Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 5079
Eingetragen
17.4.1956
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßePersonenbeförderung im Eisenbahnverkehr
Gegenstand
(1) Die Erbringung von Beförderungs- und Unterstützungsleistungen im Bereich des ÖPNV der Region Hannover zur Gewährleistung eines qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Personennahverkehrs. (2) Das Management und der Betrieb von Transportsystemen für die Beförderung von Personen und Gütern, der Betrieb eines Reiseverkehrsunternehmens, eines Reiseveranstaltungsnehmens und Reisebüros sowie alle damit zusammenhängenden Leistungen. Hierzu gehören auch die Kundeninformation, Mobilitätsberatung, Konzeption, Buchung und Abrechnung von Leistungen sowie die Durchführung der Maschseeschifffahrt.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Ingo Langhof
seit 12.5.2006
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft
Germany
279.000 €
90.00%
regiobus Hannover GmbH
Germany
31.000 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ÜSTRA Reisen GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der ÜSTRA Reisen GmbH

Hannover

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die ÜSTRA Reisen GmbH, im Handelsregister des Amtsgerichts Hannover unter HRB 5079 geführt, ist nach § 267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Der Jahresabschluss ist nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Bei der Ermittlung der Nutzungsdauer wurden die steuerlichen Abschreibungstabellen berücksichtigt, soweit die dort genannten Nutzungsdauern innerhalb der Bandbreite der handelsrechtlich zulässigen Nutzungsdauern liegen; es liegen Nutzungsdauern von 2 bis 10 Jahren zu Grunde.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten von 200,00 bis zu EUR 800,00 werden seit 1. Januar 2018 nach § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten mehr als EUR 800,00 und bis zu EUR 1.000,00 betragen, werden nach § 6 Abs. 2a EStG als Sammelposten erfasst und linear abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Erforderliche Wertberichtigungen wurden vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt.

Liquide Mittel werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital entspricht der im Gesellschaftsvertrag und im Handelsregister eingetragenen Höhe und ist voll eingezahlt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren bilanzierungspflichtigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr liegen nicht vor.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert worden.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB.

2.2 Angaben zu den Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist.

Alle Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen in Höhe von TEUR 1.114 (Vorjahr TEUR 1.262) gegen die ÜSTRA als Gesellschafterin und resultieren aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegen die regiobus GmbH als andere Gesellschafterin bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 586 (Vorjahr TEUR 340).

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält wie in den Vorjahren Vorauszahlungen für die Wartung des im Jahr 2018 angeschafften Conti-Reisebusses und die Wartungskosten für den Mannschaftsbus von Hannover 96.

Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr für das laufende Geschäftsjahr. Sie bestehen gegenüber der Gesellschafterin ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, Hannover (ÜSTRA) in Höhe von TEUR 1.275 (Vorjahr TEUR 396) und der Gesellschafterin regiobus GmbH in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr TEUR 78).

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 54 (Vorjahr TEUR 59) auf Lohn- und Kirchensteuer.

2.3 Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit TEUR 494 (Vorjahr TEUR 439) Versicherungserstattungen für Unfälle im Straßenverkehr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremden Erträge in Höhe von TEUR 172 (Vorjahr TEUR 244). Diese betreffen mit TEUR 59 Erträge aus der Erstattung von Mineralölsteuer (Vorjahr TEUR 73), mit TEUR 56 Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (Vorjahr TEUR 150), mit TEUR 45 Erlöse aus Anlagenverkäufen (Vorjahr TEUR 5) und mit TEUR 12 Erträge aus der Auflösung von Sonderposten (Vorjahr TEUR 16).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 5 aus der Erhöhung der Wertberichtigung zu Forderungen (Vorjahr TEUR - 3).

