Ortho-Clinical Diagnostics GmbH
Selbe AdresseHerstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nils Zehnpfennig seit 30.3.2022 | Vorstandsmitglied |
Sandra Fritzsch seit 30.3.2022 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ALIVE AktiengesellschaftKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Bilanz zum 31. März 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2002 bis 31. März 2003
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 20241. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden 1.1. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S. von § 267 Abs. 2 und Abs. 4 HGB. Von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft ALIVE AG ist im Handelsregister unter der Registernummer HRB 35623 beim Register des Amtsgerichts Köln eingetragen. Die Bilanz wird nach vollständiger Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Mit Vertrag vom 29. November 2023 wurde zwischen der ALIVE AG als beherrschte Gesellschaft und der ALIVE Traget GmbH mit Sitz in Köln (Amtsgericht Köln, HRB 110859) als beherrschende Muttergesellschaft ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr vom 1. April 2023 geschlossen. 1.2. Angabe der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die einzelnen Bilanzposten Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Dabei werden keine selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände aktiviert. Die Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen i.S.d. § 253 Abs. 3 S. 5 HGB vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die unfertigen Leistungen werden mit der nach § 255 Abs. 2 HGB handelsrechtlichen Bewertungsobergrenze angesetzt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Das Niederstwertprinzip wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen beachtet. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird in Höhe der Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Zeitpunkt darstellen. Für ungewisse Verbindlichkeiten werden Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst. Darüber hinaus werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. 2. Erläuterungen zur Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung Sämtliche Forderungen haben, wie im Vorjahr, ausschließlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von T€ 17 (VJ: T€ 39) um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen um sonstige Vermögensgegenstände, insbesondere um Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen. Das gezeichnete Kapital beträgt € 1.000.000,00. Es ist unterteilt in 1.000.000 auf den Namen des Inhabers lautende Stammaktien (Namensaktien) als gleichwertige nennbetragslose Stückaktien. Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Kundenboni, Skonti und sonstige Kundenansprüche in Höhe von T€ 638, Risiken aus Label-Verträgen in Höhe von T€ 177, Tantiemen und freiwillige Sonderzahlungen sowie Urlaubsansprüche in Höhe von T€ 358, Retourenhandling in Höhe von T€ 192 sowie ausstehende Rechnungen über T€ 798. 3. Sonstige Angaben 3.1. Außerbilanzielle Geschäfte/Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäfte dienen der Entlastung der Kapitalbindung und der Flexibilisierung der Betriebsstrukturen. Mit den Tochtergesellschaften ENTERLOG Entertainment Logistik GmbH und ENTERLOG Trade GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. 3.2. Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse. 3.3. Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 wie folgt zusammen:
Die Angabe der im Geschäftsjahr gewährten Vorstandsbezüge unterbleibt unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat gemäß § 95 AktG i.V.m. § 10 der Satzung 3 Mitglieder. Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
