Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Siempelkamp Automation GmbH
Siempelkampstraße 50, 47803 Krefeld, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Meier seit 10.2.2026 | Geschäftsführer |
Felix Kibelsky seit 10.2.2026 | Geschäftsführer |
Axel Baumeister seit 10.2.2026 | Prokura |
Stefani Stampe seit 12.5.2014 | Prokura |
Franz-Josef Matthias Giesen seit 14.10.2010 | Prokura |
Stefan Ziemes seit 21.7.2009 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ATR Industrie-Elektronik GmbHKrefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 20151. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen1.1 Produkte und Dienstleistungen Die ATR Industrie-Elektronik GmbH ist im Wesentlichen in dem Geschäftsfeld Elektronik-Bauteile und in der Fertigung von Schaltgerätekombinationen tätig. Wir sind Teil des Geschäftsbereiches Maschinen- und Anlagenbau des Mutterkonzerns Siempelkamp mit Standort Krefeld. 1.2 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche Gesamtwirtschaftliches Umfeld Das bereits im Vorjahr unterdurchschnittliche Wachstum der Weltkonjunktur hat sich in 2015 abermals abgeschwächt. So meldet das Institut für Weltwirtschaft in Kiel ein globales Wachstum von sehr mäßigen 3,1 %. Dabei haben sich die Antriebskräfte weiter von den Schwellenländern hin zu den Industrieländern verschoben, die wiederum von der expansiven Geldpolitik profitiert haben. In den Schwellenländern - die derzeit zu einem großen Teil einem sehr schwachen und zum Teil sogar rezessiven Konjunkturverlauf ausgesetzt sind - hat sich das Wirtschaftswachstum mit etwa 4 % gegenüber dem Vorjahr nochmals spürbar verringert. Dabei wurde das Wachstum der Industrieländer und einiger Schwellenländer sogar noch vom niedrigen Ölpreis begünstigt und im EURO Raum stützte zusätzlich der schwache EURO die Konjunktur. Für 2016 ist hinsichtlich der globalen Konjunktur mit einem heterogenen Verlauf zu rechnen. Der Anstieg der Weltproduktion wird sich nach der Prognose des IfW Kiel in 2016 mit 3,4 % nur moderat und in 2017 voraussichtlich um 3,8 % erhöhen. Ein nachhaltiger und breit angelegter selbsttragender Aufschwung ist vor dem Hintergrund zahlreicher Wachstumsrisiken kaum zu erwarten. Risiken für die Weltwirtschaft ergeben sich aus zahlreichen geopolitischen Unsicherheiten wie die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine, aus der europäischen Verschuldungsproblematik sowie einem - nach der Zinswende in den USA - zu erwartenden weiteren Anstieg des Zinsniveaus. Die konjunkturelle Abschwächung in China dürfte ebenfalls spürbare negative Auswirkungen haben. Die Konjunktur im Euro-Raum zeigte in 2015 mit einem Wachstum von 1,6 % nur eine leichte Dynamik. Dabei profitierte der private Konsum von ansteigender Beschäftigung und höheren Löhnen sowie energiepreisbedingten Kaufkraftzuwächsen. Verbesserte Finanzierungsbedingungen und günstigere Absatzperspektiven sollten die Entwicklung der Investitionsausgaben begünstigen, wobei allerdings die wachsenden Unsicherheiten bezüglich der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Investitionsneigung schmälern. Für 2016 liegt die Wachstumserwartung daher bei 1,7 %. Die deutsche Konjunktur wurde in 2015 mit 1,8 % vom privaten und staatlichen Konsum getragen, während sich die Industrieproduktion aufgrund einer enttäuschenden Entwicklung im Außenhandel nur schwach entwickelte. Allerdings rechnet das IfW Kiel hier aufgrund der erneuten Abwertung des EURO mit einer Belebung der Exporte sowie auch der Investitionen. Die Dynamik der US-Konjunktur hat sich nach einem schwachen Beginn aufgrund der Fortschritte bei der Konsolidierung der privaten Haushalte und einer verbesserten Arbeitsmarktlage mit