Morrison Express (Germany) GmbH

Hessenring 13, 64546 Mörfelden-Walldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 87270
Eingetragen
26.9.2003
Branche
Paket- und ExpressdiensteVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungErbringung von Logistikdienstleistungen
Gegenstand
Die Besorgung der Versendung von Gütern zu Lande, auf dem Wasser und in der Luft und alle damit zusammenhängende Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Pei-Lin Chang
seit 8.6.2021
Geschäftsführer
Nancy van Leeuwen
seit 31.5.2016
Geschäftsführer
Danny Tsui-Yuen Chiu
seit 4.11.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Morrison Express Netherlands B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Morrison Express Netherlands B.V.
Netherlands
600.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Morrison Express (Germany) GmbH

Mörfelden-Walldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Morrison Express (Germany) GmbH, Mörfelden-Walldorf

A. Geschäfts und Rahmenbedingungen

1. Organisatorische und rechtliche Struktur

Die Morrison Express (Germany) GmbH hat ihren Sitz im Hessenring 13, 64546 Mörfelden Walldorf. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Darmstadt unter der Nummer HRB 87270 eingetragen.

Bei der Erledigung ihrer Geschäftstätigkeit arbeitet die Gesellschaft mit verbundenen Unternehmen - Morrison-Gesellschaften in anderen Ländern - und Agenten zusammen.

Die deutsche Morrison Gesellschaft ist organisatorisch stark in den Morrison-Konzern, insbesondere in das taiwanesische Verbund-Unternehmen, eingegliedert.

Alleiniger Gesellschafter ist die Morrison Express Netherlands B.V. mit Sitz in Geleen, Niederlande.

Seit 20.05.2025 gehört Morrison Express zur SG Holdings Group. Die SG Holdings Group, ein globaler Logistikkonzern mit Sitz in Japan, ist an der Tokioter Börse notiert und hat eine Marktkapitalisierung von 6 Milliarden US-Dollar.

Morrison Express (Germany) GmbH erhält damit eine neue Schwester Firma namens EFL Global. EFL Global ist in der Größe sehr ähnlich, aber mit dem Fokus mehr auf die Seefracht plus Länder wie Indien, Sri Lanka, Pakistan etc. ausgerichtet.

2. Produkte und Geschäftsprozesse

Die Gesellschaft besorgt die Versendung von Gütern per Luft- und Seefracht sowie auf dem Lande sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte. Die mit der Fracht zusammenhängenden Geschäfte betreffen insbesondere auch die Besorgung der Zollabfertigung, die Lagerhaltung, die Zustellung und alle weiteren anfallenden Tätigkeiten rund um Spedition und Logistik. Alle notwendigen Prozesse erfolgen standardisiert auf Basis von Vorgaben aus dem Hauptsitz in Taiwan. Ferner erfolgen die Prozesse basierend auf DIN 9001 und DIN 14001.

3. Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Die Gesellschaft unterhält Zweigniederlassungen in Hamburg und Neuss. In Frankfurt werden vornehmlich Aufträge im Bereich Luftfracht (Export und Import) abgewickelt. Primäre Absatzmärkte sind Taiwan, China und Südostasien, Europa und Amerika. Hamburg als Drehscheibe der Seefracht kümmert sich um weltweite Containerverschiffungen. Die Zweigniederlassung in Neuss koordiniert den Verkauf und das Key Account Management. Morrison Express ist weltweit unter den Top 20 Luftfrachtdienstleistern, in Deutschland derzeit unter den Top 100.

4. Rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

Im Jahr 2023 verlangsamte sich das weltweite Wirtschaftswachstum weiter. Laut IWF sank das globale Wachstum von 3,4 % im Jahr 2022 auf 2,9 % im Jahr 2023. Besonders in den Industrieländern war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen (von 2,7 % auf 1,2 %).

Die Energiepreise, die 2022 stark angestiegen waren, begannen 2023 zu sinken. Gründe hierfür waren unter anderem ein milder Winter, Energiesparmaßnahmen und alternative Lieferquellen. Dennoch blieben die Preise im historischen Vergleich hoch und belasteten weiterhin Industrie und Verbraucher.

In der EU stagnierte die Wirtschaftsleistung 2023 teilweise. Besonders in Deutschland ging die Produktion zurück. Ursachen hierfür waren unter anderem hohe Energiekosten, die restriktive Geldpolitik der EZB sowie eine schwache Inlands- und Auslandsnachfrage. Die Speditionsbranche blieb hinter dem allgemeinen Wirtschaftswachstum zurück.

5. Qualitätsmanagement Forschung und Entwicklung

Das von den Kunden im Semicon und Automotive Bereich geforderte Qualitätsniveau erfüllt die Morrison Express-Gruppe über die Zertifizierung in den Bereichen DIN 9001 und 14001. Morrison Express (Germany) GmbH ist seit dem 11. November 2023 zertifiziert. Die globalen Geschäftsprozesse sind darauf abgestimmt. Morrison Express ist AEO zertifiziert und folgt allen Anforderungen der Luftfrachtsicherheit. Ferner richten sich alle operativen Prozesse nach den für den Transport geltenden Gesetzmäßigkeiten (z.B. LKW-Lenk- und Ruhezeiten).

