Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 6524
Vorher
Sector 27 Hundenborn + Kiy Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
17.9.1998
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für Dritte
Gegenstand
Planung, Installation, Organisation und Vertrieb von Datenverarbeitungs- und Kommunikationsanlagen (Hard- und Software), Beratung beim Anschluss an das Computernetz Internet, Bereitstellung des Anschlusses und Handel mit Daten im Internet sowie Vermietung und Verpachtung von Immobilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Harald Kiy
seit 3.2.2026
Prokura
Prokura
Jens Tintrup
seit 3.2.2026
Geschäftsführer
Bernhard Husse
seit 3.2.2026
Geschäftsführer
Thorsten Heyming
seit 29.8.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

32.63% identifiziert15.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
26.81%
C******** H*********Merisel Investment GmbH
5.82%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
41.750 €
58.19%
Dorsten
19.237 €
26.81%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

sector27 GmbH

Dorsten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die sector27 GmbH (kurz sector27), Dorsten, wurde 1998 gegründet und ist ein inhabergeführtes IT -Dienstleistungsunternehmen für gewerbliche und öffentliche Endkunden. Grundsätzlich existieren zwei Hauptbereiche in der sector27.

1. IT-Infrastruktur: Neben der Abwicklung des klassischen Systemhausgeschäftes (Erbringung von Dienstleistung/Managed-Services und Handel mit Hard- und Software), ist sector27 auch agiler und strategischer Partner, wenn es um die individuelle Beratung, Umsetzung und Überwachung von hochkomplexer IT-Infrastruktur (Netzwerk, Security, Cloud-Services) geht. sector27 versteht sich als lösungsorientierter und kompetenter Ansprechpartner mit Zugriff auf ein jahrelang aufgebautes Netzwerk an Partnerschaften, von dem auch alle Kunden profitieren.

Weitere wichtige Geschäftsfelder dieses ersten Hauptbereiches sind:

- Managed-Service

- Software-Entwicklung

- Web-Entwicklung

2. Hauptbereich: Mobility und Rechenzentrumsbetrieb. Hier konnte die sector27 ihre Kompetenz in den letzten Jahren massiv ausweiten und somit viele spannende und umfangreiche Projekte für sich gewinnen und sieht darüber hinaus noch weitere viele Marktchancen.

Auch im damit verbundenen Bereich "Modern Workplace" konnte die sector27 ihre Kompetenzen und Marktanteile weiter ausbauen. Die hier gesammelte Expertise überträgt die sector27 ebenfalls auf ihr eigenes Recruiting unter dem Motto "Uns doch egal, von wo Du arbeitest". Diese Haltung hat den Zugang zu einem deutschlandweiten Netzwerk an Talenten geöffnet und sichert langfristig den Zugriff auf das qualifizierte Personal, welches die Basis des Erfolges darstellt.

Seit 2023 sind ist die sector27 offiziell nach ISO 27001 IT-Grundschutz durch das BSI zertifiziert, was einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte darstellt.

2. Forschung und Entwicklung

Als innovativer Partner will und muss die sector27 den Kunden individuelle Lösungen anbieten können. Drei Mitarbeiter sind daher dauerhaft damit beschäftigt, neue Software und Apps zu entwickeln und in den Anwendungsebenen der Kunden zu testen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 (preisbereinigt) um 0,3 Prozent niedriger als im Jahr 2022. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste.

Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus (Quelle: www.destatis.de).

Gemäß Aussagen des Branchenverbandes bitkom (www.bitkom.org) betrug das Marktvolumen der für die sector27 relevanten Informationstechnik (kurz ITK) (bestehend aus den Teilbereichen Hardware, Software und IT-Service) in 2023 143,4 Mrd. EUR und ist demnach um 2,6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (nach einem Anstieg von 8,4 % im VJ). Die Umsätze teilen sich wie folgt auf die drei Teilbereiche auf: Hardware (51,6 Mrd. EUR / -6,1 % ggü. VJ), Software 42,5 Mrd. EUR / +12,1 % ggü. VJ) und IT-Service (49,3 Mrd. EUR / +5,0 % ggü. VJ). Deutlich zu erkennen ist der Abschwung der HW-Umsätze aufgrund der vorgezogenen Investitionen aus der Corona-Phase und die weitere Verlagerung zu "as-a-Service"-Produkten. Am stärksten gewachsen sind die Software-Umsätze mit +12,1 %. Insbesondere in den Bereichen Sicherheits-Software (+18,3 % auf 3,5 Mrd. EUR) und im Bereich KI (+40,8 % auf 1 Mrd EUR). Zwar ist das gesamte ITK-Wachstum im Vergleich zum VJ-Zeitraum rückläufig, liegt aber noch immer deutlich über der Steigerung des BIP (Steigerung BIP -0,3 %, s. erster Absatz vs. Steigerung Informationstechnik 2,6 %).

