Brandt Backwaren Vertriebs GmbH
Enneper Straße 152, 58135 Hagen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Meike, geb. Banceanu Kames seit 29.9.2025 | Prokura |
Oliver Böcker seit 12.5.2025 | Geschäftsführer |
Malte Hoefling seit 12.5.2025 | Prokura |
Monika Ida Charlotte Brandt seit 12.5.2025 | Prokura |
Matthias Christian Grüssing seit 4.9.2024 | Geschäftsführer |
Christoph Hubertus Brandt seit 25.1.2018 | Geschäftsführer |
Carl-Heinz Brandt seit 25.1.2018 | Geschäftsführer |
Kerstin Gorecki seit 6.3.2015 | Prokura |
Jürgen Ernst seit 6.3.2015 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Brandt Backwaren Vertriebs GmbHHagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023Lagebericht1. Grundlagen des Konzerns / Unternehmens a) Geschäftsmodell des Konzerns / Unternehmens Die Unternehmensgruppe Brandt ist ein 1912 gegründetes mittelständisches Familienunternehmen der Lebensmittelindustrie. Brandt ist in über 100 Jahren Firmengeschichte inzwischen ein bekanntes und geschätztes Unternehmen im Markt, das auch über neu akquirierte und erfolgreich in die Gesamtgruppe integrierte Geschäftsfelder gewachsen ist. Gegenstand der Unternehmensgruppe ist heute die Herstellung von Backwaren (vor allem Zwieback und Knäckebrot) und von Schokolade. In Deutschland sind wir Marktführer für Zwieback und der größte Hersteller für sogenanntes Kalt-Knäckebrot. Im Knäckebrotmarkt insgesamt ist unser Konzernunternehmen Burger Knäcke einer der größten Marktteilnehmer, im Jahr 2023 erreichten wir mit Burger Knäcke eine Listung unter den TOP 100 Lebensmittelmarken mit dem größten Marktanteilszugewinn. Als Schokoladenhersteller sind wir u.a auch Spezialist für saisonale Anlässe (Ostern, Weihnachten). Die Brandt Backwaren Vertriebs GmbH - im Folgenden als "Berichtsunternehmen" bezeichnet - übernimmt innerhalb der Brandt-Gruppe den Vertrieb und das Marketing für die Backwaren-Produkte, also Zwieback und Knäckebrot. b) Ziele und Strategien Die Ziele und Strategien in den einzelnen Geschäftsbereichen orientieren sich an den unterschiedlichen Voraussetzungen. Bei Zwieback ist Brandt mit einer starken Marke Marktführer. Hier ist die hohe Bekanntheit der Marke Basis für die Weiterentwicklung des starken Markengeschäfts. Die Verwendungsanlässe von Zwiebackprodukten werden durch neue Produkte sowie durch entsprechende Werbung ausgeweitet. Darüber hinaus wird auch für Handelsmarken und andere Industriemarken produziert. Bei Knäckebrot verfügt Burger Knäcke ebenfalls über eine hohe Markenbekanntheit. Im Jahr 2023 erreichten wir mit Burger Knäcke eine Listung unter den TOP 100 Lebensmittelmarken mit dem größten Marktanteilszugewinn. Auch Knäckebrot wird für Handelsmarken und andere Industriemarken produziert. c) Steuerungssystem Es werden moderne betriebswirtschaftliche Steuerungssysteme eingesetzt. Die einzelnen Geschäftsbereiche werden unabhängig von der gesellschaftsrechtlichen Organisation als Profit-Center betrachtet. d) Forschung und Entwicklung Die Brandt-Gruppe entwickelt fortlaufend neue Produkte in allen Geschäftsbereichen. Dafür arbeitet jeweils ein festes Team zur Produktentwicklung sowohl bei den Backwaren als auch im Bereich Schokolade. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das allgemeine wirtschaftliche Umfeld war für die deutsche Süßwarenindustrie insgesamt gut. Gemäß dem Bericht des BDSI (Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie e.V.) gab es im Kalenderjahr 2022 einen Anstieg bei der Produktion von Süßwaren (+2,3% auf 4.177,6 Tto.). Deutlicher stieg der Wert in Euro (+8,1% auf 14,2 Mrd. EUR, Quelle: BDSI). Für unser Geschäft ist u.a die Marktentwicklung im Bereich "Feine Backwaren" wichtig. Hier stieg die Menge ggü. dem Vorjahr um 2,5% auf 755,3 Tto, der Wert stieg um 8,8% auf 2,4 Mrd. EUR). So stieg im Kalenderjahr 2022 die Produktion von Knäckebrot aller Anbieter in Deutschland gegenüber dem Vorjahr sowohl bei der Menge (auf 50,2 Tto) als auch beim Wert (auf 168,6 Mio. EUR, Quelle: BDSI). Das Konsumverhalten wird beeinflusst durch ein wachsendes Interesse der Verbraucher an nachhaltigen Produkten und Snacking. Die Qualität der Rohstoffe, die Produktionsbedingungen sowie die Regionalität der Rohstoffe und die regionale Herstellung der Produkte gewinnen an Bedeutung. Im Süßwarenbereich kommen die Angebote aber bislang nicht über ein Nischendasein hinaus. Im Brot- und Backwarenbereich sind Backstationen im Discount und Lebensmitteleinzelhandel mittlerweile flächendeckend vertreten. Mit ihrem frischen Angebot nehmen sie haltbaren Backwaren einen Teil ihres Geschäftes weg. In den Produktionsgesellschaften belasten die Entwicklungen an den Energiemärkten seit Beginn des Ukrainekrieges weiter stark, die auch bei nahezu allen Rohstoff- und Verpackungsbereichen sowie den Logistikkosten zu teils drastischen Preiserhöhungen führten. Knapper Frachtraum und der weiterhin zunehmende Mangel an Fachkräften verschärften die angespannte Situation zusätzlich. Das Geschäftsjahr 2022/23 war ebenfalls immer noch von den weltweiten Aus-/Nachwirkungen der Corona Pandemie geprägt. Die für 2022 erwartete Entspannung an den Märkten traf gar nicht bzw. nur mit starker Verzögerung ein, da durch den Ukrainekrieg neben den Energiekosten auch die meisten Rohstoff- und Verpackungskosten weiter auf hohem Niveau verharrten. Kriegsbedingte Unsicherheiten auf dem Getreidemarkt sorgten auch für eine Erhöhung der Prämien und die gestiegenen Herstellungskosten (Energie, Logistik, Personal) führten im Laufe des GJ dazu, dass - trotz zwischenzeitlichem Erreichen des Vorkriegsniveaus an der MATIF - die Mehlpreise dauerhaft auf einem sehr hohen Niveau verharrten. So standen die MATIF - Weizenpreise zu Beginn des GJ22/23 auf einem Rekordhoch, fielen danach mit teilweise aber starken zwischenzeitlichen Schwankungen wieder ab. Während sich die Zuckerpreise im größten Teil des GJ 22/23 eher seitwärts bewegten, begann mit der Zuckerkampagne 2022 im Oktober ein kontinuierlicher ab Jahresanfang dann massiver Preisanstieg, der zum Ende des GJ 22/23 dann ein zwischenzeitliches Rekordhoch mit den höchsten Preisen seit 2012 erreichte. Die Anbauflächen für Zuckerrüben sind seit 2020 in etwa gleichbleibend, allerdings ging der Ertrag zwischen 2021 und 2022 deutlich zurück. Die Börsenpreise des Kakao bewegten sich zu Beginn des GJ 22/23 eher seitwärts, zogen aber mit zunehmender Intensität ab Herbst deutlich an. Aufgrund unsicherer Meldungen aus dem Ursprung, die Aussicht eines drohenden El Nino - Effekts und vermuteten spekulativen Geschäften an der Börse stieg der Kakaopreis gegen Ende des Geschäftsjahres auf den höchsten Stand seit 2016. Die Verfügbarkeit von Spotprodukten war weiterhin sehr knapp, da die europäischen Lieferanten mit Kapazitätsproblemen und robuster Nachfrage kämpften. Die hohen Energie- und Futtermittelkosten