Renzmann GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
BOUS RENZMANN Cleantech GmbHAufgelöst | 97.33% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
D.W. Renzmann Apparatebau GmbHMonzingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht zum Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Unternehmens Im abgelaufenen Kalenderjahr 2022 erholte sich die deutsche Konjunktur weiter und konnte beim Wirtschaftswachstum erneut zulegen. Insgesamt stieg das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,8 Prozent (2021: +2,8%) und kann damit, trotz anhaltender Krisen, an den Trend des Vorjahres anschließen. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im Schlussquartal 2022 gemäß der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts gegenüber dem Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt leicht um 0,2 % zurückgegangen. Damit stellte sich die wirtschaftliche Dynamik zum Jahresende etwas schwächer dar als zunächst angenommen. Die Lage in der Industrie hat sich zum Jahresende spürbar abgeschwächt. Besonders die energieintensiven Branchen drosselten abermals ihre Produktion. Positive Signale kommen von den zuletzt gestiegenen Auftragseingängen in der Industrie, die laut Umfragen optimistischeren Geschäftsaussichten in allen Branchen sowie die abnehmenden Materialengpässe. Zusammen mit den immer noch gut gefüllten Auftragsbüchern deutet dies darauf hin, dass es im Winterhalbjahr 2022/23 zwar zu einer spürbaren wirtschaftlichen Abschwächung kommt, die allerdings nicht gravierend ausfallen dürfte. In ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2023 erwartet die Bundesregierung für dieses Jahr eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 Prozent. 2024 soll die Wirtschaft um 1,8 Prozent wachsen. Die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember 2022 betrug 45,6 Millionen (Vorjahr: 44,8 Millionen). Dies entspricht einem Anstieg von rund 2,0% gegenüber dem Vorjahr. (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie; statista; Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2023) Die D.W. RENZMANN Apparatebau GmbH (nachfolgend D.W. RENZMANN genannt) ist ein mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Monzingen an der Nahe. D.W. RENZMANN ist seit dem Jahr 1969 als Hersteller von Waschmaschinen und Lösemittel-Destillieranlagen, insbesondere für die druck- und papierverarbeitende sowie die Farben - und Lackherstellende Industrie, tätig. Neben Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und Vertrieb der Anlagen liegt ein weiterer Schwerpunkt in der Beratung. Das Produktportfolio von D.W. RENZMANN umfasst insbesondere Wasch- und auf Basis der Blasendestillation arbeitende Aufbereitungssysteme, vorrangig ausgelegt für die Druck- sowie Farben- und Lacke herstellende Industrie. Die Kernkompetenzen aus diesen Betätigungsfeldern geben dem Unternehmen zusätzlich die Möglichkeit, individuelle Lösungen für weitere Bereiche der chemischen Industrie anzubieten. D.W. RENZMANN bietet eine komplette Projektbetreuung vom Zeitpunkt der ersten Anfrage des Kunden, über Wasch- und Destillierversuche im eigens hierfür entwickelten Technikum, über die Konzepterarbeitung bis hin zur Kaufentscheidung und Umsetzung an. Darüber hinaus werden Dienstleistungen in Form von Montagen und Inbetriebnahmen der verkauften Anlagen sowie die insbesondere sicherheitsrelevante Anlagenbetreuung in Form von Wartungen, wiederkehrenden Prüfungen und Reparaturen angeboten. Hierzu gehört selbstverständlich auch der Ersatzteileverkauf. Das Unternehmen D.W. RENZMANN bezieht seine zu verarbeitenden Bauteile nahezu ausschließlich über Anbieter im Inland. Nur in Ausnahmefällen wird das Prinzip der verlängerten Werkbank angewendet und auch mit ausländischen Zulieferern zusammengearbeitet. Der Absatzmarkt stellt sich hingegen als weltweit dar. D.W. RENZMANN kann durch sein global orientiertes Vertriebsnetzwerk seine Anlagen und Dienstleistungen in nahezu allen Ländern der Welt anbieten. 