Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 2480 AH
Eingetragen
21.12.2005
Branche
BeteiligungsgesellschaftenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenGroßhandel mit Tabakwaren
Gegenstand
Der Betrieb eines Warenhauses in Ahrensburg. Die Gesellschaft kann im In- und Ausland Unternehmen erwerben, veräußern, pachten oder verpachten, sie kann Zweigniederlassungen errichten und alle Geschäfte betreiben, die geeignet sind, den Zweck der Gesellschaft und ihrer Unternehmen zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Skowronnek
seit 21.12.2005
Geschäftsführer
Matthias Timm
seit 21.12.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Matthias Timm
Ahrensburg
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Nessler GmbH

Ahrensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlage des Unternehmens

Die Nessler GmbH betreibt Warenhäuser in den Städten Ahrensburg, Geesthacht, Ludwigslust und Templin, wobei in Ahrensburg die Hauptfiliale ist. Es werden Konsumgüter des täglichen Bedarfs wie Haushaltswaren, Spielwaren, Unterhaltungselektronik sowie im Wesentlichen Bekleidung dem Endverbraucher angeboten.

Das Geschäftsjahr 2023 war von umfangreichen Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten in der Filiale Geesthacht geprägt, die zunächst ganzjährig zu Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebes an diesem Standort geführt haben. Die Maßnahmen im Inneren des Gebäudes sind nunmehr abgeschlossen, und die Geschäftsleitung erwartet in Folge der deutlichen Verbesserung der Warenpräsentation einen positiven Umsatztrend für die folgenden Jahre. An den übrigen Standorten der Nessler GmbH entwickelten sich die Umsätze 2023 erfreulich positiv, so dass per Saldo eine Umsatzsteigerung von 1,8 % über alle Nessler Standorte und ein leicht verbesserter Jahresüberschuss erreicht werden konnte. Hohe Tariflohnabschlüsse, sinkende Energiekosten, eine zurückgehende Inflation und mittelfristig fallende Zinsen erzeugen aktuell ein positives Konsumklima, von dem das Handelsgeschäft der Nessler GmbH in 2024 profitieren sollte. In diesem Kontext ist die Geschäftsführung zuversichtlich, dass 2024 sowohl der Umsatz als auch der Jahresüberschuss der Nessler GmbH erneut gesteigert werden kann.

Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, auch in Zukunft mit den vier aktuell betriebenen Warenhäusern erfolgreich stationären Einzelhandel betreiben zu können. Das positive Feedback und die Loyalität der zahlreichen Nessler-Stammkunden motiviert die Mitarbeitenden, den erfolgreichen Weg des Unternehmens gemeinsam fortzusetzen.

Branchenkonjunktur insgesamt und Wettbewerb im regionalen Absatzgebiet

Das reale Bruttoinlandsprodukt ist mit -0,3 % (Vorjahr: +1,8 %) in Deutschland 2023 gesunken. Ursächlich hierfür waren höhere Preise auf allen Wertschöpfungsstufen, gestiegene Kapitalkosten durch höhere Fremdkapitalzinsen und eine insgesamt gedämpfte Nachfrage aus dem In- und Ausland (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024).

Im für die Nessler GmbH relevanten deutschen Einzelhandelsmarkt ist der Umsatz 2023 nominal um +2,3 % gestiegen und preisbereinigt jedoch in Folge weiterhin hoher Inflation um -3,3 % gefallen. Anders als in den vergangenen Jahren ist zwischen Onlinehandel und stationärem Handel keine große Divergenz in der realen Umsatzentwicklung mehr festzustellen. Konjunkturbedingt geht die Umsatzentwicklung verschiedener Betriebstypen des Einzelhandels nun in die gleiche Richtung.

2023 verlor der Internet- und Versandhandel nominal -0,4 % und preisbereinigt -3,9 % des Umsatzes zum Vorjahr, der stationäre Betriebstyp Supermarkt/SB-Warenhaus gewinnt zwar nominal +6,0 % und verliert aber real auch -3,7 %, der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren gewinnt nominal +3,7 % und real +2,6 % und der für die Nessler GmbH relevante Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (z. B. Waren- und Kaufhäuser) gewinnt nominal +0,7 % und verliert real -4,2 % Umsatz im Vergleich zum Vorjahr (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 041 vom 31.01.2024).

