Aquila Capital Management GmbHLiquidiert

Valentinskamp 70, 20355 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 103708
Vorher
Aquila Capital Management GmbHAquila Management GmbHAQ Management GmbH
Eingetragen
4.1.2008
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist das Erbringen von Dienstleistungen jedweder Art für verbundene Unternehmen der Aquila Gruppe sowie Dritte, wie insbesondere die Bereitstellung von Büroservice und infrastruktur, Buchhaltungsdienstleistungen, Forderungsmanagement sowie das Halten von Beteiligungen. Darüber hinaus werden Tätigkeiten im Bereich der Projektentwicklung ausgeübt, insbesondere der Erwerb und die Veräußerung von Grundstücken, die Errichtung von Gebäuden jeglicher Art, die Verwaltung eigenen und fremden Grundbesitzes sowie die Verwaltung eigenen und, soweit dies erlaubnisfrei ist, fremden Vermögens und die Durchführung aller dem Gesellschaftszweck dienlichen Geschäfte. Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Begleitung und Unterstützung von Gesellschaften (z.B. Kapitalverwaltungsgesellschaften) durch Managementleistungen in Bezug auf die Auflage von Finanzprodukten im Bereich der Sachwerte sowie Eigeninvestitionen in diese Finanzprodukte. Hierzu gehören die Identifikation von Assets und die Investmentstrukturierung, wie die Verhandlung von Transaktionen, Bankverhandlungen, Due Diligence sowie sämtliche weitere Handlungen, die für die Auflage von Finanzprodukten im Bereich der Sachwerte erforderlich sind. Schließlich umfasst der Unternehmensgegenstand Tätigkeiten nach § 34c Abs. 1 S. 1 Nr. 1, 2 sowie Nr. 3a und 3b GewO.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Aquila Capital Management GmbH (vormals: AQ Management GmbH)

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Anlagen

Jahresabschluss

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Lagebericht

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Aquila Capital Management GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Emsdetten, 13. Juli 2018

Stolze - Dr. Diers - Beermann GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Prof. Dr. Diers, Wirtschaftsprüfer

Prof. Dr. Fischbach, Wirtschaftsprüfer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeldlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 457.650,00 287.575,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 498.038,00 622.524,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 12.500,00 12.500,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 346.364,38 358.864,38 339.764,38 352.264,38
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Unfertige Leistung 7.257.569,01 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.855.576,58 119.092,86
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 19.813.730,66 21.785.305,41
- davon gegen Gesellschaften: EUR 75.641,21 (Vorjahr: EUR 72.258,16)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 996.498,28 28.665.805,52 1.053.666,48 22.958.064,75
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.051.673,84 6.509.713,01
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 189.955,15 138.651,50
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 0,00 88.948,38
45.479.555,90 30.957.741,02

PASSIVA

31.12.2016 31.12.2015
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
1. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
2. Kapitalrücklage 3.439.189,10 3.200.000,00
3. Verlust-/Gewinnvortrag -265.065,95 -413.918,54
4. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -1.033.239,28 2.165.883,87 148.852,59 2.959.934,05
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 3.025.026,01 0,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.418.383,34 5.443.409,35 710.090,32 710.090,32
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Anleihen 16.029.508,19 18.333.102,74
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.200.471,67 714.332,91
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.530.310,49 7.985.574,20
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.109.972,33 254.476,80
- davon aus Steuern: EUR 135.624,27 (Vorjahr: EUR 117.235,39)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 74.612,74(Vorjahr: EUR 1.572,33) 37.870.262,68 27.287.486,65
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 230,00
45.479.555,90 30.957.741,02

Gewinn- und Verlustrechnung

2016 2015
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 41.046.794,68 490.887,41
2. Bestandsveränderung 3.767.635,71 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 833.909,24 12.722.593,98
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.627.735,95 485.661,93
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.723.577,37 4.506.739,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 1.033.810,70 9.757.388,07 578.540,71
- davon für Altersversogung: EUR 21.772,33 (Vorjahr: EUR 7.509,66)
6. Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 466.465,51 440.826,61
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.864.216,97 6.529.600,73
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 134.568,29 98.721,10
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 91.460,08 (Vorjahr: EUR 83.138,55)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.150.901,32 630.310,49
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 791.124,48 (Vorjahr: EUR 617.195,49)
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.916.200,10 140.522,30
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.947.696,38 -89.044,00
12. Sonstige Steuern 1.743,00 80.713,71
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.033.239,28 148.852,59

ANHANG für das Geschäftsjahr 2016

Aquila Capital Management GmbH (vormals AQ Management GmbH)

Hamburg

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Aquila Capital Management GmbH (vormals: AQ Management GmbH) hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HR B 103708 eingetragen.

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft entsprechend § 267 Abs. 3 i.V.m. § 267 Abs. 4 S. 2 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Zum 1. Januar 2016 wurden die alcazaa advertising GmbH, die Aquila Capital Investment GmbH und die Aquila Capital Project Development GmbH auf die Aquila Capital Management GmbH verschmolzen. Deshalb ist die Vergleichbarkeit der Beträge des Geschäftsjahres mit den Beträgen des Vorjahres eingeschränkt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr auf die ab 2016 gültigen Neuregelungen des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) umgestellt. Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde dahingehend angepasst, dass die durch das BilRUG weggefallenen Posten gestrichen wurden. Die Vorjahreszahlen wurden - soweit gesetzlich vorgesehen - angepasst. Für die Neudefinition der Umsatzerlöse ist eine Anpassung der Vorjahreszahl nicht vorgesehen. Dies gilt ebenso für die im Zusammenhang mit diesen Umsatzerlösen bezogenen Leistungen. Insofern ist sind die Vorjahresbeträge nicht vergleichbar.

