Rowohlt. Berlin Verlag GmbH

Kreuzbergstraße 30, 10965 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 33141
Eingetragen
25.10.2004
Branche
Verlegen von BüchernEinzelhandel mit BüchernVerlegen von Zeitschriften
Gegenstand
Die Vornahme von Verlagsgeschäften aller Art, insbesondere die Herstellung und der Vertrieb eigener Verlagserzeugnisse.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Steffen Matthias Rau
seit 23.3.2026
Geschäftsführer
Gunnar Schmidt
seit 25.11.2014
Geschäftsführer
Florian Enns
seit 18.12.2009
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Rowohlt Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Germany
60.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Georg von Holtzbrinck GmbH & Co.KG

Stuttgart

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk

Rechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart, und die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart, der Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG, Stuttgart, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung und der Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben.

Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 24. Mai 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heubach, Wirtschaftsprüfer

Fischer, Wirtschaftsprüferin

Konzern-Gesamtergebnisrechnung Für den Zeitraum vom 1. Januar - 31. Dezember 2021

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio. € Anhang 2021 2020
Umsatzerlöse [10] 1.744,6 1.560,1
Sonstige betriebliche Erträge [11] 59,1 23,3
Bestandsveränderungen -0,9 -0,2
Materialaufwand [12] -657,9 -620,0
Personalaufwand [13] -505,2 -491,0
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte [14] -83,4 -58,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen [15] -367,9 -350,5
Operatives Ergebnis 188,4 63,7
Ergebnis aus Anteilen an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen [9] 114,9 52,8
Beteiligungsergebnis 0,1 0,2
Zinsen und ähnliche Erträge [16] 14,4 11,1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen [16] -20,2 -24,3
Übriges Finanzergebnis [16] 17,0 1,5
Ergebnis vor Steuern 314,6 105,0
Ertragsteueraufwand [17] -30,3 -12,1
Konzernergebnis 284,3 92,9
Davon: auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallend 24,9 14,7
Davon: auf die Gesellschafter der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck entfallend 259,4 78,2

Sonstiges Ergebnis

Mio. € Anhang 2021 2020
Konzernergebnis 284,3 92,9
Effektiver Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Absicherungen von Zahlungsströmen [41] 0,2 -0,1
Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe [7] 46,2 -52,4
Nettoveränderungen aus Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe [7] -9,0 20,8
Reklassifizierbare anteilige Nettoveränderung des sonstigen Ergebnisses von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen 37,9 -30,3
In Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern des sonstiges Ergebnis 75,3 -62,0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen [36] 3,5 -4,0
Nicht reklassifizierbare anteilige Nettoveränderung des sonstigen Ergebnisses von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen 7,7 -6,6
Ertragsteuern, die auf Posten entfallen, welche nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden [17] -0,4 0,4
In Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliederndes sonstiges Ergebnis 10,8 -10,2
Sonstiges Ergebnis 86,1 -72,2
Konzerngesamtergebnis 370,4 20,7
Davon: auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallend 28,7 10,8
Davon: auf die Gesellschafter der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck entfallend 341,7 9,9

Konzern-Kapitalflussrechnung Für den Zeitraum vom 1. Januar - 31. Dezember 2021

Mio. € Anhang 2021 2020
Konzernergebnis nach Steuern 284,3 92,9
Anpassungen des Ergebnis nach Steuern für die Überleitung zum Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit
Ertragsteueraufwand 30,3 12,1
Gezahlte Ertragsteuer -27,3 -8,7
Übriges Finanzergebnis -17,0 -1,5
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20,2 24,3
Zinsen und ähnliche Erträge -14,4 -11,1
Erhaltene Zinsen 1) 6,4 5,1
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 83,4 58,0
Ergebnis aus Anteilen an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen -114,9 -52,8
Erhaltene Ausschüttungen von Anteilen an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen 0,3 0,2
Gewinne / Verluste aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten sowie aus der Übergangskonsolidierung [8] -11,2 -5,5
Eliminierung von nicht zahlungswirksamen Aufwendungen / Erträgen -27,5 -3,1
Veränderungen der betrieblichen Aktiva und betrieblichen Passiva
Veränderung der betrieblichen Aktiva [18] 9,2 -6,9
Veränderung der betrieblichen Passiva [19] 38,4 66,1
Mittelveränderung aus operativer Geschäftstätigkeit 260,2 169,1
Erwerb von Sachanlagen / immateriellen Vermögenswerten [20] -16,6 -15,0
Erwerb von Tochterunternehmen (abzgl. erhaltene liquide Mittel) [20] -6,5 0,0
Veräußerung von Tochterunternehmen (abzgl. abgegebene liquide Mittel) [20] 8,2 -0,6
Veräußerung / Erwerb / Kapitalveränderungen von/an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen [20] 16,2 0,7
Ein- / Auszahlungen in sonstige Finanzinvestitionen [20] -82,1 -6,5
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -80,8 -21,4
Zahlungen für den Zins- und Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeiten 2) -35,9 -36,5
Veränderung sonstiger Finanzierungsinstrumente -3,9 6,8
Gezahlte Zinsen -2,3 -6,0
Auszahlungen Hybridkapitalgeber -2,2 -13,1
Einzahlungen Gesellschafter 6,8 57,9
Auszahlungen Gesellschafter -59,3 -44,1
Erwerb / Veräußerung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 0,0 -8,7
Ausschüttungen an Eigentümer von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss [21] -29,3 -16,1
Ein- / Auszahlungen an Eigentümer von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss 0,2 -0,6
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -125,9 -60,4
Wechselkursbedingte Wertänderung der liquiden Mittel 3,4 -3,2
Veränderung der liquiden Mittel 56,9 84,1
Stand der liquiden Mittel 1. Januar 156,6 72,5
Stand der liquiden Mittel 31. Dezember 3) [31] 213,5 156,6

1) Darin enthalten sind erhaltene Zinsen aus Untermietverträgen in Höhe von 2,1 Mio € (Vj.: 2,1 Mio. €).
2) Darin enthalten sind gezahlte Zinsen aus Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 13,1 Mio € (Vj.: 13,7 Mio. €).
3) Im Vj. inkl. der unter Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte ausgewiesenen liquiden Mittel i.H.v. 1,4 Mio. €.

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021

Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, Stuttgart

Aktiva

Mio. € Anhang 31.12.2021 31.12.2020
Immaterielle Vermögenswerte [22] 518,4 487,7
Nutzungsrechte [23] 214,2 234,3
Sachanlagen [24] 57,6 70,3
Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen [9] 833,8 755,1
Finanzanlagen [25] 134,6 195,9
Forderungen aus Finanzierungsleasing [26] 44,1 45,3
Steuerforderungen 0,0 0,0
Finanzielle Vermögenswerte 1,9 1,5
Nicht finanzielle Vermögenswerte 0,4 0,1
Latente Steuern [17] 50,7 42,5
Langfristige Vermögenswerte 1.855,7 1832,7
Vorräte [27] 171,6 163,1
Autorenrechte [28] 178,9 180,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [29] 520,7 486,3
Forderungen aus Finanzierungsleasing [26] 4,5 4,1
Steuerforderungen 3,8 12,0
Finanzielle Vermögenswerte [30] 7,3 15,4
Nicht finanzielle Vermögenswerte [30] 72,6 60,0
Wertpapiere [31] 305,1 66,7
Liquide Mittel [31] 213,5 155,2
Kurzfristige Vermögenswerte 1.478,0 1.143,1
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte [32] 0,0 5,9
3.333,7 2.981,7

Passiva

Mio. € Anhang 31.12.2021 31.12.2020
Gesellschaftskapital [33] 161,8 161,8
Rücklagen [33] 1.405,6 1.123,6
Hybridkapital [33] 40,4 40,4
Anteile ohne beherrschenden Einfluss [33] 0,2 0,1
Eigenkapital 1.608,0 1.325,
Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital [34] 345,8 353,1
Leasingverbindlichkeiten [35] 299,5 296,5
Pensionsrückstellungen [36] 51,8 55,8
Rückstellungen [37] 1,9 29,8
Steuerverbindlichkeiten 10,9 7,5
Latente Steuern [17] 17,4 16,0
Finanzielle Verbindlichkeiten [38] 7,2 3,3
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten [38] 26,0 22,5
Langfristiges Fremdkapital 760,5 784,5
Leasingverbindlichkeiten [35] 23,7 21,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 260,3 225,9
Rückerstattungsverbindlichkeiten 113,3 105,4
Rückstellungen [37] 6,4 5,0
Steuerverbindlichkeiten 7,7 9,6
Finanzielle Verbindlichkeiten [39] 179,2 161,5
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten [39] 374,6 339,5
Kurzfristiges Fremdkapital 965,2 868,7
Schulden im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten [32] 0,0 2,6
3.333,7 2.981,7

Konzern-Eigenkapital-Verlagsgruppe Georg

Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
Mio. € Gesellschaftskapital
Stand 1. Januar 2020 151,8
Konzernergebnis -
Sonstiges Ergebnis -
Konzerngesamtergebnis 0,0
Dividendenausschüttungen an Eigentümer -
Andere Zuweisungen an Eigentümer -
Einzahlungen von Eigentümern 10,0
Gesamte Einzahlungen von und Ausschüttungen / Zuweisungen an Eigentümer 10,0
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel -
Erwerb eines Tochterunternehmens mit nicht beherrschenden Anteilen -
Abgang von nicht beherrschenden Anteilen -
Veränderungen bei Eigentumsanteilen an Tochterunternehmen 0,0
Zuweisung an sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital -
Umgliederungen -
Übrige Veränderungen -
Stand 31. Dezember 2020 161,8
Stand 1. Januar 2021 161,8
Konzernergebnis -
Sonstiges Ergebnis -
Konzerngesamtergebnis 0,0
Dividendenausschüttungen an Eigentümer -
Andere Zuweisungen an Eigentümer -
Einzahlungen von Eigentümern
Gesamte Einzahlungen von und Ausschüttungen / Zuweisungen an Eigentümer 0,0
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel -
Erwerb eines Tochterunternehmens mit nicht beherrschenden Anteilen -
Abgang von nicht beherrschenden Anteilen -
Veränderungen bei Eigentumsanteilen an Tochterunternehmen 0,0
Zuweisung an sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital -
Umgliederungen -
Übrige Veränderungen -
Stand 31. Dezember 2021 161,8
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
Gewinnrücklagen
kumuliertes übriges Eigenkapital
Mio. € Kapitalrücklagen Übrige Gewinnrücklagen Rücklage für Währungsdifferenzen Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe
Stand 1. Januar 2020 0,1 1.209,3 80,6 0,0 -50,3
Konzernergebnis - 78,2 - - -
Sonstiges Ergebnis - -3,4 -50,4 0,0 20,8
Konzerngesamtergebnis 0,0 74,8 -50,4 0,0 20,8
Dividendenausschüttungen an Eigentümer - - - - -
Andere Zuweisungen an Eigentümer - -3,1 - - -
Einzahlungen von Eigentümern 30,0 - - - -
Gesamte Einzahlungen von und Ausschüttungen / Zuweisungen an Eigentümer 30,0 -3,1 0,0 0,0 0,0
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - -3,3 - - -
Erwerb eines Tochterunternehmens mit nicht beherrschenden Anteilen - - - - -
Abgang von nicht beherrschenden Anteilen - - - - -
Veränderungen bei Eigentumsanteilen an Tochterunternehmen 0,0 -3,3 0,0 0,0 0,0
Zuweisung an sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital - -42,7 - - -
Umgliederungen - 0,0 -49,0 0,0 49,0
Übrige Veränderungen - 0,0 - - -
Stand 31. Dezember 2020 30,1 1.235,0 -18,8 0,0 19,5
Stand 1. Januar 2021 30,1 1.235,0 -18,8 0,0 19,5
Konzernergebnis - 259,4 - - -
Sonstiges Ergebnis - 3-4 42,3 0,0 -9,0
Konzerngesamtergebnis 0,0 262,8 42,3 0,0 -9,0
Dividendenausschüttungen an Eigentümer - - - - -
Andere Zuweisungen an Eigentümer - -22,2 - - -
Einzahlungen von Eigentümern - - - -
Gesamte Einzahlungen von und Ausschüttungen / Zuweisungen an Eigentümer 0,0 -22,2 0,0 0,0 0,0
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - -0,3 - - -
Erwerb eines Tochterunternehmens mit nicht beherrschenden Anteilen - - - - -
Abgang von nicht beherrschenden Anteilen - - - - -
Veränderungen bei Eigentumsanteilen an Tochterunternehmen 0,0 -0,3 0,0 0,0 0,0
Zuweisung an sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital - -36,9 - -
Umgliederungen - -0,3 - -
Übrige Veränderungen - - - -
Stand 31. Dezember 2021 30,1 1.438,1 23,5 0,0 10,5
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
Gewinnrücklagen
kumuliertes übriges Eigenkapital
Mio. € Absicherung vonZahlungsströmen Anteiliges kumuliertesübriges Eigenkapital von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen Summe Rücklagen Hybridkapital Summe
Stand 1. Januar 2020 -0,1 -105 1.134,5 50,5 1.336,8
Konzernergebnis - - 78,2 - 78,2
Sonstiges Ergebnis 0,1 -36,9 -70,0 - -70,0
Konzerngesamtergebnis 0,1 -36,9 8,2 0,0 8,2
Dividendenausschüttungen an Eigentümer - - 0,0 - 0,0
Andere Zuweisungen an Eigentümer - - -3,1 - -3,1
Einzahlungen von Eigentümern - - 30,0 -10,0 30,0
Gesamte Einzahlungen von und Ausschüttungen / Zuweisungen an Eigentümer 0,0 0,0 26,9 -10,0 26,9
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - 3,3 - -3,3
Erwerb eines Tochterunternehmens mit nicht beherrschenden Anteilen - - 0,0 - 0,0
Abgang von nicht beherrschenden Anteilen - - 0,0 - 0,0
Veränderungen bei Eigentumsanteilen an Tochterunternehmen 0,0 0,0 -3,3 0,0 -3,3
Zuweisung an sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital - -42,7 - -42,7
Umgliederungen - - 0,0 - 0,0
Übrige Veränderungen - - 0,0 -0,1 -0,1
Stand 31. Dezember 2020 -0,2 -142,0 1.123,6 40,4 1.325,8
Stand 1. Januar 2021 -0,2 -142,0 1.123,6 40,4 1.325,8
Konzernergebnis - - 259,4 - 259,4
Sonstiges Ergebnis 0,2 45,4 82,3 - 82,3
Konzerngesamtergebnis 0,2 45,4 341,7 0,0 341,7
Dividendenausschüttungen an Eigentümer - - 0,0 - 0,0
Andere Zuweisungen an Eigentümer - - -22,2 - -22,2
Einzahlungen von Eigentümern - - 0,0 0,0
Gesamte Einzahlungen von und Ausschüttungen / Zuweisungen an Eigentümer 0,0 0,0 -22,2 0,0 -22,2
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel - - -0,3 - -0,3
Erwerb eines Tochterunternehmens mit nicht beherrschenden Anteilen - - 0,0 - 0,0
Abgang von nicht beherrschenden Anteilen - - 0,0 - 0,0
Veränderungen bei Eigentumsanteilen an Tochterunternehmen 0,0 0,0 -0,3 0,0 -0,3
Zuweisung an sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital - - -36,9 - -36,9
Umgliederungen - - -0,3 - -0,3
Übrige Veränderungen - - 0,0 0,0
Stand 31. Dezember 2021 0,0 -96,6 1.405,6 40,4 1.607,8
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
Mio. € Anteile ohne beherrschenden Einfluss Hybridkapital
Stand 1. Januar 2020 1,0 1.337,8
Konzernergebnis 14,7 92,9
Sonstiges Ergebnis -2,2 -72,2
Konzerngesamtergebnis 12,5 20,7
Dividendenausschüttungen an Eigentümer -16,1 -16,1
Andere Zuweisungen an Eigentümer - -3,1
Einzahlungen von Eigentümern - 30,0
Gesamte Einzahlungen von und Ausschüttungen / Zuweisungen an Eigentümer -16,1 10,8
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel -0,8 4,1
Erwerb eines Tochterunternehmens mit nicht beherrschenden Anteilen - 0,0
Abgang von nicht beherrschenden Anteilen - 0,0
Veränderungen bei Eigentumsanteilen an Tochterunternehmen -0,8 4,1
Zuweisung an sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital 3,5 -39,2
Umgliederungen - 0,0
Übrige Veränderungen - -0,1
Stand 31. Dezember 2020 0,1 1.325,9
Stand 1. Januar 2021 0,1 1.325,9
Konzernergebnis 24,9 284,3
Sonstiges Ergebnis 3,8 86,1
Konzerngesamtergebnis 28,7 370,4
Dividendenausschüttungen an Eigentümer -27,0 -27,0
Andere Zuweisungen an Eigentümer - -22,2
Einzahlungen von Eigentümern - 0,0
Gesamte Einzahlungen von und Ausschüttungen / Zuweisungen an Eigentümer -27,0 -49,2
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel 0,3 0,0
Erwerb eines Tochterunternehmens mit nicht beherrschenden Anteilen - 0,0
Abgang von nicht beherrschenden Anteilen - 0,0
Veränderungen bei Eigentumsanteilen an Tochterunternehmen 0,3 0,0
Zuweisung an sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital -1,9 -38,8
Umgliederungen - -0,3
Übrige Veränderungen - 0,0
Stand 31. Dezember 2021 0,2 1.608,0

Konzernanhang 2021

[1] Allgemeine Informationen

An der Spitze der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck stehen zwei rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbundene Unternehmen: die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG sowie deren Komplementärin, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung, beide mit Sitz in Stuttgart (Deutschland). Diese beiden Unternehmen bilden eine wirtschaftliche Einheit und werden daher als einheitliches Mutterunternehmen unter der Bezeichnung "Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck" in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Geschäftsführung hat den Konzernabschluss am 23. Mai 2022 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Die Hauptaktivitäten des Mutterunternehmens und seiner Tochterunternehmen (nachfolgend zusammen auch "Holtzbrinck Publishing Group") umfassen im In- und Ausland die Geschäftsfelder "Macmillan Publishers" (Buchgeschäft), "Holtzbrinck Science and Education" (Macmillan Learning) und "Holtzbrinck Digital, Information & Services" (Digital Science, ZEIT Verlagsgruppe und sonstige Unternehmen) und das Joint Venture Springer Nature. Des Weiteren tätigt die Holtzbrinck Publishing Group Investitionen in junge, neue und digitale Geschäftsmodelle über Investment Funds.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden verschiedene Transaktionen im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services getätigt. Die Holtzbrinck Publishing Group erwarb Anteile an der Fairview Research LLC, New Haven CT/USA und veräußerte die Gesellschaften gutefrage.net GmbH, München, highfivve GmbH, München und aboutbooks GmbH, Stuttgart. Im Vorjahr wurde das Nettovermögen der verkauften Gesellschaften gemäß IFRS 5 als "Zur Veräußerung gehalten" ausgewiesen.

[2] Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS

Der Konzernabschluss der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck wurde in Übereinstimmung mit den zum Abschlussstichtag am 31. Dezember 2021 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt.

Ergänzend wurden die nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften beachtet.

[3] Grundsätze der Aufstellung des Konzernabschlusses

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Anteile ohne beherrschenden Einfluss an voll konsolidierten Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft sowie Put-Optionen unterliegende Anteile ohne beherrschenden Einfluss, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

Der Konzernabschluss wird in Euro (im Folgenden auch €), der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte in Millionen € (Mio. €) angegeben.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt worden.

[4] Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Holtzbrinck Publishing Group hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die aufgeführten neuen bzw. überarbeiteten IFRS angewandt.

Standard/Interpretation Anwendungspflicht Übernahme durch EU Auswirkungen auf die Holtzbrinck Publishing Group
Änderungen an IFRS 9 "Finanzinstrumente", IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" und IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" -Reform der Referenzzinssätze - Phase 2 1.1.2021 ja unbedeutend
Änderungen an IFRS 4 - Verlängerung der vorübergehenden Befreiung von IFRS 9 1.1.2021 ja unbedeutend
Verlängerung des Anwendungszeitraums der Änderungen an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" - Definition für Covid-19-bezogene Mietkonzessionen 1.4.2021 ja unbedeutend

Die Geschäftsjahre 2022 ff. betreffend:

Standard/Interpretation Anwendungspflicht Übernahme von EU Auswirkungen auf die Holtzbrinck Publishing Group
Änderungen an IFRS 3 - Querverweise auf das Rahmenkonzept in IFRS Standards 1.1.2022 ja unbedeutend
Änderungen an IAS 37 - Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung 1.1.2022 ja unbedeutend
Änderungen an IAS 16 - Erlöse aus Verkäufen während der Phase der Herstellung/Errichtung einer Sachanlage 1.1.2022 ja unbedeutend
Sammel-Änderungsstandard zur geringfügigen Änderung von IFRS 1, IFRS 9, IFRS16 und IAS 41 1.1.2022 ja geringe Bedeutung
Änderungen an IFRS 17 1.1.2023 ja keine
Änderungen an IAS 1 - Klassifizierung von Schulden als kurz- bzw. langfristig sowie Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts 1.1.2023 nein grundsätzliche Bedeutung
Änderungen an IAS 1 - Angaben der Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden 1.1.2023 nein geringe Bedeutung
Änderungen an IAS 8 - Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen 1.1.2023 nein unbedeutend
Änderungen an IAS 12 - Latente Steuern bei Zugang eines Vermögenswerts oder einer Schuld 1.1.2023 nein unbedeutend
Änderungen an IFRS 17 - Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 1.1.2023 nein keine
Änderungen an IFRS 14 - regulatorische Abgrenzungsposten unbestimmt nein keine
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 - Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. in ein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen unbestimmt nein geringe Bedeutung

[5] Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Abschlussstichtag bestehende wesentliche Quellen möglicher Schätzungsunsicherheiten werden nachfolgend erläutert.

Die Holtzbrinck Publishing Group erstellt jährlich eine strategische Planung. Diese Planung wird als Basis für die Bilanzierung und Bewertung der nachfolgenden Bilanzposten herangezogen:

Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte (Angabe [22] "Immaterielle Vermögenswerte"):

 

Geschäfts- oder Firmenwerte werden auf Basis Zahlungsmittel generierender Einheiten mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Hierbei wird der erzielbare Betrag einer Zahlungsmittel generierenden Einheit dem Buchwert gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag ist der jeweils höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert.

 

Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten ist der aus dem Verkauf zu marktgerechten Konditionen erzielbare Betrag. Der Nettoveräußerungswert wird mittels eines Multiplikatorverfahrens (Umsatz - Multiple, EblTDA - Multiple) ermittelt oder - soweit vorhanden - aus zuletzt beobachteten Markttransaktionen abgeleitet.

 

Der Berechnung des Nutzungswerts einer Zahlungsmittel generierenden Einheit liegen Zahlungsströme gemäß der strategischen Planung zuzüglich eines Restwerts zugrunde. Diese Planung basiert auf Erwartungen im Hinblick auf zukünftige Marktanteile, die allgemeine Entwicklung der jeweiligen Märkte sowie die Profitabilität der Produkte. Der Planungshorizont umfasst einen Zeitraum von sechs Jahren und deckt damit wesentliche Produktentwicklungszyklen ab. Die zur Diskontierung herangezogenen Kapitalkosten für das Geschäftsjahr liegen im Geschäftsfeld Macmillan Publishers in einer Bandbreite von 7,9 % bis 8,9 % vor Steuern (Vorjahr: 7,8 % bis 9,0 %) bzw. 5,5 % bis 6,7 % nach Steuern (Vorjahr: 5,4 % bis 7,1 %). Im Geschäftsfeld Holtzbrinck Science and Education werden Kapitalkosten von 9,0% vor Steuern (Vorjahr: 9,1 %) bzw. 6,7% nach Steuern (Vorjahr: 6,7 %) und im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services von 8,9 % bis 15,9 % vor Steuern (Vorjahr: 8,9 % bis 15,8 %) bzw. 6,2 % bis 11,8 % nach Steuern (Vorjahr: 6,2 % bis 11,7 %) verwendet. Für die Berechnung des Residualwerts wird eine einheitliche Wachstumsrate von 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) verwendet. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für die Zahlungsmittel generierenden Einheiten wurde eine Erhöhung der Kapitalkosten um 0,5 Prozentpunkte oder eine Senkung der Wachstumsrate des Residualwerts um 0,5 Prozentpunkte angenommen. Auf dieser Grundlage würde sich für keine Zahlungsmittel generierende Einheit ein Wertminderungsbedarf ergeben. Für weiterführende Erläuterungen wird auf [6] "Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" verwiesen.

Latente Steuern auf Verlustvorträge (Angabe [17] "Ertragsteuern"):

 

Die Bilanzierung und Bewertung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge erfolgt undiskontiert sowie unter Zugrundelegung eines Planungszeitraums von fünf Jahren. Da künftige Geschäftsentwicklungen unsicher sind, sind Annahmen zur Schätzung von künftigem steuerpflichtigem Einkommen sowie über den Zeitpunkt der Realisierung von aktiven latenten Steuern erforderlich.

Ermessensspielräume liegen zudem bei der Bewertung von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Vermögenswerten, Schulden und Eventualschulden nach IFRS 3 vor. Diese konkretisieren sich in der Höhe der Amortisation stiller Reserven, latenter Steuern sowie der Nutzungsdauern.

Ebenso bestehen bei der Bewertung von Autorenrechten Ermessensspielräume hinsichtlich der zugrunde gelegten Absatzerwartung der jeweiligen Titel.

Bei der Bewertung von Finanzinstrumenten, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden, bestehen im Rahmen der Anwendung von Bewertungsmodellen Ermessensspielräume. Dies betrifft auch die Bewertung von Beteiligungen und schließt die Bewertung von Investmentfunds ein, deren Ermittlung anhand anerkannter Bewertungsmethoden wie der DCF-Methode und Multiple-Verfahren sowie der Ableitung aus jüngsten Finanzierungsrunden erfolgt.

Die Ermittlung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt auf Basis historischer Kreditverlustquoten für Gruppen finanzieller Vermögenswerte mit ähnlichen Risikoeigenschaften und zukunftsgerichteter Informationen, darunter kundenspezifische Informationen und Prognosen künftiger wirtschaftlicher Bedingungen. Durch die Corona Pandemie strukturell gestiegenen Ausfallrisiken wurde hierbei Rechnung getragen.

Darüber hinaus werden Pensionsrückstellungen gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Method") für leistungsorientierte Altersversorgungspläneermittelt, die auf Annahmen und Schätzungen hinsichtlich des Abzinsungssatzes, der Rentenentwicklung, der Lebenserwartung sowie auf weiteren Einflussfaktoren beruhen. Eine Veränderung der zugrunde liegenden Parameter kann zu Änderungen des Bilanzansatzes führen.

Bei Vorliegen von Remissionsrechten, im Wesentlichen für Printprodukte, müssen Schätzungen in Bezug auf das erwartete Remissionsvolumen vorgenommen werden. Zur Ermittlung der erwarteten Remissionen werden statistisch ermittelte Rückgabequoten herangezogen.

Die Anwendung von IFRS 16 verlangt von der Holtzbrinck Publishing Group Annahmen zu treffen, die Einfluss auf die Bewertung der Nutzungsrechte und der Leasingverbindlichkeit haben. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung der Verlängerungsoptionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung bzw. Nichtausübung solcher Optionen werden bei der Vertragslaufzeit nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind. Entsprechend findet dies Anwendung bei der Laufzeitbestimmung von Untermietverhältnissen.

[6] Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Grundlagen der Konsolidierung

Der Konzernabschluss beinhaltet die Abschlüsse der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und der von ihr beherrschten Tochterunternehmen. Beherrschung wird erlangt, wenn die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck die Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.

Der Einbezug von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss kann eine Anpassung der Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen erforderlich machen, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die in der Holtzbrinck Publishing Group zur Anwendung kommenden anzugleichen.

Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Unternehmenszusammenschlüsse und Entkonsolidierungen

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs werden nach den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte und der eingegangenen oder übernommenen Verbindlichkeiten zum Erwerbszeitpunkt bemessen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte sowie die übernommenen Schulden, einschließlich bedingter Verbindlichkeiten, werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet, unabhängig vom Umfang etwaiger nicht beherrschender Anteile. Dabei werden einheitliche Rechnungslegungsmethoden angewendet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Ein nach erneuter Überprüfung verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Anpassungen bedingter Kaufpreisbestandteile, die zum Zeitpunkt des Erwerbs als Verbindlichkeit ausgewiesen werden, werden erfolgswirksam erfasst. Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt entweder zum beizulegenden Zeitwert (sog. "Full-Goodwill-Methode") oder zum anteilig beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten.

Nach erstmaligem Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, wodurch auch ein Negativsaldo bei nicht beherrschenden Anteilen entstehen kann. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben ist eine Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert von zum Zeitpunkt des Beherrschungsübergangs gehaltenen Anteilen vorzunehmen. Transaktionen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, werden erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktionen erfasst. Zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts werden jegliche verbleibende Anteile erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet.

In den auf den Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden werden die aufgedeckten stillen Reserven und stillen Lasten entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeschrieben, wertberichtigt oder aufgelöst.

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken. Dabei liegt jedoch keine Beherrschung vor. Gemeinsame Vereinbarungen, bei denen gemeinschaftliche Führung mit einer oder mehreren anderen Partei(en) ausgeübt wird, werden als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) klassifiziert, wenn die Parteien Rechte am Nettovermögen besitzen. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die nachfolgenden Grundsätze gelten gleichermaßen für assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen. Anteile an nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen werden in der Konzernbilanz mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital ausgewiesen, das um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Nettovermögen sowie außerplanmäßige Abschreibungen und Zuschreibungen nach dem Erwerbszeitpunkt angepasst wird. Verluste, die den Anteil des Konzerns an nach der Equity- Methode konsolidierten Unternehmen übersteigen, werden nicht erfasst, sofern keine rechtliche oder faktische Verpflichtung zur Verlustübernahme besteht. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Teil des gesamten Buchwerts des Unternehmens auf Werthaltigkeit geprüft.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt in Einklang mit dem fünfstufigen Modell des IFRS 15 grundsätzlich dann, wenn die Verfügungsgewalt (Kontrolle) auf den Kunden übertragen wurde, die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen der Holtzbrinck Publishing Group wahrscheinlich zufließen wird. Dabei ist jeweils zu prüfen, ob die Verfügungsgewalt zeitraum- oder zeitpunktbezogen auf den Kunden übergeht.

Für Verträge mit Kunden, bei denen der Verkauf von Gütern, vor allem von Büchern und Zeitschriften, nach allgemeiner Erwartung die einzige Leistungsverpflichtung darstellt, erfolgt die Erlösrealisierung zu dem Zeitpunkt, an dem die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert auf den Kunden übergeht. Erwartete Remissionen werden als Remissionsverbindlichkeiten und die daraus resultierenden Herausgabeansprüche innerhalb der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte ausgewiesen. Die Veränderung der Remissionsverbindlichkeit wird mit dem Umsatz verrechnet, die Veränderung der Herausgabeansprüche mit den entsprechenden Aufwandspositionen.

Der Konzern gewährt seinen Kunden in einigen Geschäftsbereichen Online Zugriff auf digitale Inhalte über einen lizenzierten Zeitraum. Der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung hängt nach IFRS 15 davon ab, ob ein Recht auf Zugriff auf das geistige Eigentum über den gesamten Lizenzierungszeitraum oder ein Recht auf Nutzung der Lizenzerteilung eingeräumt wird. Die zugrunde liegenden Verträge werden insbesondere dahingehend analysiert, ob der Kunde wesentlichen Veränderungen am geistigen Eigentum ausgesetzt ist oder ob das geistige Eigentum in Bezug auf Inhalt und Umfang über die Vertragslaufzeit unverändert in dem bei Vertragsschluss definierten Zustand bleibt. Während Lizenzerlöse aus gewährten Nutzungsrechten zum Zeitpunkt des Kontrollübergangs realisiert werden, erfolgt die Realisierung von Lizenzerlösen aus den Zugangsrechten zeitraumbezogen über die Vertragslaufzeit.

