Heat Transfer Industrial GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
William Clifford Kennally III seit 20.6.2018 | Geschäftsführer |
Thomas Koch seit 10.2.2010 | Prokura |
Günter Schenkel seit 28.12.2009 | Geschäftsführer |
Jürgen Philipps seit 14.6.2002 | Prokura |
Stephan Dr. Hormuth seit 14.6.2002 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ACETO Pharma GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2016 bis zum 30.06.2017Lagebericht 2017der ACETO Pharma GmbH, HamburgI. Geschäfts und RahmenbedingungenDie ACETO Pharma GmbH mit Sitz in Hamburg ist eine Tochtergesellschaft der ACETO Holding GmbH, welche ebenfalls ihren Geschäftssitz in Hamburg hat. Das abgeschlossene Geschäftsjahr der ACETO Pharma GmbH erstreckte sich vom 1. Juli 2016 bis zum 30. Juni 2017. Geschäftsgegenstand der ACETO Pharma GmbH ist der Handel mit pharmazeutisch-technischen Dossiers, Zulassungsunterlagen, Arzneimitteln (human und veterinär) und pharmazeutischen Wirkstoffen (sogenannte APIs = Active Pharmaceutical Ingredients). Die ACETO Pharma GmbH bezieht ca. 52% der gehandelten Produkte aus Asien, ca. 21% aus Europa und beliefert damit überwiegend die generische Industrie in der gesamten Europäischen Gemeinschaft mit Schwerpunkt in Deutschland und Frankreich. Die weltweiten Rahmenbedingungen haben sich auch im vergangenen Geschäftsjahr als problematisch dargestellt. Durch Interventionen von Regierungen und Notenbanken haben sich verschiedene Wirtschaftsräume unterschiedlich entwickelt, was es Kunden teilweise signifikant erschwert hat, verlässliche Aussagen zu treffen. Die durch das Marktverhalten der EZB in den letzten Jahren herbeigeführte Schwäche des Euro hat sich im Geschäftsjahr kaum entspannt. Sie stärkt zwar die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Eurozone, gleichzeitig werden aber auch Einfuhren verteuert. Die Griechenlandkrise und der Brexit sind nicht nur ein beherrschendes Thema der europäischen Politik, sondern auch der Realwirtschaft, So ist der Wechselkurs zwischen Euro und USD seit Mitte 2014 von 1,36 bis zum 30. Juni 2017 auf 1,1423 gesunken. II. ErtragslageDer Umsatz der ACETO Pharma GmbH betrug im Geschäftsjahr 2016/2017 TEUR 34.884 (Vorjahr: TEUR 29.099.). Das entspricht einer Umsatzsteigerung von 19,88%. Die Steigerung entfällt dabei mit TEUR 1.288 auf die erstmalige Berücksichtigung des BilRUG im Geschäftsjahr 2016/2017. Des Weiteren konnten vor allem in den Absatzmärkten Italien und Indien Umsätze gesteigert werden. Der entsprechende Materialaufwand betrug TEUR 30.079 (Vorjahr: TEUR 25.453). Damit beträgt die Brutto-Marge TEUR 4.805 = 13,77% (Vorjahr: TEUR 3.646 = 12,53%). Die Steigerung des Umsatzes bei steigender Bruttomarge gegenüber dem Vorjahr lag im Wesentlichen an der erstmaligen Berücksichtigung der geänderten Umsatzdefinition durch das BilRUG. Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Gesellschafterin fiel im Berichtsjahr mit TEUR 1.056 höher aus als im Vorjahr mit TEUR 808, was sich im Wesentlichen durch das zusätzlich generierte Geschäftsvolumen erklären lässt. Die Geschäftsentwicklung entspricht damit im Wesentlichen der Prognose des letzten Geschäftsjahres bei hartem Wettbewerb und Verschiebungen unter Produkten und auch Kunden. Die Umgliederungseffekte aufgrund des BilRUG wurden in der Prognose des Vorjahres nicht berücksichtigt. III. FinanzlageDie Gesellschaft finanziert sich über Eigenkapital, das aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft unverändert TEUR 4.736 beträgt, und über den Cash-Pool der ACETO Holding GmbH bzw. der deutschen ACETO-Gruppe. Die betreffenden Cash-Pool Verbindlichkeiten werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin ausgewiesen. Diese betragen zum Stichtag TEUR 4.989 (Vorjahr: TEUR 5.739). Das Vermögen ist damit zu 78,01% durch Eigenkapital und Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter finanziert (Vorjahr: 76,01%). IV. VermögenslageDie Eigenkapitalquote stieg im Geschäftsjahr 2017 auf 37,99% (Vorjahr: 34,37%). Über das Eigenkapital und den Cash-Pool werden im Wesentlichen der Warenbestand, welcher zum Stichtag 32,57% (Vorjahr: 46,34%) der Aktiva beträgt sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche sich auf 56,24% (Vorjahr: 36,16%) der Aktiva belaufen, finanziert. Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag TEUR 12.468 (Vorjahr TEUR 13.781). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr betrifft im Wesentlichen die stichtagsbedingte Reduzierung des Warenbestandes und des Kassenbestandes um TEUR 2.325 bzw. TEUR 1.165, teilweise ausgeglichen durch eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.029. V. Chancen- und RisikenberichtFremdwährungsrisiken: Da sich ein Großteil des Handels mit pharmazeutischen Wirkstoffen im Einkauf aber auch im Verkauf in Fremdwährung, überwiegend in USD, vollzieht, wird jede Fremd-währungsposition sofort bei Vertragsabschluss vom Produkt-Management gemeldet und von der Finanzbuchhaltung umgehend kursgesichert, sodass die positive Kalkulationsgrundlage des Geschäfts gewahrt bleibt und das Währungsrisiko nahezu ausgeschlossen ist. Lediglich Reklamationen und/oder Stornierungen von Warensendungen können ein nachträgliches Risiko aufwerfen, was jedoch durch geeignete Lieferantenwahl gemäß GMP-Richtlinien minimiert wird. Im Vergleich zu den Vorjahren nahmen das Geschäft und das damit einhergehende Risiko mit Fremdwährungen durch die weltweite Akzeptanz des EURO stetig ab. Ziel ist es auch die Einkäufe in China mittelfristig auf EURO umzustellen. Dieser Prozess hat in Indien bereits begonnen. Liquiditätsrisiken: Aufgrund des Cash-Poolings mit der ACETO Holding GmbH sind Liquiditätsrisiken nicht erkennbar. Forderungsrisiken: Die Risiken wurden durch ein ausgeprägtes Forderungsmanagement und Mahnwesen eingegrenzt. Abhängigkeitsrisiken: Der Trend, dass mehr und mehr Großkunden eigene Büros in Indien und China eröffnen um die Margen des Zwischenhandels einzusparen setzt sich fort, wodurch zunehmend direkter Druck auf die lokalen Hersteller ausgeübt wird. Selbst Zukäufe von API-Herstellern sind inzwischen eine wahrgenommene Option der größeren Generika-Hersteller. Auch kleinere Kunden scheuen nicht mehr davor, in den asiatischen Märkten direkt einzukaufen, da die Lieferzuverlässigkeit asiatischer Hersteller in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat. Daher hat ACETO die Anstrengungen verstärkt, strategische und verlässliche Lieferanten weiter zu fördern. Gleichzeitig arbeitet die ACETO Pharma GmbH mit Kunden an Eigenentwicklungen und ermöglicht sich somit bei den Kunden eine Exklusivität. In den EU-Märkten gelten die Rechte an einem Zulassungsdossier für Arzneimittel (Medicinal Product = Finished Dosage Form, kurz: "FDF") als ein zukunftssichernder aber auch risikobehafteter Weg, neue und profitablere Produkte zu entwickeln. ACETO Pharma GmbH versucht derzeit, das Geschäft mit FDFs als strategische Maßnahme u.a. durch in Auftrag gegebene Entwicklungen auszubauen, um bereits lange vor Markt-eintritt/Patentablauf als zukünftiger Lieferant beim generischen Kunden hinterlegt zu sein. Zulassungsdossiers sind aufgrund ihres umfangreichen Entwicklungsaufwands sehr teuer und bereits drei bis sechs Jahre vor der frühestens erlaubten Markteinführung zu