Die Weiterbelastungen (Konzernumlage) bzw. die sonstigen betrieblichen Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.088 (im Vorjahr TEUR: 12.432) werden gemäß BilRUG als Umsatzerlöse ausgewiesen. Im Vorjahr hätten sich bei Anwendung der Vorschriften des BilRUG Umsatzerlöse von TEUR 12.923 ergeben. Korrespondierend hierzu werden bezogene Leistungen im Zusammenhang mit diesen Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 2.342 (Vorjahr: TEUR 5.993) als Materialaufwand ausgewiesen.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Änderungen ergeben sich aufgrund der mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2016 erfolgten Verschmelzungen der alcazaa advertising GmbH, der Aquila Capital Investment GmbH und der Aquila Capital Project Development GmbH auf die Aquila Capital Management GmbH. Hierdurch sind die Vermögensgegenstände und Schulden dieser Gesellschaften auf die Aquila Capital Management GmbH übertragen worden. Die Anteile an den verschmolzenen Gesellschaften wurden von der Aquila Capital Holding GmbH und der AQ Holding GmbH gehalten und sind im Rahmen der Verschmelzungen untergegangen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden der verschmolzenen Gesellschaften sind zu Buchwerten von der Aquila Capital Management GmbH übernommen worden.

Die Vorjahreszahlen der Aquila Capital Management zum 31. Dezember 2015 sind aufgrund der Verschmelzungen zum 1. Januar 2016 nur eingeschränkt mit den zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Zahlen vergleichbar. Zur Herstellung einer besseren Vergleichbarkeit sind nachfolgend die Bilanzen der untergegangenen Gesellschaften zum 31. Dezember 2015 sowie die Gewinn- und Verlustrechnung der Aquila Capital Investment GmbH für das Geschäftsjahr 2015, in verkürzter Form sowie vor etwaigen Konsolidierungsmaßnahmen, dargestellt. Auf eine Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnungen der alcazaa advertising GmbH und der Aquila Capital Project Development GmbH wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

alcazaa advertising GmbH

AKTIVA

31.12.2015
TEUR
A. Anlagevermögen 16
B. Umlaufvermögen 12
C. Nicht durch Eigenkaptial gedeckter Fehlbetrag 157
185

PASSIVA

31.12.2015
TEUR
A. Eigenkapital 0
B. Rückstellungen 6
D. Verbindlichkeiten 179
185

Aquila Capital Investment GmbH

AKTIVA

31.12.2015
TEUR
A. Anlagevermögen 18
B. Umlaufvermögen 6.342
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23
C. Aktive latente Steuern 199
6.582

PASSIVA

31.12.2015
TEUR
A. Eigenkapital 363
B. Rückstellungen 2.801
C. Verbindlichkeiten 3.418
6.582

Aquila Capital Project Development GmbH

AKTIVA

31.12.2015
TEUR
A. Umlaufvermögen 173
B. Rechnungsabgrenzungsposten 2
175

PASSIVA

31.12.2015
TEUR
A. Eigenkapital 33
B. Rückstellungen 5
C. Verbindlichkeiten 137
175

Aquila Capital Investment GmbH

2015
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG TEUR
Umsatzerlöse 29.171
Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 271
Sonstige betriebliche Erträge 75
Materialaufw and 8.606
Personalaufw and 3.712
Abschreibungen 7
Sonstige Aufwendungen 13.391
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8
Steuern 1.227
Jahresüberschuss 2.567

Immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis Euro 410,00 werden im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Aus Wesentlichkeitsgründen wurden diese steuerlichen Bewertungsmethoden für die geringwertigen Wirtschaftsgüter auch für Zwecke des handelsrechtlichen Abschlusses beibehalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert bewertet. Liquide Mittel in Fremdwährung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite der Bilanz Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages zur Abdeckung erkennbarer Risiken und ungewissen Verpflichtungen angesetzt. Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Im Zinsergebnis werden ausschließlich die auf das Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Aufzinsung von Rückstellungen ausgewiesen, Erträge und Aufwendungen aufgrund Änderungen des Rechnungszinses werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. im Personalaufwand oder in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst (§ 277 Abs. 5 HGB).

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

2. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die unfertigen Leistungen betreffen angefallene Aufwendungen für Projekte, welche noch nicht im Geschäftsjahr abgerechnet wurden. Sie werden entsprechend § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Sie beinhalten direkt zurechenbare Einzelkosten, angemessene Gemeinkosten, den Werteverzehr des Anlagevermögens sowie angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung. Zinsen für Fremdkapital sowie Vertriebskosten werden nicht einbezogen. Übersteigen am Abschlussstichtag die aktivierten Kosten zuzüglich der noch zu erwartenden Kosten auf Vollkostenbasis die erwarteten Erlöse, werden die unfertigen Leistungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB abgeschrieben.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundenen betreffen mit TEUR 8.162 Darlehen und aufgelaufene Zinsen. Forderungen von TEUR 1.907 wurden gestundet. Sie haben eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Avale mit TEUR 365, Darlehen mit TEUR 198 und Kautionen mit TEUR 168 enthalten.

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Die Kapitalrücklage ist durch Verschmelzungen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 239 auf TEUR 3.439 angestiegen.

Die Steuerrückstellungen betreffen mit TEUR 1.572 Gewerbesteuer und mit TEUR 1.453 Körperschaftsteuer für 2016

Die sonstigen Rückstellungen betreffen mit TEUR 2.341 Personalrückstellungen und mit TEUR 77 Jahresabschluss- und Prüfungskosten.

