Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Elektro Seiwert GmbH
Heusweilerstraße 92, 66557 Illingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Haaf seit 9.6.2020 | Prokura |
Paul Martin Seiwert seit 1.12.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 60.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
![]() Elektro Seiwert GmbHIllingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023HRB 43406AKTIVA scroll
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ANHANG für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Hinweise Die Gesellschaft ist unter der Firma Elektro Seiwert GmbH mit Sitz in Illingen im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken, Abteilung B, unter Nr. 43406 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die Gliederungen sind unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung ggf. zusammengefasst hinzugefügt und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Auf die Zugänge wurden zeitanteilige Abschreibungen verrechnet. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig entsprechend der ermittelten Nutzungsdauer nach der linearen bzw. degressiven Methode. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 netto wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Warenvorräte werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abschläge berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. In dem Rechnungsabgrenzungsposten sind entsprechend § 250 HGB die Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten den Saldo aus dem Verpflichtungswert der Pensionszusagen und dem Zeitwert des Deckungsvermögens der Rückdeckungsversicherung. Die Rückstellungen für Pensionen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der Projected-Unit-Credit-Methode errechnet. Der Berechnungsmethode lagen folgende Bewertungsannahmen zugrunde:
Das verrechnete Deckungsvermögen wird mit dem beizulegenden Zeitwert auf Basis des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherung berücksichtigt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr wurden entsprechend ihrer Laufzeit mit dem durch die Bundesbank vorgegebenen Zinssatz zum Bilanzstichtag abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für Differenzen zwischen handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich zukünftig voraussichtlich abbauen, werden latente Steuern nur bilanziert, falls ein passiver Überhang besteht. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (vgl. letzte Seite des Anhangs). Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile von Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Bindung dient. Diese sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt: Angaben zum Anteilsbesitz scroll
*
vorläufige Angaben, nicht festgestellt Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gegen verbundene Unternehmen sowie gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind ausnahmslos kurzfristiger Natur. Restlaufzeiten über einem Jahr bestehen nicht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 157 (Vorjahr: TEUR 511) und sonstige Vermögensgegenstände von TEUR 420 (Vorjahr: TEUR 420). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht betreffen sonstige Vermögensgegenstände. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Rechnungsabgrenzungsposten Hierin enthalten sind Aufwendungen für die angemietete neue Halle, die über die Laufzeit des Mietvertrages verteilt werden, sowie Softwareaufwendungen für Folgejahre. Aktive latente Steuern Auf den wahlweisen Ausweis des Aktivüberhangs latenter Steuern wurde verzichtet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Rückstellungsbildung lagen versicherungsmathematische Gutachten der SLPM Schweizer Leben Pensions Management GmbH vom 12.02.2024 sowie des Diplom-Mathematikers Wolfgang Utzig vom 11.01.2024 zugrunde. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen - vor Saldierung - beträgt TEUR 852 (Vorjahr: TEUR 795). In den Pensionsrückstellungen wurden entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2 HGB die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen in Höhe ihres beizulegenden Erfüllungsbetrags (durch Anwendung des Passivprimats im Deckungskapitalverfahren) von TEUR 194 (Vorjahr: TEUR 182) saldiert. Ebenfalls wurden die Erträge aus der Erhöhung der Rückdeckungsversicherung von TEUR 12 mit den Aufwendungen aus der Zuführung der Pensionsrückstellung von TEUR 43 saldiert. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Resturlaubsansprüche, Überstundenvergütungen, Tantiemen, Prämien), Jahresabschlusskosten, Kosten für Aufbewahrung von Unterlagen, Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnungen, für Gewährleistungen und für Entsorgungsverpflichtungen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel nachfolgend im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel scroll
1) Sicherungsübereignung 2) Raumsicherungsübereignung 3) Abtretung Forderungen 4) Grundpfandrechte 5) Ausfallbürgschaft Gesellschafter Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Waren. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 488 (Vorjahr: TEUR 671). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in Höhe von TEUR 104 Vorjahr: TEUR 168) auf Lieferungen und Leistungen. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse zu vermerken: scroll
Die Geschäftsführung geht derzeit nicht von einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen aus, da die wirtschaftliche Entwicklung aktuell keine relevanten Risiken für eine Inanspruchnahme erkennen lässt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung in Höhe von TEUR 2.967. Im Einzelnen betreffen dies Miet- und Kfz-Leasingverpflichtungen. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge Ausgewiesen sind im Wesentlichen Kostenerstattungen und Erträge aus Kfz-Kosten Arbeitnehmer. Wesentliche periodenfremde Erträge liegen im Berichtsjahr nicht vor. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Miete für Geschäftsräume, Büro- und Lagerkosten, Kosten der Warenabgabe, Kfz-Kosten sowie Umlagen der Marktgemeinschaft Fegime Deutschland. Aufwendungen mit periodenfremdem Charakter in wesentlicher Höhe liegen im Berichtsjahr nicht vor. E. Sonstige Angaben Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Auf die Angaben im Lagebericht zu den Entwicklungen nach dem Bilanzstichtag wird verwiesen. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt TEUR 11. Gemäß § 253 Abs. 2 i. V. m. Abs. 6 Satz 2 HGB ist der Unterschiedsbetrag aus der Gegenüberstellung der Pensionsverpflichtung zum 10-Jahreszinssatz und einer entsprechenden Verpflichtung zum 7-Jahreszinssatz in Höhe von TEUR 11 ausschüttungsgesperrt. Unternehmensorgane Geschäftsführer:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe über die Bezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Mitarbeiter scroll
Abschlussprüferhonorare Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar entfällt auf: scroll
GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn 2023 in Höhe von EUR 8.586.074,41 auf neue Rechnung vorzutragen.
