Avionic Design GmbH
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Aiko Mossdorf seit 29.4.2019 | Prokura |
Jörn Bernd Eckhard Abraham seit 29.4.2019 | Geschäftsführer |
Torge Meyer seit 29.4.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Avionic Design GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Avionic Design GmbH, HamburgAllgemeine Angaben Die Avionic Design GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg (Reg.Nr. HRB 82598) eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Es handelt sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs wurden teilweise in Anspruch genommen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie deren Gliederung entsprechen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften. Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewandt worden. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2013 vier selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von insgesamt EUR 433.417,50 aktiviert. Die Vermögensgegenstände wurden mit den Herstellungskosten vermindert um die lineare Abschreibung (im Berichtsjahr TEUR 0) entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von fünf Jahren bewertet. In die Herstellungskosten wurden neben den Einzelkosten angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen. Seit dem 31.12.2019 wurden diese selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens noch mit Erinnerungswerten in Höhe von EUR 4,00 bilanziert. Im Geschäftsjahr 2023 sind die vier Vermögensgegenstände aus dem Anlagevermögen abgegangen. Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB besteht insofern nicht mehr. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurden als Sammelposten Geringwertige Wirtschaftsgüter erfasst und entsprechend der gesetzlichen Vorschrift des § 6 Abs. 2a EStG auf 5 Jahre abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Als Verbrauchsfolge wird "FIFO (First In First Out)" unterstellt. In die Herstellungskosten der Fertigen Erzeugnisse und der Unfertigen Leistungen wurden angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten eingerechnet. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie die übrigen Aktiva wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Die Umrechnung der auf Fremdwährung lautenden Bankguthaben sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in EUR erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Anlagevermögen Bei der Ermittlung der Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden keine Fremdkapitalzinsen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen des Umlaufvermögens haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.359.787,79) entfallen in voller Höhe auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 358.472,03 (Vorjahr: EUR 34.174,42) entfallen in voller Höhe auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind EUR 5.678,65 (Vorjahr: EUR 91.420,34) Forderungen aus Steuern enthalten. Eigenkapital Die Ausschüttungssperre in Höhe von EUR 4,00 besteht zum Ende des Geschäftsjahres 2023 nicht mehr. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Archivierungskosten, Urlaubsrückständen, Gewährleistungen sowie Jahresabschlusskosten und ausstehenden Rechnungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
An Waren, deren Kaufpreis noch als Verbindlichkeit aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen ist, bestand bis zur Zahlung des Kaufpreises der übliche Eigentumsvorbehalt des Lieferanten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 14.397.427,09 (Vorjahr: EUR 12.800.286,76) entfallen zu EUR 607.427,09 (Vorjahr: EUR 200.286,76) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und zu EUR 13.790.000,00 (Vorjahr: EUR 12.600.000,00) auf sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 4.283,13 (Vorjahr: EUR 9.124,03) entfallen in voller Höhe auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 139.389,00 (Vorjahr: EUR 64.652,26) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 5.753,13 (Vorjahr: EUR 7.161,30) enthalten. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind EUR 654.691,98 (Vorjahr: EUR 131.184,15) an Gesellschafter enthalten. Sonstige Angaben Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss 2023 der Deutschen Lufthansa Aktiengesellschaft, Köln einbezogen. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Deutschen Lufthansa Aktiengesellschaft werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Belastungen durch sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 933 und resultieren im Wesentlichen aus Mietverträgen. Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt 136 (Vorjahr: 105) Arbeitnehmer beschäftigt. Diese gliedern sich wie folgt auf (ohne Organmitglieder):
Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 war Herr Jörn Abraham, Aumühle. Hinsichtlich der Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführer, beziehungsweise der ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung, wurde die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.