Die Angabe der im Geschäftsjahr gewährten Aufsichtsratvergütungen unterbleibt unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB. 3.4. Angabe der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer belief sich auf 54 Angestellte (VJ.: 55 Angestellte). 4. Tochterunternehmen Die ALIVE AG hält 100 % der Anteile der ENTERLOG Entertainment Logistik GmbH, Köln, mit einem Eigenkapital in Höhe von T€ 25 und einem Jahresüberschuss von T€ 0 (auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags mit dem Mutterunternehmen). Darüber hinaus hält die ALIVE AG 76 % der Anteile der ENTERLOG Trade GmbH, Köln, mit einem Eigenkapital von T€ 25 und einem Jahresüberschuss von T€ 0 (aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags mit dem Mutterunternehmen sowie Ausgleichzahlungen an die Minderheitsgesellschafter). 5. Nachtragsbericht Besondere Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
Köln, den 7. Juni 2024 ALIVE AG Der Vorstand Nils Zehnpfennig Sandra Fritzsch Der vorstehende Jahresabschluss wurde am 28.06.2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024Geschäftstätigkeit und Strategie Die AL!VE AG versteht sich als einer der führenden Akteure in der Entertainment Branche. Wir pflegen enge Partnerschaften mit renommierten Musik- und Filmlabels, während unsere Kundenkreise den Einzel-, Groß- und Online-Handel umfassen. Das Kerngeschäft besteht in dem Vertrieb von Medienprodukten für deutsche und internationale Vertragspartner. Seit der Gründung im Jahr 2000 ermöglichen wir unseren Partnern eine optimale Umsetzung ihrer Filmlizenzen. Angefangen von der Planung und Budgetierung bei Lizenz-einkauf, bis hin zur künstlerischen Erstellung der Produkte sowie schlussendlich zur vertriebsseitigen Auswertung in den Handel stehen wir mit aller Kraft und Expertise an der Seite der Lizenzinhaber. Unser hauseigenes Authoring-Studio erstellt DVD- & Blu-ray-Master nach modernsten Standards. Mit seiner Erfahrung unterstützt unser Team die Partner außerdem bei der digitalen Auswertung ihrer Lizenzen. Die AL!VE AG ist der einzige komplett unabhängige Vertrieb am Markt, der zudem im Home Video Vertrieb - nach Anzahl der Katalogtitel - als einer der größten Anbieter auf dem deutschen Markt agiert. Der Vertrieb der Produkte erfolgt im deutschsprachigen Raum sowohl an den Einzel-, Groß- als auch an den Online-Handel sowie über Kommissionspartner im europäischen Ausland. Die AL!VE AG bezieht Produkte während der Vertragslaufzeit in der Regel auf Kommissionsbasis in Form von sog. Sales- & Distribution Contracts. Die Enterlog Entertainment Logistik GmbH ergänzt seit 2009 das Portfolio der AL!VE AG als technischer Dienstleister. Dieses agile Tochterunternehmen bietet breitgefächerte Tools für den Handel sowie ein ausgeklügeltes und etabliertes VMI-System. Zudem entwickelt es für seine Kunden vertriebsunterstützende Reporting- und Bestellsysteme, welche speziell für die Anforderungen des Entertainmentmarktes konzipiert sind. Seine Position als technischer Dienstleister kann als marktführend bezeichnet werden. Unsere im Jahr 2019 operativ tätig gewordene Tochter, ENTERLOG Trade GmbH, fokussiert sich auf den B2C Online-Handel. Sie bietet den Vertriebslabels Konzeptionierung, Umsetzung und Ausführung von Webshops und schafft so einen weiteren Vertriebskanal, der dem Aufbau von direkten und starken Kundenbeziehungen dient. Unsere feste Überzeugung von der langfristigen Wertschätzung physischer Produkte durch Verbraucher bleibt mit dem strategischen Ziel bestehen, die führende Position als Anbieter von Entertainment-Produkten im Indie-Markt zu festigen. Dabei streben wir danach, der vorrangige Ansprechpartner und langjährige, verlässliche Verbündete unserer Kooperationspartner zu sein und zu bleiben. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Im Verlauf des gesamten Jahres 2023 zeigte die deutsche Wirtschaft eine Phase der Stagnation; am Ende verzeichnete Deutschlands Wirtschaft sogar einen Rückgang. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % im Vergleich zu 2022. Mehrere Gründe trugen zu dieser leichten Rezession bei. Zum einen dämpften die hohe Inflation und das als unsicher empfundene wirtschaftliche Umfeld den Privatkonsum, der in den vorangegangenen Jahren ein bedeutender Treiber des Wirtschaftswachstums war. Die Industrie litt weiterhin unter den hohen Energiekosten, mit der Folge, dass Teile der Produktion ins Ausland verlagert oder heruntergefahren wurden. Die gestiegenen Zinsen verteuerten zudem Unternehmenskredite und lösten eine handfeste Krise im Baugewerbe aus. Hinzu kommen politische Unsicherheiten - vom russischen Krieg gegen die Ukraine und in Nahost bis hin zu den haushaltspolitischen Turbulenzen in der Bundesregierung. Zusätzlich verlor der Welthandel an Dynamik, was insbesondere die Exportnation Deutschland stark beeinträchtigte. Auch der Ausblick für das Jahr 2024 ist von Zurückhaltung geprägt. Obwohl die meisten Ökonomen davon ausgehen, dass die deutsche Volkswirtschaft in diesem Jahr die Rezession überwinden kann, wird lediglich ein Miniwachstum von etwa 0,2 % erwartet. Gründe hierfür finden sich in allen Wirtschaftsbereichen: es gibt eine Verschlechterung der Auftragslage, einen geringen Auftragsbestand, hohe Krankenstände und fortlaufende Streiks. Eine erfreuliche Entwicklung ist hingegen zu verzeichnen: Der Arbeitsmarkt bleibt stabil, mit steigender Beschäftigung und einem kräftigen Anstieg der Nettolohn- und Nettogehaltssumme. Diese Trends geben Anlass zur Hoffnung, dass der private Konsum im aktuellen Jahr wieder als Stütze für die Wirtschaft dienen wird. Die Preise werden in 2024 voraussichtlich weniger stark steigen, mit einer Inflationsrate von durchschnittlich 5,9 % im vergangenen Jahr, 2,3 % in diesem Jahr und 1,6 % im kommenden Jahr. Besonders Gas- und Strompreise dürften für Verbraucher sinken, was den Anstieg der Lebenshaltungskosten dämpft. Jedoch hängt der weitere Verlauf entscheidend von den geopolitischen Umständen ab, die sich jederzeit ändern können und damit erheblichen Einfluss auf die konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft haben. Für das Jahr 2025 sagen aktuelle Prognosen einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,5 % voraus. (Quelle Ifo Institut : https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt#:~:text=und%20Leiter%20Konjunkturprognosen-,Prognose%20der%20deutschen%20Wirtschaft,%2C%20hoher%20Krankenstand%2C%20andauernde%20Streiks) Branchensituation Im Jahr 2023 verzeichnet der Home Video Markt erneut ein Wachstum von 10 %, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr darstellt (im Jahr 2022 betrug das Wachstum 7 %). Diese positive Entwicklung ist hauptsächlich auf die sogenannten SVoD-Kanäle zurückzuführen, die im Vergleich zu 2022 um 13 % zugelegt haben. Der Videokaufmarkt (einschließlich EST, DVD und Blu-ray) blieb hingegen auf dem Niveau des Vorjahres (im Vergleich zu 2022 vs. 2021: -10 %). Trotzdem setzt sich der Abwärtstrend - wenn auch deutlich gebremst - bei physischen Produkten fort, wobei der Absatz in diesem Jahr um knapp 13 % zurückgegangen ist (Vorjahr: -23 %), während der Umsatz um etwa 11 % gesunken ist (Vorjahr: -15 %). (Quelle: GfK-Präsentation FFA_Home_Video_KeyFacts_2023Q4.pptx) Das Kinojahr 2023 weist ebenfalls erfreuliche Zahlen auf: der Trend zu vorpandemischen Zahlen im Kino setzte sich fort, mit knapp 20 Millionen verkauften Tickets und einem Umsatz von über 200 Millionen Euro mehr als im Jahr 2022. Der Besucheranstieg betrug 18,5 % im Vergleich zu 2022, während der Umsatz mit 859 Millionen Euro um 23,7 % gegenüber dem Vorjahr stieg. Im Jahr 2023 erlebten die Kinos eine Rückkehr zur Vielfalt, wobei die erfolgreichsten Filme aus verschiedenen Genres stammten. Die Diversität im Filmangebot manifestierte sich erneut durch eine gelungene Balance aus kleinen und großen Produktionen, Arthouse-Filmen und Blockbustern. (Quelle: https://www.ffa.de/files/dokumentenverwaltung/publikationen%20presse%20%28bearbeitet%20HS%29/2023/FFA-Kinojahr_2023.pdf) und https://www.allscreens.de/uploaded-assets/1eeb0819-d283-6358-b783-0b8e37ae9320/download ) Die deutsche Musikindustrie setzte ihr Wachstum im Jahr 2023 fort, wobei der Branchenumsatz insgesamt 2,21 Milliarden Euro erreichte. Damit ist der Musikmarkt um 6,3 % im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Der Großteil dieses Umsatzes wurde durch das Digitalgeschäft generiert (81,5 %), das um 7,9 % zulegte. Der physische Markt, der 18,5 % des Gesamtumsatzes ausmachte, blieb in diesem Jahr stabil mit einem Anstieg von 0,1 %. Dieses Wachstum wurde hauptsächlich durch das deutliche Wachstum von Vinyl mit 12,6 % erreicht. Währenddessen verzeichnete die CD einen Rückgang um 5,9 %, bleibt jedoch weiterhin das zweitstärkste Marktsegment mit einem Anteil von 11,3 %. (Quelle BVMI: https://www.musikindustrie.de/presse/presseinformationen/musikindustrie-in-deutschland-2023-weiter-gewachsen) Geschäftsverlauf Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023/24 konnten wir eine erfreuliche Entwicklung verzeichnen. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage und einer tendenziell zurückhaltenden Konsumnachfrage erreichten wir eine Performance, die unsere Erwartungen übertraf. Erfolgreiche Präsentation von Werken wie "Im Westen nichts Neues" oder "Rehragout-Rendezvous", die nicht nur eine beachtliche Resonanz in der Kritik erzielten, sondern auch ökonomisch überzeugten, trugen zu dieser Entwicklung bei. Der Markt für Lizenzen entspannte sich weiter, somit erschienen auch wieder mehr und potentere Neuheiten. Die AL!VE Labels konnten sich weitestgehend an die Rahmenbedingungen anpassen, so dass der Herbst / Winter nach einem Neuheitenarmen Sommer wieder mit guten Releases punkten konnte. Ein bedeutendes Ereignis im Verlauf des Geschäftsjahres war die Etablierung einer strategischen Partnerschaft mit einem namhaften Unternehmen im letzten Kalenderquartal. Diese Zusammenarbeit brachte nicht nur eine erweiterte Dynamik in das operative Geschäftsumfeld, sondern trug maßgeblich zum positiven Geschäftsergebnis des Jahres bei. Die Entwicklung der VoD-Erlöse ist weiterhin beeindruckend; sie liegen mit ca. 30 % über Vorjahr - dank hervorragender Neuerscheinungen und Katalogtiteln. Die Umsatzerlöse stiegen im Gesamten auf T€ 9.849 zum Vorjahreswert T€ 9.577. Der absolute Betrag des Rohertrags stieg von T€ 5.944 auf T€ 6.520. Der Betriebsaufwand ist leicht gestiegen von T€ 5.464 auf T€ 5.529. Dies ist in erster Linie auf deutlich höhere IT-Ausgaben für die Anbindung des neuen strategischen Partners zurückzuführen. Das EBIT stieg somit auf T€ 1.025 zum Vorjahreswert T€ 629. Ertragslage Zu der Entwicklung der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Erläuterungen zum Geschäftsverlauf. Der Rückgang des Materialaufwands von T€ 3.663 auf T€ 3.326 ist auf eine Verringerung der Aufwendungen aus Weiterbelastungen zurückzuführen. Da es sich hierbei um einen durchlaufenden Posten der AL!VE AG handelt, sinken entsprechend auch die Erlöse aus Weiterbelastungen in gleicher Höhe. Im Geschäftsjahr sind die Personalkosten insgesamt leicht von T€ 3.108 auf T€ 2.993 gesunken. Dies konnte durch die Reduzierung der Mitarbeiteranzahl sowie durch die Auflösung einer Rückstellung erreicht werden. Die Abschreibungen blieben mit T€ 177 im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von T€ 2.179 auf T€ 2.359 gestiegen, was maßgeblich auf den bereits erwähnten höheren IT-Aufwand für die Anbindung des neuen Partners sowie auf höhere Raum- und Frachtkosten zurückzuführen ist. Das Finanzergebnis ist aufgrund höherer Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit T€ 104 deutlich höher als im Vorjahr (T€ 31). Insgesamt weist die AL!VE AG ein EBT von T€ 1.129 (VJ: T€ 660) aus. Der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Jahresgewinn in Höhe von T€ 1.109 wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungs-vertrags (EAV) mit der Alive Target GmbH abgeführt. Daher beträgt der Jahresüberschuss der AL!VE AG 0 €. Vermögenslage Das Vermögen der AL!VE AG zum Stichtag 31. März 2024 beträgt T€ 8.980 (VJ.: T€ 8.404) und hat überwiegend kurzfristigen Charakter. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind entsprechend dem Anstieg der Umsatzerlöse zum Vorjahr gestiegen und liegen zum Bilanzstichtag 31. März 2024 bei T€ 4.761 (VJ: T€ 4.342). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind geringfügig von T€ 4.096 auf T€ 4.067 gesunken. Kapitalstruktur und Finanzlage Aufgrund der Gewinnausschüttung an die Muttergesellschaft reduzierte sich das Eigenkapital von T€ 1.647 auf T€ 1.100 was zu einer Reduktion der Eigenkapitalquote von 20 % auf 12 % führte. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen von T€ 2.187 auf T€ 2.526 ist hauptsächlich auf die höheren allgemeinen variablen Rückstellungen zurückzuführen, die aufgrund des starken 4. Geschäftsjahresquartals größer ausfallen. Die Boni- und Personal-Rückstellung ist wegen ihrer Höhe hervorzuheben. Das Finanzmanagement der AL!VE AG ist grundsätzlich darauf ausgerichtet, eine vollständige Finanzierung aus dem operativen Cashflow zu ermöglichen. Verbindlichkeiten können auf Grund des hohen Bestandes an liquiden Mitteln ganzjährig fristgerecht und ohne Inanspruchnahme von Finanzkrediten beglichen werden. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen, die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sowie die deutliche Zunahme der Verbindlichkeiten, insbesondere gegenüber Gesellschaftern, führten im Geschäftsjahr zu einem positiven Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 996 (VJ.: T€ 508). Dem stehen Auszahlungen aus Investitionstätigkeiten von T€ 63 sowie aus der Finanzierungstätigkeit von T€ 547 gegenüber, so dass insgesamt eine stichtagsbedingte Erhöhung der liquiden Mittel um T€ 386 auf T€ 2.129 zu verzeichnen ist. Schlussbemerkung zum Geschäftsverlauf und zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Insgesamt ist der Geschäftsverlauf sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage insbesondere unter den schwierigen, gegebenen gesamtwirtschaftlichen Umständen als sehr zufriedenstellend zu beurteilen. Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Kennziffern zur Unternehmenssteuerung sind die Handelserlöse, der Rohertrag sowie das EBIT. Die Entwicklung dieser Indikatoren sind in den vorangegangenen Abschnitten beschrieben. Chancen- und Risiken Die Vergangenheit hat uns gezeigt, welchen Einfluss die Folgen geopolitischer Spannungen o.ä. auf die Geschäftsentwicklung nehmen können. Ein weiteres erhebliches Risiko ergibt sich aus der aktuellen deutschen Wirtschafts- und Finanzpolitik. Obwohl eine Einigung für den Haushalt des laufenden Jahres erzielt werden konnte und die Einhaltung der Schuldenbremse voraussichtlich gewährleistet ist, bleibt die Haushaltssituation vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen prekär. Insbesondere die schwierigen Verhandlungen zum Bundeshaushalt 2025 bergen potenzielle Risiken. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass dringend benötigte Reformen aufgeschoben oder nur zögerlich angegangen werden, was zu einem Stillstand führen könnte. Diese Unsicherheit über wichtige wirtschaftspolitische Entscheidungen lähmt die Konjunktur und beeinträchtigt das langfristige Wachstum, da Investitionen und Konsumausgaben zurückgehalten werden. Sollte sich die Unsicherheit nicht wie prognostiziert auflösen, könnte die erwartete wirtschaftliche Erholung weiter verzögert werden. (Quelle Ifo Institut : https://www.ifo.de/fakten/2024-03-06/ifo-konjunkturprognose-fruehjahr-2024-deutsche-wirtschaft-wie-gelaehmt#:~:text=und%20Leiter%20Konjunkturprognosen-,Prognose%20der%20deutschen%20Wirtschaft,%2C%20hoher%20Krankenstand%2C%20andauernde%20Streiks) Weitere Umsatzeinbrüche im stationären Handel können zu einer Reduzierung der Verkaufsflächen für physische Medien führen und damit verbunden zu Rückgängen des Absatzes. Die anhaltende Konsolidierung des Home Entertainment Marktes und unsere Position als alleiniger Vertrieb mit eigener, interner Logistik bringen uns unserem Ziel "des unabhängigen Vertriebsmarktführers" näher. Wir bieten unseren Partnern B2B- und B2C-Geschäfte an. Diese Kombination bietet uns am Markt enorme Möglichkeiten. Wir sind daher weiterhin bestrebt, attraktive Labels hinzuzugewinnen und die Produktpalette zu erweitern. Die für die AL!VE-Labels aufgesetzten Webshops laufen sehr erfolgreich. Hier werden die Produkte zu attraktiven Preisen, in zeitgemäßer Präsentation und zu komfortablen Lieferkonditionen angeboten. Die Abwicklung erfolgt durch die Enterlog Trade GmbH. Unsere Flexibilität und unser internes Know-how ermöglichen es, zeitnah neue