Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 191906
Vorher
Brillant 2813. GmbH
Eingetragen
7.12.2017
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Gegenstand
Die Förderung der Interessen der Industrie- und Handelskammern, des Deutschen Industrieund Handelskammertag sowie der Außenhandelskammern. Dies gilt insbesondere durch Übernahme und Durchführung von Projekten, Herausgabe und Verlegen von Publikationen, Durchführung von Veranstaltungen, Immobilienverwaltung und Halten von Beteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Doreen Schütze
seit 25.10.2024
Prokura
Roland Engels
seit 25.10.2024
Geschäftsführer
Markus May
seit 2.11.2018
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DIHK Service GmbHEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK)
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DIHK Service GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.318,00 70
70
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.540,00 6
45.858,00 76
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 49.381,07 39
2. Fertige Erzeugnisse 53.276,26 59
3. Geleistete Anzahlungen 121.478,81 54
224.136,14 152
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.046.480,50 314
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.791.365,52 1.520
3. Sonstige Vermögensgegenstände 12.425,40 14
2.850.271,42 1.848
III. Guthaben bei Kreditinstituten 3.139.227,63 4.321
6.213.635,19 6.321
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.992,11 58
6.288.485,30 6.455

PASSIVA

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Kapitalrücklage 2.782.326,92 2.782
2.807.326,92 2.807
B. RÜCKSTELLUNGEN
Sonstige Rückstellungen 2.431.229,35 2.096
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 162
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.964,71 46
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 635.152,03 771
4. Sonstige Verbindlichkeiten 81.590,41 13
742.707,15 992
D. Rechnungsabgrenzungsposten 307.221,88 560
6.288.485,30 6.455

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 14.665.767,76 11.989
2. Erhöhung des Bestands an fertigen
Erzeugnissen und unfertigen Leistungen 4.839,01 4
3. Sonstige betriebliche Erträge 103.760,92 140
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 94.200,23 83
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.193.090,75 4.130
6.287.290,98 4.213
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.965.416,55 5.485
b) Soziale Abgaben 1.402.849,55 1.260
davon für Altersversorgung EUR 158.597,90 (Vj. TEUR 141)
7.368.266,10 6.745
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegendes Anlagevermögens und Sachanlagen 72.511,95 68
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 657.619,58 706
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 92.146,13 61
9. Ergebnis vor Gewinnabführung 296.532,95 340
10. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 296.532,95 340
11. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Die DIHK Service GmbH, Berlin (nachfolgend kurz: Service GmbH), ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Körperschaft des öffentlichen Rechts in Berlin (nachfolgend kurz: "DIHK"). Zweck des Unternehmens ist es, die Interessen der Industrie- und Handelskammern sowie der Auslandshandelskammern zu fördern. Dies geschieht insbesondere durch Übernahme und Durchführung von Projekten, Herausgabe und Verlegen von Publikationen, Durchführung von Veranstaltungen und das Halten von Beteiligungen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Registerinformation

Die Gesellschaft ist unter der Firma "DIHK Service GmbH" mit Registersitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 191906 B eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die zugrunde gelegte Nutzungsdauer liegt bei 3 Jahren bzw. entspricht der jeweiligen Projektlaufzeit. Erhaltene Zuschüsse werden direkt von den Anschaffungskosten abgesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um die planmäßigen Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich jeweils zeitanteilig nach der linearen Methode. Die zu Grunde gelegten Nutzungsdauern liegen zwischen 3 und 13 Jahren. Erhaltene Zuschüsse werden direkt von den Anschaffungskosten abgesetzt.

Die Vorräte werden zu Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Zeitwerten angesetzt.

Die unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen wurden in die Ermittlung der Herstellungskosten nicht mit einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurde geprüft, ob die voraussichtlichen Erlöse die noch anfallenden Kosten decken.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird gegebenenfalls durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) sowie unter Anwendung von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als aktiver bzw. passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen worden, soweit sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (1.791.365,52 EUR) enthalten in Höhe von 1.784.401,61 EUR (Vorjahr: 1.517.127,27 EUR) Forderungen gegen die Gesellschafterin. Sie resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von 25.000,00 EUR ist voll eingezahlt und wird zu 100 % von der DIHK Berlin, gehalten.

Im Rahmen der Abspaltung des Projektgeschäfts der jetzigen DEinternational GmbH auf die DIHK Service GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde das übergehende Nettovermögen in Höhe von 2.782.326,92 EUR in die Kapitalrücklage eingestellt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für das Rückzahlungsrisiko für Projekte mit 1.802.009,62 EUR (Vorjahr: 1.608.937,78 EUR), für ausstehende Lieferantenrechnungen mit 173.728,93 EUR (Vorjahr: 116.162,99 EUR), für Urlaubsansprüche mit 157.698,25 EUR (Vorjahr: 115.253,30 EUR), und für Prüfungs- und Abschlusskosten mit 70.350,00 EUR (Vorjahr: 67.100,00 EUR) gebildet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 635.152,03 EUR (Vorjahr: 770.940,49 EUR) und resultieren mit 34.240,31 EUR (Vorjahr: 33.006,89 EUR) aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von 304.378,77 EUR (Vorjahr 397.492,64 EUR) aus Steuern und 296.532,95 EUR (Vorjahr: 340.440,96 EUR) aus Ergebnisabführung.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 307.221,88 EUR betrifft abgegrenzte Erlöse für den Bereich PPP-Projekte.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR % TEUR %
PPP-Projekte 9.791 67 8.759 73
Abrechnung 2.547 17 1.207 10
IT-Services 706 5 636 5
Verlag 566 4 514 4
Bearbeitungsleitstelle 300 2 312 3
Sonstige Erlöse 756 5 561 5
14.666 100 11.989 100