wirkten sich weiterhin auf die Gewinnspannen der Landwirte aus und führten zu Inflationsdruck auf die Milchpreise. Die Milcherzeugung stieg zwischen September und November, unterstützt durch mildes Wetter und lag über dem Vorjahresniveau. EU-Milchverarbeiter senkten zwar die Ab-Hof-Preise, aber der Preisdruck auf die Verarbeiter bei steigender Verfügbarkeit und geringer Nachfrage blieb hoch. Um die Übermengen an Frischware haltbar zu machen, wurde viel Milchpulver produziert, wodurch hier ein konstantes Preisniveau erreicht wurde. Alle genannten Faktoren zu Kostensteigerungen führten zur Notwendigkeit, höhere Verkaufspreise mit dem Lebensmitteleinzelhandel zu erreichen. Das Einkaufsverhalten des im Grunde auf wenige Marktteilnehmer konzentrierten Lebensmittelhandels wirkt sich massiv auf die Lebensmittelindustrie aus. Es konnten die notwendigen Preiserhöhungen nur nach zähen Verhandlungen und oft nur teilweise weitergegeben werden. b) Geschäftsverlauf - Geschäftsbereich Zwieback Im Berichtszeitraum konnte Brandt die Erwartungen übertreffen und seinen Umsatz ausweiten. Erneut konnte das starke Markengeschäft sowohl in der Menge als auch im Umsatz gesteigert werden. Eine rückläufige Entwicklung gab es im Bereich der Eigenmarken. - Geschäftsbereich Knäcke Im Bereich Knäckebrot konnten wir, wie erwartet, gegenüber dem letzten Geschäftsjahr eine deutliche Steigerung bei den verkauften Mengen verzeichnen. Dies gilt sowohl für die Entwicklung des Markengeschäft als auch für Private Label. In Konsequenz ist auch der Umsatz ggü. Vorjahr deutlich gestiegen. c) Lage: Ertragslage, Finanzlage (Kapitalstruktur, Investitionen, Liquidität), Vermögenslage a) Ertragslage Das Berichtsunternehmen schließt im Berichtsjahr mit einem Jahresüberschuss von TEUR 1.839 ab und liegt damit um 820 TEUR über dem Vorjahresergebnis. Das EBT (Earnings Before Taxes) hat sich um 1.351 TEUR auf 2.835 TEUR verbessert. Auf die Entwicklung der Ertragslage der Sparten haben folgende Faktoren einen besonderen Einfluss gehabt: Die Entwicklung des Ergebnisses, welches wir mit Zwiebackprodukten erzielten, liegt trotz deutlich gestiegener Materialkosten aufgrund einer niedrigeren Personalintensität und einer Umsatzsteigerung über dem Vorjahresergebnis. Im Bereich Knäckebrot konnten die ggü. Vorjahr massiv höheren Materialkosten durch eine niedrigere Personalintensität und höhere Umsätze überkompensiert werden. b) Finanzlage Das Unternehmen finanziert sich überwiegend innerhalb der Unternehmensgruppe. Die Liquiditätslage ist weiterhin als gut zu bezeichnen, es sind auch künftig keine finanziellen Engpässe zu erwarten. Zu den bestehenden Finanzierungsinstrumenten zählen neben der intercompany Finanzierung im Wesentlichen Factoring sowie bestehende Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist es, das Unternehmen und die gesamte Unternehmensgruppe gegen finanzielle Risiken jeglicher Art abzusichern. Vorhandene Geldüberschüsse werden konservativ auf Bankkonten angelegt, es findet keine spekulative Geldanlage statt. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt und permanent an die aktuellen Änderungen angepasst. c) Vermögenslage Das Vermögen der Gesellschaft besteht überwiegend aus Forderungen. d) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Der Cash-Flow beträgt 2.365 TEUR. Im Einzelnen ergibt sich dieser wie folgt:
Die Bilanzsumme beläuft sich zum 30.04.2023 auf 12.318 TEUR (Vorjahr: 9.878 TEUR). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (11.777 TEUR) haben um 2.518 TEUR zu-, die flüssigen Mittel (423 TEUR) um 14 TEUR abgenommen. Unsere Eigenkapitalquote beträgt 47,4 % (Vorjahr: 54,7 %); sie hat sich gegenüber dem Vorjahr durch die gestiegene Bilanzsumme (auf 12.318 TEUR), der ein Anstieg des Bilanzgewinns (440 TEUR) entgegensteht, reduziert. Daneben stehen uns weitere 52,6 % (Vorjahr: 45,3 %) der Bilanzsumme als Fremdkapital zur Verfügung. Brandt ist seit langem in der Herstellerinitiative "Forum nachhaltiger Kakao" Mitglied. Im Jahr 2023 erreichten wir mit Burger Knäcke eine Listung unter den TOP 100 Lebensmittelmarken mit dem größten Marktanteilzugewinn. 3. Prognose-, Chancen und Risikobericht Die Liquidität ist auf der Basis der beschriebenen Finanzlage gesichert. Absatzrisiken im Bereich Backwaren sehen wir vor allem im Einkaufverhalten und der aggressiven Preispolitik des Lebensmittelhandels, die eine Überwälzung bzw. teilweise Weitergabe der gestiegenen Kosten sehr schwierig macht. Auch große Markenhersteller sind nicht sicher vor Auslistungen. Durch engen Kontakt zu unseren Handelskunden über unser Key-Account-Management sowie durch die verbesserte Betreuung des Lebensmittelhandels in der Fläche wirken wir derartigen Risiken entgegen und konnten uns unseren Kunden als attraktiver und auch in Krisenzeiten verlässlicher Partner präsentieren. Wir erwarten bei Zwieback ein leichtes Wachstum, insbesondere auch durch die werbliche Unterstützung unserer Produkte. Mit Knäckebrot sehen wir gute Optionen, unser Geschäft weiter auszubauen. Darüber hinaus haben wir unter der Marke Brandt erfolgreich ein neues Knäckebrot eingeführt. Für das kommende Jahr erwarten wir ein leichtes Umsatzwachstum bei Zwieback und bei Knäckebrot. Das Debitorenrisiko managen wir über die Beobachtung der Kreditwürdigkeit unserer Kunden durch Auskunfteien und durch Kreditversicherungen. Devisenkursrisiken sind bei der Berichtsgesellschaft nicht vorhanden, da die Faktura fast durchgehend in Euro erfolgt. IT-Risiken werden durch eine Vielzahl von Maßnahmen bestmöglich begrenzt. Dazu gehören physische und datentechnische Zugangssicherungen, Datenhaltung verteilt auf mehrere Standorte, Outsourcing an professionelle Rechenzentren, moderne Abwehrsysteme gegen Cyber-Attacken sowie die Einschaltung externer Experten zum Erkennen und zur Abwehr von Risiken, sofern die interne Expertise nicht ausreichend erscheint. Die Werke und Lagerstandorte der produzierenden Schwestergesellschaften verfügen über angemessene Bewachungs- und Zugangssicherungen, um ein Eindringen Dritter zu vermeiden. Ein bei den Schwestergesellschaften vorhandenes, umfassendes Qualitätsmanagementsystem, von der Auswahl der Lieferanten, der Wareneingangskontrolle bis hin zur Fertigware und Auslieferung verbunden mit einem funktionierenden und regelmäßig kontrollierten Chargenrückverfolgungssystem sichert uns gegen mögliche Risiken, u.a. auch Produktkontaminationen, ab. Außerdem besteht ein umfassender Versicherungsschutz, den wir jährlich mit Hilfe eines qualifizierten Maklers überprüfen. Der Versicherungsschutz umfasst auch eine Produktschutzversicherung. 4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Aus dem Einsatz von Factoring ergeben sich in den verkauften Forderungen keine Risiken. Weitere Finanzinstrumente sind auf Ebene der Berichtsgesellschaft nicht vorhanden.
