Hornbach Immobilien
Aktiengesellschaft
Bornheim bei Landau/Pfalz
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.03.2023 bis zum 29.02.2024
Bilanz zum 29. Februar 2024
Aktiva
|
Anhang |
29.2.2024 |
28.2.2023 |
|
|
T€ |
T€ |
| A.
Anlagevermögen |
1.1 |
|
|
| I.
Sachanlagevermögen |
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
|
135.246 |
139.481 |
| 2. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
|
538 |
614 |
| 3. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
|
2.408 |
410 |
|
|
138.192 |
140.505 |
| II. Finanzanlagen |
|
|
|
| 1. Anteile an
verbundenen Unternehmen |
|
59.868 |
59.868 |
| 2. Ausleihungen an
verbundene Unternehmen |
|
3.400 |
3.700 |
|
|
63.268 |
63.568 |
|
|
201.460 |
204.073 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
|
| I. Vorräte |
|
|
|
| Hilfs- und
Betriebsstoffe |
|
31 |
21 |
|
|
31 |
21 |
| II. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
|
| 1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
1.2 |
87 |
6 |
| 2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
1.2 |
4.188 |
7.550 |
| 3. Sonstige
Vermögensgegenstände |
1.3 |
49 |
18 |
|
|
4.324 |
7.574 |
| III. Guthaben bei
Kreditinstituten |
|
1.643 |
9.024 |
|
|
5.998 |
16.619 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
20 |
22 |
|
|
207.478 |
220.714 |
Passiva
|
Anhang |
29.2.2024 |
28.2.2023 |
|
|
T€ |
T€ |
| A. Eigenkapital |
1.4 |
|
|
| I. Gezeichnetes
Kapital |
|
125.000 |
125.000 |
| II.
Gewinnrücklagen |
|
13.554 |
13.554 |
| III. Bilanzgewinn |
|
107 |
107 |
|
|
138.661 |
138.661 |
| B.
Rückstellungen |
1.5 |
|
|
| 1.
Steuerrückstellungen |
|
112 |
111 |
| 2. Sonstige
Rückstellungen |
|
445 |
1.419 |
|
|
557 |
1.530 |
| C.
Verbindlichkeiten |
1.6 |
|
|
| 1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
|
41.368 |
46.380 |
| 2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
|
997 |
500 |
| 3. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
|
24.870 |
32.670 |
| 4. Sonstige
Verbindlichkeiten |
|
866 |
814 |
|
|
68.101 |
80.364 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
159 |
159 |
|
|
207.478 |
220.714 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. März 2023
bis 29. Februar 2024
|
Anhang |
2023/2024 |
2022/2023 |
|
|
T€ |
T€ |
| 1.
Umsatzerlöse |
1.8 |
51.796 |
51.035 |
| 2. Sonstige betriebliche
Erträge |
1.9 |
14 |
439 |
| 3. Materialaufwand |
|
|
|
| Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
|
2.229 |
2.511 |
| 4. Rohergebnis |
|
49.581 |
48.963 |
| 5. Personalaufwand |
1.10 |
76 |
99 |
| a) Löhne und
Gehälter |
|
69 |
66 |
| b) Aufwendungen für
Altersversorgung |
|
7 |
33 |
| 6. Abschreibungen auf
Sachanlagen |
|
5.378 |
5.523 |
| 7. Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
1.11 |
4.247 |
5.550 |
| 8. Erträge aus
Beteiligungen |
1.12 |
12.055 |
0 |
| 9. Erträge aus
Ausleihungen des Finanzanlagevermögens |
1.13 |
65 |
65 |
| 10. Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
1.14 |
557 |
257 |
| 11. Zinsen und
ähnliche Aufwendungen |
1.15 |
1.557 |
956 |
| 12. Ergebnis nach
Steuern |
|
51.000 |
37.157 |
| 13. Sonstige
Steuern |
|
1.053 |
978 |
| 14. Aufgrund eines
Ergebnisabführungsvertrags abgeführter
Gewinn |
|
49.947 |
36.179 |
| 15.
Jahresüberschuss |
|
0 |
0 |
| 16. Gewinnvortrag aus
dem Vorjahr |
|
107 |
107 |
| 17. Bilanzgewinn |
1.4 |
107 |
107 |
ANHANG
Angaben zu dem Unternehmen
Die Hornbach Immobilien Aktiengesellschaft (im
folgenden Hornbach Immobilien AG) mit Sitz in Bornheim bei
Landau/Pfalz ist beim Amtsgericht Landau/Pfalz im
Handelsregister unter der Nummer HRB 30645 eingetragen.
Anwendung des Handelsgesetzbuches und
des Aktiengesetzes
Der Jahresabschluss der Hornbach Immobilien AG ist
nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des
Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Im Anhang werden die zu
einzelnen Posten vorgeschriebenen Vermerksangaben
angegeben.
Verbundene Unternehmen
Die verbundenen Unternehmen werden alle in den
Konzernabschluss der Muttergesellschaft HORNBACH Holding AG
& Co. KGaA einbezogen.
| Name und Sitz der
Gesellschaft |
Kapitalanteil in % |
Eigenkapital
1) in Tsd. Landeswährung |
Ergebnis in Tsd.
Landeswährung |
Landeswährung |
| Direkte
Beteiligungen |
|
|
|
|
| HIAG Immobilien Jota
GmbH, Bornheim |
100 |
-278 |
-25 |
EUR |
| HIAG
Grundstücksentwicklungs GmbH,
Neustadt/Weinstraße |
100 |
1.419 |
74 |
EUR |
| HORNBACH Real Estate
Nederland B.V., Amsterdam, Niederlande |
100 |
-293 |
-332 |
EUR |
| HM Immobilien My GmbH,
Wiener Neudorf, Österreich |
100 |
-178 |
-18 |
EUR |
| HB Immobilien Bad
Fischau GmbH, Wiener Neudorf, Österreich |
99 |
-398 |
-87 |
EUR |
| HIAG Fastigheter i
Göteborg AB, Göteborg, Schweden |
100 |
128.469 |
30.729 |
SEK |
| HIAG Fastigheter i
Helsingborg AB, Göteborg, Schweden |
100 |
78.770 |
12.611 |
SEK |
| HIAG Fastigheter i
Göteborg Syd AB, Göteborg, Schweden |
100 |
689 |
-144 |
SEK |
| HIAG Fastigheter i
Stockholm AB, Göteborg, Schweden |
100 |
259.257 |
38.805 |
SEK |
| HIAG Fastigheter i
Botkyrka AB, Göteborg, Schweden |
100 |
140.644 |
30.601 |
SEK |
| HORNBACH Immobilien H.K.
s.r.o., Prag, Tschechien |
90 |
1.134.171 |
177.768 |
CZK |
| HORNBACH Immobilien
SK-BW s.r.o., Bratislava, Slowakei |
100 |
13.636 |
1.638 |
EUR |
| HORNBACH Imobiliare SRL,
Domnesti, Rumänien |
100
3) |
237.293
2) |
20.991
2) |
RON |
| Indirekte
Beteiligungen |
|
|
|
|
| HORNBACH Real Estate
Nijmegen B.V., Nijmegen, Niederlande |
100 |
751 |
972 |
EUR |
1) Einschließlich Jahresergebnis
2023/2024.
2) Eigenkapital und Ergebnis nach IFRS zum
29.2.2024.
3) Die Beteiligungsquote beträgt
99,999988%. Es besteht eine Minderheitsbeteiligung der
HORNBACH Holding AG & Co. KGaA in Höhe von
0,000012%
Umrechnungstabelle (Devisenkurse) in
EUR:
| Land |
Stichtagskurs |
Durchschnittskurs |
|
29.2.2024 |
28.2.2023 |
2023/24 |
2022/23 |
| RON Rumänien |
4,97060 |
4,9200 |
4,95634 |
4,92669 |
| SEK Schweden |
11,21500 |
11,0780 |
11,49065 |
10,75024 |
| CZK Tschechien |
25,36300 |
23,4970 |
24,19291 |
24,46572 |
Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze
Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze wurden im Wesentlichen
beibehalten.
