Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 5635
Vorher
DS Technologie Werkzeugmaschinenbau GmbHDörries Scharmann Technologie GmbH
Eingetragen
2.6.2003
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Sägen und von Maschinenwerkzeugen für die Holzbearbeitung
Gegenstand
die Herstellung, der An- und Verkauf von Werkzeugmaschinen der Marken Dörries, Scharmann, Droop & Rein, Berthiez, Schiess, Froriep, Jungenthal, Köllmann, Wanderer, Wotan sowie anderen Maschinen, Apparaturen und Vorrichtungen sowie Ersatzteilen und Service und Überholung gebrauchter Maschinen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland zu errichten sowie andere Unternehmen im In- und Ausland zu erwerben und sich an solchen zu beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Berisha
seit 29.7.2025
Prokura
Markus Jäger
seit 12.12.2024
Geschäftsführer
Rainer Hansjürgens
seit 9.11.2022
Geschäftsführer
Prokura
Prokura
Stefan Nethövel
seit 5.8.2005
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
StarragTornos Group AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Starrag Group Holding GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Starrag Technology GmbH

Mönchengladbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

1. Bilanz zum 31. Dezember 2022

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022

Anlagenspiegel

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Grundlagen der Gesellschaft

Die Starrag Technology GmbH (kurz: STM), die zur Starrag Group gehört, ist ein weltweiter Anbieter von Werkzeugmaschinen zum Bohren, Drehen, Fräsen und Schleifen von mittleren bis große Werkstücke aus Metall und Verbundwerkstoffen. Zu den Kunden zählen vor allem international tätige Unternehmen in den Zielmärkten Aerospace, Energy, Transportation und Industrial. Die STM betreibt Standorte in Mönchengladbach und Bielefeld sowie bei einem Tochterunternehmen in Frankreich. Die STM hat darüber hinaus weitere Tochterunternehmen in Deutschland.

Im Interesse einer dauerhaften Ertragsoptimierung sind die strukturellen und personellen Maßnahmen am Standort Mönchengladbach abgeschlossen worden. Insgesamt wurden rd. 100 Arbeitsplätze abgebaut. Gleichzeitig ist das Kompetenzzentrum Ecospeed (Marktführer für flexible Fertigungssysteme im Zielmarkt Aerospace) zur verstärkten Nutzung der Gruppensynergien an den Standort Rorschacherberg verlagert worden. Am Standort Mönchengladbach verbleibt der Service und Zentralfunktionen der Gruppe. Die Produktion wird am Standort Bielefeld fortgeführt.

Die im Zuge der Umstrukturierung freigewordenen Produktions- und Verwaltungskapazitäten am Standort Mönchengladbach sollen im Rahmen eines Businesspark-Konzepts an Drittunternehmen vermarktet werden. In diesem Zusammenhang sind die Betriebsimmobilien an den Standorten in Mönchengladbach und Bielefeld in eine neugegründete Immobiliengesellschaft abgespalten worden. Durch diese Maßnahme soll das operative Geschäft von der Immobilienwirtschaft getrennt werden.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen; Geschäftsverlauf

Die deutschen Hersteller von Werkzeugmaschinen haben im Jahr 2022 die Auswirkungen der Corona-Krise weitgehend überwunden. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie verzeichnete nach Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) im Jahr 2022 einen Anstieg im Auftragseingang von 18%. Die Produktion wuchs um 3%. Die Branche geht mit einem deutlichen Auftragsüberhang in das laufende Jahr. Die positive Entwicklung geht auf den großen Nachholbedarf für Investitionen weltweit zurück. Starker Treiber war der Inlandsabsatz mit einem Anstieg von 16% aber auch das Ausland legte um 7% zu. Für 2023 wird wieder mit einem guten Auftragseingang und einem Produktionsplus von 9% gerechnet. Der Antrieb kommt dabei vor allem aus Asien und dem Inland.

Global existieren zahlreiche externe - wirtschaftliche wie politische - Unsicherheitsfaktoren, welche Einfluss auf die Investitionsneigung der Kunden haben können. Beispiele hierfür sind die Sicherheit der Energieversorgung und die ungewisse Entwicklung des Ukraine / Russland Konflikts.

2022 2021 Entwicklung zum Vorjahr
STM TEUR TEUR in %
Umsatz 101.511 52.823 92,2%
davon Export 87.050 34.321 153,6%
Auftragseingang 84.919 102.972 -17,5%
Auftragsbestand 145.501 162.093 -10,2%

Für die STM war das vergangene Geschäftsjahr einerseits noch durch Corona negativ geprägt, andererseits war die positive Wirkung der abgeschlossenen Umstrukturierung zu spüren. Bei der STM lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2022 mit EUR 101,5 Mio. fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. Die Gesamtleistung (inklusive sonstiger betrieblicher Erträge) stieg um EUR 1,8 Mio. auf EUR 74,8 Mio., was leicht über der Erwartung (EUR 70,0 Mio.) liegt. Hierin ist ein positiver Sondereffekt aus der vertraglichen Abwicklung eines stornierten Auftrages (EUR 11,8 Mio.) enthalten. Der Auftragseingang verringerte sich um 17,5% auf EUR 84,9 Mio., wobei zu beachten ist, dass das Vorjahr durch eine überdurchschnittlich hohe Nachfrage gekennzeichnet war. Der Auftragseingang liegt damit deutlich über dem prognostizierten Wert von EUR 70,0 Mio. Diese positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf die positive Nachfrageentwicklung in den Applikationen Aerospace, Renewables (Standort Bielefeld) sowie beim Service zurückzuführen. Dementsprechend ist auch das Auftragsbestandsniveau nur um 10,2% auf EUR 145,5 Mio. zurückgegangen. Mit diesem Wert ist die Grundauslastung des Standorts Bielefeld und des Service über mehrere Monate gesichert.