2. Geschäftsverlauf (einschließlich Geschäftsergebnis) und Rahmenbedingungen 2.1 Rahmenbedingungen Durch das genannte Produkt-Portfolio sowie die Vertriebsstruktur ist das Unternehmen national wie international aufgestellt. Betrachtet man den deutschen Maschinenbau ergeben sich folgende Entwicklungen: Im Geschäftsjahr 2022 ging der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau gegenüber dem Vorjahresniveau um real 4 Prozent nach unten (Vorjahr: Anstieg von 32 Prozent). Der Rückgang im Inland betrug dabei 5 Prozent, im Ausland waren es 4 Prozent. Dabei schneidet die Entwicklung der Länder aus der Nicht-EURO-Zone gleichermaßen schlecht ab, wie die aus der EURO-Zone. (Quelle: Auswertung des VDMA) Die Analyse des deutschen verfahrenstechnischen Maschinen- und Anlagenbaus zeigten folgende Entwicklungen: Dem deutlichen Anstieg beim Auftragseingang aus dem Vorjahr (+121,0%) folgte preisbereinigt nunmehr ein Anstieg um 8,0% im Vorjahresvergleich. Dabei war das Inland (+27,0%), deutlich erfolgreicher als das Ausland (+3,0%). Der Umsatz stieg preisbereinigt gegenüber dem Vorjahr dagegen deutlich (+30,0%; Vorjahr: -34,0%). Dabei konnten allerdings im Inland (+9,0%), deutlich weniger Zuwachs als im Ausland (+36,0%) verzeichnet werden. (Quelle: Auswertung des VDMA) 2.2 Geschäftsverlauf Das Unternehmen nahm im Jahr 2022 wieder vermehrt an (internationalen) Fachmessen teil, da die Reise- und Kontaktbeschränkungen weitestgehend aufgehoben wurden. Für den Bereich DRUCK hat RENZMANN an der ICE, München sowie der ProPak, Vietnam, teilgenommen. Im Bereich FARBEN & LACK konnten u.a. die Messen American Coatings Show, USA sowie die Paint Istanbul, Türkei, und Gulf Coatings Show, Dubai, wahrgenommen werden. Der Auftragseingang des Jahres 2022 lag über alle Monate hinweg unter dem Vorjahreswert. Letztlich schloss das Unternehmen mit einem kumulierten Auftragseingang von rund 10,2 Mio. EUR (Vorjahr: 12,0 Mio. EUR) bzw. einem Monatsmittelwert von rund 850 TEUR und damit durchschnittlich um monatlich 147 TEUR niedriger als im Vorjahr ab. Geplant war für das Geschäftsjahr 2022 ein Auftragseingang von 12,0 Mio. EUR. Zum Jahreswechsel 2021/2022 konnte man mit einem sehr guten Auftragsbestand von 7,2 Mio. EUR (Vorjahr: 6,7 Mio. EUR) in das Jahr 2022 starten und diesen Wert über das erste Halbjahr hinweg halten. Trotz eines insbesondere ab dem 3. Quartal 2022 einsetzenden Auftragsrückgangs, konnte der Auftragsbestand jederzeit deutlich über der Marke von 6,0 Mio. EUR gehalten werden, welcher aus Sicht der Geschäftsleitung für Vollbeschäftigung sorgt. Letztlich konnte das Unternehmen den Jahreswechsel 2022/2023 mit einem Auftragsbestand von weiterhin sehr guten 7,6 Mio. EUR (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR) begehen. Auf Basis der vorliegenden Projekte in den ersten beiden Quartalen 2023 kann von einem weiterhin positiven Verlauf im angebrochenen Geschäftsjahr 2023 ausgegangen werden. Für das Geschäftsjahr 2022 wurde vor Jahresbeginn aufgrund des guten Auftragsbestands ein Umsatz von 16,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,6 Mio. EUR) geplant. Dieser Wert wurde im Verlauf des Geschäftsjahres immer wieder einem Forecast unterzogen. Letztlich konnte das Unternehmen das Jahr 2022, insbesondere aufgrund des zwischenzeitlich rückläufigen Auftragseingangs im zweiten Halbjahr 2022, mit einem Umsatz von 14,1 Mio. EUR (Vorjahr: 15,1 Mio. EUR) abschließen. Damit konnte das ursprünglich gesetzte Umsatzziel leider nicht erreicht werden. Der Auftragsbestand zum Jahreswechsel 2022/2023 lässt die Geschäftsleitung jedoch für das Jahr 2023 positiv in die Zukunft blicken. Fazit: Trotz der in den letzten Jahren schwankenden Umsatzentwicklung außerhalb der Branchen DRUCK und FARBEN & LACKE, sollen die Anwendungsmöglichkeiten außerhalb dieser Branchen durch die gezielte Weiterverfolgung ausgebaut werden, um das Unternehmen gegen Schwankungen in den traditionellen Branchen abzusichern und um weiteres Wachstum zu generieren. 2.3 Geschäftsergebnis Das Ergebnis nach Steuern sank im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 780 TEUR bzw. 87,7% auf 109 TEUR. In der Planung wies RENZMANN hier zunächst 1,0 Mio. EUR aus. 2.4 Tochterunternehmen RIOBEER AG CLEANING SOLUTIONS Das Tochterunternehmen RIOBEER AG CLEANING SOLUTIONS (RIOBEER) in CH-5610 Wohlen weist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 ein Jahresgewinn in Höhe von CHF 65.376,47 / EUR 65.962,88 sowie einen Bilanzgewinn in Höhe von CHF 697.610,02 / EUR 703.867,40 aus. Die Planung für das Geschäftsjahr 2023 geht ebenfalls von einem Jahresgewinn aus. 2.5 Tochterunternehmen BOUS RENZMANN Cleantech GmbH Das Tochterunternehmen BOUS RENZMANN Cleantech GmbH in Köln weist im abgelaufenen (Rumpf-) Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.217,37 aus. Die Planung für das Geschäftsjahr 2023 geht ebenfalls von einem Jahresüberschuss aus. 2.6 Tochterunternehmen RENZMANN CLEAN TECH (Changzhou) Co. Ltd. Das Tochterunternehmen RENZMANN CLEAN TECH (Changzhou) Co. Ltd. in Changzhou, China, weist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 ein Jahresverlust in Höhe von RMB 87.230,39 / EUR 11.751,47 aus. Das Kapital des Unternehmens weist zum Geschäftsjahresende RMB 106.367,71 / EUR 14.329,57 aus. Die Planung für das Geschäftsjahr 2023 geht von einem Jahresgewinn aus. 2.7 Bedeutende Vorgänge im Geschäftsjahr D.W. RENZMANN hat im Oktober 2022 nach ca. einjähriger Planung die RENZMANN CLEAN TECH (Changzhou) Co, Ltd. als Vertriebs- und Service-Niederlassung in China gegründet. Zudem hat das Unternehmen nach einer recht kurzen, aber intensiven, Due Diligence zum 04.10.2022 im Rahmen eines Asset Deals die Geschäftstätigkeiten der insolventen BOUS International GmbH mit Sitz in 51149 Köln übernommen und in die neu gegründete BOUS RENZMANN Cleantech GmbH überführt. 