Die Anleihen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 1.601 nachlaufende Kreditorenrechnungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 6.371,21 (Vorjahr: Euro 7.561,13).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von Euro 9.630,84 (Vorjahr: Euro 13.160,25).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 6.694 Einstellungen in die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten mit TEUR 19 Diskonterträge. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 360 Diskontaufwendungen.

Sonstige Angaben

1. Namen der Geschäftsführer

Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Jost Rodewald (Dipl.-Ökonom)
Vertretungsbefugnis: Gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen. Von den Beschränkungen gem. § 181 BGB befreit.
Geschäftsführer: Marc-Aurel Kaiser (Ökonom) (ab 08.09.2016)
Vertretungsbefugnis: Gemeinsam mit einem anderen Geschäftsführer oder einem Prokuristen. Von den Beschränkungen gem. § 181 BGB befreit.

Es wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 98 Angestellte beschäftigt. Mitglieder der Geschäftsleitung sind hierbei nicht berücksichtigt.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Büroflächen und Parkplätze in Höhe von TEUR 5.279 (davon innerhalb eines Jahres fällig TEUR 1.301). Aus Kfz Leasingverträgen ergeben sich darüber hinaus sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 137 (davon innerhalb eines Jahres fällig TEUR 136).

3. Beteiligungen

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB wurde Gebrauch gemacht.

4. Abschlussprüferhonorare

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 30.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt Euro 1.033.239,28 und ist auf neue Rechnung vorzutragen.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Verlustvortrages in Höhe von Euro 265.065,95 ergibt sich ein Bilanzverlust von Euro 1.298.305,23, der zu verwenden ist.

6. Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 der Aquila Holding GmbH, Hamburg, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

7. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahrs ging die Gesellschaft Haftungsverhältnisse in Form von zwei Patronatserklärung über insgesamt TEUR 1.775 ein. Es wird nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen.

8. Unterschrift der Geschäftsführung

 

Hamburg, den 12. Juli 2018

Jost Rodewald

Marc-Aurel Kaiser

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten
01.01.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeldlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 647.487 311.122 23.996 934.612
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.273.511 218.160 0 2.491.670
III. Finanzanlagen 352.264 482.295 475.695 358.864
1. Beteiligungen 12.500 0 0 12.500
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 339.764 482.295 475.695 346.364
Abschreibungen
01.01.2016 Zugänge Abgänge 31.12.2016
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeldlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 359.912 123.820 6.769 476.962
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.650.986 342.646 0 1.993.632
III. Finanzanlagen 0 0 0 0
1. Beteiligungen 0 0 0 0
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
Restbuchwerte
31.12.2016 31.12.2015
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeldlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Software 457.650 287.575
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 498.038 622.524
III. Finanzanlagen 358.864 352.264
1. Beteiligungen 12.500 12.500
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 346.364 339.764

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2016

Aquila Capital Management GmbH (vormals AQ Management GmbH)

Hamburg

LAGEBERICHT

A. Grundlagen des Unternehmens

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage des Unternehmens

a. Ertragslage

b. Vermögens- und Finanzlage

c. Leistungsindikatoren

d. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

4. Vergütungsbericht

C. Chancen- und Risikobericht

1. Überblick

2. Chancen

3. Risiken

4. Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht

D. Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Aquila Capital Management GmbH (im Folgenden: "Gesellschaft" oder "AC Management") wurde 2008 mit Sitz in Hamburg gegründet.

Bis zum Geschäftsjahr 2015 hat die Gesellschaft in erster Linie administrative Managementaufgaben innerhalb der Aquila Gruppe (Aquila Holding GmbH, Hamburg, und ihre nach § 271 Abs. 2 HGB verbundenen Unternehmen; im Folgenden: "Aquila Gruppe" oder "Unternehmensgruppe") übernommen. Die Aquila Gruppe wurde 2001 gegründet und entwickelt seitdem innovative Investmentlösungen für liquide Alternative Investments und Sachwertinvestitionen für institutionelle Investoren weltweit, mit Schwerpunkt in Europa.

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2016 erfolgten Verschmelzungen der alcazaa advertising GmbH (im Folgenden alcazaa), der Aquila Capital Investment GmbH (im Folgenden AC INV) und der Aquila Capital Project Development GmbH (im Folgenden AC Proj Dev) auf die Aquila Capital Management GmbH. Hierdurch sind die Vermögensgegenstände und Schulden dieser Gesellschaften auf die Aquila Capital Management GmbH übertragen worden. Die Eintragung der Verschmelzungen in das Handelsregister erfolgte am 5. September 2016.

Im Rahmen der Aquila-Gruppe betätigte sich die AC INV in der Begleitung und Unterstützung von Gesellschaften (z.B. Kapitalverwaltungsgesellschaften) insbesondere durch Managementleistungen in Bezug auf die Auflage von Finanzprodukten im Bereich der Sachwerte sowie die Durchführung von Sachwertprojekten. Hierzu gehören die Identifikation von Assets und die Investmentstrukturierung, wie die Verhandlung von Transaktionen, Bankverhandlungen, Due Diligences sowie sämtliche weitere Handlungen, die für die Auflage von Finanzprodukten im Bereich der Sachwerte erforderlich sind; einschließlich Leistungen im Zusammenhang mit Grundstücken und grundstückgleichen Rechten sowie die Anlagevermittlung i.S.d. § 1 Abs. 1a S. 2 Nr. 1 KWG als vertraglich gebundener Vermittler i.S.d. § 2 Abs. 10 KWG der Aquila Capital Concepts GmbH, Hamburg. Diese Geschäftstätigkeit ist im Rahmen der o.g. Verschmelzung im Geschäftsjahr auf die Gesellschaft übergegangen. Die Gesellschaft hat sich somit im Geschäftsjahr zu der zentralen Gesellschaft in Bezug auf Managementaufgaben innerhalb der Aquila Gruppe entwickelt.