Die Holtzbrinck Publishing Group erhält Vorauszahlungen von Kunden, typischerweise zu Beginn der entsprechenden Vertragsperiode. In Übereinstimmung mit IFRS 15 weist der Konzern diese Vorauszahlungen separat in der Bilanz als abgegrenzte Erträge in der Position "Erhaltene Anzahlungen" unter den sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten aus.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwerte)

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswerts, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Darüber hinaus werden immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer auf mögliche Wertminderungen untersucht, sobald hierfür konkrete Anhaltspunkte vorliegen. Der Restwert, die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum oder eine andere Abschreibungsmethode gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung erfolgswirksam behandelt.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben. Vielmehr werden bei diesen Vermögenswerten mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit Werthaltigkeitstests durchgeführt. Jährlich wird zudem überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird der Vermögenswert fortan nach den Grundsätzen für immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer behandelt.

Ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert wird nur in der Entwicklungsphase, d. h. bei Vorliegen aller nach IAS 38 erforderlichen Voraussetzungen, mit seinen Herstellungskosten aktiviert. Diese umfassen alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten, angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten sowie zurechenbare Fremdkapitalkosten. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit Erreichen der Betriebsbereitschaft linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Zum 31. Dezember 2021 sind wie im Vorjahr keine Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte aktiviert.

Forschungs- und Entwicklungskosten, welche die Aktivierungskriterien in IAS 38 nicht vollständig erfüllen, wurden im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 11,8 Mio. € (Vorjahr: 14,2 Mio. €) erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden linear über folgende voraussichtliche Nutzungsdauern abgeschrieben:

Immaterielle Vermögenswerte voraussichtliche Nutzungsdauer
Erworbene Software bis zu 5 Jahre
Erworbene Markenrechte und ähnliche Rechte bis zu 20 Jahre
Erworbene Kundenbeziehungen bis zu 15 Jahre
Erworbene Lizenzrechte entspr. vertragl. Grundlage

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz als Residualgröße berechnet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden ergibt.

In den auf einen Unternehmenszusammenschluss folgenden Perioden wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderung untersucht. Darüber hinaus werden Werthaltigkeitstests durchgeführt, wenn konkrete Sachverhalte darauf hindeuten, dass der beizulegende Zeitwert den Buchwert unterschreiten könnte.

Hierzu muss der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, ab dem Erwerbszeitpunkt all jenen Zahlungsmittel generierenden Einheiten bzw. Gruppen von Zahlungsmittel generierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet werden, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen. Dies gilt unabhängig davon, ob diesen Einheiten oder Gruppen von Einheiten bereits andere Vermögenswerte oder Schulden des Konzerns zugewiesen worden sind.

Für Zwecke der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, wird der erzielbare Betrag einer Zahlungsmittel generierenden Einheit dem Buchwert gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag ist der jeweils höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme (Nutzungswert). Liegt der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit unter dem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand in der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten .Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte" erfasst.

Wird ein Teil einer Zahlungsmittel generierenden Einheit veräußert und ist der betreffenden Zahlungsmittel generierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet, wird dem Veräußerungsergebnis auch ein Teilabgang des Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit zugerechnet. Der abgehende Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich entsprechend den Regelungen des IAS 36 aus dem Verhältnis der abgehenden zu den verbleibenden Zeitwerten, sofern nicht eine andere Berechnung zu einem wirtschaftlich sinnvolleren Ergebnis führt.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zuordenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden einbezogen, soweit es sich um qualifizierende Vermögenswerte nach IAS 23 "Fremdkapitalkosten" handelt. Die Vornahme planmäßiger Abschreibungen erfolgt grundsätzlich nach der linearen Methode und beginnt mit der Fertigstellung der Vermögenswerte bzw. mit dem Erreichen des betriebsbereiten Zustands.

Der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang oder der Stilllegung eines Vermögenswerts wird als Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts bestimmt und erfolgswirksam erfasst.

Die Bestimmung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wird unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vorgenommen.

Sachanlagen werden über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

Sachanlagen voraussichtliche Nutzungsdauer
Gebäude bis zu 50 Jahre
Maschinen und Betriebsausstattung bis zu 15 Jahre
EDV-Hardware 3 bis 5 Jahre
Sonstige Sachanlagen bis zu 10 Jahre

Leasing

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, wird im Einklang mit IFRS 16 getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen festgelegten Zeitraum zu kontrollieren.

Im Geschäftsjahr 2021 lagen im Wesentlichen Vereinbarungen vor, nach denen die Holtzbrinck Publishing Group Leasingnehmer ist. Daneben werden angemietete Büroflächen untervermietet.

Die Holtzbrinck Publishing Group bilanziert gemäß IFRS 16 grundsätzlich alle Leasingverhältnisse anhand eines Rechts auf Nutzung des geleasten Vermögenswertes sowie einer korrespondierenden Leasingverbindlichkeit. Ausgenommen sind kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Gesamtlaufzeit von maximal zwölf Monaten sowie Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert. Für diese wendet die Holtzbrinck Publishing Group die Anwendungserleichterungen an und erfasst Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand.

Zu Beginn einer Leasingvereinbarung erfasst die Holtzbrinck Publishing Group eine Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts aller über die Vertragsdauer zu leistenden Leasingzahlungen, unter Anwendung laufzeit-, währungs- und risikospezifischer Grenzfremdkapitalkosten. Dies beinhaltet neben fixen Leasingzahlungen auch variable Zahlungen, Zahlungen bei Ausübung einer Kaufoption, wenn die Wahrnehmung der Option hinreichend sicher ist, sowie Strafzahlungen bei vorzeitiger Beendigung des Leasingverhältnisses sofern die zugrunde gelegte Laufzeit dies berücksichtigt.

Nutzungsrechte an den geleasten Vermögenswerten werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt planmäßig linear über den Zeitraum des Leasingverhältnisses. Die Nutzungsrechte werden bei etwaigen künftigen Vertragsanpassungen dahin gehend analysiert, ob sich Auswirkungen auf deren Bewertung ergeben.

Mitte 2020 wurde die IASB-Verlautbarung "Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzessionen (Änderung an IFRS 16)" veröffentlicht, die optionale Erleichterungsmöglichkeiten für Leasingnehmer zur Bilanzierung von Covid-19-bedingten Mietkonzessionen (Stundungen, Erlasse) enthält. Die Holtzbrinck Publishing Group verzichtet auf die Anwendung dieser gewährten praktischen Erleichterungen.

Wertminderung von Nutzungsrechten, Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (außer Geschäfts- oder Firmenwerte)

An jedem Abschlussstichtag wird beurteilt, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor oder ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung erforderlich, wird eine Schätzung des erzielbaren Betrags vorgenommen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört.

Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cash Flows unter Zugrundelegung eines Diskontierungssatzes, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert diskontiert. Wertminderungsaufwendungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in dem Posten "Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte" ausgewiesen.

An jedem Abschlussstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag geschätzt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand wird dann aufgehoben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands Änderungen in den Schätzungen ergeben haben, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, wird der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag erhöht, maximal jedoch bis auf denjenigen Buchwert, der sich nach Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibungen ergeben würde, wenn in Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Periodenergebnis erfasst. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

Finanzinstrumente - Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus den Forderungen, den erworbenen Eigenkapital- und Schuldtiteln, den Zahlungsmitteln bzw. Zahlungsmitteläquivalenten und den Derivaten mit positiven beizulegenden Zeitwerten zusammen. Die positiven beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten sind Teil der finanziellen Vermögenswerte.

Die Bilanzierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt gemäß IFRS 9. Demnach werden finanzielle Vermögenswerte in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Holtzbrinck Publishing Group ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten.

Gemäß IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte in folgende drei Bewertungskategorien unterteilt:

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet,

zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVTPL) und

zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI).

Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte bei der erstmaligen Erfassung hängt von

den Eigenschaften der vertraglichen Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und

vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte

ab.

Das Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte spiegelt wider, wie ein Unternehmen seine finanziellen Vermögenswerte steuert, um Cashflows zu generieren. Je nach Geschäftsmodell entstehen die Cashflows durch die Vereinnahmung vertraglicher Cashflows, den Verkauf der finanziellen Vermögenswerte oder durch beides.

Bestehen die Cashflows ausschließlich aus Tilgungs- und Zinszahlungen (solely payments of principal and interest - SPPI) auf einen ausstehenden Kapitalbetrag wird ein finanzieller Vermögenswert als zu "fortgeführten Anschaffungskosten" oder als "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet" klassifiziert und entsprechend bewertet. Diese Beurteilung wird als SPPI-Test bezeichnet und auf der Ebene des einzelnen Finanzinstruments durchgeführt.

Der erstmalige Ansatz eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt zum beizulegenden Zeitwert sowie im Falle eines finanziellen Vermögenswerts, der nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, zuzüglich der Transaktionskosten. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, zum Beispiel durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz, ermittelt. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten, finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die keine signifikante Finanzierungskomponente enthalten, werden jedoch mit dem gemäß IFRS 15 ermittelten Transaktionspreis bewertet.

Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Marktes festgelegt wird (marktübliche Käufe), werden am Handelstag erfasst, d. h. an dem Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist.

Die Folgebewertung von Finanzinstrumenten erfolgt in Abhängigkeit von den Klassifizierungskategorien:

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte werden zur Vereinnahmung von vertraglichen Zahlungsströmen gehalten und ihre Zahlungsströme bestehen ausschließlich aus Tilgungs- und Zinszahlungen auf das ausstehende Kapital. In dieser Kategorie werden überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Ausleihungen und finanzielle Vermögenswerte erfasst.

 

Nach dem erstmaligen Ansatz werden diese finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Konzernergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen wertgemindert oder ausgebucht werden. Die Zinseffekte aus der Anwendung der Effektivzinsmethode sowie Effekte aus der Währungsumrechnung werden ebenfalls erfolgswirksam gebucht.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen finanzielle Vermögenswerte, deren Zahlungsströme nicht ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Nominalbetrag bestehen. Daneben sind auch finanzielle Vermögenswerte enthalten, die weder dem Geschäftsmodell "Halten" noch dem Geschäftsmodell "Halten und Veräußern" zugeordnet werden.

 

Ebenfalls hier enthalten sind zu Handelszwecken gehaltene Derivate, die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind, sowie verzinsliche Wertpapiere und Eigenkapitalinstrumente, die mit der Absicht der kurzfristigen Veräußerung erworben wurden.

 

Gewinne oder Verluste aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden erfolgswirksam erfasst.

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte beinhalten nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit vertraglichen Zahlungen, die ausschließlich aus Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Nominalbetrag bestehen und die sowohl mit dem Ziel gehalten werden, die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme zu vereinnahmen als auch Verkäufe zu tätigen, bspw. um ein definiertes Liquiditätsziel zu erreichen (Geschäftsmodell "Halten und Veräußern").

 

Nach der erstmaligen Bewertung werden finanzielle Vermögenswerte dieser Kategorie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei nicht realisierte Gewinne oder Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Somit werden Zeitwertänderungen von Eigenkapitalinstrumenten dieser Kategorie nicht erfolgswirksam erfasst. Bei Abgang der Vermögenswerte sind jedoch die kumulierten Zeitwertänderungen in die Gewinnrücklagen umzubuchen. Dividenden werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfolgswirksam erfasst.

Das Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten hat die Holtzbrinck Publishing Group bis jetzt nicht ausgeübt.

Finanzinstrumente - Wertberichtigungen

Die Vorschriften zur Wertberichtigung sehen die aufwandswirksame Berücksichtigung künftig erwarteter Verluste der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte bereits bei erstmaliger Erfassung vor.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird der vereinfachte Ansatz verwendet, welcher einen erwarteten Kreditverlust über die Gesamtlaufzeit berücksichtigt. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch verschiedene länderspezifische Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen z.B. Kreditversicherungen, Kundenanzahlungen sowie Verbindlichkeiten aus dem Distributionsgeschäft für Drittkunden. Die erwarteten Kreditverluste werden auf Basis von historischen Ausfallquoten errechnet und um makroökonomische Faktoren des jeweiligen Landes ergänzt. Es werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass die entsprechenden Forderungen nicht oder nicht vollständig einbringlich sind. Die Indikatoren beruhen auf intensiven Kontakten mit den jeweiligen Schuldnern im Rahmen des Forderungsmanagements.

Der generelle Ansatz ist für alle weiteren zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte einschlägig (liquide Mittel, Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen und finanzielle Vermögenswerte). Dieser sieht für finanzielle Vermögenswerte ohne signifikant erhöhtes Ausfallrisiko die Ermittlung des erwarteten Ausfalls für die nächsten 12 Monate vor. Sobald ein signifikanter Anstieg des Ausfallrisikos vorliegt, ist der erwartete Ausfall für die Gesamtlaufzeit des finanziellen Vermögenswertes zu ermitteln. Dies tritt ein, wenn der Vertragspartner mit einer Zahlung mehr als 90 Tage überfällig ist sowie Hinweise auf finanzielle Schwierigkeiten vorliegen. Falls sich die finanziellen Schwierigkeiten durch bestimmte objektive Hinweise konkretisieren, handelt es sich um einen finanziellen Vermögenswert mit beeinträchtigter Bonität. Folgende objektive Hinweise der finanziellen Schwierigkeiten eines Vertragspartners können relevant sein: signifikante Änderungen des externen Bonitätsratings, der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und des operativen Ergebnisses. Zur Ermittlung des erwarteten Ausfallrisikos werden Ratingklassen mit einer hinterlegten statistischen Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis externer Marktdaten zu Grunde gelegt.

Finanzinstrumente - Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten derivativer Finanzinstrumente zusammen. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn die Holtzbrinck Publishing Group eine vertragliche Verpflichtung besitzt, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen.

Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich gegebenenfalls angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Derivative Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL), soweit kein Hedge Accounting angewendet wird. Die negativen beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten werden unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert aller über die Vertragsdauer zu leistenden Leasingzahlungen ausgewiesen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Von der Möglichkeit, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten ("Financial Liabilities at Fair Value Through Profit or Loss"; kurz: FLTPL) zu designieren, hat die Holtzbrinck Publishing Group keinen Gebrauch gemacht.

Finanzinstrumente - Finanzielle Garantien

Wie für alle Finanzinstrumente ist auch für Verbindlichkeiten aus Finanzgarantien eine Zugangsbewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgesehen. Der beizulegende Zeitwert dieser Garantieverbindlichkeiten wird auf Basis der möglichen Zahlungsverpflichtung und der erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeit geschätzt. Zur Ermittlung des erwarteten Ausfallrisikos des Hauptschuldners wird dessen Ratingklasse mit einer hinterlegten statistischen Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis externer Marktdaten zu Grunde gelegt.

Finanzinstrumente - Hedge Accounting

Die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfolgt unter Anwendung des Wahlrechts nach IFRS 9.7.2.21 weiterhin unverändert nach IAS 39.

Die Holtzbrinck Publishing Group setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken ein.

Die Holtzbrinck Publishing Group hält oder begibt keinerlei Finanzinstrumente oder derivative Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken.

Für die Art der Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist oder nicht. Liegt keine wirksame Sicherungsbeziehung vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird die Sicherungsbeziehung als solche bilanziert.

Die Holtzbrinck Publishing Group wendet die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 (Hedge Accounting) für die Sicherung von Bilanzposten und zukünftigen Zahlungsströmen an. Ziel dabei ist es, Volatilitäten in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu mindern. Nach Art des abgesicherten Risikos wird unterschieden zwischen "Fair Value-Hedge", "Cash Flow-Hedge" und "Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation" bzw. "Net Investment-Hedge".

Ein Fair Value-Hedge sichert den beizulegenden Zeitwert von bilanzierten Vermögenswerten und Schulden. Die Änderung des Zeitwerts der Derivate sowie die Marktwertänderung des Grundgeschäfts, die auf dem abgesicherten Risiko basiert, werden zeitgleich ergebniswirksam erfasst.

Ein Cash Flow-Hedge sichert die Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten und Schulden und geplanten Transaktionen sowie fest kontrahierten Transaktionen, aus denen ein Zins- oder Währungsrisiko resultiert. Der effektive Teil eines Cash Flow-Hedges wird im Eigenkapital erfasst. Ineffektive Teile werden, soweit in IAS 39 gefordert, erfolgswirksam gebucht. Die Hedge-Rücklage im Eigenkapital wird reklassifiziert, d. h. in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, wenn das Grundgeschäft erfolgswirksam wird oder der Eintritt des gesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird.

Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (Net Investment-Hedge in a Foreign Operation) werden bilanziell analog zu den Cash Flow-Hedges behandelt. Der Gewinn oder Verlust aus dem effektiven Teil des Sicherungsgeschäfts wird dabei im Eigenkapital erfasst. Der Gewinn oder Verlust, der dem ineffektiven Teil des Sicherungsgeschäfts zuzurechnen ist, wird unmittelbar in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zudem sind direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern, wenn der gesicherte ausländische Geschäftsbetrieb (teilweise) veräußert wird.

IAS 39 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung des Hedge Accounting. Diese Anforderungen werden von der Holtzbrinck Publishing Group wie folgt erfüllt: Zu Beginn einer Sicherungsmaßnahme wird die Sicherungsbeziehung, das Ziel sowie die Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählt sowohl eine Beschreibung des gesicherten Risikos und die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten oder zukünftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht.

Vorräte

Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse umfassen die Materialkosten, die Fertigungskosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der Vertriebskosten. Wertberichtigungen werden für veraltete Vorräte sowie Bestände mit geringer Umschlagshäufigkeit vorgenommen.

Autorenrechte

Autorenrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet und beinhalten erworbene Lizenzrechte sowie geleistete Vorauszahlungen an Autoren im Rahmen des vereinbarten Erwerbs von Rechten. Die Autorenrechte werden im Rahmen des Verkaufs der Produkte amortisiert, darüber hinaus werden aufgrund der Verwertungserwartungen angemessene Abschläge vorgenommen. Diese Abschläge werden erfolgswirksam im Materialaufwand erfasst.

Wertpapiere

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Zeitwerten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt. Die Wertänderungen werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen erfasst.

Liquide Mittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie liquiditätsnahe Finanzinvestitionen die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur einem unwesentlichen Risiko von Wertschwankungen unterliegen.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und diesen zugehörige Schulden

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und diesen zugehörige Schulden werden nach IFRS 5 bewertet. Als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um zur Veräußerung gehaltene Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder aufzugebende Geschäftsbereiche handeln. Vermögenswerte, die als zur Veräußerung klassifiziert sind, werden in der Konzernbilanz gesondert in einem entsprechenden Posten ausgewiesen. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion übertragen werden, sind Bestandteil einer Veräußerungsgruppe bzw. eines aufgegebenen Geschäftsbereichs und werden als "Schulden im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" in der Konzernbilanz ebenfalls gesondert ausgewiesen. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben und sind zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen bis zu deren endgültiger Veräußerung werden weiterhin im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital

An der Spitze der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck stehen zwei rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbundene Unternehmen: die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG als Personengesellschaft sowie deren Komplementärin, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung als Kapitalgesellschaft. In einer Personenhandelsgesellschaft (GmbH & Co. KG) können die Gesellschafter durch Ausübung eines gesetzlichen Kündigungsrechtes die Gesellschaft zur Auszahlung der Kapitaleinlagen und der auf sie entfallenden Gewinnanteile verpflichten. Das Kündigungsrecht kann zudem nicht durch den Gesellschaftsvertrag ausgeschlossen werden.

Derart kündbare Finanzinstrumente sind bei Erfüllung bestimmter Bedingungen als Eigenkapital zu klassifizieren. Zu diesen Bedingungen zählen im Wesentlichen:

die Qualifizierung des Finanzinstruments als nachrangigste Klasse,

der Anspruch der Inhaber der Finanzinstrumente auf das anteilige Nettovermögen im Falle der Liquidation und

die Abhängigkeit der für das Finanzinstrument erwarteten Cashflows vom Ergebnis bzw. den Wertänderungen des Nettovermögens.

Diese Bedingungen sind für die Kommanditanteile und Kapitalrücklagen der Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG aufgrund der gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen gegeben, so dass aufgrund der Anwendung des IAS 32 die Kommanditanteile und Kapitalrücklagen im Konzerneigenkapital ausgewiesen werden. Eine Ergebniszuweisung an Gesellschafter über die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nicht.

Der im langfristigen Fremdkapital ausgewiesene Posten "Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital" enthält die langfristigen Gesellschafterdarlehenskonten, die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Anteile ohne beherrschenden Einfluss an voll konsolidierten Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft sowie die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Put-Optionen in Bezug auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss. Diese Finanzinstrumente erfüllen die nach IAS 32 definierten Kriterien hinsichtlich einer Eigenkapitalklassifikation nicht.

Die Wertänderungen und Zinsbestandteile der langfristigen Gesellschafterdarlehenskonten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Erfassung der Wertänderungen von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss erfolgt entsprechend der Vorschriften des IFRS 7 und IFRS 9.

Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen für Leistungsansprüche aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") ermittelt, das den versicherungsmathematischen Barwert der bereits er- dienten Anwartschaft reflektiert. Die Bewertung der zukünftigen Verpflichtungen basiert auf versicherungsmathematischen Gutachten. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden auf einer Nachsteuerbasis im Sonstigen Ergebnis erfasst. Der in den Versorgungszusagen enthaltene Zinsanteil wird im Finanzergebnis (vgl. [16] "Finanzergebnis") gezeigt.

Die der Bewertung des Planvermögens zugrunde gelegte Rendite entspricht dem Abzinsungssatz für leistungsorientierte Versorgungszusagen. Erträge aus Planvermögen sind ebenfalls im Finanzergebnis enthalten.

Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden bei Fälligkeit als Personalaufwand erfasst. Ebenso werden Zusagen für leistungsorientierte Pläne im Personalaufwand erfasst.

Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden dann angesetzt, wenn die Holtzbrinck Publishing Group eine gegenwärtige, gesetzliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Eine Rückstellung für Restrukturierungsaufwendungen wird erfasst, wenn der Konzern einen detaillierten, formalen Restrukturierungsplan aufgestellt hat, der bei den Betroffenen eine gerechtfertigte Erwartung geweckt hat, dass die Restrukturierungsmaßnahmen durch den Beginn der Umsetzung des Plans oder seiner wesentlichen Bestandteile den Betroffenen gegenüber durchgeführt werden. Sofern die Holtzbrinck Publishing Group für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wie z. B. bei einem bestehenden Versicherungsvertrag, wird die Erstattung nur dann berücksichtigt, wenn sie so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach Abzug der Erstattung ausgewiesen. Ist die Wirkung des Zinseffekts wesentlich, werden Rückstellungen mit ihrem Barwert angesetzt. In diesem Fall wird die durch Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand erfasst.

Latente Steuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, zu dem eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden steuerbaren temporären Differenzen zwischen der IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz der Einzelgesellschaften sowie auf entsprechende Konsolidierungsvorgänge.

Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden im Allgemeinen für alle steuerbaren temporären Differenzen erfasst. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden nicht angesetzt, wenn die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus der erstmaligen Erfassung von anderen Vermögenswerten und Schulden (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) resultieren und im Zugangszeitpunkt weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die im Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben. Latente Steuern werden generell erfolgswirksam erfasst, außer für solche Positionen, die direkt im Eigenkapital gebucht werden.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn die Holtzbrinck Publishing Group einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche mit den tatsächlichen Steuerschulden hat und wenn sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von derselben Steuerbehörde erhoben werden.

[7] Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung und der Darstellungswährung der Muttergesellschaft, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb der Holtzbrinck Publishing Group legt seine eigene funktionale Währung fest. Diese entspricht im Allgemeinen der lokalen Währung.

Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag werden dann die monetären Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs in die jeweilige funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet sind, werden hingegen mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Gewinne und Verluste, die sich aus der Umrechnung ergeben, werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Im Geschäftsjahr 2021 ergaben sich Währungsgewinne von insgesamt 7,8 Mio. € (Vorjahr: 5,2 Mio. €) und Währungsverluste in Höhe von 8,2 Mio. € (Vorjahr: 7,3 Mio. €).

Aus der Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse in die funktionale Währung der Muttergesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2021 46,2 Mio. € Währungsgewinne (Vorjahr: 52,4 Mio. € Währungsverluste) im sonstigen Ergebnis erfasst.

Ebenso im Sonstigen Ergebnis zu erfassen sind Währungsdifferenzen aus Fremdwährungskrediten, soweit sie Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind und ihre Rückzahlung auf einen absehbaren Zeitpunkt weder geplant noch wahrscheinlich ist. Umrechnungsdifferenzen werden in diesem Fall bis zur (teilweisen) Veräußerung der Nettoinvestition im Sonstigen Ergebnis und erst bei deren Abgang im Periodenergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr 2021 wurden vor Steuern 9,0 Mio. € Währungsverluste (Vorjahr: 20,8 Mio. € Währungsgewinne) aus Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländischen Geschäftsbetrieben im Sonstigen Ergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr gingen keine Anteile an Nettoinvestitionen in ausländischen Geschäftsbetrieben, für die es Absicherungen von Nettoinvestitionen gibt, ab, so dass wie im Vorjahr keine erfolgswirksame Umgliederung in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen wurde.

Die für den Konzernabschluss wichtigsten Fremdwährungen sind der US-amerikanische Dollar (kurz: USD bzw. $) und das britische Pfund (kurz: GBP bzw. £). Folgende Devisenkurse wurden für diese Währungen angewandt:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
Währung Land 31.12.2021 31.12.2020 2021 2020
$ USA 1,1327 1,2268 1,1834 1,1413
£ Großbritannien 0,8401 0,8981 0,8599 0,8891

Im Jahresvergleich hat der € zum Stichtag gegenüber dem USD sowie gegenüber dem GBP an Wert verloren. Der Jahresdurchschnittskurs des € gegenüber dem USD ist im Jahresvergleich dagegen gestiegen. Der Jahresdurchschnittskurs des € gegenüber dem GBP ist im Jahresvergleich gefallen. Für die Auswirkungen der Veränderungen der Währungsparitäten auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holtzbrinck Publishing Group wird insbesondere auf die Erläuterungen zu den immateriellen Vermögenswerten (vgl. [22]), Nutzungsrechten (vgl. [23]), den Sachanlagen (vgl. [24]), zum Eigenkapital (vgl. [33]) sowie auf obenstehende Ausführungen zu Währungsgewinnen und -verlusten verwiesen.

[8] Konsolidierungskreis und Unternehmenserwerbe

In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt vom Mutterunternehmen beherrscht und voll konsolidiert werden.

Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, über die zusammen mit anderen Unternehmen gemeinschaftliche Führung ausgeübt wird. Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Bei Transaktionen von Konzernunternehmen mit nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen werden die Zwischengewinne und -verluste anteilig eliminiert.

Insgesamt umfasste der Konsolidierungskreis 122 im Wege der Vollkonsolidierung einbezogene Unternehmen (Vorjahr: 127), davon 62 im Inland (Vorjahr: 69) und 60 im Ausland (Vorjahr: 58).

9 Tochterunternehmen (Vorjahr: 4) sind aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden und 4 Tochterunternehmen (Vorjahr: 2) wurden erstmals als vollkonsolidierte Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Auf Basis des Gesellschaftsvertrages zwischen den beiden Partnern Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. Zeitverlag Beteiligungsgesellschaft, Stuttgart, und der DvH Medien GmbH, Stuttgart, übt die Holtzbrinck Publishing Group die Kontrolle über die ZEIT Verlagsgruppe (Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG, Hamburg) aus. Beide Parteien halten jeweils 50 % der Geschäftsanteile, die Holtzbrinck Publishing Group hat jedoch die Entscheidungsgewalt zur Bestimmung der maßgeblichen Tätigkeiten hinsichtlich Geschäfts- und Finanzpolitik der ZEIT Verlagsgruppe, welche folglich voll konsolidiert wird.

Nach der Equity-Methode (IAS 28) wurden 17 Unternehmen (Vorjahr: 19) bilanziert.

Im Geschäftsjahr 2021 erwarb die Holtzbrinck Publishing Group im Wesentlichen im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services Anteile an der Fairview Research LLC, New Haven CT/USA, welche alle Anteile der Fairview Research Barcelona, S.L./Spanien hält. Der Anteilszukauf führt zu einer Vollkonsolidierung der Gesellschaften, die im Vorjahr nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wurden.

Akquisitionen 2021
Mio. € Summe
Immaterielle Vermögenswerte 5,5
Übriges Anlagevermögen 0,1
Umlaufvermögen 5,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1,7
./. Verbindlichkeiten 6,0
Erworbenes Nettoreinvermögen 6,7
Anschaffungskosten 15,7
Entstandener Goodwill 9,0
Umsatzerlöse 2,9
Jahresergebnis 0,3

Im Geschäftsjahr 2021 veräußerte die Holtzbrinck Publishing Group die Anteile an den Gesellschaften gutefrage.net GmbH, München sowie der highfivve GmbH, München und der about- books GmbH, Stuttgart im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services.

Mio. € 2021 2020
Verkaufserlös 9,7 2,3
Verkauftes Reinvermögen -3,3 -0,5
davon:
Geschäfts- oder Firmenwert -1,4 -1,2
Veräußerungsergebnis 6,4 1,8

Im Vorjahr wurden ebenfalls aus dem Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services die Geschäftsanteile an der Research Applications and Financial Tracking, Inc., Wilmington New Castle, U.S.A. veräußert.

Wesentliche Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Eine umfassende Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB ist als Anlage dem Konzernanhang beigefügt:

Name Land Anteil 1 in %
Macmillan Publishers
S. Fischer Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung TU D 100
Rowohlt Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung TU D 100
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co KG TU D 85
Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG TU D 100
Macmillan Publishers International Limited TU GB 100
Macmillan Publishing Group, LLC TU USA 100
Macmillan Science and Education
Springer Nature AG & Co. KGaA GU D 53
Bedford, Freeman & Worth Publishing Group, LLC TU USA 100
Hayden-McNeil, LLC TU USA 100
Frontiers Media S.A. AU Schweiz 30
Holtzbrinck Digital, Information & Services
Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG TU D 50
Spotlight Verlag GmbH TU D 100
Holtzbrinck Science & Technology Limited TU GB 100
Digital Science & Research Solutions Limited TU GB 88
Holtzbrinck Digital GmbH TU D 100
HV Holtzbrinck Ventures Fund IV LP AU GB 46
HV Holtzbrinck Ventures Fund V GmbH & Co. KG AU D 20
Searchmetrics GmbH AU D 46

1 Anteil bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft

TU = Tochterunternehmen; AU = Assoziiertes Unternehmen; GU = Gemeinschaftsunternehmen

[9] Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen

Im Posten "Ergebnis aus Anteilen an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen" der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden die anteiligen Ergebnisse in Übereinstimmung mit IAS 28 nach Steuern ausgewiesen.

Die Holtzbrinck Publishing Group hält 53 % der Geschäftsanteile an dem Joint Venture Springer Nature. Die nachfolgend zusammengefassten Finanzinformationen entsprechen den Beträgen in Übereinstimmung mit dem nach IFRS aufgestellten, für Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode angepassten, Abschluss des Gemeinschaftsunternehmens.

Mio. € 2021 2020
Kurzfristige Vermögenswerte 973,9 866,1
Langfristige Vermögenswerte 5.840,2 5.894,5
Kurzfristige Schulden 1.084,0 957,7
Langfristige Schulden 4.805,7 4.957,3
Nettoreinvermögen 924,4 845,6
Mio. € 2021 2020
Umsatzerlöse 1.700,9 1.626,7
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen -6,9 21,4
Jahresergebnis -6,9 21,4
Sonstiges Ergebnis 85,7 -69,7
Gesamtergebnis 78,8 -48,3

In den vorstehend aufgeführten Vermögenswerten und Schulden sind folgende Beträge enthalten:

Mio. € 2021 2020
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 410,4 391,9
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 202,9 165,0
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 3.634,3 3.832,2

Das vorstehend aufgeführte Jahresergebnis enthält folgende Beträge:

Mio. € 2021 2020
Planmäßige Abschreibungen -318,9 -314,3
Zinserträge 2,7 2,9
Zinsaufwendungen -226,8 -249,9
Ertragsteueraufwand -123,1 -89,8

Überleitungsrechnung von den dargestellten zusammengefassten Finanzinformationen zum Buchwert der Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss:

Mio. € 2021 2020
Nettoreinvermögen des für Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode angepassten Abschluss des Gemeinschaftsunternehmens 924,4 845,6
Beteiligungsquote 53% 53%
anteiliges Nettoreinvermögen 489,9 448,2
Ergebniszuweisung (kumuliert) 280,5 237,4
Kapitalrückzahlung -16,9 0,0
Sonstige Veränderungen (kumuliert) -0,9 -0,9
Buchwert der Konzernbeteiligung 752,6 684,7

Die folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der aggregierten (Konzern-)Gewinn- und Verlustrechnungen sowie der (Konzern-)Bilanzen der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen, die keine Investmentgesellschaften sowie für sich genommen nicht wesentlich sind.