3. Lage des Unternehmens 3.1. Vermögenslage Per 31.12.2022 weist die Bilanz eine Bilanzsumme von 9.501 TEUR (Vorjahr: 10.387 TEUR) aus. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies eine Abnahme von 8,4% dar. Sie resultiert bei Betrachtung der Aktiva im Wesentlichen aus der Zunahme der Vorräte (+256 TEUR), bei gleichzeitiger Abnahme der Bankguthaben (-1.240 TEUR). Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von 32,2% (Vorjahr: 29,4%) gekennzeichnet. Der Zuwachs im Anlagevermögen ist im Wesentlichen bedingt durch nennenswerte Investitionen in das Finanzanlagevermögen. Durch die jeweils 100%-ige Beteiligung an der BOUS RENZMANN Cleantech GmbH (100 T€) und an der RENZMANN CLEAN TECH (Changzhou) Co. Ltd. (27 T€) sowie den Investitionen in Software Lizenzen (46 T€), Maschinen (27 T€), Betriebs- und Geschäftsausstattung (27 TEUR), EDV-Hardware (16 TEUR) und Sonstiges (2 T€), wurden Abgänge zu Restbuchwerten in Höhe von 37 TEUR verzeichnet. Diese betreffen den EDV-Bereich (Server). Letztlich wurden Investitionen in Höhe von insgesamt 245 TEUR getätigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (inkl. Rechnungsabgrenzungsposten) haben sich in Höhe von +9,6% (Vorjahr: +9,0%) gegenüber dem Vorjahr entwickelt. Dabei haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf 400 T€ (Vorjahr: 0 T€) und die sonstigen Forderungen auf 472 T€ (Vorjahr: 146 T€) erhöht. Das lag im Wesentlichen an der Gewährung eines Darlehens an die BOUS RENZMANN Cleantech GmbH sowie von der Finanzverwaltung noch zu erstattende Ertragssteuerforderungen. Auf das Vorratsvermögen entfallen 35,9% (Vorjahr: 29,9%) und auf die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände 31,9% (Vorjahr: 26,6%). Die Eigenkapitalquote beträgt 35,8% (Vorjahr: 39,4%). Der Bestand der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen hat sich um rund 394 TEUR reduziert und beträgt nunmehr 2.338 TEUR (Vorjahr: 2.732 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind, bedingt durch die planmäßigen Tilgungen von bestehenden Darlehen (210 TEUR) sowie der Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien (1.046 T€), um insgesamt 837 TEUR auf 1.999 TEUR gestiegen. Das gezeichnete Kapital ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert und beträgt 1.311.400,00 EUR. 3.2. Finanzlage Das Unternehmen weist weiterhin eine solide Finanzstruktur auf. Die Liquidität wird im Wesentlichen von einem kurzfristigen Vermögen in Höhe von 6.451 TEUR (Vorjahr: 7.271 TEUR) bestimmt. Dem gegenüber stehen Gesamtverbindlichkeiten in einem Umfang von 5.756 TEUR (Vorjahr: 5.129 TEUR). Die Darlehensverbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. So bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 1.999 TEUR (Vorjahr: 1.162 TEUR), wobei davon keine (Vorjahr: 0 TEUR) langfristiger Natur sind (> 5 Jahre). Durch die Gewinnausschüttung an die Gesellschafter im Jahr 2022 in Höhe von 800 TEUR kam es zu einem zusätzlichen Liquiditätsabfluss. Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere bedingt durch den Anstieg der gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+837 T€) sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+300 T€) und den sonstigen Verbindlichkeiten (+251 TEUR), um insgesamt 628 TEUR auf 5.756 TEUR erhöht. Die im Jahr 2022 getätigten Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 245 TEUR wurden vollständig aus den liquiden Mitteln finanziert. Hauptziel des Finanzmanagements ist stets eine dauerhafte und stabile Liquidität zur Verfügung zu stellen, um jederzeit fällige Verbindlichkeiten erfüllen zu können. So wurden alle Kapitaldienste im Geschäftsjahr pünktlich geleistet. Die Liquiditätsausstattung für das Geschäftsjahr 2022 war ausreichend. Den Zahlungsverpflichtungen konnte zu jeder Zeit nachgekommen werden. Entsprechende Bankdarlehen stehen bei Bedarf jederzeit weiterhin zur Verfügung. Die Skontierungsmöglichkeiten werden angewendet. Es kann damit gerechnet werden, dass auch künftige finanzielle Verpflichtungen termingerecht erfüllt werden können und eine anhaltend gute Vermögens- und Kapitalstruktur sowie Ertragslage erreicht wird. Die Kreditlinien wurden für 2022 nur regelmäßig in Anspruch genommen und bestehen für 2023 in erweitertem Umfang fort. Die Konditionen bestehender Kredite wurden entsprechend angepasst. 