Die Einhaltung der geforderten Normen, Vorgaben und Gesetze werden zusätzlich seitens der AJA Registrars Germany GmbH durch entsprechende Audits regelmäßig überprüft. Die letzte Prüfung fand im September 2024 statt. Die nächste Prüfung für Dezember 2025 geplant.

Als speditioneller Dienstleister betreibt die Gesellschaft keine eigene Forschung und Entwicklung. Alleinstellungsmerkmale entstehen insbesondere durch die Kombination verschiedener logistischer Dienstleistungen und die globale Verwurzelung.

6. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Vor dem Hintergrund anhaltend schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland im Jahr und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 (Anlage leicht gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 % ab. Bezogen auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche zeigte sich im Jahr 2023 ein gemischtes Bild. Während die preisbereinigte Bruttowertschöpfung u.a. im Bereich Handel, Verkehr (-1,0 %), im Verarbeitenden Gewerbe (-0,3 %) und im Baugewerbe (-0,2 %) im Vorjahresvergleich abnahm, legte sie im Bereich Information und Kommunikation (2,6 %) und in verschiedenen Dienstleistungsbereichen zu. Gebremst wurde die Wirtschaftsleistung u.a. von rückläufigen Bruttoanlageinvestitionen, die im Jahr) im Vorjahresvergleich preisbereinigt um insgesamt 0,7 % abnahmen.

Der deutsche Außenhandel nahm im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr wertmäßig ebenfalls ab. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die Importe mit rund 1.352,8 Mrd. Euro nominal um rund 9,7 % unter dem Vorjahreswert; die Exporte sanken um rund 1,4 % auf rund 1.562,4 Mrd. Euro. Mengenmäßig lagen die deutschen Importe im Jahr 2023 mit rund 523,7 Mio. t. um rund 8,9 % unter dem Vorjahreswert; die Exporte sanken um rund 5,8 % auf rund 354,6 Mio. t. Der überwiegende Teil des deutschen Außenhandels entfiel im Jahr 2023 weiterhin auf die EU-Länder, gefolgt von Asien. Mit rund 847,3 Mrd. Euro lagen die deutschen Exporte in andere EU-Staaten im Jahr 2023 rund 3,2 % unter dem Ergebnis des Vorjahres; die Einfuhren nahmen um rund 3,4 % auf rund 709,6 Mrd. Euro ab. Der Außenhandel mit europäischen Staaten, die nicht Mitglied der EU sind, sank im Jahr 2023 insgesamt um rund 16,4 % auf rund 374,8 Mrd. Euro. Hier kamen insbesondere die hohen wertmäßigen Abnah men der Importe aus Norwegen zum Tragen, die vor allem auf die gesunkenen Preise im Energiebereich zurückzuführen waren. Die Exporte in die Russische Föderation sanken im Jahr 2023 infolge der wegen des Ukraine-Krieges gegen Rußland getroffenen Sanktionen, anderen Maßnahmen zur Exportbeschränkung und nicht sanktioniertem Verhalten von Marktteil nehmerinnen und -teilnehmern im Vergleich zum Jahr 2022 um rund 39,3 % auf rund 8,9 Mrd. Euro, die Importe um rund 90,0 % auf knapp 3,7 Mrd. Euro. Nach Zuwächsen im Jahr 2022 verzeichneten die deutschen Einfuhren aus Großbritannien im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von rund 8,8 % auf rund 36,8 Mrd. Euro, die Ausfuhren nach Großbritannien stiegen erneut um rund 6,2 % auf rund 78,3 Mrd. Euro an. Der deutsche Außenhandel mit der Schweiz nahm im Vorjahresvergleich sowohl einfuhr- als auch ausfuhrseitig ab (-7,1 % bzw. -5,7 %).

7. Entwicklung der Branche

7.1 Branchenspezifische Entwicklung im Seefrachtbereich

Im Seefrachtbereich war 2023 von einem deutlichen Rückgang der Frachtraten, einer starken Überkapazität durch hohes Flottenwachstum und einer sinkenden Nachfrage geprägt, was für die Reeder einen erheblichen Preisdruck bedeutete. Der Güterumschlag in deutschen See häfen ging ebenfalls zurück, wobei Hamburg als größter Hafen einen Verlust von 3,6 % verzeichnete.