Mio. € 2021 2020
Vermögenswerte gesamt 133,0 73,8
Schulden gesamt -87,3 -74,3
Nettoreinvermögen 45,7 -0,5
Konzernbuchwerte 27,2 11,4
Umsatzerlöse gesamt 201,4 126,9
Jahresergebnis gesamt 45,9 7,0
Konzernanteil am Periodenergebnis der nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen 15,0 2,7

Das Ergebnis aus Anteilen an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung beinhaltet auch Wertänderungen aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert. Diese Finanzinstrumente werden von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen gehalten und nicht an einem aktiven Markt gehandelt. Bei den Beteiligungen handelt sich um Investmentgesellschaften, welche im Wesentlichen in Internetunternehmen investieren.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

[10] Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse haben sich nach Geschäftsfeldern (vgl. auch [1] "Allgemeine Informationen") wie folgt entwickelt:

Mio. € 2021 2020
Macmillan Publishers 1.160,3 1.038,2
Holtzbrinck Science and Education 241,1 224,4
Holtzbrinck Digital, Information & Services 363,1 309,0
Sonstige Unternehmen 0,0 7,0
Innenumsätze -19,9 -18,5
1.744,6 1.560,1

In den Umsatzerlösen sind Umsätze aus dem Verkauf von Gütern in Höhe von 1.525,9 Mio. € (Vorjahr: 1.372,3 Mio. €) und Umsätze aus Anzeigen sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen in Höhe von 218,7 Mio. € (Vorjahr: 187,8 Mio. €) enthalten. Anhand der aktuellen Zuordnung der Gesellschaften zu den Geschäftsbereichen wurden aus Gründen der Vergleichbarkeit die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst.

[11] Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Unternehmenstransaktionen und Kursgewinne aus Fremdwährungen.

[12] Materialaufwand

Mio. € 2021 2020
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -253,2 -238,3
Aufwendungen für bezogene Leistungen -404,7 -381,7
-657,9 -620,0

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind Autorenhonorare und Lizenzkosten in Höhe von 352,5 Mio. € (Vorjahr: 322,9 Mio. €) enthalten.

[13] Personalaufwand und Mitarbeiter

Mio. € 2021 2020
Löhne und Gehälter -424,1 -410,5
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -81,1 -80,5
-505,2 -491,0
2021 2020
Arbeitnehmer insgesamt
Inland 2.107 2.111
Ausland 3.030 2.956
5.137 5.067

Im Jahresdurchschnitt waren 5.137 (Vorjahr: 5.067) Mitarbeiter bei der Holtzbrinck Publishing Group beschäftigt.

[14] Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte

Mio. € 2021 2020
Immaterielle Vermögenswerte -20,3 -22,0
Nutzungsrechte -40,4 -24,6
Sachanlagen -22,7 -11,4
-83,4 -58,0

[15] Sonstige betriebliche Aufwendungen

Mio. € 2021 2020
Werbe- und Vertriebskosten -166,8 -159,3
Verwaltungskosten -94,7 -96,8
Miet- und Leasingkosten -7,4 -7,4
Provisionsaufwand aus E-Book Verkäufen -50,8 -47,9
Rechts- und Beratungskosten -23,9 -18,8
Kursverluste -8,2 -7,3
Reparaturkosten -3,4 -3,6
Übrige -12,7 -9,4
-367,9 -350,5

Die Miet- und Leasingkosten enthalten Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen sowie aus Verträgen über geringwertige Vermögenswerte und sind in vollem Umfang zahlungswirksam. Sie werden im Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit ausgewiesen.

[16] Finanzergebnis

Mio. € 2021 2020
Zinsen
Zinsen und ähnliche Erträge 14,4 11,1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -20,2 -24,3
-5,8 -13,2
Übriges Finanzergebnis
Zinsanteil an Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen -0,7 -1,0
Erträge aus Planvermögen Pensionen 0,3 0,4
Gewinne aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten 17,5 1,9
Sonstiges -0,1 0,2
17,0 1,5
11,2 -11,7

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten auch die Verzinsung der langfristigen Gesellschafterdarlehenskonten sowie Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 13,1 Mio. € (Vorjahr: 13,7 Mio. €) und Zinserträge aus Untermietverhältnissen in Höhe von 2,1 Mio. € (Vorjahr: 2,1 Mio. €). Die im Zinsergebnis enthaltenen und nach der Effektivzinsmethode berechneten Zinsen werden in [41] "Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten" erläutert.

[17] Ertragsteuern

An der Spitze der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck stehen zwei rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbundene Unternehmen: Die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG als Personengesellschaft sowie deren Komplementärin, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung als Kapitalgesellschaft. Die Anteile an beiden Gesellschaften werden jeweils von denselben Gesellschaftern gehalten.

Als Ertragsteuern sind die gezahlten oder geschuldeten Ertragsteuern (effektive Steuern) sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Im Einklang mit den Regelungen des IAS 12 werden die persönlichen Steuern der Gesellschafter nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in IFRS- und Steuerbilanzen, aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen.

Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Ertragsteuern wie folgt:

Mio. € 2021 2020
Konzern-Gesamtergebnisrechnung:
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung:
Tatsächlicher Steueraufwand -36,8 -13,2
Anpassungen von im Vorjahr angefallenen tatsächlichen Ertragsteuern -0,5 3,5
-37,3 -9,7
Latenter Steueraufwand / -ertrag 7,0 -2,4
Ertragsteueraufwand Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung -30,3 -12,1
Sonstiges Ergebnis:
Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Absicherungen von Zahlungsströmen 0,0 0,0
Nettoveränderungen aus Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe 0,0 0,0
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen -0,2 0,3
Nettoveränderung des anteiligen kumulierten übrigen Eigenkapital von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen -0,2 0,1
Ertragsteueraufwand Sonstiges Ergebnis -0,4 0,4

Die latenten Steuererträge resultierten aus der Folgebilanzierung von Unternehmenserwerben, der Aktivierung steuerlicher Verlustvorträge und aus temporären Unterschieden zwischen steuerlichen Buchwerten und Buchwerten nach IFRS.

Die latenten Steuerabgrenzungen (unsaldiert) resultieren aus den einzelnen Bilanzkategorien wie folgt:

2021 2020
Mio. € Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 0,8 18,5 0,9 17,8
Übrige langfristige Vermögenswerte 12,4 43,5 8,1 46,8
Vorräte und Autorenrechte 10,0 1,2 7,8 1,2
Forderungen 10,9 0,0 6,6 1,5
Übrige Aktiva 3,1 6,7 5,6 1,4
Pensionen 7,1 0,0 7,5 0,0
Rückstellungen 0,6 0,0 0,2 0,0
Übrige Passiva 53,6 0,0 52,9 0,2
Verlustvorträge 4,7 0,0 5,8 0,0
103,2 69,9 95,4 68,9

Zum 31. Dezember 2021 betrugen die steuerlichen Verlustvorträge, für die noch keine aktiven latenten Steuern erfasst wurden, 275,1 Mio. € (im Vorjahr: 289,9 Mio. €).

Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden teilweise auch bei Tochterunternehmen aktiviert, die in vergangenen Perioden Verluste erzielten. Die Werthaltigkeit wird dadurch angenommen, dass Maßnahmen ergriffen werden, die die Ergebnissituation strukturell verbessern werden.

Auf temporäre Differenzen in Bezug auf Beteiligungen an konsolidierten Unternehmen in Höhe von 1.316,5 Mio. € (im Vorjahr: 1.392,5 Mio. €) werden keine latenten Steuern angesetzt, da von einer kurzfristigen Ausschüttung der Ergebnisse bzw. einem Verkauf nicht ausgegangen werden kann.

Der tatsächliche Steueraufwand in Höhe von 30,3 Mio. € (Vorjahr: 12,1 Mio. €) war im Verhältnis zum Konzernergebnis um 38,3 Mio. € niedriger (Vorjahr: 13,7 Mio. €) als der erwartete Steueraufwand in Höhe von 68,6 Mio. € (Vorjahr: 25,8 Mio. €), der sich bei Anwendung des gewichteten durchschnittlichen Steuersatzes auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben hätte. Dieser durchschnittliche Satz wird aus den erwarteten gewichteten Steuersätzen der einzelnen Konzerngesellschaften ermittelt.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand in der Holtzbrinck Publishing Group begründen sich wie in der nachfolgenden Tabelle aufgegliedert:

Mio. € 2021 2020
Erwarteter Ertragsteueraufwand (-)/ -ertrag (+) -68,6 -25,8
Inanspruchnahme steuerlicher Verlustvorträge, auf die keine latenten Steuern aktiviert wurden 5,0 1,5
Veränderung abziehbarer temporärer Differenzen 3,2 -1,1
Steuerfreie Aufwendungen/Erträge 40,9 13,4
Steuern für Vorjahre -0,4 3,6
Erhöhung steuerlicher Verlustvorträge, auf die keine latenten Steuern aktiviert wurden sowie Erhöhung
Wertberichtigung auf latente Steuern -2,4 -5,6
Effekte aus abweichendem Steuersatz -8,6 1,7
Sonstiges 0,6 0,2
Ertragsteueraufwand (-)/ -ertrag (+) -30,3 = -12,1

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Auswirkungen von Akquisitionen, Veräußerungen und sonstigen Veränderungen des Konsolidierungskreises werden im Mittelzufluss aus investiver Geschäftstätigkeit ausgewiesen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf die Erläuterungen und Darstellungen unter [8] "Konsolidierungskreis und Unternehmenserwerbe". Der in der Konzern- Kapitalflussrechnung ausgewiesene Bestand an liquiden Mitteln umfasst Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Im Vorjahr enthält die Position ebenfalls die unter "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" ausgewiesenen liquiden Mitteln.

Die von den ausländischen Gesellschaften enthaltenen Beträge werden grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Hiervon abweichend wird die Liquidität wie in der Konzernbilanz zum Stichtagskurs angesetzt. Der Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel wird gesondert gezeigt.

[18] Veränderung der betrieblichen Aktiva

Bei den betrieblichen Aktiva handelt es sich um Vorräte sowie um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und finanzielle sowie nicht finanzielle Vermögenswerte der operativen Geschäftstätigkeit.

[19] Veränderung der betrieblichen Passiva

Die betrieblichen Passiva beinhalten kurzfristige Rückstellungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und finanzielle sowie nicht finanzielle Verbindlichkeiten aus der operativen Geschäftstätigkeit.

[20] Erwerb und Veräußerung von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzinvestitionen

Bei dem Erwerb von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzinvestitionen handelt es sich um Mittelabflüsse. Sie unterscheiden sich von den übrigen Zugängen im Anlagenspiegel z. B. dadurch, dass im Anlagenspiegel auch nicht zahlungswirksame Erträge aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen als Zugänge gezeigt werden. Die im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmen erworbenen liquiden Mittel betrugen im Berichtsjahr 1,6 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €). Die im Rahmen des Verkaufs von Tochterunternehmen abgegeben liquiden Mittel betrugen im Berichtsjahr 1,4 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €). Die Gegenleistung in bar für Veräußerungen von Tochterunternehmen im Berichtsjahr beläuft sich auf 9,6 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €). In der Position Ein- / Auszahlungen in sonstige Finanzinvestitionen sind Ein- und Auszahlungen aus Darlehen an nahestehende Unternehmen in Höhe von 75,4 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) enthalten.

[21] Ausschüttungen an Eigentümer von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss

Unter diesem Posten werden die an Eigentümer von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss im Geschäftsjahr gezahlten Dividenden ausgewiesen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz - Aktiva

[22] Immaterielle Vermögenswerte

Mio. € 1.1.2021 Währungseffekte
Immaterielle Vermögenswerte
Bruttowerte 277,7 9,7
Abschreibungen -186,5 -7,1
Buchwerte 91,2 2,6
Firmenwerte
Bruttowerte 396,5 22,7
Abschreibungen 0,0 0,0
Buchwerte 396,5 22,7
Summe
Bruttowerte 674,2 32,4
Abschreibungen -186,5 -7,1
Buchwerte 487,7 25,3
Mio. € Zugänge Veränderung Kons.kreis Wertminderung Abgänge
Immaterielle Vermögenswerte
Bruttowerte 16,8 0,0 0,0 -11,1
Abschreibungen -19,1 0,0 -1,2 11,0
Buchwerte -2,3 0,0 -1,2 -0,1
Firmenwerte
Bruttowerte 9,0 0,0 0,0 0,0
Abschreibungen 0,0 0,0 0,0 0,0
Buchwerte 9,0 0,0 0,0 0,0
Summe
Bruttowerte 25,8 0,0 0,0 -11,1
Abschreibungen -19,1 0,0 -1,2 11,0
Buchwerte 6,7 0,0 -1,2 -0,1
Mio. € Umbuchung 31.12.2021
Immaterielle Vermögenswerte
Bruttowerte 0,0 293,1
Abschreibungen 0,0 -202,9
Buchwerte 0,0 90,2
Firmenwerte
Bruttowerte 0,0 428,2
Abschreibungen 0,0 0,0
Buchwerte 0,0 428,2
Summe
Bruttowerte 0,0 721,3
Abschreibungen 0,0 -202,9
Buchwerte 0,0 518,4
Mio. € 1.1.2020
Immaterielle Vermögenswerte
Bruttowerte 288,5
Abschreibungen -182,4
Buchwerte 106,1
Firmenwerte
Bruttowerte 422,8
Abschreibungen 0,0
Buchwerte 422,8
Summe
Bruttowerte 711,3
Abschreibungen -182,4
Buchwerte 528,9
Mio. € Währungseffekte Zugänge Veränderung Kons.kreis Wertminderund Abgänge
Immaterielle Vermögenswerte
Bruttowerte -10,2 10,6 -1,6 0,0 -8,1
Abschreibungen 7,3 -22,0 1,6 0,0 7,2
Buchwerte -2,9 -11,4 0,0 0,0 -0,9
Firmenwerte
Bruttowerte -23,4 0,0 0,0 0,0 -1,2
Abschreibungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Buchwerte -23,4 0,0 0,0 0,0 -1,2
Summe
Bruttowerte -33,6 10,6 -1,6 0,0 -9,3
Abschreibungen 7,3 -22,0 1,6 0,0 7,2
Buchwerte -26,3 -11,4 0,0 0,0 -2,1
Mio. € Umbuchungen 31.12.2020
Immaterielle Vermögenswerte
Bruttowerte -1,5 277,7
Abschreibungen 1,8 -186,5
Buchwerte 0,3 91,2
Firmenwerte
Bruttowerte -1,7 396,5
Abschreibungen 0,0 0,0
Buchwerte -1,7 396,5
Summe
Bruttowerte -3,2 674,2
Abschreibungen 1,8 -186,5
Buchwerte -1,4 487,7

Die für die Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten erforderlichen Zahlungsmittel generierenden Einheiten (ZGEs) werden in Anlehnung an die verschiedenen Geschäftsfelder der Holtzbrinck Publishing Group bestimmt. Im Sinne der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die den verschiedenen ZGEs zugeteilten Firmenwerte auf Ebene der Geschäftsfelder zusammengefasst dargestellt. Die Firmenwerte entwickelten sich wie folgt:

Mio. € 1.1.2021
Geschäftsfeld
Macmillan Publishers 165,1
Holtzbrinck Science and Education 131,2
Holtzbrinck Digital, Information & Services 100,2
Summe 396,5
Mio. € Währungseffekte Zugänge Veränderung Kons.kreis Abgänge Wertminderung
Geschäftsfeld
Macmillan Publishers 12,1 0,0 0,0 0,0 0,0
Holtzbrinck Science and Education 8,3 0,0 0,0 0,0 0,0
Holtzbrinck Digital, Information & Services 2,3 9,0 0,0 0,0 0,0
Summe 22,7 9,0 0,0 0,0 0,0
Mio. € Umbuchungen 31.12.2021
Geschäftsfeld
Macmillan Publishers 0,0 177,2
Holtzbrinck Science and Education 0,0 139,5
Holtzbrinck Digital, Information & Services 0,0 111,5
Summe 0,0 428,2
Mio. € 1.1.2020
Geschäftsfeld
Macmillan Publishers 177,8
Holtzbrinck Science and Education 140,4
Holtzbrinck Digital, Information & Services 104,6
Summe 422,8
Mio. € Währungs-Effekte Zugänge Veränderung Kons.kreis Abgänge Wertminderung
Geschäftsfeld
Macmillan Publishers -12,7 0,0 0,0 0,0 0,0
Holtzbrinck Science and Education -9,2 0,0 0,0 0,0 0,0
Holtzbrinck Digital, Information & Services -1,5 0,0 0,0 -1,2 0,0
Summe -23,4 0,0 0,0 -1,2 0,0
Mio. € Umbuchungen 31.12.2020
Geschäftsfeld
Macmillan Publishers 0,0 165,1
Holtzbrinck Science and Education 0,0 131,2
Holtzbrinck Digital, Information & Services -1,7 100,2
Summe -1,7 396,5

[23] Nutzungsrechte

Wesentliche Leasingverhältnisse der Holtzbrinck Publishing Group beinhalten angemietete Büroflächen, technische Anlagen, Fahrzeugleasingverträge sowie mietweise überlassene Betriebs- und Geschäftsausstattung. Mit der Ausnahme von kurzfristigen Leasingverhältnissen sowie geringwertigen Vermögenswerten wird jeder Leasingvertrag durch ein Nutzungsrecht und eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit in der Bilanz dargestellt. Verträge mit variablen Leasingzahlungen, die nicht an einen Kurs oder Index anknüpfen (z.B. umsatzabhängige Leasingentgelte), liegen in der Gruppe nicht vor.

Mietverträge für Büroflächen werden in der Regel mit einer Laufzeit zwischen fünf und fünfzehn Jahren abgeschlossen. Die übrigen Miet- und Pachtverträge haben in der Regel Restlaufzeiten zwischen ein und fünf Jahren. Einige Verträge beinhalten Verlängerungsoptionen sowie Preisanpassungsklauseln.

Im Jahr 2021 hat das Unternehmen beschlossen, die Büroflächen an den Standorten in New York zu verringern. Dies führte zu einem Wertminderungsaufwand in Höhe von 17,5 Mio. €.

Mio. € 01.01.2021
Nutzungsrecht - Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Bruttowerte 274,1
Abschreibungen -42,8
Buchwerte 231,3
Nutzungsrecht - Technische Anlagen und Maschinen
Bruttowerte 0,8
Abschreibungen -0,5
Buchwerte 0,3
Nutzungsrecht - Fahrzeuge
Bruttowerte 4,8
Abschreibungen -2,3
Buchwerte 2,5
Nutzungsrecht - Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bruttowerte 0,9
Abschreibungen -0,7
Buchwerte 0,2
Summe
Bruttowerte 280,6
Abschreibungen -46,3
Buchwerte 234,3
Mio. € Währungseffekte Zugänge Veränderung Kons.kreis Wertminderung Abgänge
Nutzungsrecht - Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Bruttowerte 16,6 5,8 0,0 0,0 -1,1
Abschreibungen -3,5 -21,2 0,0 -17,5 1,1
Buchwerte 13,1 -15,4 0,0 -17,5 0,0
Nutzungsrecht - Technische Anlagen und Maschinen
Bruttowerte 0,1 0,3 0,6 0,0 -0,1
Abschreibungen -0,1 -0,3 -0,5 0,0 0,1
Buchwerte 0,0 0,0 0,1 0,0 0,0
Nutzungsrecht - Fahrzeuge
Bruttowerte 0,2 0,6 0,0 0,0 -0,6
Abschreibungen -0,1 -1,1 0,0 0,0 0,5
Buchwerte 0,1 -0,5 0,0 0,0 -0,1
Nutzungsrecht - Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bruttowerte 0,0 0,4 0,0 0,0 0,0
Abschreibungen 0,0 -0,3 0,0 0,0 0,0
Buchwerte 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0
Summe
Bruttowerte 16,9 7,1 0,6 0,0 -1,8
Abschreibungen -3,7 -22,9 -0,5 -17,5 1,7
Buchwerte 13,2 -15,8 0,1 -17,5 -0,1
Mio. € Umbuchungen 31.12.2021
Nutzungsrecht - Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Bruttowerte 0,0 295,4
Abschreibungen 0,0 -83,9
Buchwerte 0,0 211,5
Nutzungsrecht - Technische Anlagen und Maschinen
Bruttowerte 0,0 1,7
Abschreibungen 0,0 -1,3
Buchwerte 0,0 0,4
Nutzungsrecht - Fahrzeuge
Bruttowerte 0,0 5,0
Abschreibungen 0,0 -3,0
Buchwerte 0,0 2,0
Nutzungsrecht - Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bruttowerte 0,0 1,3
Abschreibungen 0,0 -1,0
Buchwerte 0,0 0,3
Summe
Bruttowerte 0,0 303,4
Abschreibungen 0,0 -89,2
Buchwerte 0,0 214,2

Den Nutzungsrechten stehen Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 323,2 Mio. € (Vorjahr: 318,3 Mio. €) gegenüber.

Mio. € 01.01.2020
Nutzungsrecht - Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Bruttowerte 266,9
Abschreibungen -23,0
Buchwerte 243,9
Nutzungsrecht - Technische Anlagen und Maschinen
Bruttowerte 0,9
Abschreibungen -0,3
Buchwerte 0,6
Nutzungsrecht - Fahrzeuge
Bruttowerte 4,4
Abschreibungen -1,5
Buchwerte 2,9
Nutzungsrecht - Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bruttowerte 0,6
Abschreibungen -0,3
Buchwerte 0,3
Summe
Bruttowerte 272,8
Abschreibungen -25,1
Buchwerte 247,7
Mio. € Währungseffekte Zugänge Veränderung Kons.kreis Wertminderung Abgänge
Nutzungsrecht - Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Bruttowerte -17,5 27,2 0,0 0,0 -0,3
Abschreibungen 1,9 -22,7 0,0 -0,1 0,2
Buchwerte -15,6 4,5 0,0 -0,1 -0,1
Nutzungsrecht - Technische Anlagen und Maschinen
Bruttowerte -0,1 0,0 0,0 0,0 0,0
Abschreibungen 0,1 -0,3 0,0 0,0 0,0
Buchwerte 0,0 -0,3 0,0 0,0 0,0
Nutzungsrecht - Fahrzeuge
Bruttowerte -0,3 1,1 0,0 0,0 -0,1
Abschreibungen 0,1 -1,1 0,0 0,0 0,1
Buchwerte -0,2 0,0 0,0 0,0 0,0
Nutzungsrecht - Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bruttowerte 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Abschreibungen 0,1 -0,4 0,0 0,0 0,0
Buchwerte 0,1 -0,4 0,0 0,0 0,0
Summe
Bruttowerte -17,9 28,3 0,0 0,0 -0,4
Abschreibungen 2,2 -24,5 0,0 -0,1 0,3
Buchwerte -15,7 3,8 0,0 -0,1 -0,1
Mio. € Umbuchungen 31.12.2020
Nutzungsrecht - Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Bruttowerte -2,2 274,1
Abschreibungen 0,9 -42,8
Buchwerte -1,3 231,3
Nutzungsrecht - Technische Anlagen und Maschinen
Bruttowerte 0,0 0,8
Abschreibungen 0,0 -0,5
Buchwerte 0,0 0,3
Nutzungsrecht - Fahrzeuge
Bruttowerte -0,3 4,8
Abschreibungen 0,1 -2,3
Buchwerte -0,2 2,5
Nutzungsrecht - Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bruttowerte 0,3 0,9
Abschreibungen -0,1 -0,7
Buchwerte 0,2 0,2
Summe
Bruttowerte -2,2 280,6
Abschreibungen 0,9 -46,3
Buchwerte -1,3 234,3

[24] Sachanlagen

Mio. € 01.01.2021
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Bruttowerte 102,7
Abschreibungen -48,6
Buchwerte 54,0
Technische Anlagen und Maschinen
Bruttowerte 3,9
Abschreibungen -3,3
Buchwerte 0,6
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bruttowerte 78,2
Abschreibungen -62,6
Buchwerte 15,6
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Bruttowerte 0,1
Abschreibungen 0,0
Buchwerte 0,1
Summe
Bruttowerte 184,8
Abschreibungen -114,5
Buchwerte 70,3
Mio. € Währungseffekte Zugänge Veränderung Kons.kreis Wertminderung Abgänge
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Bruttowerte 5,9 0,3 0,0 0,0 -15,7
Abschreibungen -3,0 -4,8 0,0 -11,3 15,7
Buchwerte 2,9 -4,5 0,0 -11,3 0,0
Technische Anlagen und Maschinen
Bruttowerte 0,3 0,3 0,1 0,0 -0,2
Abschreibungen -0,2 -0,3 -0,1 0,0 0,2
Buchwerte 0,1 0,0 0,0 0,0 0,0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bruttowerte 3,8 4,3 -0,1 0,0 -4,5
Abschreibungen -3,0 -5,3 0,0 -1,0 4,4
Buchwerte 0,8 -1,0 -0,1 -1,0 -0,1
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Bruttowerte 0,1 1,3 0,0 0,0 0,0
Abschreibungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Buchwerte 0,1 1,3 0,0 0,0 0,0
Summe
Bruttowerte 10,1 6,2 0,0 0,0 -20,4
Abschreibungen -6,2 -10,4 -0,1 -12,3 20,3
Buchwerte 3,9 -4,2 -0,1 -12,3 -0,1
Mio. € Umbuchungen 31.12.2021
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Bruttowerte 0,1 93,3
Abschreibungen 0,0 -52,0
Buchwerte 0,1 41,3
Technische Anlagen und Maschinen
Bruttowerte 0,0 4,4
Abschreibungen 0,0 -3,7
Buchwerte 0,0 0,7
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bruttowerte 0,0 81,7
Abschreibungen 0,0 -67,5
Buchwerte 0,0 14,2
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Bruttowerte -0,1 1,4
Abschreibungen 0,0 0,0
Buchwerte -0,1 1,4
Summe
Bruttowerte 0,0 180,8
Abschreibungen 0,0 -123,2
Buchwerte 0,0 57,6

Auf Mietereinbauten in nicht mehr genutzten Büroflächen in New York wurde eine Sonderabschreibung in Höhe von 12,3 Mio. € vorgenommen.

Mio. € 01.01.2020
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Bruttowerte 106,7
Abschreibungen -46,9
Buchwerte 59,7
Technische Anlagen und Maschinen
Bruttowerte 3,9
Abschreibungen -3,0
Buchwerte 0,9
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bruttowerte 80,7
Abschreibungen -61,6
Buchwerte 19,1
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Bruttowerte 2,4
Abschreibungen 0,0
Buchwerte 2,4
Summe
Bruttowerte 193,6
Abschreibungen -111,5
Buchwerte 82,1
Mio. € Währungseffekte Zugänge Veränderungen Kons .kreis Wertminderung Abgänge
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Bruttowerte -6,9 1,1 0,0 0,0 0,0
Abschreibungen 3,2 -4,9 0,0 0,0 0,0
Buchwerte -3,7 -3,8 0,0 0,0 0,0
Technische Anlagen und Maschinen
Bruttowerte -0,2 0,2 0,0 0,0 0,0
Abschreibungen 0,1 -0,4 0,0 0,0 0,0
Buchwerte -0,1 -0,2 0,0 0,0 0,0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bruttowerte -4,1 3,0 -0,1 0,0 -0,8
Abschreibungen 3,1 -6,1 0,1 0,0 0,8
Buchwerte -1,0 -3,1 0,0 0,0 0,0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Bruttowerte 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0
Abschreibungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Buchwerte 0,0 0,1 0,0 0,0 0,0
Summe
Bruttowerte -11,2 4,4 -0,1 0,0 -0,8
Abschreibungen 6,4 -11,4 0,1 0,0 0,8
Buchwerte -4,8 -7,0 0,0 0,0 0,0
Mio. € Umbuchungen 31.12.2020
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
Bruttowerte 1,8 102,7
Abschreibungen 0,0 -48,6
Buchwerte 1,8 54,0
Technische Anlagen und Maschinen
Bruttowerte 0,0 3,9
Abschreibungen 0,0 -3,3
Buchwerte 0,0 0,6
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bruttowerte -0,5 78,2
Abschreibungen 1,1 -62,6
Buchwerte 0,6 15,6
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
Bruttowerte -2,4 0,1
Abschreibungen 0,0 0,0
Buchwerte -2,4 0,1
Summe
Bruttowerte -1,1 184,8
Abschreibungen 1,1 -114,5
Buchwerte 0,0 70,3

[25] Finanzanlagen

Die Finanzanlagen enthalten - wie im Vorjahr - kein Planvermögen, das die jeweiligen Versorgungszusagen zum Stichtag übersteigt ("Defined Benefit Asset"; vgl. auch [36] "Pensionsrückstellungen").

Mio. € 2021 2020
Finanzanlagen
Beteiligungen 131,6 109,9
Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,8 83,4
Sonstige Ausleihungen 2,2 2,3
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,0 0,3
134,6 195,9

Im Vorjahr beinhaltete die Position Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ein langfristiges Darlehen an das Joint Venture Springer Nature. Mit der Vereinbarung vom 3. März 2021 wurde ein Teil der langfristigen Ausleihung einschließlich aufgelaufener Zinsen in Höhe von 44,9 Mio. Euro zurückgezahlt. Der verbliebene Teil der Ausleihung einschließlich der aufgelaufenen Zinsen in Höhe von 45,2 Mio. Euro wurde am 19. Juli 2021 ausgeglichen.

[26] Forderungen aus Finanzierungsleasing

Mio. € 2021 2020
Forderungen aus Finanzierungsleasing
Langfristig 44,1 45,3
Kurzfristig 4,5 4,1
48,6 49,4

Die Holtzbrinck Publishing Group vermietet einige ihrer Büroflächen unter. Nach IFRS 16 werden für Leasingverhältnisse aus Leasingnehmersicht Nutzungsrechte aktiviert. Dementsprechend erfolgt die Bilanzierung der Untermietverträge auf Grundlage des jeweiligen Nutzungsrechtes. Dies führt bei einigen Unterleasingverhältnissen zu einer Klassifizierung als Finanzierungsleasing. Das entsprechende Nutzungsrecht des Hauptmietvertrages wird ausgebucht und im Gegenzug eine Leasingforderung in Höhe der Nettoinvestition in das Leasingverhältnis aktiviert. In Höhe des Differenzbetrags ist ein Ertrag zu erfassen. Als Finanzierungsleasing klassifizierte Untermietverhältnisse führen nach IFRS 16 zu Zins- anstatt zu Mieterträgen.

Aus den Untermietverträgen bestehen folgende Forderungen auf künftige Mindestleasingzahlungen:

Mio. € 2021 2020
Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen
fällig innerhalb 1 Jahres 6,5 6,0
fällig zwischen 1 und 2 Jahren 6,5 6,0
fällig zwischen 2 und 3 Jahren 6,5 6,0
fällig zwischen 3 und 4 Jahren 6,8 5,9
fällig zwischen 4 und 5 Jahren 6,9 6,3
fällig nach mehr als 5 Jahren 27,3 31,6
60,5 61,8
In künftigen Mindestleasingzahlungen enthaltener Zinsanteil -10,0 -10,6
Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen 50,5 51,2
Wertberichtigung auf der Basis erwarteter Kreditverluste -1,9 -1,8
Forderungen aus Finanzierungsleasing 48,6 49,4

[27] Vorräte

Die Vorräte setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

Mio. € 2021 2020
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7,2 6,8
Unfertige Erzeugnisse 19,4 14,3
Fertige Erzeugnisse und Waren 145,0 142,0
171,6 163,1

Abschläge auf die Vorräte werden zur Berücksichtigung von Verwertungsrisiken in angemessener Höhe vorgenommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 25,4 Mio. € (Vorjahr: 30,1 Mio. €) erfolgswirksam im Materialaufwand erfasst.

Innerhalb der Holtzbrinck Publishing Group wurden keine Vorräte als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet.

[28] Autorenrechte

Abschläge aufgrund von Verwertungserwartungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 84,0 Mio. € (Vorjahr: 86,5 Mio. €) und wurden im Materialaufwand erfolgswirksam erfasst.