01.01.2023 Inanspruchnahme Auflösung Zuführung 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Personal 749 726 23 783 783
Unterlassene Inst 134 101 15 24 42
ausst. Rechnung 351 80 18 186 439
1.234 907 56 993 1.264
Umsatzerlöse 2023 2022
TEUR TEUR
Linienverkehr 29.789 27.234
Maschseeschifffahrt 508 269
Reisebüro 464 391
Sonstiges 26 4
30.787 27.898

3. Sonstige Angaben

3.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von ca. TEUR 16 auf Grund von Leasingverträgen für Fahrzeuge (Vorjahr TEUR 26), in Höhe von ca. TEUR 37 auf Grund von Miet- und Pachtverträgen für Geschäftsräume (Vorjahr TEUR 31), in Höhe von TEUR 9 für die Anmietung von Abstellplätzen für KOM (Vorjahr TEUR 7), in Höhe von TEUR 4 für Mieten von Stellplätzen und Lagerflächen (Vorjahr TEUR 4) und in Höhe von TEUR 4 für Miete von Betriebs- und Geschäftsausstattung (Vorjahr TEUR 3). Darüber hinaus ist ein Nutzungsentgelt für Buchungssysteme für Reisen zu entrichten.

3.2 Mitglieder der Geschäftsführung

Dipl.-Kfm. Herr Gerrit Preckel

Der Geschäftsführer erhält von der Gesellschaft keine Bezüge. Hinsichtlich der von der ÜSTRA AG belasteten anteiligen Personalkosten wird von der Befreiung nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

3.3 Belegschaft

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 19 Angestellte und 238 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 19 bzw. 221).

3.4 Vorgänge von besondere Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag liegen nicht vor.

 

Hannover, 29. Januar 2024

ÜSTRA Reisen GmbH

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.20223 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Software 37.228,68 0,00 7.873,90 29.354,78
37.228,68 0,00 7.873,90 29.354,78
II. Sachanlagen
1. Fahrzeuge im Personen- und Güterverkehr 3.487.915,64 426.973,30 373.130,00 3.541.758,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 275.505,95 34.702,64 0,00 310.208,59
3.763.421,59 461.675,94 373.130,00 3.851.967,53
3.800.650,27 461.675,94 381.003,90 3.881.322,31
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Software 35.131,68 717,00 7.872,90 27.975,78
35.131,68 717,00 7.872,90 27.975,78
II. Sachanlagen
1. Fahrzeuge im Personen- und Güterverkehr 2.801.498,64 235.477,30 373.125,00 2.663.850,94
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 227.550,95 19.498,64 0,00 247.049,59
3.029.049,59 254.975,94 373.125,00 2.910.900,53
3.064.181,27 255.692,94 380.997,90 2.938.876,31
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Software 1.379,00 2.097,00
1.379,00 2.097,00
II. Sachanlagen
1. Fahrzeuge im Personen- und Güterverkehr 877.908,00 686.381,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 63.159,00 47.991,00
941.067,00 734.372,00
942.446,00 736.469,00

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen und Software 1.379,00 2.097,00
I. Sachanlagen
1. Fahrzeuge für Personenverkehr 877.908,00 686.381,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.159,00 47.991,00
941.067,00 734.372,00
942.446,00 736.469,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 48,82 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 6.500,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 406.635,99 251.574,58
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.699.777,94 1.601.675,75
- davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 1.699.777,94 (i. Vj. EUR 1.601.675,75) -
- davon gegen Gesellschafter EUR 1.699.777,94 (i. Vj. EUR 1.601.675,75) -
4. Sonstige Vermögensgegenstände 119.789,35 2.226.203,28 27.227,54 1.880.477,87
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.820.302,96 1.915.954,57
5.046.555,06 3.802.932,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.252,08 22.323,33
6.000.253,14 4.561.724,77

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 310.000,00 310.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.335.000,00 1.335.000,00
III. Jahresüberschuss 78.312,80 89.609,67
1.723.312,80 1.734.609,67
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 169.719,17 81.482,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 12.345,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.263.971,52 1.235.268,48
1.263.971,52 1.247.613,48
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 126.881,57 82.507,11
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 655.339,44 671.498,68
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.336.771,63 473.998,35
- davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 1.336.771,63 (i. Vj. EUR 473.998,35) -
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 1.336.771,63 (i. Vj. EUR 473.998,35) -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 724.257,01 270.015,48
- davon aus Steuern EUR 716.382,29 (i. Vj. EUR 228.544,57) -
2.843.249,65 1.498.019,62
6.000.253,14 4.561.724,77

