Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 18320
Vorher
Teamix GmbH
Eingetragen
1.6.2001
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.Einzelhandel mit TelekommunikationsgerätenGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
Führung einer Groß- und Einzelhandelsvertriebsgesellschaft im Bereich Systeme der Telekommunikation und Datentechnik und sämtlicher Dienstleistungen für die genannten Bereiche sowie die Erstellung von Internetpräsenzen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Proact IT Germany GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Proact IT Germany GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Proact Deutschland GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

I. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die Proact Deutschland GmbH ist seit mehr als 19 Jahren als IT-Systemhaus in Deutschland tätig. Durch die Zugehörigkeit zur Proact Gruppe werden die internationalen Chancen am Markt und das Portfolio dauernd erweitert.

Die Proact Deutschland GmbH hat sich auf hochspezialisierte und kundenindividuelle Infrastrukturthemen mit Leistungen in folgenden Bereichen spezialisiert:

a. Reselling: Ein- & Verkauf von Infrastrukturkomponenten mit einem klaren Fokus auf "best-of-breed"-Technologien und somit einer "single-vendor"-Strategie in seinen technologischen Kernbereichen (Storage, Netzwerk, Backup). Hierbei handelt es sich typischerweise um Projektgeschäft mit einem Investitionszyklus von drei Jahren.

b. Consultingdienstleistungen: im Wesentlichen wird hierbei die Implementierungsdienstleistung aus dem Reselling verknüpft, aber auch die nachhaltige Beratung hinsichtlich Konzeption und Architektur der Infrastrukturthemen bei den Kunden. Ziel ist, als "trusted advisor" mit den Kunden eine langfristige Beziehung aufzubauen.

c. Managed Services: Kunden, die den üblichen Investitionszyklus und den durch steigende IT-Komplexität notwendigen Aufbau von Personal durchbrechen wollen, sowie primär "Services" konsumieren wollen, bietet Proact Deutschland GmbH "Managed Service" zum Betrieb der Infrastrukturkomponenten an - unabhängig davon, ob die Technik noch vor-Ort beim Kunden (on premise) oder von Proact direkt betrieben wird. Cloudbasierte Services sind zusammengefasst in dem Begriff Business Cloud Alignment: die nächste Iterationsstufe im Übergang von (kundenseitig gesehen) a) eigener Technik, eigenen Administratoren, b) eigener Technik, fremden Administratoren (Manged Service) ist c) die vollständige Verlagerung von Technik und Personal auf die Proact. Hierzu werden cloud-basierte Dienste angeboten, sodass sich der Kunde ausschließlich auf seine geschäftskritischen Applikationen konzentrieren kann.

d. Ein weiterer im Geschäftsjahr 2020 erfolgreich etablierter Bereich ist der Customer Service. Dazu hat Proact Deutschland GmbH die seit 2017 bestehende spezialisierte Abteilung Field Service weiter ausgebaut und bei den Kunden sehr erfolgreich platziert. Durch diesen Service kann den Kunden, sowohl für NetApp, Juniper als auch Commvault, schneller und direkt von Proact aus bei der Fehlerbehebung und bei Hardware-exchanges geholfen werden.

2. Forschung und Entwicklung

Proact Deutschland GmbH versteht sich als Value-Anbieter innerhalb seiner Kompetenzfelder, insofern ist eine kontinuierliche Innovationsorientierung zwingend erforderlich, um in der sich nachhaltig verändernden Marktstruktur erfolgreich bestehen zu können. Dabei führt Proact Deutschland GmbH keine Forschungsarbeiten durch.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist gemäß Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) vom Mai 2021 gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2019 nur langsam um 0,6 % gewachsen. Im Jahr 2020 sank das deutsche BIP erstmals seit 10 Jahren aufgrund der weltweiten COVID-19 Pandemie um 4,6 %. Für das Jahr 2021 wird ein Wachstum von 2,1 % erwartet.

ITK-Marktzahlen

ITK-Markt Marktvolumen
(in Mrd. Euro)
Deutschland 2018 2019 2020 2021
Summe ITK + CE 167,7 170,7 171,4 178,2
Consumer Electronics 9,3 8,8 9,3 9,0
Summe ITK 158,4 161,9 162,1 169,3
Informationstechnik 91,7 95,2 95,5 101,8
IT-Hardware * 27,3 28,2 29,9 33,2
Software 24,4 26,2 25,9 27,5
IT-Services 39,9 40,9 39,6 41,1
Telekommunikation 66,7 66,7 66,6 67,5
TK-Endgeräte 11,3 11,3 11,4 11,5
TK-Infrastruktur 6,9 6,9 6,8 6,9
Telekommunikationsdienste 48,6 48,5 48,4 49,1
ITK-Markt Wachstumsraten
Deutschland 2018 2019 2020
Summe ITK + CE 1,8 % 0,4 % 4,0 %
Consumer Electronics -5,6 % 6,3 % -4,0 %
Summe ITK 2,2 % 0,1 % 4,4 %
Informationstechnik 3,9 % 0,2 % 6,6 %
IT-Hardware * 2,9 % 6,4 % 10,9 %
Software 7,3 % -1,0 % 6,0 %
IT-Services 2,4 % -3,2 % 3,7 %
Telekommunikation -0,1 % -0,1 % 1,3 %
TK-Endgeräte 0,1 % 1,6 % 0,2 %
TK-Infrastruktur 0,3 % -2,4 % 2,3 %
Telekommunikationsdienste -0,1 % -0,2 % 1,4 %