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (64 TEUR), Erträge aus Erstattungen (33 TEUR), periodenfremde Erträge (5 TEUR) sowie Erträge aus der Nutzung von Dienstfahrrädern (2 TEUR) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insbesondere Mietaufwand (326 TEUR), Reisekosten (32 TEUR), Versandgebühren (26 TEUR), Abschluss- und Prüfungskosten (48 TEUR), Zuschuss für Essen für Mitarbeiter DIHK Service GmbH (15 TEUR) sowie Fortbildungskosten (13 TEUR).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 92 TEUR enthalten Zinsaufwendungen aus der Abzinsung (90 TEUR) aus der Rückstellung des Rückzahlungsrisikos für Projekte.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss in Höhe von 296.532,95 EUR wird entsprechend dem bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag an die DIHK abgeführt.

Haftungsverhältnisse

Pensionsverpflichtungen

Im Geschäftsjahr 2017 wurde für 2 Mitarbeiter eine betriebliche Altersvorsorge über die Alte Leipziger Unterstützungskasse durchgeführt. Die Alte Leipziger Unterstützungskasse e.V. erbringt im Versorgungsfall - bei planmäßiger Beitragsentrichtung - die im Versicherungsschein vereinbarten Leistungen.

Die Zahlungen an die Unterstützungskasse werden in voller Höhe vom Arbeitgeber geleistet. Es handelt sich um eine mittelbare Pensionsverpflichtung, die gemäß dem in Art. 28 EGHBG gegebenen Bilanzierungswahlrecht nicht passiviert werden müssen.

Die Beitragszahlungen betragen im Jahr 2023 16.576,11 EUR. Wir gehen davon aus, dass keine Inanspruchnahme bzw. nur ein vermindertes Risiko der Inanspruchnahme aufgrund der Versicherung zu erwarten ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 981 TEUR (davon gegenüber verbundenen Unternehmen 104 TEUR). Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

Gesamt < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Mietverträge 104 104 0
Dienstleistungsverträge 877 877 0

Die Laufzeiten der Verträge ergeben sich aus der dargestellten Tabelle.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

 

Dr. Achim Dercks, Blankenfelde-Mahlow

 

Herr Dr. Dercks ist neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer hauptberuflich stellvertretender Hauptgeschäftsführer der DIHK.

 

Sofie Geisel, Berlin

 

Frau Geisel übt die Tätigkeit als Geschäftsführerin hauptberuflich aus und ist schwerpunktmäßig für die Bereiche PPP-Projekte und Dienstleistungen verantwortlich.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben zu den Mitarbeitern

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 104 Mitarbeiter beschäftigt.

Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Körperschaft des öffentlichen Rechts in Berlin (nachfolgend kurz: "DIHK"), einbezogen.

Die DIHK erstellt sowohl für den kleinsten als auch für den größten Kreis der Unternehmen den Konzernabschluss. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Offenlegung des Abschlusses im Unternehmensregister besteht nicht und unterbleibt daher.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

 

Berlin, den 5. Februar 2024

gez. Dr. Achim Dercks, Geschäftsführer

gez. Sofie Geisel, Geschäftsführerin

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2023 Umgliederung 2023 Zugänge 2023 Zuschüsse 2023 Abgänge 2023 Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 259.393,69 0,00 201.822,57 -159.607,62 25.369,10 276.239,54
259.393,69 0,00 201.822,57 -159.607,62 25.369,10 276.239,54
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.953,22 0,00 0,00 0,00 1.332,00 20.621,22
Anlagevermögen insgesamt 281.346,91 0,00 201.822,57 -159.607,62 26.701,10 296.860,76
Abschreibungen
kumuliert 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 kumuliert 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 189.068,69 71.221,95 25.369,10 234.921,54
189.068,69 71.221,95 25.369,10 234.921,54
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.123,22 1.290,00 1.332,00 16.081,22
Anlagevermögen insgesamt 205.191,91 72.511,95 26.701,10 251.002,76
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.318,00 70.325,00
41.318,00 70.325,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.540,00 5.830,00
Anlagevermögen insgesamt 45.858,00 76.155,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen und Rahmenbedingungen der Gesellschaft

Die DIHK Service GmbH, Berlin (nachfolgend kurz: Service GmbH), ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Deutschen Industrie- und Handelskammer, KdöR, Berlin (nachfolgend kurz: "DIHK").

Zweck der Service GmbH ist es, die Interessen der Industrie- und Handelskammern sowie der Auslandshandelskammern zu fördern. Diesen Zweck verfolgt das Unternehmen insbesondere, indem es Projekte für und mit Bundesministerien, IHKs, AHKs und weiteren Akteuren aus Wirtschaft und Gesellschaft konzipiert, steuert, umsetzt und deren Ergebnisse evaluiert. Darüber hinaus erbringt die Service GmbH Dienstleistungen für die DIHK, IHKs und AHKs.

