Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 2624
Vorher
Dreescher Werkstätten - gemeinnützige Gesellschaft für Menschen mit Behinderung mbHDreescher Werkstätten gGmbH
Eingetragen
25.3.1993
Branche
Außerunterrichtliche Betreuung für Schulkinder (ohne Jugendarbeit)Allgemeine und politische ErwachsenenbildungPostsekundärer, nicht tertiärer Unterricht in Schulen des Sozialwesens
Gegenstand
Zweck des Unternehmens ist die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung, des Sportes, des mildtätigen Handelns, der Jugendhilfe und die Förderung des Wohlfahrtswesens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Katharina Fiedelmeier
seit 2.10.2023
Prokura
Thomas Wolf
seit 8.10.2021
Prokura
Ramona Oeding
seit 8.10.2021
Prokura
Stephan Hüppler
seit 8.4.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Lebenshilfe Schwerin e.V.
80.00%
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
10.00%
freiraum e.V.
10.00%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Lebenshilfe Schwerin e.V.
Germany
80.00%
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Germany
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dreescher Werkstätten gGmbH

Schwerin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

A. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Corona-Pandemie

Besonders im ersten Halbjahr 2022 waren die Auswirkungen der Corona Pandemie noch wesentlicher Bestandteil der Betriebsabläufe in den Bereichen Werkstatt, Tagesgruppe an der WfbM sowie Familie und Freizeit. Durch die Zunahme der Inzidenzen ab Dezember 2021 war ein weiterer Lockdown in diesen Bereichen unumgänglich. Die stufenweise Lockerung fand erst ab Mai 2022 statt. Damit einhergehend konnte auch erst ab diesem Zeitpunkt mit der Öffnung der Angebote begonnen werden.

Der Bereich Familie und Freizeit sowie der produktive Bereich der Werkstatt mussten in 2022 erneut Umsatzeinbußen verzeichnen. Die gute Auftragslage im produktiven Bereich der Werkstatt, machte es im Laufe des 2. Halbjahres 2022 aber möglich, diese zu kompensieren.

Im Bereich Familie und Freizeit konnte dies nur bedingt erfolgen, da nicht alle verschobenen Angebote des 1. Halbjahres bis zum Jahresende 2022 durchgeführt werden konnten.

Für die zusätzlichen Aufwendungen durch notwendige Hygienemaßnahmen, konnten noch bis zum 30. September 2022 Zuschüsse aus dem MV-Schutzfonds (Säule 6.3) abgerufen werden.

Grundzüge der Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsbereiche der Dreescher Werkstätten gemeinnützige GmbH haben sich auch in 2022 trotz der Corona Pandemie positiv und beständig entwickelt. Die Umsätze aus Betreuungsleistungen (inkl. Selbstzahlern) sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 497 (2021 T€ 1.256) auf T€ 15.644 (2021 T€ 15.147) gestiegen, die Umsätze der Werkstatt aus Produktionstätigkeit erhöhen sich um T€ 437 (2021 T€ 652).

Der Umsatz des Gesamtunternehmens konnte um 5,4 % (2021 11,9 %) gesteigert werden, was im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Erlöse aus der Produktion von 20,5 % und den Zuwachs der Erlöse aus der Kindertagesstätte durch die Erweiterung ab August 2022 um 14,3 % zurückzuführen ist.

Die Auslastung der Plätze im Arbeits- und Berufsbildungsbereich der Werkstatt für Behinderte (WfbM) belief sich im Jahresdurchschnitt auf 378 Personen (2021: 381). Insgesamt kann die Entwicklung nach wie vor als stetig beschrieben werden. Die WfbM hat weiterhin eine gute Auftragslage.

Die Werkstatt ist mit ihren 402 anerkannten Plätzen noch weiter aufnahmefähig. In den Tagesgruppe an der WfbM wurden zum 31.12.2022 58 Personen (2021: 59) betreut. Die Kapazität beträgt 60 Plätze.

Die drei besonderen Wohnformen (vormals Wohnstätten) sowie die Außenwohngruppen hatten auch im Jahr 2022 eine sehr gute Auslastung ihrer 123 Plätze. Das ambulante Angebot "Unterstütztes Wohnen" konnte im Jahr 2022 eine Inanspruchnahme von durchschnittlich 163 NutzerInnen verzeichnen (2021: 159).

Die Angebote des Bereichs "Familie und Freizeit" leben weiterhin in dem Widerspruch, konzeptionell wichtig und zukunftsweisend zu sein, in der Alltagspraxis jedoch eine schwierige Finanzierungslage zu haben. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 297 (2021 T€ 191) gesteigert werden. Dennoch war die Arbeit im Bereich Familie und Freizeit geprägt davon, dass gewisse Angebote nicht wie gewohnt durchgeführt werden konnten. Die gute und sinnvolle Einbindung ehrenamtlicher und nebenberuflich tätiger MitarbeiterInnen war und ist etabliert und sollte weiter ausgebaut werden. Unser Angebot wurde 2022 zu annähernd 90 % von Mitarbeitern der WfbM bzw. Bewohnern unserer Wohnstätten genutzt. Das ist verständlich, wenn man bedenkt, dass die überwiegende Mehrheit der in Schwerin lebenden geistig behinderten Menschen über die Dreescher Werkstätten Teilhabeleistungen im Bereich Arbeit und/oder am gesellschaftlichen Leben in Anspruch nehmen. Für 2023 ist die Wiederaufnahme aller Angebote geplant. Ein positiver Trend zeichnete sich bereits im 2. Halbjahr 2022 ab.

Für unser Tochterunternehmen ZAGAPU gemeinnützige Gesellschaft für Beschäftigung und Integration mbH liegt für 2022 der Jahresabschluss vor, der Jahresüberschuss beläuft sich auf 58,6 T€ (2021: T€ -12,9). Durch den Kostendruck der Kostenträger ist die Zukunft des Unternehmens jedoch auch künftig als schwierig einzuschätzen, weshalb die Beteiligung in der Bilanz der Dreescher Werkstätten gGmbH weiterhin wertberichtigt geführt wird.

Das bestehende QM - System nach DIN ISO 9001:2015 hat weiterhin Bestand und ist in 2022 erfolgreich auditiert worden.

Die gesetzlich geforderte Re-Zertifizierung nach § 5 der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) konnte im Ergebnis ebenso auditiert und somit auch im Jahr 2022 bestätigt werden.

Liquiditätslage

Die Liquiditätslage hat sich auch im Jahr 2022 insgesamt als entspannt abgezeichnet. Die Zahlungsweise der öffentlichen Kassen war in der Regel pünktlich. Die Liquiditätslage des Unternehmens ist über das Jahr 2022 als solide und zufriedenstellend einzustufen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem 31.12.2021 per Saldo um T€ 2.670 (2021 T€ 1.399) erhöht. Die Investitionstätigkeit hat sich auf die Reinvestition in die Betriebs- und Geschäftsausstattung des Unternehmens sowie die Instandhaltung fokussiert. Größere Investitionen gab es in 2021/2022 durch die Erweiterung der Kita Dreescher Zwergstätten um 42 Plätze sowie den Ankauf des Gebäudes in der Großen Wasserstr. in Schwerin.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr um 12,3 % auf T€ 603 (2021 T€ 537) gestiegen. Die Forderungen resultieren im Wesentlichen aus der stichtagsbezogenen Betrachtungsweise und entsprechen dem Niveau der Vorjahre.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse steigerte sich um T€ 210 (2021 T€ -5).

Die Eigenkapitalquote unter Einbeziehung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse liegt bei 70,0 % (2021 72,3 %).

Die Bilanz weist mit 67,1 % eine nahezu unverändert hohe Anlagenintensität (2021: 71,4 %) aus. Die Finanzierung der langfristigen Anlagen ist mit 104,3 % Eigenkapitaldeckung und 131,7% Anlagendeckung II (Verhältnis von Eigenkapital und Fremdkapital mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr zu Anlagevermögen) sehr solide.

Zusammenfassend ist die Vermögenslage des Unternehmens als gut und solide einzustufen.

Ertragslage

Die Ertragslage des Gesamtunternehmens ist 2022 mit einem Überschuss von T€ 1.258 (2021 T€ 870) als solide zu bewerten. Die Auslastungen in den Tagesgruppen an der WfbM, des Unterstützten Wohnens sowie eine stetige Belegung in den besonderen Wohnformen stützen die positive Entwicklung. Die Steigerung der Leistungsentgelte konnte einen wesentlichen, positiven Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens leisten. Der beklagte Schiedsspruch aus 2019 ist vom Landessozialgericht Mecklenburg-Vorpommern 28.04.2020 aufhoben und zur erneuten Beschlussfassung an die Schiedsstelle zurückverwiesen worden (AZ: L 9 SO 23/19 KL). Im Jahr 2022 konnte im Vorfeld des zweiten Schiedsstellenverfahrens ein Vergleich mit der Landeshauptstadt Schwerin getroffen werden. Im Ergebnis wurde in 2022 für den Zeitraum 1. September 2018 bis 14. Juni 2021 ein Betrag in Höhe von T€ 306 nachgezahlt.

Die Werkstatt für behinderte Menschen schloss im Jahr 2022 als Bereich insgesamt mit einem Ergebnis von T€ 1.308 (2021 T€ 156) ab. Zum 01.06.2022 konnte die geltende Leistungs- und Vergütungsvereinbarung nach § 125 SGB IX mit leichten Anpassungen und einer deutlichen Erhöhung der Vergütung neu abgeschlossen werden. Dies wirkte sich positiv auf das Teilergebnis aus.

Die Entgeltzahlungen an die Mitarbeiter mit Behinderung stiegen um T€ 64 (2021 T€ 84). Die Rücklage gemäß den Vorschriften des § 12(5) Nr. 2 WVO soll im Ergebnis des Jahresabschlusses 2022 und der daraus resultierenden Einstellung in die jeweiligen Rücklagenpositionen wieder voll auf sechs Monate aufgefüllt werden, nach dem aus dieser Rücklage Corona bedingt Abflüsse stattfinden mussten.

Der Bereich Wohnen (ambulant und stationär) schließt mit einem Gesamtergebnis in Höhe von T€ 55 (2021 T€ 737) ab. Das Ergebnis ist nach wie vor geprägt durch teilweise Sondereffekte der Übergangsregelungen nach der ab 01.01.2020 geltenden Rechtsverordnung zum Landesrahmenvertrag nach § 131 SGB XI, als auch durch eine nicht abgeschlossene Vergütungsverhandlung für das Unterstütze Wohnen.

Die Erträge aus Spenden und Bußgeldeingängen sind gestiegen. Insgesamt betrugen die Einnahmen durch Spenden und Zuwendungen rund T€ 16 (2021: T€ 6). Davon werden T€ 9 im Bereich der Sonderposten ausgewiesen.

Die Einschätzung des Geschäftsverlaufes 2022 war aufgrund der vorgenommenen teilweisen Betriebsschließung der Werkstätten ab Dezember 2021 bis Mai 2022 zunächst schwierig. Aufgrund der besseren Ausgangslage durch die Öffnung von Angeboten in der zweiten Jahreshälfte, konnten die positiven Ergebnisse deutlich verbessert werden, während noch im Lagebericht des Vorjahres ein sinkendes positives Ergebnis erwartet wurde.

Zusammenfassend ist die Ertragslage des Unternehmens in 2022 als geordnet und stabil zu bewerten und die Geschäftsentwicklung weiterhin als günstig einzuschätzen.

B. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Dreescher Werkstätten gGmbH sieht sich zunehmend in einem sich in Bewegung befindlichen Umfeld. Der geplante Wechsel zu einer personenzentrierten Teilhabeleistung, das heißt weg von der einrichtungsorientierten hin zu einer personenzentrierten Hilfe, birgt nach wie vor noch nicht abzuschätzende Risiken. Sie bedeuten den Wegfall der Charakterisierung von Leistungen der Eingliederungshilfe in ambulante, teilstationäre und stationäre Maßnahmen. Einsparvisionen der öffentlichen Hand spielen eine deutliche Rolle bei der Intention für diese Veränderung. Im Jahr 2017 trat das Bundesteilhabegesetz (BTHG) in Kraft, also die Reform der Eingliederungshilfe.

Die Verlagerung und Steuerung der Hilfeplanung im Prozess auf den Kostenträger erfolgte zum 1. Januar 2018. Basis der personenzentrierten Leistungserbringung ist der Integrierte-Teilhabe-Plan (ITP). In dem jeweiligen und individuellen ITP wird auf Basis des einzuschätzenden Bedarfs die jeweils notwendige Fachleistung im Rahmen eines Gesamtplans für alle Lebensbereiche ermittelt.

Die Neudefinition des "berechtigten Personenkreises" wird ebenso zu gravierenden Veränderungen im Rahmen der Leistungsbewilligung führen. Hier gilt es sich rechtzeitig auf die sich abzeichnenden Tendenzen einzustellen und Vorsorge zu treffen, soweit möglich.

Im Jahr 2023 wird es insbesondere im Bereich der besonderen Wohnformen zu umfassenden Veränderungen kommen, da die Leistungen personenzentrierter angeboten werden sollen.

Die bisherige Bemessung des Leistungsumfangs für die Bewohner waren Leistungstypen und damit verbundene Personalschlüssel, die als Basis der personellen Ausstattung galten. Zudem waren sie Teil der Komplexleistung und verbunden mit einem Leistungsentgelt als Tagessatz.

Das BTHG bezeichnet die Wohnstätten nun als besondere Wohnform und grenzt existenzsichernde Leistungen wie Miete und Verpflegung von der eigentlichen Fachleistung der Betreuung und teilweise Pflege ab. Im Ergebnis müssen wir dem Risiko begegnen, dass die aktuell verhandelten Kostensätze nicht mehr auskömmlich sind, da die bestehenden Personalschlüssel die Anforderungen des BTHG nicht mehr vollumfänglich abdecken können.

Für das Jahr 2022 wurden wiederum zur Absicherung der Überführung in das neue System Übergangsregelungen mit dem Kostenträger vereinbart. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Möglichkeit eröffnet, ein weiteres Übergangsjahr zu vereinbaren. Spätestens im Jahr 2023 sollen nach der neuen Bemessungsgrundlage neue Leistungsangebote vereinbart werden. Bis Dezember 2022 gab es nur wenige abgeschlossene vollumfängliche ITP-Verfahren für unsere Bewohner und Kinder mit Anspruch auf Eingliederungshilfe. Lediglich für die Kinder in der Kindertagesstätte "Dreescher Zwergstätten" liegen beginnend ab Juni 2021 ITPs mit Fachleistungsstunden vor.

Unabhängig von der Pandemie und deren Auswirkungen braucht es aber eine breite Bemessungsgrundlage auf Basis neu ermittelter Fachleistungsstunden unserer Bewohner, die uns nicht vorliegen. Sofern nicht ausreichend abgeschlossene ITP-Verfahren mit festgelegten Fachleistungsstunden vorliegen, kann kein neues (ersetzendes) Leistungsangebot vereinbart werden. Ein Risiko dabei ist die subjektive und zum Teil sehr restriktive Einschätzung des Fachleistungsstundenvolumens sowie die mangelnde Erfahrung im Umgang mit dem Instrument. Da der Mensch mit Behinderung, idealerweise als Selbstvertreter, Dreh- und Angelpunkt im Rahmen der Einschätzung dieses Fachleistungsvolumens ist, birgt die teilweise (stark) eingeschränkte kognitive und kommunikative Leistungsfähigkeit erhebliche Hürden und Risiken.

Viele, der von uns betreuten und begleiteten Menschen, empfinden das "neue System" nicht als personenzentrierter, weil der Zugang zur einzelnen Leistung deutlich erschwert wurde und die Komplexität des Verfahrens Selbstvertreter und Angehörige, zum Teil erheblich, überfordert. Darüber hinaus ergeben sich aus der Verfahrensumstellung finanzielle Risiken für das Unternehmen durch erbrachte Fachleistungsstunden, die noch nicht in der Refinanzierung sind.

Es bestehen weiterhin Risiken für die Ertragslage der Gesellschaft aus einer möglicherweise nicht ausreichenden Refinanzierung der Personalkosten durch stetige Tariferhöhungen im TVöD. Dies gilt vor allem für 2023 aufgrund der aktuell bekannten Tarifabschlüsse in anderen Branchen und den laufenden Tarifverhandlungen des TVöD für 2023. Hinzu kommen perspektivisch notwendige Anpassungen der Eingruppierungen von Beschäftigtengruppen, um gegenüber den Mitbewerbern bei der Personalakquise eine Chance zu haben. Diese Höhergruppierungen sind aktuell nicht vollumfänglich refinanziert. Hier braucht es einen abgestimmten Stufenplan mit dem Kostenträger um kurz- und mittelfristig die Refinanzierung der laufenden Tarifverhandlungen abzusichern sowie die Refinanzierung der Höhergruppierungen sicherzustellen. Im laufenden Jahr als auch in künftigen Perioden werden daher regelmäßig Kostensatzverhandlungen geführt, um den Tarif insgesamt zu 100 % umsetzen zu können.

Mit Beginn des Jahres 2022 konnten die Kostensätze für alle leistungsfinanzierten Bereiche (außer besondere Wohnformen) der Dreescher Werkstätten auf der Grundlage der Rechtsverordnung des Landes zur Inkraftsetzung eines Landesrahmenvertrags nach § 131 SGB IX weiter angepasst werden. Hierbei wurde erneut eine vertraglich vorgesehene Übergangsregelung in Anspruch genommen, die neben der tariflichen Personalkostensteigerung auch eine Sachaufwandssteigerung in Höhe der Inflationsrate um 4,5 % beinhaltet. Die neuen Vergütungssätze berücksichtigen bereits die geplanten Steigerungen der Personal- und Betriebsaufwendungen für 2023.

Durch die Trennung von Leistungen der Eingliederungshilfe (SGB IX) und Leistungen der Existenzsicherung (SGB XII) bestehen ab 01.01.2020 zudem aktualisierte Leistungsverträge mit den Bewohnern bzw. den Werkstattmitarbeitern. Bewohner in den besonderen Wohnformen müssen seither die Miete, den Lebensmittelaufwand und den Aufwand für Verbrauchsmaterial des täglichen Lebens (z.B. Reinigungsmittel, Hygieneartikel, Verbrauchsmaterial) selber tragen. Da die Leistungen nicht mehr über den Kostensatz finanziert werden und folglich direkt mit dem Bewohner abgerechnet werden müssen, entstehen hier zusätzliche Risiken durch Forderungsausfälle für das Unternehmen.

Es bestehen nach derzeitigem Kenntnisstand keine bestandsgefährdenden Risiken.

Chancen der zukünftigen Entwicklung

Für die Bereiche Wohnen und Werkstätten sollen zukünftig permanent nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit erneut Verhandlungen mit den Kostenträgern angestrebt werden, um die Chance zu nutzen, die Kostensteigerungen durch die Anbindung an die tariflichen Strukturen zeitnah auszugleichen.

Hierbei wird es im Jahr 2023 für das Wohnen mit hoher Wahrscheinlichkeit keine erneute Anwendung der Übergangsregelung des benannten Landesrahmenvertrags nach § 131 SGB IX für 2024 geben. Somit müssen auch dort neue Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen abgeschlossen werden. Es ist hier vor allem darauf zu achten, dass die Leistungsbemessung sich am Bedarf der Bewohner orientiert und es im Ergebnis zu einer bedarfsgerechten Personalbemessung kommen wird.

Der Bereich der WfbM zeigt sich eher verstetigt und weist nur geringe Steigerungspotenziale auf, hier ist die Schaffung neuer und attraktiver Arbeitsangebote von besonderer Bedeutung. Das seit 2021 bestehende und bereits etablierte Bistro am Zoo, der Vielfalter, ist ein solches Angebot. Ab dem Jahr 2024 soll im Zoo die zweite Gastronomie neu verpachtet werden. Hier werden sich die Dreescher Werkstätten im Jahr 2023 bewerben, um weitere attraktive Arbeitsplätze für Mitarbeiter mit Behinderung zu schaffen und die Geschäftstätigkeit auszuweiten.

Die Tagesgruppen (vormals Förderbereiche) sollen hingegen weiter ausgebaut werden, insbesondere durch eine fachlich versierte und nachhaltige Entwicklung mit Blick auf die realen Hilfebedarfe. Hier bietet die Verwirklichung des Quartiersprojektes Polentzstraße neues Entwicklungspotenzial.

Chancen ergeben sich aus der ungebrochen hohen Nachfrage im Bereich der besonderen Wohnformen, sowie der beständigen Entwicklung des ambulanten Bereichs. Der Bereich Hilfen zur Erziehung (HzE) im ambulanten Bereich ist weiterhin stark gefragt und verspricht zukünftiges Potenzial. Auch die hohe Auslastung der Kita sowie die unerfüllte Nachfrage von Eltern bestätigen unser Angebot und vor allem das Potenzial im Sinne einer Erweiterung. Die Baumaßnahmen zur Erweiterung hatten im Oktober 2021 begonnen und sind zum 31. Juli 2022 mit 42 zusätzlichen Plätzen abgeschlossen worden. Die Kita wird bis zum 2. Quartal 2023 unter Beachtung des Übergangs von der Krippe in den Kindergartenbereich voll belegt sein.

Der Bereich Familie und Freizeit ist auskömmlich refinanziert. Die mittelfristige konzeptionelle Neuausrichtung des Bereichs zeichnet sich deutlich ab, zukünftige Potenziale sollen genutzt und eine adäquate Refinanzierung sichergestellt werden.

Auf die durch den Gesetzgeber fokussierte Verlagerung der stationären Versorgung zugunsten der personenzentrierten Angebote ist das Unternehmen mit seinen Bereichen gut vorbereitet. Die unter den Risiken benannten Probleme der Teilhabepläne (ITP) bergen im Umkehrschluss auch Potenziale. Insbesondere wenn die Betroffenen, mit hohen Hilfebedarfen, ihre Ansprüche entsprechend der individuellen und personenzentrierten Denkweise des BTHG durchsetzen können. Dies kann im Ergebnis zur Entlastung der personellen Situationen in den besonderen Wohnformen führen. Die Werkstatt ist durch die Einführung des Konzepts "Modulare Qualifizierung" entsprechend der sozialpolitischen Anforderungen gut aufgestellt.

Weitere Chancen für das Unternehmen ergeben sich aus den klaren und leistungsfähigen Strukturen. Ein stabiler, gut aus- und fortgebildeter Personalbestand sowie gut eingeführte, entwicklungsfähige und anerkannte Geschäftsbereiche bilden eine solide Grundlage dafür.

Die Veränderung der Förderungsakzentuierung auf Integrationsfirmen wird durch die aktive Beteiligung an der ZAGAPU gemeinnützige Gesellschaft für Integration und Beschäftigung GmbH schon zukunftsweisend berücksichtigt. Diese Tochterfirma hat sich am Markt etabliert und erfüllt zunehmend die in sie gesetzten konzeptionellen Erwartungen. Durch den Geschäftsführerwechsel zeichnet sich eine deutliche Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage ab, die sich jedoch dauerhaft und nachhaltig abbilden und verstetigen muss.

Eine weitere Chance zur stärkeren Positionierung im Wettbewerb der Träger der freien Wohlfahrtspflege sind nunmehr die seit 1. Januar 2022 übernommen vollständigen Gesellschafteranteile der ANKER Sozialarbeit GGmbH durch die Dreescher Werkstätten gGmbH. Zielsetzung ist es hierbei, die Zusammenarbeit in allen Bereichen zu vertiefen und die Zusammenführung beider Unternehmen spätestens zum 1. Januar 2025 zu vollziehen.

Die Zusammenführung beider Unternehmen hat insbesondere aus strategischer Sicht großes Potenzial. Innerhalb Schwerins sind beide Gesellschaften zusammen der größte Träger für Menschen mit geistiger Behinderung als auch der größte Träger für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen. Damit haben die gemeinsamen Gesellschaften eine gestärkte Wettbewerbsposition erhalten. Aufgrund zunehmender Konzentrationsprozesse in der Sozialwirtschaft ist dieser Schritt dringend geboten gewesen. Neben der strategischen Komponente spielen synergetische Effekte sowie der gemeinsame, übergreifende und innovative Ausbau attraktiver Leistungsangebote eine große Rolle.

Zusammenfassend können die Zukunftsaussichten des Unternehmens aufgrund der aufgezeigten Gesamtsituation als befriedigend bis gut bewertet werden.

C. Ausblick und Prognose

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich 2023 bis heute nicht ereignet.

Die Dreescher Werkstätten gGmbH entwickelt sich am Bedarf und beständig weiter, daher wird mit leichten Umsatzsteigerungen zu rechnen sein. Es wird weiterhin eine leichte Steigerung der Belegungszahlen erwartet, sofern keine einschneidenden sozialpolitischen Kursänderungen greifen. Im Wohnen besteht ein erhöhter Bedarf für weitere Plätze. Die Investitionen der kommenden Jahre werden daher weiter auf Qualitätsverbesserung und Effizienzsteigerung gerichtet sein sowie die Erfüllung der sich abzeichnenden Platzbedarfe. Eine besondere Bedeutung wird weiterhin die persönliche Weiterentwicklung und Förderung der Mitarbeiter erhalten. Durch die angestrebten Kostensatzverhandlungen und die stabilen Umsätze bleibt die Liquiditätslage weiterhin entspannt. Hauptaufgabe des Unternehmens wird es in den nächsten Jahren sein, die gewonnene Marktposition in Schwerin durch qualitativ hochwertige und innovative Angebote weiter zu festigen und auszubauen.

Im Mittelpunkt für den Bereich Wohnen steht das Projekt Quartiersentwicklung Polentzstraße. Seit März 2023 findet im Bestandbau die Umwandlung der bisherigen Doppelzimmer in Einzelzimmer statt. Es entstehen dann 26 Wohnplätze. Bis Ende Februar 2024 wird ein Anbau für Menschen mit besonderen Unterstützungsbedarf mit insgesamt 8 Plätzen entstehen.

Weiterhin ist ein viergeschossiges Gebäude mit insgesamt 40 Wohnungen, einer Begegnungsstätte, einer Tagesgruppe und einer Beratungsstelle geplant. Abgerundet wird das Angebot in diesem Haus durch eine geplante Physiotherapie. Es sollen rd. T€ 13.900 investiert werden. Gefördert werden soll das Projekt durch ein Darlehen der sozialen Wohnungsbauförderung in Höhe von T€ 5.377, Modernisierungsdarlehen des Landes in Höhe von T€ 1.034, Mittel der Städtebauförderung in Höhe von T€ 2.039 sowie Strategiefondsmittel des Landes in Höhe von T€ 2.672.

Neben den Förderungen werden Darlehen mit einem Gesamtvolumen von T€ 750 beansprucht.

Der darüber hinausgehende Finanzierungsbedarf von T€ 2.000 wird über Eigenmittel abgebildet.

Das Zusammenwachsen mit der ANKER Sozialarbeit GGmbH bietet für beide Unternehmen die Chance sich innerhalb der Landeshauptstadt Schwerin als die Unternehmen zu profilieren, die eine hohe Kompetenz in der Assistenz, Betreuung und Beratung von Menschen mit den unterschiedlichsten Formen der Behinderung haben. Hierbei gilt es auch die gemeinsame Markstellung weiter auszubauen, indem bestehende Angebote in die neue Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen nach dem SGB IX übergeleitet werden. Gleichzeitig gilt es, diese Angebote auszubauen, neue Angebote zu entwickeln und damit auch weiterhin über 350 Arbeitsplätze in Schwerin zu sichern.

Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 gehen wir im kommenden Geschäftsjahr, trotz leicht steigender Umsätze von einem rückläufigen positiven Jahresergebnis aus.

 

Schwerin, den 07.09.2023

gez. Stephan Hüppler, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 13.471.349,77 12.434.908,13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 78.959,78 42.470,84
II. Sachanlagen 13.100.174,14 12.138.516,36
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.143.988,78 10.052.144,74
2. technische Anlagen und Maschinen 668.660,36 619.470,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.249.909,05 1.182.557,89
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.615,95 284.343,35
III. Finanzanlagen 292.215,85 253.920,93
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 51.200,00 0,00
2. Beteiligungen 5.154,00 5.154,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 134.852,50 133.820,96
4. sonstige Finanzanlagen 101.009,35 114.945,97
B. Umlaufvermögen 6.555.173,50 4.923.560,59
I. Vorräte 117.782,98 88.736,54
II. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.862,72 0,00
III. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 297,08 0,00
IV. übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.081.440,92 986.694,76
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 18.173,63 18.172,69
V. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.347.789,80 3.848.129,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52.110,07 50.484,78
Bilanzsumme, Summe Aktiva 20.078.633,34 17.408.953,50

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 8.380.116,51 7.122.254,41
I. gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnrücklagen 8.354.116,51 7.096.254,41
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen 5.673.243,16 5.462.651,02
C. Rückstellungen 1.085.176,83 1.102.455,56
D. Verbindlichkeiten 4.935.562,35 3.712.251,26
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.028.495,80 3.091.530,10
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 382.105,17 302.274,91
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 3.646.390,63 2.789.255,19
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 18.466,99 10.323,80
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 18.466,99 10.323,80
3. übrige Verbindlichkeiten 888.599,56 610.397,36
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 833.199,70 555.236,11
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 10.008,88 9.927,28
E. Rechnungsabgrenzungsposten 4.534,49 9.341,25
Bilanzsumme, Summe Passiva 20.078.633,34 17.408.953,50

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 22.696.411,75 21.463.443,17
2. Personalaufwand 15.230.576,35 14.798.320,56
a) Löhne und Gehälter 10.354.465,06 10.060.345,43
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.876.111,29 4.737.975,13
davon für Altersversorgung 188.428,65 184.145,28
3. Abschreibungen 1.105.551,24 939.316,28
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.105.551,24 939.316,28
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.999.608,74 4.768.997,94
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.032,88 3.869,75
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 13.936,62 3.983,01
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 79.888,89 74.946,91
8. Ergebnis nach Steuern 1.269.882,79 881.748,22
9. sonstige Steuern 12.020,69 11.649,74
Jahresüberschuss 1.257.862,10 870.098,48

Ergebnisverwendung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Jahresüberschuss 1.257.862,10 870.098,48
2. Einstellungen in Gewinnrücklagen 1.257.862,10 870.098,48
a) in andere Gewinnrücklagen 1.257.862,10 870.098,48
3. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Firma: Dreescher Werkstätten gGmbH

Sitz: Robert-Bunsen-Straße 11, 19061 Schwerin

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Schwerin unter der Nummer HRB 2624 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Dreescher Werkstätten gGmbH, Schwerin für das Geschäftsjahr 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Wertansätze zum 31. Dezember 2021 wurden unverändert vorgetragen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft hat die Rechnungslegungs- und Offenlegungsvorschriften einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB zu erfüllen.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hat die Gesellschaft von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB Gebrauch gemacht.

B. Angaben und Erläuterungen zu der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Investitionszuschüsse und Spenden für Investitionen wurden so verbucht, dass sie über die gesamte voraussichtliche Nutzungsdauer der Investitionen gleichmäßig ertragswirksam werden. Sie werden unter dem Posten Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ausgewiesen.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen bewertet. Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.

Umlaufvermögen

Bei den Vorräten wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Einstandskosten bewertet. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, soweit dies erforderlich ist. In die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Material- und Fertigungseinzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Verwaltungskosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen.

Die Forderungen sind zum Nennwert abzüglich Wertberichtigung angesetzt. Dabei decken die gebildeten Einzelwertberichtigungen die erkennbaren Risiken ab. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde außerdem eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten bewertet.

Liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet worden. Bei der erstmaligen Erfassung werden abzuzinsende Rückstellungen nach der Nettomethode ermittelt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten und ihre Entwicklung sind auf Blatt 6 (Anlagenspiegel) dieses Anhangs dargestellt. Immaterielle Vermögensgegenstände beinhalten gekaufte Software. Die Sachanlagen umfassen eigene Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, technische Anlagen und Maschinen nebst Betriebs- und Geschäftsausstattung und Anlagen im Bau.

Bei den Finanzanlagen ist im Geschäftsjahr 2022 eine 100 % Beteiligung an der ANKER Sozialarbeit Gemeinnützige GmbH mit dem Sitz in 19057 Schwerin, Lankower Str. 11a hinzuerworben worden. Die ANKER Sozialarbeit Gemeinnützige GmbH weist zum 31.12.2022 ein Eigenkapital von T€ 1.441,1 und einen Jahresüberschuss von T€ 246,8 aus.

Weiterhin besteht eine 50 % Beteiligung an der ZAGAPU - Gesellschaft für Beschäftigung und Integration GmbH, Schwerin (ZAGAPU) sowie eine 18,8 % Beteiligung an der SOZIUS gGmbH, Schwerin (SOZIUS).

ZAGAPU weist zum 31.12.2022 ein Eigenkapital von T€ 82,1 (Vorjahr T€ 23,5) aus. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 beträgt T€ 58,6 (Vorjahr Jahresfehlbetrag T€ -12,9).

SOZIUS weist zum 31.12.2022 ein Eigenkapital von T€ 8.562 (Vorjahr T€ 8.287) aus. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 beträgt T€ 276 (Vorjahr Jahresüberschuss T€ 470).

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Ausgewiesen werden Darlehen/Ausleihungen an die SOZIUS gGmbH, Schwerin, in Höhe von T€ 135.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen (T€ 478) handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Forderungen (T€ 81). Diese setzen sich überwiegend aus noch nicht ausgezahlten Förderzusagen T€ 214, T€ 83 Erstattung Personalkosten wg. Corona, T€ 16 Beratungsstelle und T€ 28 Minusstunden Mitarbeiter zusammen.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen enthält die gewährten Zuschüsse für die Anschaffung und Herstellung von Sachanlagevermögen. Der Sonderposten wird entsprechend den Abschreibungen auf die bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst. Die gewährten Zuwendungen sind durch Grundschulden zu Gunsten der Zuschussgeber auf dem Grundvermögen der Gesellschaft abgesichert.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind gleichzeitig solche aus Lieferungen und Leistungen. Des Weiteren bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 45 (Vorjahr T€ 45).

Es bestehen folgende Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren:

Betrag
T€
Sicherheit
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.183
(2021: 1.405 T€) Grundschuld
Rückgewähransprüche
Sicherungsübereignung
Inventar
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
Lebenshilfe Schwerin e.V. 45
(2021: 45 T€) keine

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 4.028 (valutierend zum Stichtag) durch Grundschulden bzw. abgetretene Rückgewähransprüche sowie durch Sicherungsübereignung von Inventar besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von insgesamt T€ 329 (2021 T€ 292), davon fällig in 2023 T€ 51 (2022 T€ 41). Daneben bestehen finanzielle Verpflichtungen in Form eines Bestellobligos in Höhe von € 2,2 Mio. aus dem Bauvorhaben Polentzstraße.

II. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Sie wird nach dem Jahresüberschuss um die Ergebnisverwendung fortgeführt.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge bestehen ganz überwiegend aus den Erstattungen der Sozialversicherungsbeiträge für Menschen mit Behinderung. In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen in Höhe von T€ 320 (2021 T€ 187) enthalten.

C. Ergänzende Angaben

I. Organe der Gesellschaft

Die Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung.

Geschäftsführung

Stephan Hüppler (Dipl.-Kaufmann (FH)), Wismar

Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt.

Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Prokuristen

Ramona Oeding Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Glaisin

Thomas Wolf Dipl.-Sozialpädagoge (FH), RabenSteinfeld

Dieter Eichler Dipl.-Verwaltungswissenschaftler, Wittenförden (bis 11.04.2023)

Die Prokuristen sind gem. der Geschäftsordnung der Gesellschaft vertretungsberechtigt.

Gesellschafter

Lebenshilfe Schwerin e. V. (80 %)
Der Paritätische Landesverband
Mecklenburg-Vorpommern e. V. (10 %)
freiraum e. V. (10 %)

II. Anzahl der Mitarbeiter

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter setzt sich wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr Vorjahr
Mitarbeiter 311 278
Mitarbeiter mit Behinderung 380 374

III. Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der von der Geschäftsführung an die Gesellschafterversammlung vorgeschlagenen Ergebnisverwendung aufgestellt. Der Jahresüberschuss von € 1.257.862,10 (2021 € 870.098,48) wurde dabei unter Berücksichtigung der gemeinnützigkeitsrechtlichen Vorgaben und den Anforderungen an eine Werkstatt für behinderte Menschen in die Gewinnrücklagen eingestellt.

D. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag 31.12.2022 haben sich für die Gesellschaft keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet.

 

Schwerin, den 07.09.2023

gez. Stephan Hüppler, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 257.308,94 71.868,72 0,00 0,00 0,00 329.177,66
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 257.308,94 71.868,72 0,00 0,00 0,00 329.177,66
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.998.609,03 384.287,59 0,00 0,00 1.078.050,20 17.460.946,82
technische Anlagen und Maschinen 2.051.317,05 169.232,52 0,00 140.847,64 0,00 2.079.701,93
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.858.544,38 655.668,00 0,00 378.863,31 0,00 3.135.349,07
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 284.343,35 832.078,60 0,00 755,80 -1.078.050,20 37.615,95
Summe Sachanlagen 21.192.813,81 2.041.266,71 0,00 520.466,75 0,00 22.713.613,77
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 51.200,00 0,00 0,00 0,00 51.200,00
Beteiligungen 18.153,00 0,00 0,00 0,00 0,00 18.153,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 147.571,08 1.031,54 0,00 0,00 0,00 148.602,62
sonstige Finanzanlagen 118.231,59 0,00 0,00 0,00 0,00 118.231,59
Summe Finanzanlagen 283.955,67 52.231,54 0,00 0,00 0,00 336.187,21
Summe Anlagevermögen 21.734.078,42 2.165.366,97 0,00 520.466,75 0,00 23.378.978,64
kumulierte Abschreibungen 01.01.2022
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 214.838,10 35.379,78 0,00 0,00 0,00 250.217,88
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 214.838,10 35.379,78 0,00 0,00 0,00 250.217,88
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.946.464,29 370.493,75 0,00 0,00 0,00 6.316.958,04
technische Anlagen und Maschinen 1.431.846,67 118.207,77 0,00 139.012,87 0,00 1.411.041,57
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.675.986,49 581.469,94 0,00 372.016,41 0,00 1.885.440,02
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 9.054.297,45 1.070.171,46 0,00 511.029,28 0,00 9.613.439,63
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 12.999,00 0,00 0,00 0,00 0,00 12.999,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 13.750,12 0,00 0,00 0,00 0,00 13.750,12
sonstige Finanzanlagen 3.285,62 13.936,62 0,00 0,00 0,00 17.222,24
Summe Finanzanlagen 30.034,74 13.936,62 0,00 0,00 0,00 43.971,36
Summe Anlagevermögen 9.299.170,29 1.119.487,86 0,00 511.029,28 0,00 9.907.628,87
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Buchwert 31.12.2021
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 78.959,78 42.470,84
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 78.959,78 42.470,84
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 11.143.988,78 10.052.144,74
technische Anlagen und Maschinen 0,00 668.660,36 619.470,38
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.249.909,05 1.182.557,89
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 37.615,95 284.343,35
Summe Sachanlagen 0,00 13.100.174,14 12.138.516,36
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 51.200,00 0,00
Beteiligungen 0,00 5.154,00 5.154,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 134.852,50 133.820,96
sonstige Finanzanlagen 0,00 101.009,35 114.945,97
Summe Finanzanlagen 0,00 292.215,85 253.920,93
Summe Anlagevermögen 0,00 13.471.349,77 12.434.908,13

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.09.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss wurde aus dem vollständigen Jahresabschluss abgeleitet. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

" BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dreescher Werkstätten gGmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dreescher Werkstätten gGmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dreescher Werkstätten gGmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 7. September 2023

Kreston Basedow GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Basedow, Wirtschaftsprüfer"

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