* inkl. Halbleiter

Quelle: www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland (Stand Juli 2021)

Der seit 2015 deutlich verlangsamte Anstieg im Bereich "IT-Hardware" im Vergleich zum Wachstum von "IT-Services" setzt sich bis 2019 fort. 2020 liegt die Steigerung bei Hardware bei 6,4 %, während die Services einen Rückgang um 3,2 % zu verzeichnen haben. Ursache hierfür ist vor allem die COVID-19 Pandemie mit der Implementierung einer neuen Arbeitswelt (Remote Work, hybride Arbeitsformen) in vielen Unternehmen, die Investitionen in die Hardwareausstattung der Arbeitnehmner notwendig machte. Der Servicebereich der Proact Deutschland ist 2020 entgegen dem Trend gewachsen und trifft bei den Kunden weiterhin auf große Nachfrage. Wir profitieren davon vor allem mit Produkten wie Hosting- oder Infrastructure-as-a-Service-Lösungen sowie mit unserem Vorzeigeprojekt PANEM und der damit verbundenen Netzwerktechnik.

Eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag der KPMG AG unter 556 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern in Deutschland ergab, dass im Jahr 2020 bereits acht von zehn Unternehmen (82 %) Rechenleistung aus der Cloud nutzten. Im Vorjahr waren es 76 % und vor fünf Jahren lag der Anteil sogar erst bei 65 %. Weitere 15 % planen oder diskutieren den Cloud-Einsatz. Nur noch 3 % wollen auch künftig auf die Cloud verzichten.

"In der Corona-Pandemie haben noch einmal viele Unternehmen die Vorteile von Cloud-Anwendungen erkannt, die ein problemloses Arbeiten aus dem Homeoffice ermöglichen. Dazu kommt wie in den Vorjahren die verstärkte Digitalisierung in vielen Unternehmen, die den Bedarf nach skalierbaren IT-Anwendungen, wie sie die Cloud bietet, antreibt", sagt Lukas Gentemann, Senior Research Consultant bei Bitkom Research.

Cloud Computing bezeichnet aus Sicht der Anwender die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen wie Software, Speicherplatz oder Rechenleistung über Datennetze. Das Datennetz kann ein unternehmens- bzw. organisationsinternes Intranet (Private Cloud Computing) oder das öffentliche Internet (Public Cloud Computing) sein. So nutzten im vergangenen Jahr fast zwei Drittel der Unternehmen (63 %, Vorjahr 58 %) Private-Cloud-Anwendungen, rund die Hälfte der Unternehmen (46 %, Vorjahr 38 %) setzte auf Public-Cloud-Lösungen. Mehr als jedes dritte Unternehmen (35 %, Vorjahr 32 %) betreibt bereits Multi-Cloud-Computing.

(KPMG Cloud-Monitor 2021 in Zusammenarbeit mit bitkom research, Juni 2021).

Dies bekräftigt weiterhin die Strategie von Proact Deutschland GmbH sowie der gesamten Proact Gruppe und die Investitionen in "Managed Services" und "cloudbasierte Services".

2. Geschäftsverlauf, Lage sowie finanzielle Leistungsindikatoren

2.1. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus bei Proact auf:

Umsatz

Ergebnis vor Ertragssteuern

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen des Umsatzes heran. Der System-Sales Umsatz beträgt 24.252 T€ und ist somit um 2.328 T€ (10,62 %) gestiegen, der PS (=Professional Service)-Umsatz sank um 180 T€ (7,76 %) von 2.326 T€ auf 2.146 T€. Der Strategie folgend ist ein Anstieg im MCS (=Managed Cloud Service) und CS (=Consultancy Service) zu verzeichnen. Hier ist der Umsatz von 8.301 T€ um 1.658 T€ (19,97 %) auf 9.959 T€ gestiegen. Die Vergleichszahlen beziehen sich auf das Jahr 2019.