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 30.787.598,76 27.898.224,99
2. Sonstige betriebliche Erträge 726.331,13 732.841,05
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.171.938,95 2.289.473,42
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.622.444,82 18.794.383,77 14.995.729,20 17.285.202,62
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.036.621,43 8.014.019,48
b) Soziale Abgaben 1.666.356,64 10.702.978,07 1.540.766,92 9.554.786,40
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 255.692,94 316.252,81
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.681.463,25 1.328.184,02
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.506,76 9.637,17
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.578,18 3.133,26
- davon an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht EUR 0,00 (i. Vj. EUR 823,44) -
9. Ergebnis vor Steuern 86.340,44 153.144,10
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 4.865,64 60.122,43
11. Sonstige Steuern 3.162,00 3.412,00
12. Jahresüberschuss 78.312,80 89.609,67

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen der Gesellschaft

Wesentlicher Unternehmenszweck der Gesellschaft ist die Erbringung von kostengünstigen Subunternehmerleistungen im ÖPNV in Hannover für die ÜSTRA Hannoversche Verkehrsbetriebe Aktiengesellschaft, (ÜSTRA) und die regiobus Hannover GmbH, (regiobus). Zentrale Steuerungsgröße der Gesellschaft ist das Jahresergebnis. Eine Ergebnismaximierung ist jedoch nicht Unternehmensziel, sondern die Erreichung des Planergebnisses.

Zusätzlich zu den Subunternehmerleistungen betreibt die Gesellschaft mit 5 Reisebussen Gelegenheitsverkehr und koordiniert Busverkehre für Großveranstaltungen und Messen.

Ein Franchise-Reisebüro wird unter der Marke "FIRST" betrieben, zusätzlich wurde ein eigener Veranstalter unter der Marke "Abenteuer Tansania" am Markt etabliert.

Im Auftrag der ÜSTRA wird außerdem die Maschseeschifffahrt betrieben.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 ist das das BIP in Deutschland nach vorläufigen Zahlen um 0,3% zurückgegangen (Vorjahr: Anstieg um 1,8%). Für das Jahr 2024 erwartet die Bundesregierung einen Anstieg um 0,2%. Nach Berechnungen des Branchenverbands VDV waren 2023 rund 9,5 Milliarden Fahrgäste in Deutschland mit Bussen und Bahnen unterwegs - das sind rund 8 % mehr als im Vorjahr. Damit hat sich die Nachfrage im deutschen ÖPNV nach jahrelangen pandemiebedingten Einbrüchen weiter erholt.

2. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis in Höhe von TEUR 86 vor Steuern, womit gegenüber dem im Wirtschaftsplan ausgewiesenen Ergebnis vor Steuern von TEUR 80 eine leichte Ergebnisverbesserung von TEUR 6 realisiert werden konnte. Der Jahresüberschuss ging im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 90 auf TEUR 78 zurück.

Im Linienverkehr wurde der größte Anteil der Umsatzerlöse durch die Subunternehmertätigkeit für die ÜSTRA generiert. Daneben wurden für regiobus ebenfalls Subunternehmerleistungen erbracht.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich in den Geschäftsbereichen keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Leistungsausweitungen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 haben zur Umsatzerhöhung der Subunternehmerleistungen im Linienverkehr im Vergleich zum Vorjahr geführt.

Der ÖPNV-Markt in der Region Hannover ist ein wachsender Markt, da die Ziele der Region zu einer Verkehrswende erreicht werden sollen. Ziel ist der Umstieg vom Individualverkehr auf den ÖPNV, dies soll durch ein attraktiveres Angebot für den Kunden erreicht werden. Die Leistungsvergaben von ÜSTRA und regiobus sind über Direktvergaben an die Gesellschaft erfolgt.

Zusätzliche Leistungen wurden, wie in den Jahren 2020 und 2021 und 2022 durch einen behördlich genehmigten Berufsverkehr zum Logistikzentrum eines Versandhändlers in der Region Hannover generiert.

Aufgrund von Baumaßnahmen nach dem Brand auf dem Betriebshof Mittelfeld erfolgte der Ein -und Auslauf eines wesentlichen Teils der Busflotte von einer angemieteten Abstellfläche. Den Fahrern wurden bis Oktober 2023 Transfers mit Shuttle Bussen zu diesem Ausweichstandort angeboten, die ÜSTRA Reisen über einen Subunternehmer durchgeführt hat.

Im Reisebüro wurden Buchungseingänge über dem Niveau vor der Corona Krise realisiert. Insbesondere individuelle hochpreisige Reisen sind gefragt.

