BVG Communication Technologies GmbHLiquidiert

Höglwörther Straße 1, 81369 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 95451
Vorher
BVG Beratungs- und Vertriebsgesellschaft für industrielle Kommunikationstechnologien GmbHBVG Kommunikationstechnologien GmbH
Eingetragen
24.6.1991
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die TelekommunikationTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.
Gegenstand
Beratung in Bereichen der Informationsund Nachrichtentechnik mit der in Verbindung stehenden Betriebsanalyse, Vermittlung und Vertrieb von Produkten aus diesen Bereichen einschließlich der folgenden Kundenbetreuung, Dienstleistung im Service dieser Geräte unter Verwendung von Lieferantenpersonal, oder dafür speziell in Vertrag stehende Personen, solange kein eigenes dafür vorgesehen ist. Durchführung von Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen Akquise und Marketingmaßnahmen. Einweisungen in Systemtechniken, Vertriebs- und Verkaufsseminare. Investitionsberatung unter Einbeziehung der in Verbindung stehenden BVG - Leasing GbR, Händler und Lieferantenfunktion in der Abwicklung von Leasinggeschäften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Werner Hufnagl
seit 2.10.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
digicom Deutschland GmbH
Germany
56.300 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BVG Communication Technologies GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die BVG Communication Technologies GmbH startete 1991 als Subunternehmen von Siemens und zählt heute nach knapp 30 erfolgreichen Unternehmensjahren zu einem der größten Systemhäuser der Branche.

Als dynamisch agierendes Unternehmen in einem besonders schnelllebigen Markt haben wir unter dem Begriff "Digitalisierung" den Fokus auf sprach- und medienbasierende Kommunikationslösungen gesetzt und optimieren dabei unter dem Begriff Unified Communication und Collaboration (Projekt- und/oder personenspezifische Kommunikation, Nutzung aller Mediendienste, z. B. Chat, Video etc.) die komplette Unternehmens- und Arbeitsplatzkommunikation ("Modern Workplace") sowie Geschäftsprozesse von größeren mittelständischen Unternehmen.

Unified Communication, Collaboration, Team basierende Kommunikation, Cloud-Computing und softwarebasierende Vermarktung sind signifikante Begriffe, welche in das Produkt- und Projektportfolio seitens der Hersteller und somit in unsere Fachbereiche aufgenommen worden sind. Diese sind am Markt die Triebfedern für das Neu- und Bestandskundengeschäft.

Seit Gründung des Unternehmens haben wir mit permanenten technologischen Neuerungen unser Angebot an Dienstleistungen sowie das Produktportfolio Atos-/Unify ehem. Siemens, Avaya, Mitel, Cisco sowie Microsoft laufend weiter ausgebaut und systematisch verbessert.

Grundsätzlich beschäftigen wir uns unverändert mit dem Verkauf und der Vermietung (Vermietung unter dem Begriff Betriebskonzept - managed services stehend), der Projektierung und der servicetechnischen Betreuung von Kommunikationslösungen, d. h. Kunden übertragen sukzessive diese Services an Systemhäuser, um sich auf ihr eigenes Kerngeschäft zu konzentrieren und bestehende Personalkapazitäten einzusparen. Für Systemhäuser bedeutet das, trendbedingt mitzugehen, sich zu spezialisieren, qualifiziertes Personal aufzubauen und zu investieren.

Unser Unternehmen ist Spezialist für moderne Informations- und Kommunikationstechnologien und bietet in den drei Bereichen der Sprachkommunikation (Voice), Netzwerktechnologie (Network Solution) und IT-/DV-Services (IT-Services) Lösungen, Produkte sowie Serviceleistungen an.

Der Unternehmensschwerpunkt liegt in der Erarbeitung und Entwicklung dieser speziellen auf die Kundenbedarfssituationen abgestellten Lösungen, welche mittlerweile in der Implementierung und Integration bei Kunden (z. B. Rechenzentrumsbetrieb) sehr stark IT-/DV-lastig geprägt sind.

Diese Lösungen unterstützen maßgeblich den Sprach- und Kommunikationsdienst mit zusätzlichen adaptiven Applikationen/Funktionen, z. B. Computer-Telefonie, Unified Communication, Video, Social Media-Integration etc., welche für die Optimierung von Organisationen und Arbeitsprozessen eingesetzt werden.

Insbesondere der Ausbau im Marktanteil von Branchenlösungen (HealthCare, Alten-/Seniorenwohnheime) hat eine erweiterte Bedeutung gefunden und liefert perspektivisch erweiterte Absatzmodelle.

Zu unseren Kunden zählen daher seit Jahren namhafte, bonitätsstarke Großunternehmen aus den verschiedensten Branchen wie:

Karitativ / Öffentlich (z. B. Kursana Alten-Seniorenwohnheime, VMLS Vereinte Martin Luther Stiftung, Josefsheim Bigge Gruppe, Sanitätsbetriebe Südtirol, z. B. Bozen, Meran, Brixen, Sterzing, diverse Kliniken & Altenheime in Deutschland, etc.)

Industrie (z. B. Air Liquide, SMS group, Metabo, Lear Corporation, Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau, ThyssenKrupp, Remondis Production GmbH, etc.)

Handel/Logistik (z. B. Evergreen Shipping, Globus Handelshof, Mars GmbH, HAVI Logistics GmbH, Klöpferhol GmbH & Co. KG, Emons Spedition GmbH, Hettich, etc.)

Dienstleistung (z. B. Dussmann Gruppe, LPR GmbH).

Aufgrund der Vielfalt unserer Kunden besteht daher keine Branchenabhängigkeit. Ausfallrisiken liegen wegen der exzellenten Bonität unserer Kunden seit Jahren unter 1 %.

2. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung wird innerhalb der BVG Communication Technologies GmbH nicht betrieben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche branchenspezifische Rahmenbedingungen

Entgegen der allgemeinen volkswirtschaftlichen Entwicklung - die Bruttoinlandsentwicklung in Deutschland ist im Jahr 2020 um knapp 5 % gesunken - konnten wir unser Geschäft ausweiten.

Als einer der Top 5 in Deutschland zertifizierten Systemhauspartner setzt der stetige Wachstumskurs der BVG Communication Technologies GmbH in Zusammenarbeit mit den führenden Herstellern Atos, CISCO, MITEL, AVAYA und neu wachsend Microsoft stets neue qualitative Anforderungen und Planungen bei der Umsetzung modernster Netzwerk- und IT-Lösungen in die laufenden Prozesse unserer Kunden.

Das Alleinstellungsmerkmal der BVG Communication Technologies GmbH - die deutschlandweite Präsenz (seit 2008 auch im deutschsprachigen italienischen Raum) mit eigenem fachlich auf Integrationslösungen spezialisierten Personal - liefert damit in beide Richtungen (Hersteller und Markt) einen hervorragenden Marktzugang, welcher sukzessive weiter ausgebaut wird.

Zusätzlich wurden die letzten Jahre Rahmenparameter und technische Entwicklungsprozesse in die Wege geleitet, das Portfolio der BVG besonders mit den Systemherstellern MITEL sowie AVAYA ergänzend zu fokussieren, um mit einer breiteren Portfolioausrichtung kundenindividueller und maßgeblich "herstellerneutral" zu agieren und dabei das Segment "Consulting" weiter in die Entwicklung zu setzen.

Unsere kontinuierlich wachsende Gesamtumsatzentwicklung und positive Ertragslage bestätigen seit Jahren den richtigen Kurs unserer Unternehmensentwicklung. Die überdurchschnittliche Qualifikation unserer Mitarbeiter und entsprechende Zertifikate des Unternehmens, gepaart mit einer selektierten Auswahl gesetzter sowie neuer Hersteller im Produktportfolio, runden den Qualitätsstandard unseres Hauses als einer der größeren, zertifizierten und qualifizierten Systemhauspartner im Markt ab und setzen Verbindlichkeit in alle Geschäftsrichtungen.

Weitere Partner unseres Hauses - neben Atos-/Unify - sind z. B. AVAYA, Microsoft, MITEL, CISCO u. a. Durch die Produkt- und Marktsituation ist Atos-/Unify in unserem Kundenbestand und Wettbewerb nach wie vor bevorzugter und vor allem bei unseren Bestandskunden prädestinierter Hersteller.

Das Portfolio Microsoft stellt in puncto "Pandemie" einen wichtigen Zweig, Lösungsansätze aus zwei Kommunikationswelten im hybriden Modus zu vernetzen oder im Alleinstellungsbereich eine unter dem Begriff Microsoft Teams stehende Kommunikationslösung zu entwickeln.

Hier haben wir die letzten Jahre eine ausgezeichnete Basis für diesen Entwicklungsprozess gesetzt und sind vorbereitet.

Der Markt und der Wettbewerb verändern sich nach wie vor zunehmend. Klassische Telefonbaufirmen sind am Markt wenig wahrzunehmen, bestehende Unternehmen erfahren vielfach Kundenschwund, was uns zeigt, dass lösungsaktiver, proaktiver Vertrieb und die kontinuierliche Entwicklung unserer Fachbereiche Unified Communication und Collaboration, Enterprise Telephony, Network Solutions und IT-Services auch weiterhin die richtige Entscheidung für die Zukunft sind. Wir konkurrieren heute mehr denn je mit den Großvertrieben wie z. B. TELEKOM, Vodafone, etc.

Um dem gesamten Prozess der Spezialisierung, Wachstum- und Alleinstellungsmerkmal im Markt weiter Rechnung zu tragen, werden wir den Ausbau einer Consulting- und Unternehmensberatungsfunktion vorantreiben. Hier zeigen sich erkennbare Erfolge bei größeren Mittelstandskunden im Bedarf dieser Dienstleistungen.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Das Jahr 2020 war geprägt durch die erkennbar kommende Situation der Pandemie (COVID-19) im ersten Quartal 2020 mit seinen schwer zu identifizierenden Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung.

Zusammenfassend kann man positiv festhalten, dass dieser Zustand im Resultat einen erhöhten Auftragseingang im Bereich der Fachabteilung HealthCare mit sich gebracht hat und viele Industriekunden mit Anforderungen zur Integration von "Mobile Working" - Lösungen suchten.

Diese Faktoren bestätigen uns in der Erfüllung des Unternehmensplan 2020 und dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2020.

Unsere Branche ist als "systemrelevante Branche", ein essenzielles Bindeglied für die Versorgung aller Unternehmen mit Sprach- und Datenkommunikation und als Dienstleister gesetzt, z. B. um Arbeitsplätze in die Home-Office-Struktur zu überführen.

Diese Entwicklung liefert aber auch Signale, dass das Arbeitsverhalten, geprägt von einer massiven Umstellung des Arbeitens im Home-Office, Auswirkungen auf die Lösungen von morgen mit sich ziehen.

Diese Erkenntnis in Verbindung mit unserer Unternehmensstrategie, sich stets flexibel an die Erfordernisse des Marktes anzupassen, bzw. vorbereitet zu sein, war die Bestätigung unserer eigenen Unternehmensrichtlinien und -maßnahmen.