Webshops auf- und umzusetzen. Wir sehen es daher als klare Chance, in einem rückläufigen Markt der beste Partner für Anbieter und Handel zu sein. Allgemeine Geschäftsrisiken Der Wettbewerb am Markt um attraktive und hochwertige Film-Labels bedingt - wenn auch nur gering - das Risiko der Abwanderung attraktiver Labels und erfordert daher punktuell ein verträgliches Entgegenkommen der AL!VE AG in Sachen Konditionen und Finanzierung. Hieraus können Ertragsrisiken in Bezug auf den Ausfall der Finanzierung von Labels resultieren. In den letzten Jahren sind im Musikmarkt abnehmende Verkaufszahlen physischer Tonträger zu beobachten gewesen. In 2023 blieb der physische Musikmarkt erstmals stabil (+0,1 %). "Musik zum Anfassen" war zwar nur noch für einen kleineren Anteil der Umsätze (18,5 %) verantwortlich, aber die CD blieb nach dem Streaming klar zweitstärkstes Marktsegment (11,3 %). Ebenfalls bremst der Rückgang der physischen Medien im Videomarkt (Absatzrückgang 2023: -13 % vs. 2022: -23 %). Dieser Trend bestärkt uns in unserem Glauben an den Fortbestand des physischen Produktes. Ein mögliches Risiko liegt auch in Zukunft im Beschaffungsbereich. Das Jahr 2023 war noch geprägt von Rohstoffmangel und Unterbrechungen in den Lieferketten, insbesondere bei der Herstellung von Ton- und Datenträgern. Auswirkungen von unterbrochenen Lieferketten tragen das Risiko, dass die AL!VE AG nicht rechtzeitig Ware für geplante Veröffentlichungen bekommt und es somit zu deutlichen Umsatzverzögerungen kommen kann. Hier steuern wir aktiv entgegen und schaffen die Voraussetzung für ein ausgewogenes Lieferantenportfolio unter Berücksichtigung sinnvoller Preise - sofern wir die Herstellung unserer Labelpartner verantworten dürfen. Zentrales Steuerungsinstrument des Unternehmens stellt neben der Aufstellung einer vorausschauenden Geschäftsplanung und der kontinuierlichen Planüberwachung der Umsatz- und Kostenentwicklung ein permanentes Controlling dar, welches auch ein aktives Debitorenmanagement im Hinblick auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als wesentliches Finanzinstrument unserer Gesellschaft beinhaltet. Einem möglichen Zahlungsausfall wird zusätzlich sowohl durch einen Lieferstopp bei Nichtzahlung als auch durch eine entsprechende Warenkreditversicherung vorgebeugt. Risiken aus Forderungen gegen Labels wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Ausblick Die bleibende Ungewissheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Ukrainekrieges und des Krieges in Nahost sowie den damit einhergehenden Auswirkungen auf die Wirtschaft lassen zum jetzigen Zeitpunkt nur eingeschränkt eine konkrete Abschätzung der Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu. Unser strategisches Hauptziel, der größte Indie-Marktführer in der Distribution von Home Entertainment Produkten zu werden, verfolgen wir konsequent. Wir bieten dem Ausbau des Online-Vertriebes einen besonderen Raum in unserer Geschäftsentwicklung. Mit unseren Webshops wollen wir vor allem Heavy Buyer und Sammler ansprechen. Wir werden Partnerschaften mit Top-Anbietern und Großkunden weiter etablieren und ausbauen ("Contingency Strategy" Partnerships), denn wir sehen uns als optimale Lösung für die Umsetzung von Filmlizenzen. Die positive Entwicklung des Kinomarktes mit seiner Film-Diversität, die Konsolidierung im Home Entertainment Markt und die Beständigkeit physischer Produkte lassen uns auch für das kommende Geschäftsjahr mit einem positiven EBIT und Jahresergebnis planen. Dieser Prognose liegen im Wesentlichen die folgenden Annahmen zu Grunde:
Das Geschäftsjahr 2023/24 war u.a. dank der Vertriebsübernahme eines großen Partners in der 2. Geschäftsjahreshälfte ein erfolgreiches Jahr. Eine ähnliche Option steht aktuell nicht im Raum, dennoch gehen wir davon aus, dass sich im Geschäftsjahr 2024/2025 die Handelserlöse etwas über Vorjahrsniveau bewegen. Einen Umsatzzuwachs erwarten wir auch bei den VoD-Erlösen, jedoch ist der Ertrag an diesem Umsatzanteil geringer. Sowohl Rohertrag als auch EBIT werden daher deutlich unter Vorjahres-Niveaus liegen.