Die im Jahr 2022 begonnen kriegerischen Ausschreitungen halten auch im Jahr 2023 weiterhin an. Russland führt nach wie vor einen Angriffskrieg gegen die Ukraine und darüber hinaus herrscht seit einem Terrorangriff der Hamas auf Israel ein Krieg zwischen beiden Parteien seit Oktober 2023. Die aus dem Ukraine-Konflikt anfänglich resultierenden Lieferprobleme und Preisanstiege sind verarbeitet und sowohl Lieferketten als auch Preisentwicklungen haben sich weitestgehend und den Umständen entsprechend normalisiert. Insgesamt wurde aber auch 2023 die Teuerung für das Jahr 2023 durch die Kriegs- und Krisensituation beeinflusst. Die Inflationsrate betrug 2023 +5,9 % ggü. VJ (Inflationsrate 2022: 6,9 %, Quelle: www.destatis.de). Zudem zeigten sich auf der Verbraucherseite gerade im Monatsverlauf Sondereffekte durch die Entlastungsmaßnahmen der Regierung (Energie-Pakete). Die Energieprodukte verteuerten sich 2023 um 5,3 % ggü. dem VJ (nach einem Anstieg von 29,7 % in 2022). Ebenfalls deutlich angestiegen sind die Preise für Lebensmittel (+12,4 %).

Für das Gesamtjahr 2024 erwartet man lt. gem. BMWK einen leichten Anstieg des BIP um +0,3 %.

Der Branchenverband bitkom geht für das Jahr 2024 von einem Marktvolumen bei der Informationstechnik in Höhe von 151,2 Mrd. EUR aus (Stand 06/2024). Dieses entspricht einer weiteren Steigerung um 5,4 % gegenüber dem Vorjahr und liegt somit noch einmal deutlich über der erwarteten Entwicklung der

2. Geschäftsverlauf

Die sector27 erzielte im Jahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von rd. 23,4 Mio. EUR (VJ 21,6 Mio. EUR). Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von ca. 8 %.

Festzuhalten bleibt, dass sich die sector27 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in einer stark wachsenden Branche befindet und selbst die Branchenzahlen nochmals übertreffen konnte. Die Zukunftsaussichten werden vor diesem Hintergrund als durchweg positiv beurteilt.

Die Geschäftsführung ist mit der Umsatzentwicklung und insbesondere mit der Entwicklung des EBITDA sehr zufrieden.

Zur detaillierten Geschäftsentwicklung wird auf den folgenden Abschnitt verwiesen.

3. Lage

a) Ertragslage

Wie oben dargestellt, konnte die sector27 die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr deutlich von 21,6 Mio. EUR im Jahr 2022 um rd. 8 % auf 23,4 Mio. EUR steigern. Daraus resultiert ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 2.878 TEUR (VJ 1.678 TEUR). Sowohl Umsatz (Plan 21,5 Mio EUR) als auch Jahresüberschuss nach Steuern (Plan 2,1 Mio EUR) lagen über Plan. Dieses ist mit einer erfreulichen Geschäftsentwicklung zu begründen, die über den Erwartungen lag.

Durch Wartungsverträge und durch weitere vertraglich vereinbarte Aufträge, ist ein Grundumsatz für die kommenden Jahre gesichert. Insgesamt verzeichnet die sector27 für 2024, analog zum Vorjahr, einen konstanten Auftragseingang. Darüber hinaus befindet man sich bereits in Gesprächen für einige Projekte, welche das Jahr 2025 betreffen.

Die Materialaufwandsquote betrug (im Verhältnis zur Betriebsleistung) 43,6 % (VJ 54,6 %) und liegt damit unter dem Vorjahreszeitraum. Der verbesserte Rohertrag hängt mit dem Ausbau des Dienstleistungsanteils am Gesamtumsatz zusammen.

