Starrag Vermietungs-Servicegesellschaft mbH
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Berisha seit 29.7.2025 | Prokura |
Markus Jäger seit 12.12.2024 | Geschäftsführer |
Rainer Hansjürgens seit 9.11.2022 | Geschäftsführer |
Hubert Dipl.-Ing. Erz seit 6.6.2012 | Prokura |
Dirk Dipl-Ing. Staimer seit 9.2.2012 | Prokura |
Stefan Nethövel seit 5.8.2005 | Prokura |
Rainer Maria Burkhardt seit 20.9.2004 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
StarragTornos Group AG | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Starrag Technology GmbHMönchengladbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 1. Bilanz zum 31. Dezember 2022 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022 Anlagenspiegel BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Grundlagen der Gesellschaft Die Starrag Technology GmbH (kurz: STM), die zur Starrag Group gehört, ist ein weltweiter Anbieter von Werkzeugmaschinen zum Bohren, Drehen, Fräsen und Schleifen von mittleren bis große Werkstücke aus Metall und Verbundwerkstoffen. Zu den Kunden zählen vor allem international tätige Unternehmen in den Zielmärkten Aerospace, Energy, Transportation und Industrial. Die STM betreibt Standorte in Mönchengladbach und Bielefeld sowie bei einem Tochterunternehmen in Frankreich. Die STM hat darüber hinaus weitere Tochterunternehmen in Deutschland. Im Interesse einer dauerhaften Ertragsoptimierung sind die strukturellen und personellen Maßnahmen am Standort Mönchengladbach abgeschlossen worden. Insgesamt wurden rd. 100 Arbeitsplätze abgebaut. Gleichzeitig ist das Kompetenzzentrum Ecospeed (Marktführer für flexible Fertigungssysteme im Zielmarkt Aerospace) zur verstärkten Nutzung der Gruppensynergien an den Standort Rorschacherberg verlagert worden. Am Standort Mönchengladbach verbleibt der Service und Zentralfunktionen der Gruppe. Die Produktion wird am Standort Bielefeld fortgeführt. Die im Zuge der Umstrukturierung freigewordenen Produktions- und Verwaltungskapazitäten am Standort Mönchengladbach sollen im Rahmen eines Businesspark-Konzepts an Drittunternehmen vermarktet werden. In diesem Zusammenhang sind die Betriebsimmobilien an den Standorten in Mönchengladbach und Bielefeld in eine neugegründete Immobiliengesellschaft abgespalten worden. Durch diese Maßnahme soll das operative Geschäft von der Immobilienwirtschaft getrennt werden. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen; Geschäftsverlauf Die deutschen Hersteller von Werkzeugmaschinen haben im Jahr 2022 die Auswirkungen der Corona-Krise weitgehend überwunden. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie verzeichnete nach Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) im Jahr 2022 einen Anstieg im Auftragseingang von 18%. Die Produktion wuchs um 3%. Die Branche geht mit einem deutlichen Auftragsüberhang in das laufende Jahr. Die positive Entwicklung geht auf den großen Nachholbedarf für Investitionen weltweit zurück. Starker Treiber war der Inlandsabsatz mit einem Anstieg von 16% aber auch das Ausland legte um 7% zu. Für 2023 wird wieder mit einem guten Auftragseingang und einem Produktionsplus von 9% gerechnet. Der Antrieb kommt dabei vor allem aus Asien und dem Inland. Global existieren zahlreiche externe - wirtschaftliche wie politische - Unsicherheitsfaktoren, welche Einfluss auf die Investitionsneigung der Kunden haben können. Beispiele hierfür sind die Sicherheit der Energieversorgung und die ungewisse Entwicklung des Ukraine / Russland Konflikts.