Die entwickelten Anlagestrategien der Aquila Gruppe, welche von den langfristigen demografischen und strukturverändernden Trends der Weltwirtschaft seit Beginn des neuen Jahrhunderts getragen werden und nachhaltige und volkswirtschaftlich sinnvolle Erträge generieren, weisen eine geringe Korrelation mit traditionellen Assetklassen auf. Aktuell widmen sich neun Teams in den Bereichen Alternative Investments und Sachwertanlagen der Umsetzung solcher Investmentkonzepte. Dazu zählen u.a. maßgeschneiderte Spezialfondskonzepte für die Sachwertbereiche Erneuerbare Energien, Infrastruktur, Land- und Forstwirtschaft und Immobilien. Diese Konzepte bilden die sog. Real Asset Group.

Die Gesellschaft ist eine 100%-Tochtergesellschaft der AQ Holding GmbH, Hamburg. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde die AQ Holding GmbH, Hamburg, auf die Aquila Capital Holding GmbH, Hamburg, verschmolzen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 6. September 2017.

Die Vorjahreszahlen der Aquila Capital Management zum 31. Dezember 2015 sind aufgrund der Verschmelzungen zum 1. Januar 2016 nur eingeschränkt mit den zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Zahlen vergleichbar. Zur Herstellung einer besseren Vergleichbarkeit sind nachfolgend die Bilanzen der untergegangenen Gesellschaften zum 31. Dezember 2015 sowie die Gewinn- und Verlustrechnung der Aquila Capital Investment GmbH für das Geschäftsjahr 2015, in verkürzter Form sowie vor etwaigen Konsolidierungsmaßnahmen, dargestellt. Auf eine Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnungen der alcazaa advertising GmbH und der Aquila Capital Project Development GmbH wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.

alcazaa advertising GmbH

AKTIVA

31.12.2015
TEUR
A. Anlagevermögen 16
B. Umlaufvermögen 12
C. Nicht durch Eigenkaptial gedeckter Fehlbetrag 157
185

PASSIVA

31.12.2015
TEUR
A. Eigenkapital 0
B. Rückstellungen 6
D. Verbindlichkeiten 179
185

Aquila Capital Project Development GmbH

AKTIVA

31.12.2015
TEUR
A. Umlaufvermögen 173
B. Rechnungsabgrenzungsposten 2
175

PASSIVA

31.12.2015
TEUR
A. Eigenkapital 33
B. Rückstellungen 5
C. Verbindlichkeiten 137
175

Aquila Capital Investment GmbH

AKTIVA

31.12.2015
TEUR
A. Anlagevermögen 18
B. Umlaufvermögen 6.342
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23
C. Aktive latente Steuern 199
6.582

PASSIVA

31.12.2015
TEUR
A. Eigenkapital 363
B. Rückstellungen 2.801
C. Verbindlichkeiten 3.418
6.582

Aquila Capital Investment GmbH

2015
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG TEUR
Umsatzerlöse 29.171
Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 271
Sonstige betriebliche Erträge 75
Materialaufwand 8.606
Personalaufwand 3.712
Abschreibungen 7
Sonstige Aufw endungen 13.391
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8
Steuern 1.227
Jahresüberschuss 2.567

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft ist in 2016 mit einem Wachstum von 2,3 % unter den Erwartungen und dem Wachstum des Vorjahres von 2,4 % geblieben (vgl. Weltbank, Januar 2017). Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus geringeren Wachstumsraten und niedriger Inflation in den führenden Industrieländern (1,6 %, im Vorjahr 1,7 %), durchwachsenen Investitionen, einem stagnierenden Produktivitätswachstum und reduziertem weltweiten Handel. Die Emerging Markets sind entsprechend der Erwartungen in 2016 um 3,4% gewachsen.

Unverändert zum Vorjahr bestimmten geopolitische Spannungen, eine gestiegene Unsicherheit in Bezug auf mögliche politische Richtungswechsel, die mäßigen Wachstumserwartungen und eine zunehmende divergente Geldpolitik die Entwicklung an den Finanzmärkten. Der DAX 30 stieg in 2016 um 7 % (Vorjahr +10 %), der Nikkei 225 Index blieb unverändert (Vorjahr 9 %), der MSCI World Index stieg um 5,3 % (Vorjahr -2,7 %), der Dow-Jones-Index stieg um 15,2 % (Vorjahr -2 %) und der chinesische Hang Seng stieg um 3,2 % (Vorjahr -8 %).

Für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sind insbesondere die Entwicklungen an den Aktien- und Rentenmärkten, welche den Bereich der Sachwerte beeinflussen, relevant.

In diesem Marktumfeld allokierten Kapitalsammelstellen wie Versicherungen, Pensionskassen und Versorgungswerke ihre Vermögen analog zu den Vorjahren zunehmend in Alternative Investments.

Das Jahr 2016 war lt. dem Bundesverband Investment und Asset Management e.V., Frankfurt am Main, ("BVI") ein respektables Jahr für die Fondsbranche, und zwar sowohl gemessen am verwalteten Vermögen als auch am Neugeschäft. Danach verwalteten die Fondsgesellschaften Ende 2016 ein Rekordvermögen von EUR 2,8 Billionen (Vorjahr EUR 2,6 Billionen), das Neugeschäft betrug netto EUR 103 Mrd. (Vorjahr EUR 193 Mrd.). Auf den für die Aquila Capital Investmentgesellschaft mbH bedeutenden Markt der Spezialfonds entfiel ein Anstieg von EUR 96 Mrd. (Vorjahr EUR 121 Mrd.).