Entgeltlich erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten
vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen
entsprechend der Nutzungsdauer bewertet. Die Nutzungsdauer
lag bei 20 Jahren.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten vermindert um planmäßige
Abschreibungen bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen
Material- und Fertigungseinzelkosten sowie Sonderkosten der
Fertigung und angemessene Teile notwendiger Material- und
Fertigungsgemeinkosten. Darüber hinaus wird der
Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch
die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten
erfasst. Zinsen auf Fremdkapital werden nicht aktiviert.
Gebäude werden linear mit einer Nutzungsdauer von
längstens 33 Jahren abgeschrieben. Ferner werden
außerplanmäßige Abschreibungen auf den
beizulegenden Wert vorgenommen, soweit es sich um dauernde
Wertminderungen handelt. Zuschreibungen werden vorgenommen,
wenn die Gründe für eine in Vorjahren
vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung
nicht mehr bestehen. Die in Vorjahren vorgenommenen
Abschreibungen gemäß § 6b EStG wurden
gemäß Art. 67 Abs. 4 EGHGB beibehalten.
Erhaltene Investitionszuschüsse auf das
Anlagevermögen werden aktivisch abgesetzt.
Das bewegliche Sachanlagevermögen wird
ausschließlich linear über die
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die
Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 15 Jahren. Bei
Zugängen des Geschäftsjahres erfolgt die
Abschreibung pro rata temporis.
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, bei
voraussichtlich dauernden Wertminderungen vermindert um
außerplanmäßige Abschreibungen,
bilanziert. Sollten die Gründe für in Vorjahren
vorgenommene außerplanmäßige
Abschreibungen entfallen, werden entsprechende
Zuschreibungen bis maximal zu den fortgeführten
Anschaffungskosten vorgenommen.
Die Vorräte betreffen Heizöl und sind mit
den Anschaffungskosten bewertet.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum
Nominalwert angesetzt. Einzelrisiken werden durch
entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Bankguthaben werden zu Nominalbeträgen bewertet.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle
erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie
sind in Höhe des Betrags angesetzt, der nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist, um die Verpflichtung zu erfüllen. Dabei werden
Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
einem Jahr werden mit dem fristenadäquaten
durchschnittlichen Zinssatz, der durch die Deutsche
Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Die Auf-
bzw. Abzinsungsbeträge sowie die Effekte aus
Zinssatzänderungen werden in den Posten Zinsen und
ähnliche Aufwendungen bzw. sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2012/2013 hat die Hornbach
Immobilien AG ihren Vorstandsmitgliedern eine
einzelvertragliche Pensionszusage erteilt. Dieses Modell
bietet die Chance zur Steigerung der
Versorgungsansprüche, wobei die Hornbach Immobilien AG
ihren Vorstandsmitgliedern gleichzeitig eine
Mindestverzinsung in Höhe von 2% p.a. garantiert. Die
durch die Gesellschaft bzw. zusätzlich durch die
Vorstandsmitglieder eingebrachten Vermögensmittel
werden treuhänderisch durch die Allianz Treuhand GmbH,
Frankfurt am Main, in Fonds angelegt. Die
treuhänderisch verwalteten Fondsanteile erfüllen
die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB als
Deckungsvermögen und werden daher mit den
Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Erträge und
die Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit
den Aufwendungen und Erträgen aus der
korrespondierenden Anpassung der Versorgungsverpflichtung
verrechnet. Das Deckungsvermögen ist gemäß
§ 253 Abs. 1 Satz 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert
bewertet. Der Verpflichtungsumfang gegenüber den
Versorgungsberechtigten wurde jeweils als Maximum aus dem
Fondsvermögen und dem Barwert der gezahlten
Beiträge einschließlich der Garantieverzinsung
angesetzt. Hierfür wurden die vom Arbeitgeber und
Vorstand geleisteten Beiträge mit dem zugehörigen
Fondsvermögen verglichen. Die Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind
gemäß § 253 Absatz 1 Satz 3 und Absatz 2
Satz 1 HGB unter Anwendung des
Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt worden. Für
die Sterblichkeitsrate wurden die Richttafeln 2018 G der
Heubeck-Richttafeln-GmbH angewendet. Das verwendete
Anwartschaftsbarwertverfahren entspricht der "Project Unit
Credit Method" gemäß IAS 19 (International
Accounting Standards).
Verbindlichkeiten werden mit dem
Erfüllungsbetrag bewertet.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder
Währung werden mit dem Kurs am Tage des Entstehens
umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder
Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder
weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum
Bilanzstichtag bewertet. Bei längerfristigen
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden
Kursverluste zum Bilanzstichtag berücksichtigt,
Bewertungsgewinne bleiben unberücksichtigt.
Aufgrund der Zugehörigkeit zum steuerlichen
Organkreis der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA werden
die latenten Steuern auf Ebene des Organträgers
bilanziert.
Erläuterungen zur Bilanz
1.1 Anlagevermögen
Das Anlagevermögen hat sich im
Geschäftsjahr 2023/2024 wie folgt entwickelt:
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
Abschreibungen |
|
1.3.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
29.2.2024 |
(kumuliert)
1.3.2023 |
| Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
5 |
0 |
0 |
0 |
5 |
5 |
|
5 |
0 |
0 |
0 |
5 |
5 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
404.253 |
911 |
0 |
122 |
405.286 |
264.772 |
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
3.448 |
34 |
0 |
0 |
3.482 |
2.835 |
| Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau |
410 |
2.120 |
0 |
-122 |
2.408 |
0 |
|
408.111 |
3.065 |
0 |
0 |
411.176 |
267.607 |
| Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
66.021 |
0 |
0 |
0 |
66.021 |
6.153 |
| Ausleihungen an
verbundene Unternehmen |
3.700 |
0 |
300 |
0 |
3.400 |
0 |
|
69.721 |
0 |
300 |
0 |
69.421 |
6.153 |
| Gesamt |
477.837 |
3.065 |
300 |
0 |
480.602 |
273.765 |
|
Abschreibungen |
Bilanzwerte |
|
Abschreibungen des
Geschäftsjahres |
Abgänge |
(kumuliert)
29.2.2024 |
29.2.2024 |
28.2.2023 |
| Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
0 |
0 |
5 |
0 |
0 |
|
0 |
0 |
5 |
0 |
0 |
| Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
5.268 |
0 |
270.040 |
135.246 |
139.481 |
| Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
110 |
0 |
2.945 |
538 |
614 |
| Geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau |
0 |
0 |
0 |
2.408 |
410 |
|
5.378 |
0 |
272.985 |
138.192 |
140.505 |
| Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
| Anteile an verbundenen
Unternehmen |
0 |
0 |
6.153 |
59.868 |
59.868 |
| Ausleihungen an
verbundene Unternehmen |
0 |
0 |
0 |
3.400 |
3.700 |
|
0 |
0 |
6.153 |
63.268 |
63.568 |
| Gesamt |
5.378 |
0 |
279.143 |
201.460 |
204.073 |
Die unter den Finanzanlagen aufgeführten Anteile
an verbundenen Unternehmen der Hornbach Immobilien AG sind
bei den verbundenen Unternehmen aufgeführt (vgl. Seite
2 des Anhangs).
1.2 Forderungen
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen
resultieren T€ 310 (Vj. T€ 28) aus Lieferungen
und Leistungen. Die übrigen Forderungen gegen
verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus der
kurzfristigen Konzernfinanzierung.
Alle Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines
Jahres fällig.
1.3 Sonstige
Vermögensgegenstände
Die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie
im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.
1.4 Eigenkapital
Das Grundkapital zum 29. Februar 2024 ist eingeteilt
in 125 Mio. auf den Inhaber lautende Stück -
Stammaktien mit einem rechnerischer Wert von 1,00 € je
Aktie.
Die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA hat uns gem.
§ 20 AktG am 5. Februar 1999 mitgeteilt, dass sie 100%
des stimmberechtigten Kapitals hält. Mit ihr wurde per
24. Oktober 2000 ein Beherrschungs- und
Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, der ab dem
Geschäftsjahr 2000/2001 wirkt.
Von den Gewinnrücklagen in Höhe von T€
13.554 (Vj. T€ 13.554) betreffen T€ 12.500 (Vj.
T€ 12.500) die gesetzliche Rücklage. Der
restliche Betrag der Gewinnrücklagen betrifft -
unverändert - mit T€ 1.054 andere
Gewinnrücklagen.
Der Bilanzgewinn betrifft - wie im Vorjahr - mit
T€ 107 den Gewinnvortrag aus vororganschaftlicher
Zeit.
