Unternehmensberatung
JVCKENWOOD Deutschland GmbH
Konrad-Adenauer-Allee 1, 61118 Bad Vilbel, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Osamu Muraoka seit 30.5.2023 | Geschäftsführer |
Tsuyoshi Yamaguchi seit 4.10.2020 | Geschäftsführer |
Thorsten Godulla seit 8.1.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
JVCKENWOOD Corporation | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
JVCKENWOOD Deutschland GmbHBad VilbelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/20241. Grundlagen der Gesellschaft Die JVCKENWOOD Deutschland GmbH (JVCKENWOOD), Bad Vilbel, ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB und ist im Handel und Vertrieb mit elektronischen Geräten in den Bereichen Mobility & Telematics Service (Car Audio & Multimedia, OEM-Business), Public Service (Communication) und Media Service (Lifestyle/Audio, Professional Products, Projectors) operativ tätig. Die Anteile an der Gesellschaft werden zu 100 % von der JVCKENWOOD Europe B.V., Niederlande, gehalten. 2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung (Quelle: Statistisches Bundesamt, HDE, eurostat) In einem weiterhin von Krisen geprägtem Umfeld geriet die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ins Stocken. Nach wie vor dämpften die hohen Preise die Konjunktur. Auch die durch steigende Zinsen zunehmend ungünstigeren Finanzierungsbedingungen, sowie eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland trugen entscheidend zum Rückgang der Wirtschaftsleistung des Jahres 2023 bei. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr, wodurch sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2019 nicht weiter fortsetzte. Im Vergleich zu 2019 war das BIP um nur 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Einen deutlichen Rückgang gab es im Produzierenden Gewerbe (-2,0 %), vor allem durch eine sehr viel geringere Produktion im Bereich der Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe war, bedingt durch rückläufige Produktion in den energieintensiven Bereichen Chemie und Metall, ebenfalls im Minus (-0,4 %). Die Baubrache konnte trotz weiterhin hoher Baukosten und Fachkräftemangel immerhin ein kleines Plus (+0,2 %) erreichen. Trotz geringerem Zuwachs als in den beiden vorangegangen Jahren, stützten die meisten Dienstleistungsbereiche die Wirtschaft. Vor allem der Bereich Information und Kommunikation (+2,6 %) konnte wachsen, während die Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe - vor allem im Bereich Groß- und Einzelhandel - deutlich nachgab (-1,0 %). Im Vorjahr noch die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft, nahm der private Konsum im Jahr 2023, bedingt durch die hohen Verbraucherpreise, preisbereinigt um 0,8 % ab. Besonders stark sanken die Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Trotz der insgesamt verhaltenen weltwirtschaftlichen Dynamik wurde das deutsche Bruttoinlandsprodukt durch einen positiven Außenbeitrag gestützt. Die Importe sanken preisbereinigt kräftiger (-3,0 %) als die Exporte (-1,8 %). Auch das Wachstum im Euroraum verlangsamte sich im Vergleich zum Vorjahr. Preisbereinigt stieg die Wirtschaftsleistung der 20 Euro-Länder um nur 0,4 % gegenüber 2022. Zu den Spitzenreitern zählt neben Malta (+5,6 %) und Kroatien (+3,1 %) mit Spanien (+2,5 %) auch die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone. Deutschland bildet in der Gruppe der fünf größten Volkswirtschaften hinter Italien (+0,9 %), Frankreich (+0,7 %), und den Niederlanden (+0,1 %) das Schlusslicht. 