Mit einem Umsatz von 36.920 T€ (Vorjahr 33.400 T€) und einem Ergebnis vor Ertragssteuern von 2.322 T€ (Vorjahr 97 T€) wurden die prognostizierten Werte erreicht. Der Anstieg des Ergebnisses vor Steuern ist zum einen durch den gestiegenen Gesamtumsatz und zum anderen durch die geringeren Personalkosten (Verminderung der durchnittlichen Mitarbeiterzahl um 19) bedingt. Die strategisch richtige Ausrichtung der Firmenziele auf die Bereiche Managed Cloud Service und Consultancy Service konnte im Jahr 2020 durch deren Umsatzsteigerung klar untermauert werden.

2.2. Ertragslage

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2020 mit einer Umsatzsteigerung um 10,5 % auf 36.920 T€ eine positive Ausrichtung auf. Der Anstieg im Service-Bereich resultiert aus der Erweiterung unseres Portfolios sowie der gestiegenen Nachfrage am Markt und unserer qualifizierten Ausrichtung in diesem Segment. Unterstützt wurde dies durch den Know-How-Transfer und aktiven Austausch in der Gruppe, das gestiegene Cross-border Geschäft und den konsequenten Kompetenzaufbau unserer Mitarbeiter. Die Ausrichtung unserer Ziele hat sich somit weiterhin als erfolgreich erwiesen und hält auch größeren Einflüssen und Veränderungen stand.

Bei einer um 1,0 %-Punkte gesunkenen Materialaufwandsquote ist der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr um 13,5 % auf 14.281 T€ gestiegen. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich um 19 Mitarbeiter vermindert. Die Personalaufwendungen liegen mit 8.240 T€ um 7,8 % wegen der verminderten Mitarbeiterzahl unter dem Vorjahresniveau (8.942 T€), die Abschreibungen liegen um 73 T€ über dem Vorjahreswert (484 T€) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um 127 T€ unter dem Vorjahr (3.806 T€). Der erwirtschaftete Jahresgewinn vor Gewinnabführung liegt bei 2.322 T€ und damit um 2.225 T€ über dem Vorjahresergebnis (97 T€) und wird an die Mutter, Proact IT Germany GmbH, abgeführt.

2.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 4.766 T€ auf 16.736 T€ gestiegen. Die Veränderung auf der Vermögensseite zeigt sich im Wesentlichen durch die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund eines großen Auftrags zum Jahresende. Den Investitionen im Anlagevermögen in Höhe von 711 T€ stehen der Abgang von 13 T€ (VJ 22 T€) und die regulären Abschreibungen von 557 T€ gegenüber. Die Vorräte sind um 190 T€ auf 287 T€ gesunken. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.104 T€ nach 738 T€ in 2019 bestehen im Wesentlichen aus einem kurzfristigen Darlehen an die Proact IT Group AB in Höhe von 500 T€ und einer Forderung an die Proact IT Germany GmbH in Höhe von 400 T€. Die flüssigen Mittel belaufen sich am Bilanzstichtag auf 5.083 T€ nach 5.283 T€ im Vorjahr.

2.4. Finanzlage

Die Proact Deutschland GmbH finanziert Investitionen aus dem erwirtschafteten operativen Cash Flow in Höhe von 946 T€ (indirekte Methode).

Die Eigenkapitalquote beträgt 13,0 % (Vj. 18,2 %). Nach Abschluss des Gewinnabführungsvertrages wird das gesamte Jahresergebnis an die Gesellschafterin abgeführt. Aus diesem Grund bleibt das Eigenkapital konstant bei 2.183 T€.

Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen um 723 T€ auf 1.701 T€ ist im Wesentlichen bedingt durch eine Erhöhung der Rückstellungen für Mitarbeiterverpflichtungen, ausstehende Rechnungen und sonstige Rückstellungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 1.679 T€ von 2.725 T€ auf 4.404 T€ und die erhaltenen Anzahlungen reduzierten sich um 83 T€ von 83 T€ auf 0 T€.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von 2.674 T€ (Vj 374 T€) resultieren aus der Gewinnabführung von 2.322 T€ und aus Lieferungen und Leistungen von 352 T€. Der Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungsposten um 932 T€ ergibt sich aus dem gewachsenen Servicebereich und den damit einhergehenden Umsatzabgrenzungen über die Vertragslaufzeiten.

Auf eine Finanzierung über fremde Dritte resp. Banken wurde auch weiterhin komplett verzichtet. Die Finanzierung wird ausschließlich durch Eigenmittel sichergestellt.

3. Personal

Die Bereiche Datenschutz, Arbeitssicherheit sowie Qualitätsmanagement (ISO 9001, ISO 27001) genießen bei Proact Deutschland GmbH und auch in der gesamten Proact Gruppe allerhöchste Relevanz und sind organisatorisch über Stabstellen unterhalb der Geschäftsführung, respektive anerkannte Dienstleister angesiedelt und auch auf Veränderungen innerhalb der EU ausgerichtet. Zusätzlich hat sich in der Proact Gruppe eine internationale Arbeitsgruppe aufgestellt, die laufend dafür Sorge trägt, dass nicht nur den gesetzlichen Anforderungen genüge getan wird, sondern auch die erweiterten Anforderungen der Kunden und unsere eigenen Ansprüche gezielt umgesetzt werden.

