Stadtwerke Barmstedt

Stammdaten

Register
Amtsgericht Pinneberg HRA 1385 EL
Eingetragen
7.9.2006
Branche
Betrieb von KläranlagenWassergewinnung mit Fremdbezug zur VerteilungSpeichern von Gas zu Versorgungszwecken
Gegenstand
Die Stadtwerke (Elektrizitäts-, Gas-, Wärme- und Wasserversorgung, der Bäderbereich, das Breitbandnetz sowie IT-Diensleistungen) der Stadt Barmstedt bilden einen einheitlichen Eigenbetrieb. Gegenstand des Eigenbetriebes, einschließlich seiner Hilfs- und Nebenbetriebe, ist die Versorgung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, der Bäderbetrieb, der Betrieb eines Breitbandnetzes sowie IT-Dienstleistungen. Der Eigenbetrieb kann alle seinem Betriebszweck förderlichen Geschäfte betreiben. Die Stadt kann den Eigenbetrieb auch mit der Betriebsführung anderer, insbesonderer technischer Betriebe der Stadt beauftragen. Der Eigenbetrieb ist im Bedarfsfall berechtigt, im Rahmen der Wasserversorgung hoheitliche Gebührenbescheide im eigenen Nahme und mit eigener Signatur zu erlassen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rickmer Timm
seit 17.12.2021
Prokura
Matthias Stolten
seit 30.4.2021
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Stadtwerke Barmstedt

Barmstedt

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht gemäß § 23 Eigenbetriebsverordnung für das Wirtschaftsjahr 2023

Stadtwerke Barmstedt

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Stadtwerke Barmstedt sind ein Eigenbetrieb der Stadt Barmstedt. Gegenstand des Eigenbetriebs ist die Versorgung der Bevölkerung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme sowie der Betrieb der Bäder (Hallen- und Freibad) und eines Breitbandnetzes (Glasfasernetz). Der Energiehandel der Stadtwerke umfasst die Belieferung von Kunden mit Gas und Elektrizität im eigenen Strom- und Gasnetz in Barmstedt. Das Kundengeschäft in Netzgebieten außerhalb Barmstedts wird von der Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH durchgeführt, deren Anteile von den Stadtwerken Barmstedt gehalten werden. Die Belieferung dieser Gesellschaft mit Strom erfolgte wie im Vorjahr vollständig und mit Gas zum Teil durch die Stadtwerke Barmstedt.

Das im Eigentum der Stadtwerke stehende Breitbandnetz wird an die Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH verpachtet. Diese betreibt das Telekommunikationsgeschäft unter dem Markennamen Xitylight.

Besondere Forschungs- und Entwicklungstätigkeit betreiben die Stadtwerke Barmstedt nicht.

Der Primärenergieverbrauch Deutschlands sank im Jahr 2023 infolge der anhaltend hohen Energiepreise, der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung und der milderen Witterung um etwa 8,1 Prozent auf 10.735 Petajoule.

Der Gesamtstromverbrauch in Deutschland ist 2023 im Vergleich zu 2022 um 3,7 % gesunken. Der Stromverbrauch von Haushalten verminderte sich bundesweit um 2,8 %, bei Gewerbe, Handel und Dienstleistungen um 3,9 %. Bei den Stadtwerken Barmstedt verringerte sich die Stromabsatzmenge an eigene Kunden um 5,6 %. Die gesamte Durchleitungsmenge im Stromnetz Barmstedt verringerte sich um 3,7 % und liegt damit im Bundestrend. Der Erdgasverbrauch in Deutschland ist 2023 insgesamt um 6,3 Prozent gesunken. Hier wirkten sich abermals die Folgen des Ukraine-Krieges, die sich vor allem in den stark angestiegenen Preisen und verminderten Verbräuchen zeigten, aus. Der größte Rückgang mit -10,1 % entfiel auf dabei auf die Industrieabnahme; die Abgabe an Handel und Gewerbe sowie an private Haushalte sanken um 5,4 % bzw. um 4,8 %. Bei den Stadtwerken Barmstedt verringerte sich der Gasabsatz an eigene Kunden 2023 um 5,6 % und liegt damit etwas unter dem Bundestrend. Die Durchleitungsmenge durch das Gasnetz sank lediglich um 2,9 % und liegt damit deutlich unter dem gesamtdeutschen Trend.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Das Jahresergebnis nach Steuern verringerte sich deutlich von einem Gewinn über 278 T€ im Vorjahr um 799 T€ auf einen Verlust von 521 T€. Der Planansatz im Wirtschaftsplan 2023 von 316 T€ wurde somit um 837 T€ unterschritten.

Die gesamten Umsatzerlöse (ohne Strom- und Energiesteuer) haben sich wegen der gestiegenen Strom- und Erdgas- und Wärmepreise um 27.042 T€ auf 55.700 T€ erhöht, was nahezu einer Verdoppelung gleichkommt (+ 94,4 %). Zudem sind die Strom- und Gasnetzentgelte sowie das Pachtentgelt für das LWL-Netz gestiegen. Auch die Einnahmen aus dem Hallenbad erhöhten sich infolge höherer Besucherzahlen. In der Wasserversorgung ergab sich ein mengenbedingter Rückgang der Erlöse. Zu Einzelheiten verweisen wir auf die Erläuterungen zu den einzelnen Sparten.

Insgesamt setzen sich die Umsatzerlöse wie folgt zusammen:

2023 2022 2023 2022
Umsatz Umsatz Nutzbare Abgabe
T€ T€ (ohne Eigenverbrauch)
Stromverkauf 13.995 8.182
abzüglich Stromsteuer -342 -360
13.653 7.822
davon Verkauf an
SW Barmst. Xtra GmbH/Dritte Händler 6.386 3.104
Endverbraucher 7.267 4.718 16.590 17.568 MWh
Stromnetzentgelte 2.508 2.156
Gasverkauf 30.279 10.843
abzüglich Energiesteuer -277 -303
30.002 10.540
davon Verkauf an Händler 19.810 5.580
davon Verkauf an Endverbraucher 10.192 4.960 50.390 55.194 MWh
Gasnetzentgelte 620 512
Wasserverkauf 1.048 1.135 714.062 774.308 m 3
Wärmeversorgung 616 336 3.069 3.036 MWh
Badewonne 383 312 74.050 57.618 Besucher
Messstellenbetrieb 45 37
E-Tankstellen 12 5
Pachtentgelt f. LWL-Netz 3.288 2.829
Nebengeschäftserträge 627 350
Auflösung Ertragszuschüsse 296 294
Mahn- und Sperrentgelte 6 6
Konzerndienstleistungen 2.568 2.294
Mieterträge 28 30
Gesamt 55.700 28.658

In der Stromsparte (Handel und Netzbetrieb) verbesserte sich das Ergebnis insgesamt um 756 T€ auf 875 T€.

Im Stromhandel wurden die im Zuge der Energiekrise äußerst stark gestiegenen Strombezugspreise durch entsprechende Anhebungen der Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben, worauf sich der Erlös hieraus um 2.430 T€ bzw. 47,0 % erhöhte. Die Abgabe an Endkunden in Barmstedt sank insgesamt um 978 MWh bzw. 5,6 %, was sowohl auf das Einsparverhalten der Kunden als auch auf den Weggang von Kunden zurückzuführen ist. Der Erlös aus dem Stromverkauf an die Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH stieg um mehr als das Doppelte (+ 3.269 T€ bzw. 105,3 %). Insgesamt nahmen die Erlöse aus dem Stromverkauf um 6.053 T€ bzw. 74.3 % zu. Die übrigen Erlöse, u.a. aus der Weiterberechnung von Verwaltungskosten, sanken um 78 T€. Auch beim Strombezugsaufwand war eine Verdopplung zu verzeichnen (+ 5.292 T€ bzw. 108,7 %). Die Netzentgelte für die Stromdurchleitung beim vorgelagerten Netzbetreiber nahmen um 208 T€ bzw. 8,4 % zu. Die Aufwendungen für die EEG-Abgabe sanken wegen des vollständigen Wegfalls der Abgabe im Jahr 2023 um 293 T€. Insgesamt verbesserte sich der Betriebsrohüberschuss der Stromhandelssparte gegenüber dem Vorjahr um 776 T€. Nach Verrechnung der übrigen betrieblichen Aufwendungen, u.a. aus der Umlage der gemeinsamen Abteilungen und Zinsen, verbesserte sich das Betriebsergebnis um 461 T€ auf 595 T€. Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses, u.a. aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen von + 17 T€ (Vj. + 4 T€) und unter Abzug von Ertragsteuern erzielte die Stromhandelssparte einen Überschuss von 479 T€ (Vj. 77 T€).

Im Stromnetzbetrieb stehen den Erlösen aus Stromnetzentgelten (einschließlich der Netzentgelte aus dem eigenen Stromhandel) von 4.835 T€ (Vorjahr 4.321 T€) und aus sonstigen Erlösen von 1.466 T€, die Kosten des vorgelagerten Netzbetreibers von 2.085 T€ (Vj. 1.635 T€), sonstige Netzumlagen von 339 T€ (Vj. 322 T€), Materialaufwendungen (einschließlich Verlustenergie) von 569 T€ (Vj. 644 T€), Personalaufwendungen von 835 T€ (Vj. 837 T€), Abschreibungen von 344 T€ (Vj. 315 T€), die Umlage der allgemeinen Abteilungen von 1.305 T€ (Vj. 1.313 T€), Konzessionsabgabe (223 T€), sonstige Aufwendungen von 145 T€ (Vj. 142 T€) und Zinsaufwendungen von 11 T€ (Vj. 5 T€) gegenüber. Der Jahresgewinn des Stromnetzbetriebs verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um deutlich auf 396 T€ (Vj. 41 T€). Ursachen für die Verbesserung des Ergebnisses sind die höheren Einnahmen aus genehmigen Netzentgelten, die den Anstieg der Aufwendungen überstiegen.

Das Ergebnis in der Gassparte (Handel und Netzbetrieb) weist für 2023 einen Verlust von insgesamt 1.186 T€ (Vorjahr: Gewinn von 99 T€) aus.

Im Gashandel erhöhte sich die nutzbare Abgabe um 64.088 MWh bzw. 35,8 %, im Wesentlichen bedingt durch gestiegene Lieferungen an die Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH und an dritte Gasversorger (+69.083 MWh bzw. 58,0 %). Die Erlöse hieraus nahmen infolge der stark gestiegenen Bezugspreise um 14.230 T€ bzw. 255,0 % zu. Die Abgabe an Endverbraucher in Barmstedt (ohne Eigenverbrauch) nahm um 4.804 MWh bzw. 8,7 % ab, die Erlöse stiegen um 5.189 T€ bzw. 98,4 %. Hier wirkten sich die im Jahr 2023 vorgenommenen Anhebungen der Gasverkaufspreise, die der Weitergabe der höheren Bezugspreise dienten, aus. Die als Folge der Energiekrise eingetretenen massiven Preissteigerungen beim Gas führten dazu, dass sich der Gasbezugsaufwand mehr als verdreifacht hat; er stieg um 20.014 T€ bzw. 221,8 %, die Netzentgelte für die Gasdurchleitung erhöhten sich um 90 T€ bzw. 10,9 %. Der Aufwand für Co2-Zertifikate verringerte sich um 29 T€. Insgesamt sank der Betriebsrohüberschuss der Gashandelssparte um 117 T€, da die Aufwendungen für den Gasbezug stärker gestiegen sind als die Einnahmen aus dem Gasverkauf. Nach Abzug der Umlage der gemeinsamen Abteilungen, Zinsen für die Zwischenfinanzierung der Gasbezüge und weiterer betrieblicher Aufwendungen ergab sich beim Gashandel vor Sondereinflüssen ein Betriebsgewinn von 32 T€ (Vj. 244 T€). Nach Verrechnung der Aufwendungen und Erträge aus Sondereinflüssen, u.a. aus der Rückstellungsbildung für drohende Verluste aus erwarteten Gasrückverkäufen am Markt wegen Überbeschaffung, den Finanzerträgen und der Ertragssteuergutschrift ergibt sich ein Spartenverlust von 1.498 T€ (Vorjahr: Spartengewinn von 34 T€).