3. Marktentwicklung und Umfeld (Quelle: GFU) Bedingt durch die schwache Nachfrage nach technischen Konsumgütern schließt der Bereich Consumer Electronics das Kalenderjahr 2023 mit einem Umsatzrückgang von 1,5 Mrd. EUR (-4,9 %), bei einem Gesamtumsatzvolumen von 30,3 Mrd. EUR. Der für JVCKENWOOD wichtige Bereich der Unterhaltungselektronik in Deutschland entwickelte sich mit einem Minus von 0,6 % auf nunmehr 8,2 Mrd. EUR im Vergleich zum Vorjahr vergleichswiese stabil. Umsatzeinbußen verzeichnete hauptsächlich die durch den Kaufkraftverlust besonders betroffene TV-Sparte mit einem Minus von 10,9 % auf 3,0 Mrd. EUR. Auch der Bereich des klassischen Home Audio Equipments zeigte mit -9,5 % auf 809 Mio. EUR einem deutlichen Rückgang. Positiv trugen zum Gesamtergebnis vor allem die Bereiche Videospielkonsolen (+58,4 % auf 1,1 Mrd. EUR) und Audio/Video-Zubehör (+1,2 % auf 1,7 Mrd. EUR) bei. Nach dem Minus von 11,1 % aus dem Vorjahr verzeichnete das Segment Informationstechnologie das zweite Jahr in Folge einen deutlichen Rückgang von -14,9 % auf 6,6 Mrd. EUR. Besonders deutlich brach die Nachfrage über das gesamte Spektrum an PCs ein (-17,2 %). Auch der größte und in den vergangenen Jahren stabilste Bereich, die Telekommunikationssparte, litt im Jahr 2023 unter der rückläufigen Konsumentennachfrage (-2,2 % auf 15,4 Mrd. EUR). Selbst die eigentlichen Wachstumstreiber Smartphones (-2,1 % auf 13,8 Mrd. EUR) und Core Wearables (-0,5 % auf 1,5 Mrd. EUR) konnten dem generellen Kaufkraftverlust nichts entgegensetzen. 4. Entwicklung des für JVCKENWOOD relevanten Branchenausschnitts (Quellen: GFU, OMDIA) Die für JVCKENWOOD in Deutschland besonders relevanten Marktsegmente innerhalb des Bereiches Consumer Electronics entwickelten sich im Jahr 2023 wie folgt:
* Quelle: GFU Hemix Q1-Q4 2023
Weiter stark unter Druck befindet sich der Markt für Car Audio & Multimedia (ohne Erstausrüstung). Ein Rückgang bei den abgesetzten Stückzahlen von 169 Tsd. Stück (-20,4 %) führte bei gestiegenen Durchschnittspreisen zu einem Umsatzrückgang von 15,1 % gegenüber 2022. Das Marktvolumen insgesamt beträgt 96 Mio. EUR (Vorjahr: 113 Mio. EUR). Das Segment Audio Home Systems verlor im Jahresvergleich erneut deutlich, mit 16,2 % weniger abgesetzten Stückzahlen bei einem Umsatzrückgang von 13,1 %. Auch der aufgrund der Einführung neuer Produktlinien für JVCKENWOOD interessanter gewordene Bereich Smart Audio bleibt umkämpft und schloss mit einem Minus von 5,6 % gegenüber dem Vorjahr. Dem Bereich Home Audio insgesamt mit einem Gesamtmarktvolumen von 809 Mio. EUR (Vorjahr: 894 Mio. EUR) wird für die Marken JVC und KENWOOD dennoch ein großes Wachstumspotenzial eingeräumt. Der für JVCKENWOOD weniger relevante Nischenmarkt Kopfhörer konnte leicht zulegen (+0,6 %), während der Markt für Projektoren im Vorjahresvergleich um 14,3 % schrumpfte. Nach dem starken Wachstum im Vorjahr, bedingt durch außerordentliche Lieferungen in Zusammenhang mit dem Konflikt in der Ukraine, entwickelte sich der Markt für Betriebsfunk (ohne Tetra) EMEA-weit bei den abgesetzten Stückzahlen in den ersten drei Quartalen 2023 rückläufig (-11 %). Entgegen dem Trend in der Gesamtregion EMEA konnten die für JVCKEN-WOOD relevanten D-A-CH-Märkte erneut ein deutliches Wachstum (+18 %) verzeichnen. Neben dem Vereinigten Königreich (-28 %) zählen u.a. die Gewinner des Vorjahres, Polen (-60 %) und die Ost-Europäischen Märkte (-33 %), sowie der afrikanische Kontinent (25 %) zu den Verlierern. Weiterhin großes Wachstum verzeichnet die Ukraine (+41 %). 5. Geschäftsverlauf einschließlich Geschäftsergebnis Der Anteil der einzelnen Sparten am Gesamtumsatz 2023/24 stellte sich wie folgt dar:
Die schwierigen Marktbedingungen - insbesondere im Bereich der Consumer Electronics - spiegelten sich auch in den Umsätzen der JVCKENWOOD Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 2023/24 wider. Der Gesamtumsatz brach um 24,2 % auf 37,1 Mio. EUR ein. Besonders stark von der mangelnden Konsumentennachfrage betroffen war der Bereich Car Audio & Multimedia (-22,9 %). Der Bereich Projectors verbuchte mit -28,6 % auch einen deutlichen Rückgang. Ursache hierfür war neben der rückläufigen Nachfrage auch der durch die Einführung neuer Produktlinien angetriebene, starke Umsatz des Vorjahres. Das Segment Communications verlor 15,1 % gegenüber dem Vorjahr, da sich wichtige Folgeprojekte verzögerten. Vergleichsweise stabil entwickelte sich der Bereich Lifestyle/Audio (-6,7 %). Insgesamt verbuchte das Geschäft im klassischen Handel ein Minus von 19,7 %. Das OEM-Geschäft ist mit Ende des Geschäftsjahres 2022/23 ausgelaufen und erzielte im vergangenen Jahr keine Erlöse mehr. Die Umsatzerlöse aus Verkäufen im Verbundbereich gingen nicht unerwartet um 41,4 % zurück. Die Umsatzprognose des Vorjahres wurde mit 97 % dennoch nur knapp verfehlt. Speziell der Bereich Car Audio & Multimedia konnte die hoch gesteckten Ziele nicht erreichen (-25,8 %). Die Umsatzerlöse der Produktbereiche Lifestyle/Audio (+28,1 %) und Projectors (+7.9 %) lagen, wie bereits im Vorjahr, über den Erwartungen. 6. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 6.1 Ertragslage Der Rohgewinn insgesamt reduzierte sich entsprechend den rückläufigen Umsatzerlösen um 2,9 Mio. EUR auf 9,4 Mio. EUR (Vorjahr: 12,3 Mio. EUR). Die Gesamtrohertragsmarge entwickelte sich trotz des schwierigen Marktumfeldes stabil und stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 25,4 % (Vorjahr: 25,2 %). Insbesondere verbesserte Einkaufskonditionen, sowie in der 2. Jahreshälfte gesunkene Frachtkosten, sorgten im Bereich Lifestyle/Audio für eine Verbesserung der Rohertragsmarge von 3 Prozentpunkten. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind insgesamt um 44 TEUR auf 752 TEUR gesunken. Darin enthalten sind Erträge aus Weiterbelastungen, die sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 665 TEUR auf 275 TEUR reduzierten, sowie um 367 TEUR gestiegene periodenfremde Erträge u.a. aus Zoll-Rückerstattungen und Auflösung von Rückstellungen aus dem Vorjahr. Die Personalaufwendungen konnten im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 % reduziert werden. Trotz Gehaltsanpassungen haben sich die Löhne und Gehälter im Berichtszeitraum um 339 TEUR (-8,3 %) verringert, was hauptsächlich auf die Reduzierung der Mitarbeiterzahl aufgrund von Renteneintritt und Altersteilzeitmodellen zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um 831 TEUR auf 4.960 TEUR verringert. Maßgeblich zu dieser Reduzierung trug die Einbuchung der Umsatzsteuerzahllast aus dem laufenden Einspruchsverfahren in Portugal (-366 TEUR) im Vorjahr bei. Neben Kürzungen bei den Werbekosten und Messebeteiligungen (-46 TEUR), führten umsatzbedingte Reduzierungen bei den Fracht- und Lagerhaltungskosten zu Kostensenkungen im sechsstelligen Bereich (-141 TEUR). Einsparungen gab es ebenso bei den im Vorjahr restrukturierungsbedingt höheren Personalnebenkosten (-185 TEUR), wie auch bei weiteren sonstigen Verwaltungskosten (-57 TEUR). Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge stiegen um 333 TEUR auf 567 TEUR. Zurückzuführen ist der Anstieg auf die unterjährigen Anpassungen des Zinssatzes für die dem Cash Pool zur Verfügung gestellten Mittel. Die Gesellschaft schließt das Berichtsjahr mit einem, durch die rückläufigen Umsätze erwartbar, deutlich geringeren Jahresüberschuss in Höhe von 610 TEUR (Vorjahr: 2.072 TEUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 343 TEUR (Vorjahr: 2.488 TEUR). 