Die Maschseeschifffahrt hat unter Berücksichtigung eines Betriebskostenzuschusses von TEUR 130 ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt. Im Wirtschaftsplan 2023 war ein Zuschuss von TEUR 170 geplant worden, der somit nicht in voller Höhe in Anspruch genommen werden musste. Die Saison auf dem Maschsee konnte planmäßig durchgeführt werden und musste nicht wie im Vorjahr wegen Niedrigwasser vorzeitig beendet werden.

Im Februar 2023 wurden der Betrieb der Fundbüros von regiobus durch ÜSTRA Reisen übernommen, so dass die Gesellschaft nun ein gemeinsames Fundbüro für ÜSTRA und regiobus dienstleistend betreibt.

Nach fristgerechter Kündigung des zwischen dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen e.V. (GVN) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) geschlossenen Ergänzungstarifvertrags zum 31. Januar 2017 wurde zum 1. Februar 2017 ein daran anschließender Ergänzungstarifvertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2020 für die Gesellschaft zwischen dem GVN und ver.di abgeschlossen. Darin werden für die gewerblichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeitgleiche Tarifanpassungen wie im Spartentarifvertrag Nahverkehr (TV-N) festgeschrieben. Dieser Tarifvertrag wurde im Jahr 2023 nicht gekündigt.

Durch die Ausbildung von Fachkräften im Fahrbetrieb (FiF) wird eine bessere Balance im Altersdurchschnitt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fahrdienst angestrebt. Die Auszubildenden haben nach erfolgreicher Beendigung ihrer Ausbildung die Perspektive, freiwerdende Stellen von altersbedingt ausscheidenden Mitarbeitern zu übernehmen. Zusätzlich zur FIF-Ausbildung sollen zukünftig Berufskraftfahrerinnen und -fahrer Bus im Unternehmen ausgebildet werden. Die Ausbildung erfolgt in Kooperation mit den entsprechenden ÜSTRA-Bereichen. Für 2024 ist die Einstellung von weiteren FiF und Auszubildenden zur Berufskraftfahrerin und -fahrer geplant.

Ein Angriff mit einer Schadsoftware auf die ÜSTRA Ende März 2023 hatte auch für ÜSTRA Reisen weitreichende Konsequenzen, da die ÜSTRA der IT-Dienstleister für ÜSTRA Reisen ist. Lohn- und Gehaltsabrechnungen waren für 3 Monate nicht möglich und es konnten nur Abschlagszahlungen an die Mitarbeiter erfolgen, die später korrigiert wurden. Die Software für das Rechnungswesen wurde in ein externes Rechenzentrum ausgelagert, um schnellstmöglich wieder eine ordnungsgemäße Buchführung zu ermöglichen. Buchungsrelevante Daten sind dabei nicht verloren gegangen.

Der Datenschutzvorfall wurde an die Landesdatenschutzbehörde gemeldet. Mit Schreiben vom 7. Dezember 2023 wurde seitens des Landesbeauftragten für Datenschutz des Landes Niedersachsen über die Beendigung des Prüfverfahrens ohne Auflagen für die Gesellschaft informiert.

3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft haben sich im Vorjahresvergleich um 10,4% auf TEUR 30.788 erhöht. Mit TEUR 29.789 (im Vorjahr TEUR 27.234) resultiert der mit Abstand größte Anteil der Umsatzerlöse aus der Erbringung von Subunternehmerleistungen im Linienverkehr der Region Hannover für die ÜSTRA und die regiobus.

Konsistent zu den Umsatzerlösen erhöhte sich auch die Aufwendungen für bezogene Leistungen um 10,8% auf TEUR 18.794 sowie der Personalaufwand um 12,0% auf TEUR 10.703.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 26,6% auf TEUR 1.681. Der Hauptgrund für den Anstieg liegt in höheren Aufwendungen für Versicherungen.

Das Ergebnis vor Steuern reduziert sich infolgedessen um 43,6% auf TEUR 86. Bedingt durch deutlich reduzierte Ertragssteuern ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 78 auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 90).