Im Gasnetzbetrieb stehen den Erlösen aus Gasnetzentgelten (einschließlich der Netzentgelte aus dem eigenen Gashandel) von 1.539 T€ (Vj. 1.339 T€) und den sonstigen Erlösen von 311 T€ (Vj. 330 T€), u.a. aus der Auflösung von Ertragszuschüssen, aktivierten Eigenleistungen und Nebengeschäften, Aufwendungen für die Benutzung des vorgelagerten Netzes von 314 T€ (Vj. 218 T€), Materialaufwendungen von 59 T€ (Vj. 43 T€), Personalaufwendungen von 261 T€ (Vj. 359 T€), Abschreibungen von 189 T€ (Vj. 198 T€), die Umlage der gemeinsamen (kaufmännischen und technischen) Abteilungen von 532 T€ (Vj. 540 T€), sonstige betriebliche Aufwendungen von 85 T€ (Vj. 95 T€) und Zinsaufwendungen von 5 T€ gegenüber. Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen und Ertragsteuern verbesserte sich insbesondere wegen der gestiegenen Einnahmen um 197 T€ auf 368 T€. Der sich nach Sondereffekten und Ertragsteuern ergebende Spartengewinn von 312 T€ fällt um 248 T€ höher aus als im Vorjahr (64 T€).

Die Wasserversorgung erzielte anders als im Vorjahr ein negatives Ergebnis. Die Erlöse aus dem Wasserverkauf sanken aufgrund der um 7,5 % gesunkenen Abgabemenge um 87 T€ bzw. 7,6 %; der Wasserpreis blieb unverändert. Die übrigen betrieblichen Erträge aus der Auflösung von Ertragszuschüssen, aktivierten Eigenleistungen und Nebengeschäften stiegen um 77 T€ auf 599 T€. Die betrieblichen Aufwendungen (Materialaufwand und Personalaufwand) erhöhten sich im Saldo um 146 T€. Der Betriebsrohüberschuss sank um 156 T€ auf 891 T€. Die übrigen betrieblichen Aufwendungen, u.a. die Umlage der gemeinsamen Abteilungen, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen verbesserten sich in Summe um 44 T€. wodurch der Rückgang des Betriebsrohüberschusses nur zum Teil auf das Betriebsergebnis durchschlug: Dieses verschlechterte sich um 112 T€ auf -53 T€. Im Vorjahr erzielte die Sparte noch ein positives Betriebsergebnis von 59 T€. Unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses und der Ertragsteuern ergab sich ein Spartenverlust von 22 T€ (Vorjahr: Spartengewinn von 39 T€).

Die Wärmesparte erzielte gegenüber dem Vorjahr deutlich verschlechtertes Ergebnis. Die Wärmeabgabemenge verringerte sich um 138 MWh bzw. 3,6 %. Die Erlöse aus dem Wärmeverkauf erhöhten sich nach Anhebung des Wärmepreises zum Ausgleich des stark gestiegenen Gasbezugsaufwands für den Einsatz in den Heizzentralen deutlich um 253 T€ bzw. 50,2 % Die Aufwendungen für den Gaseinsatz in den Heizzentralen stiegen um 418 T€ bzw. 130,2 %. Der Anstieg der betrieblichen Aufwendungen fiel insgesamt höher aus als der Erlöszuwachs. Das Betriebsergebnis sank um 129 T€ auf -47 T€. Nach Abzug der Ertragssteuergutschrift ergab sich 2023 ein Spartenverlust von 34 T€ (Vorjahr: Spartengewinn von 46 T€).

Das Ergebnis der Badewonne (Hallen- und Freibad) vor Steuergutschrift hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Die Einnahmen aus dem Schwimmbadbetrieb und aus dem Schul- und Vereinsschwimmen stiegen insgesamt um 67 T€ und liegen deutlich über dem Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie. Die Besucherzahl stieg auf 74.050 (+ 28,5 %). Infolge des wieder intensivierten Bäderbetriebs sind die Materialaufwendungen und der Personalaufwand gestiegen. Auch der Eigenverbrauchsaufwand erhöhte sich durch die infolge der Energiekrise gestiegenen Energiepreise deutlich. Da die Mehreinnahmen aus der verbesserten Auslastung des Bades nur teilweise den Anstieg dieser Aufwendungen ausgleichen konnten, erhöhte sich der Betriebsrohverlust um 109 T€ auf 441 T€ erhöht. Nach Abzug der um 23 T€ gestiegenen übrigen betrieblichen Aufwendungen und der Abschreibungen ergab sich ein Betriebsverlust von 723 T€, der um 132 T€ über dem des Vorjahres lag. Unter Berücksichtigung von Erträgen aus Sondereinflüssen - Erträgen aus den gesetzlichen Energiepreisbremsen - und der Ertragssteuergutschrift verschlechterte sich das Spartenergebnis um 53 T€ auf - 490 T€.

Die Sparte Ladesäulenbetrieb spielt weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. Die Umsatzerlöse und aktivierten Eigenleistungen stiegen um 3 T€ auf 12 T€. Da sich die betrieblichen Aufwendungen rückläufig entwickelten, verringerte sich der Betriebsverlust dieser Sparte um 17 T€ auf 5 T€. Nach Verrechnung der Ertragssteuergutschrift erzielte die Sparte einen Verlust von 4 T€ (Vorjahr: -11 T€).

Der Verlust der Sparte moderner Messstellenbetrieb verringerte sich von - 26 T€ auf - 5 T€. Der Anstieg der betrieblichen Erträge um 6 T€, der Rückgang der Personalaufwendungen um 10 T€ und geringere Abschreibungen für neu angeschaffte Messgeräte um 25 T€ trugen zur deutlichen Verbesserung des Betriebsverlustes um 44 T€ auf - 7 T€ bei. Nach Abzug der Ertragssteuergutschrift ergab sich ein Spartenverlust von 5 T€ (Vj. - 26 T€). Da wir neu hinzukommende moderne Messeinrichtungen im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abschreiben, werden auch zukünftig in dieser Sparte noch Anfangsverluste erwartet. Insgesamt erwarten wir aber mittel- bis langfristig Überschüsse und eine volle Deckung dieser Anfangsverluste.

Die LWL-Sparte umfasst insbesondere die technische Verwaltung und den Bau von Breitbandnetzen in Barmstedt und Umgebung sowie die Verpachtung des aktiven und passiven Breitbandnetzes an die Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH, die unter dem Markennamen Xitylight mit Hilfe dieses Netzes Telekommunikationsdienste erbringt. Infolge der stetigen Erweiterung des Netzes in Umlandgemeinden und der damit einhergehenden Zunahme der Zahl der angeschlossenen Kunden erhöhen sich die Erlöse und Aufwendungen von Jahr zu Jahr. Die betrieblichen Erträge aus Pachtentgelt, Nebengeschäftserlösen und aktivierten Eigenleistungen stiegen insgesamt um 913 T€ bzw. 17,6 % auf 6.107 T€. Das in dieser Summe enthaltene Pachtentgelt (3.288 T€; Vj. 2.829 T€) für das aktive und passive Telekommunikationsnetz beinhaltet sowohl den Ersatz von Abschreibungen, Fremdkapitalzinsen und Aufwendungen für die Anlagenbuchhaltung als auch Entgelte für die Unterhaltung und den Betrieb dieser Anlagen sowie angemessene Gewinnzuschläge. Des Weiteren sind hier auch die Umsätze aus Dienstleistungen wie der Abrechnung der Telekommunikationsdienste, der kaufmännischen Buchführung und aus Warenlieferungen ausgewiesen. Auch die Personalaufwendungen für den Bau der Anlagen des Telekommunikationsnetzes durch die technischen Abteilungen sind hier erfasst und durch andere aktivierte Eigenleistungen neutralisiert. Die Summe der betrieblichen Aufwendungen erhöhte sich von 5.028 T€ um 622 T€ auf 5.650 T€. Erhöht haben sich insbesondere Personalaufwand (+ 156 T€), Materialaufwand (+ 136 T€), Abschreibungen (+ 254 T€) und die nach Abschluss der Niedrigzinsphase weiter steigenden Darlehenszinsen (+ 169 T€). Da der Anstieg der betrieblichen Erträge höher ausfiel als der Anstieg der betrieblichen Aufwendungen, verbesserte sich der Betriebsgewinn um 291 T€ auf 457 T€. Unter Berücksichtigung aperiodischer Erträge, die gegenüber dem Vorjahr deutlich gesunken sind und der Ertragsteuern ergibt sich ein Rückgang des Spartengewinns um 104 T€ auf 345 T€ (Vj. 449 T€).

Insgesamt verbesserte sich das Ergebnis vor Sondereinflüssen und Steuern der Stadtwerke gegenüber dem Vorjahr von 530 T€ auf 1.240 T€, was insbesondere auf die verbesserte Ertragslage der Strom- und Gasnetzsparte zurückzuführen ist. Noch mehr als im Vorjahr hatte das neutrale (aperiodische) Ergebnis einen negativen Einfluss auf den Jahresgewinn (- 1.469 T€; Vj. - 38 T€). Wesentliche Position des neutralen Ergebnisses waren 2023 die Zuführung zur Drohverlustrückstellung für den nicht kostendeckenden Rückverkauf von Gasübermengen an den Markt im Jahr 2024 (1.701 T€), gemindert um den aperiodischen Ertrag aus der Auflösung von in Vorjahren insbesondere für die Energienetze und den Gashandel gebildeten Rückstellungen (249 T€).

Die Bilanzsumme des Gesamtbetriebes hat sich im Saldo um 8.804 T€ bzw. 13,7 % auf 72.965 T€ erhöht. Das langfristig gebundene Vermögen, bestehend aus immateriellen Vermögensgegenständen, Sach- und Finanzanlagen sowie aus langfristigem Lagermaterial stieg insgesamt um 7.028 T€, im Wesentlichen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Investitionsschwerpunkte waren das Stromnetz (2.206 T€) und das LWL-Netz (6.884 T€), das Gasnetz (202 T€) und die Wasserversorgung (752 T€) Der Zugang des kurzfristigen Vermögens um 1.776 T€ betrifft insbesondere den höheren Bestand an Bankguthaben bei einem gesunkenen Forderungsbestand.