Die Personalaufwandsquote betrug (ebenfalls im Verhältnis zur Betriebsleistung) 24,9 % und liegt damit über dem Vj-Niveau (22,4 %). Aufgrund des Wachstums und der Verlagerung Richtung Dienstleistungsumsätze, musste die sector27 in einigen Abteilungen Personalaufstockungen vornehmen, was vorerst zu einer Erhöhung der Personalkostenquote führt, jedoch langfristig den Erfolg der sector27 sichert.

Im Jahr 2023 konnte ein EBITDA in Höhe von 6,1 Mio EUR (VJ 3,8 Mio EUR) erzielt werden. Dieses entspricht einer Steigerung um 61% gegenüber dem Vorjahr und resultiert im Wesentlichen aus der Verbesserung des Rohertrages bei Ausweitung des Umsatzes. Auch hier liegt eine deutliche positive Abweichung zur Planung vor (Planung EBITDA 2023: 4,3 Mio EUR).

b) Finanzlage

Die Finanzlage wird als gut bewertet. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr 5,7 Mio EUR und reichte aus, um alle Verbindlichkeiten fristgerecht bedienen und Investitionen tätigen zu können. Die sector27 war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Zum Bilanzstichtag standen zudem neben den liquiden Mitteln in Höhe von 4,7 Mio EUR, ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 550 TEUR zur Verfügung. Mit einer EK-Quote von ca. 44 % (VJ 38 %) ist die Gesellschaft ausgesprochen solide finanziert.

Investitionen wurden im Berichtsjahr vor allem im Bereich des Vermietvermögens vorgenommen, um dieses Geschäftsfeld weiter auszubauen. Darüber hinaus wurde aufgrund des weiteren Wachstums in die eigene IT-Infrastruktur investiert.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von 8,7 Mio EUR auf 9,8 Mio EUR erhöht. Dieses liegt im Wesentlichen den gegenüber 2022 gestiegenen liquiden Mitteln (+ 1,6 Mio EUR ggü. VJ).

Zwar sind Investitionen in das Anlagevermögen (Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände) vorgenommen worden, jedoch ist der Saldo durch die relativ kurze Abschreibungsdauer bei den sich in der Vermietung befindlichen Gegenständen rückläufig.

Die Erhöhung der sonstigen Ausleihungen resultiert aus dem Anstieg der Darlehensforderungen an die sector27 IT-Service GmbH.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig zurückgeführt. Darüber hinaus wurde 2023 ein Darlehen bei der Vereinten Volksbank eG über 250 TEUR vorzeitig zurückgeführt.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren fokussieren wir uns auf:

- Umsatzentwicklung

- Jahresüberschuss

- Jahres-Cash-Flow (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen zzgl. / abzgl. Veränderung langfristiger Rückstellungen / zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen)

Sowohl Umsatz als auch Jahresüberschuss und der Jahres-Cash-Flow konnten aufgrund der sehr guten Geschäftsentwicklung deutlich gesteigert werden. Die sector27 wächst seit Jahren konstant, organisch und vor allem ohne weitere nennenswerte Kreditmittel im Vergleich zum Vorjahr. Sowohl Ertragslage als auch Finanz- und Vermögenslage werden als solide beurteilt.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Grundsätzlich befindet sich die sector27 in einer stabilen und wachsenden Wirtschaftsregion und Branche. Trotzdem bestehen im aktuellen Marktumfeld einige wesentliche Risiken, welche den Geschäftsverlauf negativ beeinflussen könnten. Zum einen herrscht seit dem Februar 2022 Krieg in der Ukraine zum anderen gibt es seit Oktober 2023 eine weitere kriegerische Auseinandersetzung zwischen der Hamas und Israel.

Die Auswirkungen der kriegerischen Ereignisse in der Nähe von Europa sind nicht endgültig abzuschätzen, sorgen aber nach wie vor für eine große Verunsicherung in der Bevölkerung. Aus den vorgenannten Ereignissen ergeben sich aktuell folgende Risiken für das Geschäftsmodell:

- Mangelnde Verfügbarkeit von Hardware / Handelsware

- Überdurchschnittliche Preissteigerungen der Hardware / Handelsware

- Abwertung Euro zum Dollar

- Allgemeine Zurückhaltung von IT-Investitionen

- Verhaltenes Kaufverhalten der Endkunden unserer Kunden

Der mangelnden Verfügbarkeit sowie der überdurchschnittlichen Preissteigerungen wird mit gutem Kostenmanagement und aktivem Ordermanagement entgegengewirkt. Darüber hinaus erhöht die sector27 den Lagerbestand partiell, um auch weiterhin in den Kernbereichen lieferfähig zu bleiben.