3.3. Ertragslage Der Umsatz sank im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 6,5% auf 14.096 TEUR (Vorjahr: 15.084 TEUR). Der Umsatzplan wies für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt 16.000 TEUR aus. Ursächlich für den geringeren Umsatz war insbesondere ein Rückgang der Umsätze im (west-)europäischen Markt (inklusive Inland), welcher gegenüber dem Vorjahr um 20,6% zurück ging. Die Umsätze im amerikanischen Markt sind ebenfalls gegenüber dem Vorjahr um 11,6% gesunken. Betrachtet man die Umsätze im Inland, so belaufen sich diese im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 4.172 TEUR (Vorjahr: 5.237 TEUR), was einem Rückgang von 20,3% entspricht. Dennoch bleibt Deutschland der wichtigste Markt für das Unternehmen. Für den amerikanischen Kontinent sind die Umsätze (GJ: 2.887 TEUR; Vorjahr: 3.265 TEUR; Plan: 1.298 TEUR) leicht gesunken, ebenso wie im mittleren Osten (GJ: 853 TEUR; Vorjahr: 1.167 TEUR; Plan: 700 TEUR). Die Umsätze im osteuropäischen Raum (GJ: 1.296 TEUR; Vorjahr: 694 TEUR; Plan: 992 TEUR) sowie im asiatischen Markt (GJ: 2.025 TEUR; Vorjahr: 1.097 TEUR; Plan: 3.052 TEUR) konnten dagegen gesteigert werden. Die Umsatzverteilung für das Jahr 2022 stellt sich wie folgt dar: Ø Im Geschäftsjahr 2022 wurde mit 14,1 Mio. EUR (Plan: 16,0 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahr (15,1 Mio. EUR) ein um 6,6% geringerer Gesamtumsatz erwirtschaftet. Ø Der Maschinenumsatz im Bereich DRUCK fiel mit rund 7,7 Mio. EUR (Plan: 6,7 Mio. EUR) im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 (7,1 Mio. EUR) um 8,4% höher aus. Ø Im Bereich FARBEN & LACKE sank der Maschinenumsatz mit 2,7 Mio. EUR (Plan: 5,5 Mio. EUR) gegenüber dem Vorjahr (4,8 Mio. EUR) um 43,8%. Ø Der SERVICE lag mit rund 3.718 TEUR (Plan: 3.295 TEUR) deutlich über dem Umsatz des Vorjahres (3.149 TEUR). Ø Die Erweiterung der Geschäftstätigkeiten außerhalb der genannten Branchen erbrachte im Geschäftsjahr 2022 mit 173 TEUR (Plan: 689 TEUR) einen Zusatzumsatz von 1,2% vom Gesamtumsatz; lag damit unter dem Vorjahresniveau (224 TEUR). Die Bestandsveränderungen weisen im Geschäftsjahr 2022 eine Minderung von 213 TEUR (Vorjahr: Bestandserhöhung von 58 TEUR; Plan: +/-0) aus. Der Materialaufwand stieg trotz der deutlich geringeren Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren insgesamt leicht um 18,8% auf 4.528 TEUR (Vorjahr: 5.579 TEUR) an. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen dabei im gleichen Zeitraum um 391 TEUR bzw. 56,8%. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,7% gesunken und beträgt 6.037 TEUR (Vorjahr: 6.539 TEUR; Plan: 6.615 TEUR). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen durch variable Bestandteile sowohl aus dem Lohn-, als auch dem Gehaltsbereich. Der Personalbestand umfasste zum 31.12.2022 97 (Vorjahr: 99) Voll- und Teilzeitbeschäftigte, 6 (Vorjahr: 7) Aushilfen, 5 (Vorjahr: 6) Auszubildende und 0 (Vorjahr: 0) Langzeitpraktikantin. Im Geschäftsjahr 2022 beträgt das Ergebnis nach Steuern 121 TEUR (Vorjahr: 895 TEUR; Plan: 1.039 TEUR). Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 beträgt 109 TEUR (Vorjahr: 890 TEUR) und verzeichnet damit einen Rückgang von 87,8% gegenüber dem Vorjahr. 3.4. Fazit der Geschäftsleitung Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts stellt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage weiter als solide dar. 4. Prognosebericht Der zum Jahreswechsel 2022/2023 realisierte Auftragsbestand ermöglichte eine sichere Planung für die erste Jahreshälfte 2023 auf gutem Umsatzniveau. Bis zum Zeitpunkt des Erstellens des vorliegenden Lageberichtes lag der Auftragseingang für die Monate Januar - März 2023 bei 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR) und damit -für das erste Quartal eines Jahres typischerweise- unterhalb des anteiligen Planungszieles. Der Auftragsbestand wies per Ende März 2023 einen Wert von 7,5 Mio. EUR aus. Ab Anfang März 2022 schloss sich unmittelbar an die Corona-Pandemie eine weitere Krise an. Der Angriffskrieg Russlands in die Ukraine hat das wirtschaftliche Klima sowie das Leben in Europa allgemein sehr verändert. Zwischenzeitlich war die Energieversorgung in Frage gestellt, heute ist sie zumindest deutlich teurer. Mit den Energiekosten sind nahezu alle weiteren Kosten zum Lebenserhalt und in der Wirtschaft gestiegen, und die weitere Entwicklung ist nicht absehbar. Gleichzeitig haben die Banken die Zinsen maßgeblich