Im letzten Quartal 2023 stiegen die weltweiten Transitzeiten deutlich an. Ursache hierfür war die angespannte Sicherheitslage im Roten Meer, insbesondere durch Angriffe auf Handels schiffe in der Region Bab al-Mandab. Viele Reedereien entschieden sich daher, die traditionel le Route durch den Suezkanal zu meiden und stattdessen den Umweg über das Kap der Gu ten Hoffnung zu nehmen. Diese Umleitung verlängerte die Transportdauer auf der EU-Asien Route erheblich und führte zu Verzögerungen von mehreren Tagen.

Unternehmen setzten verstärkt auf moderne Technologien, um die immer komplexer werdenden Lieferketten zu optimieren.

Der Wandel hin zu umweltfreundlicheren Flotten wurde zu einem wichtigen Faktor im Seefrachtsektor.

7.2 Entwicklung des Luftfrachtbereichs

Die Entwicklung der Luftfracht im Jahr 2023 war geprägt von einer Normalisierung nach den Rekordwerten der Corona-Pandemie, was zu einem globalen Rückgang der Frachtmengen führte, wenngleich das Niveau weiterhin historisch hoch blieb. Die sinkenden Frachtraten und das größere Angebot an Belly-Kapazitäten in Passagierflugzeugen trugen ebenfalls zu den niedrigeren Durchschnittserlösen bei. In Deutschland verzeichnete das Frachtaufkommen an den Hauptverkehrsflughäfen einen Rückgang von 7,1 %, aber die deutschen Luftfrachtstandorte verteidigten ihre Spitzenposition in Europa.

Der globale Luftfrachtmarkt hat sich nach den extremen Ausschlägen während der Pandemie wieder normalisiert und sich auf einem historisch hohen, aber nun wieder sinkenden Niveau eingependelt. Weltweit sank das Luftfrachtaufkommen (gemessen in verkauften Fracht-Tonnenkilometern) im Jahr 2023 um 2 % im Vergleich zum Vorjahr.

Die Durchschnittserlöse im globalen Luftfrachtverkehr sanken um 32,2 % gegenüber dem Vorjahr, beeinflusst durch das erhöhte Angebot an Kapazitäten durch mehr Belly-Fracht in Passagierflugzeugen und die schwache gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

8. Einschätzung der Unternehmensleitung über den Geschäftsverlust

Die Geschäftsentwicklung des Berichtsjahres war für die Gesellschaft weiterhin in allen Bereichen von einem herausfordernden Markt- und Wettbewerbsumfeld gekennzeichnet. Darüber hinaus waren die Einkaufspreise noch immer sehr volatil, was einen erheblichen Mehraufwand für die Abwicklung und Absicherung bestehender Kundengeschäfte erforderte. Neben zusätzlich am Markt verfügbaren Transportkapazitäten beeinflussten weiterhin vorhandene Unpaarigkeiten und wenig planbare Veränderungen der Verkehrsströme die erzielbaren Margen.

Dabei fokussierte sich Morrison Express im Jahresverlauf auf die Optimierung und fortlaufende Weiterentwicklung von Bestandsgeschäften.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft ihre finanzielle Stabilität weiter festi gen. Trotz eines rückläufigen Jahresergebnisses wurde ein stabiler Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftet.

Aufgrund der kundenseitigen Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Jahre bleibt die Wettbewerbssituation weiterhin deutlich angespannt.

B. Darstellung der Ertrags, Finanz und Vermögenlage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Morrison Express (Germany) GmbH war im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend.

1. Ertragslage

Zur Steuerung des Unternehmens dienen das Jahresergebnis sowie der Cashflow (finanzielle Leistungsindikatoren). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden nicht zu Steuerungszwecken genutzt.

Während der Covid19-Pandemie im Jahr 2022 waren die Lieferketten sehr volatil, feste Preise über einen längeren Zeitraum konnten nicht vereinbart werden, dieses Prinzip hält auch in 2023 geschwächt an, aber mit einer Tendenz zu langfristigen Absprachen über mindestens drei Monate. Wegfallende profitable Spot Sendungen und aggressive Mitbewerber bei langfristigen Ausschreibungen im Luft- und Seebereich haben zu erheblichen Einbußen geführt. Es herrscht ein täglicher Preiskampf bei sinkenden Margen.

Gegenüber dem Vorjahr liegt ein Umsatzrückgang in Höhe von T€ 38.379 um T€ 20.201 auf T€ 18.178 vor. Der Rückgang der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus den Bereichen Air Export und Ocean Import.

Proportional zu den Umsatzerlösen sind die Aufwendungen für bezogene Leistungen um T€ 17.318 auf T€ 15.009 gesunken. Die Personalkosten haben sich von T€ 2.361 im Vorjahr um T€ 169 auf T€ 2.192 im laufenden Jahr vermindert, was in der Zahlung von geringeren Boni begründet ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund von im Jahr 2022 aufgetretenen Sondereffekten von T€ 2.184 auf T€ 1.553 im Jahr 2023 gesunken.

Die Gesellschaft hat ein Jahresergebnis von T€ -496 vor Ertragsteuern erzielt.