Die positiven Entwicklungen aus der abgeschlossenen Restrukturierung mit einem schlanken Kostengerüst, die gute Kapazitätsauslastung sowie die Überwindung der pandemiebedingten Produktionsunterbrechungen haben das Betriebsergebnis positiv beeinflusst. Insgesamt befindet sich das Betriebsergebnis, nach dem unser Unternehmen gesteuert wird, mit EUR 5,2 Mio. wieder im positiven Bereich und um EUR 16,7 Mio. über Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis liegt damit weit über unserer Prognose (leicht negatives Ergebnis). Aus Sondereffekten (Ertrag aus der Abwicklung eines stornierten Großauftrages EUR 11,8 Mio. und Verkauf der Werksmaschine EUR 1,4 Mio.) resultiert dabei eine Ergebnisentlastung von EUR 13,2 Mio.

Investitionen

Das Investitionsvolumen für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrug EUR 4,7 Mio. (Vorjahr EUR 0,4 Mio.). Dabei handelte es sich im Wesentlichen um die Ausübung der Kaufoption auf den Erwerb der Betriebsimmobilie in Bielefeld (EUR 4,4 Mio.). Darüber hinaus wurde in IT-Software und Lizenzen, Verbesserungen bei Betriebsgebäude, maschinelle Anlagen, IT-Hardware, Modelle, Büroausstattung, Mess- und Prüfmittel sowie Vorrichtungen, die zur Optimierung und Flexibilisierung der Fertigung dienen, investiert. Im Rahmen einer Abspaltung wurden die Betriebsimmobilien auf eine neu gegründete Schwestergesellschaft abgespalten.

Ertragslage

STM 31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR
Umsatzerlöse 101.511 135,8% 52.823 72% 48.688
Bestandsveränderung -40.431 -54,1% 5.375 7% -45.806
Aktivierte Eigenleistung 6 0,0% 21 0% -15
Sonstige Betriebserträge 13.679 18,3% 14.776 20% -1.097
Gesamtleistung 74.764 100,0% 72.995 100% 1.770
Materialaufwand 29.456 39,4% 26.921 37% 2.535
Personalaufwand 27.327 36,6% 31.214 43% -3.888
Abschreibungen 1.299 1,7% 1.563 2% -264
Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.503 15,4% 24.858 34% -13.355
Erträge aus Beteiligungen 0 0,0% 13 0% -13
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5 0,0% 42 0% -37
Sonstige Steuern 73 0,1% 82 0% -9
Betriebsergebnis 5.111 6,8% -11.589 -16% 16.701
Zinserträge 58 0,1% 63 0% -5
Zinsaufwendungen 835 1,1% 711 1% 125
Finanzergebnis -777 -1,0% -648 -1% -129
Ertragsteuern 5.209 7,0% -3.976 -5% 9.185
Jahresergebnis -875 -1,2% -8.261 -11% 7.386

Die Umsatzerlöse lagen mit EUR 101,5 Mio. um EUR 48,7 Mio. deutlich über Vorjahresniveau. Der Grund hierfür sind zum einen abrechnungsbedingte Effekte sowie die wiederaufgenommene Abarbeitung von Großaufträgen, die pandemiebedingt unterbrochen wurden. Die Gesamtleistung ist mit EUR 74,8 Mio. nur leicht angestiegen. Der Materialanteil an der Gesamtleistung (inklusive betrieblicher Erträge) lag mit 39,4% leicht über dem Vorjahresniveau. Mit EUR 27,3 Mio. liegt der Personalaufwand um EUR 3,9 Mio. deutlich unter Vorjahresniveau. Hauptursächlich hierfür ist der Stellenabbau beim Personal. Der Anteil der Abschreibungen an der Gesamtleistung liegt mit 1,7% leicht unter dem Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür ist die Abspaltung der Betriebsimmobilien im 2. Halbjahr. Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung, der bei 15,4% liegt, befindet sich deutlich unter Vorjahresniveau, was auf den Personalabbau und den geschlossenen Abfindungsvereinbarungen im Vorjahr zurückzuführen ist.

Finanzlage

Die flüssigen Mittel haben sich um EUR 0,8 Mio. auf EUR 1,5 Mio. verringert. Die laufende Geschäftstätigkeit wird im Wesentlichen durch erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge finanziert. Zudem stehen Barlinien von EUR 20,0 Mio. zur Verfügung, die zum Stichtag nicht in Anspruch genommen wurden. Darüber hinaus verfügte das Unternehmen über für das Geschäft ausreichende Avallinien. Dem Unternehmen standen im Berichtsjahr jederzeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung, so dass die Gesellschaft zum Bilanzstichtag kurzfristige Darlehen an Konzerngesellschaften gewähren konnte.

Hauptziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist auch weiterhin die Sicherstellung der Unternehmensliquidität durch die Gewährleistung einer ausreichenden Eigenkapitalausstattung, Gesellschafterdarlehen sowie die Vereinbarung von an das Geschäftsvolumen angepassten Kredit- und Avallinien mit unseren kreditgebenden Finanzinstituten.