Für die STM war das vergangene Geschäftsjahr einerseits noch durch Corona negativ geprägt, andererseits war die positive Wirkung der abgeschlossenen Umstrukturierung zu spüren. Bei der STM lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2022 mit EUR 101,5 Mio. fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. Die Gesamtleistung (inklusive sonstiger betrieblicher Erträge) stieg um EUR 1,8 Mio. auf EUR 74,8 Mio., was leicht über der Erwartung (EUR 70,0 Mio.) liegt. Hierin ist ein positiver Sondereffekt aus der vertraglichen Abwicklung eines stornierten Auftrages (EUR 11,8 Mio.) enthalten. Der Auftragseingang verringerte sich um 17,5% auf EUR 84,9 Mio., wobei zu beachten ist, dass das Vorjahr durch eine überdurchschnittlich hohe Nachfrage gekennzeichnet war. Der Auftragseingang liegt damit deutlich über dem prognostizierten Wert von EUR 70,0 Mio. Diese positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf die positive Nachfrageentwicklung in den Applikationen Aerospace, Renewables (Standort Bielefeld) sowie beim Service zurückzuführen. Dementsprechend ist auch das Auftragsbestandsniveau nur um 10,2% auf EUR 145,5 Mio. zurückgegangen. Mit diesem Wert ist die Grundauslastung des Standorts Bielefeld und des Service über mehrere Monate gesichert. Die positiven Entwicklungen aus der abgeschlossenen Restrukturierung mit einem schlanken Kostengerüst, die gute Kapazitätsauslastung sowie die Überwindung der pandemiebedingten Produktionsunterbrechungen haben das Betriebsergebnis positiv beeinflusst. Insgesamt befindet sich das Betriebsergebnis, nach dem unser Unternehmen gesteuert wird, mit EUR 5,2 Mio. wieder im positiven Bereich und um EUR 16,7 Mio. über Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis liegt damit weit über unserer Prognose (leicht negatives Ergebnis). Aus Sondereffekten (Ertrag aus der Abwicklung eines stornierten Großauftrages EUR 11,8 Mio. und Verkauf der Werksmaschine EUR 1,4 Mio.) resultiert dabei eine Ergebnisentlastung von EUR 13,2 Mio. Investitionen Das Investitionsvolumen für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrug EUR 4,7 Mio. (Vorjahr EUR 0,4 Mio.). Dabei handelte es sich im Wesentlichen um die Ausübung der Kaufoption auf den Erwerb der Betriebsimmobilie in Bielefeld (EUR 4,4 Mio.). Darüber hinaus wurde in IT-Software und Lizenzen, Verbesserungen bei Betriebsgebäude, maschinelle Anlagen, IT-Hardware, Modelle, Büroausstattung, Mess- und Prüfmittel sowie Vorrichtungen, die zur Optimierung und Flexibilisierung der Fertigung dienen, investiert. Im Rahmen einer Abspaltung wurden die Betriebsimmobilien auf eine neu gegründete Schwestergesellschaft abgespalten. Ertragslage
Die Umsatzerlöse lagen mit EUR 101,5 Mio. um EUR 48,7 Mio. deutlich über Vorjahresniveau. Der Grund hierfür sind zum einen abrechnungsbedingte Effekte sowie die wiederaufgenommene Abarbeitung von Großaufträgen, die pandemiebedingt unterbrochen wurden. Die Gesamtleistung ist mit EUR 74,8 Mio. nur leicht angestiegen. Der Materialanteil an der Gesamtleistung (inklusive betrieblicher Erträge) lag mit 39,4% leicht über dem Vorjahresniveau. Mit EUR 27,3 Mio. liegt der Personalaufwand um EUR 3,9 Mio. deutlich unter Vorjahresniveau. Hauptursächlich hierfür ist der Stellenabbau beim Personal. Der Anteil der Abschreibungen an der Gesamtleistung liegt mit 1,7% leicht unter dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür ist die Abspaltung der Betriebsimmobilien im 2. Halbjahr. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung, der bei 15,4% liegt, befindet sich deutlich unter Vorjahresniveau, was auf den Personalabbau und den geschlossenen Abfindungsvereinbarungen im Vorjahr zurückzuführen ist. Finanzlage Die flüssigen Mittel haben sich um EUR 0,8 Mio. auf EUR 1,5 Mio. verringert. Die laufende Geschäftstätigkeit wird im Wesentlichen durch erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge finanziert. Zudem stehen Barlinien von EUR 20,0 Mio. zur Verfügung, die zum Stichtag nicht in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus verfügte das Unternehmen über für das Geschäft ausreichende Avallinien. Dem Unternehmen standen im Berichtsjahr jederzeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung, so dass die Gesellschaft zum Bilanzstichtag kurzfristige Darlehen an Konzerngesellschaften gewähren konnte. Hauptziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist auch weiterhin die Sicherstellung der Unternehmensliquidität durch die Gewährleistung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung, Gesellschafterdarlehen sowie die Vereinbarung von an das Geschäftsvolumen angepassten Kredit- und Avallinien mit unseren kreditgebenden Finanzinstituten. Vermögenslage
Die Verminderung bei den Vorräten ist auf höhere aktivisch mit den Vorräten saldierte erhaltene Anzahlungen zurückzuführen. Die Erhöhung bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 14,6 Mio. auf EUR 42,8 Mio. ist auf die Gewährung von kurzfristigen Darlehen an den Gesellschafter zurückzuführen. Bedingt durch die steuerliche Wirkung der Abspaltung von Grundstücken und Gebäuden entfällt die Grundlage für die Aktivierung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge.