Illingen, den 31. März 2024
gez. Dipl.-Kfm. Martin Seiwert Der Jahresabschluss wurde am ... von der Gesellschafterversammlung mit der vorgeschlagenen Ergebnisverwendung festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023(Anlagenspiegel)scroll
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Lagebericht zum Geschäftsjahr 20231. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Der Umsatz im deutschen Elektrogroßhandel entwickelte sich 2023 laut VEG-Umsatzstatistik mit +8,4% (VJ +16,6%) deutlich positiv - bei stark erhöhten Photovoltaik Umsätzen von +64,3% (VJ +148,6%). Betrachtet man die Umsatzentwicklung ohne separat ausgewiesene Metallzuschläge ergibt sich insgesamt ein Plus von +9,7% (VJ+17,7%) in der Branche. Der Umsatz unseres Hauses wuchs im Jahr 2023 erneut enorm um 22,5 % (VJ 25,6%) und lag damit deutlich über der Umsatzentwicklung der VEG-Unternehmen. Die Inflationsrate spielt dabei sicher eine Rolle vor allem aber auch das Wachstum bei den Erneuerbaren Energien. Die Photovoltaikumsätze stiegen zum VJ um beachtliche +88,0% ebenfalls über dem VEG Durchschnitt von +64,3%. Der Umsatz im EGH-Kerngeschäft ohne PV stieg in unserem Haus um +1,5% zum VJ. Der Sortimentsmix unseres Unternehmens verschob sich auch im Jahr 2023 zum VJ weiter zugunsten der Regenerativen Energien, wobei PV-Hausspeicher eine große Rolle spielen. Die Umsätze mit Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität gingen aber deutlich zurück. Wir bleiben der marktführende Elektrogroßhandel in unserer Region und sind weiter deutlich im Geschäftsbereich Erneuerbare Energien gewachsen. Unser Tochterunter-nehmen Elektro Seiwert Saar-Pfalz GmbH konnte unsere Präsenz im Saar-Pfalz Kreis weiter ausbauen. In Luxemburg konnte unser Tochterunternehmen EGL S.A. (Elektro Grousshandel Lëtzebuerg S.A.) weiter wachsen. Mit unserem mehrsprachigen Team gelang eine weitere Durchdringung des Marktes in Luxemburg. Weitere Kunden konnten gewonnen werden. 2. Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage 2.1. Ertragslage Der Umsatz unseres Hauses erhöhte sich im Jahr 2023 deutlich auf TEUR 75.753 (VJ 61.819 TEUR). Das bedeutet in absoluten Zahlen ein Umsatzplus von 13.934 TEUR. Das Hauptwachstum begründet sich einerseits aus den zusätzlichen Umsätzen mit unserer Tochter EGL in Luxemburg, andererseits beruht es aber auch auf der Verdopplung der Umsätze mit Photovoltaik und PV-Hausspeichern. Das Kern-Geschäft mit Handwerk und Industrie wuchs um 1,5%. Das absolute Rohergebnis wuchs umsatzbedingt bei geringerer Handelsspanne um +7,2%. Dem steht allerdings eine deutliche Erhöhung der Aufwendungen um 16,2% zum VJ gegenüber. Vor allem bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den Abschreibungen gab es einen starken Anstieg. Die Personalkosten stiegen hoch einstellig zum VJ. Der Jahresüberschuss fiel mit TEUR 1.388 sehr gut aus, konnte allerdings das enorme Vorjahresergebnis von TEUR 1.825 nicht erreichen. Der positive Effekt aufgrund des deutlich gestiegenen Umsatzes und des gestiegenen Rohertrags wurde durch die oben aufgeführte empfindliche zweistellige Kostensteigerung gemindert. 2.2. Finanzlage Das Investitionsvolumen stieg im Jahr 2023 auf TEUR 384 (VJ TEUR 277). Die Investitionen in Sachanlagen in Höhe von TEUR 367 lagen nach der Zurückhaltung in den Corona-Jahren über dem Niveau des Vorjahres. Die Investitionen in Höhe von TEUR 384 konnten vollständig durch den Jahresüberschuss von TEUR 1.388 ohne die Abschreibungen aus dem Anlagevermögen (TEUR 270) finanziert werden. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit (TEUR 2.310) ist nahezu unverändert zum Vorjahr (TEUR 2.302). 