Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 4810
Eingetragen
23.3.1992
Branche
Herstellung von keramischen Haushaltswaren und ZiergegenständenHerstellung von Isolatoren und Isolierteilen aus KeramikHerstellung von keramischen Erzeugnissen für sonstige technische Zwecke
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von geformten Keramikprodukten für den industriellen Gebrauch.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Dr. Hagen
seit 7.4.2025
Prokura
Joachim Mayer
seit 14.2.2024
Geschäftsführer
Prokura
Christoph Schertlin
seit 6.7.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Morgan Europe Holding LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.565 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

WESGO Ceramics GmbH

Erlangen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Im Folgenden werden die Grundlagen des Unternehmens dargestellt.

a) Geschäftsmodell des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von hochreinen Aluminiumoxid-Keramiken, metallisierten Bauteilen, Keramik-Metall-Baugruppen und Aktivlot-Technologie-Werkstoffen für eine Vielzahl von Anwendungen.

Die Verwaltung und Produktion befinden sich in angemieteten Räumlichkeiten auf einer Grundstücksfläche von 4.900 qm in Erlangen. Die Produktions-, Lager- und Büroflächen erstrecken sich über 4.500 qm.

Die Gesellschaft ist erfolgreich nach ISO 9001:2015 (Qualität), nach DIN EN ISO 14001:2015 (Umwelt) und nach ISO 45001:2018 (Arbeitssicherheit) zertifiziert. Die Erstzertifizierung erfolgte nach ISO 9001:2008 (Qualität) im Jahr 1996 und nach DIN EN ISO 14001:2004 (Umwelt) im Jahr 2004. Durch die erfolgreiche Re-Zertifizierung durch BSI im März 2024 gelten beide Zertifikate bis 2027.

Die Erstzertifizierung nach ISO 45001:2018 (Arbeitssicherheit; früher OHSAS 18001:2007) erfolgte im Jahr 2011. Nach Bestätigung durch das TÜV-Audit im Jahr 2023 besitzt dieses eine Gültigkeit bis 2026.

Die Geschäftsfelder bzw. Produkte des Unternehmens umfassen die folgenden Bereiche:

Technische Keramikerzeugnisse

Lotlegierungen

Metallisierte Keramikerzeugnisse

Gelötete Bauteile

Beschichtete Bauteile

b) Beschaffungsbereich

Bei der Auswahl externer Lieferanten wird auf die Einhaltung der entsprechenden ISO-Normen geachtet. Mit den Hauptzulieferern bestehen überwiegend langfristige Lieferantenbeziehungen. Die Rohstoffe für die Keramikproduktion sowie die metallischen Lotmaterialien werden innerhalb des Konzerns von anderen Standorten bezogen.

c) Produktionsbereich

Die Bestandskunden bilden weiterhin die Basis der Auslastung in der Produktion. Trotz eines rückläufigen Book-to-Bill-Verhältnisses 2023 blieb der Auftragsbestand auf sehr hohem Niveau, so dass der Output deutlich gesteigert werden musste, um die Nachfrage der Kunden zu befriedigen. Starke Anstrengungen konnten aber nicht verhindern, dass bei der Liefertreue die selbst gesteckten Ziele verfehlt wurden. Für das Geschäftsjahr 2024 wird hier ein deutliches Verbesserungspotential gesehen. Die Qualität der Produkte blieb dagegen auf einem hohen Niveau, so dass dort die Ziele erreicht werden konnten.

d) Absatzbereich

Das Kerngeschäft mit den wichtigsten Kunden ist insgesamt sehr gut verlaufen (+21% zu Vj). Das Geschäft mit beschichteten Bauteilen ist im Jahr 2023 weitergewachsen. Im laufenden Geschäftsjahr konnten wir mit diesen Produkten erstmalig über 2,5 Mio. EUR realisieren.

e) Investitions- und Finanzbereich

Im Berichtsjahr wurden wichtige Ersatzinvestitionen vorgenommen. Die komplette Finanzierung der Investitionen erfolgte über den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

f) Unternehmensverbindungen

Die Gesellschaft ist über ihre Gesellschafter dem an der Londoner Börse im Index FTSE gelisteten Konzernverbund der Morgan Advanced Materials plc, Windsor, Großbritannien, zugehörig.

2. Forschung und Entwicklung

Wesentlicher Kernpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit ist die stetige Verbesserung der Einsatzmöglichkeiten der bestehenden Produkte und der Entwicklung neuer Anwendungen und Produkte. Zum Ende des Berichtsjahres waren im Bereich Forschung und Entwicklung vier Mitarbeiter beschäftigt.