Im Geschäftsjahr 2016 verzeichnete die Gesellschaft entsprechend auch ein weiter zunehmendes Interesse an Alternativen Investments und dazugehörigen Strukturierungsdienstleistungen.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2016 war geprägt durch die im Rahmen der Verschmelzungen erfolgte Übernahme der Geschäftstätigkeit aus den o.g. Gesellschaften sowie den weiteren Ausbau des Geschäfts im Bereich der Sachwertprojekte.

Die Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe war im Geschäftsjahr 2016 durch die Einwerbung von Investorenmitteln und Anbindung von Sachwertprojekten in bestehende Sachwert-Fonds als auch durch die fortgeführte strategische Vertiefung der Wertschöpfungskette in Skandinavien und Spanien geprägt, was zu einem weiter steigenden Bedarf an Managementdienstleistungen durch die Gesellschaft führte.

In Zusammenhang mit gruppeninternen Umstrukturierungen in Gestalt von Verschmelzungsvorgängen sind auf Ebene der Gesellschaft Bewertungsanpassungen notwendig geworden, welche sich negativ auf das Ergebnis ausgewirkt haben.

3. Lage des Unternehmens

a. Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind von EUR 0,6 Mio. auf EUR 41,0 Mio. im Berichtsjahr gestiegen. Der Anstieg geht insbesondere auf die Verschmelzung der AC INV zurück (unter Berücksichtigung der Vorjahreswerte der verschmolzenen Gesellschaften beträgt der Anstieg EUR 10,9 Mio.). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Umsätzen aus Dienstleistungen in Zusammenhang mit Sachwertprojekten sowie der erstmaligen Darstellung von Erlösen aus der Konzernumlage in den Umsatzerlösen (zuvor in den sonstigen betrieblichen Erträgen).

Die Gesellschaft zeigt durch die Verschmelzung der AC INV sowie der AC Proj. Dev. erstmals unfertige Leistungen für Sachwertprojekte. Entsprechend beeinflussen somit Bestandsveränderungen die Ertragslage der Gesellschaft.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Geschäftsjahr um EUR 11,8 Mio. auf EUR 0,8 Mio. gesunken. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der oben beschriebenen Darstellung der Konzernumlage in den Umsatzerlösen. Gegenüber dem Vorjahr sind die Erträge aus der Konzernumlage von EUR 12,4 Mio. auf EUR 3,0 Mio. zurückgegangen. Im Vorjahr erwirtschaftete die Gesellschaft einen wesentlichen Teil der Umlage aus ihrer Tätigkeit für die AC INV, welche in 2016 auf die Gesellschaft verschmolzen wurde. Teilweise wird dieser Effekt kompensiert durch einen Anstieg der Erträge aus der Auflösung von Rückstellung um TEUR 545.

Der Materialaufwand ist im Geschäftsjahr um EUR 16,1 Mio. auf EUR 16,6 gestiegen. Nach Bereinigung des Effektes aus der Verschmelzung beträgt der Anstieg 7,4 Mio., welcher aus dem Anstieg der bezogenen Leistungen im Sachwertprojektgeschäft resultiert.

Die Personalaufwendungen lagen mit EUR 9,8 Mio. im Geschäftsjahr um EUR 4,7 Mio. über dem Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung der Personalaufwendungen der verschmolzenen Gesellschaften beträgt der Anstieg gegenüber dem Vorjahr EUR 0,9 Mio. und damit 10,0%. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der fixen Personalvergütungen in Folge der gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl.

Die Abschreibungen sind gegenüber dem VJ um TEUR 25,6 auf TEUR 466,5 angestiegen. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in Software sowie das Sachanlagevermögen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr um EUR 9,3 Mio. auf EUR 15,9 Mio. gestiegen. Der Großteil des Anstiegs resultiert aus der Übernahme der Geschäftstätigkeit der AC INV (dort im Vorjahr: EUR 3,0 Mio. (ohne Aufwendungen aus der Konzernumlage)). Des Weiteren ergaben sich im Geschäftsjahr negative Bewertungseffekte in Zusammenhang mit konzerninternen Umstrukturierungs- und Verschmelzungsvorgängen in Höhe von EUR 6,7 Mio..

Das Finanzergebnis hat sich um EUR -0,5 Mio. auf EUR -1,0 Mio. verschlechtert. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die Diskontierung von Forderungen (EUR -0,4 Mio.) sowie der Anstieg gruppeninternen Zinsaufwendungen (EUR -0,2 Mio.).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit EUR 3,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,1 Mio.) belastet. Die Steuerbelastung trotz eines insgesamt erzielten handelsrechtlichen Jahresfehlbetrages resultiert im Wesentlichen aus der steuerlich nicht anrechenbaren Abwertung interner Forderungen.

Aufgrund der zuvor beschriebenen Veränderungen sank das Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,2 Mio. auf einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1,0 Mio.

b. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Aquila Gruppe hat sich von EUR 31,0 Mio. im Vorjahr um 46,9 % auf EUR 45,5 Mio. zum Bilanzstichtag erhöht.

Der Anstieg resultiert auf der Aktivseite zum einen aus den unfertigen Leistungen in Höhe von EUR 7,3 Mio., welche im Rahmen der Übernahme der Geschäftstätigkeit der AC INV erstmalig auf Ebene der Gesellschaft existieren. Von dem Gesamtanstieg der unfertigen Leistungen in Höhe von EUR 7,3 Mio. resultieren EUR 3,4 Mio. aus den Verschmelzungen. Der verbleibende Anstieg der unfertigen Leistungen resultiert aus der Steigerung der Projekttätigkeit der Gesellschaft im Sachwertbereich.