einer Zunahme des privaten Konsums verstärkt. Für 2015 liegt das Wachstum bei 2,5 %; für 2016 werden 2,8 % erwartet. Von den BRIC Staaten ist lediglich die Wirtschaft Indiens nach 7,5 % in 2015 mit 8 % in 2016 voraussichtlich auf Wachstumskurs. In China ist nach einem Plus von knapp 7 % in 2015 für 2016 eine weitere Abschwächung auf 6,5 % zu erwarten. Für Brasilien ist nach einem Rückgang in 2015 um 2,7 % für 2016 ein weiterer Rückgang um 0,6 % zu erwarten. Für Wachstum braucht Brasilien verbesserte Rahmenbedingungen für Investitionen, z.B. durch Bürokratieabbau und eine Vereinfachung des Steuersystems. Russland wird nach einem Minus von 4,5 % in 2015 aufgrund des niedrigen Ölpreises und der ungelösten Ukraine-Krise auch in 2016 im Rahmen einer moderat aufwärts gerichteten Weltkonjunktur bestenfalls stagnieren. Entwicklung der Branche Nach Angaben des VDMA lag der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau im Dezember 2015 um 11 % über dem Vorjahresniveau. Insgesamt wurde in 2015 lediglich ein Plus von 1 % gegenüber dem Vorjahr erreicht. Für 2016 erwartet der VDMA eine Stagnation der Maschinenproduktion auf einem sehr hohen Niveau von rund 200 Milliarden EUR. 1.3 Entwicklung des eigenen Geschäftsverlaufes Vor dem Hintergrund der Entwicklung der Gesamtbranche hat sich der Auftragseingang in den für den Geschäftsbereich Maschinen- und Anlagenbau relevanten Märkten insbesondere im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2015 positiv entwickelt. Mit einem Auftragseingang von 25,9 Mio. € gegenüber 22,6 Mio. € im Vorjahr verzeichneten wir ein sehr gutes Jahr. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2015 konnte mit 28,1 Mio. € den Vorjahreswert von 21,1 Mio. € projektbedingt erheblich übertreffen. Besonders hervorzuheben ist der hohe Anteil des Umsatzes im Bereich Schaltschrankbau. Erfreulicherweise konnten die Konzernumsätze in diesem Bereich um 71 % gesteigert werden. 1.4 Beurteilung der Geschäftsentwicklung Das Geschäft hat sich im Geschäftsfeld Fertigung sehr positiv entwickelt und macht auch für das Geschäftsjahr 2016 weiterhin einen robusten Eindruck. Die Erwartung des Auftragseingangs ermöglicht einen guten Ausblick in das Jahr 2016, in dem wir von einer ausreichenden Auslastung der Produktionskapazitäten ausgehen. 1.5 Umsatzentwicklung Insgesamt ist der Umsatz gegenüber dem Jahr 2014 um 6,9 Mio. € (33 %) gestiegen. Die deutliche Umsatzsteigerung ist projektbedingt auf die erhöhten Auftragseingänge im Geschäftsjahr zurückzuführen. Durch die hohe Auslastung und Bearbeitung laufender Aufträge hat sich zusätzlich die Gesamtleistung um 39 % auf 28 Mio. € erhöht. 1.6 Beschaffung Aufgrund der langfristigen Zusammenarbeit mit bevorzugten Lieferanten und frühzeitigen Preisverhandlungen konnten, im Vergleich zur allgemeinen Rohstoffpreisentwicklung, weiterhin gute Einkaufskonditionen erzielt werden. 1.7 Investitionen Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in immaterielle Wirtschaftsgüter und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 0,1 Mio. € getätigt. Im Wesentlichen wurden Werkstatt- und Werkzeugwagen angeschafft und Ersatzinvestitionen im Fertigungs- und Verwaltungsbereich getätigt. In den beiden folgenden Geschäftsjahren sind Investitionen von insgesamt 0,2 Mio. € vorgesehen. 1.8 Forschung und Entwicklung Der Entwicklung neuer marktgerechter Produkte wird insbesondere im Geschäftsfeld Elektronik ein hoher Stellenwert zugeordnet. Die Produkte des Katalog-Geschäftes werden kontinuierlich und marktorientiert auf den neuesten Stand der Technik angepasst und aus Kundeninformationen und Kundenanfragen erfolgt die Entwicklung neuer Produkte. Das Portfolio wird dadurch erweitert und es wird eine stärkere Marktdurchdringung erreicht. Im Bereich Kundenentwicklungen werden kostenoptimierte Lösungen angeboten. Dies bedeutet, dass die Entwicklungen anforderungsoptimiert erfolgen. Das Standardgeschäft der Industrie-PC's erfolgt ebenfalls in enger Abstimmung mit den Key-Kunden. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind branchenüblich. 1.9 Personal Die Qualifizierung unserer Mitarbeiter ist ein wesentlicher Baustein unseres unternehmerischen Erfolges. Daher ist die Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungspersonal ein wesentlicher Fokus. Der Personalstand am 31. Dezember 2015 betrug 64 Mitarbeiter zzgl. 11 Auszubildende. Das entspricht einer Erhöhung des Personalbestandes um insgesamt 2 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr. 2. Ertragslage2.1 Umsatz und Gesamtleistung Insgesamt stieg der Umsatz gegenüber dem Jahr 2014 auf 28,1 Mio. € (Vorjahr 21,1 Mio. €). Durch die Abarbeitung des hohen Auftragsbestandes zu Jahresbeginn und des hohen Auftragseingangs im laufenden Geschäftsjahr ist die Gesamtleistung mit 28 Mio. € (Vorjahr 20,1 Mio. €) um 39 % gestiegen. 2.2 Materialaufwand Im Geschäftsjahr 2015 wurden im Vergleich zum Vorjahr mehr Leistungen zugekauft. Hierdurch erhöhte sich der Materialaufwand von 14,8 Mio. € auf 22,0 Mio. € (49 %). Die Materialquote, in Bezug zur Gesamtleistung, stieg von 73 % im Vorjahr auf 79 % im laufenden Jahr. 2.3 Personalaufwand Der Personalaufwand in Höhe von 3,8 Mio. € zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr mit 3,8 Mio. € um 1,6 % erhöht. Hieraus resultierend ist der Personalaufwand in Relation zur gestiegenen Gesamtleistung von 19 % im Vorjahr auf 14 % im laufenden Jahr gesunken. 2.4 Ergebnisentwicklung Die Ertragslage hat sich erwartungsgemäß gut entwickelt. Hierzu trug insbesondere die Vollauslastung der vorhandenen Kapazitäten bei. Insgesamt kann ein Ergebnis vor Steuern in der Höhe von T€ 1.169 ausgewiesen werden. Der Jahresüberschuss beträgt T€ 788. Bezüglich der finanziellen Leistungsindikatoren ist festzustellen, dass sich die EBITDA-Rendite (ohne Berücksichtigung außerordentlicher Aufwendungen und Erträge) als wichtige Ertragskennzahl von 4,1 % im Vorjahr auf 4,7 % im laufenden Jahr verbessert hat. 2.5 Beurteilung der Ergebnisentwicklung Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung das Jahr 2015 als ein sehr gutes Jahr, das insbesondere im Auftragseingang und Umsatz die Werte des Vorjahres erheblich übertreffen konnte. Der Auftragsbestand per 31.12.2015 in Höhe von 3,8 Mio. € (Vorjahr 5,9 Mio. €) bietet eine gute Basis für die Finanz- und Ertragslage der Zukunft. 3. FinanzlageZum Abschlussstichtag verfügt die Gesellschaft über Finanzmitteläquivalente in Höhe von T€ 2.697, die bei einem Cash-Pool der Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH bestehen. Sie verfügt weiterhin über Bankguthaben in Höhe von T€ 13. Darüber hinaus hat die Sparkasse Krefeld der Gesellschaft eine Kreditlinie in Höhe von T€ 750 sowie eine Avallinie in Höhe von T€ 250 eingeräumt. Am Bilanzstichtag wurde keine Avallinie in Anspruch genommen. Ziel des Finanzmanagements ist es, die Fähigkeit des Unternehmens aufrecht zu erhalten, jederzeit die fälligen Verbindlichkeiten bedienen zu können. Aufgrund des Auftragsbestandes sowie der langfristigen Finanzierung ist die Liquidität im kommenden Jahr hinreichend gesichert. Die Kennzahlen zur Finanzlage sind im Folgenden aufgeführt. Im Gegensatz zum Vorjahr haben wir die Veränderung des Cash-Pools im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gezeigt. Zur besseren Vergleichbarkeit der Vorjahreswerte haben wir diese sowohl in der vorherigen als auch in der neuen Darstellung abgebildet.