Entwicklungskosten werden derzeit nicht aktiviert.

3. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Corona-Pandemie und die Energiekrise haben in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen, so dass die deutsche Wirtschaftsleistung derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren liegt. Die aktuelle Entwicklung ist die Folge der im vergangenen Jahr stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung. Ein noch tieferer Einbruch konnte durch die umfangreichen wirtschaftspolitischen Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise verhindert werden.

Im Jahr 2023 ist ein Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3%. zu verzeichnen. Hierfür ist insbesondere der Rückgang der inländischen Nachfrage verantwortlich, zum großen Teil bedingt durch den starken Rückgang der staatlichen Konsumausgaben.

Im Prognosehorizont bis Ende 2024 dürften sich die privaten Konsumausgaben angesichts der wieder steigenden realen Einkommen erhöhen. Da sich die unerwartet schleppende Erholung der Weltwirtschaft, insbesondere Chinas, fortsetzen und auch im Jahr 2024 die deutschen Exporte bremsen dürfte, wird davon ausgegangen, dass sich das BIP-Wachstum leicht erholt und 0,7% beträgt.

(Quelle:https://www.sachverstaendigenratwirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf)

Die stark gestiegenen Energiekosten haben auch die keramischen Unternehmen als energieintensive Industrie hart getroffen, ebenso wie die hohen Inflationsraten. Im Jahr 2022 konnte die Technische Keramik ihren Gesamtumsatz um rund 16,9 Prozent gegenüber 2021 steigern und somit bereits das Krisenniveau deutlich vergessen machen. Das Jahr 2023 lief für die Technische Keramik insgesamt mit hohem Umsatzwachstum an, aber es wurde ein bemerkbarer Rückgang des Auftragseinganges von minus 9,7 Prozent im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Insgesamt ist mit einem sinkenden Wachstum der Industrie in den kommenden Monaten zu rechnen. Des Weiteren ist die energieintensive Keramikindustrie von den auf hohem Niveau verharrenden Gaspreisen stark betroffen, die ebenfalls zu Wettbewerbsnachteilen führen werden.

(Quelle: https://bdi.eu/publikation/news/industriepolitik-dossier-11-2023-produktion)

b) Umsatz- und Ertragsentwicklung

Im Vorjahresvergleich stiegen die Umsatzerlöse wiederholt um 15% nachdem diese bereits im Jahr 2022 um 15% gestiegen waren. Damit konnten erstmals knapp 29 Mio. EUR Umsatz erzielt werden. Hinsichtlich der geografischen Verteilung lagen die Umsatzerlöse in Deutschland auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. -1%). In der Eurozone war ein Umsatzanstieg von 30% (Vj. +22%) zu verzeichnen und der Umsatz in den Nicht-EU-Ländern erhöhte sich um 17% (Vj. +17%). Wesentliche Ursache für den erneuten Umsatzanstieg war insbesondere eine deutliche erhöhte Nachfrage im Bereich der Keramik.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 298) sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 34 geringer.

Im Vorjahr war eine Auflösung der Rückstellung für Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten.

Leicht unterproportional zum Umsatz erhöhte sich der Materialaufwand um 12% auf TEUR 9.371 (Vj. TEUR 8.386). Dies resultiert unter Preiserhöhungen im Umsatzbereich, so dass die Materialeinsatzquote von 33,3% auf 32,4% gesunken ist.

Der Aufwand bei Löhnen und Gehältern ist im Vergleich zum Vorjahr um 7% gestiegen. Neben der Lohnerhöhung ist dies auch auf die gestiegene Anzahl an Mitarbeitern zurückzuführen. Die Aufwendungen bei den sozialen Abgaben und bei der Altersversorgung sind um 20% höher als im Vorjahr. Im Wesentlichen resultiert dies aus der höheren Zuführung zu den Pensionsrückstellungen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich von TEUR 619 im Vorjahr auf TEUR 845 im Betrachtungszeitraum.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 3.548 um 26% über Vorjahresniveau (TEUR 2.814). Der Anstieg resultiert vorwiegend aus den gestiegenen Kosten für Konzernumlagen (+ TEUR 76). Des Weiteren sind höhere Aufwendungen für Strom, Miete und Kursverluste entstanden.

Das Ergebnis nach Steuern lag bei TEUR 4.819 und somit um TEUR 1.128 über Vorjahr. Die Umsatzrendite lag mit 16,6% ebenfalls über Vorjahr (14,5%).

Aufgrund des Anstiegs der Ergebnis nach Steuern, insbesondere resultierend aus dem Umsatzwachstum, wird die Geschäftsentwicklung aus Sicht der Geschäftsführung als positiv eingestuft.