Der zukünftige Erfolg der Proact Deutschland GmbH wird maßgeblich davon abhängen, inwieweit es uns gelingt, die individualisierten Angebote an die Kunden weiterhin in dem sich wandelnden Marktumfeld aufrecht zu erhalten und anzupassen mit dem Fokus auf Expansion. Erschwert wird dies durch die aktuelle Personalsituation - momentan sind einige Stellen noch nicht besetzt - und dem raschen Wandel gerade im cloudbasierten Umfeld. Um das Know-how, die Motivation sowie Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter noch zu steigern, nutzen wir die Re-Zertifizierung durch "berufundfamile", um weitere soziale Anreize zu geben, die Mitarbeiter zu fördern und ein attraktiver Arbeitgeber am Markt zu bleiben. Dabei werden bestehende Werte wie externe und interne Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen aufrechterhalten bzw. ausgebaut, es gibt ein familienfreundliches Arbeitszeitmodell, die Möglichkeit für Remote-Work für alle Mitarbeiter und Unterstützung bei der Wiedereingliederung. Proact Deutschland GmbH investiert maßgeblich in den Entwicklungsstand seiner Mitarbeiter. In 2020 wurde weiterhin der Fokus auf die Erhaltung und Weiterentwicklung technologischer Expertise gelegt und dafür Aufwendungen in Höhe von 136 T€ (VJ 131 T€) getätigt. Nach wie vor legen wir sehr viel Wert auf die komplette Betrachtung des Mitarbeiters auch im "nicht-technologischen" Umfeld. Mit der Gesellschaft "benefit at work" führen wir ein Programm durch, das für die Mitarbeiter eine zusätzliche Unterstützung in unterschiedlichen Bereichen anbietet.

Zum Jahresende waren bei der Gesellschaft 96 Mitarbeiter inkl. Geschäftsführer und Auszubildende (VJ: 107) angestellt.

4. Gesamtaussage

Besondere Umstände oder Risiken, die der Fortführung des Unternehmens und den Bestand der Gesellschaft gefährden, bestehen nicht. Die Geschäftsleitung bewertet die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens und den Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2021 als zufriedenstellend.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagement: Ziele und Methoden

Im Unternehmen sind Strukturen und Instrumente vorhanden, um die Geschäftsführung des Unternehmens zeitnah mit ausreichenden Informationen zur Steuerung des Unternehmens und zur Erkennung von Risiken und Chancen zu versorgen. Diese Ergebnisse werden gemeinsam von den Führungskräften und der Geschäftsführung regelmäßig durchleuchtet, an neueste Markterkenntnisse angepasst und dadurch die Strategie für das Unternehmen ausgerichtet bzw. angepasst.

Das Risikomanagement der Proact Deutschland GmbH umfasst insbesondere Bewertungs- und Handlungsmaßnahmen zur Eingrenzung von Forderungsausfallrisiken, Gewährleistungsrisiken und zur Vermeidung von Liquiditätsrisiken.

Den währungs- und finanzpolitischen Veränderungen wird die entsprechende Aufmerksamkeit bei Investitionen gewidmet. Wesentliche Finanzrisiken bestehen nicht. Für die gemieteten Gebäude, technischen Anlagen und maschinellen Anlagen sowie projektbezogene Verfügbarkeitszusagen bestehen umfassende Sach- und Vermögensversicherungen auf Konzernebene, die laufend optimiert und den Anforderungen und Volumina angepasst werden.

2. Risiken

Absatz- und Marktrisiken

Unter Berücksichtigung der aktuellen Entwicklungen im Euro-Raum sowie der andauernden politischen Konflikte besteht im Falle einer sich abkühlenden Weltkonjunktur das grundsätzliche Risiko, dass die Umsatz- und Profitabilitätsziele in den kommenden Geschäftsjahren geringer ausfallen könnten. Durch den erfolgreichen Ausbau des cross-border business und die weitere internationale Ausrichtung gerade auch auf Großunternehmen, die weltweit agieren, wird diesem Risiko aktiv entgegengesteuert. Dadurch wird das globale Konjunkturrisiko als nachrangig eingestuft. Das stetige Wachstum der Proact Deutschland GmbH basiert auf langjährigen erfolgreichen Kunden- und Lieferantenbeziehungen, die eine optimale Abdeckung von Kundenanfragen ermöglicht. Geographische Potenziale werden weiterhin gemeinsam mit den wesentlichen Lieferanten erörtert und effizient abgewickelt. Das Servicegeschäft wird fokussiert ausgebaut. Im Geschäftsjahr 2021 wird hier der Umsatz auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs weiter ansteigen. Im Bereich System-Sales verzeichnen wir 2021 eine Minderung der Umsatzzahlen durch das vermehrte Interesses der Kunden an Cloud-Diensten. Der erhöhte Serviceumsatz ist ein Indikator dafür, dass die strategische Ausrichtung der Proact Deutschland GmbH hin zum Service-Provider gemeinsam mit der Proact Gruppe der richtige Weg ist, um weiterhin erfolgreich am Markt tätig zu sein.