4. VermögenslageDie Bilanzsumme veränderte sich von 9,2 Mio. € um 13 % auf 10,4 Mio. €. Die wesentlichen Investitionen in das Anlagevermögen sind bereits im Abschnitt 1.7 erläutert worden. Das Vorratsvermögen hat sich um 0,6 Mio. € auf 1,9 Mio. € erheblich reduziert. Die wesentlichen Veränderungen ergeben sich aus den Reduzierungen der RHB-Stoffe mit 0,3 Mio. € und der Erhöhung der aktivisch in Abzug gebrachten erhaltenen Anzahlungen mit 0,2 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an fremde Dritte in der Höhe von 0,3 Mio. € haben sich gegenüber dem Vorjahr (0,7 Mio. €) deutlich reduziert. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich deutlich gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Mio. €. Im Wesentlichen betrifft dies Forderungen gegenüber Cash Pool i. H. v. 2,1 Mio. €. Die EK-Quote hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 57 % auf 58 % verbessert. Ursache hierfür ist das Anwachsen des Eigenkapitals, indem der Gesellschafter derzeit auf Ausschüttungen verzichtet. Negativ beeinflusst wurde diese Kennzahl durch die Erhöhung der Bilanzsumme um T€ 1.187 auf T€ 10.411. Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich um 0,2 Mio. € auf 0,5 Mio. € (Vorjahr 0,7 Mio. €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. € auf 3,1 Mio. €. 5. NachtragsberichtBis zum Abschluss der Prüfungshandlungen sind darüber hinaus keine Ereignisse eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung auf die im Lagebericht und Anhang dargestellte Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens haben. 6. Chancen- und RisikoberichtDie Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist nach wie vor von hohen Unsicherheiten geprägt. Sorge bereitet der Importdruck auf den Werkstoffmärkten vor allem in Asien sowie die Volatilität der Energie- und Rohstoffpreise, die eine zurückhaltende Investitionsneigung bei Großprojekten im Anlagenbau verursacht. Weitere Auswirkungen sind zurzeit noch nicht absehbar. Wichtige Voraussetzung für die zu erwartende Entwicklung unserer Geschäftsfelder ist die Annahme, dass es zu keiner weiteren Eskalation der geopolitischen Krisen kommt. Eine wesentliche Chance könnte sich aus dem Wegfall der Iran-Sanktionen ergeben, da Investitionen aus dem Iran über Jahre nicht auf dem Markt platziert werden konnten. Weiterhin dürfte das Wachstum der Weltwirtschaft insbesondere von der Entwicklung in den Schwellenländern abhängen. Zu einer Belebung sollte es kommen, wenn die tiefen Rezessionen in Russland und in Brasilien abklingen. Die Entwicklung der Wirtschaft in den Industrieländern sollte in 2016 bei rund 2 % liegen. Die Risikopolitik ist seit Einführung Ende des Jahres 2002 ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmenspolitik. Die Geschäftsführung der Siempelkamp Holding hat die wesentlichen Elemente des Risikomanagements in Richtlinien gefasst, die für alle Gesellschaften des Geschäftsbereiches Maschinen- und Anlagenbau gültig sind. Ebenso existiert eine Compliance-Richtlinie. Das Risikomanagement beinhaltet die Identifizierung, Quantifizierung, Limitierung und Überwachung sowie das Reporting der Risiken. Auf Basis der durchgeführten quantitativen und qualitativen Auswertungen gibt das Risikomanagement zudem Handlungsempfehlungen. Im Rahmen des DIN EN ISO 9001-Überwachungsaudits durch den TÜV am 26.05.2015 wurde erneut der Nachweis erbracht, dass auch das Risikomanagement der Norm entsprechend unterhalten wird. Soweit erforderlich wurde für die aus den verschiedenen Bereichen stammenden Risiken durch Rückstellungen Vorsorge getragen. Entwicklungsbeeinträchtigende und Bestandsgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. 6.1 Preisänderungsrisiko Es ist das Ziel, Preisänderungen auf der Beschaffungsseite entgegenzuwirken, indem langfristige Lieferantenverträge abgeschlossen werden. Auf der Absatzseite werden durch Vereinbarungen von Preisgleitklauseln mögliche Preisänderungen weitergegeben. 6.2 Ausfallrisiko Dem Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch Ansatz einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Der Prozentsatz lag im abgelaufenen Geschäftsjahr unverändert gegenüber 2014 bei 1 %. Per 31.12.2015 wurden keine Forderungen einzelwertberichtigt. 6.3 Liquiditätsrisiko Um Liquiditätsrisiken frühzeitig begegnen zu können, erstellt die ATR regelmäßig Liquiditätspläne, die einen kurzfristigen Zeitraum von einem Monat und einen langfristigen Zeitraum von zwei Jahren darstellen. Eine Kreditlinie bei der Sparkasse ist vereinbart, ebenso die Zugehörigkeit zum Cash-Pool der Firma Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH. 6.4 Risiko aus Zahlungsstromschwankungen Risiken aus Zahlungsstromschwankungen liegen nicht vor. 7. Prognosebericht7.1 Allgemeine Entwicklung / konjunkturelles Umfeld Führende Wirtschaftsinstitute gehen davon aus, dass sich das Bruttoinlandsprodukt in 2016 noch verhalten positiv entwickeln wird.
