KARU Kälte GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roman Meytis seit 26.7.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
KuibyshevAzot OAO | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STFG Filamente GmbHRudolstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023der STFG Filamente GmbH, Breitscheidstr. 135, 07407 RudolstadtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die grundlegende Strategie, die sich entwickelnde Engineering Plastik Sparte zur Herstellung von Compound-Produkten für Kunden auf dem europäischen Markt weiter auszubauen, hat sich nicht geändert. Die vorhandene Infrastruktur, das Fachpersonal und die zentrale Lage im europäischen Wirtschaftsraum sind nach wie vor Grundpfeiler des Geschäftsmodells. Die Kundennähe zu allen Anwendungsbereichen der faserverstärkten technischen Kunststoffe ist ein großer Vorteil für die weitere Entwicklung. Die wirtschaftlichen und globalen geopolitischen Veränderungen zwingen aber die STFG zu einer Anpassung der kurzfristig und mittelfristigen Zielstellungen. Dies macht die Verschlankung des Unternehmens erforderlich, um den Kostendruck zu reduzieren, die Herstellungskosten weiter zu optimieren und an die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen. Parallel müssen Vertriebsaktivitäten und Produktdiversifikation ausgebaut werden. 2. Forschung, Entwicklung und Investitionsprojekte Entsprechend der Neuausrichtung des Unternehmens und der angepassten verfügbaren Ressourcen im Bereich F&E wurde das Augenmerk auf die Entwicklung und Zertifizierung neuer Produkte für den Bereich Compound ausgerichtet. In 2023 wurde der Bereich Produktentwicklung weiter vorangetrieben und es konnten wiederum neue Produkte zertifiziert werden. Im Rahmen der Investitionstätigkeit wurden verschiedene Projekte bearbeitet. Der Focus richtete sich hauptsächlich auf Investitionen im Bereich der Produktionsoptimierung, der Verbesserung der Infrastruktur und Logistik, der Erhöhung der eigenen Lagerkapazitäten für Rohstoffe und Fertigprodukte sowie der Anpassung und Optimierung der Infrastruktur zur Energie- und Medienversorgung und damit verbundener Energieeinsparungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das wirtschaftliche Umfeld in Europa bleibt angespannt und war in 2023 von Umstrukturierung, einer schleichenden Rezession, Inflation und Hochzinsphase geprägt. Die europäische Wirtschaft leidet immer noch unter den Auswirkungen globalen geopolitischen Veränderungen. Deutschland gilt aktuell als Wachstumsbremse in Europa und befindet sich, nach einer rezessiven Phase zu Beginn 2023 nun in einer Stagnation. Damit zieht die größte Volkswirtschaft Europas die gesamte EU nach unten. Dies trifft insbesondere auch die Chemie- und Kunststoffbranche, die Grundprodukte für alle Bereiche der Wirtschaft stellt. Die inzwischen gefallenen Energie- und Rohstoffpreise trafen in 2023 auf ein sehr schwaches Marktumfeld und konnten keine positiven Impulse herbeiführen. Behinderungen der Lieferketten durch Störungen des Frachtverkehrs im Roten Meer haben wiederum zu höheren Frachtkosten, Preisschwankungen und Lieferverzögerungen geführt. Streiks, hohe Inflation und Lohnsteigerungen belasteten die Wirtschaft zusätzlich. Eine leichte Erholung im Herbst hatte sich als noch nicht nachhaltig herausgestellt. Die Prognosen zum Wirtschaftswachstum bleiben aufgrund restriktiver Finanzierungsbedingungen und eines geringen Vertrauens auf kurze Sicht schwach. Vor dem Hintergrund der seit Ende 2023 sinkenden Inflation, der Erholung des Einkommens der privaten Haushalte und einer steigenden Auslandsnachfrage wird mit einer leicht positiven Entwicklung in 2024 gerechnet. 