Der geplante Umsatzanstieg von 8,1% wurde übertroffen, was maßgeblich auf eine höhere Nachfrage nach keramischen Produkten unserer Kunden zurückzuführen ist.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf TEUR 25.263 (Vj. TEUR 22.592). Die Aktivseite besteht zu 17% (Vj. 17%) aus Anlagevermögen, zu 15% (Vj. 16%) aus Vorräten und zu 68% (Vj. 67%) aus Forderungen.

Bedingt durch Neuinvestitionen im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1.237 und laufende Abschreibungen von TEUR 800, stieg das Anlagevermögen um TEUR 390 auf TEUR 4.176. Das Vorratsvermögen weist eine Erhöhung um TEUR 310 auf TEUR 3.820 auf.

Die Zunahme der Forderungen um TEUR 1.958 auf TEUR 17.211 ist auf den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 12.521 auf TEUR 13.126 zurückzuführen. Diese entfallen maßgeblich auf TEUR 3.712 (Vj. TEUR 3.706) für das laufende Cash-Pool-Guthaben gegenüber der Morgan Advanced Materials plc., Windsor, Großbritannien und TEUR 8.500 (Vj. TEUR 8.500) aus einem Darlehen gegenüber der Morgan Deutschland Holding, Frankfurt am Main.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten betrug TEUR 18 (Vj. TEUR 5). Seit 2017 werden die Bankkonten im Rahmen des Cash-Pooling täglich auf null gestellt.

Aufgrund des mit der Morgan Deutschland Holding GmbH, Frankfurt am Main, geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags beläuft sich das Eigenkapital unverändert auf TEUR 3.511. Die Eigenkapitalquote liegt im Berichtsjahr bei 14% (Vj. 16%).

Die Rückstellungen erhöhten sich um TEUR 1.677 auf TEUR 15.423. Der Anstieg resultiert v.a. aus der Zunahme der Pensionsrückstellung um TEUR 862 auf TEUR 12.941.

Die Verbindlichkeiten sind um TEUR 993 auf TEUR 6.329 gestiegen. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 1.213 auf TEUR 5.397. Diese enthalten neben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Konzernverwaltungskostenumlagen die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft Morgan Deutschland Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 4.819 (Vj. TEUR 3.690).

d) Finanzlage / Liquidität

Mit dem aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierten Cashflow konnte der aus den Investitionsaktivitäten resultierende Finanzbedarf von TEUR 1.237 (Vj. TEUR 800) vollständig gedeckt werden.

Zum 31.12.2023 weist die Gesellschaft Darlehensforderungen gegenüber der Morgan Advanced Materials plc., Windsor, Großbritannien in Höhe von TEUR 3.712 (Vj. TEUR 3.706) und Zinsforderungen in Höhe von TEUR 93 (Vj. TEUR 19) auf und trägt somit zur Finanzierung des Konzern-Cash-Pool bei.

Gegenüber der Morgan Deutschland Holding, Frankfurt am Main, bestehen Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 8.500 (Vj. TEUR 8.500). Insgesamt ist die Liquidität der Gesellschaft über die Cash-Pool-Forderungen gesichert.

e) Investitionen

Die im Jahr 2023 insgesamt getätigten Investitionen betrugen TEUR 1.237 (Vj. TEUR 800). Darunter fällt die Anschaffung einer Universalschleifmaschine in Höhe von TEUR 428.

f) Personal

Der Personalstand der WESGO Ceramics GmbH zum 31.12.2023 setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
Angestellte 36 36
Arbeiter 91 86
Summe 127 122

g) Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator dient die Umsatzentwicklung, die mit 15,1% (+Vj. 14,8%) über dem Niveau der Umsatzerlöse des Vorjahres sowie über dem Planniveau (8,1%) lag. Des Weiteren wird die Umsatzrendite (Ergebnis vor Steuern / Gesamtumsatz) als Steuerungselement herangezogen, die im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozentpunkte auf 16,6% (Vj. 14,7%) zunahm. Das Ziel, eine Umsatzrendite von > 10% zu erreichen, wurde damit auch dieses Jahr übertroffen.

Zu den wichtigsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zählen die Liefertreue (Anzahl der termingerechten Lieferungen/ Anzahl aller Lieferungen des Geschäftsjahres) und der Produktionsausschuss (Ausschusswert/ Umsatzerlöse). Im Berichtsjahr konnte der Produktionsausschuss mit 2,8% (Vj. 2,3%) unter dem Zielwert von < 3,0% gehalten werden. Die Liefertreue lag mit 63,0% (Vj. 69,1%) unter Vorjahresniveau, somit konnte die Zielvorgabe (>90%) nicht erreicht werden.

h) Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Aufgrund der gestiegenen Umsatzerlöse konnte ein über dem Vorjahreswert liegender Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 4.819 (Vj. TEUR 3.690) erzielt werden.

