Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 212685
Eingetragen
25.2.2000
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Von Amts wegen nach fehlerhafter Umschreibung berichtigt, nun: Planung und Umsetzung logistischer Dienstleistungen für Industrie, Handel und Vertrieb, insbesondere die Ver- bzw. Entsorgung von Produktionsprozessen sowie Verpackung, Lagerung, Kommissionierung und Distribution von Gütern aller Art, soweit diese nicht der staatlichen Genehmigung bedürfen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
100.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Fiwa AG

Kaufbeuren

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernbilanz zum 31.12.2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene EDV-Software 286.299,00 425.906,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 116.000,00 132.000,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 61.200,00
402.299,00 619.106,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.740.660,43 21.013.804,28
2. technische Anlagen und Maschinen 14.390.415,00 13.154.769,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.604.679,00 2.868.899,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 47.628,01
37.735.754,43 37.085.100,29
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 36.330,95 3.036.388,68
38.174.384,38 40.740.594,97
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.102.969,04 978.742,62
2. fertige Erzeugnisse und Waren 8.962,72 10.704,25
1.111.931,76 989.446,87
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 34.646.631,20 32.503.513,85
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.756.149,75 6.912.018,65
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.217.715,19 1.030.151,00
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr: € 0,00 (Vj. € 0,00)
49.620.496,14 40.445.683,50
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 11.546.633,75 11.128.139,94
62.279.061,65 52.563.270,31
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 207.309,77 200.755,61
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 376.713,00 77.800,00
101.037.468,80 93.582.420,89

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 150.065,48 150.065,48
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 5.000,00 5.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 9.028.038,26 9.028.038,26
9.033.038,26 9.033.038,26
IV. Nicht beherrschende Anteile 142.489,41 142.333,71
V. Konzernbilanzgewinn 49.362.762,66 40.783.381,44
59.688.355,81 51.108.818,89
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Pensionsrückstellungen 1.661.734,00 1.625.797,00
2. Steuerrückstellungen 539.996,65 992.435,03
3. sonstige Rückstellungen 6.087.492,69 6.643.273,09
8.289.223,34 9.261.505,12
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 833.328,00 2.166.664,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.923.740,85 12.991.262,53
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.789.662,59 11.338.136,97
4. sonstige Verbindlichkeiten 5.480.789,14 6.684.557,14
- davon aus Steuern: € 1.117.168,06 (Vj. € 1.366.557,15)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 168.163,60 (Vj. € 160.752,94)
33.027.520,58 33.180.620,64
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 27.869,07 24.476,24
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 4.500,00 7.000,00
101.037.468,80 93.582.420,89

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021

01.01. - 31.12.2021 01.01. - 31.12.2020
1. Umsatzerlöse 217.544.085,95 203.686.687,17
Gesamtleistung 217.544.085,95 203.686.687,17
2. sonstige betriebliche Erträge 2.902.543,07 3.526.404,73
220.446.629,02 207.213.091,90
3. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -9.306.023,57 -7.829.630,94
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -109.011.116,49 -118.317.140,06 -103.306.050,97 -111.135.681,91
Rohergebnis 102.129.488,96 96.077.409,99
4. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -37.421.983,25 -35.139.101,52
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -7.277.160,55 -6.853.657,79
- davon für Altersversorgung € 71.518,37 (Vj. € 65.779,62)
5. Abschreibungen:
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -7.652.435,99 -7.536.652,14
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -31.679.151,55 -84.030.731,34 -29.475.582,90 -79.004.994,35
18.098.757,62 17.072.415,64
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.430,16 2.835,42
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -209.842,56 -282.130,06
Finanzergebnis -207.412,40 -279.294,64
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.342.206,05 -4.718.333,65
- davon Ertrag aus der Veränderung aktiver und passiver latenter Steuern € 301.413,00 (Vj. € 17.429,00)
10. Ergebnis nach Steuern 13.549.139,17 12.074.787,35
11. sonstige Steuern -387.539,07 -385.381,16
12. Konzernjahresüberschuss 13.161.600,10 11.689.406,19
Anderen Gesellschaftern zustehendes Ergebnis -582.218,88 -737.730,41
Anteil Finsterwalder Gruppe am Konzernjahresüberschuss 12.579.381,22 10.951.675,78
13. Nicht beherrschende Anteile -582.218,88 -737.730,41
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 36.783.381,44 29.831.705,66
15. Konzernbilanzgewinn 49.362.762,66 40.783.381,44
gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 50.000,00
Kapitalrücklage 150.065,48 150.065,48
gesetzliche Gewinnrücklage 5.000,00 5.000,00
andere Gewinnrücklage 9.028.038,26 9.228.038,26
Ausgleichsposten für Fremdanteile 142.489,41 142.333,71
Konzernbilanzgewinn 49.362.762,66 40.783.381,44
59.688.355,81 50.358.818,89

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Befreiungstatbeständen

Die Fiwa AG hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes einen Einzelabschluss und als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss aufgestellt.

Die Fiwa AG ist im Handelsregister beim Amtsgericht Kempten (Allgäu) unter der Nummer HRB 8296 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist Westlachenbühl 23, 87600 Kaufbeuren-Oberbeuren.

Die Ausweiswahlrechte wurden weitgehend zugunsten des Konzernanhangs ausgeübt.

Einige inländische, im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Tochter- und Enkelunternehmen der Fiwa AG erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB. Sie können daher von den Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten befreit werden. Die Befreiung wurde jeweils nur hinsichtlich der Offenlegungspflichten für die gekennzeichneten Unternehmen (*) in Anspruch genommen.

Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden folgende Gesellschaften nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen:

Name und Sitz Anteil am Kapital
(1) Fiwa AG, Kaufbeuren, Konzernspitze
(2) Finsterwalder Transport und Logistik GmbH, Merseburg * 100 %
(3) Finsterwalder Transport & Logistik GmbH, Kaufbeuren * 100 %
(4) Finsterwalder Cargo-Equipment GmbH, Kaufbeuren * 100 %
(5) MIL Mitteldeutsche Industrie-Logistik GmbH, Halle * 100 %
(6) c-logistics GmbH, Halle * 100 %
(7) FPV Fiwa Property Verwaltungs GmbH, Halle 100 %
(8) FPG Fiwa Property GmbH & Co. KG, Halle * 100 %
(9) Finsterwalder Transport GmbH, Merseburg 100 %
(10) Chemicare B.V., NL - Venlo 100 %
(11) Finsterwalder Transport & Logistik AS, EE (Estland) - Tartu 100 %
(12) Finsterwalder Transport Solutions GmbH, A (Österreich) - Wien 100 %
(13) MKL Mitteldeutsche Kunststoff-Logistik Verwaltungs GmbH, Schkopau 50 %
(14) MKL Mitteldeutsche Kunststoff-Logistik GmbH & Co. KG, Schkopau * 50 %
(15) Logfillment GmbH & Co. KG, Kaufbeuren * 100 %
(16) Logfillment Verwaltungs GmbH, Kaufbeuren 100 %
(17) Finsterwalder SIA, LV (Lettland) - Riga 100 %

III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten inländischen Tochterunternehmen wurde zum 01.01.2003 bzw. zum (späteren) Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt gemäß § 301 HGB durchgeführt. Die sich aus der Verrechnung der Beteiligungswertansätze mit den auf sie entfallenden Eigenkapitalanteilen ergebenden passiven Unterschiedsbeträge haben Rücklagencharakter und wurden im Eigenkapital des Konzerns als Gewinnrücklagen ausgewiesen.