Die Service GmbH betreibt ein der IHK-/ AHK-Organisation dienendes Geschäft, indem sie aus den Aufgaben der Organisation abgeleitete Projekte und Dienstleistungen entwickelt, konzipiert und umsetzt.

Mit der DIHK besteht seit dem Geschäftsjahr 2018 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die Gesellschaft hat seither unverändert zwei Geschäftsführer (Dr. Achim Dercks, Sofie Geisel) und einen Prokuristen (Markus May).

Die Service GmbH als Projektgesellschaft im (D)IHK-AHK-Netzwerk

Als Projektgesellschaft arbeitet die Service GmbH mit Partnern aus IHK-Organisation, AHK-Netz und Politik zusammen. Sie besteht aus zwei Geschäftsbereichen:

Auch 2023 war die Service GmbH für IHK-Organisation und AHK-Netzwerk hauptsächlich in der operativen Umsetzung von Projekten tätig:

in politischen Schwerpunktthemen, die für die DIHK, IHKs und AHKs von besonderer Bedeutung sind und die in (öffentlich geförderten) Projektformaten wirkungsvoll vorangebracht werden können (siehe PPP-Projekte),

bei Innovations- und Transformationsvorhaben, die sie durch operative Prozessgestaltungs- und Moderationskompetenz unterstützt wie z.B. die Begleitung des aus der AG Kulturwandel entstandenen Kulturwandelbeirates oder der Entwicklung eines IHK-Tages, der 2024 erstmals umgesetzt werden soll

Für ihre Auftrags- bzw. Zuwendungsgeber im Bereich der PPP-Projekte ist die Service GmbH als Projektdesignerin, Multiplikatorin und Umsetzerin mit Kommunikationskanälen im In- und Ausland ein interessanter Partner. Aufgrund ihrer Einbindung in die IHK- und AHK-Organisation und ihrer Vernetzungs- und Moderationskompetenz kann sie

konkrete Projektideen an der Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft entwickeln,

Ideen in förderfähige Projektvorhaben und -anträge operationalisieren und mit beteiligten Partnern aufsetzen,

Projekte so umsetzen und abschließen, dass öffentliche Mittel effizient verwendet, konkrete und nachhaltige Ergebnisse erzielt sowie relevante Erkenntnisse aufbereitet zur Verfügung gestellt werden.

Ein wichtiges Anliegen der Service GmbH ist es, neben der DIHK insbesondere IHKs und AHKs sowie andere Stakeholder in ihre Arbeit einzubinden. Dies gilt insbesondere für die Entwicklung von PPP-Projekten (z.B. im Rahmen von Fokusgruppen oder Projektentwicklungsworkshops) und wird durch Projektpaten kontinuierlich weiter ausgebaut.

Insgesamt wurde das Portfolio der PPP-Projekte 2023 weiterentwickelt und ist damit weiterhin strategischer Bestandteil der Arbeit der DIHK in der Zusammenarbeit mit der Politik.

Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf und Gesamtaussage

Die DIHK Service GmbH blickt auf ein dynamisches Jahr zurück. Neben acht Projektverlängerungen und -neustarts konnte die Gesellschaft 2023 durch das Engagement ihrer Mitarbeiter*innen ihre externe Kommunikation und ihre Personal- und Organisationsentwicklung erfolgreich ausbauen. Darüber hinaus sind personelle Wechsel im kaufmännischen und im Rechtsbereich erfolgreich gelungen. Die Gesellschaft konnte die Prognose in den Umsatzerlösen von 5 % bis 10 % deutlich übertreffen. Im Wesentlichen ist dies auf ein Neuprojekt "Azubi-Bundeskampagne" mit 1,4 Mio. € zurückzuführen, welches im Auftrag der IHK-Organisationen durch die Service GmbH umgesetzt wird.

Stärker denn je beschäftigt die Gesellschaft die (Weiter)Entwicklung von Projekten:

im Bereich der PPP-Projekten insbesondere zu den Themen Zuwanderung und Energiewende

im IT-Bereich zum Ausbau sicherer und leistungsfähiger digitaler Infrastruktur für die DIHK, aber auch darüber hinaus

bei sonstigen (organisationsbezogenen) Dienstleistungen zur Schaffung eines gemeinsamen Außenauftritts der IHK-AHK-Organisation

Mit Blick auf die aktuell veränderte Haushaltslage des Bundes steht die Gesellschaft, die sich in den vergangenen Jahren auf die Entwicklung und Umsetzung von Zuwendungsprojekten fokussiert hat, vor der Aufgabe, ihr Geschäftsmodell auf den Prüfstand zu stellen. Denn das im November ergangene Bundesverfassungsgerichtsurteil könnte mutmaßlich dazu führen, dass Bundesmittel in näherer Zukunft fokussierter und sparsamer fließen. Daher wird die Service GmbH prüfen, wie sie ihr Profil als DIHK-Projektgesellschaft an der Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft im kommenden Jahr weiterentwickeln kann.