Die Vermögenslage ist im Wesentlichen geprägt durch den Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 12.520 auf TEUR 13.126 und die Erhöhung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um TEUR 862 auf TEUR 12.941 sowie die Zunahme der sonstigen Rückstellungen um TEUR 816 auf TEUR 2.482.

Der Finanzbedarf aus den Investitionsaktivitäten konnte wieder mit dem aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierten Cashflow vollständig gedeckt werden.

Insgesamt sind wir mit der Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr sehr zufrieden.

4. Prognose- Chancen- und Risikobericht

a) Prognose

Der Auftragsbestand im Jahr 2024 (Stand März) bewegt sich auf einem mit dem Vorjahr vergleichbaren und damit hohen Niveau. Das Budget 2024 liegt um 5,2% über dem Umsatz 2023. Angesichts des hohen Auftragsbestandes sind wir dennoch optimistisch, das Umsatz-Ziel zu erreichen. Die Umsatzrendite soll auf dem Niveau 2023 gehalten werden. Angesichts der gestiegenen Einkaufs- und Energiepreise stellt dies eine Herausforderung dar.

Das gleiche gilt für die Erreichung der nichtfinanziellen Kennzahl Liefertreue (Ziel 2024: 90%). Bei hohem Auftragsbestand und eines gleichzeitig für Arbeitgeber schwierigen Arbeitsmarktes (Fachkräftemangel) wird dies große Anstrengungen erfordern. Der Zielwert beim Produktionsausschuss sollte maximal bei 3,0% liegen.

b) Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die WESGO Ceramics GmbH entwickelt zusammen mit ihren Kunden die Anwendungsmöglichkeiten für ihre Keramik weiter. Sie ist außerdem bestrebt die Produktionstiefe zu vergrößern (Stichwort Beschichtung). Der dadurch erzielte Mehrwert für die Kunden wird auch zukünftig entsprechende Preise rechtfertigen. Nachdem 2023 erstmals mehr als 2,5 Mio. EUR mit beschichteten Bauteilen umgesetzt wurden, erwarten wir für 2024 einen Umsatz von über 3 Mio. EUR.

Auch bei den herkömmlichen Bauteilen signalisieren uns wichtige Kunden langfristig steigenden Bedarf, so dass wir stetiges Wachstum erwarten.

Qualität, Pünktlichkeit und Flexibilität bleiben dabei wichtige Vorrausetzungen der Kundenzufriedenheit.

c) Risiken der zukünftigen Entwicklung und Risikomanagement

Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem eingerichtet, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Die Instrumente des Risikomanagements sichern langfristig die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die damit verbundenen Erfolgspotenziale und sind auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet. Basis der Risikovorsorge ist die kontinuierliche Prüfung und Überwachung des installierten Kontrollsystems sowie deren ständige Weiterentwicklung.

Durch die Zugehörigkeit zu einem international aufgestellten Konzern an dem monatlich zu berichten ist, existieren bei WESGO Ceramics GmbH organisatorische Strukturen, die ein Risikomanagement gewährleisten und Fehlentwicklungen zeitnah aufzeigen, so dass frühzeitig korrigierend eingegriffen werden kann.

Das letzte interne Audit wurde im Mai 2022 vom Konzern durchgeführt. Insgesamt wurde das Unternehmen mit "adäquate" bewertet (fundiertes Verständnis und Anwendung der Konzernanforderungen). Gefundene Schwachstellen wurden abgestellt.

Eine Steuerprüfung für die Jahre 2016 - 2019 hat im Jahr 2022 begonnen und dauert noch an. Risiken hieraus sind derzeit nicht ersichtlich.

In den letzten Jahren wurde das Unternehmen mit den Herausforderungen der Corona-Pandemie und der Energiekrise konfrontiert. Hinsichtlich der Gasversorgung konnten wir inzwischen die Voraussetzungen für die kurzfristige Umstellung auf Flüssiggas (LPG) im Bedarfsfall schaffen.

Angesichts der momentan stabilen Lage bei der Gasversorgung bleiben wir vorerst beim Einsatz von Erdgas. Daneben setzen wir weiterhin bei der Energieversorgung auf langfristige Beschaffungskontrakte. Diese bieten Schutz vor kurzfristigen Preisschwankungen am Energiemarkt und unterstützen die längerfristige Planungssicherheit des Unternehmens.