Hamburg, den 7. Mai 2024 Jörn Abraham, Geschäftsführer Ergänzende Angaben zur Bilanz gemäß § 327 Satz 1 Nr. 1 HGB:
Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Avionic Design GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Avionic Design GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Avionic Design GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Hamburg, den 31. Juli 2024 OB/CG
GOESSLER + PARTNER GMBH
Bielenberg, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Avionic Design GmbH (AD) ist eine 100% Tochter der Lufthansa Technik AG (LHT) und damit des Lufthansa Konzerns (Konzern). AD wurde 2001 durch die damaligen Gesellschafter gegründet. 2015 hat sich LHT an AD beteiligt. AD ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Anwendungen und Hardware-Lösungen für die Luftfahrt/Aviation und von kundenspezifischen Embedded Hardware-Lösungen bis hin zu kompletten Geräten sowie der Herstellung von nichtelektrischen nachleuchtenden Rettungswegmarkierungen (Leuchtstreifen) für die Luftfahrt. Die Kunden kommen zu ca. 95 % aus dem Luftfahrtbereich. AD ist ISO 9100 zertifiziert. AD ist an die Konzernvorgaben der LHT bzw. des Konzerns z.B. hinsichtlich Finanz- und Kredit-Management, Datenschutz und Compliance gebunden und dort teilweise integriert. Gesamtwirtschaftliche Lage Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) im Jahr 2024 mitteilt, ging das preisbereinigte BIP im Jahr 2023 um 0,3 % zurück, preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %. "Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023" gemäß dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz "von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen." Branchenspezifische Rahmenbedingungen Der Businessjet Markt und VVIP Markt ist unverändert stabil. Dies zeigen u.a. die Jahresdaten 2023 gem. GAMA "General Aviation Aircraft Shipment Report": Die Gesamtlieferungen und Fakturierungen für die allgemeine Luftfahrt im Jahr 2023 sind im Vergleich zu 2022 in allen Flugzeugsegmenten gestiegen, und die Flugzeugauslieferungen wurden auf 28,3 Milliarden US-Dollar geschätzt, was einem Anstieg von 3,3 % entspricht. Die Flugzeugauslieferungen bei den Geschäftsreiseflugzeugen im Jahr 2023 stiegen im Vergleich zu 2022 von 712 auf 730. Die jährliche Wachstumsrate wird gemäß Aviation Week "AWIN fleet data base" mit jährlich 3,5 % bis 2031 prognostiziert (608 BJs im Jahr 2022 auf 873 BJs in 2031). Gemeinsam mit der LHT untersucht Avionic Design den Markt der Lufttaxis, meist sind es Vertical Takeoff and Landing (VTOL) Luftfahrzeuge. Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf und Entwicklung der Geschäftsfelder Ertragslage Das betriebliche Ergebnis liegt im Jahr 2023 unter Plan und deutlich unter dem Vorjahr. Grund hierfür sind im Wesentlichen ein niedrigerer Gesamtumsatz im Vergleich zum Plan sowie Sonderabschreibungen im Bereich des Lagers. Das Geschäftsergebnis (EBIT) verschlechtert sich um 583 T€ auf -55 T€. Das Jahresergebnis vor Ertragsteuern (EBT) betrug -710 T€ und lag um 1.107 T€ unter dem Vorjahresergebnis. Die Ertragslage setzt sich wie folgt zusammen:
Vermögenslage Der Anteil des Sachanlagevermögens an den Aktiva beträgt 10% und entfällt zum Großteil auf Produktionsmittel. Die größte Einzelposition des Umlaufvermögens mit 72% betrifft den Rohwarenbestand (Vorräte ohne fertige und halbfertige Erzeugnisse). Auf der Aktivseite dominiert das kurzfristig gebundene Vermögen mit 90% (gegenüber dem Vorjahr von 89% - bedingt durch eine weitere Zunahme der Vorräte. Größter Einzelposten der Passivseite mit 74% sind Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die Eigenkapitalquote sank von 5,4% auf 1,35%. Zieht man allerdings auch die dem Unternehmen langfristig von Gesellschaftern zur Verfügung gestellten Darlehen in die Betrachtungen ein, ergibt sich eine sehr viel höhere Quote an dauerhaft zur Verfügung stehenden Finanzmitteln, die wirtschaftlich betrachtet als Eigenmittel angesehen werden können. Die Quote der so definierten dauerhaft zur Verfügung stehenden Eigenmittel beträgt zum 31.12.2023 76% nach 76% im Vorjahr. Das langfristig gebundene Aktivvermögen ist durch langfristige Eigenmittel mehr als gedeckt. Die übrigen Passiva veränderten sich in ihrer Struktur kaum und bestehen wie im Vorjahr aus Rückstellungen, Lieferanten- und sonstigen Verbindlichkeiten. Das Unternehmen ist weiterhin frei von Bankverbindlichkeiten und damit nach wie vor weitgehend unabhängig von Banken. Finanzlage AD hat 2023 mit -323 T€ (Vorjahr: +872 T€) insgesamt einen negativen Cashflow erwirtschaftet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist gegenüber dem Jahr 2022 (-468 T€) deutlich gestiegen und beträgt -824 T€. Das Investitionsvolumen ist damit um 356 T€ gegenüber dem Jahr 2022 gestiegen. Dies entspricht einer Erhöhung um 76%, welche aus der Tatsache resultiert, dass in 2023 in ein neues ERP-System der Asseco Solutions AG investiert wurde. Personal Die Zahl der im Jahresdurchschnitt eingesetzten AD-Mitarbeiter (FTE) - inklusive Geschäftsführung und Auszubildender lag mit 144 um 41,6 Mitarbeiter über dem Vorjahr. Davon entfielen 95 auf Produktion und Engineering (Vorjahr: 67). Zum Stichtag 31.12.2023 verteilten sich die Mitarbeiter ("FTE") mit Festanstellung und Leihmitarbeiter wie folgt:
Betriebsvermögen und Investitionen Der größte Teil des Betriebsvermögens fällt auf Produktionsmittel und Arbeitsplätze. Deshalb betreffen die meisten Investitionen deren Erhaltung oder Erweiterung sowie der geleisteten Anzahlungen in ein neues ERP-System, welches ab Anfang 2024 eingesetzt wird. Im Jahr 2023 lagen die Investitionsausgaben bei 824 T€. Der Großteil der Investition wurde für den Kauf des neuen ERP- Systems, der Erweiterung der Produktionsstätten der Leuchtstreifen (HS3) sowie der Elektronikproduktion (WK10) und den Erhalt der IT verwendet.