1.5 Rückstellungen
Die Pensionsverpflichtungen wurden wie im Vorjahr mit
dem entsprechenden Deckungsvermögen aus Wertpapieren
in Höhe von T€ 1.703 (Vj. T€ 1.500)
verrechnet.
| T€ |
29.2.2024 |
28.2.2023 |
| Zeitwert des
Deckungsvermögens |
1.703 |
1.500 |
|
Pensionsverpflichtung |
1.703 |
1.500 |
| Saldo |
0 |
0 |
Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens
wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt
bestimmt.
Die Erträge und die Aufwendungen aus dem
Deckungsvermögen werden mit den Aufwendungen und
Erträgen aus der korrespondierenden Anpassung der
Versorgungsverpflichtung verrechnet.
| T€ |
2023/2024 |
2022/2023 |
| Erträge |
|
|
| Wertentwicklung des
Deckungsvermögens |
153 |
0 |
| Anpassung der
Verpflichtung an negative Wertentwicklung des
Deckungsvermögens |
|
58 |
| Aufwendungen |
|
|
| Wertentwicklung des
Deckungsvermögens |
0 |
58 |
| Anpassung der
Verpflichtung an positve Wertentwicklung des
Deckungsvermögens |
153 |
0 |
| Saldo |
0 |
0 |
Die Steuerrückstellungen betreffen wie im
Vorjahr Grundsteuern.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im
Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende
Rechnungen, Rechtsberatungskosten sowie
Jahresabschlusskosten.
1.6 Verbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen betreffen T€ 14.420 (Vj. T€ 31.290)
Verbindlichkeiten gegenüber der
Alleingesellschafterin. Diese ergeben sich aus der
Verbindlichkeit im Rahmen der Ergebnisabführung in
Höhe von T€ 49.947 (Vj. T€ 36.179) sowie
gegenläufig den damit verrechneten Forderungen aus
Geldüberträgen in Höhe von T€ -36.156
und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in
Höhe von T€ 629 (Vj. T€ 754) Die
übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von T€ 10.515 (Vj. T€
1.380) resultieren im Wesentlichen aus
Mittelbereitstellungen der Tochtergesellschaften an die
Hornbach Immobilien AG im Rahmen der kurzfristigen
Konzernfinanzierung.
|
29.2.2024 |
28.2.2023 |
|
T€ |
T€ |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
41.368 |
46.380 |
| davon Restlaufzeit bis 1
Jahr |
5.118 |
5.130 |
| davon Restlaufzeit 1 bis
5 Jahre |
20.000 |
20.000 |
| davon Restlaufzeit
über 5 Jahre |
16.250 |
21.250 |
| davon durch
Grundpfandrechte gesichert |
41.250 |
46.250 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
997 |
500 |
| davon Restlaufzeit bis 1
Jahr |
874 |
417 |
| davon Restlaufzeit 1 bis
5 Jahre |
123 |
83 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
24.870 |
32.670 |
| davon Restlaufzeit bis 1
Jahr |
24.870 |
32.670 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
866 |
814 |
| davon Restlaufzeit bis 1
Jahr |
866 |
814 |
| davon aus Steuern |
786 |
734 |
|
68.101 |
80.364 |
| davon durch
Grundpfandrechte gesichert |
41.250 |
46.250 |
Die Hornbach Immobilien AG hat am 4. April 2022 ein
Darlehen in Höhe von 50 Mio. € bei der LBBW,
Stuttgart aufgenommen.Das Darlehen dient dem Zwecke der
allgemeinen Unternehmensfinanzierung und hat eine Laufzeit
bis 31. März 2032. Es wird mit einem fixen Zinscoupon
verzinst.
1.7 Angaben zu sonstigen finanziellen
Verpflichtungen, Haftungsverhältnissen und nicht in
der Bilanz enthaltenen Geschäften
|
29.2.2024 |
|
Mio. € |
|
Haftungsverhältnisse aufgrund von
Patronatserklärungen und Bürgschaften |
2,9
1 |
| davon zugunsten
verbundener Unternehmen |
2,9 |
| Sonstige finanzielle
Verpflichtungen aus Investitions- und
Instandhaltungsmaßnahmen |
3,9 |
1 Im Geschäftsjahr bestehen bei der
Hornbach Immobilien AG fünf (Vj. fünf)
Patronatserklärungen zugunsten verbundener
Unternehmen, bei denen der Höchstbetrag einer
möglichen Verpflichtung nicht quantifiziert ist.
Bei den Patronatserklärungen und
Bürgschaften handelt es sich um
Haftungsverhältnisse zugunsten von Tochterunternehmen
der Hornbach Immobilien AG. Da die Tochtergesellschaften in
der Regel stets mit ausreichend Eigenkapital ausgestattet
werden, ist das Risiko einer Inanspruchnahme gering.
Mit Konsortialkreditvertrag vom 02. September 2022
zeichnete die HORNBACH Holding AG & Co. KGaA eine
syndizierte Kreditlinie über 500 Mio. € mit einer
Laufzeit bis zum 02. September 2027. In diesem Vertrag
garantiert die Hornbach Immbilien AG als Garantiegeber die
fristgerechte Zahlung aller Beträge, die in Verbindung
mit dem Vertrag stehen. Ein Risiko der Inanspruchnahme aus
der Stellung als Garantiegeberin wird von der
Geschäftsführung aufgrund der wirtschaftlichen
Lage der HORNBACH Holding AG & Co. KGaA aktuell nicht
als wahrscheinlich erachtet.
Gegliedert nach Fristigkeit bestehen aus Miet- und
Pachtverträgen folgende Verpflichtungen:
|
Restlaufzeiten |
29.2.2024 |
| in T€ |
Kurzfristig bis 1
Jahr |
Langfristig 1-5
Jahre |
Langfristig über 5
Jahre |
Gesamt |
| Miet- und
Pachtverträge |
453 |
1.800 |
373 |
2.626 |
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
1.8 Umsatzerlöse
Die ausschließlich im Inland erzielten
Umsatzerlöse betreffen in Höhe von T€ 49.184
(Vj. T€ 48.286) Mieten und Pachten von verbundenen
Unternehmen, in Höhe von T€ 2.612 (Vj. T€
2.583) solche von Dritten sowie Erlöse aus
Immobilienverkäufen in Höhe von T€ 0 (Vj.
T€ 165).
1.9 Sonstige betriebliche
Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 10
(Vj. T€ 79) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten
darüber hinaus Erträge aus realisierten
Kursdifferenzen in Höhe von T€ 4 sowie im Vorjahr
periodenfremde Erträge aus einer Dienstbarkeit in
Höhe von T€ 360.
1.10 Personalaufwand
Der Personalaufwand gliedert sich in:
|
2023/2024 |
2022/2023 |
|
T€ |
T€ |
| Löhne und
Gehälter |
69 |
66 |
| Aufwendungen für
Altersversorgung |
7 |
33 |
|
76 |
99 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung
resultieren aus den erteilten Pensionszusagen an die
Vorstandsmitglieder der Hornbach Immobilien AG.
1.11 Sonstige betriebliche
Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe
von T€ 0 (Vj. T€ 13).
1.12 Erträge aus
Beteiligungen
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen
verbundene Unternehmen und resultieren aus einer
Ausschüttung der HORNBACH Imobiliare SRL, Domnesti
(Rumänien), in Höhe von 12,1 Mio. €.
1.13 Erträge aus Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens
Die Erträge aus Ausleihungen des
Finanzanlagevermögens betreffen ausschließlich
verbundene Unternehmen.
1.14 Sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge
Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen
Erträgen resultieren T€ 516 (Vj. T€ 197) aus
verbundenen Unternehmen,
1.15 Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen
resultieren T€ 374 (Vj. T€ 178) gegenüber
verbundenen Unternehmen.
Sonstige Angaben
1.16 Ereignisse nach dem
Bilanzstichtag
Nach dem Bilanzstichtag 29. Februar 2024 bis zum
Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses sind
keine Ereignisse eingetreten, die für die Beurteilung
der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der HORNBACH
Immobilien AG von wesentlicher Bedeutung sind.