Neben den Risiken, die sich aus der Energiekrise ergeben, ist die Gesellschaft den typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Diese werden mittels einer Matrix bewertet und beschrieben.

Morgan Advanced Materials Group Risk Materiality Matrix

EBITA Impact ('I') Risk Severity Level (I x P) Key:
6 > £20m 6 12 18 24 30 36 CRITICAL
5 £10 - £20m 5 10 15 20 25 30 SIGNIFICANT
4 £5 - £10m 4 8 12 16 20 24 HIGH
3 £1- £5m 3 6 9 12 15 18 MODERATE
2 £0.1- £1m 2 4 6 8 10 12 LOW
1 £0 - £0.1m 1 2 3 4 5 6 NEGLIGIBLE
RARE INEVITABLE
0% - 5% 5% - 15% 15% - 25% 25% - 50% 50% - 75% > 75%
Risk occurs once in: > 20 years 7 - 20 years 4-7 years 2-4 years 1-2 years <1 year
1 2 3 4 5 6
Probabi ('P')

Technische Risiken

Technische Risiken bestehen v.a. im Alter einiger Anlagen, was die Notwendigkeit von Ersatzinvestitionen unterstreicht. Ein unvorhergesehener Maschinenausfall könnte Produktionsengpässe nach sich ziehen und die Liefertreue negativ beeinflussen.

Durch Ersatz- und Neuinvestitionen wird diesem Risiko Rechnung getragen. Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.237 (Vj. TEUR 800) getätigt. Auch im nachfolgenden Geschäftsjahr sollen umfangreiche Investitionen durchgeführt werden.

Das Schadenspotenzial der technischen Risiken ist mit 2 qualifiziert, die Eintrittswahrscheinlichkeit wird derzeit mit der Ausprägung 2 bewertet. Insgesamt wird damit die Höhe der Risiken niedrig bewertet.

Marktrisiken

Marktrisiken bestehen im Wettbewerbsdruck und den damit einhergehenden Kostendruck von Seiten der Kunden. Hinzu kam in den vergangenen Jahren eine stark steigende Inflation. Insbesondere beim Abschluss langfristiger Kontrakte muss die zukünftige Kostenentwicklung berücksichtigt werden.

Die Rohstoffpreisentwicklung wird als ein kalkulierbares Risiko eingeschätzt. Sämtliche Rohstoffe werden innerhalb des Konzernverbundes bezogen. In den Vorjahren führten allerdings anhaltende Lieferschwierigkeiten zu erheblichen zusätzlichen Frachtkosten. Um diesen entgegenzuwirken, haben wir seit diesem Geschäftsjahr einen Zweitlieferanten eingeführt.

Darüber hinaus besteht ein Risiko darin, dass sich die Verwaltung und Produktion der WESGO Ceramics GmbH in angemieteten Räumlichkeiten befindet. Die Kündigung eines der bestehenden Mietverhältnisse könnte sich negativ auf den Geschäftsbetrieb auswirken. Mittelfristig gibt es allerdings keine Anzeichen, dass dies Eintreten könnte, langfristig werden Alternativen zum bestehenden Standort erwogen.

Insgesamt sind das Schadenspotenzial mit Ausprägung 3 und die Eintrittswahrscheinlichkeit der Marktrisiken mit Ausprägung 2 zu bewerten, woraus sich die Gewichtung "niedrige Risiken" ergibt.

Personelle Risiken

Der Erfolg der Gesellschaft wird maßgeblich von qualifizierten Fach- und Führungskräften beeinflusst.

Personelle Risiken entstehen im Wesentlichen durch Ausscheiden von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Um das Risiko von Unterbrechungen im Betrieb und potenziellen negativen Auswirkungen auf das Unternehmen zu minimieren, wird ein strukturierter Ansatz für die Nachfolgeplanung verfolgt, potenzielle Kandidaten identifiziert und gezielt auf die Übernahme von Schlüsselpositionen vorbereitet. Die Fluktuation ist in den letzten Jahren gering geblieben.

Das Schadenspotenzial der personellen Risiken ist mit der Ausprägung 3 und die Eintrittswahrscheinlichkeit mit der Ausprägung 3 einzuschätzen. Daraus ergibt sich die Gewichtung der Risiken als niedrig.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Währungsrisiken betreffen den USD. Die WESGO Ceramics GmbH beschafft den Großteil der Rohstoffe in USD, und verkauft einen wesentlichen Teil ihrer Produkte in USD. Der Großteil des Währungsrisikos wird durch dieses natürliche Hedging abgedeckt werden. Wenn für konkrete Kontrakte die Notwendigkeit besteht, wird USD durch Hedging über den Konzern abgesichert.