Vermögenslage

31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
STM TEUR % TEUR % TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 135 0,2% 225 0,5% -90
Sachanlagen 800 1,4% 5.688 11,6% -4.889
Finanzanlagen 3.602 6,3% 4.014 8,2% -413
Anlagevermögen 4.536 8,0% 9.928 20,3% -5.392
Vorräte 0 0,0% 1.240 2,5% -1.240
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.816 10,2% 2.548 5,2% 3.268
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 42.816 75,4% 28.264 57,7% 14.552
Sonstige Vermögensgegenstände und Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 1.992 3,5% 873 1,8% 1.118
Flüssige Mittel 1.506 2,7% 2.336 4,8% -830
Umlaufvermögen und Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 52.130 91,9% 35.261 72,0% 16.868
Aktive latente Steuern 87 0,2% 3.798 7,8% -3.711
Gesamtvermögen 56.752 100,0% 48.987 100,0% 7.766

Die Verminderung bei den Vorräten ist auf höhere aktivisch mit den Vorräten saldierte erhaltene Anzahlungen zurückzuführen.

Die Erhöhung bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 14,6 Mio. auf EUR 42,8 Mio. ist auf die Gewährung von kurzfristigen Darlehen an den Gesellschafter zurückzuführen.

Bedingt durch die steuerliche Wirkung der Abspaltung von Grundstücken und Gebäuden entfällt die Grundlage für die Aktivierung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge.

31.12.2022 31.12.2021 Veränderung
STM TEUR % TEUR % TEUR
Eigenkapital 9.312 16,4% 18.489 37,7% -9.176
Rückstellungen 11.344 20,0% 9.793 20,0% 1.551
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0,0% 0 0,0% 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 24.628 43,4% 0 0,0% 24.628
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.418 6,0% 1.533 3,1% 1.885
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.899 10,4% 7.627 15,6% -1.728
Sonstige Verbindlichkeiten und passiver Rechnungsabgrenzungsposten 2.150 3,8% 11.438 23,3% -9.288
Passive latente Steuern 0 0,0% 107 0,2% -107
Fremdkapital 47.440 83,6% 30.498 62,3% 16.942

Die Eigenkapitalquote hat sich von 38% auf 16% verringert. Der Gründe hierfür sind der deutliche Anstieg bei den Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von EUR 24,6 Mio. sowie der Eigenkapitaleffekt aus der Abspaltung der Grundstücke und Gebäude. Das Stammkapital wurde von EUR 22,0 Mio. auf EUR 2,5 Mio. herabgesetzt. Insgesamt besitzt das Unternehmen dennoch eine gute Kapitalausstattung.

Die Rückstellungen haben sich um EUR 1,6 Mio. erhöht. Es sind wieder Rückstellungen für Ertragsteuern von EUR 1,6 Mio. gebildet worden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben um EUR 1,7 Mio. abgenommen. Die Zunahme bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist rein stichtagsbezogen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um EUR 9,3 Mio. auf EUR 2,2 Mio. deutlich zurückgegangen. Hauptverantwortlich ist Auszahlung von Abfindungen aus im Vorjahr abgeschlossenen Aufhebungsvereinbarungen. Insgesamt liegt die Höhe des Fremdkapitals, aufgrund einer geringeren Absatz von erhaltenen Anzahlungen von den Vorräten, deutlich über Vorjahresniveau.

Personal

Am 31. Dezember 2022 waren bei uns 265 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl hat damit stichtagsbezogen im Vergleich zum Vorjahr um 101 abgenommen. Ursächlich hierfür waren Personalanpassungsmaßnahmen, die aufgrund der Produktionsverlagerung am Standort Mönchengladbach notwendig wurden. Im Jahresdurchschnitt wurden 103 Mitarbeiter weniger beschäftigt. Am 31. Dezember 2022 waren 23 Auszubildende beschäftigt.

Motivierte und hervorragend ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nach unserer Auffassung die Basis unserer weiteren Entwicklung der verbleibenden Geschäftsfelder. Deshalb investieren wir erhebliche Mittel in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter.

Forschung und Entwicklung

Unsere strategischen Ziele können wir nur mit gezielten Entwicklungsaktivitäten erreichen. Wir stellen für Entwicklungsaufgaben der Produktbereiche traditionell erhebliche Mittel zur Verfügung. Entsprechend beschäftigt die Gesellschaft insgesamt 45 Diplomingenieure. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen die Entwicklungsschwerpunkte bei der Produktpflege, Neu- und Weiterentwicklung der Maschinen der jeweiligen Baureihen sowie der Entwicklung von Kundensonderausführungen.

Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Risiko- und Chancenbericht

Im Rahmen des gruppenweiten Risikomanagement-Prozesses erfolgt eine Risikobeurteilung. Dabei wird regelmäßig über Art, Umfang und Einschätzung der wesentlichen Risiken und über die getroffenen Maßnahmen zur Risikominderung berichtet. Wir gehen davon aus, dass wir die wesentlichen Produktions- und Finanzierungsrisiken unseres angepassten Geschäftsmodells kennen:

Aufgrund unserer technisch anspruchsvollen Maschinenkonzepte, die jeweils einen hohen Neukonstruktionsanteil aufweisen, können unsere Aufträge technische Risiken beinhalten. Wir gehen aber davon aus, dass sich diese Risiken durch unsere bewährten Prozesse mindern lassen: Es ist ein Qualitätssicherungssystem implementiert, dass einen ordnungsgemäßen Auftragsdurchlauf von der Angebotsphase, über die Auftragsannahme bis zur Produktion, Auslieferung und Übergabe der Maschinen gewährleistet. Dabei wird schon vor der Auftragsannahme durch ein striktes Risikomanagement im Angebotsprozess sichergestellt, dass die angenommenen Maschinenaufträge technisch beherrschbar sind. Es sind z.B. sinnvolle Funktionstrennungen eingeführt. Die mitlaufende Auftragskalkulation und ein fehlerfreies Multi-Projektmanagement sorgen für zeitnahe Auftragsinformationen.

Zu den geschäftsspezifischen Risiken gehören Lieferverträge in Fremdwährung. Deshalb werden alle Aufträge ab einer relevanten Größenordnung durch geeignete Devisenkurssicherungsinstrumente (Fair-Value- bzw. Cash-Flow-Hedges) abgesichert, und zwar abgestellt auf vertraglich vereinbarte Einzelzahlungen des Kunden. Um die wirtschaftliche Absicherung auch bilanziell dokumentieren zu können, werden Bewertungseinheiten eingesetzt. Für die Erfassung, Beurteilung, Bewertung und Kontrolle der Geschäfte stehen entsprechende konzerninterne Instrumentarien des Risikomanagements zur Verfügung. Das Risikomanagement umfasst den Risikokatalog, die Risikoeinstufung zuzüglich einer Prioritätenliste und das Frühwarnsystem.

Wesentliche weitere Risiken sind nach unserer Einschätzung die folgenden:

Zahlungsausfälle oder -verschiebungen durch Kunden können zu negativen Liquiditäts- und Ergebniseffekten führen. Um diese Risiken zu begrenzen, werden die finanziellen Verhältnisse der Kunden bereits vor Vertragsschluss als Bestandteil unserer Prozessorganisation systematisch angemessen überprüft. Darüber hinaus stellen unsere Zahlungsbedingungen im Regelfall sicher, dass über die Kundenanzahlungen jeweils eine hohe Kostendeckung gewährleistet und somit das finanzielle Risiko minimiert wird. Gegebenenfalls werden Lieferungen nur gegen Vorauszahlung oder Akkreditiv getätigt. Die Forderungsausstände werden laufend überwacht. Die kaufmännische Abteilung ist dauerhaft in allen Phasen, von der Projektanbahnung bis zur Projektabwicklung und -abrechnung involviert.

Die vereinbarten Barkreditlinien dienen dazu, etwaige Liquiditätsschwankungen auffangen zu können. Um die Liquiditätsrisiken frühzeitig erkennen zu können, wurde eine rollierende Liquiditätsplanung installiert.

Insgesamt ist es möglich, dass ausbleibende Investitionen in den Märkten, in denen wir stark positioniert sind, und/oder zunehmender Wettbewerbsdruck in diesen Märkten dazu führen, dass Aufträge nur zu schlechteren Konditionen oder nicht mehr in ausreichender Anzahl akquiriert werden können. Durch den Konzernverbund mit einer weltweiten Präsenz, einer stetigen Analyse der aktuellen Projektlage, gezielte Weiterentwicklung der Produkte sowie Kostensenkungsmaßnahmen können wir den Marktrisiken entgegenwirken.

Risiken in der IT durch den zufälligen Untergang von Daten werden durch räumlich getrennte Sicherungen begegnet.

Das Risiko des Untergangs von Anlagevermögen wird durch angemessenen Versicherungsschutz begrenzt.

Alle nach Vorsichtsgesichtspunkten zu erwartenden Risiken sind, soweit sie zu einer Minderung des Gesellschaftsvermögens bzw. einer Zunahme der Verbindlichkeiten führen könnten, durch Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen gedeckt.

Durch die nahezu abgeschlossene Umstrukturierung, die Entspannung bei der Corona-Pandemie und die sehr gute Auslastung wurden die Geschäftstätigkeit und die daraus resultierenden Kennzahlen Umsatz, Betriebsergebnis und Free Cashflow im Geschäftsjahr 2022 wesentlich positiv beeinflusst. Die Unsicherheiten der weiteren Entwicklung sind jedoch weiterhin hoch. Die Sicherstellung der notwendigen Energieversorgung sowie die weitere Entwicklung des Ukraine/Russland Konflikts sind wichtige Faktoren für den Konjunkturverlauf.

Weitere über das allgemeine unternehmerische Risiko hinausgehende spezielle Risiken sind zurzeit nicht absehbar und wesentliche Änderungen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben.

Wesentliche Chancen sind nach unserer Einschätzung unverändert zum Vorjahr die folgenden:

Mit der deutlichen Steigerung der operativen Exzellenz, dem erneuerten Führungsteam, der verstärkten Applikationskompetenz und der Verschlankung der Strukturen konnte die Umstrukturierung, die letztlich auf eine dauerhafte Ertragsoptimierung abzielt, im Berichtsjahr weitgehend abgeschlossen werden. Dies wird sich mittelfristig spürbar auswirken.

Die laufende Neu- und Weiterentwicklung von Produkten der verbleibenden Applikationen und Dienstleistungen und Maßnahmen zur kontinuierlichen Kostensenkung, werden in den Folgejahren zur Steigerung der Rentabilität und Erreichung der mittelfristigen Margenziele führen.