angehoben. Vor diesem Hintergrund herrscht in vielen wirtschaftlichen Bereichen große Verunsicherung und entsprechend signifikante Zurückhaltung hinsichtlich neuer Investitionen. In diesem Umfeld erlebte D.W. RENZMANN im Jahr 2022 unterjährig und vor allem zum Jahresende hin Phasen unterdurchschnittlicher Auftragseingänge, die zur partiellen Unterbeschäftigung im Unternehmen führten. Dem Umstand wurde mit der Einrichtung der Kurzarbeit in einzelnen Unternehmensbereichen begegnet. Die letzte Kurzarbeitsphase dauert bis zum Zeitpunkt der Berichterstellung an. Seit dem Frühjahr 2022 bereiten zudem die mangelnden Verfügbarkeiten wesentlicher Zukauf-Komponenten, ihre verspäteten Lieferungen und überhöhten Preise, Sorgen. Das führt dazu, dass in Bearbeitung befindliche Aufträge verspätet ausgeliefert und damit erst zeitverzögert umsatzwirksam verbucht werden können. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung kann davon gegangen werden, dass das Unternehmen im Laufe des 2. Quartals 2023 wieder die Situation der Vollbeschäftigung erreichen wird. Es konnte in den ersten Wochen des Jahres 2023 ein attraktives Portfolio interessanter Projekte mit hohen Einzelvolumina aus dem FARBEN & LACKE inklusive angrenzender chemischer Industrien wie auch aus dem DRUCK, mit hohen Auftragswahrscheinlichkeiten generiert werden. Dieser Umstand veranlasst die Geschäftsleitung, dem weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2023 grundsätzlich positiv entgegenzusehen. Die Geschäftsleitung geht auf Basis derzeitiger Erkenntnisse und unter Berücksichtigung von Auftrags- und Halbfertigbestand zum Jahreswechsel 2022/23 von Umsätzen in Höhe von 17,3 Mio. EUR für das Jahr 2023 aus. Man wird die Umsatzentwicklung des ersten Halbjahres 2023 beobachten, um im Juli 2023 ggf. eine Anpassung des Umsatzzieles und des Budgets für das laufende Jahr 2023 vorzunehmen. Die strategischen Budgets weisen für das Jahr 2024 ein Umsatzziel von 17,8 Mio. EUR und für das Jahr 2025 ein Umsatzziel von 18,2 Mio. EUR aus. An diesen Zielen will die Geschäftsleitung zum Zeitpunkt der Berichterstattung weiter festhalten, behält sich aber die Möglichkeit der Anpassung für den Fall, dass die verschiedenen oben angeführten Umstände den weiteren Geschäftsverlauf maßgeblich negativ beeinträchtigt, vor. Die strategische Umsatzplanung des Unternehmens basiert auf Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung, vorrangig in den beiden bekannten Branchen DRUCK und FARBEN & LACKE in geografischer Hinsicht und vorsichtig optimistisch in anderen Industriezweigen durch neue Anwendungen bekannter oder abgewandelter Techniken unter Berücksichtigung der Kernkompetenzen des Unternehmens. Aus aktueller Sicht ist die Erfüllung der gesetzten Jahresziele realisierbar. Die Geschäftsleitung weist darauf hin, dass die tatsächlichen Planungsergebnisse von den Erwartungen aufgrund der nachfolgend genannten Chancen und Risiken abweichen können. Für das angebrochene Geschäftsjahr 2023 sind neben den üblichen bestandserhaltenden Maßnahmen mit dem Schwerpunkt auf Pflege der vorhandenen IT-Struktur, vor allem eine Investition in eine PV-Anlage mit Ladestationen für e-Fahrzeuge mit dem Ziel der Optimierung der Nachhaltigkeit des Unternehmens geplant. 5. Risikobericht Wesentliche negative Einflüsse auf das weltwirtschaftliche Agieren waren politische Instabilitäten. Hierunter ist der aktuell besonders präsente Handelsstreit zwischen den USA und China, der zu protektionistisch motivierten Handelshemmnissen führt, aber vor allem der seit einem Jahr anhaltende Angriffskrieg Russlands in die Ukraine zu nennen. Als Reaktion auf Russlands Vorgehen gegen die Ukraine haben mittlerweile die EU sowie die USA mit drastischen Sanktionen gegenüber Russland reagiert, was einerseits zur Isolation Russlands führt, aber die Energie-Versorgung der EU zwischenzeitig in Frage gestellt hat. Mittlerweile sind die Preise für nahezu alle Energieträger signifikant gestiegen, was die Kostenstruktur der Industrie sowie der Privathaushalte massiv belastet. Die Unternehmen reagieren sehr verunsichert und halten notwendige Neuanschaffungen zurück. Zudem bremsen die Zinserhöhungen der Banken die Investitionsbereitschaft weiterhin ein. 5.1 Finanzrisiken Die Kunden haben, den oben beschriebenen krisenbedingten Auswirkungen geschuldet, aufgrund verlangsamter Prozesse oder gar ausbleibender Geschäfte einen erhöhten Liquiditätsbedarf, um ihre regelmäßigen Kosten zu decken. Deshalb wird noch intensiver darauf hingewirkt, dass die in den Kaufverträgen formulierten Zahlungsmodalitäten möglichst hohe Anzahlungen beinhalten und nachfolgende Schritte der Auftragsbearbeitung erst nach Erhalt der Zwischenzahlungen eingeleitet werden. Zudem erfolgen konsequente Abfragen zur Finanzlage der beauftragenden Kunden mit der Absicherung über Warenkreditversicherungen. Grundsätzlich gilt weiterhin, dass investitionswillige Kunden im Ausland zur Einhaltung der vereinbarten Zahlungsmodalitäten entweder nennenswerte Vorauszahlungen leisten oder Akkreditive eröffnen müssen. Die Banken sind bei der Vergabe derartiger Absicherungsgeschäfte in einigen Ländern vorsichtig und verzögern oder verhindern so die Auftragsvergabe an D.W. RENZMANN. 