Die beiden Gesellschaften mit Sitz in den Niederlanden und in Estland wurden in 2011 übernommen. Die Erstkonsolidierung zum 01.05.2011 erfolgte nach der Neubewertungsmethode (§ 301 HGB). Der aus der Erstkonsolidierung entstandene passive Unterschiedsbetrag wurde in der Bilanz unterhalb des Eigenkapitals als "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" ausgewiesen und hat Schuldcharakter. Er war auf die Differenz des in Form liquider Mittel vorhandenen Eigenkapitals und dem Kaufpreis zurückzuführen, wurde mit den in den Jahren 2011 und 2012 angefallenen Verlusten verrechnet und im Geschäftsjahr 2012 vollständig aufgelöst.

Die Fiwa AG hat mit Vertrag vom 02. August 2017, URNr. 4248 des öffentlichen Notars Dr. Christoph Völkl, Wien/Österreich, die Stammeinlage der neu gegründeten Firma Finsterwalder Transport Solutions GmbH in Höhe von EUR 35.000,00 übernommen. Das Stammkapital ist zur Hälfte mit EUR 17.500,00 eingezahlt.

Mit Vertrag vom 11. März 2019, URNr. 370 des öffentlichen Notars Knerr hat die Fiwa AG die Stammeinlage der neu gegründeten Logfillment GmbH & Co. KG in Höhe von 50.000,00 EUR übernommen. Mit Wirkung zum 1. April 2020 hat die neu gegründete Gesellschaft im Rahmen eines Asset Deals Vermögensgegenstände des Anlagevermögen in Höhe von TEUR 665 erworben; davon entfallen TEUR 160 auf den erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert. Ebenso wurde mit URNr. 369 die neu gegründete Logfillment Verwaltungs GmbH mit einer Einlage über 25.000,00 EUR von der Fiwa AG übernommen.

Mit Vertrag vom 21.September 2021, URNr. 1931/2021 des öffentlichen Notars Simone Lang, Türkheim, hat die Fiwa AG die Stammeinlage der neu gegründeten Firma Finsterwalder SIA in Höhe von EUR 2.800,00 übernommen.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgte nach § 303 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Gemäß § 305 HGB wurde die Aufwands- und Ertragskonsolidierung in der Form durchgeführt, dass die Umsatzerlöse und andere Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwandspositionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verrechnet wurden.

Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen waren von untergeordneter Bedeutung und wurden deshalb gemäß § 304 Abs. 2 HGB nicht eliminiert.

IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (einschl. Währungsumrechnung)

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Fiwa AG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die auf die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich stetig angewendet. Ausweisänderungen gegenüber dem Vorjahr ergaben sich nicht.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet:

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren bewertet.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben (§ 253 Abs. 3 S. 4 HGB) Dabei wurden bei der Schätzung die Art und voraussichtliche Bestandsdauer der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte berücksichtigt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare bzw. degressive Abschreibungen mit einer Nutzungsdauer zwischen 3 und 30 Jahren bewertet. Die Anschaffungskosten für geringwertige Wirtschaftsgüter werden (Anschaffungswert bis zu EUR 800) zu 100 % abgeschrieben.

Finanzanlagen werden - mit Ausnahme der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen - zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Für die Diesel- und Heizölbestände wurde eine Gruppenbewertung zu Durchschnittspreisen vorgenommen.

Bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 v. H. ausreichend Rechnung getragen. Die Forderungen bzgl. des Körperschaftsteuerguthabens wurden mit dem Barwert angesetzt.

Infolge der Unterschiede zwischen steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften ergeben sich latente Steuern, die in Anlehnung an § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB innerhalb eines Konzernunternehmens miteinander verrechnet werden. Die ausgewiesenen latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz in Höhe von 30% ermittelt.

Der für die Bewertung der Pensionsrückstellungen herangezogene Erfüllungsbetrag wurde nach der Projected Unit Credit Method (PUC-Methode) gemäß den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck und einem Marktzinssatz der letzten zehn Geschäftsjahre bei einer pauschalen durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 2,3%, sowie einer Lohn-, Gehalts- und Rentendynamik von 0 % ermittelt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB).

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

V. Erläuterungen zur Bilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen sind in einem Konzernanlagespiegel gemäß § 268 Abs. 2 HGB als Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 13.756 aus Darlehen und Umsatzsteuer.

Der gemäß versicherungsmathematischem Gutachten beizulegende Zeitwert der Pensionsverpflichtungen beträgt zum 31.12.2021 T€ 1.662. Der Zinssatz, der sich auf Basis der entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze aus den vergangenen zehn Jahren ergibt, beträgt 1,87 % p.a.; der sich aus den vergangenen sieben Jahren ergebende Zinssatz beläuft sich auf 1,35 % p.a., der Unterschiedsbetrag aus dem Vergleich der Abzinsung mit den beiden Zinssätzen beträgt TEUR 118 und unterliegt der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 HGB beim Mutterunternehmen.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) in Höhe von T€ 1.000 besteht aus 1.000.000 Stück Nennbetragsaktien von je € 1,00.

Die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 150 resultiert aus Kapitalerhöhungen beim Rechtsvorgängerunternehmen (FMG Fiwa Management GmbH), das am 28.8.2003 formwechselnd in die Fiwa AG umgewandelt worden ist.

Die sich aus der Kapitalkonsolidierung der inländischen Gesellschaften ergebenden passivischen Unterschiedsbeträge wurden unter den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Unter Einbeziehung des Konzernbilanzgewinns des Vorjahres von T€ 40.783 und einer Ausschüttung über T€ 4.000 sowie des Anteils der Finsterwalder Gruppe am Konzernjahresüberschuss mit T€ 12.579 ergibt sich ein Konzernbilanzgewinn für 2021 in Höhe von T€ 49.363.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitsspiegel zusammengefasst:

Zusammensetzung und Entwicklung: Stand 31.12.2021 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 833 833 0 0
Vorjahr 2.167 1.333 834 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.924 14.924 0 0
Vorjahr 12.991 12.991 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.790 11.790 0 0
Vorjahr 11.338 11.338 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 5.481 5.481 0 0
Vorjahr 6.685 6.685 0 0
Stand per 31.12.2021 33.028 33.028 0 0
Vorjahr 33.181 32.347 834 0

Zur Sicherung einer Erbbauzinsverpflichtung ist zugunsten des jeweiligen Grundstückseigentümers eine Reallast an erster Rangstelle im Grundbuch des Erbbaurechtes eingetragen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 11.790 aus Darlehen und Umsatzsteuer.

Insgesamt wurden zum 31.12.2021 latente Steuern in Höhe von T€ 377 aktiviert und latente Steuern in Höhe von T€ 4 passiviert. Der Ansatz der aktiven latenten Steuern ist mit TEUR 100 bei der Muttergesellschaft durch die unterschiedlichen Wertansätze der Pensionsrückstellungen in der Handels- und Steuerbilanz, sowie durch die handelsrechtlich nicht ansetzbare steuerliche Sonderabschreibung bei einer Konzerngesellschaft, deren steuerliches Ergebnis übernommen wird, entstanden und wurde mit einem Steuersatz von 30 % bewertet. Weiterhin beruhen die aktiven latenten Steuern mit TEUR 277 auf noch nicht verbrauchte steuerliche Verlustvorträge zum Bilanzstichtag bei einem Tochterunternehmen und wurden mit einem Steuersatz von 22 % ermittelt.