Die Geschäftsjahre 2020 und 2021 sind geprägt von der COVID-19 Pandemie und den daraus entstehenden Herausforderungen. Es zeigt sich, dass nicht alle Unternehmen auf plötzlich auftretende, einschneidende Änderungen der Arbeitsbedingungen vorbereitet sind. Viele Unternehmen lassen ihre Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten. Die Unternehmen, die sich mit der Möglichkeit des Remote-Arbeitens bisher nicht auseinander gesetzt haben, nutzen zum größten Teil die Chance, um die technischen Voraussetzungen dafür schaffen. Hier ist die Proact Deutschland GmbH präsent, um mit ihrem Know-How möglichst viele Kunden zu unterstützen.

Das generelle Risiko der Branche besteht in dem hohen Preisdruck am Markt, im Absatzbereich klassischer Infrastruktur-Lösungen und dem Kostendruck in den Bereichen Materialeinsatz, Löhne und Energie. Im Hinblick auf unseren Materialeinsatz sind wir mit weiteren Herstellern Partnerschaften eingegangen, über die wir gute Einkaufskonditionen generieren können und wir haben Bonusverträge mit Distributoren geschlossen, die ebenfalls zur Senkung der Materialkosten beitragen.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern und der ausgeprägten Präsenz in den Social Media wird die Marke Proact weiter ausgebaut. Zusätzlich werden durch das Management dazu abteilungsübergreifend Maßnahmen entwickelt, die u.a. auch durch jährliche anonyme Mitarbeiterbefragungen bewertet werden.

Die betriebswirtschaftlichen Ressourcen der Proact Deutschland GmbH nehmen die ständige und proaktive Aufgabe einer konsequenten Analyse und Überprüfung aller betrieblichen Kosten wahr, um Risiken frühzeitig zu erkennen bzw. zu vermeiden.

Vor diesem Hintergrund wird das Absatz- und Marktrisiko unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung als moderat angesehen.

Sonstige Risiken

Den Risiken, die für die Wirtschaft seit 2020 durch die COVID-19 Pandemie bestehen, begegnet die Proact Deutschland GmbH u.a. mit einem guten Forderungsmanagement, so dass wir bisher keine Forderungsausfälle zu verzeichnen haben. Dadurch ist auch die Finanzlage sehr stabil.

Durch die Reise- und Kontaktbeschränkungen in 2020 und 2021 findet die Betreuung der Bestandskunden sowie die Akquise von Neukunden zum größten Teil über Remote-Work statt. Unsere Mitarbeiter sind für diese Art der Arbeit gut ausgestattet und haben auch während der Pandemie große Projekte erfolgreich abgeschlossen. Einige unserer Kunden haben geplante Investitionen in das Jahr 2022 verschoben. Auf die Planung und den Verlauf des Geschäftsjahres 2021 hat das nur geringe Auswirkungen und wird Bestandteil der Planung für 2022 sein.

3. Chancen

Chancen im Wettbewerb bieten sich weiterhin über die technologische und wissensbasierte Differenzierung vom Wettbewerb, über ein klares Produktportfolio und ein attraktives und weiter wachsendes Serviceangebot. Dabei zeigen sich insbesondere im Netzwerkbereich große Chancen. Durch das vorhandene außerordentliche Know-How in diesem Marktbereich trägt die Proact Deutschland GmbH bereits deutlich zum Gesamterfolg der Proact Gruppe bei. Zugleich greift die Proact Deutschland GmbH auf den gesamten Managed Service Katalog der Proact Gruppe zu, um diesen in Deutschland zu vermarkten. Durch die COVID-19 Pandemie eröffnen sich hier Möglichkeiten, über diese Services neue Kunden zu akquirieren. Diese Situation ermöglicht auch im Geschäftsjahr 2021 die Steigerung des Serviceumsatzes.

Für die Zukunft ist Proact in Deutschland sehr gut aufgestellt, da die Proact Deutschland GmbH - gemeinsam mit der Mutter Proact IT Germany GmbH - Ende Oktober 2021 die Firma ahd GmbH & Co. KG erworben hat. Die Portfolios sowie die Skills der Mitarbeiter ergänzen sich und den Kunden kann ein noch breiter gefächertes Serviceangebot unterbreitet werden.