1.17 Vorstand
Mitglieder des Vorstands waren im Geschäftsjahr
2023/2024:
Manfred Kummer Sprecher Leiter Immobilienentwicklung
bei der HORNBACH Baumarkt AG
Philipp Bauer Leiter Konzerncontrolling, Loss
Prevention und Versicherungen bei der HORNBACH Baumarkt
AG
Die Bezüge des Vorstands für das
Geschäftsjahr 2023/2024 betragen T€ 76 (Vj.
T€ 99). Hierbei handelt es sich um feste
Gehaltsbestandteile in Höhe von T€ 69 sowie
Aufwendungen für die Dotierung von
Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 7
(siehe Anmerkung 1.10). Es bestehen entsprechende
Wertguthaben.
1.18 Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats waren im
Geschäftsjahr 2023/2024:
Albrecht Hornbach Vorsitzender Vorsitzender des
Vorstands der HORNBACH Management AG
Karin Dohm Mitglied des Vorstands der HORNBACH
Baumarkt AG Mitglied des Vorstands der HORNBACH Management
AG
Erich Harsch Vorsitzender des Vorstands der HORNBACH
Baumarkt AG Mitglied des Vorstands der HORNBACH Management
AG
Für den Aufsichtsrat sind - wie im Vorjahr -
weder feste noch erfolgsbezogene Bezüge angefallen.
Die Gesellschaft beschäftigte im
Geschäftsjahr 2023/2024 - wie im Vorjahr - keine
Mitarbeiter.
Der Jahresabschluss 2023/2024 der Hornbach Immobilien
AG wird in den Konzernabschluss der HORNBACH Holding AG
& Co. KGaA, Neustadt/Weinstraße, (kleinster Kreis
von Unternehmen), dieser wiederum in den Konzernabschluss
der HORNBACH Management AG, Annweiler am Trifels
(größter Kreis von Unternehmen), einbezogen. Die
Konzernabschlüsse der HORNBACH Holding AG & Co.
KGaA und HORNBACH Management AG werden im
Unternehmensregister offen gelegt. Die Hornbach Immobilien
AG ist dadurch gemäß § 291 Abs. 1 HGB von
der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen
Konzernlagebericht aufzustellen, befreit.
Bornheim bei Landau/Pfalz,
14. Mai 2024
Hornbach
Immobilien AG
Der
Vorstand
Manfred
Kummer
Philipp
Bauer
LAGEBERICHT
Grundlagen des Unternehmens -
Geschäftsmodell
Die geschäftlichen Aktivitäten der
HORNBACH-Gruppe können grundsätzlich in zwei
Bereiche unterteilt werden: das Handelsgeschäft sowie
das Immobiliengeschäft.
Die Handelsaktivitäten sind primär im
Teilkonzern HORNBACH Baumarkt AG, in dem der europaweite
Do-it-yourself-Einzelhandel (DIY) mit Bau- und
Gartenmärkten sowie der DIY-Onlinehandel
gebündelt sind, und im Teilkonzern HORNBACH Baustoff
Union GmbH (regionaler Baustoffhandel) angesiedelt.
Die HORNBACH Immobilien AG und deren
Tochtergesellschaften sind im Immobiliengeschäft der
Gruppe tätig. Sie entwickeln im Wesentlichen
Einzelhandelsimmobilien für die operativen
Gesellschaften im HORNBACH Holding AG & Co. KGaA
Konzern. Der überwiegende Teil wird konzernintern zu
marktüblichen Bedingungen vermietet. Von den
Mieterträgen des HORNBACH Immobilien AG Teilkonzerns
im Geschäftsjahr 2023/24 in Höhe von 89,1 Mio.
€ entfielen - wie im Vorjahr - 98% auf die Vermietung
von Objekten innerhalb des Gesamtkonzerns.
Ein Teil des erheblichen Immobilienbesitzes der
HORNBACH Gruppe befindet sich im Eigentum der HORNBACH
Immobilien AG und ihrer Tochtergesellschaften. Hierbei
handelt es sich überwiegend um
Einzelhandelsimmobilien, die primär von den operativen
Einheiten im Konzern genutzt werden. Zum Bilanzstichtag 29.
Februar 2024 standen 26% der insgesamt im Einzelhandel
genutzten Verkaufsflächen (Bau- und Gartenmärkte)
im Eigentum des Teilkonzerns Hornbach Immobilien AG. Die
Schwestergesellschaft HORNBACH Baumarkt AG hält direkt
und indirekt weitere 36% der Verkaufsflächen im
Eigentum.
Die Aktivitäten auf dem Immobiliensektor der
HORNBACH Gruppe sind aus der geschäftspolitischen
Entscheidung heraus entstanden, dass rund die Hälfte
der Verkaufsfläche, auf der Einzelhandel betrieben
wird, im Eigentum des Konzerns stehen sollte. Vor diesem
Hintergrund wurde im Laufe der Jahre ein Team von
Spezialisten auf dem Gebiet der Immobilienentwicklung
aufgebaut. Von der Grundstückssuche über die
Bearbeitung der komplexen Genehmigungsverfahren bis hin zu
Bauplanung sowie Vergabe und Überwachung der
Baudurchführung werden alle Anforderungen der
Immobilienentwicklung - national und international -
kompetent abgedeckt. Dieses über die Jahre gewonnene
Know-how ist zu einem entscheidenden strategischen
Wettbewerbsvorteil für HORNBACH geworden. Die
Spezialisten für die Standortentwicklung sowie die mit
der Bauplanung, Baudurchführung und der Einrichtung
neuer Märkte betrauten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter sind im Teilkonzern der HORNBACH Baumarkt AG
beschäftigt und arbeiten auch im Auftrag der
Schwestergesellschaft HORNBACH Immobilien AG.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und
branchenbezogene Rahmenbedingungen
1.1 Rahmenbedingungen in Europa
Die europäische Wirtschaft hat im Jahr 2023 vor
dem Hintergrund steigender Lebenshaltungskosten, schwacher
Auslandsnachfrage und der Straffung der Geldpolitik an
Dynamik verloren. Zudem sorgte der anhaltende Krieg in der
Ukraine und die Eskalation der Konflikte im Nahen Osten
für erhöhte Unsicherheit. Die Angriffe auf
Handelsschiffe im Suez-Kanal beeinträchtigten den
globalen Handel und haben seit Beginn des Jahres 2024
steigende Transportkosten für Importe aus Asien zur
Folge.
Die Zentralbanken in Europa und den USA reagierten
auf die anhaltend hohe Inflation wie auch bereits in 2022
mit weiteren Leitzinserhöhungen. Die Europäische
Zentralbank hob den Hauptrefinanzierungssatz von 3,0% zu
Beginn des Geschäftsjahres auf zuletzt 4,5%
(14.9.2023) an. Angesichts der in der zweiten
Jahreshälfte rückläufigen Inflationsraten
und der Erwartung wieder sinkender Zinsen haben sich die
Umlaufrenditen an den Kapitalmärkten jedoch im
Jahresverlauf stabilisiert.
Insgesamt ist die europäische Wirtschaft (EU 27)
im Kalenderjahr 2023 nach Angaben des Statistischen Amts
der Europäischen Union (Eurostat) nur geringfügig
um 0,4% gewachsen (Vj. +3,4%). In allen neun
europäischen Ländern des HORNBACH
Geschäftsgebiets reduzierte sich das
Wirtschaftswachstum signifikant gegenüber dem Vorjahr
und war zum Teil negativ. Der private Konsum wuchs um 0,3%
(Vj. +4,0%). Positive Entwicklungen gab es hingegen bei der
Inflation. Die durchschnittliche Inflationsrate (HVPI)
belief sich in der EU27 im Kalenderjahr 2023 auf 6,4 % (Vj.
9,2%). In den Ländern des HORNBACH
Geschäftsgebiets ergab sich dabei eine weite Spreizung
zwischen 2,3% (Vj. 2,7%) in der Schweiz und 12,0% (Vj.
14,8%) in Tschechien.
Die Produktion im Baugewerbe in der EU27 entwickelte
sich im Jahr 2023 unterdurchschnittlich mit +0,1 % (Vj.
+2,6 %) - ebenfalls mit sehr unterschiedlichen
Ausprägungen in den Ländern des HORNBACH
Geschäftsgebiets. In Deutschland, Luxemburg,
Österreich, Schweden, der Schweiz und Tschechien war
die Produktion im Baugewerbe rückläufig; das
Baugewerbe in den Niederlanden, Rumänien und der
Slowakei verzeichnete dagegen Zuwächse.