2. Geschäftsverlauf Die geschilderte gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2023 traf die STFG mit besonderer Härte. Die wirtschaftlichen und globalen geopolitischen Veränderungen sind eine große Herausforderung für die STFG. Das Jahr 2023 kann für das Compound-Geschäft der STFG analog dem Jahr "Null nach Investitionsstart" angesehen werden. Die ursprünglich geplante wirtschaftliche Basis wurde der STFG entzogen und das Umfeld hat sich gravierend verändert. Es weht ein rauer Wind und das Geschäftsumfeld für eine 100%ige russische Tochtergesellschaft in Zentraleuropa ist schwieriger geworden und erfordert eine Neustrukturierung der globalen Geschäftsbeziehungen. Das zurückliegende Jahr war von einer Konsolidierung und Bodenbildung geprägt. Lieferketten, Märkte und Kunden mussten wieder schrittweise neu aufgebaut werden. Das Jahr 2023 wurde von einem starken Preisverfall an den Rohstoffmärkten geprägt. Die Preise für Grundrohstoffe hatten im August ein Rekordtief erreicht. Trotz deutlicher Wertberichtigung der Hauptrohstoffe und Fertigproduktbestände zum Jahresende 2022, war die STFG für viele Monate nicht mehr wettbewerbsfähig. Der weitere Preisverfall und die Verarbeitung der vorhandenen Lagerbestände hätten zusätzlich zu hohen Verlusten geführt. Parallel war die Nachfrage im gesamtwirtschaftlichen Umfeld und speziell der Kunststoffbranche deutlich gesunken. Die gesamte Compound- und Spritzgussbranche fuhr mit einer deutlich reduzierten Teilauslastung in Europa. Die Vertriebspartner und Kunden hatten ebenfalls noch mit hohen Lagerbeständen zu kämpfen. Dies führte in 2023 zu einem deutlichen Rückgang der Auftragseingänge und Produktionsauslastung. Zur Überbrückung und Reduzierung des Kostendrucks wurde das Schichtsystem angepasst sowie Kurzarbeitszuschuss zur Entlastung beantragt. In der Zwischenzeit baute die STFG neue Rohstoffversorgungsketten auf und zertifizierte 7 neue Rohstoff-Lieferanten. Es wurde eine große Anzahl Mustersendungen an Kunden zur Neuzertifizierung geliefert. Dieser Prozess, alte und neue Kunden in einem schwachen Markt, zur Neubemusterung zu bewegen war sehr zeitaufwendig und ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Ab September setzte eine leichte Stabilisierung und auch ein Wiederanstieg der Nachfrage ein. Die neu aufgebauten Versorgungswege trugen erstmals Früchte und ermöglichten der STFG günstig Grundrohstoffe einzukaufen und den Markt wieder mit wettbewerbsfähigeren Preisen zu bedienen. Diese Belebung des Marktes war noch nicht nachhaltig und schwächte sich zum Jahresende wieder deutlich ab. Nach der Wiederherstellung der Rohstoffversorgung lag die weitere Hauptarbeit in der Erschließung neuer Vertriebspartner und Direktkunden, Erweiterung des Produktportfolios, Neuaufbau einer Rezyklat-Linie, sowie der Erreichung einer Grundauslastung durch den Wiederaufbau des bestehenden und neuen Großkundengeschäftes. Parallel wurde ein neues Lagerkonzept umgesetzt. Maschinen und Ausrüstung des stillgelegten Garnbereiches konnten verkauft werden und die freigewordenen Gebäudeteile konnten zu Lagerbereichen für Rohstoff- und Fertigprodukte umgebaut werden. Im Anschluss wurden die externen Lagerkosten auf "Null" reduziert und alle Rohstoffbestände innerhalb der STFG eingelagert. 