherten, handelbaren Konsortialkredit an das Joint Venture Springer Nature. Dieser wurde im Geschäftsjahr 2021 um 19,4 Mio. € erhöht. Bei den Wertpapieren handelt es sich um fest verzinsliche Schuldtitel sowie Geldmarktfonds und Geldmarktnahe Fonds. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Erwerb von Geldmarktfonds und Geldmarktnahe Fonds zurückzuführen. Bei den liquiden Mitteln handelt es sich um Kassenbestände und kurzfristige Bankguthaben. Die Bankguthaben sind nicht verzinst. [32] Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden Unter dem Posten waren im vergangenen Geschäftsjahr die Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit dem Verkauf der gutefrage.net GmbH, der highfivve GmbH und der about-books GmbH ausgewiesen. Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva [33] Eigenkapital An der Spitze der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck stehen zwei rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbundene Unternehmen: die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG als Personenhandelsgesellschaft sowie deren Komplementärin, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung als Kapitalgesellschaft. In der Personenhandelsgesellschaft (GmbH & Co. KG) können die Gesellschafter durch Ausübung eines gesetzlichen Kündigungsrechtes die Gesellschaft zur Auszahlung der Kapitaleinlagen und der auf sie entfallenden Gewinnanteile verpflichten. Das Kündigungsrecht kann zudem nicht durch den Gesellschaftsvertrag ausgeschlossen werden. Nach IAS 32 sind kündbare Finanzinstrumente bei Erfüllung bestimmter Bedingungen als Eigenkapital zu klassifizieren. Zu diesen Bedingungen zählen im Wesentlichen:
Diese Bedingungen sind für die Kommanditanteile und Kapitalrücklagen der Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG aufgrund der gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen gegeben, so dass die Kommanditanteile und Kapitalrücklagen im Konzerneigenkapital ausgewiesen werden. Die Holtzbrinck Publishing Group hat am 29. November 2013 eine Hybridanleihe in Höhe von 50,0 Mio. € begeben, von der eine Tranche in Höhe von 10,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2020 zurückbezahlt wurde. Die übrigen beiden Tranchen in Höhe von jeweils 20 Mio. €, in Summe 40,0 Mio. €, wurden am 30. Oktober 2019 zurückgekauft und durch neue Schuldverschreibungen mit dem gleichen Nennbetrag und den gleichen Inhabern ersetzt. Die Vergütungs- und Rückzahlungsmodalitäten sind identisch mit den vorherigen Schuldverschreibungen, lediglich die Vergütungssätze und Kündigungstermine wurden neu festgesetzt. Das erste mögliche Kündigungsdatum der bestehenden Schuldverschreibung ist der 30. Oktober 2026. Der Festvergütungssatz beträgt 5,4 % p.a., der variable Vergütungssatz 9,95 % p.a. Die Voraussetzungen, die der Standard IAS 32 an die Klassifizierung als Eigenkapital stellt, sind erfüllt. Das im langfristigen Fremdkapital ausgewiesene "Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital" betrifft die langfristigen Gesellschafterdarlehenskonten, Anteile ohne beherrschenden Einfluss an voll konsolidierten Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft sowie Put-Optionen unterliegende Anteile ohne beherrschenden Einfluss. Diese Finanzinstrumente erfüllen die nach IAS 32 definierten Kriterien hinsichtlich einer Eigenkapitalklassifikation nicht. Die Gesellschafterdarlehenskonten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Wertänderungen und Zinsbestandteile der langfristigen Gesellschafterdarlehenskonten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Erfassung der Wertänderungen und der Zinsbestandteile von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss erfolgt entsprechend der Vorschriften des IFRS 9. Put-Optionen von Minderheiten wurden am Ende der Berichtsperiode aus dem Eigenkapital in das "Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital" umklassifiziert. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt erfolgsneutral. Siehe auch Angabe [34] "Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital". Der Effekt auf die Sicherungsrücklage aus Cash Flow Hedges resultiert aus erfolgsneutral erfassten Gewinnen in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: -0,1 Mio. € Verlust). Wie im Vorjahr wurden keine Gewinne oder Verluste erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Neben den Währungsänderungen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse (2021: 46,2 Mio. €; Vorjahr: -52,4 Mio. €) werden in der Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen auch die Währungseffekte der den Sicherungsinstrumenten zugrundeliegenden Grundgeschäfte ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2021 verminderte sich das Eigenkapital um 9,0 Mio. € durch die Veränderung der Rücklage zur Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (Vorjahr: Erhöhung 20,8 Mio. €; vgl. auch [7] "Fremdwährungsumrechnung"). [34] Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital Das Sonstige von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestellte Kapital setzt sich zum Geschäftsjahresende wie folgt zusammen:
[35] Leasingverbindlichkeiten
Die Aufteilung der diskontierten und undiskontierten Leasingverbindlichkeiten nach Fristigkeiten stellt sich wie folgt dar:
Die Holtzbrinck Publishing Group wendet die Anwendungserleichterungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und geringwertige Vermögenswerte an. Entsprechende Leasingzahlungen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst. [36] Pensionsrückstellungen Für zahlreiche Mitarbeiter wird für die Zeit nach der Pensionierung direkt oder durch Beiträge an Pensionsfonds Vorsorge getroffen. Sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Pensionsverpflichtungen richten sich nach Entgelt und Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter. Die bedeutendsten Altersversorgungspläne bestehen in Deutschland und in den USA. Die Pensionsverpflichtungen und das vorhandene Planvermögen der bestehenden Pensionspläne sind zum Teil demographischen, rechtlichen und ökonomischen Risiken ausgesetzt. Demographische Risiken werden hauptsächlich durch das Langlebigkeitsrisiko der Rentenempfänger bestimmt. Ökonomische Risiken bestehen hauptsächlich durch unvorhersehbare Entwicklungen an den Kapitalmärkten und die damit verbundenen Wechselwirkungen auf das Planvermögen und die Pensionsverpflichtungen. Rechtliche Risiken können aus regulativen Änderungen zu Vorschriften der Vermögensanlage und Mindestdotierungen entstehen. In Deutschland bestehen Pensionsverpflichtungen aufgrund von Einzelzusagen und einer allgemeinen Versorgungsordnung, die im Wesentlichen die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung und die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG betreffen. Neben leistungsorientierten Einzelzusagen bestehen beitragsorientierte Einzelzusagen im Rahmen einer Entgeltumwandlung aufgrund von Vereinbarungen über Gehaltsverzicht, die über Rückdeckungsversicherungen gedeckt sind. Aufgrund einer ab 01.05.1990 in Kraft getretenen Versorgungsordnung, die zum 31.12.2003 für neu eingetretene Betriebsangehörige geschlossen wurde, bestehen leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen auf Basis einer festgelegten Rentenzahlung. Bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden für die demographischen Annahmen die aktuellen Heubeck - Richttafeln 2018 G angewendet. In den USA bestehen ebenfalls leistungsorientierte Pensionspläne. Zum 31. Dezember 2021 und 2020 unterhielt die Unternehmensgruppe Macmillan Publishers Inc., New York/USA, folgende Pensionspläne: (i) einen steuerbegünstigten leistungsorientierten Pensionsplan für bestimmte Mitarbeiter der Bedford, Freeman & Worth Publishing Group, LLC, New York/USA, mit einer Dienstzeit von mehr als sechs Monaten, (ii) einen nicht steuerbegünstigten leistungsorientierten Pensionsplan für bestimmte Mitarbeiter der Macmillan Publishing Group, LLC, New York/USA, und (iii) einen beitragsorientierten Pensionsplan für im Wesentlichen alle Mitarbeiter bestimmter Tochtergesellschaften mit einer Dienstzeit von mehr als sechs Monaten. Die Pensionsleistungen im Rahmen aller leistungsorientierten Pläne der Gesellschaft basieren grundsätzlich auf der Dienstzeit und dem Gehalt der Mitarbeiter, wie jeweils definiert. Die Beiträge zu den Plänen entsprechen den Finanzierungsverpflichtungen auf US-Bundesebene. Zum 31. Dezember 2021 und 2020 unterhielt die Holtzbrinck Publishing Holdings Limited Partnership, New York/USA einen Plan für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für zum 31. Dezember 2008 aktive Mitarbeiter, die ein Alter von mindestens 44 Jahren und eine Dienstzeit von mindestens sieben Jahren bei der Gesellschaft erreicht haben. Nach dem 31. Dezember 2008 wurden keine neuen Planteilnehmer mehr in diesen Plan aufgenommen. Leistungsorientierte Verpflichtungen aus Pensionsplänen (Defined Benefit Obligation) und das in Fonds vorhandene Planvermögen (Plan Assets) werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 (Projected Unit Credit Method) bewertet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die bei der Berechnung zugrunde gelegten wesentlichen, gewichteten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Altersversorgungspläne und ihre Abbildung in der Konzernbilanz:
Die Positionen des Anwartschaftsbarwerts fondsfinanzierter Versorgungszusagen und des Planvermögens sind im Wesentlichen den Unternehmen in USA zuzurechnen und daher in ihrer Veränderung von Effekten aus der Währungsumrechnung von USD nach € beeinflusst. Der Anwartschaftsbarwert aller Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) entwickelte sich wie folgt:
Der Marktwert aller vorhandenen Planvermögen (Plan Assets) entwickelte sich wie folgt:
Das Planvermögen setzte sich wie folgt zusammen:
Der Aufwand für Altersversorgung und Unterstützung aus leistungsorientierten Plänen setzte sich wie folgt zusammen:
Der Zinsaufwand in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) ist Bestandteil des Finanzergebnisses in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Gleiches gilt für die Erträge aus Planvermögen in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €). Der Nettozinsbeitrag errechnet sich durch Anwendung des Abzinsungssatzes auf die Nettoverbindlichkeit bzw. auf den Nettovermögenswert aus leistungsorientierten Plänen zu Beginn jeder Berichtsperiode. Der laufende und nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand schlägt sich als Element der Aufwendungen für Altersversorgung im Personalaufwand nieder. Im Eigenkapital wurden bis zum 31. Dezember 2021 die folgenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgsneutral mit den Übrigen Gewinnrücklagen verrechnet:
Die unterschiedlichen Pensionsverpflichtungen in der Holtzbrinck Publishing Group werden im Inland überwiegend rückstellungsfinanziert und im Ausland überwiegend durch Pensionsfonds abgedeckt. Die Deckung der Pensionspläne durch Planvermögen im In- und Ausland ergibt sich wie folgt:
Die Holtzbrinck Publishing Group rechnet für das kommende Geschäftsjahr 2022 mit Beiträgen zu leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von voraussichtlich 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €). Neben leistungsorientierten Verpflichtungen gewährt die Holtzbrinck Publishing Group Altersversorgungszusagen über beitragsorientierte Pensionspläne ("Defined Contributions Plans"). Bei diesen zahlt die Holtzbrinck Publishing Group aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Personalaufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 5,6 Mio. € (Vorjahr: 4,7 Mio. €). Die nachfolgende Tabelle zeigt eine relative Sensitivitätsanalyse der wichtigsten Annahmen:
Die Sensitivitätsanalysen wurden mittels eines Verfahrens durchgeführt, das die Auswirkung der wichtigsten Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf die leistungsorientierte Verpflichtung extrapoliert. Eine verlängerte Lebenserwartung der Versorgungsberechtigten um 1 % führt zu einem Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtung um 3,87 %. Zum Ende des Berichtszeitraumes beträgt die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung im Inland 13,14 Jahre und im Ausland 10,62 Jahre. [37] Rückstellungen
Die Rückstellungen > 1 Jahr enthielten im Vorjahr im Wesentlichen Verpflichtungen aus der Gründung des Joint Ventures Springer Nature in Höhe von 28,0 Mio. €. Diese wurden im Geschäftsjahr 2021 erfolgswirksam aufgelöst. Restrukturierungsrückstellungen betreffen im Wesentlichen Maßnahmen zur Neuausrichtung und zur Anpassung der Personalkapazitäten von Gruppenunternehmen, die voraussichtlich bis 2022 abgeschlossen sein werden. Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen berücksichtigen erkennbare Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten im Zusammenhang mit schwebenden Geschäften. Es ist zu erwarten, dass diese Kosten innerhalb des nächsten Geschäftsjahres anfallen werden. [38] Langfristige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten
[39] Kurzfristige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten
Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Distribution für Drittkundengeschäft. [40] Haftungsverhältnisse, Leasing- und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Verpflichtungen aus Druckverträgen und Fund Investitionen. Leasingverhältnisse Für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Gesamtlaufzeit von maximal zwölf Monaten sowie Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert, für die die Holtzbrinck Publishing Group die Anwendungserleichterungen des IFRS 16 anwendet und Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst, bestehen folgende Verpflichtungen:
[41] Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten Angaben zur Konzernbilanz Aus den nachfolgenden Tabellen sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen der Kategorisierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente zum Geschäftsjahresende ersichtlich. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine relative Sensitivitätsanalyse der wichtigsten Annahmen:
Finanzielle Verbindlichkeiten 31. Dezember 2021
Aus den nachfolgenden Tabellen sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen der Kategorisierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente zum Geschäftsjahresende des Vorjahres ersichtlich. Finanzielle Vermögenswerte 31. Dezember 2020
Finanzielle Verbindlichkeiten 31. Dezember 2020
Beteiligungen stellen Eigenkapitalinstrumente dar, die nicht auf aktiven Märkten gehandelt werden (Stufe 3). Für nicht börsennotierte Beteiligungen wird der beizulegende Zeitwert auf Basis von nicht beobachtbaren Marktdaten mithilfe von Cashflow-basierten Bewertungsverfahren unter Berücksichtigung des Lebens- und Entwicklungszyklus des jeweiligen Unternehmens ermittelt. Dies schließt auch die Bewertung von Investmentfunds ein, deren Zeitwertermittlung anhand anerkannter Bewertungsmethoden wie der DCF-Methode und Multiple-Verfahren sowie der Ableitung aus jüngsten Finanzierungsrunden erfolgt. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens beinhalten auch eine börsennotierte Beteiligung (Stufe 1). Wertpapiere des Anlagevermögens, Ausleihungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing und sonstige langfristige, finanzielle Vermögenswerte weichen im Buchwert nicht wesentlich von ihrem beizulegenden Zeitwert ab. Alle weiteren kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, haben kurze Restlaufzeiten oder sind handelbar. Daher entsprechen ihre Buchwerte näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten. Gleiches gilt für kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten. Die für derivative Finanzinstrumente ausgewiesenen Buchwerte entsprechen ebenfalls den beizulegenden Zeitwerten. Diese werden anhand der Barwertmethode auf der Basis von aktuellen Referenzkursen des jeweiligen Finanzinstituts unter Berücksichtigung von Terminauf- und Terminabschlägen bestimmt. Positive wie negative Buchwerte entsprechen dem Zeitwert bei "Glattstellen" des Geschäfts zum Stichtag (Stufe 2). Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss mit Put-Optionen sowie an Personenhandelsgesellschaften enthalten Put-Optionen von Minderheitsgesellschaftern, welche als Finanzverbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert auszuweisen sind. Der Konzern kann als Stillhalter im Rahmen bestehender Put-Optionen, die von konzernfremden Gesellschaftern gehalten werden, zum Rückkauf dieser Anteile verpflichtet werden. Bei Ausübung dieser Put-Optionen innerhalb eines festgelegten Zeitraums ist der Konzern dazu verpflichtet, nicht beherrschende Anteile zum geschätzten Marktwert im Zeitpunkt der Ausübung zu erwerben. Zur Ermittlung der Marktwerte der Put-Optionen nicht beherrschender Anteilseigner wird eine Kombination aus Discounted Cashflows und Gewinn-/ Umsatzmultiplikatoren unter Berücksichtigung der jeweiligen Unternehmensplanungen angewendet. In Abhängigkeit von den Marktgegebenheiten können die geschätzten Marktwerte der Put-Optionen der nicht beherrschenden Anteilseigner schwanken. Daher können Discounted Cashflows und Gewinn-/Umsatzmultiplikatoren der finalen Kaufpreisverpflichtungen für die nicht beherrschenden Anteile mit Put-Optionen erheblich von den derzeitigen Schätzungen abweichen. Die Marktwerte der Put-Optionen werden zur Bewertung der Finanzverbindlichkeiten mit einem fristenkongruenten Zinssatz auf den nächsten möglichen Ausübungszeitpunkt abgezinst. Veränderungen dieser Finanzverbindlichkeiten werden erfolgsneutral erfasst (Stufe 3). Gegenüber einem nahe stehenden Unternehmen bestehen Finanzgarantien für eine mögliche Versorgungslücke aus Pensionsverpflichtungen. Der beizulegende Zeitwert dieser Garantieverbindlichkeiten wird auf Basis der möglichen Zahlungsverpflichtung und der erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeit geschätzt. Zur Ermittlung des erwarteten Ausfallrisikos des Hauptschuldners wird dessen Ratingklasse mit einer hinterlegten statistischen Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis externer Marktdaten zu Grunde gelegt. Zum Ende des Geschäftsjahres war der Pensionsfund mit einer 100%igen Deckung ausgestattet. Damit war der beizulegende Zeitwert der Garantieverbindlichkeit 0,0 Mio € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) und das maximale Ausfallrisiko zum 31. Dezember 2021 betrug ebenfalls 0,0 Mio € (Vorjahr: 7,0 Mio. €). Die Garantien haben eine maximale Laufzeit bis zum 31. Dezember 2034 und sind begrenzt auf 36,7 Mio. € (Stufe 3). Die Leasingverbindlichkeiten entsprechen dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen, unter Anwendung laufzeit-, währungs- und risikospezifischer Grenzfremdkapitalkosten. Die folgende Übersicht zeigt die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente aufgeteilt nach den folgenden Bewertungsstufen: Stufe 1: Börsen- oder Marktpreise in einem aktiven Markt Stufe 2: Marktwerte, ermittelt auf Basis von Bewertungsmethoden, für die am Markt beobachtbare Inputfaktoren vorliegen Stufe 3: Marktwerte, ermittelt auf Basis von Bewertungsmethoden, für die keine am Markt beobachtbare Inputfaktoren vorliegen.
Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Bewertungsstufen stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung überprüft. Weder im laufenden Geschäftsjahr noch im Vorjahr sind Umgruppierungen zwischen den Bewertungsstufen erfolgt. Die beizulegenden Zeitwerte von Beteiligungen haben sich wie folgt entwickelt:
Die erfolgswirksamen Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte von Beteiligungen führten im Saldo zu einen Ertrag von 18,5 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €), der im Finanzergebnis erfasst wurde. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für die beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen führt eine Senkung der geschätzten Marktwerte um 13,33 % zu einer erfolgswirksamen Verminderung um 14,0 Mio. €. Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeit aus Put-Optionen von Minderheiten sowie aus Anteilen ohne beherrschenden Einfluss an Personenhandelsgesellschaften hat sich wie folgt verändert:
Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten aus Put-Optionen von Minderheiten führt eine Senkung des geschätzten EbITDA um 5 % zu einer erfolgsneutralen Verminderung der Verbindlichkeit um 6,6 Mio. €. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten entsprechend den Bewertungskategorien des IFRS 9 dargestellt:
In den Nettogewinnen bzw. -verlusten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" werden aus der Bewertung von Beteiligungen Erträge in Höhe von 19,2 Mio. € (Vorjahr: 8,4 Mio. €) und Aufwendungen in Höhe von 4,6 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €) sowie Währungsumrechnungsgewinne in Höhe von 3,9 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. € Währungsverluste) erfasst. Die Nettoverluste der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" beinhalten i.W. Zuführungen zu und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr sind in dieser Position Zuführungen von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10,4 Mio. € enthalten. Die Nettogewinne der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" betreffen erfolgswirksame positive Veränderungen der Verbindlichkeit aus Finanzgarantien in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €). Nach der Effektivzinsmethode berechnete Zinserträge bzw. -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert berechnet wurden, beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf:
Erträge und Aufwendungen aus Gebühren und Provisionen, die nicht in die Berechnung des Effektivzinssatzes einbezogen wurden, sind wie im Vorjahr nicht wesentlich. In der nachfolgenden Tabelle werden die Wertminderungsaufwendungen für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten nach IFRS 7 dargestellt. Bei der Klassenbildung nach IFRS 7 ist zumindest in Finanzinstrumente zu unterscheiden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Die Klassenbildung erfolgt demnach anhand der Kombination der Bewertungskategorien von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 mit den Wertansätzen der Folgebewertung.
[42] Angaben zu Finanzinstrumenten - Risikomanagement Als global operierendes Unternehmen ist die Holtzbrinck Publishing Group im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Zielsetzung des Finanzrisikomanagements ist es daher, alle wesentlichen Finanzrisiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale zu ergreifen. Wir verweisen hierzu auch auf den Konzernlagebericht. Die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfolgt unter Anwendung des Wahlrechts nach IFRS 9.7.2.21 weiterhin unverändert nach IAS 39. Bei den mit Finanzinstrumenten verbundenen möglichen Risiken des Konzerns handelt es sich insbesondere um Marktrisiken. Dazu gehören (1) Währungsrisiken, die aus Tätigkeiten in verschiedenen Währungsräumen resultieren, (2) zinsbedingte Fair Value-Risiken, die aufgrund der Schwankungen des Marktzinssatzes zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwertes eines Finanzinstruments führen und (3) zinsbedingte Cash Flow-Risiken, die zu einer Veränderung der künftigen Cash Flows eines Finanzinstruments aufgrund sich ändernder Marktzinssätze führen. Neben den Marktrisiken ist das Liquiditätsrisiko für die Holtzbrinck Publishing Group relevant, dem durch Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit des Konzerns begegnet wird. Außerdem bestehen Ausfallrisiken, die durch die Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch Vertragspartner begründet sind. Wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holtzbrinck Publishing Group nehmen das Währungsrisiko sowie das zinsbedingte Cash Flow-Risiko. Das Währungsrisiko ergibt sich aus den umfangreichen Aktivitäten des Konzerns in den USD- und GBP- Währungsräumen. Ein Zinsrisiko besteht aufgrund fehlender variabel verzinslicher Finanzschulden zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht. Die Holtzbrinck Publishing Group setzt zur Absicherung dieser Risiken Finanzderivate ein. In den nachfolgenden Tabellen werden die beizulegenden Zeitwerte dieser Derivate nach Fristigkeit dargestellt. Im Geschäftsjahr 2021 bestanden wie im Vorjahr keine langfristigen Finanzderivate. Es wird zudem berücksichtigt, inwieweit die Derivate nach Hedge Accounting-Regeln im Konzernabschluss erfasst werden.
Kreditrisiko/Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Geschäftspartner seinen Verpflichtungen im Rahmen eines Finanzinstruments nicht nachkommt und dies zu einem finanziellen Verlust führt. Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken (insbesondere bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) sowie Risiken im Rahmen der Finanzierungstätigkeit, einschließlich solcher aus Einlagen bei Banken und Finanzinstituten, Devisengeschäften und sonstigen Finanzinstrumenten, ausgesetzt. Ausfallrisiken betreffen in der Holtzbrinck Publishing Group im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Ausfallrisiko wird durch eine laufende Überwachung der Außenstände und branchenübliche Sicherheiten begrenzt. Soweit bei einzelnen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken im Wege der Bildung entsprechender Wertberichtigungen berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2021 sind Zuführungen und Auflösungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahezu ausgeglichen. Die im Vorjahr vorgenommenen Zuführungen zu Wertberichtigungen beliefen sich auf 10,4 Mio. €. Im Vorjahr wurden pandemiebedingt für Forderungen von rund 0,7 Mio. € längere Zahlungsziele für kleinere unabhängige Buchhandlungen gewährt. Gleichzeitig wurde strukturell höheren Ausfallrisiken durch höhere Wertberichtigungen Rechnung getragen. Ende 2021 gab es keine relevante Anhäufung des Ausfallrisikos nach Kundentyp oder Region. Das Ausfallrisiko des Unternehmens ist vielmehr durch individuelle Kundenmerkmale beeinflusst. Gemäß den Kreditrichtlinien der jeweiligen Konzerngesellschaften werden neue Kunden auf ihre Bonität geprüft, bevor ihnen reguläre Zahlungs- und Lieferbedingungen angeboten werden. Außerdem werden Forderungsobergrenzen definiert, die den einzelnen Kunden zustehen. Bonität und Forderungsobergrenzen werden regelmäßig überwacht. Kunden, deren Bonität den Mindestanforderungen des Unternehmens nicht genügt, dürfen Produkte in der Regel nur gegen Vorauszahlung erwerben. Andere Aktivitäten zur Senkung des Ausfallrisikos beinhalten selektiv eingesetzte Kreditversicherungen, Kundenanzahlungen sowie Verbindlichkeiten aus der Distribution für Drittkundengeschäft. Das im Rahmen der Anlage flüssiger Mittel, von Wertpapieren und dem Abschluss von Absicherungsgeschäften entstehende Ausfallrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Holtzbrinck Publishing Group im Rahmen festgelegter Grenzen ausschließlich mit Kontrahenten zweifelsfreier Bonität zusammenarbeitet. Aufgrund hoher Kreditwürdigkeit der einzelnen Banken ist das Ausfallrisiko der flüssigen Mittel als gering einzustufen. Somit gibt die bilanzierte Höhe von finanziellen Vermögenswerten ungeachtet bestehender Sicherheiten das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Eine bestandsgefährdende Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern bzw. Schuldnergruppen ist nicht erkennbar. Liquiditätsrisiko Ziel der Holtzbrinck Publishing Group ist die laufende Deckung des Finanzmittelbedarfs und die Sicherstellung einer ausreichenden finanziellen Flexibilität durch die Nutzung von (1) Bankguthaben und Wertpapieranlagen, (2) Kontokorrentkrediten, (3) Darlehen und (4) Finanzierungsleasing-Verträgen. Die Holtzbrinck Publishing Group steuert das Liquiditätsrisiko durch eine angemessene Entnahme- und Investitionspolitik, den Einsatz adäquater Finanzierungsinstrumente und Kreditlinien, sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten auf Basis verbindlicher interner Vorgaben. Die Finanzierung der Holtzbrinck Publishing Group aus der bestehenden Liquidität und einer Kreditlinie zur Abdeckung unterjährig saisonaler Finanzierungsspitzen ist aus heutiger Sicht auch während der Corona-Krise in ausreichendem Umfang sichergestellt. Die nachfolgenden Tabellen stellen die Fälligkeitsstruktur der wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich im Vorjahr vorhandener Verbindlichkeiten aus Finanzgarantien mit vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten dar. Die Angaben erfolgen auf der Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zahlungen und beinhalten auch Zahlungen aus Derivaten mit negativem beizulegendem Zeitwert.