[29] Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind regelmäßig nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 90 Tagen. Die Ermittlung der Wertberichtigung basiert gemäß IFRS 9 auf erwarteten Kreditverlusten und bezieht somit auch Erwartungen über die Zukunft mit ein. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird gemäß IFRS 9 der vereinfachte Ansatz angewandt, wonach für diese Forderungen bereits bei der erstmaligen Erfassung erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit erfasst werden. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch verschiedene länderspezifische Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen z.B. Kreditversicherungen, Kundenanzahlungen sowie Verbindlichkeiten aus dem Distributionsgeschäft für Drittkunden. Die erwarteten Kreditverluste werden auf Basis von historischen Ausfallquoten errechnet und um makroökonomische Faktoren des jeweiligen Landes ergänzt. Es wird eine Einzelwertberichtigung vorgenommen, sobald eine Indikation besteht, dass die entsprechenden Forderungen nicht oder nicht vollständig einbringlich sind. Die Indikatoren beruhen auf intensiven Kontakten mit jeweiligen Schuldnern im Rahmen des Forderungsmanagements.

Die Entwicklung der Wertberichtigung auf der Basis erwarteter Kreditverluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2021 nach IFRS 9 stellt sich wie folgt dar:

Mio. € 2021
Stand 1. Januar -14,7
Nettozuführung 0,0
Inanspruchnahme 2,8
Währung -0,5
Stand 31. Dezember -12,4

Zum 31. Dezember 2020 stellte sich die Entwicklung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt dar:

Mio. € 2020
Stand 1. Januar -8,4
Nettozuführung -10,4
Inanspruchnahme 3,6
Währung 0,5
Stand 31. Dezember -14,7

In der folgenden Tabelle werden die zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste herangezogenen Risikoklassen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die darauf verteilte erwartete Kreditausfallrate zum 31. Dezember 2021 nach dem vereinfachten Ansatz gemäß IFRS 9 dargestellt.

Mio. € Summe
Erwartete Kreditausfallrate
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 533,1
abzgl. abgesicherte Forderungen -119,9
Gesamtbruttowert bei Zahlungsverzug 413,2
Erwarteter Kreditverlust -12,4
Kollektive Wertberichtigung
Überfällig
Mio. € Nicht fällig <60 Tage 60-180 Tage 181-360 Tage
Erwartete Kreditausfallrate 0,38% 0,96% 3,03% 8,20%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 454,7 35,5 19,5 8,0
abzgl. abgesicherte Forderungen -107,0 -6,7 -2,3 -3,1
Gesamtbruttowert bei Zahlungsverzug 347,7 28,8 17,2 4,9
Erwarteter Kreditverlust -1,1 -0,3 -0,7 -0,4
Kollektive Wertberichtigung
Überfällig Individuelle Wertberichtigung
Mio. € >360 Tage
Erwartete Kreditausfallrate 34,45% n/a
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8,0 7,4
abzgl. abgesicherte Forderungen -0,8 0,0
Gesamtbruttowert bei Zahlungsverzug 7,2 7,4
Erwarteter Kreditverlust -2,5 -7,4

In der folgenden Tabelle werden die zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste herangezogenen Risikoklassen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die darauf verteilte erwartete Kreditausfallrate zum 31. Dezember 2020 nach dem vereinfachten Ansatz gemäß IFRS 9 dargestellt.

Mio. € Summe
Erwartete Kreditausfallrate
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 501,0
abzgl. abgesicherte Forderungen -112,6
Gesamtbruttowert bei Zahlungsverzug 388,4
Erwarteter Kreditverlust -14,7
Kollektive Wertberichtigung
Überfällig
Mio. € Nicht fällig <60 Tage 60-180 Tage 181-360 Tage
Erwartete Kreditausfallrate 0,39% 0,79% 6,87% 18,14%
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 411,5 45,1 14,1 12,5
abzgl. abgesicherte Forderungen -85,8 -6,1 -4,2 -11,4
Gesamtbruttowert bei Zahlungsverzug 325,7 39,0 9,9 1,1
Erwarteter Kreditverlust -1,3 -0,3 -0,7 -0,2
Kollektive Wertberichtigung
Überfällig Individuelle Wertberichtigung
Mio. € >360 Tage
Erwartete Kreditausfallrate 90,01% n/a
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9,4 8,4
abzgl. abgesicherte Forderungen -5,1 0,0
Gesamtbruttowert bei Zahlungsverzug 4,3 8,4
Erwarteter Kreditverlust -3,8 -8,4

[30] Kurzfristige finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte

Mio. € 2021 2020
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen an Beteiligungsunternehmen 1,3 6,1
Derivate 0,3 6,1
Übrige 5,7 3,2
7,3 15,4
Kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte
Vermögenswerte aus Rückgaberechten 26,0 22,9
Vorausbezahlte Aufwendungen 13,0 7,6
Übrige 33,6 29,5
72,6 60,0
79,9 75,4

[31] Wertpapiere und Liquide Mittel

Die Position "Wertpapiere" setzt sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2021 2020
Darlehen Springer Nature 84,5 65,1
Sonstige Wertpapiere 220,6 1,6
305,1 66,7

Beim Darlehen Springer Nature handelt es sich um die Beteiligung an einem besicherten, handelbaren Konsortialkredit an das Joint Venture Springer Nature. Dieser wurde im Geschäftsjahr 2021 um 19,4 Mio. € erhöht.

Bei den Wertpapieren handelt es sich um fest verzinsliche Schuldtitel sowie Geldmarktfonds und Geldmarktnahe Fonds. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Erwerb von Geldmarktfonds und Geldmarktnahe Fonds zurückzuführen.

Bei den liquiden Mitteln handelt es sich um Kassenbestände und kurzfristige Bankguthaben. Die Bankguthaben sind nicht verzinst.

[32] Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden

Unter dem Posten waren im vergangenen Geschäftsjahr die Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit dem Verkauf der gutefrage.net GmbH, der highfivve GmbH und der about-books GmbH ausgewiesen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz - Passiva

[33] Eigenkapital

An der Spitze der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck stehen zwei rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbundene Unternehmen: die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG als Personenhandelsgesellschaft sowie deren Komplementärin, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung als Kapitalgesellschaft. In der Personenhandelsgesellschaft (GmbH & Co. KG) können die Gesellschafter durch Ausübung eines gesetzlichen Kündigungsrechtes die Gesellschaft zur Auszahlung der Kapitaleinlagen und der auf sie entfallenden Gewinnanteile verpflichten. Das Kündigungsrecht kann zudem nicht durch den Gesellschaftsvertrag ausgeschlossen werden.

Nach IAS 32 sind kündbare Finanzinstrumente bei Erfüllung bestimmter Bedingungen als Eigenkapital zu klassifizieren. Zu diesen Bedingungen zählen im Wesentlichen:

die Qualifizierung des Finanzinstruments als nachrangigste Klasse,

der Anspruch der Inhaber der Finanzinstrumente auf das anteilige Nettovermögen im Falle der Liquidation und

die Abhängigkeit der für das Finanzinstrument erwarteten Cashflows vom Ergebnis bzw. den Wertänderungen des Nettovermögens.

Diese Bedingungen sind für die Kommanditanteile und Kapitalrücklagen der Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG aufgrund der gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen gegeben, so dass die Kommanditanteile und Kapitalrücklagen im Konzerneigenkapital ausgewiesen werden.

Die Holtzbrinck Publishing Group hat am 29. November 2013 eine Hybridanleihe in Höhe von 50,0 Mio. € begeben, von der eine Tranche in Höhe von 10,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2020 zurückbezahlt wurde. Die übrigen beiden Tranchen in Höhe von jeweils 20 Mio. €, in Summe 40,0 Mio. €, wurden am 30. Oktober 2019 zurückgekauft und durch neue Schuldverschreibungen mit dem gleichen Nennbetrag und den gleichen Inhabern ersetzt. Die Vergütungs- und Rückzahlungsmodalitäten sind identisch mit den vorherigen Schuldverschreibungen, lediglich die Vergütungssätze und Kündigungstermine wurden neu festgesetzt. Das erste mögliche Kündigungsdatum der bestehenden Schuldverschreibung ist der 30. Oktober 2026. Der Festvergütungssatz beträgt 5,4 % p.a., der variable Vergütungssatz 9,95 % p.a. Die Voraussetzungen, die der Standard IAS 32 an die Klassifizierung als Eigenkapital stellt, sind erfüllt.

Das im langfristigen Fremdkapital ausgewiesene "Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital" betrifft die langfristigen Gesellschafterdarlehenskonten, Anteile ohne beherrschenden Einfluss an voll konsolidierten Tochtergesellschaften in der Rechtsform einer Personenhandelsgesellschaft sowie Put-Optionen unterliegende Anteile ohne beherrschenden Einfluss. Diese Finanzinstrumente erfüllen die nach IAS 32 definierten Kriterien hinsichtlich einer Eigenkapitalklassifikation nicht. Die Gesellschafterdarlehenskonten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Wertänderungen und Zinsbestandteile der langfristigen Gesellschafterdarlehenskonten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Erfassung der Wertänderungen und der Zinsbestandteile von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss erfolgt entsprechend der Vorschriften des IFRS 9. Put-Optionen von Minderheiten wurden am Ende der Berichtsperiode aus dem Eigenkapital in das "Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital" umklassifiziert. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt erfolgsneutral. Siehe auch Angabe [34] "Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital".

Der Effekt auf die Sicherungsrücklage aus Cash Flow Hedges resultiert aus erfolgsneutral erfassten Gewinnen in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: -0,1 Mio. € Verlust). Wie im Vorjahr wurden keine Gewinne oder Verluste erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht.

Neben den Währungsänderungen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse (2021: 46,2 Mio. €; Vorjahr: -52,4 Mio. €) werden in der Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen auch die Währungseffekte der den Sicherungsinstrumenten zugrundeliegenden Grundgeschäfte ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2021 verminderte sich das Eigenkapital um 9,0 Mio. € durch die Veränderung der Rücklage zur Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe (Vorjahr: Erhöhung 20,8 Mio. €; vgl. auch [7] "Fremdwährungsumrechnung").

[34] Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital

Das Sonstige von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestellte Kapital setzt sich zum Geschäftsjahresende wie folgt zusammen:

Mio. € 2021 2020
Gesellschafterdarlehenskonten 126,6 172,7
Anteile ohne beherrschenden Einfluss mit Put-Optionen 216,6 177,6
Anteile ohne beherrschenden Einfluss an Personenhandelsgesellschaften 2,6 2,8
219,2 180,4
345,8 353,1

[35] Leasingverbindlichkeiten

Mio. € 2021 2020
Leasingverbindlichkeiten
Langfristig 299,5 296,5
Kurzfristig 23,7 21,8
323,2 318,3

Die Aufteilung der diskontierten und undiskontierten Leasingverbindlichkeiten nach Fristigkeiten stellt sich wie folgt dar:

Mio. € 2021 2020
Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen
fällig innerhalb 1 Jahres 35,4 34,7
fällig zwischen 1 und 5 Jahren 129,9 124,5
fällig nach mehr als 5 Jahren 263,5 278,8
428,8 438,0
In künftigen Mindestleasingzahlungen enthaltener Zinsanteil
fällig innerhalb 1 Jahres 11,7 12,9
fällig zwischen 1 und 5 Jahren 40,3 43,7
fällig nach mehr als 5 Jahren 53,6 63,1
105,6 119,7
Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen
fällig innerhalb 1 Jahres 23,7 21,8
fällig zwischen 1 und 5 Jahren 89,6 80,8
fällig nach mehr als 5 Jahren 209,9 215,7
323,2 318,3

Die Holtzbrinck Publishing Group wendet die Anwendungserleichterungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und geringwertige Vermögenswerte an. Entsprechende Leasingzahlungen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst.

[36] Pensionsrückstellungen

Für zahlreiche Mitarbeiter wird für die Zeit nach der Pensionierung direkt oder durch Beiträge an Pensionsfonds Vorsorge getroffen. Sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Pensionsverpflichtungen richten sich nach Entgelt und Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter. Die bedeutendsten Altersversorgungspläne bestehen in Deutschland und in den USA.

Die Pensionsverpflichtungen und das vorhandene Planvermögen der bestehenden Pensionspläne sind zum Teil demographischen, rechtlichen und ökonomischen Risiken ausgesetzt. Demographische Risiken werden hauptsächlich durch das Langlebigkeitsrisiko der Rentenempfänger bestimmt. Ökonomische Risiken bestehen hauptsächlich durch unvorhersehbare Entwicklungen an den Kapitalmärkten und die damit verbundenen Wechselwirkungen auf das Planvermögen und die Pensionsverpflichtungen. Rechtliche Risiken können aus regulativen Änderungen zu Vorschriften der Vermögensanlage und Mindestdotierungen entstehen.

In Deutschland bestehen Pensionsverpflichtungen aufgrund von Einzelzusagen und einer allgemeinen Versorgungsordnung, die im Wesentlichen die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung und die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG betreffen. Neben leistungsorientierten Einzelzusagen bestehen beitragsorientierte Einzelzusagen im Rahmen einer Entgeltumwandlung aufgrund von Vereinbarungen über Gehaltsverzicht, die über Rückdeckungsversicherungen gedeckt sind. Aufgrund einer ab 01.05.1990 in Kraft getretenen Versorgungsordnung, die zum 31.12.2003 für neu eingetretene Betriebsangehörige geschlossen wurde, bestehen leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen auf Basis einer festgelegten Rentenzahlung. Bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden für die demographischen Annahmen die aktuellen Heubeck - Richttafeln 2018 G angewendet.

In den USA bestehen ebenfalls leistungsorientierte Pensionspläne. Zum 31. Dezember 2021 und 2020 unterhielt die Unternehmensgruppe Macmillan Publishers Inc., New York/USA, folgende Pensionspläne: (i) einen steuerbegünstigten leistungsorientierten Pensionsplan für bestimmte Mitarbeiter der Bedford, Freeman & Worth Publishing Group, LLC, New York/USA, mit einer Dienstzeit von mehr als sechs Monaten, (ii) einen nicht steuerbegünstigten leistungsorientierten Pensionsplan für bestimmte Mitarbeiter der Macmillan Publishing Group, LLC, New York/USA, und (iii) einen beitragsorientierten Pensionsplan für im Wesentlichen alle Mitarbeiter bestimmter Tochtergesellschaften mit einer Dienstzeit von mehr als sechs Monaten.

Die Pensionsleistungen im Rahmen aller leistungsorientierten Pläne der Gesellschaft basieren grundsätzlich auf der Dienstzeit und dem Gehalt der Mitarbeiter, wie jeweils definiert. Die Beiträge zu den Plänen entsprechen den Finanzierungsverpflichtungen auf US-Bundesebene.

Zum 31. Dezember 2021 und 2020 unterhielt die Holtzbrinck Publishing Holdings Limited Partnership, New York/USA einen Plan für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für zum 31. Dezember 2008 aktive Mitarbeiter, die ein Alter von mindestens 44 Jahren und eine Dienstzeit von mindestens sieben Jahren bei der Gesellschaft erreicht haben. Nach dem 31. Dezember 2008 wurden keine neuen Planteilnehmer mehr in diesen Plan aufgenommen.

Leistungsorientierte Verpflichtungen aus Pensionsplänen (Defined Benefit Obligation) und das in Fonds vorhandene Planvermögen (Plan Assets) werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 (Projected Unit Credit Method) bewertet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die bei der Berechnung zugrunde gelegten wesentlichen, gewichteten versicherungsmathematischen Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Deutschland Ausland
in % 2021 2020 2021 2020
Rechnungszins 0,64 0,32 2,40 - 2,65 2,25 - 2,40
Zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen 2,50 2,50 - -
Zukünftige Rentensteigerungen 1,75 1,50 - -

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Altersversorgungspläne und ihre Abbildung in der Konzernbilanz:

Mio. € 2021 2020
Anwartschaftsbarwert fondsfinanzierter Versorgungszusagen 25,1 25,2
Planvermögen zu Marktwerten -17,8 -16,4
7,3 8,8
Anwartschaftsbarwert rückstellungsfinanzierter Versorgungszusagen 44,5 47,0
Bilanzielle Nettoverpflichtung 51,8 55,8

Die Positionen des Anwartschaftsbarwerts fondsfinanzierter Versorgungszusagen und des Planvermögens sind im Wesentlichen den Unternehmen in USA zuzurechnen und daher in ihrer Veränderung von Effekten aus der Währungsumrechnung von USD nach € beeinflusst.

Der Anwartschaftsbarwert aller Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) entwickelte sich wie folgt:

Mio. € 2021 2020
Stand 1. Januar 72,2 71,9
Währungsanpassungen 1,9 -1,7
Abgänge:
Leistungszahlungen und Abgeltungszahlungen -3,8 -4,2
Auswirkungen von Plankürzungen/-abgeltungen 0,1 0,0
Zugänge:
Dienstzeitaufwand der Periode 0,6 0,6
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,1 0,0
Aufzinsung von Versorgungsansprüchen 0,7 1,0
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+):
Erfahrungsbedingte Berichtigung 0,8 0,5
Änderungen demographischer Annahmen -1,1 -0,2
Änderungen finanzieller Annahmen -1,9 4,3
Stand 31. Dezember 69,6 72,2

Der Marktwert aller vorhandenen Planvermögen (Plan Assets) entwickelte sich wie folgt:

Mio. € 2021 2020
Stand 1. Januar 16,4 17,1
Währungsanpassungen 1,1 -0,9
Abgänge:
Auszahlungen -1,8 -1,6
Auswirkungen von Plankürzungen/-abgeltungen 0,0 -0,4
Zugänge:
Erträge aus Planvermögen 0,3 0,4
Beiträge des Planträgers 0,4 1,1
Beiträge der Planteilnehmer 0,1 0,1
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (-):
Änderungen finanzieller Annahmen 1,3 0,6
Stand 31. Dezember 17,8 16,4

Das Planvermögen setzte sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2021 2020
Eigenkapitalinstrumente 9,3 7,6
Schuldtitel 2,9 2,1
Sonstiges Planvermögen 5,6 6,7
Planvermögen zu Marktwerten 17,8 16,4

Der Aufwand für Altersversorgung und Unterstützung aus leistungsorientierten Plänen setzte sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2021 2020
Dienstzeitaufwand der Periode 0,6 0,6
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0,1 0,0
Aufzinsung von Versorgungsansprüchen 0,7 1,0
Erträge aus Planvermögen -0,3 -0,4
Gewinne/Verluste aus Plankürzungen/-abgeltungen 0,1 0,0
1,2 1,2

Der Zinsaufwand in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €) ist Bestandteil des Finanzergebnisses in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Gleiches gilt für die Erträge aus Planvermögen in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €). Der Nettozinsbeitrag errechnet sich durch Anwendung des Abzinsungssatzes auf die Nettoverbindlichkeit bzw. auf den Nettovermögenswert aus leistungsorientierten Plänen zu Beginn jeder Berichtsperiode. Der laufende und nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand schlägt sich als Element der Aufwendungen für Altersversorgung im Personalaufwand nieder.

Im Eigenkapital wurden bis zum 31. Dezember 2021 die folgenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgsneutral mit den Übrigen Gewinnrücklagen verrechnet:

Mio. € 2021 2020
Kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) zum 1. Januar 216,8 212,8
Erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) im Geschäftsjahr -3,5 4,0
Kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) zum 31. Dezember 213,3 216,8

Die unterschiedlichen Pensionsverpflichtungen in der Holtzbrinck Publishing Group werden im Inland überwiegend rückstellungsfinanziert und im Ausland überwiegend durch Pensionsfonds abgedeckt. Die Deckung der Pensionspläne durch Planvermögen im In- und Ausland ergibt sich wie folgt:

Mio. € 2021 2020
Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen im Inland 44,0 45,6
Planvermögen im Inland -3,0 -2,9
Über-/Unterdeckung im Inland 41,0 42,7
Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen im Ausland 25,6 26,6
Planvermögen im Ausland -14,8 -13,5
Über-/Unterdeckung im Ausland 10,8 13,1
Gesamter Anwartschaftsbarwert 69,6 72,2
Gesamtes Planvermögen -17,8 -16,4
Gesamte Über-/Unterdeckung (Bilanzielle Nettoverpflichtung) 51,8 55,8

Die Holtzbrinck Publishing Group rechnet für das kommende Geschäftsjahr 2022 mit Beiträgen zu leistungsorientierten Pensionsplänen in Höhe von voraussichtlich 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €).

Neben leistungsorientierten Verpflichtungen gewährt die Holtzbrinck Publishing Group Altersversorgungszusagen über beitragsorientierte Pensionspläne ("Defined Contributions Plans"). Bei diesen zahlt die Holtzbrinck Publishing Group aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Personalaufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt 5,6 Mio. € (Vorjahr: 4,7 Mio. €).

Die nachfolgende Tabelle zeigt eine relative Sensitivitätsanalyse der wichtigsten Annahmen:

Rechnungszins Zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen
Erhöhung um 0,5 % Rückgang um 0,5 % Erhöhung um 1 % Rückgang um 1 %
Auswirkung auf die leistungsorientierte Verpflichtung - 5,58% + 6,15% + 0,00% - 0,00%
Zukünftige Rentensteigerungen
Erhöhung um 1 % Rückgang um 1 %
Auswirkung auf die leistungsorientierte Verpflichtung + 6,04% -5,21%

Die Sensitivitätsanalysen wurden mittels eines Verfahrens durchgeführt, das die Auswirkung der wichtigsten Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf die leistungsorientierte Verpflichtung extrapoliert. Eine verlängerte Lebenserwartung der Versorgungsberechtigten um 1 % führt zu einem Anstieg der leistungsorientierten Verpflichtung um 3,87 %.

Zum Ende des Berichtszeitraumes beträgt die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung im Inland 13,14 Jahre und im Ausland 10,62 Jahre.

[37] Rückstellungen

Mio. € 01.01.2021 Verändegung Kons.kreis Verbrauch Auflösung Zuführung
Rückstellungen (> 1 Jahr) 29,8 0,0 0,0 -28,0 0,0
Rückstellungen (≤ 1 Jahr):
Restrukturierung 0,5 0,0 -0,3 0,0 0,3
Übrige 4,5 0,6 -0,4 -0,4 1,2
5,0 0,6 -0,7 -0,4 1,5
34,8 0,6 -0,7 -28,4 1,5
Mio. € Währungseffekte 31.12.2021
Rückstellungen (> 1 Jahr) 0,1 1,9
Rückstellungen (≤ 1 Jahr):
Restrukturierung 0,0 0,5
Übrige 0,4 5,9
0,4 6,4
0,5 8,3
Mio. € 01.01.2020 Veränderung Kons.kreis Verbrauch Auflösung Zuführung
Rückstellungen (> 1 Jahr) 29,9 0,0 0,0 0,0 0,0
Rückstellungen (≤ 1 Jahr):
Restrukturierung 0,6 0,0 -0,5 -0,1 0,5
Übrige 2,1 0,0 -1,0 -0,1 3,7
2,7 0,0 -1,5 -0,2 4,2
32,6 0,0 -1,5 -0,2 4,2
Mio. € Währungseffekte 31.12.2020
Rückstellungen (> 1 Jahr) -0,1 29,8
Rückstellungen (≤ 1 Jahr):
Restrukturierung 0,0 0,5
Übrige -0,2 4,5
-0,2 5,0
-0,3 34,8

Die Rückstellungen > 1 Jahr enthielten im Vorjahr im Wesentlichen Verpflichtungen aus der Gründung des Joint Ventures Springer Nature in Höhe von 28,0 Mio. €. Diese wurden im Geschäftsjahr 2021 erfolgswirksam aufgelöst.

Restrukturierungsrückstellungen betreffen im Wesentlichen Maßnahmen zur Neuausrichtung und zur Anpassung der Personalkapazitäten von Gruppenunternehmen, die voraussichtlich bis 2022 abgeschlossen sein werden.

Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen berücksichtigen erkennbare Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten im Zusammenhang mit schwebenden Geschäften. Es ist zu erwarten, dass diese Kosten innerhalb des nächsten Geschäftsjahres anfallen werden.

[38] Langfristige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten

Mio. € 2021 2020
Finanzielle Verbindlichkeiten
Eventualverbindlichkeiten 5,8 3,0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1,4 0,3
7,2 3,3
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten
Passivische Rechnungsabgrenzung 0,9 1,6
Erhaltene Anzahlungen 24,2 20,2
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 0,9 0,7
26,0 22,5
33,2 25,8

[39] Kurzfristige finanzielle und nicht finanzielle Verbindlichkeiten

Mio. € 2021 2020
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden
Personen und Unternehmen 175,5 157,7
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 2,9 2,5
Derivate 0,3 0,6
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0,5 0,7
179,2 161,5
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten
Abgegrenzte Verbindlichkeiten 125,4 112,4
Erhaltene Anzahlungen 122,1 102,6
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 127,1 124,5
374,6 339,5
553,8 501,0

Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Distribution für Drittkundengeschäft.

[40] Haftungsverhältnisse, Leasing- und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mio. € 2021 2020
Haftungsverhältnisse
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften,
Wechsel- und Scheckbürgschaften 39,3 37,1
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 158,6 159,7

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten Verpflichtungen aus Druckverträgen und Fund Investitionen.

Leasingverhältnisse

Für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Gesamtlaufzeit von maximal zwölf Monaten sowie Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert, für die die Holtzbrinck Publishing Group die Anwendungserleichterungen des IFRS 16 anwendet und Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst, bestehen folgende Verpflichtungen:

Mio. € 2021 2020
fällig innerhalb 1 Jahres 4,2 3,0
fällig zwischen 1 und 5 Jahren 3,2 4,4
fällig nach mehr als 5 Jahren 0,0 0,0
7,4 7,4

[41] Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Angaben zur Konzernbilanz

Aus den nachfolgenden Tabellen sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen der Kategorisierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente zum Geschäftsjahresende ersichtlich.

Die nachfolgende Tabelle zeigt eine relative Sensitivitätsanalyse der wichtigsten Annahmen:

Bewertungskategorien nach IFRS 9
Fair Value
Mio. € Buchwert 31.12.2021 Fortgeführte Anschaffungskosten erfolgsneutral erfolgswirkasm Fair Value 31.12.2021
Langfristige Finanzinstrumente (IFRS 9)
Beteiligungen 131,6 - - 131,6 131,6
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 0,8 0,8 - - 0,8
Forderungen aus Finanzierungsleasing 44,1 44,1 44,1
Sonstige Ausleihungen 2,2 2,2 - - 2,2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1,9 1,9 1,9
Kurzfristige Finanzinstrumente (IFRS 9)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 520,7 520,7 - - 520,7
Forderungen aus Finanzierungsleasing 4,5 4,5 4,5
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 1,3 1,3 - - 1,3
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5,7 5,7 - - 5,7
Derivate mit Sicherungsbeziehung 0,3 - 0,3 0,3
Wertpapiere 305,1 84,5 - 220,6 305,1
Kassenbestand und Bankguthaben 213,5 213,5 - - 213,5

Finanzielle Verbindlichkeiten 31. Dezember 2021

Bewertungskategorien nach IFRS 9
Fair Value
Mio. € Buchwert 31.12.2021 Fortgeführte Anschaffungskosten erfolgsneutral erfolgswirksam Fair Value 31.12.2021
Langfristige Finanzinstrumente (IFRS 9)
Leasingverbindlichkeiten 299,5 299,5 - - 299,5
Anteile ohne beherrschenden Einfluss mit Put-Optionen bzw. von Personenhandelsgesellschaften 219,2 - 219,2 - 219,2
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 7,2 7,2 - - 7,2
Kurzfristige Finanzinstrumente (IFRS 9)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 260,3 260,3 - - 260,3
Leasingverbindlichkeiten 23,7 23,7 - - 23,7
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 175,5 175,5 - - 175,5
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 2,9 2,9 - - 2,9
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0,5 0,5 - - 0,5
Derivate mit Sicherungsbeziehung 0,3 - 0,3 - 0,3

Aus den nachfolgenden Tabellen sind, ausgehend von den relevanten Bilanzposten, die Zusammenhänge zwischen der Kategorisierung von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 und den Wertansätzen der Finanzinstrumente zum Geschäftsjahresende des Vorjahres ersichtlich.

Finanzielle Vermögenswerte 31. Dezember 2020

Bewertungskategorien nach IFRS 9
Fair Value
Mio. € Buchwert 31.12.2020 Fortgeführte Anschaffungskosten erfolgsneutral erfolgswirksam Fair Value 31.12.2020
Langfristige Finanzinstrumente (IFRS 9)
Beteiligungen 109,9 - - 109,9 109,9
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen 83,4 83,4 - - 83,4
Forderungen aus Finanzierungsleasing 45,3 45,3 45,3
Sonstige Ausleihungen 2,3 2,3 - - 2,3
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,3 0,3 - - 0,3
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1,5 1,5 1,5
Kurzfristige Finanzinstrumente (IFRS 9)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 486,3 486,3 - - 486,3
Forderungen aus Finanzierungsleasing 4,1 4,1 4,1
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 6,1 6,1 - 6,1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3,2 3,2 - - 3,2
Derivate mit Sicherungsbeziehung 6,1 - 5,6 0,5 6,1
Wertpapiere 66,7 65,1 - 1,6 66,7
Kassenbestand und Bankguthaben 155,2 155,2 - - 155,2

Finanzielle Verbindlichkeiten 31. Dezember 2020

Bewertungskategorien nach IFRS 9
Fair Value
Mio. € Buchwert 31.12.2020 Fortgeführte Anschaffungskosten erfolgneutral erfolgswirksam Fair Value 31.12.2020
Langfristige Finanzinstrumente (IFRS 9)
Leasingverbindlichkeiten 296,5 296,5 - - 296,5
Anteile ohne beherrschenden Einfluss mit Put-Optionen bzw. von Personenhandelsgesellschaften 180,4 - 180,4 - 180,4
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3,3 3,3 - - 3,3
Kurzfristige Finanzinstrumente (IFRS 9) aus Lieferungen und Leistungen 225,9 225,9 - - 225,9
Leasingverbindlichkeiten 21,8 21,8 - - 21,8
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen 157,7 157,7 - - 157,7
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 2,5 2,5 - - 2,5
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0,7 0,3 - 0,4 0,7
Derivate mit Sicherungsbeziehung 0,6 - 0,6 - 0,6

Beteiligungen stellen Eigenkapitalinstrumente dar, die nicht auf aktiven Märkten gehandelt werden (Stufe 3). Für nicht börsennotierte Beteiligungen wird der beizulegende Zeitwert auf Basis von nicht beobachtbaren Marktdaten mithilfe von Cashflow-basierten Bewertungsverfahren unter Berücksichtigung des Lebens- und Entwicklungszyklus des jeweiligen Unternehmens ermittelt. Dies schließt auch die Bewertung von Investmentfunds ein, deren Zeitwertermittlung anhand anerkannter Bewertungsmethoden wie der DCF-Methode und Multiple-Verfahren sowie der Ableitung aus jüngsten Finanzierungsrunden erfolgt.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens beinhalten auch eine börsennotierte Beteiligung (Stufe 1).

Wertpapiere des Anlagevermögens, Ausleihungen, Forderungen aus Finanzierungsleasing und sonstige langfristige, finanzielle Vermögenswerte weichen im Buchwert nicht wesentlich von ihrem beizulegenden Zeitwert ab.

Alle weiteren kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, haben kurze Restlaufzeiten oder sind handelbar. Daher entsprechen ihre Buchwerte näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten. Gleiches gilt für kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten.

Die für derivative Finanzinstrumente ausgewiesenen Buchwerte entsprechen ebenfalls den beizulegenden Zeitwerten. Diese werden anhand der Barwertmethode auf der Basis von aktuellen Referenzkursen des jeweiligen Finanzinstituts unter Berücksichtigung von Terminauf- und Terminabschlägen bestimmt. Positive wie negative Buchwerte entsprechen dem Zeitwert bei "Glattstellen" des Geschäfts zum Stichtag (Stufe 2).

Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss mit Put-Optionen sowie an Personenhandelsgesellschaften enthalten Put-Optionen von Minderheitsgesellschaftern, welche als Finanzverbindlichkeit zum beizulegenden Zeitwert auszuweisen sind. Der Konzern kann als Stillhalter im Rahmen bestehender Put-Optionen, die von konzernfremden Gesellschaftern gehalten werden, zum Rückkauf dieser Anteile verpflichtet werden. Bei Ausübung dieser Put-Optionen innerhalb eines festgelegten Zeitraums ist der Konzern dazu verpflichtet, nicht beherrschende Anteile zum geschätzten Marktwert im Zeitpunkt der Ausübung zu erwerben. Zur Ermittlung der Marktwerte der Put-Optionen nicht beherrschender Anteilseigner wird eine Kombination aus Discounted Cashflows und Gewinn-/ Umsatzmultiplikatoren unter Berücksichtigung der jeweiligen Unternehmensplanungen angewendet. In Abhängigkeit von den Marktgegebenheiten können die geschätzten Marktwerte der Put-Optionen der nicht beherrschenden Anteilseigner schwanken. Daher können Discounted Cashflows und Gewinn-/Umsatzmultiplikatoren der finalen Kaufpreisverpflichtungen für die nicht beherrschenden Anteile mit Put-Optionen erheblich von den derzeitigen Schätzungen abweichen. Die Marktwerte der Put-Optionen werden zur Bewertung der Finanzverbindlichkeiten mit einem fristenkongruenten Zinssatz auf den nächsten möglichen Ausübungszeitpunkt abgezinst. Veränderungen dieser Finanzverbindlichkeiten werden erfolgsneutral erfasst (Stufe 3).

Gegenüber einem nahe stehenden Unternehmen bestehen Finanzgarantien für eine mögliche Versorgungslücke aus Pensionsverpflichtungen. Der beizulegende Zeitwert dieser Garantieverbindlichkeiten wird auf Basis der möglichen Zahlungsverpflichtung und der erwarteten Ausfallwahrscheinlichkeit geschätzt. Zur Ermittlung des erwarteten Ausfallrisikos des Hauptschuldners wird dessen Ratingklasse mit einer hinterlegten statistischen Ausfallwahrscheinlichkeit auf Basis externer Marktdaten zu Grunde gelegt. Zum Ende des Geschäftsjahres war der Pensionsfund mit einer 100%igen Deckung ausgestattet. Damit war der beizulegende Zeitwert der Garantieverbindlichkeit 0,0 Mio € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) und das maximale Ausfallrisiko zum 31. Dezember 2021 betrug ebenfalls 0,0 Mio € (Vorjahr: 7,0 Mio. €). Die Garantien haben eine maximale Laufzeit bis zum 31. Dezember 2034 und sind begrenzt auf 36,7 Mio. € (Stufe 3).

Die Leasingverbindlichkeiten entsprechen dem Barwert der ausstehenden Leasingzahlungen, unter Anwendung laufzeit-, währungs- und risikospezifischer Grenzfremdkapitalkosten.

Die folgende Übersicht zeigt die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente aufgeteilt nach den folgenden Bewertungsstufen:

Stufe 1: Börsen- oder Marktpreise in einem aktiven Markt

Stufe 2: Marktwerte, ermittelt auf Basis von Bewertungsmethoden, für die am Markt beobachtbare Inputfaktoren vorliegen

Stufe 3: Marktwerte, ermittelt auf Basis von Bewertungsmethoden, für die keine am Markt beobachtbare Inputfaktoren vorliegen.

Mio. € Fair Value 31.12.2021 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Aktiva
Beteiligungen 131,6 - - 131,6
Wertpapiere 220,6 220,6 - -
Derivate mit Sicherungsbeziehung 0,3 - 0,3 -
Passiva
Derivate mit Sicherungsbeziehung 0,3 - 0,3 -
Anteile ohne beherrschenden Einfluss mit Put-Optionen bzw. an Personenhandelsgesellschaften 219,2 - - 219,2
Mio. € Fair Value 31.12.2020 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Aktiva
Beteiligungen 109,9 - - 109,9
Wertpapiere 1,6 1,6 - -
Derivate mit Sicherungsbeziehung 6,1 - 6,1 -
Passiva
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0,4 - - 0,4
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 0, - - -
Derivate mit Sicherungsbeziehung 0,6 - 0,6 -
Anteile ohne beherrschenden Einfluss mit Put-Optionen bzw. an Personenhandelsgesellschaften 180,4 - - 180,4

Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Bewertungsstufen stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung überprüft. Weder im laufenden Geschäftsjahr noch im Vorjahr sind Umgruppierungen zwischen den Bewertungsstufen erfolgt.

Die beizulegenden Zeitwerte von Beteiligungen haben sich wie folgt entwickelt:

Mio. € 2021 2020
Stand 1. Januar 109,9 99,7
Zugänge 25,5 9,6
Abgänge -22,6 -1,7
Erfolgswirksame Fair-Value Erhöhung 23,1 8,0
Erfolgswirksame Fair-Value Minderung -4,6 -5,5
Währungseffekt 0,3 -0,2
Stand 31. Dezember 131,6 109,9

Die erfolgswirksamen Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte von Beteiligungen führten im Saldo zu einen Ertrag von 18,5 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €), der im Finanzergebnis erfasst wurde. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für die beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen führt eine Senkung der geschätzten Marktwerte um 13,33 % zu einer erfolgswirksamen Verminderung um 14,0 Mio. €.

Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeit aus Put-Optionen von Minderheiten sowie aus Anteilen ohne beherrschenden Einfluss an Personenhandelsgesellschaften hat sich wie folgt verändert:

Mio. € 2021 2020
Stand 1. Januar 180,4 140,9
Auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallend:
Konzernergebnis 24,9 14,7
Dividendenausschüttung -27,0 -16,0
Erfolgsneutrale Fair-Value Anpassung 36,9 42,9
Veränderung an Minderheitsanteilen 0,3 -0,1
Währungseffekt 3,7 -2,0
Stand 31. Dezember 219,2 180,4

Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten aus Put-Optionen von Minderheiten führt eine Senkung des geschätzten EbITDA um 5 % zu einer erfolgsneutralen Verminderung der Verbindlichkeit um 6,6 Mio. €.

Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

In der nachfolgenden Tabelle werden die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten entsprechend den Bewertungskategorien des IFRS 9 dargestellt:

Mio. € 2021 2020
Bewertungskategorie:
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 17,5 2,2
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte -0,4 -10,4
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0,4 0,2
17,5 -8,0

In den Nettogewinnen bzw. -verlusten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte" werden aus der Bewertung von Beteiligungen Erträge in Höhe von 19,2 Mio. € (Vorjahr: 8,4 Mio. €) und Aufwendungen in Höhe von 4,6 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €) sowie Währungsumrechnungsgewinne in Höhe von 3,9 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. € Währungsverluste) erfasst. Die Nettoverluste der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" beinhalten i.W. Zuführungen zu und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr sind in dieser Position Zuführungen von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 10,4 Mio. € enthalten. Die Nettogewinne der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" betreffen erfolgswirksame positive Veränderungen der Verbindlichkeit aus Finanzgarantien in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €).

Nach der Effektivzinsmethode berechnete Zinserträge bzw. -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert berechnet wurden, beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf:

Mio. € 2021 2020
Nach der Effektivzinsmethode berechnete
Zinserträge 14,4 11,1
Zinsaufwendungen -20,1 -24,3
-5,7 -13,2

Erträge und Aufwendungen aus Gebühren und Provisionen, die nicht in die Berechnung des Effektivzinssatzes einbezogen wurden, sind wie im Vorjahr nicht wesentlich.

In der nachfolgenden Tabelle werden die Wertminderungsaufwendungen für jede Klasse von finanziellen Vermögenswerten nach IFRS 7 dargestellt. Bei der Klassenbildung nach IFRS 7 ist zumindest in Finanzinstrumente zu unterscheiden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Die Klassenbildung erfolgt demnach anhand der Kombination der Bewertungskategorien von Finanzinstrumenten nach IFRS 9 mit den Wertansätzen der Folgebewertung.

Mio. € 2021 2020
Wertminderungsaufwand aus
Finanzinstrumenten der Klassen:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte -0,4 -10,4
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte -2,2 -0,4
-2,6 -10,8

[42] Angaben zu Finanzinstrumenten - Risikomanagement

Als global operierendes Unternehmen ist die Holtzbrinck Publishing Group im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Zielsetzung des Finanzrisikomanagements ist es daher, alle wesentlichen Finanzrisiken frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zur Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale zu ergreifen. Wir verweisen hierzu auch auf den Konzernlagebericht.

Die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfolgt unter Anwendung des Wahlrechts nach IFRS 9.7.2.21 weiterhin unverändert nach IAS 39.

Bei den mit Finanzinstrumenten verbundenen möglichen Risiken des Konzerns handelt es sich insbesondere um Marktrisiken. Dazu gehören (1) Währungsrisiken, die aus Tätigkeiten in verschiedenen Währungsräumen resultieren, (2) zinsbedingte Fair Value-Risiken, die aufgrund der Schwankungen des Marktzinssatzes zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwertes eines Finanzinstruments führen und (3) zinsbedingte Cash Flow-Risiken, die zu einer Veränderung der künftigen Cash Flows eines Finanzinstruments aufgrund sich ändernder Marktzinssätze führen. Neben den Marktrisiken ist das Liquiditätsrisiko für die Holtzbrinck Publishing Group relevant, dem durch Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit des Konzerns begegnet wird. Außerdem bestehen Ausfallrisiken, die durch die Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen durch Vertragspartner begründet sind.

Wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holtzbrinck Publishing Group nehmen das Währungsrisiko sowie das zinsbedingte Cash Flow-Risiko. Das Währungsrisiko ergibt sich aus den umfangreichen Aktivitäten des Konzerns in den USD- und GBP- Währungsräumen. Ein Zinsrisiko besteht aufgrund fehlender variabel verzinslicher Finanzschulden zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht.

Die Holtzbrinck Publishing Group setzt zur Absicherung dieser Risiken Finanzderivate ein. In den nachfolgenden Tabellen werden die beizulegenden Zeitwerte dieser Derivate nach Fristigkeit dargestellt. Im Geschäftsjahr 2021 bestanden wie im Vorjahr keine langfristigen Finanzderivate. Es wird zudem berücksichtigt, inwieweit die Derivate nach Hedge Accounting-Regeln im Konzernabschluss erfasst werden.

Derivative finanzielle Vermögenswerte Kurzfristig
Mio. € 2021 2020
Derivate in Verbindung mit Cash Flow-Hedges 0,3 -
Derivate in Verbindung mit Fair Value-Hedges - 0,5
Derivate in Verbindung mit Net Investment-Hedges - 5,6
Summe Marktwerte 0,3 6,1
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Kurzfristig
Mio. € 2021 2020
Derivate in Verbindung mit Cash Flow-Hedges - 0,4
Derivate in Verbindung mit Fair Value-Hedges - 0,1
Derivate in Verbindung mit Net Investment-Hedges 0,3 0,1
Summe Marktwerte 0,3 0,6

Kreditrisiko/Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Geschäftspartner seinen Verpflichtungen im Rahmen eines Finanzinstruments nicht nachkommt und dies zu einem finanziellen Verlust führt. Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken (insbesondere bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) sowie Risiken im Rahmen der Finanzierungstätigkeit, einschließlich solcher aus Einlagen bei Banken und Finanzinstituten, Devisengeschäften und sonstigen Finanzinstrumenten, ausgesetzt.

Ausfallrisiken betreffen in der Holtzbrinck Publishing Group im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Ausfallrisiko wird durch eine laufende Überwachung der Außenstände und branchenübliche Sicherheiten begrenzt. Soweit bei einzelnen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken im Wege der Bildung entsprechender Wertberichtigungen berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2021 sind Zuführungen und Auflösungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahezu ausgeglichen. Die im Vorjahr vorgenommenen Zuführungen zu Wertberichtigungen beliefen sich auf 10,4 Mio. €. Im Vorjahr wurden pandemiebedingt für Forderungen von rund 0,7 Mio. € längere Zahlungsziele für kleinere unabhängige Buchhandlungen gewährt. Gleichzeitig wurde strukturell höheren Ausfallrisiken durch höhere Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Ende 2021 gab es keine relevante Anhäufung des Ausfallrisikos nach Kundentyp oder Region. Das Ausfallrisiko des Unternehmens ist vielmehr durch individuelle Kundenmerkmale beeinflusst. Gemäß den Kreditrichtlinien der jeweiligen Konzerngesellschaften werden neue Kunden auf ihre Bonität geprüft, bevor ihnen reguläre Zahlungs- und Lieferbedingungen angeboten werden. Außerdem werden Forderungsobergrenzen definiert, die den einzelnen Kunden zustehen. Bonität und Forderungsobergrenzen werden regelmäßig überwacht. Kunden, deren Bonität den Mindestanforderungen des Unternehmens nicht genügt, dürfen Produkte in der Regel nur gegen Vorauszahlung erwerben. Andere Aktivitäten zur Senkung des Ausfallrisikos beinhalten selektiv eingesetzte Kreditversicherungen, Kundenanzahlungen sowie Verbindlichkeiten aus der Distribution für Drittkundengeschäft.

Das im Rahmen der Anlage flüssiger Mittel, von Wertpapieren und dem Abschluss von Absicherungsgeschäften entstehende Ausfallrisiko wird dadurch begrenzt, dass die Holtzbrinck Publishing Group im Rahmen festgelegter Grenzen ausschließlich mit Kontrahenten zweifelsfreier Bonität zusammenarbeitet. Aufgrund hoher Kreditwürdigkeit der einzelnen Banken ist das Ausfallrisiko der flüssigen Mittel als gering einzustufen.

Somit gibt die bilanzierte Höhe von finanziellen Vermögenswerten ungeachtet bestehender Sicherheiten das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Eine bestandsgefährdende Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern bzw. Schuldnergruppen ist nicht erkennbar.

Liquiditätsrisiko

Ziel der Holtzbrinck Publishing Group ist die laufende Deckung des Finanzmittelbedarfs und die Sicherstellung einer ausreichenden finanziellen Flexibilität durch die Nutzung von (1) Bankguthaben und Wertpapieranlagen, (2) Kontokorrentkrediten, (3) Darlehen und (4) Finanzierungsleasing-Verträgen. Die Holtzbrinck Publishing Group steuert das Liquiditätsrisiko durch eine angemessene Entnahme- und Investitionspolitik, den Einsatz adäquater Finanzierungsinstrumente und Kreditlinien, sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten auf Basis verbindlicher interner Vorgaben. Die Finanzierung der Holtzbrinck Publishing Group aus der bestehenden Liquidität und einer Kreditlinie zur Abdeckung unterjährig saisonaler Finanzierungsspitzen ist aus heutiger Sicht auch während der Corona-Krise in ausreichendem Umfang sichergestellt.

Die nachfolgenden Tabellen stellen die Fälligkeitsstruktur der wesentlichen finanziellen Verbindlichkeiten einschließlich im Vorjahr vorhandener Verbindlichkeiten aus Finanzgarantien mit vertraglich vereinbarten Restlaufzeiten dar. Die Angaben erfolgen auf der Basis der vertraglichen, nicht abgezinsten Zahlungen und beinhalten auch Zahlungen aus Derivaten mit negativem beizulegendem Zeitwert.

Undiskontierte Cashflows zum 31.12.2021
Mio. € < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Finanzierungsleasing 35,4 129,9 263,5 428,8
Derivate 0,3 - - 0,3
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0,5 7,0 3,8 11,3
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 2,9 - - 2,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 260,3 - - 260,3
Finanzielle Garantien * - - - -
299,4 136,9 267,3 703,6
Undiskontierte Cashflows zum 31.12.2020
Mio. € < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Finanzierungsleasing 34,7 124,5 278,8 438,0
Derivate 0,6 - - 0,6
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0,7 2,1 4,0 6,8
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 2,5 - - 2,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 225,9 - - 225,9
Finanzielle Garantien * - - - -
264,4 126,6 282,8 673,8

* Gegenüber einem nahe stehenden Unternehmen bestehen Finanzgarantien für eine mögliche Versorgungslücke aus Pensionsverpflichtungen. Das maximale Ausfallrisiko bemisst sich an der aktuellen Höhe der Versorgungslücke zum jeweiligen Bilanzstichtag und beträgt zum 31. Dezember 2021 0,0 Mio. € (Vorjahr: 7,0 Mio. €). Die Garantien haben eine maximale Laufzeit bis zum 31. Dezember 2034 und sind begrenzt auf 36,7 Mio. €.

Zum Geschäftsjahresende waren 42,6 % der Zins- und Tilgungszahlungen innerhalb von 12 Monaten fällig (Vorjahr: 39,2 %).

Zinsänderungsrisiko - Cash Flow-Risiko

Zur Beurteilung des zahlungsbezogenen Zinsänderungsrisikos sind die Finanzinstrumente in solche mit fester und solche mit variabler Verzinsung zu unterteilen. Das zahlungsbezogene Zinsänderungsrisiko betrifft variabel verzinsliche Finanzinstrumente.

Zahlungsbezogene Zinsänderungsrisiken ergeben sich für die Holtzbrinck Publishing Group zum Bilanzstichtag nicht.

Die nachfolgende Tabelle stellt den Umfang der Finanzschulden, ausschließlich bestehend aus Leasingverbindlichkeiten dar:

Finanzierungsleasing
Nominalwerte zum 31.12.2021 Mio. €
I. Nominelle Zinsbindung von Finanzschulden
< 1 Jahr 23,7
1 - 5 Jahre 89,6
> 5 Jahre 209,9
323,2
Finanzierungsleasing
Nominalwerte zum 31.12.2020 Mio. €
I. Nominelle Zinsbindung von Finanzschulden
< 1 Jahr 21,8
1 - 5 Jahre 80,8
> 5 Jahre 215,7
318,3

Zinsänderungsrisiko - Fair Value-Risiken

Die Holtzbrinck Publishing Group hat ebenso wie im Vorjahr keine Derivate kontrahiert, die einer Sicherung des Fair Value-Risikos festverzinslicher Verbindlichkeiten dienen.

Währungsrisiko - Cash Flow- und Fair Value-Risiken sowie Wechselkursrisiken aus Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe

Das Nominalvolumen der zum 31. Dezember 2021 bestehenden Währungssicherungsgeschäfte betrug 119,6 Mio. € (Vorjahr: 212,7 Mio. €). Die gesicherten Grundgeschäfte setzen sich im Wesentlichen aus zukünftigen Cash Flows sowie aus konzerninternen Darlehen zusammen.

Cash Flow-Risiken aus Fremdwährungsgeschäften resultieren hauptsächlich aus dem Wechselkursrisiko der Veränderung des GBP sowie des USD gegenüber dem Euro. Die Holtzbrinck Publishing Group sichert sich gegen das Währungsrisiko aus erwarteten Geldflüssen in Fremdwährungen durch Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte ab. Soweit Devisengeschäfte als Cash Flow-Sicherungen im Sinne des IAS 39 zu beurteilen sind, werden Marktwertdifferenzen aus diesen Währungsderivaten erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der Bewertungsrücklage aus der Cash Flow-Sicherung mittels Währungsderivaten wurden im Geschäftsjahr 0,2 Mio. € Bewertungsgewinne zugeführt (Vorjahr: -0,1 Mio. € Verluste). Realisierte Gewinne und Verluste aus Währungssicherungsgeschäften werden erfolgswirksam abgebildet. Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine Bewertungsverluste/-gewinne erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht (Vorjahr: 0,0 Mio. €).

Die Holtzbrinck Publishing Group hat im Geschäftsjahr 2021 Derivate kontrahiert, die einer Sicherung des Fair Value-Risikos festverzinslicher konzerninterner Fremdwährungsverbindlichkeiten sowie Fremdwährungsforderungen in USD und GBP dienen. Im Geschäftsjahr wurden Währungsverluste in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. € Währungsgewinne) aus dem Fair Value Hedge in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Wertänderung des gesicherten Grundgeschäftes zur Bestimmung der Effektivität der Sicherungsbeziehung beträgt 4,4 Mio. € (Vorjahr: -6,8 Mio. €).

Zur Absicherung der Nettoinvestition in ausländische Geschäftsbetriebe werden teilweise Fremdwährungsderivate erworben. Die Kursdifferenzen aus diesen Fremdwährungsderivaten werden entsprechend den Kursdifferenzen aus der Fremdwährungsumrechnung der Nettoinvestition in den ausländischen Geschäftsbetrieben im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden 9,0 Mio. € Währungsverluste (Vorjahr: 20,8 Mio. € Währungsgewinne) aus Net Investment-Hedges im Sonstigen Ergebnis erfasst. Die Wertänderung des gesicherten Grundgeschäftes zur Bestimmung der Effektivität der Sicherungsbeziehung beträgt im Geschäftsjahr 2021 9,0 Mio. € (Vorjahr: -20,8 Mio. €). Im Geschäftsjahr gingen keine Anteile an ausländischen Geschäftsbetrieben, für die es Absicherungen von Nettoinvestitionen gibt, ab, so dass keine erfolgswirksame Umgliederung in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vorzunehmen war (Vorjahr: 0,0 Mio. €; vgl. [7] "Fremdwährungsumrechnung").

Im Geschäftsjahr 2021 wurden ebenso wie im Vorjahr keine ineffektiven Sicherungsbeziehungen vom Eigenkapital erfolgswirksam in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht.

Die nachfolgende Tabelle zeigt sämtliche zum Geschäftsjahresende noch ausstehenden Devisentermingeschäfte, die zur Minimierung des Währungsrisikos eingesetzt werden:

31.12.2021 Volumen Grundgeschäft Volumen Sicherungsgeschäfte Nettowährungsposition Marktwert Durchschnittlicher Sicherungskurs
$ in Mio. $ 1 €= 1,1398 $
Derivate in Verbindung mit Cash Flow-Hedges -18,8 -18,8 0,0 0,2
Derivate in Verbindung mit Fair Value-Hedges 0,0 0,0 0,0 0,0
Derivate in Verbindung mit Net Investment-Hedges 105,0 105,0 0,0 -0,3
Summe USD 86,2 86,2 0,0 -0,1
£ in Mio. £
Derivate in Verbindung mit Cash Flow-Hedges 8,5 8,5 * 0,0 0,2
Derivate in Verbindung mit Fair Value-Hedges 0,0 0,0 0,0 0,0
Derivate in Verbindung mit Net Investment-Hedges 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe GBP 8,5 8,5 0,0 0,2
Summe in Mio. € -71,2 -71,2 0,0 0,0

* GBP 6,3 Mio. Kauf und GBP 2,2 Mio. Verkauf

31.12.2020 Nominalvolumen Grundgeschäft Nominalvolumen Sicherungsgeschäfte Nettowährungsposition Marktwert Durchschnittlicher Sicherungskurs
$ in Mio. $ 1 €= 1,2123 $
Derivate in Verbindung mit Cash Flow-Hedges -16,5 -16,5 0,0 -0,2
Derivate in Verbindung mit Fair Value-Hedges 64,0 64,0 * 0,0 0,4
Derivate in Verbindung mit Net Investment-Hedges 210,0 210,0 ** 0,0 5,5
Summe USD 257,5 257,5 0,0 5,7
* davon USD 95,0 Kauf und USD 31,0 Verkauf
** davon USD 245,0 Kauf und USD 35,0 Verkauf
£ in Mio. £ 1 € = 0,9048 £
Derivate in Verbindung mit Cash Flow-Hedges -2,1 -2,1 0,0 -0,2
Derivate in Verbindung mit Fair Value-Hedges 6,8 6,8 0,0 0,1
Derivate in Verbindung mit Net Investment-Hedges 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe GBP 4,7 4,7 0,0 -0,1
Summe in Mio. € 215,1 215,1 0,0 5,6

Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie sich eine 10 %-ige Veränderung des Euros gegenüber dem USD bzw. GBP auf das Ergebnis vor Steuern und die im Eigenkapital enthaltene Sicherungsrücklage für Net Investment Hedges aus Fremdwährungsgeschäften auswirken würde. Die übrigen Währungspaare beinhalten im Wesentlichen die Auswirkungen von Cashflow Hedges des Währungspaares USD/Kanadische Dollar. Die Sensitivität des Ergebnisses vor Steuern resultiert aus der Veränderung der Marktwerte von Fair Value-Hedges sowie aus Fremdwährungspositionen, die nach IAS 39 nicht in effektive Sicherungsbeziehungen einbezogen sind. Reine Translationseffekte aus der Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse finden keine Berücksichtigung. Die Annahme einer 10 %-Veränderung entspricht der Einschätzung des Managements hinsichtlich einer möglichen Wechselkursänderung.

Mio. € Veränderung in % Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern aus Marktwertänderungen von Währungssicherungen Erfolgsneutrale Auswirkung auf das Eigenkapital aus Marktwertänderungen von Währungssicherungen
2021
USD +/- 10% +/- 0,0 +/- 8,4
GBP +/- 10% +/- 0,0 +/- 0,0
Übrige +/- 10% +/- 0,0 +/- 2,0
2020
USD +/- 10% +/- 4,7 +/- 15,6
GBP +/- 10% +/- 0,0 +/- 0,0
Übrige +/- 10% +/- 0,0 +/- 1,7

Sonstige Marktrisiken

Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse für unsere Wertpapiere führt eine Erhöhung des Marktzinsniveaus um 1,0 % zu einer erfolgswirksamen Verminderung des Marktwerts um 0,9 Mio. €. Alle weiteren Marktrisiken aus Finanzinstrumenten stellen insgesamt zu vernachlässigende Risiken für die Holtzbrinck Publishing Group dar.

[43] Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung ist die nachhaltige Sicherstellung der Finanzierung der Holtzbrinck Publishing Group. Hierzu ist die Einhaltung bestimmter Größenordnungen wesentlicher Finanzkennzahlen von Bedeutung. Zentrale Kennzahlen sind die Eigenkapitalquote und der Schuldendeckungsgrad (sog. "Leverage Ratio"). Die Eigenkapitalquote beschreibt dabei das Verhältnis von Konzerneigenkapital zur Konzernbilanzsumme. Der Schuldendeckungsgrad ergibt sich aus dem Verhältnis der durchschnittlichen Nettofinanzposition (Wertpapiere und Liquide Mittel abzüglich Finanzschulden) zum "Operating EblTDA" (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen sowie einmaligen und außerordentlichen Effekten). Wie im Vorjahr bestanden zum Geschäftsjahresende keine Finanzschulden. Basierend auf der Summe aus Eigenkapital gemäß IAS 32 und Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital verfügt die Holtzbrinck Publishing Group über eine - um Wertpapiere und Liquide Mittel bereinigte - wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 70,1 % (Vorjahr: 60,9 %).

Zum Geschäftsjahresende wurden ebenso wie im Vorjahr keine Änderungen hinsichtlich der Ziele, der Richtlinien oder der Verfahren zur Kapitalsteuerung vorgenommen.

[44] Angaben zu Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Als nahe stehende Personen und Unternehmen gemäß IAS 24 gelten für die Holtzbrinck Publishing Group die Gesellschafter der beiden Konzern-Spitzengesellschaften Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG, die Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats der Komplementärin Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung sowie die Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen der Holtzbrinck Publishing Group. Die Monika Schoeller Familiengesellschaft mbH & Co. KG, Stuttgart und Herr Dr. Stefan von Holtzbrinck halten je 50 % an den Spitzengesellschaften der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Erbrachte Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Erträge Empfangene Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Aufwendungen
Mio. € 2021 2020 2021 2020
Gemeinschaftsunternehmen 10,5 16,7 0,6 0,5
Assoziierte Unternehmen 14,5 12,1 3,3 2,8
Forderungen Verbindlichkeiten
Mio. € 2021 2020 2021 2020
Gemeinschaftsunternehmen 117,8 148,7 0,1 0,2
Assoziierte Unternehmen 6,9 10,2 0,4 0,1

Gegenüber den Gesellschaftern und deren Familienangehörigen bestehen Gesellschafterdarlehen sowie Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 126,6 Mio. € (Vorjahr: 172,7 Mio. €) und Verrechnungskonten in Höhe von insgesamt 175,5 Mio. € (Vorjahr: 157,7 Mio. €). Ferner besteht ein Mietvertrag zwischen nahe stehenden Personen und einem Tochterunternehmen der Holtzbrinck Publishing Group. Alle Transaktionen werden zu Marktkonditionen abgewickelt.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats sowie an diesen Personenkreis gewährte Vorschüsse und Kredite betragen zum Geschäftsjahresende:

Mio. € 2021 2020
Bezüge des Aufsichtsrats 0,3 0,3
Bezüge der Geschäftsführung 3,5 6,4
davon kurzfristige Bezüge 3,5 6,0
davon langfristige Bezüge 0,0 0,4
Frühere Mitglieder Geschäftsführung:
Bezüge 2,3 0,8
Ansprüche aus Altersversorgungsplänen 14,8 12,5

Sonstige Angaben

[45] Befreiende Wirkung des Konzernabschlusses

Gemäß § 291 HGB sind alle in diesen Konzernabschluss einbezogenen EU-Tochtergesellschaften von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts für die jeweiligen Teilkonzerne befreit.

Für die folgenden inländischen Kapitalgesellschaften kommt zusätzlich die Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB zur Anwendung:

Argon Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung Berlin
Fischer Kinder- und Jugendbuch Verlag GmbH Frankfurt a. M.
GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft X mbH Stuttgart
GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XVIII e mbH Stuttgart
GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXVI e mbH Stuttgart
HGV Hanseatische Gesellschaft für Verlagsservice mbH Hamburg
HIM Holtzbrinck VII e GmbH Stuttgart
HIM Holtzbrinck 39 e GmbH Stuttgart
Holtzbrinck Buchverlage GmbH Hamburg
Rowohlt Berlin Verlag GmbH Berlin
Rowohlt Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung Hamburg
S. Fischer Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt a. M.
Spotlight media Group GmbH München
Spotlight Verlag GmbH München
Zeit Online-GmbH Hamburg

Für die folgenden inländischen Personengesellschaften kommt die Befreiungsvorschrift nach § 264b HGB zusätzlich zur Anwendung:

Stuttaart
Amelie Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs-KG e-fellows.net GmbH & Co. KG München
Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG Stuttgart
Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. Zeitverlag Beteiligungsgesellschaft Stuttgart
Holtzbrinck Digital Holdings GmbH & Co. KG Stuttgart
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG Köln
Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG München
Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co.KG Hamburg

[46] Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr und das Vorjahr berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers i. S. v. § 318 HGB beträgt:

Mio. € 2021 2020
Abschlussprüfungsleistungen 0,5 0,5
Andere Beratungsleistungen 0,0 0,0
Steuerberatungsleistungen 0,2 0,1
Sonstige Leistungen 0,0 0,0

Das von anderen Abschlussprüfern als des Konzernabschlussprüfers für das Geschäftsjahr und das Vorjahr berechnete Gesamthonorar bei einbezogenen Tochterunternehmen, die von der Erleichterung nach § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch machen, beträgt:

Mio. € 2021 2020
Abschlussprüfungsleistungen 0,2 0,2
Andere Beratungsleistungen 0,0 0,0
Steuerberatungsleistungen 0,1 0,1
Sonstige Leistungen 0,0 0,0

[47] Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Komplementärin hat sich seit Beginn des Geschäftsjahres 2021 wie folgt zusammengesetzt:

Dr. Stefan von Holtzbrinck Vorsitzender
Filmon Zerai seit dem 1. September 2021
Jens Schwanewedel bis zum 30. September 2021
Björn Waldow seit dem 1. Oktober 2021

[48] Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt zusammengesetzt:

Dr. Bernd Scheifele, Heidelberg

Rechtsanwalt

- Vorsitzender -

Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Berlin

Vorsitzender des Kuratoriums der Falling Walls Foundation gGmbH, Berlin

- Stellvertretender Vorsitzender -

Christiane Schoeller, Eigeltingen-Münchhöf

Kunstpädagogin

Christian Meissner, Greenwich, Connecticut, USA

Mitglied der Geschäftsleitung der Credit Suisse Group AG und der Credit Suisse AG, Zürich, Schweiz

Hala Zeine, Schwetzingen

Manager

- bis zum 14. Juni 2021 -

Julia Jäkel, Hamburg

Verlegerin

- seit dem 01. September 2021 -

[49] Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichts besteht das Risiko, dass sich die jüngsten Entwicklungen des Krieges in der Ukraine insbesondere negativ auf das Konsumverhalten von Kunden, auf Lieferketten und damit vor allem auf die Umsatz- und Ertragserwartung im Buchgeschäft sowie auf den Anzeigenumsatz der ZEIT Verlagsgruppe und von Springer Nature auswirken können. Es ist noch nicht möglich mit hinreichender Sicherheit vorherzusagen, in welchem Umfang sich eine weitere Eskalation des Krieges in der Ukraine und die dadurch verbundene Krise weiter auf das Verbraucherverhalten und die Branchenentwicklung im Geschäftsjahr 2022 auswirken wird. Die Holtzbrinck Publishing Group erwartet hieraus lediglich unwesentliche Effekte auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage.