3. Lage a) Ertragslage Die Umsätze im Bereich Compoundierung konnten in 2023 das Niveau des Vorjahres von 16,5 Mio. € mit 3,4 Mio. € (-79 %) nicht erreichen. Die Handelswarenumsätze konnten ebenfalls das Niveau des Vorjahres nicht erreichen und sanken von 27,3 Mio. € um 98 % auf nur noch 0,4 Mio. €. Weitere sonstige betriebliche Erträge konnten in Höhe von 352,4 T€ generiert werden, Diese konnten vor allem durch die Verwertung von Maschinen aus dem Garnbereich generiert werden. Nach der Verrechnung der Bestandsminderungen und Erlösberichtigungen wurde eine Gesamtleistung von 3,0 Mio. € erreicht. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Minderung um fast 94 %. Auf Grund im 2. Halbjahr stark gesunkener Rohstoffpreise mussten die eingelagerten Rohstoffe und Fertigerzeugnisse um eine Wertberichtigung in Höhe von 1,7 Mio. € bereinigt werden. Die betrieblichen Aufwendungen haben sich in 2023 deutlich verringern können. Auf Grund der vorsorglichen Bevorratung mit Rohstoffen im Vorjahr und dem nahezu weggebrochenen Handelsgeschäftes sind die Kosten der Materialbeschaffung deutlich zurückgegangen. Auch die Kosten die direkt im Zusammenhang mit der Auslastung der Produktion befinden sind deutlich gesunken. Weiterhin nicht gesunken sind die Energiekosten. Diese sind zwar quantitativ geringer als im Vorjahr, wegen der geringen Auslastung ging der Energieverbrauch auf 26% des Vorjahre von 2.567 MWh auf 664 MWh zurück, jedoch stiegen die Aufwendungen für Energie von 278 € je MWh auf 344 € je MWh auf Grund der Preise. Die meisten der übrigen Kosten wie z.B. Personalkosten, Abschreibungen und Frachtkosten haben sich geringfügig verringert. Die Kosten für die Versicherungen sind auf Grund von Preissteigerungen gestiegen. Die Tochtergesellschaft KARU Kälte GmbH hat in diesem Jahr einen Gewinn in Höhe von 21,0 T€ erzielen können und diesen im Rahmen des EAV an die STFG Filamente GmbH abgeführt. Nach Abzug der Zinsen für die Ausstattung der STFG mit Fremdkapital und der übrigen Steuern (Grundsteuer, KFZ-Steuer, Energiesteuern) wird in 2023 einen Verlust von 3,6 Mio. ausgewiesen. b) Finanzlage Der konstante Beistand durch die Muttergesellschaft "KuibyshevAzot" verhilft dem Unternehmen trotz der angespannten Vermögenslage zu einer stabilen Liquiditäts- und Finanzsituation. Dadurch ist die STFG jederzeit in der Lage sämtliche Verpflichtungen zu erfüllen und alle Verbindlichkeiten in der vereinbarten Zahlungsfrist zu begleichen. c) Vermögenslage Das Anlagevermögen beträgt nach den Abschreibungen des Jahres 2023 5,17 Mio. € und damit 13,5 % vom Gesamtvermögen. Die Vorräte haben einen Wert von 5,71 Mio. € und machen 15,3% vom Gesamtvermögen aus. Forderungen und sonst. Vermögensgegenstände sind im Wert von 618,31 T€. € vorhanden = 1,8%. Die flüssigen Mittel mit einem Wert von 2,75 Mio. € umfassen 8,15% vom Gesamtvermögen. Die Passiva setzt sich aus Fremdkapital in Höhe von 33,6 Mio. € und Rückstellungen in Höhe von 204 T€ zusammen. Das Eigenkapital ist negativ und somit ist das Vermögen der STFG komplett mit Fremdkapital finanziert. Vom Fremdkapital sind 33,44 Mio. € von verbundenen Unternehmen und Muttergesellschaft = 99,5 %. Die übrigen Verbindlichkeiten (Mitarbeiter/Finanzbehörden/Kreditoren) machen mit 125 T€ nur 0,5 % aus. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren und Steuerungsinstrumente Ziel des Unternehmens für 2023 war es, nach dem erfolgreichen Jahr 2022 wieder die Gewinnzone zu erreichen. Im Jahr 2023 ergab sich für den EBIDTA, als unser wesentlichstes Steuerelement, ein negatives Ergebnis in Höhe von 2,595 Mio. €. Geplant war für 2023 ein positives EBITDA von 1,3 Mio. € das damit nicht erfüllt werden konnte. Gegenüber dem Vorjahr 2022 ist dies ein Rückgang um 3,729 Mio. €. Der EBIDTA in 2022 zeigte ein erstmals ein positives Ergebnis von 1,13 Mio. € nachdem in den Vorjahren und im Jahr 2023 nur negative Ergebnisse ausgewiesen wurden Die Entwicklung zeigt, dass die Trennung vom Garngeschäft die richtige Entscheidung war und macht zuversichtlich für die grundsätzliche, zukünftige Verbesserung des finanziellen Ergebnisses der STFG auf der Basis der neuen Ausrichtung Compoundierung. Die langfristige Planung sieht für die kommenden Jahre positive EBITDA. So planen wir 2024 mit einem EBITDA 0, 6 Mio. €, für 2025 mit 1,7 Mio. €, 2026 mit 2,9 Mio. € und für 2027 mit einem EBITDA von 4,0 Mio. €. III. Prognosebericht Wir sehen die zukünftige Entwicklung der neuen Unternehmensausrichtung als positiv aber auch mit Herausforderungen verbunden. Die im Businessplan gesetzten Unternehmensziele halten wir mittelfristig weiterhin für erreichbar. Die neuen wirtschaftlichen und globalen Veränderungen im Zusammenhang mit allen internationalen Konflikten führen aber, auch in den kommenden Jahren, zu besonderen Herausforderungen für die STFG. Die hohe finanzielle Abhängigkeit von der Muttergesellschaft muss weiter abgebaut werden. Die wirtschaftliche Kraft des neuen Geschäftsbereiches wird dazu beitragen die Belastungen durch Darlehen und Zinsen schrittweise weiter zu reduzieren. Der Schritt zur unabhängigen Rohstoffversorgung wurde in 2023 bereits umgesetzt. Die vorhandene Rohstoffbestände sorgen für ausreichend Kompensation um Marktschwankungen auszugleichen. Die gut ausgebaute vorhandene Infrastruktur, die neue Maschinentechnik und Ausrüstung, die schlanken Unternehmens- und Kostenstrukturen, die zentrale Lage mit kurzen Lieferwegen zu allen Kunden innerhalb Europas und der kompetente Personalstamm sind die tragenden Säulen für eine hohe Effizienz und den weiteren Ausbau des neuen Geschäftsbereiches. Das Marktpotential ist mehr als ausreichend, um auch in den kommenden Jahren ein weiteres Wachstum im Compound-Geschäft voranzutreiben. Die Entwicklung neuer Produkte und neue Vertriebspartner werden dazu beitragen an die bis 2022 sehr erfolgreiche Entwicklung anzuknüpfen und die Umsätze des jungen Compound-Unternehmens wieder zu steigern. IV. Chancenbericht Neben der zu erwartenden Erholung der europäischen Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 hat die STFG gute Chancen wieder zu wachsen. Das stärkste Wachstum sehen wir im Bereich neu entwickelter und zertifizierter Produkte für Großkunden. Auch die Neuentwicklung der ECO-Produktlinie hat Potential für weitere Umsatz- und Mengensteigerungen. Der Markt für nachhaltige Recyclingprodukte unterliegt einer zunehmenden Nachfrage. Um diese Chancen wahrnehmen zu können, werden wir unsere Präsenz in neuen Märkten kontinuierlich und gezielt ausbauen. Zudem greifen wir für die Beurteilung zukünftiger Chancen auch auf Kundenbefragungen zurück. Die im Vergleich zu Wettbewerbern sehr günstigen Kostenstrukturen und die damit verbundenen geringen Herstellungskosten der STFG bieten zusätzlich die