Damit liegt das Jahresergebnis vor Ertragsteuern um T€ 2.864 unter dem Ergebnis des Vorjahres (T€ 2.369).

Der Jahresfehlbetrag 2023 beträgt T€ 380 nach einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 1.567 im Vorjahr.

Damit wurde ein leicht geringeres Jahresergebnis 2023 erwirtschaftet als im Lagebericht 2022 für das Jahr 2023 prognostiziert, was auf notwendig gewordene Wertberichtigungen zurückzuführen ist.

Die Entwicklung 2024 ist positiver als diejenige in 2023, da sich Morrison Deutschland wieder besser bei neuen Kunden platzieren konnte, was zu steigenden Sendungszahlen sowohl im Luft- als auch im Seefrachtbereich führte. RFQs strategisch wichtiger Kunden konnten im Jahr 2023 gewonnen werden, sodass die Anzahl der Spot Requests der Kunden deutschlandweit seit Q3 / 2023 stetig wächst.

Die erfolgreich abgeschlossene Umstrukturierung der Teams in Frankfurt und in Hamburg führte zu zusätzlichen Kosteneinsparungen, die sich positiv auf das Jahresergebnis 2024 ausgewirkt haben.

Der vorläufige Jahresüberschuss vor Ertragsteuern für das Jahr 2024 beläuft sich auf rd. T€ 170. Dieser resultiert im Wesentlichen aus Einsparungen im Personalbereich (T€ -544) sowie bei den sonstigen Betriebskosten (T€ -220).

Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir ein ausgeglichenes Ergebnis.

2. Finanzlage

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Form von Darlehen betrugen zum 31.12.2023 T€ 1.150. Sie waren kurzfristig. Zinsen wurden laufend entrichtet. In 2024 wurden sie vollständig zurückgeführt.

Die Gesellschaft verfügt zum Stichtag 31.12.2023 nicht über zugesagte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien.

Nennenswerte Investitionen haben im Berichtszeitraum nicht stattgefunden und sind erst in 2025 für die Einführung der Software CargoWise angefallen.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit liegt bei T€ 312 nach T€ 1.762 im Vorjahr:

2023
2022
Periodenergebnis -380 1.567
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 16 15
+ Abnahme der Rückstellungen -479 -1.598
Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.546 1.611
Abnahme / Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.426 132
+ / - Zinsaufwendungen / Zinserträge 35 35
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 312 1.762

Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme belief sich zum Bilanzstichtag auf T€ 7.094. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 (T€ 9.380) um 25 % verringert.

Das Sachanlagevermögen verringerte sich um T€ 9.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten sanken von T€ 1.915 in 2022 um T€ 491 auf T€ 1.424 zum 31.12.2023. Dies ist auf den Umsatzrückgang zurückzu führen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sanken aus dem gleichen Grund von T€ 3.901 um T€ 2.020 auf T€ 1.881.

Das gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr T€ 1.100.

Die bilanzielle Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 30,8 % des Gesamtkapitals gegenüber 27,4 % im Vorjahr. Die Verbesserung der Kennzahl ist trotz eines Jahresfehlbetrages 2023 auf die Verringerung der Bilanzsumme zurückzuführen.

69,2 % der Bilanzsumme entfallen auf kurzfristiges Fremdkapital.

Die Sonstigen Rückstellungen sanken - ebenfalls umsatzbedingt - von T€ 2.369 um T€ 408 auf T€ 1.961.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten erhöhten sich um T€ 291 auf T€ 719.

C. Prognosebericht

1. Konjunktur und Branche

Die Weltwirtschaft befindet sich auch im Jahr 2025 in schwierigem Fahrwasser. Der anhalten de Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, die zunehmenden geopolitischen Spannungen und die anhaltende Inflation zeigen, dass die Risiken für die Weltwirtschaft weiterhin hoch sind. Darüber hinaus machen sich die Auswirkungen der geldpolitischen Straffung bemerkbar. Der globale Zollkrieg führt zu sehr volatilen Rahmenbedingungen und bremst die Konjunktur.

Trotz des Zoll-Deals mit den USA leidet besonders die deutsche Wirtschaft unter der unberechenbaren US-Außenhandelspolitik. Die Exporte werden in 2025 voraussichtlich um rund 0,5 % sinken. 2026 dürften sie sich höchstens leicht erholen. Eine Rückkehr zu alten Verhältnissen ist aber wegen der schwierigen Weltlage nicht in Sicht. Diese und der Reformstau in Deutschland bremsen die Investitionen spürbar aus: Die Bruttoanlageinvestitionen lagen im ersten Halbjahr 2025 1,7 % unter dem Vorjahr; das Investitionsniveau liegt etwa 11,0 % unter dem Stand von 2019. Besonders gravierend ist der Rückgang bei den Ausrüstungsinvestitionen (-2,5 % in diesem Jahr) - sie entscheiden, welches Wachstum in den kommenden Jahrzehnten möglich ist.