Durch die Neuorganisation der Vertriebsbereiche unter einer gruppenweiten Führung sowie zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der operativen Exzellenz werden nachhaltig höhere Auftragseingänge erwartet.

Die in den Vorjahren neu geschaffene Position eines für die Gesamtgruppe verantwortlichen Leiters Operations wird die gruppenweit vorhandenen Synergien, speziell im Supply Chain Management, im Einkauf sowie in der Fertigung und der Baugruppenmontage mittelfristig nutzen und sich auch auf uns kostensenkend auswirken.

Prognosebericht

In der Annahme, dass die Geschäftstätigkeit 2023 nicht durch externe, von uns nicht beeinflussbare Faktoren wie zum Beispiel die Sicherheit der notwendigen Energieversorgung sowie die weitere Entwicklung des Ukraine / Russland Konflikts, negativ beeinflusst wird, sind wir für das laufende Geschäftsjahr positiv gestimmt. Diese grundsätzlich positive Einschätzung wird auch vom deutschen Werkzeugmaschinenverband geteilt, der für das laufende Jahr mit einem weiteren Wachstum der Produktion rechnet.

Unsere Zuversicht gründet nicht zuletzt auf den wesentlichen Fortschritten, die wir mit der nahezu abgeschlossenen Umstrukturierung in den vergangenen drei Jahren erzielt haben und die nun eine starke Basis auch für die mittelfristige Zukunft legen. Die substanzielle Optimierung unserer Strukturen ermöglicht es, unsere Geschäftsziele von einer dauerhaft tieferen Kostenbasis aus zu verfolgen.

Die STM rechnet für das Geschäftsjahr 2023 mit einem Auftragseingang von rd. EUR 67 Mio., eine Gesamtleistung von rd. EUR 70,0 Mio. und einem wieder deutlich positiven Ergebnis. Wir sind grundsätzlich positiv eingestellt, uns besser als unsere Wettbewerber entwickeln zu können. Dazu veranlassen uns einerseits ein Arbeitsvorrat von EUR 145,5 Mio. sowie eine für 2023 gute Projektpipeline.

Die Finanzierung der STM ist derzeit durch Anzahlungen sowie Kontokorrent- und Avallinien sichergestellt.

Unsere Einschätzung gilt allerdings unter der Annahme, dass die globalen Handelskonflikte oder sonstige geopolitischen Zerwürfnisse nicht eskalieren. Grundsätzlich hat die beabsichtigte Modernisierung der Bundeswehr positive Auswirkungen auf das Unternehmen. Die STM hat entsprechende Werkzeugmaschinen für die Rüstungsindustrie im Produktportfolio. Auch der erwartete Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere bei der Windkraft, wird sich positiv auswirken, da auch hierfür Werkzeugmaschinen im Produktportfolio vorhanden sind.

 

Mönchengladbach, den 24. März 2023

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 134.989,50 224.914,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 4.367.328,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 96.957,00 218.427,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 702.553,72 1.102.691,72
799.510,72 5.688.446,81
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.601.505,72 1.418.851,28
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 2.595.428,59
3.601.505,72 4.014.279,87
4.536.005,94 9.927.641,18
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.611.733,46 7.653.915,97
2. Unfertige Erzeugnisse 39.847.166,52 80.278.267,12
3. Geleistete Anzahlungen 4.731.712,24 1.497.354,17
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -56.190.612,22 -88.189.597,23
0,00 1.239.940,03
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.816.131,48 2.548.279,67
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 42.816.124,13 28.264.017,25
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.652.424,82 793.874,56
50.284.680,43 31.606.171,48
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.505.608,66 2.335.784,26
51.790.289,09 35.181.895,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 339.270,98 79.394,40
D. Aktive Latente Steuern 86.550,79 3.797.648,00
56.752.116,80 48.986.579,35

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000.00 21.985.550,89
II. Kapitalrücklage 11.184.041,95 0,00
III. Gewinnvortrag 0,00 4.763.574,56
IV. Jahresfehlbetrag -8.260.539,16
V. Bilanzverlust -4.371.612,69
9.312.429,26 18.488.586,29
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.604.782,88 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 9.739.483,23 9.793.004,05
11.344.266,11 9.793.004,05
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 24.628.104,05 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.418.183,71 1.533.311,78
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.898.753,20 7.626.542,39
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.150.380,47 11.438.235,73
36.095.421,43 20.598.089,90
D. Passive Latente Steuern 0,00 106.899,11
56.752.116,80 48.986.579,35

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022

2022 2021
1. Umsatzerlöse 101.510.744,32 52.823.128,91
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnisse -40.431.100,60 5.374.653,03
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 5.961,56 21.089,29
4. Sonstige betriebliche Erträge 13.678.828,96 14.775.925,74
74.764.434,24 72.994.796,97
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 24.241.572,11 21.800.295,62
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.214.810,35 5.121.131,28
29.456.382,46 26.921.426,90
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 23.409.507,29 26.082.471,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.917.244,95 5.131.798,62
27.326.752,24 31.214.270,36
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.298.637,16 1.562.613,11
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 11.502.569,98 24.857.929,96
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 12.952,07
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.649,37 41.681,47
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.339,14 63.001,79
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 835.443,25 710.768,79
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag 5.208.980,98 -3.976.324,28
14. Ergebnis nach Steuern -801.343,32 -8.178.252,54
14. Sonstige Steuern 73.304,77 82.286,62
15. Jahresfehlbetrag -874.648,09 -8.260.539,16
16. Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 19.485.550,89
17. Vermögensminderung durch Abspaltung -8.301.508,94
18. Einstellung in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung -11.184.041,95
19. Verlustvortrag -3.496.964,60
20. Bilanzverlust -4.371.612,69

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde unter Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt.