Zum Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 35.979, hiervon für das Jahr 2022 in Höhe von T€ 7.363.

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse des Konzerns (T€ 217.544) verteilen sich wie folgt auf einzelne Tätigkeitsbereiche bzw. geographische Regionen:

Segmentierung nach Tätigkeitsbereichen: Inland Ausland Gesamt
T€ T€ T€
Transport & Logistik 111.708 95.734 207.442
Gewerbeflächenvermietung 6.798 0 6.798
Sonstige 3.304 0 3.304
Summe 121.810 95.734 217.544

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Rückstellungsauflösungen (T€ 411), Gewinne aus Anlagenverkäufen (T€ 1.184) sowie sonstige periodenfremde Erträge (T€ 259).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 256 enthalten.

Die Zinsen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 35 wurden unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

VII. Sonstige Angaben

Es gab keine Vorgänge von besonderer Bedeutung die nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2021 stattgefunden haben und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind.

Das vom Konzernabschlussprüfer für 2021 berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 50 zzgl. Umsatzsteuer. Davon entfallen T€ 27 auf Abschlussprüfungsleistungen und T€ 23 auf Steuerberatungsleistungen. Die Abschlussprüfer der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften berechneten für 2021 ein Gesamthonorar in Höhe von T€ 92 zzgl. Umsatzsteuer. Auf Abschlussprüfungsleistungen entfallen davon T€ 66 und auf Steuerberatungsleistungen T€ 39.

Die ergänzenden Angaben zur Kapitalflussrechnung wurden im Lagebericht vorgenommen.

Im Jahresdurchschnitt 2021 wurden im Konzern insgesamt 1.131 Mitarbeiter (ohne Vorstand, Geschäftsführer und Auszubildende/Elternzeit) beschäftigt. Im Jahr 2021 waren 407 Angestellte und 724 gewerbliche Mitarbeiter tätig.

Alleiniger Vorstand der Fiwa AG ist Herr Klaus Finsterwalder.

Dem Aufsichtsrat gehören an:

Norbert Penke (AR-Vorsitzender), Sonthofen, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater bis 25.06.2021

Winfried Nusser (AR-Vorsitzender), Rudratshofen, Dipl. Betriebswirt ab 26.06.2021

Stefanie Finsterwalder, Kaufbeuren, Kauffrau

Anja Sati, Buchloe, Leitung Finanz- und Rechnungswesen der Finsterwalder Transport & Logistik GmbH

 

Kaufbeuren, den 14. April 2022

Fiwa AG

Klaus Finsterwalder, Vorstand

Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

Kapitalflussrechnung 2021 2020
T€ T€
Konzernjahresüberschuss 13.162 11.689
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 7.641 7.537
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -972 309
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.123 -1.360
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus LuL sowie anderer Aktiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) -2.759 1.524
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer Passiva (soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit) 885 -1.611
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 207 279
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 4.342 4.718
-/+ Ertragsteuerzahlungen -4.794 -4.423
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 16.589 18.662
+ Einzahlungen aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.394 3.099
+/- Einzahlungen/Auszahlungen aus dem Abgang/Zugang von Finanzanlagen 3.000 -3.000
- Auszahl. für Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielles AV -8.894 -3.838
+ Erhaltene Zinsen 3 3
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.497 -3.736
+ Auszahlungen für die Tilgung von (Finanz-)Krediten -1.333 -1.333
- Gewinnausschüttungen/Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter -738 -506
- Gezahlte Zinsen -210 -282
- Ausschüttungen an Gesellschafter -4.000 -3.000
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.281 -5.121
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 6.811 9.805
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.702 -3.103
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.513 6.702
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
Kasse, Bank 11.547 11.128
Cash-Pool 1.966 -4.426
13.513 6.702

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gewinnrücklagen Konzernbilanz-
gewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Summe
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage gesetzliche Rücklage andere Gewinnrücklagen
Stand 01.01.2020 50.000,00 150.065,48 5.000,00 9.228.038,26 33.581.705,66 43.014.809,40
gezahlte Dividende 0,00 0,00 0,00 0,00 -3.000.000,00 -3.000.000,00
Jahresergebnis 2020 0,00 0,00 0,00 0,00 10.951.675,78 10.951.675,78
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhung gez. Kapital 950.000,00 0,00 0,00 -200.000,00 -750.000,00 0,00
Stand 31.12.2020 1.000.000,00 150.065,48 5.000,00 9.028.038,26 40.783.381,44 50.966.485,18
gezahlte Dividende 0,00 0,00 0,00 0,00 -4.000.000,00 -4.000.000,00
Jahresergebnis 2021 0,00 0,00 0,00 0,00 12.579.381,22 12.579.381,22
Gutschrift auf Gesellschafterkonten 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhung gez. Kapital 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31.12.2021 1.000.000,00 150.065,48 5.000,00 9.028.038,26 49.362.762,66 59.545.866,40
Minderheitenkapital Konzerneigen-
kapital
Nicht beherrschende Anteile
Stand 01.01.2020 142.115,70 43.156.925,10
gezahlte Dividende 0,00 -3.000.000,00
Jahresergebnis 2020 737.948,42 11.689.624,20
Gutschrift auf Gesellschafterkonten -737.730,41 -737.730,41
Kapitalerhöhung gez. Kapital 0,00 0
Stand 31.12.2020 142.333,71 51.108.818,89
gezahlte Dividende 0,00 -4.000.000,00
Jahresergebnis 2021 582.218,88 13.161.600,10
Gutschrift auf Gesellschafterkonten -582.063,18 -582.063,18
Kapitalerhöhung gez. Kapital 0,00 0,00
Stand 31.12.2021 142.489,41 59.688.355,81

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.12021

A. Grundlagen des Konzerns

Das Unternehmen Finsterwalder wurde 1937 als Transportunternehmen gegründet und hat sich erfolgreich zu einem Transport- und Logistikdienstleister entwickelt. Die Finsterwalder-Gruppe mit Sitz in Türkheim und Kaufbeuren (Allgäu) sowie weiteren Standorten in Halle (Saale), Gelsenkirchen, Venlo (NL), Wien (AT) und Tartu (EE) bietet komplexe Logistiklösungen für Industrie und Handel. Mit den Geschäftsfeldern Transport, Logistik, Fulfillment, Lagerlogistik und Railport übernimmt die Gesellschaft mit eigenen Lastkraftwagen und festen Transportpartnern Komplett- und Teilladungen sowie Stückgut im systemgeführten Verbund von Cargoline. Weitere wichtige Bausteine für bedarfsgerechte Logistiklösungen sind, bundesweit verteilt, 330.000 Quadratmeter Hallen- und 110.000 Quadratmeter Freilagerfläche.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliches Umfeld, Branche und Unternehmen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020 (auch kalenderbereinigt). "Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen", sagte Dr. Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes, bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2021" in Wiesbaden. "Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat", so Thiel weiter. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger.