veranlassen. Der Kostenaufwand für die Entwicklung bewegt sich in der Regel im hohen sechsstelligen Euro-Bereich und kann sogar siebenstellig enden. Das Risiko ist nicht unerheblich aber kalkulierbar. Daher hat ACETO Pharma GmbH einen Prozess entwickelt um über eine umfangreiche Prüfung nahezu aller auf dem Markt befindlichen pharmazeutischen Wirksubstanzen die risikoärmsten Nischenprodukte herauszufiltern. Durch eine umfangreiche Prüfung, ob FDFs aus indischer Produktion importier- und vermarktungsfähig sind, soll eine weitere strategische Nische besetzt werden. Risiken aus neuen Richtlinien und Gesetzen: Grundsätzlich ergeben sich aus Novellierungen arzneimittelrechtlicher Gesetze ausgesprochen regelmäßig neue und aufwendige Anforderungen an die Inverkehr-Bringer. Mit Ausnahme der produktionsrelevanten Kapitel ist ACETO Pharma GmbH mittlerweile einem Herstellungsbetrieb der pharmazeutischen Industrie gleichgestellt. Die Gewährleistung der Qualität & Sicherheit für importierte API's, die einen pflanzlichen, humanen, tierischen und per 1. September 2006 auch mikrobiologischen Ursprung haben, wird hierdurch sichergestellt. Hiervon ist ACETO Pharma GmbH nicht unwesentlich betroffen. Alle erforderlichen Maßnahmen wurden erfolgreich umgesetzt und unterliegen der Überwachung durch die lokale Gesundheitsbehörde. Produkthaftungsrisiken: Die Risiken aus Produkthaftung werden durch betriebsinterne Qualitätssicherung sowie durch kontinuierlich erfolgende Auditierungen unserer Lieferanten minimiert. Die Preisentwicklung der Generika und der damit einhergehende Margendruck bei API's werden jedoch weiter zunehmen. Dennoch gilt dieser Produktbereich auch zukünftig als Kernkompetenz, welche die Grundlage für alle anderen Produkte und Produktentwicklungen darstellt. Durch den Aufbau von geeigneten Quellen von API's in China soll nach und nach Ersatz bzw. Ergänzungen der bisher dominanten und sich neu ausrichtenden indischen Quellen gefunden werden. Preisänderungsrisiken: Preisänderungsrisiken werden aufgrund der Geschäftspraxis eines gleichzeitigen Abschlusses von Einkaufs- und Verkaufskontrakten weitgehend minimiert. Internet: Dieses Medium hat die Schnelligkeit und Transparenz des Marktes enorm erhöht und damit auch den Preisdruck auf unseren Kunden und Lieferanten. Für ACETO Pharma GmbH gilt es um so mehr zu beweisen, dass der Added Value der ACETO Pharma GmbH durch einen etwaigen Internet-Kontakt nicht ersetzt werden kann. Dieses Vorhaben ist bereits mehrfach gelungen, nicht zuletzt durch Negativ-Erfahrungen unserer risikofreudigen Kunden im eigenen Direktkontakt mit Lieferanten in Asien. VI. PrognoseberichtUnter der Annahme einer weiterhin stetigen Geschäftsentwicklung und unter Wahrnehmung von Chancen im Produktnischenbereich und in der gestärkten strukturellen Aufstellung der Gesellschaft wird, trotz der Risiken im zunehmenden Wettbewerb und des sich stark verändernden Pharmamarktes für das nächste Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum erwartet. Weiterhin als problematisch anzusehen sind die undurchsichtigen Entwicklungen und nicht einschätzbaren Auswirkungen der letzten Gesundheitsreformen, die sich insbesondere durch ermöglichte Rabattverträge namhafter Deutscher Krankenkassen mit Herstellern generischer Produkte ergeben könnten. Im Geschäftsjahr 2017/2018 hat die Gesellschaft einen Umsatz auf ähnlichem Niveau wie im Geschäftsjahr 2016/2017 erzielt und das Jahresergebnis vor Gewinnabführung leicht gesteigert. Für das Geschäftsjahr 2018/2019 erwartet die Gesellschaft einen Umsatz knapp unter 30 Mio. Euro sowie ein mittleres sechsstelliges, positives Jahresergebnis.