Zum Geschäftsjahresende waren 42,6 % der Zins- und Tilgungszahlungen innerhalb von 12 Monaten fällig (Vorjahr: 39,2 %). Zinsänderungsrisiko - Cash Flow-Risiko Zur Beurteilung des zahlungsbezogenen Zinsänderungsrisikos sind die Finanzinstrumente in solche mit fester und solche mit variabler Verzinsung zu unterteilen. Das zahlungsbezogene Zinsänderungsrisiko betrifft variabel verzinsliche Finanzinstrumente. Zahlungsbezogene Zinsänderungsrisiken ergeben sich für die Holtzbrinck Publishing Group zum Bilanzstichtag nicht. Die nachfolgende Tabelle stellt den Umfang der Finanzschulden, ausschließlich bestehend aus Leasingverbindlichkeiten dar:
Zinsänderungsrisiko - Fair Value-Risiken Die Holtzbrinck Publishing Group hat ebenso wie im Vorjahr keine Derivate kontrahiert, die einer Sicherung des Fair Value-Risikos festverzinslicher Verbindlichkeiten dienen. Währungsrisiko - Cash Flow- und Fair Value-Risiken sowie Wechselkursrisiken aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe Das Nominalvolumen der zum 31. Dezember 2021 bestehenden Währungssicherungsgeschäfte betrug 119,6 Mio. € (Vorjahr: 212,7 Mio. €). Die gesicherten Grundgeschäfte setzen sich im Wesentlichen aus zukünftigen Cash Flows sowie aus konzerninternen Darlehen zusammen. Cash Flow-Risiken aus Fremdwährungsgeschäften resultieren hauptsächlich aus dem Wechselkursrisiko der Veränderung des GBP sowie des USD gegenüber dem Euro. Die Holtzbrinck Publishing Group sichert sich gegen das Währungsrisiko aus erwarteten Geldflüssen in Fremdwährungen durch Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte ab. Soweit Devisengeschäfte als Cash Flow-Sicherungen im Sinne des IAS 39 zu beurteilen sind, werden Marktwertdifferenzen aus diesen Währungsderivaten erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der Bewertungsrücklage aus der Cash Flow-Sicherung mittels Währungsderivaten wurden im Geschäftsjahr 0,2 Mio. € Bewertungsgewinne zugeführt (Vorjahr: -0,1 Mio. € Verluste). Realisierte Gewinne und Verluste aus Währungssicherungsgeschäften werden erfolgswirksam abgebildet. Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine Bewertungsverluste/-gewinne erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht (Vorjahr: 0,0 Mio. €). Die Holtzbrinck Publishing Group hat im Geschäftsjahr 2021 Derivate kontrahiert, die einer Sicherung des Fair Value-Risikos festverzinslicher konzerninterner Fremdwährungsverbindlichkeiten sowie Fremdwährungsforderungen in USD und GBP dienen. Im Geschäftsjahr wurden Währungsverluste in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. € Währungsgewinne) aus dem Fair Value Hedge in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Wertänderung des gesicherten Grundgeschäftes zur Bestimmung der Effektivität der Sicherungsbeziehung beträgt 4,4 Mio. € (Vorjahr: -6,8 Mio. €). Zur Absicherung der Nettoinvestition in ausländische Geschäftsbetriebe werden teilweise Fremdwährungsderivate erworben. Die Kursdifferenzen aus diesen Fremdwährungsderivaten werden entsprechend den Kursdifferenzen aus der Fremdwährungsumrechnung der Nettoinvestition in den ausländischen Geschäftsbetrieben im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden 9,0 Mio. € Währungsverluste (Vorjahr: 20,8 Mio. € Währungsgewinne) aus Net Investment-Hedges im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die Wertänderung des gesicherten Grundgeschäftes zur Bestimmung der Effektivität der Sicherungsbeziehung beträgt im Geschäftsjahr 2021 9,0 Mio. € (Vorjahr: -20,8 Mio. €). Im Geschäftsjahr gingen keine Anteile an ausländischen Geschäftsbetrieben, für die es Absicherungen von Nettoinvestitionen gibt, ab, so dass keine erfolgswirksame Umgliederung in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vorzunehmen war (Vorjahr: 0,0 Mio. €; vgl. [7] "Fremdwährungsumrechnung"). Im Geschäftsjahr 2021 wurden ebenso wie im Vorjahr keine ineffektiven Sicherungsbeziehungen vom Eigenkapital erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Die nachfolgende Tabelle zeigt sämtliche zum Geschäftsjahresende noch ausstehenden Devisentermingeschäfte, die zur Minimierung des Währungsrisikos eingesetzt werden:
* GBP 6,3 Mio. Kauf und GBP 2,2 Mio. Verkauf
Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie sich eine 10 %-ige Veränderung des Euros gegenüber dem USD bzw. GBP auf das Ergebnis vor Steuern und die im Eigenkapital enthaltene Sicherungsrücklage für Net Investment Hedges aus Fremdwährungsgeschäften auswirken würde. Die übrigen Währungspaare beinhalten im Wesentlichen die Auswirkungen von Cashflow Hedges des Währungspaares USD/Kanadische Dollar. Die Sensitivität des Ergebnisses vor Steuern resultiert aus der Veränderung der Marktwerte von Fair Value-Hedges sowie aus Fremdwährungspositionen, die nach IAS 39 nicht in effektive Sicherungsbeziehungen einbezogen sind. Reine Translationseffekte aus der Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse finden keine Berücksichtigung. Die Annahme einer 10 %-Veränderung entspricht der Einschätzung des Managements hinsichtlich einer möglichen Wechselkursänderung.
Sonstige Marktrisiken Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für unsere Wertpapiere führt eine Erhöhung des Marktzinsniveaus um 1,0 % zu einer erfolgswirksamen Verminderung des Marktwerts um 0,9 Mio. €. Alle weiteren Marktrisiken aus Finanzinstrumenten stellen insgesamt zu vernachlässigende Risiken für die Holtzbrinck Publishing Group dar. [43] Kapitalsteuerung Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung ist die nachhaltige Sicherstellung der Finanzierung der Holtzbrinck Publishing Group. Hierzu ist die Einhaltung bestimmter Größenordnungen wesentlicher Finanzkennzahlen von Bedeutung. Zentrale Kennzahlen sind die Eigenkapitalquote und der Schuldendeckungsgrad (sog. "Leverage Ratio"). Die Eigenkapitalquote beschreibt dabei das Verhältnis von Konzerneigenkapital zur Konzernbilanzsumme. Der Schuldendeckungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der durchschnittlichen Nettofinanzposition (Wertpapiere und Liquide Mittel abzüglich Finanzschulden) zum "Operating EblTDA" (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen sowie einmaligen und außerordentlichen Effekten). Wie im Vorjahr bestanden zum Geschäftsjahresende keine Finanzschulden. Basierend auf der Summe aus Eigenkapital gemäß IAS 32 und Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital verfügt die Holtzbrinck Publishing Group über eine - um Wertpapiere und Liquide Mittel bereinigte - wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 70,1 % (Vorjahr: 60,9 %). Zum Geschäftsjahresende wurden ebenso wie im Vorjahr keine Änderungen hinsichtlich der Ziele, der Richtlinien oder der Verfahren zur Kapitalsteuerung vorgenommen. [44] Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen Als nahe stehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für die Holtzbrinck Publishing Group die Gesellschafter der beiden Konzern-Spitzengesellschaften Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG, die Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats der Komplementärin Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung sowie die Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen der Holtzbrinck Publishing Group. Die Monika Schoeller Familiengesellschaft mbH & Co. KG, Stuttgart und Herr Dr. Stefan von Holtzbrinck halten je 50 % an den Spitzengesellschaften der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.
Gegenüber den Gesellschaftern und deren Familienangehörigen bestehen Gesellschafterdarlehen sowie Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 126,6 Mio. € (Vorjahr: 172,7 Mio. €) und Verrechnungskonten in Höhe von insgesamt 175,5 Mio. € (Vorjahr: 157,7 Mio. €). Ferner besteht ein Mietvertrag zwischen nahe stehenden Personen und einem Tochterunternehmen der Holtzbrinck Publishing Group. Alle Transaktionen werden zu Marktkonditionen abgewickelt. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats sowie an diesen Personenkreis gewährte Vorschüsse und Kredite betragen zum Geschäftsjahresende:
Sonstige Angaben [45] Befreiende Wirkung des Konzernabschlusses Gemäß § 291 HGB sind alle in diesen Konzernabschluss einbezogenen EU-Tochtergesellschaften von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts für die jeweiligen Teilkonzerne befreit. Für die folgenden inländischen Kapitalgesellschaften kommt zusätzlich die Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB zur Anwendung:
Für die folgenden inländischen Personengesellschaften kommt die Befreiungsvorschrift nach § 264b HGB zusätzlich zur Anwendung:
[46] Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr und das Vorjahr berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers i. S. v. § 318 HGB beträgt:
Das von anderen Abschlussprüfern als des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr und das Vorjahr berechnete Gesamthonorar bei einbezogenen Tochterunternehmen, die von der Erleichterung nach § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch machen, beträgt:
[47] Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Komplementärin hat sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2021 wie folgt zusammengesetzt:
[48] Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt zusammengesetzt: Dr. Bernd Scheifele, Heidelberg Rechtsanwalt - Vorsitzender - Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Berlin Vorsitzender des Kuratoriums der Falling Walls Foundation gGmbH, Berlin - Stellvertretender Vorsitzender - Christiane Schoeller, Eigeltingen-Münchhöf Kunstpädagogin Christian Meissner, Greenwich, Connecticut, USA Mitglied der Geschäftsleitung der Credit Suisse Group AG und der Credit Suisse AG, Zürich, Schweiz Hala Zeine, Schwetzingen Manager - bis zum 14. Juni 2021 - Julia Jäkel, Hamburg Verlegerin - seit dem 01. September 2021 - [49] Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts besteht das Risiko, dass sich die jüngsten Entwicklungen des Krieges in der Ukraine insbesondere negativ auf das Konsumverhalten von Kunden, auf Lieferketten und damit vor allem auf die Umsatz- und Ertragserwartung im Buchgeschäft sowie auf den Anzeigenumsatz der ZEIT Verlagsgruppe und von Springer Nature auswirken können. Es ist noch nicht möglich mit hinreichender Sicherheit vorherzusagen, in welchem Umfang sich eine weitere Eskalation des Krieges in der Ukraine und die dadurch verbundene Krise weiter auf das Verbraucherverhalten und die Branchenentwicklung im Geschäftsjahr 2022 auswirken wird. Die Holtzbrinck Publishing Group erwartet hieraus lediglich unwesentliche Effekte auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage. Mit Wirkung zum 22. März 2022 hat die Gesellschaft eine neue syndizierte Kreditfazilität mit einem Gesamtvolumen von 252 Mio. € mit sieben Geschäftsbanken abgeschlossen. Diese ersetzt die Konsortialkreditlinie gleichen Volumens vom 23. April 2021. Die neue Kreditfazilität hat eine feste Laufzeit bis zum 21. März 2027. Nach dem Stichtag wurde ein neuer wesentlicher Büromietvertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahre abgeschlossen, dessen zukünftige Leasingzahlungen sich auf 14,9 Mio. € summieren. Die Investmentfunds HV Ventures Fund IV LP, HV Ventures Fund V GmbH & Co. KG und HV Holtzbrinck Ventures Co-Investment Fund I GmbH & Co. KG veräußerten im ersten Quartal 2022 wesentliche Beteiligungen an den HV Capital Continuation Fund GmbH & Co. KG. Dies führt zu einem Liquiditätszufluss in 2022.
Stuttgart, 23. Mai 2022 Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG Die Geschäftsführung Dr. Stefan von Holtzbrinck, Vorsitzender Björn Waldow Filmon Zerai Gänsheidestraße 26 70184 Stuttgart Deutschland Handelsregisternummer: HRB2306, Stuttgart
1 Anteil bezogen auf die jeweilige
Obergesellschaft
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021Grundlagen des Konzerns An der Spitze der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck stehen zwei rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbundene Unternehmen: die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG sowie deren Komplementärin, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH, beide mit Sitz in Stuttgart (Deutschland). Diese beiden Unternehmen bilden eine wirtschaftliche Einheit und werden daher als einheitliches Mutterunternehmen unter der Bezeichnung Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (im Folgenden Holtzbrinck Publishing Group) in den Konzernabschluss einbezogen. Im Fokus der langfristig ausgerichteten Geschäftspolitik stehen die Zukunftsfähigkeit und nachhaltige Entwicklung der Holtzbrinck Publishing Group sowie die konsequente Wahrnehmung von Wachstumschancen in ihren Geschäftsfeldern. Ein wichtiges, strategisches Ziel ist es, die Digitalisierung unter Ausnutzung aller bestehenden und zu schaffenden Synergieeffekte erfolgreich zu gestalten und die guten Wettbewerbspositionen weiter auszubauen. Dabei konzentriert sich die Holtzbrinck Publishing Group auf die Geschäftsfelder Macmillan Publishers (Buchgeschäft), Holtzbrinck Science and Education (Macmillan Learning), Holtzbrinck Digital, Information & Services (Digital Science, ZEIT Verlagsgruppe und sonstige Unternehmen) und das Joint Venture Springer Nature. Des Weiteren tätigt die Holtzbrinck Publishing Group Investitionen in junge, neue und digitale Geschäftsmodelle über Investment Funds. Wirtschaftsbericht / Geschäftsentwicklung Der um Portfolioeffekte und Wechselkursveränderungen bereinigte Umsatz wuchs im Geschäftsjahr um 13,7 % (2020: 3,7 %). Im Geschäftsfeld Macmillan Publishers stieg der bereinigte Umsatz durch Zuwächse in allen Regionen um 13,1 % (2020: 5,3 %). Im Geschäftsfeld Holtzbrinck Science and Education erzielte Macmillan Learning um 11,4 % (2020: Rückgang um 6,2 %) höhere Umsätze. Im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information und Services führten Umsatzzuwächse bei Digital Science und der ZEIT Verlagsgruppe zu einem bereinigten Umsatzanstieg um 17,6 % (2020: 6,1 %). Trotz negativer Wechselkurseffekte aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe insbesondere von USD in Euro erreichte der konsolidierte Umsatz des Geschäftsjahres 2021 in Summe 1.744,6 Mio. € (2020: 1.560,1 Mio. €). Die Prognose des Vorjahres, eines leichten Umsatzwachstums für das