Industrie und Dienstleistungen leicht erholt

Im Vergleich zum vorangegangenen Krisenjahr 2020, in dem die Produktion im Zuge der Corona-Pandemie teilweise massiv eingeschränkt worden war, hat sich die Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht.

Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im Verarbeitenden Gewerbe deutlich um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die meisten Dienstleistungsbereiche verzeichneten gegenüber 2020 merkliche Zuwächse. So nahm die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister, zu denen Forschung und Entwicklung, Rechts- und Steuerberater sowie Ingenieurbüros zählen, um 5,4 % zu. Im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel das Wirtschaftswachstum aufgrund der anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen mit einem Plus von 3,0 % etwas verhaltener aus. Lediglich im Baugewerbe, in dem die Corona-Pandemie im Jahr 2020 keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, ging die Wirtschaftsleistung 2021 gegenüber 2020 leicht um 0,4 % zurück.

Trotz der Zuwächse im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Wirtschaftsbereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. So lag die Wirtschaftsleistung im Verarbeitenden Gewerbe 2021 noch 6,0 % unter dem Niveau von 2019. Die sonstigen Dienstleister, zu denen neben Sport, Kultur und Unterhaltung auch die Kreativwirtschaft zählt, waren besonders stark von der anhaltenden Corona-Pandemie beeinträchtigt. Hier lag die preisbereinigte Bruttowertschöpfung 2021 sogar noch 9,9 % unter dem Vorkrisenniveau. Im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit wurde der Rückgang der Wirtschaftsleistung aus dem Krisenjahr 2020 im Jahr 2021 nahezu kompensiert. Das Baugewerbe und der Bereich Information und Kommunikation konnten sich in der Pandemie behaupten und ihre Wirtschaftsleistung im Vergleich zu 2019 merklich steigern.

Erholung im Außenhandel und bei Investitionen, Staatskonsum weiter gestiegen

Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und sind damit noch weit von ihrem Vorkrisenniveau entfernt. Die Konsumausgaben des Staates waren auch im Jahr 2021 eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus im zweiten Jahr der Corona-Pandemie preisbereinigt um weitere 3,4 %. Der Staat gab vor allem mehr Geld aus, um die im Frühjahr 2021 flächendeckend eingeführten kostenlosen Antigen-Schnelltests und die Corona-Impfstoffe zu beschaffen sowie Test- und Impfzentren zu betreiben.

Die Bauinvestitionen legten im Jahr 2021 aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material nur noch um 0,5 % zu, nachdem sie zuvor fünf Jahre in Folge stärker gewachsen waren. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde im Jahr 2021 preisbereinigt 3,2 % mehr investiert, allerdings nach einem starken Rückgang im Krisenjahr 2020.

Der Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte preisbereinigt 9,4 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig um preisbereinigt 8,6 % zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019.

Arbeitsmarkt in weiterhin schwierigem Umfeld robust

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige nun in anderen Wirtschaftsbereichen oder anderen Beschäftigungsverhältnissen als zuvor. Beschäftigungsgewinne gab es im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+2,2 %), im Bereich Information und Kommunikation (+2,4 %) sowie im Baugewerbe (+1,2 %). Dagegen kam es im Handel, Verkehr und Gastgewerbe wie schon im Jahr zuvor zu Beschäftigungsverlusten (-1,8 %). Die Zahl geringfügig Beschäftigter und Selbstständiger nahm 2021 weiter ab, während mehr Erwerbstätige sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren.

Laut Pressemitteilung Nr. 20 vom 14.01.2022 des Statistischen Bundesamtes.

Branche

Wie die unten stehende Grafik zeigt, ist 2021 der Transportanteil in Deutschland am Güterverkehr geringfügig unter dem Vorjahresniveau, soll aber bis 2024 wieder auf 72,7 % ansteigen, wenn auch das Wachstum nicht mehr so erheblich ist, wie in den Jahren zuvor.

Anteil der Lkw an der Transportleistung im Güterverkehr in Deutschland in den Jahren von 2013 bis 2024 (laut Modal-Split, veröffentlicht unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/12195/umfrage/anteil-der-lkw-am-gueterverkehr-in-deutschland/1/)

Lastkraftwagen sind die am stärksten genutzten Verkehrsmittel im Güterverkehr in Deutschland. Die Angaben beziehen sich auf Landverkehrsträger. Dazu zählen neben der Straße auch die Schiene, Binnenwasserstraßen sowie Rohrfernleitungen.

Steigende Transportleistung auf der Straße

Seit dem Jahr 2004 ist die Transportleistung im Güterverkehr auf der Straße tendenziell gestiegen. Im Jahr 2000 belief sich die Transportleistung im Straßengüterverkehr noch auf etwa 346 Milliarden Tonnenkilometer. Im Jahr 2019 waren es fast 499 Milliarden Tonnenkilometer.

Alternativen zur Straße

Die in Deutschland vorherrschende Dominanz des Transports von Gütern auf der Straße wird oft durch Umwelt- oder Interessenverbände kritisiert. Dabei wird eine Verlagerung der Transporte vom Lkw auf die Schiene gefordert. Dadurch wären erhebliche Einsparungen bei den Emissionen von Stickoxiden möglich. Gemessen an den geplanten Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur, setzt die Bundesregierung auch in Zukunft besonders auf den Gütertransport per Lastkraftwagen.

Unternehmen

Trotz der Corona-Krise ist es dem Konzern gelungen den Umsatz um 6,8 % im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen.

Bei den Gestehungskosten bzw. Einkaufskonditionen blicken wir auf ein sehr volatiles Geschäftsjahr zurück. Dies führte zu teilweise verbesserten Einkaufkonditionen. Es konnten aber auch Preisanpassungen am Markt durchgesetzt werden, was insgesamt zu einem verbesserten Rohergebnis von 6,3% führte.

Die in 2021 getätigten Neuinvestitionen betrafen die Bereiche schwere Nutzfahrzeuge, IT, Lagertechnik inkl. Flurförderfahrzeuge, sowie den Austausch bzw. die Erneuerung des Fuhrparks.

Transport

Das Geschäftsjahr zeichnete sich durch einen nicht unerheblichen Anstieg der Treibstoffkosten im 3. und 4. Quartal ab. Ebenso haben sich die Probleme ausreichendes Fahrerpersonal zu bekommen nochmals verstärkt. Trotz dieser Widrigkeiten haben wir uns entschlossen den eigenen Fuhrpark aufzustocken. Dies geschah im Hinblick auf die Versorgungssicherheit unserer zugesagten Transportmengen. Diese Entscheidung war rückwirkend betrachtet absolut richtig, auch wenn dadurch unsere Fixkostenbelastung angestiegen ist.

Wie auch in den Vorjahren wurden alle gesetzlichen Schulungsmaßnahmen durchgeführt. Zusätzliche Sprachkurse für unsere Mitarbeiter haben die Zusammenarbeit vereinfacht und verbessert.

Das Dauerthema Einsparung von Treibstoff wurde auch permanent an allen Standorten weiter betrieben, somit konnte das bisherige Niveau etwas verbessert werden.

Im Bereich Systemverkehre ist die Finsterwalder-Gruppe Franchisepartner im Cargoline bzw. Cargoline International-Verbund.