Entwicklungen im Geschäftsportfolio:

Im Bereich der PPP-Projekte waren 2023 folgende Entwicklungen relevant

Verlängerung des Auftrages zur Durchführung der Marktoffensive Erneuerbare Energien (Auftrag der dena)

Beendigung der Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand (Zuwendung des BMWK im Rahmen eines Konsortiums mit Deutschland sicher im Netz)

Verlängerung und Weiterentwicklung des Projektes zur Standardisierung und Skalierung von Teilqualifikationen als Teil der deutschen Weiterbildungslandschaft (Zuwendung des BMBF)

Neustart der Servicestelle Lokale Bündnisse für Familie (Auftrag des BMWK)

Fortsetzung der Berufsbildungspartnerschaft Mexiko (Zuwendung des BMZ über die sequa)

Beendigung des Servicestelle für regionale Industrieinitiativen (Auftrag des BMWK)

Verlängerung des AHK-Projektes ProRecognition (Zuwendung des BMBF)

Verlängerung des Projektes Netzwerkunternehmen integrieren Flüchtlinge (Zuwendung des BMWK)

Verlängerung des Projektes Hand in Hand for international Talents (Zuwendung des BMWK)

Verlängerung des Projektes Berufsbildung ohne Grenzen (Zuwendung des Bafa)

Der Umfang dieser Verlängerungen entspricht einem Gesamtbudgetvolumen von 24,7 Mio. € über die Laufzeit.

Ergänzend zu diesen Aktivitäten hat die Service GmbH 2023 ihr Stakeholdermanagement und ihre externe Kommunikation ausgebaut und damit zugleich ihr Profil als leistungsfähige Projektgesellschaft weiterentwickelt. Die monatlich stattfindende Dialogreihe "Macher*innen und Problemlöser*innen", die thematisch bezogen und aus den Projekten heraus Persönlichkeiten aus IHKs, Unternehmen und Wissenschaft vorstellt, zahlte darauf ebenso ein wie der neu entwickelte Quartalsnewsletter, mit dem sich die Gesellschaft ihren Stakeholdern mitteilt. Auch die noch stärkere Ausrichtung der Zuwanderungsprojekte wie "Pro- Recognition 3.0" oder "Hand in Hand for international Talents" auf eine aktive Beteiligung von IHKs und AHKs trägt dazu bei, den Geschäftszweck der Gesellschaft zu erfüllen und dabei zugleich eines der DIHK-Schlüsselthemen auf politischer Ebene zu flankieren.

Mit diesen Maßnahmen trägt die DIHK Service GmbH auch dazu bei,

ihre Zusammenarbeit und ihre Einbettung in die IHK-AHK-Organisation zu festigen

die Kommunikation der Organisation untereinander, aber auch mit externen Stakeholdern zu fördern und

politische Themen und Anliegen der IHK-AHK-Organisation zu transportieren

Der Dienstleistungsbereich IT-Services hat im Jahr 2023 in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Bereichen der DIHK und der DEInternational GmbH in unterschiedlichen IT-Projekten zusammengearbeitet. Hierzu zählen unter anderem die folgenden Projekte:

Mit dem Projekt Entwicklung einer "eAkte" wurde eine vom eGovernment-Gesetz geforderte Maßnahme begonnen.

Weiterentwicklung des digitalen Auftragsdurchlaufs DAD.

Erweiterung des Korruptionspräventionstools um Künstliche Intelligenz.

Technische Konzeption für den Umbau des großen Konferenzsaals Franz von Mendelssohn.

Im Bereich sonstige Dienstleistungen waren 2023 folgende Entwicklungen relevant

Die Bearbeitungsleitstelle im Rahmen des BMWK-Programms zur "Förderung unternehmerischen Know-hows" startete am 1. Januar 2023 unter den Bedingungen einer geänderten Förderrichtlinie und konnte damit erst ab dem 2. Quartal damit beginnen Verwendungsnachweise zu prüfen und abzurechnen. Entsprechend niedriger sind die dort erzielten Entgelte, weil es zwischen den bearbeiteten Anträgen der Leitstelle vs. den abgerechneten Anträgen, welche einen geprüften Verwendungsnachweis des BMWK voraussetzt, zu einer versetzten Abrechnung kommt.

Zudem wurde die Service GmbH durch die DIHK mit folgenden neuen Aufgaben betraut

Kaufmännische Umsetzung der IHK-Ausbildungskampagne

Entwicklung und Vorbereitung des 2024 erstmals stattfindenden IHK-Tages

Personal und Organisation:

Mit Stichtag 31. Dezember 2023 beschäftigt die Service GmbH 107 Mitarbeiter*innen inkl. 1 hauptamtlichen Geschäftsführerin und 1 Prokuristen zzgl. 3 Azubis und 18 Werkstudierende. Es besteht eine Teilzeitquote von 51 %.

