VR-Bank Ellwangen eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm GnR 510001
Eingetragen
30.12.1871
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; b) die Gewährung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Krediten, Immobilien und Reisen; i) Kauf und Verkauf, die Erschließung, die Bebauung sowie die Bewirtschaftung von Immobilien; j) die Errichtung, der Betrieb und die Beteiligung an Anlagen zur Erzeugung von regenerativen Energien und deren Verwertung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Hägele
seit 12.10.2023
Prokura
Michael Eiberger
seit 4.3.2019
Prokura
Michael Mai
seit 2.3.2018
Prokura
Bernd Finkbeiner
seit 11.3.2016
Vorstandsmitglied
Jürgen Hornung
seit 26.2.2008
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VR-Bank Ellwangen eG

Ellwangen Jagst

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die Kernaufgabe unserer Genossenschaftsbank besteht darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. Geschäftszweck der Bank als Kreditinstitut ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder und Kunden.

In unserem Kerngeschäftsgebiet sind wir neben unserer Hauptstelle in Ellwangen mit acht Geschäftsstellen und drei SB-Filialen vertreten. Als erweitertes Geschäftsgebiet definieren wir im Wesentlichen das umliegende Gebiet von Ellwangen bis einschließlich der Stadtgebiete Feuchtwangen, Gunzenhausen, Harburg, Giengen an der Brenz, Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Hall und Crailsheim. Die Geschäftsaktivitäten außerhalb dieses Gebietes sind von untergeordneter Bedeutung.

Unsere wesentlichen Geschäftsaktivitäten fokussieren sich auf das Privat- und Firmenkundengeschäft mit dem Kredit- und Einlagengeschäft, das Vermittlungsgeschäft, den Zahlungsverkehr einschließlich Kontoführung als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft. Als Vertriebswege dienen uns unsere Geschäftsstellen sowie unserer digitalen Angebote. Für unsere Aktivitäten nutzen wir das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Die Bank gehört der BVR-Institutssicherung an. Das Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaftsbank der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

(Quelle: Rundschreiben "Hintergrundmaterial zur Erstellung der Geschäftsberichte der Volksbanken und Raiffeisenbanken" des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) vom 4. März 2024)

Im Jahr 2023 beeinträchtigten die Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands. Wegen dieser Belastungen sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, nachdem es 2022 noch merklich zugelegt hatte (+1,8 %). Die Inflationsrate verminderte sich zwar von 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 % 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin ausgesprochen hoch.

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene wirtschaftliche Schwächephase dauerte im Wesentlichen das gesamte Jahr 2023 an. Dabei überlagerten sich die dämpfenden Einflüsse vielfach. Die bis ins Frühjahr bestehenden Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung erfüllten sich nicht. Zu Jahresbeginn wurde die Konjunktur vor allem durch die nur langsam schwindenden Belastungen durch die hohe Inflation, die Materialengpässe und die teilweise noch bestehenden Coronaschutzmaßnahmen gedämpft. Im weiteren Jahresverlauf belasteten dann verstärkt die von den westlichen Notenbanken in Reaktion auf die Inflation vorgenommenen kräftigen Leitzinsanhebungen die wirtschaftliche Situation in Deutschland und weltweit. Überlagert wurden diese Einflüsse auch von dem andauernden Arbeits- und Fachkräftemangel hierzulande und den hohen Unsicherheiten, beispielsweise über die Folgen des Ende 2023 eskalierenden Nahostkonflikts und den wirtschaftspolitischen Kurs in Deutschland nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November. In Reaktion auf das Urteil musste die Bundesregierung zum Jahresende in ihrer Finanzplanung deutliche Kürzungen und Einsparungen vornehmen.

Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6 % gestiegen war, sank um deutliche 1,5 %. Die privaten Konsumausgaben 2023 gingen, nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9 %, preisbereinigt um 0,7 % zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Insgesamt trugen die Konsumausgaben mit einem Beitrag von -0,7 Prozentpunkten wesentlich zum Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts bei.

Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen wie Fahrzeuge und Maschinen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+3,0 % nach +4,0 %). Hier stützten die abnehmenden Lieferengpässe die Entwicklung, die eine sukzessive Abarbeitung der aufgestauten Auftragsbestände ermöglichten. Andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8 % gesunken waren, abermals nach. Sie wurden noch stärker als die Ausrüstungsinvestitionen durch die rasant steigenden Leitzinsen ausgebremst und verminderten sich, trotz eines witterungsbedingt günstigen Jahresauftakts, um 2,7 %. Neben dem zinsbedingten Nachfragerückgang, von dem der Wohnungsbau noch stärker als der Gewerbebau betroffen war, belastete die nur langsam nachlassende Baupreisdynamik das Investitionsgeschehen. Alles in allem ging von den Bruttoanlageinvestitionen ein leicht negativer Impuls (-0,1 Prozentpunkte) für das preisbereinigte Wirtschaftswachstum aus.

Der grenzüberschreitende Handel der deutschen Wirtschaft konnte 2023 nicht an die deutlichen Zuwächse während der Erholung von der Coronakrise im Jahr 2022 anknüpfen. Sowohl die Exporte als auch die Importe sanken um 2,2 % beziehungsweise 3,4 %, nachdem sie im Vorjahr noch um 3,3 % und 6,6 % gestiegen waren. Im Ganzen wirkte der Außenhandel als Ganzes rechnerisch mit einem Wachstumsbeitrag von +0,6 Prozentpunkten dem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts entgegen.

Trotz der allgemeinen Konjunkturschwäche blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Zwar stieg die Arbeitslosenzahl in der Statistik, auch wegen der verstärkten Erfassung Geflüchteter, von 2,4 Millionen Menschen im Vorjahr auf 2,6 Millionen Menschen. Die Arbeitslosenquote befand sich mit 5,7 % aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (+5,3 %). Zudem hielt der Beschäftigungsaufbau an. Die Erwerbstätigenzahl kletterte im Vorjahresvergleich um rund 300.000 auf einen neuen Rekordwert von gut 45,9 Millionen Menschen.

An den Finanzmärkten wurde das Jahr 2023 durch das langsame, noch andauernde Abklingen des Inflationsschocks des Jahres 2022 dominiert. Die Notenbanken setzten ihre geldpolitischen Straffungen aus dem Vorjahr fort und erhöhten ihre Leitzinsen weiter. Die europäischen und amerikanischen Notenbanken erreichten damit 2023 und binnen unter achtzehn Monaten Erhöhungsphase die höchsten Leitzinsniveaus seit der globalen Finanzkrise von 2008. Im Zuge dieser Zinspolitik sanken die konjunkturellen Aussichten der Weltwirtschaft aufgrund der steigenden Finanzierungskosten. Auch die Entwicklung in der Volksrepublik China trug zur einsetzenden Konjunkturbremsung bei, da das dortige Wachstum durch eine Immobilienkrise und Nachwirkungen der strengen Nullcovidpolitik geschwächt wurde. Geopolitische Unsicherheiten wie der andauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der durch den Terrorangriff der Hamas auf Israel intensivierte Nahostkonflikt oder die Rivalität zwischen China und den USA belasteten die Konjunkturaussichten ebenfalls. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz dieser Belastungen jedoch eher positiv und bewerteten die rückläufigen Inflationsraten des Jahres 2023 als Zeichen für schneller als erwartet folgende Zinssenkungen im Jahr 2024. So fiel die Verbraucherpreisinflation in den USA zum Jahresende auf 3,4 %, nachdem sie im Januar 2023 noch bei mehr als doppelt so hohen 6,4 % gelegen hatte. Im Euroraum war sie im selben Zeitraum von 8,6 % auf 2,9 % gefallen. Zwar entwickelte sich die für die Geldpolitik maßgebliche Kernrate, die um die schwankungsanfälligen Komponenten Energie und Nahrung bereinigt ist, weniger dynamisch. Sie fiel in den USA von 5,6 % auf 3,9 % und im Euroraum von 7,1 % auf ebenfalls 3,9 %. Doch die Finanzmärkte reagierten stark auf die Rückgänge, wodurch Aktien- und Anleihekurse vor allem in der Jahresendrallye deutlich an zulegten.

Branchenbezogene Entwicklung

(Quelle: Rundschreiben "Geschäftsbericht der Genossenschaftsbanken hier: Geschäftsentwicklung der Genossenschaftsbanken im Jahre 2023" des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) vom 6. März 2024)

In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 697 Volksbanken und Raiffeisenbanken, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2023 teilweise leicht ausweiten. Im Vergleich zu den Vorjahren verlor das bilanzielle Kundengeschäft insgesamt jedoch an Dynamik.

Die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 20 Milliarden Euro auf 777 Milliarden Euro (+2,6 %). Die Entwicklung der Kundeneinlagen blieb weitgehend stabil. Viele Kunden schichteten ihre während der Coronapandemie gebildeten hohen Sichteinlagenbestände in höher verzinste Einlagenformen, wie klassische Fest- und Termingelder oder Sparbriefe, um. Anderseits belasteten die höheren Lebenshaltungskosten infolge der Inflation die Sparfähigkeit der Kunden. Im Ergebnis betrugen die Kundeneinlagen der Genossenschaftsbanken Ende 2023 860 Milliarden Euro (-0,2 Prozent). Das bilanzielle Eigenkapital ist mit einem Plus von 3,2 % auf 64 Milliarden Euro gestiegen. Die Rücklagen legten um 2,6 % auf 47 Milliarden Euro zu, die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 4,8 % auf 17 Milliarden Euro. Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 1.175 Milliarden Euro weitgehend konstant.

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen.

Als Leistungsindikator für die Rentabilität unserer Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE vor Bewertung/dBS") festgelegt. Das Betriebsergebnis vor Bewertung ist das um Bewertungsergebnisse und betriebswirtschaftlich außerordentliche Faktoren bereinigte Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit. Die Kennzahl BE vor Bewertung/dBS misst somit unsere Ertragskraft in Relation zum Geschäftsvolumen, gemessen als durchschnittliche Bilanzsumme.

Zur Beurteilung der Kosteneffizienz setzen wir als Leistungsindikator die Cost-Income-Ratio (CIR) ein. Diese Kennziffer setzt die angefallenen Verwaltungsaufwendungen (GuV-Posten 10 und 11) ins Verhältnis zum erzielten Rohergebnis (GuV-Posten 1 - 3 und 5 - 7) und dem Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen. Bei der Berechnung werden betriebswirtschaftlich außerordentliche Faktoren eliminiert.

Das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite definieren wir als Indikator für die Zukunftsfähigkeit unseres Instituts. Das Wachstum des bilanziellen Kundenkreditvolumens (Bilanzposition A4) ist für uns ein bedeutsamster finanzieller Leistungsindikator.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote, die sich ermittelt aus dem Quotienten des Gesamtkapitals zum Gesamtrisikobetrag der Eigenmittelanforderungen.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten.

Daneben haben wir folgende bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikatoren definiert, die die Entwicklung unserer Bank beeinflussen bzw. denen wir eine strategische Bedeutung zumessen.

Die omnikanale Welt definiert sich durch unterschiedliche Interaktionswege des Kunden mit unserer Bank. Der persönliche Kontakt steht jedem Kunden über Service und Beratung offen. Ein weiterer wichtiger Schritt zur omnikanalen Interaktion stellt das OnlineBanking dar. Als bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator verwenden wir den Anteil der Kunden mit einem Kontokorrent-Konto und einem VR-Netkey.

Ein stetiger Veränderungsprozess bringt zwangsläufig auch Personalveränderungen mit sich. Eine zu große Fluktuation bürgt neben dem hohen Aufwand der Ersatzbeschaffung auch die Gefahr, Wissen und gelebte Unternehmenskultur zu verlieren. Die Fluktuationsquote durch Arbeitnehmerkündigungen dient uns daher als bedeutsamster nichtfinanzieller Leistungsindikator.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Die Rentabilitätskennzahl BE vor Bewertung/dBS sank im Vorjahresvergleich von 0,69 % auf 0,62 %. Der Rückgang war geringer als erwartet, da wir mit einem Wert von 0,56 % geplant hatten. Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 70,7 % (Vorjahr: 66,4 %). Auch hier hatten wir mit einem schlechteren Wert von 71,2 % für das Jahr 2023 gerechnet. Das Wachstum des bilanziellen Kundenkreditvolumens übertraf mit 2,9 % unsere Prognose von 1,0 %. Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 18,0 %, was einem Zuwachs von 1,0 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Gesamtkapitalquote lag über dem Planwert von 17,3 %.

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 1.125.697 1.177.010 -51.313 -4,4
Außerbilanzielle Geschäfte *) 93.140 136.239 -43.098 -31,6

*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.

Entgegen der Planung hat sich die Bilanzsumme im Jahr 2023 reduziert. Wir hatten mit einem geringfügen Bilanzsummenwachstum von 1,1 % geplant. Ursächlich für den Rückgang der Bilanzsumme waren im Wesentlichen der Abbau der bankeigenen Wertpapiere und der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der deutliche Rückgang der außerbilanziellen Geschäfte resultiert vor allem aus der Auszahlung von unwiderruflichen Kreditzusagen des Vorjahres. Aufgrund der verhaltenen Kreditnachfrage, insbesondere im Bereich des privaten Wohnungsbaus, waren zum Ende des Geschäftsjahres 2023 weniger neue Kreditzusagen vorhanden.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 779.564 757.304 22.260 2,9
Wertpapieranlagen 241.760 296.084 -54.324 -18,3
Forderungen an Kreditinstitute 60.320 81.350 -21.030 -25,9

Im Geschäftsjahr konnten die Kundenforderungen um 2,9 % ausgebaut werden. Diese gegenüber dem Vorjahr niedrigere Wachstumsrate übertrifft unserer Prognose für 2023, welche bei 1,0 % lag. Der Schwerpunkt unseres Neukreditgeschäftes lag im Bereich der Firmenkunden, während die Forderungen an Privatkunden aufgrund der geringeren Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen zurückgingen. Das Kreditgeschäft mit Privatkunden ist trotzdem weiterhin der Schwerpunkt unseres Kreditgeschäfts. Der Anteil des privaten Kreditgeschäfts hat sich leicht von 63,0 % auf 60,5 % reduziert.

Die Kreditvergabe an Firmenkunden betraf schwerpunktmäßig Unternehmensfinanzierungen des regionalen Mittelstands.

Dank der ausreichenden Liquidität und Risikotragfähigkeit waren wir jederzeit in der Lage, vertretbare Kreditwünsche zu erfüllen. Für die Bonität des akquirierten Neugeschäftes galten unsere Qualitätsmaßstäbe.

Die Veränderung der Wertpapieranlagen ist maßgeblich geprägt durch Einlösungen in Höhe von 74 Mio. EUR und Verkäufe über 25,6 Mio. EUR. Die Mittel wurden vor allem zur Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verwendet. Die Emittenten verfügen im Wesentlichen über sehr gute (AAA bis AA) bzw. gute Ratings (A+ bis BBB); zudem haben wir auf eine möglichst breite Streuung von Anlageklassen und Emittenten geachtet. Der Bestand entspricht der von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossenen Strategie.

Die Reduzierung der Forderungen an Kreditinstitute ist vor allem durch das am Bilanzstichtag niedrigere Guthaben bei der Deutschen Bundesbank (Einlagenfazilität) begründet.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 143.492 195.532 -52.040 -26,6
Spareinlagen 84.259 92.073 -7.814 -8,5
andere Einlagen 772.309 769.756 2.553 0,3
Nachrangige Verbindlichkeiten 12.236 9.025 3.211 35,6

Die Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist vor allem durch die Rückführung eines längerfristigen Refinanzierungsgeschäfts der dritten Serie (targeted longer-term refinancing operations - TLTRO III) bei der Deutschen Bundesbank begründet. Am Bilanzstichtag bestanden keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in fremder Währung.

In der Struktur des Passivgeschäfts war ein Rückgang der Nachfrage nach kurzfristigen Spareinlagen mit einer Kündigungsfrist bis 3 Monate festzustellen, während Spareinlagen mit längeren Kündigungsfristen um 6,8 Mio. EUR angestiegen sind. Bei den anderen Einlagen konnten die Abflüsse bei den täglich fälligen Verbindlichkeiten durch Verbindlichkeiten mit vereinbarten Laufzeiten weitgehend kompensiert werden. Insgesamt haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nur leicht um 0,6 % gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Erhöhung der nachrangigen Sparbriefe erfolgt zur Stärkung des Eigenkapitals, da die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gem. Art. 63 CRR erfüllt sind.

Bezieht man die nicht in der Bilanz abgebildeten Kundenanlagen (Verbundgeschäft) mit ein und betrachtet das von uns insgesamt betreute Kundenanlagevolumen, war eine Erhöhung um 4,5 % auf 1,7 Mrd. EUR zu verzeichnen.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 3.665 3.549 115 3,2
Vermittlungserträge 1.582 2.129 -547 -25,7
Erträge aus Zahlungsverkehr 2.986 2.705 281 10,4

Im Jahr 2023 hat sich der Provisionsüberschuss (Provisionsertrag abzüglich Provisionsaufwendungen) um 5,8 % auf 8,2 Mio. EUR erhöht. Vor dem Hintergrund der positiv verlaufenden Börsenentwicklungen konnten die Erträge aus den Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften gesteigert werden. Bei den Erträgen aus Vermittlungen waren neben den Bauspar- und Versicherungsprovisionen vor allem die erhaltenen Kreditvermittlungsprovisionen rückläufig. Diese haben sich um TEUR 268 reduziert. Gleichzeitig sind die Aufwendungen für Kreditvermittlung um TEUR 472 zurückgegangen.

Die Steigerung der Erträge aus dem Bereich Zahlungsverkehr resultiert weitgehend aus Mehrerträgen aus Kontoführungs- und Kartenverfügungsentgelten.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Zinsüberschuss 1) 16.014 15.219 796 5,2
Provisionsüberschuss 2) 8.176 7.727 448 5,8
Verwaltungsaufwendungen 16.534 14.988 1.546 10,3
a) Personalaufwendungen 9.970 9.253 718 7,8
b) andere Verwaltungsaufwendungen 6.564 5.735 828 14,4
Betriebsergebnis vor Bewertung 3) 7.353 7.978 -625 -7,8
Bewertungsergebnis 4) -2.944 -3.487 543 -15,6
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4.409 4.491 -82 -1,8
Steueraufwand 1.262 1.307 -45 -3,4
Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.100 2.300 -200 -8,7
Jahresüberschuss 1.047 885 163 18,4

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3

2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6

3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12

4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16

Durch eine um 1,1 Mio. EUR höhere Ausschüttung aus unserem Spezialfonds hat sich der Zinsüberschuss positiv entwickelt. Im Kundengeschäft lag der Anstieg der Zinsaufwendungen für Einlagen über der Ausweitung der Zinserträge aus dem Kreditgeschäft. Insgesamt hat der Zinsüberschuss von 16,0 Mio. EUR unserer Prognose von 15,8 Mio. EUR leicht übertroffen.

Der Provisionsüberschuss von 8,2 Mio. EUR lag über dem Vorjahrswert und auch über dem Planwert von 7,8 Mio. EUR. Insbesondere die um 0,5 Mio. EUR gesunkenen Aufwendungen für gezahlte Kreditvermittlungsprovisionen haben sich positiv auf den Provisionsüberschuss ausgewirkt. Bei den Provisionserträgen wurde der Rückgang der Vermittlungserträge durch höhere Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften sowie dem Zahlungsverkehr weitgehend kompensiert.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 16,5 Mio. EUR über dem Planwert von 16,0 Mio. EUR. Es ist sowohl der Personal- als auch der Verwaltungsaufwand gestiegen. Beim Personalaufwand waren neben den tariflich bedingten Lohnsteigerungen höhere Aufwendungen für Rückstellungen aufgrund einer neuen Betriebsvereinbarung notwendig. Die größten Zunahmen bei den anderen Verwaltungsaufwendungen betrafen die Kosten für die Leistungen der Rechenzentrale, Ausgaben für Prüfungs- und Beratungskosten sowie für Versicherungen.

Der Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen (GuV-Posten 8 und 12) hat sich um 0,2 Mio. EUR reduziert, nachdem im Vorjahr einmalige Versicherungsentschädigungen im Zusammenhang mit einem Schadensfall enthalten waren.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung hat sich um 0,6 Mio. EUR reduziert. Der höhere Zinsüberschuss- und Provisionsüberschuss kann die gestiegenen Verwaltungsaufwendungen und die geringeren sonstigen betrieblichen Erträge nicht ausgleichen.

Das Bewertungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. EUR auf -2,9 Mio. EUR verbessert. Der Bewertungsaufwand für das Kundengeschäft entsprach mit 2,9 Mio. EUR annähernd dem Planwert von 3,0 Mio. EUR. Das Bewertungsergebnis des Eigengeschäftes zeigt auf Grund der Zinsentwicklung und Annäherungen an den Rückzahlungskurs (Pull-to-Par-Effekt) einen positiven Saldo in Höhe von 3,3 Mio. EUR (Planwert 0,1 Mio. EUR). Im Vorjahr war bei den Eigenanlagen ein hoher Bewertungssaufwand zu verzeichnen, der im Wesentlichen auf zinsinduzierte Abschreibungen zurückzuführen war. Zur Abdeckung des Bewertungsaufwands in 2022 wurden Vorsorgereserven nach § 340f HGB aufgelöst. Im Berichtsjahr wurden neue Vorsorgereserven nach § 340f HGB in Höhe von 3,3 Mio. EUR gebildet.

Der Aufwand für Steuern lag mit 1,3 Mio. EUR auf Vorjahresniveau.

Der Jahresüberschuss von 1,0 Mio. EUR ermöglicht die Zahlung einer Dividende und die satzungsgemäße Dotierung der Rücklagen.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Refinanzierung unserer Aktiva erfolgt entsprechend unserem Geschäftsmodell vor allem über die Kundeneinlagen mit 76,1 % der Bilanzsumme. Diese setzen sich überwiegend aus kurzfristig verfügbaren Kontokorrent-, Tagesgeld- und Spareinlagen zusammen. Diese Kundeneinlagen ermöglichen zusammen mit den Refinanzierungen bei Förderbanken die Finanzierung des Kundenkreditgeschäfts. Zusätzlich hat die Bank Globalrefinanzierungen bei der genossenschaftlichen Zentralbank aufgenommen. Die Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank im Rahmen von GLRG III Geschäfte wurde zurückgeführt.

Investitionen

Im Jahr 2023 wurde der Umbau unserer Niederlassung in Neuler fertiggestellt. Hierbei wurden vor allem Investitionen in den Innenausbau sowie in die Ausstattung der Büro- und Beratungsräume vorgenommen. Die Investitionsmaßnahmen bewegten sich innerhalb des vom Aufsichtsrat genehmigten Investitionsplans. Die IT-Investitionen sind vor allem durch den Austausch von Laptops begründet, die das mobile Arbeiten voranbringen sollen.

Liquidität

Die Zahlungsfähigkeit (nach Art, Höhe und Fristigkeit) unserer Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr gegeben. Die Liquiditätskennzahl (Liquidity Coverage Ratio - LCR) haben wir eingehalten. Sie stellt das Verhältnis hochliquider Aktiva zum erwarteten Mittelabfluss in den nächsten 30 Tagen dar. Am Bilanzstichtag lag die LCR der mit 188 % mit ausreichendem Spielraum über der aufsichtsrechtlichen Mindestquote von 100 %. Aufgrund unserer Liquiditätslage- und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und der unterhaltenen Bankguthaben, gehen wir davon aus, dass auch in den kommenden 12 Monaten nicht mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsbereitschaft zu rechnen ist. Das bankinterne Berichtswesen umfasst auch die Liquiditätslage. Den Mindestreserveverpflichtungen sind wir nachgekommen. Zur Deckung eventueller ungewöhnlicher Liquiditätssituationen bestehen Refinanzierungsmöglichkeiten bei der genossenschaftlichen Zentralbank.

c) Vermögenslage

Eigenmittel

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder, den erwirtschafteten Rücklagen sowie dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen, zum Fonds für allgemeine Bankrisiken, sowie durch Hereinnahme von nachrangingen Verbindlichkeiten und der Zeichnung weiterer Geschäftsguthaben durch unsere Mitglieder gestärkt. Die Gesamtkapitalquote hat sich aufgrund der Reduzierung des Geschäftsvolumens und den Zuwächsen bei den Eigenkapitalpositionen von 17,0 % auf 18,0 % erhöht.

Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR wurden Geschäftsjahr 2023 eingehalten. Für akute Ausfallrisiken ist eine angemessene Risikovorsorge gebildet. Daneben stehen für latente Risiken Pauschalwertberichtigungen sowie Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB zur Verfügung.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,09 %.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 119.071 112.440 6.631 5,9
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 120.704 115.716 4.988 4,3
Harte Kernkapitalquote 15,4 % 14,7 %
Kernkapitalquote 15,4 % 14,7 %
Gesamtkapitalquote 18,0 % 17,0 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Kundenforderungen

Die Kundenforderungen haben sich wie folgt entwickelt:

Kundenforderungen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
laufende Rechnung 29.165 28.025 1.140 4,1
Darlehen (ohne Anlagen in Schuldscheindarlehen) 746.240 718.267 27.973 3,9
sonstige 22.619 22.611 8 0,0

Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen unter Beachtung der Bonitätsstruktur. Auf Basis nachfolgender Strukturkennzahlen zum 31. Dezember 2023 sehen wir eine ausgewogene Streuung unserer Ausleihungen:

Unsere Kundenforderungen, die mit einem Anteil von 99,9 % mit einem VR-Rating geratet sind, setzen sich aus einem Firmenkundenanteil von 39,5 % und einem Privatkundenanteil von 60,5 % zusammen, wobei die wesentlichen Teile dieses Kreditvolumens aufgrund der regionalen Wirtschaftsstruktur und unserer geschäftspolitischen Ausrichtung auf den Wohnungsbausektor entfallen. Im Firmenkundengeschäft sind keine besonderen Branchenrisiken erkennbar. Die Kreditvergaben an die Branchen Grundstücks- und Wohnungswesen sowie das Baugewerbe nehmen die höchsten Anteile ein (6,9 % bzw. 6,0 % der gesamten Kundenforderungen).

94,6 % der Kundenforderungen (Zusage oder höhere Inanspruchnahme) haben eine Ausfallwahrscheinlichkeit auf Jahressicht von < 4 %, bezogen auf das Blankovolumen beträgt der Anteil 93,6 %.

Die Zusammensetzung des Kundenkreditvolumens nach Größenklassen zeigt ebenfalls eine breite Streuung; demnach sind 32,0 % des Kreditvolumens der Größenklasse "kleiner TEUR 250" zuzuordnen und 52,6 % den Größenklassen bis TEUR 500. Unter diesen Gesichtspunkten sowie den vorhandenen Kreditvergaberichtlinien und dem Kompetenzsystem sehen wir hier aktuell keine erhöhten Risiken.

Die Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Jahresende 2023 wieder entsprechend den handelsrechtlichen Vorgaben bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen bzw. -rückstellungen und Vorsorgereserven nach § 340f HGB wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 15.934 14.434 1.499 10,4
Liquiditätsreserve 225.826 281.650 -55.824 -19,8

Der Anteil der Wertpapiere am Bilanzvolumen beträgt 21,5 %. Davon entfallen 67,2 % auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) und 32,8 % auf unseren Spezialfonds, der den Aktivposten 6 darstellt. Bei den Wertpapieren in A5 entfallen 37,3 % auf die Ratingklasse AAA, 13,8 % auf die Ratingklasse AA, 28,2 % auf die Ratingklasse A und 8,4 % auf die Ratingklasse BBB. 12,3 % weisen derzeit kein Rating auf. Der Buchwert der festverzinslichen Anleihen nimmt einen Anteil von 81,1 % und der variabel verzinslichen Anleihen einen Anteil von 18,9 % vom Wertpapierbestand ein.

Im Aktivposten 5 entfallen 28,4 Mio. EUR auf öffentliche Emittenten, 112,9 Mio. EUR auf Kreditinstitute und 21,2 Mio. EUR auf Nichtbanken. Der Anteil der ausländischen Emittenten beträgt 90,8 Mio. EUR, allerdings lauten alle Wertpapiere auf Euro. Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im Jahr 2024 33,1 Mio. EUR fällig (ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung). Wertpapiere mit einem Buchwert von 108,9 Mio. EUR haben eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre und Wertpapiere mit einem Buchwert von 19,0 Mio. EUR haben eine Restlaufzeit von über 5 Jahren.

Von den Wertpapieren des Anlagevermögens wird ein Teilbestand nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Zum Bilanzstichtag weisen Wertpapieren mit einem Buchwert von 9,0 Mio. EUR unter dem Buchwert liegende Kurswerte auf, hierbei wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 84 vermieden.

Ergänzt wird unser Wertpapierportfolio durch unseren Spezialfonds in der Aktivposition 6. Zum 31. Dezember 2023 entfallen 48 % des Fondsvermögens auf rentenorientierte Anlagen, 10 % auf aktienorientierte Anlagen und 33 % auf sonstige Anlagen (Immobilien und Beteiligungen). Daneben besteht Kassenvermögen.

Im Rahmen des Limitsystems sind unter anderem für Emittenten, Kontrahenten und Länder einzelne Limite festgelegt. So darf zum Beispiel bei Neuanlagen in Corporate Bonds die Summe der Anleihen eines Unternehmens bzw. einer Unternehmensgruppe 3,0 Mio. EUR nicht übersteigen. Die Bonitätsüberwachung erfolgt mittels eines Systems, das die jeweilige Ratingeinstufung des Unternehmens durch die Rating-Agenturen überwacht und die laufende Entwicklung der Spreads der einzelnen Unternehmensanleihen gegenüber der Swap-Kurve prüft. Es werden nur Anleihen im "Investmentgrade" gekauft. Bei Rating- oder Spreadverschlechterungen sind ausreichende Regelungen getroffen.

Wir haben den Handel im Bereich Treasury (Depot A, Geldhandel, Derivate, Refinanzierungen) an die KC Risk AG ausgelagert. Die Entscheidung über zu tätigende Handelsgeschäfte liegt weiterhin bei uns.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum ursprünglichen Plan als zufriedenstellend, da die Ertragslage die Erwartungen insgesamt erreicht hat und die Entwicklung des Kundenkreditvolumens über dem Planwert lag.

Trotz reduzierter Bilanzsumme hat sich das für die Bank wichtige Kundengeschäft positiv entwickelt. Das Kundenkreditgeschäft ist stärker gewachsen als prognostiziert. Die Entwicklung des Passivgeschäftes mit den Kunden blieb unter den Wachstumsannahmen, allerdings konnte das betreuten Kundenanlagevolumen gesteigert werden.

Die Ertragslage war durch einen Anstieg des Zinsüberschusses und des Provisionsüberschusses gekennzeichnet. Allerdings reichten diese Mehrerträge nicht aus, um die Steigerungen der Verwaltungsaufwendungen auszugleichen. Das Betriebsergebnis vor Bewertung hat sich reduziert, in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme jedoch weniger als prognostiziert. Das Bewertungsergebnis im Kundenkreditgeschäft liegt etwas unter der Prognose. Aus der Bewertung der Eigenanlagen wurde hingegen ein unerwartet hoher positiver Ergebnisbeitrag erzielt.

Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr übererfüllt wurden. Im Geschäftsjahr konnten die Eigenmittel nominal und quotal weiter gesteigert werden. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Wertberichtigungen gebildet worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Aufgrund unserer Liquiditätslage und -steuerung, der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und der unterhaltenen Bankguthaben, gehen wir davon aus, dass auch in den kommenden 12 Monaten nicht mit einer Beeinträchtigung der Zahlungsbereitschaft zu rechnen ist.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Unsere Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem Strategieprozess und ist primär ausgerichtet auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden aus unserer Region. Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt.

Mit Hilfe einer strategischen Mittelfristplanung für einen Zeitraum von drei Jahren, steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die aus den Annahmen zur Mittelfristplanung abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR Control ermittelt.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig überprüft.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken, die Wahrung eines angemessenen Chance-Risiko-Profils gemäß unserer Risikopräferenz und die Begrenzung von Risiken aus Geschäften.

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund der anhaltend hohen und weiterwachsenden Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies unverändert als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können.

Unsere Entscheidungsträger werden durch das interne Berichtsystem über die Geschäfts- und Risikoentwicklung frühzeitig informiert und können so bedarfsgerecht agieren und gegenlenken.

Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive gemäß dem Leitfaden zur aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Bundesbank vom 24. Mai 2018 umgestellt.

Auf die Angabe von Vorjahreszahlen wird verzichtet, da die ermittelten Werte aufgrund der geänderten Konzeption nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar sind.

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive werden die Eigenmittelanforderungen (Kapitalbedarf) den regulatorischen Eigenmitteln gegenübergestellt. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von drei Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Darüber hinaus werden in der normativen Perspektive auch Stressbetrachtungen vorgenommen.

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive war auf Grundlage der verwendeten Verfahren gegeben. Die Mindestanforderungen an das Kapital waren auch unter Berücksichtigung des adversen Szenarios eingehalten.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Darüber hinaus besteht unser Anspruch darin, dass aus den geschäftspolitischen Zielen abgeleitete ökonomische Gesamtrisikolimit, welches unserem Risikoappetit entspricht, ebenfalls zu decken. Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt. Die Ermittlung des Risikodeckungspotenzials erfolgt losgelöst von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive war auf der Grundlage der verwendeten Verfahren und des vorhandenen Risikodeckungspotenzials gegeben

Das Risikodeckungspotenzial beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 131,1 Mio. EUR, woraus ein Gesamtbankrisikolimit von 95,0 Mio. Euro abgeleitet wurde. Mit einem gemessenen Gesamtbankrisiko von 68,5 Mio. Euro betrug die Auslastung des Gesamtrisikolimits 72,2 %, des Risikodeckungspotenzials 52,3 %.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwendet die Bank die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Das bankintern festgelegte Ambitionsniveau der LCR beträgt 115 %. Die Liquidity Coverage Ratio betrug zum Berichtsstichtag 188 %. Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 127 %, dass festgelegte bankinterne Ambitionsniveau beläuft sich auf 108 %. Die erforderlichen aufsichtsrechtlichen Mindestgrößen wurden für beide Kennzahlen auf Grundlage der verwendeten Verfahren im gesamten Berichtsjahr eingehalten. Entsprechend unserer Mittelfristplanung halten wir diese beiden Kennzahlen auch in unserem Planungszeitraum über drei Jahre ein.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 4 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert; diese wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten. Entsprechend unserer Mittelfristplanung überschreiten wir auch den Mindest-Überlebenshorizont im Planungszeitraum.

Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie unserer Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk.

Risiken

Im Hinblick auf die Umstellung der Risikotragfähigkeitskonzeption zum 1. Januar 2023 sind die nachfolgenden Risikomessungen zum 31. Dezember 2023 nicht mit denen des Vorjahrs vergleichbar.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor.

Die Risikoartenlimite wurden auf Grundlage der verwendeten Verfahren eingehalten.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht.

Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und / oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft.

Das Kreditrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein. Dabei verwenden wir vorrangig die Verfahren der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Mit Hilfe der Steuerungssoftware VR-Control können wir ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio rechtzeitig identifizieren und frühzeitig Maßnahmen einleiten.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation überwacht. Wir achten auf eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten.

Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht.

Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem, unter anderem bezogen auf die Risikokonzentration im Bereich der Branchen implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht.

Wir ermitteln monatlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk für 12 Monate) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektor Parameter zugrunde liegen. Auf dieser Basis ist unser Teilrisikolimit in Höhe von 11,0 Mio. EUR für das Adressrisiko aus dem Kundengeschäft zum 31.12.2023 zu 62 % ausgelastet.

Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank monatlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Die Kreditrisiken aus Fonds werden uns von der Kapitalverwaltungsgesellschaft zur Verfügung gestellt und dem der direkt gehaltenen Wertpapiere hinzuaddiert. Auf dieser Basis ist unser Teilrisikolimit für Adressrisiken aus Eigengeschäften in Höhe von 16,0 Mio. EUR zum 31.12.2023 zu 78 % ausgelastet.

Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken

Das Marktpreisrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Das Marktrisiko umfasst das Zinsrisiko sowie die nach Risikoklassen differenzierten Risiken aus Investmentfonds.

Das Zinsrisiko stufen wir als Teil des Marktpreisrisikos auf Basis der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir monatlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eine eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Auf dieser Basis ist unser Teilrisikolimit für Zinsrisiken in Höhe von 56,0 Mio. EUR zum 31.12.2023 zu 75 % ausgelastet. Das Marktrisikolimit beinhaltet neben den Zinsrisiken aus Zins- und Fondsbuch auch weitere Marktrisikoklassen aus Investmentfonds. Für die Risikoquantifizierung verwenden wir die von der Kapitalverwaltungsgesellschaft Union Investment zur Verfügung gestellten Risikokennzahlen und berücksichtigen die nachgewiesenen Korrelationen. Unser Marktrisikolimit in Höhe von 65,0 Mio. EUR ist zum 31.12.2023 mit 72 % ausgelastet.

Zur Steuerung der Marktpreisrisiken setzt die Bank bilanzielle Instrumente und Derivate ein.

Für wesentliche variable Positionen haben wir Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte ermittelt. In die Ermittlung wurden sowohl historische Daten als auch zukunftsgerichtete Einschätzungen mit einbezogen.

Ergänzend zur ökonomischen Risikomessung betrachten wir, basierend auf dem Rundschreiben 06/2019 der Bafin, die Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch mittels des aufsichtlichen Standardtests und den Frühwarnindikatoren. Das höchste Vermögensrisiko zeigt sich bei einem Zinsschock von +200 Basispunkten. Im Verhältnis zu den Eigenmitteln ergibt sich zum Stichtag 31.12.2023 ein Zinskoeffizient von 20,0 %.

Zusätzlich prüfen wir vierteljährlich, ob die Bildung einer Drohverlustrückstellung aus der verlustfreien Bewertung des Zinsbuchs nach IDW BFA 3 notwendig ist. Im Berichtszeitraum waren immer ausreichend Nettoreserven im Zinsbuch vorhanden, so dass keine Rückstellungsbildung erforderlich wurde.

Liquiditätsrisiko

Unter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, den Zahlungsverpflichtungen nicht uneingeschränkt und fristgerecht nachzukommen bzw. Finanzmittel nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können. Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Als wesentlichen Risikotreiber betrachten wir insbesondere das Zahlungsunfähigkeitsrisiko im Rahmen unserer Risiko- und Steuerungsprozesse.

Das Refinanzierungskostenrisiko wird auch aufgrund der Einbindung in den Genossenschaftlichen Finanzverbund sowie der breit gestreuten Kundenstruktur im Retailgeschäft als unwesentlich eingestuft und daher in der Risikotragfähigkeit nicht limitiert.

Auf Basis unserer Mittelfristplanung erstellen wir zur mittelfristigen Planung der Liquidität einen internen Refinanzierungsplan, welcher dem Refinanzierungsbedarf adäquate Refinanzierungsquellen gegenüberstellt. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit ist ein diversifiziertes Liquiditätsdeckungspotenzial sowohl aus aufsichtsrechtlicher wie auch aus ökonomischer Sicht erforderlich.

Im Rahmen der Liquiditätssteuerung dienen Liquiditätsablaufbilanzen als Frühwarnindikator für eine mögliche Zahlungsunfähigkeit und stellen dabei neben dem ermittelten Liquiditätsdeckungspotenzial die Basis für den Überlebenshorizont als weitere Steuerungskennzahl dar. Stresstests führen wir anhand institutseigener, marktweiter und kombinierter Szenarien für die Ermittlung des Überlebenshorizonts durch. Im steuerungsrelevanten kombinierten Stressszenarien zeigt sich ein ausreichend hoher Überlebenshorizont.

Zusätzlich wird das Liquiditätsrisiko anhand der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahl Liquidity Coverage Ratio (kurz: LCR) und Net Stable Funding Ratio (kurz NSFR) überwacht.

Wir erachten das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts.

Operationelles Risiko

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Die operationellen Risiken untergliedern sich in das Verhaltensrisiko, das Compliance-Risiko, die Informations- und Kommunikationsrisiken (IKT-Risiken) und sonstige operationelle Risiken.

Im Gegensatz zu Kredit- und Marktrisiken, die bewusst von uns eingegangen werden, um Erträge zu generieren, entstehen operationelle Risiken als eine Begleiterscheinung im Zuge der normalen Geschäftstätigkeit.

Die operationellen Risiken beurteilen wir im Rahmen der Risikoinventur als aufsichtsrechtliche wesentliche Risikoart.

Wesentliche operationelle Risiken werden vierteljährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden bzw. Beinaheverluste eingestellt werden. Die Quantifizierung der operationellen Risiken erfolgt jährlich auf Basis von Expertenschätzungen (Self-Assessment) sowie historischen Werten. Das Teilrisikolimit für die Operationelle Risiken in Höhe von 3,0 Mio. EUR war zum Bilanzstichtag mit 81 % ausgelastet.

Um operationelle Risiken möglichst gering zu halten, sind wir bemüht, durch Schulungen die Qualifikation unserer Mitarbeiter sowie den Qualitätsstandard der eingesetzten Sachmittel und Gebäude ständig zu verbessern. Hierunter fallen auch angemessene IT-Systeme und die Optimierung von Arbeitsabläufen. Den Rechtsrisiken wird durch die Verwendung standardisierter, im Verbund entwickelter Formulare begegnet. Soweit möglich und betriebswirtschaftlich sinnvoll, sind Versicherungen zur Deckung möglicher Verluste aus operationellen Risiken abgeschlossen.

Weitere Risiken

Derzeit sind keine sonstigen wesentlichen Risiken vorhanden.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Mit der Verwendung von Finanzinstrumenten werden in unserer Bank die Reduzierung der Zinsüberschussvariabilität bzw. des Zinsänderungsrisikos und Einhaltung aufsichtlicher Mindestvorgaben im Rahmen der Gesamtbanksteuerung als Ziele verfolgt.

Das Risiko wird reduziert oder vermieden, indem wir längerfristige Festzinsbindungsüberhänge durch Zinsswaps absichern. Im Rahmen der Risikomanagementmethoden nutzen wir aktiv diese symmetrischen Absicherungsmöglichkeiten.

Gesamtbild der Chancen- und Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögenssituation des Instituts auch im Geschäftsjahr 2024, sowie im gesamten Planungszeitraum, gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden. Zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtrisikolimit der Bank zu 72,2 % ausgelastet, der Anteil des Gesamtrisikos am gesamten Risikodeckungspotential beträgt 52,3 %.

Analog zur geplanten Volumensentwicklung gehen wir für die Planjahre von einem nur moderaten Anstieg der bankspezifischen Risiken aus.

Anhaltende Unsicherheiten am Zins- und Kapitalmarkt sowie aus dem geopolitischen Umfeld und die hohe Inflation können sich jedoch auf die Risikolage der Bank auswirken.

Bei einer gegenüber dem Planszenario deutlich ungünstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die wir im risikoartenübergreifenden, adversen Szenario simulieren, können sich sowohl im operativen Ergebnis als auch in den Bewertungsergebnissen negative Effekte einstellen. Fallende Zinsen wirken reduzierend auf das Zinsergebnis, Marktwertverluste nicht zinstragender Investments können die Rentabilität und damit mögliche Ausschüttungen senken. Ein verringertes Haushaltseinkommen kann die Sparfähigkeit reduzieren, was direkten Einfluss auf die erzielbaren Provisionserlöse haben kann. Eine weiterhin hohe Inflation und ein erhöhter Bürokratismus können zu Steigerungen im Verwaltungsaufwand führen. In einem solchen Szenario gehen wir von einer Reduzierung des Betriebsergebnis vor Bewertung für 2024 von -2,9 Mio. EUR aus. Zudem ist im adversen Szenario mit höheren Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft zu rechnen. Erhöhte Marktwertverluste können zu höhere Bewertungsaufwendungen für das Eigengeschäft führen. Für das Planjahr 2024 würden sich zusätzlich negative Effekte auf das Bewertungsergebnis Kundengeschäft von -0,7 Mio. EUR und das Bewertungsergebnis Eigengeschäft von -3,5 Mio. EUR ergeben. Der Rückgriff auf Einlagen sowie die Marktwertverluste im Liquiditätsdeckungspotenzial können Liquiditätsrisiken erhöhen.

Chancen hingegen bestehen bei einer besseren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, was zu einer positiveren Geschäftsentwicklung führen kann. In diesem Umfeld könnten die in unseren Planungen berücksichtigten Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft nicht in der prognostizierten Höhe erforderlich werden. Ein einhergehendes höheres Haushaltseinkommen der privaten Haushalte könnte weitere Chancen im Vermittlungsgeschäft und somit überplanmäßige Provisionserlöse mit sich bringen. Positive Börsenentwicklungen führen in der Regel zu einer Steigerung des betreuten Kundenvolumens und somit zu höheren Provisionen. Weitere Chancen für einen höheren Zinsüberschuss bestehen bei einer steiler werdenden Zinsstrukturkurve. Die Umsetzung einer schnellen und nachhaltigen Geschäftsprozessoptimierung bietet darüber hinaus die Chance knappe und wertvolle Ressourcen einzusparen.

In unserem Strategieprozess werden regelmäßig Chancen und Risiken für unsere Bank analysiert, bewertet und entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Hierdurch soll eine nachhaltige positive Unternehmensentwicklung sichergestellt werden.

D. Prognosebericht

Die nachstehenden Prognosen beziehen sich auf das Jahr 2024.

Unsere Planung basiert auf dem Stichtag 31.12.2023. Bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir von der Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (Hauptszenario des Strategiekompass) ausgegangen, der für 2024 ein Wirtschaftswachstum (BIP) in Höhe von 1,25 % und eine Inflationsrate von 3,50 % erwartete. Betrachtet man die zuletzt veröffentlichte ifo-Konjunkturprognose Frühjahr 2024 ergibt sich für das Gesamtjahr nur noch eine leichte BIP-Steigerungsrate von 0,2 % und eine Inflationsrate von 2,3 %. Wenngleich auch die Wachstums- und Inflationsraten mittlerweile niedriger prognostiziert werden wird weiterhin von keiner rezessiven Entwicklung ausgegangen. Der Arbeitsmarkt in der Region zeigt sich weiter weitgehend stabil. Im Vergleich zu anderen Regionen dürften wir uns auch 2024 bei der Arbeitslosenquote auf einem niedrigen Niveau bewegen.

Für den Planungszeitraum gehen wir aufgrund von eigenen Einschätzungen von einer konstanten Zinsstrukturkurve aus.

Die Nachfrage nach privatem Wohnungsbau erwarten wir weiterhin nur sehr moderat auftretend. Dafür sorgen Sanierungs- und Modernisierungskredite sowie Investitionen in erneuerbare Energien für eine kontinuierliche Nachfrage. Gepaart mit Nachfragen nach gewerblichen Investitionskrediten beträgt der Planwert für den finanziellen Leistungsindikator "Wachstum im bilanziellen Kundenkreditgeschäft" 0,75 % für 2024. Bei den bilanziellen Kundeneinlagen planen wir 2024 mit einem Rückgang von 3,2 %, welche durch ansteigende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten refinanziert werden sollen.

Den Zinsüberschuss 2024 planen wir mit 16,6 Mio. EUR. Durch den Zinsanstieg der vergangenen Jahre führen höhere Neugeschäfts- und Prolongationskonditionen zu steigenden Zinserträgen. Auch die Renditeerwartungen an unseren Spezialfonds sind gestiegen, was zu höheren geplanten Ausschüttungen führt. Voraussichtlich werden jedoch etwa 85 % der geplanten Steigerungen durch erhöhte Zinsaufwendungen kompensiert.

Die konsequente Vertriebsausrichtung sowie Marktbearbeitung stellen auch in den kommenden Jahren die Herausforderung und geschäftspolitische Zielsetzung unseres Hauses dar. Wir sehen darin die Chance, den Provisionsertrag der Bank nachhaltig zu stabilisieren und auszubauen. Für 2024 planen wir mit einem Provisionsüberschuss von 8,5 Mio. EUR.

Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir mit einem auf 10,2 Mio. EUR ansteigenden Personalaufwand. Die anderen Verwaltungsaufwendungen werden sich voraussichtlich auf 6,7 Mio. EUR erhöhen. Wir berücksichtigen hierbei inflationsbedingt ansteigende Sachaufwendungen, Umbaukosten und tarifbedingte Personalkostensteigerungen. Ein gezieltes Kostenmanagement soll einen weiteren Anstieg des allgemeinen Verwaltungsaufwands begrenzen.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung erwarten wir bei 7,6 Mio. EUR. Für den bedeutsamen finanziellen Leistungsindikator "BE vor Bewertung/dBS" gehen wir aufgrund der zuvor erläuterten Entwicklungen in unserer Planung von einem leicht ansteigenden Wert von 0,65 % aus.

Für das Jahr 2024 planen wir mit einer nahezu konstanten CIR von 70,3 %.

Das Bewertungsergebnis aus dem Kundenkreditgeschäft planen wir auf der Grundlage des erwarteten Verlustes. Dementsprechend kalkulieren wir mit einem Aufwand von 3,3 Mio. EUR für 2024.

Das Bewertungsergebnis Eigenanlagen berücksichtigt sowohl den erwarteten Verlust als auch die erwarteten Wertveränderungen. Durch die Annäherungen an die Einlösungskurse (Pull-to-Par-Effekt) erwarten wir für 2024 nach den hohen zinsinduzierten Abschreibungen im Jahr 2022 insgesamt ein positives Bewertungsergebnis aus den Eigenanlagen von 1,2 Mio. EUR.

Unter Berücksichtigung des beschriebenen Wachstums- und Ertragsentwicklung planen wir die Gesamtkapitalquote im Planjahr 2024 in Höhe von 18,2 %.

Als bedeutsamsten nichtfinanzieller Leistungsindikator betrachten wir die Fluktuationsquote durch Arbeitnehmerkündigungen. Wir erwarten für 2024 eine Quote von unter 6,0 %.

Ein weiterer bedeutsamer nichtfinanzieller Leistungsindikator ist der Anteil der Kunden mit einem Kontokorrentkonto und einem aktiven VR-Netkey. Für das Jahr 2024 beläuft sich der Zielwert auf 74,0 %.

Insgesamt werden nach unseren Einschätzungen das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften auch in den kommenden Jahren von einem verschärften Wettbewerb sowie wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen geprägt sein. Gleichwohl gehen wir auf Basis unserer Planungen von einem weiteren Wachstum im Kundengeschäft und einer guten Entwicklung der Ertragslage aus, mit der wir unser Eigenkapital weiter stärken werden und eine angemessene Dividende an unsere Mitglieder ausschütten werden können. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung, Liquidität und Risikotragfähigkeit werden demnach eingehalten.

Bestandsgefährdende Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Bank hätten, sind derzeit weiterhin nicht zu erkennen. Eine sachgerechte Überwachung der Risiken ist durch die installierten Methoden und Systeme gewährleistet. Vorhandene Risikopositionen stehen in einem angemessenen Verhältnis zur Risikotragfähigkeit und werden durch ein Berichtswesen dokumentiert.

 

Ellwangen, 17. Mai 2024

VR-Bank Ellwangen eG

Der Vorstand

Hornung

Finkbeiner

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

VR-Bank Ellwangen eG, Ellwangen

Genossenschaftsregisternummer 510001 beim Amtsgericht Ulm

Aktivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 9.501.946,20 9.121
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 8.468.532,31 8.411
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 8.468.532,31 (8.411)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 17.970.478,51 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 54.266.792,70 74.511
b) andere Forderungen 6.053.049,50 60.319.842,20 6.839
4. Forderungen an Kunden 779.563.729,42 757.304
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 385.329.015,74 (373.246)
Kommunalkredite 3.196.502,16 (3.733)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 28.358.721,51 22.705
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 27.342.132,47 (21.688)
bb) von anderen Emittenten 134.038.338,84 162.397.060,35 199.307
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 94.042.915,02 (142.285)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 162.397.060,35 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 79.362.763,40 74.072
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 12.010.999,26 11.892
darunter:
an Kreditinstituten 255.765,05 (256)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 670.120,00 12.681.119,26 670
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 350.750,00 (351)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0
darunter:
an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 1.167.472,23 1.327
darunter: Treuhandkredite 1.167.472,23 (1.327)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.986,00 4
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) geleistete Anzahlungen 0,00 1.986,00 0
12. Sachanlagen 7.495.442,61 7.369
13. Sonstige Vermögensgegenstände 4.736.457,45 3.477
14. Rechnungsabgrenzungsposten 613,74 1
Summe der Aktiva 1.125.696.965,17 1.177.010

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 7.025,80 15
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 143.484.866,94 143.491.892,74 195.517
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 67.364.992,66 81.997
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 16.893.593,05 84.258.585,71 10.076
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 599.766.566,95 733.385
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 172.542.713,48 772.309.280,43 856.567.866,14 36.371
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 1.167.472,23 1.327
darunter: Treuhandkredite 1.167.472,23 (1.327)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.170.305,27 899
6. Rechnungsabgrenzungsposten 4.465,58 9
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 1.318.732,00 1.516
b) Steuerrückstellungen 0,00 194
c) andere Rückstellungen 2.905.010,84 4.223.742,84 3.265
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 12.236.471,94 9.025
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 48.000.000,00 45.900
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 20.411.332,44 19.859
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 18.010.000,00 17.710
cb) andere Ergebnisrücklagen 19.360.000,00 37.370.000,00 19.060
d) Bilanzgewinn 1.053.415,99 58.834.748,43 886
Summe der Passiva 1.125.696.965,17 1.177.010
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 32.614.954,49 41.673
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 32.614.954,49 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 55.525.116,87 55.525.116,87 94.566
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 17.821.713,38 11.849
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 3.944.792,73 21.766.506,11 3.063
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 1,31 (44)
2. Zinsaufwendungen 7.487.896,33 14.278.609,78 338
darunter: erhaltene negative Zinsen 1.697,17 (948)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.398.507,73 251
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 337.366,79 393
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 1.735.874,52 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 8.944.333,42 9.112
6. Provisionsaufwendungen 768.566,49 8.175.766,93 1.385
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 762.216,46 953
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 8.444.503,91 7.646
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.525.878,90 9.970.382,81 1.607
darunter: für Altersversorgung 113.629,28 (194)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 6.563.911,15 16.534.293,96 5.735
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 867.447,72 704
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 197.959,95 229
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 2.943.799,36 3.331
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -2.943.799,36 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 69,60 156
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 -69,60 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 4.408.897,10 4.491
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.223.936,01 1.271
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 37.861,79 1.261.797,80 36
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 2.100.000,00 2.300
25. Jahresüberschuss 1.047.099,30 885
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.316,69 1
1.053.415,99 886
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
1.053.415,99 886
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
b) in andere Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
29. Bilanzgewinn 1.053.415,99 886

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der VR-Bank Ellwangen eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) werden die (nachstehenden) im Jahresabschluss 2010 angewandten Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt:

- Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zinsanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Bonitätsrisiken und dem allgemeinen latenten Risiko wird durch Bildung von Einzelwertberichtigungen, Einzelrückstellungen und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Dabei wurde die zugelassene Bewertungsvereinfachung angewandt, wonach die Pauschalwertberichtigung in Höhe der erwarteten Verluste über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne eine Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt wird. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Im Hinblick auf widerrufliche und unwiderrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Abweichend hiervon wurden nachrangige Schuldverschreibungen zum strengen Niederstwertprinzip bewertet. Über pari liegende Anschaffungskosten der Wertpapiere im Anlagevermögen wurden im Jahr der Anschaffung auf den Nominalbetrag abgeschrieben.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs, einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv / Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate, werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren, Postenentgelte und Kartenentgelte, sofern die jeweilige Karte Bestandteil des Kontomodells ist, angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Dieser beläuft sich auf 32,0 %. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt. Individuelle Refinanzierungsmöglichkeiten werden bei dieser barwertigen Betrachtung berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Strukturierte Finanzinstrumente

Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand bzw. einheitliche Verbindlichkeit nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Strukturierte Finanzinstrumente, die nach dem strengen Niederstwertprinzip auf Basis einer Notierung auf einem aktiven Markt bewertet werden, wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert, auch wenn sie durch das eingebettete Derivat wesentlich erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Risiken und Chancen aufweisen, weil die besonderen Risiken des strukturierten Finanzinstruments durch eine objektivierte Bewertung zutreffend dargestellt werden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Regeln zu Anschaffungskosten bewertet. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden Abschreibungen vorgenommen.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.

Aktive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen.

Passive Steuerlatenzen bestehen nicht. Aktive latente Steuern errechnen sich in den Positionen Forderungen an Kunden, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen, sonstige Vermögensgegenstände, sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen.

Aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurde eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 9.

Den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Die Altersteilzeitrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels Anwartschaftsbarwertverfahren mit einem Zinssatz von 1,03 % bei einer angenommenen Restlaufzeit von 3 Jahren ermittelt.

Die Bank hat im Jahr 2014 ein Lebensarbeitszeitmodell für die Mitarbeiter in Form eines versicherungsgebundenen Zeitwertkontos eingeführt. Die Einbringungen in das Wertguthaben werden in eine Rückdeckungsversicherung eingezahlt. Entnahmen aus dem Wertguthaben werden durch Rückkäufe der Rückdeckungsversicherung finanziert. Das verpfändete Vermögen wird dabei als Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB qualifiziert und mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten, der beizulegende Zeitwert sowie der Erfüllungsbetrag zum 31. Dezember 2023 belaufen sich auf EUR 1.149.074.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der zu verrechnenden Vermögensgegenstände wurden die Mitteilungen der Versicherungsgesellschaft berücksichtigt.

Den Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Diese Rückstellungen wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 1,74 % abgezinst.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.

Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Herstellungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres
Zuschreibungen (b) Abgänge (b)
im Geschäftsjahr
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 195.107 0 (a) 0 (a) 195.107
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 18.562.758 523.876 (a) 0 (a) 19.068.245
0 (b) 18.388 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.451.931 497.398 (a) 0 (a) 3.767.021
0 (b) 182.308 (b)
Summe a 22.209.796 1.021.274 (a) 0 (a) 23.030.373
0 (b) 200.696 (b)
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) Abschreibungen Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Abschreibungen am Ende des Geschäftsjahres (gesamt) Buchwerte Bilanzstichtag (Vorjahr)
Geschäftsjahr (a) Zugängen (a) Umbuchungen (a)
Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) Zuschreibungen (b) Abgängen (b)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 190.668 2.453 (a) 0 (a) 0 (a) 193.121 1.986
0 (b) 0 (b) 0 (b) (4.439)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 11.928.354 498.213 (a) 0 (a) 0 (a) 12.426.567 6.641.679
0 (b) 0 (b) 0 (b) (6.634.404)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.717.327 366.782 (a) 0 (a) 0 (a) 2.913.257 853.764
0 (b) 0 (b) 170.853 (b) (734.603)
Summe a 14.836.349 867.448 (a) 0 (a) 0 (a) 15.532.945 7.497.429
0 (b) 0 (b) 170.853 (b) (7.373.446)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 16.616.740 -885.681 15.731.059
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 12.593.298 87.821 12.681.119
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000 -25.000 0
Summe b 29.235.038 -822.860 28.412.178
Summe a und b 51.444.834 35.909.607

D. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 1.972.023 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 19.983.891 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 33.058.195 fällig.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 162.397.060 147.953.224 14.443.836 9.110.057

Bei den Anleihen und Schuldverschreibungen des Anlagevermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB unterlassen, sofern die Wertminderung nicht von Dauer ist. Abweichend hiervon werden nachrangige Schuldverschreibungen zum strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Die Wertminderungen der nicht zum Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapiere sind weitestgehend auf zinsinduzierte Marktpreisanpassungen zurückzuführen. Bislang sind bei den betreffenden Wertpapieren keine Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen aufgetreten. Da die Bonitäten der Schuldner auf Basis renommierter Ratingagenturen innerhalb des Investmentgrades liegen und uns zu diesen auch sonst keine negativen bonitätsbezogenen Anhaltspunkte vorliegen, gehen wir von einer vollständigen Erbringung der vertraglichen Zins- und Tilgungsleistungen aus.

Der Buchwert der betreffenden Wertpapiere beträgt EUR 9.000.000, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf EUR 8.916.160

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Forderungen an
verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 0 0 2.296.046 9.776.487
Forderungen an Kunden (A 4) 40.000 40.000 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 0 0 28.667.768 82.135.235

Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent

Im Bilanzposten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" (A 6) sind folgende Anteile mit Anteilsquoten von mehr als 10 % enthalten:

Anlageziel Wert der Anteile (Zeitwert)
EUR
Differenz zum Buchwert (Reserve)
EUR
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr
EUR
Spezialfonds UIN Fonds Nr. 973: Ziel ist die Nutzung von Ertragspotenzialen verschiedener Assetklassen bei einer Diversifikation der Eigenanlagen und der Nutzung der Expertise der Union Investment Gruppe 86.422.968 7.060.205 1.398.508

Es handelt sich um einen Mischfonds. Zum 31. Dezember 2023 entfallen 48 % des Fondsvermögens auf rentenorientierte Anlagen, 10 % auf aktienorientierte Anlagen und 33 % auf sonstige Anlagen (Immobilien und Beteiligungen). Daneben besteht Kassenvermögen.

Beim Spezialfonds UIN Fonds Nr. 973 ist eine tägliche Rückgabe der Anteile grundsätzlich möglich. Der Fondsgesellschaft bleibt jedoch vorbehalten, die Rücknahme der Anteile auszusetzen, wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen, die eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen der Bank erforderlich erscheinen lassen.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:

Anteil am Gesellschaftskapital Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz % Jahr TEUR Jahr TEUR
a) VR-Bank Ellwangen Consult, Immobilien & Service GmbH, Ellwangen/Jagst 100,00 2023 -33 2023 -2
b) VR-Ostalbimmo- bilien GmbH, Aalen 35,71 2022 442 2022 96
c) DZ Beteiligungs GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Stuttgart 0,10 2023 3.209.879 2023 97.404
d) Zweite DZ Beteiligungs GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Stuttgart 0,29 2023 2.496.063 2023 62.817
e) DZ BANK AG Deutsche Zentral Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main 0,00 2023 10.758.000 2023 478.000

Mit dem unter Buchstabe a) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 5.883.400 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 853.764 enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende antizipative Beträge größeren Umfangs enthalten:

31.12.2023
EUR
Provisionsforderungen Union Investment 1.607.424
Steuererstattungsansprüche 2.668.919

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 614 (Vorjahr EUR 1.021) enthalten.

Nachrangige Vermögensgegenstände

In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Aktiva 4 40.000 40.000
Aktiva 5 3.731.059 2.231.129

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 614.657 enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 42.220 6.000.000 0 0
Forderungen an Kunden (A 4) 17.426.757 46.749.274 197.995.621 497.407.633

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 1.751.592 11.076.503 59.169.929 71.451.642
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 0 3.727.371 13.166.222 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 105.033.565 38.237.937 28.328.211 0

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 143.415.212 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Kapitalertragssteuer 301.383

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 3.116 (Vorjahr EUR 8.456) enthalten.

Nachrangige Verbindlichkeiten

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) in Höhe von EUR 143.739 an.

Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen:

EUR Zinssatz
in %
Fälligkeit
2.000.000 0,30 Juli 2027

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich.

Für die nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen: Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Die Restlaufzeiten der nachrangigen Verbindlichkeiten liegen zwischen 4 und 8 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit Zinssätzen von 0,30 % bis 3,05 % ausgestattet.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0 0 143.418.287 107.143.474
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 6.536 8.981 0 0

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 20.025.194
b) der ausscheidenden Mitglieder 383.019
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 3.120
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile 2.123

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2023 17.710.000 19.060.000
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 300.000 300.000
Stand 31.12.2023 18.010.000 19.360.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt.

Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden sowie im geringen Umfang Haftungsverhältnisse aus Kreditverpflichtungen von Kunden bei Verbundunternehmen.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die unter Posten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Beträge zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 85.894.155

Fremdwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 6.249.324 enthalten.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Termingeschäfte in Form von Zinsswaps.

Diese wurden ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv / Passiv-Steuerung) abgeschlossen.

Nominalbeträge beizulegender Zeitwert negativ (-)
Zinsbezogene Geschäfte 5.000 -425

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Abschlussstichtag.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen (GuV 1) als Reduktion des Zinsertrags bzw. in den Zinsaufwendungen (GuV 2) aus Passivgeschäften als Reduktion des Zinsaufwands enthalten.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachten Dienstleistungen für die Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Bausparverträgen und von Versicherungen sowie die Kreditvermittlung nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (GuV 8) sind folgende nicht unwesentliche Einzelbeträge enthalten:

Art EUR
Versicherungsentschädigungen 163.717
Auflösung von Pensionsrückstellungen 134.822

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 80.653 (Vorjahr EUR 63.600) Aufwendungen aus einem Schadensfall bei der Vermittlung von Krediten und mit EUR 29.903 (Vorjahr EUR 27.741) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 411.086 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 23.878 enthalten.

Hiervon entfallen auf:

lfd. Posten der GuV - Art Betrag Aufwand
EUR
Betrag Ertrag
EUR
GuV 8 - Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0 179.904
GuV 23 - Steuererstattungen aus Vorjahren 0 209.994

F. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 66.765.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen erhielten EUR 129.817.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 1.318.732.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 36.301 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 2.652.423.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 8.868, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 2.607.410.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 4 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 65 76
Gewerbliche Mitarbeiter 3 4
72 80

Außerdem wurden durchschnittlich 8 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile
Anfang 2023 19.361 76.207
Zugang 2023 169 3.187
Abgang 2023 453 1.545
Ende 2023 19.077 77.849
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 462.254
Höhe des Geschäftsanteils EUR 260

Besondere Offenlegungspflichten

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen, die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Am Rüppurrer Schloss 40

76199 Karlsruhe

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Hornung, Jürgen, Geschäftsleiter (Sprecher), Produktion / Steuerung

Finkbeiner, Bernd, Geschäftsleiter, Markt

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf, ggf. Arbeitgeber

Hahn, Manfred, - Vorsitzender - , Dipl. Ing. (FH) Projektleiter, Voith Turbo GmbH & Co. KG

Beilharz, Friedrich, - stellvertretender Vorsitzender - , Geschäftsführer, Autohaus Beilharz GmbH & Co. KG

Groß, Karl, - stellvertretender Vorsitzender - , Dipl.-Betriebswirt i. R., (bis 21.6.2023)

Engelhard, Carmen, Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin, selbstständig

Groß, Gerd, Geschäftsführer, E. & G. Groß GmbH

Haas, Martin, staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau, selbstständig

Hofmann, Armin, Steinmetz und Steinbildhauer, staatlich geprüfter Steintechniker, selbstständig

Pfeifer, Konrad, Dipl. Finanzwirt, Finanzamt Aalen

Rupp, Nikolaus, selbstständiger landwirtschaftlicher Lohnunternehmer

Schäffler, Frank, Geschäftsführer, Stengel GmbH

Schön, Dr., Silvia, Head of ECP Workflow Solutions Platform, Carl Zeiss Vision GmbH, (seit 21.6.2023)

Schwarz, Lothar, Handelsfachwirt und Prokurist, Omega Sorg GmbH

Seckler, Wolfgang, Bautechniker und Maurermeister, Bildungsakademie der Bauwirtschaft Baden-Württemberg gGmbH

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.047.099,30 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 6.316,69 (Bilanzgewinn von EUR 1.053.415,99) - wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 1,50 % 301.911,36
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
a) Gesetzliche Rücklage 370.000,00
b) Andere Ergebnisrücklagen 380.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 1.504,63
1.053.415,99

 

Ellwangen, 17. Mai 2024

VR-Bank Ellwangen eG

Der Vorstand

Hornung

Finkbeiner

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VR-Bank Ellwangen eG, Ellwangen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VR-Bank Ellwangen eG, Ellwangen (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 779,6 Mio. EUR. Dies entspricht 69,3 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 32,6 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 55,5 Mio. EUR.

Die Identifizierung und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Einzelbewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird.

In der Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei haben wir insbesondere auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank abgestellt.

Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit des relevanten internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Bewertung von Kundenforderungen beurteilt. Dabei haben wir Kontrollmaßnahmen in den zur Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozessen der Genossenschaft identifiziert. Für die relevanten Kontrollmaßnahmen haben wir deren Aufbau bzw. Ausgestaltung gewürdigt und uns vergewissert, dass diese Kontrollen eingerichtet sind.

In Folge haben wir uns von der Wirksamkeit der eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft stichprobenhaft überzeugt.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. Im diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen bzw. von den wirtschaftlichen Entwicklungen des Geschäftsjahres stark betroffenen Branchen berücksichtigt.

Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten.

Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen und den Verfahren der Risikofrüherkennung enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Sonstige separate Bestätigungsleistungen gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

- Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäftes nach § 89 Abs. 1 Satz 1 und 2 WpHG

- Einreichung rechnungslegungsbezogener Informationen beim Betreiber des Unternehmensregisters

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Markus Israel.

 

Stuttgart, 10. Juni 2024

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Markus Israel, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Im Jahr 2023 traf sich der Aufsichtsrat zu 9 Sitzungen. Aus seiner Mitte hat der Aufsichtsrat je einen Bau-, Kredit-, Prüfungs- und Personalausschuss gebildet, die mehrere Sitzungen abhielten. Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat berichtet worden.

Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wurde vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrages - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Frau Carmen Engelhard, Herr Konrad Pfeifer, Herr Nikolaus Rupp und Herr Frank Schäffler aus dem Aufsichtsrat aus. Frau Carmen Engelhard, Herr Konrad Pfeifer und Herr Nikolaus Rupp stehen für eine Wiederwahl zur Verfügung, die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrates ist zulässig. Herr Frank Schäffler steht auf eigenen Wunsch nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Im Rahmen des Ausscheidens von Herrn Schäffler setzen wir den ersten Schritt der beschlossenen Verkleinerung des Gremiums um.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeitenden Dank für die geleistete Arbeit aus.

 

Ellwangen, 10. Juni 2024

Der Aufsichtsrat, Vorsitzender

Manfred Hahn

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die VR-Bank Ellwangen eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der VR-Bank Ellwangen eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die VR-Bank Ellwangen eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 24.952.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 80,0.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 4.409.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 1.224 und betreffen laufende Steuern.

Die VR-Bank Ellwangen eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 25.06.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 1.047.099,30 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 6.316,69 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

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