Mit Wirkung zum 22. März 2022 hat die Gesellschaft eine neue syndizierte Kreditfazilität mit einem Gesamtvolumen von 252 Mio. € mit sieben Geschäftsbanken abgeschlossen. Diese ersetzt die Konsortialkreditlinie gleichen Volumens vom 23. April 2021. Die neue Kreditfazilität hat eine feste Laufzeit bis zum 21. März 2027.

Nach dem Stichtag wurde ein neuer wesentlicher Büromietvertrag mit einer Laufzeit von 10 Jahre abgeschlossen, dessen zukünftige Leasingzahlungen sich auf 14,9 Mio. € summieren.

Die Investmentfunds HV Ventures Fund IV LP, HV Ventures Fund V GmbH & Co. KG und HV Holtzbrinck Ventures Co-Investment Fund I GmbH & Co. KG veräußerten im ersten Quartal 2022 wesentliche Beteiligungen an den HV Capital Continuation Fund GmbH & Co. KG. Dies führt zu einem Liquiditätszufluss in 2022.

 

Stuttgart, 23. Mai 2022

Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG

Die Geschäftsführung

Dr. Stefan von Holtzbrinck, Vorsitzender

Björn Waldow

Filmon Zerai

Gänsheidestraße 26

70184 Stuttgart

Deutschland

Handelsregisternummer: HRB2306, Stuttgart

Anteilsbesitzliste
Nr. Gesellschaft Sitz Land Anteil 1 Art
1 academics GmbH Hamburg Deutschland 84,80% TU
2 Altmetric 2015 Limited London Großbritannien (UK) 100,00% TU
3 Altmetric LLP London Großbritannien (UK) 100,00% TU
4 Amelie Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
5 Amelie Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs-KG Stuttgart Deutschland 100,00% TU
6 Argon Verlag AVE GmbH Berlin Deutschland 100,00% TU
7 B&H Buchvertriebsgesellschaft mbH München Deutschland 50,00% AU
8 Bedford, Freeman & Worth Publishing Group, LLC New York USA 100,00% TU
9 Beijing Macmillan Century Consulting & Service Company Ltd Beijing China 50,00% AU
10 Biodata Inc. Dover USA 100,00% TU
11 Biodata Limited Rosh Ha'Ayin Israel 100,00% TU
12 Booklr Acquisiton Corp. New York USA 100,00% TU
13 Byliner Inc. New York USA 100,00% TU
14 Campbell Books Limited Edinburgh Großbritannien (UK) 100,00% TU 2
15 CC Technology Limited Glasgow Großbritannien (UK) 100,00% TU
16 ConVent Gesellschaft für Kongresse & Veranstaltungsmanagement mbH Frankfurt Deutschland 100,00% TU
17 devbliss GmbH Berlin Deutschland 100,00% TU
18 Digital Science & Research Pty Ltd Sydney Australien 100,00% TU
19 Digital Science & Research Solutions Limited London Großbritannien (UK) 87,97% TU
20 Digital Science & Research Solutions, Inc. Cambridge, Massachuset USA 100,00% TU
21 Digital Science & Research Srl lasi County Rumänien 100,00% TU
22 Digital Science UK Limited London Großbritannien (UK) 100,00% TU
23 DS Digital Science GmbH Köln Deutschland 100,00% TU
24 Easy Aula Educacao E Servicos De Informatica S.A. Rio de Janeiro Brasilien 20,00% AU
25 EBI MAP-Works LLC New York USA 100,00% TU
26 e-fellows.net GmbH & Co. KG München Deutschland 66,66% TU
27 e-fellows.net Verwaltungs-GmbH München Deutschland 66,66% TU
28 Fairview Research Barcelona, S.L. Barcelona Spanien 100,00% TU
29 Fairview Research LLC New Haven CT USA 100,00% TU
30 Figshare LLP London Großbritannien (UK) 100,00% TU
31 Fischer Kinder- und Jugendbuch Verlag GmbH Frankfurt a. M. Deutschland 100,00% TU
32 Frontiers Media SA Ecublens Schweiz 30,00% AU
33 FSG/FA, Inc. Massachussetts USA 100,00% TU
34 Galerie Klaus Gerrit Friese GmbH Stuttgart Deutschland 40,00% AU
35 Georg von Holtzbrinck GmbH München Deutschland 100,00% TU
36 Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG Stuttgart Deutschland 100,00% MU
37 Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. Zeitverlag Beteiligungsgesellschaft Stuttgart Deutschland 100,00% TU
38 Georg von Holtzbrinck Internationale Medienbeteiligungen GmbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
39 Gill and Macmillan (UK) Limited Basingstoke Großbritannien (UK) 100,00% TU 2
40 Good Conversations gGmbH Hamburg Deutschland 100,00% TU
41 GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft X mbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
42 GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XVIII e mbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
43 GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XX mbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
44 GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXIII a mbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
45 GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXIII mbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
46 GvH Vermögensverwaltungsgesellschaft XXXVI e mbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
47 Hayden-McNeil, LLC Michigan USA 100,00% TU
48 HFIJ Science & Technology Investments Limited St Helier Großbritannien (UK) 100,00% TU
49 HGV Hanseatische Gesellschaft für Verlagsservice mbH Hamburg Deutschland 100,00% TU
50 Hi Employer Strategies GmbH Hamburg Deutschland 50,01% AU
51 HIM Holtzbrinck 22 GmbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
52 HIM Holtzbrinck 26 Verwaltungsgesellschaft mbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
53 HIM Holtzbrinck 37 GmbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
54 HIM Holtzbrinck 39 e GmbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
55 HIM Holtzbrinck 40 GmbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
56 HIM Holtzbrinck 41 GmbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
57 HIM Holtzbrinck a-2 GmbH München Deutschland 100,00% TU
58 HIM Holtzbrinck a-4 GmbH München Deutschland 100,00% TU
59 HIM Holtzbrinck III GmbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
60 HIM Holtzbrinck VII e GmbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
61 Holtzbrinck Beteiligungs GmbH München Deutschland 100,00% TU
62 Holtzbrinck Buchverlage GmbH Hamburg Deutschland 100,00% TU
63 Holtzbrinck Digital GmbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
64 Holtzbrinck Digital Holdings GmbH & Co. KG Stuttgart Deutschland 100,00% TU
65 Holtzbrinck Digital Investment GmbH München Deutschland 100,00% TU
66 Holtzbrinck Investment Holdings Limited London Großbritannien (UK) 100,00% TU
67 Holtzbrinck Investment Limited Basingstoke Großbritannien (UK) 100,00% TU
68 Holtzbrinck Publishers, LLC New York USA 100,00% TU
69 Holtzbrinck Publishing Group, Inc. Delaware USA 100,00% TU
70 Holtzbrinck Publishing Holdings Limited Partnership New York USA 100,00% TU
71 Holtzbrinck Publishing Investments Limited Basingstoke Großbritannien (UK) 100,00% TU
72 Holtzbrinck Science & Technology Limited London Großbritannien (UK) 100,00% TU
73 HV Capital Fund 7 COIF III GmbH & Co. KG München Deutschland 100,00% TU
74 HV Holtzbrinck Ventures Fund IV LP St Helier Großbritannien (UK) 46,20% AU
75 HV Holtzbrinck Ventures Fund V GmbH & Co. KG München Deutschland 20,00% AU
76 Intellus Learning, LLC New York USA 100,00% TU
77 Intellus Software India Privat Limited Bangalore Indien 100,00% TU
78 iq digital media marketing gmbh Düsseldorf Deutschland 15,00% AU
79 Limited Liability Company "Digital Science & Research" Moscow Russland 100,00% TU
80 Macmillan (Publishers) Zimbabwe (Private) Limited Harare Simbabwe 50,00% TU 2
81 Macmillan Children's Books Limited Basingstoke Großbritannien (UK) 100,00% TU 2
82 Macmillan Direct Limited Basingstoke Großbritannien (UK) 100,00% TU 2
83 Macmillan Holdings, LLC New York USA 100,00% TU
84 Macmillan Learning Pty Ltd Sydney Australien 100,00% TU
85 Macmillan Malawi Limited Blantyre Malawi 85,71% TU 2
86 Macmillan Publishers Australia Pty Ltd Sydney Australien 100,00% TU
87 Macmillan Publishers Inc. New York USA 100,00% TU
88 Macmillan Publishers International Limited Basingstoke Großbritannien (UK) 100,00% TU
89 Macmillan Publishers Ireland Limited Dublin Irland 100,00% TU
90 Macmillan Publishers New Zealand Limited Auckland Neuseeland 100,00% TU
91 Macmillan Publishing Group, LLC New York USA 100,00% TU
92 Macmillan Rwanda Publishers Limited Kigali Ruanda 100,00% TU 2
93 MAICS Holding Corp. New York USA 100,00% TU
94 MDL Subscriptions Limited Basingstoke Großbritannien (UK) 100,00% TU 2
95 Neopubli GmbH Berlin Deutschland 100,00% TU
96 OntoChem GmbH Halle (Saale) Deutschland 26,00% AU
97 Pan Books Canada Limited Toronto Kanada 100,00% TU 2
98 Pan Books Limited Basingstoke Großbritannien (UK) 100,00% TU 2
99 Pan Bookshops Limited Basingstoke Großbritannien (UK) 100,00% TU 2
100 Pan Macmillan Australia Pty Limited Sydney Australien 100,00% TU
101 Pan Macmillan Limited Basingtoke Großbritannien (UK) 100,00% TU 2
102 Pan Macmillan Publishing India Private Limited New Delhi Indien 100,00% TU
103 Pan Macmillan South Africa (Pty) Limited Johannesburg Südafrika 100,00% TU
104 Poolside Reise GmbH München Deutschland 100,00% TU
105 Prognos AG Basel Schweiz 90,00% TU
106 Pronoun, Inc. New York USA 100,00% TU
107 Ratgeber Netzwerk GmbH München Deutschland 100,00% TU
108 Rowohlt . Berlin Verlag GmbH Berlin Deutschland 100,00% TU
109 Rowohlt Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung Hamburg Deutschland 100,00% TU
110 S. Fischer Verlag Gesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt/M. Deutschland 100,00% TU
111 S. Weiner Limited Basingstoke Großbritannien (UK) 100,00% TU
112 Scismic, Inc. Cambridge, MA USA 50,00% AU
113 Searchmetrics GmbH Berlin Deutschland 46,26% AU
114 Skoobe GmbH München Deutschland 25,00% AU
115 SMP (1952), Inc. New York USA 100,00% TU
116 Spotlight media group GmbH München Deutschland 100,00% TU
117 Spotlight Verlag GmbH [neu] München Deutschland 100,00% TU
118 Springer Nature AG & Co. KGaA Berlin Deutschland 53,00% GU
119 Springer Nature Management AG Berlin Deutschland 53,00% GU
120 Springer Nature One GmbH Berlin Deutschland 26,00% GU
121 tempus corporate GmbH Hamburg Deutschland 100,00% TU
122 tempus Zeitungsverlags- und Beteiligungsgesellschaft mbH Stuttgart Deutschland 100,00% TU
123 tempus Zeitverlag Geschäftsführungsgesellschaft mbH Hamburg Deutschland 50,00% TU
124 Thinglab Ltd London Großbritannien (UK) 28,44% AU
125 Unimax Macmillan Limited Accra Ghana 65,00% TU 2
126 Veduca Limited Tortola Jungfern-Inseln (UK) 15,98% AU
127 Verlag Kiepenheuer & Witsch Geschäftsführungs-GmbH Köln Deutschland 85,00% TU
128 Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co KG Köln Deutschland 85,00% TU
129 Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG München Deutschland 100,00% TU
130 Verlagsgruppe Droemer Knaur Verwaltungsgesellschaft mbH München Deutschland 100,00% TU
131 Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH Stuttgart Deutschland 100,00% MU
132 WHY Holding Corp. New York USA 100,00% TU
133 ZEIT Akademie GmbH Hamburg Deutschland 100,00% TU
134 ZEIT Credo GmbH Hamburg Deutschland 100,00% TU
135 ZEIT Digital GmbH Berlin Deutschland 100,00% TU
136 ZEIT International GmbH Hamburg Deutschland 100,00% TU
137 ZEIT Online GmbH Hamburg Deutschland 100,00% TU
138 ZEIT Vermarktung GmbH Hamburg Deutschland 100,00% TU
139 ZEIT Weltkunst Verlag GmbH Hamburg Deutschland 100,00% TU
140 Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG Hamburg Deutschland 50,00% TU

1 Anteil bezogen auf die jeweilige Obergesellschaft
2 wegen Unwesentlichkeit nicht einbezogene Unternehmen

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Grundlagen des Konzerns

An der Spitze der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck stehen zwei rechtlich, wirtschaftlich und organisatorisch eng verbundene Unternehmen: die Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG sowie deren Komplementärin, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH, beide mit Sitz in Stuttgart (Deutschland). Diese beiden Unternehmen bilden eine wirtschaftliche Einheit und werden daher als einheitliches Mutterunternehmen unter der Bezeichnung Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (im Folgenden Holtzbrinck Publishing Group) in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Fokus der langfristig ausgerichteten Geschäftspolitik stehen die Zukunftsfähigkeit und nachhaltige Entwicklung der Holtzbrinck Publishing Group sowie die konsequente Wahrnehmung von Wachstumschancen in ihren Geschäftsfeldern. Ein wichtiges, strategisches Ziel ist es, die Digitalisierung unter Ausnutzung aller bestehenden und zu schaffenden Synergieeffekte erfolgreich zu gestalten und die guten Wettbewerbspositionen weiter auszubauen. Dabei konzentriert sich die Holtzbrinck Publishing Group auf die Geschäftsfelder Macmillan Publishers (Buchgeschäft), Holtzbrinck Science and Education (Macmillan Learning), Holtzbrinck Digital, Information & Services (Digital Science, ZEIT Verlagsgruppe und sonstige Unternehmen) und das Joint Venture Springer Nature. Des Weiteren tätigt die Holtzbrinck Publishing Group Investitionen in junge, neue und digitale Geschäftsmodelle über Investment Funds.

Wirtschaftsbericht / Geschäftsentwicklung

Der um Portfolioeffekte und Wechselkursveränderungen bereinigte Umsatz wuchs im Geschäftsjahr um 13,7 % (2020: 3,7 %). Im Geschäftsfeld Macmillan Publishers stieg der bereinigte Umsatz durch Zuwächse in allen Regionen um 13,1 % (2020: 5,3 %). Im Geschäftsfeld Holtzbrinck Science and Education erzielte Macmillan Learning um 11,4 % (2020: Rückgang um 6,2 %) höhere Umsätze. Im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information und Services führten Umsatzzuwächse bei Digital Science und der ZEIT Verlagsgruppe zu einem bereinigten Umsatzanstieg um 17,6 % (2020: 6,1 %).

Trotz negativer Wechselkurseffekte aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe insbesondere von USD in Euro erreichte der konsolidierte Umsatz des Geschäftsjahres 2021 in Summe 1.744,6 Mio. € (2020: 1.560,1 Mio. €). Die Prognose des Vorjahres, eines leichten Umsatzwachstums für das Geschäftsjahr 2021, wurde damit aufgrund höherer Umsätze in sämtlichen Geschäftsfeldern der Holtzbrinck Publishing Group deutlich übertroffen.

Die Prognose für den operativen Gewinn der Holtzbrinck Publishing Group vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sowie Sondereffekten (sogenanntes "Operating EbITDA") das Niveau des Geschäftsjahres 2020 zu erreichen, wurde im Geschäftsjahr 2021 ebenfalls deutlich übertroffen. Das Operating EbITDA erreichte 454,7 Mio. € nach 265,0 Mio. € im Geschäftsjahr 2020. Neben höheren Umsätzen und verbesserten Margen trugen dazu im Wesentlichen Einsparungen in verschiedenen Kostenbereichen bei. Im Vergleich zum Vorjahr ist vom Zuwachs des Operating EbITDA um 189,7 Mio. € ein Anstieg von 112,2 Mio. € auf das Operating EbITDA der vollkonsolidierten Unternehmen zurückzuführen. Zuwächse resultierten dabei aus sämtlichen Geschäftsfeldern. Auf das "Operative[s] Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen" (At-Equity Ergebnis ohne Effekte aus der Folgebewertung von Kaufpreisallokationen) entfiel ein Zuwachs von 77,5 Mio. €.

Das Vorsteuerergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2021 auf 314,6 Mio. € (2020: 105,0 Mio. €) und stieg im Vorjahresvergleich um 209,6 Mio. €. Im Wesentlichen trug dazu der Anstieg des Operating EbITDA der vollkonsolidierten Unternehmen in Höhe von 112,2 Mio. € bei. Dieser Anstieg war insbesondere auf das Umsatzwachstum bei gleichzeitiger Verbesserung der EbITDA-Marge um 5,8 %-Punkte auf 12,1% zurückzuführen. Darin enthalten waren investive Aufwendungen in die Weiterentwicklung digitaler Produkte und Geschäftsmodelle wie "Achieve" (Macmillan Learning) und "Dimensions" (Digital Science). Ziel dieser Maßnahmen ist es, die guten Voraussetzungen der Holtzbrinck Publishing Group für zukünftiges, organisches Umsatzwachstum weiter zu verbessern.

Das "Ergebnis aus Anteilen an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen" wuchs um 62,1 Mio. €. Dieser Zuwachs war wesentlich durch Erträge aus Wertsteigerungen von nach der Equity-Methode konsolidierten Investmentfunds in Höhe von 60,0 Mio. € geprägt.

Daneben trugen außergewöhnliche und einmalige Effekte saldiert in Höhe von insgesamt 20,4 Mio. € zur positiven Entwicklung des Vorsteuerergebnisses bei (2020: Verluste in Höhe von 4,6 Mio. €). Diese umfassten 1,5 Mio. € Aufwendungen für Restrukturierung und 34,5 Mio. € Erträge im Zusammenhang mit der Veräußerung und dem Erwerb von Unternehmen. Darin enthalten war die Auflösung einer Rückstellung für Verpflichtungen aus der Gründung des Joint Ventures Springer Nature in Höhe von 28,0 Mio. € und 0,6 Mio. € Abgrenzungen für damit im Zusammenhang stehende Aufwendungen. 7,1 Mio. € resultierten im Wesentlichen aus Veräußerungsgewinnen und Aufwendungen für Veräußerungen. Abschreibungen auf Mietereinbauten in Höhe von 12,3 Mio. € und auf Nutzungrechte in Höhe von 17,5 Mio. € führten zu einem Einmalaufwand in Höhe von 29,8 Mio. €. Im Finanzergebnis waren Einmalerträge aus der ergebniswirksamen Änderung der Zeitwerte für nach IFRS 9 bewertete Finanzanlagen, überwiegend Investment Funds, in Höhe von 17,2 Mio. € enthalten.

Das Finanzergebnis enthielt zudem einen realisierten Ertrag in Höhe von 7,7 Mio. € aus der Rückzahlung eines langfristigen Darlehens von Springer Nature an die Holtzbrinck Publishing Group.

Die Nettofinanzposition (Wertpapiere, Liquide Mittel, zur Veräußerung gehaltene Liquide Mittel, abzüglich Finanzschulden ohne Leasingverbindlichkeiten) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021 um 295,3 Mio. € auf 518,6 Mio. € (2020: 223,3 Mio. €). Damit hat die Holtzbrinck Publishing Group ihre auf langfristige Stabilität und Wachstum ausgerichteten Finanzierungsziele im Geschäftsjahr 2021 übertroffen.

Die Europäische Kommission rechnet in ihrer Herbstprognose 2021 (Institutional Paper 160, November 2021) mit einem Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) in 2021 um 5,7 % (2020: 3,4 % Rückgang). Das Wachstum der Weltwirtschaft verzeichnete damit in 2021 einen Anstieg um 9,1 %-Punkte.

Für die Länder der Europäischen Union (im Folgenden "EU") stieg das Bruttoinlandsprodukt in 2021 um 5,0% (2020: 5,9% Rückgang) und lag damit ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert. Der private Konsum wuchs in den Ländern der EU im Jahr 2021 um 3,5 %, nachdem im Jahr 2020 ein Rückgang von 7,3 % verzeichnet wurde.

Das Bruttoinlandsprodukt der USA ist gemäß der Europäischen Kommission in 2021 um 5,8 % gewachsen, nachdem es im Vorjahr um 3,4 % schrumpfte. Der private Konsum zog in den USA in 2021 mit einem Zuwachs von 8,5 % deutlich an. Im Vorjahr sank dieser noch um 3,8 %. Nach Einschätzung der Europäischen Kommission ging die Arbeitslosenquote in den USA von 8,1 % im Jahr 2020 auf 5,5 % im Jahr 2021 zurück.

Laut der Europäischen Kommission betrug der Anstieg der Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 im Vereinigten Königreich 6,9 %, während diese im Jahr 2020 um 9,7 % zurück ging. Der private Konsum erholte sich im Jahr 2021 deutlich um 5,5 %, nachdem er im Jahr 2020 um 10,8 % einbrach. Im Vereinigten Königreich wird mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote von 4,5 % im Jahr 2020 auf 4,9 % im Jahr 2021 gerechnet.

Für die Volkswirtschaft Deutschlands berechnet die Europäische Kommission für das Jahr 2021 einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,7 %, während das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 um 4,6 % zurück ging. Der private Konsum verblieb nach einem Rückgang von 5,9 % in 2020 im Jahr 2021 auf gleichem Niveau. Der Arbeitsmarkt in Deutschland entwickelte sich in 2021 positiv. Gemäß der Europäischen Kommission sank die Arbeitslosenquote im Jahr 2021 auf 3,6 %. Im Jahr 2020 betrug sie noch 3,8 %.

In den Kernmärkten USA, Vereinigtes Königreich und Deutschland verbesserten sich die Rahmenbedingungen im Geschäftsfeld Macmillan Publishers. Jedoch war auch das Jahr 2021 durch erschwerte Ladenzugänge und Öffnungszeiten des physischen Einzelhandels bei einer niedrigeren Frequentierung der Innenstädte als vor der COVID-19-Pandemie geprägt. Insbesondere die Distribution über den Versandhandel und die vermehrte Nachfrage nach digitalen Produkten wie eBooks und Hörbücher führten in 2021 zu Umsatzzuwächsen. Ebenfalls sanken die Retouren aufgrund niedrigerer Bestände im Buchhandel, insbesondere in den USA.

Im Geschäftsfeld Holtzbrinck Science and Education wuchs der Umsatz bei Macmillan Learning in 2021 im Wesentlichen durch steigende Nutzerzahlen der digitalen Lehrplattform Achieve. Trotz nur zögerlicher und uneinheitlicher Öffnungen für den Präsenzunterricht an Universitäten konnte Macmillan Learning damit Umsatzzuwächse erzielen. Daneben waren die Retouren von Lehrbüchern nach Beginn des Herbstsemesters niedriger als in den Vorjahren.

Das Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information und Services verzeichnete eine hohe Nachfrage nach digitalen Produkten und Services, die zu einem deutlichen Umsatzwachstum führten. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers LLP geht in ihrer Studie "Global Entertainment and Media Outlook: 2021- 2025" davon aus, dass in Deutschland der Werbemarkt im Internet in 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 6,5% wächst. Der Werbemarkt kabelgebundener Internetanwendungen wächst nur leicht um 1,0%. Für den Werbemarkt im mobilen Internet wird mit einem Wachstum von 12,1 % gerechnet. Der Werbemarkt für In- stream und Out-stream Videos wächst auf noch niedrigem absolutem Gesamtniveau mit 18,2%. Das Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services verzeichnete im Jahr 2021 ein deutliches Wachstum der Anzeigenumsätze bei der ZEIT Verlagsgruppe um 20,5 %. Dabei nahm der Anteil der Anzeigenumsätze am konsolidierten Umsatz des Geschäftsfeldes um 0,5% zu und betrug 19,8% (2020: 19,3% portfoliobereinigt). Treiber dieser Entwicklung waren insbesondere über digitale Medien, wie ZEITOnline, erzielte Anzeigenumsätze. Das Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services, insbesondere die ZEIT Verlagsgruppe, partizipierte damit erfolgreich am Wachstum der Werbemärkte im Internet.

Investitionen und Veränderungen des Konsolidierungskreises

Die Holtzbrinck Publishing Group vollzog im Geschäftsjahr 2021 die gegen Ende des vorherigen Geschäftjahres vertraglich vereinbarten Veräußerungen überwiegend werbefinanzierter Internetunternehmen im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital. Dies waren im Wesentlichen gutefrage.net GmbH, highfivve GmbH und die Beteiligung an der web care LBJ GmbH (pflege.de).

Im Geschäftsbereich Digital Science wurden zur vollständigen Integration einer Plattform für Patentdatenanalyse (ifi Claims Patent Services) Geschäftsanteile von Anteilseignern ohne beherrschenden Einfluss der Gesellschaften Fairview Research LLC und Fairview Research Barcelona S.L. erworben. Dies führte zu einem Übergang von der Konsolidierung nach der Equity-Methode zur Vollkonsolidierung der Gesellschaften Fairview Research LLC und Fairview Research Barcelona S.L..

Auch im Geschäftsjahr 2021 investierte die Holtzbrinck Publishing Group in Investment Funds, die weltweit in junge, digitale Unternehmen insbesondere im Bildungssektor investieren. Ergänzt wurden diese durch Investitionen in Investment Funds, die industrieübergreifend in Geschäftsmodelle im Internet investieren.

Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr 2021 mit 23,0 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (2020: 15,0 Mio. €). Die Zugänge zu Immateriellen Vermögenswerten enthielten mit 5,8 Mio. € Zugänge aus Kaufpreisallokationen bei der Vollkonsolidierung von Unternehmenserwerben.

Umsatzentwicklung nach Ländern

Mio. € 2021 Anteil in % 2020 Anteil in %
Deutschland 513,6 29,4 465,4 29,8
Großbritannien 132,3 7,6 122,4 7,8
Übriges Europa 97,7 5,6 76,7 4,9
Nordamerika 918,8 52,7 817,4 52,4
Sonstige Regionen 82,2 4,7 78,2 5,1
1.744,6 100,0 1.560,1 100,0

Die Holtzbrinck Publishing Group erzielte im Geschäftsjahr 2021 in ihren Kernmärkten Deutschland, Großbritannien und Nordamerika deutliche Umsatzzuwächse, die zu einem Gesamtumsatz in Höhe von 1.744,6 Mio. € führten. Der Inlandsanteil am Umsatz der Holtzbrinck Publishing Group war im Geschäftsjahr 2021, trotz eines Zuwachses von 10,4% aufgrund von höheren Zuwächsen im Ausland, leicht rückläufig. Er betrug 29,4% (2020: 29,8%) des Gesamtumsatzes. Mit einem Umsatzwachstum von nominal 101,4 Mio. € bzw. 12,4% verzeichnete die Region Nordamerika einen deutlichen Umsatzzuwachs und erhöhte den Anteil am Gesamtumsatz auf 52,7 % (2020: 52,4 %). Der Umsatz in Großbritannien wuchs um 8,1 % auf 132,3 Mio. €. Der Anteil am Gesamtumsatz sank um 0,2 %-Punkte auf 7,6%. Die Umsätze in der Region Übriges Europa stiegen unter anderen in den Ländern Polen und Irland. Der Anteil der Region Übriges Europa wuchs mit einem Umsatz von 97,7 Mio. € auf 5,6 % (2020: 4,9 %).

Umsatzentwicklung nach Geschäftsfeldern

Mio. € 2021 2020 Veränd. in % Veränd. in % organisch (*)
Macmillan Publishers 1.160,3 1.038,2 +11,8 +12,9
Holtzbrinck Science and Education 241,1 224,4 +7,4 +11,4
Holtzbrinck Digital, Information & Services 363,1 309,0 +17,5 +17,3
Konsolidierung der Innenumsätze und -19,9 -18,5 +7,9 +1,2
Sonstige Unternehmen
Umsatz des Gruppenportfolios zum Bilanzstichtag 1.744,6 1.553,1 +12,3 +13,7
Veräußerte Unternehmen und Unternehmensteile 0,0 7,0 -100,0
Konsolidierter Umsatz 1.744,6 1.560,1 +11,8

(*) Das Umsatzwachstum der einzelnen Geschäftsfelder wurde in dieser Spalte um Effekte aus Unternehmenserwerben und -veräußerungen, aus Veränderungen im Konsolidierungskreis sowie aus Währungskursänderungen bereinigt, um das "organische" Wachstum im Jahresvergleich abzubilden. Die Vorjahreswerte wurden um Portfolioveränderungen angepasst.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz nominal um 184,5 Mio. € bzw. 11,8% an. Auf unterjährige Abgänge vom Unternehmensportfolio entfiel dabei ein Umsatzrückgang von 7,0 Mio. €. Änderungen der Fremdwährungskurse wirkten sich in Höhe von 21,8 Mio. € negativ auf die Umsatzentwicklung aus.

Währungs- und portfoliobereinigt wuchs der Umsatz der Holtzbrinck Publishing Group im Geschäftsjahr 2021 - organisch - um 210,4 Mio. € bzw. 13,7%, wobei alle drei Geschäftsfelder der Holtzbrinck Publishing Group im Geschäftsjahr 2021 deutliche, organische Umsatzzuwächse erzielten.

Der Anteil der über digitale Produkte und Services erzielten Umsätze aller Geschäftsfelder am konsolidierten Umsatz der Holtzbrinck Publishing Group lag im Geschäftsjahr 2021 bei 34,8 % und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr 2020 (34,5 %) leicht an.

Umsatzentwicklung Macmillan Publishers

Der Umsatz des Geschäftsfeldes Macmillan Publishers wuchs wechselkursbereinigt um 12,9%. Dazu trug der Umsatz der zum Bereich Holtzbrinck Deutsche Buchverlage gehörenden Publikumsverlage, in einem für alle Belletristik- & Sachbuchverlage des Bereiches sehr erfolgreichen Geschäftsjahr, ein organisches Wachstum von 11,6 % bei. Bei Macmillan US Trade Publishing führten insbesondere erfolgreiche Backlisttitel, verbunden mit einer niedrigen Retourenquote, zu einem organischen Umsatzwachstum von 18,1 %. Bei Pan Macmillan wuchs der Umsatz auf hohem Niveau organisch um 1,7 %. Hier kompensierte ein Umsatzwachstum bei Pan Macmillan UK niedrigere Umsätze bei Pan Macmillan Australia. Der Anteil elektronischer Bücher am Umsatz des Geschäftsbereiches Macmillan Publishers stieg im Geschäftsjahr 2021 um 0,7 %-Punkte auf 29,6 % (2020: 28,9 %).

Umsatzentwicklung Holtzbrinck Science and Education

Der Umsatz des Geschäftsfeldes Holtzbrinck Science and Education umfasst die Umsätze der unter Macmillan Learning zusammengefassten Hochschulverlage in den USA. Im Geschäftsjahr 2021 wuchs der Umsatz von Macmillan Learning aufgrund höherer digitaler Umsätze in der ersten Jahreshälfte und niedrigerer Remissionen in der zweiten Jahreshälfte organisch um 11,4%. Der Marktanteil von Macmillan Learning legte im Geschäftsjahr auf 9,5 % (2020: 8,9 %) zu. Der Anteil elektronischer Bücher und Lehrinhalte, einschließlich der Abgrenzung von Online-Abonnements, stieg im Geschäftsjahr 2021 auf 56,5 % (2020: 54,6 %).

Umsatzentwicklung Holtzbrinck Digital, Information & Services

Das Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services verzeichnete im Geschäftsjahr 2021 ein organisches Umsatzwachstum von 17,3 %. Die international agierenden Unternehmen des Bereiches Digital Science erzielten dabei im Geschäftsjahr 2021 ein organisches Umsatzwachstum von 22,6 % (2020: 18,2 %). Die ZEIT Verlagsgruppe erreichte ein organisches Umsatzwachstum von 16,8 % (2020: 3,7 %). Dieses resultierte im Wesentlichen aus Zuwächsen bei ZEITOnline sowie höheren Umsätzen bei Anzeigen und bei Abonnements der Wochenzeitung. Das Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services berichtete einen portfoliobereinigten Anstieg des Anteils über Online-Medien erzielter Umsätze auf 35,0 % (2020: 30,8 %).