Logistik

Finsterwalder bietet Logistiklösungen für Unternehmen aus verschiedenen Branchen; hierzu zählen Kunststoffe, Automotive, Maschinenbau, Papier, Lebensmittel und andere. Schwerpunkte der Tätigkeiten, welche in Anlagen bei den Kunden in eigenen oder in angemieteten durchgeführt werden, sind:

Ein- und Auslagerung von palettierter Ware

Kommissionierung, Konfektionierung, Displaybau

Sortierung, Umverpackung, Neutralisierung, Umfüllung, Silierung, Folierung

Beschaffung, Bevorratung, Reinigung, Management von Packmitteln

Musterversand

LKW-Abfertigung incl. Dokumentation, Verwiegung und Sicherheitscheck

Zollabfertigung (Im- und Export)

Value Added Services an Maschinen, Aggregaten und Bauteilen

Handling und Versand von anspruchsvollen Bauteilen aller Größen und Gewichte bis 27t

Umladen von Großkomponenten zwischen Bahn und LKW

(E-Commerce-) Fulfillment

Retourenmanagement

Eine hochmoderne und flexibel skalierbare IT-Lösung bildet die Grundlage zur Abdeckung der dynamischen Kundenanforderungen. Ein hauseigenes, mehrköpfiges Team passt die IT-Lösungen an die Anforderungen an und entwickelt diese mit dem Hersteller weiter.

Lagerhaltung

In diesem Segment bietet die Unternehmensgruppe umfangreiche Hallen- und Freiläger in Ost-, West- und Süddeutschland an. Im Bereich der Gefahrstofflagerung ist insbesondere das für 2.400 Tonnen brennbare Flüssigkeiten genehmigte Gefahrstofflager in Halle zu nennen. Die Läger verfügen teilweise über einen Gleisanschluss und sind aufgrund ihrer Dimensionierung und Ausstattung sowohl zur Abwicklung von Massengutgeschäften/Palettenhandling, Lagerung von Großbauteilen als auch zur Feinkommissionierung geeignet. Zwei eigene Schienen-Rangierfahrzeuge versetzen uns in die Lage, auch komplette Güterzüge in Empfang zu nehmen bzw. zu versenden. Die Läger sind als Block-, Paletten- oder Fachbodenlager konzipiert. Die Flurfördertechnik wird durch ein Transportmanagementsystem gesteuert und durch Deckenkräne bis zu 20t Tragkraft ergänzt.

Die Lagerabwicklung erfolgt systemgeführt und unter Einsatz moderner Scannertechnik. Die zum Teil temperaturgeführten und mit Schädlingsmonitoring überwachten Lagerbereiche versetzen uns in die Lage, insbesondere auch im Bereich der Lebensmittellagerung große Lagervolumen aufzunehmen. Zertifizierungen der Läger nach IFS, HACCP, SQAS und weitere sind je nach Anforderung gelebte Praxis.

Der Sicherheitsstandard kann als überdurchschnittlich bezeichnet werden; zur Ausstattung gehören Rauch- und Brandmeldeeinrichtungen, Gaswarnsensoren, Sprinkleranlagen, Schaumlöschanlagen sowie automatische Entrauchungs- bzw. Absaugsysteme. An fast allen Standorten sind Einbruchmelde- bzw. Videoüberwachungsanlagen installiert und dienen der Sicherheit der eingelagerten Güter. Finsterwalder ist Inhaber von Zolllagern, den entsprechenden zollrechtlichen Präferenzen sowie von Kunden angemeldeten und durch die Unternehmensgruppe bewirtschafteten Steuerlagern (Kaffeesteuer, Weinsteuer, Branntweinsteuer, etc.). Zusätzlich werden die Läger durch Sicherheitsunternehmen bewacht, insbesondere dann, wenn es sich um sensible Güter handelt.

Mehrere Unternehmen der Gruppe sind nach AEO-Kriterien zertifiziert, außerdem orientieren sich die Sicherheitskriterien der Neubauten an die Regularien "TAPA-B".

Qualitätsstandards:

Unsere Kunden, die Umwelt und die Sicherheit sind uns wichtig. Deshalb lassen wir uns regelmäßig nach international anerkannten Standards zertifizieren:

DIN EN ISO 9001 für höchste Qualität

Wir lenken und gestalten unsere Prozesse nach der gültigen DIN Norm. Damit garantieren wir unseren Kunden überdurchschnittlichen Service bei höchster Qualität.

DIN EN ISO 14001 für umweltorientierte Prozesse

Wir nehmen die Verantwortung für unsere Umwelt ernst. Deshalb verfolgen wir unsere Umweltziele seit 2003 konsequent mit einem auditierten Umweltmanagementsystem.

SQAS nach CEFIC für den Transport chemischer Güter

Wir sichern den Transport gefährlicher Güter nach den Normen des europäischen Verbands der Chemischen Industrie (CEFIC) in regelmäßigen Safety and Quality Assessments (SQAS).

DIN EN ISO 22000 für höchsten Verbraucherschutz

Wir kennen die kritischen Punkte im Umgang mit Lebensmitteln. Zum Schutz der Verbraucher steuern wir unsere Prozesse nach dem HACCP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Points).

s.a.f.e.plus - Zertifikat

Höchste Sicherheit für Ihre Produkte - das garantieren wir!

IFS Logistik Zertifikat: Schutz des Verbrauchers im Lebensmittelbereich

Wir erfüllen die hohen Anforderungen in Bezug auf Hygiene, Sauberkeit, Rückverfolgbarkeit, Schädlingsbekämpfung etc. auf einem hohen Niveau.

Responsible Care - verantwortliches Handeln

Wir verbessern kontinuierlich und nachhaltig unsere Umwelt- Gesundheits- und Sicherheitsstandards.

Bio Zertifikat

Logistik und Lagerung von Bio Produkten

Authorized Economic Operator - Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter

Wir sind ein im EU Zollrecht geprüftes Unternehmen und genießen Privilegien in Zollverfahren mit wirtschaftlicher Beteiligung.

II. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Umsatzentwicklung

Der Finsterwalder-Konzern ist in den Bereichen Transport und Logistik, Fulfillment, Lagerhaltung sowie Vermietung von Immobilien tätig.

Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr um 13,9 Mio. € bzw. 6,8 % auf 218 Mio. € gesteigert werden. Der deutlichste Umsatzzuwachs von 14,8 Mio. bzw. 7,3 % auf 207,4 Mio. € erfolgte im Bereich Transport und Logistik. Das Inlandsgeschäft konnte 111,7 Mio. € (Vj. 108,2 Mio. €) und das Auslandsgeschäft 95,7 Mio. € (Vj. 84,5 Mio. €) Umsatz erzielen.

Investition und Finanzierung

Konzernweit wurden 8,9 Mio. € in das Anlagevermögen investiert. Davon entfielen 7,5 Mio. € auf den Austausch des Fuhrparks und 1,4 Mio. € in IT und Lagertechnik.

Die Finanzierung erfolgte aus dem Finanzmittelfonds. Gegenüber der Bank besteht ein Kredit über 833 T€ mit einer Restlaufzeit von unter 1 Jahr.

Personal- und Sozialbereich

Um den sich wandelnden Anforderungen in unserem Arbeitsumfeld gerecht zu werden und das gewohnt hohe Qualitätsniveau in der Erbringung unserer Dienstleistungen zu erhalten, führen wir regelmäßig Weiterbildungsmaßnahmen durch, die die fachliche aber auch persönliche und führungstechnische Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter umfasst.