Die Eigenkapitalquote der Stadtwerke Barmstedt entwickelte sich seit 2006 wie folgt:

Jahr Quote
2023 28,3 %
2022 31,9 %
2021 36,1 %
2020 30,2 %
2019 32,4 %
2018 32,1 %
2017 32,9 %
2016 27,1 %
2015 28,9 %
2014 27,5 %
2013 27,2 %
2012 24,6 %
2011 22,3 %
2010 21,7 %
2009 19,7 % (Wegfall Abwassersparte)
2008 32,0 %
2007 34,3 %
2006 38,3 %

Die bilanzielle Eigenkapitalquote verringerte sich 2023 trotz der Zuführungen des Jahresgewinns 2022 (278 T€) gemäß dem Beschluss der Stadtvertretung sowie von öffentlichen Zuschüssen für das Hallenbad (82 T€) und für den Breitbandausbau (607 T€) in das Eigenkapital insbesondere durch weitere Darlehensaufnahmen zur Finanzierung der Investitionen. Die aktuelle Eigenkapitalquote liegt somit nicht innerhalb der eigenbetriebsrechtlich gebotenen Mindest-Bandbreite von 30 % bis 40 %.

Die Posten Eigenkapital, empfangene Ertragszuschüsse und Rückstellungen entwickelten sich 2023 wie folgt:

Stand 01.01.2023
T€
Entnahme Auflösung
T€
(A) Zuführung
T€
Stand 31.12.2023
T€
Eigenkapital
Stammkapital 3.000 0 0 3.000
Allgemeine Rücklage 10.361 0 278 10.639
Zweckgebundene Rücklagen 6.847 0 689 7.536
Gewinn 278 278 -521 -521
20.486 278 446 20.654
Empfangene Ertragszuschüsse 4.628 296 A 149 4.481
Steuerrückstellungen 182 74 A 91 199
Sonstige Rückstellungen
Personalrückstellungen 1.022 447 480 1.055
Besondere Geschäftsrisiken 16 0 4 20
Aufbewahrung Geschäfts-
unterlagen 49 1 2 50
Stromnetzbetrieb 71 24
31 A 24 40
Regulierungskonto Strom 105 65 A 1 41
Gasbezug 4 4 0 0
Gasnetzbetrieb 155 15
81 A 60 119
Regulierungskonto Gas 42 1 25 66
Drohverlust Gasrückverkäufe
wg. Überbeschaffung 344 344 1.701 1.701
Abschlusskosten 139 127
1 A 139 150
Abrechnungsverpflichtung 195 195 119 119
Brunnenrückbau 20 0 0 20
Netzentgelte (Handel) 71 71 A 0
CO 2 -Handel 328 328 300 300
Übrige 45 20
0 A 6 31
2.606 1.506
249 A 2.861 3.712
27.902 1.784 3.547 29.046
619 A

Das langfristige Vermögen ist zum Großteil langfristig finanziert. Zum 31.12.2023 erhöhte sich der Überhang des langfristig gebundenen Vermögens über die langfristig zur Verfügung stehenden Mittel von 2,6 Mio. € um 2,3 € Mio. € auf 4,9 Mio. €.

Die Zahlungsfähigkeit der Werke war im Wirtschaftsjahr 2023 - auch unter Zuhilfenahme von Kassenkrediten - jederzeit gewährleistet. Die Liquidität 1. Grades (Flüssige Mittel bezogen auf die Summe aus kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten) betrug 40,5 % (Vorjahr 26,7 %). Die Liquidität 2. Grades (Flüssige Mittel sowie kurzfristige Forderungen bezogen auf die Summe aus kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten) betrug 67,22 % (Vorjahr 76,0 %). Im Jahr 2023 wurden zur Finanzierung der Investitionen i Darlehen über insgesamt 8,2 Mio. € neu aufgenommen. Wie im Vorjahr wurden liquide Mittel der Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH als Kassenkredit in Anspruch genommen und anders als im Vorjahr zeitweise auch liquide Mittel an die Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH ausgeliehen, jeweils zu angemessenen Zinssätzen.

3. Weitere Angaben nach § 23 Abs. 3 EigVO

3.1. Änderungen im Bestand der zum Eigenbetrieb gehörenden Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte

Im Jahr 2023 wurde zum Bau einer Transformatorenstation ein kleines Grundstück erworben; ansonsten ergaben sich keine Veränderungen im Grundstücksbestand der Stadtwerke Barmstedt.

3.2. Änderungen im Bestand, in der Leistungsfähigkeit und im Ausnutzungsgrad der wichtigsten Anlagen

Es hat keine Änderungen im Bestand gegeben, die die vorhandene Leistungsfähigkeit der Versorgungsnetze kurzfristig beeinträchtigen. Im Strombereich wird derzeit möglichen künftigen Engpässen, die aus dem gegebenen Wachstum, dem Anstieg der Einspeisungen nach EEG und KWK-Gesetz bzw. der zunehmenden Netzbelastung durch Elektromobilität und dem Trend zur Wärmepumpe in Zukunft resultieren können, durch den Bau einer neuen Mittelspannungstrasse vom Umspannwerk Heede bis in den Norden der Stadt entgegengewirkt. Auch soll die Übergabekapazität des Umspannwerks in das Barmstedter Netz im Jahr 2024 vergrößert werden. Die Wasseraufbereitungsanlagen im Wasserwerk werden ab 2024 erneuert und erweitert, um die veralteten Anlagen (Kaskaden und Filter) zu ersetzen und die Aufbereitungskapazitäten zu vergrößern.

Folgende Änderungen haben sich 2023 im Bestand der wesentlichen Anlagengruppen ergeben:

Anlagengruppe Einheit Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022 Veränderung
Mittelspannungsleitungen Meter 55.950 52.849 3.101
Niederspannungsleitungen Meter 90.227 90.131 96
Elt-Hausanschlüsse Stück 3.399 3.394 5
Fernwirkanlage Meter 40.021 40.157 -136
Gasrohrnetz Meter 62.075 61.974 101
Gas-Hausanschlüsse Stück 2.757 2.754 3
Wasserrohrnetz Meter 69.487 69.232 255
Wasser-Hausanschlüsse Stück 3.402 3.395 7
Lichtwellenleiternetz (Leerrohre) Meter 680.702 633.421 47.281

3.3. Stand der Anlagen im Bau und geplante Bauvorhaben

Als wesentliche Anlagen im Bau sind zum Ende des Wirtschaftsjahres Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Ausbau und Verstärkung des Stromnetzes mit 1.455 T€ und für die Wasserversorgung sowie den Ausbau des Wasserwerks mit 464 T€ zu nennen. Der Investitionsplan 2024 sieht u.a. für den Ausbau des LWL-Netzes weitere Ausgaben von 2.820 T€, 1.229 T€ für Investitionen in das Stromnetz, 534 T€ für das Gasnetz und 2.532 T€ für das Wassernetz und die neue Wasseraufbereitung im Wasserwerk vor. Für das Hallenbad sind 965 T€ für technische Erneuerungsmaßnahmen und den Bau von Sozialräumen vorgesehen. Außerdem sind im Plan 983 T€ für die Beschaffung von Hard- und Software und 421 T€ für den Kauf neuer Fahrzeuge und Baumaschinen enthalten. Die Finanzierung der geplanten Investitionen soll teilweise durch eigene Mittel, öffentliche Zuschüsse, Baukostenzuschüsse von Kunden und Darlehensaufnahmen erfolgen.

3.4. Entwicklung des Personalaufwandes und der Mitarbeiter

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€ %
Entgelte 6.073 5.748 325 5,7%
Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung 1.149 1.133 16 1,4%
Berufsgenossenschaftsbeiträge 33 32 1 3,1%
Aufwendungen für Altersversorgung (VBL) 333 432 -99 -22,9%
1.515 1.597 -82 -5,1%
7.588 7.345 243 3,3%

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (bezogen auf die 39 Std.-Woche, ohne Auszubildende und Aushilfen) erhöhte sich von 105,4 auf 107,2.

4. Risikobericht

4.1. Risikomanagement

Die Stadtwerke haben eine Rahmenrichtlinie zum Risikomanagement erstellt. Für die einzelnen Unternehmensbereiche sind Risiken definiert worden. In Abhängigkeit von der Wahrscheinlichkeit des Eintritts dieser Risiken wurden die finanziellen Auswirkungen für die Stadtwerke bewertet und, sofern möglich, Gegenmaßnahmen aufgezeigt. Auf Basis der Ergebnisse regelmäßiger Besprechungen mit dem Werkleiter wird die aktuelle Risikosituation beleuchtet und werden ggf. geeignete Maßnahmen zur Risikominderung beschlossen. Das Risikohandbuch gibt jährlich ein bis zwei Schwerpunktthemen für eine interne Revision durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vor. Dabei werden größere Risiken beleuchtet und, soweit erforderlich, weitere Maßnahmen ergriffen, um diese zu verringern bzw. auszuschließen.

Die Risiken aus der Energiebeschaffung werden im Rahmen des quartalsweisen Plan-/Istvergleichs ermittelt, bewertet und geringgehalten. Rahmenvorgaben für die Energiebeschaffung sind in einem Risikohandbuch für Energiebeschaffung festgehalten, welches regelmäßig aktualisiert wird. Auf Basis der Ergebnisse wird in regelmäßigen Besprechungen der Geschäftsführung die aktuelle Risikosituation thematisiert und geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung beschlossen. Die Risiken der Bilanzierung werden auf der Seite der Einspeisung durch Plausibilitätsgrenzen, Vier-Augen-Prinzip und nahezu tägliche Datenauswertung geringgehalten. Des Weiteren erfolgt seit 2023 die Beschaffung des Gasbedarfs unserer Individualkunden mit großen Abnahmemengen (VIP-Kunden) Back-to-Back. Seit Anfang 2015 erfolgt außerdem vierteljährlich eine Abstimmung der aktualisierten Handelsdaten mit den Ansätzen des Wirtschaftsplans.

4.2. Allgemeiner Risikobericht

Neben den branchenbedingten Risiken aus den seit dem Frühjahr 2022 eingetretenen starken Verwerfungen der allgemeinen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen, dem Wettbewerbsumfeld und auf den Einkaufs- und Absatzmärkten besteht insbesondere das Risiko, ob und inwieweit wesentliche Preisanpassungen aufgrund gestiegener Beschaffungspreise, Steuern und Abgaben und Veränderungen bei den Netznutzungsentgelten am Markt durchgesetzt werden können. Vor dem Hintergrund der weiterhin sehr starken Volatilität an den Energiemärkten besteht das hohe Risiko, dass der Beschaffungspreis höher ausfällt als bei der Festlegung des Absatzpreises kalkuliert wurde.

Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Branchensegment, werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Kundenorientierung begegnen.