6.2 Vermögenslage Auf der Vermögensseite konnten die Vorräte im Vergleich zum vergangenen Bilanzstichtag um 1.999 TEUR auf 7.115 TEUR reduziert werden. Die Ursache liegt in einer restriktiveren Steuerung der Wareneinkäufe, mit dem Ziel, die zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres durch rückläufige Nachfrage und fix platzierte Bestellungen aufgebauten Warenüberbestände sukzessive zu reduzieren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich in Zusammenhang mit den insgesamt rückläufigen Umsätzen des Geschäftsjahres zum Bilanzstichtag um 688 TEUR auf 4.132 TEUR (Vorjahr: 4.820 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen um 517 TEUR auf 16.068 TEUR. Im Wesentlichen durch die darin enthalten Ausleihungen an den durch den Gesellschafter gehaltenen Cash Pool, die sich um 970 TEUR auf 15.421 TEUR erhöht haben. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um 2.222 TEUR auf 2.515 TEUR (Vorjahr: 293 TEUR). Hauptursache hierfür ist eine Umsatzsteuernachzahlung an die portugiesischen Finanzbehörden aus dem Veranlagungszeitraum 2018 in Höhe von 2.336 TEUR. Zum Bilanzstichtag läuft ein Einspruchsverfahren, weshalb die Zahlung als Steuererstattungsanspruch gebucht wurde. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital durch den erzielten Jahresüberschuss in Höhe von 610 TEUR auf 24.043 TEUR. Die Pensionsansprüche der bei der JVCKENWOOD verbliebenen Versorgungsberechtigten wurden zum Bilanzstichtag per versicherungsmathematischem Gutachten mit 748 TEUR (Vorjahr: 709 TEUR) bewertet. Die Steuerrückstellungen haben sich zum Stichtag um 247 TEUR auf 469 TEUR (Vorjahr: 716 TEUR) reduziert. Ursächlich hierfür waren Körperschaft- und Gewerbesteuerzahlungen für die Wirtschaftsjahre 2019/20 und 2020/21, sowie niedrigere Rückstellungen für das Wirtschaftsjahr 2023/24. Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich um 308 TEUR. Gründe hierfür waren im Wesentlichen umsatzbedingt niedrigere Rückstellungen für Kundenboni, sowie niedrigere Rückstellungen für Altersteilzeit und Personal. 6.3 Finanzlage Die liquiden Mittel sowie die Finanzforderungen (Cash Pool) an die JVCKENWOOD Corporation konnten zum Bilanzstichtag, 31.03.2024 um 997 TEUR auf 15.868 TEUR gesteigert werden. Maßgeblich beeinflusst wurde diese Entwicklung, trotz rückläufiger Umsätze, durch einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 999 TEUR. Neben dem Jahresergebnis in Höhe von 610 TEUR hatte darauf die deutliche Abnahme der Vorräte zum Stichtag (-1.999 TEUR) entscheidenden Einfluss. Einem positiven Effekt durch die Reduzierung der Kundenforderungen (-688 TEUR) und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, welche nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (- 453 TEUR), steht eine Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (+2.215 TEUR) gegenüber, die erst im Folgejahr zu Einzahlungen führen. Hervorzuheben ist hier die Forderung aus einer an die portugiesischen Finanzbehörden geleisteten Umsatzsteuernachzahlung aus dem Veranlagungszeitraum 2018 in Höhe von 2.336 TEUR. Negativ auf den Cashflow wirkten sich auch die Abnahme von kurz- und mittelfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 540 TEUR - u.a. durch Reduzierung der Steuer- und Kundenbonusrückstellungen - aus. Veränderungen aus Abschreibungen (+32 TEUR) und Abgängen des Anlagevermögens (-27 TEUR) spielen eine untergeordnete Rolle. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wurde maßgeblich durch die Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen (Cash Pool) beeinflusst (-970 TEUR). Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen in Höhe von 52 TEUR stehen Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen in nahezu gleicher Höhe (-52 TEUR) gegenüber, so dass sich ein Saldo für den Cashflow aus Investitionstätigkeit von -971 TEUR ergibt. Aus dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ergeben sich keine Veränderungen, so dass sich insgesamt eine Veränderung des Finanzmittelfonds in Höhe von 28 TEUR ergibt. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft verbesserte sich, wenn auch weniger deutlich als im Vorjahr, durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss, sowie den Rückgang der Verbindlichkeiten und Rückstellungen von 77,3 % auf 79,2 %. Das Working Capital erhöhte sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr von um 653 TEUR auf 24,7 Mio. EUR. Die Finanzierung über die Cash Pool Vereinbarung mit JVCKENWOOD Gesellschaften mit der JVCKENWOOD Corporation als Cash Pool Führer machen eine Fremdfinanzierung über Kreditinstitute derzeit nicht notwendig. 7. Umwelt Der JVCKENWOOD Konzern ist sich seiner Verantwortung hinsichtlich des Umwelt- und Klimaschutzes bewusst und hat dahingehend weitgehende Umwelt- und Nachhaltigkeitsrichtlinien entwickelt. Basierend auf einer Policy für Environmental Vision hält sich die JVCKEN- WOOD Group an die Umweltgesetze und -vorschriften in all seinen Produkte und Geschäftsaktivitäten und trägt zur nachhaltigen Nutzung und Koexistenz mit Energie und Ressourcen bei und die Biosphäre, die die Vermögenswerte der Erde sind. 8. Risiken, Ausblick und Chancen 8.1 Risiken Risiken eines Forderungsausfalls werden im Rahmen eines Risiko Managements auf Grundlage einer internen Richtlinie der JVCKENWOOD Corp. rechtzeitig erkannt. Es werden geeignete Maßnahmen wie Forderungsüberwachung, Mahnwesen, Inkassomaßnahmen, etc. ergriffen, um die Risiken eines Forderungsausfalls zu minimieren. Zudem ist ein Großteil der Forderungen durch eine Kreditversicherung abgesichert. Für die wenigen Kunden, für die keine Kreditversicherung abgeschlossen wird, werden über externe Kreditratingagenturen regelmäßig Bonitätsauskünfte eingeholt. Auch werden alle intern vorhandenen Informationen über das Auftrags- und Zahlungsverhalten dieser Kunden mit in die Kreditwürdigkeitsprüfung einbezogen. Vereinzelte Unternehmensinsolvenzen im abgeschlossenen Geschäftsjahr lassen zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung nicht auf ein erhöhtes Risiko von Unternehmensinsolvenzen im kommenden Geschäftsjahr schließen. Ferner werden alle Tochtergesellschaften der JVCKENWOOD Corporation im Rahmen einer Konzernrevision regelmäßigen Kontrollen unterzogen, die alle wichtigen Prozessabläufe mit einbeziehen. Die einzelnen Budgets werden permanent kontrolliert, wobei neue Erkenntnisse stetig berücksichtigt werden. Neue oder geänderte Kundenkonditionen werden über EDV-gestützte Workflows gesteuert und fließen somit zeitnah in die Planungen ein. Seitens der Buchhaltung werden für alle wichtigen Bereiche monatliche Berichte für die einzelnen Abteilungen und die Geschäftsführung erstellt. Ein monatliches Reporting stellt die Informationsübermittlung auf internationaler Ebene sicher. Aufgrund der Cash Pool Vereinbarung im Unternehmensverbund mit der JVCKENWOOD Corporation, Japan als Cash Pool Führer sehen wir die Liquiditätsversorgung der Gesellschaft derzeit als gesichert an. Mögliche Effekte aus dem Zinsänderungsrisiko erachten wir als nicht wesentlich für die Gesellschaft. Wareneinkäufe in Fremdwährung haben eine untergeordnete Bedeutung, so dass Währungsrisiken überschaubar bleiben. Ein zunehmendes Risiko spielen weltpolitische Krisen und Konflikte, mit ihrem Einfluss auf Lieferketten und Warenversorgung. Aufgrund der rückläufigen Umsätze tritt das Thema Fixkostenbelastung mehr und mehr in den Fokus des Handelns der Gesellschaft. Das Anbieten von Altersteilzeitmodellen soll die Personalkosten planbar reduzieren. Auf den Prüfstand wird, in Zusammenhang mit dem zum 31. Dezember 2025 auslaufenden Mietvertrag, auch die künftig benötigte Mietfläche gestellt. Dem Risiko des Verlustes von Fachwissen und unternehmensspezifischem Knowhow durch Ausscheiden älterer Mitarbeiter soll frühzeitig entgegengewirkt werden. JVCKENWOOD setzt gezielt auf das Thema Förderung von Nachwuchsführungskräften und versucht mit der Einstellung und geplanten Übernahme von Auszubildenden perspektivisch dem Mangel an Fachkräften vorzubeugen. 