Wir modifizieren mehr denn je weiter unsere Fachbereiche in Richtung "Digitalisierung" und "Consulting". Schlagworte wie "Digital Workplace", "Mobile Workplace", "Coworking Space", "Flex-Desk", "Fix-Desk", Integration, Automatisierung, Services, etc. sind nur ein paar Synonyme für die gravierenden Veränderungen im Bereich um die Sprach- und Multimediakommunikation (auch Echtzeitkommunikationsdienste) als Dienst / Leistung / Applikation / Service im IT/DV-Umfeld.

Aufgrund dieser Anpassungsfähigkeit und Flexibilität wurde auch in diesem Jahr wieder ein positiver Geschäftsverlauf in Einklang mit der Branchenentwicklung erzielt.

Wir sondieren unsere Aktivitäten im Vertrieb und Portfolio-Management von Atos-/Unify, MITEL-, CISCO- und AVAYA-Lösungen mit dem Hintergrund der massiven Marktpräsenz sowie Bestandskunden, gehen aber zunehmend zielorientiert die Produkt- und Portfoliostrategie Microsoft Teams (Office365) als strategisches Kernprodukt für die Communication und Collaboration Infrastrukturen von morgen an.

Dieses Vorgehen erfordert den schnellen Ausbau des Geschäftsbereiches IT-Services integriert in bestehende Kundenbeziehungen und zur Sicherung der Marktzugänge von morgen.

Wir ergänzen die Qualifikation (Zertifizierungen) unserer Fachabteilung IT-Services in Richtung Microsoft Kommunikationsplattform (Office365, MSTeams, etc.) zur Sicherung der neuen Anforderungen des Marktes.

Das Management ist mit entsprechenden Zielvereinbarungen fixiert und effizient aufgestellt.

Unser Ziel ist es, den Unternehmenswert der BVG Communication Technologies GmbH und der BVG Financial Services GmbH kontinuierlich zu steigern.

Das bestehende CRM/ERP-System bewährt sich in der Unternehmensorganisation und wird ständig den Bedürfnissen angepasst und weiter ausgebaut.

Der Umsatz (TEUR 20.713,3) konnte im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 12,1 % gesteigert werden.

Der Bereich Dienstleistung / Projektmanagement hatte eine Umsatzsteigerung von 13,9 %. Hieran wird sehr deutlich, dass sich die BVG sehr stark vom Handels- zum Dienstleistungsunternehmen entwickelt hat.

Die wirtschaftliche Lage ist auch für das Jahr 2020 als zufriedenstellend einzuschätzen. Wir passen aber unsere Planungen mit Vorsicht dem Umstand der Pandemie an.

a) Grundsätzliches

Die Umsatzlage des Unternehmens entwickelt sich seit Jahren weiterhin angepasst an unsere Kundenstruktur und damit deren Notwendigkeit, sich technologisch und wirtschaftlich den verändernden Situationen des Marktes zu stellen.

Die Laufzeit aller Verträge endet im Markt und auch bei BVG grundsätzlich zum 31.12. des Jahres. Dementsprechend liefert dieser Marktstandard konjunkturseitig im IV. Quartal die höchsten Rechnungslegungen. Dies bedeutet mitunter, dass überwiegend im I. und II. Quartal des jeweiligen Berichtsjahres unsere Gesellschaft für Projekte im Bereich Beratungs- und Consultingleistungen, für Dienstleistungen sowie dem Einkauf von Hardware stets in Vorleistung gehen muss.

Diese Aufwendungen werden bislang fast ausschließlich über den Cashflow realisiert, da die im Unternehmen zum Erstellungszeitraum des Berichtes zur Verfügung stehenden kurz- und mittelfristigen Finanzierungsmittel kaum ausreichen.

Um zukünftig diese Vorfinanzierungen bei gleichzeitig weiterem Wachstum für die Zukunft nicht ausschließlich aus dem Cashflow zu sichern, gilt unser Augenmerk auch der weiteren Gewinnung von neuen Finanzierungspartnern.

b) Ertragslage

Veränderung
Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
TEUR %
Betriebsergebnis 1.085,5 814,5 270,9 33,3
Ergebnis vor GAV 613,0 521,0 92,0 17,7
Jahresüberschuss 0,0 0,0 0,0 0,0

Die BVG Communication Technologies GmbH als Handels- und Dienstleistungsunternehmen erwirtschaftet Umsätze in den Bereichen Handel, Dienstleistung, Projektmanagement sowie Miet- und Wartungsumsätze.

Die Schwestergesellschaft die BVG Financial Services GmbH als Mietgesellschaft, erwirtschaftet Umsätze vorrangig aus dem Bereich der Mieten von Kunden sowie nachrangig von Verkaufsprozessen. Beide Gesellschaften sind Töchterunternehmen der Günter Dallmayr Holding GmbH.

Die Gewinne werden aufgrund des Gewinnabführungsvertrages an die Muttergesellschaft Günter Dallmayr Holding GmbH letztmalig zum 31.12.2020 abgeführt. Der Gewinnabführungsvertrag wurde mit Ablauf des 31.12.2020 aufgehoben. Damit wird die neue Geschäftsstrategie umgesetzt, dass im Unternehmen das Eigenkapital durch Thesaurierung der Gewinne erhöht wird. Damit erwarten wir mehr Optionen in der Unternehmens- und Absatzfinanzierung.

c) Finanzlage

Der Cashflow aus Ergebnis vor Gewinnabführung und Abschreibung beträgt für das Geschäftsjahr 2020 TEUR 1.182,4 (Vorjahr: TEUR 967,7).

d) Vermögenslage

Seit dem 1.1.2009 ist die BVG Communication Technologies GmbH eine ertragssteuerliche Organgesellschaft der Günter Dallmayr Holding GmbH. Der Gewinn in Höhe von TEUR 613,0 wurde laut Gewinnabführungsvertrag in 2020 an die Günter Dallmayr Holding GmbH abgeführt.