Das Einzelhandelsvolumen im
Nicht-Nahrungsmittelsektor (ohne Motorkraftstoffe) ging im
Jahr 2023 in der EU27 um 0,9% zurück (Vj. +3,2%).
Bezogen auf das HORNBACH Geschäftsgebiet war der
Nicht-Nahrungsmittel-Einzelhandel in Deutschland, den
Niederlanden, Österreich, Tschechien, der Slowakei und
Schweden rückläufig, während Rumänien
und Luxemburg Zuwächse erzielten. Der nominale
Bruttoumsatz im Do-it-yourself-Einzelhandel (DIY) sank nach
Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im
Kalenderjahr 2023 in Deutschland um 3,1% (Vj. +7,8%), in
Österreich um 3,2% (Vj. +4,2%), in Tschechien um 5,9%
(Vj. +10,4%) und in der Schweiz um 4,9% (Vj. -5,2%). In den
Niederlanden stieg der nominale DIY-Bruttoumsatz um 4,4%
(Vj. +13,6%). Für die übrigen Länder des
HORNBACH Geschäftsgebiets lagen keine GfK-Daten vor.
Wachstumsraten des
Bruttoinlandsprodukts (BIP) und Inflation im HORNBACH
Geschäftsgebiet
|
Prozentuale Veränderung gegenüber dem
Vorjahresquartal bzw. Vorjahr |
Inflation (HVPI) |
| Quelle: Eurostat
(Angaben bezogen auf Kalenderjahr) |
1. Quartal 2023 |
2. Quartal 2023 |
3. Quartal 2023 |
4. Quartal 2023 |
Kalenderjahr 2023 |
Kalenderjahr 2023 |
| Deutschland |
-0,1 |
0,1 |
-0,3 |
-0,2 |
-0,3 |
6,0 |
| Luxemburg |
-1,3 |
-0,5 |
-2,1 |
-0,6 |
-1,1 |
2,9 |
| Niederlande |
2,0 |
-0,1 |
-0,5 |
-0,7 |
0,1 |
4,1 |
| Österreich |
1,8 |
-1,5 |
-1,7 |
-1,4 |
-0,8 |
7,7 |
| Rumänien |
1,0 |
2,9 |
3,5 |
1,1 |
2,1 |
9,7 |
| Slowakei |
0,9 |
1,3 |
1,2 |
1,3 |
1,1 |
11,0 |
| Schweden |
1,4 |
-0,2 |
-1,0 |
-0,1 |
-0,2 |
5,9 |
| Schweiz |
1,5 |
0,4 |
0,4 |
0,6 |
0,7 |
2,3 |
| Tschechische
Republik |
-0,2 |
-0,1 |
-0,6 |
0,2 |
-0,3 |
12,0 |
| EU27 |
1,2 |
0,6 |
0,1 |
0,2 |
0,4 |
6,4 |
1.1 Rahmenbedingungen in
Deutschland
1.1.1 Gesamtwirtschaftliches
Umfeld
Die deutsche Wirtschaft verzeichnete dem
Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge im Kalenderjahr
2023 einen Rückgang des BIP um 0,3% (Vj. +1,8%). Der
private Konsum ging im gleichen Zeitraum preisbereinigt um
0,8% gegenüber dem Vorjahr zurück. Besonders
stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für
langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und
Haushaltsgeräte (-6,2%). Nominal stiegen die
Konsumausgaben inflationsbedingt um 5,5%. Das
verfügbare Einkommen der privaten Haushalte
erhöhte sich im Jahr 2023 aufgrund von
Gehaltssteigerungen mit 5,9% etwas stärker als die
Konsumausgaben.
1.1.2 Bautätigkeit und
Baugewerbe
Hohe Baupreise und gestiegene Zinsen belasteten die
Bauwirtschaft in Deutschland - insbesondere den
Wohnungsbau. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts
für Wirtschaftsforschung (DIW) stieg das
Wohnungsbauvolumen im Jahr 2023 zwar inflationsbedingt um
5,5% (Vj. +11,8%). Real ergab sich jedoch im zweiten Jahr
in Folge mit -2,3% ein Rückgang (Vj. -2,6%). Die
für die Baumarktbranche relevanten Modernisierungen im
Gebäudebestand wuchsen nominal um 7,0% (Vj. +13,0%),
gingen jedoch real ebenfalls zurück (2023: -0,7%, Vj.
-1,4%).
Die Kosten für Baumaterialien erhöhten sich
nach Angaben des statistischen Bundesamts vor allem bei
mineralischen Baustoffen wie Zement oder Bausand. Deutliche
Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr ergaben
sich dagegen bei Materialien aus Holz und aus Stahl.
1.1.3 Einzelhandel und DIY
Nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland (HDE)
wuchs der Netto-Gesamtumsatz im deutschen Einzelhandel im
Kalenderjahr 2023 um nominal 2,9% auf 649,1 Mrd. €
(Vj. 631,9 Mrd. €). Real ergab sich ein Minus von 3,4%
(Vj. -0,8%). Der Onlinehandel (E-Commerce) ging um 0,4% auf
84,2 Mrd. € zurück (Vj. 84,5 Mrd. €) bzw.
real um 3,9% (Vj. -6,9%). Damit hatten die
Onlineumsätze im Jahr 2023 einen Anteil von 13,0% (Vj.
13,5%) am gesamten Einzelhandelsvolumen.
Der DIY-Branchenverband BHB und die GfK meldeten
einen Rückgang der Bruttoumsätze der
großflächigen Baumärkte mit einer
Verkaufsfläche von mehr als 1.000 qm im Kalenderjahr
2023 um nominal 3,1% auf 21,2 Mrd. € (Vj. 21,9 Mrd.
€). Flächenbereinigt - das heißt ohne
Berücksichtigung von Neueröffnungen,
Schließungen oder wesentlichen Umbaumaßnahmen -
verzeichnete die Branche ein Minus von 3,4%. Die
Bruttoumsätze der kleinflächigen Baumärkte
(bis 1.000 qm Verkaufsfläche) gingen nach
vorläufigen Zahlen auf rund 4,3 Mrd. €
zurück. Damit sank das Marktvolumen aller Bau- und
Heimwerkermärkte im Kalenderjahr 2023 um 4,2% auf 25,5
Mrd. €.
Die E-Commerce-Umsätze mit Heimwerker-,
Baustoff- und Gartensortimenten über die Onlineshops
der stationären Händler, den Versandhandel und
die reinen Onlinehändler in Deutschland gingen im
Kalenderjahr 2023 nach vorläufigen Zahlen um 4,9% auf
brutto 5,3 Mrd. € zurück (Vj. 5,6 Mrd. €).
Die darin enthaltenen stationär tätigen
Baumarktunternehmen verbuchten einen Rückgang ihrer
Onlineumsätze um 2,3% auf 1,2 Mrd. €.
Geschäftsentwicklung
Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren der HORNBACH
Immobilien AG sind die Mieterträge sowie das
bereinigte EBIT und das Ergebnis nach Steuern. Dabei ist zu
berücksichtigen, dass die Entwicklung der
Leistungsindikatoren auf Ebene des HORNBACH Immobilien AG
Konzerns geplant und gesteuert wird.
Das bereinigte EBIT ist das Ergebnis unbeeinflusst
von Zinsen und Steuern (EBIT), bereinigt um nicht-operative
Ergebniseffekte. Bei der Bereinigung werden nicht-operative
Aufwendungen dem EBIT hinzugerechnet (Beispiele:
außerplanmäßige Abschreibungen auf
Nutzungsrechte, Immobilien). Nicht-operative Erträge
werden vom EBIT abgezogen (Beispiele: Erträge aus der
Veräußerung von Immobilien, Erträge aus
Wertaufholungen auf in Vorjahren wertberichtigte
Vermögenswerte).
Vergleich des tatsächlichen
Geschäftsverlaufs mit dem prognostizierten
Geschäftsverlauf
Für das Geschäftsjahr 2023/24 wurde im
HORNBACH Immobilien AG Konzern ein Anstieg der
Mieterträge um ca. 10% gegenüber dem Vorjahr
erwartet. Die Mieterträge der HORNBACH Immobilien AG
waren auf dem Niveau des Vorjahres (50,9 Mio. €)
geplant. Mit dem Anstieg der Mieterträge im Konzern um
8,0% sowie leicht gestiegenen Erlösen der HORNBACH
Immobilien AG in Höhe von 51,8 Mio. € wurde das
Ziel im Konzern nahezu erreicht, in der HORNBACH Immobilien
AG leicht übertroffen.