Schadenspotenzial als auch die Eintrittswahrscheinlichkeit werden damit als gering eingeschätzt.

IT-Risiken

Der Konzern war im Januar 2023 in weiten Teilen von einem Cyberangriff betroffen. Während in vielen Niederlassungen die Nachwirkungen über das Geschäftsjahr hinweg zu spüren waren, war die Wesgo Ceramics GmbH aufgrund einer weitgehend unabhängigen IT-Infrastruktur vom Angriff nicht betroffen.

Die Geschäftsprozesse der Wesgo sind in hohem Maße abhängig von der Verfügbarkeit und Sicherheit von IT-Anwendungen. Bei einem Cyberangriff können zeitweise Einschränkungen oder Ausfälle von IT- Anwendungen, u. a. durch die Zerstörung von Daten, nicht ausgeschlossen werden.

Nicht zuletzt aus der unmittelbaren Erfahrung der Konsequenzen eines Cyberangriffs im eigenen Konzern verstärkt die Wesgo Ceramics GmbH die Anstrengung, sich von derartigen Angriffen zu schützen. Umfangreiche Maßnahmen, wie z. B. Prävention, u. a. durch spezifische Filtermechanismen, das Vorhalten von Back-up-Systemen, vor allem für den Austausch von Daten und Informationen, und eine enge Kommunikation mit den Geschäftspartnern dienen der Abwehr von Angriffen bzw. der deutlichen Reduzierung etwaiger Schadensauswirkungen.

Zusammenfassende Bewertung

Insgesamt gesehen, sind die potenziellen Schäden und die Eintrittswahrscheinlichkeiten der verschiedenen Risiken, denen sich die Gesellschaft im Jahr 2024 aussetzt, überschaubar und aus heutiger Sicht auch beherrschbar, so dass aktuell keine besonderen Maßnahmen überdacht werden müssen. Die Geschäftsführung sieht aktuell keine bestandsgefährdenden Risiken auf die Gesellschaft zukommen.

Insgesamt halten wir die Risiken aus heutiger Sicht für beherrschbar.

 

Erlangen, 3. Juli 2024

WESGO Ceramics GmbH

Christoph Schertlin

Joachim Mayer

- Geschäftsführung -

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.708,00 11.365,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 4.708,00 0,00 11.365,00
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 400.933,00 287.159,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.378.691,00 3.155.510,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 373.506,00 259.983,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.646,88 4.171.776,88 72.467,00 3.775.119,00
4.176.484,88 3.786.484,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 525.046,00 385.687,00
2. Unfertige Erzeugnisse 2.346.444,00 2.065.211,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 948.564,00 3.820.054,00 1.059.133,00 3.510.031,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.993.991,49 2.651.343,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.126.407,45 12.520.540,46
- davon Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 8.744.000,00 (i. Vj. EUR 8.500.000,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 90.109,89 17.210.508,83 80.635,42 15.252.519,32
- davon Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 90.082,70 (i. Vj. EUR 79.282,70)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 18.404,54 5.243,39
21.048.967,37 18.767.793,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 38.016,00 37.970,47
25.263.468,25 22.592.248,18

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 3.485.165,51 3.485.165,51
III. Jahresüberschuss 0,00 0,00
3.510.730,10 3.510.730,10
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.940.927,00 12.078.998,74
2. Sonstige Rückstellungen 2.482.428,99 1.666.579,46
15.423.355,99 13.745.578,20
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 143,23
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 744.925,94 967.503,62
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.396.999,57 4.183.662,20
4. Sonstige Verbindlichkeiten 187.456,65 184.630,83
6.329.382,16 5.335.939,88
25.263.468,25 22.592.248,18

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 20.094.545,74 17.509.496,64
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.854.620,31 -8.264.736,86
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.360.841,50 -11.215.461,81 -1.973.178,30 -10.237.915,16
- davon für Altersversorgung EUR 825.077,87 (i. Vj. EUR 548.430,76) -
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -845.467,75 -619.487,59
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.548.077,24 -2.813.698,99
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 550.716,07 64.607,79
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 550.716,07 (i. Vj. EUR 64.607,79) -
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -214.651,00 -213.334,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 2.831,00
8. Ergebnis nach Steuern 4.821.604,01 3.692.499,69
9. Sonstige Steuern -3.094,01 -2.046,28
10. Aufwand aus Ergebnisabführung -4.818.510,00 -3.690.453,41
11. Jahresüberschuss nach Ergebnisabführung 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der WESGO Ceramics GmbH, Erlangen, ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Erleichterungsvorschriften des § 276 Satz 1 HGB und § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt für gewerbliche Werte drei bis fünf Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (von 3 bis 20 Jahren), entsprechend den steuerlich zulässigen Höchstsätzen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. in Fällen dauernder Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten.

Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse beinhalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen des Anlagevermögens. Die Kosten wurden retrograd ermittelt. Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen und soziale Einrichtungen des Betriebes werden nicht berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Nominalwerten angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden bei erkennbaren Einzelrisiken Wertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Ausfallrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden mit der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) ermittelt. Dabei wurde ein Rechnungszinssatz von 1,83 % verwendet, der dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre entspricht. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz von zehn Jahren und dem von sieben Jahren beträgt TEUR 221.

Weitere Annahmen sind:

Rententrend: 2,2 %

Anwartschaftsdynamik (z. B. Gehalt): 2,5 %

Sterbetafel von Klaus Heubeck 2018 G

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag ihrer Inanspruchnahme.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde gemäß der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung: Handelsrechtliche Bilanzierung von Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen (IDW RS HFA 3) gebildet. Danach werden für bestehende Altersteilzeitverträge in der Ansparphase ratierlich Beträge für die Freistellungsphase und für den Aufstockungsbetrag zurückgestellt. Für die Berechnung der Rückstellung wurden die Abzinsungssätze der Deutschen Bundesbank herangezogen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Beträge in Fremdwährung werden zum Anschaffungskurs bzw. zum höheren Briefkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die auf Fremdwährung lautenden Forderungen und Schulden werden grundsätzlich mit den Wechselkursen zum Entstehungszeitpunkt erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Den Risiken der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch Bildung von Einzelwertberichtungen Rechnung getragen. Für das Geschäftsjahr 2023 war keine Einzelwertberichtigung zu bilden (Vj. TEUR 1). Das allgemeine Kreditrisiko wird außerdem durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 23 (Vj. TEUR 15) abgesichert.

Von den in der Bilanz in Höhe von TEUR 13.126 (Vj. TEUR 12.521) ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 168 (Vj. TEUR 95) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 12.958 (Vj. TEUR 12.426) auf sonstige Forderungen. Von letzteren entfallen TEUR 8.744 auf Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen einmal in Höhe von TEUR 4.211 (Vj. TEUR 3.588) gegen die Morgan Advanced Materials plc., Windsor, Großbritannien, (vormals The Morgan Crucible Company plc., Windsor, Großbritannien) und betreffen vorwiegend das laufende Cash-Pool-Guthaben in Höhe von TEUR 3.619 (Vj. TEUR 3.570), Zinsen in Höhe von TEUR 93 (Vj. TEUR 19) sowie Umlagen in Höhe von TEUR 499 (Vj. TEUR 0). Außerdem in Form eines Darlehens gegenüber der Muttergesellschaft Morgan Deutschland Holding GmbH, Frankfurt am Main, in Höhe von TEUR 8.500 (Laufzeit mehr als ein Jahr). Darüber hinaus bestehen Forderungen gegenüber der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 153 (Vj. TEUR 201) aus Umsatzsteuervorauszahlungen.

Der Posten der aktiven Rechnungsabgrenzung beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Zahlungen aus Versicherungsverträgen.

Die ausgewiesenen sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.482 (Vj. TEUR 1.667) entfallen im Wesentlichen auf die Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 431 (Vj. TEUR 276) und sonstige Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 1.154 (Vj. TEUR 631).

Des Weiteren ist eine Rückstellung für Rückbauverpflichtungen der getätigten Einbauten in Höhe von TEUR 380 (Vj. TEUR 353) enthalten. Für die Rückstellung wurde das Beibehaltungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB im Geschäftsjahr 2010 angewendet.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.397 (Vj. TEUR 4.184) beinhalten in Höhe von TEUR 578 (Vj. TEUR 493) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft Morgan Deutschland Holding GmbH für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 4.819.

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von EUR 1,0 Mio. (Vj. EUR 0,9 Mio.) für Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, deren Laufzeiten teilweise bis in das Geschäftsjahr 2029 reichen.

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse resultierten aus dem Verkauf von keramischen Erzeugnissen für technische Zwecke. Hinsichtlich der geografischen Verteilung lagen die Umsatzerlöse in Deutschland auf dem Niveau des Vorjahres (Vj. -1 %). In der Eurozone war ein Umsatzanstieg von 30 % (Vj. +22 %) zu verzeichnen und der Umsatz in den Nicht-EU-Ländern erhöhte sich um 17 % (Vj. +17 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsdifferenzen i. H. v. TEUR 187 (Vj. TEUR 128).