Veränderung
wesentliche Bilanzpositionen Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
TEUR %
Aktiva
- Anlagevermögen 1.868,1 1.651,2 216,9 13,1
- Finanzanlagen 841,8 950,8 -109,0 -11,5
- Forderungen und sonstige VG 10.078,6 9.119,4 959,2 10,6
Passiva
- Eigenkapital 457,8 457,8 0,0 0,0
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.182,8 8.453,2 729,6 8,6
Bilanzsumme 15.560,6 13.876,1 1.684,5 12,1

In den Finanzanlagen sind TEUR 823,1 für Ausleihungen - Unfallversicherungen mit Sparanteilen enthalten. Diese Versicherungen laufen in Abständen von zwei Jahren aus, dass Kapital würde dem Unternehmen zur Verfügung stehen, wird aber bei Auslauf in den Versicherungen belassen und somit Vermögen aufgebaut.

In den Darlehensverbindlichkeiten hat sich eine Veränderung ergeben. Es wurde ein Darlehen bei der Cronbank (Corona-Schnellkredit) in Höhe von TEUR 800,0 aufgenommen.

Die Cronbank hat in 2019 ein Darlehen über 4,75 Mio. EUR zur Verfügung gestellt, welches der Refinanzierung eines Mietvertrages des Kunden Globus dient. Dieses Darlehen wird über einen Zeitraum von neun Jahren zurückgeführt. Dieses Darlehen sollte in der Zuordnung an die BVG Financial Services GmbH überführt werden, weil diese den Mietvertrag mit dem Kunden hält. Hier stehen wir im Dialog mit der Cronbank.

Des Weiteren hat die Cronbank ebenfalls in 2019 einen Kontokorrentrahmen über 2,5 Mio. EUR ausgereicht, dafür wurde der Kontokorrentrahmen bei der Deutschen Bank abgelöst. Dieses Kontokorrent ist mit ca. 1 Mio. EUR durch ein aufgefülltes Sparprogramm der Allianz besichert.

Das Darlehen der Grenke Bank in Höhe von 1 Mio. EUR ist ein Nachrangdarlehen mit einer Laufzeit von 10 Jahren. Dieses Nachrangdarlehen hat eigenkapitalähnlichen Charakter und kann somit zum Eigenkapital gerechnet werden.

Das Eigenkapital bleibt konstant bei TEUR 457,8, da erwirtschaftete Gewinne an die Günter Dallmayr Holding GmbH abgeführt werden. Ab dem 1. Januar 2021 können die Gewinne thesauriert werden und führen zur Stärkung des Eigenkapitals.

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsatzerlöse stellen den zentralen Leistungsindikator dar. Darüber hinaus sind der Wertebeitrag und die Profitcenterstrukturen unsere Steuerungselemente. Diese werden bedingt durch die technologischen Markttrends neu justiert. Der Wertebeitrag ergibt sich aus der Rendite unserer Unternehmensbereiche auf das eingesetzte Kapital. Zentraler Stellhebel des Wertebeitrags ist neben der Steigerung der Rendite, die Erhöhung der Produktivität in den Bereichen Vertrieb, Technik und Projektmanagement. Wir wollen damit unser Ziel einer langfristigen Wertsteigerung durch abgestimmte Managementprozesse im Unternehmen erreichen bzw. fixieren.

Der Wertebeitrag ist neben weiteren individuell vereinbarten Zielen auch Maßstab für eine leistungsorientierte Entlohnung unserer Mitarbeiter und Führungskräfte.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren beziehen Kundenbeziehungen, Mitarbeiter, die Umwelt und soziale Aspekte mit ein.

Für uns sind Kundengewinnung und -bindung unabdingbar für den Erfolg unseres Unternehmens. Mit den meisten unserer Kunden pflegen wir langjährige Geschäftsbeziehungen. Wir sind ständig am Markt, um neue Kunden zu gewinnen. Wir wollen, dass unsere Kunden zufrieden - wenn nicht sogar begeistert - sind, denn zufriedene Kunden sind Multiplikatoren unseres Unternehmenserfolgs. Als serviceorientiertes, verantwortungsvolles Unternehmen liegen uns die Bedürfnisse und Meinungen unserer Kunden am Herzen und wir wollen sie langfristig an unser Unternehmen binden.

Der hohe Qualitätsanspruch unserer Kunden an akkurat, zuverlässig und preisgerecht ausgeführten Dienstleistungen ist nur mit engagierten, qualifizierten und leistungsfähigen Mitarbeitern zu erreichen. Wir sind davon überzeugt, dass jeder einzelne Mitarbeiter einen wichtigen Beitrag zum Erfolg unseres Unternehmens leistet. Deshalb sind Trainings- und Entwicklungsmaßnahmen für Führungskräfte und Mitarbeiter darauf ausgerichtet, bereits vorhandene Kompetenzen auszubauen, erforderliche Fähigkeiten zu fördern und notwendige Kenntnisse zu vermitteln.