Köln, 7. Juni 2024 der Vorstand Nils Zehnpfennig Sandra Fritzsch BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ALIVE, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ALIVE AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALIVE AG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, den 11. Juni 2024 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Martin Weinand, Wirtschaftsprüfer Dominik Siwy, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratesder ALIVE Aktiengesellschaftaus Anlass der dreiundzwanzigsten ordentlichen Hauptversammlung am 28. Juni 2024Das abgelaufene Geschäftsjahr 2023/2024, das am 31.03.2024 endete, war das zweite volle Geschäftsjahr des neuen Vorstands bestehend aus Nils Zehnpfennig und Sandra Fritzsch. Das Geschäftsjahr war aus Sicht des Aufsichtsrats unerwartet erfolgreich und zeigt die Überwindung der Corona-Krise und eine überraschend gute Marktanpassung an die krisenhaften politischen Gegebenheiten in Deutschland und Europa mit ihren direkten und indirekten Auswirkungen, die zu der bekanntlich sehr gedämpften allgemeinen Wirtschaftslage geführt haben. Es wurde aus Sicht des Aufsichtsrats insgesamt eine so nicht vorhergesehene erfreuliche Wiederbelebung der Nachfrage erreicht. Die Kooperation mit Eurovideo ist ein besonderer Erfolg. Das Vorstandsduo hat damit erneut seine Krisenfestigkeit unter Beweis gestellt. Der Aufsichtsrat hat die - weiterhin und durchgehend mustergültig aufbereiteten - jeweils pünktlich und unaufgefordert vorgelegten Quartalsberichte des Vorstands jeweils einzeln hinterfragt bzw. gewürdigt und kommentiert und teilweise untereinander und mit dem Vorstand in formlosen Formaten besprochen. Individuelle Nachfragen einzelner Aufsichtsratsmitglieder wurden jeweils umgehend und ausführlich schriftlich und/oder telefonisch beantwortet. Im Berichtsjahr fanden zudem anlassbezogene Sitzungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats im Umlaufverfahren statt, die vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats im erforderlichen Umfange jeweils protokolliert wurden. Zu nennen ist hier insbesondere die Verlängerung des Vorstandsvertrags mit Sandra Fritzsch, verbunden mit einer Anpassung ihrer Bezüge, beides mit Wirkung ab Beginn des Geschäftsjahrs 2024/2025. Das Verhalten des Vorstands hat dem Aufsichtsrat keinen Anlass zu negativer Kritik gegeben. Dies wurde auch in der Berichterstattung des Aufsichtsratsvorsitzenden gegenüber dem Abschlussprüfer deutlich zum Ausdruck gebracht. Die Geschäftslage der Gesellschaft ist weiterhin stabil als positiv zu bezeichnen; dies schließt - im Ergebnis - die Tochtergesellschaften ENTERLOG Entertainment Logistik GmbH und ENTERLOG Trade GmbH ein, mit denen Ergebnisabführungsverträge bestehen. Die unternehmerischen Entscheidungen des Vorstandes wurden durch Aufsichtsrat durchgehend mitgetragen und - wo nötig - aktiv unterstützt. Die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat und mit dem Vorstand, insbesondere auch innerhalb des Vorstandes, wurde vom Aufsichtsrat - wie bisher - als sehr freundlich und konstruktiv wahrgenommen. Sämtliche Aktien befinden sich weiterhin allein in der Inhaberschaft der ALIVE Target GmbH, deren geschäftsführender Alleingesellschafter Herr Nils Zehnpfennig, der Vorstandsvorsitzende der ALIVE AG, ist. Der Aufsichtsrat ist personell und funktionell seit dem 01.04.2023 unverändert. Das Grundkapital der ALIVE AG blieb im Berichtszeitraum ebenfalls unverändert. Hinsichtlich der Details der wirtschaftlichen Entwicklung verweisen wir auf den Bericht der Abschlussprüfer und nehmen zustimmend auf den Bericht des Vorstandes Bezug; der Jahresabschluss 2023/2024 verdient Anerkennung. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, der Hauptversammlung zu empfehlen, den Vorstand für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023/2024 zu entlasten.