Die strategische Ausrichtung der Gesellschaft sieht einen weiteren Ausbau des Standardgeschäftes an dem Standort Krefeld vor. Hier werden für das Geschäftsjahr 2016 insbesondere die Produktion und der Vertrieb elektronischer Bauteile sowie die Fertigung von Schaltgerätekombinationen für die Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH die Kerngeschäftsfelder der Gesellschaft sein. Aufgrund der Entwicklung des Geschäftsvolumens der Muttergesellschaft basiert die Planung 2016 der Gesellschaft auf einer erhaltenen aber vorsichtigen Geschäftsentwicklung. 7.2 Ergebniserwartung und Finanzlage Aufgrund der Auftragslage sowie der erwarteten Auslastung sehen wir in allen Bereichen für das Geschäftsjahr 2016 weiterhin ein positives Ergebnis. Das Unternehmensergebnis wird von der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2016 in einer Größenordnung von 0,3 Mio. € erwartet. Es wird davon ausgegangen, dass mit den genannten Geschäftsfeldern ein Geschäftsvolumen in 2016 25 Mio. € erreicht wird. 7.3 Erwartungen hinsichtlich der Liquidität Die tägliche Liquiditätssteuerung wird monatlich in konzerneinheitlichen rollierenden 12-Monats Cashflow Planungen zusammengefasst. Trotz genauer, sorgfältiger und risikoorientierter Planung können natürlich unerwartete Ergebnisbeeinflussende Ereignisse eintreten, was durch die weltweite Finanzsituation noch verschärft wird. Derartige Ereignisse sind, trotz risikoorientierter Planung, heute noch nicht absehbar. Das finanzielle Gleichgewicht ist durch einen voraussichtlich gut ausreichenden Stand an Liquidität und zusätzlich langfristig bestehende Banklinien gesichert. Für die nächsten beiden Geschäftsjahre wird ein Liquiditätsbestand auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres 2015 erwartet.
Krefeld, im Februar 2016 Timo Amels Bilanz zum 31. Dezember 2015(mit Vergleichszahlen des Vorjahres) AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSATZE1. Allgemeines Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 ist, obwohl wir eine mittelgroße Kapitalgesellschaft sind, nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften in sinngemäßer Anwendung der §§ 238 - 288 HGB aufgestellt. Um Klarheit und Übersichtlichkeit von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zu verbessern, wurden Vermerke und Aufgliederungen soweit wie möglich im Anhang ausgewiesen. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. 2. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und - soweit geboten - außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, soweit geboten vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen der Vermögensgegenstände werden linear vorgenommen. Die Anschaffungskosten der geringwertigen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens wurden in 2015 in voller Höhe gemäß § 6 Abs. 2 EStG angesetzt und abgeschrieben. Der buchmäßige Abgang wurde für das Geschäftsjahr 2015 im Folgejahr unterstellt. 3. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten unter Einbeziehung von Abschreibungen einbezogen. Soweit erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen aktivierte Vorratswerte betreffen, wird eine Verrechnung vorgenommen. Erhaltene Anzahlungen von verbundenen Unternehmen werden mit den übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten mit verbundenen Unternehmen verrechnet, sofern sie nicht von den Vorräten abzusetzen sind. Das Vorratsvermögen ist verlustfrei bewertet. Erhaltene Anzahlungen von verbundenen Unternehmen wurden in Höhe von T€ 790 (Vj. T€ 572) empfangen. Davon wurden T€ 497 (Vj. T€ 236) aktivisch von den Vorräten abgesetzt und T€ 293 (Vj. T€ 336) als Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen abgebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Der Berechnungssatz liegt wie im Vorjahr unverändert bei 1 %. 5. Rückstellungen Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung getragen und sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. 6. Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen erfolgt nach der Netto-Methode. 7. Latente Steuern Die sich aus den Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz ergebenden Steuerlatenzen werden mit dem durchschnittlichen Steuersatz für Körperschaft- und Gewerbesteuer von 32,6 % berechnet. Die Unterschiede bestehen im Wesentlichen bei Beteiligungswerten von Tochtergesellschaften. Vom Aktivierungswahlrecht für den Überhang an aktiven latenten Steuern wird kein Gebrauch gemacht. II. ANGABEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ SOWIE DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGA. Angaben zur Bilanz 1. Anlagevermögen: Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens zeigt der folgende Anlagespiegel: ANLAGESPIEGEL