4. Gesamtaussage

Die BVG Communications Technologies GmbH hat eine vielfältige Kundenstruktur, bei der das Ausfallrisiko minimal ist. Kundenverträge können langfristig abgeschlossen werden, was sich positiv auf den Substanzwert auswirkt. Dem Risiko der Finanzierung von langfristigen Verträgen, begegnen wir, indem wir frühzeitig über Finanzierungskonzepte mit Investitionspartnern in Verhandlung treten. Von den Risiken sind im Laufe des Geschäftsjahres 2020 keine eingetreten. Bei den Chancen ist vor allem darauf hinzuweisen, dass sich die aktuelle Marktentwicklung und das anpassungsfähige Geschäftsmodell der BVG Communication Technologies GmbH positiv ergänzen.

i. Insgesamt konnte sich die BVG Communication Technologies GmbH im Geschäftsjahr 2020 weiter gut aufstellen.

ii. Der zentrale Leistungsindikator hat sich positiv entwickelt, indem die Umsatzerlöse um 12,1 % gesteigert werden konnten. Vor allem die Dienstleistungs- und Projektmanagementleistungen konnten um 13,9 % gesteigert werden. Mit dieser Steigerung wurden die Erwartungen des Vorjahres erfüllt.

III. Zweigniederlassungsbericht

Das Unternehmen verfügt über Niederlassungen in Berlin, Hamburg, Köln und Bozen. Der Betrieb und die Außenwirkung der Niederlassung Bozen haben sich als förderliches Instrument für den Zugang zu gehobenen Mittelstandskunden mit eigenen Geschäftsstellen in Italien entwickelt. Die Niederlassung hat mittlerweile eine Bestandskundenstruktur, aus welcher sich für das Geschäftsjahr 2021 neue Vertriebsaktivitäten starten lassen. In der Niederlassung Bozen sind zum Stichtag sieben Mitarbeiter in Vollzeit angestellt.

Im Mai 2020 wurde eine Niederlassung in Luckenwalde eröffnet.

IV. Prognosebericht

Für das Jahr 2021 bestehen bereits Verträge zur Realisierung großer Aufträge, die im Jahr 2020 akquiriert werden konnten. Insgesamt ist somit auch weiterhin eine stabile Umsatz- und Ertragsentwicklung gewährleistet.

Die in den letzten Jahren getätigten Investitionen in den Ausbau des Vertriebs werden durch wachsende Umsatzzahlen bestätigt.

Aufgrund der großen Projektgeschäfte wird das saisonal laufende Geschäft sich weiter in den betriebswirtschaftlichen Auswertungen mit den entsprechenden Ergebniskurven der Vorlaufkosten bemerkbar machen.

Ausgehend von der laufenden Veränderung sowie dem hohen Innovationsdruck des Telekommunikationsmarktes hat sich die BVG Communication Technologies GmbH mit ihren bisherigen Referenzen eine hervorragende Ausgangssituation geschaffen, um technologisch anspruchsvolle Projekte und bonitätsstarke Kunden auch zukünftig bedienen zu können.

Im Jahr 2020 konnte z. B. mit unserem jahrelangen Bestandskunden Remondis Production GmbH ein neuer Mietvertrag geschlossen werden.

Die Außenerscheinung und Darstellung als Systemhaus für IPC Kommunikationslösungen zeigt Wirkung, wird durch anerkannte Referenzkunden dokumentiert und bestätigt eindeutig die Differenzierung zu den Herstellervertrieben.

Für das Jahr 2021 haben wir eine vorsichtige Planung unter Berücksichtigung der Corona Krise aufgesetzt. Der Umsatz wird auf dem Level des Jahres 2020 sein, das Ergebnis etwas besser.

V. Chancen und Risikobericht

1. Unternehmensrisiken

Konkrete Risiken, die den Fortbestand der BVG Communication Technologies GmbH gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

Der Markt ist rasant und wird sich nach wie vor weiter umstrukturieren. Sämtliche Vorzeichen stehen hier für eine weitere Erfolgsaussicht für die BVG Communication Technologies GmbH, den freiwerdenden Markt mitgestalten und entwickeln zu können.

Wir sprechen hier vorrangig von Anforderungen in dem Dienstleistungsbereich, welche künftig mehr denn je gefordert und gefragt werden. Die Konsequenz wird sein, dass Personalzuwachs und daraus entstehende Kosten erst in einem mittelfristigen Prozess das Ergebnis im Dienstleistungszuwachs bestätigen werden.

Die von BVG Communication Technologies GmbH am Markt adressierten Produktlinien OpenScape Business (ehemals HiPath 3000), OpenScape 4000 (ehemals HiPath 4000) sowie OpenScape Office und Voice sind für Atos profitabel, technisch ausgereift und werden über aufliegende Entwicklungsleitfäden für die Zukunft weiter ausgerichtet und den Marktanforderungen angepasst.

Die RoadMap für diese Produkte ist mittlerweile bis zum Geschäftsjahr 2030 gesetzt.

Unsere schnelle Reaktionsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit auf Marktanforderungen stellt eine wesentliche Chance für die Folgejahre dar.

Der Produktbereich CISCO bietet marktseitig ein qualitativ hochwertiges Alternativprodukt an, sofern Kunden sich in kompletten IP-Lösungen bewegen wollen.

Die Portfoliobereiche MITEL und AVAYA ergänzen heute fördernd den Ausbau von Marktanteilen auch bei Kunden, welche diese Produkte bereits im Einsatz haben und mit neuem Partner in die Perspektiven und Innovationsanforderungen von morgen gehen möchten.

Die Suche nach und die wiederkehrende Ausrichtung mit neuem Personal bedeutet für die nächsten Jahre weitere Investitionen, um den Expansionsverlauf auf dem Markt zu berücksichtigen.

Die Optimierung von internen Prozessen und organisatorischen Strukturen wird durch das Management der BVG weiter vorangetrieben und in Teilschritten umgesetzt.

