WITTUR GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Hebezeugen und Fördermitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Patrik Wohlhauser seit 15.4.2016 | Geschäftsführer |
Frank Maria Schulkes seit 23.3.2016 | Geschäftsführer |
Franz Mayr seit 28.3.2012 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wittur Holding GmbHSulzemoosJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT1.1 Geschäftsmodell Die Wittur Holding GmbH hält mittel- bzw. unmittelbar alle Beteiligungen des Wittur Konzerns und wird selbst in den Konzernabschluss der Wittur International Holding GmbH einbezogen. Die Wittur Holding GmbH partizipiert somit von den Geschäftsaktivitäten, Chancen und Risiken aller Konzerngesellschaften. Die Wittur-Gruppe ist einer der führenden unabhängigen Anbieter von Komponenten, Antrieben und Systemen für die Aufzugsindustrie. Die Wittur-Gruppe beschäftigt zum 31.12.2014 insgesamt 3.250 Mitarbeiter und produziert weltweit an zehn verschiedenen Standorten. Zusätzlich besitzt Wittur zehn Vertriebsgesellschaften und verkauft an Kunden in mehr als 90 verschiedenen Ländern. Zu den Kunden der Wittur-Gruppe gehören die großen internationalen Aufzugsunternehmen, sowie auch kleine und mittelgroße regionale Unternehmen. Die Wittur-Gruppe produziert und vertreibt als Produktgruppe Aufzugskomponenten wie beispielsweise automatische Aufzugstüren, Kabinen, Sicherheitskomponenten, Antriebe, Aufzugsrahmen und komplette Aufzüge. Die Wittur Produkte werden bei Neuinstallationen und Modernisierungen verwendet. Diese werden in Aufzugsystemen für die Personenbeförderung, Frachtaufzügen und auch für spezielle Anwendungsbereiche wie z.B. in Kreuzfahrtschiffen eingesetzt. Der volumenmäßig größte Bereich ist das Produktsegment Türen. Die Konzerngesellschaften produzieren Türmechanismen, Türantriebe sowie komplette Türen an acht Standorten in Europa, Eurasien, Asien und Südamerika in 2014. Daneben wurden in Italien und in der Türkei hochwertige Spezialtüren, wie Glastüren, Aufzugstüren für Schiffe und runde Aufzugstüren gefertigt. Im Bereich Stahlbau hat die Wittur-Gruppe vor allem am Standort Österreich Stahlrahmen für Aufzugskabinen und Gegengewichte sowie Sicherheitsbauteile produziert. Das Geschäftsmodell der Wittur Holding GmbH ist durch die erzielten Beteiligungserträge und Erträge aus Gewinnabführungsverträgen ihrer Tochtergesellschaften bestimmt. Umsatzerlöse erzielt die Wittur Holding GmbH durch erbrachte Management Service-Leistungen an andere Konzernunternehmen. 1.2 Steuerungssystem Die Wittur Holding GmbH ist in das Steuerungssystem der Wittur-Gruppe eingebunden. Die von der Wittur-Gruppe verwendeten Steuerungsgrößen (KPI) und Reportingsysteme ermöglichen es dem Management, die Geschäftsentwicklung anhand von Umsatzwachstum, Ergebnis und Liquidität, im Hinblick auf das strategische Ziel eines profitablen Wachstums der Gruppe, zu analysieren und zu beeinflussen. Profitables Wachstum ist eine notwendige Voraussetzung für die nachhaltige Steigerung des Werts der Wittur-Gruppe. Die wesentlichen Steuerungsgrößen der Wittur Holding GmbH sind neben dem Umsatz die operativen Beteiligungserträge. Diese Kenngrößen leiten sich unmittelbar aus dem Jahresabschluss ab und unterliegen einer permanenten Berichterstattung und Kontrolle. 1.3 Forschung und Entwicklung Die Wittur Holding GmbH selbst betreibt keine Forschung und Entwicklung. 2. WIRTSCHAFTSBERICHT2.1 Gesamt- und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung In 2014 verzeichneten einige Regionen ein starkes wirtschaftliches Wachstum, während andere einen leichten Wachstumsrückgang verzeichneten. Gegenüber dem Vorjahr stieg das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) insgesamt um 2,5% im Vergleich zu 2,4% in 2013, gemäß kürzlich veröffentlichter Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die verhaltene Entwicklung in Europa aufgrund der andauernden Staatsschulden- und Finanzkrise belastet die Weltwirtschaft, wurde aber durch die positive Entwicklung in Asien und anderen Schwellenländern überkompensiert. Dennoch konnten während des letzten Quartals 2014 Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung Europas erkannt werden. Für die Eurozone prognostiziert der IWF lediglich einen leichten Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung in Höhe von 0,8%. Allerdings bleibe das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern weiterhin deutlich höher. In 2014 haben die Schwellenländer ein Wachstum von durchschnittlich 6,5% erreicht. Aufzugsindustrie und deren Entwicklung Weltweit waren im Jahr 2014 ca. 14 Mio. Aufzüge installiert, über 5,5 Mio. davon in Europa. Letztes Jahr wurden ca. 900.000 Aufzüge neu installiert, davon ca. 100.000 in Europa und ca. 700.000 in Asien. Auch 2014 ist der globale Aufzugsmarkt stärker als die Weltwirtschaft gewachsen. Dabei ist der Markt in Asien leicht angestiegen (China, Indien & Südostasien). Weiteres Wachstum wurde in Lateinamerika und der Golfregion generiert. In Europa ergibt sich weiterhin ein geteiltes Bild. Während die Regionen Nord- und Mitteleuropa und insbesondere der deutsche Aufzugsmarkt von einem starken Wachstum geprägt sind, stagniert der Markt in Südeuropa weiterhin. Vor allem in Europa, wo sich der größte Teil der bestehenden Aufzüge befindet, zunehmend aber auch in anderen Ländern wie China und Russland ergibt sich ein höherer Modernisierungsbedarf, der durch die Einführung strengerer Sicherheitsvorschriften weiter unterstützt wird. In diesem Umfeld konnte die Wittur-Gruppe ihre Marktposition als führender Lieferant mit der weltweit stärksten Präsenz im Bereich von Aufzugstüren und weiteren Aufzugskomponenten in 2014 weiterhin ausbauen und die Position in den am schnellsten wachsenden Märkten verstärken. 2.2 Geschäftsverlauf 2014 war ein weiteres erfolgreiches Jahr für die Wittur-Gruppe mit einem Umsatzwachstum von 8,8% und einem Anstieg des operativen Ergebnisses gemessen als EBITDA ("adjusted") um 14,2% gegenüber 2013, gemessen als EBITDA ("normalized") betrug der Anstieg 17,1%. Die positive Geschäftsentwicklung der Wittur-Gruppe spiegelt sich auch in den Umsatzerlösen und operativen Beteiligungserträgen der Wittur Holding GmbH wieder. Im Geschäftsjahr 2014 hat die Wittur Holding GmbH das Stammkapital ihrer unmittelbaren Tochtergesellschaft Wittur Italia Holding s.r.l., Colorno, Italien, um EUR 2,0 Mio. erhöht. Die Erhöhung des Stammkapitals erfolgte als Bareinlage am 29. September 2014. In 2014 wurden drei Gesellschaften, die im abgelaufenen Jahr nicht mehr operativ tätig waren, endgültig liquidiert. Hierbei handelt es sich um die Wittur S.R.O., Hustopece, Tschechische Republik, die Wittur kft., Budapest, Ungarn, und um die Wittur Ltd., Natanya, Israel. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren bei der Wittur Holding GmbH sind die Umsatzerlöse und operativen Beteiligungserträge. Die Auftragslage ist für den Geschäftsverlauf der Wittur Holding GmbH nicht entscheidend. Die erbrachten konzerninternen Leistungen unterliegen keiner schwankenden Auftragslage. Prognose Soll-/Ist-Vergleich Wittur- Konzern Die Prognose des Vorjahres ging für die Wittur-Gruppe von einer moderaten Erhöhung der Umsatzerlöse und einem leichten Anstieg des operativen Ergebnis EBITDA ("EBITDA adjusted" und "EBITDA normalized") aus. Das geplante Investitionsvolumen war leicht geringer als jenes aus 2013 welches EUR 12,9 Mio. betrug. Die Wittur-Gruppe erfüllte die Vorjahres-Prognose mit einem Anstieg der Umsatzerlöse von 8,8%. Das erwartete operative Ergebnis ("EBITDA adjusted" und "EBITDA normalized") wurde übertroffen, vor allem wegen dem Anstieg der Umsatzerlöse und einem verbesserten Rohertrag, welcher im Wesentlichen das Ergebnis aus einem geänderten Produktmix, Einsparungen vor allem im Einkauf und verbesserter Produktivität der Konzern Werke ist. Die Gesamtinvestitionen in 2014 erreichten das geplante Volumen und betrugen EUR 12,5 Mio. Wie erwartet, lag das Investitionsvolumen leicht unter den Investitionen 2013 in Höhe von EUR 12,9 Mio. Gesellschaft Die Wittur Holding GmbH konnte die im Vorjahr aufgestellte Prognose übertreffen. Die Umsatzerlöse stiegen in 2014 um EUR 3,4 Mio. (+18%) gegenüber dem Vorjahr. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der in 2014 vorgenommenen Erhöhung der Lizenzgebühren (siehe 2.3 Ertragslage). Die operativen Beteiligungserträge stiegen in 2014 um EUR 5,7 Mio. (+11%) gegenüber dem Vorjahr, vor allen durch die erstmals in 2014 geleisteten Dividendenzahlungen der Wittur Asansör San. Ve Tic. A.Ş., Istanbul, Türkei, an die Wittur Holding GmbH (siehe 2.3 Ertragslage). 2.3 Ertragslage Die Geschäftstätigkeit der Wittur Holding GmbH ist durch die erzielten operativen Beteiligungserträge und Erträge aus Gewinnabführungen ihrer Tochtergesellschaften bestimmt. Die Gesellschaft erwirtschaftet zudem Erträge aus konzerninternen Weiterbelastungen von Serviceleistungen an Gesellschaften aus dem Konzernkreis. Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 50,3 Mio. erwirtschaftet nach einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 44,1 Mio. im vorangegangen Geschäftsjahr. Im Berichtsjahr konnte die Wittur Holding Umsatzerlöse in Höhe von EUR 22,3 Mio. (Vj. EUR 18,9 Mio.) erzielen. Der Anstieg im Berichtsjahr resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Lizenzgebühren. Mit Wirkung zum 1. April 2014 wurde die Lizenzgebühr für die Nutzung der Wort- und Bildmarke "Wittur" von 1% auf 2% der Drittumsätze der jeweiligen Lizenznehmer erhöht. Grund für diese Erhöhung war die weitere Steigerung des Markenwerts und der damit einhergehende wirtschaftliche Nutzen der Lizenznehmer. Insbesondere die Weiterbelastungen der gestiegenen Lizenzerträge führten zum Anstieg der Umsatzerlöse im Betrachtungszeitraum. Die operativen Beteiligungserträge betragen am Ende des Geschäftsjahres EUR 55,7 Mio. und liegen damit über den operativen Beteiligungserträgen des Vorjahres in Höhe von EUR 50,0 Mio. Der Anstieg der Beteiligungserträge resultiert aus höheren Ausschüttungen der Tochtergesellschaften. In 2014 erfolgten erstmals Dividendenzahlungen durch die Wittur Asansör San. Ve Tic. A.Ş., Istanbul, Türkei nachdem die Wittur Holding GmbH sämtliche Anteile an der Gesellschaft im Oktober 2013 von der Wittur S.p.A. erwarb. Für das Geschäftsjahr 2014 belaufen sich die Personalaufwendungen auf insgesamt EUR 5,2 Mio. (Vj. EUR 4,2 Mio.). Der Anstieg in 2014 ist insbesondere auf gestiegene Aufwendungen für Boni zurückzuführen. In 2014 waren durchschnittlich 27 Mitarbeiter beschäftigt, wohingegen im Vorjahr 28 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt beschäftigt waren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind seit dem Vorjahr auf EUR 15,4 Mio. (Vj. EUR 15,9 Mio.) gesunken. Der Rückgang im Vergleich zur Vorperiode resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Gebühren, nachdem die in 2013 vorgenommene Refinanzierung Gebühren in Höhe von -EUR 1 Mio. im Geschäftsjahr 2013 verursachte. Andererseits stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen durch die Ausbuchung konzerninterner Forderungen in Höhe von EUR +0,7 Mio (Vj. EUR 0,0 Mio.). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betrugen in 2014 EUR 9,9 Mio. (Vj. EUR 13,4 Mio.). Der Rückgang der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultiert aus dem Rückgang der Darlehensverbindlichkeiten. 2.4 Finanzlage Die Wittur Holding GmbH übernahm im Dezember 2010 eine Garantie für einen zwischen der Wittur International Holding GmbH und der UniCredit Bank AG als Konsortialführer am 6. Dezember 2010 abgeschlossenen und am 5. September 2013 hinsichtlich der Aufstockung auf EUR 235 Mio. geänderten Darlehensvertrag. Der Darlehensstand am 31. Dezember 2014 betrug EUR 160,1 Mio. (Vj. EUR 186,4 Mio.). In diesem Rahmen wurden folgende Sicherheiten gewährt:
Die Gesellschaft hat zum Stichtag EUR 10,9 Mio. (Vj. EUR 25,9 Mio.) aus dem Darlehensvertrag in Anspruch genommen. Der Kredit wird variabel verzinst. Die Zinszahlungen erfolgen monatlich auf Basis EURIBOR+Marge. Die Tilgung erfolgt mit einem festgelegten jährlichen Prozentsatz im Juni und Dezember. Mit einer Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen ist aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage in wichtigen Märkten, der Stellung der einzelnen Konzerngesellschaften in den jeweiligen Märkten und einer guten Ertragslage nicht zu rechnen. 2.5 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von EUR 274,4 Mio. am 31. Dezember 2013 auf EUR 285,7 Mio. am 31. Dezember 2014 erhöht. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag EUR 172,4 Mio. (Vj. EUR 170,5 Mio.). Der Anstieg der Anteile an verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Stammkapitals der Wittur Italy Holding s.r.l., Colorno, Italien (EUR +2,0 Mio.). Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen erhöhten sich von EUR 33,6 Mio. im Vorjahr auf EUR 35,9 Mio. zum Abschlussstichtag. Mit EUR 2,1 Mio. resultiert der Anstieg im Wesentlichen aus ausgereichten Darlehen an die Wittur Ltda., Sao Paulo, Brasilien, Wittur Austria Holding GmbH Scheibbs, Österreich und Wittur GmbH, Scheibbs, Österreich. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag EUR 2,8 Mio. (Vj. EUR 9,4 Mio.). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert vor allem aus den in 2013 weiterbelasteten Refinanzierungskosten. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen am Ende des Berichtsjahres EUR 29,9 Mio. (Vj. EUR 20,3 Mio.). Davon entfallen EUR 5,9 Mio. (Vj. EUR 4,2 Mio.) auf konzerninterne Zinsforderungen. Die Forderungen aus Cashpooling sind auf EUR 22,9 Mio. (Vj. EUR 15,2 Mio.) angewachsen. Zum Jahresende belaufen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf EUR 10,9 Mio. (Vj. EUR 25,9 Mio.). Die Verbindlichkeiten an Gesellschafter erhöhten sich auf EUR 72,2 Mio (Vj. EUR 68,2 Mio.). Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich hingegen deutlich von EUR 88,1 Mio. in der Vorperiode auf EUR 59,7 Mio. im Geschäftsjahr. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten resultiert vor allem aus dem Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 28,4 Mio. durch die Verrechnung mit Dividendenforderungen der Wittur Holding GmbH. 3. NACHTRAGSBERICHTAm 22. Dezember 2014 hat ein Private Equity Fonds, der von Bain Capital verwaltet wird, einen Kaufvertrag mit den derzeitigen Eigentümern über 100% der Wittur-Anteile unterschrieben. Der Abschluss der Transaktion wurde am 31. März 2015 vollzogen. Paternoster Holding III GmbH, eine indirekte, einhundertprozentige Tochtergesellschaft von Bain Capital Europe Fund IV L.P. ("Bain Capital") hat am 10. Februar 2015 eine Anleihe im Zusammenhang mit der Akquisition der Wittur Gruppe durch Bain Capital emittiert. Weiterhin hat in diesem Zusammenhang die Paternoster Holding IV GmbH, eine direkte, einhundertprozentige Tochtergesellschaft der Paternoster Holding III GmbH, einen langfristigen Darlehensvertrag unterzeichnet. PROGNOSE-, CHANCEN UND RISIKOBERICHT4.1 Prognosebericht 4.1.1 Gesamt- und branchenwirtschaftliche Entwicklung Gesamtwirt schaftliche Entwicklung für 2015 Die gesamtwirtschaftliche Situation wird sich voraussichtlich im nächsten Jahr etwas entspannen, wobei die Entwicklung in den Regionen sehr unterschiedlich sein wird. So prognostiziert der IWF, dass die Wirtschaftsleistung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone im Jahr 2015 um rund 1,3% zunehmen wird. Für Schwellen- und Entwicklungsländer in Asien wird eine Steigerung des Wirtschaftswachstums von mehr als 6,6% erwartet. Größter Wachstumstreiber bleibt wie bisher auch China mit 7,1% Steigerung. (Stand: Oktober 2014). Aufzugsindustri e und deren Entwicklung für 2015 Die Aufzugsindustrie wird sich auch im Jahr 2015 voraussichtlich besser als die restliche Weltwirtschaft entwickeln. In Asien wird ein deutliches Wachstum erwartet. So wird allein für China im Bereich der Neuinstallationen von Aufzügen ein Wachstum von +12% erwartet. Für die Länder der Euro-Zone wird ein Wachstum der Aufzugsindustrie von 6% für das Geschäftsjahr 2015 erwartet, dabei rechnet man mit einer stabilen Nachfrage im Bereich Zentral und Nord Europa. Wachstumsimpulse verspricht man sich auch durch die Einführung neuer global gültiger Normen für den Aufzugsmarkt, die sich deutlich auf den weltweiten Markt auswirken werden. Diese neuen Normen gelten erstmals ab 2014 und beinhalten einen Übergangszeitraum bis 2017. In der ersten Phase gelten diese neuen Normen für Neuinstallationen. Zu