Chance nicht ausgelastete Produktionskapazitäten am Markt anzubieten. Ein weiteres Standbein ist die technische Kompetenz, sie bildet basierend auf den langjährigen Erfahrungen in der Verarbeitung von Polyamid das Fundament für eine hohe Servicequalität und Kundenbetreuung. Darüber hinaus gibt es für STFG eine Reihe von Chancen, seine Prozesse und die Produktivität zu verbessern. Hierbei arbeiten wir fortwährend gemeinsam mit externen Firmen an der Entwicklung neuer Ausrüstung zur Senkung des Energieverbrauches, der Herstellungskosten und zur Ergänzung der Ausrüstung für neue Produkte. Die Anschaffung und Optimierung neuer Analyse- und Messsysteme zur Onlineüberwachung und Auswertung von Energieverbräuchen und Leistungsspitzen ermöglicht die Identifizierung von weiteren Einsparpotentialen. Einen Hebel sehen wir auch in den spezifischen Kosten bei Hilfsstoffen und Produktivitätsfortschritten in der Herstellung aber auch in einer größeren Auswahl von Lieferanten. Um bessere Einkaufskonditionen zu erreichen befindet sich eine Reihe weitere neue Zulieferer im internen Freigabeprozess. V. Risikobericht 1. Konjunktur: Die Hauptrisiken für das Jahr 2024 bestehen in einer weiteren Abschwächung der Konjunktur und einem Ausbleiben einer nachhaltigen Erholung der Nachfrage. Diese resultieren zum einen aus der anhaltend restriktiven Finanzpolitik, zunehmenden globalen Protektionismus und zum anderen aus der instabilen weltpolitischen Lage mit vielfältigen Krisenherden. Maßnahmen: Wir begegnen diesem Risiko, indem wir die konjunkturelle Entwicklung in unseren wesentlichen Absatzmärkten fortlaufend beobachten. Wir erwarten, dass im Jahr 2024 das Risiko von Überkapazitäten für unsere Produkte wieder deutlich abnehmen wird. Erholt sich die wirtschaftliche Entwicklung nicht wie erwartet, treffen wir frühzeitig Vorbereitungen, um unsere Produktionskapazitäten, Ressourcen und Vorräte flexibel auf die Kundennachfrage anpassen zu können. In einem solchen Fall, werden wir die Instrumente der Kurzarbeit und flexibel gestalteter Versorgungsverträge weiterhin zur optimalen Kostenentlastung nutzen. 2. Preis- und Mengendruck auf unsere Produkte: Aufgrund der schwachen Nachfrage im zurückliegenden Jahr haben wir bereits einen deutlichen Preisrückgang im Markt gesehen, es ist aber nicht auszuschließen, dass es zu nochmaligen Preisschwankungen auch in 2024 kommen kann. Maßnahmen: Die STFG hat sich bereits darauf eingestellt und zum Jahresende 2023 nochmals eine Wertberichtigung der Rohstoff- und Lagerbestände vorgenommen. Die schlanken Kostenstrukturen ermöglichen es dem Unternehmen bereits bei einer geringen Auslastung kostendeckend zu arbeiten und die Gewinnschwelle zu überschreiten. 3. Beschaffungsmarktrisiken: Sanktionsauswirkungen, Lieferkettenstörungen, Krisenherde, Engpässe in der Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe und Energieversorgung. Maßnahmen: Mit dem Thema Sanktionen und Lieferstörungen war die STFG bereits im Geschäftsverlauf 2022 stark konfrontiert und hat entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Die Zusammenarbeit mit alternativen Speditionsunternehmen und alternativen Transportwegen wurde begonnen, neue Lösungen für den Zahlungsverkehr wurden umgesetzt sowie neue Partner für die Rohstoff- und Energieversorgung und die Wirtschafts- und Rechtsberatung aufgebaut. In 2023 wurden die Maßnahmen erweitert und eine autarke Versorgung in fast allen Geschäftsbeziehungen sichergestellt. 