Vermögenslage

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Anlagevermögen der Gesellschaft um TEUR 206 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Kauf eines Liniengelenkbusses, vermindert um die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Die Forderungen sind im Vergleich zum Vorjahr durch Spitzabrechnungen zum Jahresende und Rechnungsgestellung für Shuttleverkehre auf dem Messegelände angestiegen.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind ebenfalls im Vorjahresvergleich um TEUR 904 angestiegen, dieses ist durch verspätete Rechnungsgestellungen der Lieferanten begründet und spiegelt sich in den Verbindlichkeiten, die ebenfalls gestiegen sind, wider.

Vor dem Hintergrund der Anstiege von Anlagevermögen, Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten hat sich die Bilanzsumme von TEUR 4.562 auf TEUR 6.000 erhöht.

Auf der Passivseite wirkt sich unter den Sonderposten die Förderung für den Kauf des Liniengelenkbusses erhöhend aus. Die Rückstellungen sind im Vorjahresvergleich nahezu unverändert. Die Verbindlichkeiten sind analog zur vorhandenen Liquidität gestiegen.

Finanzlage

Für die Beurteilung der Finanzlage verweisen wir auf die Darstellungen zur Vermögenslage. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Kredite aufgenommen. Langfristige Verbindlichkeiten bestehen nicht. Vor dem Hintergrund der höheren Bilanzsumme reduzierte sich die Eigenkapitalquote von 38,0% im Vorjahr auf 28,7%. Die Zahlungsfähigkeit war im Jahr 2023 jederzeit gegeben

4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt wird die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft positiv gesehen.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen-/ Risikobericht

Für die ÜSTRA Reisen bestehen die folgenden Risiken und Chancen in jeweils absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung.

Ein Risiko wird bei Kündigung des bestehenden Tarifvertrages gesehen, sofern danach folgende Lohnerhöhungen nicht vollständig von den Auftraggebern ausgeglichen werden.

Ein weiteres Risiko im Linienverkehr besteht im Auftragsvolumen der Subunternehmerleistungen im Ergänzungsnetz der ÜSTRA. Die geplanten Ergebnisse können nur erreicht werden, wenn das Auftragsvolumen sich nicht verringert und somit keine personellen Überkapazitäten in der Gesellschaft entstehen. Zusätzliche Subunternehmerleistungen für die regiobus sollen das Risiko der starken Abhängigkeit von Aufträgen der ÜSTRA mindern.

Andererseits besteht das Risiko, dass der Fachkräftemangel auch zu einer Personalunterdeckung führen kann, der die vollständige Erbringung der beauftragten Leistungen negativ beeinträchtigt.

Risiken werden in der Niedrigwasserproblematik am Maschsee gesehen, die zur ungeplanten Einstellung der Maschseeschifffahrt und damit zu einer negativen Ergebnisabweichung führen können.

Die Risiken werden im Rahmen des Management-Informations-Systems monatlich an die ÜSTRA gemeldet und quartalsweise neu beurteilt und aktualisiert.

Chancen ergeben sich aus einer möglichen Ausweitung der Subunternehmerleistungen für die ÜSTRA und regiobus durch Angebotsausweitung im ÖPNV.

Weitere Chancen ergeben sich durch erhöhte positive Deckungsbeiträge aus dem Reisebüro über Gewinnung von neuen Kunden für hochpreisige Reisen. Insgesamt wächst die Touristikbranche nach der Coronakrise über das von vor Pandemieniveau. Dies spiegelt sich auch in den Buchungseingängen des Reisebüros wider.

2. Prognosebericht

Die Subunternehmerleistungen werden sich voraussichtlich, insbesondere bei regiobus, weiter erhöhen.

Zusätzlich plant die Gesellschaft für 2024 Zahlungserleichterungen für Kunden auf dem Maschsee, hierbei soll die Möglichkeit einer EC-Cash-Zahlung erreicht und ein WLAN zur Verfügung gestellt werden.

Durch einen Anstieg der geplanten Subunternehmerleistungen bei steigenden Personalkosten werden die Umsatzerlöse im Vergleich zum Jahr 2023 leicht ansteigen.

Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein positives Jahresergebnis von TEUR 51 geplant.

 

Hannover, 29. Januar 2024

ÜSTRA Reisen GmbH

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ÜSTRA Reisen GmbH, Hannover

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ÜSTRA Reisen GmbH, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ÜSTRA Reisen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 19. März 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Beyer, Wirtschaftsprüfer

Ziemann, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

47 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.