Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 13844 HL
Eingetragen
16.12.2005
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit Tabakwaren
Gegenstand
Der Handel mit nicht erlaubnispflichtigen Waren aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Fritzsche
seit 21.6.2024
Prokura
Timo Jens Steinberg
seit 30.3.2022
Geschäftsführer
Oliver Tralow
seit 9.10.2014
Prokura
Adrian Boltze
seit 14.4.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Alberto GmbH

Braak

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021/2022

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM MUTTERUNTERNEHMEN

Firma: Alberto GmbH
Sitz: Braak
Registergericht: Amtsgericht Lübeck
Registernummer: HRB 13831 HL

B. VORBEMERKUNGEN

Der Konzernabschluss der Alberto GmbH, Braak, für das zum 31. März 2022 abgelaufene Geschäftsjahr ist unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des Handelsgesetzbuches zur Konzernrechnungslegung nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt worden.

Zur Klarheit der Darstellung werden alle nach den gesetzlichen Vorschriften zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt. Dies gilt auch für Vermerke, die nach den gesetzlichen Vorschriften in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung zu zeigen sind.

Der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung liegt das Gesamtkostenverfahren zugrunde.

C. KONSOLIDIERUNGSKREIS

Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes ist als Anlage 2 zum Anhang beigefügt.

Darüber hinaus hält der Konzern zum Abschlussstichtag 100 % der Anteile an der LUCKY FIVE LIMITED, Hong Kong. Deren Eigenkapital beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 691 (THKD 6.105); das Jahresergebnis 2021 beträgt TEUR 1.059 (THKD 9.352). Auf die Einbeziehung wird aufgrund untergeordneter Bedeutung der Konsolidierung für das Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach § 296 Abs. 2 HGB verzichtet.

D. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Der Konzernabschluss wurde aus den nach handelsrechtlichen Grundsätzen aufgestellten Einzelabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften entwickelt.

Bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem des Konzernabschlusses zum 31. März 2022.

Die Einbeziehung der Tochtergesellschaften erfolgt grundsätzlich gemäß § 300 ff. HGB im Rahmen einer Vollkonsolidierung.

Die Kapitalkonsolidierung nach § 301 HGB alte Fassung (bis 29. Mai 2009) wurde nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem Eigenkapital der Tochtergesellschaft zum Zeitpunkt ihres Erwerbs oder ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss vorgenommen.

Aus der Kapitalkonsolidierung resultierende aktive Unterschiedsbeträge werden aktiviert und planmäßig erfolgswirksam über ihre jeweilige wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Ein sich ergebender negativer Unterschiedsbetrag wird gemäß § 309 Abs. 2 HGB ergebniswirksam aufgelöst.

Bei der Schuldenkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen eliminiert. Unterschiedsbeträge wegen unterschiedlicher Wertansätze haben sich nicht ergeben.

Nennenswerte Zwischenergebnisse werden gemäß § 304 HGB eliminiert und vom Konzernjahresergebnis gekürzt; im Berichtsjahr waren keine derartigen Zwischenergebnisse zu berücksichtigen.

Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden die Erträge aus konzerninternen Umsätzen, sonstigen Leistungen und Umlagen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach § 305 HGB mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

E. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden von den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen einheitlich angewandt und sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (Software) werden linear über einen Zeitraum von in der Regel drei Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungszeiträume entsprechen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung ggf. erforderlicher Wertberichtigungen bzw. mit dem Nennwert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert im Sinne des § 253 Abs. 4 Satz 2 HGB durch Vornahme angemessener Abschläge für Wertminderungen bewertet; Skonti werden als Anschaffungspreisminderungen behandelt.

Der Ansatz der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert abzüglich Wertberichtigungen für individuell ermittelte Einzel- und für Pauschalrisiken.

Fremdwährungsforderungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet worden.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Anwartschaftsbarwertverfahren) mit dem Erfüllungsbetrag auf der Basis eines durchschnittlichen Marktzinssatzes von 1,79 % (Vj.: 2,19 %) und der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, Köln, bewertet. Anpassungstrends und Fluktuation werden mit 0,00 % (Vj.: 0,00 %) angenommen. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert (= Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen) bewertet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen dem Grunde und der Höhe nach, wobei das Wertaufhellungsprinzip bis zur Bilanzaufstellung beachtet worden ist. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

F. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Gesellschafter.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von TEUR 4.217 (Vj.: TEUR 3.953) enthalten.

In der Bilanz zum 31. März 2022 wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 984 (Vj.: TEUR 922) mit Deckungsvermögen saldiert. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB aus der Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre (gegenüber dem der vergangenen sieben Geschäftsjahre) beträgt TEUR 743 (Vj.: TEUR 1.046).

In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von TEUR 4.910 (Vj.: TEUR 9.463) sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 3.795 (Vj.: TEUR 737) enthalten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von TEUR 2.831 (Vj.: TEUR 1.968) Verbindlichkeiten aus Steuern.

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten ergeben sich Restlaufzeiten von mehr als fünf Jahren in Höhe von TEUR 760 (Vj.: TEUR 707). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 14.389 (Vj.: TEUR 12.485) enthalten. Im Übrigen sind die Verbindlichkeiten sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

G. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind solche aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 319 (Vj.: TEUR 329) enthalten.

Der Personalaufwand entfällt in Höhe von TEUR 1.026 (Vj.: TEUR 211) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind solche aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 316 (Vj.: TEUR 382) enthalten.

In den Zinsaufwendungen sind TEUR 311 (Vj.: TEUR 369) Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthalten, die mit Erträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 14 (Vj.: TEUR 12) saldiert wurden.

H. SONSTIGE ANGABEN

Der Konzern hat zur Besicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einer Gesellschafterin technische Anlagen und Maschinen sicherungsübereignet. Die Verbindlichkeiten belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 11.563. Eine Inanspruchnahme ist nicht zu erwarten. Die Verbindlichkeiten dienen der Finanzierung des Büro- und Lagergebäudes des Konzerns. Die Bedienung der Verbindlichkeiten ist durch die laufenden Mietzahlungen gewährleistet.

Der Konzern beschäftigte im Jahresdurchschnitt insgesamt 234 Mitarbeiter (167 Angestellte und 67 gewerbliche Arbeitnehmer). Im Vorjahr wurden 225 Mitarbeiter beschäftigt (159 Angestellte und 66 gewerbliche Arbeitnehmer).

Nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB ist die Alberto GmbH dazu verpflichtet, das von dem Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar anzugeben, aufgeschlüsselt in das Honorar für

a) Abschlussprüfungsleistungen TEUR 60
b) Andere Bestätigungsleistungen TEUR 3
c) Steuerberatungsleistungen TEUR 39

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Per 31. März 2022 bestehen die Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 6.153 mit den folgenden Fälligkeiten:

TEUR
2022/2023 3.426
2023/2024 2.565
2024/2025 94
2025/2026 47
2026/2027 21
6.153

In den Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung werden der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten aufgenommen.

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft wurde im Geschäftsjahr wahrgenommen von:

 

Herrn Adrian Boltze

 

Herrn Andreas Floth (bis 6. April 2022)

 

Herrn Timo Steinberg (ab 6. April 2022)

Nach § 285 Nr. 33 HGB sind Vorgänge von besonderer Bedeutung, welche nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, anzugeben. Der Ausbruch des Ukraine-Krieges hat dazu geführt, dass ein kleiner Absatzmarkt für die Boltze Gruppe entfallen ist. Ergänzend dazu führen die weltweit gestiegenen Energiekosten zu einem reduzierten Einkaufsverhalten bei den Konsumenten, die sich auf den Geschäftsverlauf der Gruppe auswirken können. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nicht ergeben. Bezüglich vorstehenden Sachverhaltes wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

Das Mutterunternehmen, die Alberto GmbH, schlägt vor, den Jahresüberschuss in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Braak, den 15. November 2022

gez. Adrian Boltze

gez. Timo Steinberg

Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 21.02.2023 den Jahresabschluss zum 31.03.2022 gebilligt.

Konzernanlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.4.2021 Zugang Umbuchung Abgang 31.3.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 4.350.902,40 77.944,15 0,00 0,00 4.428.846,55
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 34.728,10 0,00 0,00 34.728,10
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.350.902,40 112.672,25 0,00 0,00 4.463.574,65
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 11.907.261,04 0,00 0,00 0,00 11.907.261,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.116.840,23 87.808,71 0,00 354.723,78 8.849.925,16
Summe Sachanlagen 21.024.101,27 87.808,71 0,00 354.723,78 20.757.186,20
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.019.253,53 430.184,39 0,00 101.388,59 5.348.049,33
2. Sonstige Ausleihungen 81.631,01 1.744,80 0,00 0,00 83.375,81
Summe Finanzanlagen 5.100.884,54 431.929,19 0,00 101.388,59 5.431.425,14
Gesamtsumme 30.475.888,21 632.410,15 0,00 456.112,37 30.652.185,99
Kumulierte Abschreibungen
1.4.2021 Abschreibungen Geschäftsjahr Umbuchungen Abgänge 31.3.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 3.656.869,40 381.706,15 0,00 0,00 4.038.575,55
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 3.656.869,40 381.706,15 0,00 0,00 4.038.575,55
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.576.238,04 794.214,00 0,00 0,00 3.370.452,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.112.408,23 506.314,71 0,00 281.965,78 7.336.757,16
Summe Sachanlagen 9.688.646,27 1.300.528,71 0,00 281.965,78 10.707.209,20
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 13.345.515,67 1.682.234,86 0,00 281.965,78 14.745.784,75
Buchwerte
31.3.2022 31.3.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 390.271,00 694.033,00
2. Geleistete Anzahlungen 34.728,10 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 424.999,10 694.033,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.536.809,00 9.331.023,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.513.168,00 2.004.432,00
Summe Sachanlagen 10.049.977,00 11.335.455,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.348.049,33 5.019.253,53
2. Sonstige Ausleihungen 83.375,81 81.631,01
Summe Finanzanlagen 5.431.425,14 5.100.884,54
Gesamtsumme 15.906.401,24 17.130.372,54

AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES ZUM 31. MÄRZ 2022

In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen:

1) Name der Gesellschaft: Boltze Ideen Deutschland GmbH & Co. KG
Sitz der Gesellschaft: Braak
Höhe des Anteils am Kapital: 0,00 v. H.
Grund der Einbeziehung: Komplementärbeteiligung
Art der Einbeziehung: Vollkonsolidierung
2) Name der Gesellschaft: BOLTZE GRUPPE GmbH
Sitz der Gesellschaft: Braak
Höhe des Anteils am Kapital: 100 v. H.
Art der Einbeziehung: Vollkonsolidierung
3) Name der Gesellschaft: TFC 51 GmbH
Sitz der Gesellschaft: Braak
Höhe des Anteils am Kapital: 100 v. H.
Art der Einbeziehung: Vollkonsolidierung
4) Name der Gesellschaft: Immo GmbH
Sitz der Gesellschaft Braak
Höhe des Anteils am Kapital: 100 v. H.
Art der Einbeziehung: Vollkonsolidierung

Der Konzernabschluss dient gemäß § 264b HGB für das einbezogene Unternehmen zu 1) und gemäß § 264 Abs. 3 HGB für die einbezogenen Unternehmen zu 2) und 3) als Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses und eines Lageberichts nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Gleichzeitig befreit dieser Konzernabschluss gemäß § 291 HGB das einbezogene Unternehmen zu 1) von der Pflicht zur Aufstellung eines (Teil-) Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes. Es sind keine Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden abweichend vom deutschen Recht angewandt worden.

Konzernbilanz zum 31. März 2022

AKTIVA

31.3.2022 31.3.2021
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 390.271,00 694.033,00
2. Geleistete Anzahlungen 34.728,10 424.999,10 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 8.536.809,00 9.331.023,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.513.168,00 10.049.977,00 2.004.432,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.348.049,33 5.019.253,53
2. Sonstige Ausleihungen 83.375,81 5.431.425,14 81.631,01
15.906.401,24 17.130.372,54
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 30.079,00 30.079,00
2. Waren 18.170.804,70 15.576.566,00
18.200.883,70 15.606.645,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.435.786,82 18.270.153,29
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.234.152,99 1.559.580,58
29.669.939,81 19.829.733,87
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 18.995.027,51 17.445.874,11
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 135.156,14 123.463,51
82.907.408,40 70.136.089,03

PASSIVA

31.3.2022 31.3.2021
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 40.000,00 40.000,00
II. Bilanzgewinn 5.230.277,06 4.216.665,52
III. Nicht beherrschende Anteile 8.846.923,06 8.435.398,45
14.117.200,12 12.692.063,97
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 10.853.445,00 10.118.301,00
2. Steuerrückstellungen 3.973.747,97 2.525.576,97
3. Sonstige Rückstellungen 10.532.781,97 11.058.165,66
25.359.974,94 23.702.043,63
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 81.722,25 28.124,46
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.338.691,69 2.842.135,75
3. Sonstige Verbindlichkeiten 40.009.819,40 30.871.721,22
43.430.233,34 33.741.981,43
82.907.408,40 70.136.089,03

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. März 2022

Mutterunternehmen
gezeichnetes Kapital Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung
EUR EUR
Stand am 31.3.2021 40.000,00 0,00
Nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00
Jahresüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen 0,00 0,00
Stand am 31.3.2022 40.000,00 0,00
Mutterunternehmen
erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR EUR
Stand am 31.3.2021 4.216.665,52 4.256.665,52 8.435.398,45 12.692.063,97
Nicht beherrschende Anteile 0,00 0,00 411.524,61 411.524,61
Jahresüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen 1.013.611,54 1.013.611,54 0,00 1.013.611,54
Stand am 31.3.2022 5.230.277,06 5.270.277,06 8.846.923,06 14.117.200,12

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

1.4.2021 - 31.3.2022 1.4.2020- 31.3.2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 132.430.957,96 108.956.858,01
2. Sonstige betriebliche Erträge 451.364,81 706.684,39
3. Materialaufwand -73.240.379,99 -63.312.025,11
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -17.426.246,29 -12.832.886,23
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -3.404.931,22 -20.831.177,51 -2.362.208,73
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.682.234,86 -1.785.616,49
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -23.718.481,56 -20.243.886,13
7. Erträge aus Beteiligungen 917.680,00 170.516,84
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 231.929,19 124.687,40
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.602,50 319,33
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.442.125,48 -1.330.738,48
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.453.131,08 -1.453.729,69
12. Ergebnis nach Steuern 11.669.003,98 6.637.975,11
13. Aufgrund eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn (-) -105.009,32 -106.821,73
14. Konzernjahresüberschuss 11.563.994,66 6.531.153,38
15. Nicht beherrschende Anteile -10.550.383,12 -6.266.950,70
16. Konzernjahresüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen 1.013.611,54 264.202,68
17. Gewinnvortrag 4.216.665,52 3.952.462,84
18. Bilanzgewinn 5.230.277,06 4.216.665,52

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. April 2021 bis 31. März 2022

2021/2022 2020/2021 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Periodenergebnis 11.563 6.531 5.032
+/- Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.682 1.786 -104
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.657 6.057 -4.400
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -94 -32 -62
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -12.446 -1.745 -10.701
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.365 1.503 -138
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.206 1.206 0
- Sonstige Beteiligungserträge -918 -171 -747
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.015 15.135 -11.120
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 268 81 187
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -88 -63 -25
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -113 -55 -58
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 500 -500
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -432 -2.225 1.793
+ Erhaltene Zinsen 237 125 112
+ Erhaltene Dividenden 918 171 747
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 790 -1.466 2.256
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 593 -593
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -591 0 -591
+/- Ein-/Auszahlungen von/an Unternehmenseignern -1.223 -564 -659
- gezahlte Zinsen -1.142 -1.331 -111
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -3.256 -1.302 -1.954
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe o.g. Cashflow) 1.549 12.367 -10.818
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 17.446 5.079 12.367
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 18.995 17.446 1.549

Die Kapitalflussrechnung wurde nach den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) zur Kapitalflussrechnung aufgestellt.

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022

1. Grundlagen des Alberto-Konzerns

Die Alberto GmbH als persönlich haftende Gesellschafterin der Boltze Ideen Deutschland GmbH & Co. KG ist die Konzerngesellschaft, in welcher das operative Geschäft der Dachmarke "BOLTZE" ausgewiesen wird. Das vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr 2021/2022 (Berichtsjahr) deckt den Zeitraum vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 ab.

Gegenstand des Konzerns ist zum einen der Import und Export von Waren, insbesondere Geschenkartikeln und Wohnaccessoires. Zum anderen ist es der Großhandel mit diesen Waren an vorwiegend europäische Großabnehmer sowie die damit zusammenhängenden Kommissionsgeschäfte. Die Boltze Ideen Deutschland GmbH & Co. KG (Boltze Ideen) ist hierbei die Einkaufsgesellschaft, der Vertrieb wird durch die Boltze Gruppe GmbH, im Namen und auf Rechnung der Boltze Ideen, vorgenommen.

Unsere Kunden sind überwiegend Möbelhaus- und Baumarktketten sowie Einzelhändler mit stationären und Online-Verkaufskanälen. Hauptabsatzmarkt ist Europa. Die Beschaffung erfolgt größtenteils in Asien.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

2.1.1. Entwicklung der Wirtschaft im abgelaufenen Jahr 2021

Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 11 Billionen auf insgesamt circa 96,3 Billionen US-Dollar (VJ 85,0 Billionen US-Dollar) erhöht. Weiterhin wird im Jahr 2021/2022 die globale wirtschaftliche Entwicklung von der COVID-19-Krise beeinflusst. Dennoch steigen im Gegensatz zum Vorjahr das Bruttoinlandsprodukt sowohl in der Europäischen Union (EU) als auch in der Euro-Zone wieder an. So beträgt das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union (EU-27) im Jahr 2021 rund 14,4 Billionen Euro (VJ 13,4 Billionen Euro) und der Euro-Zone rund 12,3 Billionen Euro (VJ 11,4 Billionen Euro).

Auch in Deutschland ist die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland betrug im Jahr 2021 rund 3,6 Billionen Euro und wuchs somit preisbereinigt um 2,6 % im Vergleich zum Vorjahr.

2.1.2. Entwicklung der Branche im abgelaufenen Jahr 2021

In Deutschland setzten im Jahr 2021 die Großhandelsunternehmen nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) +2,1 % und nominal (nichtpreisbereinigt) +10,1 % mehr um als im Jahr 2020.

Weiterhin ist ein leicht positiver Effekt im Einzelhandel zu verzeichnen. Für das Jahr 2021 berechnete der Handelsverband Deutschland einen Umsatz von rund 589,4 Milliarden Euro (VJ 577,4 Milliarden Euro). Die Prognose umfasst dabei den Einzelhandel im engeren Sinne, wobei Umsätze im Fahrzeughandel, der Tankstellen, des Brennstoffhandeln sowie der Apotheken dabei nicht berücksichtigt sind.

2.1.3. Entwicklung des Alberto-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022

Der Alberto-Konzern konnte im Berichtsjahr 2021/2022 in seinen Absatzmärkten einen enormen Zuwachs von +21,8 % zum Vorjahr und damit ein Volumen von 160,6 Mio. € beim Auftragseingang erreichen.

In unseren größtenteils asiatischen Beschaffungsmärkten überwiegen nach wie vor die individuellen Herstellungsprozesse. Die Berücksichtigung kundenspezifischer Anforderungen bei der Sortimentsauswahl, die ansprechende Showroom Gestaltung sowie unsere oftmals sehr langfristigen Kundenbeziehungen wirken sich unter anderem positiv auf die Auftragslage aus.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 waren im Durchschnitt 267 Mitarbeiter (inkl. China-Office) beschäftigt.

2.2. Lage des Alberto-Konzerns

2.2.1. Ertragslage

Beim Umsatz konnte der Alberto-Konzern auch im Geschäftsjahr 2021/2022 mit +21,5 % bzw. um + 23,4 Mio. € zum Vorjahr auf 132,4 Mio. € deutlich wachsen.

Die Materialeinsatzquote liegt unter dem Vorjahresniveau bei 55,3 % (Vorjahr 58,1 %).

Der Personalaufwand ist mit 20,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (15,2 Mio. €) um +5,6 Mio. € gestiegen. Die Personalaufwandsquote lag mit 15,7 % über dem Vorjahresniveau (13,9 %), wobei das Vorjahresniveau durch die Auswirkungen der Corona Krise geprägt war und dadurch niedriger war als im Jahr zuvor (16,0 %).

Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Jahr 2021/2022 mit 23,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (20,2 Mio. €) gestiegen.

Insgesamt konnte der Alberto-Konzern in 2021/2022 einen erfreulichen Jahresüberschuss von +11,6 Mio. € erreichen, nachdem im Vorjahr ein positiver Wert von 6,5 Mio. € ausgewiesen worden ist. Dies stellt eine Verbesserung von rund +5,1 Mio. € dar.

2.2.2. Finanzlage

Der Alberto-Konzern verfügt über ein Eigenkapital von 14,1 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Eigenkapitalquote auf 17,0 % gesunken. Im Vorjahr lag diese noch bei 18,1 %. Ursächlich dafür war die um rd. 18 % gestiegene Bilanzsumme.

Per Geschäftsjahresende zum 31. März 2022 lag der Bestand an liquiden Mitteln mit +19,0 Mio. € deutlich höher als im Vorjahr (+17,4 Mio. €). Die Liquiditätsstruktur ist daher aufgrund der vorhandenen Eigenmittel sowie aktuell nicht genutzter Kreditlinien nachhaltig gesichert.

Die Investitionen in Software und Betriebs- und Geschäftsausstattung betrugen im Berichtsjahr 0,2 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten des Alberto-Konzerns bestehen im Wesentlichen gegenüber den Gesellschaftern und nahestehenden Unternehmen. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

Der Konzern war jederzeit in der Lage, seine Verbindlichkeiten zu bedienen.

2.2.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme lag am 31. März 2022 mit +82,9 Mio. € um +12,8 Mio. € über dem Vorjahreswert von 70,1 Mio. €.

Hierbei betrug der Anteil des Anlagevermögens 19,2 % (15,9 Mio. €), im Jahr 2020/2021 betrug der Anteil 24,4 % (17,1 Mio. €).

Der Anteil des Umlaufvermögens lag bei 80,7 % (66,9 Mio. €), in 2020/2021 betrug der Anteil 75,4 % (52,9 Mio. €). Der hohe Anteil des Umlaufvermögens resultiert neben den liquiden Mitteln (19,0 Mio. €) aus den Forderungen aus Lieferung und Leistung (27,4 Mio. €), welche zum Bilanzstichtag wachstumsbedingt höher ausgewiesen sind.

3. Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2022/2023 ist neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie insbesondere von dem Russland-Ukraine-Konflikt sowie der Energiekrise geprägt.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist weiterhin von verzögerten Lieferzeiten sowie einem mittlerweile moderaten Preisanstieg bei den Frachtraten auszugehen. Dieser Preisanstieg sowie Verteuerungen bedingt durch die Energiekrise können teilweise an die Absatzmärkte in Form von Preiserhöhungen weitergegeben werden.

Es ist davon auszugehen, dass eine Schwächung der Nachfrage bei den Endkunden aufgrund der Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konflikts, der Energiekrise und der damit einhergehenden Inflation zu verzeichnen sein wird. Ein vorübergehender möglicher Einbruch der Auftragseingänge kann nicht ausgeschlossen werden.

Auch im kommenden Jahr werden veränderte Beschaffungsbedingungen zu weitergehenden Qualitätsprozessen führen. Audits bei Lieferanten, Regelprüfungen nach festgelegten Kriterien in den Produktionsstätten und beim Wareneingang sowie der intensive Dialog mit den Lieferanten sichern nachhaltig unsere hohen Qualitätsansprüche ab.

Für 2022/2023 erwarten wir eine durchschnittliche Mitarbeiteranzahl von 284 (inkl. China-Office). Die geplanten Neueinstellungen sowie Tarifsteigerungen werden zu einem leichten Anstieg des Personalaufwands führen.

4. Risiko- und Chancenbericht

Im Rahmen der "normalen" geschäftlichen Aktivitäten ist der Alberto-Konzern naturgemäß Risiken unterworfen, die fest mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Entwicklung des Risikoumfeldes und die Umsetzung entsprechender Maßnahmen werden kontinuierlich durch die Geschäftsführung überwacht. Gemäß unserer internen Risikoklassifizierung sehen wir - im Rahmen unseres normalen unternehmerischen Handelns - nachfolgend aufgeführte Risiken in der Reihenfolge ihrer Nennung als die bedeutsamsten Risiken für unseren Konzern an.

Die stark gestiegenen Gas- und Ölpreise führen zu deutlich höheren Energiekosten und damit zu einem gesamtwirtschaftlichen Kaufkraftentzug. Dies wird zur Folge haben, dass sich die wirtschaftliche Erholung der Corona Pandemie verlangsamt und vorübergehend ein Einbruch der Auftragseingänge gegen Ende des kommenden Geschäftsjahres wahrscheinlich wird. Alberto versucht in diesem nicht steuerbaren Umfeld dennoch seine Bestandsmärkte zu stabilisieren sowie neue Absatzmärkte zu erschließen, um das bisherige Umsatzwachstum abzusichern.

Der Druck auf die Einkaufspreise für unsere individuellen und damit lohnintensiven Produkte wird auch zukünftig hoch sein. Zudem sind die Risiken aufgrund des Einbruchs des Euro-Dollarkurses sowie der schwankenden USD-Entwicklung zu berücksichtigen. Auch die politischen Unsicherheiten des für Alberto wichtigen Beschaffungsmarktes in China stellen ein Risiko dar, da die chinesische Regierung und deren Maßnahmen sowohl in Bezug auf die Corona-Pandemie, aber auch auf außenpolitischer Ebene z.T. schwer einzuschätzen ist. Entscheidungen der Regierung können somit die Beschaffung von Waren aus China negativ beeinflussen. Alberto wird in den für das Unternehmen kritischen Fällen entsprechend handeln.

Neben den dargestellten Risiken sieht Alberto in der Corona-Entwicklung aber auch gute Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung.

Aufgrund der zum Teil noch eingeschränkten Reisemöglichkeit nach China sehen wir weiterhin gute Chancen, Kunden, die in der Vergangenheit kleinere Eigenimporte aus China durchgeführt haben, mit unseren Produkten zu versorgen. Durch unsere jahrerlangen Lieferantenbeziehungen nach Fernost sowie unser eigenes Büro in China sind wir deutlich besser aufgestellt als viele Wettbewerber.

Unsere beiden Showrooms als Dauerausstellungsfläche in Braak und in Essen, die stetige Weiterentwicklung des eShops sowie unser erfahrener Außendienst bieten im Vergleich zu mittleren und kleineren Wettbewerbern einen enormen Wettbewerbsvorteil. Auch die Wiedereröffnung der Messen sowie unsere langjährigen Kundenbeziehungen werden zu einem stabilen Umsatzniveau im laufenden Geschäftsjahr beitragen.

Für alle diese Entwicklungen ist Alberto optimal aufgestellt und wird die sich ergebenen Chancen auch im neuen Geschäftsjahr erfolgreich nutzen.

 

Braak, im November 2022

gez.Adrian Boltze

gez. Timo Steinberg

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Alberto GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Alberto GmbH und der einbezogenen Unternehmen (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Alberto GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 27. Januar 2023

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