5.2 Allgemeines wirtschaftliches Risiko/Marktrisiko Die Unternehmensführung informiert sich permanent über die Umsatz- und Kostenentwicklung und wird abhängig vom zukünftigen Geschäftsverlauf zeitnahe Entscheidungen treffen. An dieser Stelle sei noch ergänzt, dass sich das Unternehmen auf eine weiter zunehmend praktizierte Art der protektionistisch motivierten Handelsbeschränkungen, nämlich der Verschärfung nationaler Richtlinien, eingestellt hat und sowohl die Standardprodukte wie auch die Individuallösungen im Zuge eines eigens geschaffenen Projektmanagements an die unterschiedlichen technischen Anforderungen der jeweiligen Zielländer anpassen kann. Es liegen aus aktueller Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken vor. 6. Chancenbericht Die Pandemie als Entwicklungsbeschleuniger. Die Pandemie mit den damit verbundenen massiven Kontakt- und Bewegungseinschränkungen sowohl innerhalb des Unternehmens aber vor allem außerhalb haben dazu geführt, dass die internen wie auch externen Prozesse deutlich digitaler abgebildet werden. Dies gilt für Serviceaktivitäten im Remote-Modus mit Unterstützung durch VR-Technik sowie für interne wie auch externe Kommunikationswege und Präsentationsmedien. Kommunikation und Begegnung ausschließlich auf digitaler Ebene wird nicht zukunftweisend sein, aber eine Mischung aus beidem unter Einsatz digital unterstützender Techniken bei Präsenzveranstaltungen werden die nahe Zukunft sein. Dabei werden die Informationsinhalte mit einem höheren Individualisierungsgrad aufbereitet und deutlich effizienter transportiert. Es ist davon auszugehen, dass die Entwicklung dorthin ohne die Pandemie erheblich langsamer erfolgt wäre. Die Geschäftsleitung will an dieser Entwicklung anknüpfen und mit dem Ziel einer deutlichen Effizienzsteigerung interne Prozesse einem digitalen Transformationsprozess unterziehen. Die Geschäftsleitung sieht für die folgenden Geschäftsjahre weiterhin Chancen für nennenswerte Umsatzsteigerungen in den Schwellenländern mit hoher Population. Das dortige Konsumverhalten ändert sich massiv, was zu einem deutlichen Anstieg des Bedarfs an verpackten Waren, demnach auch an Verpackungen, nach sich zieht. Folglich werden in diesen Ländern verstärkt Druckkapazitäten aufgebaut und damit sollte der Bedarf an RENZMANN-Maschinen steigen. Hierbei setzt das Unternehmen weiterhin den Fokus auf Asia Pacific mit China als Schwerpunkt. Das Unternehmen ist auf eine Ausweitung der Aktivitäten in gesamt Asia Pacific organisatorisch und seitens der notwendigen Ressourcen vorbereitet und will in diese Entwicklung mittelfristig auch den afrikanischen Kontinent einschließen. Im Februar 2023 hat RENZMANN CLEAN TECH an der China Coat, Guangzhou, im Bereich FARBEN & LACKE teilgenommen sowie die D.W. RENZMANN im März 2023 an der Messe ICE, München, für den DRUCK-Bereich. Weiterhin sind für das Geschäftsjahr 2023 folgende Messeteilnahmen geplant: European Coating Show, Nürnberg, Gulf Coating Show, Dubai, und Asia Coatings Show, Jakarta für den Bereich FARBEN & LACKE sowie für den DRUCK-Bereich die Chinaplas, Shenzen, die ProPak China, Shanghai, die All in Print, Shanghai, und die Converflex, Mailand, für den Bereich DRUCK, wobei alle Messen in China von der RENZMANN CLEAN TECH wahrgenommen werden. Zuletzt sei erwähnt, dass die BOUS RENZMANN Cleantech im März 2023 mit dem Handelspartner BUOB AG an der INNOTEQ in Bern aktiv war und für das Jahr 2023 die Teilnahme an der SAW EXPO in Friedrichshafen und an der PARTS 2 CLEAN in Stuttgart plant.