Zur gemeinsamen Weiterentwicklung der Gesellschaft als Ganzes sowie ihrer überwiegend jungen Belegschaft haben Geschäftsleitung und Mitarbeitende 2023 gemeinsam

Kompetenzen und Kapazitäten zum Projektcontrolling gestärkt und damit das Profil der Gesellschaft als leistungsfähige Projektentwicklerin weiter geschärft ("wir gehen kompetent und verantwortungsvoll mit öffentlichem Geld um")

in zwei Strategiemeetings das Profil und die Außendarstellung der Gesellschaft hinsichtlich der Fragen "warum gibt es die DIHK Service GmbH, wie erfüllt sie ihren Auftrag und was tut sie konkret" geschärft und der Belegschaft ein Mission Statement gegeben ("Menschen, die etwas bewirken wollen")

ein strukturiertes Weiterbildungsprogramm ("Lernakademie") umgesetzt, in dem Basiswissen (Zuwendungsrecht, Projektmanagement, Datenschutz, Kommunikation) und Skills (Moderation) vermittelt wurden

unter der Überschrift PüZ (projektübergreifende Zusammenarbeit) zahlreiche Sessions durchgeführt, in denen mögliche Projektideen (u.a. zum Thema Berufsorientierung und Unternehmensnachfolge) entwickelt und aktuelle Herausforderungen ("Challenges") in bestehenden Projekten gemeinsam diskutiert wurden

ein "PL-Cafe" möglich gemacht, in dem die Projektleiter*innen der Service GmbH mit externer Supervision Führungsfragen diskutierten und in dem mit der Geschäftsführung Eckpunkte eines gemeinsamen Führungsleitbilds vereinbart wurden

in mehreren Terminen gemeinsam ehrenamtliches Engagement bei der Berliner Bahnhofsmission umgesetzt

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 betrug die Gesamtleistung (Summe der Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) 14.671 TEUR. Die Umsatzerlöse (ohne Bestandsveränderung) lagen bei 14.666 TEUR.

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 14.666 100 11.989 100 2.677 22
Bestandsveränderung 5 0 4 0 1 25
Gesamtleistung 14.671 100 11.993 100 2.678 22
Materialaufwand 6.287 43 4.213 35 2.074 49
Personalaufwand 7.368 50 6.745 56 623 9
Abschreibungen 73 0 68 1 5 7
Sonstiger betrieblicher Aufwand ./. sonstige betriebliche 554 4 566 5 -12 -2
Erträge
Betrieblicher Aufwand 14.282 97 11.592 97 2.690 23
Betriebsergebnis 389 3 401 3 -12 -3
Finanzergebnis -92 -61 -31
Ergebnis vor Steuern 297 340 -43
Ertragsteuern 0 0 0
Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) 297 340 -43

Die Geschäftsbereiche haben sich 2023 wie folgt entwickelt:

Geschäftsbereich PPP-Projekte: In diesem Geschäftsbereich sind 19 Projekte zusammengefasst, die aus öffentlichen Mitteln finanziert bzw. kofinanziert werden. Hier liegen die Umsatzerlöse bei 9.791 TEUR (Vorjahr: 8.759 TEUR) und der Deckungsbeitrag bei 583 TEUR (Vorjahr: 476 TEUR). Der Anstieg ist auf eine höhere Umsetzung von Maßnahmen in den Projekten Unternehmensnetzwerk Klimaschutz (+178 TEUR), Lokale Bündnisse (+106 TEUR), Erstberatung Afrika (+105 TEUR), Skills Experts Koordinierungsstelle (+102 TEUR) sowie dem Projekt Young Energie Europe (+100 TEUR) zurückzuführen.

Geschäftsbereich Dienstleistungen: In diesem Bereich wurden 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 4.874 TEUR (Vorjahr: 3.230 TEUR) und ein Deckungsbeitrag von 461 TEUR (Vorjahr: 426 TEUR) erwirtschaftet.

Im Einzelnen resultiert dies aus folgenden Entwicklungen:

Im Verlag wurden Umsatzerlöse in Höhe von 566 TEUR (Vorjahr: 514 TEUR) generiert. Der Deckungsbeitrag beträgt 347 TEUR (Vorjahr: 314 TEUR).

Die Bearbeitungsleitstelle erzielte Umsatzerlöse in Höhe von 300 TEUR (Vorjahr: 312 TEUR) und einen Deckungsbeitrag von 40 TEUR (Vorjahr: 56 TEUR). Der Rückgang ist auf eine Absenkung der Anträge bei zugleich steigenden Personalkosten zurückzuführen.

Der Bereich IT-Projekte erwirtschaftete Umsatzerlöse in Höhe von 706 TEUR (Vorjahr: 635 TEUR) und einen Deckungsbeitrag von 31 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR).

Die Umsatzerlöse im Projektfeld "Abrechnung" betrugen 2.547 TEUR (Vorjahr: 1.207 TEUR) bei einem Deckungsbeitrag von 10 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR).

Die Personalaufwendungen liegen bei 7.368 TEUR (Vorjahr: 6.745 TEUR). Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus Gehaltsanpassungen sowie den Personalzugängen in dem Projekt IHK Netzwerkbüros Afrika und dem Bereich Controlling sowie IT-Dienstleistung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen bei 658 TEUR (Vorjahr: 706 TEUR).

Ertragsteuern sind aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft bei der DIHK ausgewiesen.

Die Gesellschaft weist einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von 297 TEUR (Vorjahr: 340 TEUR) aus.

Vermögenslage

Die immateriellen Vermögensgegenstände betragen 202 TEUR (Vorjahr: 485 TEUR), die mit erhaltenen Zuschüssen in Höhe von 160 TEUR (Vorjahr: 382 TEUR) verrechnet wurden. Der Rückgang der immateriellen Vermögensgegenstände im Vergleich zum Vorjahr resultiert daraus, dass die Zugänge abzüglich der Zuschüsse niedriger sind als die Abschreibungen im Jahr 2023.