4.3. Spezieller Risikobericht

In den einzelnen Sparten ergeben sich folgende Risiko-Faktoren:

4.3.1. Energieversorgung:

a) Short- oder Long-Positionen im Beschaffungsportfolio bei volatilen Einkaufskonditionen

b) Absatzprognosefehler c) Bilanzierungsfehler der Netzbetreiber d) Bilanzierungsfehler des Lieferanten e) Ausfall des Vorlieferanten f) Ausfall von Dienstleistern g) Wettbewerbsnachteil aufgrund von höheren Angebotspreisen h) Ausfallrisiko von Kundenforderungen i) Unsicherheiten bezogen auf die Zukunftsfähigkeit von Erdgasnetzen j) Lage der Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH

4.3.2. Wasserversorgung:

a) Auskömmlichkeit des Grundwasserdargebotes

b) Qualitätseinbrüche im Roh- oder Reinwasser c) Aufbereitungskapazität Wasserwerk Nappenhorn d) Erhöhtes Risiko von Rohrbrüchen infolge altersschwachen Rohrmaterials

4.3.3. Wärmeversorgung:

a) Ausfall von Wärmeerzeugungsanlagen

4.3.4. Bäder:

a) Mangelnde Organisationssicherheit

4.3.5. LWL-Sparte:

a) Ausfall zentraler technischer Systeme, Anbieter und Leitungen

b) Wirtschaftliche Risiken

c) Preisdruck durch Wettbewerb und technischen Fortschritt

4.3.6. Allgemeine Risiken

a) Ausfall der DV-Systeme (Hard- und Software)

b) Ausfall von Mitarbeitern

c) Finanzielle Risiken

Bewertung der Risiko-Faktoren:

Zu 4.3.1. Energieversorgung:

a) Vor dem Hintergrund volatiler Beschaffungspreise stellen sog. Short- und Long-Positionen ein Risiko dar. Bei Short-Positionen, d.h. dem Einkauf einer zu geringen Energiemenge, besteht in Zeiten steigender Beschaffungspreise das Risiko, die fehlenden Mengen teuer nachkaufen zu müssen. Bei Long-Positionen, d.h. dem Einkauf einer zu hohen Energiemenge, besteht bei sinkenden Marktpreisen das Risiko, die zu hohe Menge nicht kostendeckend weiterverkaufen zu müssen. Durch ein regelmäßiges Berichtswesen werden die wesentlichen Risikofaktoren und deren Entwicklung ermittelt, dargestellt und anhand der Vorgaben aus dem Risikohandbuch Beschaffung überwacht. Die Beschaffungsstrategie wird in diesem Zuge diskutiert und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Zu diesem Zweck besteht seit Frühsommer 2021 ein besonderes Risikokomitee, das sich in regelmäßigen Abständen zur Festlegung der aktuellen Beschaffungsstrategie und konkreter Kaufentscheidungen trifft.

b) Absatzprognosen bestimmen die von uns zu beschaffenden Energiemengen. Je länger der Prognosehorizont ist, desto unsicherer ist die Prognose. Monatliche Prognoseberichte hatten in der Vergangenheit für nur geringe Abweichungen zwischen Plan- und Istmengen gesorgt, wie nachträgliche Plan-/Ist-Vergleiche bestätigten. Allerdings zeigte die Energiekrise, dass die Absatzprognosen, die auf Verbräuchen der Vergangenheit abgeleitet werden, nur zu unzulänglichen Ergebnissen führen, da das Einsparverhalten der Abnehmer sehr schwer vorhersehbar ist. Auch das Ausmaß der Abwanderung eigener Kunden zu Wettbewerbern mit geringeren Angebotspreisen ist weiterhin schwer abschätzbar und erfordert eine ständige Überwachung der Kundenentwicklung. Für das hieraus resultierende Risiko, dass aufgrund früherer Prognosen zu hohen Preisen beschaffte Energiemengen am Handelsmarkt zu niedrigeren Preisen zurückverkauft werden müssen, treffen wir bei Bedarf durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen Vorsorge.

c) Durch Bilanzierungsfehler von Netzbetreibern können Ausgleichsenergiekosten oder nachteilige Mehr- und Mindermengenabrechnungen entstehen. Eine monatliche Kontrolle der Händlerbilanzkreisdaten sichert das Feststellen etwaiger Fehler, denen dann mögliche Schadenersatzforderungen folgen.

d) Die Datenqualität der Bilanzierung von Energiemengen im Gasbereich wird durch monatlichen Abgleich zwischen Nominierung und Allokation überprüft, um zukünftige größere Abweichungen zu vermeiden. Im Strombereich wurde Anfang 2020 marktübergreifend ein regelmäßiger und automatisierter Stammdatensynchronisationsprozess eingeführt, der im Hintergrund abläuft und u.a. die Datenqualität der Bilanzierung von Strommengen zwischen Lieferanten und Netzbetreiber abgleicht.

e) Es wird vor jedem Abschluss eines Rahmenvertrages mit einem Lieferanten ein solches Szenario berücksichtigt und bestmöglich Vorsorge getroffen. Daher kaufen wir vorwiegend bei größeren Lieferanten ein, die einem solventen Mutterkonzern angehören und überprüfen über ein Auskunftsportal vor Vertragsabschluss und später laufend deren Bonität, um ggf. rechtzeitig gegensteuern zu können.

f) Bei der Beauftragung von Dienstleistern wird darauf geachtet, dass die Vergabe von Aufträgen nicht zu einer zu großen Abhängigkeit führt. Eine Abhängigkeit kann sich unseres Erachtens durch zwei Aspekte ergeben. Erstens durch den Verlust eigener Fachkompetenz. Diese gilt es weiterhin aufrecht zu erhalten, um die Dienstleistungsqualität zumindest fachlich/wirtschaftlich beurteilen zu können. Zweitens durch die Bündelung zu vieler Dienstleistungen auf ein einziges Unternehmen, dessen Ausfall, sei es durch Insolvenz oder durch eine kurzfristige Trennung, eine große Lücke bei uns entstehen lassen würde.

g) Durch ständigen Vergleich mit den Wettbewerbern, die sich überwiegend am aktuellen Marktpreis orientieren, werden etwaige negative Entwicklungen frühzeitig erkannt, sodass wir darauf mit angemessenen Maßnahmen reagieren können. Als Maßnahmen kommen sowohl die Beschaffungsseite als auch das eigene Marketing sowie die Ausgestaltung der Lieferverträge in Frage.

h) Alle Interessenten werden vor Vertragsschluss einer Bonitätsprüfung unterzogen. In erforderlichen Fällen müssen angemessene Sicherheitsleistungen bereitgestellt werden. Mit der Durchsetzung unserer Forderungen sind eine Anwaltskanzlei bzw. Inkassobüros beauftragt.

i) Die Umsetzung der klimapolitischen Gesetzgebung in Deutschland wird dazu führen, dass in den nächsten Jahren der Gasabsatz an Endkunden in Deutschland immer mehr abnimmt. Das wird bei den Stadtwerken Barmstedt sowohl die Handelsseite als auch den Netzbetrieb betreffen. Auch gehen wir davon aus, dass das Elektrizitätsnetz noch mehr an Bedeutung gewinnen wird als bisher. Im Gasnetzbetrieb können nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur Neuinvestitionen ab 2023 für Zwecke der Bemessung der Netzentgelte mit verkürzten Nutzungsdauern abgeschrieben werden, was wir in Zukunft auch so handhaben werden. Allerdings sehen die übrigen gesetzlichen Regularien (Handels- und Steuerrecht) noch keine solchen verkürzten Abschreibungsdauern für das Gasnetz vor. Daher besteht nach wie vor das Risiko, dass in Zukunft erhebliche Kosten auf uns zukommen können, sofern keine anderen Verwendungsmöglichkeiten für die Gasnetze gefunden werden. Wir werden über unsere Verbände diese Entwicklung begleiten und bei Bedarf rechtzeitig mit der entsprechenden Risikovorsorge beginnen.

j) Die derzeitige Lage der 100-%-igen Tochtergesellschaft Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH stellt ein entwicklungsbeeinträchtigendes Risiko dar. Zwar prognostiziert der Wirtschaftsplan 2024 ein positives Ergebnis, jedoch sind die Risiken aufgrund der sehr hohen Volatilität auf den Energiemärkten weiterhin sehr hoch und hängen stark von für uns kaum beeinflussbaren Faktoren wie der allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Entwicklung auf den Energiemärkten ab.

Zu 4.3.2. Wasserversorgung:

a) Die vorhandenen Brunnen reichen zurzeit vollkommen aus, den benötigten Trinkwasserbedarf in Barmstedt und Bokholt-Hanredder zu decken. Die Entwicklung der Fördermengen der einzelnen Brunnen wird laufend überwacht.

b) Qualitätseinbrüche im Rohwasser sind aufgrund der sehr stabilen chemischen Verhältnisse und der Deckschichten zum oberen Grundwasserleiter zurzeit nicht zu erwarten. Die Qualität des Wassers wird laufend durch Labore auf Anzeichen für Qualitätsverschlechterungen untersucht.

c) Die Aufbereitungskapazität des Wasserwerkes Nappenhorn ist aufgrund der weiterhin hohen Abnahmemengen und dem geplanten Ausbau der nördlichen Stadtbereiche an ihre Grenzen gestoßen. Um Qualität und Quantität der Wasseraufbereitung im Wasserwerk langfristig zu sichern, haben wir im Frühjahr 2024 mit der Erneuerung- und Erweiterung der Rohwasserbelüftung und der Filter begonnen. Das Vorhaben wird voraussichtlich 2025 abgeschlossen sein. Mit dem Netz des Wasserverteilungszweckverbands Rantzau besteht eine Verbindungsleitung, die im Störfall zumindest eine teilweise Ersatzversorgung ermöglicht.

d) In den letzten Jahren kam es in unserem Trinkwassernetz vermehrt zu Rohrbrüchen. Die gebrochenen Rohre betreffen größtenteils eine Materialart, die in der Zeit von 1946 bis etwa 1965 eingebaut wurde. Diese seit langem voll abgeschriebenen Leitungen werden in den kommenden zehn Jahren durch moderne PE-Leitungen ersetzt. Das wird sich in Zukunft durch die Abschreibungen für die Ersatzinvestitionen auch auf den Trinkwasserpreis auswirken.

Zu 4.3.3. Wärmeversorgung:

Die Wärmeerzeugungsanlagen sind über Service-Verträge mit kurzfristigen Einsatzzeiten abgesichert.

Zu 4.3.4. Bäder:

Die Organisationssicherheit wurde geprüft und es ist durch die Ausbildung und den Einsatzplan der Mitarbeiter sichergestellt, dass unter normalen Umständen eine den Anforderungen genügende Aufsicht vorhanden ist. Technische Einrichtungen werden regelmäßig und nachvollziehbar geprüft und gewartet.

Zu 4.3.5. LWL-Sparte:

a) Die sich in der LWL-Sparte ergebenden Risiken wie z.B. Ausfälle der Hard- und Software, der Stromversorgung, der Ausfall eines Diensteanbieters oder der Ausfall einer Backboneleitung werden laufend überwacht. Zentrale technische Systeme sind redundant ausgeführt. Die Anbindung unseres Backbones an vorgelagerte Netzebenen ebenfalls. Es besteht eine Bereitschaft für die aktiven Komponenten (IT-Bereitschaft) und das passive Netz (Netzbereitschaft).

b) Ebenfalls einer regelmäßigen Überwachung unterliegen wirtschaftlichen Risiken im LWL-Bereich. Als wesentliche Kontrollen hierfür dienen der vierteljährliche Abgleich der geplanten Anschlussquoten mit den tatsächlich erreichten Anschlussquoten in den einzelnen Ausbaugebieten, der monatliche Abgleich der Ist-Einnahmen aus Telekommunikationsdiensten mit den Planansätzen und die Überwachung, ob ungeplante und unerwartete Mehrkosten bei Tiefbau und Hardware aufgetreten sind. Für neue Ausbauprojekte nehmen wir vor Baubeginn eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vor, aus der wir eine Mindest-Anschlussquote ermitteln. Erst dann, wenn diese Quote durch abgeschlossene Kundenverträge erreicht worden ist, beginnen wir mit dem Ausbau.

c) Der Preisdruck ist weiterhin hoch, da der Wettbewerb mit neuen Technologien die Bandbreiten erhöht und durch Marktkonzentration die Effizienz steigert. Durch Kooperationen mit anderen Stadtwerken wird bereits diesem begegnet.