Die Auswirkungen der Corona-Krise waren in unserem Unternehmen kaum zu spüren. Das Bestandskundengeschäft lief kontinuierlich weiter, konnte sogar noch weiter ausgebaut werden. Im Neukundengeschäft war es in den Monaten Januar bis März 2021 etwas ruhiger.

2. Finanzwirtschaftliche Risiken

Das Geschäftsjahr 2020 zeichnete sich wieder durch sehr gute und auch große Projektgeschäfte aus.

Seit einigen Jahren hat die BVG Financial Services GmbH eine Finanzierungsform, mit der Obligo frei, ca. 80 - 90 % des bisherigen Gesamtumsatzes abgewickelt werden können. Mit der PEAC Finance und der DAL Deutschen Anlagen Leasing GmbH & Co. KG konnten zwei neue Refinanzierungspartner gewonnen werden.

Der zu refinanzierende Kapitalbedarf (ohne Personalvorlaufkosten, diese werden nicht refinanziert) für das Geschäftsmodell der BVG Communication Technologies GmbH in Verbindung mit der BVG Financial Services GmbH betrug 2020 analog der Vorjahre wieder ca. 6,5 Mio. Euro und wurde hauptsächlich über unser Obligo freies Refinanzierungsmodell nach Fertigstellung und Abschluss der Projekte abgewickelt.

Die Gesellschaft ist von einem funktionierenden Kapitalmarkt abhängig, damit die Absatzfinanzierung der Kommunikationsanlagen für unsere Kunden ermöglicht werden kann. Wir steuern dieses Risiko über die Diversifizierung der Finanzierungen. So arbeiten wir auf der einen Seite mit ausgewählten Unternehmen der Leasingbranche zusammen und versuchen auch die Finanzierungen zu variieren, je nachdem was für unsere Kunden optimal ist.

3. Liquidität

Für die Abwicklung von Refinanzierungsgeschäften arbeitet die BVG Communication Technologies GmbH mit der BVG Financial Services GmbH über das Geschäftsmodell Vermieterwechselvertrag, d. h. der Refinanzierer tritt in den abgeschlossenen Mietvertrag als Vermieter mit allen Rechten und Pflichten ein. Sollte wider Erwarten einer der Endkunden ausfallen, so trägt das Risiko der jeweilige Refinanzierer (Obligo freies Refinanzierungsmodell). Die Höhe des Finanzierungsvolumens kann bei Abstellung der Bonität auf den Endkunden unbegrenzt ausgeschöpft werden.

Der Verkaufspreis wird von der BVG Communication Technologies GmbH an die BVG Financial Services GmbH (BFS) berechnet. Die Anlagen werden bei der BFS entweder in das Anlagevermögen genommen und eine Darlehensfinanzierung zwischen der BFS und der Bank geschlossen oder an Leasinggesellschaften verkauft.

4. IT-Sicherheit

Risiken bei der Entwicklung von IT-Lösungen, die der Unterstützung der Geschäftsprozesse dienen, steuern wir mit einem unternehmensweit verbindlichen Standard.

5. Personal

In der TK-/IT-Branche hat sich der Arbeitsmarkt zugunsten der Arbeitnehmer entwickelt. Der Mangel an Fachkräften und das Ringen um fachlich qualifizierte Mitarbeiter ist eine Herausforderung, der sich die BVG Communication Technologies GmbH in den nächsten Jahren weiter zuversichtlich stellen wird.

Der schwierige Personalbeschaffungsmarkt könnte für uns ein Risiko für die kommenden Jahre sein. Aus diesem Grund setzen wir auf konsequente Schulungen und Weiterbildungen unserer Mitarbeiter und werden in den kommenden Jahren weiterhin jungen Menschen die Möglichkeit zur Ausbildung in unserem Unternehmen geben.

 

München, 30. April 2021

BVG Communication Technologies GmbH

Günter Dallmayr, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 2.709.955,26 2.601.997,67
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 296.241,61 97.574,61
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 296.240,61 97.573,61
II. Sachanlagen 1.571.880,65 1.553.637,06
1. technische Anlagen und Maschinen 240.399,43 98.386,41
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.331.481,22 1.455.250,65
III. Finanzanlagen 841.833,00 950.786,00
1. Beteiligungen 1,00 1,00
2. sonstige Finanzanlagen 841.832,00 950.785,00
B. Umlaufvermögen 12.798.839,60 11.215.179,50
I. Vorräte 658.769,02 903.254,94
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.078.555,36 9.119.432,38
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.692.198,30 5.743.549,79
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.386.357,06 3.375.882,59
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.061.515,22 1.192.492,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 51.770,39 58.888,81
Bilanzsumme, Summe Aktiva 15.560.565,25 13.876.065,98

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 457.781,11 457.781,11
I. gezeichnetes Kapital 56.300,00 56.300,00
II. Gewinnrücklagen 46.016,27 46.016,27
III. Gewinnvortrag 355.464,84 355.464,84
IV. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 496.179,45 583.137,51
1. Steuerrückstellungen 10.924,00 58.329,16
2. sonstige Rückstellungen 485.255,45 524.808,35
C. Verbindlichkeiten 14.545.058,12 12.822.165,47
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.182.812,90 8.453.164,48
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 391.776,12 281.271,54
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.260.077,22 2.409.198,20
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.069.432,62 1.290.255,13
5. sonstige Verbindlichkeiten 640.959,26 388.276,12
davon aus Steuern 446.750,50 231.455,06
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 76.121,56 55.638,96
D. Rechnungsabgrenzungsposten 61.546,57 12.981,89
Bilanzsumme, Summe Passiva 15.560.565,25 13.876.065,98