Des Weiteren verzeichnet die Gesellschaft einen wesentlichen Anstieg der Forderungen aus Leistungen um EUR 7,7 Mio.. Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus Projektabrechnungen zum Ende des Geschäftsjahres. Der stichtagsbezogene Bestand an Guthaben bei Kreditinstituten erhöhte sich insbesondere aufgrund von Working Capital Effekten um 23,7 % auf EUR 8,1 Mio. (Vorjahr: 6,5 Mio.). Aus der Verschmelzung der AC INV resultiert ein Anstieg in Höhe von EUR 0,2 Mio.. Gegenläufig reduzierten sich die Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen um EUR 2,0 Mio..

Auf der Passivseite setzt sich der Anstieg von EUR 14,5 Mio. aus verschiedenen Effekten zusammen. Die Rückstellungen steigen im Geschäftsjahr um EUR 4,7 Mio.. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Bildung von Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 3,0 Mio sowie einem Anstieg der personalbezogenen Rückstellungen um EUR 1,7 Mio.. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Leistungen und Verbindlichkeiten ggü. Verbundenen Unternehmen (insgesamt EUR 7,0 Mio.) sowie der Anstieg der Sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 5,9 Mio.) - im Wesentlichen aus Aufwandsabgrenzungen - sind stichtagsbedingt. Der beschriebene Anstieg der Passiva wird teilweise durch die folgenden Effekte kompensiert. Zum einen sinkt das Eigenkapital um EUR 0,8 Mio. insbesondere aufgrund des erwirtschafteten Jahresfehlbetrages. Zum anderen sinken die Anleihen um EUR 2,3 Mio..

Die Liquidität der Gesellschaft war im Verlauf des Geschäftsjahres jederzeit sichergestellt. Aufgrund der geordneten Vermögens- und Finanzlage ist die Gesellschaft auch in der Zukunft in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen in vollem Umfang zu erfüllen.

c. Leistungsindikatoren

Aus der beschriebenen Übernahme der verschiedenen Managementfunktionen für die Aquila Gruppe - insbesondere im Zusammenhang mit Sachwertprojekten - leitet sich eine wesentliche mittelbare Bedeutung der auf die Wertschöpfungskette bezogenen Kennzahlen "Assets under Management" ("AUM") und "Assets under Administration" ("AUA") der Aquila Gruppe für den mittel- bzw. langfristigen Erfolg der Gesellschaft ab.

Die Aquila Gruppe verwaltete zum Abschlussstichtag ein Gesamtvermögen von EUR 6,1 Mrd.. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies einen Rückgang von rd. -14 % (Vorjahr: EUR 7,1 Mrd.) dar. Die Kennzahl "Assets under Management" konnte von EUR 3,3 Mrd. um rd. 13 % auf EUR 3,7 Mrd. gesteigert werden. Der für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besonders wichtige Geschäftsbereich "Real Asset Group" entwickelte sich positiv und verzeichnete davon einen Zuwachs um EUR 0,6 Mrd. (rd. 21 %).

Zur internen Steuerung der Gesellschaft werden keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren herangezogen.

d. Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens

Aufgrund der vorgenannten Effekte hat die Gesellschaft das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1,0 Mio. abgeschlossen. Ohne bewertungsbedingte Einmaleffekte wäre das Geschäftsergebnis sowie die Entwicklung im Vergleich zu den Vorjahren als deutlich positiv einzustufen. Insgesamt ist die Geschäftsführung mit dem Geschäftsverlauf zufrieden.

4. Vergütungsbericht

Die Vergütungen der Mitarbeiter basieren auf standardisierten Arbeitsverträgen und orientieren sich an marktüblichen Werten. Fixe und variable Vergütungen unserer Geschäftsleitung und der Mitarbeiter stehen in einem angemessenen Verhältnis zueinander. Dies bedeutet, dass unsere Mitarbeiter und die Geschäftsleitung eine angemessene Festvergütung für ihre Tätigkeit erhalten und dass - soweit variable Vergütungsbestandteile bezahlt werden - die Grundsätze der Auszahlung im Einklang mit unseren strategischen Zielen stehen und insbesondere auch auf ein nachhaltiges Wirtschaften des Unternehmens ausgerichtet sind.

Unser Vergütungssystem setzt keine Anreize zur Eingehung von unverhältnismäßigen Risiken.

Unsere gesamten Personalbezüge (gemäß Gewinn- und Verlustrechnung) einschließlich sozialer Abgaben und betrieblicher Altersvorsorge betrugen EUR 9,8 Mio. (Vorjahr: EUR 5,1 Mio.).

Der Anteil der fixen Vergütungsbestandteile beträgt 81% (Vorjahr: 86%), der Anteil der variablen Vergütungsbestandteile für einen Mitarbeiter beträgt im Durchschnitt 19% (Vorjahr: 14%). Die Veränderung der Anteile ggü. den Vorjahresangaben ist im Wesentlichen in der veränderten Mitarbeiter- und Gehaltsstruktur für das Geschäftsjahr begründet.

C. Chancen- und Risikobericht

1. Überblick

Ziele unseres gruppenweiten Risikomanagement-Systems sind die Identifizierung, Bewertung und Steuerung der Risiken aus den verschiedenen Geschäftsaktivitäten sowie der angemessenen Abdeckung und die Einhaltung der aufsichtsrechtlich erforderlichen Eigenmittel. Unser Risikomanagement unterstützt die nachhaltige Entwicklung und sichert den Fortbestand der Unternehmensgruppe, der die Gesellschaft als verbundenes Unternehmen angehört.