Geschäftsjahr 2021, wurde damit aufgrund höherer Umsätze in sämtlichen Geschäftsfeldern der Holtzbrinck Publishing Group deutlich übertroffen. Die Prognose für den operativen Gewinn der Holtzbrinck Publishing Group vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sowie Sondereffekten (sogenanntes "Operating EbITDA") das Niveau des Geschäftsjahres 2020 zu erreichen, wurde im Geschäftsjahr 2021 ebenfalls deutlich übertroffen. Das Operating EbITDA erreichte 454,7 Mio. € nach 265,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2020. Neben höheren Umsätzen und verbesserten Margen trugen dazu im Wesentlichen Einsparungen in verschiedenen Kostenbereichen bei. Im Vergleich zum Vorjahr ist vom Zuwachs des Operating EbITDA um 189,7 Mio. € ein Anstieg von 112,2 Mio. € auf das Operating EbITDA der vollkonsolidierten Unternehmen zurückzuführen. Zuwächse resultierten dabei aus sämtlichen Geschäftsfeldern. Auf das "Operative[s] Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen" (At-Equity Ergebnis ohne Effekte aus der Folgebewertung von Kaufpreisallokationen) entfiel ein Zuwachs von 77,5 Mio. €. Das Vorsteuerergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2021 auf 314,6 Mio. € (2020: 105,0 Mio. €) und stieg im Vorjahresvergleich um 209,6 Mio. €. Im Wesentlichen trug dazu der Anstieg des Operating EbITDA der vollkonsolidierten Unternehmen in Höhe von 112,2 Mio. € bei. Dieser Anstieg war insbesondere auf das Umsatzwachstum bei gleichzeitiger Verbesserung der EbITDA-Marge um 5,8 %-Punkte auf 12,1% zurückzuführen. Darin enthalten waren investive Aufwendungen in die Weiterentwicklung digitaler Produkte und Geschäftsmodelle wie "Achieve" (Macmillan Learning) und "Dimensions" (Digital Science). Ziel dieser Maßnahmen ist es, die guten Voraussetzungen der Holtzbrinck Publishing Group für zukünftiges, organisches Umsatzwachstum weiter zu verbessern. Das "Ergebnis aus Anteilen an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen" wuchs um 62,1 Mio. €. Dieser Zuwachs war wesentlich durch Erträge aus Wertsteigerungen von nach der Equity-Methode konsolidierten Investmentfunds in Höhe von 60,0 Mio. € geprägt. Daneben trugen außergewöhnliche und einmalige Effekte saldiert in Höhe von insgesamt 20,4 Mio. € zur positiven Entwicklung des Vorsteuerergebnisses bei (2020: Verluste in Höhe von 4,6 Mio. €). Diese umfassten 1,5 Mio. € Aufwendungen für Restrukturierung und 34,5 Mio. € Erträge im Zusammenhang mit der Veräußerung und dem Erwerb von Unternehmen. Darin enthalten war die Auflösung einer Rückstellung für Verpflichtungen aus der Gründung des Joint Ventures Springer Nature in Höhe von 28,0 Mio. € und 0,6 Mio. € Abgrenzungen für damit im Zusammenhang stehende Aufwendungen. 7,1 Mio. € resultierten im Wesentlichen aus Veräußerungsgewinnen und Aufwendungen für Veräußerungen. Abschreibungen auf Mietereinbauten in Höhe von 12,3 Mio. € und auf Nutzungrechte in Höhe von 17,5 Mio. € führten zu einem Einmalaufwand in Höhe von 29,8 Mio. €. Im Finanzergebnis waren Einmalerträge aus der ergebniswirksamen Änderung der Zeitwerte für nach IFRS 9 bewertete Finanzanlagen, überwiegend Investment Funds, in Höhe von 17,2 Mio. € enthalten. Das Finanzergebnis enthielt zudem einen realisierten Ertrag in Höhe von 7,7 Mio. € aus der Rückzahlung eines langfristigen Darlehens von Springer Nature an die Holtzbrinck Publishing Group. Die Nettofinanzposition (Wertpapiere, Liquide Mittel, zur Veräußerung gehaltene Liquide Mittel, abzüglich Finanzschulden ohne Leasingverbindlichkeiten) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021 um 295,3 Mio. € auf 518,6 Mio. € (2020: 223,3 Mio. €). Damit hat die Holtzbrinck Publishing Group ihre auf langfristige Stabilität und Wachstum ausgerichteten Finanzierungsziele im Geschäftsjahr 2021 übertroffen. Die Europäische Kommission rechnet in ihrer Herbstprognose 2021 (Institutional Paper 160, November 2021) mit einem Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) in 2021 um 5,7 % (2020: 3,4 % Rückgang). Das Wachstum der Weltwirtschaft verzeichnete damit in 2021 einen Anstieg um 9,1 %-Punkte. Für die Länder der Europäischen Union (im Folgenden "EU") stieg das Bruttoinlandsprodukt in 2021 um 5,0% (2020: 5,9% Rückgang) und lag damit ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert. Der private Konsum wuchs in den Ländern der EU im Jahr 2021 um 3,5 %, nachdem im Jahr 2020 ein Rückgang von 7,3 % verzeichnet wurde. Das Bruttoinlandsprodukt der USA ist gemäß der Europäischen Kommission in 2021 um 5,8 % gewachsen, nachdem es im Vorjahr um 3,4 % schrumpfte. Der private Konsum zog in den USA in 2021 mit einem Zuwachs von 8,5 % deutlich an. Im Vorjahr sank dieser noch um 3,8 %. Nach Einschätzung der Europäischen Kommission ging die Arbeitslosenquote in den USA von 8,1 % im Jahr 2020 auf 5,5 % im Jahr 2021 zurück. Laut der Europäischen Kommission betrug der Anstieg der Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 im Vereinigten Königreich 6,9 %, während diese im Jahr 2020 um 9,7 % zurück ging. Der private Konsum erholte sich im Jahr 2021 deutlich um 5,5 %, nachdem er im Jahr 2020 um 10,8 % einbrach. Im Vereinigten Königreich wird mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote von 4,5 % im Jahr 2020 auf 4,9 % im Jahr 2021 gerechnet. Für die Volkswirtschaft Deutschlands berechnet die Europäische Kommission für das Jahr 2021 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,7 %, während das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 um 4,6 % zurück ging. Der private Konsum verblieb nach einem Rückgang von 5,9 % in 2020 im Jahr 2021 auf gleichem Niveau. Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelte sich in 2021 positiv. Gemäß der Europäischen Kommission sank die Arbeitslosenquote im Jahr 2021 auf 3,6 %. Im Jahr 2020 betrug sie noch 3,8 %. In den Kernmärkten USA, Vereinigtes Königreich und Deutschland verbesserten sich die Rahmenbedingungen im Geschäftsfeld Macmillan Publishers. Jedoch war auch das Jahr 2021 durch erschwerte Ladenzugänge und Öffnungszeiten des physischen Einzelhandels bei einer niedrigeren Frequentierung der Innenstädte als vor der COVID-19-Pandemie geprägt. Insbesondere die Distribution über den Versandhandel und die vermehrte Nachfrage nach digitalen Produkten wie eBooks und Hörbücher führten in 2021 zu Umsatzzuwächsen. Ebenfalls sanken die Retouren aufgrund niedrigerer Bestände im Buchhandel, insbesondere in den USA. Im Geschäftsfeld Holtzbrinck Science and Education wuchs der Umsatz bei Macmillan Learning in 2021 im Wesentlichen durch steigende Nutzerzahlen der digitalen Lehrplattform Achieve. Trotz nur zögerlicher und uneinheitlicher Öffnungen für den Präsenzunterricht an Universitäten konnte Macmillan Learning damit Umsatzzuwächse erzielen. Daneben waren die Retouren von Lehrbüchern nach Beginn des Herbstsemesters niedriger als in den Vorjahren. Das Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information und Services verzeichnete eine hohe Nachfrage nach digitalen Produkten und Services, die zu einem deutlichen Umsatzwachstum führten. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers LLP geht in ihrer Studie "Global Entertainment and Media Outlook: 2021- 2025" davon aus, dass in Deutschland der Werbemarkt im Internet in 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 6,5% wächst. Der Werbemarkt kabelgebundener Internetanwendungen wächst nur leicht um 1,0%. Für den Werbemarkt im mobilen Internet wird mit einem Wachstum von 12,1 % gerechnet. Der Werbemarkt für In- stream und Out-stream Videos wächst auf noch niedrigem absolutem Gesamtniveau mit 18,2%. Das Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services verzeichnete im Jahr 2021 ein deutliches Wachstum der Anzeigenumsätze bei der ZEIT Verlagsgruppe um 20,5 %. Dabei nahm der Anteil der Anzeigenumsätze am konsolidierten Umsatz des Geschäftsfeldes um 0,5% zu und betrug 19,8% (2020: 19,3% portfoliobereinigt). Treiber dieser Entwicklung waren insbesondere über digitale Medien, wie ZEITOnline, erzielte Anzeigenumsätze. Das Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services, insbesondere die ZEIT Verlagsgruppe, partizipierte damit erfolgreich am Wachstum der Werbemärkte im Internet. Investitionen und Veränderungen des Konsolidierungskreises Die Holtzbrinck Publishing Group vollzog im Geschäftsjahr 2021 die gegen Ende des vorherigen Geschäftjahres vertraglich vereinbarten Veräußerungen überwiegend werbefinanzierter Internetunternehmen im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital. Dies waren im Wesentlichen gutefrage.net GmbH, highfivve GmbH und die Beteiligung an der web care LBJ GmbH (pflege.de). Im Geschäftsbereich Digital Science wurden zur vollständigen Integration einer Plattform für Patentdatenanalyse (ifi Claims Patent Services) Geschäftsanteile von Anteilseignern ohne beherrschenden Einfluss der Gesellschaften Fairview Research LLC und Fairview Research Barcelona S.L. erworben. Dies führte zu einem Übergang von der Konsolidierung nach der Equity-Methode zur Vollkonsolidierung der Gesellschaften Fairview Research LLC und Fairview Research Barcelona S.L.. Auch im Geschäftsjahr 2021 investierte die Holtzbrinck Publishing Group in Investment Funds, die weltweit in junge, digitale Unternehmen insbesondere im Bildungssektor investieren. Ergänzt wurden diese durch Investitionen in Investment Funds, die industrieübergreifend in Geschäftsmodelle im Internet investieren. Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr 2021 mit 23,0 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (2020: 15,0 Mio. €). Die Zugänge zu Immateriellen Vermögenswerten enthielten mit 5,8 Mio. € Zugänge aus Kaufpreisallokationen bei der Vollkonsolidierung von Unternehmenserwerben. Umsatzentwicklung nach Ländern
Die Holtzbrinck Publishing Group erzielte im Geschäftsjahr 2021 in ihren Kernmärkten Deutschland, Großbritannien und Nordamerika deutliche Umsatzzuwächse, die zu einem Gesamtumsatz in Höhe von 1.744,6 Mio. € führten. Der Inlandsanteil am Umsatz der Holtzbrinck Publishing Group war im Geschäftsjahr 2021, trotz eines Zuwachses von 10,4% aufgrund von höheren Zuwächsen im Ausland, leicht rückläufig. Er betrug 29,4% (2020: 29,8%) des Gesamtumsatzes. Mit einem Umsatzwachstum von nominal 101,4 Mio. € bzw. 12,4% verzeichnete die Region Nordamerika einen deutlichen Umsatzzuwachs und erhöhte den Anteil am Gesamtumsatz auf 52,7 % (2020: 52,4 %). Der Umsatz in Großbritannien wuchs um 8,1 % auf 132,3 Mio. €. Der Anteil am Gesamtumsatz sank um 0,2 %-Punkte auf 7,6%. Die Umsätze in der Region Übriges Europa stiegen unter anderen in den Ländern Polen und Irland. Der Anteil der Region Übriges Europa wuchs mit einem Umsatz von 97,7 Mio. € auf 5,6 % (2020: 4,9 %). Umsatzentwicklung nach Geschäftsfeldern
Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz nominal um 184,5 Mio. € bzw. 11,8% an. Auf unterjährige Abgänge vom Unternehmensportfolio entfiel dabei ein Umsatzrückgang von 7,0 Mio. €. Änderungen der Fremdwährungskurse wirkten sich in Höhe von 21,8 Mio. € negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Währungs- und portfoliobereinigt wuchs der Umsatz der Holtzbrinck Publishing Group im Geschäftsjahr 2021 - organisch - um 210,4 Mio. € bzw. 13,7%, wobei alle drei Geschäftsfelder der Holtzbrinck Publishing Group im Geschäftsjahr 2021 deutliche, organische Umsatzzuwächse erzielten. Der Anteil der über digitale Produkte und Services erzielten Umsätze aller Geschäftsfelder am konsolidierten Umsatz der Holtzbrinck Publishing Group lag im Geschäftsjahr 2021 bei 34,8 % und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr 2020 (34,5 %) leicht an. Umsatzentwicklung Macmillan Publishers Der Umsatz des Geschäftsfeldes Macmillan Publishers wuchs wechselkursbereinigt um 12,9%. Dazu trug der Umsatz der zum Bereich Holtzbrinck Deutsche Buchverlage gehörenden Publikumsverlage, in einem für alle Belletristik- & Sachbuchverlage des Bereiches sehr erfolgreichen Geschäftsjahr, ein organisches Wachstum von 11,6 % bei. Bei Macmillan US Trade Publishing führten insbesondere erfolgreiche Backlisttitel, verbunden mit einer niedrigen Retourenquote, zu einem organischen Umsatzwachstum von 18,1 %. Bei Pan Macmillan wuchs der Umsatz auf hohem Niveau organisch um 1,7 %. Hier kompensierte ein Umsatzwachstum bei Pan Macmillan UK niedrigere Umsätze bei Pan Macmillan Australia. Der Anteil elektronischer Bücher am Umsatz des Geschäftsbereiches Macmillan Publishers stieg im Geschäftsjahr 2021 um 0,7 %-Punkte auf 29,6 % (2020: 28,9 %). Umsatzentwicklung Holtzbrinck Science and Education Der Umsatz des Geschäftsfeldes Holtzbrinck Science and Education umfasst die Umsätze der unter Macmillan Learning zusammengefassten Hochschulverlage in den USA. Im Geschäftsjahr 2021 wuchs der Umsatz von Macmillan Learning aufgrund höherer digitaler Umsätze in der ersten Jahreshälfte und niedrigerer Remissionen in der zweiten Jahreshälfte organisch um 11,4%. Der Marktanteil von Macmillan Learning legte im Geschäftsjahr auf 9,5 % (2020: 8,9 %) zu. Der Anteil elektronischer Bücher und Lehrinhalte, einschließlich der Abgrenzung von Online-Abonnements, stieg im Geschäftsjahr 2021 auf 56,5 % (2020: 54,6 %). Umsatzentwicklung Holtzbrinck Digital, Information & Services Das Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services verzeichnete im Geschäftsjahr 2021 ein organisches Umsatzwachstum von 17,3 %. Die international agierenden Unternehmen des Bereiches Digital Science erzielten dabei im Geschäftsjahr 2021 ein organisches Umsatzwachstum von 22,6 % (2020: 18,2 %). Die ZEIT Verlagsgruppe erreichte ein organisches Umsatzwachstum von 16,8 % (2020: 3,7 %). Dieses resultierte im Wesentlichen aus Zuwächsen bei ZEITOnline sowie höheren Umsätzen bei Anzeigen und bei Abonnements der Wochenzeitung. Das Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services berichtete einen portfoliobereinigten Anstieg des Anteils über Online-Medien erzielter Umsätze auf 35,0 % (2020: 30,8 %). Ergebnisentwicklung Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Veränderungen des Unternehmensportfolios haben die Ertragslage der Holtzbrinck Publishing Group im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021, wie auch im Geschäftsjahr 2020, nur unwesentlich beeinflusst. Das