Im Berichtsjahr 2023 hat es an keinem bestehenden Standort der Nessler-Gruppe eine Verschiebung der stationären Wettbewerbssituation gegeben. Aktuell lässt sich noch nicht absehen, wie stark der Absatz im Geschäftsjahr 2024 von fallenden Zinsen und der Verabschiedung eines Wachstumschancengesetzes durch die Bundesregierung profitieren kann, beziehungsweise unter den geopolitischen Spannungen in der Ukraine und dem mittleren Osten leiden wird.

Beschaffungsmarkt und Unternehmen

Einkaufsverbände

Die Mitgliedschaften in den Hartwareneinkaufsverbänden Vedes, Electronic Partner sowie im Sporteinkaufsverband Intersport und dem Textileinkaufsverband KATAG AG sind weiter fortgeführt worden. Darüber hinaus bestehen weiterhin direkte Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Markenherstellern und Importeuren.

Einkaufskonditionen und Lieferantenkonzentration

In 2023 hat die Geschäftsführung gemeinsam mit den einkaufsverantwortlichen Bereichsleitern der Hauptwarenbereiche erfolgreich daran gearbeitet, die partnerschaftlichen Kooperationen mit den marktstarken Lieferanten zu stabilisieren. Eine meist termingerechte Belieferung mit modisch bzw. technisch aktuellen Artikeln, in gewünschter Menge und Qualität, zu marktgerechten Preisen, war und ist weiterhin gewährleistet, wobei es in 2023 und im 1. Quartal 2024 bereits zu Verzögerungen bei der Auslieferung in Folge der terrorbedingten Sperrung der Schiffsverbindungen durch das Rote Meer und den Suezkanal gekommen ist.

Ziel für 2024 ist die Aufrechterhaltung der Partnerschaften mit den Lieferanten, die unter Insolvenzen und Geschäftsaufgaben zahlreicher großer Einzelhändler zu leiden haben.

IT - Hardware / Software

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft Hard- und Softwareinvestitionen in Höhe von ca. T€ 24,3 getätigt. Für 2024 sind in diesem Bereich Investitionen von T€ 25 geplant.

Entwicklungen im Personalressort

Die Nessler GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einschließlich Auszubildender durchschnittlich 223 Personen (in Vollzeit umgerechnet 159 Personen) beschäftigt, davon mehr als die Hälfte in Ahrensburg.

In 2023 ist die Lohn- und Gehaltssumme bei erhöhten Umsätzen um 10,9 % auf T€ 7.307 (Vorjahr: T€ 6.590) gestiegen. Die Gesellschaft hat bereits in 2022 unterjährig die Festgehälter fast aller Mitarbeiter deutlich erhöht, um dem negativen Kaufkrafteffekt der gestiegenen Inflation entgegenzuwirken. In 2023 wurden die Gehaltssteigerungen aus der Vorperiode ganzjährig kostenwirksam. Das Ziel, möglichst viele der qualifizierten, loyalen und motivierten Mitarbeitenden im Unternehmen zu halten, wurde mit dieser Maßnahme erreicht.

Instandsetzung und Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 sind von der Nessler GmbH insgesamt Investitionen von T€ 1.407 durchgeführt worden. Ein Investitionsschwerpunkt ist die neue Ladeneinrichtung im Untergeschoss der Filiale Geesthacht (T€ 1.286) gewesen. Dort sind für 2024 weitere Einrichtungsinvestitionen im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss geplant. Darüber hinaus wird in Ahrensburg im Erdgeschoss eine Verkaufsfläche von 350 qm gemeinsam mit dem Lieferanten Bestseller neu möbliert und ausgebaut. Das projektierte Investitionsvolumen für 2024 beträgt T€ 250.

Umsatzentwicklung

Der Bruttoumsatz inklusive Umsatzsteuer der Gesellschaft ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um +1,8 % auf T€ 30.876 (Vorjahr: T€ 30.326) gestiegen. Während die Filialen Ahrensburg, Ludwigslust und Templin nominale Umsatzsteigerungen erzielen konnten, ging der Umsatz in der Filiale Geesthacht umbaubedingt auf temporär reduzierter Fläche deutlich zurück.