4. Demografischer Wandel, Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften, Probleme beim Besetzen von Spezialisten- und Leitungspositionen: Der Mangel an Fachkräften und Spezialisten kann sich negativ auf das weitere Wachstum des Unternehmens auswirken. Im Bereich der Spezialisten kann dies zu eingeschränkter Arbeitsfähigkeit im administrativen Bereich führen aber auch zu stockender Entwicklung oder dem Einbruch der technologischen und technischen Betreuung führen. Dies ist besonders kritisch, da die STFG im lokalen Wettbewerb mit anderen starken und neuen Unternehmen am Standort steht und nur ein begrenzter Pool von Fachkompetenz verfügbar ist. Eine Achillesferse ist die deutliche Reduzierung des Personals und die Konzentration von Fachwissen auf Einzelpersonen. Maßnahmen: Das STFG-Team hat sich in den letzten Jahren deutlich verjüngt und einen fachkompetenten Personalstamm aus erfahrenen und neuen Mitarbeitern aufgebaut. Innerhalb dieses Kernbereiches wurde inzwischen, durch Austausch und Umverteilung von Aufgaben, eine hohe Flexibilität erreicht, so dass ein Wegfall von Einzelkräften temporär durch andere Mitarbeiter aufgefangen werden kann. Aufgrund der schwachen Marktlage werden ausscheidende Mitarbeiter temporär nicht ersetzt, sofern davon keine Schlüsselpositionen betroffen sind. Um die Personalrisiken mittelfristig zu begrenzen gibt es vielfältige Möglichkeiten. Dazu gehören insbesondere Aus- und Weiterbildungsangebote, gute Sozialleistungen, Bonusprogramme, Bausteine zur leistungsorientierten Vergütung aber auch die Gestaltung flexibler Arbeitszeiten und sofern es das Aufgabenbild zulässt eine individuelle Vereinbarung zur teilweisen Homeoffice-Arbeit. STFG nutzt bereits Teile dieser Instrumente und wird diese entsprechend der Notwendigkeit weiter ausbauen um ein attraktiver Arbeitgeber im lokalen Umfeld zu bleiben. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Finanzinstrumente des Unternehmens sind im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die Darlehen von Muttergesellschaft. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Zur Sicherung der Liquidität wird fortwährend ein Zahlplan geführt, der einen tagesaktuellen Überblick über den Finanzmittelbedarf erlaubt. Für die Finanzsicherheit der STFG wurden durch die Muttergesellschaft ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Investitionen werden ausschließlich aus dem operativen Geschäft oder über die Darlehen von der Muttergesellschaft und den verbundenen Unternehmen finanziert. Zur Absicherung der STFG, mit einem, nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag hat die Muttergesellschaft "KuibyshevAzot PJSC" eine Patronats- und Rangrücktrittserklärung zugunsten der STFG Filamente GmbH gestellt. Sollte die Patronats- und Rangrücktrittserklärung gekündigt werden, könnte dies die Entwicklung der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen oder sie in ihrer Existenz gefährden. VII. Bericht über Zweigniederlassungen In 2013 wurde durch die STFG Filamente GmbH, mit Unterstützung der Muttergesellschaft "Kuibyshev Azot", eine weitere Gesellschaft, die KARU Kälte GmbH als 100% -ige Tochtergesellschaft gegründet. Sie betreibt eine Kälteanlage zur Belieferung der STFG Filamente GmbH mit Kaltwasser. Es existiert ein Ergebnisabführungsvertrag. Im Geschäftsjahr 2023 wurde durch die KARU Kälte GmbH ein Gewinn von 21.059,30 € erzielt.