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 10.476.140,89 10.014.790,72
2. Personalaufwand 5.715.459,09 5.511.761,90
a) Löhne und Gehälter 4.792.133,55 4.658.274,97
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 923.325,54 853.486,93
davon für Altersversorgung 42.208,26 39.731,34
3. Abschreibungen 569.375,88 446.732,08
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 569.375,88 446.732,08
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.081.756,30 3.215.109,07
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 68.775,77 52.733,56
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 485.443,37 288.001,38
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 55.842,00 58.246,00
8. Ergebnis nach Steuern 637.040,02 547.673,85
9. sonstige Steuern 24.073,57 26.678,82
10. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 612.966,45 520.995,03
11. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die BVG Communication Technologies GmbH mit Sitz in München ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Handelsregisternummer HRB 95451 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach § 266 Abs. 2 und 3 HGB; die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 275 Abs. 1 und 2 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur Gliederung des Materialaufwandes in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde von der Regelung des § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gemäß § 284 Abs. 3 HGB separat dargestellt.

Soweit die Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge nicht gegeben ist, wird hierauf einzeln hingewiesen. Von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit wurde ausgegangen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den allgemeinen Bewertungs- und Rechnungslegungsvorschriften des HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes.

Das Verrechnungsverbot gemäß § 246 Abs. 2 HGB wurde beachtet. Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit den jeweiligen Tageskursen oder den dazu vereinbarten Kursen in Ansatz gebracht.

III. Angaben zur Bilanz

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu vier Jahren), bewertet. Der derivative Firmenwert wurde über 15 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (pro rata temporis) entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer angesetzt.

Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände bis zu EUR 800,00 (netto), die selbständig genutzt werden können, werden aufwandswirksam erfasst.

Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, bewertet.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Erhaltene Boni und Rabatte wurden in Abzug gebracht.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Allen erkennbaren Risiken wurde durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Ermittlung der pauschalen Wertberichtigung erfolgte in Höhe von 1,0 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen.

Außerdem sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr allesamt eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 46,4) sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 44,3 (Vorjahr: TEUR 21,3) enthalten.

Es sind Forderungen gegenüber dem Gesellschafter der Muttergesellschaft bzw. dem Geschäftsführer in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 1.059,2) enthalten.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungen enthalten Zahlungen, die Aufwand oder Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Zahlungen für Versicherungen sowie Kfz-Steuern.

Das Stammkapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und der Eintragung im Handelsregister. Es ist voll einbezahlt.

Der Jahresüberschuss (TEUR 613,0) wurde von der Gesellschafterversammlung aufgrund des Gewinnabführungsvertrages an die Günter Dallmayr Holding GmbH abgeführt.

Der Bilanzgewinn per 31.12.2020 besteht aus dem vororganschaftlichen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 355,5.

Die Steuerrückstellungen beinhalten erwartete Nachzahlungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

Bezeichnung Rückstellungen für: 01.01.2020
TEUR
Verbrauch
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
31.12.2020
TEUR
Urlaub 75,28 50,00 0,00 44,81 70,09
Urlaub und Abfindungen Italien 11,65 0,00 0,00 6,66 18,31
Provision 136,93 100,00 0,00 9,53 46,46
Berufsgenossenschaft 35,00 35,00 0,00 38,00 38,00
Jahresabschluss/Steuererklärungen 16,00 16,00 0,00 16,00 16,00
Gewährleistungen 63,94 0,00 0,00 7,65 71,59
diverse Lieferantenrechnungen 36,00 36,00 0,00 74,81 74,81
USt aus Betriebsprüfung 150,00 0,00 0,00 0,00 150,00
524,80 237,00 0,00 197,46 485,26

In den sonstigen Rückstellungen ist eine Rückstellung für betriebliche Altersvorsorge in Italien (trattamento di fine rapporto (TFR-Rückstellung) in Höhe von 18,3 TEUR enthalten. Diese berechnet sich je Mitarbeiter für den ihm zustehenden altersvorsorgepflichtigen Anteil je Kalenderjahr und wird aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahr in Klammern) zusammengefasst dargestellt.

Verbindlichkeiten Stand zum Stichtag
TEUR
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
TEUR
Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren
TEUR
Restlaufzeit mehr als 5 Jahren
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 9.182,8 3.400,0 3.232,1 2.550,7
(8.453,0) (3.890,1) (2.995,8) (1.567,0)
erhaltene Anzahlungen 391,8 391,8 0,0 0,0
(281,3) (281,3) (0,0) (0,0)
aus Lieferungen und Leistungen 2.260,1 2.260,1 0,0 0,0
(2.409,2) (2.409,2) (0,0) (0,0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 2.069,4 2.069,4 0,0 0,0
(1.290,3) (1.290,3) (0,0) (0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 641,0 641,0 0,0 0,0
(388,3) (388,3) (0,0) (0,0)
14.545,1 8.762,3 3.232,1 2.550,7
(12.822,2) (8.259,4) (2.995,8) (1.567,0)

IV. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Form des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt.

Die Umsatzerlöse gliedern sich im Wesentlichen auf in Erlöse aus Handel, Dienstleistungen, Projektmanagementleistungen, Vermietung und Wartung von Telekommunikationssystemen, sowie sonstige betriebliche Erlöse.

TEUR
Handel 12.257,2
Dienstleistungen 3.577,2
Projektmanagementleistungen 1.214,3
Vermietung 515,1
Wartung 3.127,0
sonstige Erlöse 22,4
20.713,3

Zur Gliederung des Materialaufwandes in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde von der Regelung des § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht.

Im Materialaufwand sind außerordentliche Aufwendungen in Höhe von etwa TEUR 600,0 enthalten, die die Rückabwicklung eines Vertrages betreffen.