Unsere durch Vorsicht geprägte Risikostrategie wurde im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. Die strategische Ausrichtung auf die unterschiedlichen Geschäftsfelder und die damit einhergehende Risikodiversifikation kennzeichnen das Risikoprofil der Aquila Gruppe.

Aufgrund der herausgehobenen regulatorischen Stellung galt die Aquila Capital Concepts GmbH, Hamburg, ab dem 01. Februar 2015 bis zum 31. Dezember 2017 als übergeordnetes Unternehmen der aufsichtsrechtlichen Finanzholding-Gruppe. Die Grundsätze der Risikopolitik wurden für das Geschäftsjahr 2016 entsprechend von der Geschäftsführung der Aquila Capital Concepts GmbH, Hamburg, vorgegeben und umgesetzt.

Die Risiken sind kategorisiert und nach ihrer Bedeutung für die Aquila Gruppe klassifiziert. Im Rahmen unseres Risikomanagementsystems werden diverse Risikokategorien betrachtet. Analysiert werden neben den möglichen Auswirkungen vor allem die Ansatzpunkte für effiziente Gegensteuerungsmaßnahmen, wobei das Schwergewicht auf die als wesentlich identifizierten Risiken sowie Konzentrationsrisiken im Ertragsbereich gelegt wird.

Folgende wesentliche Chancen und Risiken wurden für die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft identifiziert:

2. Chancen

Das weltweit zu verwaltende Vermögen ist in der Vergangenheit beständig gewachsen und wird auch zukünftig weiter zunehmen. Gründe für die zunehmende Investition in Alternative Kapitalanlagen sind der Diversifikationsaspekt, die geringe Korrelation von Sachwertinvestments mit den liquiden Kapitalmärkten sowie das aktuelle Niedrigzinsumfeld, dass es erschwert, mit einer traditionellen Allokation, die sich hauptsächlich auf Anleiheinvestments konzentriert, die notwendigen Erträge zu erwirtschaften.

Mit ihrem Aktionsplan "Finanzierung nachhaltigen Wachstums" vom 08. März 2018, der am 24. April 2018 vom Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments gebilligt wurde, äußert sich die Europäische Kommission spezifisch zu der Frage, wie die Klima- und Energieziele der EU finanziert werden sollen und in welchem Umfang rechtliche Rahmenbedingungen und verschiedenartige Privilegierungen dies begünstigen sollen. Nur durch ein massives Umlenken der (privaten und finanzwirtschaftlichen) Kapitalströme - unter Beachtung umweltbezogener und sozialer Erwägungen - gelinge es, die ambitionierten Klima- und Energieziele der EU für 2030 zu erreichen und gleichzeitig die Finanzstabilität zu wahren. Mittels gezielter legislativen Steuerungsmechanismen, die Investitionen in erneuerbare und nachhaltige Energien privilegieren, sollen Unternehmen, Investoren und Finanzmarktakteure ermutigt und gelenkt werden, die für die Energiewende notwendig werdenden Investitionen zu finanzieren. Die EU-Kommission reagierte hierauf am 24. Mai 2018 und veröffentlichte ein erstes Paket von Gesetzgebungsvorschlägen zur Förderung eines nachhaltigen Finanzsystems.

Die zunehmende Allokation in Alternative Investments führt zu einer steigenden Nachfrage nach geeigneten Sachwerten. Aufgrund unseres langjährigen Engagements als Alternative Investment Manager und der erfolgreichen Anbindung und Strukturierung zahlreicher Sachwertinvestments in diversen Assetklassen verfügt die Aquila Gruppe über einen sehr guten Marktzugang, um auch in der Zukunft attraktive Sachwerte allokieren zu können.

3. Risiken

Im Risikomanagementsystem der Gruppe wird die Gesamtheit der Risiken abgebildet, analysiert und laufend überwacht. Zum Bilanzstichtag wurden Profitabilitätsrisiken und operationelle Risiken als wesentlich eingestuft.

Profitabilitätsrisiken resultieren aus der bestehenden Abhängigkeit von der erfolgreichen Anbindung und Strukturierung von Sachwertinvestments in diverse Assetklassen. Die Gesellschaft verfügt über einen sehr guten Marktzugang um auch in der Zukunft attraktive Sachwerte allokieren zu können. Die bestehenden Fixkosten können mit einer zeitlichen Verzögerung an die Geschäftsentwicklung angepasst werden. Zur Messung der Profitabilitätsrisiken wird derzeit ein Basisansatz verwendet, der sich am Jahresüberschuss der Gesellschaft orientiert.

Unter dem Begriff operationelles Risiko werden sämtliche potenziellen Verluste verstanden, die infolge fehlerhafter oder unzureichender Prozesse, menschlichen oder technischen Versagens oder aufgrund externer Ereignisse eintreten können. Dies beinhaltet auch rechtliche Risiken und Reputationsrisiken. Die Begrenzung dieser Risiken soll durch interne Anweisungen, Ablaufprozesse, Arbeitsplatzbeschreibungen und sonstige unternehmensinterne Regelungen erreicht werden. Die Einhaltung dieser Regelungen wird regelmäßig durch Group Compliance und die Interne Revision auf Gruppenebene überprüft. Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt in den regelmäßigen Sitzungen des Management Board mit den jeweiligen Geschäftsbereichsverantwortlichen für alle Gruppengesellschaften.