einem späteren Zeitpunkt wird erwartet dass der Geltungsbereich neuer Normen auch auf bestehende Aufzüge ausgeweitet und damit zusätzliches Auftragspotenzial auf dem Modernisierungsmarkt generiert wird. 4.1.2 Prognose für den Konzern und die Gesellschaft Wittur- Konzern Aufbauend auf den Erfolgen des Jahres 2014 hat die Wittur-Gruppe eine gute Basis für das Jahr 2015 geschaffen. Für das Jahr 2015 plant die Wittur-Gruppe eine moderate Erhöhung der Umsatzerlöse. Wir gehen davon aus, dass aufgrund der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Situation vor allem in Südeuropa das Wachstum im Schwerpunkt aus allen anderen übrigen Regionen außerhalb Europas kommen wird. Das geplante operative Ergebnis EBITDA ("adjusted" und "normalized") der Wittur-Gruppe für das Jahr 2015 liegt leicht über dem erreichten Vorjahresniveau. Für den operativen Cash Flow wird ein leichter Anstieg in 2015 gegenüber 2014 erwartet. Das geplante Investitionsvolumen 2015 liegt leicht unter dem Niveau von 2014 (EUR 12,5 Mio). Gesellschaft Die Entwicklung der Wittur Holding GmbH steht in direkter Abhängigkeit zum Geschäftsverlauf der gesamten Gruppe. Die Wittur Holding GmbH erwartet deshalb eine leichte Steigerung von Umsatz sowie eine leichte Zunahme von operativen Beteiligungserträgen in 2015 (operative Beteiligungserträge im Berichtsjahr EUR 55,7 Mio). 4.2 Chancen und Risikomanagement Chancen und Risikomanagementsystem Als globalagierendes Unternehmen der Aufzugsbranche und als eine Zwischenholding-Gesellschaft des der weltweit führenden Herstellers von Aufzugskomponenten ist die unternehmerische Tätigkeit der Wittur Holding GmbH sowohl mit Chancen als auch mit Risiken verbunden. Zur Identifikation, Bewertung und Steuerung von Chancen und Risiken führt das Management der Wittur-Gruppe regelmäßig im Rahmen der Planungs- und Prognosezeiträume eine einheitliche, systematische Befragung des lokalen, operativen Managements durch. Diese rollierend durchgeführte Abfrage der wesentlichen Chancen und Risiken wird vor dem Hintergrund immer komplexerer Unternehmensstrukturen sowie zunehmender Internationalität der Gruppe permanent weiterentwickelt. Die Risikopolitik der Wittur-Gruppe entspricht dem Bestreben, nachhaltig zu wachsen sowie den Unternehmenswert zu steigern und dabei die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu erkennen und zu minimieren. Neben der Lokalisierung alle relevanter Geschäftsrisiken durch das operative Management der legalen Einheiten sollen auch Maßnahmen mit aufgenommen werden, die bei Eintreten der Risiken entsprechend umgesetzt werden können. Der zeitliche Horizont der Risikobetrachtung beträgt in der Regel 3 Jahre. Jedes Ereignis, das einen (positiven oder negativen) Einfluss auf das Geschäftsergebnis hat, welcher über den Geschäftsplan hinausgeht, stellt dabei eine Chance bzw. ein Risiko dar. Alle Risiken werden auf gruppenebene verifiziert und im Hinblick auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Wesentlichkeit (Relevanz) bzgl. der Auswirkung auf das Gruppenergebnis priorisiert und entsprechend nachverfolgt. Die nachfolgende Darstellung der einzelnen Chancen- und Risikokategorien erfolgt nach ihrer Bedeutung: Marktchancen und-risiken Im besser werdenden Marktumfeld konnte die Wittur-Gruppe ihre Stellung als führender Hersteller für Aufzugskomponenten weiter ausbauen und ihre Marktposition festigen. In den ersten zwei Monaten 2015 ist ein leichtes Wachstum des Marktes zu verzeichnen. Dies zeigt sich auch bei den Auftragseingängen, so dass bislang vom Erreichen des geplanten Umsatzes für das Geschäftsjahr 2015 ausgegangen werden kann. Die Konjunkturentwicklung in den verschiedenen Regionen und die steigenden Rohstoffpreise bleiben weiterhin grundlegende Risiken. Chancen ergeben sich unter anderem aus dem erheblichen Marktpotential insbesondere der Wachstumsregionen Asien (inkl. China), Südamerika, Eurasien & Russland. Als Chance kann auch die seit 2014 fortschreitende Einführung neuer global gültiger Normen für den Aufzugsmarkt gewertet werden. Neue bzw. modifizierte Produkte, die diese Normen erfüllen und den Kunden bereits jetzt