Monzingen, 19. Mai 2023 Michael Schneiß, Geschäftsführer Mathias Meyer, Prokurist BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.20221. Allgemeine Angaben 1.1 Generalnorm Dem Jahresabschluss zum 31.12.2022 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, die ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie die Regelungen des Gesellschaftsvertrages zugrunde. 1.2 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 2.1 Bilanzierungsmethoden Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Anwendungsvorschrift des § 267 Abs. 4 HGB Anwendung. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 266-274a, 275-277 HGB erstellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. Die Bilanzierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. 2.2 Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt. Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt: ANLAGEVERMÖGEN Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände wurden linear pro-rata-temporis abgeschrieben. Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellkosten bewertet. Gebäude wurden linear über eine Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen. Technische Anlagen und Maschinen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellkosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen. Die Vermögensgegenstände werden zum Teil linear, zum Teil degressiv abgeschrieben. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellkosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter im Einzelanschaffungspreis bis EUR 800,00 netto wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen sind mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. UMLAUFVERMÖGEN Vorräte Roh-, Hilf- und Betriebsstoffe sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Unfertige Leistungen sind entsprechend ihres Fertigungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten wurden neben direkt zuordenbaren Kosten auch die notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Geleistete Anzahlungen Sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen Rechnung getragen. Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind mit ihren Nominalwerten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN sind zu Anschaffungskosten bewertet. RÜCKSTELLUNGEN Steuerrückstellungen sind in Höhe des voraussichtlichen Anfalls dotiert. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbare Risiken. VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1 Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Gliederung zum 31.12.2022 und die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 sind im Anlagespiegel zum 31.12.2022 (Blatt 9) dargestellt. 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Restlaufzeiten Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 2.948.424,06 (Vorjahr: EUR 2.759.649,18) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, welche sich aus dem nachfolgenden Forderungsspiegel ergeben (Blatt 10). Gegenüber Gesellschaftern werden im Berichtsjahr Forderungen in Höhe von EUR 4.211,28 (Vorjahr: EUR 4.211,28) ausgewiesen. 3.3 Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Beträge aus abgegrenzten Disagien in Höhe von EUR 19.000,00 (Vorjahr: EUR 25.000,00). Daneben enthält dieser Posten Anzahlungen für Messen in Höhe von EUR 43.814,97 (Vorjahr: EUR 27.586,57) sowie abgegrenzte Dienstleistungen im Rahmen von EDV-Support in Höhe von EUR 15.788,75 (Vorjahr: EUR 22.452,50). 3.4 Eigenkapital Im ausgewiesenen Bilanzgewinn i. H. v. EUR 2.092.969,96 sind EUR 1.983.771,30 Gewinnvortrag enthalten. Mit Gesellschafterbeschluss vom 25.05.2022 wurden EUR 800.000,00 an die Gesellschafter ausgeschüttet. 3.5 Rückstellungen Nachfolgend die Angabe und Erläuterung der sonstigen Rückstellungen:
3.6 Verbindlichkeiten 3.6.1 Restlaufzeiten Die Restlaufzeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel. (Blatt 11) 3.6.2 Sonstige Verbindlichkeiten In der Gesamtsumme in Höhe von EUR 472.129,40 (Vorjahr: EUR 491.890,72) sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 44.630,05 (Vorjahr: EUR 47.559,24) enthalten. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen mit EUR 64.007,41 (Vorjahr: EUR 61.185,31) Erträge aus geldwertem Vorteil von Mitarbeitern, mit EUR 2.237,47 (Vorjahr: EUR 5.400,00) periodenfremde Erträge und mit EUR 3.000,00 (Vorjahr: EUR 13.372,71) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und enthalten. Erträge aus Währungsumrechnung sind mit EUR 18.843,90 (Vorjahr: EUR 2.263,28) und Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigung in Höhe von EUR 6.000,00 (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von EUR 3.248,33) enthalten. 4.2 Sonstige betriebliche Aufwendungen Im Vorjahr wurden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Zuführungen zu Wertberichtigungen mit EUR 3.248,33 sowie periodenfremde Aufwendungen mit EUR 493,06 und Aufwendungen aus Währungsumrechnung mit EUR 2.656,17 ausgewiesen. Im Berichtsjahr fielen derartige Aufwendungen nicht an. 5. Sonstige Pflichtangaben 5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen zum 31.12.2022:
5.2 Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 109 Arbeitnehmer beschäftigt (Vorjahr: 113).