Für die Entwicklung von Anlagestrategien, die kontinuierliche Auswahl von geeigneten Sachwertinvestments sowie deren Strukturierung entstehen der Gesellschaft umfangreiche Personal- und Sachaufwendungen, welche zu einem Teil durch die erfolgreiche Platzierung der Anlagestrategien und die Anbindung von Sachwertinvestments zu kompensieren sind. Insofern haben Verzögerungen sowohl bei der Entwicklung und dem Vertrieb von Anlagestrategien als auch bei der Auswahl und Anbindung sowie deren Umsetzung in Zusammenarbeit mit unseren Partnern von Sachwertinvestments eine direkte Auswirkung auf die Ertragslage der Gesellschaft. Sollte sich die Platzierung der Anlagestrategien schwieriger als geplant herausstellen, müssen andere Vertriebsmöglichkeiten für die Sachwertinvestments genutzt werden. Die daraus erzielten Erträge können dann unterhalb der jeweiligen Planungen liegen. Die bestehenden Fixkosten können mit einer zeitlichen Verzögerung an die Geschäftsentwicklung angepasst werden.

Die Umsetzung der Geschäftsstrategie ist in hohem Maße von der Kompetenz und dem Einsatz der Asset-Teams als auch von den Mitarbeitern in den Querschnittsfunktionen abhängig. Durch regelmäßige Mitarbeiterbeurteilungen durch den jeweiligen Vorgesetzten und durch die Personalabteilung ist gewährleistet, dass die Mitarbeiter die notwendigen Fachqualifikationen, Zuverlässigkeit und Motivation für die entsprechende Stelle aufweisen. Unter Beachtung der entsprechenden aufsichtsrechtlichen Vergütungsvorgaben besteht ein finanzielles und nicht-finanzielles Vergütungssystem, welches kontinuierlich den aktuellen Entwicklungen angepasst wird.

Zum Bilanzstichtag sind neben den oben aufgeführten Risiken keine weiteren wesentlichen Risiken zu erkennen, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken könnten. Aus den genannten Risiken ergibt sich keine Bestandsgefährdung für die Gesellschaft.

4. Gesamtaussage zum Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft sieht aufgrund des sehr guten Marktzugangs zu Sachwertinvestments und den bestehenden Lizenzen innerhalb der Aquila Gruppe gute Chancen zum weiteren Ausbau der bestehenden Marktposition.

D. Prognosebericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß ihrer Gemeinschaftsdiagnose 2/17 des Instituts für Weltwirtschaft, Kiel, (im Folgenden: "IfW") vom 28. September 2017 befindet sich die Weltwirtschaft mittlerweile in einem Aufschwung. Danach hat der Aufschwung in den großen Volkswirtschaften zusammen mit einem Anstieg der Rohstoffpreise auch die Konjunktur in den Schwellenländern insgesamt angeregt. Der IWF geht von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,5 % für 2017 und für das Folgejahr 2018 von 3,6 % aus. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sollte gemäß der Einschätzung des IfW im Kalenderjahr 2017 um 1,9 % bzw. im Folgejahr 2018 um 2,0 % steigen.

Dennoch stellt der Welthandel das Wachstumsmodell vieler Schwellenländer und exportorientierter Industrienationen wie Deutschland vor Herausforderungen. Daher können die Wirtschafts- und damit Kapitalmarkttrends in den großen Wirtschaftsblöcken deutlich unterschiedliche Entwicklungen nehmen.

Sachwertinvestments werden von Anlegern unverändert aus zweierlei Gründen weiterhin nachgefragt. Sie liefern gut prognostizierbare Cash-Flow Ströme und sind nur gering korreliert gegenüber den Entwicklungen an den liquiden Kapitalmärkten. Beide Faktoren werden im Umfeld tiefer Anleiherenditen und hoher Aktienbewertungen ihre Bedeutung beibehalten. Der weltweit sehr hohe Nachholbedarf für Infrastrukturinvestments, vor allem auch in den USA, wird ihre geringe Konjunkturabhängigkeit stützen.

Die vergangenen neun Jahre seit Ende der Finanzkrise waren geprägt durch die konzertierten Bestrebungen der Notenbanken, durch verschiedenartige Maßnahmen das Finanzsystem zu stützen und zu stabilisieren. Das Ergebnis war ein per Saldo wenig volatiler Aufwärtstrend bei Renten und Aktienmärkten. Diese Zentralbankpolitik wird von vielen Seiten angegriffen und wird sich voraussichtlich abschwächen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist in den USA bereits erfolgt. Das Ergebnis wird eine deutlich höhere Volatilität der Kapitalmärkte sein. Dies gibt aktiven Asset-Managern deutlich mehr Vorteile als passiven Anlagestrategien.

In Summe erwarten wir, dass das makroökonomische Umfeld und die aktuellen politischen Strömungen für den Sachwertsektor positiv sein werden. Der Sachwertsektor wird seine Bedeutung weiter ausbauen und liquide alternative Lösungen werden an Stärke gewinnen. Alternative Anlagen werden in den kommenden Jahren ihren Marktanteil weiter ausbauen können.

2. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Das Geschäftsjahr 2017 hat bezüglich der Kennzahlen AUM und AUA die positive Entwicklung der Geschäftsjahre 2015 und 2016 fortgesetzt. Die "Assets under Management" konnten gruppenweit im für die Gesellschaft wesentlichen Segment der Real Asset Group im Geschäftsjahr 2017 um weitere EUR 0,9 Mrd. gesteigert werden.

Die Geschäftsführung rechnet nicht mit negativen Bewertungseffekten in einer mit dem Geschäftsjahr vergleichbaren Größenordnung.

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet die Geschäftsführung entsprechend ein gegenüber dem Geschäftsjahr deutlich besseres Ergebnis.

 

Hamburg, den 12. Juli 2018

Jost Rodewald

Marc-Aurel Kaiser

Feststellung Jahresabschluss zum 31.12.2016 am 16.07.2018

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