Da Teile unserer Handelsware in Dollar bezogen werden, ist die sector27 gegebenfalls auch von der Abwertung des Euro zum Dollar betroffen. Durch die Nutzung von Devisentermingeschäften werden unvorhergesehene Margenverluste durch Kursschwankungen reduziert.

Ertragsspezifische Risiken

Da der wesentliche Bestandteil des Geschäftsmodells aus dem Handel mit Waren und der Bereitstellung von Dienstleistungen besteht, sieht die Geschäftsführung in diesen beiden Bereichen auch das höchste Risikopotential.

- Handel: Fehlkalkulation mit Margenverlust

- Dienstleistung: Personalauslastung, Fluktuation, lange Vakanzen

Den Risiken im Handel wird mit entsprechender Vor- und Nachkalkulation, dem Generieren von Einkaufsvorteilen, dem konsequenten Umsetzen definierter Prozesse und der ständigen Weiterbildung des Personals vorgebeugt.

Den Risiken im Bereich Dienstleistung trägt man mit folgenden Maßnahmen Rechnung:

- Personalauslastung: effektive und vorausschauende Personalplanung

- Fluktuation & lange Vakanzen: überdurchschnittliche Benefits, attraktive Arbeitsplätze mit interessanten Aufgaben, maximale Flexibilität

Insgesamt befindet sich die sector27 in einer stark wachsenden Branche und man geht daher davon aus, dass sich Umsatz- und Ertragslage, auch trotz nicht zu vernachlässigender Risiken, weiter nachhaltig steigern lassen.

Finanzspezifische Risiken

Die Liquiditätslage der sector27 ist geordnet. Zwar wird durch den partiell erhöhten Lagerbestand und durch die Investitionen in das Vermietvermögen temporär Liquidität gebunden, jedoch durch kurze Abschreibungen auch zeitnah wieder freigesetzt. Zudem achtet die Geschäftsführung stark darauf, dass Lagerware nicht überaltert. Durch die Nutzung dynamischer Finanzierungsinstrumente, wie z.B. die Zentralregulierung über einen Einkaufsverband mit einem entsprechend langen Zahlungsziel, ist die sector27 in der Lage, auch kurzfristig auf erhöhten Liquiditätsbedarf reagieren zu können. Darüber hinaus stehen nach wie vor ungekündigte Kreditlinien in Höhe von 550 TEUR zur Verfügung. Aufgrund der durchschnittlich guten Bonität unserer Kunden, sieht die Geschäftsführung kein erhöhtes Risiko im Forderungsbestand.

2. Chancenbericht

Regional gibt es eine Reduzierung der Marktteilnehmer durch Altersaufgabe und/oder Fusion mit anderen Systemhäusern. Auch die sector27 befindet sich laufend in Gesprächen, um das Kunden- und Leistungsportfolio zu erweitern.

Darüber hinaus erlebt die sector27 auch eine überregional gesteigerte Nachfrage nach ihren Dienstleistungen, da die Expertise der Mitarbeitenden am Markt bekannt ist. Vor allem größere Unternehmen äussern derzeit den Wunsch nach einer teilweisen oder vollständigen Auslagerung ihres IT-Betriebs, was ständig neue Chancen bietet. Nicht zuletzt sorgen die kriegerischen Handlungen für ein noch höheren Sicherheitsbedarf bei den Kunden, auch im Bereich ihrer IT-Systeme.

3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bzw. Darlehen bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme und fallen in einem zu vernachlässigenden Rahmen an. Außerdem praktiziert die sector27 auf der Forderungsseite ein effizientes Mahnwesen. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt die sector27 eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

IV. Prognosebericht

Aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen der sector27 und vor dem Hintergrund der weiter steigenden Anforderungen an die IT in allen Unternehmen und Behörden, geht die Geschäftsführung auch künftig davon aus, erfolgreich am Markt zu sein. Für die bekannten Risiken hat das Unternehmen entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen und die Geschäftsführung geht aufgrund der Chancen am Markt auch weiterhin von einem Umsatz- und Ertragswachstum aus.

Für das Jahr 2024 plant die Geschäftsführung mit nochmals gesteigerten Umsätzen in Höhe von rund 26 Mio EUR und mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 2,8 Mio EUR sowie einem EBITDA von rund 4,9 Mio EUR und einem Jahres-Cash-Flow von 3,6 Mio EUR.