4. Prognose

Die Daten des Statistischen Bundesamtes / DIW für 2020 liegen bei einem Rückgang des BIP in Deutschland von 4,6 % nach einem Wachstum in 2019 von 1,1 %. Für 2021 erwartet das DIW wieder einen Anstieg um 2,1 % und für 2022 einen Anstieg um 4,9 %. Der Konjunkturrückgang 2020 wird vor allem durch die noch anhaltende COVID-19 Pandemie hervorgerufen. Allerdings trüben auch die Handelskonflikte zwischen China und den USA und der Brexit die Aussichten für die kommenden Jahre ein.

Für das Geschäftsjahr 2021 erzielen wir einen Gesamtumsatz leicht unter Vorjahresniveau. Ein wichtiger Baustein für das Geschäftsjahr ist die Plattform PHC (Proact Hybrid Cloud). Kunden können so neben OnPremise auch mit hybriden und Cloudnative Lösungen versorgt werden. Ein weiterer maßgeblicher Baustein ist die Fokussierung auf PANEM und die damit verbundenen Dienste, die weitere Straffung und Weiterentwicklung der Managed Service-Einheit und der Bereich der IT-Sicherheit. Wir haben im Geschäftsjahr 2020 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 2.322 T€ erzielt. Für das Jahr 2021 erreichen wir einen leichten Anstieg.

 

Nürnberg, 31. Dezember 2021

Jonas Hasselberg, Geschäftsführer

Linda Höljö, Geschäftsführerin

René Schülein, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.843,95 2.818,61
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 668.187,25 462.074,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 248.325,15 363.384,57
916.512,40 825.458,58
968.356,35 828.277,19
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 287.481,36 477.917,10
287.481,36 477.917,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.023.683,54 1.852.309,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.103.942,21 738.202,64
3. Sonstige Vermögensgegenstände 604.371,65 504.304,53
7.731.997,40 3.094.816,17
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.083.089,45 5.282.895,70
13.102.568,21 8.855.628,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.665.017,06 2.286.548,08
16.735.941,62 11.970.454,24

Passiva

31.12.2020
31.12.2019
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.158.333,86 2.158.333,86
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
2.183.333,86 2.183.333,86
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.700.564,34 978.109,30
1.700.564,34 978.109,30
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 82.670,16
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.404.296,03 2.725.403,73
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.673.775,95 374.483,62
4. Sonstige Verbindlichkeiten 274.045,26 1.058.275,54
(davon aus Steuern € 137.477,57; Vorjahr € 424.316,14)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheiten € 8.919,94; Vorjahr € 0,00)
7.352.117,24 4.240.833,05
D. Rechnungsbgrenzungsposten 5.499.926,18 4.568.178,03
16.735.941,62 11.970.454,24

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020
2019
1. Umsatzerlöse 36.920.349,29 33.399.163,71
2. Sonstige betriebliche Erträge 602.373,00 709.729,31
(davon aus Währungsumrechnung € 211.851,61; Vorjahr € 302.963,58)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 15.384.793,60 16.024.613,31
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.254.436,65 4.788.548,32
22.639.230,25 20.813.161,63
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.017.563,56 7.566.652,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.222.907,36 1.374.993,86
(davon für Altersversorgung € 105.877,43; Vorjahr € 130.479,71)
8.240.470,92 8.941.646,21
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 557.301,30 483.677,38
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.679.246,69 3.806.256,69
(davon aus Währungsumrechnung € 214.450,90; Vorjahr € 336.149,14)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.234,11 7.909,58
(davon aus verbundenen Unternehmen € 3.216,35; Vorjahr € 6.726,30)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.266,93 5.963,36
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 51.634,68 -51.627,14
10. Ergebnis nach Steuern 2.334.805,63 117.724,47
11. Sonstige Steuern 12.503,46 21.062,54
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 2.322.302,17 96.661,93
13. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis 31.12.2020

Allgemeine Hinweise

Die Proact Deutschland GmbH mit Sitz in Nürnberg, ist mit Satzung vom 02. März 2001 unter dem Namen teamix GmbH gegründet worden und beim Amtsgericht Nürnberg unter HRB 18320 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB Abs. 2 gegliedert.

Der Jahresabschluss wurde in EUR aufgestellt. Das Geschäftsjahr entsprach dem Kalenderjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die im materielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, entgeltlich von Dritten erworben, werden zu Anschaffungskosten aktiviert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um die planmäßigen Abschreibungen (lineare Methode) abgeschrieben, dabei wird im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben.