In Bezug auf die Ertragsentwicklung des HORNBACH
Immobilien AG Konzerns gingen wir davon aus, dass das
bereinigte EBIT sowie das Ergebnis nach Steuern im
Geschäftsjahr 2023/24 über dem Niveau des
Vorjahres liegen. Entsprechend der Erwartungen stieg das
bereinigte EBIT im HORNBACH Immobilien AG Konzern um 13,4%
auf 63,3 Mio. € (Vj. 55,8 Mio. €). Das Ergebnis
nach Steuern im HORNBACH Immobilien AG Konzern erhöhte
sich um 7,1 % auf 55,2 Mio. € (Vj. 51,5 Mio. €).
Das Ergebnis nach Steuern der HORNBACH Immobilien AG
erhöhte sich auf 51,0 Mio. € (Vj. 37,2 Mio.
€).
Ertragslage
Im Berichtsjahr betragen die Umsatzerlöse 51,8
Mio. € (Vj. 51,0 Mio. €). Den leicht
erhöhten Mieterträgen in Höhe von 51,8 Mio.
€ (Vj. 50,9 Mio. €) standen gegenläufig
leicht gesunkene Erlöse aus dem Verkauf nicht
betriebsnotwendiger Grundstücke in Höhe von ca.
0,0 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €) gegenüber. Die
ausgewiesenen Umsatzerlöse betreffen mit 49,2 Mio.
€ (Vj. 48,3 Mio. €) Mieterträge aus der
Vermietung von Objekten im HORNBACH Konzern. So waren zum
Bilanzstichtag 30 Bau- und Gartenmärkte mit einer
Verkaufsfläche von insgesamt 332.894 qm an die
HORNBACH Baumarkt AG vermietet. Davon befinden sich 29 Bau-
und Gartenmärkte mit 327.372 qm im Eigentum der
HORNBACH Immobilien AG. Ein Bau- und Gartenmarkt (5.522 qm)
ist angemietet. In Neustadt an der Weinstraße sind
Büroflächen an Dritte sowie an
Schwestergesellschaften vermietet. In Bornheim bei Landau
sind Ladenflächen eines Fachmarktzentrums an
verschiedene externe Filialisten vermietet.
Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten
sich auf 0,0 Mio. € (Vj. 0,4 Mio.€). Die
Abschreibungen auf Sachanlagen beliefen sich auf 5,4 Mio.
€ (Vj. 5,5 Mio. €). Im laufenden
Geschäftsjahr ergab sich ein Beteiligungsergebnis in
Höhe von 12,1 Mio. € (Vj. keine
Ausschüttungen). Das negative Zinsergebnis liegt mit
einem Betrag in Höhe von -0,9 Mio. € unter dem
Vorjahresniveau (- 0,6 Mio. €). Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich im Wesentlichen
aufgrund gesunkener Instandhaltungsaufwendungen und
Ingenieurdienstleistungen von 5,6 Mio. € auf 4,2 Mio.
€.
Nach Abzug von Betriebskosten, Personalaufwand und
sonstigen betrieblichen Aufwendungen einschließlich
Fremdmieten sowie Finanzierungskosten verbleibt ein
Ergebnis nach Steuern von 51,0 Mio. € (Vj. 37,2 Mio.
€). Auf Basis des bestehenden
Ergebnisabführungsvertrages wurde nach Abzug der
sonstigen Steuern (Grundsteuer) ein Betrag in Höhe von
49,9 Mio. € (Vj. 36,2 Mio. €) an die
Muttergesellschaft abgeführt.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme wird mit 207,5 Mio. € um 13,2
Mio. € oder 6,0% unter dem Niveau des Vorjahres (220,7
Mio. €) ausgewiesen. Dabei reduzierte sich das
Anlagevermögen um 2,6 Mio. € von 204,1 Mio.
€ auf 201,5 Mio. €. Der Buchwert des
Sachanlagevermögens verringerte sich um 2,3 Mio.
€ von 140,5 Mio. € auf 138,2 Mio. €. Dabei
stehen Anlagenzugängen in Höhe von 3,1 Mio.
€ Abschreibungen in Höhe von 5,4 Mio. €
gegenüber. Die Finanzanlagen beliefen sich auf 63,3
Mio. € (Vj. 63,6 Mio. €).
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von
7,6 Mio. € auf 4,2 Mio. € zurückgegangen.
Der Rückgang resultiert i.W. aus der
Rückführung kurzfristiger Verrechnungsforderungen
im Rahmen des konzerninternen Zahlungsverkehrs. Die
flüssigen Mittel gingen von 9,0 Mio. € auf 1,6
Mio. € zurück. Das Eigenkapital betrug zum
Bilanzstichtag 29. Februar 2024 - infolge des bestehenden
Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags mit der
HORNBACH Holding AG & Co. KGaA und der bereits
vollständig dotierten gesetzlichen Rücklage
-unverändert 138,7 Mio. €. In Relation zur
reduzierten Bilanzsumme steigt die Eigenkapitalquote von
62,8% im Vorjahr auf 66,8%.
Finanzlage
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sanken auf 41,4 Mio. € (Vj. 46,4 Mio. €).
Das Eigenkapital in Höhe von 138,7 Mio. €
deckt 69% (Vj. 68%) des Anlagevermögens.
Die Verbindlichkeiten gingen um 12,3 Mio. € auf
68,1 Mio. € zurück (Vj. 80,4 Mio. €). Dies
resultiert zum einen aus der Reduktion der
Bankverbindlichkeiten um 5,0 Mio. € auf 41,4 Mio.
€ und zum anderen aus dem Rückgang der
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen,
der insbesondere auf die reduzierte Ergebnisabführung
zurückzuführen ist, um 7,8 Mio. € auf 24,9
Mio. €. Die Finanzierung der HORNBACH Immobilien AG
erfolgt zum Stichtag im Wesentlichen durch externe
Hypothekendarlehen in Höhe von 41,4 Mio. € sowie
im Rahmen des konzerninternen Cashpoolings in Höhe von
24,9 Mio. €.
Gesamtbeurteilung der Ertrags-, Finanz-
und Vermögenslage
Das Ertragsniveau der HORNBACH Immobilien AG im
Geschäftsjahr 2023/24 liegt deutlich über dem
Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus den
Ausschüttungen der Tochtergesellschaften. Auf Ebene
des rein operativen Betriebs liegt das Ertragsniveau im
Wesentlichen bedingt durch niedrigere sonstige betriebliche
Aufwendungen leicht über Vorjahr. Die Bilanzsumme ging
im Stichtagsvergleich zum 29. Februar 2024 im Wesentlichen
wegen geringerer Verbindlichkeiten von 220,7 Mio. €
auf 207,5 Mio. € zurück. Die Eigenkapitalquote
steigt von 62,8% auf 66,8% und liegt damit weiterhin auf
hohem Niveau. Die wirtschaftliche Lage der HORNBACH
Immobilien AG stellt sich im Geschäftsjahr 2023/24
insgesamt gut dar.
Chancen und Risiken der künftigen
Entwicklung
HORNBACH geht bei der Planung und Beurteilung der
künftigen wirtschaftlichen Entwicklung von Annahmen
und Schätzungen aus, die aus heutiger Sicht die
höchste Wahrscheinlichkeit aufweisen. Diese Planungen
und Zukunftsaussagen sind naturgemäß mit
Unsicherheiten und Risiken behaftet, die dazu führen
können, dass die tatsächlichen Ergebnisse im
positiven wie im negativen Sinne wesentlich von den
vorausschauenden Aussagen abweichen.
Die Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung
der HORNBACH Immobilien AG sind eng an die Perspektiven
geknüpft, die sich dem Geschäftsmodell der Bau-
und Gartenmärkte im In- und Ausland bieten. Dabei sind
gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische
Entwicklungsfaktoren zu berücksichtigen. Mittel- und
langfristig wirken sich diese Faktoren nach unserer
Einschätzung positiv auf die künftige Umsatz- und
Ertragsentwicklung der HORNBACH Bau- und Gartenmärkte
aus. Vor diesem Hintergrund erschließt sich die
HORNBACH Immobilien AG mit dem Abschluss langfristiger
Mietverträge mit der HORNBACH Baumarkt AG nachhaltige
Ertragsquellen.