Für 2024 rechnet die Geschäftsführung mit steigenden Umsätzen an allen Standorten, wobei der Umsatzzuwachs nach erfolgreichem Abschluss der Umbaumaßnahme in Geesthacht am größten sein wird.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Entwicklung der bilanziellen Vermögens- und Finanzstruktur ist auf der Passivseite durch eine ergebnisbedingte Erhöhung des Eigenkapitals um T€ 62 gekennzeichnet. Das mittel- und langfristige Fremdkapital nimmt per Saldo um T€ 116 zu. Hier wirkte sich einerseits die planmäßige Kredittilgung senkend, andererseits die Bildung einer Rückstellung für die Übernahme von Rückbauverpflichtungen erhöhend aus. Im Vergleich zum Vorjahr geringere Steuerrückstellungen resultieren aus der Ergebnissituation. Die Zunahme der anderen Verbindlichkeiten um T€ 820 bedingt durch Abrechnungssalden aus der Baumaßnahme in Geesthacht führt im Berichtsjahr zu einem Anstieg des kurzfristigen Fremdkapitals um insgesamt T€ 316. Auf der Aktivseite nimmt das Anlagevermögen hauptsächlich bedingt durch Einrichtungsinvestitionen in der Filiale Geesthacht um T€ 1.177 zu. Durch die Gewährung eines Darlehns von T€ 3.000 an ein nahestehendes Unternehmen und die Zunahme der übrigen Vermögensgegenstände und der Vorräte nimmt das kurzfristig gebundene Vermögen um T€ 3.450 zu und die liquiden Mittel um T€ 4.130 ab. Im Ergebnis steigt die Bilanzsumme um T€ 494 und die Eigenkapitalquote bleibt nahezu unverändert bei 11,8 % (Vorjahr: 11,7 %).

Hinsichtlich der Ertragslage 2023 führen die im Vorjahresvergleich um T€ 550 höheren Bruttoumsätze, die um T€ 717 höheren Personalkosten, die um T€ 538 gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen und der um T€ 297 höhere Wareneinsatz zu einem Rückgang der EBITDA-Marge auf 0,9 % (Vorjahr: 1,2 %). Im Berichtsjahr konnte das Vorsteuerergebnis leicht auf T€ 160 (Vorjahr: T€ 152) gesteigert werden.

Insgesamt bewerten wir das positive Jahresergebnis im Kontext der aktuellen wirtschaftlichen Situation im stationären Einzelhandel als Erfolg.

Prognose - IST-Vergleich

Die Prognose des Vorjahres ist mit einem leicht gestiegenen Umsatz und einem positiven, ebenfalls höheren Jahresüberschuss nahezu erreicht worden.

Chance/Risikobericht

Im Rahmen eines Berichtes über wesentliche Chancen/Risiken ist Folgendes hervorzuheben:

Ein Branchenrisiko besteht für die kommenden Jahre auf der Absatzseite, bedingt durch ein sich veränderndes Konsumverhalten und die dauerhaft bestehende Konkurrenz des Onlinehandels. Gegenläufig und ergebnisstützend wirken auf der Beschaffungsseite die Verbesserung der Einkaufsstruk- turen durch individuelle Vertriebsvereinbarungen, bei zugleich hauptsächlich EDI-gestützten Liefer- und Lagerkonditionen, die im Jahresdurchschnitt eine saisonoptimale Bevorratung sicherstellen. Während der Wettbewerbsdruck im stationären Handel bedingt durch Geschäftsaufgaben rückläufig ist, beobachten wir insbesondere im Bereich Spielwaren, Haushaltswaren, Elektronik und Kinderbekleidung Konkurrenz durch den Onlinehandel. Wir sehen in einem klassischen Online-Shop für unser Geschäft mehr Risiken als Chancen und setzen auf gute Fachberatung durch qualifizierte Mitarbeiter und kontinuierliche Investitionen in die Nessler Warenhäuser, um das Einkaufserlebnis zu verbessern.

Hinsichtlich der im Endverbraucherhandel typischen Zahlungsmittel EC-Karte mit Pin-Nummer, Kreditkarte oder Bargeld sind die Ausfallrisiken kaum erwähnenswert. Das in die vollständig intern ausgestaltete, nach außen gegen mögliche Schadwirkungen mehrfach abgesicherte IT-Umgebung eingebettete Kassensystem erlaubt flexible Reaktionen sowohl auf technische Hardwareprobleme als auch auf Störungen im individuellen Zahlungsmittelverkehr. Folglich sehen wir auch geringe Risiken im Hinblick auf Verstöße gegen das Geldwäschegesetz. Wir haben zum Schutz von personenbezogenen Daten ausreichende Maßnahmen ergriffen, so dass wir in diesem Bereich lediglich geringe Risiken sehen.

Dem Risiko der Unvorhersehbarkeit der Energiepreise ist die Geschäftsführung dadurch begegnet, dass Sie sowohl die Einkaufspreise als auch die Mengen für Gas bis Ende 2026 fest vereinbart hat und auch die erforderlichen Strommengen und Einkaufspreise für 2024 und 2025 kontrahieren konnte.

Wie sich der Konflikt im Nahen Osten, der Krieg in der Ukraine, die Terroranschläge auf Handelsschiffe im Roten Meer, das Lieferkettengesetz und eine politisch gewollte Reduzierung der Abhängigkeit von China als größter Partner unserer Importlieferanten auf unsere Beschaffungsseite auswirken wird, kann die Geschäftsführung aktuell nicht beurteilen.

Prognosebericht

Für 2024 erwartet das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) einen Rückgang des realen BIP um -0,3 % und für 2025 ein moderates Wachstum von 0,8 %. Während der private Konsum in Folge von höheren Lohnabschlüssen, sinkender Inflation und steigender Erwerbstätigkeit 2024 real um 0,7 % und 2025 real um 1,6 % zunehmen soll und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stützen könnte, führen hohe Zinsen und restriktive Fiskalpolitik der Regierung zu einer sehr schwachen Entwicklungsprognose des IMKs für das realen BIP in Deutschland. (Quelle: IMK, Pressedienst 20.03.2024).

Die moderat positive Konsumneigung der Verbraucher spiegelt sich bei der Nessler GmbH auch in den Umsätzen des 1.Quartals 2024 wider. So legte der Umsatz im besagten Zeitraum um 5,8 % zu. Die Geschäftsführung geht für 2024 im Kontext der abgeschlossenen Umbaumaßnahme in der Filiale Geesthacht von einer moderaten Umsatzsteigerung auf Unternehmensebene im Vergleich zu 2023 aus. Gehaltssteigerungen zum Ausgleich der Inflation wie in 2022 und 2023 sind für 2024 nicht geplant. Für 2024 rechnet die Geschäftsführung mit einem leicht verbesserten Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Berichtsjahr. Vor dem Hintergrund der aktuellen Liquiditätssituation und bankenseitig zugesagten Kreditlinien sieht die Geschäftsführung auch im Falle eines massiven Konjunktureinbruchs auf absehbare Zeit keine existenzbedrohenden Gefahren für die Gesellschaft.

 

Ahrensburg, den 9. April 2024

gez. Dipl.-Kfm. Matthias

gez. Timm Stefan Skowronnek

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.543.892,82 369.809,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 39,00 2.667,00
1. Entgeltlich erworbene Software 36,00 2.664,00
2. Firmenwert 3,00 3,00
II. Sachanlagen 1.511.253,82 334.542,50
1. Bauten auf fremden Grundstücken 8.530,00 11.280,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.498.311,50 323.262,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.412,32 0,00
III. Finanzanlagen 32.600,00 32.600,00
1. Beteiligungen 2.000,00 2.000,00
2. Genossenschaftsanteile 30.600,00 30.600,00
B. Umlaufvermögen 5.519.771,77 6.202.506,23
I. Vorräte 1.379.333,41 1.320.418,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.714.814,46 326.103,46
1. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 3.000.000,00 0,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 714.814,46 326.103,46
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 425.623,90 4.555.984,14
C. Rechnungsabgrenzungsposten 15.282,93 12.402,82
7.078.947,52 6.584.718,55

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 833.604,85 771.700,25
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnvortrag 271.700,25 249.267,54
III. Jahresüberschuss 61.904,60 22.432,71
B. Rückstellungen 2.907.195,29 2.739.723,70
C. Verbindlichkeiten 3.338.147,38 3.073.294,60
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 750.150,99 1.250.165,65
2. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen 637.667,01 475,75
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.950.329,38 1.822.653,20
7.078.947,52 6.584.718,55

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.188.592,45 12.100.434,01
2. Personalaufwand 7.307.325,98 6.590.198,82
a) Löhne und Gehälter 6.039.172,60 5.445.040,00
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.268.153,38 1.145.158,82
3. Abschreibungen 237.043,83 181.509,99
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 237.043,83 181.509,99
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.611.770,53 5.150.423,42
5. Erträge aus Beteiligungen 29,45 22,09
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 151.590,63 2.200,97
davon aus Abzinsung 0,00 -4.027,25
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.089,57 26.846,62
davon an verbundene Unternehmen 663,19 0,27
davon aus Abzinsung 10.099,00 10.612,59
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 98.326,36 130.178,52
9. Sonstige Steuern 1.751,66 1.066,99
Jahresüberschuss 61.904,60 22.432,71

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Angaben

Die Nessler GmbH, hat ihren Sitz in Ahrensburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Lübeck (Reg.Nr. HRB 2480).

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG).

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich nach den Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§ 266 ff. HGB).

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem in §§ 266 und 275 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschema für große Kapitalgesellschaften und wurde um den Posten Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegen/gegenüber nahestehende Personen erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Anhang wird unter Berücksichtigung der Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, die linear über die erwartete Nutzungsdauer erfolgen, abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Firmenwert resultiert aus der Zeit vor Anwendung des BilMoG und wurde über eine Dauer von fünfzehn Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Zeitpunkt des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Die Abschläge wurden im Geschäftsjahr an die branchenüblichen Sätze angepasst und entsprechen den steuerlichen Bewertungsvorschriften.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigung Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Auszahlungen vor dem Stichtag, die im Folgejahr aufwandswirksam werden.

Die Pensionsrückstellungen betreffen die Leistungen an einen ehemaligen Geschäftsführer und die Anwartschaften an einen aktiven Geschäftsführer.

Bei der Berechnung der anzusetzenden Barwerte wurde in dem versicherungsmathematischen Gutachten das Teilwertverfahren unter Berücksichtigung des § 253 Absatz 3 HGB, des Abschnitts 41 der Einkommenssteuerrichtlinie und den "Richttafeln Oktober 2018 G" nach Heubeck angewendet. Der zugrunde gelegte Zinssatz der Bundesbank beträgt 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %).

Mit der Umsetzung der Wohnimmobilienrichtlinie hat sich der relevante Zinsermittlungszeitraum für Pensionsrückstellungen von sieben Jahre auf zehn Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren ausgeweitet. Hierdurch hat sich der Zinssatz für das Berichtsjahr von 1,78 % auf 1,74 % verringert. Hierheraus ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 6.945,00, dieser ist ausschüttungsgesperrt (siehe hierzu auch III).

Der Ausweis der Pensionsrückstellungen erfolgt saldiert mit dem Guthaben aus einem Deckungsvermögen einer Lebensversicherung, die mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet wurde, in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 113).

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten; sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die aktiven latenten Steuern sind in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 HGB nicht ausgewiesen worden.

ll. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 sind auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt unverändert EUR 500.000,00.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen (TEUR 1.645), Kundenkartengutscheine (TEUR 378) ausstehende Leistungsvergütungen für Mitarbeiter (TEUR 83), Urlaubsansprüche und Überstunden (TEUR 115), Berufsgenossenschaftsbeiträge (TEUR 38), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 53) sowie ausstehende Rechnungen (TEUR 15).

Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen wurden für voraussichtliche Kosten gebildet, die beim Auszug entstehen. Die Rückstellung wird über die Mietvertragsdauer ratierlich angesammelt. Die Abzinsung zum Bilanzstichtag erfolgt mit dem Marktzins entsprechend der voraussichtlichen Restdauer des Mietverhältnisses.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten betragen insgesamt EUR 3.338.147,38 (Vorjahr: EUR 3.073.294,60), hiervon haben EUR 3.088.147,38 (Vorjahr: EUR 2.323.294,60) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, EUR 250.000,00 (Vorjahr: EUR 750.000,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und unter fünf Jahren. Diese betreffen die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzten sich im Wesentlichen aus Steuerverbindlichkeiten (TEUR 342; Vorjahr: TEUR 157), Gutscheinen (TEUR 191; Vorjahr: TEUR 193) sowie Gutschriften (TEUR 122; Vorjahr: TEUR 124) zusammen.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt und betragen insgesamt TEUR 25.946 (Vorjahr: TEUR 25.484). Hiervon entfallen TEUR 25.496 (Vorjahr: TEUR 25.023) auf Warenerlöse sowie TEUR 450 (Vorjahr: TEUR 461) auf Mieten und Dienstleitungen.

Personalaufwand

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung betreffen Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 44).

Zinsaufwendungen und -erträge

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10).

III. Sonstige Pflichtangaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen gesamtschuldnerische Haftungen für Darlehen bei Banken in Höhe von TEUR 7.638 (Vorjahr: TEUR 7.750). Ferner bestehen selbstschuldnerische Bürgschaften in Höhe von TEUR 600 (Vorjahr: TEUR 600). Mit einer Inanspruchnahme aus der Haftung bzw. der Bürgschaft wird aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse der Schuldnerin nicht gerechnet.

Die finanziellen Verpflichtungen aus Mieten und Pachten belaufen sich auf insgesamt TEUR 9.819 brutto; für 2024 wird mit Aufwendungen von TEUR 2.515 gerechnet. Der Mietvertrag für eine Teilfläche in Ahrensburg hat eine Restlaufzeit von vier Jahren. Einige Miet- und Pachtverträge haben eine feste Laufzeit. Deren Restwert ist vollständig in den Gesamtbetrag mit aufgenommen. Bei den übrigen Verträgen besteht keine feste Laufzeit, sie können allerdings mit einer einjährigen Frist zum Ende des Kalenderjahres gekündigt werden. Daher sind bei diesen Verträgen die Jahreszahlungen für Miete und Pacht bei der Ermittlung der Mindestmietzahlungen berücksichtigt worden.

Für die Rückbauverpflichtungen werden bis zum Ende der Mietvertragslaufzeiten noch Aufwendungen von insgesamt TEUR 1.911 entstehen.

Weitere Geschäfte außerhalb der Bilanz bestehen nicht.

Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 3 HGB

EUR
Jahresüberschuss 61.904,60
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 271.700,25
333.604,85
Ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag aus Pensionsrückstellung -6.945,00
Ausschüttbarer Bilanzgewinn 326.659,85

Personal

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 223 (Vorjahr: 215) Arbeitnehmer beschäftigt (in Vollzeit umgerechnet: 159 (Vorjahr: 160). Davon waren 132 Angestellte (Vorjahr: 130), 84 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 75) und 7 Auszubildende (Vorjahr: 10).

Gesellschaftsorgane

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr:

Herr Stefan Skowronnek, Ahrensburg, Kaufmann

Herr Matthias Timm, Ahrensburg, Diplom-Kaufmann.

Herr Matthias Timm ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht bekannt.

 

Ahrensburg, den 9. April 2024

gez. Matthias Timm

gez. Stefan Skowronnek

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 327.813,41 0,00 0,00 327.813,41
2. Firmenwert 538.850,11 0,00 0,00 538.850,11
866.663,52 0,00 0,00 866.663,52
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.951.681,19 0,00 0,00 1.951.681,19
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.573.024,85 1.406.800,83 351.112,92 8.628.712,76
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.412,32 0,00 4.412,32
9.524.706,04 1.411.213,15 351.112,92 10.584.806,27
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.000,00 0,00 0,00 2.000,00
2. Genossenschaftsanteile 30.600,00 0,00 0,00 30.600,00
32.600,00 0,00 0,00 32.600,00
10.423.969,56 1.411.213,15 351.112,92 11.484.069,79
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 325.149,41 2.628,00 0,00 327.777,41
2. Firmenwert 538.847,11 0,00 0,00 538.847,11
863.996,52 2.628,00 0,00 866.624,52
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.940.401,19 2.750,00 0,00 1.943.151,19
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.249.762,35 231.665,83 351.026,92 7.130.401,26
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.190.163,54 234.415,83 351.026,92 9.073.552,45
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
10.054.160,06 237.043,83 351.026,92 9.940.176,97
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 36,00 2.664,00
2. Firmenwert 3,00 3,00
39,00 2.667,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 8.530,00 11.280,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.498.311,50 323.262,50
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.412,32 0,00
1.511.253,82 334.542,50
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.000,00 2.000,00
2. Genossenschaftsanteile 30.600,00 30.600,00
32.600,00 32.600,00
1.543.892,82 369.809,50

sonstige Berichtsbestandteile

Der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 61.904,60 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gem. § 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss der Nessler GmbH, Ahrensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nessler GmbH, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 16. April 2024

ESC Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Wolfgang Sälzer, Wirtschaftsprüfer

gez. Beatrix Arlitt, Wirtschaftsprüferin

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