Planungssicherheit geben können sind dabei im Fokus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Wittur-Gruppe. Weiterhin bleibt das Risiko des Preisdrucks in einigen Ländern, da sich die Wettbewerbssituation verschärfen kann. Dagegen als Chance steht dem Preisdruckwettbewerb entgegen, dass Wittur aufgrund seiner angebotenen Produkt- und Servicequalität ein gesuchter Partner in der Aufzugsindustrie weltweit ist. Finanzchancen und -risiken Als international agierendes Unternehmen unterliegt die Geschäftstätigkeit von Wittur finanziellen Risiken. Hierzu gehören Liquiditäts-, Zahlungsausfall-, Zins- und Fremdwährungsrisiken. Diese Risiken werden fortlaufend von zentraler Stelle überwacht. Es werden geeignete Maßnahmen getroffen, um diese Risiken für die Wittur-Gruppe zu minimieren. Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Wittur-Gruppe und somit auch die Wittur Holding GmbH den bestehenden Zahlungsverpflichtungen nicht, wie vertraglich vereinbart, nachkommen kann. Diese bestehen insbesondere in der Leistung von Zins- und Tilgungszahlungen und Zahlungen an unsere Lieferanten. Zur Überwachung und Steuerung des Liquiditätsrisikos setzt die Wittur-Gruppe rollierende Liquiditätsprognosen ein und betreibt eine effektive Steuerung der Zahlungsmittel. Zusätzlich verfügt die Wittur-Gruppe unverändert über einen Kreditrahmen, der es der Wittur-Gruppe erlaubt die möglich auftretenden Risiken aufzufangen und entsprechend gegenzusteuern. Der in 2010 abgeschlossene und in 2013 angepasste syndizierte Kredit wird nach Abschluss des Verkaufsprozesses der Wittur Gruppe zurückgezahlt. Eine langfristige Akquisitionsfinanzierung ist bereits unterzeichnet. Die Einhaltung der jeweiligen Darlehensbedingungen (im Wesentlichen "Financial Covenants") wird durch die Geschäftsführung laufend überwacht und gesteuert, um die Finanzierung der Gruppe langfristig sicherzustellen. Zahlungsausfallrisiko Zahlungsausfallrisiken bestehen darin, dass ein Kunde oder Geschäftspartner nicht in der Lage ist seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen rechtzeitig und vollständig nachzukommen. Das Zahlungsausfallrisiko hängt von den individuellen Charakteristiken der jeweiligen Gegenpartei ab. Das Zahlungsausfallrisiko wird minimiert indem die Wittur-Gruppe nur mit Geschäftspartnern zusammenarbeitet, die eine Bonitätsprüfung durchlaufen haben. Transaktionen auf Kredit werden nur nach vorhergehender Prüfung der Kreditwürdigkeit durchgeführt. Die Forderungsstruktur wird lokal und auch zentral regelmäßig überwacht und analysiert. Zinsrisiko Zinsrisiken können für die Wittur-Gruppe und die Wittur Holding GmbH vor allem durch steigende Finanzierungskosten infolge eines Anstieges des allgemeinen Zinsniveaus entstehen. Das Management der Zinsrisiken wird zentral durchgeführt und hat die Aufgabe, Zinsrisiken zu überwachen und zu steuern. Zu diesem Zweck hat die Wittur-Gruppe auch Zinssicherungsgeschäfte mit verschiedenen Gegenparteien abgeschlossen, um das Risiko steigender Zinsen zu begrenzen. Der vertraglich vereinbarte Zinsaufwand für die Bankverbindlichkeiten und Gesellschafterdarlehen kann unabhängig vom Geschäftsverlauf eine starke Wirkung auf das Ergebnis haben. Fremdwährungsrisiko Aufgrund seiner internationalen Ausrichtung ist die Wittur Holding GmbH im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, insbesondere aus dem chinesischen Yuan und der türkischen Lira. Auch wenn diese Risiken aufgrund sogenannter "natural hedges" in der Wittur-Gruppe reduziert sind, verfolgt die Gruppe verschiedene Strategien, die auch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente vorsehen. Operative Chancen und -risiken Im Berichtsjahr hat die Wittur-Gruppe verschiedene Projekte gestartet, um das Wachstum und die operative Leistungsfähigkeit weiter zu steigern. Zudem wurden im Jahr 2014 viele zusätzliche Funktionen auf Konzernebene (Corporate Funktionen) geschaffen bzw. ausgebaut, mit deren Hilfe auch im Jahr 2015 und den Folgejahren entsprechend Chancen realisiert bzw. Risiken reduziert werden und so die zukünftige Entwicklung des Unternehmens nachhaltig gesichert wird.