Zu 4.3.6. Allgemeine Risiken:

a) Das EDV-System ist mit einem, auch räumlich getrennten, Backupsystem ausgestattet. Gesichert wird täglich. Im Übrigen besteht eine EDV-Bereitschaft, die rund um die Uhr verfügbar ist. Bei der von uns eingesetzten ERP-Software besteht die Möglichkeit kurzfristiger Abhilfe durch vertraglich gebundene Dienstleistungsunternehmen.

b) Das Risiko durch den Ausfall von Mitarbeitern in leitender Position versuchen wir durch eine breitere Aufgabenverantwortlichkeit zu reduzieren. Durch konsequente Fortbildung und Qualifizierungsmaßnahmen von Mitarbeitern wird gleichzeitig im Unternehmen eine breitere Wissensbasis aufgebaut, um den Weggang von qualifizierten Mitarbeitern besser ausgleichen zu können. Die Vertretungsbefugnisse sind geregelt.

c) Ziel des Risikomanagements der Stadtwerke ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken gleich welcher Art. Das geschieht u.a. auch durch den Abschluss von Versicherungen gegen verschiedene Risiken. Beim Management der Finanzpositionen (insbesondere Geldanlagen) verfolgen wir eine sehr konservative Anlagepolitik. Die Bilanzierung in den Jahresabschlüssen erfolgt nach dem Vorsichtsprinzip.

5. Prognosebericht

Trotz des starken Wettbewerbs im Energiemarkt konnte die Marktführerschaft in Barmstedt in den Sparten Strom und Gas bisher durch sehr treue Kunden auf hohem Niveau gehalten werden. Für die kommenden Jahre erwarten wir wieder eine niedrigere Kundenfluktuation als in den letzten Jahren. Die aktuellen Kundenzahlen 2024 bewegen sich in etwa auf Vorjahresniveau.

Die zukünftige Absatzentwicklung im Netzgebiet Barmstedt schätzen wir aufgrund der weiterhin hohen Preise für Gas und Strom auf den Energiemärkten und den daraus folgenden auf längere Sicht als rückläufig ein. Insbesondere im Gashandelsgeschäft erwarten wir für 2024 und 2025 Gasabgabemengen, die weit unter dem Niveau von 2021 liegen werden.

Im Wirtschaftsplan 2024 wird ein Jahresgewinn nach Steuern von 204 T€ ausgewiesen. Nach heutigem Stand rechnen wir für 2024 lediglich mit einem ausgeglichenen Ergebnis. Voraussetzung ist allerdings, dass insbesondere die von uns für den Gashandel getroffenen Annahmen bezüglich Preis-, Mengen- und Kundenentwicklung in etwa eintreten werden.

5.1. Chancen

Nach wie vor wird für andere Energieversorgungsunternehmen ein umfangreiches Dienstleistungsangebot aus den Bereichen Energiebeschaffung, energetische Versorgung von Quartieren (z. B. Mieterstrom), Wechselprozesse, Abrechnung und Breitbandnetzbetrieb vorgehalten.

Der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort einschließlich der damit verbundenen Dienstleistungen wird in den kommenden Jahren einen Schwerpunkt der Tätigkeit der Stadtwerke Barmstedt darstellen. Hierdurch wird für uns ein weiteres Standbein entstehen, zumal das Ende der Versorgung mit Erdgas in Deutschland bereits am Horizont absehbar ist.

5.2. Risiken

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf aufgrund von nicht vorhersehbaren Entwicklungen im wirtschaftlichen, (steuer-)rechtlichen und regulatorischen Umfeld der Stadtwerke von den Erwartungen abweicht. Insbesondere das seit Ausbruch des Ukrainekrieges deutlich gestiegene Risiko kurzfristiger oder unvorteilhafter Preisänderungen am Gasmarkt lässt weiterhin keine verlässlichen Prognosen für 2024 und die Folgejahre zu.

 

Barmstedt, 28.06.2024

Stadtwerke Barmstedt

gez. Mathias Stolten, Werkleiter

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 62.765.387,42 55.699.942,68
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 210.468,00 128.256,00
II. Sachanlagen 59.614.375,66 52.627.387,95
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.360.381,41 3.315.129,55
2. technische Anlagen und Maschinen 51.179.603,00 44.344.438,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.071.434,00 3.205.078,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.002.957,25 1.762.742,40
III. Finanzanlagen 2.940.543,76 2.944.298,73
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.921.051,17 2.921.051,17
2. Beteiligungen 5.200,00 5.200,00
3. Sonstige Finanzanlagen 14.292,59 18.047,56
B. Umlaufvermögen 10.066.372,16 8.408.858,03
I. Vorräte 1.189.966,99 1.088.182,92
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 18.000,00 46.100,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.828.091,55 4.428.660,53
1. Forderungen gegen Gesellschafter 34.558,37 23.167,01
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20.916,68 11.416,43
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.772.616,50 4.394.077,09
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.048.313,62 2.892.014,58
C. Rechnungsabgrenzungsposten 133.703,85 52.249,88
Summe Aktiva 72.965.463,43 64.161.050,59

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 20.654.509,34 20.486.213,33
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Kapitalrücklage 18.175.079,42 17.208.175,80
III. Jahresfehlbetrag 520.570,08 -278.037,53
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 4.481.368,00 4.628.574,00
C. Rückstellungen 3.911.101,29 2.786.956,51
D. Verbindlichkeiten 43.918.364,80 36.259.186,75
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.297.235,32 29.195.201,29
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.235.213,32 1.865.295,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 32.062.022,00 27.329.906,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.563.035,58 425.525,12
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.563.035,58 425.525,12
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.058.093,90 6.638.460,34
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.058.093,90 6.638.460,34
E. Rechnungsabgrenzungsposten 120,00 120,00
Summe Passiva 72.965.463,43 64.161.050,59

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.172.378,74 12.990.161,60
2. Personalaufwand 7.588.042,03 7.345.328,74
a) Löhne und Gehälter 6.073.200,45 5.747.982,94
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.514.841,58 1.597.345,80
davon für Altersversorgung 332.659,51 431.697,15
3. Abschreibungen 3.642.145,99 3.402.314,04
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.642.145,99 3.402.314,04
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.536.680,18 1.677.761,26
5. Erträge aus Beteiligungen 416,00 416,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 115.526,17 18.585,16
davon Erträge aus Abzinsung 3.699,16 3.921,81
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 696.141,26 296.510,35
davon an verbundene Unternehmen 71.723,35 24.149,37
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 1.601,98 423,02
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 292.164,04 -63.151,82
9. Ergebnis nach Steuern -466.852,59 350.400,19
10. sonstige Steuern 53.717,49 72.362,66
11. Jahresfehlbetrag 520.570,08 -278.037,53

Anhang zum Jahresabschluss 2023

Stadtwerke Barmstedt

1. Form und Darstellung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

Der Eigenbetrieb Stadtwerke Barmstedt mit Sitz in Barmstedt ist unter der Nummer HRA 1385 EL im Handelsregister des Amtsgerichts Pinneberg eingetragen. Unternehmensgegenstand ist die Versorgung der Bevölkerung mit Elektrizität, Gas, Wasser und Wärme, der Betrieb der Bäder und eines Breitbandnetzes. Dazu gehören auch der Betrieb und die Unterhaltung des Strom- und Gasnetzes.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung Schleswig-Holstein (EigVO) vom 15. August 2007 erstellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Anlagen 1 und 4 zur EigVO.

Die Stadtwerke Barmstedt halten in ihrer Bilanz die Anteile an der Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH. Alleiniger Gesellschafter ist die Stadt Barmstedt. Unternehmensgegenstand der Gesellschaft ist der Handel von Elektrizität und Gas mit Privat- und Gewerbekunden, insbesondere in Netzgebieten außerhalb von Barmstedt sowie seit 1. Januar 2017 die Erbringung von Dienstleistungen im Telekommunikationsbereich. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Stadtwerke Barmstedt das Telekommunikationsgeschäft als Sacheinlage in die Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH eingebracht. Die Sacheinlage umfasste insbesondere die Wort- und Bildmarke "Xitylight" sowie die Kunden- und Kooperationsverträge, nicht jedoch die Netzinfrastruktur (aktives und passives Telekommunikationsnetz auf Lichtwellenleiterbasis). Diese wird seither von den Stadtwerken Barmstedt gegen angemessenes Entgelt an die Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH verpachtet.

Ausschließlich für Offenlegungszwecke wurde von den Erleichterungen gemäß §§276 und 327 HGB Gebrauch gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Zuschlagssätze für Lager-, Direktmaterial und Fremdleistungen sowie für Fertigungslöhne werden jährlich angepasst. Die Herstellungskosten der aktivierten Wirtschaftsgüter enthalten auch angemessene Teile der allgemeinen Verwaltung nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB.

Der Abschreibungsplan orientiert sich an den Nutzungsdauern der von der Finanzverwaltung für steuerliche Zwecke herausgegebenen Abschreibungstabellen.

Die Nutzungsdauern für die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen:

Homepage 3 Jahre

Software .. 5 Jahre

Betriebsbauten .. 50 Jahre

Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen .. 10 bis 20 Jahre

Verteilungsanlagen .. 20 bis 40 Jahre

Telekommunikationsleitungen 20 bis 35 Jahre

Maschinen und maschinelle Anlagen .. 10 bis 25 Jahre

Betriebs- und Geschäftsausstattung .. 3 bis 13 Jahre

Das Sachanlagevermögen der Verteilungsanlagen in der Strom-, Gas- und Wasserversorgung, die Telekommunikationsanlagen sowie die Anlagen des Bäderbereiches werden nach der linearen Methode abgeschrieben. Das übrige Sachanlagevermögen wird linear und - soweit handelsrechtlich zulässig - nach der degressiven Methode abgeschrieben.

Die Zugänge 2023 sind zeitanteilig nach der linearen Methode abgeschrieben worden. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 1.000,00 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an der Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH und die Beteiligungen mit den Anschaffungskosten angesetzt. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen.

Die Vorräte sind zum Bilanzstichtag mit den fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet worden, sofern zum Bilanzstichtag der Marktpreis niedriger war, wurde dieser gem. § 253 Abs. 4 HGB angesetzt. Die unfertigen Leistungen wurden zu Herstellungskosten bewertet. Die entgeltlich erworbenen Emissionsrechte wurden zum Bilanzstichtag mit den Anschaffungskosten bzw. gegebenenfalls mit dem niedrigeren Marktpreis bewertet.

Die Forderungen, Sonstigen Vermögensgegenstände und Bankguthaben wurden zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen fanden Ausfallrisiken durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Berücksichtigung.

Die von Anschlussnehmern gezahlten Hausanschlusskostenerstattungen und Baukostenzuschüsse sind im Posten empfangene Ertragszuschüsse zusammengefasst. Sie sind handelsrechtlich - abweichend von ihrer Behandlung in der Steuerbilanz - als Ertragszuschüsse anzusehen (vgl. IDW HFA 2/1996: "Zur Bilanzierung privater Zuschüsse", Abschnitt 2111) und werden ratierlich über einen einheitlichen Zeitraum von 35 Jahren (bei Telekommunikationsanlagen von 20 Jahren) erfolgswirksam zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.

Mit den Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten abgedeckt. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind - soweit gesetzlich gefordert - gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst worden.