8.2 Ausblick und Chancen (Quelle: HDE) Das sehr gute Vorjahresergebnis konnte erwartungsgemäß nicht erreicht werden. Die schwierige Gesamtmarktlage, insbesondere im klassischen Fachhandel für Car Audio & Multimedia Produkte, sorgte für einen massiven Umsatzeinbruch gegenüber dem Vorjahr. Die Rohertragsmargen konnten zwar stabil gehalten werden, jedoch führte die deutliche Reduzierung des absoluten Rohertrags, trotz Einsparungen bei den Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, zu einem im Vorjahresvergleich erheblich niedrigeren Jahresüberschuss (-87 %). Die Umsätze in dem für JVCKENWOOD wichtigen Markt der Unterhaltungselektronik werden auch weiterhin einem starken Wettbewerb und einer anhaltend rückläufigen Nachfrage ausgesetzt sein. Dazu gehört sowohl der Nachrüstmarkt für Car Audio & Multimedia als auch der Bereich traditioneller Home Audio Produkte. Größere Chancen bietet hingegen das Segment Communication bei anhaltend großer Bedeutung des Schutzes kritischer Infrastruktur. Der Einzelhandel bleibt nach Corona-Krise, Lieferkettenengpässen und inflationsbedingtem Kaufkraftverlust weiter kontinuierlichen Veränderungen ausgesetzt. Die fortschreitende Digitalisierung bietet hier sowohl Chancen als auch Risiken. Über allem schweben unkalkulierbare Risiken, wie die Kriege in der Ukraine und in Nahost. Das ausbleibende wirtschaftliche Wachstum verstärkt weiterhin die Unsicherheit der Verbraucher. Der Einfluss des immer weiter um sich greifenden Fachkräftemangels, sowie die Gefahr eines zunehmenden Rechtsrucks in Politik und Gesellschaft dürfen auch nicht ignoriert werden. Die konkreten Auswirkungen der benannten Faktoren auf das kommende Geschäftsjahr sind zum Bilanzstichtag schwer absehbar. Eine signifikante Erholung der Konsumlaune ist nicht zu erwarten. Dennoch rechnet der Handel in 2024 - nach dem schwierigen 2023 - mit einem verhaltenen Anstieg der Kauflaune und zumindest leicht verbesserten Umsätzen. In der Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2024/2025 rechnet das Unternehmen insgesamt mit einem Umsatzrückgang von ca. 7 % gegenüber dem Vorjahr. Es wird erwartet, dass sich die im abgeschlossenen Geschäftsjahr besonders von der eingebrochenen Konsumentennachfrage betroffenen Bereiche Car Audio & Multimedia (-7 %) und Lifestyle/Audio (-4 %) weitestgehend stabilisieren werden. Aufgrund der anhaltend großen Nachfrage aus dem Bereich der kritischen Infrastruktur wird im Communications-Segment mit einem kleinen Umsatzwachstum vom +4 % gerechnet. Im Bereich Projectors wird in der Budgetplanung, aufgrund der Einführung neuer Produktlinien im neuen Geschäftsjahr, ebenfalls mit einem Umsatzplus von 4 % gerechnet. Der Vertrieb von professionellen Kamerasystemen, im Vorjahr noch verantwortlich für einen Umsatz von 769 TEUR, wird im kommenden Geschäftsjahr mit dem Abverkauf des aktuellen Lagerbestandes eingestellt. Ob die geplanten Umsätze zu realisieren sind, hängt im Wesentlichen von der weiteren Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds, und der damit zusammenhängenden Nachfrage nach technischen Konsumgütern ab. Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung sieht das Unternehmen zwar Risiken die geplanten Umsatzzahlen zu erreichen, hält aber noch an der ursprünglichen Umsatzplanung fest. Um einer möglichen negativen Entwicklung in einem nach wie vor schwierigen Marktumfeld entgegenzutreten, plant das das Unternehmen Kosteneinsparpotenziale in folgenden Bereichen so weit wie möglich auszuschöpfen:
Mit diesen Maßnahmen sieht es das Unternehmen als realistisch an, das neue Geschäftsjahr auch bei einem schlechteren Verlauf mit einem zumindest leicht positivem Jahresergebnis abzuschließen.