Risikomanagement
Der Vorstand der HORNBACH Immobilien AG bekennt sich
zu einer risikobewussten Unternehmensführung, bei der
die Sicherung des Fortbestands des Gesamtunternehmens immer
höchste Priorität hat. Im Konzern der HORNBACH
Holding AG & Co. KGaA wurden risikopolitische
Grundsätze verabschiedet, die für alle
Konzernunternehmen verbindlich sind.
Die Erzielung wirtschaftlicher Erfolge ist
notwendigerweise mit Risiken verbunden. Jedoch darf keine
Handlung oder Entscheidung ein existenzielles Risiko nach
sich ziehen. Unternehmerische Risiken müssen durch
eine angemessene Verzinsung auf das eingesetzte Kapital
prämiert werden. Nicht vermeidbare Risiken müssen
-soweit wirtschaftlich sinnvoll - versichert werden.
Restrisiken müssen mit dem Instrumentarium des
Risikomanagements gesteuert werden. Innerhalb der HORNBACH
Immobilien AG existiert eine Vielzahl von Instrumenten der
Risikofrüherkennung und Risikoüberwachung. Das
Rechnungswesen ist hochentwickelt und ermöglicht ein
detailliertes und zeitnahes Berichtswesen. Konsolidierte
Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen werden monatlich
erstellt und dem Vorstand vorgelegt. Das Berichtswesen wird
ergänzt durch aussagefähige Kennziffern sowie
Abweichungsanalysen und Erläuterungen durch das
Controlling.
Die Unternehmensplanung wird sorgfältig und
detailliert erstellt und dient der Erfolgsmessung in allen
Unternehmensbereichen. Bedeutende
Investitionsentscheidungen werden mit Hilfe von dynamischen
Investitionsrechnungen und Sensitivitätsanalysen
gründlich vorbereitet. Konzernübergreifende
Investitionsentscheidungen werden im Expansionsausschuss,
der sich aus Vorstandsmitgliedern und Mitarbeitern der
HORNBACH Baumarkt AG, der HORNBACH Holding AG & Co.
KGaA - vertreten durch den Vorstand der persönlich
haftenden Gesellschafterin HORNBACH Management AG - und der
HORNBACH Immobilien AG zusammensetzt, entschieden.
Die HORNBACH Immobilien AG ist eingebettet in ein
konzernweit bestehendes Risikomanagementsystem, das ein
integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung ist. Es
setzt sich dabei aus den zentralen Bestandteilen
Risikofrüherkennung, Controlling- und
Planungsprozesse, dem Berichtswesen sowie einem Internen
Kontrollsystem (IKS) zusammen. Es wird kontinuierlich
weiterentwickelt und optimiert.
Risiken
Die HORNBACH Immobilien AG ist primär dem
unmittelbaren Risiko von Mietausfällen ausgesetzt, die
bei einer anhaltend schlechten Geschäftsentwicklung im
Konzernkreis der HORNBACH Baumarkt AG regional und
überregional möglich sind. Überdies
trägt die HORNBACH Immobilien AG auch Standortrisiken.
So können Investitionen in nicht geeignete Standorte
erheblichen negativen Einfluss auf das Wachstum der
Gesellschaft haben. Zur Risikominimierung werden deshalb
Investitionen in neue Standorte auf der Grundlage von
detaillierten Marktforschungsanalysen vorbereitet. Ferner
bestehen im Wesentlichen Risiken aus der Verwertung nicht
betriebsnotwendiger Grundstücke durch
Mindererlöse aus der Veräußerung sowie
generelle Risiken bei der externen Finanzierung über
den Kapitalmarkt. Mittelbar ist die HORNBACH Immobilien AG
von den Risiken der einzelnen Konzerngesellschaften der
HORNBACH Gruppe betroffen.
Insgesamt liegen für die HORNBACH Immobilien AG
keine bestandsgefährdenden sowie
entwicklungsbeeinträchtigenden Risiken zum
Bilanzstichtag vor.
Chancen
Baukonjunktur
Das Bauen im Bestand (Sanierungs-, Modernisierungs-
bzw. Renovierungsmarkt) ist für die
Geschäftsentwicklung der Bau- und Gartenmärkte
von herausgehobener Bedeutung. Wachstumstreiber sind unter
anderem der Investitionsbedarf aufgrund der Altersstruktur
der Immobilien, die Verbesserung der Energieeffizienz von
Gebäuden und das barrierefreie Umbauen.
Verbrauchertrends
Der verstärkte Fokus auf das eigene Zuhause und
der Trend zum Homeoffice könnte im Vergleich zu
Vor-Corona-Zeiten auch zu einem höheren Bedarf an
Sortimenten für Bau- und Heimwerkerprojekten
führen. HORNBACH profitiert zudem stärker als
andere stationäre Baumarktketten von dem Trend zum
Online-Shopping. Chancen bietet darüber hinaus die
Ausweitung von nachhaltigen Produktsortimenten.
Neue Kundengruppen
Der europäischen DIY-Markt ist geprägt von
einer Vielzahl unterschiedlicher Vertriebsformen. Durch
entsprechende Kundenorientierung und Fachhandelskonzepte
können Baumarktbetreiber zusätzliche Marktanteile
zu Lasten der anderen Vertriebsformen gewinnen.
Vielversprechende Wachstumschancen sehen wir auch im
Marktsegment des sogenannten Do-it-for-me (DIFM)-Kunden,
auch im Zusammenhang mit der alternden Bevölkerung in
Deutschland und anderen Teilen Europas.
Digitalisierung
Der HORNBACH Baumarkt AG Konzern treibt die
Digitalisierung des Geschäftsmodells sowie die
Transformation zum Interconnected Retail konsequent voran.
Dank dieser Anstrengungen haben wir unsere
Wettbewerbsposition innerhalb der DIY-Branche nachhaltig
gestärkt und das gesamte Unternehmen
zukunftsfähig ausgerichtet. Von der Digitalisierung
der Marktorganisation, im Verkauf sowie der Verzahnung mit
dem Einkauf und der Logistik versprechen wir uns nachhaltig
positive Effekte für die Umsatz- und
Ergebnisentwicklung im Konzern.
Expansion in Europa
Die Expansion ins europäische Ausland bietet uns
auch in Zukunft zusätzliche Wachstumsperspektiven
durch ein höheres Umsatzpotenzial, eine höhere
Rentabilität sowie eine bessere Streuung von
regionalen Marktrisiken. Die Internationalisierung des
Konzerneinkaufs sichert uns zudem einen breiten Zugang zu
den globalen
Beschaffungsmärkten sowie die strategische und
langfristige Partnerschaft mit den Lieferanten und der
Industrie.
PROGNOSEBERICHT
Die Aussichten für die Geschäftsentwicklung
der HORNBACH Immobilien AG und ihrer Tochtergesellschaften
sind aufgrund des Geschäftsmodells unmittelbar an die
Perspektiven der Geschäftstätigkeit der
operativen Schwestergesellschaft HORNBACH Baumarkt AG sowie
des Konzerns der HORNBACH Baumarkt AG geknüpft. Daher
prägen die Aussagen des Konzernkreises der HORNBACH
Baumarkt AG zu den erwarteten Entwicklungen im
Prognosezeitraum 2024/2025 (1. März 2024 bis 28.
Februar 2025) auch den Prognosebericht der HORNBACH
Immobilien AG.
Prognose der gesamtwirtschaftlichen und
branchenbezogenen Rahmenbedingungen
Von zentraler Bedeutung für die
Geschäftsaussichten der HORNBACH Immobilien AG ist die
künftige Entwicklung der Konsumnachfrage sowie der
Bau- und Renovierungstätigkeit in den Ländern, in
denen wir operativ tätig sind. Überdies
können sich außergewöhnliche
Witterungsverhältnisse empfindlich auf das
Konsumverhalten und unser Saisongeschäft auswirken,
wenngleich diese Einflussgröße in der
Vorausplanung nicht abgebildet werden kann. Ferner
können wirtschaftliche und politische Krisen die
Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens erheblich
beeinflussen.