2.3. Vermögenslage Der Warenbestand konnte gegenüber dem VJ um TEUR -121 leicht gesenkt werden und beträgt zum Jahresende TEUR 6.257 (VJ TEUR 6.378). Die angespannte Verfügbarkeit von Waren aufgrund der Corona-Krise und des Krieges in der Ukraine haben erst im 4. Quartal etwas nachgelassen. Die hohen Reichweiten im Warenlager konnten daher auch noch nicht signifikant abgesenkt werden. Der im Vorjahr enorm aufgebaute Bestand an Abrufaufträgen für unsere Kunden konnte bereits leicht reduziert werden, muss aber im Fokus bleiben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit TEUR 5.578 (VJ TEUR 6.785) zum Jahresende stichtagbezogen um -17,8% gesunken. Die durchschnittliche Forderungslaufzeit reduzierte sich im Jahr 2023 auf 25 Tage. Die Liquidität unseres Unternehmens stieg zum 31.12.2023 deutlich auf TEUR 1.776 (VJ TEUR 952). Das langfristig gebundene Vermögen erhöhte sich um 5,2% (TEUR 105), das kurzfristig gebundene Vermögen reduzierte sich geringfügig um 0,1% (TEUR 24). Das gezeichnete Kapital beträgt auch 2023 unverändert TEUR 240. Die Eigenkapitalquote hat sich bei annähern gleich hoher Bilanzsumme durch das gestiegene Eigenkapital auf 51,4% (VJ 44,1%) spürbar erhöht. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden am Jahresende in Höhe von TEUR 1.356 (VJ TEUR 2.332). Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken stichtagsbezogen insgesamt um -583 TEUR auf TEUR 1.553 TEUR. Bei einem insbesondere im 4. Quartal einsetzendem Nachfragerückgang sind wir mit dem erreichten Ergebnis sehr zu frieden. Hierauf aufbauend erachten wir auch die Vermögens- und Finanzlage als sehr gut. 3. Entwicklung nach dem Bilanzstichtag Im Jahr 2024 sind bislang keine gravierenden Ereignisse wie etwa große Forderungsausfälle aufgetreten, so dass hieraus kein wesentlicher Einfluss auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist. Für das Jahresergebnis 2024 ist aufgrund der immer noch hohen Zinsen und der hohen Baukosten mit einer starken Reduktion der Bautätigkeit zu rechnen. Hinzu kommen die unklaren politischen Rahmenbedingungen und immer neuen energetischen Auflagen für Neubau und Renovierung. Das Elektrogroßhandels-Kerngeschäft zeigt aufgrund der schlechten Rahmenbedingungen eine stark rückläufige Marktentwicklung. Besonders ausgeprägt ist der Rückgang im Photovoltaikgeschäft, das nach enormem Wachstum in 2022 und 2023 nun konsolidiert. Der Markt ist geprägt von enormen Überkapazitäten. Die Modulpreise sind im Preis deutlich zweistellig gefallen. Auch die übrigen Preise geraten am Markt, der nun wieder ein Nachfragemarkt ist, zunehmend unter Druck. Dies gilt besonders für die Erneuerbaren Energien aber auch für das Kerngeschäft im Sortiment der Elektroinstallation. Die Inflation scheint auf ein normales Maß zurückgeführt. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus insbesondere auf dem Umsatz und dem unter Abzug des Wareneinsatzes sich ergebenden Rohergebnis oder der Handelsspanne. Hierbei differenzieren wir einerseits Warengruppen wie Elektrostandardartikel oder Photo-voltaikanlagen und andererseits Kundenstrukturen wie Handwerksbetriebe oder Industrie-kunden. Als wichtigen nichtfinanziellen Leistungsindikator sehen wir insbesondere die Mitarbeiterzufriedenheit in unserer Belegschaft gemessen an der Personalfluktuation, die unverändert sehr niedrig ist. 5. Risikobericht Die enorm gestiegenen Material-, Lohn- und Baukosten sowie das höhere Zinsniveau führen zu einer immer deutlicheren Reduktion der Bautätigkeit sowie der Bauanträge. Insbesondere der Wohnungsbau leidet hier enorm. Aber auch im Gewerbebau ist aufgrund der extremen Kostensteigerung eine deutliche Zurückhaltung erkennbar. Dieser gravierende Rückgang der Bautätigkeit für die kommenden Monate bedeutet für unser Geschäftsfeld eine zusätzliche Belastung. Stabilisierend wirkten sich hingegen die Renovierungen aus, die einen großen Teil unseres Geschäftes ausmachen. Die Situation der Industrieunternehmen im Saarland ist überwiegend noch gut, allerdings sind zwei Gruppen von Unternehmen, die wir zu unseren Kunden zählen, zukünftig mit starken Risiken belastet. Zum einen die energieintensiven Unternehmen, wie etwa die Stahlwerke, die im Sinne der Energiewende