2. Chancen-/ Risikobericht

Die Gesellschaft konnte im Jahr 2023 einen nur deutlich geringeren Umsatz (T€ 18.178) als im Jahr 2022 erwirtschaften, was in Verbindung mit den Kostensteigerungen zu einem Fehlbetrag vor Ertragsteuern in Höhe von rd. T€ 496 geführt hat. In 2024 wurde ein Umsatz in Höhe von rd. T€ 16.700 erzielt. Der vorläufige Jahresüberschuss 2024 vor Ertragsteuern beläuft sich auf rd. T€ 170. Dies resultiert hauptsächlich aus Einsparungen im Personalbereich (T€ -544) so wie bei den sonstigen Betriebskosten (T€ -220). Außerdem stehen nach wie vor Maßnahmen zur Absicherung der Ertrags- und Liquiditätssituation im Fokus der auf finanzielle Stabilität ausgerichteten Unternehmenssteuerung.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwarten wir ein ausgeglichenes Ergebnis.

Für beide Jahre erwarten wir - gegenüber 2023 - leicht erhöhte Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit.

Das strikte Forderungsmanagement wird dabei unverändert intensiv betrieben und zusätzlich durch ein systematisches und restriktives Kreditmanagement unterstützt.

3. Voraussichtliche Entwicklung mit Ihren Chancen und Risiken

Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen geopolitischen Verwerfungen, die Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums infolge hoher Energiepreise und Inflationsraten führen auch 2025 zu einer sehr herausfordernden Situation in der Speditionsbranche. Raten im Luft- und Seebereich sind weiterhin sehr volatil, Kunden wechselten Strategien von einem partnerschaftlichen Ansatz zu einem sehr finanzgetriebenen Vorgehen. Erhöhung der Zahlungsziele und tägliches Benchmarking gehören zur Tagesordnung. Dies stellt aber auch eine Chance für Morrison Express dar, da somit Kunden bei attraktiven Preisen auch schneller zu MEC DE wechseln können. Positiv kann man vermerken, dass gegen den allgemeinen Markttrend speziell langjährige Morrison-Kunden einen anderen Weg einschlagen und sich auf Verträge mit einer Länge von mindestens sechs Monaten fokussieren.

Mit diesen Langzeitverträgen und dem damit verbundenen wachsenden Sendungsaufkommen sind die Erträge gestiegen, da bessere Einkaufsraten mit den Dienstleistern in allen Transport segmenten vereinbart werden konnten bzw. können.

Dem starken Wettbewerb am Markt werden wir ferner mit Kernkompetenzen und langjähriger Erfahrung in unserem Segment sowie einer hohen Zuverlässigkeit unserer Dienstleistungen begegnen. Morrison Express wird sich auf die ISO 9001 und 14001 Zertifizierungen fokussieren, um noch attraktiver für bestehende Kunden, aber auch für Neukunden aus dem Automotive Sektor zu werden.

D. Risikobericht

1. Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft unterhält ein funktionierendes Risikomanagementsystem, um die personenunabhängige Funktionsfähigkeit zu gewährleisten. Das Risikomanagementsystem ist geeignet Risiken frühzeitig zu erkennen und zu bewerten, sodass Präventionsmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden können. Es bestanden im Jahr 2023 keine bestandsgefährdenden Risiken.

2. Umfeld- und Branchenrisiken

Im dynamischen Umfeld der Logistikbranche, die ständigen Veränderungen und Weiterent wicklungen unterliegt, ist es wichtig, Chancen zu nutzen und mögliche Risiken früh zu erken nen und entgegenzuwirken, um auch in der Zukunft den Markt erfolgreich zu bearbeiten.

Aufgrund der bestehenden Wettbewerbsintensität und dem damit einhergehenden Konsolidierungsdruck in der Transport- und Logistikbranche besteht für die Unternehmen wie auch für MEC die Notwendigkeit die Unternehmensstrukturen und -prozesse fortlaufend zu prüfen und zu optimieren.

3. Unternehmensstrategische Risiken

Aufgrund der Betriebsstätten im Inland und der ausländischen Gesellschaften besteht im europäischen Raum ein flächendeckendes Logistiknetz.

Störungsrisiken

Störungsrisiken sind kaum vorhersehbar bzw. beeinflussbar. Sie können aus einer Vielzahl von Quellen stammen, von denen jede eine bedeutende Bedrohung für Morrison Express darstellen.

Naturkatastrophen wie Hurrikane, Tsunamis oder Erdbeben können erhebliche Schäden an der Infrastruktur verursachen, Transportwege beeinträchtigen und Verzögerungen verursachen.

Ebenso können geopolitische Ereignisse wie Kriege, politische Instabilität oder Handelsembargos bestimmte Regionen unzugänglich machen und kostspielige sowie zeitaufwändige Änderungen in der Logistik erforderlich machen. Aktuelle Beispiele, die mehrere Branchen beeinflusst haben, sind die Auswirkungen des Ukraine-Krieges.