Die Eigenkapitalquote hat sich von 38% auf 16% verringert. Der Gründe hierfür sind der deutliche Anstieg bei den Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von EUR 24,6 Mio. sowie der Eigenkapitaleffekt aus der Abspaltung der Grundstücke und Gebäude. Das Stammkapital wurde von EUR 22,0 Mio. auf EUR 2,5 Mio. herabgesetzt. Insgesamt besitzt das Unternehmen dennoch eine gute Kapitalausstattung. Die Rückstellungen haben sich um EUR 1,6 Mio. erhöht. Es sind wieder Rückstellungen für Ertragsteuern von EUR 1,6 Mio. gebildet worden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben um EUR 1,7 Mio. abgenommen. Die Zunahme bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist rein stichtagsbezogen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um EUR 9,3 Mio. auf EUR 2,2 Mio. deutlich zurückgegangen. Hauptverantwortlich ist Auszahlung von Abfindungen aus im Vorjahr abgeschlossenen Aufhebungsvereinbarungen. Insgesamt liegt die Höhe des Fremdkapitals, aufgrund einer geringeren Absatz von erhaltenen Anzahlungen von den Vorräten, deutlich über Vorjahresniveau. Personal Am 31. Dezember 2022 waren bei uns 265 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl hat damit stichtagsbezogen im Vergleich zum Vorjahr um 101 abgenommen. Ursächlich hierfür waren Personalanpassungsmaßnahmen, die aufgrund der Produktionsverlagerung am Standort Mönchengladbach notwendig wurden. Im Jahresdurchschnitt wurden 103 Mitarbeiter weniger beschäftigt. Am 31. Dezember 2022 waren 23 Auszubildende beschäftigt. Motivierte und hervorragend ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nach unserer Auffassung die Basis unserer weiteren Entwicklung der verbleibenden Geschäftsfelder. Deshalb investieren wir erhebliche Mittel in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Forschung und Entwicklung Unsere strategischen Ziele können wir nur mit gezielten Entwicklungsaktivitäten erreichen. Wir stellen für Entwicklungsaufgaben der Produktbereiche traditionell erhebliche Mittel zur Verfügung. Entsprechend beschäftigt die Gesellschaft insgesamt 45 Diplomingenieure. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen die Entwicklungsschwerpunkte bei der Produktpflege, Neu- und Weiterentwicklung der Maschinen der jeweiligen Baureihen sowie der Entwicklung von Kundensonderausführungen. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risiko- und Chancenbericht Im Rahmen des gruppenweiten Risikomanagement-Prozesses erfolgt eine Risikobeurteilung. Dabei wird regelmäßig über Art, Umfang und Einschätzung der wesentlichen Risiken und über die getroffenen Maßnahmen zur Risikominderung berichtet. Wir gehen davon aus, dass wir die wesentlichen Produktions- und Finanzierungsrisiken unseres angepassten Geschäftsmodells kennen:
Wesentliche weitere Risiken sind nach unserer Einschätzung die folgenden:
Alle nach Vorsichtsgesichtspunkten zu erwartenden Risiken sind, soweit sie zu einer Minderung des Gesellschaftsvermögens bzw. einer Zunahme der Verbindlichkeiten führen könnten, durch Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen gedeckt. Durch die nahezu abgeschlossene Umstrukturierung, die Entspannung bei der Corona-Pandemie und die sehr gute Auslastung wurden die Geschäftstätigkeit und die daraus resultierenden Kennzahlen Umsatz, Betriebsergebnis und Free Cashflow im Geschäftsjahr 2022 wesentlich positiv beeinflusst. Die Unsicherheiten der weiteren Entwicklung sind jedoch weiterhin hoch. Die Sicherstellung der notwendigen Energieversorgung sowie die weitere Entwicklung des Ukraine/Russland Konflikts sind wichtige Faktoren für den Konjunkturverlauf. Weitere über das allgemeine unternehmerische Risiko hinausgehende spezielle Risiken sind zurzeit nicht absehbar und wesentliche Änderungen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben. Wesentliche Chancen sind nach unserer Einschätzung unverändert zum Vorjahr die folgenden:
Prognosebericht In der Annahme, dass die Geschäftstätigkeit 2023 nicht durch externe, von uns nicht beeinflussbare Faktoren wie zum Beispiel die Sicherheit der notwendigen Energieversorgung sowie die weitere Entwicklung des Ukraine / Russland Konflikts, negativ beeinflusst wird, sind wir für das laufende Geschäftsjahr positiv gestimmt. Diese grundsätzlich positive Einschätzung wird auch vom deutschen Werkzeugmaschinenverband geteilt, der für das laufende Jahr mit einem weiteren Wachstum der Produktion rechnet. Unsere Zuversicht gründet nicht zuletzt auf den wesentlichen Fortschritten, die wir mit der nahezu abgeschlossenen Umstrukturierung in den vergangenen drei Jahren erzielt haben und die nun eine starke Basis auch für die mittelfristige Zukunft legen. Die substanzielle Optimierung unserer Strukturen ermöglicht es, unsere Geschäftsziele von einer dauerhaft tieferen Kostenbasis aus zu verfolgen. Die STM rechnet für das Geschäftsjahr 2023 mit einem Auftragseingang von rd. EUR 67 Mio., eine Gesamtleistung von rd. EUR 70,0 Mio. und einem wieder deutlich positiven Ergebnis. Wir sind grundsätzlich positiv eingestellt, uns besser als unsere Wettbewerber entwickeln zu können. Dazu veranlassen uns einerseits ein Arbeitsvorrat von EUR 145,5 Mio. sowie eine für 2023 gute Projektpipeline. Die Finanzierung der STM ist derzeit durch Anzahlungen sowie Kontokorrent- und Avallinien sichergestellt. Unsere Einschätzung gilt allerdings unter der Annahme, dass die globalen Handelskonflikte oder sonstige geopolitischen Zerwürfnisse nicht eskalieren. Grundsätzlich hat die beabsichtigte Modernisierung der Bundeswehr positive Auswirkungen auf das Unternehmen. Die STM hat entsprechende Werkzeugmaschinen für die Rüstungsindustrie im Produktportfolio. Auch der erwartete Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere bei der Windkraft, wird sich positiv auswirken, da auch hierfür Werkzeugmaschinen im Produktportfolio vorhanden sind.