Die betriebliche Nutzungsdauer wurde bei Software auf drei Jahre festgelegt und bei den Lizenzen und gewerblichen Schutzrechten auf drei bis zehn Jahre.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Dabei wird auch hier grundsätzlich pro rata temporis im Zugangszeitraum abgeschrieben. Hierbei kommen Nutzungsdauern zwischen 1 und 14 Jahre zur Anwendung. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die selbständig genutzt werden können, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Nettoanschaffungs- oder Nettoherstellungskosten der einzelnen Wirtschaftsgüter 800,00 € nicht übersteigen.

Die Vorräte bestehen aus Handelswaren, die zu Anschaffungskosten unter Anwendung des Bewertungsvereinfachungsverfahrens FiFo (First in First out) aktiviert werden. Die verlustfreie Bewertung wird beachtet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und erkennbaren Risiken. Bei der Bewertung dieser Rückstellungen wurden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag vereinnahmt wurden und die Erträge für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Auf fremde Währung lautende kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden gemäß § 256a HGB grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Proact IT Germany GmbH als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaft sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie allein die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Gesellschaft im Abschluss der Organträgerin erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Dieser ist Bestandteil des Anhangs.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 6.024 T€ (VJ 1.852 T€). Einzelwertberichtigungen wurden 2020 in Höhe von 301 T€ (VJ 14 T€) vorgenommen. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hatten, wie bereits im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr 604 T€ (VJ 238 T€) sowie aus Darlehen 500 T€ (VJ 500 T€). Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen in Höhe von 400 T€ (VJ 0 T€) gegen die Gesellschafterin ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten mit 64 T€ (VJ 65 T€) Kautionen resp. Kautionsfestgelder mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Mitgliedern der Geschäftsführung beitragsorientierte Leistungszusagen über die Rosenheimer Unterstützungskasse e.V., Rosenheim, zugesagt. Die laufenden Beiträge werden dort in eine Rückdeckungsversicherung eingezahlt. Für diese mittelbaren Pensionsverpflichtungen wird gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellung gebildet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsansprüche, Boni, Provisionen und andere Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern mit 1.272 T€ (VJ 754 T€), ausstehende Lieferantenrechnungen mit 70 T€ (VJ 39 T€) sowie sonstige Rückstellungen mit 359 T€ (VJ 185 T€).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten weisen, wie bereits im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von 351 T€ (VJ 277 T€) und aus der Gewinnabführung an die Gesellschafterin in Höhe von 2.322 T€ (VJ 97 T€).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von 212 T€ (VJ 303 T€).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 214 T€ (VJ 336 T€).

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften oder ähnliche Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB bestehen im Geschäftsjahr nicht.

Eine subsidiäre Haftung für Altersversorgungszusagen über die Rosenheimer Unterstützungskasse der Herren Kügow und Müller liegt vor. Die Proact Deutschland GmbH wird herangezogen, wenn der äußerst unwahrscheinliche Fall der Zahlungsunfähigkeit des betroffenen Versicherungsunternehmens eintritt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 2.928 T€.

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2021 und 2024. Es sind keine Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen oder assoziierten Unternehmen vorhanden und es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Altersvorsorge.

Die langfristigen Leasing-, Miet- und Wartungsverträge bestehen sowohl für Lager- und Büroflächen als auch für sonstige Geschäftsausstattung, die dem Produktions- und Geschäftsablauf dienen. Der Vorteil dieser außerbilanziellen Geschäfte liegt in der Flexibilität durch die zeitliche Befristung bzw. Kündbarkeit derartiger Verträge. Ebenso ist der Abfluss liquider Mittel bzw. die Kapitalbindung insbesondere bei Immobilien wesentlich geringer. Die Risiken bei derartigen Verträgen liegen in der Mindestlaufzeit eventuell ungünstiger Verträge, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2020 waren zu Geschäftsführern bestellt:

 

Jonas Persson, geb. 08.04.1972, Älta/Schweden, Chief Financial Officer

(Eintrag der Bestellung im HR 30.10.2019, Eintrag der Abberufung im HR 14.01.2021)

 

Jonas Hasselberg, geb. 13.02.1967, Lidingö/Schweden, CEO,

(Eintrag der Bestellung im HR 30.10.2019)

 

Oliver Kügow, geb. 07.04.1978, 91154 Roth, Managing Director, Sales

(Eintrag der Bestellung im HR 01.06.2001, Eintrag der Abberufung im HR 14.01.2021)

 

Richard Müller, geb. 20.08.1979, 90503 Großenseebach, Managing Director, Technik

(Eintrag der Bestellung im HR 01.06.2001, Eintrag der Abberufung im HR 20.08.2020).