Hamburg, den 15. Juli 2018 ACETO Pharma GmbH Wiliiam Clifford Kennally III Günter Schenkel BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Entwicklung des Anlagevermögens
Anhang1. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der ACETO Pharma GmbH, Hamburg, (Amtsgericht Hamburg, HRB 19515) zum 30. Juni 2017 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Es wurden größenabhängige Erleichterungsvorschriften gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. Durch das BilRUG ergibt sich eine Neudefinition des Begriffs der Umsatzerlöse. Diese Neudefinition hat Auswirkungen auf diesen Abschluss, sodass die Umsatzerlöse, die sonstigen betrieblichen Erträge, der Materialaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2016/2017 insoweit mit dem Vorjahr nicht weiter vergleichbar sind. Als Folge der Neudefinition wurden im Geschäftsjahr erstmalig Erträge in Höhe von TEUR 1.228 anstatt in den sonstigen betrieblichen Erträgen in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Zudem wurden im Zusammenhang mit diesen Erträgen Aufwendungen in Höhe von TEUR 778 von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen dem Materialaufwand zugeordnet, davon TEUR 30 den Aufwendungen für bezogene Waren und TEUR 748 Aufwendungen für bezogene Leistungen. Bei Anwendung des BilRUG bereits im Vorjahr wären die Umsatzerlöse um TEUR 1.243 höher, die sonstigen betrieblichen Erträge entsprechend niedriger, der Materialaufwand um TEUR 783 höher (davon Materialaufwand für bezogene Waren TEUR 7 und Materialaufwand für bezogene Leistungen TEUR 776) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entsprechend niedriger gewesen. Der Umsatz des Vorjahres hätte bei Anwendung des BilRUG TEUR 30.342 betragen. Zudem führte die Neugliederung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung durch das BiLRUG dazu, dass der Posten "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" im Jahresabschluss des Vorjahres in diesem Jahr dem "Ergebnis vor Steuern" entspricht. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Mit Ausnahmen der unter 1. dargestellten Anpassungen aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG haben sich keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze gegenüber dem Vorjahr ergeben. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen über 3 bis 10 Jahre, nach der linearen Methode bewertet. Geringwertige Anlagegegenstände mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 410,00 wurden, sofern der Zugang bis einschließlich zum 31. Dezember 2007 erfolgte, im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt. Geringwertige Anlagegegenstände, deren Zugang nach dem 1. Januar 2008 erfolgte, werden, sofern deren Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 150,00 betragen, voll abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt. Sofern deren Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 betragen, werden diese in einem Sammelposten aktiviert, der im Geschäftsjahr sowie den darauf folgenden vier Geschäftsjahren planmäßig aufgelöst wird. Vorräte betreffen Handelswaren und werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt. Erkennbare Risiken aus einer überdurchschnittlichen Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit sowie niedrigeren Wiederbeschaffungskosten werden in Form von Einzelabwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zu Nominalwerten angesetzt. Ausfallrisiken bei den Forderungen werden durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. In dem Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages - einschließlich zukünftiger Kosten und Preissteigerungen - angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird entsprechend die Abzinsung berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Das Anschaffungskosten- und das Imparitätsprinzip werden in diesen Fällen nicht beachtet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt die Umrechnung unter Beachtung von § 253 Abs. 1 S. 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr, 4 Hs. 2 HGB, sodass sich ergebende Kursverluste aufwandswirksam berücksichtigt werden, während Kursgewinne unberücksichtigt bleiben.
Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der ACETO Holding GmbH, Hamburg, werden in diesem Einzelabschluss keine latenten Steuern ausgewiesen. 3. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagespiegel. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr und sind innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 1.280. Die Kapitalrücklage beträgt ebenfalls unverändert TEUR 3.456. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden überwiegend für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von TEUR 303 (Vorjahr: TEUR 330) sowie für ausstehende Rechnungen von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 332) gebildet. Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen gegenüber der ACETO Holding GmbH, Hamburg, und bestehen aus Verrechnungsverkehr aus der laufenden Finanzierung im Rahmen einer Cash-Pooling-Vereinbarung, aus der umsatzsteuerlichen Organschaft, aus dem abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag sowie aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern stellen mit TEUR 5.279 (Vorjahr: TEUR 5.714) sonstige Verbindlichkeiten, mit TEUR 290 (Vorjahr: TEUR 0) sonstige Vermögensgegenstände und mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 25) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem laufenden Lieferungs- und Leistungsverkehr. Finanzinstrumente Die im Geschäftsjahr 2016/2017 abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente umfassen Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung des Wechselkursrisikos getätigter Warenein- und -verkäufe in Fremdwährung abgeschlossen werden. Dabei werden Sicherungsgeschäfte einzeln für die jeweiligen Warenein- und -verkäufe bei verbindlicher Bestellung betrags- und fristenkongruent abgeschlossen. Auf Verzögerungen bei den Grundgeschäften wird regelmäßig durch Verlängerung der jeweiligen Sicherungsgeschäfte reagiert. Dadurch ist eine hohe Effektivität der Sicherungsgeschäfte gegeben. Zur bilanziellen Abbildung des Sicherungszusammenhanges werden Bewertungseinheiten nach 5 254 HGB aus jeweiligen Forderungen und Verbindlichkeiten und den dazugehörigen Devisentermingeschäften gebildet. Die Bilanzierung erfolgt nach der sogenannten "Einfrierungsmethode". Der Sicherungszusammenhang endet mit Bezahlung der jeweiligen Forderung bzw. Verbindlichkeit.
Die beizulegenden Zeitwerte (Marktwerte) der derivativen Devisentermingeschäfte wurden in obenstehender Tabelle einzeln mit ihrem Terminkurs am Abschlussstichtag ermittelt. Das Nominalvolumen entspricht der Summe aller den Geschäften zugrunde liegenden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Liquiditätszu- und -abflüsse. Die abgeschlossenen Devisentermingeschäfte und die zugrunde liegenden Forderungen und Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu 12 Monaten. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden hauptsächlich Erträge aus der Währungsumrechnung mit TEUR 210 (Vorjahr: TEUR 273) sowie aus der Verrechnung geldwerter Vorteile von Arbeitnehmern aus der Kfz-Überlassung mit TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 36) ausgewiesen. Im Vorjahr wurden hier zusätzlich Weiterbelastungen von Personalkosten und sonstigen Kosten ausgewiesen, die im Geschäftsjahr 2016/2017 aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG in den Umsatzerlösen ausgewiesen werden. Wir verweisen auf unsere Ausführungen zu Punkt 2. Sonstige betriebliche Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich hauptsächlich aus Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 213 (Vorjahr: TEUR 96), Ein-und Verkaufsprovisionen von TEUR 625 (Vorjahr TEUR 438), Managementumlagen von TEUR 406 (Vorjahr: TEUR 253), Ausgangsfrachten von TEUR 174 (Vorjahr: TEUR 141), Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 171) sowie Messekosten von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 337) zusammen. 5. Sonstige AngabenDurchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 21 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung) beschäftigt. Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 11 Frauen und 10 Männer. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB aus Miet-, Leasing- und Warenabnahmeverträgen beträgt TEUR 4.800, davon sind fällig im Geschäftsjahr 2017/2018 TEUR 4.800. Geschäftsführung Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Zeitraum seit dem 1. Juni 2016 bestellt: • Herr Salvatore Guccione, Fairfield, New Jersey/USA, Chemieingenieur bis 30. April 2018 • Herr William Clifford Kennally III, Landsdale, Pennsylvania/USA, CEO der ACETO Corp., ab 30. April 2018 • Herr Günter Schenkel, Kaufmann, Hamburg Gemäß § 286 Abs. 4 HGB erfolgen keine Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung. Lediglich ein Geschäftsführer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Bezüge von der Gesellschaft erhalten. Ergebnisabführungsvertrag Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der Gewinn in Höhe von TEUR 1.056 (Vorjahr: TEUR 808) an die ACETO Holding GmbH, Hamburg, abgeführt. Angaben zum Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ACETO Corporation Inc., Port Washington, New York/USA, einbezogen, die einen Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen erstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich.
Hamburg, den 15. Juli 2018 William Clifford Kennally III, Geschäftsführer Günter Schenkel, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ACETO Pharma GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2016 bis zum 30. Juni 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach S 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 3. August 2018 BDO
AG
gez. Pfeiffer, Wirtschaftsprüfer gez. Fassunke, Wirtschaftsprüfer |
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