mit enormen Investitionen in wasser-stoffgestützte Stahlverhüttung investieren, aber aktuell unter den enormen Energiepreisen leiden. Zum anderen die große Gruppe der Automobilzulieferbetriebe an der Saar, die fast ausnahmslos von der Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren hängen. Hier steht ein harter Umbruch an, der bewältigt werden muss. Es muss festgestellt werden, dass teilweise in der Industrie Kurzarbeit herrscht. Chancen sehen wir nach wie vor in der - aufgrund des nun endgültigen Verbotes der Leuchtstofflampe - nun unausweichlichen Sanierung von allen Beleuchtungsanlagen mit LED. Auch alle Energiesparmaßnahmen benötigen Elektrotechnik, was eine Chance für uns darstellt. Das Photovoltaikgeschäft verliert deutlich an Schwung und leidet unter stark fallenden Preisen und einem Überangebot. Der Umsatz in diesem Segment sinkt nun spürbar ab. Die Überkapazitäten im Markt sind für Umsatz und Spanne eine enorme Belastung. Trotz entfallener Förderung für PV rechnet sich die Energieerzeugung mit PV weiterhin gut. Die gefallenen Preise machen es für den Bauherrn sogar lukrativer als zuvor mit Förderung, was im Markt aber nur teilweise erkannt wird. Es bleibt mit jeder PV-Anlage für uns die Chance auf den Umbau der Elektroverteilungen und Ausbau der erforderlichen Leitungswege. Der Markt für Ladepanels und Ladesäulen für die Elektromobilität stagniert und ist zu den Vorjahren rückläufig. Auch hier leidet der Marktpreis unter Überkapazitäten. Die komplexeren Mehrplatzlösungen für Unternehmen, Gewerbe und Öffentliche Hand nehmen zu. Der Absatz der Elektroautos ist aktuell gar rückläufig, auch aufgrund des enormen Mehrpreises zum Verbrenner und der nach wie vor eingeschränkten Reichweiten. 6. Prognosebericht Der kumulierte Umsatz im deutschen Elektrogroßhandel entwickelte sich laut VEG bis Juni 2024 mit -12,7% zum VJ nun deutlich negativ. Der Umsatz der Fegime-Großhändler aus unserem Einkaufsverband Fegime ist im gleichen Zeitraum mit -20,1% ebenfalls zweistellig rückläufig. Bereinigt um Metallzuschläge sind beide Rückgänge noch etwas deutlicher. Der enorme Umsatzrückgang in unserem Haus kommt vor allem aus dem enorm hohen Rückgang der PV-Umsätze um 55% zum Vorjahr. Im gesamten Elektrogroßhandel beträgt lt. VEG der Umsatzrückgang mit PV-Umsätzen -44,4 % zum VJ und bei den Fegime Großhändlern -53,0 %. Hatte die Fegime in den Vorjahren überproportional am PV Markt partizipiert, ergibt sich nun im rückläufigen Markt für PV auch ein Rückgang über dem Branchenschnitt. Unser Haus hat in den ersten 6 Monaten 2024 kumuliert einen deutlichen Umsatzrückgang von -22,0% zu verzeichnen mit einer spürbar schwächeren Handelsspanne. Bereinigt man den Rückgang im 1. Halbjahr 2024 für unser Haus um Photovoltaik bleibt ein kumulierter Rückgang für unser Großhandelskerngeschäft von -2,0% zum VJ. Für die zweite Jahreshälfte sehen wir bis Ende 2024 im Vergleich zum sehr guten Vorjahr und einer aktuell kaum wahrnehmbaren Verbesserung der Nachfrage einen deutlichen Rückgang bei Umsatz, Rohergebnis und Gewinn. Aufgrund unserer guten Ausgangslage sehen wir uns dennoch für die Bewältigung der konjunkturellen Delle gut aufgestellt.
lllingen, den 01. August 2024
gez. Martin Seiwert Vorstehender zur Offenlegung bestimmter und nach § 327 HGB verkürzter Jahresabschluss zum 31.12.2023 entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zum vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Elektro Seiwert GmbH, Illingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Elektro Seiwert GmbH, Illingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elektro Seiwert GmbH, Illingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund-sätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmens-tätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, den 30. August 2024 THS Wirtschaftsprüfung GmbH Maas, Wirtschaftsprüfer |
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