Entwicklungsaktivitäten Der Großteil der Entwicklungsaktivitäten im Jahr 2023 waren Auftragsentwicklungen, die durch die Kunden bezahlt wurden. Neben Entwicklungen für die Business Jet und VVIP-Branchen wurden Komponenten für die Passagierkabine für kommerzielle Luftfahrzeuge abgeschlossen. Der Bereich der Zivildrohnen kam im Jahr 2023 neu hinzu. Auch im Jahr 2024/25 ist davon auszugehen, dass das Geschäft primär aus Auftragsentwicklungen bestehen wird. Einschätzung von Chancen und Risiken AD richtet sich als Konzerngesellschaft in Bezug auf das Risikomanagement nach den Konzernvorgaben und Regularien aus. Dies umfasst die Bereiche Arbeitsschutz, Datenschutz, Risiko-, Liquiditäts-, Compliance- und Außenstandsmanagement. AD ist dadurch gegen latente Risiken von außen, die sich aus dem gewöhnlichen Geschäftsverkehr ergeben können und durch die Einhaltung entsprechender Konzernvorgaben, weitestgehend abgesichert. Interne Risiken, die sich darüber hinaus ergeben können, werden im Rahmen des Risikomanagements erfasst und gegenüber dem Konzern regelmäßig berichtet. Einzelrisiken werden nach Eintrittswahrscheinlichkeit und potenzieller Schadenshöhe bewertet und durch entsprechende Maßnahmen unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte so gering wie möglich gehalten. Im Folgenden werden exemplarisch ein paar Risiken mit ihren Auswirkungen und Mitigationsmaßnahmen aufgeführt. Das im Jahr 2024 erwartete deutliche Wachstum stellt AD vor große Herausforderungen. Es müssen die zur Umsetzung des Wachstums erforderlichen Ressourcen (Personal und Produktionsmittel) bereitgestellt werden und die Prozesse angepasst, bzw. weiterentwickelt werden. Gleichzeitig sind inflationsbedingte deutlich gestiegene Kosten ein Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit. Der in den vorangegangenen Jahren begonnene Ausbau der Kapazitäten muss kontinuierlich fortgesetzt werden. Die Beschaffung der hierfür benötigten personellen Ressourcen insbesondere in Form von Facharbeitern ist eine der größten Herausforderungen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine verzögerte Beschaffung zurzeit das größte Risiko für das angestrebte Wachstum darstellt. Hierfür sind kreative Methoden bei der Personalakquise erforderlich. Darüber hinaus muss bei Bedarf auf externe Anbieter von Leistungen zurückgegriffen werden, um die Nachfrage bedienen zu können. Das Wachstum erfordert Investitionen in Betriebsmittel und die Anpassung von Prozessen. Hierfür ist vor. weiterer Kapitalbedarf notwendig, der zur Verfügung gestellt werden muss. Das gilt gleichsam für die Unterstützung des Wachstums in Form von zusätzlichem Working Capital. Um den gestiegenen prozessualen Anforderungen gerecht zu werden, wurde am Anfang des Jahres 2024 ein neues ERP-System eingeführt. Die Einführung bringt gleichsam Chancen und Risiken mit sich. Das Risiko besteht insbesondere in der gleichzeitigen Umstellung von Prozessen und der parallelen Sicherstellung des angestrebten Wachstums. Hierfür muss die Belegschaft umfänglich geschult und die Einführung und die Stabilisierung des Betriebs über das ganze Jahr intensiv betreut werden. Gleichzeitig war die Umstellung auf ein neues ERP-System eine notwendige Voraussetzung zur Sicherstellung von weiterem Wachstum durch eine Professionalisierung der Prozesse. Die im Jahr 2023 stark gestiegene Inflation stellt AD vor vielfältige Herausforderungen, insbesondere wenn die Kosten für Materialien, Löhne und andere Betriebsausgaben steigen. Diese Kostenerhöhungen bedeuten Risiken für die finanzielle Stabilität und die Wettbewerbsfähigkeit. Steigende Kosten können zusätzlich zu Liquiditätsengpässen führen, besonders wenn höhere Ausgaben schneller getätigt müssen als Einnahmen generiert werden. In Kombination mit dem angestrebten