Die Gesellschaft ist unter der Firma: Starrag Technology GmbH mit Sitz in Mönchengladbach in das Handelsregister beim Amtsgericht Mönchengladbach unter der Registernummer HRB 5635 eingetragen.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen werden aktivierungspflichtige direkt zurechenbare Kosten und anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die Abschreibungsdauer beträgt bei immateriellen Vermögensgegenständen bis zu fünf Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen drei bis acht Jahre, bei Gebäuden zwischen 20 und 30 Jahren und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis fünf Jahre.

Zugänge von Vermögensgegenständen mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von über EUR 250,00 und höchstens EUR 800,00 (Geringwertige Anlagegüter) werden im Anschaffungsjahr vollständig abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten und bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden Durchschnittspreisen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Für Materialien mit einer geringen Lagerumschlagshäufigkeit werden entsprechend Lagerreichweitenabschläge vorgenommen.

Unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. In die Herstellungskosten sind neben Einzelkosten auch notwendige Gemeinkosten der Material-, Fertigungs-, Konstruktions- und Verwaltungsbereiche einbezogen. Absehbare Verluste aus Kundenaufträgen werden bei den unfertigen Erzeugnissen aktivisch abgesetzt.

Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nennwert angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennbetrag maximal bis zur Höhe der Vorräte von diesen aktivisch abgesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, sind Einzelwertberichtigungen von den Forderungen aktivisch abgesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung gebildet.

Kurzfristige Forderungen in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt erfasst. Zum Abschlussstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs. Abgesicherte Forderungen werden mit dem Sicherungskurs angesetzt (Einfrierungsmethode).

Rechnungsabgrenzungsposten

Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die als Aufwendungen eine bestimmte Zeit nach diesem Tag betreffen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen nach kaufmännischen Gesichtspunkten. Der Ansatz erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag, gegebenenfalls unter Berücksichtigung entsprechender Kostensteigerungen und Abzinsung.

Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,43 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,5 % zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Kurzfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs zum Entstehungszeitpunkt erfasst. Zum Abschlussstichtag erfolgt eine Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs.

Latente Steuern

Latente Steuern resultieren aus bestehenden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen (Finanzanlagen) und Schulden (sonstige Rückstellungen) und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Es kommt ein Steuersatz von 32,7% zur Anwendung. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2021 resultierten zudem aktive latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahr 2022 ist im Anlagegitter als Anlage zum Anhang gesondert dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2022 Gesamtbetrag Fällig < 1Jahr Fällig > 1Jahr
TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.816 5.816 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 42.816 42.816 0
- davon aus Lieferungen und Leistungen 8.901 8.901 0
- davon aus Darlehen 23.350 23.350 0
- davon aus Verkauf des Teilbetriebes 10.513 10.513 0
- davon aus Finanzverkehr 52 52 0
- davon sonstige Forderungen 0 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 1.652 1.652 0
50.285 50.285 0
31.12.2021 Gesamtbetrag Fällig <1Jahr Fällig >1Jahr
TEUR TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.548 2.548 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 28.264 28.264 0
- davon aus Lieferungen und Leistungen 3.309 3.309 0
- davon aus Ergebnisabführung 11.900 11.900 0
- davon aus Verkauf des Teilbetriebes 13.000 13.000 0
- davon aus Finanzverkehr 55 55 0
- davon sonstige Forderungen 0 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 794 794 0
31.606 31.606 0

Gegen Gesellschafter bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 22.494 (31.12.2021 TEUR 8.538), welche unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden.

Eigenkapital

Im Rahmen der Abspaltung von Grundstücken und Gebäuden wurde das gezeichnete Kapital zum Ausgleich der Vermögensminderung von TEUR 21.986 (DEM 43.000) auf TEUR 2.500 herabgesetzt. In die Kapitalrücklage wurde die Differenz zwischen der abspaltungsbedingten Vermögensminderung und dem Betrag der Kapitalherabsetzung in Höhe von TEUR 11.184 eingestellt. Diese Kapitalrücklage unterliegt gem. § 58c S. 2 iVm. § 58b Abs. 3 GmbHG einem Ausschüttungsverbot. Die Kapitalrücklage darf vor Ablauf des fünften nach der Beschlussfassung über die Kapitalherabsetzung beginnenden Geschäftsjahrs nur zum Verlustausgleich bzw. zur Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verwandt werden.

Aus der Aktivierung latenter Steuern resultiert eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 87.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.740 (31.12.2021 TEUR 9.793) enthalten Rückstellungen für noch anfallende Kosten für abgerechnete Aufträge in Höhe von TEUR 3.443 (31.12.2021 TEUR 3.371), Garantieverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.183 (31.12.2021 TEUR 2.046), Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von TEUR 1.276 (31.12.2021 TEUR 290), Rückstellungen für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 607 (31.12.2021 TEUR 118) sowie übrige Rückstellungen.