Es bestehen mittelbare Verpflichtungen aus der durch Umlagen finanzierten Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL), für die anteilig von dem Passivierungswahlrecht gem. Art. 28 Abs. 1 EGHGB Gebrauch gemacht wird. Versicherungsrechtlich handelt es sich um eine Pensionskasse. Tarifvertraglich handelt es sich um eine Pflichtversicherung für alle Arbeitnehmer des Betriebs. Der Arbeitgeberanteil beträgt seit 1. Janaur 2023 5,49% (zuvor 6,45 %), der Arbeitnehmeranteil seit 1. Juli 2018 1,81 % (zuvor 1,71 %) des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts. Nach Auskunft der VBL besteht zum 1. Januar 2023 ein geschätzter Gegenwert aus Anwartschaften und Betriebsrenten in Höhe von 6,4 Mio. €. Zum 31. Dezember 2023 hat sich die hierfür bestehende anteilige Rückstellung um 20 T€ auf 470 T€ erhöht.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben/Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand/Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

2. Erläuterung der Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagespiegel gezeigt (siehe Anlage zum Anhang).

Für eine Reihe von Energie- und Trinkwasserlieferverträgen bestehen vom Bilanzstichtag abweichende Abrechnungszeiträume, u.a. vom 1. Oktober bis 30. September des Folgejahres. Die von diesen Kunden in dem zwischen dem Abrechnungsstichtag und dem Bilanzstichtag verbrauchten, aber mit ihnen noch nicht abgerechneten Mengen wurden maschinell je Kunde hochgerechnet und zu Absatzpreisen bewertet; jahreszeitliche Verbrauchsschwankungen sind hierbei berücksichtigt worden. Die so ermittelten Forderungen aus der Verbrauchsabgrenzung (1.001 T€; Vj. 512 T€) sind in den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen enthalten. Die in diesem Zeitraum von den Kunden erhaltenen Abschlagszahlungen (755 T€; Vj. 606 T€) sind mit diesen Forderungen saldiert worden.

Als Forderung an die Stadt stehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus der Endabrechnung verschiedener Leistungen an die Stadt (28 T€), sonstige Vermögensgegenstände aus der Erstattung der Kapitalertragsteuer aus der Betriebsprüfung 2016 bis 2019 (6 T€) sowie die Rückerstattungsforderung aus Konzessionsabgabe (31 T€) den Verbindlichkeiten aus Lieferungen Leistungen aus der Abrechnung von anteiligen Tiefbau- und Verwaltungskosten der Stadt (3 T€) gegenüber.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrifft die VUA Softwarehaus GmbH aus der Endabrechnung der Kostenumlage 2023.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände enthalten u.a. die Vorsteuererstattungsansprüche (219 T€, Vj. 344 T€), die sich ausschließlich auf nach dem Bilanzstichtag eingegangene Rechnungen beziehen, sowie Umsatzsteuererstattungsansprüche aus Gutschriften aus der Verbrauchsabrechnung (179 T€; Vj. 672 T€), die zum Bilanzstichtag noch nicht ausgezahlt worden sind. Die beiden Erstattungsansprüche entstehen rechtlich erst nach diesem Zeitpunkt.

Die Höhe des Stammkapitals (3.000 T€) entspricht § 3 der Betriebssatzung. Die Stadtvertretung beschloss am 26. September 2023, den gesamten Jahresgewinn 2022 von 278 T€ in die allgemeine Rücklage einzustellen. Das Land Schleswig-Holstein gewährte der Stadt mit den Zuwendungsbescheiden vom 15.03.2023, zur Abfederung der gestiegenenen Energiekosten, und vom 23.11.2023 insgesamt einen Zuschuss für das Hallenbad von 82 T€, der an die Stadtwerke weitergeleitet und der zweckgebundenen Rücklage für das Hallenbad zugeführt wurde. Für den Ausbau des Breitbandnetzes in Randlagen verschiedener Gemeinden des Amtes Rantzau (sog. weiße Flecken) gewährte das Amt Rantzau der Stadt Barmstedt weitere Zuschüsse von 607 T€, die von der Stadt an die Stadtwerke weitergeleitet und dort einer zweckgebundenen Rücklage zugeführt wurden, da sie der dauerhaften Finanzierung des Anlagevermögens dienen.

Bezüglich der bilanziellen Behandlung der empfangenen Ertragszuschüsse verweisen wir auf unsere Ausführungen in Abschnitt 2. Im Jahr 2023 standen den Zuführungen aus Hausanschlusskostenerstattungen und Baukostenzuschüssen von 149 T€ (Vj. 159 T€) Auflösungen zugunsten der Umsatzerlöse von 296 T€ (Vj. 294 T€) gegenüber.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (4.563 T€; Vj. 426 T€) bestehen ausschließlich gegenüber der Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH. Sonstige Verbindlichkeiten aus der vorübergehenden Zurverfügungstellung flüssiger Mittel (12.079 T€; Vj. 5.064 T€) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus der Endabrechnung von Strom- und Gaslieferungen (1.289 T€; Vj. 1.156 T€); sie sind saldiert mit mit den sontigen Vermögensgegenständen aus der Weiterleitung von Umsatzsteuer an die Stadtwerke als Organträgerin (5.087 T€;Vj. 885 T€) und den Forderungen aus Lieferungen und Leitungen aus der Endabrechnung von Strom- und Gaslieferungen und Dienstleistungen (3.718 T€; Vj. 4.996 T€).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen insbesondere Kundenguthaben aus der Jahresverbrauchsabrechnung und der Abrechnung von Netzentgelten (2.142 T€; Vj. 2.881 T€), den Rückforderungsanspruch wegen der Strompreisbremse (79 T€; Vj. 0 T€) sowie Sicherheitsleistungen von Kunden (40 T€; Vj. 42 T€).

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeit
Gesamt
T€
unter 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
über 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.297 2.235 32.062 10.442 21.620
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.349 2.349 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.563 4.563 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.709 2.709 0 0
43.918 11.856 32.062 10.442 21.620

Die Verbindlichkeiten sind sämtlich unbesichert.

Zum 31.12.2023 bestehen künftige finanzielle Verpflichtungen aus schwebenden Einkaufskontrakten, die wie folgt abgeschlossen wurden:

Fälligkeit:
Gesamt
T€
bis zu 1 Jahr
T€
von 1 - 5 Jahren
T€
mehr als 5 Jahren
T€
Stromeinkauf (Portfolio) 13.613 7.813 5.800 0
Gaseinkauf (Portfolio) 52.754 39.904 12.850 0
66.367 47.717 18.650 0

Da zwischen diesen Energiebeschaffungsgeschäften und den daraus resultierenden Absatzgeschäften ein sehr enger wirtschaftlicher Zusammenhang besteht, wird von der Ausnahme vom Einzelbewertungsgrundsatz gem. § 252 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Insofern war nicht zu beurteilen, ob bei isolierter Betrachtung der Beschaffungsgeschäfte ggf. die Notwendigkeit besteht, Drohverlustrückstellungen zu passivieren. Im Geschäftsjahr wurde von dieser Bewertungs-/Ansatzmethode nicht abgewichen und keine Drohverlustrückstellung gebildet.

Lediglich für bestimmte Beschaffungsgeschäfte bestand eine Rückstellungspflicht in Höhe von 1.701 T€.

3. Ergebnis

Über die Verwendung des Jahresverlusts 2023 von 521 T€ hat die Stadtvertretung noch zu beschließen.

Die Eigenkapitalausstattung der Stadtwerke Barmstedt hat sich im vergangenen Jahr durch erhaltene Zuschüsse und die Einlage des Vorjahresgewinns nur geringfügig erhöht. Aufgrund der Zunahme des langfristigen Fremdkapitals durch Aufnahme von weiteren Darlehen verschlechterte sich die bilanzielle Eigenkapitalquote von 31,9 % um 3,6 % auf nunmehr 28,3 %. Bezogen auf die um die empfangenen Ertragszuschüsse gekürzte Bilanzsumme beträgt sie 30,2 % (Vj. 34,4 %).

Die Veränderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Energiesektor wird die Stadt Barmstedt und damit die Stadtwerke in den kommenden Jahren vor gewaltige Herausforderungen stellen. Das Ausmaß der Kosten für die Umstellung auf erneuerbare bzw. klimaschonende Technologien in Barmstedt wird sehr groß sein. Die Werkleitung geht davon aus, dass sich das für Barmstedt erforderliche Investitionsvolumen in den nächsten ein bis zwei Jahren konkretisieren wird.

Die Werkleitung schlägt vor, den Jahresverlust der Stadtwerke Bamstedt von 521 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Ergänzende Angaben

Ø Werkleiter:

Mathias Stolten (seit 01.04.2021)

Herr Stolten erhielt von den Stadtwerken Barmstedt für seine Tätigkeit eine Vergütung einschließlich Sozialversicherungsbeiträge von 168.734,58 €. Zusätzlich stand ihm ein Dienstwagen zur Verfügung, der auch für private Fahren benutzt werden durfte. Der geldwerte Vorteil hieraus betrug 17.538,72 €. Forderungen an den Werkleiter aus Krediten oder Vorschüssen bestehen nicht.

Der Werkausschuss der Stadtwerke Barmstedt setzt sich wie folgt zusammen:

Christian Kahns, Finanzbeamter (Vorsitzender ab 13. Juni 2023, stv. Vors. bis 12. Juni 2023)

Jürgen Busse, Versicherungskaufmann (stv. Vorsitzender ab 13. Juni 2023)

Dietrich Tetz, Kaufmann i.R. (Vorsitzender bis 12. Juni 2023)

Michael Kahnert, freiberuflicher Dozent in der Erwachsenenbildung

Klaus Kuberzig, Rentner

Dr. Günter Thiel, Lehrer und Dipl.-Psychologe

Dietmar Nissen, Technischer Angestellter (bis 16.04.2024)

Alexander Haubrock, Polizeibeamter

Peter Gottschalk, Pensionär

Yann Eggert, Informatiker

Torsten Gross, leitender Angestellter

Maik Dresler, Geschäftsführer (ab 14.05.2024)

Die Mitglieder des Werkausschusses sowie deren Stellvertreter erhielten 2023 Sitzungsgelder in Höhe von 1.112,50 €. Die Sitzungsgelder wurden wie folgt ausgezahlt (in €):

Jürgen Busse 60,00
Maik Dresler 22,50
Yann Eggert 45,00
Herbert Flick 90,00
Peter Gottschalk 45,00
Jörg Greve 22,50
Torsten Gross 67,50
Alexander Haubrock 30,00
Michel-Léopold Jouvin 22,50
Michael Kahnert 82,50
Christian Kahns 165,00
Klaus Kuberzig 82,50
Dietmar Nissen 112,50
Hans Robert Petersen 22,50
Henrik Pünnert 15,00
Marina Quoirin-Nebel 15,00
Ernst-Reimer Saß 45,00
Carsten Schulte 25,00
Dietrich Tetz 60,00
Dr. Günter Thiel 15,00
Harald Timm 67,50
1.112,50

Im Jahr 2023 wurden bei den Stadtwerken durchschnittlich 107,15 (Vj. 105,39) Mitarbeiter (bezogen auf 39 h/Woche), beschäftigt. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl nach Köpfen inkl. Aushilfen betrug 2023 122,50 (Vj. 122,00). Außerdem wurden 8 (Vj. 6) Auszubildende beschäftigt.