 

Dorsten, 26. August 2024

gez. Christoph Hundenborn, Geschäftsführer

gez. Harald Kiy, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.762.435,73 1.797.851,61
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.064.743,00 1.002.201,70
II. Sachanlagen 423.999,62 559.616,50
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 125.094,00 117.779,00
2. Vermietvermögen 298.905,62 441.837,50
III. Finanzanlagen 273.693,11 236.033,41
1. Beteiligungen 56.898,97 73.543,10
B. Umlaufvermögen 7.983.919,07 6.904.026,15
I. Vorräte 985.664,74 948.431,90
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.267.532,25 2.842.460,42
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.730.722,08 3.113.133,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.984,95 12.427,19
Bilanzsumme, Summe Aktiva 9.770.339,75 8.714.304,95

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.289.490,58 3.276.666,43
I. gezeichnetes Kapital 71.750,00 71.750,00
II. Gewinnvortrag 1.339.916,43 1.526.528,93
III. Jahresüberschuss 2.877.824,15 1.678.387,50
B. Rückstellungen 1.019.386,93 761.130,48
C. Verbindlichkeiten 4.334.473,24 4.670.054,04
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 445.494,69 873.221,76
D. Rechnungsabgrenzungsposten 126.989,00 6.454,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 9.770.339,75 8.714.304,95

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.544.654,68 10.134.609,60
2. Personalaufwand 5.829.348,55 4.832.970,14
a) Löhne und Gehälter 4.869.813,82 4.037.289,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 959.534,73 795.681,06
3. Abschreibungen 1.862.080,28 1.318.032,84
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.862.080,28 1.318.032,84
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.585.438,49 1.486.438,74
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 48.014,75 5.301,62
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 98.850,07 28.744,65
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.330.000,13 787.587,73
8. Ergebnis nach Steuern 2.886.951,91 1.686.137,12
9. sonstige Steuern 9.127,76 7.749,62
Jahresüberschuss 2.877.824,15 1.678.387,50

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft sector27 GmbH hat ihren Sitz in Dorsten. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter HRB6524 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Bilanz per 31. Dezember 2023 und die Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Gliederungsschemata für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Im Rahmen der Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts wird von den Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften Gebrauch gemacht.

III. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

2. Der vorliegende Jahresabschluss wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

3. Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Anschaffungskosten beinhalten die aktivierungspflichtigen Beträge. Leistungsbedingter Wertverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen erfasst.

Die planmäßigen Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstände, Schutzrechte und Lizenzen wurde unter einer Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren linear vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen der sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände, Vermietvermögen wurden unter einer Nutzungsdauer von zwei Jahren linear vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wurden unter einer Nutzungsdauer von drei bis vierzehn Jahren linear abgeschrieben.

Die sonstigen Sachanlagen, Vermietvermögen, wurden unter einer Nutzungsdauer von zwei Jahren linear abgeschrieben.

Die steuerlichen Regelungen zu geringwertigen Wirtschaftsgütern werden auch im handelsrechtlichen Jahresabschluss angewandt, da der Posten insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist.

4. Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten,

- Ausleihungen zum Nennwert.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

5. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die Herstellungskosten der unfertigen Leistungen umfassen dabei neben den einzeln zurechenbaren Material- und Fertigungskosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten.

6. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken angesetzt und bewertet.

7. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Soweit Konten in fremder Währung geführt werden, erfolgt die Umrechnung am Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs.

8. Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktivisch abgegrenzt.

9. Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert bilanziert.

10. Der Berechnung der Steuerrückstellungen wurden die maßgeblichen steuerlichen Vorschriften zugrunde gelegt und beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern für das Geschäftsjahr.

11. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 HGB).

12. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

13. Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten passivisch abgegrenzt.

14. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

a. Anlagevermögen

1. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Zugänge
davon FK-Zinsen
Abgänge
Umbuchungen
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 2.711.760,46 1.537.411,21 0,00 0,00 0,00 4.249.171,67
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 2.711.760,46 1.537.411,21 0,00 0,00 0,00 4.249.171,67
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 446.885,87 180.782,75 0,00 82.305,27 0,00 545.363,35
Vermietvermögen (Hardware) 770.982,58 149.685,74 0,00 0,00 0,00 920.668,32
Summe Sachanlagen 1.217.868,45 330.468,49 0,00 82.305,27 0,00 1.466.031,67
Finanzanlagen
Beteiligungen 258.543,10 0,00 0,00 16.644,13 0,00 241.898,97
sonstige Ausleihungen 162.490,31 102.000,00 0,00 47.696,17 0,00 216.794,14
Summe Finanzanlagen 421.033,41 102.000,00 0,00 64.340,30 0,00 458.693,11
Summe Anlagevermögen 4.350.662,32 1.969.879,70 0,00 146.645,57 0,00 6.173.896,45
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Abschreibungen Geschäftsjahr
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.709.558,76 1.474.869,91 0,00 0,00 0,00 3.184.428,67
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.709.558,76 1.474.869,91 0,00 0,00 0,00 3.184.428,67
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 329.106,87 94.592,75 0,00 3.430,27 0,00 420.269,35
Vermietvermögen (Hardware) 329.145,08 292.617,62 0,00 0,00 0,00 621.762,70
Summe Sachanlagen 658.251,95 387.210,37 0,00 3.430,27 0,00 1.042.032,05
Finanzanlagen
Beteiligungen 185.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 185.000,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 185.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 185.000,00
Summe Anlagevermögen 2.552.810,71 1.862.080,28 0,00 3.430,27 0,00 4.411.460,72
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.064.743,00 1.002.201,70
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 1.064.743,00 1.002.201,70
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 125.094,00 117.779,00
Vermietvermögen (Hardware) 0,00 298.905,62 441.837,50
Summe Sachanlagen 0,00 423.999,62 559.616,50
Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 0,00 216.794,14 162.490,31
Summe Finanzanlagen 0,00 273.693,11 236.033,41
Summe Anlagevermögen 0,00 1.762.435,73 1.797.851,61

2. Anteilsbesitz

Name des Unternehmens Sitz Eigenkapital Ergebnis des letzten Geschäftsjahres Beteiligungsquote
in %
raute IT GmbH Dorsten T€ 90,2 T€ 24,1 100,00

Die Angaben betreffen den Jahresabschluss zum 31.12.2023.

b. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig.

c. Verbindlichkeiten

1. Zu den Restlaufzeiten und zur Besicherung der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 verweisen wir auf den nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Bilanzposition zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
T€ bis zu 1 Jahr
T€
1 bis 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 445 152 293 -
Vorjahr: 873 178 695 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.650 2.650 - -
Vorjahr: 2.779 2.779 - -
sonstige Verbindlichkeiten 1.239 1.239 - -
Vorjahr: 1.018 1.018 - -
- davon aus Steuern 1.077 1.077 - -
Vorjahr: 927 927 - -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 11 11 - -
Vorjahr: 11 11 - -
Summe 4.334 4.041 293 -
Vorjahr 4.670 3.975 695 -

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Bürgschaften, Kautionsversicherungen und Globalzession besichert. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert worden.

2. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 99 (Vorjahr: T€ 16).

3. In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von T€ 77 (Vorjahr: T€ 80) enthalten.

4. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 94 (Vorjahr: T€ 94).

VI. Sonstige Angaben

1. Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von jährlich T€ 142 (Laufzeit unbestimmt) und aus Leasingverträgen für Fahrzeuge in Höhe von jährlich T€ 136 (Laufzeit bis 2026).

Im Geschäftsjahresdurchschnitt sind folgende Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen beschäftigt worden (Angabe erfolgt ohne Geschäftsführer und ohne Auszubildende):

Anzahl 2023 Anzahl 2022
Angestellte 84 73
leitende Angestellte 1 1
Summe 85 74

2. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB erfolgt keine Angabe der Bezüge der Geschäftsführung.

3. Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 waren Herr Christoph Hundenborn, Dipl. Informatiker und Herr Harald Kiy, staatl. geprüfter Informatiker.

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

5. Gemäß Gesellschaftsvertrag liegt die Entscheidung zur Ergebnisverwendung ausschließlich bei der Gesellschafterversammlung.

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Dorsten, 26. August 2024

gez. Christoph Hundenborn, Geschäftsführer

gez. Harald Kiy, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.10.2024 festgestellt.

Dieser Bestätigungsvermerk

An die sector27 GmbH, Dorsten:

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der sector27 GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der sector27 GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keine Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle."

 

Dorsten, 9. September 2024

gez. Sebastian Hoehr, Wirtschaftsprüfer

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