Verbindlichkeiten

Die Zusammensetzung und Fristen der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31.12.2022 Gesamtbetrag Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 24.628 24.628 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.418 3.418 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.899 5.899 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.150 2.150 0 0
36.095 36.095 0 0
31.12.2021 Gesamtbetrag Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.533 1.533 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.627 7.627 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 11.438 11.438 0 0
20.598 20.598 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (TEUR 3.301; 31.12.2021 TEUR 6.164) sowie aus dem Finanzverkehr (TEUR 2.597; 31.12.2021 TEUR 1.462).

Gegenüber Gesellschafter bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 228 (31.12.2021 TEUR 278), welche unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Aus Steuern 313 594
Im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0
Übrige / Sonstige 1.837 10.844
2.150 11.438

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Abfindungen aus abgeschlossenen Aufhebungsvereinbarungen in Höhe von TEUR 1.034 (31.12.2021 TEUR 10.085) enthalten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen TEUR 7.310 (31.12.2021 TEUR 870). Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sind wie folgt fällig:

31.12.2022
TEUR
fällig 2023 1.693
fällig 2024 1.536
fällig 2025 1.455
fällig 2026 1.313
fällig ab 2027 1.313
7.310

Hierin enthalten sind Miet- und Pachtverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 6.566 (31.12.2021 TEUR 0).

Bei den Miet- und Leasingverträgen handelt es sich um sog. Operate Leasing Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Finanzinstrumente

Die Starrag Technology GmbH sichert das Wertänderungs-/ Zahlungsstromrisiko bestehender Fremdwährungsforderungen sowie schwebender Geschäfte in Fremdwährung (vereinbarte, zukünftige Kundenanzahlungen bzw. Lieferantenzahlungen) ab. Das abgesicherte Wertänderungs-/ Zahlungsstromrisiko resultiert aus Wechselkursschwankungen zwischen der funktionalen Währung der Starrag Technology GmbH (EUR) und der jeweiligen Transaktionswährung in USD und GBP. Zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos eines Grundgeschäfts wird jeweils ein entsprechendes Währungssicherungsinstrument abgeschlossen.

Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag anhand eines critical-terms-match (Währung, Nominalvolumen, Laufzeit/Zahlungszeitpunkt) festgestellt.

Fremdwährungsforderungen sowie schwebende Geschäfte in Fremdwährung werden zum Bilanzstichtag mit den folgenden Nominalwerten (Buchwerten) als Grundgeschäfte in Mikro-Bewertungseinheiten einbezogen:

Geschäftsart Nominalwert
in TEUR
Fremdwährungsforderungen 0
Schwebende Geschäfte in Fremdwährung 12.858

Zum Bilanzstichtag wurden Devisentermingeschäfte sowie Devisenswaps mit den folgenden Nominalwerten (Buchwerten) in die Bewertungseinheiten einbezogen:

Derivat Nominalwert Restlaufzeit
in TEUR > Jahr
Devisentermingeschäft 12.034 758
Devisenterminswaps 824 0
Optionen (PUT) 0 0
Optionen (CALL) 0 0

Die Devisentermingeschäfte, Devisenswaps sowie Optionen haben zum Bilanzstichtag folgende Marktwerte:

Derivat Marktwert
in TEUR
Devisentermingeschäft -714
Devisenterminswaps -2
Optionen (PUT) 0
Optionen (CALL) 0

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach geographischen Märkten:

2022 2021
TEUR TEUR
Inland 14.461 18.502
übrige EU-Länder 3.299 6.381
übrige Länder 83.751 27.940
101.511 52.823

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:

2022 2021
TEUR TEUR
Werkzeugmaschinen 101.511 52.823

Der Tätigkeitsbereich umfasst Werkzeugmaschinen inklusive dazugehöriger Dienstleistungen. Von den Umsatzerlösen stammen TEUR 19.672 (2021 TEUR 10.746) aus Umsatzerlösen mit verbundenen Unternehmen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Schadenersatzleistungen eines vom Kunden stornierten Großauftrages von TEUR 11.789, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 2.890 und Erträge aus dem Kurs- und Währungsbereich in Höhe von TEUR 552 (2021 TEUR 48). Zudem sind Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 47 (2021 TEUR 477) enthalten.

Personalaufwand

2022 2021
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 23.410 26.082
Soziale Abgaben 3.917 5.132
- davon für Altersversorgung 231 313
27.327 31.214

Zahl der Mitarbeiter im Durchschnitt ohne Auszubildende

(Quartalsdurchschnitt)

2022 2021
Gewerbliche Mitarbeiter 138 125
Angestellte 138 246
276 371

Abschreibungen

Die Abschreibungen sind im Anlagengitter nach Einzelposten gegliedert.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Abgangsentschädigungen von TEUR 652 (2021 TEUR 10.445) sowie Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 47 (2021 TEUR 64). Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 108 (2021 TEUR 594) und beinhalten Wertberichtigungen auf Forderungen und Schadenersatzzahlungen.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen (TEUR 0; 2020 TEUR 13) entfallen in voller Höhe auf verbundene Unternehmen.

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Die Erträge aus Ausleihungen (TEUR 5; 2021 TEUR 42) entfallen in voller Höhe auf verbundene Unternehmen.