Hierzu zählen Fahrerschulungen für ökonomisches Fahren, Gefahrgutschulungen, Ladungssicherungskurse, Erste-Hilfe-Kurse, Workshops z.B. DMS (digitalisierte Finanzbuchhaltung), SAP R 3 und Schulungen zum Steuer- und Personalrecht sowie zur Speditionssoftware, Fremdsprachenkurse sowie Weiterbildungen zum Verkehrsfachwirt und Ausbildereignungsprüfungen. Führungsseminare, Schulungen zur Persönlichkeitsbildung und zur Selbstorganisation sowie Seminare zum Zollrecht und zur IATA-Zertifizierung ergänzen dieses Portfolio.

Unterstützt werden diese Maßnahmen durch eine e-learning-Plattform, die allen Mitarbeitern die Möglichkeit bietet, aus einer Vielzahl von Kursen bedarfsgerecht auszuwählen.

In den Geschäftsfeldern Transport, Logistik und Lagerhaltung bildet das traditionsreiche Familienunternehmen praxisnah entlang der gesamten Logistikkette aus. Wir weisen eine Ausbildungsquote von rd. 7,5% aus. Finsterwalder beschäftigte im Ausbildungsbereich am Jahresende 2021 insgesamt 85 Auszubildende in den Ausbildungsberufen Speditionskaufleute (32), Bürokaufleute (7), Fachkräfte für Lagerwirtschaft (33), Fachinformatiker (1), Berufskraftfahrer (8) und Nutzfahrzeugmechatroniker (1) sowie BA-Studenten (3).

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich im Berichtsjahr um 1,0 Mio. auf 17,7 Mio. €, wobei aufgrund der Vollkonsolidierung der MKL Mitteldeutsche Kunststoff-Logistik GmbH & Co. KG und der MKL Mitteldeutsche Kunststoff-Logistik Verwaltungs GmbH der Gewinnanteil anderer Gesellschafter enthalten ist. Die Ergebnissteigerung ist auf ein um 6,3 % verbessertes Rohergebnis, sowie einem nur moderaten Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen.

Der auf die Finsterwalder Gruppe entfallende Konzernjahresüberschuss erhöhte sich von 10,9 Mio. € in 2020 auf 12,6 Mio. € in 2021.

Die Vermögens- und Finanzlage ist weiterhin als stabil zu bezeichnen. Die Eigenkapitalquote ist von 54,6 % in 2020 auf 59,1 % in 2021 angewachsen.

Das langfristige Anlagevermögen ist zu 156 % (Vj. 125 %) durch das Eigenkapital finanziert.

Der operative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt mit 16,6 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres (18,7 Mio. €). Im Investitionsbereich blieb der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit mit -3,5 Mio. € (Vj. -3,7 Mio. €) nahezu auf Vorjahresniveau. Hierbei sind die Auszahlungen von 8,9 Mio. € zum größten Teil auf den Fuhrpark zurückzuführen. Einzahlungen von 3,0 Mio. € betreffen das Finanzanlagevermögen und 2,1 Mio. € den Verkauf von Sachanlagevermögen. Insbesondere durch die Tilgung des Bankdarlehens von 1,3 Mio. € und der Ausschüttungen von insgesamt 4,7 Mio. € hat sich der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr von -5,1 Mio. € auf -6,3 Mio. € erhöht. Insgesamt stieg der Bestand an liquiden Mitteln im Geschäftsjahr 2021 mit 11,5 Mio. € (Vj. 11,1 Mio. €) leicht an.

IV. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung der Finsterwalder Gruppe erfolgt im Wesentlichen anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, operatives Ergebnis (EBIT) und Investitionen. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren stehen überwiegend die Schulungs- und Förderangebote für unsere Mitarbeiter sowie die Auszubildendenquote des Unternehmens im Vordergrund.

V. Gesamtaussage

Im Geschäftsjahr 2021 sind unsere Umsatzerlöse um 6,8 % angewachsen. Dies ist besonders auf einen mengenmäßigen Zugang im nationalen sowie internationalen Transport zurückzuführen. Das operative Ergebnis ist aufgrund des unterproportionalen Anstiegs des Material- sowie Personalaufwands gestiegen. Die Investitionen in 2021 flossen überwiegend in den Austausch des Fuhrparks.

Wie in unserem Konzernlagebericht 2020 für 2021 aufgeführt, nahmen wir ein Wirtschaftswachstum von 5 % an. Dies wurde gesamtwirtschaftlich mit 2,7 % nicht erreicht. Das Konzernwachstum mit einem Plus von 6,8 % übertraf erfreulicherweise die Prognose signifikant. Diesen Umsatzzuwachs konnten wir auch durch Preisanpassungen realisieren. Wie prognostiziert, sind sowohl die Transportraten als auch die Personalkosten nicht unerheblich angestiegen. Die von uns befürchteten weiteren Lockdowns waren nur von geringer Auswirkung und hatten wenig Einfluss auf unser Ergebnis. All dies führte auch zu Ergebnisverbesserung.

C. Risiko- und Chancenbericht

Der Fiwa-Konzern ist ein international agierender Logistik-Konzern. Im Folgenden werden wichtige Risikobereiche identifiziert, aber auch die sich aus der Marktsituation ergebenden besonderen Chancen beschrieben.

• Finanzrisiken

Der Fiwa-Konzern ist aufgrund der Struktur der Bilanz sowie seiner Geschäftstätigkeit nur geringen Währungs-, Zins- und Kreditrisiken ausgesetzt.

• Zinsrisiko

Ein Zinsrisiko, d.h. eine Wertveränderung des Finanzinstruments (Fair Value Risiko) bzw. der künftigen Zahlungen aus einem Finanzinstrument (Cashflow-Risiko) aufgrund von Marktzinssatzänderungen liegt vorwiegend bei Vermögensgegenständen und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr vor.

Die Gesellschaft hält ihre liquiden Mittel und die Liquiditätsreserven fast ausschließlich im Bereich variabel verzinslicher kurzfristiger Geldanlagen vor, die keinen nennenswerten Kursschwankungen unterliegen.

Die per 31.12.2021 ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 833 T € wurden für die konzerninterne Umschuldung von Investitionsmaßnahmen aufgenommen. Die Zinsen hierfür sind auf 10 Jahre festgeschrieben. Der Tilgungsplan sieht die vollständige Tilgung innerhalb von 0,6 Jahren vor, da nur ein Teilbetrag des zugewiesenen Darlehens abgerufen wurde. Verbundverbindlichkeiten in Höhe von 11,8 Mio. € stehen Verbundforderungen von 13,8 Mio. € im Rahmen einer Konzernfinanzierung gegenüber.

Das Zinsrisiko wird daher insgesamt als gering angesehen.

• Kreditrisiko

Für die Gesellschaft besteht ein Kreditrisiko dahingehend, dass der Wertansatz der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn die Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen.

Zur Minimierung der Kreditrisiken werden Geschäfte nur mit Kunden guter Bonität bzw. unter Einhaltung von vorgegebenen Risikolimits eingegangen. Unsere Forderungen sind weitestgehend über eine Warenkreditversicherung besichert, so dass bei diesen Forderungen nur ein Ausfallrisiko in Höhe des Selbstbehaltes besteht.

Das Kreditausfallrisiko für die ausgereichten Mieterdarlehen ist zu einem großen Teil dadurch abgesichert, dass der Fiwa-Konzern berechtigt ist, eigene Mietzahlungsverpflichtungen mit fälligen Annuitäten aus den Mieterdarlehen aufzurechnen. Die Kreditausfallrisiken wurden damit in angemessenem Umfang begrenzt und abgesichert und sind insgesamt als gering einzuschätzen.

• Arbeitsmarkt

In fast allen Bereichen der Unternehmensgruppe können wir freiwerdende bzw. offene Stellen nur schwer besetzen. Der Aufwand geeignete Mitarbeiter zu akquirieren ist enorm. Um weiterhin als Arbeitsgeber attraktiv zu bleiben, bieten wir individuelle Teilzeitmodelle sowie leistungsgerechte Entlohnungssysteme. Als Schwerpunkt bleibt in allen Unternehmensbereichen die Ausbildung von Fachkräften.

Mittlerweile steht die komplette Transportwirtschaft in Europa vor dem Problem Fahrermangel. Es bleibt nur zu hoffen das wir nicht Verhältnisse bekommen wie in Großbritannien, als die Supermarktregale zeitweise leer blieben. Deshalb sind wir nach wie vor gefordert die europaweite Akquise weiterzuführen, sowie im Bereich Löhne und Lohnnebenleistung uns den Forderungen des Marktes zu stellen.

Das Angebot an Ausbildungsplätzen wurde erneut erhöht, unteranderem durch Kooperationen mit Studieneinrichtungen und Schulen. Dennoch konnten nicht alle Ausbildungsplätze besetzt werden. Durch Zusammenarbeit mit Anbietern für e-Learning können wir trotz Corona bedingten Einschränkungen die initiierten Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen durchführen. Diese Medien werden wir verstärkt auch in Zukunft nutzen, für kaufmännisches wie gewerbliches Personal. Spitzen im Personalbedarf werden weiterhin durch temporäres Personal abgedeckt, die Kooperationen in diesem Bereich wurden verstärkt (z.B. durch On-Site Management Verträge mit Personaldienstleistern).

• IT-Risiken

Eine wesentliche Störung oder gar der Ausfall der zentralen IT-Systeme sowie externer Datenleitungen würde zu einer signifikanten Beeinträchtigung der Geschäftsprozesse und des operativen Geschäfts führen. Die Umsetzung der IT-Standards wie Backups, Firewalls, redundante Datenverbindungen, getrennte Serverstandorte, Notstromversorgungen und hohe Wartungslevels zielen auf eine Minimierung dieser Risiken ab. In diesem Bereich werden jährlich signifikante Beträge investiert, um technisch auf aktuellstem Stand zu sein.

Die Investitionen in die IT Sicherheit wurden im Geschäftsjahr 2021 weiterverfolgt. Insbesondere die Absicherung der Remotezugriffe aus dem Home-Office durch einen 2. Faktor (2FA), die Analyse der vorhandenen Sicherungsmaßnahmen durch externe Auditoren und die Analyse der vorhandenen Infrastruktur auf Schwachstellendurch auf externe Experten zur Abwendung der IT-Risiken.

Zusammenfassend ist einzuschätzen, dass Maßnahmen zur wirksamen Begrenzung der Risikofaktoren umgesetzt worden sind und gute Chancen bestehen, die Unternehmensentwicklung der vergangenen Jahre fortzusetzen. Dennoch bleibt anzumerken, dass eine gezielte Attacke durch international agierende Hackerbanden eine ernstzunehmende Bedrohung darstellt.

• Schaden-Risiken

Transportaufträge unterliegen überwiegend den Allgemeinen Deutschen Spediteursbedingungen oder internationalen Abkommen, die das Haftungsrisiko für den Spediteur begrenzen. Logistikprojekte werden über komplexe Vertragswerke geregelt, welche explizit bei der Versicherung eingedeckt werden. Generell sind Haftungsrisiken bei Schadensfällen durch Versicherungen abgedeckt.

Eine permanente Überprüfung unserer Haftungsrisiken aller Art durch Externe wie Interne ergänzt unsere Vorsorge.

• Transportgeschäft

Die Dominanz der LKW Verkehre im europäischen Landverkehr ist nach wie vor ungebrochen. Durch die Aufstockung unserer Fahrzeugkapazitäten haben wir zur Stabilisierung der Lieferfähigkeit unserer Kunden beigetragen. Die durchaus höheren Kosten der Vorhaltung von Fahrzeugequipment und Fahrern wurde durch Preisanpassung Rechnung getragen. Das Ziel ist unbedingt ein starker eigener Fuhrpark, neben dem Einsatz von festfahrenden Unternehmern sowie die Hinzuziehung von Fahrzeugen aus dem Spotmarkt. Ein Schwerpunkt unserer Leistung sind nationale wie internationale Komplettladungsverkehre, welche in erheblichen Umfang zugenommen haben. Lediglich die Nordafrikaverkehre sind durch die Probleme in der Automobilindustrie hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dieses Segment wird weiterhin stark forciert.

• Immobilienvermietung

Der Bedarf an Lagermöglichkeiten ist, insbesondere auch durch die komplexen Lieferketten und die anhaltend langen Bevorratungszyklen, weiterhin ungebrochen. Finsterwalder vermietet an Kunden zur Selbstbewirtschaftung Lager- und Büroflächen, der Vermietstand ist hoch. Weiterhin wurden in 2021 Mieter mit Mietnachlässen, Stundungen oder sonstiges Zugeständnissen unterstützt, um die wirtschaftlichen Turbulenzen überstehen.

Sofern Finsterwalder selbst als Mieter am Markt auftritt, müssen marktübliche Mieten bezahlt werden - diese sind in 2021 spürbar gestiegen, ein Ende dieses Trends ist nicht absehbar.

• Risikomanagement

Unternehmensgefährdende Risiken sind derzeit nicht erkennbar. Die üblichen Schadensereignisse sind versicherungstechnisch gedeckt bzw. werden bei Notwendigkeit angepasst. Die Risiken durch mögliche Zahlungsausfälle werden durch ein stringentes Forderungsmanagement sowie durch eine Kreditversicherung eingegrenzt. Durch unser breites Kundenspektrum sind wir für Konjunktureinbrüche welche einzelne Industriezweige betreffen nur sehr gering gefährdet. Wichtig ist und bleibt, dass unsere Kundenbasis aus Industriekunden mit guter Bonität besteht.

D. Prognosebericht

Nachdem uns am 24.02.2022 die Nachricht von einem Angriffskrieg auf die Ukraine überrascht hat und damit eine funktionierende Transportwirtschaft in Europa von der einen auf die andere Minute in Frage gestellt wurde ist eine Prognose nur mit einer sehr hohen Ungenauigkeit zu erstellen. Wir rechnen für 2022 mit einem Umsatzwachstum zwischen 5 - 10 %.

Fest steht nur, dass wir bisher von einer sehr hohen Nachfrage nach Transportraum überrollt wurden, welche trotz äußerster Kraftanstrengung nur bedingt Rechnung getragen werden konnte.

Nachdem ein Großteil der europäischen Transportunternehmer aus Osteuropa, insbesondere aus Polen stammt, gab es hier relativ große Störungen. Die polnischen Unternehmer leiden wie wir unter einem Fahrermangel. Traditionsgemäß werden in Polen viele ukrainische Kraftfahrer eingesetzt, die kriegsbedingt größtenteils nicht mehr für den internationalen Fernverkehr zur Verfügung stehen.

Dies führte zu einer Verknappung von Laderaum und zu steigenden Frachtraten. Voraussichtlich wird dieser Mangel an Fahrzeugen aus Polen anhalten oder sich sogar noch verschärfen. Deshalb haben wir erneut unsere eigene Fahrzeuganzahl erhöht. Diese Anpassung der Fahrzeuganzahl bringt einen nicht unerheblichen Fixkostenschub mit sich. Deshalb sind wir sicher mit einem, wenn auch teurerem, Equipment unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Unsere Umsatzerwartung liegt über der letztjährigen. Die im Jahr 2021 vorherrschenden Probleme, verursacht durch Corona, sind aus unserer Sicht mittlerweile zur Nebensache geworden, da die Störung der Lieferketten, durch den Ukraine Krieg, dominieren.

Zusammenfassend sehen wir gute Chancen bei hohen Kosten, welche wir an den Markt weitergeben. Mit Zuversicht rechnen wir mit einem guten Unternehmensergebnis für 2022 mindestens auf dem Niveau von 2021.

 

Kaufbeuren, 21 April 2022

Fiwa AG

Klaus Finsterwalder, Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Fiwa AG, Kaufbeuren

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Fiwa AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Fiwa AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob ein wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneten Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 09. Juni 2022

Akanthus GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Andreas Koller, Wirtschaftsprüfer

Bianca Baumgärtner-Baedeker, Wirtschaftsprüferin

Entwicklung des Konzernanlagevermögens der Fiwa AG, Kaufbeuren für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2021

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 1.900.375,32 28.766,95 61.200,00 184.591,53 1.805.750,74
2. Firmenwert 160.000,00 - - - 160.000,00
3. geleistete Anzahlungen 61.200,00 - -61.200,00 - -
2.121.575,32 28.766,95 - 184.591,53 1.965.750,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 32.437.118,11 764.210,91 224.379,01 - 33.425.708,03
2. technische Anlagen und Maschinen 34.964.956,49 7.486.906,60 -176.751,00 4.363.386,32 37.911.725,77
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.805.186,51 614.169,84 - 477.179,52 6.942.176,83
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47.628,01 - -47.628,01 - -
74.254.889,12 8.865.287,35 - 4.840.565,84 78.279.610,63
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 3.036.388,68 - - 3.000.057,73 36.330,95
79.412.853,12 8.894.054,30 - 8.025.215,10 80.281.692,32
Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge Zuschreibung 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 1.474.469,32 174.796,95 129.814,53 - 1.519.451,74
2. Firmenwert 28.000,00 16.000,00 - - 44.000,00
3. geleistete Anzahlungen - - - - -
1.502.469,32 190.796,95 129.814,53 - 1.563.451,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.423.313,83 1.272.922,60 - -11.188,83 12.685.047,60
2. technische Anlagen und Maschinen 21.810.187,49 5.316.782,60 3.605.659,32 - 23.521.310,77
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.936.287,51 871.933,84 470.723,52 - 4.337.497,83
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - -
37.169.788,83 7.461.639,04 4.076.382,84 -11.188,83 40.543.856,20
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens - - - - -
38.672.258,15 7.652.435,99 4.206.197,37 -11.188,83 42.107.307,94
Buchwert
31.12.2021 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. EDV-Software 286.299,00 425.906,00
2. Firmenwert 116.000,00 132.000,00
3. geleistete Anzahlungen - 61.200,00
402.299,00 619.106,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.740.660,43 21.013.804,28
2. technische Anlagen und Maschinen 14.390.415,00 13.154.769,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.604.679,00 2.868.899,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - 47.628,01
37.735.754,43 37.085.100,29
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 36.330,95 3.036.388,68
38.174.384,38 40.740.594,97

BERICHT DES AUFSICHTSRATES AN DIE HAUPTVERSAMMLUNG DER FIWA AG, KAUFBEUREN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

1. In unserer durch Gesetz und Satzung übertragenen Aufgabe, den Vorstand zu beraten und seine Geschäftsführung zu überwachen, sind wir vom Vorstand über die wesentlichen Entwicklungen und Ereignisse regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet worden. Es wurden uns alle Sachverhalte vorgelegt, die der Entscheidung durch den Aufsichtsrat bedurften. Zwischen den Sitzungen wurden wir vom Vorstand über wichtige Vorgänge mündlich und schriftlich informiert.

Der Vorstand hat regelmäßig über die Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung und -planung, der Strategie, der finanziellen Entwicklung und Ertragslage des Unternehmens einschließlich der Tochtergesellschaften sowie Geschäfte, die für das Unternehmen von erheblicher Bedeutung waren, berichtet. Aktuelle Einzelthemen und Entscheidungen wurden in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand und einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand durch Hinweise und Empfehlungen unterstützt. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat war vertrauensvoll.

Ausführlich wurden die Wachstumschancen des Unternehmens als nationaler und internationaler Dienstleister, die organisatorische Weiterentwicklung der Geschäftsbereiche und die weiteren Investitionen in den einzelnen Geschäftsfeldern Transport, Lagerhaltung und Logistik diskutiert. Ferner wurden die Auswirkungen auf die FIWA AG aus der Corona Pandemie ausführlich besprochen.

2. Im Geschäftsjahr 2021 fanden 2 Aufsichtsratssitzungen statt an der alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen haben.

In der Aufsichtsratssitzung am 25.6.21 wurde die Prüfungsberichte des Einzelabschlusses 2020 und des Konzernabschlusses 2020 im Beisein der Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 gebilligt.

Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag des Vorstandes an die Aktionäre eine Dividende von 4.000.000,-- € auszuschütten, geprüft und gebilligt.

In der Aufsichtsratssitzung am 19.11.21 berichtete der Vorstand ausführlich über die laufende Geschäftsentwicklung des Geschäftsjahres 2021, über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und über konkrete Geschäfte, die für die Rentabilität und Liquidität von erheblicher Bedeutung sind.

3. Der Jahresabschluss 2021 wurde von der STG Schwäbische Treuhand Gesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Kaufbeuren geprüft.

Der Konzernabschluss 2021 und der Konzernlagebericht 2021 wurden von der Akanthus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München geprüft.

Aufsichtsrat und Vorstand wurden nach Beendigung der Prüfungen in der Aufsichtsratssitzung am 1.7.22 mündlich über das Ergebnis unterrichtet. Sämtliche Fragen des Aufsichtsrats wurden eingehend beantwortet. Die schriftlichen Prüfungsberichte, in denen die Abschlussprüfer den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt haben, hat der Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht des Vorstands, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht 2021 geprüft und mit den Abschlussprüfern und dem Vorstand erörtert. Es ergaben sich keine Beanstandungen. Der Jahresabschluss 2021 und der Konzernabschluss 2021 wurden in der Aufsichtsratssitzung am 1.7.22 gebilligt.

Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Der Aufsichtsrat hat keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstands erhoben.

4. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaften für ihre erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr Dank und Anerkennung aus.

 

Apfeltrang 01.07.2022

Für den Aufsichtsrat

Winfried Nusser

Nachrichten & Medien

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Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
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