Schließlich können Arbeitskämpfe und weitreichende Gesundheitskrisen wie die COVID-19- Pandemie den Transportbetrieb vollständig zum Stillstand bringen.

Compliance-Risiken: Gesetze und Vorschriften

Angesichts der Tatsache, dass Logistik und Transport häufig die Überschreitung internationaler Grenzen beinhalten, kann die Bedeutung der regulatorischen Einhaltung nicht überbetont werden. Das wiederum bedeutet sicherzustellen, dass der Inhalt von Sendungen den Umweltgesetzen entspricht, wie beispielsweise dem Verbot der Entwaldung der Europäischen Union, oder dass der legale und sichere Umgang und Transport von Gütern, wie Medikamenten, gewährleistet sind. Die Einhaltung umfasst auch die Befolgung von Arbeitsvorschriften, Nichtkonformität kann zu schweren Strafen, rechtlichen Maßnahmen und Rufschäden führen.

Compliance-Probleme von einem Zulieferer am anderen Ende der Welt können die Lieferkette eines Unternehmens mit einem entfernten Ripple-Effekt stören, der lange vor dem Zeitpunkt beginnen kann, bevor Morrison Express sich überhaupt des Risikos bewusst ist.

Morrison Express begegnet diesem Risiko proaktiv durch ein globales ComplianceTeam mit Unterstützung der taiwanesischen Konzernmutter. Regelmäßige Schulungen sowie wöchentliche globale Meetings verringern die Gefahr von Missbrauch etc., Mitarbeiter werden bei der Einstellung für das Thema sensibilisiert und regelmäßige OnlineSchulungen festigen das Wissen.

4. Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzielle Risiken in der Logistik und im Transport entstehen hauptsächlich durch volatile Marktbedingungen. Schwankungen im Bereich Treibstoffe, wie die Varianzen in den Treibstoffpreisen und der Verfügbarkeit in der EU seit dem Ukraine-Krieg, können die Transport kosten erheblich beeinflussen.

Zusätzlich dazu können Änderungen in Währungskursen, Zollgebühren und Abgaben die Kosten für internationale Logistik erhöhen. Gleichzeitig könnten finanzielle Zahlungsunfähigkeiten in einem Unternehmen innerhalb des untergeordneten Liefernetzwerks die Betriebsabläufe unerwartet beeinträchtigen. Europäische Unternehmen sahen sich weiterhin mit weitreichenden finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Die finanziellen Risiken können die Margen einschränken und die Rentabilität in gesamten Liefernetzwerken beeinträchtigen. Neue Kunden werden daher stets auf Bonität geprüft.

Das tiefgehende Verständnis dieser Risiken und die Umsetzung effektiver Risikomanagement strategien sind für Morrison Express entscheidend. Indem potenzielle Probleme vorausgesehen, proaktive Maßnahmen ergriffen und schnell und effektiv auf Störungen reagiert wird, kann Morrison Express die Betriebsabläufe absichern und langfristig einen reibungslosen und effizienten Ablauf ihrer Lieferketten gewährleisten. Die regelmäßige Analyse der aus dem Informationssystem gewonnenen Daten dient dem zeitnahen Erkennen von Zahlungsausfallrisiken und Absatzveränderungen und ermöglicht eine schnelle Reaktion zur Risikoprävention.

Die Kundenstruktur von MEC Deutschland ist sehr divers. Neben lokalen Kleinstkunden werden auch mittelständische deutsche / europäische Firmen betreut. Der größte Fokus liegt aber auf den globalen multinationalen Unternehmen.

Um nicht in starke Abhängigkeiten zu geraten, sind die Kunden vertikal stark gefächert, mit dem Fokus auf folgenden Sektoren: Automotive, Electronics, Semicon und lndustrial.

Ferner gibt es Kunden aus den Bereichen Chemicals, Pharma und Fashion.

5. Personalwirtschaftliche Risiken

Grundsätzlich bleiben viele Mitarbeiter MEC lange verbunden, in 2023 und 2024 gab es jedoch größere Veränderungen im Personalbestand.

Im Zuge des demografischen Wandels wird bei zunehmenden Anforderungen in der Logistik und Transportwirtschaft der Wettbewerb um qualifiziertes Personal intensiver werden.

Neben der Ausbildung junger Mitarbeiter sorgen Fortbildungen und Schulungen für ein hohes Kompetenzniveau.

Im Jahresdurchschnitt waren in den deutschen Betriebsstätten des Unternehmens 26 (Vorjahr: 31) Mitarbeiter beschäftigt.

Alle entscheidenden Positionen sind mit motivierten und fachlich qualifizierten Mitarbeitern be setzt.