Zinsen und ähnliche Erträge

2022 2021
TEUR TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58 63
- davon aus verbundenen Unternehmen 52 55
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 3 0

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

2022 2021
TEUR TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 835 711
- davon aus verbundenen Unternehmen 493 355
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 12 12

Steuern vom Einkommen und Ertrag

2022 2021
TEUR TEUR
Körperschaft- und Gewerbesteuer 1.605 0
Aufwendungen aus Latenten Steuern (Vorjahr Erträge) 3.604 -3.976

V. Sonstige Angaben

Gesamthonorar des Abschlussprüfers:

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr teilt sich wie folgt auf:

2022 2021
TEUR TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 50 76
Andere Bestätigungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 0 0

Mitglieder der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Berichtsjahr an:

 

Herr Martin Buyle, Dornbirn/AU, Leiter Business Unit Large Parts Machining (bis 30.06.22)

 

Herr Robert Weinmann, Waldenbuch, CRO der Starrag Technology GmbH (bis 31.03.22)

 

Herr Dr. Christian Walti, Horgen/Schweiz, CEO der Starrag Group (01.07.22-30.11.22)

 

Herr Rainer Hansjürgens, Leiter Business Unit Large Parts Machining (ab 01.11.22)

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da drei der oben genannten Geschäftsführer im Geschäftsjahr keine Bezüge von der Gesellschaft erhielten und sich hieraus ansonsten die Bezüge des verbleibenden Mitglieds der Geschäftsführung feststellen lassen.

Aufsichtsrat

Mit notariell beglaubigter Änderung des Gesellschaftsvertrages vom 30.03.2022 wurde der Aufsichtsrat aufgelöst.

Mitglieder bis zur Auflösung waren:

 

Herr Walter Fust, Freienbach/CH (Vorsitzender)

Präsident des Verwaltungsrates der Starrag Group Holding AG

 

Herr Eduard Reschke, Mönchengladbach (stellvertretender Vorsitzender)

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Starrag Technology GmbH

 

Herr Prof. Dr.-Ing. Christian Brecher, Aachen

 

Herr Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Reimund Neugebauer, Dresden

 

Herr Joachim Schulz, Mönchengladbach

Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der Starrag Technology GmbH

 

Herr Adrian Stürm, Abtwil/CH

Mitglied des Verwaltungsrates der Starrag Group Holding AG

Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder betrugen im Berichtszeitraum TEUR 38 (2021 TEUR 83).

Anteilsbesitz

Anteil am Stamm- bzw. Grundkapital Stamm- bzw. Grundkapital Eigenkapital Jahresergebnis
in % in TEUR in TEUR in TEUR
Starrag S.A.S., St. Etienne, Frankreich * 100 3.300 1.783 -1.638
Starrag Technologie Service Center GmbH & Co. KG, Ichtershausen ** 100 77 -85 -184
Scharmann GmbH, Mönchengladbach 100 26 422 12

* Die Jahresabschlüsse der aufgeführten Gesellschaften wurden nach lokalen Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Im Berichtsjahr erfolgte eine Kapitalerhöhung von TEUR 2.000.
** Die Starrag Technology GmbH ist nicht gleichzeitig persönlich haftender Gesellschafter bei den vorgenannten Personengesellschaften. Im Berichtsjahr wurde der Minderheitenanteil von 20% erworben.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Starrag Group Holding AG, Rorschacherberg (Schweiz), die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Dieser wird nach den Regeln der "Swiss GAAP FER Rechnungslegungsstandards" aufgestellt und gemäß den Bestimmungen der SIX Exchange Regulation bekannt gemacht. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird zudem gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Starrag Group Holding GmbH, Chemnitz, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Dieser wird nach den handelsrechtlichen Regelungen aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Gesellschaft nimmt die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gem. § 291 HGB in Anspruch.

 

Mönchengladbach, 24.03.2023

Die Geschäftsführung

Rainer Hansjürgens

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.937.836,04 22.078,44 819.473,55 2.140.440,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 12.643.825,0 4.361.851,94 13.547.221,0 3.458.455,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.055.653,09 234.520,11 5.936.899,73 -646.726,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.195.167,92 87.384,28 2.074.745,53 15.207.806,67
34.894.646,06 4.683.756,33 21.558.866,35 18.019.536,04
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.424.889,12 2.186.016,60 3.362,16 3.607.543,56
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.595.428,59 0,00 2.595.428,59 0,00
4.020.317,71 2.186.016,60 2.598.790,75 3.607.543,56
41.852.799,81 6.891.851,37 24.977.130,65 23.767.520,53
Abschreibungen
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.712.921,54 112.003,44 819.473,55 2.005.451,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.276.496,96 587.856,33 5.405.897,39 3.458.455,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.837.226,09 325.715,11 5.906.624,73 -743.683,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.092.476,20 273.062,28 1.860.285,53 14.505.252,95
29.206.199,25 1.186.633,72 13.172.807,65 17.220.025,32
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 6.037,84 0,00 0,00 6.037,84
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.037,84 0,00 0,00 6.037,84
31.925.158,63 1.298.637,16 13.992.281,20 19.231.514,59
Restbuchwerte
31.12.2022 31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 134.989,50 224.914,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 4.367.328,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 96.957,00 218.427,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 702.553,72 1.102.691,72
799.510,72 5.688.446,81
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.601.505,72 1.418.851,28
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 2.595.428,59
3.601.505,72 4.014.279,87
4.536.005,94 9.927.641,18

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Starrag Technology GmbH, Mönchengladbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Starrag Technology GmbH, Mönchengladbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Starrag Technology GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 15. Mai 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer

Rene Strobach, Wirtschaftsprüfer

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