 

René Schülein, geb.23.03.1966, 97249 Eisingen, Managing Director

(Eintrag der Bestellung im HR 14.01.2021)

Im Geschäftsjahr 2022 sind zu Geschäftsführern bestellt:

 

Jonas Hasselberg, geb. 13.02.1967, Lidingö/Schweden, CEO, (Eintrag der Bestellung im HR 30.10.2019)

 

René Schülein, geb.23.03.1966, 97249 Eisingen, Managing Director (Eintrag der Bestellung im HR 14.01.2021)

 

Linda Höljö, geb. 21.06.1972, Sollentuna/Schweden, Chief Financial Officer (Eintrag der Bestellung im HR 14.01.2021)

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Da 2020 nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Auf eine Berichterstattung über die Aufteilung der Prüfungs- und Beratungsgebühren wird unter Bezugnahme auf § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Die im Geschäftsjahr 2020 beschäftigten Mitarbeiter beliefen sich durchschnittlich auf 82 Mitarbeiter, davon

Vollzeitkräfte durchschnittlich im Jahr 2020 68
Teilzeitkräfte durchschnittlich im Jahr 2020 14

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Proact IT Germany GmbH. Beide Unternehmen werden in den Konzernabschluss der Proact IT Group AB (publ) Schweden, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Proact IT Group AB (publ) erhältlich und wird im schwedischen Handelsregister (Bolagsverket) unter der Registernummer 556494-3446 veröffentlicht.

Gewinnverwendung

Durch den bestehenden Gewinnabführungsvertrag mit der Proact IT Germany GmbH ist der Jahresgewinn 2020 in Höhe von 2.322.302,17 € komplett an diese abgeführt worden. Der Gewinnvortrag in Höhe von 2.158.333,86 € bleibt bestehen und wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Nachtragsbericht

Für das Geschäftsjahr 2021 verzeichnen wir einen Geschäftsverlauf, der sich ungefähr auf Vorjahresniveau bewegt. Nach Ende des Geschäftsjahres 2019 kam es weltweit zum Ausbruch der Corona-Pandemie, die 2020 und bisher im Jahr 2021 zu starken Einschränkungen für die Wirtschaft führte. Vor dem Hintergrund unserer breiten Kundenstruktur können wir massive Auswirkungen auf unsere Kunden nicht ausschließen, was sich auch in unserer Auftragssituation widerspiegeln kann. Die Proact Deutschland GmbH sieht sich durch ihr umfangreiches Service- und Dienstleistungsangebot und der aktuellen Entwicklung der Umsatz- und Ertragslage aus dem Geschäftsjahr 2021 weniger stark betroffen. Inwiefern sich durch den Ausbruch der Covid-19 Pandemie potenzielle Risiken im Hinblick auf die weitere Umsatz- und Ertragsentwicklung ergeben könnten, ist derzeit nicht abzuschätzen. Die Unternehmensleitung beobachtet die weitere Entwicklung der Pandemie und die Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz-, und Ertragslage intensiv.

Am 26.10.2021 erwarb die Proact Deutschland GmbH einen Geschäftsanteil von 55 % an der hellweg Renovations Beteiligungsgesellschaft mbH (HRB 4483, Amtsgericht Arnsberg) sowie einen Geschäftsanteil von 55 % an der ahd GmbH & Co. KG (HRA 4488, Amtsgericht Arnsberg). Aus diesem Grund wurde am 26.10.2021 ein Darlehensvertrag mit der Proact IT Group AB über 10.366.076,22 € geschlossen.

 

Nürnberg, 31. Dezember 2021

Jonas Hasselberg, Geschäftsführer

Linda Höljö, Geschäftsführerin

René Schülein, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2020

der Firma Proact Deutschland GmbH

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2020
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 227.121,71 56.240,04 0,00 0,00 283.361,75
227.121,71 56.240,04 0,00 0,00 283.361,75
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.983.870,69 571.983,79 22.129,64 19.406,26 2.558.577,86
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.997.605,45 82.536,28 -22.129,64 94.026,42 1.963.985,67
3.981.476,14 654.520,07 0,00 113.432,68 4.522.563,53
4.208.597,85 710.760,11 0,00 113.432,68 4.805.925,28
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 224.303,10 7.214,70 0,00 0,00 231.517,80
224.303,10 7.214,70 0,00 0,00 231.517,80
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.521.796,68 387.858,30 138,89 19.403,26 1.890.390,61
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.634.220,88 162.228,30 -138,89 80.649,77 1.715.660,52
3.156.017,56 550.086,60 0,00 100.053,03 3.606.051,13
3.380.320,66 557.301,30 0,00 100.053,03 3.837.568,93
Buchwerte
31.12.2020
31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 51.843,95 2.818,61
51.843,95 2.818,61
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 668.187,25 462.074,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 248.325,15 363.384,57
916.512,40 825.458,58
968.356,35 828.277,19

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Proact Deutschland GmbH, Nürnberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Proact Deutschland GmbH, Nürnberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Proact Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 14. Januar 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco See, Wirtschaftsprüfer

Christian König, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde am 14. Januar 2022 festgestellt.

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