Bei den Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden nur planmäßige Abschreibungen vorgenommen (siehe auch Anlagenspiegel).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsdifferenzen i. H. v. TEUR 232 (Vj. TEUR 143), Miete Gebäude i.H. v. TEUR 488 (Vj. TEUR 434), Reisekosten i.H. v. TEUR 84 (Vj. TEUR 81) und Dienstleistungs- und Lizenzgebühren an die Mutter i.H. v. TEUR 1.220 (Vj. TEUR 1.144), enthalten.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten den Zinsertrag aus dem Cash-Pool-Guthaben in Höhe von TEUR 218 (Vj. TEUR 26) und TEUR 332 (Vj. TEUR 39) aus dem Darlehen an die Muttergesellschaft.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren in Höhe von TEUR 215 (Vj. TEUR 213) aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Aufgrund der seit Dezember 2012 bestehenden Stellung der WESGO Ceramics GmbH als Organgesellschaft in der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Morgan Deutschland Holding, Frankfurt am Main, sind ab dem Geschäftsjahr 2013 keine Ertragsteuer Zahlungen mehr zu leisten.

V. Sonstige Pflichtangaben

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

2023 2022
Angestellte 36 36
Arbeiter 91 86
127 122

Zu Geschäftsführern sind bestellt:

Herr Alexander Bechhold; Erlangen (bis 05. Februar 2024), Leiter der internen Revision

Herr Christoph Schertlin; Schwaig (ab 27. April 2018), Standortleiter

Herr Joachim Mayer; Uhingen (ab 05. Februar 2024), Standortleiter der Haldenwanger GmbH

Die Gesellschaft wird durch einen Geschäftsführer vertreten.

Die WESGO Ceramics GmbH, Erlangen, ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter der Handelsregisternummer HRB 4810 eingetragen.

VI. Ergebnisabführung

Mit Wirkung zum 01. Januar 2013 wurde mit der Muttergesellschaft Morgan Deutschland Holding GmbH, Frankfurt am Main, ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres von EUR 4.818.510,00 wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag vollständig an die Muttergesellschaft abgeführt.

VII. Konzernverhältnisse

Muttergesellschaft der WESGO Ceramics GmbH, Erlangen, ist seit dem 20. Dezember 2012 die Morgan Deutschland Holding, Frankfurt am Main, die zum Konzern Morgan Advanced Materials plc., Windsor, Großbritannien, (vormals The Morgan Crucible Company plc., Windsor, Großbritannien) gehört. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Morgan Advanced Materials plc., Windsor, Großbritannien, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis dieser Konzernunternehmen im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

VIII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten, die eine wesentlich andere Darstellung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage erforderlich machen würden.

 

Erlangen, den 3. Juli 2024

WESGO Ceramics GmbH, Erlangen

Die Geschäftsführung

Christoph Schertlin

Joachim Mayer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 287.125,12 0,00 0,00 52.090,56 235.034,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
287.125,12 0,00 0,00 52.090,56 235.034,56
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.018.344,97 114.338,13 50.400,08 8.604,79 2.174.478,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.527.329,18 887.540,63 18.665,00 156.845,71 13.276.689,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 935.312,50 174.170,91 0,00 52.030,08 1.057.453,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 72.467,00 61.130,96 -69.065,08 45.886,00 18.646,88
15.553.453,65 1.237.180,63 0,00 263.366,58 16.527.267,70
15.840.578,77 1.237.180,63 0,00 315.457,14 16.762.302,26
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 275.760,12 6.648,00 52.081,56 230.326,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 0,00
275.760,12 6.648,00 52.081,56 230.326,56
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.731.185,97 50.962,21 8.602,79 1.773.545,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.371.819,18 681.644,63 155.465,71 9.897.998,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 675.329,50 60.327,91 51.710,08 683.947,33
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 45.885,00 45.885,00 0,00
11.778.334,65 838.819,75 261.663,58 12.355.490,82
12.054.094,77 845.467,75 313.745,14 12.585.817,38
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.708,00 11.365,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4.708,00 11.365,00
II. Sachanlagen
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 400.933,00 287.159,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.378.691,00 3.155.510,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 373.506,00 259.983,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.646,88 72.467,00
4.171.776,88 3.775.119,00
4.176.484,88 3.786.484,00

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die WESGO Ceramics GmbH, Erlangen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der WESGO Ceramics GmbH, Erlangen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der WESGO Ceramics GmbH, Erlangen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 3. Juli 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Hoffsteter, Wirtschaftsprüfer

Michael Erben, Wirtschaftsprüfer

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