Die Stadt Barmstedt ist zu 100 % am Stammkapital der mit Gesellschaftsvertrag vom 11. Januar 2011 gegründeten Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH, mit Sitz in Barmstedt beteiligt. Die Anteile an der Gesellschaft werden durch die Stadtwerke Barmstedt gehalten. Die Stammkapitaleinlage beträgt unverändert 1.531 T€. Die Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH erwirtschafteten 2023 einen Verlust von 692 T€.

Die Stadtwerke Barmstedt sind an der VUA Softwarehaus GmbH, Norderstedt mit einer Quote von 6,25 % bzw. 5 T€ beteiligt. Zur Zeit der Aufstellung des Abschlusses stand das Ergebnis 2023 der Gesellschaft noch nicht fest.

5. Angaben gem. § 6b Abs. 2 EnWG

Mit der Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH wurden 2023 Geschäfte größeren Umfangs durchgeführt. Neben den bereits oben erwähnten Erträgen aus Konzerndienstleistungen und der Verpachtung des Telekommunikationsnetzes sind Erlöse aus Strom- und Gaslieferungen (23.676 T€; Vj. 7.460 T€) und Aufwendungen aus Gasbezug (7.056 T€; Vj. 3.766 T€) angefallen.

6. Nachtragsbericht

Die Auswirkungen der Energiekrise als Folge des Kriegs in der Ukraine sind weiterhin spürbar und beeinflussen nach wie vor das Marktgeschehen auf den Energiemärkten. Die durch die Umstellung der Gasversorgung auf neue Lieferquellen- und -länder aufgetretenen starken Preiserhöhungen führten auch zu einem spürbaren Rückgang des Energieverbrauchs unserer Kunden sowie zur Abwanderung von Kunden an Gaslieferanten, die sich mittlerweile kurzfristig zu niedrigen aktuellen Marktpreisen eindecken konnten. Somit droht insbesondere für 2024 die Gefahr, dass fest eingekaufte Gasmengen nicht mehr an die Endkunden abgesetzt werden können und daher am Markt zu inzwischen wieder deutlich niedrigeren Preisen zurückverkauft werden müssen.

Nach wie vor treten, wie bereits mehrfach zu beobachten war, durch unvorhersehbare politische oder andere Ereignisse auf den sehr nervös reagierenden Strom- und Gasmärkten in kürzester Zeit Preisschwankungen in früher nicht gekannter Höhe auf, die im ungünstigsten Fall anschließend nicht oder nur teilweise an die Endkunden weitergegeben werden können und somit das Unternehmen belasten.

Aufgrund des seit 2022 deutlich höheren Preisniveaus beim Strom- und Gasverkauf ist nach wie vor davon auszugehen, dass viele Verbraucher ihre Rechnungen nicht mehr vollumfänglich bezahlen können. Somit rechnen wir auch weiterhin mit deutlich höheren Forderungsausfällen im Energiehandel.

 

Barmstedt, den 28.06.2024

Stadtwerke Barmstedt

gez. Mathias Stolten, Werkleiter

sonstige Berichtsbestandteile

Entwicklung des Anlagevermögens im Jahr 2023

Posten des Anlagevermögens Anschaffungs- und Herstellungskosten
GESAMTBETRIEB Anfangsstand 01.01.2023
Zugang
Abgang
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
964.729,15 158.698,21 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 5.524.887,61 115.573,10 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 70.802.334,87 8.089.977,36 117.024,34
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.654.594,03 505.852,73 238.667,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.762.742,40 1.847.874,92 3.354,62
86.744.558,91 10.559.278,11 359.046,72
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.921.051,17 0,00 0,00
2. Beteiligungen 5.200,00 0,00 0,00
3. Sonstige Finanzanlagen 18.047,56 10.000,00 13.754,97
2.944.298,73 10.000,00 13.754,97
90.653.586,79 10.727.976,32 372.801,69
Posten des Anlagevermögens GESAMTBETRIEB Umbuchungen AiB
Umgliederung Endstand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00 0,00 1.123.427,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 37.902,86 0,00 70.955.810,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.524.555,00 0,00 80.299.842,89
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.847,59 0,00 8.963.626,59
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -1.604.305,45 0,00 2.002.957,25
0,00 0,00 96.944.790,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 2.921.051,17
2. Beteiligungen 0,00 0,00 5.200,00
3. Sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 14.292,59
0,00 0,00 2.940.543,76
0,00 0,00 101.008.761,42
Posten des Anlagevermögens Abschreibungen
GESAMTBETRIEB Anfangsstand 01.01.2023
Zugang
Abgang
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
836.473,15 76.486,21 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 2.209.758,06 108.224,10 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 26.457.896,87 2.777.274,36 114.931,34
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.449.516,03 680.161,32 237.484,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
34.117.170,96 3.565.659,78 352.416,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
34.953.644,11 3.642.145,99 352.416,10
Posten des Anlagevermögens Abschreibungen Restbuchwert
GESAMTBETRIEB Umgliederung Endstand 31.12.2023
am Ende des Wirtschaftsjahres 31.12.2023
am Ende des vorangegangenen Wirtschaftsjahres 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00 912.959,36 210.468,00 128.256,00
II. Sachanlagen 0,00
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 0,00 2.317.982,16 3.360.381,41 3.315.129,55
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 29.120.239,89 51.179.603,00 44.344.438,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 5.892.192,59 3.071.434,00 3.205.078,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 2.002.957,25 1.762.742,40
0,00 37.330.414,64 59.614.375,66 52.627.387,95
III. Finanzanlagen 0,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 2.921.051,17 2.921.051,17
2. Beteiligungen 0,00 0,00 5.200,00 5.200,00
3. Sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 14.292,59 18.047,56
0,00 0,00 2.940.543,76 2.944.298,73
0,00 38.243.374,00 62.765.387,42 55.699.942,68

Tätigkeitsabschlüsse Stadtwerke Barmstedt

Bilanz der Elektrizitätsverteilung zum 31. Dezember 2023

Stadtwerke Barmstedt

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 44.321,16 26.248,85
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 741.057,67 718.601,27
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.665.747,93 4.811.492,49
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 896.483,64 947.381,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.465.679,96 474.378,75
8.768.969,20 6.951.853,95
III. Finanzanlagen 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 269.323,29 188.481,05
davon erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen aktuelles Jahr (€): -18.000,00 Vorjahr (€): -41.409,47
II. Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteligungsverhältnis besteht 2.686,45 1.423,05
2. Forderungen gegen Gesellschafter 61.826,06 96.666,18
3. Sonstige Vermögensgegenstände 774.146,82 579.668,39
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 435.188,22 321.183,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 43.283,78 17.627,37
10.399.744,98 8.183.152,40

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital 6.397.983,44 5.332.814,21
B. Empfangene Ertragszuschüsse 1.597.882,71 1.650.897,53
C. Rückstellungen 485.016,49 458.864,29
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.477.269,99 400.003,22
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 95.537,79 Vorjahr (€): 25.556,57
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.260,55 1.211,34
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 2.260,55 Vorjahr (€): 1.211,34
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 735,00 25.123,35
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 735,00 Vorjahr (€): 25.123,35
4. Sonstige Verbindlichkeiten 438.596,80 314.238,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 438.596,80 Vorjahr (€): 314.238,46
10.399.744,98 8.183.152,40

Gewinn- und Verlustrechnung der Elektrizitätsverteilung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Stadtwerke Barmstedt

2023
2023
2022
1. Rohrergebnis 3.092.455,29 2.664.394,06
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.254.077,57 1.228.006,98
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 312.805,23 341.259,16
davon für Altersversorgung (€): 68.692,08 Vorjahr (€): 92.228,38
1.566.882,80 1.569.266,14
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 547.762,59 519.438,85
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 419.753,15 482.766,02
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.457,52 4.965,19
davon an verbundene Unternehmen (€): 13,42 Vorjahr: (€): 5,78
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen (€): 320,40 Vorjahr (€): 84,60
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 147.307,79 37.117,31
8. Ergebnis nach Steuern 399.291,44 50.840,55
9. Sonstige Steuern 3.360,11 9.469,57
10. Jahresgewinn 395.931,33 41.370,98

Bilanz der Gasverteilung zum 31. Dezember 2023

Stadtwerke Barmstedt

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.839,16 9.132,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 287.431,56 254.929,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.348.210,10 3.240.280,25
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 408.066,33 439.975,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.854,10 90.199,77
4.054.562,09 4.025.384,89
III. Finanzanlagen 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 65.964,45 59.153,48
II. Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteilungsverhältnis besteht 1.371,57 757,69
2. Forderungen gegen Gesellschafter -16.645,96 -10.071,93
3. Sonstige Vermögensgegenstände 153.399,03 215.860,16
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 123.959,43 82.894,11
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.138,95 6.366,32
4.417.588,72 4.389.477,19
Passiva
31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital 2.700.604,32 3.009.302,72
B. Empfangene Ertragszuschüsse 762.746,80 816.509,98
C. Rückstellungen 277.063,46 235.783,03
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 611.338,16 218.554,97
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 39.595,66 Vorjahr (€): 13.963,68
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 138,63 9,95
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 138,63 Vorjahr (€): 9,95
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 145,00 24.733,34
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 145,00 Vorjahr (€): 24.733,34
4. Sonstige Verbindlichkeiten 65.552,35 84.583,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 65.552,35 Vorjahr (€): 84.583,20
4.417.588,72 4.389.477,19

Gewinn- und Verlustrechnung der Gasverteilung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Stadtwerke Barmstedt

2023
2023
2022
1. Roheregbnis 1.492.764,31 1.356.205,13
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 449.767,92 575.955,07
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 112.185,84 160.056,05
davon für Altersversorgung (€): 24.636,03 Vorjahr (€): 43.256,59
561.953,76 736.011,12
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 278.303,45 289.381,96
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 218.263,90 202.145,31
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.924,53 2.767,76
davon an verbundene Unternehmen (€): 0,82 Vorjahr: (€): 0,05
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen (€): 320,40 Vorjahr (€): 84,60
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 116.125,10 57.900,43
7. Ergebnis nach Steuern 313.193,57 67.998,55
8. Sonstige Steuern 1.074,54 3.462,70
9. Jahresgewinn 312.119,03 64.535,85

Bilanz der Sparte modernes Messwesen zum 31. Dezember 2023

Stadtwerke Barmstedt

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.215,96 3.986,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 7.056,71 8.904,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 261,18 432,95
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.540,23 12.309,68
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 105,12 309,73
15.963,24 21.956,80
III. Finanzanlagen 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1,48 684,18
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 31,03 17,72
3. Forderungen gegen Gesellschafter 33,09 59,15
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.986,45 1.055,57
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 2.816,67 2.009,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 428,70 236,28
30.476,62 30.005,33

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital 13.869,27 33.373,30
B. Rückstellungen 4.714,91 -9.600,74
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.142,72 4.473,81
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 656,93 Vorjahr (€): 285,84
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 0,00 Vorjahr (€): 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 3,63 4,56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 3,63 Vorjahr (€): 4,56
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.746,09 1.754,41
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 1.746,09 Vorjahr (€): 1.754,41
30.476,62 30.005,33

Gewinn- und Verlustrechnung der Sparte modernes Messwesen für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Stadtwerke Barmstedt