6. Informationstechnische Risiken

Mit der zunehmenden Verlagerung wichtiger Daten und Betriebsabläufe ins Internet sind Cybersicherheitsrisiken zu einem bedeutenden Anliegen geworden. Cyberangriffe können ver trauliche Daten gefährden, Betriebsabläufe stören und zu erheblichen finanziellen Verlusten führen. Ransomware ist auf dem Vormarsch, auch in der Logistik und der Fertigung. Laut einem Bericht von lllumio gaben 58 % der betroffenen Organisationen an, dass sie infolge eines Ransomware-Angriffs gezwungen waren, den Betrieb teilweise oder ganz einzustellen.

Diese Stilllegungen haben langfristige Auswirkungen für die Lieferketten der Kunden, was einen direkten Einfluss auf das Betriebsergebnis von Morrison Express hat.

Morrison Express verfügt über ein globales IT-Team, das sich ausschließlich mit diesem Thema befasst. Neben aktiven Schulungen der Mitarbeiter über die interne Trainingsplattform werden zudem Warnhinweise an eine ALL-User Liste verschickt.

Die vorhandene elektronische Datenverarbeitung entspricht den Unternehmenserfordernissen und wird fortlaufend überprüft und weiterentwickelt. Die Vernetzung im Rahmen des elektronischen Datenaustausches mit Lieferanten und Kunden wurde und wird stetig gepflegt und ausgebaut. lndustrietypische Sicherheitsstandards, wie beispielsweise Virenscanner und Firewalls sowie die Vorhaltung von redundanten Systemen an verschiedenen physischen Standorten sind gewährleistet. Risiken mit wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.

E. Bestehende Zweigniederlassungen

Die Niederlassungen sind in den vergangenen Jahren konstant geblieben. Die Anzahl der Niederlassungen betrug zum Jahresende 2023 zwei.

 

Mörfelden-Walldorf, 01. Dezember 2025

Morrison Express (Germany) GmbH

Pei-Lin Chang

Danny Tsui-Yuen Chiu

Nancy McKenzie

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Morrison Express (Germany) GmbH, Mörfelden-Walldorf

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN 28.841,44 38.450,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.841,44 38.450,50
B. UMLAUFVERMÖGEN 7.041.054,56 9.319.410,32
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.895.602,37 6.442.748,23
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.424.480,83 1.914.546,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.880.991,46 3.901.426,52
3. Sonstige Vermögensgegenstände 590.130,08 626.775,13
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.145.452,19 2.876.662,09
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 24.704,99 22.181,80
7.094.600,99 9.380.042,62

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. EIGENKAPITAL 2.185.506,65 2.565.503,27
I. Gezeichnetes Kapital 1.100.000,00 1.100.000,00
II. Gewinn- / Verlustvortrag 1.465.503,27 -101.646,89
III. Jahresfehlbetrag / -überschuss -379.996,62 1.567.150,16
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.961.018,84 2.440.456,20
1. Steuerrückstellungen 0,00 71.536,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.961.018,84 2.368.920,20
C. VERBINDLICHKEITEN 2.948.075,50 4.374.083,15
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 718.512,85 427.540,24
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.715.033,19 3.281.493,17
3. Sonstige Verbindlichkeiten 514.529,46 665.049,74
7.094.600,99 9.380.042,62

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023
2022
1. Rohergebnis 3.338.169,83 6.964.380,72
2. Personalaufwand -2.192.160,33 -2.360.631,61
a) Löhne und Gehälter -1.800.390,57 -1.966.900,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -391.769,76 -393.731,29
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -15.876,15 -15.491,85
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.553.319,12 -2.183.630,03
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 343,00 658,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -35.616,85 -35.994,58
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 115.963,00 -802.140,49
8. Ergebnis nach Steuern -342.496,62 1.567.150,16
9. Sonstige Steuern -37.500,00 0,00
10. Jahresfehlbetrag / -überschuss -379.996,62 1.567.150,16

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Morrison Express (Germany) GmbH, Mörfelden-Walldorf

I. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Morrison Express (Germany) GmbH hat ihren Sitz in Mörfelden-Walldorf und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter der Nummer HRB 87270 eingetragen.

Die Morrison Express (Germany) GmbH ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie des GmbHG aufgestellt.

Von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften für die Aufstellung des Jahresabschlusses (§ 288 HGB) wurde Gebrauch gemacht.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a. Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

b. Bewertungsmethoden

Die Bewertung erfolgt entsprechend den handelsrechtlichen Bestimmungen und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig, im Zugangsjahr zeitanteilig, nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschrei bungen angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Gegenstände nach linearer Methode vorgenommen. Vermögensgegenstände von geringem Wert (Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00) werden analog der steuerrechtlichen Vorschriften im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch aktivisch abgesetzte Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine gleichfalls aktivisch abgesetzte Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Auf die Aktivierung von aktiven latenten Steuern wurde nach § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB verzichtet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist um die Verpflichtungen zu erfüllen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Währungspositionen werden grundsätzlich mit dem Devisenkurs zum Zeitpunkt des Transaktionstages der Geschäftsvorfälle erfasst. Zum Abschlussstichtag entstandene Kursverluste aus der Bewertung der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden berücksichtigt. Kursgewinne aus der Bewertung von kurzfristigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB erfasst. Das Anschaffungskostenprinzip und das Realisationsprinzip sind in diesem Fall nicht anzuwenden.

II. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in Anlage A zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum Abschlussstichtag T€ 1.881 (Vorjahr: T€ 3.901). Hierbei handelt es sich in voller Höhe um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen den Gesellschafter Morrison Express Netherlands B.V., Maastricht (Niederlande), in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 102) enthalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von T€ 83 (Vorjahr: T€ 110).

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.961 (Vorjahr: T€ 2.369) betreffen mit T€ 1.675 (Vorjahr: T€ 2.041) im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen.

4. Verbindlichkelten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
bis zu einem Jahr
zwischen einem und fünf Jahren
von mehr als fünf Jahren
Gesamtbetrag 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 718.512,85 718.512,85 0,00 0,00 427.540,24
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.715.033,19 1.715.033,19 0,00 0,00 3.281.493,17
Sonstige Verbindlichkeiten 514.529,46 514.529,46 0,00 0,00 665.049,74
2.948.075,50 2.948.075,50 0,00 0,00 4.374.083,15

Die Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt T€ 1.715 (Vorjahr: T€ 3.281) betreffen mit T€ 565 (Vorjahr: T€ 1.544) den allgemeinen Liefer- und Leistungsverkehr und mit T€ 1.150 (Vorjahr T€ 1.737) Darlehensverbindlichkeiten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind mit T€ 21 (Vorjahr: T€ 1.237) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter Morrison Express Netherlands B.V., Maastricht (Niederlande) enthalten.

Verbindlichkeiten aus Steuern bestehen in Höhe von T€ 515 (Vorjahr: T€ 664).

Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 1).

5. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 428) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 16).

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten in Höhe von T€ 217 (Vorjahr: T€ 215) Aufwand aus Währungsumrechnungen und in Höhe von T€ 67 (Vorjahr: T€ 436) periodenfremde Aufwendungen, die im Vorjahr gleichzeitig Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung waren.

III. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft sind

Pei-Lin Chang, Taipeh Stadt, Taiwan

Danny Tsui-Yuen Chiu, Direktor, Taipeh-Stadt, Taiwan

Nancy McKenzie, General Manager Benelux, Luxemburg

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Jahr 2023 unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

2. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl beträgt 26 (Vorjahr 31).

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

fällig 2024
T€
fällig 2025 - 2028
T€
fällig nach 2029
T€
Miet- und Leasingverträge Fremde 124 158 0
Mietverträge verbundene Unternehmen 0 0 0
124 158 0

4. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Prüfungshonorar beträgt für Abschlussprüferleistungen T€ 45.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung wird der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von € 1.085.506,65 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Angaben zum Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Morrison Express (Germany) GmbH, Mörfelden-Walldorf, wird in den Konzernabschluss der Morrison Express Netherlands B.V., Maastricht (Niederlande), einbezogen. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen des Mutterunternehmens einsehbar.

Der Jahresabschluss der Morrison Express (Germany) GmbH, Mörfelden-Walldorf, wird in den Konzernabschluss der Morrison Express Worldwide Corporation, Samoa, einbezogen. Der Konzernabschluss ist in den Geschäftsräumen des Mutterunternehmens einsehbar.

 

Mörfelden-Walldorf, 01. Dezember 2025

Pei-Lin Chang

Danny Tsui-Yuen Chiu

Nancy McKenzie

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.240,28 0,00 0,00 49.240,28
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 271.926,21 6.267,09 0,00 278.193,30
321.166,49 6.267,09 0,00 327.433,58
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
Zugänge
Abgänge
31. Dez. 2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.240,28 0,00 0,00 49.240,28
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 233.475,71 15.876,15 0,00 249.351,86
282.715,99 15.876,15 0,00 298.592,14
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
31. Dez. 2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 28.841,44 38.450,50
28.841,44 38.450,50

Der vorstehende verkürzte Jahresabschluss und der Lagebericht sind zur Offenlegung bestimmt. Der folgende Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen geprüften Jahresabschluss. Wir weisen darauf hin, dass die Offenlegung des Jahresabschlusses unter Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen durchgeführt wird (§ 328 Abs. 1 Nr. 1 HGB).

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Morrison Express (Germany) GmbH, Mörfelden-Walldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Morrison Express (Germany) GmbH, Mörfelden-Walldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023, sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Morrison Express (Germany) GmbH, Mörfelden-Walldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Duisburg, 02. Dezember 2025

Moore Rhein-Ruhr GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Dr. Alexander Wolff, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Volksw. Katharina Berger, Wirtschaftsprüferin

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