5.3 Organmitglieder Geschäftsführung Als Geschäftsführer waren im Berichtsjahr bestellt: Herr Dipl.-Ing. Michael Schneiß, Mendig, kaufmännischer Geschäftsführer Beiräte Als Beiräte waren im Berichtsjahr bestellt: Herr Gregor Groeger, Unternehmensberater, Beiratsvorsitzender Herr Robert Rupp, Unternehmer Frau Dr. Beate Klingenberg, Diplomkauffrau Frau Dr. Irene Klingenberg, Ärztin 5.4 Angabe der Gesamtbezüge für Organmitglieder im Geschäftsjahr 2022 Die Angaben zu den Gesamtbezügen für die beiden Mitglieder der Geschäftsführung unterbleiben gemäß den Bestimmungen zu den Erleichterungsvorschriften des § 285 Nr. 9a HGB, welche sich aus § 286 Abs. 4 HGB ergeben. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 haben die Mitglieder des Beirates insgesamt Aufwandsentschädigungen in Höhe von EUR 33.600,00 zzgl. gesetzl. geltender Umsatzsteuer (sofern anwendbar), erhalten. 5.5 Angaben über Unternehmensbeziehungen Die Gesellschaft hält 100% der Anteile (nominal CHF 100.000 / EUR 64.536,95) an der RIOBEER AG CLEANING SOLUTIONS, Wohlen, Schweiz. Zum 31.12.2022 weist die Gesellschaft einen Jahresgewinn in Höhe von CHF 65.376,47 / EUR 65.962,88 sowie einen Bilanzgewinn in Höhe von CHF 697.610,02 / EUR 703.867,40 aus. Die Gesellschaft hält weiterhin 100% der Anteile (EUR 100.000,00) an der BOUS RENZMANN Cleantech GmbH, Köln. Zum 31.12.2022 weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.217,37 aus. Die Gesellschaft hält außerdem 100% der Anteile (nominal RMB 193.598,10 / EUR 27.000,00) an der RENZMANN CLEN TECH (Changzhou) Co. Lzd., Changzhou, China. Zum 31.12.2022 weist die Gesellschaft einen Jahresverlust in Höhe von RMB 87.230,00 / EUR 11.751,47 aus. 5.6 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Die weltpolitischen Instabilitäten, welche sich insbesondere durch den Ukraine-Russland Konflikt ergeben, haben das Geschäftsjahr 2022 insbesondere belastet. Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise sind ebenfalls noch nicht gänzlich verschwunden. Insgesamt verweisen wir an dieser Stelle auf unsere ausführlichen Erläuterungen dazu im Lagebericht. 5.7 Ergebnisverwendung Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Die Geschäftsführung schlägt vor, den sich ergebenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.092.969,96 auf neue Rechnung vorzutragen.
Monzingen, 19. Mai 2023 gez. Michael Schneiß, Geschäftsführer gez. Mathias Meyer, Prokurist Forderungsspiegel
Verbindlichkeitenspiegel
1) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden i. H. v. 4.073.712,94 Euro abgesichert Anlagespiegel
Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern1.1.2022 - 31.12.2022Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 4.211,28 EUR. 1.1.2021 - 31.12.2021Der Betrag der sonstigen Vermögensgegenstände gegenüber Gesellschaftern beträgt 4.211,28 EUR. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 19.05.2023 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die D.W. RENZMANN Apparatebau GmbH, Monzingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der D.W. RENZMANN Apparatebau GmbH, Monzingen, - bestehend aus Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der D.W. RENZMANN Apparatebau GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 19. Mai 2023 SPH
Audit GmbH
Anja Panek, Wirtschaftsprüferin |
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