V. Sonstige Angaben

Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer

2020 2019
Geschäftsführer 1 1
Mitarbeiter 87 84
88 85

Geschäftsführer

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Günter Dallmayr, Kaufmann.

Der Geschaftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf eine Angabe der Gesamtbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Organe der Gesellschaft

Die BVG Communication Technologies GmbH, München, wird in den Konzernabschluss der Günter Dallmayr Holding GmbH mit Sitz in Planegg, Ortsteil Martinsried einbezogen. Sie ist das Mutterunternehmen des größten und kleinsten Konsolidierungskreises.

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

TEUR
Bürgschaften 58,4
Gewährleistungsverträge 12.210,9
12.269,3

Die Haftung aus Gewährleistungsverträgen betrifft die vermittelten Leasing- und Finanzierungsverträge im Konzernverbund.

Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Geschäftssituation der Gesellschaften und Personen, zu deren Gunsten die Sicherheiten bestellt sind, derzeit nicht gerechnet.

sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.150,2 (Vorjahr: TEUR 2.089,2) setzen sich wie folgt zusammen:

Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
refinanzierte Mietverträge 1.074,3 671,0 403,3 0,0
Miete Gebäude 403,6 263,4 140,2 0,0
Leasing PKW 672,3 672,3 0,0 0,0
2.150,2 1.606,7 543,5 0,0

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 613,0 (Vorjahr: TEUR 521,0) wird aufgrund des Gewinnabführungsvertrages an die Günter Dallmayr Holding GmbH abgeführt.

Nachtragsbericht

Der Gewinnabführungsvertrag vom 19. Dezember 2008 mit der Günter Dallmayr Holding GmbH ist durch Aufhebung mit Ablauf des 31. Dezember 2020 beendet. Dadurch werden die Gewinn ab dem Jahr 2021 thesauriert.

Angaben zur COVID-19-Pandemie

Die COVID-19-Pandemie hatte im Jahr 2020 große Auswirkungen auf die Wirtschaft. Durch den fast weltweit verhängten Lockdown wurden viele Wirtschaftsbereiche zeitweise herunter gefahren und gestoppt. Der gesamtwirtschaftliche Rückgang lag in Deutschland im Jahr 2020 bei knapp 5 %.

Unser Geschäft profitiert von der Digitalisierung. Auf der anderen Seite gibt es durch den Einbruch bei vielen Unternehmen eine geringere Nachfrage. Wir konnten diese Entwicklungen so für uns nutzen, dass wir den Umsatz im Jahr 2020 gesteigert haben.

Für das Jahr 2021 ist die Entwicklung offen.

 

München, 30. April 2021

BVG Communication Technologies GmbH

Günter Dallmayr, Geschäftsführer

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2020
EUR
Zugänge
EUR
davon FK-Zinsen
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2020
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 256.668,55 379.457,60 0,00 0,00 0,00 636.126,15
Geschäfts- oder Firmenwert 10.225,84 0,00 0,00 0,00 0,00 10.225,84
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 266.894,39 379.457,60 0,00 0,00 0,00 646.351,99
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 627.639,12 203.357,07 0,00 0,00 0,00 830.996,19
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.220.105,49 203.471,80 0,00 0,00 0,00 3.423.577,29
Summe Sachanlagen 3.847.744,61 406.828,87 0,00 0,00 0,00 4.254.573,48
Finanzanlagen
Beteiligungen 2.500,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.500,00
sonstige Ausleihungen 932.025,00 89.781,62 0,00 198.734,62 0,00 823.072,00
Genossenschaftsanteile 18.760,00 0,00 0,00 0,00 0,00 18.760,00
Summe Finanzanlagen 953.285,00 89.781,62 0,00 198.734,62 0,00 844.332,00
Summe Anlagevermögen 5.067.924,00 876.068,09 0,00 198.734,62 0,00 5.745.257,47
kumulierte Abschreibungen 01.01.2020
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2020
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 159.094,94 180.790,60 0,00 0,00 0,00 339.885,54
Geschäfts- oder Firmenwert 10.224,84 0,00 0,00 0,00 0,00 10.224,84
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 169.319,78 180.790,60 0,00 0,00 0,00 350.110,38
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 529.252,71 61.344,05 0,00 0,00 0,00 590.596,76
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.764.854,84 327.241,23 0,00 0,00 0,00 2.092.096,07
Summe Sachanlagen 2.294.107,55 388.585,28 0,00 0,00 0,00 2.682.692,83
Finanzanlagen
Beteiligungen 2.499,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.499,00
sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 2.499,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.499,00
Summe Anlagevermögen 2.465.926,33 569.375,88 0,00 0,00 0,00 3.035.302,21
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2020
EUR
Buchwert 31.12.2019
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 296.240,61 97.573,61
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1,00 1,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 296.241,61 97.574,61
Sachanlagen
technische Anlagen und Maschinen 0,00 240.399,43 98.386,41
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.331.481,22 1.455.250,65
Summe Sachanlagen 0,00 1.571.880,65 1.553.637,06
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 1,00 1,00
sonstige Ausleihungen 0,00 823.072,00 932.025,00
Genossenschaftsanteile 0,00 18.760,00 18.760,00
Summe Finanzanlagen 0,00 841.833,00 950.786,00
Summe Anlagevermögen 0,00 2.709.955,26 2.601.997,67

sonstige Berichtsbestandteile

 

München, 30. April 2021

BVG Communication Technologies GmbH

Günter Dallmayr, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.12.2021 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BVG Communication Technologies GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der BVG Communication Technologies GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der BVG Communication Technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Leipzig, 30. April 2021

Dipl.-Kfm. Björn Reinhardt, Wirtschaftsprüfer

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