Geschäftsfeld Macmillan Publishers erzielte im Geschäftsjahr 2021 ein operatives Ergebnis, das deutlich über dem Vorjahreswert lag. Grundlage dafür waren insbesondere höhere Umsätze, ein höherer Umsatzanteil von Backlist- und Vorjahrestiteln, das Wachstum digitaler Umsätze und niedrigere Remissionen, die zu positiven Margeneffekten führten. Das geplante Ertragsziel (EbITDA) wurde vom Geschäftsfeld Macmillan Publishers deutlich übererfüllt. Im Geschäftsfeld Holtzbrinck Science and Education verzeichnete der Bereich Macmillan Learning, unter pandemiebedingt weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen, gute Fortschritte bei Registrierungen auf der digitalen Plattform "Achieve". Ein niedriges Niveau bei Reisekosten, der Ausgabe von Leseexemplaren und niedrige Marketingausgaben verbesserten zusätzlich die Ergebnisentwicklung. Die für das Geschäftsjahr 2021 geplante Ertragslage (EbITDA) wurde deutlich übertroffen. Das Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services erzielte im Geschäftsjahr 2021 ein deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegendes Ergebnis (EbITDA). Die Unternehmen des Bereiches Digital Science zeigten, trotz weiterhin hoher Entwicklungsaufwendungen, dank zweistelliger Umsatzzuwächse eine positive Ergebnisentwicklung. Die ZEIT Verlagsgruppe steigerte im Geschäftsjahr 2021 das Ergebnis insbesondere aufgrund der hervorragenden Umsatzentwicklung bei ZEITOnline sowie einem Wachstum der Abonnement- und Anzeigenumsätze der Wochenzeitung. Das Geschäftsfeld hat die für das Geschäftsjahr 2021 geplante Ertragslage (EbITDA) deutlich übertroffen. Das Operating EbITDA der Holtzbrinck Publishing Group betrug 454,7 Mio. € (2020: 265,0 Mio. €) und wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 189,7 Mio. €. Auf das Operative Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen in Höhe von 244,0 Mio. € (2020: 166,5 Mio. €) entfiel dabei ein Anstieg von 77,5 Mio. €. In der Position "Operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen" war das Joint Venture Springer Nature im Geschäftsjahr 2021 mit 166,5 Mio. € (2020: 166,6 Mio. €) enthalten. Springer Nature verzeichnete im Geschäftsjahr 2021 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5,8 % auf 1.700,9 Mio. €, zu dem sämtliche Geschäftsbereiche beitrugen. Das Kerngeschäft im Bereich Research erzielte im Wesentlichen durch Wachstum bei Open Access, Nature und Springer Journalen sowie bei Buch- und Werbeumsätzen, ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5,6 %. Im Bereich Education wuchs der Umsatz insbesondere durch Zuwächse bei Curriculum und English Language Teaching währungsbereinigt um 4,3%. Der Bereich Professional legte aufgrund steigender Umsätze mit Fahrschulen und bei Werbeumsätzen währungsbereinigt um 8,8 % zu. Das EbITDA von Springer Nature lag mit 642,0 Mio. € über dem Vorjahreswert von 592,3 Mio. €. Das Finanzergebnis von Springer Nature enthielt im Geschäftsjahr einen Einmalertrag von 114,8 Mio. € (60,8 Mio. € anteilig 53 %). Die Verschiebung des angenommenen Termins für die nächste Refinanzierung von Mitte 2022 auf Ende 2023 führte bei der Bewertung der Bankdarlehen nach der Effektivzinsmethode zu diesem Einmalertrag. Aus der erfolgswirksamen Bewertung nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogener Investmentfunds resultierte ein Ergebnisbeitrag von 60,0 Mio. €. Diese erhöhten das "Operative Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen" entsprechend. Auf das nach der Equity-Methode konsolidierte Unternehmen Frontiers entfiel ein Ergebnisbeitrag von 14,6 Mio. € (2020: 2,6 Mio. €). Das Operating EblTDA der vollkonsolidierten Gesellschaften betrug im Geschäftsjahr 2021 210,7 Mio. € (2020: 98,5 Mio. €). Der Anstieg des Operating EblTDA der vollkonsolidierten Gesellschaften um 112,2 Mio. € resultierte aus sämtlichen Geschäftsbereichen der Holtzbrinck Publishing Group. Einem Umsatzzuwachs von 184,5 Mio. € stand dabei eine unterproportionale Steigerung der Material- und Personalaufwendungen gegenüber. Die Quote der Materialaufwendungen (einschließlich Bestandsveränderung) am Umsatz sank im Geschäftsjahr auf 37,8 % (2020: 39,8 %). Wesentlich hierfür waren ein hoher Anteil an Backlist- und Vorjahrestiteln, insbesondere bei den amerikanischen Publikumsverlagen, sowie höhere Umsätze bei eBooks und anderen digitalen Produkten und Dienstleistungen. Die Personalaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2021 um 4,2 %, wobei sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden lediglich um 1,4 % erhöhte. Die Quote der Personalaufwendungen am Umsatz war im Geschäftsjahr 2021 jedoch, aufgrund überproportional gestiegener Umsätze, mit 28,9 % um 2,1 %-Punkte niedriger als im Vorjahr. Die Aufwendungen aus dem Saldo der "Sonstige[n] betriebliche^] Aufwendungen und Erträge (einschließlich Mietaufwendungen)" waren um 13,4 Mio. € höher als im Vorjahr. Hier spiegelten sich insbesondere, nach einem im Vorjahr niedrigen Niveau, höhere Werbeaufwendungen, ein höherer Provisionsaufwand aus E-Book-Verkäufen sowie höhere Rechts- und Beratungskosten wider. Die Abschreibungen ohne Nutzungsrechte waren im Geschäftsjahr 2021 mit 30,6 Mio. € niedriger als im Vorjahr (33,4 Mio. €). Darin enthalten waren planmäßige Abschreibungen aus der Folgebilanzierung von Unternehmenserwerben von 8,0 Mio. € (2020: 10,0 Mio. €). Der verbleibende Saldo der für den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb anfallenden Amortisationen und Abschreibungen blieb mit einer Höhe von 22,6 Mio. € leicht unter dem Vorjahresniveau von 23,4 Mio. €. Eine im Geschäftsjahr 2021 vorgenommene Sonderabschreibung auf Mietereinbauten nicht mehr genutzter Büroflächen in New York wird in Höhe von 12,3 Mio. € in der Position "Außergewöhnliche und einmalige Effekte" ausgewiesen. Die planmäßigen Abschreibungen auf Nutzungsrechte betrugen 22,9 Mio. € (2020: 24,6 Mio. €). Eine Sonderabschreibung auf die Nutzungrechte nicht mehr genutzter Büroflächen in New York von 17,5 Mio. € wird in der Position "Außergewöhnliche und einmalige Effekte" ausgewiesen. Aus Leasingverträgen resultierte ein Nettozinsaufwand von 11,0 Mio. € (2020: 11,6 Mio. €). Darin enthalten waren Zinserträge in Höhe von 2,1 Mio. € (2020: 2,1 Mio. €) aus dem Finanzierungsleasing weitervermieteter Büroflächen und Zinsaufwendungen in Höhe von 13,1 Mio. € (2020: 13,7 Mio. €). Das übrige Finanzergebnis in Höhe von 4,9 Mio. € (2020: -2,2 Mio. €) enthielt einen realisierten Ertrag von 7,7 Mio. € aus der Rückzahlung eines langfristigen Darlehens in Höhe von 90,1 Mio. € von Springer Nature an die Holtzbrinck Publishing Group. Das "Sonstiges Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen und Beteiligungsergebnis" war mit -129,0 Mio. € (2020: -113,5 Mio. €) insbesondere aufgrund höherer latenter Steueraufwendungen des nach der Equity-Methode konsolidierten Joint Venture Springer Nature niedriger als im Vorjahr. Dies resultierte aus Steuersatzänderungen einzelner Länder, die bei latenten Steuern auf Kaufpreisallokationen aus der Gründung des Joint Ventures in 2015, in 2021 zu einer aufwandswirksamen Anpassung von 53,7 Mio. € (anteilig 53 % bzw. 28,5 Mio. € im Beteiligungsergebnis) führten. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen betrug damit im Geschäftsjahr 2021 in Summe 114,9 Mio. € (2020: 52,8 Mio €). Aufgrund der Anwendung des IAS 32 (ergänzt) wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Ergebniszuweisung an Anteile ohne beherrschenden Einfluss nur der auf kündbare Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallende Ergebnisanteil ausgewiesen. Zinsaufwendungen für langfristige Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2,3 Mio. € (2020: 2,7 Mio. €) wurden entsprechend dem bilanziellen Ausweis dieser Darlehen als Fremdkapital dem Finanzergebnis zugeordnet. Außergewöhnliche und einmalige Effekte führten im Saldo zu einem Ertrag von 20,4 Mio. € (2020: Aufwand von 4,6 Mio. €). Dies umfasste 1,5 Mio. € Aufwendungen für Restrukturierung und 34,5 Mio. € Erträge im Zusammenhang mit der Veräußerung und dem Erwerb von Unternehmen. Darin enthalten war die Auflösung einer Rückstellung für Verpflichtungen aus der Gründung des Joint Ventures Springer Nature in Höhe von 28,0 Mio. € und 0,6 Mio. € Abgrenzungen für damit im Zusammenhang stehende Aufwendungen. 7,1 Mio. € resultierten im Wesentlichen aus Veräußerungsgewinnen und Aufwendungen für Veräußerungen. Abschreibungen auf Mietereinbauten in Höhe von 12,3 Mio. € und auf Nutzungrechte in Höhe von 17,5 Mio. € führten zu einem Einmalaufwand in Höhe von 29,8 Mio. €. Im Finanzergebnis waren Einmalerträge aus der ergebniswirksamen Änderung der Zeitwerte für nach IFRS 9 bewertete Finanzanlagen, überwiegend Investment Funds, in Höhe von 17,6 Mio. € enthalten. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021 um 209,6 Mio. € auf 314,6 Mio. € (2020: 105,0 Mio. €). Die Steuern von Einkommen und Ertrag betrugen im Geschäftsjahr 2021 30,3 Mio. € (2020: 12,1 Mio. €). Auf latente Steuern entfiel dabei ein Ertrag von 7,0 Mio. € (2020: Aufwand 2,4 Mio. €). Die latenten Steuern resultierten hauptsächlich aus temporären Unterschieden zwischen steuerlichen Buchwerten und den Buchwerten nach IFRS bei Tochtergesellschaften in den USA. Für effektive Ertragsteuern fiel ein Aufwand von 37,3 Mio. € (2020: 9,7 Mio. €) an. Die effektiven Ertragsteuern resultierten im Wesentlichen aus der guten Ergebnisentwicklung der ZEIT Verlagsgruppe und der Verlage in den USA. Das Konzernjahresergebnis belief sich auf 284,3 Mio. € (2020: 92,9 Mio. €) und übertraf damit die Planung für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 51,2 Mio. € deutlich im Wesentlichen aufgrund höherer Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften und des Joint Ventures Springer Nature, sowie positiver Ergebnisbeiträge aus der Bewertung von Investment Funds. Diese höheren Ergebnisbeiträge waren im Wesentlichen das Resultat wachsender Umsätze, struktureller Margenverbesserungen und von erfolgreichem Kostenmanagement. Der auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallende Anteil am Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2021 betrug 24,9 Mio. € (2020: 14,7 Mio. €). Vermögens- und Finanzsituation Konzern-Bilanz- und Finanzierungsstruktur
Die Bilanzsumme stieg von 2.981,7 Mio. € am Ende des Geschäftsjahres 2020 um 11,8 % auf 3.333,7 Mio. € zum 31. Dezember 2021. Das kurzfristige Nettovermögen sank im Saldo um 56,4 Mio. € auf 17,9 Mio. €. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus einem Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten, dem ein geringerer Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüberstand. Die Summe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristigen Steuerforderungen stieg um 26,2 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren als Folge eines umsatzstarken vierten Quartals am Stichtag um 34,4 Mio. € höher als im Vorjahr. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Mio. €. Kurzfristige Steuerforderungen gingen um 8,2 Mio. € auf 3,8 Mio. € zurück. Kurzfristige Forderungen aus dem Finanzierungsleasing verblieben mit einem Anstieg um 0,4 Mio. € auf 4,5 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Vorräte- und Autorenrechte waren um 7,1 Mio. € höher als im Vorjahr. Dies resultierte aus einem Anstieg der Vorräte um 8,5 Mio. €, wohingegen die Autorenrechte um 1,4 Mio. € sanken. Vor Wertberichtigungen waren die Autorenrechte mit 554,6 Mio. € um 21,7 Mio. € höher als im Vorjahr. Im Vergleich dazu stiegen die Wertberichtigungen für Autorenrechte um 23,1 Mio. € auf 375,8 Mio. €. Kurzfristige Finanzielle Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr 2021 mit 7,3 Mio. € um 8,1 Mio € niedriger als im Vorjahr. Dies resultierte im Wesentlichen aus um 4,8 Mio. € niedrigeren Forderungen gegenüber Beteiligungen und mit einem Rückgang von 5,8 Mio. € aus der Bewertung von Derivaten. Forderungen für langfristige Beratungsaufträge und sonstige finanzielle Vermögenswerte hingegen waren um 2,5 Mio. € höher als im Vorjahr. Die Kurzfristigen Nicht Finanziellen Vermögenswerte waren mit 72,6 Mio. € um 12,6 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Hier stiegen die Vermögenswerte aus Rückgaberechten um 3,1 Mio. €, daneben waren Vorausbezahlte Aufwendungen um 5,4 Mio. € und Sonstige Vermögenswerte dieser Position um 4,1 Mio. € höher als im Vorjahr. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten stiegen im Vorjahresvergleich im Saldo um 41,8 Mio. € an. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 34,3 Mio. €, wovon ein Anstieg von 24,7 Mio. € aus höheren Verbindlichkeiten aus Autorenlizenzen und ein Anstieg von 9,6 Mio. € aus einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen und anderen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultierte. Rückerstattungsverbindlichkeiten aus Remissionen von Buchhändlern waren um 7,9 Mio. € höher als im Vorjahr. Die Rückstellungen stiegen im Vorjahresvergleich um 1,4 Mio. €. Die Steuerverbindlichkeiten hingegen waren um 1,9 Mio. € niedriger als im Vorjahr. Die Kurzfristigen Finanziellen Verbindlichkeiten stiegen im Geschäftsjahr um 17,7 Mio. € auf 179,2 Mio. €. Davon entfiel ein Anstieg um 17,8 Mio. € im Wesentlichen auf die Dotierung der Gesellschafterkonten, die zu höheren Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen (Gesellschafter) führte. Die Kurzfristigen Nicht Finanziellen Verbindlichkeiten waren mit 374,6 Mio. € um 35,2 Mio. € höher als im Vorjahr. Auf Abgrenzungen für Personalkosten entfiel, insbesondere aufgrund der durch die gute Ergebnissituation höheren variablen Gehaltsbestandteile, ein Anstieg von 13,8 Mio. € und auf Erhaltene Anzahlungen ein Anstieg von 19,5 Mio. €. Verbindlichkeiten aus Umsatzabgrenzungen waren um 2,5 Mio. € höher als im Vorjahr. Die Immateriellen Vermögenswerte waren in Summe um 30,7 Mio. € höher als im Vorjahr. Der Anstieg resultierte aus einem Zuwachs von 31,7 Mio. € aus Geschäfts- und Firmenwerten. Davon war ein Anstieg von 22,7 Mio. € auf Wechselkurseffekte und ein Zuwachs von 9,0 Mio. € auf Unternehmenskäufe im Bereich Digital Science zurückzuführen. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer aus Unternehmenszusammenschlüssen und separat erworbene Immaterielle Vermögenswerte lagen mit 90,2 Mio. € (2020: 91,2 Mio. €) in etwa auf Vorjahresniveau. Zugänge in Höhe von 16,8 Mio. €, Abschreibungen und Abgänge von 20,4 Mio. € und positive Wechselkurseffekte von 2,6 Mio. € glichen sich hier in Summe weitestgehend aus. Die Sachanlagen waren um 12,7 Mio. € niedriger als im Vorjahr. Planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 10,3 Mio. € standen Zugänge durch Investitionen in Höhe von 6,2 Mio. € gegenüber. Auf die Wechselkursentwicklung entfiel eine Erhöhung von 3,8 Mio. €. Auf Mietereinbauten in nicht mehr genutzten Büroflächen in New York wurde eine Sonderabschreibung in Höhe von 12,3 Mio. € vorgenommen. Die Nutzungsrechte der nach IFRS 16 Leasing bilanzierten Vermögenswerte verminderten sich im Geschäftsjahr um 20,1 Mio. €. Zugänge in Höhe von 7,1 Mio. € betrafen mit 5,8 Mio. € Mietverträge und mit 0,6 Mio. € Fahrzeuge. Die Investitionen in "Technische Anlagen und Maschinen" betrugen 0,3 Mio. €. Auf "Betriebs- und Geschäftsausstattung" entfiel ein Zugang von 0,4 Mio. €. Dem stand ein Rückgang aus planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 22,9 Mio. € gegenüber. Für nicht mehr genutzte Büroflächen in New York wurde eine Wertminderung von 17,5 Mio. € vorgenommen. Auf Währungseffekte entfiel eine Erhöhung von 13,2 Mio. €. Für untervermietete Büroflächen bestanden langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 44,1 Mio. € (2020: 45,3 Mio. €). Die Position "Finanzanlagen, Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen, Steuerforderungen" erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021 insgesamt um 17,4 Mio. €. Dies resultierte mit 78,7 Mio. € aus der At-Equity Bewertung der "Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen" und betraf überwiegend die Buchwertfortschreibung der HV Investment Funds IV und V sowie des Joint Venture Springer Nature und Frontiers. Die Position Finanzanlagen sank im Vergleich zum Vorjahr um 61,3 Mio. €. Hier führte die Rückzahlung eines langfristigen Darlehens von 90,1 Mio. € (einschließlich Zinsen von 7,7 Mio. €) von Springer Nature an die Holtzbrinck Publishing Group zu einem Rückgang von 82,6 Mio. € (Buchwert am 31.12.2020). Auf sonstige Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens entfiel ein Rückgang von 0,4 Mio. €. Die in den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungsbuchwerte waren mit 131,6 Mio. € um 21,7 Mio € höher als im Vorjahr. Dies resultierte im Wesentlichen aus Wertsteigerungen im Zuge der Fair Value-Bewertung von Investmentfunds und weiterer Beteiligungen nach IFRS 9. Der Saldo aus Langfristigen Finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sank um 3,5 Mio. €. Hier waren insbesondere langfristige Eventualverbindlichkeiten für Kaufpreisanpassungen aus Unternehmenserwerben um 2,9 Mio. € höher als im Vorjahr. Die Position "Latente Steuern" stieg im Saldo um 6,8 Mio. € aufgrund höherer aktiver latenter Steuern, die überwiegend aus temporären Bewertungsdifferenzen und der Bewertung sowie Nutzung von Verlustvorträgen bei Tochterunternehmen in den USA und Deutschland resultierten. Die Nettofinanzposition (ohne Leasingverbindlichkeiten), die Summe aus Wertpapieren in Höhe von 305,1 Mio. € und Liquide Mittel in Höhe von 213,5 Mio. € betrug 518,6 Mio. € (2020: 223,3 Mio. € einschließlich 1,4 Mio. € zur Veräußerung gehaltener liquider Mittel). Vom Anstieg in Höhe von 295,3 Mio. € entfiel ein Zuwachs von 238,4 Mio. € auf Wertpapiere. Davon waren 220,0 Mio. € überwiegend auf den Erwerb von Geldmarktfonds und geldmarktnahen Fonds zurückzuführen. Ein Rückgang von rund 1,0 Mio. € entfiel auf Wertberichtigungen. Der Anteil an einem syndizierten Darlehen für Springer Nature (Term Loan B) wurde um 19,4 Mio. € erhöht. Abzüglich der im Vorjahr zur Veräußerung gehaltenen, liquiden Mittel stiegen die liquiden Mittel um 56,9 Mio. €. Darin enthalten war ein wechselkursbedingter Zuwachs in Höhe von 3,4 Mio. €. Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit setzte 260,2 Mio. € (2020: 169,1 Mio. €) zur Finanzierung der Holtzbrinck Publishing Group frei, wozu eine Mittelfreisetzung aus den betrieblichen Aktiva und betrieblichen Passiva in Höhe von 47,6 Mio. € (2020: 59,2 Mio. €) beitrug. Diese resultierte im Wesentlichen aus höheren Verbindlichkeiten aus Autorenlizenzen, höheren Abgrenzungen von Personalkosten und höheren erhaltenen Anzahlungen. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug 80,8 Mio. € (2020: 21,4 Mio. €). Neben Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (Rechte und Lizenzen ohne Kaufpreisallokationen) in Höhe von 16,6 Mio. € (2020: 15,0 Mio. €) wurden Tochterunternehmen für 6,5 Mio. € erworben. Auf die Veräußerung von Tochterunternehmen entfiel ein Mittelzufluss von 8,2 Mio. €. Aus dem Ausgleich von Gewährleistungsanspüchen im Zusammenhang mit der Gründung des Joint Ventures Springer Nature resultierte ein Mittelzufluss von 16,2 Mio. €. Die Auszahlungen für sonstige Finanzinvestitionen betrugen 82,1 Mio. €. Davon resultierten 220,0 Mio. € aus Investitionen in Wertpapiere und 19,4 Mio. € in syndizierte Darlehen an Springer Nature. Ein Zufluss von 90,1 Mio. € resultierte aus der Rückzahlung eines langfristigen Darlehens von Springer Nature an die Holtzbrinck Publishing Group. Daneben flossen der Holtzbrinck Publishing Group im Saldo 67,4 Mio. € aus Ausschüttungen und Einzahlungen in Investmentfunds, dem Erwerb und Verkauf von Anteilen an Beteiligungen sowie der Veränderung von Darlehen an Beteiligungen zu. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 125,9 Mio. € (2020: 60,4 Mio. €) enthielt Zins- und Tilgungszahlungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 35,9 Mio. € (2020: 36,5 Mio. €). Auszahlungen für sonstige Finanzierungsinstrumente in Höhe von 3,9 Mio. € resultierten im Wesentlichen aus Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe. Einzahlungen von Gesellschaftern von 6,8 Mio. € betrafen im Wesentlichen Steuererstattungen. Die Auszahlungen an Gesellschafter in Höhe von 59,3 Mio. € enthielten Zahlungen für Erbschaftsteuern von 46,7 Mio. € und Auszahlungen von 12,6 Mio. € für Zinsen und sonstige Entnahmen. Die Ausschüttungen an Eigentümer von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 29,3 Mio. € betrafen im Wesentlichen Mitgesellschafter an der ZEIT Verlagsgruppe. Eigentümer von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss tilgten Darlehen in Höhe von 0,2 Mio. €. Die Holtzbrinck Publishing Group rechnet in 2022 mit einer weiteren Zunahme der Nettofinanzposition und voraussichtlich keiner Inanspruchnahme von Kreditlinien zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes. Das Konzerneigenkapital gemäß IAS 32 (ergänzt) stieg per 31. Dezember 2021 um 282,1 Mio. € auf 1.608,0 Mio. €. Der Zuwachs resultierte überwiegend aus einer Zunahme der Rücklagen. Das auf die Gesellschafter der Holtzbrinck Publishing Group entfallende Konzernergebnis erhöhte die Rücklagen um 259,4 Mio. €. Auf versicherungsmathematische Gewinne aus leistungsorientierten Pensionszusagen entfiel ein Zuwachs von 3,4 Mio. €. Die Rücklagen für Währungsdifferenzen stiegen um 42,3 Mio. €. Die Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe sanken um 9,0 Mio. €. Die Absicherungen von Zahlungsströmen erhöhten sich um 0,2 Mio. €. Das anteilige kumulierte, übrige Eigenkapital von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen stieg aufgrund einer Erhöhung der Rücklagen für Währungsdifferenzen und aus der Pensionsbewertung bei dem Joint Venture Springer Nature um 45,4 Mio. €. Entnahmen auf Gesellschafterkonten minderten die Rücklagen um 20,0 Mio. €, daneben minderten Entnahmen für Ausschüttungen des Hybridkapitals die Rücklagen um 2,2 Mio. €. Zuweisungen für Putoptionen von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss minderten die Rücklagen um 36,9 Mio. €. Das Hybridkapital blieb im Saldo mit 40,4 Mio. € unverändert. Die Vergütung für das Hybridkapital wurde ausbezahlt und in entsprechender Höhe den Rücklagen entnommen. Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss waren mit 0,2 Mio. € (2020: 0,1 Mio. €) auf Vorjahresniveau. Dem Anteil anderer Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss am Konzernergebnis von 24,9 Mio. € und am Sonstigen Ergebnis von 3,8 Mio. € standen Dividenden in Höhe von 27,0 Mio. € sowie Zuweisungen an das Sonstige von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestellte Kapital von 1,9 Mio. € gegenüber. Aus dem Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel resultierte ein Zugang von 0,3 Mio. €. Das Sonstige von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestellte Kapital enthielt langfristige Gesellschafter-Darlehen in Höhe von 126,6 Mio. € (2020: 172,7 Mio. €). Die Abnahme von 46,1 Mio. € resultierte mit 34,7 Mio. € aus Erbschaftsteuerzahlungen für Betriebsvermögen und im Saldo 6,8 Mio. € Steuererstattungen und 0,5 Mio. € Aufwand für Steuerabgrenzungen. Zinsen wurden in Höhe von 2,3 Mio. € gutgeschrieben. Daneben wurde die Entnahme von 20,0 Mio. € für das laufende Geschäftsjahr 2021 auf die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen übertragen. Die Bewertung der Put-Optionen von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss stieg um 39,0 Mio. €. Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss an Personengesellschaften waren mit 2,6 Mio. € um 0,2 Mio. € niedriger als im Vorjahr. Der Saldo in Höhe von 38,8 Mio. € wurde aus den Gewinnrücklagen mit 36,9 Mio. € unter Berücksichtigung von 1,9 Mio. € aus der laufenden Fortschreibung der Anteile ohne beherrschenden Einfluss zugeführt. Basierend auf der Summe aus Eigenkapital gemäß IAS 32 (ergänzt) und "Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltem Kapital", verfügte die Holtzbrinck Publishing Group über eine um Wertpapiere und Liquide Mittel (einschließlich zur Veräußerung gehaltene Liquide Mittel) bereinigte wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 70,1 % (2020: 60,9 %). Mitarbeitende Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden der Holtzbrinck Publishing Group lag im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit bei durchschnittlich 5.137 (2020: 5.067) und damit insgesamt leicht über dem Niveau des Vorjahres. Davon waren 3.030 (2020: 2.956) Mitarbeitende im Ausland tätig. Die Qualifikation der Führungskräfte und Mitarbeitenden ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren der Holtzbrinck Publishing Group. Auf dem Online zugänglichen Holtzbrinck Campus können sich Mitarbeitende persönlich und fachlich weiterbilden. Die dort angebotenen Personalentwicklungsprogramme unterstützen die Mitarbeitenden, die wachsenden Herausforderungen an Führung und digitalen Kompetenzen erfolgreich zu bewältigen. Die hohe Leistungsbereitschaft und Motivation der Mitarbeitenden waren wesentliche Basis und Voraussetzung für die insgesamt sehr gute Entwicklung der Holtzbrinck Publishing Group im Geschäftsjahr 2021. Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren sehr hohen Einsatz und die sehr erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2021, das pandemiebedingt weiterhin von außerordentlich schwierigen Rahmenbedingungen geprägt war. Infektionsschutz und Mobiles Arbeiten stellten auch im Geschäftsjahr 2021 hohe Anforderungen an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, an die Organisation, das Management und an die digitale Infrastruktur der Holtzbrinck Publishing Group. Auch im Geschäftsjahr 2021 ermöglichten Umfragen zur Verbesserung der individuellen Arbeitsbedingungen positive Lösungen bei Restriktionen während der COVID-19-Pandemie. Die Umfragen sind Basis für neue Arbeitskonzepte (zum Beispiel Mobiles Arbeiten) und Formen der Zusammenarbeit. Das Thema Diversität und Inklusion wird kurz- und langfristig als Businessthema weitere Verankerung im Unternehmen finden. Prognosebericht Die Europäische Kommission erwartete in ihrer Herbstprognose 2021 von November 2021 ein Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) in 2022 von 4,5 % (2021: 5,7 %) und ging für 2023 von einem Anstieg von 3,5 % aus. In Folge des Krieges in der Ukraine rechnet die OECD in ihrem Economic Outlook, Interim Report von März 2022 bei anhaltendem Krieg mit einer Abschwächung der Weltwirtschaftsleistung von über 1 %-Punkt im Jahr 2022 auf rund 2,9%. Die Deutsche Bank rechnet in ihrem World Outlook vom 5. April 2022 für das Jahr 2022 mit einer Abschwächung des Zuwachses der Weltwirtschaftsleistung im Vergleich zur Ausgangsbasis vom Dezember 2021 um 1,3 %-Punkte auf 3,1%. Mit einem Wachstum von 2,9 % bleibt die Wirtschaftsleistung der Welt auch in den Jahren 2023 und 2024 auf niedrigerem Niveau. Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose rechnet in ihrem 144. Gutachten Nr. 1-2022 vom 11. April 2022 mit einem Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung für das Jahr 2022 von 3,5 % und von 3,0 % in 2023. Für die Länder der Europäischen Union (im Folgenden EU) ging die Europäische Kommission im Herbst 2021 für das Jahr 2022 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 4,3 % (2021: 5,0 %) aus. In 2023 wurde ein Anstieg von 2,5 % erwartet. Die OECD korrigierte im März 2022 die Wachstumserwartung der Wirtschaftsleistung, insbesondere aufgrund hoher Verflechtung für Energielieferungen, für die Euro-Länder um 1,4 %-Punkte auf rund 2,9 % nach unten. Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose rechnet im April 2022 für die EU mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,3 % in 2022 und von 2,7 % in 2023. Für Deutschland rechnet die Deutsche Bank in ihrem World Outlook vom 5. April 2022 im Vergleich zur Ausgangsbasis vom Dezember 2021 mit einem Rückgang des Wachstums des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2022 von 4,0 % auf 2,3 %. Mittelfristig soll das Wachstum jedoch mit 3,0 % in 2023 und 0,8 % in 2024 nur leicht unter der Erwartung von vor dem Krieg in der Ukraine liegen. Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose rechnet im April 2022 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 2,7 % in 2022 und für 2023 mit 3,1 %. Die Deutsche Bank rechnet in ihrem World Outlook vom 5. April 2022 für das Vereinigte Königreich mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in 2022 von 3,8 % und in 2023 mit einer Abschwächung des Wachstums auf 0,7 %. Für 2024 wird mit 1,3 % fast ein Wachstum auf das ursprüngliche Niveau der Ausgangsbasis vom Dezember 2021 von 1,4% geplant. Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose rechnet im April 2022 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Großbritannien von 3,7 % in 2022 und von 2,0 % in 2023. Die Deutsche Bank korrigiert in ihrem World Outlook vom 5. April 2022 das erwartete Wachstum der Wirtschaftsleistung der USA in 2022 im Vergleich zur Ausgangsbasis vom Dezember 2021 um rund -1,6 %-Punkte auf 3,0 %. Auch mittelfristig soll das Wachtum auf niedrigerem Niveau bleiben. Die OECD rechnet mit einer Abschwächung in 2022 um rund 0,9 %-Punkte auf rund 2,8%. Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose rechnet im April 2022 für die USA mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der USA von 3,6 % in 2022 und mit 2,1 % in 2023. Die OECD erwartet in ihrem Economic Outlook, Interim Report von März 2022 einen Anstieg der Inflationsrate in der Euro Zone im Jahr 2022 um 2,0 %-Punkte auf rund 4.7 % und für die USA um 1,4 %-Punkte auf rund 6,2 %. Die Deutsche Bank rechnet in 2022 für die Kernmärkte der Holtzbrinck Publishing Group mit einem höheren Anstieg der Inflationsrate, auf über 7,0 %. Für Deutschland wird diese in 2022 mit 7,0 % erwartet, in den USA mit 7,2 % und für das Vereinigte Königreich mit 7,7 % noch darüber liegend. Auch in 2023 soll die Inflationsrate in diesen Ländern mit 3,9 % in den USA, 4,0 % in Deutschland und 4,5 % im Vereinigten Königreich um rund 1,1 % - 2,5 %-Punkte höher sein als in der Herbstprognose (OECD Economic Outlook 110). Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose rechnet im April 2022 mit einem Anstieg der Verbraucherpreise in der EU um 5,8 % in 2022 und um 2,6 % in 2023. In Deutschland sollen die Verbraucherpreise in 2022 um 6,1 % steigen und in 2023 um 2.8 %. Für die USA wird mit einem Anstieg der Inflationsrate in 2022 auf 7,3 % gerechnet (2023: 2,9 %). In Großbritannien beträgt die Inflationserwartung für 2022 5,9% (2023: 2,7%). Die Inflationsrate wird insbesondere durch Preiserhöhungen für Energieträger (Gas und Öl) sowie eine Verknappung bei Grundstoffen (z.B. Metalle) getrieben. Der Ausfall von Weizen- und Maisexporten sowie Dünger aus Russland und der Ukraine führt vor allem in Schwellenländern zu Preissteigerungen. Die Umsätze des Geschäftsfeldes Macmillan Publishers sind vom Ausgabeverhalten der Konsumenten abhängig. Hier rechnet die Holtzbrinck Publishing Group insbesondere aufgrund höherer Inflation mit zurückhaltendem Konsum in ihren Kernmärkten. Der Werbe- und Anzeigenmarkt kann, aufgrund einer Konsumzurückhaltung als Folge des Krieges in der Ukraine, unter erheblichen Druck kommen, was gegenüber dem Budget zu Umsatzeinbußen führen kann. Dies gilt vor allem für die Printwerbeanzeigen der ZEIT Verlagsgruppe im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services und für die Fachzeitschriften des Joint Ventures Springer Nature. In ähnlicher Form jedoch auch für diejenigen digitalen Geschäftsmodelle, die sich im Wesentlichen über Werbeerlöse finanzieren. Steigende Energie- und Rohstoffkosten sowie Unterbrechungen der Lieferketten werden die Druck- und Papierkosten erhöhen. Die Holtzbrinck Publishing Group setzt dieser Entwicklung Maßnahmen entgegen, um diese Bereiche durch gruppenweit koordinierte Prozesse resilienter zu gestalten. Neue COVID-19 Wellen erhöhen, bei zeitlich länger anhaltenden Lockdown Maßnahmen, beim physischen Einzelhandel neben den Umsatzrisiken auch die Ausfallrisiken von Forderungen gegenüber Buchhändlern. Im Geschäftsfeld Holtzbrinck Science and Education plant die Holtzbrinck Publishing Group in 2022 bei Macmillan Learning den Anteil der durch digitale Lehrinhalte erzielten Umsätze weiter zu erhöhen und die Migration der Inhalte hin zur neuen Plattform "Achieve" fortzusetzen. Zögerliche Immatrikulationen an Hochschulen sowie weiterhin Druck auf die Preise und die Abhängigkeit von Budgetrestriktionen öffentlicher Auftraggeber sind, wie im Jahr 2021, auch in 2022 schwierige Rahmenbedingungen. Das von der Holtzbrinck Publishing Group zu 53 % gehaltene Joint Venture Springer Nature ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen in den Geschäftsbereichen Research ("Science, Technical and Medical" / STM) und Education global sowie im Geschäftsbereich Professional Publishing vorrangig in Deutschland und den Niederlanden tätig. Springer Nature rechnet für das Geschäftsjahr 2022 mit einem Umsatz zwischen 1.660 Mio. € und 1.760 Mio. €. Dieser wird von der weiteren Entwicklung der COVID-19-Pandemie und, in begrenztem Umfang, von Auswirkungen des Krieges in der Ukraine abhängen. Für die zugrunde liegende "Operating Profit"- Marge wird bei unverändertem Niveau der Wechselkurse für das Geschäftsjahr 2022 ein stabiles Niveau erwartet. Einige der im Jahr 2021 während der COVID-19- Pandemie initiierte Maßnahmen zu Kosteneinsparungen sind nicht dauerhaft und führen bei Beendigung zu Kostenanstiegen in diesen Bereichen. Dem gegenüber stehen organisationale und operationelle Effizienssteigerungen, die aus den Erfahrungen während der COVID-19-Pandemie resultieren. Der kontinuierliche Anstieg des Anteils der Umsätze rein digitaler Produkte und Skaleneffekte der Kerngeschäftsmodelle im Geschäftsbereich Research sollen mittelfristig die operative Profitabilität steigern. Währungsschwankungen, insbesondere aus den Währungspaaren US-Dollar und Britisches Pfund gegenüber dem Euro, können sich in 2022 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holtzbrinck Publishing Group - in Euro gerechnet - auswirken. Die Holtzbrinck Publishing Group hat diesbezüglich vorsichtige Annahmen in ihre Planung einfließen lassen und Sicherungsmaßnahmen (Cash Flow-, Fair Value- und Net Investment Hedges) getroffen, um Währungsrisiken mittelfristig zu begrenzen. Der laufende Transformationsprozess hin zu digitalen Medien wird im Jahr 2022 anhalten und in allen Geschäftsfeldern weiterhin Entwicklungs- und Anlaufkosten für neue Produkte, Technologien und Geschäftsmodelle erforderlich machen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers LLP geht in ihrer Studie "Global Entertainment and Media Outlook: 2021-2025" davon aus, dass sich die Zahl der über einen Breitbandanschluss verfügenden Internethaushalte im Zeitraum bis 2025 um durchschnittlich 3,8 % p. a. in den USA, um 2,9 % p.a. im Vereinigten Königreich und um 2,0 % p. a. in Deutschland erhöhen wird. Für Indien erwartet PricewaterhouseCoopers LLP ein Wachstum von 3,1 % p.a. und für Festland-China wird mit einem Zuwachs von 1,9% p.a. gerechnet. Die COVID-19-Pandemie verstärkte den Zuwachs fixer Breitbandanschlüsse aufgrund der höheren Verwendung während der Lockdown Phasen für Heimarbeit und Streaming-Dienste zur Unterhaltung. Diese Lebensstile werden langfristig, auch nach der COVID-19-Pandemie, bestehen bleiben. Die Allgegenwart von Smartphones führe dazu, dass der mobile Sektor weltweit in Summe bis zum Jahr 2025 zwei Drittel des Umsatzes für Internetzugänge betragen wird. PricewaterhouseCoopers LLP erwartet ein durchschnittliches Wachstum bis 2025 von 5,6 % p.a. für die USA, 11,0 % p.a. für das Vereinigte Königreich und 8.1 % p.a. für Deutschland. Die Zuwachsraten für Emerging Economies wie Indien liegen bei 14,0 % p.a.. Für Festland-China soll die mobile Internetnutzung mit 3.1 % p.a. zulegen. Für "Consumer Books" rechnet PricewaterhouseCoopers LLP in ihrer Studie "Global Entertainment and Media Outlook: 2021-2025" bis 2025 mit einer weltweiten Wachstumsrate von 3,8 % p.a. für elektronische Publikationen. Für Print/Audio-Publikationen wird global mit einem leichten Wachstum von 0,7 % p.a. gerechnet. Der Anteil der elektronischen Publikationen soll von 22,3 % in 2021 auf 24,6 % im Jahr 2025 steigen. Für die USA wird bis 2025 mit einem durchschnittlichen Wachstum bei elektronischen Publikationen von 1,7 % p.a. gerechnet, während das durchschnittliche Wachstum des Marktes für Print/Audio höher, bei 2,5% p.a., eingeschätzt wird. Den Anteil der elektronischen Publikationen erwartet PricewaterhouseCoopers LLP für 2025 bei 27,9 % (2021: 28,5 %). Für Deutschland wird auf niedrigerem Niveau mit einem durchschnittlichen Wachstum des Marktes für elektronische Publikationen von 1,4% p.a. bis 2025 gerechnet, diese sollen einen Anteil von 6,1 % (2021:5,4%) erreichen. Der Markt für Print/Audio Publikationen wird um durchschnittlich 2,0 % p.a. rückläufig eingeschätzt. Für das Vereinigte Königreich rechnet PricewaterhouseCoopers LLP mit einem Wachstum des Marktes für elektronische Publikationen um 1,0 % p.a. bis 2025. Auch der Markt für Print/Audio Publikationen soll mit 1,0 % p.a. wachsen. Der Marktanteil für elektronische Publikationen soll in 2025 bei 29,5 % (2021: 29,4 %) liegen. Die gesamten Werbeeinnahmen der Unterhaltungs- und Medienbranche im Internet sollen weltweit bis 2025 um durchschnittlich 7,7 % p.a. steigen. Die künftigen Werbeausgaben werden mit einem Wachstum von 10,0% p.a. von mobilen Internetanwendungen getrieben. Das Wachstum von In-stream und Out-stream VideoWerbung wird bis 2025 mit 15,7% p.a. eingeschätzt. Der Anteil von Werbeausgaben für Printprodukte, insbesonders für Zeitungen, wird von PricewaterhouseCoopers LLP mit 3,3 % p.a. rückläufig geplant. Das überdurchschnittliche Wachstum der digitalen Medien basiert auf technologischem Fortschritt und hoher Funktionalität. Es wird dabei von einer sich beschleunigenden Veränderung des Mediennutzungsverhaltens (Mobiles Internet und Video Streaming) und von einer zunehmenden Vielfalt geeigneter Lesegeräte sowie der zunehmenden Geschwindigkeit der Internetzugänge getrieben. Die fortwährende Konsolidierung der physischen Distribution auf Verlags- und Handelsseite erhöht den Wettbewerbsdruck auf die traditionellen Medien zusätzlich. Die Entwicklung bestehender und neuer, digitaler Produkte und Dienstleistungen wird auch künftig erhebliche Investitionen, sowohl in die eigene Produktstärke und Distribution als auch in alternative Geschäftsmodelle - insbesondere im Bereich der digitalen Medien - erforderlich machen. Die Beherrschung und Optimierung der Kostenstrukturen werden - bei gleichzeitig erhöhten Investitionen und Entwicklungskosten - auch in 2022 eine elementar wichtige Rolle spielen und sind Voraussetzung für die Sicherung der Ergebnisse. Die Holtzbrinck Publishing Group beurteilt die Aussichten für das Geschäftsjahr 2022 zurückhaltend und geht von einer insbesondere aufgrund des Krieges in der Ukraine und der COVID-19-Pandemie volatil verlaufenden wirtschaftlichen Entwicklung in ihren regionalen Kernmärkten aus. Die Holtzbrinck Publishing Group rechnet für das Geschäftsjahr 2022 währungs- und portfoliobereinigt mit einem leichten Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Bereich. Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2021, das von vielen Spitzentiteln geprägt war, rechnet das Geschäftsfeld Macmillan Publishers für das Jahr 2022 mit niedrigeren Umsätzen. Dieses soll von einem Umsatzwachstum bei Digital Science und bei der ZEIT Verlagsgruppe teilweise kompensiert werden. Das Operating EblTDA der vollkonsolidierten Unternehmen wird aufgrund niedrigerer Umsätze um rund 26 % unter dem Niveau des Jahres 2021 erwartet. Es wird erwartet, dass die im Geschäftsjahr 2022 andauernde COVID-19-Pandemie und der Krieg in der Ukraine die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Verlage und Unternehmen in Abhängigkeit der jeweiligen Geschäftstätigkeit unterschiedlich stark beeinflussen, sich jedoch nicht bestandsgefährdend auf die Holtzbrinck Publishing Group auswirken werden. Mögliche negative Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hängen von der Dauer der Krisen in allen Ländern und Märkten, in denen die Holtzbrinck Publishing Group tätig ist, ab. Die Dauer ist aus heutiger Sicht nicht belastbar abschätzbar. Insbesondere aufgrund ihrer weitgehend resilienten Geschäftsmodelle erwartet die Holtzbrinck Publishing Group trotz andauernder Krisen ein wiederum erfolgreiches Geschäftsjahr 2022. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Die Unternehmenspolitik der Holtzbrinck Publishing Group hat durch die Diversifizierung in mehrere attraktive Segmente nationaler und internationaler Medienmärkte und dem Joint Venture Springer Nature zu einem ausgewogenen Risikoprofil geführt. Die drei Geschäftsfelder, das Joint Venture Springer Nature und Investitionen in Investment Funds bilden bei einer einheitlichen Ausrichtung auf hochwertige Inhalte abgrenzbare Teilbereiche mit einem komplementären und dadurch auch in Krisenzeiten robusten Risiko-/Chancenprofil. Risiken aus dem Krieg in der Ukraine bestehen im Wesentlichen hinsichtlich steigender Energie- und Papierpreise sowie hinsichtlich der Unterbrechung von Lieferketten, die auch zu Umsatzausfällen führen können. Ein Ausfall der Erdgaslieferungen durch Russland durch Boykott (EU) oder Sanktionierung (Russland) wird sich ebenfalls negativ auf Lieferketten und Produktionsprozesse auswirken. Eine höhere Inflation belastet durch höhere Kosten die operativen Margen, wobei selektive Preiserhöhungen auf der Absatzseite teilweise kompensierend wirken können. Eine Konsumzurückhaltung birgt insbesondere das Risiko niedrigerer Umsätze im Geschäftsfeld Macmillan Publishers und niedrigerer Umsätze der von Werbeanzeigen abhängigen Geschäftsmodelle. Aus der COVID-19-Pandemie resultieren Chancen und Risiken für sämtliche Geschäftsfelder der Holtzbrinck Publishing Group. Im Geschäftsfeld Macmillan Publishers bestehen Risiken insbesondere hinsichtlich der Lieferketten sowie eingeschränkter Öffnungszeiten und Zugangsbeschränkungen bei Buchhändlern. Chancen bieten der Versandhandel und eBooks. Im Geschäftsfeld Macmillan Learning bestehen Risiken hinsichtlich vom Präsenzunterricht abhängiger Umsätze. Chancen bieten digitale Lehrinhalte. Im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services sind Umsätze in den Bereichen Anzeigen, Reisen und Veranstaltungen erhöhten Risiken ausgesetzt. Chancen bestehen bei digitalen Produkten und Dienstleistungen. Die Intensität und Auswirkungen für die Geschäftsfelder sind aus heutiger Sicht nicht abschließend abschätzbar. Die Abhängigkeit von einzelnen regionalen Märkten ist limitiert. Die bekannten nationalen und internationalen Marken unter dem Dach der Holtzbrinck Publishing Group dokumentieren auch unter schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen die hohe wirtschaftliche Substanz der Gruppe. Wie die gesamte Medienlandschaft befinden sich auch die Geschäftsfelder der Holtzbrinck Publishing Group in vielen ihrer Aktivitäten im Umbruch. Das hohe Wachstum der digitalen Medien, getrieben durch technologischen Fortschritt und hohe Funktionalität, wird von einer sich beschleunigenden Veränderung des Mediennutzungsverhaltens und des Werbemarkts weiter verstärkt. Die erfolgreiche Teilnahme an den Chancen dieser Veränderungen bleibt eine der Voraussetzungen für das langfristig anhaltende Wachstum der Holtzbrinck Publishing Group insgesamt. Aufgrund der hohen Deckungsbeiträge von Werbeerlösen wirken sich Rückgänge bei Anzeigenvolumina und -preisen typischerweise stark auf den finanziellen Erfolg von Medienunternehmen aus. Die Abhängigkeit von den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen folgenden volatilen Werbemärkten ist daher ein bedeutsamer Risikoindikator. Der Anteil der Werbeerlöse am Konzernumsatz der Holtzbrinck Publishing Group stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr portfoliobereinigt auf 4,2 % (2020: 3,9 %) und ist damit im Vergleich mit großen nationalen und internationalen Wettbewerbern immer noch als eher gering einzustufen. Die Holtzbrinck Publishing Group verfügt im Rahmen ihres Risikomanagements über detaillierte Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme. Ziel dieser Systeme ist es, mögliche Risiken aus operativen Geschäften sowie aus Beteiligungen und Finanzanlagen frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die Erläuterungen zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Holtzbrinck Publishing Group verfügt zum 31. Dezember 2021 über eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 70,1% (Vorjahr 2020: 60,9%). Die Finanzierung der Holtzbrinck Publishing Group aus der bestehenden Liquidität und einer Kreditlinie zur Abdeckung unterjährig saisonaler Finanzierungsspitzen, ist aus heutiger Sicht auch während der COVID-19-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine in ausreichendem Umfang sichergestellt. Das Joint Venture Springer Nature ist in einem von der Holtzbrinck Publishing Group getrennten Finanzierungskreis hauptsächlich durch Fremdkapital finanziert und verfügt ebenfalls, auch während der COVID-19-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine, über ausreichende Liquidität. Aufgrund der Auslandsaktivitäten und der Finanzierungsstruktur der Holtzbrinck Publishing Group bestehen Risiken aus Änderungen von Zinssätzen und/oder Währungskursen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Entwicklungen der Währungspaare Britisches Pfund zu Euro und US-Dollar zu Euro und in geringerem Umfang der Zinsen in den Währungsräumen des Britischen Pfunds, des US-Dollars und des Euros. Das zentrale Risikomanagement der Holtzbrinck Publishing Group setzt geeignete Zins- und Währungsinstrumente ein, um diese Risiken kurz- und mittelfristig zu begrenzen und zu steuern. Im Geschäftsjahr 2022 bestehen Anlagen in Wertpapiere. Diese betreffen im Wesentlichen Anlagen in Geldmarkt und geldmarktnahe Funds. Anlagerisiken werden durch eine breite Streuung und Kontrahentenlimite begrenzt. Die Risikophilosophie in Bezug auf die finanziellen Risiken der Gruppe ist in einem verbindlichen Richtlinienpaket verankert. Ziel des Risikomanagements ist die Quantifizierung, Beherrschung und Minimierung finanzieller Risiken bis zu einem der Risikotragfähigkeit der Gruppe adäquaten Maß. Das finanzielle Risiko-Management umfasst alle Maßnahmen zur Früherkennung, Absicherung und Überprüfung der Sicherungswirkung für das operative Geschäft, die Bestands- und Ertragskraft der Gruppe gegen Liquiditäts-, Zinsänderungs-, Währungs-, Rohstoff- und Kontrahentenrisiken. Dies geschieht im Rahmen festgelegter Entscheidungsprozesse sowie festgelegter Handlungslimite. Beschaffungsrisiken, zum Beispiel aus der Entwicklung von Druck- und Papierpreisen, werden durch ein entsprechendes Monitoring und durch teils langfristige Kontrahierung von Kapazitäten abgemildert bzw. gesteuert. Hohe Inflationsraten sowie der COVID-19-Pandemie geschuldete Unterbrechungen der Lieferketten führen jedoch zu steigenden Beschaffungspreisen und Druckkosten. Darüber hinaus sind die Geschäftsfelder der Holtzbrinck Publishing Group spezifischen Risiken ausgesetzt. So steht das Geschäftsfeld Macmillan Publishers in einem starken Wettbewerb um Autoren und Marktanteile. Der Markt für elektronische Bücher wächst weiterhin, während der Markt für gedruckte Bücher in Deutschland, nach der Studie "Global Entertainment and Media Outlook: 2021-2025" von PricewaterhouseCoopers LLP, rückläufig ist. Das Geschäftsfeld sieht sich weiterhin mit einer zunehmenden Konsolidierung auf der Buchhandelsseite, insbesondere bei elektronischen Büchern und dem Versandhandel, konfrontiert. Es konzentriert sich ein wachsender Anteil am Absatz des Geschäftsfelds auf eine schrumpfende Anzahl von Buchhändlern. Die Folge sind tendenziell höhere Einzelrisiken bei der Distribution und im Forderungsbestand. Den Forderungsrisiken hat die Holtzbrinck Publishing Group durch die Bildung entsprechender Wertberichtigungen auf Forderungen Rechnung getragen. Die Verlage des Geschäftsfeldes Macmillan Publishers haben sich auf diese Entwicklung produktseitig mit einem umfangreichen Angebot an eBooks und vertriebsseitig durch die Schaffung der technischen Infrastruktur sowie durch die Gestaltung von Vertriebspartnerschaften eingestellt. Die Entwicklungen der Marktpreise für klassische und elektronische Bücher sowie der Autorenhonorare sind wesentliche Einflussgrößen für den künftigen Erfolg des Geschäftsfeldes Macmillan Publishers. Daneben werden strukturell sinkende Stückzahlen, Druck- und Papierpreise sowie Logistikkosten die Ergebnisentwicklung des klassischen Buchs auch in Zukunft stark beeinflussen. Das Geschäftsfeld Holtzbrinck Science and Education agiert mit Macmillan Learning in einem wettbewerbsintensiven Umfeld der Hochschullehrbücher in den USA. Der Handel mit gebrauchten Lehrwerken stellt ein marktseitiges Risiko dar. Gleichzeitig ist eine Zunahme des Preisdrucks, insbesondere bei hochpreisigen Lehrwerken in den USA, festzustellen. Macmillan Learning begegnet dieser Herausforderung insbesondere durch die verstärkte Entwicklung digitaler Lehrmittel sowie die Vermarktung medienübergreifender Lehrangebote. Die Holtzbrinck Publishing Group hält 53 % der Anteile am Joint Venture Springer Nature. Springer Nature ist einer der weltweit führenden Verlage für Publikationen in den Bereichen Forschung, Bildung und Fachveröffentlichungen. Springer Nature besitzt eine breite Palette renommierter und profilierter Marken, die qualitativ hochwertige Inhalte anhand einer Vielzahl innovativer Produkte und Dienstleistungen anbieten. Die Entwicklung so genannter "Open Access"-Aktivitäten, die sich einen weitgehend entgeltlosen Zugang zu öffentlichen Forschungsergebnissen zum Ziel gesetzt haben, macht Fortschritte. Springer Nature begegnet diesen Entwicklungen frühzeitig gestalterisch-positiv und verfügt über ein Titelportfolio und Geschäftsmodelle, die der "Open Access"-Entwicklung entsprechend Rechnung tragen. Durch eine Ausweitung der Konfliktzonen USA/China könnte letztlich auch die globale Kooperation der Forschungseinrichtungen betroffen werden und damit sowohl das globale Volumen an Publikationen als auch der Zugang zu ihnen. Die Unternehmen und Beteiligungen im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services stehen ebenfalls in einem harten Wettbewerb, der hohe Anforderungen an ihre Innovationskraft sowie an effiziente Marketing- und Vertriebsprozesse stellt. Der Bereich Digital Science besteht aus einem Portfolio an Unternehmen, die Softwaregestützte Technologien im Bereich der Forschung entwickeln und anbieten. Für den Ausbau des laufenden Geschäftes und ergänzende Zukäufe von Unternehmen und erfolgversprechenden Produkten wird ein großer Anteil des gruppenweiten Entwicklungskostenbudgets verwendet. Die Unternehmen des Bereiches Digital Science stehen im Wettbewerb um die Budgets von Forschungseinrichtungen und großen, forschungsintensiven Unternehmenskunden. Konjunkturelle Risiken im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services ergeben sich insbesondere für die zum Teil werbefinanzierten Geschäftsmodelle, wie zum Beispiel bei der ZEIT Verlagsgruppe. Der Anteil der Werbeerlöse am konsolidierten Umsatz des Geschäftsfeldes lag im Geschäftsjahr 2021 bei 19,8% (2020: portfoliobereinigt 19,3%). Zur Bereitstellung digitaler Dienstleistungen und zur Abwicklung von Geschäftsprozessen nutzt die Holtzbrinck Publishing Group umfangreiche IT-Systeme. Ein hieraus entstehendes Ausfallrisiko solcher Systeme wird durch den Einsatz interner und externer Hard- und Softwarespezialisten minimiert. Als international tätiges Medienunternehmen sieht sich die Holtzbrinck Publishing Group auch rechtlichen Risiken ausgesetzt. Wesentliche, spezifische Risiken stellen urheberrechtliche und kartellrechtliche Sachverhalte dar. Mit stark wachsendem Umsatzanteil digitaler Produkte steigt auch das Risiko der Verletzung unternehmenseigener Urheberrechte durch Internetpiraterie. Rechtsverletzungen und rechtlichen Risiken begegnet die Holtzbrinck Publishing Group durch den aktiven Einsatz ihrer Rechtsabteilungen. Soweit rechtliche Risiken nicht vermieden oder ausgeschlossen werden können und eine Inanspruchnahme der Holtzbrinck Publishing Group zu erwarten ist, werden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Schließlich ist die Holtzbrinck Publishing Group - wie auch andere Unternehmen - globalen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen politische Risiken, insbesondere den Freihandel in Europa und Nordamerika betreffend, Risiken, die die Funktionsfähigkeit des globalen Finanz- und Wirtschaftssystems betreffen, Naturkatastrophen und die fortbestehende Gefahr terroristischer Anschläge. Aus heutiger Sicht sind keine wesentlichen Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Holtzbrinck Publishing Group grundsätzlich gefährden könnten. Erläuterungen zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit bzw. Wirksamkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der maßgeblichen, rechtlichen Vorschriften sicherzustellen. Das IKS soll gewährleisten, dass die Finanzberichterstattung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holtzbrinck Publishing Group vermittelt. Grundsätzlich gilt jedoch, dass das Risiko von Fehlaussagen und -interpretationen in der Finanzberichterstattung unabhängig von der konkreten Ausgestaltung des IKS nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Das Konzernrechnungswesen der Holtzbrinck Publishing Group ist zentral organisiert, setzt jedoch auf den dezentral geführten und verantworteten Rechnungslegungssystemen der Gruppengesellschaften auf. Insbesondere die Steuerung und Koordination der Prozesse zur (Konzern-)Rechnungslegung und Lageberichtserstellung erfolgen zentral. Ein wesentliches Element des Abschlusserstellungsprozesses bildet eine Konzernbilanzierungsrichtlinie, die für alle Tochtergesellschaften die Anforderungen an die Berichterstattung und eine gruppenweit einheitliche Bilanzierung regelt. Im Rahmen des Konzernabschlussprozesses kommen gruppeneinheitliche Berichtsformate und IT-gestützte, zentral verwaltete Reporting- und Konsolidierungssysteme zum Einsatz. Im Bedarfsfall wird die Expertise externer Dienstleister, z.B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen, hinzugezogen. Die Verantwortung für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren, sowie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer Rechnungslegungsprozesse und -systeme tragen die einzelnen, zur Holtzbrinck Publishing Group gehörenden Gesellschaften. Dabei werden sie von der Holding der Holtzbrinck Publishing Group unterstützt und überwacht. In den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte, interne Kontrollen eingebettet. Das auf die Rechnungslegung bezogene IKS umfasst vor allem präventive Kontrollen, zu denen IT-gestützte sowie manuelle Abstimmungen und Kontrollen, eine weitgehende Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip und klar definierte Zugriffsregelungen gehören.
Stuttgart, 23. Mai 2022 Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG Die Geschäftsführung Dr. Stefan von Holtzbrinck, Vorsitzender Björn Waldow Filmon Zerai Gänsheidestraße 26 70184 Stuttgart Deutschland |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
61 nahegelegene Organisationen
Glasergewerbe
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Veredlung von Holzwaren
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Herstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Großhandel mit Sportartikeln und -zubehör
Architekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Herstellung von elektrischem Installationsmaterial
Herstellung von Transformatoren und Stromrichtern
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Betrieb von Einrichtungen für kunstschaffende Tätigkeiten und darstellende Künste a. n. g.
Großhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Architekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Entwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Verlegen von Computerspielen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Herstellung von sonstiger Bekleidung und Bekleidungszubehör a. n. g.
Public-Relations-Beratung
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Herstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Ambulante Pflegedienste
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Vermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Entwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Verlegen von Computerspielen
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Allgemeine Gebäudereinigung
Großhandel mit Anstrichmitteln
Großhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen