MBB Gescher GmbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klaus Fleck seit 18.9.2025 | Geschäftsführer |
Roland BEnedgeinRnöRtöutnugng Becker seit 18.9.2025 | Geschäftsführer |
Gerrit Vowinkel gen. Vögeling seit 18.9.2025 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PlanET Biogas Group GmbHGescherKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022PlanET Biogas Group GmbH, GescherI. Grundlagen Die PlanET Biogas Group GmbH ist Muttergesellschaft der PlanET-Gruppe. Sie hält daher unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit an den zu der Gruppe gehörenden Produktions- und Vertriebsgesellschaften im In- und Ausland. Die PlanET bietet die Planung, den Bau und den Service für Biogasanlagen weltweit an. Entsprechend bedient sie die Geschäftsfelder Neubau, RePowering, Service und Planung für Biogasanlagen. Des Weiteren beteiligt sich die PlanET Gruppe an ausgewählten Biogasanlagenprojekten selbst. Tochtergesellschaften bestehen in Deutschland, Frankreich, Kanada, den USA, den Niederlanden und Italien. In diesen Ländern befinden sich auch die wichtigsten Absatzmärkte der PlanET. Daneben ist PlanET auch in anderen Ländern über Partner präsent und damit weltweit tätig. Schwerpunktmäßig wird der Neuanlagenbau von Deutschland aus durchgeführt, während die Vertriebs- und Servicetätigkeiten vor Ort stattfinden. II. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufes 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft 1.1. Weltwirtschaftlicher Überblick Das globale Wirtschaftswachstum wurde im Kalenderjahr 2022 maßgeblich von den Auswirkungen des russischen Krieges mit der Ukraine beeinflusst. Aus dem Konflikt ergaben sich ein massiver Anstieg der Preise für Energien und verschiedene Rohstoffe, eine höhere Inflation und ein schwächeres Wachstum der Weltwirtschaft. Der Einfluss der Covid-19-Pandemie war nach wie vor vorhanden trat jedoch in den Hintergrund. 1.2. Preisentwicklung im Bereich der Inputstoffe Der Weizenpreis (als Preisspiegel für nachwachsende Rohstoffe) lag zu Jahresanfang 2022 durchschnittlich bei etwa € 280,00 je Tonne. Damit lag der Weizenpreis auf Vorjahresniveau. Der russische Krieg gegen die Ukraine führte im Jahresverlauf zu einem massiven Anstieg des Weizenpreises. Nach Rekordwerten im Mai 2022 von € 438,00 je Tonne ist der Weizenpreis in der zweiten Jahreshälfte zurückgegangen und lag zum Ende des Jahres 2022 bei € 310,00 je Tonne. Normalerweise liegt der Schwerpunkt der Inputmaterialien der Biogasanlagen jedoch bei organischen Reststoffen und eben nicht bei nachwachsenden Rohstoffen. Organische Rest- bzw. Abfallstoffe kommen dabei aus der Landwirtschaft oder dem verarbeitenden Gewerbe. 1.3. Preisentwicklung bei Energie Die Preisentwicklung fossiler Energieträger ist neben der Preisentwicklung für Inputstoffe wichtiger Indikator für die Bewertung der Rahmenbedingungen am Markt. Steigende Preise fossiler Energieträger verschieben regelmäßig die Nachfrage zugunsten erneuerbarer Energieträger wie Biogas. Nachdem der Preis zu Jahresbeginn bei 75 USD je Barrel Rohöl der Sorte Brent lag, schnellte der Ölpreis in Folge des russischen Krieges gegen die Ukraine im März auf über 123 USD. Im weiteren Jahresverlauf sank der Ölpreis kontinuierlich und lag Ende 2022 bei 85 USD. Im rechnerischen Jahresmittel war das Barrel Öl 28 USD teurer als im Vorjahr. Der russische Krieg gegen die Ukraine hat im gravierenden Maße die Abhängigkeit der EU von der Einfuhr russischer Brennstoffe gezeigt. Zur Reduzierung dieser Abhängigkeit bzw. zur Stärkung der Energie-Resilienz und ihrer Autonomie, verabschiedete die EU verschiedene Maßnahmen. U. a. die Beschleunigung des Übergangs zu erneuerbaren Energiequellen wie Biogas. 2. Entwicklung der Branche 2.1. Deutschland Der Markt für den Bau von Biogasanlagen in Deutschland hat sich im Jahr 2022 nur sehr leicht erholt. Der Fachverband Biogas rechnet für 2022 lediglich mit einem Nettozubau von ca. 109 Anlagen. Schwerpunkt dieses Zubaus sind weiterhin überwiegend kleinere Hofgülleanlagen, die das Biogas verstromen. Hoffnung macht der Branche das Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote (THG-Gesetz), welches eine Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor vorschreibt und zum 1. Januar 2022 in Kraft trat. Das THG-Gesetz ist die deutsche Umsetzung der europäischen RED II-Richtlinie und könnte dazu beitragen, dass die Erzeugung von Biomethan in Zukunft in Deutschland eine sehr viel größere Rolle spielt. 2.2. International Auch in 2022 lag der Schwerpunkt der Branche für den Neubau von Anlagen im Ausland. Auf den internationalen Märkten wurde das Potenzial von Biogas und dabei gerade von Biomethan erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Hierzu zählen bspw. die Verabschiedung des REPower EU-Plans in Europa oder aber auch der Inflation Reduction Act in den USA. In 2022 bestanden gerade in Frankreich und in den USA gute Rahmenbedingungen zur Entwicklung der Biogasproduktion. Aber auch Märkte wie Italien, Skandinavien (Dänemark, Schweden), Großbritannien und auch in China sind auf einem guten Weg. In allen Märkten nimmt dabei die Bedeutung der Aufbereitung des Biogases zu Biomethan zu. 2.3. PlanET im Branchenvergleich PlanET ist traditionell international tätig und entsprechend gut aufgestellt. Unter anderem sind wir mit unserer eigenen Entwicklungsabteilung in der Lage, uns frühzeitig auf zukünftige Märkte einzustellen. Wir bauen Biogasanlagen verschiedenster Art, von der relativ einfachen, kleineren "Gülle-Mistanlage" bis zu Spezialanlagen im Bereich "Waste to Energie" (Verwertung biogener Reststoffe) im Megawattbereich. Unterstützt durch unsere biologische Abteilung sind wir in der Lage fast jeden biogenen Stoff in elektrische Energie und / oder Biomethan umzuwandeln. Auf den aktuell wichtigsten Märkten für Biogas nimmt PlanET eine führende Rolle ein. 3. Umsatzentwicklung Der Umsatz ist im Berichtsjahr 2022 auf € 119,6 Mio. gestiegen. Der Anlagenbau hatte dabei mit plus € 12,3 Mio. den größten absoluten Zuwachs in den Umsatzerlösen. Die Gesamtleistung der Gruppe konnte ebenfalls deutlich, nämlich um € 25,2 Mio., gesteigert werden. Auf dem französischen Markt konnten weiterhin hohe Umsätze erzielt werden, auch wenn ein Umsatzrückgang verzeichnet wurde. Trotz langer Genehmigungsfristen durch die Behörden und die finanzierenden Banken konnten etliche Projekte begonnen und auch fertiggestellt werden. Damit war Frankreich für die PlanET Gruppe im Jahr 2022 der größte Markt. Daneben entwickelt sich der nordamerikanische Markt sehr positiv. Hier konnte der Umsatz in 2022 extrem gesteigert werden. Die Umsatzerlöse im Bereich Service und SRP der Gruppe konnten mehr als verdoppelt werden. Ebenso kam es im Bereich Engineering & Planung zu einem deutlichen Anstieg. Nach Sparten entwickelte sich der Umsatz demnach wie folgt:
Von diesen Umsatzerlösen betrugen die Inlandserlöse 1.640 T€ (Vj. 4.240 T€) und die Exporterlöse 117.957 T€ (Vj. 98.057 T€). 4. Beschaffung Zwar werden die meisten Materialien derzeit noch in Deutschland beschafft, jedoch nimmt die Bedeutung der ausländischen Lieferanten (bspw. Frankreich, Nordamerika) deutlich zu. 5. Investitionen Es sind Investitionen in Höhe von 1.313 T€ (Vj.: 1.013 T€) im Bereich der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgt sowie 17 T€ im Bereich Lizenzen und andere immaterielle Vermögensgegenstände. Die Ausleihungen wurden um 430 T€ erhöht. Insgesamt betragen in 2022 die Investitionen 1.863 T€. 6. Finanzierungsmaßnahmen Über die Abrechnung nach Leistungsfortschritt wird die Finanzierung der PlanET Gruppe sichergestellt. Liquiditätsspitzen werden über Kontokorrentlinien/ Auftragsfinanzierungen abgefangen. Investitionen werden in Fahrzeuge in der Regel über Leasing finanziert. 7. Personal- und Sozialbereich Die Zahl bei der Group in 2022 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug 335. Im Vergleich zum Vorjahr (258) ist die Zahl der Mitarbeiter demnach um 29,8 % gestiegen. II. Darstellung und Analyse der Lage 1. Vermögenslage Gegenüber dem Vorjahr ist das Gesamtvermögen deutlich gestiegen (70.267 T€; Vj.: 61.838 T€). Das langfristige gebundene Vermögen ist deutlich gesunken (um 4.823 T€). Die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind um 840 T€ gestiegen. Jedoch hat die Veräußerung einer Beteiligung zu einem insgesamt gesunkenen langfristigen gebundenen Vermögen geführt. Der Bereich des kurzfristig gebundenen Vermögens hat sich deutlich um 11.769 T€ erhöht. Die Erhöhung ergibt sich u. a. aufgrund eines starken Anstiegs des Guthabens bei Kreditinstituten auf 35.924 T€ (Vj.: 31.654 T€). Zudem erhöhten sich die sonstigen Vermögensgegenstände (6.791 T€; Vj.: 2.814 T€), was insbesondere die Umsatzsteuerforderungen betrifft. Die aktiven latenten Steuern sind mit 1.518 T€ ebenfalls deutlich auf 4.474 T€ gestiegen. Auf der Passivseite fällt auf, dass die sonstigen Rückstellungen um 2.432 T€ auf 9.336 T€ gestiegen sind sowie die Steuerrückstellungen um 1.513 T€ auf 3.091 T€. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind deutlich zurückgegangen (minus 6.351 T€). Die sonstigen Verbindlichkeiten sind mit 3.611 T€ gestiegen (6.773 T€; Vj.: 3.162 T€). Das Eigenkapital erhöhte sich durch das positive Jahresergebnis auf nun 19.246 T€. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote i. H. v. ca. 27 %. 2. Finanzlage Die zusammengefasste Kapitalflussrechnung stellt sich wie folgt dar:
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode:
3. Ertragslage Im Lagebericht 2021 hatte die Geschäftsführung für 2022 eine gleichbleibende Gesamtleistung und ein ähnlich positives Betriebsergebnis prognostiziert. Dass die tatsächliche Entwicklung die Prognose übertrifft, ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Geschäftsverlauf weniger gravierend waren als zunächst angenommen. Im Jahr 2022 erzielte die Gruppe eine Gesamtleistung i. H. v. 145.441 T€ (Vj.: 120.257 T€). Die unfertigen Leistungen in Höhe von 25.776 T€ haben einen höheren Anteil an der Gesamtleistung als im Vorjahr (Vj.: 17.957 T€). Das Rohergebnis liegt mit 46.138 T€ über dem Vorjahr (Vj.: 30.923 T€). Der Personalaufwand ist hingegen um 5.376 T€ deutlich gestiegen. Das Betriebsergebnis liegt mit 7.518 T€ über dem Vorjahr (Vj.: 5.866 T€). Nach dem deutlich positiven Finanzergebnis sowie den zu leistenden Steuern des Geschäftsjahres ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 13.662 T€. Für das Geschäftsjahr 2023 wird mit einer gleichbleibenden Gesamtleistung und einem ähnlichen Betriebsergebnis gerechnet. Jedoch wird entscheidend für das Erreichen der wirtschaftlichen Ziele der Geschäftsverlauf in den wichtigsten internationalen Märkten sein. Dieser ist wiederum sehr abhängig vom Verlauf der Inflations- und Zinsentwicklung sowie den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine. Die Absatzmärkte der Gruppe sind von dem Krieg jedoch nicht direkt betroffen. III. Nachtragsbericht Jegliche Veränderungen bzgl. Aussagen seit dem Bilanzstichtag bis zur Erstellung dieses Lageberichtes sind in diesen Lagebericht eingeflossen und erwähnt worden. Insbesondere wurde auf die schwer prognostizierbaren Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und der allgemeinen Inflations- und Zinsentwicklung hingewiesen. Weitere die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stark betreffende Veränderungen oder unternehmensgefährdende Entwicklungen haben sich nicht ergeben. IV. Risikobericht 1. Risiken aus gesetzlichen Maßnahmen Der wirtschaftliche Erfolg der von uns angebotenen Produkte und Dienstleistungen und damit die zukünftige Entwicklung PlanET's sind zum Teil von der Förderung der erneuerbaren Energien durch politische Vorgaben abhängig, die je nach Markt und Region unterschiedlich wichtig sind. In vielen Ländern sind bereits Gesetze in Kraft getreten oder Gesetzesinitiativen zu beobachten, welche die Rahmenbedingungen für die Erzeugung gerade von Biomethan aus Biogas aber auch Strom aus Biogas verbessern. Zudem laufen derzeit weltweit Initiativen zur Förderung der Nutzung von Biomethan als Treibstoff. Die Bedeutung von Biogas als Instrument zur Erzeugung klimafreundlicher Energie wird mehr und mehr anerkannt. Eine Absenkung von Einspeisetarifen oder eine generelle Verschlechterung von gesetzlichen Rahmenbedingungen kann sich jedoch negativ auf die Entwicklung der Gesellschaft auswirken. 2. Risiken aus der Preisentwicklung bei Inputmaterialien Durch die Umstellung auf den Verkauf von Anlagen für biogene Reststoffe hat sich die Bedeutung des Risikos der Agrarpreisentwicklung in den letzten Jahren minimiert. PlanET verfügt über ein breites Know-how für den Bau von Anlagen zur Vergärung aller Art von biogenen Reststoffen. 3. Planungs- und Ausführungsrisiken Der Auf- und Ausbau der internen Strukturen muss mit den sich wandelnden Herausforderungen einhergehen. Innerhalb der PlanET-Gruppe wird in allen wesentlichen Bereichen mit einem entsprechenden ERP-System gearbeitet. Natürlich müssen die Systeme immer aktuell gehalten werden. PlanET wird daher in den nächsten Jahren an einem größeren Update des ERP-Systems arbeiten. Langfristiges Ziel ist es, in jeder Gruppengesellschaft mit dem gleichen ERP-System zu arbeiten. Der Erfolg dieses Updates ist wichtig für die weitere Entwicklung der Gruppe. In der Regel werden Angebote anhand von der Geschäftsleitung vorgegebenen Rahmenbedingungen über Kalkulationstools kalkuliert und erstellt. Projekte mit einem größeren Umfang werden in Teams erstellt, während der Umsetzungsphase durch Projektleiter überwacht und im Anschluss einer Nachkalkulation unterzogen. Aufgrund bspw. einer Pandemie oder von anderen Ereignissen wie Kriegen kann es zu einer mangelnden Versorgung mit Materialien und damit verbundenen erheblichen Verzögerungen bei der Abwicklung von Projekten kommen. Eine verspätete Fertigstellung von Projekten birgt das Risiko von Schadenersatzforderungen durch Kunden. Durch erhöhte Lagerbestände und fixen Liefervereinbarungen mit Lieferanten tritt die Gesellschaft diesem Risiko entgegen. Auch kann es in Folge von Materialknappheiten oder Rohstoffpreisanstiegen zu erheblichen Preissteigerungen kommen. Diesem Risiko versucht die Gesellschaft durch langfristige Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen entgegenzutreten. Zudem wird gegenüber Kunden mit Preisgleitklauseln gearbeitet. Man kann jedoch nicht gänzlich ausschließen, dass es zu Situationen kommt, in denen die Gesellschaft nicht in der Lage ist, extrem gestiegene Einkaufspreise an die Kunden weiterzugeben. Auch kann es durch Reisebeschränkungen oder fehlender Einsatzbereitschaft von Subunternehmern zu verlängerten Bauzeiten kommen. Die Gesellschaft stellt sich bestmöglich auf diese Risiken ein. Extreme Entwicklungen können sich jedoch sehr negativ auf die Entwicklung der Gesellschaft auswirken. Grundsätzlich ist eine Mindestauslastung des Unternehmens sicherzustellen. Dabei ist die PlanET Gruppe auf einen möglichst ungehinderten Zugang zu den Märkten wie bspw. zum europäischen Binnenmarkt angewiesen. Protektionistische Maßnahmen einzelner Staaten, die diesen Zugang einschränken, sind in der Lage die Entwicklung des Unternehmens deutlich negativ zu beeinflussen. Insgesamt soll die breite, aber fokussierte Aufstellung über eine Vielzahl von Ländern zur Verminderung des Risikos einer Unterauslastung beitragen. So kann eine hohe Auslastung eines Landes die geringe Auslastung eines anderen Landes kompensieren. PlanET nimmt daher regelmäßig neue Märkte / Länder ins Portfolio auf. 4. Währungsrisiken und sonstige Risiken Die Entwicklung einzelner Währungen kann sich auf die Entwicklung der Gesellschaft auswirken. Im Rahmen der Projekte wird daher mit Absicherungsinstrumenten (bspw. Devisentermin- oder auch Devisenoptionsgeschäften) gearbeitet. Gänzlich vermeiden lassen sich dadurch Währungskursverluste aber nicht. Aufgrund der zunehmenden Internationalisierung entsteht ein höherer Anteil an Forderungen gegenüber ausländischen Kunden. Tendenziell erwartet die Gesellschaft hier ein erhöhtes Forderungsausfallrisiko, welches mit der tlw. Absicherung ausländischer Forderungen über eine Warenkreditversicherung reduziert werden kann. Die Gewinnung von qualifizierten Fachkräften ist besonders wichtig für die Entwicklung der PlanET-Unternehmensgruppe. Wir begegnen dieser Herausforderung aktiv. Unter anderem durch eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, Hochschulen und Universitäten. Mit der verstärkten Internationalisierung steigen die Anforderungen an die Mitarbeiter, die in unternehmensinternen Kursen ihre Sprachkenntnisse verbessern können. Auch moderne Betriebsräume und Möglichkeiten zum flexiblen Arbeiten sind wesentlich für die Mitarbeitergewinnung und -bindung. Nicht zuletzt trägt auch das positive Unternehmensklima dazu bei, dass die Fluktuation bei PlanET sehr niedrig ist. V. Prognosebericht 1. Branchenausblick In weiten Teilen der Welt besteht erhebliches Potenzial mit Hilfe von Biogas und der Vergärung von organischen Abfällen/ Reststoffen Strom, Wärme aber auch Treibstoff zu erzeugen und so einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Studien belegen, dass durch die Biogasaufbereitung zu BIO-CNG (gasförmiger Treibstoff) oder BIO-LNG (flüssiger Treibstoff) nahezu 100 % aller gesundheitsschädlichen Feinstaub- und Stickoxidemissionen vermieden werden können. Auch können mehr als 90 % der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen eingespart werden. Biomethan kann daher eindeutig eine sehr gute Treibhausgasbilanz vorweisen. Um zudem unabhängig von Gasimporten aus Russland zu werden, setzt bspw. auch die EU-Kommission in ihrem REPowerEU-Plan aus März 2022 auf den vermehrten Einsatz von Biomethan. Es ist daher nicht verwunderlich, dass gerade im europäischen Ausland teils gute Rahmenbedingungen für die Biogaseinspeisung bestehen. Insbesondere Frankreich ging hier bislang voran. Hier dürfte sich jedoch das sehr hohe Ausbautempo verlangsamen. Gleichzeitig erwartet die Branche aber, dass künftig andere Märkte in Europa wie bspw. Italien ein sehr hohes Wachstum erzielen werden. Für Deutschland wird keine deutliche Belebung des Neubaus von Biogasanlagen für den Bereich der 75 - 150 kW Anlagen erwartet. Die Gesellschaft geht aber von einem deutlichen Nachfrageanstieg im Bereich Biomethananlagen aus. Neben dem Neubau von Biomethananlagen wird auch die Umrüstung bestehender Biogasanlagen auf die Einspeisung von Biomethan vermehrt auftreten. Zudem steigt das Interesse aus der Industrie. Biogas ist hervorragend geeignet, die Versorgungssicherheit mit Energie zu gewährleisten, die Energiekosten kalkulierbar zu machen, den CO 2 -Fußabdruck zu minimieren und die Kosten zur Reststoffentsorgung zu senken. Auch Nordamerika (gerade die USA) haben das Potenzial von Biogas/ Biomethan erkannt. Hier erwartet die Branche in Zukunft einen guten Zubau von Anlagen. Zudem wird auch in weiteren nicht-europäischen Ländern das hohe Potenzial von Biogas zum Klimaschutz gesehen. Exemplarisch soll hier China genannt werden, welches nach wie vor ambitionierte Ausbauziele hat. 2. Ausblick der PlanET-Gruppe In unserem Hauptmarkt Frankreich rechnen wir mit nahezu gleichbleibenden Umsätzen. Ein stark steigendes Servicegeschäft soll dabei Rückgänge bei Umsatzerlösen aus dem Neubau auffangen. Auch für Deutschland erwarten wir für 2023 gleichbleibende Umsätze. In Kanada und den USA rechnen wir im Jahr 2023 hingegen mit leicht höheren Umsätzen. Zudem ist geplant, dass die PlanET Gruppe ihre Aktivitäten in Südamerika und Asien erweitert und hier Umsätze erzielt. Zusammenfassend rechnen wir derzeit für 2023 insgesamt mit leicht steigenden Umsatzerlösen. Aufgrund von steigenden Personalkosten rechnen wir aber nur mit einem ähnlichen positivem Betriebsergebnis wie im Jahr 2022. Wie immer von hoher Bedeutung ist, wie viele Projekte zum Jahresende nach HGB in den Umsatz fließen und wie viele über die Bestandsveränderung abgebildet werden. Zudem bleiben die weiteren Entwicklungen bzgl. der Inflations- und Zinsentwicklung sowie die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine abzuwarten. VI. Forschung und Entwicklung Im Jahr 2022 forschte die Gesellschaft an diversen Weiterentwicklungen sowohl im verfahrenstechnischen, biologischen als auch technischem Bereich. Eine Zusammenarbeit mit Hochschulen, Instituten und Vertretern der Industrie und Landwirtschaft hat sich bereits in der Vergangenheit bewährt und wird auch weiterhin genutzt.
Gescher, den 31. August 2023 gez. Dipl.-Ing. (FH) Jörg Meyer zu Strohe, PlanET Biogas Group GmbH gez. Dipl.-Kfm. Roland Becker, PlanET Biogas Group GmbH KONZERN-BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022PLANET BIOGAS GROUP GMBH, GESCHERAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022PlanET Biogas Group GmbH, GescherI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Muttergesellschaft PlanET Biogas Group GmbH hat ihren Sitz in Gescher und ist unter der Nummer HR B 7756 im Handelsregister Coesfeld eingetragen. Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Sofern Gewinn- und Verlustrechnungen von Tochtergesellschaften nach dem Umsatzkostenverfahren (§ 275 Abs. 3 HGB) erstellt wurden, wurden diese entsprechend umgerechnet. II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss umfasst neben der PlanET Biogas Group GmbH, Gescher, als Mutterunternehmen folgende Unternehmen, bei denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte besitzt (§ 313 Abs. 2 HGB): a) In den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen: Anteil am Kapital (direkt / indirekt) Sitz %
b) Folgende Gesellschaften wurden im Hinblick auf § 296 HGB aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung oder im Hinblick auf die Einschränkung von Gesellschafterrechten nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
1) Das Tochterunternehmen macht von den Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. 2) Die Gesellschaften sind insolvent. 3) Ausgewiesen werden die Zahlen lt. Vorjahresabschluss. 4) Mittelbare Beteiligung der PlanET Biogas Group GmbH über die Biogaz PlanET France SARL i. H. v. 18,24 %. Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft PlanET Biogas Group GmbH, Gescher, aufgestellt. Die Einzelabschlüsse wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt beziehungsweise durch entsprechende Korrekturen an die Methoden der Muttergesellschaft angepasst. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode. Bei der Schuldenkonsolidierung wurden gem. § 303 Abs. 1 HGB die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden Erlöse und Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Die Überleitung der nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellten ausländischen Gesellschaften erfolgte vereinfacht nur hinsichtlichdes Personalaufwandes, des Materialaufwandes, der Abschreibungen und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die in den Vorräten enthaltenen Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden ebenfalls eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Rückgängig gemacht wurde auch die bei einigen ausländischen Gesellschaften vorgenommene Realisierung von Teilgewinnen entsprechend dem Baufortschritt der jeweiligen Projekte ("percentage of completion"). Die Umrechnung fremder Währungen erfolgte nach § 308a HGB. Der sich aus der Währungsumrechnung ergebende Unterschiedsbetrag wurde erfolgsneutral in den Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung im Eigenkapital eingestellt. Andere Währungsdifferenzen wurden erfolgswirksam erfasst. III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den bei deren Entwicklung angefallenen Herstellungskosten, grundsätzlich vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 bis zu 5 Jahren), bewertet. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert. Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs- / Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Auf Anlagenzugänge wird die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten - vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen - angesetzt. Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Position des Anlagevermögens ergeben sich aus dem als Anlage 5a beigefügten Anlagenspiegel. In diesem sind auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres angegeben. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Bei gebrauchten Gegenständen wurde ein Abschlag entsprechend dem Abnutzungsgrad vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit ihren Herstellungskosten berücksichtigt, in die neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung und der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Produktion veranlasst ist, wurden in die Herstellungskosten eingerechnet. Erhaltene Anzahlungen sind von den Beständen an unfertigen Erzeugnissen abgesetzt. Soweit bis zum 31. Dezember 2022 keine Leistungen erbracht wurden, werden diese erhaltenen Anzahlungen auf der Passivseite bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch angemessene Pauschalwertberichtigungen auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten bilanziert. Bei den Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die den Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Für die sonstigen Verbindlichkeiten wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden aufgrund von Unterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz auf Basis des Steuersatzes des jeweiligen Konzernunternehmens berechnet. Aktive und passive latente Steuern wurden im Jahresabschluss zusammengefasst.
Die zugrunde gelegten Steuersätze betragen - in Abhängigkeit vom lokalen Recht - zwischen 26,5 % und 30 %. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung im Konzern erfolgt bezüglich der Bilanzansätze nach der Stichtagskursmethode. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach den Durchschnittssätzen umgerechnet. IV. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Jahre 2022 unter Berücksichtigung der kumulierten Anschaffungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposition können dem nachfolgenden Anlagenspiegel entnommen werden (siehe Anlage 5a). Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Steuerforderungen (4.710 T€), um Bonusforderungen (596 T€) sowie um Versicherungsentschädigungen (317 T€). Von den Steuerforderungen entfallen 3.323 T€ auf Umsatzsteuerforderungen. Von den liquiden Mitteln sind 4.266 T€ verpfändet. Die Verpfändungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Besicherung von Avallinien der PlanET Biogastechnik GmbH, Gescher. Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Eigenkapitalspiegel (Anlage 4). Sonstige Rückstellungen im Konzern sind personal- und verkaufsbezogen (2.436 T€ bzw. 2.787 T€). Weitere Rückstellungen wurden gebildet für ausstehende Rechnungen (1.381 T€) und Jahresabschlusskosten (141 T€). Die Zusammensetzung, Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeiten Spiegel (siehe Anlage 5b). V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Konzern-Umsatzerlöse gliedern sich unter Tätigkeitsgesichtspunkten (§ 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB) wie folgt auf:
Die Konzern-Umsatzerlöse nach geographischer Gliederung (§ 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB) stellen sich wie folgt dar:
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten in Höhe von 1.517 T€ latente Steuern. Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragssteueraufwand dar:
Der effektive Konzernsteuersatz beträgt 30,1 %. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von insgesamt 225 T€ (Vorjahr: 119 T€) enthalten, die aus
resultieren. Weiterhin sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen von insgesamt 304 T€ (Vorjahr: 48 T€) enthalten, die aus
resultieren. VI. Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung ist Bestandteil des Konzernabschlusses. Die Kapitalflussrechnung ist gemäß DRS 21 in Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit untergliedert. Der Finanzmittelbestand enthält liquide Mittel (Zahlungsmittel) abzüglich jederzeit fälliger Bankverbindlichkeiten. VII. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen auf Konzernebene ergeben sich im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 1.126 T€. Davon sind 456 T€ innerhalb eines Jahres fällig. Unbefristete Miet- und Pachtverträge mit insgesamt Nettojahresmieten in Höhe von 819 T€ bestehen zum 31.12.2022. VIII. Sonstige Angaben Beschäftigte im Jahresdurchschnitt Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 314 Abs. 1 Nr. 4 i. V. m. § 267 Abs. 5 HGB beträgt 335 (Vorjahr: 258). Am Bilanzstichtag bestanden Devisentermin- und oder Devisenoptionsgeschäfte über den Verkauf von 23.187 TUS $ mit einem Gegenwert von 25.667 T€. Der Geschäftsführung der Muttergesellschaft gehörten im Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022 an:
Die Angabe zu den Bezügen der Geschäftsleitung unterbleibt in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB. Das gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB von dem Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar gliedert sich in Abschlussprüfungsleistungen (79 T€), Steuerberatungsleistungen (46 T€) und sonstige Leistungen (5 T€). Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beträgt 267 T€. Der gemäß § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände beträgt € 248.334,23. Die Muttergesellschaft hat am 2. September 2022 eine Vorabausschüttung in Höhe von € 6.000.000,00 ausgezahlt. Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft schlägt außerdem vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 7.360.096,92 nebst Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Gesamtwirtschaft sind noch schwer abzuschätzen. Von einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist jedoch auszugehen. Der Effekt auf die Entwicklung der Rohstoffpreise und die Stabilität der Lieferketten sind noch nicht abzusehen. Auf der anderen Seite rechnet die Gesellschaft mit steigender Nachfrage ihrer Produkte und Dienstleistungen. Die Abhängigkeit von russischem Gas im Speziellem als auch die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern im Allgemeinen zeigen die Notwendigkeit einer Energiewende hin zu erneuerbaren Energien. Für weitere Informationen verweist die Gesellschaft auf den Lagebericht.
Gescher, den 31. August 2022 PlanET Biogas Group GmbH gez. Dipl.-Ing. (FH) Jörg Meyer zu Strohe gez. Dipl.-Kfm. Roland Becker
1) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch diverse Bürgschaften, Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verpfändung von Guthaben abgesichert. 2) Die erhaltenen Anzahlungen sind teilweise durch Anzahlungsbürgschaften gesichert. Der Ausweis der erhaltenen Anzahlungen erfolgt - in Höhe der bis zum Bilanzstichtag für die jeweiligen Projekte erbrachten Leistungen - gemäß § 268 Abs. 5 HGB auf der Aktivseite. 3) Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. PlanET Biogas Group GmbH, Gescher Kapitalflussrechnung In der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach den Cashflows für die Bereiche der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit gesondert dargestellt. Die Ermittlung erfolgt unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Nr. 21 (DRS 21).
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PlanET Biogas Group GmbH, Gescher Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der PlanET Biogas Group GmbH, Gescher, und ihrer Tochtergesellschaften bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der PlanET Biogas Group GmbH, Gescher, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-konzern-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Münster, den 29. September 2023 HLB
Schumacher GmbH
gez. Dr. Tebben, Wirtschaftsprüfer gez. Beckmann, Wirtschaftsprüfer Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 08. November 2023 gebilligt. |
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