Das Umlaufvermögen setzt sich aus Vorräten in Höhe von 224 TEUR (Vorjahr: 152 TEUR), Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 2.850 TEUR (Vorjahr: 1.848 TEUR) und liquiden Mitteln in Höhe von 3.139 TEUR (Vorjahr: 4.321 TEUR) zusammen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1.046 TEUR (Vorjahr: 314 TEUR) sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.791 TEUR (Vorjahr: 1.520 TEUR). Die deutliche Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert aus den üblicherweise zum letzten Bankarbeitstag zu erwartenden Zuwendungsmittel (Forderungen ggü. Zuwendungsgebern 796 TEUR / Vorjahr: 3 TEUR), die erst am 02.01.2024 eingegangen sind. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren insbesondere aus den zugesagten Eigenanteilen der DIHK für die Zuwendungsprojekte von 1.128 TEUR (Vorjahr: 952 TEUR), aus der Abrechnung des Managementvertrages für das 4. Quartal von 608 TEUR (Vorjahr: 509 TEUR) sowie aus diversen konzerninternen Leistungen von 49 TEUR (Vorjahr: 59 TEUR).

Die Rückstellungen liegen bei 2.431 TEUR (Vorjahr: 2.096 TEUR) und betreffen insbesondere Rückstellungen für Rückzahlungsrisiken bei den Zuwendungsprojekten in Höhe von 1.802 TEUR (Vorjahr: 1.609 TEUR), Personalrückstellungen von 374 TEUR (Vorjahr: 294 TEUR) sowie ausstehende Rechnungen von 174 TEUR (Vorjahr: 116 TEUR). Der Anstieg bei den Rückzahlungsrisiken ist im Wesentlichen bedingt durch das gestiegene Projektvolumen der Gesellschaft für laufende und vergangene Projekte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen die Ergebnisabführung in Höhe von 297 TEUR (Vorjahr: 340 TEUR) an die DIHK sowie 304 TEUR (Vorjahr: 397 TEUR) aus der steuerlichen Organschaft.

Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist stabil. Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von 3.139 TEUR (Vorjahr: 4.321 TEUR). Die liquiden Mittel betreffen in voller Höhe Kontokorrentguthaben der Gesellschaft. Eine Kontokorrentlinie gibt es nicht.

Der Bestand an liquiden Mitteln und ein aktives Liquiditätsmanagement sorgen dafür, dass die Gesellschaft jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann.

Die Veränderung der Finanzmittel kann der nachfolgenden Darstellung entnommen werden.

2023 2022
TEUR TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.140 666
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -202 -485
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 160 382
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (1-3) -1.182 563
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.321 3.758
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.139 4.321

Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+733 TEUR) und der Reduzierung der passiven Rechnungsabgrenzungsposten, die um 253 TEUR gegenüber dem Vorjahr gesunken sind. Ferner haben sich die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen (-136 TEUR), die sich aus der Umsatzsteuermeldung ergeben, ggü. dem Vorjahr reduziert.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist negativ und resultiert aus den Investitionen in das Anlagevermögen. Abgänge, durch die Erlöse erzielt wurden, gab es im Geschäftsjahr 2023 nicht.

Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement

Das allgemeine Risikomanagement basiert auf einer zeitnahen Überwachung sämtlicher wesentlicher Geschäftsvorfälle durch die Geschäftsführung. Die Service GmbH berichtet im Rahmen der Quartalsberichterstattung des Gesellschafters über die Finanz- und Ertragslage.

Das Risikomanagement im Bereich der PPP-Projekte und der sonstigen Dienstleistungen besteht aus der laufenden Überwachung des Projektgeschäftes durch das Projektcontrolling und den Justiziar.

Im Bereich der organisatorischen Risiken wurde mit der Bestellung eines externen Dienstleisters dem Risiko potenzieller Verstöße im Bereich des Datenschutzes entgegengewirkt.

Risiken im Bereich Märkte und Kunden

Die Service GmbH operiert als Tochter der DIHK im Bereich des sogenannten abgeleiteten Geschäfts. Insbesondere in ihrem Projektgeschäft nutzt sie dafür Mittel öffentlicher Auftrags- bzw. Zuwendungsgeber sowie Eigenmittel der DIHK. Ihre Möglichkeiten, Zuwendungs- oder Auftragsprojekte zu generieren, konzentrieren sich auf folgende Bereiche:

Projekte und Dienstleistungen, die gemeinsame Ziele der Bundesregierung, der IHK-Organisation und des AHK-Netzwerks verfolgen, für beide einen relevanten Nutzen erzeugen und durch die Service GmbH umgesetzt werden können,

Projekte und Dienstleistungen, die für die DIHK, IHKs bzw. AHKs einen relevanten Nutzen stiften.