Köln, den 28. Juni 2024 Dr. Mathias Creon, Vorsitzender des Aufsichtsrates Niederschrift über die fünfunddreißigste ordentliche Aufsichtsratssitzung der ALIVE AktiengesellschaftOrt: Köln, Sitz der Gesellschaft Zeit: 28.06.2024, 10:00 Uhr Teilnehmer: Dr. Mathias Creon, Vorsitzender des Aufsichtsrates Martin Fehrmann, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates Alfred Beck, Mitglied des Aufsichtsrates Nils Zehnpfennig, Vorsitzender des Vorstandes und Geschäftsführender Alleingesellschafter der alleinigen Aktionärin ALIVE Target GmbH Sandra Fritzsch, Vorstand Martin Weinand, Wirtschaftsprüfer, Abschlussprüfer Dominik Siwy, Wirtschaftsprüfer, Abschlussprüfer Tagesordnung gemäß Einberufungsschreiben vom 13.06.2024: 1. Begrüßung 2. Feststellung der Beschlussfähigkeit 5. Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023/2024 6. Vorbereitung des Gewinnverwendungsbeschlusses 7. Entlastung des Vorstands 1. Begrüßung Herr Dr. Creon eröffnet die Aufsichtsratssitzung um 10:04 Uhr, begrüßt die Teilnehmer und übernimmt die Leitung der Sitzung. 2. Beschlussfähigkeit, Protokoll Herr Dr. Creon stellt fest, alle Mitglieder des Aufsichtsrates zugegen sind und dass damit die Beschlussfähigkeit des Aufsichtsrates gegeben ist. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates verzichten trotzdem vorsorglich einstimmig auf die Einhaltung aller Fristen und Formen für die Einberufung und Abhaltung dieser Aufsichtsratssitzung und die Beschlussfassungen. Der Aufsichtsrat in seiner heutigen Zusammensetzung ist einstimmig mit der Anwesenheit des Vorstands und der oben genannten Abschlussprüfer einverstanden. Herr Dr. Creon übernimmt im Einvernehmen mit den übrigen Aufsichtsratsmitgliedern die Protokollführung. Das Protokoll der letzten ordentlichen AR-Sitzung vom 23.06.2023 liegt allen vor und wird per Akklamation vorsorglich nochmals genehmigt. Auch die heutige Tagesordnung nebst Aufnahme der Ergänzungen zu TOP 11 (s.o.) wird per Akklamation gebilligt. 5. Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023/2024 Herr Dr. Creon bittet sodann den Aufsichtsrat, den Jahresabschluss 2023/2024 festzustellen. Dem wird einstimmig entsprochen. Herr Dr. Creon stellt das Beschlussergebnis fest. 6. Vorbereitung des Gewinnverwendungsbeschlusses Vorstand und Aufsichtsrat besprechen die Gewinnverwendung und empfehlen der Hauptversammlung per Akklamation einstimmig folgenden Gewinnverwendungsbeschluss: "Der Jahresüberschuss 2023/2024 wird voll ausgeschüttet". Herr Dr. Creon stellt das Beschlussergebnis fest. 7. Entlastung des Vorstands Herr Dr. Creon beantragt, der Hauptversammlung zu empfehlen, gemäß §§ 119 I Nr. 3, 120 AktG dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2023/2024 Entlastung zu erteilen. Dem Antrag wird einstimmig ohne Enthaltungen entsprochen. Herr Dr. Creon stellt das Beschlussergebnis fest. Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor. Herr Dr. Creon dankt allen Beteiligten für ihre Beiträge und schließt die ordentliche Sitzung des Aufsichtsrats um 12:35 Uhr.
Köln, den 28. Juni 2024 Dr. Mathias Creon, Vorsitzender des Aufsichtsrates |
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