Rudolstadt, den 20.09.2024 STFG Filamente GmbH Roman Meytis, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangJahresabschluss zum 31. Dezember 2023STFG Filamente GmbH, RudolstadtA. Allgemeine Angaben Die STFG Filamente GmbH hat ihren Sitz in Rudolstadt unter der Geschäftsadresse Breitscheidstraße 135, 07407 Rudolstadt, und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Jena unter der Registernummer HRB 505299 geführt. Die STFG Filamente GmbH ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 und 4 HGB gemäß § 264 HGB verpflichtet, einen Jahresabschluss sowie einen Lagebericht aufzustellen, nach §§ 316 ff. HGB prüfen zu lassen und die geprüften Unterlagen nach § 325 HGB beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch einzureichen und im Unternehmensregister bekannt machen zu lassen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB und des GmbHG unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt. Für den Anhang werden die Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Berücksichtigung der Fortführung des Unternehmens bewertet worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Jahresabschluss entspricht im Ausweis der Vermögensgegenstände und Schuldposten den gesetzlichen Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig zum Vorjahr ausgeübt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert worden. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden planmäßig nach der linearen Methode ermittelt. Zugänge von beweglichen Sachanlagen werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände im Wert von € 250,01 bis € 800,00 werden im Jahr des Erwerbs vorwiegend vollständig abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Tageswerten. Die unfertigen Erzeugnisse sowie die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktivierungspflichtigen Einzelkosten und angemessene Teile aktivierungsfähiger Gemeinkosten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen sind zu Nennwerten angesetzt. Bezüglich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden gegebenenfalls Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Zur Deckung des allgemeinen Ausfall- und Kreditrisikos besteht eine Pauschalabwertung von 2% des Forderungsbetrages. Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Für Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen, wurde ein Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Bei der Bildung von Rückstellungen wurde den nach Angaben der Gesellschaft erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden die Rückstellungen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Gesellschaft macht - stetig zum Vorjahr - von dem Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB dahingehend Gebrauch, dass die in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerentlastungen aufgrund steuerlicher Verlustvorträge ermittelten aktiven latenten Steuern nicht bilanziert werden. Aktive latente Steuern würden im Wesentlichen auf steuerliche Verlustvorträge entfallen. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel nachfolgend dargestellt. Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023STFG Filamente GmbH, Rudolstadt
Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 folgende Finanzanlagen aus:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Zum 31. Dezember 2023 liegt eine Forderung gegen die Tochtergesellschaft KARU Kälte GmbH vor. Es handelt sich um den Gewinn des Jahres 2023 der im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages an die STFG Filamente GmbH abgeführt wird. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf die Forderungen aus Kautionen von € 69.180,00 (Vorjahr € 45.210,00) und die aus dem Anlagevermögen um gegliederten Wirtschaftsgüter € 153.530,58 (Vorjahr € 230.030,58) gemäß Angabe eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Allerdings konnten die Wirtschaftsgüter in diesem Zeitraum bisher nicht verkauft werden. Verschiedene Verkaufsverhandlungen laufen auch zurzeit. Die Umgliederung verschiedener Wirtschaftsgüter aus dem Anlage- in das Umlaufvermögen war Teil der Betriebsteilschließung "Garn". Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Zum Bilanzstichtag werden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von € 2.751.803,21 und ein Kassenbestand in Höhe von € 1.438,34 ausgewiesen. Rückstellungen Als sonstige Rückstellungen bilanziert wurden unter anderen Urlaubsansprüche in Höhe von T€ 47, ausstehende Bonuszahlungen an die Mitarbeiter in Höhe von T€ 42 und Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von T€ 35. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Darstellung:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten auch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter (€ 16.103.085,58; Vorjahr € 24.015.906,20) die zugleich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen darstellen. Zusätzlich sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten (€ 8.156,01; Vorjahr: € 11.598,45). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten (€ 5.117,26; Vorjahr: € 24.551,14). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit T€ 4 (Vorjahr T€ 0) Erträge aus Schadenersatzleistungen und mit T€ 62 (Vorjahr T€ 5) periodenfremde Erträge die noch aus der Schließung des Garnbereichs resultieren. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von T€ 2 (Vorjahr T€ 1) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit T€ 1 (Vorjahr T€ 3) periodenfremde Aufwendungen. Des Weiteren sind Erträge aus Kursgewinnen in Höhe von T€ 12 in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen, Verluste aus Kursverlusten wurden im Vorjahr in Höhe von 21 realisiert In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 217 (Vorjahr T€ 61) enthalten. Auf Grund von Preissenkungen im Rohstoffbereich wurden zum 31.12.2023 die eingelagerten Rohstoffe zu aktuellen Preisen und die Fertigerzeugnisse verlustfrei bewertet. Die Bestandsänderungen enthalten Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von T€ 1.671 (Vorjahr T€ 1.530). E. Sonstige Angaben/Ergebnisverwendung Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus abgeschlossenen Miet- und Leasingverträgen sowie aus Darlehensverträgen. Der Miet- und Leasingaufwand beträgt im Jahr 2024 voraussichtlich T€ 115. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten Arbeitnehmer i.S.v. § 267 Abs. 5 HGB betrug 23, davon durchschnittlich 13 gewerbliche Arbeitnehmer und 9 Angestellte. Derzeit werden keine Auszubildenden beschäftigt. Ergebnisverwendung Der Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresverlust 2023 in Höhe von € 3.579.660,77 zusammen mit dem Verlustvortrag € 18.041.754,00 auf neue Rechnung vorzutragen. Überschuldung und Patronatserklärung Die Gesellschaft war zum 31. Dezember 2023 bilanziell überschuldet. Zur Verhinderung des Eintritts insolvenzrechtlicher Folgen hat die KuibyshevAzot PJSC, 445007 Togliatti, Region Samara, Russische Föderation, gegenüber der STFG angabegemäß eine Patronatserklärung abgegeben. Danach wird sie die Gesellschaft so ausstatten, dass diese jederzeit ihren sämtlichen Verpflichtungen nachkommen kann. Die KuibyshevAzot verpflichtet sich ferner, während der Laufzeit dieser Patronatserklärung die bestehende Beteiligung an der STFG nicht aufzugeben. Die Erklärung gilt unbefristet, kann jedoch mit einer Frist von drei Monaten zum Quartalsende gekündigt werden. Die Kündigung ist jedoch bis zum 31. Dezember 2024 ausgeschlossen. Sollte die Patronats- und Rangrücktrittserklärung gekündigt werden, könnte dies die Entwicklung der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen oder sie in ihrer Existenz gefähreden Organe der Gesellschaft Geschäftsführer der Gesellschaft ist: Herr Roman Meytis, Maschinenbauingenieur/Chemieingenieur Auf die Angaben der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. F. Nachtragsbericht Für Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und sich auf die Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft auswirken, verweisen wir auf unsere Ausführungen im Chancen- und Risikobericht des Lageberichts.
Rudolstadt, 20. September 2024 Roman Meytis, Geschäftsführer sonstige Berichtsbestandteile
Rudolstadt, den 11. November 2024 Roman Meytis, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 11.11.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die STFG Filamente GmbH Prüfungsuneile Wir haben den Jahresabschluss der STFG Filamente GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der STFG Filamente GmbH für das Geschäftsjahr vom I . Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom I. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Abschnitt E im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt VI. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass das Geschäftsmodell der Gesellschaft aufgrund der Entwicklungen auf dem Weltmarkt und der geopolitischen Entwicklungen neu ausgerichtet werden muss. Die eingetretenen Veränderungen haben im Geschäftsjahr zu einem negativen Ergebnis von rund EUR 3,6 Mio. geführt. Das Eigenkapital der Gesellschaft ist mit rund EUR 19,5 Mio. negativ. Die Muttergesellschaft hat insoweit eine Patronats- und Rangrücktrittserklärung gegeben, die ab dem Jahr 2025 kündbar ist. Bezüglich der Neuausrichtung des Geschäfts der Gesellschaft in dem erforderlichen Umfang und der Notwendigkeit der Aufrechterhaltung und ggf. Ausfüllung der Patronats- uns Rangrücktrittserklärung der Muttergesellschaft besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können, Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 01. Oktober 2024 Augustin
Revision GmbH
Kai Augustin, Wirtschaftsprüfer |
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