Mit Blick auf das eingangs erwähnte Bundesverfassungsgerichtsurteil, dem daraus mutmaßlich resultierenden Spardruck der Bundesregierung sowie der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung könnten sich möglicherweise

Volumina der zur Verfügung stehenden Bundesmittel für Projekte in vielen Bereichen künftig eher reduzieren

Zeit- und Know-how-Aufwand zur Beantragung und Abrufung von neuen Mitteln eher erhöhen

Fristen, für die Bundesmittel beantragt werden können, verringern

Zeiträume verlängern, in denen unsicher ist, ob Projekte fortgeführt werden können und in denen Personalkosten überbrückt werden müssen, die zum Halten von Personal und Know-how erforderlich sind

Bei ihren "organisationsinternen" Aktivitäten, die einen relevanten Nutzen für DIHK, IHKs und AHKs stiften, und für die die Service GmbH meist durch die DIHK beauftragt wird, steht die Gesellschaft vor der Aufgabe, im Zusammenspiel der DIHK-Töchter ihre "internen" Kunden zu überzeugen.

Risiken im Finanz- und Projekt-Controlling

Die Service GmbH agiert mit ihrem PPP-Schwerpunkt in einem Bereich, der aufgrund der Spezifik zuwendungsrechtlicher Vorgaben und langer Prüffristen nicht nur spezielle Expertise, sondern auch eine hohe personelle Kontinuität erfordert. Umso erfreulicher ist es, dass der Gesellschaft mit der Einstellung einer Junior-Controllerin und einer neuen Controllerin eine erkennbar glückliche Nachfolgelösung gelungen ist.

Spezielle Risiken im Bereich der PPP-Projekte bestehen zudem in möglichen Rückzahlungsansprüchen von Bundesmitteln. Sie sind in der Vergangenheit in unterschiedlichem Ausmaß eingetreten, oftmals lange nachdem Projekte bereits abgeschlossen waren. Risiken ergeben sich zudem aus der Komplexität und den sich tendenziell verändernden Regeln, nach denen Zuwendungen verausgabt werden können. Auch die unterschiedliche Interpretation von Anforderungen innerhalb der Zuwendungspraxis im Zeitverlauf begründet ein nicht unerhebliches Risiko, dem mit einer Rückstellung für Rückzahlungsrisiken Rechnung getragen wird. Auch die geltenden Nachprüfungsfristen durch den Bundesrechnungshof (bis zu fünf Jahren nach Einreichung des Verwendungsnachweises) und damit ggf. verbundene Rückforderungen bilden ein nicht unerhebliches nachwirkendes Risiko.

Personelle Risiken

Die Gesellschaft operiert im Bereich der Projekte überwiegend mit befristeten Verträgen. Dies erhöht die Flexibilität der Gesellschaft und ermöglicht es, den Schwankungen des Projektgeschäftes Rechnung zu tragen. Hieraus ergibt sich das Risiko, besonders qualifizierte Kräfte aufgrund der befristeten Perspektive vorzeitig zu verlieren. Ein weiteres Risiko ergibt sich durch mögliche Änderungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes und damit einhergehender Einschränkungen für die personelle Besetzung von zukünftigen Projekten bzw. Verlängerung von Projekten.

Um ihr aktuelles Geschäftsmodell nachhaltig weiter entwickeln zu können, überprüft die Service GmbH kontinuierlich, inwieweit die bestehende Einstellungspraxis tragfähig ist und welche personellen Entwicklungsmöglichkeiten bestehen. Parallel dazu wurde gerade auch im vergangenen Jahr ein flexiblerer Einsatz von Mitarbeiter*innen in unterschiedlichen Arbeitsbereichen und Projekten in der Service GmbH praktiziert, was von den betroffenen Beschäftigten durchgehend als Wertschätzung und Weiterentwicklungsmöglichkeit wahrgenommen wurde.

Die Praxis, Mitarbeiter*innen zeitweise in anderen Projekten einzusetzen, wird im Rahmen gesetzlicher und zuwendungsrechtlicher Vorgaben weitergeführt werden. Diese Praxis wird im laufenden Risikomanagement laufend durch die Geschäftsführung überprüft.

Organisatorische Risiken

Angesichts vieler Aktivitäten der Service GmbH, bei denen mit personenbezogenen Daten gearbeitet wird, steht die Gesellschaft weiter vor der Herausforderung, die DSGVO umzusetzen und die damit verbundenen Risiken im Umgang mit personenbezogenen Daten zu minimieren. Hier hat die Gesellschaft die bestehenden Maßnahmen im Bereich Datenschutz- und Informationsmanagement im Einklang mit der Muttergesellschaft weiter ausgebaut und beauftragt dafür derzeit einen externen Dienstleister, der mit dem Justiziar eng zusammenarbeitet. Auch die kontinuierliche Weiterbildung und Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen und insbesondere auch des Datenschutzbeauftragen steht dabei im Fokus.

Chancenbetrachtung

Um die Chancen der Gesellschaft zu nutzen, wird die Geschäftsführung 2024 ausgehend von ihrem geschärften Profil die Alleinstellungsmerkmale der Gesellschaft nutzen und dabei folgende Schwerpunkte setzen:

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft auf den Prüfstand stellen

Mit Blick auf die aktuelle Haushaltssituation des Bundes wird die Gesellschaft 2024 gezielt analysieren, welche alternativen Mittelgeber denkbar sind, um bestehende und neue Projektideen umzusetzen - und unter welchen Voraussetzungen. Dabei werden das im vergangenen Jahr neu aufgestellte Projektcontrolling und Justiziariat ebenso wie ausgewählte Projektleitungen eine zentrale Rolle spielen. Parallel dazu werden die Maßnahmen der externen Kommunikation mit Blick auf potenzielle neue Mittelgeber geschärft.