Mönchengladbach, den 24. März 2023 Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde unter Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Die Gesellschaft ist unter der Firma: Starrag Technology GmbH mit Sitz in Mönchengladbach in das Handelsregister beim Amtsgericht Mönchengladbach unter der Registernummer HRB 5635 eingetragen. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen werden aktivierungspflichtige direkt zurechenbare Kosten und anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt bei immateriellen Vermögensgegenständen bis zu fünf Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen drei bis acht Jahre, bei Gebäuden zwischen 20 und 30 Jahren und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis fünf Jahre. Zugänge von Vermögensgegenständen mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von über EUR 250,00 und höchstens EUR 800,00 (Geringwertige Anlagegüter) werden im Anschaffungsjahr vollständig abgeschrieben. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten und bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden Durchschnittspreisen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Für Materialien mit einer geringen Lagerumschlagshäufigkeit werden entsprechend Lagerreichweitenabschläge vorgenommen. Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. In die Herstellungskosten sind neben Einzelkosten auch notwendige Gemeinkosten der Material-, Fertigungs-, Konstruktions- und Verwaltungsbereiche einbezogen. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden bei den unfertigen Erzeugnissen aktivisch abgesetzt. Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennbetrag maximal bis zur Höhe der Vorräte von diesen aktivisch abgesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, sind Einzelwertberichtigungen von den Forderungen aktivisch abgesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Kurzfristige Forderungen in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt erfasst. Zum Abschlussstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. Abgesicherte Forderungen werden mit dem Sicherungskurs angesetzt (Einfrierungsmethode). Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die als Aufwendungen eine bestimmte Zeit nach diesem Tag betreffen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach kaufmännischen Gesichtspunkten. Der Ansatz erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag, gegebenenfalls unter Berücksichtigung entsprechender Kostensteigerungen und Abzinsung. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,43 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Kurzfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt erfasst. Zum Abschlussstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. Latente Steuern Latente Steuern resultieren aus bestehenden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen (Finanzanlagen) und Schulden (sonstige Rückstellungen) und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Es kommt ein Steuersatz von 32,7% zur Anwendung. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2021 resultierten zudem aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahr 2022 ist im Anlagegitter als Anlage zum Anhang gesondert dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Gegen Gesellschafter bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 22.494 (31.12.2021 TEUR 8.538), welche unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden. Eigenkapital Im Rahmen der Abspaltung von Grundstücken und Gebäuden wurde das gezeichnete Kapital zum Ausgleich der Vermögensminderung von TEUR 21.986 (DEM 43.000) auf TEUR 2.500 herabgesetzt. In die Kapitalrücklage wurde die Differenz zwischen der abspaltungsbedingten Vermögensminderung und dem Betrag der Kapitalherabsetzung in Höhe von TEUR 11.184 eingestellt. Diese Kapitalrücklage unterliegt gem. § 58c S. 2 iVm. § 58b Abs. 3 GmbHG einem Ausschüttungsverbot. Die Kapitalrücklage darf vor Ablauf des fünften nach der Beschlussfassung über die Kapitalherabsetzung beginnenden Geschäftsjahrs nur zum Verlustausgleich bzw. zur Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verwandt werden. Aus der Aktivierung latenter Steuern resultiert eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 87. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.740 (31.12.2021 TEUR 9.793) enthalten Rückstellungen für noch anfallende Kosten für abgerechnete Aufträge in Höhe von TEUR 3.443 (31.12.2021 TEUR 3.371), Garantieverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.183 (31.12.2021 TEUR 2.046), Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 1.276 (31.12.2021 TEUR 290), Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 607 (31.12.2021 TEUR 118) sowie übrige Rückstellungen. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung und Fristen der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 3.301; 31.12.2021 TEUR 6.164) sowie aus dem Finanzverkehr (TEUR 2.597; 31.12.2021 TEUR 1.462). Gegenüber Gesellschafter bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 228 (31.12.2021 TEUR 278), welche unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Abfindungen aus abgeschlossenen Aufhebungsvereinbarungen in Höhe von TEUR 1.034 (31.12.2021 TEUR 10.085) enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen TEUR 7.310 (31.12.2021 TEUR 870). Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sind wie folgt fällig:
Hierin enthalten sind Miet- und Pachtverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6.566 (31.12.2021 TEUR 0). Bei den Miet- und Leasingverträgen handelt es sich um sog. Operate Leasing Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Finanzinstrumente Die Starrag Technology GmbH sichert das Wertänderungs-/ Zahlungsstromrisiko bestehender Fremdwährungsforderungen sowie schwebender Geschäfte in Fremdwährung (vereinbarte, zukünftige Kundenanzahlungen bzw. Lieferantenzahlungen) ab. Das abgesicherte Wertänderungs-/ Zahlungsstromrisiko resultiert aus Wechselkursschwankungen zwischen der funktionalen Währung der Starrag Technology GmbH (EUR) und der jeweiligen Transaktionswährung in USD und GBP. Zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos eines Grundgeschäfts wird jeweils ein entsprechendes Währungssicherungsinstrument abgeschlossen. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag anhand eines critical-terms-match (Währung, Nominalvolumen, Laufzeit/Zahlungszeitpunkt) festgestellt. Fremdwährungsforderungen sowie schwebende Geschäfte in Fremdwährung werden zum Bilanzstichtag mit den folgenden Nominalwerten (Buchwerten) als Grundgeschäfte in Mikro-Bewertungseinheiten einbezogen:
Zum Bilanzstichtag wurden Devisentermingeschäfte sowie Devisenswaps mit den folgenden Nominalwerten (Buchwerten) in die Bewertungseinheiten einbezogen:
Die Devisentermingeschäfte, Devisenswaps sowie Optionen haben zum Bilanzstichtag folgende Marktwerte:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Umsatzerlöse nach geographischen Märkten:
Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
Der Tätigkeitsbereich umfasst Werkzeugmaschinen inklusive dazugehöriger Dienstleistungen. Von den Umsatzerlösen stammen TEUR 19.672 (2021 TEUR 10.746) aus Umsatzerlösen mit verbundenen Unternehmen. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Schadenersatzleistungen eines vom Kunden stornierten Großauftrages von TEUR 11.789, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 2.890 und Erträge aus dem Kurs- und Währungsbereich in Höhe von TEUR 552 (2021 TEUR 48). Zudem sind Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 47 (2021 TEUR 477) enthalten. Personalaufwand
Zahl der Mitarbeiter im Durchschnitt ohne Auszubildende (Quartalsdurchschnitt)
Abschreibungen Die Abschreibungen sind im Anlagengitter nach Einzelposten gegliedert. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Abgangsentschädigungen von TEUR 652 (2021 TEUR 10.445) sowie Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 47 (2021 TEUR 64). Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 108 (2021 TEUR 594) und beinhalten Wertberichtigungen auf Forderungen und Schadenersatzzahlungen. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus Beteiligungen (TEUR 0; 2020 TEUR 13) entfallen in voller Höhe auf verbundene Unternehmen. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Die Erträge aus Ausleihungen (TEUR 5; 2021 TEUR 42) entfallen in voller Höhe auf verbundene Unternehmen. Zinsen und ähnliche Erträge
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Steuern vom Einkommen und Ertrag
V. Sonstige Angaben Gesamthonorar des Abschlussprüfers: Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:
Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da drei der oben genannten Geschäftsführer im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhielten und sich hieraus ansonsten die Bezüge des verbleibenden Mitglieds der Geschäftsführung feststellen lassen. Aufsichtsrat Mit notariell beglaubigter Änderung des Gesellschaftsvertrages vom 30.03.2022 wurde der Aufsichtsrat aufgelöst. Mitglieder bis zur Auflösung waren:
Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder betrugen im Berichtszeitraum TEUR 38 (2021 TEUR 83). Anteilsbesitz
* Die Jahresabschlüsse der
aufgeführten Gesellschaften wurden nach lokalen
Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Im Berichtsjahr
erfolgte eine Kapitalerhöhung von TEUR 2.000.
Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Starrag Group Holding AG, Rorschacherberg (Schweiz), die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Dieser wird nach den Regeln der "Swiss GAAP FER Rechnungslegungsstandards" aufgestellt und gemäß den Bestimmungen der SIX Exchange Regulation bekannt gemacht. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird zudem gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Starrag Group Holding GmbH, Chemnitz, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Dieser wird nach den handelsrechtlichen Regelungen aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Gesellschaft nimmt die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gem. § 291 HGB in Anspruch.
Mönchengladbach, 24.03.2023 Die Geschäftsführung Rainer Hansjürgens Entwicklung des Anlagevermögens 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Starrag Technology GmbH, Mönchengladbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Starrag Technology GmbH, Mönchengladbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Starrag Technology GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 15. Mai 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer Rene Strobach, Wirtschaftsprüfer |
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