Hagen, 17. Oktober 2023 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Brandt Backwaren Vertriebs GmbH hat ihren Sitz in Hagen, sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hagen unter HRB 9747 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss der Brandt Backwaren Vertriebs GmbH ist für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis 30. April 2023 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist wie bisher das Gesamtkostenverfahren gewählt worden. Die Brandt Backwaren Vertriebs GmbH gilt nach den Größenkriterien des HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, die linear und zeitanteilig vorgenommen werden. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer sind betriebliche Erfahrungen sowie als Orientierungshilfe die amtlichen AfA-Tabellen berücksichtigt worden. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 250,00 Euro bis zu 800,00 Euro werden im Wirtschaftsjahr sofort abgeschrieben; bis zu einem Betrag von 250,00 Euro werden diese als Aufwand verbucht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert oder niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert; alle erkennbaren Ausfallrisiken werden durch Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Darlehen und sonstigen Verrechnungen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen angesetzt, die voraussichtlich in künftigen Geschäftsjahren zu steuerlichen Be- oder Entlastungen führen werden. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Für die Bewertung der latenten Steuern wurde der unternehmensindividuelle Steuersatz zugrunde gelegt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen und ausreichend. Ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme passiviert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden ebenso wie die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen auf der Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten gebildet. Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen und ausreichend. Ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag passiviert. Die Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. dem höheren Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verrechnungen. IV. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Gliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen Der Posten enthält zum Bilanzstichtag Forderungen gegen Gesellschafter von 3.680,4 TEuro (Vj. 234,2 TEuro). Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind insbesondere Forderungsansprüche gegen die Factoringgesellschaft (4.053,7 TEuro), Gewerbesteuererstattungsansprüche (59,6 TEuro), Körperschaftsteueransprüche (9,4 TEuro) sowie Forderungen gegenüber Kunden (55,0 TEuro) enthalten. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt und für den eine Rücklage gebildet wurde, beträgt 8.148,00 Euro; er setzt sich wie folgt zusammen:
Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus in Vorjahren erteilten Ruhegeldzusagen gegenüber Betriebsangehörigen. Das Versorgungswerk ist zum 1. Januar 1984 geschlossen worden. Die Bewertung der Pensionsrückstellung ist nach der "Projected Unit Credit Method" unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses von 1,80 % durchgeführt worden. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten zehn Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Berechnung liegen die Richttafeln 2018 G von Prof. Klaus Heubeck zu Grunde. Aufgrund der Notwendigkeit nach § 16 BetrAVG, i.d.R. alle drei Jahre eine Anpassung der vereinbarten Festbetragsrenten zu überprüfen, wurde in der Berechnung des Versicherungsmathematikers ein Rententrend von 1,5 % berücksichtigt. Bei einer Bewertung der Verpflichtung mit dem Zinssatz entsprechend einer Durchschnittsbetrachtung über sieben Jahre (Stand 30. April 2023: 1,52 %) ergäbe sich eine um 1.815,00 Euro höhere Rückstellung von 37.752,00 Euro. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Daneben bestehen in geringem Umfang (Jahresaufwand 0,3 TEuro) Aufwendungen für mittelbare Altersversorgungsverpflichtungen im Wege der Gehaltsumwandlung aus tarifvertraglichen Vereinbarungen. Träger der Altersversorgung sind Zusatzversorgungskassen. Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer (204,0 TEuro) für 2023 sowie Verpflichtungen aus Gewerbesteuer (664,1 TEuro) für 2022 und 2023. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Beträge für Vergütungen an Kunden (404,0 TEuro), zum Bilanzstichtag ausstehende Lieferantenrechnungen (236,1 TEuro) sowie kurzfristige Verpflichtungen aus der Personalabrechnung (159,2 TEuro) enthalten. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Sicherung ergeben sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet aus einem Konsortialkreditvertrag gesamtschuldnerisch gegenüber den beteiligten Banken auch für die vertragsgegenständlichen Darlehen an die Muttergesellschaft Brandt Zwieback-Schokoladen GmbH + Co. KG sowie an Schwestergesellschaften. Die zugrundeliegenden Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag mit 15.407,1 TEuro. Vor dem Hintergrund der mit den Banken getroffenen Vereinbarungen ist mit einer Inanspruchnahme aus der Mithaft nicht zu rechnen. V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Aufwendungen Der Posten enthält hauptsächlich Vertriebsaufwendungen (4.417,9 TEuro), von der Muttergesellschaft in Rechnung gestellte Verwaltungsumlagen (2.793,0 TEuro) sowie Aufwendungen für Marketing und Werbung (1.821,8 TEuro). VI. Sonstige Angaben Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte (§ 285 Nr. 3 HGB) Zur Ergänzung des Finanzierungsportfolios verkauft die Gesellschaft im Rahmen eines stillen Factoringvertrags Forderungen. Der Factor trägt für die von ihm angekauften Forderungen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Debitors. Der zu entrichtende Kaufpreis entspricht dem Betrag der angekauften Forderungen abzüglich Factoringgebühr und Zinsen. Zum 30.04.2023 waren Forderungen in Höhe von 7.457 TEuro bevorschusst. Aus Kaufpreiseinbehalten der Factoringgesellschaft besteht dagegen eine Forderung der Brandt Backwaren Vertriebs GmbH in Höhe von 4.054 TEuro. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige Verpflichtungen aus Leasingverträgen. Die noch zu erfüllende Gesamtverpflichtung aus Leasingverträgen für Fahrzeuge beträgt am Bilanzstichtag 73,8 TEuro bei Laufzeiten bis zum Jahr 2026. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen/Personen Von der Muttergesellschaft Brandt Zwieback-Schokoladen GmbH + Co. KG wird eine lfd. Verwaltungskostenumlage zum Ersatz ihrer Aufwendungen aus der Verwaltungstätigkeit (2.793,0 TEuro) berechnet. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Angabe gem. § 285 Nr. 17 HGB braucht nicht gemacht zu werden, da sie im Konzernanhang der Muttergesellschaft Brandt Zwieback-Schokoladen GmbH + Co. KG enthalten ist. Anzahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter unterteilt sich folgendermaßen:
Gesellschaftsorgane Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt: Carl-Heinz Brandt, Geschäftsführer Produktion und Einkauf, Christoph Brandt, Geschäftsführer Vertrieb, Matthias Ploch, kaufmännischer Geschäftsführer und Jan-Dominik Gunkel, Geschäftsführer Vertrieb. Mutterunternehmen Die Brandt Zwieback-Schokoladen GmbH + Co. KG, Hagen, stellt als Mutterunternehmen einen befreienden Konzernabschluss im Sinne von § 264 Abs. 3 HGB auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Ergebnisverwendung Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von 1.839.310,94 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. sonstige Berichtsbestandteile
Hagen, 17. Oktober 2023 Brandt Backwaren Vertriebs GmbH Carl-Heinz Brandt Christoph Brandt Jan-Dominik Gunkel Matthias Ploch Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 18.10.2023 festgestellt. BestätigungsvermerkDer nachfolgende von der Partnerschaftsgesellschaft Flottmeyer • Steghaus + Partner mbB, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft • Steuerberatungsgesellschaft, Hamm, erteilte Bestätigungsvermerk vom 17. Oktober 2023 bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 30. April 2023 der Brandt Backwaren Vertriebs GmbH. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Brandt Backwaren Vertriebs GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Brandt Backwaren Vertriebs GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Brandt Backwaren Vertriebs GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Verteter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Verteter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Verteter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Verteter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamm, 17. Oktober 2023 Flottmeyer
Dipl.-Kfm. Robert Flottmeyer, Wirtschaftsprüfer Mona Flottmeyer, M. Sc., Wirtschaftsprüferin |
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