Die führenden deutschen
Wirtschaftsforschungsinstitute (Gemeinschaftsdiagnose)
erwarteten zum Zeitpunkt der Berichterstellung für die
EU27 einen leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung von
0,9% im Kalenderjahr 2024 (Vj. 0,5%) sowie eine
nachlassende Inflation 2,5% (Vj. 6,0%). Höhere
Reallöhne sollten den privaten Konsum stärken und
die Konjunktur im Jahresverlauf beleben. Ein kräftiger
Aufschwung wird jedoch aufgrund der weiterhin hohen
Energiekosten in Europa nicht erwartet. Für den
Euroraum zeichnet sich ab dem Frühsommer eine
Zinswende ab. Die Institute gehen davon aus, dass die EZB
die Leitzinsen ab Juni stufenweise bis zum Frühjahr
2025 auf 2,15% (Hauptrefinanzierungssatz) senkt.
Für den europäischen Bausektor rechnet die
ING Bank mit einem leichten Rückgang des
Produktionsvolumens (-0,5%) und der Neubauvolumina. Der
Renovierungssektor (einschließlich
Energieeffizienzmaßnahmen) sollte dagegen von einem
strukturellen Anstieg der Nachfrage profitieren.
Für Deutschland erwarten die
Wirtschaftsforschungsinstitute im Kalenderjahr 2024 einen
Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,1% (Vj. -0,3%) und
eine rückläufige Inflation in Höhe von 2,3%
(Vj. 5,9%). Die insgesamt robuste Entwicklung am
Arbeitsmarkt wirkt konjunkturstabilisierend, insbesondere
mit Blick auf den privaten Konsum, der im laufenden Jahr um
0,9% (Vj. -0,8%) expandieren dürfte. Für die
Wohnbauinvestitionen werden zunächst noch weitere
Rückgänge erwartet, auch aufgrund der weiterhin
hohen Finanzierungskosten. Mit einer Stabilisierung wird
erst am Jahresende gerechnet.
Der DIY-Branchenverband BHB geht davon aus, dass das
Bauen im Bestand, d.h. Renovieren, Sanieren, Reparieren,
auch im laufenden Jahr Wachstumspotenziale bietet.
Insbesondere Einstiegssortimente sowie innovative Produkte,
die das Heimwerken auch für Laien einfacher und
kostengünstiger machen, dürften 2024 an Bedeutung
gewinnen.
Prognose der Geschäftsentwicklung
2024/25 der HORNBACH Immobilien AG
Die Aussagen zur erwarteten Entwicklung im
Geschäftsjahr 2024/25 gründen sich auf die
mittelfristige Unternehmensplanung des HORNBACH Immobilien
AG Konzerns, die einen Planungshorizont von fünf
Jahren hat und jährlich fortgeschrieben wird. Die
Planung für die Geschäftsjahre 2024/25 bis
2028/29 und die darin integrierte Jahresplanung 2024/25
wurden im Februar 2024 vom Vorstand verabschiedet und
fanden in der Aufsichtsratssitzung am 8. Februar 2024 die
Zustimmung des Aufsichtsrats der Gesellschaft.
Für das Geschäftsjahr 2024/25 ist keine
Markteröffnung unter dem Dach der HORNBACH Immobilien
AG vorgesehen. Das geplante Investitionsvolumen des
Teilkonzerns wird mit voraussichtlich 45,0 Mio. €
deutlich über dem Vorjahreswert 2023/24 (21,5 Mio.
€) liegen. Die Finanzierung ist vollständig aus
dem operativen Cashflow geplant.
Die Mieterträge des HORNBACH Immobilien AG
Konzerns (89,1 Mio. €) sowie der HORNBACH Immobilien
AG (51,8 Mio. €) werden auf Vorjahresniveau geplant.
Es sind keine wesentlichen Gewinne aus
Immobilientransaktionen und Beteiligungserträge
geplant. Im Budget für 2024/25 sind im Vergleich zum
Vorjahr leicht fallende Betriebskosten veranschlagt. Wir
rechnen im Geschäftsjahr 2023/24 für den Konzern
mit einem bereinigten EBIT auf dem Niveau des Vorjahres
(63,3 Mio. €). Das Ergebnis nach Steuern für den
Konzern erwarten wir ebenfalls auf Vorjahresniveau 2023/24
(55,2 Mio. €). Wir erwarten für die HORNBACH
Immobilien AG ein Ergebnis nach Steuern auf dem Niveau des
Geschäftsjahres 2023/24 (51,0 Mio. €).
Bornheim bei Landau/Pfalz,
14. Mai 2024
HORNBACH
Immobilien AG
Der
Vorstand
Manfred
Kummer
Philipp
Bauer
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Hornbach Immobilien Aktiengesellschaft,
Bornheim/Pfalz
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Hornbach Immobilien
Aktiengesellschaft, Bornheim/Pfalz, - bestehend aus der
Bilanz zum 29. Februar 2024 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
März 2023 bis zum 29. Februar 2024 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der Hornbach Immobilien
Aktiengesellschaft, Bornheim/Pfalz, für das
Geschäftsjahr vom 1. März 2023 bis zum 29.
Februar 2024 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 29. Februar 2024 sowie ihrer
Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.
März 2023 bis zum 29. Februar 2024 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter und des Aufsichtsrats für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Gesellschaft.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Mannheim, den 14. Mai
2024
Deloitte
GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steffen
Schmidt
Wirtschaftsprüfer
Patrick
Wendlandt
Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Einleitung
Der Aufsichtsrat der HORNBACH Immobilien AG hat im
Geschäftsjahr 2023/2024 die Geschäftsführung
des Vorstands überwacht, beratend begleitet und sich
regelmäßig über die Unternehmensplanung
sowie über die Entwicklung der Vermögens-,
Ertrags- und Finanzlage informiert. Alle wesentlichen
Geschäftsvorgänge wurden durch den Vorstand im
Plenum erörtert. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand in
regelmäßiger Verbindung mit dem Vorstand und
wurde laufend über alle wichtigen
Geschäftsvorfälle und die Entwicklung des
Unternehmens informiert.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat war in alle wesentlichen
Entscheidungen eingebunden. Er trat im vergangenen
Geschäftsjahr zu vier turnusmäßigen
Sitzungen zusammen. Im Berichtszeitraum haben alle
Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen in vollem
Umfang teilgenommen.
Die Schwerpunkte der Beratungen im Plenum
bildeten
| ― |
die geprüften
Jahresabschlüsse
|
| ― |
die monatliche Umsatz- und
Ergebnisentwicklung
|
| ― |
die Quartalsabschlüsse
|
| ― |
die Umsatz- und Ertragsplanung
sowie der Investitions- und Finanzplan
|
| ― |
die Entwicklung einer
Immobilien-Datenbank
|
Personalia
Im Geschäftsjahr 2023/2024 gab es keine
Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat.
Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der HORNBACH Immobilien AG zum
29. Februar 2024 und der Lagebericht sind durch den von der
Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, die
Deloitte GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Mannheim, geprüft und mit einem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk versehen worden. Deloitte wurde
vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats im Namen des gesamten
Aufsichtsrats mit Datum vom 6. September 2023 schriftlich
mit der Abschlussprüfung beauftragt. Die
Abschlüsse, der Lagebericht und die
Prüfungsberichte wurden jedem Aufsichtsratsmitglied
rechtzeitig ausgehändigt und in der Bilanzsitzung des
Aufsichtsrats am 21. Juni 2024 in Gegenwart der
Abschlussprüfer, die die Prüfberichte
unterzeichnet haben, ausführlich besprochen. Die
Abschlussprüfer berichteten über die wesentlichen
Ergebnisse der Prüfung und standen für die
Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Der
Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Prüfung zu.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der HORNBACH
Immobilien AG zum 29. Februar 2024 sowie den Lagebericht
selbst abschließend geprüft und keine
Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat schließt sich
dem Ergebnis des Abschlussprüfers an. Den vom Vorstand
aufgestellten Jahresabschluss hat der Aufsichtsrat
gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Wir sprechen dem Vorstand für seinen geleisteten
Einsatz und die erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen
Geschäftsjahr Dank und Anerkennung aus.
Bornheim, im Juni 2024
Der
Aufsichtsrat
Albrecht
Hornbach
Vorsitzender
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