Ergebnisentwicklung

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Mio. € 2021 2020 Veränderung Veränd. in %
Umsatzerlöse 1.744,6 1.560,1 +184,5 +11,8
Materialaufwand einschließlich Bestandsveränderungen (*) -658,8 -620,2 -38,6 +6,2
Personalaufwand (*) -503,7 -483,4 -20,3 +4,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge (einschließlich Mietaufwendungen) (*) -371,4 -358,0 -13,4 +3,7
Operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen 244,0 166,5 +77,5 +46,5
Operating EbITDA (*) 454,7 265,0 +189,7 +71,6
Abschreibungen (ohne Nutzungsrechte) (*) -30,6 -33,4 +2,8 -8,3
Operatives Ergebnis (*) 424,1 231,6 +192,5 +83,1
Sonstiges Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen und Beteiligungsergebnis (*) -129,0 -113,5 -15,5 +13,7
Eliminierung Mietaufwendungen 28,1 29,9 -1,8 -6,0
Abschreibungen Nutzungsrechte Leasing -22,9 -24,6 +1,7 -6,9
Nettozinsaufwand Leasing -11,0 -11,6 +0,6 -5,2
Übriges Finanzergebnis (*) 4,9 -2,2 +7,1 -322,7
Außergewöhnliche und einmalige Effekte 20,4 -4,6 +25,0 -543,5
Ergebnis vor Steuern 314,6 105,0 +209,6 +199,6
Steuern von Einkommen und Ertrag -30,3 -12,1 -18,2 +150,4
Konzernergebnis 284,3 92,9 +191,4 +206,0
Davon: auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallend 24,9 14,7 +10,2 +69,4
Davon: auf die Holtzbrinck Publishing Group entfallend 259,4 78,2 +181,2 +231,7

(*) Um außergewöhnliche und einmalige Effekte bereinigte Positionen. Die Definition des "Operating EbITDA" bezieht zur Vergleichbarkeit mit Vorjahren Mietaufwendungen ein, die in der Überleitung zum Ergebnis vor Steuern wieder eliminiert werden.

Veränderungen des Unternehmensportfolios haben die Ertragslage der Holtzbrinck Publishing Group im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021, wie auch im Geschäftsjahr 2020, nur unwesentlich beeinflusst.

Das Geschäftsfeld Macmillan Publishers erzielte im Geschäftsjahr 2021 ein operatives Ergebnis, das deutlich über dem Vorjahreswert lag. Grundlage dafür waren insbesondere höhere Umsätze, ein höherer Umsatzanteil von Backlist- und Vorjahrestiteln, das Wachstum digitaler Umsätze und niedrigere Remissionen, die zu positiven Margeneffekten führten. Das geplante Ertragsziel (EbITDA) wurde vom Geschäftsfeld Macmillan Publishers deutlich übererfüllt.

Im Geschäftsfeld Holtzbrinck Science and Education verzeichnete der Bereich Macmillan Learning, unter pandemiebedingt weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen, gute Fortschritte bei Registrierungen auf der digitalen Plattform "Achieve". Ein niedriges Niveau bei Reisekosten, der Ausgabe von Leseexemplaren und niedrige Marketingausgaben verbesserten zusätzlich die Ergebnisentwicklung. Die für das Geschäftsjahr 2021 geplante Ertragslage (EbITDA) wurde deutlich übertroffen.

Das Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services erzielte im Geschäftsjahr 2021 ein deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegendes Ergebnis (EbITDA). Die Unternehmen des Bereiches Digital Science zeigten, trotz weiterhin hoher Entwicklungsaufwendungen, dank zweistelliger Umsatzzuwächse eine positive Ergebnisentwicklung. Die ZEIT Verlagsgruppe steigerte im Geschäftsjahr 2021 das Ergebnis insbesondere aufgrund der hervorragenden Umsatzentwicklung bei ZEITOnline sowie einem Wachstum der Abonnement- und Anzeigenumsätze der Wochenzeitung. Das Geschäftsfeld hat die für das Geschäftsjahr 2021 geplante Ertragslage (EbITDA) deutlich übertroffen.

Das Operating EbITDA der Holtzbrinck Publishing Group betrug 454,7 Mio. € (2020: 265,0 Mio. €) und wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 189,7 Mio. €. Auf das Operative Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen in Höhe von 244,0 Mio. € (2020: 166,5 Mio. €) entfiel dabei ein Anstieg von 77,5 Mio. €.

In der Position "Operatives Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen" war das Joint Venture Springer Nature im Geschäftsjahr 2021 mit 166,5 Mio. € (2020: 166,6 Mio. €) enthalten. Springer Nature verzeichnete im Geschäftsjahr 2021 ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5,8 % auf 1.700,9 Mio. €, zu dem sämtliche Geschäftsbereiche beitrugen. Das Kerngeschäft im Bereich Research erzielte im Wesentlichen durch Wachstum bei Open Access, Nature und Springer Journalen sowie bei Buch- und Werbeumsätzen, ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 5,6 %. Im Bereich Education wuchs der Umsatz insbesondere durch Zuwächse bei Curriculum und English Language Teaching währungsbereinigt um 4,3%. Der Bereich Professional legte aufgrund steigender Umsätze mit Fahrschulen und bei Werbeumsätzen währungsbereinigt um 8,8 % zu. Das EbITDA von Springer Nature lag mit 642,0 Mio. € über dem Vorjahreswert von 592,3 Mio. €. Das Finanzergebnis von Springer Nature enthielt im Geschäftsjahr einen Einmalertrag von 114,8 Mio. € (60,8 Mio. € anteilig 53 %). Die Verschiebung des angenommenen Termins für die nächste Refinanzierung von Mitte 2022 auf Ende 2023 führte bei der Bewertung der Bankdarlehen nach der Effektivzinsmethode zu diesem Einmalertrag.

Aus der erfolgswirksamen Bewertung nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogener Investmentfunds resultierte ein Ergebnisbeitrag von 60,0 Mio. €. Diese erhöhten das "Operative Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen" entsprechend. Auf das nach der Equity-Methode konsolidierte Unternehmen Frontiers entfiel ein Ergebnisbeitrag von 14,6 Mio. € (2020: 2,6 Mio. €).

Das Operating EblTDA der vollkonsolidierten Gesellschaften betrug im Geschäftsjahr 2021 210,7 Mio. € (2020: 98,5 Mio. €). Der Anstieg des Operating EblTDA der vollkonsolidierten Gesellschaften um 112,2 Mio. € resultierte aus sämtlichen Geschäftsbereichen der Holtzbrinck Publishing Group. Einem Umsatzzuwachs von 184,5 Mio. € stand dabei eine unterproportionale Steigerung der Material- und Personalaufwendungen gegenüber. Die Quote der Materialaufwendungen (einschließlich Bestandsveränderung) am Umsatz sank im Geschäftsjahr auf 37,8 % (2020: 39,8 %). Wesentlich hierfür waren ein hoher Anteil an Backlist- und Vorjahrestiteln, insbesondere bei den amerikanischen Publikumsverlagen, sowie höhere Umsätze bei eBooks und anderen digitalen Produkten und Dienstleistungen. Die Personalaufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2021 um 4,2 %, wobei sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden lediglich um 1,4 % erhöhte. Die Quote der Personalaufwendungen am Umsatz war im Geschäftsjahr 2021 jedoch, aufgrund überproportional gestiegener Umsätze, mit 28,9 % um 2,1 %-Punkte niedriger als im Vorjahr.

Die Aufwendungen aus dem Saldo der "Sonstige[n] betriebliche^] Aufwendungen und Erträge (einschließlich Mietaufwendungen)" waren um 13,4 Mio. € höher als im Vorjahr. Hier spiegelten sich insbesondere, nach einem im Vorjahr niedrigen Niveau, höhere Werbeaufwendungen, ein höherer Provisionsaufwand aus E-Book-Verkäufen sowie höhere Rechts- und Beratungskosten wider.

Die Abschreibungen ohne Nutzungsrechte waren im Geschäftsjahr 2021 mit 30,6 Mio. € niedriger als im Vorjahr (33,4 Mio. €). Darin enthalten waren planmäßige Abschreibungen aus der Folgebilanzierung von Unternehmenserwerben von 8,0 Mio. € (2020: 10,0 Mio. €). Der verbleibende Saldo der für den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb anfallenden Amortisationen und Abschreibungen blieb mit einer Höhe von 22,6 Mio. € leicht unter dem Vorjahresniveau von 23,4 Mio. €. Eine im Geschäftsjahr 2021 vorgenommene Sonderabschreibung auf Mietereinbauten nicht mehr genutzter Büroflächen in New York wird in Höhe von 12,3 Mio. € in der Position "Außergewöhnliche und einmalige Effekte" ausgewiesen.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Nutzungsrechte betrugen 22,9 Mio. € (2020: 24,6 Mio. €). Eine Sonderabschreibung auf die Nutzungrechte nicht mehr genutzter Büroflächen in New York von 17,5 Mio. € wird in der Position "Außergewöhnliche und einmalige Effekte" ausgewiesen.

Aus Leasingverträgen resultierte ein Nettozinsaufwand von 11,0 Mio. € (2020: 11,6 Mio. €). Darin enthalten waren Zinserträge in Höhe von 2,1 Mio. € (2020: 2,1 Mio. €) aus dem Finanzierungsleasing weitervermieteter Büroflächen und Zinsaufwendungen in Höhe von 13,1 Mio. € (2020: 13,7 Mio. €).

Das übrige Finanzergebnis in Höhe von 4,9 Mio. € (2020: -2,2 Mio. €) enthielt einen realisierten Ertrag von 7,7 Mio. € aus der Rückzahlung eines langfristigen Darlehens in Höhe von 90,1 Mio. € von Springer Nature an die Holtzbrinck Publishing Group.

Das "Sonstiges Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen und Beteiligungsergebnis" war mit -129,0 Mio. € (2020: -113,5 Mio. €) insbesondere aufgrund höherer latenter Steueraufwendungen des nach der Equity-Methode konsolidierten Joint Venture Springer Nature niedriger als im Vorjahr. Dies resultierte aus Steuersatzänderungen einzelner Länder, die bei latenten Steuern auf Kaufpreisallokationen aus der Gründung des Joint Ventures in 2015, in 2021 zu einer aufwandswirksamen Anpassung von 53,7 Mio. € (anteilig 53 % bzw. 28,5 Mio. € im Beteiligungsergebnis) führten. Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen betrug damit im Geschäftsjahr 2021 in Summe 114,9 Mio. € (2020: 52,8 Mio €).

Aufgrund der Anwendung des IAS 32 (ergänzt) wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Ergebniszuweisung an Anteile ohne beherrschenden Einfluss nur der auf kündbare Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallende Ergebnisanteil ausgewiesen. Zinsaufwendungen für langfristige Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2,3 Mio. € (2020: 2,7 Mio. €) wurden entsprechend dem bilanziellen Ausweis dieser Darlehen als Fremdkapital dem Finanzergebnis zugeordnet.

Außergewöhnliche und einmalige Effekte führten im Saldo zu einem Ertrag von 20,4 Mio. € (2020: Aufwand von 4,6 Mio. €). Dies umfasste 1,5 Mio. € Aufwendungen für Restrukturierung und 34,5 Mio. € Erträge im Zusammenhang mit der Veräußerung und dem Erwerb von Unternehmen. Darin enthalten war die Auflösung einer Rückstellung für Verpflichtungen aus der Gründung des Joint Ventures Springer Nature in Höhe von 28,0 Mio. € und 0,6 Mio. € Abgrenzungen für damit im Zusammenhang stehende Aufwendungen. 7,1 Mio. € resultierten im Wesentlichen aus Veräußerungsgewinnen und Aufwendungen für Veräußerungen. Abschreibungen auf Mietereinbauten in Höhe von 12,3 Mio. € und auf Nutzungrechte in Höhe von 17,5 Mio. € führten zu einem Einmalaufwand in Höhe von 29,8 Mio. €. Im Finanzergebnis waren Einmalerträge aus der ergebniswirksamen Änderung der Zeitwerte für nach IFRS 9 bewertete Finanzanlagen, überwiegend Investment Funds, in Höhe von 17,6 Mio. € enthalten.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021 um 209,6 Mio. € auf 314,6 Mio. € (2020: 105,0 Mio. €).

Die Steuern von Einkommen und Ertrag betrugen im Geschäftsjahr 2021 30,3 Mio. € (2020: 12,1 Mio. €). Auf latente Steuern entfiel dabei ein Ertrag von 7,0 Mio. € (2020: Aufwand 2,4 Mio. €). Die latenten Steuern resultierten hauptsächlich aus temporären Unterschieden zwischen steuerlichen Buchwerten und den Buchwerten nach IFRS bei Tochtergesellschaften in den USA. Für effektive Ertragsteuern fiel ein Aufwand von 37,3 Mio. € (2020: 9,7 Mio. €) an. Die effektiven Ertragsteuern resultierten im Wesentlichen aus der guten Ergebnisentwicklung der ZEIT Verlagsgruppe und der Verlage in den USA.

Das Konzernjahresergebnis belief sich auf 284,3 Mio. € (2020: 92,9 Mio. €) und übertraf damit die Planung für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 51,2 Mio. € deutlich im Wesentlichen aufgrund höherer Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften und des Joint Ventures Springer Nature, sowie positiver Ergebnisbeiträge aus der Bewertung von Investment Funds. Diese höheren Ergebnisbeiträge waren im Wesentlichen das Resultat wachsender Umsätze, struktureller Margenverbesserungen und von erfolgreichem Kostenmanagement.

Der auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallende Anteil am Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2021 betrug 24,9 Mio. € (2020: 14,7 Mio. €).

Vermögens- und Finanzsituation

Konzern-Bilanz- und Finanzierungsstruktur

Mio. € 2021 2020 Veränderung
Forderungen aus LuL und Steuerforderungen 524,5 498,3 +26,2
Forderungen aus Finanzierungsleasing 4,5 4,1 +0,4
Vorräte und Autorenrechte 350,5 343,4 +7,1
Kurzfristige Finanzielle Vermögenswerte 7,3 15,4 -8,1
Kurzfristige Nicht Finanzielle Vermögenswerte 72,6 60,0 +12,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückerstattungen, Steuern sowie Rückstellungen -387,7 -345,9 -41,8
Kurzfristige Finanzielle Verbindlichkeiten -179,2 -161,5 -17,7
Kurzfristige Nicht Finanzielle Verbindlichkeiten -374,6 -339,5 -35,1
Kurzfristiges Nettovermögen 17,9 74,3 -56,4
Immaterielle Vermögenswerte 518,4 487,7 +30,7
Sachanlagen 57,6 70,3 -12,7
Nutzungsrechte 214,2 234,3 -20,1
Forderungen aus Finanzierungsleasing 44,1 45,3 -1,2
Finanzanlagen, Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen, Steuerforderungen 968,4 951,0 +17,4
Langfristige Finanzielle Vermögenswerte * -5,3 -1,8 -3,5
Langfristige Nicht Finanzielle Vermögenswerte * -25,6 -22,4 -3,2
Latente Steuern * 33,3 26,5 +6,8
Pensionsrückstellungen, Rückstellungen und Steuerverbindlichkeiten -64,6 -93,1 +28,5
Langfristiges Nettovermögen 1.740,5 1.697,8 +42,7
Zur Veräußerung gehaltenes Nettovermögen ** 0,0 1,9 -1,9
Gesamt-Nettovermögen 1.758,4 1.774,0 -15,6
Nettofinanzposition 518,6 221,9 +296,7
Zur Veräußerung gehaltene Nettofinanzposition 0,0 1,4 -1,4
Leasingverbindlichkeiten -323,2 -318,3 -4,9
Eigenkapital gemäß IAS 32 -1.608,0 -1.325,9 -282,1
Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltes Kapital -345,8 -353,1 +7,3
Deckung des Gesamt-Nettovermögens -1.758,4 -1.774,0 +15,6

* Saldo aus "Langfristigen Finanziellen Vermögenswerten" und "Langfristigen Finanziellen Verbindlichkeiten" bzw. Saldo aus "Langfristigen Nicht Finanziellen Vermögenswerten" und "Langfristigen Nicht Finanziellen Verbindlichkeiten" **ohne zur Veräußerung gehaltene Nettofinanzposition

Die Bilanzsumme stieg von 2.981,7 Mio. € am Ende des Geschäftsjahres 2020 um 11,8 % auf 3.333,7 Mio. € zum 31. Dezember 2021.

Das kurzfristige Nettovermögen sank im Saldo um 56,4 Mio. € auf 17,9 Mio. €. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus einem Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten, dem ein geringerer Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüberstand.

Die Summe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristigen Steuerforderungen stieg um 26,2 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren als Folge eines umsatzstarken vierten Quartals am Stichtag um 34,4 Mio. € höher als im Vorjahr. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Mio. €. Kurzfristige Steuerforderungen gingen um 8,2 Mio. € auf 3,8 Mio. € zurück.

Kurzfristige Forderungen aus dem Finanzierungsleasing verblieben mit einem Anstieg um 0,4 Mio. € auf 4,5 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Vorräte- und Autorenrechte waren um 7,1 Mio. € höher als im Vorjahr. Dies resultierte aus einem Anstieg der Vorräte um 8,5 Mio. €, wohingegen die Autorenrechte um 1,4 Mio. € sanken. Vor Wertberichtigungen waren die Autorenrechte mit 554,6 Mio. € um 21,7 Mio. € höher als im Vorjahr. Im Vergleich dazu stiegen die Wertberichtigungen für Autorenrechte um 23,1 Mio. € auf 375,8 Mio. €.

Kurzfristige Finanzielle Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr 2021 mit 7,3 Mio. € um 8,1 Mio € niedriger als im Vorjahr. Dies resultierte im Wesentlichen aus um 4,8 Mio. € niedrigeren Forderungen gegenüber Beteiligungen und mit einem Rückgang von 5,8 Mio. € aus der Bewertung von Derivaten. Forderungen für langfristige Beratungsaufträge und sonstige finanzielle Vermögenswerte hingegen waren um 2,5 Mio. € höher als im Vorjahr.

Die Kurzfristigen Nicht Finanziellen Vermögenswerte waren mit 72,6 Mio. € um 12,6 Mio. € über dem Vorjahresniveau. Hier stiegen die Vermögenswerte aus Rückgaberechten um 3,1 Mio. €, daneben waren Vorausbezahlte Aufwendungen um 5,4 Mio. € und Sonstige Vermögenswerte dieser Position um 4,1 Mio. € höher als im Vorjahr.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten stiegen im Vorjahresvergleich im Saldo um 41,8 Mio. € an. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 34,3 Mio. €, wovon ein Anstieg von 24,7 Mio. € aus höheren Verbindlichkeiten aus Autorenlizenzen und ein Anstieg von 9,6 Mio. € aus einem Anstieg der Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen und anderen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultierte. Rückerstattungsverbindlichkeiten aus Remissionen von Buchhändlern waren um 7,9 Mio. € höher als im Vorjahr. Die Rückstellungen stiegen im Vorjahresvergleich um 1,4 Mio. €. Die Steuerverbindlichkeiten hingegen waren um 1,9 Mio. € niedriger als im Vorjahr.

Die Kurzfristigen Finanziellen Verbindlichkeiten stiegen im Geschäftsjahr um 17,7 Mio. € auf 179,2 Mio. €. Davon entfiel ein Anstieg um 17,8 Mio. € im Wesentlichen auf die Dotierung der Gesellschafterkonten, die zu höheren Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen (Gesellschafter) führte.

Die Kurzfristigen Nicht Finanziellen Verbindlichkeiten waren mit 374,6 Mio. € um 35,2 Mio. € höher als im Vorjahr. Auf Abgrenzungen für Personalkosten entfiel, insbesondere aufgrund der durch die gute Ergebnissituation höheren variablen Gehaltsbestandteile, ein Anstieg von 13,8 Mio. € und auf Erhaltene Anzahlungen ein Anstieg von 19,5 Mio. €. Verbindlichkeiten aus Umsatzabgrenzungen waren um 2,5 Mio. € höher als im Vorjahr.

Die Immateriellen Vermögenswerte waren in Summe um 30,7 Mio. € höher als im Vorjahr. Der Anstieg resultierte aus einem Zuwachs von 31,7 Mio. € aus Geschäfts- und Firmenwerten. Davon war ein Anstieg von 22,7 Mio. € auf Wechselkurseffekte und ein Zuwachs von 9,0 Mio. € auf Unternehmenskäufe im Bereich Digital Science zurückzuführen. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer aus Unternehmenszusammenschlüssen und separat erworbene Immaterielle Vermögenswerte lagen mit 90,2 Mio. € (2020: 91,2 Mio. €) in etwa auf Vorjahresniveau. Zugänge in Höhe von 16,8 Mio. €, Abschreibungen und Abgänge von 20,4 Mio. € und positive Wechselkurseffekte von 2,6 Mio. € glichen sich hier in Summe weitestgehend aus.

Die Sachanlagen waren um 12,7 Mio. € niedriger als im Vorjahr. Planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 10,3 Mio. € standen Zugänge durch Investitionen in Höhe von 6,2 Mio. € gegenüber. Auf die Wechselkursentwicklung entfiel eine Erhöhung von 3,8 Mio. €. Auf Mietereinbauten in nicht mehr genutzten Büroflächen in New York wurde eine Sonderabschreibung in Höhe von 12,3 Mio. € vorgenommen.

Die Nutzungsrechte der nach IFRS 16 Leasing bilanzierten Vermögenswerte verminderten sich im Geschäftsjahr um 20,1 Mio. €. Zugänge in Höhe von 7,1 Mio. €

betrafen mit 5,8 Mio. € Mietverträge und mit 0,6 Mio. € Fahrzeuge. Die Investitionen in "Technische Anlagen und Maschinen" betrugen 0,3 Mio. €. Auf "Betriebs- und Geschäftsausstattung" entfiel ein Zugang von 0,4 Mio. €. Dem stand ein Rückgang aus planmäßigen Abschreibungen in Höhe von 22,9 Mio. € gegenüber. Für nicht mehr genutzte Büroflächen in New York wurde eine Wertminderung von 17,5 Mio. € vorgenommen. Auf Währungseffekte entfiel eine Erhöhung von 13,2 Mio. €.

Für untervermietete Büroflächen bestanden langfristige Forderungen aus Finanzierungsleasing in Höhe von 44,1 Mio. € (2020: 45,3 Mio. €).

Die Position "Finanzanlagen, Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen, Steuerforderungen" erhöhte sich im Geschäftsjahr 2021 insgesamt um 17,4 Mio. €. Dies resultierte mit 78,7 Mio. € aus der At-Equity Bewertung der "Anteile an nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen" und betraf überwiegend die Buchwertfortschreibung der HV Investment Funds IV und V sowie des Joint Venture Springer Nature und Frontiers. Die Position Finanzanlagen sank im Vergleich zum Vorjahr um 61,3 Mio. €. Hier führte die Rückzahlung eines langfristigen Darlehens von 90,1 Mio. € (einschließlich Zinsen von 7,7 Mio. €) von Springer Nature an die Holtzbrinck Publishing Group zu einem Rückgang von 82,6 Mio. € (Buchwert am 31.12.2020). Auf sonstige Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens entfiel ein Rückgang von 0,4 Mio. €. Die in den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungsbuchwerte waren mit 131,6 Mio. € um 21,7 Mio € höher als im Vorjahr. Dies resultierte im Wesentlichen aus Wertsteigerungen im Zuge der Fair Value-Bewertung von Investmentfunds und weiterer Beteiligungen nach IFRS 9.

Der Saldo aus Langfristigen Finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sank um 3,5 Mio. €. Hier waren insbesondere langfristige Eventualverbindlichkeiten für Kaufpreisanpassungen aus Unternehmenserwerben um 2,9 Mio. € höher als im Vorjahr.

Die Position "Latente Steuern" stieg im Saldo um 6,8 Mio. € aufgrund höherer aktiver latenter Steuern, die überwiegend aus temporären Bewertungsdifferenzen und der Bewertung sowie Nutzung von Verlustvorträgen bei Tochterunternehmen in den USA und Deutschland resultierten.

Die Nettofinanzposition (ohne Leasingverbindlichkeiten), die Summe aus Wertpapieren in Höhe von 305,1 Mio. € und Liquide Mittel in Höhe von 213,5 Mio. €

betrug 518,6 Mio. € (2020: 223,3 Mio. € einschließlich 1,4 Mio. € zur Veräußerung gehaltener liquider Mittel).

Vom Anstieg in Höhe von 295,3 Mio. € entfiel ein Zuwachs von 238,4 Mio. € auf Wertpapiere. Davon waren 220,0 Mio. € überwiegend auf den Erwerb von Geldmarktfonds und geldmarktnahen Fonds zurückzuführen. Ein Rückgang von rund 1,0 Mio. € entfiel auf Wertberichtigungen. Der Anteil an einem syndizierten Darlehen für Springer Nature (Term Loan B) wurde um 19,4 Mio. € erhöht.

Abzüglich der im Vorjahr zur Veräußerung gehaltenen, liquiden Mittel stiegen die liquiden Mittel um 56,9 Mio. €. Darin enthalten war ein wechselkursbedingter Zuwachs in Höhe von 3,4 Mio. €.

Der Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit setzte 260,2 Mio. € (2020: 169,1 Mio. €) zur Finanzierung der Holtzbrinck Publishing Group frei, wozu eine Mittelfreisetzung aus den betrieblichen Aktiva und betrieblichen Passiva in Höhe von 47,6 Mio. € (2020: 59,2 Mio. €) beitrug. Diese resultierte im Wesentlichen aus höheren Verbindlichkeiten aus Autorenlizenzen, höheren Abgrenzungen von Personalkosten und höheren erhaltenen Anzahlungen.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug 80,8 Mio. € (2020: 21,4 Mio. €). Neben Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (Rechte und Lizenzen ohne Kaufpreisallokationen) in Höhe von 16,6 Mio. € (2020: 15,0 Mio. €) wurden Tochterunternehmen für 6,5 Mio. € erworben. Auf die Veräußerung von Tochterunternehmen entfiel ein Mittelzufluss von 8,2 Mio. €. Aus dem Ausgleich von Gewährleistungsanspüchen im Zusammenhang mit der Gründung des Joint Ventures Springer Nature resultierte ein Mittelzufluss von 16,2 Mio. €. Die Auszahlungen für sonstige Finanzinvestitionen betrugen 82,1 Mio. €. Davon resultierten 220,0 Mio. € aus Investitionen in Wertpapiere und 19,4 Mio. € in syndizierte Darlehen an Springer Nature. Ein Zufluss von 90,1 Mio. € resultierte aus der Rückzahlung eines langfristigen Darlehens von Springer Nature an die Holtzbrinck Publishing Group. Daneben flossen der Holtzbrinck Publishing Group im Saldo 67,4 Mio. € aus Ausschüttungen und Einzahlungen in Investmentfunds, dem Erwerb und Verkauf von Anteilen an Beteiligungen sowie der Veränderung von Darlehen an Beteiligungen zu.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 125,9 Mio. € (2020: 60,4 Mio. €) enthielt Zins- und Tilgungszahlungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 35,9 Mio. € (2020: 36,5 Mio. €). Auszahlungen für sonstige Finanzierungsinstrumente in Höhe von 3,9 Mio. € resultierten im Wesentlichen aus Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe. Einzahlungen von Gesellschaftern von 6,8 Mio. € betrafen im Wesentlichen Steuererstattungen. Die Auszahlungen an Gesellschafter in Höhe von 59,3 Mio. € enthielten Zahlungen für Erbschaftsteuern von 46,7 Mio. € und Auszahlungen von 12,6 Mio. € für Zinsen und sonstige Entnahmen. Die Ausschüttungen an Eigentümer von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss in Höhe von 29,3 Mio. € betrafen im Wesentlichen Mitgesellschafter an der ZEIT Verlagsgruppe. Eigentümer von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss tilgten Darlehen in Höhe von 0,2 Mio. €.

Die Holtzbrinck Publishing Group rechnet in 2022 mit einer weiteren Zunahme der Nettofinanzposition und voraussichtlich keiner Inanspruchnahme von Kreditlinien zur Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes.

Das Konzerneigenkapital gemäß IAS 32 (ergänzt) stieg per 31. Dezember 2021 um 282,1 Mio. € auf 1.608,0 Mio. €. Der Zuwachs resultierte überwiegend aus einer Zunahme der Rücklagen. Das auf die Gesellschafter der Holtzbrinck Publishing Group entfallende Konzernergebnis erhöhte die Rücklagen um 259,4 Mio. €. Auf versicherungsmathematische Gewinne aus leistungsorientierten Pensionszusagen entfiel ein Zuwachs von 3,4 Mio. €. Die Rücklagen für Währungsdifferenzen stiegen um 42,3 Mio. €. Die Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe sanken um 9,0 Mio. €. Die Absicherungen von Zahlungsströmen erhöhten sich um 0,2 Mio. €. Das anteilige kumulierte, übrige Eigenkapital von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen stieg aufgrund einer Erhöhung der Rücklagen für Währungsdifferenzen und aus der Pensionsbewertung bei dem Joint Venture Springer Nature um 45,4 Mio. €. Entnahmen auf Gesellschafterkonten minderten die Rücklagen um 20,0 Mio. €, daneben minderten Entnahmen für Ausschüttungen des Hybridkapitals die Rücklagen um 2,2 Mio. €. Zuweisungen für Putoptionen von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss minderten die Rücklagen um 36,9 Mio. €. Das Hybridkapital blieb im Saldo mit 40,4 Mio. € unverändert. Die Vergütung für das Hybridkapital wurde ausbezahlt und in entsprechender Höhe den Rücklagen entnommen. Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss waren mit 0,2 Mio. € (2020: 0,1 Mio. €) auf Vorjahresniveau. Dem Anteil anderer Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss am Konzernergebnis von 24,9 Mio. € und am Sonstigen Ergebnis von 3,8 Mio. € standen Dividenden in Höhe von 27,0 Mio. € sowie Zuweisungen an das Sonstige von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestellte Kapital von 1,9 Mio. € gegenüber. Aus dem Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel resultierte ein Zugang von 0,3 Mio. €.

Das Sonstige von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestellte Kapital enthielt langfristige Gesellschafter-Darlehen in Höhe von 126,6 Mio. € (2020: 172,7 Mio. €). Die Abnahme von 46,1 Mio. € resultierte mit 34,7 Mio. € aus Erbschaftsteuerzahlungen für Betriebsvermögen und im Saldo 6,8 Mio. € Steuererstattungen und 0,5 Mio. € Aufwand für Steuerabgrenzungen. Zinsen wurden in Höhe von 2,3 Mio. € gutgeschrieben. Daneben wurde die Entnahme von 20,0 Mio. € für das laufende Geschäftsjahr 2021 auf die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen übertragen. Die Bewertung der Put-Optionen von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss stieg um 39,0 Mio. €. Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss an Personengesellschaften waren mit 2,6 Mio. € um 0,2 Mio. € niedriger als im Vorjahr. Der Saldo in Höhe von 38,8 Mio. € wurde aus den Gewinnrücklagen mit 36,9 Mio. € unter Berücksichtigung von 1,9 Mio. € aus der laufenden Fortschreibung der Anteile ohne beherrschenden Einfluss zugeführt. Basierend auf der Summe aus Eigenkapital gemäß IAS 32 (ergänzt) und "Sonstiges von den Gesellschaftern langfristig zur Verfügung gestelltem Kapital", verfügte die Holtzbrinck Publishing Group über eine um Wertpapiere und Liquide Mittel (einschließlich zur Veräußerung gehaltene Liquide Mittel) bereinigte wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 70,1 % (2020: 60,9 %).

Mitarbeitende

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden der Holtzbrinck Publishing Group lag im abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit bei durchschnittlich 5.137 (2020: 5.067) und damit insgesamt leicht über dem Niveau des Vorjahres. Davon waren 3.030 (2020: 2.956) Mitarbeitende im Ausland tätig. Die Qualifikation der Führungskräfte und Mitarbeitenden ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren der Holtzbrinck Publishing Group. Auf dem Online zugänglichen Holtzbrinck Campus können sich Mitarbeitende persönlich und fachlich weiterbilden. Die dort angebotenen Personalentwicklungsprogramme unterstützen die Mitarbeitenden, die wachsenden Herausforderungen an Führung und digitalen Kompetenzen erfolgreich zu bewältigen.