Wiedenzhausen, 30. April 2015 Geschäftsführung Dr. Walter Rohregger CEO Dr. Daniel Wiest CFO BilanzAKTIVA
Gewinn und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine HinweiseDer vorliegende Abschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr stetig angewendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. BewertungsmethodenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert bzw. auf den voraussichtlichen dauerhaft niedrigeren beilzulegenden Wert abgeschrieben. Für die bilanzierte Marke wurde eine Nutzungsdauer von acht Jahren angesetzt, die Abschreibung erfolgt linear. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert, bzw. auf den voraussichtlich dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von 410,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten angesetzt, Abschreibungen werden gebucht, wenn eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungspostenbeinhaltet Auszahlungen, die in Folgejahren zu Aufwand führen. Das Eigenkapital wird mit dem Nominalwert angesetzt. Bei der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen kam als Berechnungsverfahren das Projected Unit Credit-Verfahren zur Anwendung. Zu erwartende Lohn- und Gehaltstrends waren nicht zu berücksichtigen. Als Rechnungsgrundlage dienten die Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck. Der verwendete Rechnungszins von 4,66 % (Vorjahr 4,9 %) entspricht dem gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung durch die Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins für Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Der Renten- und Gehaltstrend wurde mit 0 % angegeben. Der Aufwand aus Zinsänderung wird im Finanzergebnis erfasst. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag ausgewiesen. Auf Fremdwährung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden zu Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag bewertet. Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs bewertet, soweit nicht am Bilanzstichtag ein gesunkener Kurs eine Abwertung der Forderung bzw. ein gestiegener Kurs eine Höherbewertung der Verpflichtung erforderlich macht. Schulden aus Entgeltumwandlung, welche mit Altersversorgungsverpflichtungen vergleichbare langfristige Verpflichtungen darstellen, wurden im Jahr 2014 bedient. Es sind keine Aufwendungen und Erträge in 2014 entstanden. Derivative Finanzinstrumente (Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze)Derivative Finanzinstrumente werden bei Wittur zur Begrenzung von Zinsrisiken eingesetzt. Da für diese derivativen Finanzinstrumente keine Bewertungseinheit gebildet wird, erfolgt die Bilanzierung imparitätisch, das heißt, für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt. Für erworbene Optionen, wird die gesamte Optionsprämie als Vermögenswert aktiviert und unterliegt an jedem Stichtag einer Bilanzierung nach dem strengen Niederstwertprinzip. Für noch ausstehende Optionsprämien wird eine Verbindlichkeit passiviert. Der Marktwert errechnet sich auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden Marktdaten mithilfe von anerkannten Optionspreismodellen (für Zinsoptionen) sowie durch Abzinsung der erwarteten künftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit (für Zinsswaps). Bewertungseinheiten werden nicht gebildet. Abgrenzung latenter SteuernDie im Jahresabschluss gebildeten Steuerabgrenzungen für latente Steuern betreffen zeitliche Unterschiede, welche sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder abbauen und die sich aus den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten ergeben. Für die Ermittlung der Steuerabgrenzung wurden der gültigen Steuersätze angewendet. Aktive und passive latente Steuern werden unverrechnet ausgewiesen. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Am Ende des Anhangs ist das Anlagengitter dargestellt. Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB:
[1] Ergebnisabführung an die Wittur Deutschland Vertrieb Holding GmbH [2] Ergebnisabführung an die Wittur Holding GmbH [3] Eigene Anteile (10%) [4] Eigene Anteile (2,32%) [5] Laufendes Ergebnis bis Liquidation [6] Laufendes Ergebnis bis Liquidation Ausleihungen Von den Ausleihungen entfallen TEUR 35.886. (Vj. TEUR 33.632) auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Eine Ausleihung über TEUR 367 (Vj. TEUR 367) besteht gegenüber Mitgliedern der Geschäftsführung, diese werden mit 10 % p.a. verzinst. Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 28.897 (Vj. TEUR 19.476) Finanzforderungen und mit dem Restbetrag sonstige Verrechnungen. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen entfallen TEUR 235 (Vj. TEUR 394) auf Steuern. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Posten, die zu Aufwand in den Folgejahren führen. Hierzu fallen insbesondere Wartungsgebühren und Agency Fees. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2014 setzt sich wie folgt zusammen:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalrückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die sonstigen Rückstellungen waren insgesamt kurzfristig. Derivative Finanzinstrumente Die folgende Tabelle zeigt die Nominalvolumina, Marktwerte und die Bilanzposten der derivativen Finanzinstrumente, die am 31.12.2014 im Bestand waren:
Zum Vorjahr wurden folgende Werte erfasst:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 10.896; (Vj. 25.880) weisen zum 31.12.2014 eine Laufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 10.896 (Vj. TEUR 14.984) auf. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1.852 (Vj. TEUR 2.146) enthalten TEUR 1.036 (Vj. TEUR 1.979) gegen verbundene Unternehmen und haben eine Laufzeit unter einem Jahr. Im Zusammenhang mit den Verbindlichen gegenüber Kreditinstituten verweisen wir auf die Ausführungen zu den Haftungsverhältnissen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern über fünf Jahre betragen TEUR 72.221; (Vj. TEUR 68.160). Unter diesen Verbindlichkeiten werden die Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber den Gesellschaftern der Wittur International Holding GmbH ausgewiesen. Von den sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 59.674 (Vj. TEUR 88.093) entfallen auf verbundene Unternehmen TEUR 59.543 (Vj. 87.896), davon haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr TEUR 59.543 (Vj. TEUR 86.861) Der Rest der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 131 (Vj. TEUR 197 ) hat eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse werden gebucht, wenn die Dienstleistung erbracht wurde. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne von TEUR 414 (Vj. TEUR 579) und bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Kursverluste von TEUR 310 (Vj. TEUR 733) enthalten. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Kosten für empfangene Dienstleistungen und Beratungsleistungen. Es sind periodenfremde Erträge von TEUR 656 (Vj. TEUR 641) auf Auflösung von Rückstellungen im laufenden Abschluss enthalten. Im Zinsaufwand sind Aufzinsungsaufwendungen mit TEUR 43 (Vj. TEUR 50) enthalten. Die Gesellschaft hat in 2014 Beteiligungserträge in Höhe von TEUR 55.748 (Vj. TEUR 50.048) erzielt. Außerordentliche Aufwendungen Im Berichtsjahr sind keine außerordentlichen Aufwendungen angefallen. Die Aufwendungen des Vorjahres resultierten aus der Anwachsung (Vj. TEUR 1.401). Angaben zu den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Zum Bilanzstichtag werden latente Steuern auf folgende Differenzen gebildet:
Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern aus dem Verlustvortrag von TEUR 3.415 (Vj. TEUR 3.680) angesetzt. Der Verlustvortrag beträgt bei Körperschaftsteuer TEUR 13.638 (Vj. TEUR 15.430) und bei Gewerbesteuer TEUR 8.973 (Vj. TEUR 11.800). Die verwendeten Steuersätze sind bei der Körperschaftsteuer 15,82% (Vj. 15,82%) und bei der Gewerbesteuer 14% (Vj. 10,5%). Die Veränderung des Gewerbesteuersatzes resultiert aus den geänderten Lohnsummenverhältnissen zwischen dem Organträger Wittur Holding GmbH, Wiedenzhausen, und der Organgesellschaft Wittur Electric Drives GmbH, Dresden. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen vollständig auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Haftungsverhältnisse Die WITTUR Holding GmbH übernahm im Dezember 2010 eine Garantie für einen zwischen der WITTUR International Holding GmbH und der UniCredit Bank AG als Konsortialführer am 6. Dezember 2010 abgeschlossenen und am 5. September 2013 hinsichtlich der Aufstockung auf TEUR 235.000 geänderten Darlehensvertrag. Der Darlehensstand am 31. Dezember 2014 betrug TEUR 160.133 (Vj. TEUR 172.782). In diesem Rahmen wurden folgende Sicherheiten gewährt:
Die Gesellschaft hat zum Stichtag TEUR 10.896 (Vj. TEUR 25.880) aus dem Darlehensvertrag in Anspruch genommen. Mit einer Inanspruchnahme aus den einzelnen Haftungsverhältnissen ist aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage in wichtigen Märkten, der Stellung der einzelnen Konzerngesellschaften in den jeweiligen Märkten und einer guten Ertragslage nicht zu rechnen. Die Rückzahlung der Finanzierung erfolgte nach dem Closing (31. März 2015). Finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bzgl. Verpflichtungen aus Leasingverträgen bestehen in Höhe von TEUR 94 (Vj. 83) pro Jahr und Verpflichtungen aus sonstigen Miet- und langfristigen Serviceverträgen von TEUR 1.422 (Vj. TEUR 483) pro Jahr. Die gesamten finanziellen Verpflichtungen werden wie folgt fällig:
Sonstige AngabenMitarbeiter Im Durchschnitt wurden während des Geschäftsjahres 27 Mitarbeiter (Vj. 28 Mitarbeiter) beschäftigt. Zum Stichtag waren 25 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiter sind in der Verwaltung beschäftigt. Geschäftsführer
Konzernabschluss Der Jahresabschluss wird in den IFRS-Konzernabschluss der WITTUR International Holding GmbH, Wiedenzhausen, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht (kleinster Konsolidierungskreis). Darüber hinaus wird die Gesellschaft in den Konzernabschluss der TriWay HoldCo Sweden AB, Stockholm, Schweden (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2014 in Höhe von EUR 107.901.284,89 auf neue Rechnung vorzutragen.
Wiedenzhausen, 30. April 2015 Dr. Walter Rohregger Vorsitzender der Geschäftsführung Dr. Daniel Wiest Mitglied der Geschäftsführung ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Wittur Holding GmbH, Wiedenzhausen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in [Buchführung und Jahresabschluss/ Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 30. April 2015 PricewaterhouseCoopers
Klaus Schuster, Wirtschaftsprüfer ppa. Michael Popp, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2014 wurde am 08.05.2015 festgestellt. |
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