2023
2023
2022
1. Rohergebnis 52.187,74 46.972,08
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 26.513,14 35.138,20
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.613,19 9.764,80
davon für Altersversorgung (€): 1.452,27 Vorjahr (€): 2.639,03
33.126,33 44.903,00
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 21.449,94 47.166,14
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.688,44 4.473,05
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,31
davon aus verbundenen Unternehmen (€): 0,00 Vorjahr (€): 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 10,49
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen (€): 0,00 Vorjahr (€): 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 76,38 54,03
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.955,33 -23.538,06
9. Ergebnis nach Steuern -5.198,02 -26.075,28
10. Sonstige Steuern 57,48 160,25
11. Jahresverlust -5.255,50 -26.235,53

Bilanz der Sparte Ladesäulenbetrieb zum 31. Dezember 2023

Stadtwerke Barmstedt

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 202,25 159,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 2.176,91 3.653,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 22.687,98 28.353,87
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.473,23 3.644,56
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23,68 111,36
26.361,80 35.762,89
III. Finanzanlagen 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen u. sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 21,08 12,03
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 35,98 0,00
3. Forderungen gegen Gesellschafter 7,45 21,27
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.322,32 1.232,10
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 751,85 294,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 96,55 84,96
30.799,28 37.567,35
Passiva
31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital 15.845,11 35.789,57
B. Rückstellungen 309,63 -5.166,15
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.360,27 6.332,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 430,75 Vorjahr (€): 404,58
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 181,18
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 0,00 Vorjahr (€): 181,18
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0,82 1,64
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 0,82 Vorjahr (€): 1,64
4. Sonstige Verbindlichkeiten 283,45 428,71
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr (€): 283,45 Vorjahr (€): 428,71
30.799,28 37.567,35

Gewinn- und Verlustrechnung der Sparte Ladesäulenbetrieb für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Stadtwerke Barmstedt

2023
2023
2022
1. Rohergebnis 10.338,44 134,56
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.703,96 8.811,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.173,32 2.448,75
davon für Altersversorgung (€): 257,67 Vorjahr (€): 661,81
5.877,28 11.260,46
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.177,51 6.590,41
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.988,14 3.303,38
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0,05
davon aus verbundenen Unternehmen (€): 0,00 Vorjahr (€): 0,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 1,54
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen (€): 0,00 Vorjahr (€): 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 108,14 76,49
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.308,75 -10.003,79
9. Ergebnis nach Steuern -3.503,88 -11.090,80
10. Sonstige Steuern 13,73 59,44
11. Jahresverlust -3.517,61 -11.150,24

Erläuterungen zu den Tätigkeitsabschlüssen gem. § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 3 MsbG (inkl. der gesonderten Festlegungen gem. § 6b Abs. 6 EnWG) für das Wirtschaftsjahr 2023

Stadtwerke Barmstedt, Barmstedt

Allgemeine Entflechtungsgrundsätze

Die Zuordnung der Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens sowie der Erträge und Aufwendungen erfolgt nach dem Grundsatz, dass sofern eine direkte Zuordnung auf die verschiedenen Tätigkeiten unschwer möglich ist, diese vorgenommen wird. In den übrigen Fällen, in denen die direkte Zuordnung nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich wäre, wird die Zuordnung mit Hilfe verschiedener Schlüssel vorgenommen.

Die den innerbetrieblichen Leistungsbeziehungen zugrundeliegenden Verrechnungspreise sind zu vollen Kosten, jedoch ohne Gewinnaufschlag bewertet. Das Pachtentgelt für das LWL-Netz - enthält zusätzlich einen angemessenen Gewinnaufschlag.

Die verbleibenden Differenzen aus der Zuordnung von Aktiv- und Passivposten innerhalb der Tätigkeitsbilanzen werden entweder in einem aktiven oder passiven Kapitalausgleichsposten erfasst. Beide Ausgleichsposten mindern (aktiver Ausgleichsposten) oder erhöhen (passiver Ausgleichsposten) das "Zugeordnete Eigenkapital" lt. Tätigkeitsbilanzen.

Der Grundsatz der Stetigkeit wird beachtet. Neue Verteilungsschlüssel werden nur verwandt, wenn dadurch eine verursachungsgerechtere Verteilung erfolgt.

Die nachfolgend dargestellten Aufteilungs- und Zuordnungsgrundsätze gelten ebenfalls für die beiden Sparten (Elektro-) Ladesäulenbetrieb und modernes Messwesen (intelligenter Zähler).

Abschreibungsmethoden

Die Bewertung des Anlagevermögens innerhalb der Aktivitäten erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Der Abschreibungsplan orientiert sich an den Nutzungsdauern der von der Finanzverwaltung für steuerliche Zwecke herausgegebenen Abschreibungstabellen.

Die Nutzungsdauern für die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen:

Homepage 3 Jahre
Software 5 Jahre
Betriebsbauten 50 Jahre
Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 10 bis 20 Jahre
Verteilungsanlagen 20 bis 40 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

Das Sachanlagevermögen der Verteilungsanlagen in der Strom- und Gasversorgung wird nach der linearen Methode abgeschrieben. Das übrige Sachanlagevermögen wird linear und - soweit handelsrechtlich zulässig - nach der degressiven Methode abgeschrieben.

Die steuerlichen Bewertungsvorschriften zur Bilanzierung von geringwertigen Anlagegütern werden für Zwecke der handelsrechtlichen Rechnungslegung übernommen. Seit 2010 werden geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten bis € 410,00, seit 2018 mit Anschaffungskosten bis € 800,00 und seit 2023 mit Anschaffungskosten bis € 1.000,00 im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Zuordnungsmethoden

Folgende Zuordnungen finden bei den Aktiv-/Passivposten bzw. Aufwendungen/Erträgen Anwendung:

Die Posten des Anlagevermögens werden überwiegend direkt zugeordnet, im Übrigen erfolgt die Zuordnung allgemeiner Anlagen kostenstellenscharf mit Hilfe spezieller Schlüssel; dazu gehören insbesondere das Verhältnis der Unterhaltungslöhne und der Umsatzerlöse, die Zahl der Abrechnungen, die Netzlängen und der Verwaltungsschlüssel. Der Verwaltungsschlüssel ergibt sich als Mischschlüssel aus Umsatzerlösen und Unterhaltungslöhnen. Beim Finanzanlagevermögen ist die Beteiligung an der Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH - mit Ausnahme der Einlage des LWL-Kundenstamms in die Stadtwerke Barmstedt Xtra GmbH - hälftig dem Elektrizitäts- und Gashandel zugeordnet. Die Beteiligung an der VUA-Softwarehaus GmbH wurde den Handelsparten anteilig zugeordnet. Die sonstigen Ausleihungen an Mitarbeiter wurden Sparten zugeordnet, in denen die betroffenen Mitarbeiter tätig sind.

Das Vorratsvermögen ist größtenteils direkt der Strom- und Gasnetzsparte sowie der Wasser- und LWL-Sparte zugeordnet worden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden größtenteils direkt den Sparten zugeordnet, der Rest wird nach dem Verwaltungsschlüssel verteilt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden den Tätigkeiten ebenfalls größtenteils direkt zugeordnet. Bei den Forderungen an die Stadt sowie den sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt die Zuordnung, soweit möglich, direkt und im Übrigen mit Hilfe sachgerechter Schlüssel (Verwaltungsschlüssel, Verhältnis der Spartenergebnisse, Steuerschlüssel des laufenden Jahres bzw. ggf. des Vorjahres). Der Steuerschlüssel ermittelt sich aus dem Verhältnis der in den Unternehmenssparten angefallenen Ertragsteuern des laufenden Jahres bzw. des Vorjahres. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten wurden, soweit möglich, direkt und ansonsten nach dem Umsatzschlüssel auf die Sparten verteilt.

Auf der Passivseite wurden das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - nach direkten Zuordnungen von bestimmten Bankdarlehen - erstmalig verursachungsgerechter über die Eigen- und Fremdfinanzierungsanteile der Restbuchwerte des Anlagevermögens je Sparte verteilt. Korrespondierend erfolgte auch die Verteilung der Zinsaufwendungen für Bankschulden.

Die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge werden größtenteils direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet; im Übrigen kostenstellenscharf mit Hilfe der bereits zuvor beschriebenen Schlüssel. Die Materialaufwendungen werden größtenteils direkt den Tätigkeiten zugeordnet. Die Personalaufwendungen werden, soweit möglich, direkt den einzelnen Aktivitäten zugeordnet; die den gemeinsamen Abteilungen zugeordneten Aufwendungen werden kostenstellenscharf mit Hilfe der bereits oben beschriebenen Schlüssel verteilt. Die Zuordnung der Abschreibungen sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf die Sparten erfolgt, soweit möglich, direkt; im Übrigen kostenstellenscharf mit Hilfe der hierfür vorgesehenen Schlüssel. Die Verteilung der Aufwendungen für Ertragsteuern erfolgte nach dem Steuerschlüssel.

 

Barmstedt, 28.06.2024

gez. Mathias Stolten, Werkleiter

Angaben zum Unterzeichner:

 

gez. Mathias Stolten, Werkleiter

Feststellung des Jahresabschluss 2023 (08.10.2024)

Die Gesellschafterversammlung stellt den Jahresabschluss 2023 der Stadtwerke Barmstedt mit einer Bilanzsumme von 72.965.463,43 € und einem Jahresverlust von 520.570,08 € fest.

Ergebnisverwendung:

Die Gesellschafterversammlung beschließt den Jahresverlust wie folgt zu verwenden:

Abführung an den Haushalt der Stadt Barmstedt EUR 0,00
Jahresverlust auf neue Rechnung vortragen EUR -520.570,08
Summe EUR -520.570,08

Bestätigungsvermerk

Bei der Offenlegung wurden die Erleichterungen gemäß §§ 276 und 327 HGB in Anspruch genommen. Zudem werden im Bereich der Rechnungslegung gem. §6b EnWG und § 3 Abs. 4 MsbG nur die Netzbetriebe, der Messstellenbetrieb und Ladesäulenbetrieb offengelegt. Der nachstehende Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss 2023 und auf die vollständige Rechnungslegung gem. §6b EnWG und § 3 Abs. 4 MsbG.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stadtwerke Barmstedt, Barmstedt:

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Barmstedt - bestehend aus Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Barmstedt für das Wirtschaftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung Schleswig-Holstein und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Eigenbetriebs zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Wirtschaftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebs. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung Schleswig-Holstein und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Eigenbetrieb unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Werkausschusses für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung Schleswig-Holstein in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Eigenbetriebs vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Eigenbetriebs zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebs vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung Schleswig-Holstein entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Werkausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Eigenbetriebs zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebs vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften der Eigenbetriebsverordnung Schleswig-Holstein entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER EINHALTUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSPFLICHTEN NACH § 6B ABS. 3 ENWG UND § 3 ABS. 4 SATZ 2 MSBG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Stadtwerke Barmstedt ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Wirtschaftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten haben. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Stromnetzbetrieb, Gasnetzbetrieb, Messstellenbetrieb im Bereich moderner Messeinrichtungen/intelligenter Messsysteme und Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

• Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

• Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW-Prüfungsstandards "Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021))" durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Eigenbetrieb unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfer die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Werkausschusses für die Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Werkausschusses für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Werkausschuss ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten des Eigenbetriebs nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

• ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

• ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Neumünster, den 03. September 2024

EEP GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Nebelung, Wirtschaftsprüfer

gez. Förster, Wirtschaftsprüfer

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