2. Bestehende Projekte weiterentwickeln und politische Schlüsselthemen, bei denen die Umsetzungskompetenz der Service GmbH gefragt sein könnte, auf bestehende Projektchancen überprüfen

Gleichfalls mit Blick auf die aktuelle Haushaltssituation des Bundes stehen 2024 neben den aktuell in Verlängerung befindlichen Projekten "Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge", "Hand in Hand for international Talents" und "Berufsbildung ohne Grenzen" erneut die "Marktoffensive Erneuerbare Energien", "Young Energy Europe", "Unternehmen Berufsanerkennung", "Chambers for GreenTech", das "Unternehmensnetzwerk Klimaschutz", das "Netzwerkbüro Erfolgsfaktor Familie" und "Unternehmen Biologische Vielfalt" zur Verlängerung an. Weiterhin hat die Gesellschaft ein Projektvorhaben im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative vorgeschlagen und Pläne entwickelt, wie das Unternehmensnetzwerk Klimaschutz sein Themenspektrum um das Thema Kreislaufwirtschaft erweitern kann.

3. Zusammenhalt und (digitale) Kompetenzen der überwiegend jungen Belegschaft nutzen und fördern sowie die Arbeitgebermarke stärken

Das Modell der projektübergreifenden Zusammenarbeit (PüZ) wird 2024 fortgeführt und innovative Ideen aus der Belegschaft aufgegriffen und umgesetzt. Gleiches gilt für die DIHK Service GmbH Lernakademie, in der passgenaue und belegbare Fortbildungsformate für die Mitarbeiter*innen der Service GmbH durchgeführt werden.

4. IHK-AHK-Anbindung der Gesellschaft und ihrer Projekte stärken

Neben der Durchführung von Veranstaltungen der Projekte bei IHKs, dem Abschluss von Projekt-Patenschaften mit IHK-Hauptgeschäftsführer*innen, der Beteiligung von IHKs in Projektbeiräten und der Positionierung von IHK-Vertreter*innen in der Dialogreihe Macher*innen und Problemlöser*innen sollen in 2024 mit den Projektverantwortlichen weitere Kooperationsformen mit IHKs konzipiert werden. Dafür soll eine Befragung der Projektverantwortlichen durchgeführt und eines der Strategietreffen genutzt werden.

5. Verlagsmanagement neu aufsetzen

Nachdem 2023 der Verlag mit Blick auf Geschäftsmodell, Potenziale, Verankerung und Arbeitsweise durch den neu eingestellten Justiziar analysiert wurde, soll er 2024 nun mit Hilfe eines (zunächst temporär) neu eingestellten Verlagsmanagers auf neue Füße gestellt werden. Ziel ist es, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das nah am DIHK-KOM-Bereich (Abteilung für Kommunikation) und zugleich nah an den Projekten der Service GmbH für diese Produkte und Dienstleistungen entwickelt, die Mehrwerte für DIHK, IHKs, AHKs sowie für die Mitgliedsunternehmen ermöglicht. Ob und inwieweit diese Dienstleistungen auch Teil der DIHK Service GmbH-Projekte sein können, ist zu überprüfen.

6. Beiträge der Gesellschaft zur Stärkung der Gesamtorganisation umsetzen

Hier steht zuvorderst die Umsetzung des ersten IHK-Tages durch die Service GmbH an, aber auch die Unterstützung von weiteren DIHK-Aktivitäten, die im Rahmen der Projekte möglich sind, insbesondere die projektseitige Unterstützung von Veranstaltungen im Rahmen des DIHK-Fokus #GemeinsamEnergiewendeBegleiten oder Kooperationen, wie z.B. Maßnahmen zur praktischen Umsetzung der Kooperation zwischen DIHK und Goethe-Institut im Rahmen der Zuwanderungsprojekte "ProRec" und "Hand in Hand for International Talents".

Prognosebericht

Die künftige Entwicklung der Gesellschaft wird in der Gesamtschau vorsichtig positiv eingeschätzt. Jenseits der Entwicklung bestehender Projekte sollen neue Optionen für Projektaktivitäten der Gesellschaft geprüft werden.

Sollten die noch ausstehenden Projektverlängerungen für "Netzwerkunternehmen integrieren Flüchtlinge", "Willkommenslotsen" und "Hand in Hand for international Talents" wie geplant eintreten - davon ist zu diesem Zeitpunkt auszugehen - ist für das Geschäftsjahr 2024 von leicht steigenden Umsatzerlösen zwischen 2 % und 5 % gegenüber dem Vorjahr auszugehen.

Für 2024 erwartet die Geschäftsführung nach derzeitigem Kenntnisstand ein ausgeglichenes Ergebnis.

 

Berlin, den 5. Februar 2024

gez. Dr. Achim Dercks, Geschäftsführer

gez. Sofie Geisel, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DIHK Service GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DIHK Service GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DIHK Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen, aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 6. Februar 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Hendrik Jung, Wirtschaftsprüfer

gez. Regine Hoffmann, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses

In der Gesellschafterversammlung vom 3. September 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

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