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen:
Diese Beträge betreffen in Höhe von T€ 4.275 (Vj. T€ 4.030) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. T€ 2.697 (Vj. T€ 611) betreffen den Cash-Pool. Forderungen aus UST-Guthaben (Organkreis) sind mit T€ 120 (Vj. T€ 140) beinhaltet. Die Forderung gegen die Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH ist gleichzeitig eine Forderung gegen den Gesellschafter. 3. Sonstige Rückstellungen:
4. Verbindlichkeiten: Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen:
Die Verbindlichkeiten betreffen mit T€ 16 (Vj. T€ 19) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit T€ 293 (Vj. T€ 336) erhaltene Anzahlungen. Die Verbindlichkeit gegen die Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH ist gleichzeitig eine Verbindlichkeit gegen den Gesellschafter. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:
B. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse: Darstellung nach geografischen Merkmalen
Darstellung nach Geschäftsbereichen
In den Umsatzerlösen sind Konzernumsätze mit T€ 19.451 (Vj. T€ 11.626) enthalten. 2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge i. H .v. T€ 87 (Vj. T€ 246) enthalten. Diese Erträge betreffen im Wesentlichen die Auflösungen von Rückstellungen i. H. v. T€ 80. 3. Personalaufwand Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung mit T€ 5 (Vj. T€ 7) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen mit T€ 15 enthalten (Vj. T€ 11). 5. Zinsen verbundene Unternehmen
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen Abschreibungen auf Finanzanlagen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert sind nicht angefallen (Vj. T€ 38). 7. Steuern vom Einkommen und Ertrag Im Steueraufwand sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten. III. SONSTIGE ANGABEN1. Eventualverbindlichkeiten Die Subsidiärhaftung für die Unterdeckung der Unterstützungskasse (mittelbare Pensionszusage) beträgt am Bilanzstichtag T€ 1.065 (Vj. T€ 994, Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB). Die für die Geschäftsjahre 2016 und 2017 prognostizierten Rentenzahlungen werden durch das Kassenvermögen der Unterstützungskasse gedeckt. Mit einer Inanspruchnahme ist deshalb nicht zu rechnen. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen beträgt zum Abschlussstichtag T€ 56 (Vj. T€ 45). Das Bestellobligo beläuft sich auf T€ 730 (Vj. T€ 690). 3. Geschäftsführung Die Gesellschaft wurde vertreten durch ihren Geschäftsführer: Dipl.-Kfm. Timo Christian Amels, Krefeld (ohne Bezüge). 4. Mutterunternehmen Die Anteile an unserer Gesellschaft werden zu 100 % von der Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH (vormals Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH & Co. KG), Krefeld, gehalten. Das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den Kreis der verbundenen Unternehmen aufstellt, ist die G. Siempelkamp GmbH & Co. KG, Krefeld. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, die zum Konzernkreis G. Siempelkamp GmbH & Co. KG, Krefeld, gehören, werden unter den Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Der Konzernabschluss der Muttergesellschaft wird im E-Bundesanzeiger offengelegt. 5. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2015 wurden durchschnittlich 64 Mitarbeiter (Vj. 64 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Ermittlung der Arbeitnehmerzahl wurde nach § 267 Abs. 5 HGB vorgenommen. Im Einzelnen wurden beschäftigt:
6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers wird im Konzernanhang der G. Siempelkamp GmbH & Co. KG, Krefeld, angegeben.
Krefeld, im Februar 2016 - Die Geschäftsführung - Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ATR Industrie-Elektronik GmbH, Krefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Krefeld, 12. Februar 2016 Treuhand-
und Revisions-
Siebing, Wirtschaftsprüfer ppa. Uhl, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 05.04.2016. Am 05.04.2016 wurde ebenfalls beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von € 788.463,09 auf neue Rechnung vorzutragen. |
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