Bad Vilbel, den 31. Juli 2024 JVCKENWOOD Deutschland GmbH Die Geschaftsfuhrung Thorsten Godulla Tsuyoshi Yamaguchi Osamu Muraoka Bilanz zum 31.03.2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.04.2023 - 31.03.2024
Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024I. Allgemeine Angaben Die JVCKENWOOD Deutschland GmbH hat ihren Sitz in der Konrad-Adenauer-Allee 1-11, 61118 Bad Vilbel und ist im Handelsregister von Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 96083 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) unter Berücksichtigung der Annahme der Unternehmensfortführung i.S.d. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist erstmals eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB, die Rechtsfolgen treten im Geschäftsjahr aber noch nicht ein und es sind noch die Größenkriterien für eine große Kapitalgesellschaft zu beachten. Die Gliederungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 bzw. 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich, die gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden sind. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige und - soweit erforderlich - außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Die geschätzte betriebsübliche Nutzungsdauer betrug je nach Anlagegegenstand zwischen zwei und 13 Jahren. Es haben sich keine Anhaltspunkte ergeben, dass die gewählten Nutzungsdauern von den betriebsindividuellen Nutzungsdauern deutlich abweichen. Als Abschreibungsart wurde ausschließlich die lineare Methode gewählt. In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Vermögensgegenstände wird aus Vereinfachungsgründen handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Innerhalb der Vorräte wurden die Waren sowie die Betriebsstoffe nach der Durchschnittsmethode zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag einzeln bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Einzelrisiken und voraussichtliche Forderungsausfälle wurden mit Einzelwertberichtigungen entsprechend wertberichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen. Ein Großteil der Forderungen ist über eine Kreditversicherung abgesichert. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen werden wie im Vorjahr nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsverfahren ("projected unit credit method") unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre in Höhe von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %), bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren berücksichtigt. Die zugrunde gelegten Berechnungsparameter zum Einkommenstrend (2,5 %), erwarteten Rentensteigerungen (2,0 %) sowie dem Trend zur Beitragsbemessungsgrenze (2,5 %) bleiben allesamt zum Vorjahr unverändert. Die sonstigen Rückstellungen sind gebildet für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags und bezieht auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit ein. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder Differenzen aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden für die Ermittlung von latenten Steuern mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus bewertet. Die sich ergebenden Steuerbe- und entlastungen werden nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines bestehenden Überhangs aktiver latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. III. Bilanzerläuterungen 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens gem. § 268 HGB ist in einem dem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. 2. Vorräte Die Vorräte bestehen ausschließlich aus Elektronikwaren für den Verkauf an den Einzel- und Großhandel. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Forderungen aus dem von der JVCKENWOOD Corporation geführten Cash Pool in Höhe von 15.421 TEUR (Vorjahr: 14.451 TEUR). Bei dem verbleibenden Teil handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an sonstige verbundene Unternehmen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche von 2.415 TEUR (Vorjahr: 186 TEUR) enthalten. Hervorzuheben ist hier eine an die portugiesischen Finanzbehörden geleistete Umsatzsteuernachzahlung aus dem Veranlagungszeitraum 2018 in Höhe von 2.336 TEUR. Der Abzugsanspruch der gezahlten Umsatzsteuer wurde von den Behörden nicht anerkannt, daher wird zum Bilanzstichtag ein Einspruchsverfahren gegen die Entscheidung der Steuerbehörden eingeleitet. 4. Eigenkapital Die Geschäftsführung schlägt vor, 549 TEUR aus dem Jahresüberschuss an die Gesellschafterin auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Rückstellungen für Pensionen Der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen beträgt, bei Ansatz des aus dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre ermittelten Marktzinssatzes in Höhe von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %), zum Bilanzstichtag 748 TEUR (Vorjahr: 709 TEUR). Bei fortgeführtem Ansatz des aus dem Durchschnitt der letzten sieben Jahre ermittelten Marktzinssatzes in Höhe von 1,80 % (Vorjahr: 1,50 %) würde sich ein Erfüllungsbetrag in Höhe von 753 TEUR (Vorjahr: 756 TEUR) ergeben. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt 5 TEUR (Vorjahr: 47 TEUR) und ist ausschüttungsgesperrt. 6. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten zu zahlende Körperschaft- und Gewerbesteuer für die Veranlagungszeiträume 2022 bis 2024. 7. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.786 TEUR (Vorjahr: 3.094 TEUR) wurden insbesondere für Kundenboni (840 TEUR), Garantierückstellungen (575 TEUR), Personalrückstellungen (431 TEUR) sowie für zum Stichtag noch fehlende Eingangsrechnungen für erhaltene Lieferungen und sonstige Leistungen (371 TEUR) gebildet. 8. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr; durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten lagen nicht vor. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen für Wareneinkäufe und verrechnete Dienstleistungen angefallen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 792 TEUR (Vorjahr: 826 TEUR) enthalten IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Gesellschaft lassen sich wie folgt unterteilen:
Die Umsatzerlöse mit Dritten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Handelsumsätze wurden im Wesentlichen im Inland, in Österreich, in der Schweiz und in osteuropäischen Ländern erzielt. Umsätze mit verbundenen Unternehmen wurden hauptsächlich in den Niederlanden erwirtschaftet. 2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen von 16 TEUR (Vorjahr: 74 TEUR) sowie periodenfremde Erträge aus Rückerstattung von Lohnsteuer, gezahlten Zöllen und der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 382 TEUR (Vorjahr: 5 TEUR) enthalten. 3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich zusammen aus sonstigen Verwaltungskosten in Höhe von 1.552 TEUR (Vorjahr: 2.115 TEUR), darin enthalten Aufwendungen für Restrukturierung in Höhe von 248 TEUR (Vorjahr: 412 TEUR) sowie variablen Kosten wie Frachten, Verpackung und Verkaufsprovision in Höhe von 1.826 TEUR (Vorjahr: 1.966 TEUR), Werbeaufwendungen in Höhe von 545 TEUR (Vorjahr: 590 TEUR), Mietkosten in Höhe von 470 TEUR (Vorjahr: 467 TEUR), KfZ- und Reisekosten in Höhe von 380 TEUR (Vorjahr: 368 TEUR), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 168 TEUR (Vorjahr: 186 TEUR) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 21 TEUR (Vorjahr: 98 TEUR). 4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten Zinsen auf Cash Pool Guthaben in Höhe von 565 TEUR (Vorjahr: 233 TEUR), sowie sonstige Zinsen von 2 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR). 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Von den Zinsen und ähnliche Aufwendungen entfallen auf den Aufwand aus Abzinsung der Pensionsrückstellungen 18 TEUR (Vorjahr: 14 TEUR). 6. Steuern auf Einkommen und Ertrag Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wurden Rückstellungen gebildet für Körperschaftsteuer in Höhe von 162 TEUR (Vorjahr: 449 TEUR) und Gewerbesteuer in Höhe von 120 TEUR (Vorjahr: 354 TEUR). V. Ergänzende Angaben 1. Organe der Gesellschaft Geschäftsführungsorgan Während des Geschäftsjahres 2023/2024 sowie bis zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses waren die folgenden Personen als Geschäftsführer bestellt: Herr Thorsten Godulla, Dreieich, leitender Geschäftsführer, Herr Tsuyoshi Yamaguchi, Tokio, Japan, leitender Angestellter der JVCKENWOOD Europe B.V., Uithorn/Niederlande, Herr Naokazu Kurihara, Tokio, Japan, leitender Angestellter der JVCKENWOOD Corporation, Japan. Abberufen per Gesellschafterbeschluss vom 26. April 2023, Herr Osamu Muraoka, Tokio, Japan, leitender Angestellter der JVCKENWOOD Corporation, Japan. Bestellt zum Geschäftsführer per Gesellschafterbeschluss vom 26. April 2023. Bezüglich der Vergütung der Geschäftsführung wird von der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält. 2. Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich 48 (Vorjahr: 53) Arbeitnehmer beschäftigt. Dabei handelt es sich um ausschließlich tariflich beschäftigte Arbeitnehmer. 3. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023/2024 berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüferleistungen beträgt 63 TEUR (Vorjahr: 66 TEUR). 4. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse. 5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag aus Mietverträgen in Höhe von rund 661 TEUR. Darin enthalten sind 475 TEUR für Gebäudemiete mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025. In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. 6. Mutterunternehmen Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der JVCKENWOOD Corporation, Kanagawa/Japan einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Konzernunternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird beim Ministry of Finance (Local Finance Bureau) in Tokio, Japan, unter der Nr. 6632 offengelegt.
Bad Vilbel, den 31. Juli 2024 JVCKENWOOD Deutschland GmbH Die Geschäftsführung Thorsten Godulla Tsuyoshi Yamaguchi Osamu Muraoka Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/24
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die JVCKENWOOD Deutschland GmbH, Bad Vilbel Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der JVCKENWOOD Deutschland GmbH, Bad Vilbel, bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der JVCKENWOOD Deutschland GmbH, Bad Vilbel, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 31. Juli 2024 Deloitte
GmbH
Thomas Lüdke, Wirtschaftsprüfer Benjamin Fleischmann, Wirtschaftsprüfer |
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