Die hohe Leistungsbereitschaft und Motivation der Mitarbeitenden waren wesentliche Basis und Voraussetzung für die insgesamt sehr gute Entwicklung der Holtzbrinck Publishing Group im Geschäftsjahr 2021. Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren sehr hohen Einsatz und die sehr erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2021, das pandemiebedingt weiterhin von außerordentlich schwierigen Rahmenbedingungen geprägt war. Infektionsschutz und Mobiles Arbeiten stellten auch im Geschäftsjahr 2021 hohe Anforderungen an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, an die Organisation, das Management und an die digitale Infrastruktur der Holtzbrinck Publishing Group. Auch im Geschäftsjahr 2021 ermöglichten Umfragen zur Verbesserung der individuellen Arbeitsbedingungen positive Lösungen bei Restriktionen während der COVID-19-Pandemie. Die Umfragen sind Basis für neue Arbeitskonzepte (zum Beispiel Mobiles Arbeiten) und Formen der Zusammenarbeit. Das Thema Diversität und Inklusion wird kurz- und langfristig als Businessthema weitere Verankerung im Unternehmen finden.

Prognosebericht

Die Europäische Kommission erwartete in ihrer Herbstprognose 2021 von November 2021 ein Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) in 2022 von 4,5 % (2021: 5,7 %) und ging für 2023 von einem Anstieg von 3,5 % aus. In Folge des Krieges in der Ukraine rechnet die OECD in ihrem Economic Outlook, Interim Report von März 2022 bei anhaltendem Krieg mit einer Abschwächung der Weltwirtschaftsleistung von über 1 %-Punkt im Jahr 2022 auf rund 2,9%. Die Deutsche Bank rechnet in ihrem World Outlook vom 5. April 2022 für das Jahr 2022 mit einer Abschwächung des Zuwachses der Weltwirtschaftsleistung im Vergleich zur Ausgangsbasis vom Dezember 2021 um 1,3 %-Punkte auf 3,1%. Mit einem Wachstum von 2,9 % bleibt die Wirtschaftsleistung der Welt auch in den Jahren 2023 und 2024 auf niedrigerem Niveau. Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose rechnet in ihrem 144. Gutachten Nr. 1-2022 vom 11. April 2022 mit einem Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung für das Jahr 2022 von 3,5 % und von 3,0 % in 2023.

Für die Länder der Europäischen Union (im Folgenden EU) ging die Europäische Kommission im Herbst 2021 für das Jahr 2022 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 4,3 % (2021: 5,0 %) aus. In 2023 wurde ein Anstieg von 2,5 % erwartet. Die OECD korrigierte im März 2022 die Wachstumserwartung der Wirtschaftsleistung, insbesondere aufgrund hoher Verflechtung für Energielieferungen, für die Euro-Länder um 1,4 %-Punkte auf rund 2,9 % nach unten. Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose rechnet im April 2022 für die EU mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,3 % in 2022 und von 2,7 % in 2023.

Für Deutschland rechnet die Deutsche Bank in ihrem World Outlook vom 5. April 2022 im Vergleich zur Ausgangsbasis vom Dezember 2021 mit einem Rückgang des Wachstums des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2022 von 4,0 % auf 2,3 %. Mittelfristig soll das Wachstum jedoch mit 3,0 % in 2023 und 0,8 % in 2024 nur leicht unter der Erwartung von vor dem Krieg in der Ukraine liegen. Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose rechnet im April 2022 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 2,7 % in 2022 und für 2023 mit 3,1 %.

Die Deutsche Bank rechnet in ihrem World Outlook vom 5. April 2022 für das Vereinigte Königreich mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in 2022 von 3,8 % und in 2023 mit einer Abschwächung des Wachstums auf 0,7 %. Für 2024 wird mit 1,3 % fast ein Wachstum auf das ursprüngliche Niveau der Ausgangsbasis vom Dezember 2021 von 1,4% geplant. Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose rechnet im April 2022 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Großbritannien von 3,7 % in 2022 und von 2,0 % in 2023.

Die Deutsche Bank korrigiert in ihrem World Outlook vom 5. April 2022 das erwartete Wachstum der Wirtschaftsleistung der USA in 2022 im Vergleich zur Ausgangsbasis vom Dezember 2021 um rund -1,6 %-Punkte auf 3,0 %. Auch mittelfristig soll das Wachtum auf niedrigerem Niveau bleiben. Die OECD rechnet mit einer Abschwächung in 2022 um rund 0,9 %-Punkte auf rund 2,8%. Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose rechnet im April 2022 für die USA mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts der USA von 3,6 % in 2022 und mit 2,1 % in 2023.

Die OECD erwartet in ihrem Economic Outlook, Interim Report von März 2022 einen Anstieg der Inflationsrate in der Euro Zone im Jahr 2022 um 2,0 %-Punkte auf rund 4.7 % und für die USA um 1,4 %-Punkte auf rund 6,2 %. Die Deutsche Bank rechnet in 2022 für die Kernmärkte der Holtzbrinck Publishing Group mit einem höheren Anstieg der Inflationsrate, auf über 7,0 %. Für Deutschland wird diese in 2022 mit 7,0 % erwartet, in den USA mit 7,2 % und für das Vereinigte Königreich mit 7,7 % noch darüber liegend. Auch in 2023 soll die Inflationsrate in diesen Ländern mit 3,9 % in den USA, 4,0 % in Deutschland und 4,5 % im Vereinigten Königreich um rund 1,1 % - 2,5 %-Punkte höher sein als in der Herbstprognose (OECD Economic Outlook 110). Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose rechnet im April 2022 mit einem Anstieg der Verbraucherpreise in der EU um 5,8 % in 2022 und um 2,6 % in 2023. In Deutschland sollen die Verbraucherpreise in 2022 um 6,1 % steigen und in 2023 um 2.8 %. Für die USA wird mit einem Anstieg der Inflationsrate in 2022 auf 7,3 %

gerechnet (2023: 2,9 %). In Großbritannien beträgt die Inflationserwartung für 2022 5,9% (2023: 2,7%).

Die Inflationsrate wird insbesondere durch Preiserhöhungen für Energieträger (Gas und Öl) sowie eine Verknappung bei Grundstoffen (z.B. Metalle) getrieben. Der Ausfall von Weizen- und Maisexporten sowie Dünger aus Russland und der Ukraine führt vor allem in Schwellenländern zu Preissteigerungen.

Die Umsätze des Geschäftsfeldes Macmillan Publishers sind vom Ausgabeverhalten der Konsumenten abhängig. Hier rechnet die Holtzbrinck Publishing Group insbesondere aufgrund höherer Inflation mit zurückhaltendem Konsum in ihren Kernmärkten.

Der Werbe- und Anzeigenmarkt kann, aufgrund einer Konsumzurückhaltung als Folge des Krieges in der Ukraine, unter erheblichen Druck kommen, was gegenüber dem Budget zu Umsatzeinbußen führen kann. Dies gilt vor allem für die Printwerbeanzeigen der ZEIT Verlagsgruppe im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services und für die Fachzeitschriften des Joint Ventures Springer Nature. In ähnlicher Form jedoch auch für diejenigen digitalen Geschäftsmodelle, die sich im Wesentlichen über Werbeerlöse finanzieren.

Steigende Energie- und Rohstoffkosten sowie Unterbrechungen der Lieferketten werden die Druck- und Papierkosten erhöhen. Die Holtzbrinck Publishing Group setzt dieser Entwicklung Maßnahmen entgegen, um diese Bereiche durch gruppenweit koordinierte Prozesse resilienter zu gestalten. Neue COVID-19 Wellen erhöhen, bei zeitlich länger anhaltenden Lockdown Maßnahmen, beim physischen Einzelhandel neben den Umsatzrisiken auch die Ausfallrisiken von Forderungen gegenüber Buchhändlern.

Im Geschäftsfeld Holtzbrinck Science and Education plant die Holtzbrinck Publishing Group in 2022 bei Macmillan Learning den Anteil der durch digitale Lehrinhalte erzielten Umsätze weiter zu erhöhen und die Migration der Inhalte hin zur neuen Plattform "Achieve" fortzusetzen. Zögerliche Immatrikulationen an Hochschulen sowie weiterhin Druck auf die Preise und die Abhängigkeit von Budgetrestriktionen öffentlicher Auftraggeber sind, wie im Jahr 2021, auch in 2022 schwierige Rahmenbedingungen.

Das von der Holtzbrinck Publishing Group zu 53 % gehaltene Joint Venture Springer Nature ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen in den Geschäftsbereichen Research ("Science, Technical and Medical" / STM) und Education global sowie im Geschäftsbereich Professional Publishing vorrangig in Deutschland und den Niederlanden tätig. Springer Nature rechnet für das Geschäftsjahr 2022 mit einem Umsatz zwischen 1.660 Mio. € und 1.760 Mio. €. Dieser wird von der weiteren Entwicklung der COVID-19-Pandemie und, in begrenztem Umfang, von Auswirkungen des Krieges in der Ukraine abhängen. Für die zugrunde liegende "Operating Profit"- Marge wird bei unverändertem Niveau der Wechselkurse für das Geschäftsjahr 2022 ein stabiles Niveau erwartet. Einige der im Jahr 2021 während der COVID-19- Pandemie initiierte Maßnahmen zu Kosteneinsparungen sind nicht dauerhaft und führen bei Beendigung zu Kostenanstiegen in diesen Bereichen. Dem gegenüber stehen organisationale und operationelle Effizienssteigerungen, die aus den Erfahrungen während der COVID-19-Pandemie resultieren. Der kontinuierliche Anstieg des Anteils der Umsätze rein digitaler Produkte und Skaleneffekte der Kerngeschäftsmodelle im Geschäftsbereich Research sollen mittelfristig die operative Profitabilität steigern.

Währungsschwankungen, insbesondere aus den Währungspaaren US-Dollar und Britisches Pfund gegenüber dem Euro, können sich in 2022 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holtzbrinck Publishing Group - in Euro gerechnet - auswirken. Die Holtzbrinck Publishing Group hat diesbezüglich vorsichtige Annahmen in ihre Planung einfließen lassen und Sicherungsmaßnahmen (Cash Flow-, Fair Value- und Net Investment Hedges) getroffen, um Währungsrisiken mittelfristig zu begrenzen.

Der laufende Transformationsprozess hin zu digitalen Medien wird im Jahr 2022 anhalten und in allen Geschäftsfeldern weiterhin Entwicklungs- und Anlaufkosten für neue Produkte, Technologien und Geschäftsmodelle erforderlich machen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers LLP geht in ihrer Studie "Global Entertainment and Media Outlook: 2021-2025" davon aus, dass sich die Zahl der über einen Breitbandanschluss verfügenden Internethaushalte im Zeitraum bis 2025 um durchschnittlich 3,8 % p. a. in den USA, um 2,9 % p.a. im Vereinigten Königreich und um 2,0 % p. a. in Deutschland erhöhen wird. Für Indien erwartet PricewaterhouseCoopers LLP ein Wachstum von 3,1 % p.a. und für Festland-China wird mit einem Zuwachs von 1,9% p.a. gerechnet. Die COVID-19-Pandemie verstärkte den Zuwachs fixer Breitbandanschlüsse aufgrund der höheren Verwendung während der Lockdown Phasen für Heimarbeit und Streaming-Dienste zur Unterhaltung. Diese Lebensstile werden langfristig, auch nach der COVID-19-Pandemie, bestehen bleiben.

Die Allgegenwart von Smartphones führe dazu, dass der mobile Sektor weltweit in Summe bis zum Jahr 2025 zwei Drittel des Umsatzes für Internetzugänge betragen wird. PricewaterhouseCoopers LLP erwartet ein durchschnittliches Wachstum bis 2025 von 5,6 % p.a. für die USA, 11,0 % p.a. für das Vereinigte Königreich und 8.1 % p.a. für Deutschland. Die Zuwachsraten für Emerging Economies wie Indien liegen bei 14,0 % p.a.. Für Festland-China soll die mobile Internetnutzung mit 3.1 % p.a. zulegen.

Für "Consumer Books" rechnet PricewaterhouseCoopers LLP in ihrer Studie "Global Entertainment and Media Outlook: 2021-2025" bis 2025 mit einer weltweiten Wachstumsrate von 3,8 % p.a. für elektronische Publikationen. Für Print/Audio-Publikationen wird global mit einem leichten Wachstum von 0,7 % p.a. gerechnet. Der Anteil der elektronischen Publikationen soll von 22,3 % in 2021 auf 24,6 % im Jahr 2025 steigen.

Für die USA wird bis 2025 mit einem durchschnittlichen Wachstum bei elektronischen Publikationen von 1,7 % p.a. gerechnet, während das durchschnittliche Wachstum des Marktes für Print/Audio höher, bei 2,5% p.a., eingeschätzt wird. Den Anteil der elektronischen Publikationen erwartet PricewaterhouseCoopers LLP für 2025 bei 27,9 % (2021: 28,5 %). Für Deutschland wird auf niedrigerem Niveau mit einem durchschnittlichen Wachstum des Marktes für elektronische Publikationen von 1,4% p.a. bis 2025 gerechnet, diese sollen einen Anteil von 6,1 % (2021:5,4%) erreichen. Der Markt für Print/Audio Publikationen wird um durchschnittlich 2,0 % p.a. rückläufig eingeschätzt. Für das Vereinigte Königreich rechnet PricewaterhouseCoopers LLP mit einem Wachstum des Marktes für elektronische Publikationen um 1,0 % p.a. bis 2025. Auch der Markt für Print/Audio Publikationen soll mit 1,0 % p.a. wachsen. Der Marktanteil für elektronische Publikationen soll in 2025 bei 29,5 % (2021: 29,4 %) liegen.

Die gesamten Werbeeinnahmen der Unterhaltungs- und Medienbranche im Internet sollen weltweit bis 2025 um durchschnittlich 7,7 % p.a. steigen. Die künftigen Werbeausgaben werden mit einem Wachstum von 10,0% p.a. von mobilen Internetanwendungen getrieben. Das Wachstum von In-stream und Out-stream VideoWerbung wird bis 2025 mit 15,7% p.a. eingeschätzt. Der Anteil von Werbeausgaben für Printprodukte, insbesonders für Zeitungen, wird von PricewaterhouseCoopers LLP mit 3,3 % p.a. rückläufig geplant.

Das überdurchschnittliche Wachstum der digitalen Medien basiert auf technologischem Fortschritt und hoher Funktionalität. Es wird dabei von einer sich beschleunigenden Veränderung des Mediennutzungsverhaltens (Mobiles Internet und Video Streaming) und von einer zunehmenden Vielfalt geeigneter Lesegeräte sowie der zunehmenden Geschwindigkeit der Internetzugänge getrieben.

Die fortwährende Konsolidierung der physischen Distribution auf Verlags- und Handelsseite erhöht den Wettbewerbsdruck auf die traditionellen Medien zusätzlich.

Die Entwicklung bestehender und neuer, digitaler Produkte und Dienstleistungen wird auch künftig erhebliche Investitionen, sowohl in die eigene Produktstärke und Distribution als auch in alternative Geschäftsmodelle - insbesondere im Bereich der digitalen Medien - erforderlich machen.

Die Beherrschung und Optimierung der Kostenstrukturen werden - bei gleichzeitig erhöhten Investitionen und Entwicklungskosten - auch in 2022 eine elementar wichtige Rolle spielen und sind Voraussetzung für die Sicherung der Ergebnisse.

Die Holtzbrinck Publishing Group beurteilt die Aussichten für das Geschäftsjahr 2022 zurückhaltend und geht von einer insbesondere aufgrund des Krieges in der Ukraine und der COVID-19-Pandemie volatil verlaufenden wirtschaftlichen Entwicklung in ihren regionalen Kernmärkten aus. Die Holtzbrinck Publishing Group rechnet für das Geschäftsjahr 2022 währungs- und portfoliobereinigt mit einem leichten Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Bereich. Nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2021, das von vielen Spitzentiteln geprägt war, rechnet das Geschäftsfeld Macmillan Publishers für das Jahr 2022 mit niedrigeren Umsätzen. Dieses soll von einem Umsatzwachstum bei Digital Science und bei der ZEIT Verlagsgruppe teilweise kompensiert werden. Das Operating EblTDA der vollkonsolidierten Unternehmen wird aufgrund niedrigerer Umsätze um rund 26 % unter dem Niveau des Jahres 2021 erwartet.

Es wird erwartet, dass die im Geschäftsjahr 2022 andauernde COVID-19-Pandemie und der Krieg in der Ukraine die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Verlage und Unternehmen in Abhängigkeit der jeweiligen Geschäftstätigkeit unterschiedlich stark beeinflussen, sich jedoch nicht bestandsgefährdend auf die Holtzbrinck Publishing Group auswirken werden. Mögliche negative Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hängen von der Dauer der Krisen in allen Ländern und Märkten, in denen die Holtzbrinck Publishing Group tätig ist, ab. Die Dauer ist aus heutiger Sicht nicht belastbar abschätzbar. Insbesondere aufgrund ihrer weitgehend resilienten Geschäftsmodelle erwartet die Holtzbrinck Publishing Group trotz andauernder Krisen ein wiederum erfolgreiches Geschäftsjahr 2022.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Unternehmenspolitik der Holtzbrinck Publishing Group hat durch die Diversifizierung in mehrere attraktive Segmente nationaler und internationaler Medienmärkte und dem Joint Venture Springer Nature zu einem ausgewogenen Risikoprofil geführt. Die drei Geschäftsfelder, das Joint Venture Springer Nature und Investitionen in Investment Funds bilden bei einer einheitlichen Ausrichtung auf hochwertige Inhalte abgrenzbare Teilbereiche mit einem komplementären und dadurch auch in Krisenzeiten robusten Risiko-/Chancenprofil.

Risiken aus dem Krieg in der Ukraine bestehen im Wesentlichen hinsichtlich steigender Energie- und Papierpreise sowie hinsichtlich der Unterbrechung von Lieferketten, die auch zu Umsatzausfällen führen können. Ein Ausfall der Erdgaslieferungen durch Russland durch Boykott (EU) oder Sanktionierung (Russland) wird sich ebenfalls negativ auf Lieferketten und Produktionsprozesse auswirken. Eine höhere Inflation belastet durch höhere Kosten die operativen Margen, wobei selektive Preiserhöhungen auf der Absatzseite teilweise kompensierend wirken können. Eine Konsumzurückhaltung birgt insbesondere das Risiko niedrigerer Umsätze im Geschäftsfeld Macmillan Publishers und niedrigerer Umsätze der von Werbeanzeigen abhängigen Geschäftsmodelle.

Aus der COVID-19-Pandemie resultieren Chancen und Risiken für sämtliche Geschäftsfelder der Holtzbrinck Publishing Group. Im Geschäftsfeld Macmillan Publishers bestehen Risiken insbesondere hinsichtlich der Lieferketten sowie eingeschränkter Öffnungszeiten und Zugangsbeschränkungen bei Buchhändlern. Chancen bieten der Versandhandel und eBooks. Im Geschäftsfeld Macmillan Learning bestehen Risiken hinsichtlich vom Präsenzunterricht abhängiger Umsätze. Chancen bieten digitale Lehrinhalte. Im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services sind Umsätze in den Bereichen Anzeigen, Reisen und Veranstaltungen erhöhten Risiken ausgesetzt. Chancen bestehen bei digitalen Produkten und Dienstleistungen. Die Intensität und Auswirkungen für die Geschäftsfelder sind aus heutiger Sicht nicht abschließend abschätzbar.

Die Abhängigkeit von einzelnen regionalen Märkten ist limitiert. Die bekannten nationalen und internationalen Marken unter dem Dach der Holtzbrinck Publishing Group dokumentieren auch unter schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen die hohe wirtschaftliche Substanz der Gruppe.

Wie die gesamte Medienlandschaft befinden sich auch die Geschäftsfelder der Holtzbrinck Publishing Group in vielen ihrer Aktivitäten im Umbruch. Das hohe Wachstum der digitalen Medien, getrieben durch technologischen Fortschritt und hohe Funktionalität, wird von einer sich beschleunigenden Veränderung des Mediennutzungsverhaltens und des Werbemarkts weiter verstärkt. Die erfolgreiche Teilnahme an den Chancen dieser Veränderungen bleibt eine der Voraussetzungen für das langfristig anhaltende Wachstum der Holtzbrinck Publishing Group insgesamt.

Aufgrund der hohen Deckungsbeiträge von Werbeerlösen wirken sich Rückgänge bei Anzeigenvolumina und -preisen typischerweise stark auf den finanziellen Erfolg von Medienunternehmen aus. Die Abhängigkeit von den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen folgenden volatilen Werbemärkten ist daher ein bedeutsamer Risikoindikator. Der Anteil der Werbeerlöse am Konzernumsatz der Holtzbrinck Publishing Group stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr portfoliobereinigt auf 4,2 % (2020: 3,9 %) und ist damit im Vergleich mit großen nationalen und internationalen Wettbewerbern immer noch als eher gering einzustufen.

Die Holtzbrinck Publishing Group verfügt im Rahmen ihres Risikomanagements über detaillierte Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme. Ziel dieser Systeme ist es, mögliche Risiken aus operativen Geschäften sowie aus Beteiligungen und Finanzanlagen frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die Erläuterungen zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess.

Die Holtzbrinck Publishing Group verfügt zum 31. Dezember 2021 über eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 70,1% (Vorjahr 2020: 60,9%). Die Finanzierung der Holtzbrinck Publishing Group aus der bestehenden Liquidität und einer Kreditlinie zur Abdeckung unterjährig saisonaler Finanzierungsspitzen, ist aus heutiger Sicht auch während der COVID-19-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine in ausreichendem Umfang sichergestellt. Das Joint Venture Springer Nature ist in einem von der Holtzbrinck Publishing Group getrennten Finanzierungskreis hauptsächlich durch Fremdkapital finanziert und verfügt ebenfalls, auch während der COVID-19-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine, über ausreichende Liquidität.

Aufgrund der Auslandsaktivitäten und der Finanzierungsstruktur der Holtzbrinck Publishing Group bestehen Risiken aus Änderungen von Zinssätzen und/oder Währungskursen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Entwicklungen der Währungspaare Britisches Pfund zu Euro und US-Dollar zu Euro und in geringerem Umfang der Zinsen in den Währungsräumen des Britischen Pfunds, des US-Dollars und des Euros. Das zentrale Risikomanagement der Holtzbrinck Publishing Group setzt geeignete Zins- und Währungsinstrumente ein, um diese Risiken kurz- und mittelfristig zu begrenzen und zu steuern.

Im Geschäftsjahr 2022 bestehen Anlagen in Wertpapiere. Diese betreffen im Wesentlichen Anlagen in Geldmarkt und geldmarktnahe Funds. Anlagerisiken werden durch eine breite Streuung und Kontrahentenlimite begrenzt.

Die Risikophilosophie in Bezug auf die finanziellen Risiken der Gruppe ist in einem verbindlichen Richtlinienpaket verankert. Ziel des Risikomanagements ist die Quantifizierung, Beherrschung und Minimierung finanzieller Risiken bis zu einem der Risikotragfähigkeit der Gruppe adäquaten Maß. Das finanzielle Risiko-Management umfasst alle Maßnahmen zur Früherkennung, Absicherung und Überprüfung der Sicherungswirkung für das operative Geschäft, die Bestands- und Ertragskraft der Gruppe gegen Liquiditäts-, Zinsänderungs-, Währungs-, Rohstoff- und Kontrahentenrisiken. Dies geschieht im Rahmen festgelegter Entscheidungsprozesse sowie festgelegter Handlungslimite.

Beschaffungsrisiken, zum Beispiel aus der Entwicklung von Druck- und Papierpreisen, werden durch ein entsprechendes Monitoring und durch teils langfristige Kontrahierung von Kapazitäten abgemildert bzw. gesteuert. Hohe Inflationsraten sowie der COVID-19-Pandemie geschuldete Unterbrechungen der Lieferketten führen jedoch zu steigenden Beschaffungspreisen und Druckkosten.

Darüber hinaus sind die Geschäftsfelder der Holtzbrinck Publishing Group spezifischen Risiken ausgesetzt. So steht das Geschäftsfeld Macmillan Publishers in einem starken Wettbewerb um Autoren und Marktanteile. Der Markt für elektronische Bücher wächst weiterhin, während der Markt für gedruckte Bücher in Deutschland, nach der Studie "Global Entertainment and Media Outlook: 2021-2025" von PricewaterhouseCoopers LLP, rückläufig ist. Das Geschäftsfeld sieht sich weiterhin mit einer zunehmenden Konsolidierung auf der Buchhandelsseite, insbesondere bei elektronischen Büchern und dem Versandhandel, konfrontiert. Es konzentriert sich ein wachsender Anteil am Absatz des Geschäftsfelds auf eine schrumpfende Anzahl von Buchhändlern. Die Folge sind tendenziell höhere Einzelrisiken bei der Distribution und im Forderungsbestand. Den Forderungsrisiken hat die Holtzbrinck Publishing Group durch die Bildung entsprechender Wertberichtigungen auf Forderungen Rechnung getragen.

Die Verlage des Geschäftsfeldes Macmillan Publishers haben sich auf diese Entwicklung produktseitig mit einem umfangreichen Angebot an eBooks und vertriebsseitig durch die Schaffung der technischen Infrastruktur sowie durch die Gestaltung von Vertriebspartnerschaften eingestellt. Die Entwicklungen der Marktpreise für klassische und elektronische Bücher sowie der Autorenhonorare sind wesentliche Einflussgrößen für den künftigen Erfolg des Geschäftsfeldes Macmillan Publishers. Daneben werden strukturell sinkende Stückzahlen, Druck- und Papierpreise sowie Logistikkosten die Ergebnisentwicklung des klassischen Buchs auch in Zukunft stark beeinflussen.

Das Geschäftsfeld Holtzbrinck Science and Education agiert mit Macmillan Learning in einem wettbewerbsintensiven Umfeld der Hochschullehrbücher in den USA. Der Handel mit gebrauchten Lehrwerken stellt ein marktseitiges Risiko dar. Gleichzeitig ist eine Zunahme des Preisdrucks, insbesondere bei hochpreisigen Lehrwerken in den USA, festzustellen. Macmillan Learning begegnet dieser Herausforderung insbesondere durch die verstärkte Entwicklung digitaler Lehrmittel sowie die Vermarktung medienübergreifender Lehrangebote.

Die Holtzbrinck Publishing Group hält 53 % der Anteile am Joint Venture Springer Nature. Springer Nature ist einer der weltweit führenden Verlage für Publikationen in den Bereichen Forschung, Bildung und Fachveröffentlichungen. Springer Nature besitzt eine breite Palette renommierter und profilierter Marken, die qualitativ hochwertige Inhalte anhand einer Vielzahl innovativer Produkte und Dienstleistungen anbieten. Die Entwicklung so genannter "Open Access"-Aktivitäten, die sich einen weitgehend entgeltlosen Zugang zu öffentlichen Forschungsergebnissen zum Ziel gesetzt haben, macht Fortschritte. Springer Nature begegnet diesen Entwicklungen frühzeitig gestalterisch-positiv und verfügt über ein Titelportfolio und Geschäftsmodelle, die der "Open Access"-Entwicklung entsprechend Rechnung tragen. Durch eine Ausweitung der Konfliktzonen USA/China könnte letztlich auch die globale Kooperation der Forschungseinrichtungen betroffen werden und damit sowohl das globale Volumen an Publikationen als auch der Zugang zu ihnen.

Die Unternehmen und Beteiligungen im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services stehen ebenfalls in einem harten Wettbewerb, der hohe Anforderungen an ihre Innovationskraft sowie an effiziente Marketing- und Vertriebsprozesse stellt. Der Bereich Digital Science besteht aus einem Portfolio an Unternehmen, die Softwaregestützte Technologien im Bereich der Forschung entwickeln und anbieten. Für den Ausbau des laufenden Geschäftes und ergänzende Zukäufe von Unternehmen und erfolgversprechenden Produkten wird ein großer Anteil des gruppenweiten Entwicklungskostenbudgets verwendet. Die Unternehmen des Bereiches Digital Science stehen im Wettbewerb um die Budgets von Forschungseinrichtungen und großen, forschungsintensiven Unternehmenskunden. Konjunkturelle Risiken im Geschäftsfeld Holtzbrinck Digital, Information & Services ergeben sich insbesondere für die zum Teil werbefinanzierten Geschäftsmodelle, wie zum Beispiel bei der ZEIT Verlagsgruppe. Der Anteil der Werbeerlöse am konsolidierten Umsatz des Geschäftsfeldes lag im Geschäftsjahr 2021 bei 19,8% (2020: portfoliobereinigt 19,3%).

Zur Bereitstellung digitaler Dienstleistungen und zur Abwicklung von Geschäftsprozessen nutzt die Holtzbrinck Publishing Group umfangreiche IT-Systeme. Ein hieraus entstehendes Ausfallrisiko solcher Systeme wird durch den Einsatz interner und externer Hard- und Softwarespezialisten minimiert.

Als international tätiges Medienunternehmen sieht sich die Holtzbrinck Publishing Group auch rechtlichen Risiken ausgesetzt. Wesentliche, spezifische Risiken stellen urheberrechtliche und kartellrechtliche Sachverhalte dar. Mit stark wachsendem Umsatzanteil digitaler Produkte steigt auch das Risiko der Verletzung unternehmenseigener Urheberrechte durch Internetpiraterie. Rechtsverletzungen und rechtlichen Risiken begegnet die Holtzbrinck Publishing Group durch den aktiven Einsatz ihrer Rechtsabteilungen. Soweit rechtliche Risiken nicht vermieden oder ausgeschlossen werden können und eine Inanspruchnahme der Holtzbrinck Publishing Group zu erwarten ist, werden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Schließlich ist die Holtzbrinck Publishing Group - wie auch andere Unternehmen - globalen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen politische Risiken, insbesondere den Freihandel in Europa und Nordamerika betreffend, Risiken, die die Funktionsfähigkeit des globalen Finanz- und Wirtschaftssystems betreffen, Naturkatastrophen und die fortbestehende Gefahr terroristischer Anschläge.

Aus heutiger Sicht sind keine wesentlichen Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Holtzbrinck Publishing Group grundsätzlich gefährden könnten.

Erläuterungen zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) umfasst Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit bzw. Wirksamkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der maßgeblichen, rechtlichen Vorschriften sicherzustellen. Das IKS soll gewährleisten, dass die Finanzberichterstattung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Holtzbrinck Publishing Group vermittelt. Grundsätzlich gilt jedoch, dass das Risiko von Fehlaussagen und -interpretationen in der Finanzberichterstattung unabhängig von der konkreten Ausgestaltung des IKS nicht vollständig ausgeschlossen werden kann.

Das Konzernrechnungswesen der Holtzbrinck Publishing Group ist zentral organisiert, setzt jedoch auf den dezentral geführten und verantworteten Rechnungslegungssystemen der Gruppengesellschaften auf. Insbesondere die Steuerung und Koordination der Prozesse zur (Konzern-)Rechnungslegung und Lageberichtserstellung erfolgen zentral. Ein wesentliches Element des Abschlusserstellungsprozesses bildet eine Konzernbilanzierungsrichtlinie, die für alle Tochtergesellschaften die Anforderungen an die Berichterstattung und eine gruppenweit einheitliche Bilanzierung regelt. Im Rahmen des Konzernabschlussprozesses kommen gruppeneinheitliche Berichtsformate und IT-gestützte, zentral verwaltete Reporting- und Konsolidierungssysteme zum Einsatz. Im Bedarfsfall wird die Expertise externer Dienstleister, z.B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen, hinzugezogen. Die Verantwortung für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren, sowie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer Rechnungslegungsprozesse und -systeme tragen die einzelnen, zur Holtzbrinck Publishing Group gehörenden Gesellschaften. Dabei werden sie von der Holding der Holtzbrinck Publishing Group unterstützt und überwacht. In den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte, interne Kontrollen eingebettet. Das auf die Rechnungslegung bezogene IKS umfasst vor allem präventive Kontrollen, zu denen IT-gestützte sowie manuelle Abstimmungen und Kontrollen, eine weitgehende Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip und klar definierte Zugriffsregelungen gehören.

 

Stuttgart, 23. Mai 2022

Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Gesellschaft mit beschränkter Haftung Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG

Die Geschäftsführung

Dr. Stefan von Holtzbrinck, Vorsitzender

Björn Waldow

Filmon Zerai

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70184 Stuttgart

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