Wachstum erhöht sich dieses Risiko, sofern disponiertes Material nicht zeitgerecht in fertige Produkte umgesetzt und somit erst verspätet fakturiert werden kann. Um dem entgegenzuwirken, ist eine intensive Abstimmung zwischen Planung, Einkauf und Kundendienst erforderlich. Dem Risiko, dass Kundenforderungen nicht bezahlt werden können, wird mit einem Forderungsmanagement begegnet. Bekannten Ausfallrisiken wird durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Darüber hinaus bestehen angemessene Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen. Ausgenommen hiervon sind weiterhin Forderungen gegenüber dem Konzern, da es hier aufgrund der Gesellschaftsverhältnisse sehr unwahrscheinlich ist, dass es zu Forderungsausfällen kommt. Risiken, die den Fortbestand von AD gefährden sind nach heutigem Kenntnisstand nicht bekannt. Chancen sieht die Geschäftsführung insbesondere in der aktuellen Auftragsentwicklung sowie weiterhin in der mittelfristigen positiven Entwicklung des Marktpotentials. Zukunftseinschätzung und Ausblick Gemäß IWF zeigt die Weltwirtschaft eine gewisse Resilienz. Dies trotz der Preisentwicklungen für Energie und Nahrungsmittel infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Mit 2,9% wird das globale Wachstum in der IWF-Prognose für 2024 deutlich unter dem historischen Durchschnitt liegen. Es wird aufgrund struktureller Herausforderungen, demographischer Wandel, niedrigerem Produktivitätswachstum und steigende Kosten des Klimawandels für die nächsten Jahre keine deutliche Belebung des Wachstums erwartet. Die Lage, so der IWF, hat sich insbesondere in Europa deutlich eingetrübt, während die USA, Brasilien und Indien aktuell noch schneller wachsen. China kämpft trotz einer leichten Belebung mit den Folgen der dortigen Immobilienkrise sowie strukturellen Herausforderungen des stark durch Investitionen getriebenen Wachstumsmodells. Die Nachfrage innerhalb der Luftfahrt und auch nach Flugzeugen hat sich schneller erholt als ursprünglich prognostiziert. Eine kontinuierliche Verbesserung der Rahmenbedingungen insbesondere im für AD wichtigen Segment Aviation wird sich im Jahr 2024 und in den Folgejahren fortsetzten. Dies betrifft beide Geschäftsfelder, die Produktion von elektronischer Hardware als auch die Herstellung von nichtelektrischen nachleuchtenden Rettungswegmarkierungen für die Luftfahrt. Insbesondere im für AD wichtigen Markt für Business Jets gehen Analysten von einem stabilen jährlichen durchschnittlichen Wachstum von mindestens 3,5% bis zum Jahr 2031 aus. Die namenhaften Hersteller sind derzeit auf fast allen Plattformen auf Monate bzw. Jahre hinweg ausverkauft. Hieraus ergibt sich für AD ein weiteres Jahr die Herausforderung, die für ein weiteres Wachstum notwendigen Produktionskapazitäten zu beschaffen und in das Unternehmen zu integrieren. Fehlendes Fachpersonal im Bereich der Elektronikfertigung, derzeit wachstumshemmend, wird durch Ausbildungsaktivitäten gemindert werden. Weitere Flächen werden im Jahr 2024 für das Wachstum angemietet werden. Aufgrund der Auftragseingänge für die Jahre 2024/25 geht die Geschäftsführung im Jahr 2024 von einem nachhaltigem Umsatzwachstum aus. Darauf basierend wird mit einem positiven Geschäftsergebnis gerechnet. AD ist mit langfristigen Lieferverträgen in beiden Geschäftsfeldern ausgestattet. Durch die weitere Ausweitung der Zusammenarbeit im Konzern ist mit stabil wachsenden Umsätzen zu rechnen. Das mittel- bis langfristige Markpotential wird in beiden Segmenten insgesamt positiv eingeschätzt. Die im Lagebericht getroffenen Einschätzungen basieren auf den gegenwärtig bekannten Informationen sowie Prognosen und Erwartungen.
Hamburg, den 30.06.2024 Avionic Design GmbH Jörn Abraham, Geschäftsführer |
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