Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 63210
Eingetragen
6.10.1980
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Gegenstand
Der Vertrieb von Arzneimitteln, medizinischen Produkten, Heil- und Hilfsmitteln sowie allen anderen Produkten, die in Apotheken, Sanitätshäusern, Drogerien und ähnlichen Geschäften verkauft werden. Ausgenommen hiervon ist der Vertrieb der vorgenannten Produkte an den Endverbraucher. Die Gesellschaft kann alle sonstigen Geschäfte betreiben, die hiermit unmittelbar oder mittelbar zusammenhängen

Historie

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Management

NameRolle
Anne Hellermann
seit 22.11.2024
Prokura
Marc Hargarter
seit 8.1.2024
Geschäftsführer
Thomas Fanroth
seit 23.11.2023
Prokura
Manuel Dr. Reinert
seit 25.11.2022
Prokura
Prokura
Heiko Siersdorfer
seit 8.11.2018
Prokura
Thomas Vogt
seit 9.12.2011
Prokura
Jörg Geller
seit 20.7.2010
Geschäftsführer
Christoph Dr. Frick
seit 23.8.2004
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
KOHL MEDICAL AGEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
KOHL MEDICAL AG
Germany
26.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

kohlpharma GmbH

Merzig

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2005

Lagebericht



Umsatzsteigerung um ca. 22,5 %

Seit dem Jahre 2002 hat sich nochmals besonders gezeigt, dass der deutsche Pharmamarkt ein stark regulierter Markt ist, der von staatlich dirigistischen Maßnahmen geprägt ist. Dabei zeigt sich insbesondere die Höhe des mehr oder weniger willkürlich festgelegten Herstellerrabattes für uns von entscheidender Bedeutung. Nachdem der Herstellerrabatt im Jahre 2003 mit 6% eingeführt wurde, erhöhte sich dieser im Jahre 2004 auf 16% um dann wieder auf 6% im Jahre 2005 gesenkt zu werden.

Die vom Gesetzgeber im Jahre 2005 eingeführten zusätzlichen Festbetragsgruppen tangierten unser Sortiment und damit unsere Umsätze hingegen nur geringfügig.

Bei der mit 5% gleich gebliebenen Importquote und einem auch aufgrund statistischer Basiseffekte in 2005 deutlich gestiegenem Pharmamarkt sowie der infolge des geringeren Herstellerrabattes verbesserten Sortiments- und Angebotssituation konnte der Umsatz im Berichtsjahr um ca. 22,5 % auf EUR 594 Mio. (Vorjahr: EUR 485 Mio.) gesteigert werden.

Problematisch waren auch in 2005 wiederum die Bedingungen auf den Beschaffungsmärkten, da dort tendenziell steigende Nachfrage auf weniger Angebot trifft. Aus diesem Grunde waren wir bei vielen Produkten oft nicht lieferfähig.

Überproportionaler Ertragszuwachs

Aufgrund des reduzierten Herstellerrabattes konnte sich die Handelsspanne wieder auf 19,5% (Vorjahr: 15,0%) erholen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Berichtsjahr von EUR 30,8 Mio. um 13 1 % auf EUR 71,1 Mio. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die in 2004 für Hersteller-Zwangsrabatte gebildeten Rückstellungen (Nachforderungen der Krankenkassen wegen Mehrwertsteuer auf Herstellerrabatt) in Höhe von rd. EUR 11,7 Mio. aufgrund einer überraschenden politischen Einigung mit den Krankenkassenverbänden in voller Höhe ertragswirksam aufgelöst werden konnte.

Investitionen

Die Investitionen des Jahres 2005 beliefen sich auf EUR 2,0 Mio. Schwerpunkte der Investitionsmaßnahmen bildeten die Erweiterung der ERP-Software sowie Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im Bereich Hardware und Betriebsausstattung.

Zahl der Mitarbeiter leicht gestiegen

Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Berichtszeitraum von 887 auf 907 und damit im Vergleich zur Umsatzentwicklung um ca. 2% deutlich unterproportional.

Wie in den Vorjahren wurden dabei Serviceleistungen, insbesondere im Personalbereich, für die MTK-PHARMA Vertriebs-GmbH erbracht.

Ein besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihrer Einsatzbereitschaft und hervorragenden Leistungen wiederum entscheidend zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben.

Risikobericht

Das Risikomanagement ist in unserer Gesellschaft integraler Bestandteil aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse. Als Grundlagen der organisatorischen Einbindung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe sind vor allem die Managementstruktur, das Planungssystem sowie detaillierte Berichts- und Informationssysteme anzusehen. Das Ziel unseres Risikomanagement ist es, die internen und externen Risiken für unsere Geschäftsentwicklung zeitnah zu erfassen und zu bewerten, um anschließend gegebenenfalls die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.

Im Geschäftsjahr 2005 wurden keine Risiken ermittelt, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Das größte Risiko besteht - wie die beiden vergangenen Jahre gezeigt haben - in regulierenden Eingriffen der Politik. Diese lassen sich jedoch nur schwer vorhersehen und es ist meist schwierig, darauf zu reagieren.

Ein weiteres Risiko ist in den Beschaffungsmärkten zu sehen. Die Original-Hersteller versuchen nach wie vor, die einzelnen europäischen Märkte zu kontingentieren um mögliche Exporte zu verhindern. Diesbezüglich sind bei der EU diverse Beschwerdeverfahren anhängig, die teilweise über den EAEPC (Verband der europäischen Im- und Exporteure), dem auch wir angehören, initiiert wurden, um das wettbewerbsbeschränkende Verhalten zu verhindern. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich die Abgabepreise in den verschiedenen Ländern der EU sukzessive angleichen. Diese Gefahr hat sich allerdings bislang meist als unbegründet erwiesen.

Währungs- und Zinsrisiken spielen eine untergeordnete Rolle. In Fremdwährung werden weniger als 15% unserer Einkäufe getätigt, auf der Absatzseite wird ausschließlich in EUR abgerechnet. Die Währungs- und Zinsrelationen werden ständig beobachtet. Die Absicherung von Währungs- und Zinspositionen erachten wir nur in einzelnen Fällen für erforderlich.

Rechtliche Risiken ergeben sich vor allem aus dem Vertrieb unserer Produkte. Als größter Arzneimittelimporteur Europas stehen wir bei den Original-Herstellern unter besonderer Beobachtung. Kleinste rechtliche Lücken oder Unklarheiten werden genutzt, um uns im Vertrieb zu behindern oder im Extremfall uns den Vertrieb in Gänze untersagen zu lassen. Außerdem tragen wir das Risiko von Marktrücknahmen, da wir als Importeur arzneimittelrechtlich als Hersteller gelten und in den Fällen, in denen Original-Hersteller ihre Produkte zurückrufen, dies ebenfalls tun müssen. Für die aus den vorerwähnten Fällen möglicherweise drohenden Kosten (Verfahrenskosten, Schadenersatz, Rücknahmekosten etc.) haben wir im Bereich der Rückstellungen Vorsorge getroffen.

Ausblick

Das gesamtkonjunkturelle Umfeld mit einer auf hohem Niveau befindlichen Arbeitslosenquote sowie einem vergleichsweise unterdurchschnittlichem Wirtschaftswachstum wird zusammen mit der Entwicklung der Altersstruktur der Bevölkerung weiter Druck auf die Einnahmenseite der Kostenträger ausüben.

Zwar ist die Nachfrage nach Arzneimitteln grundsätzlich eher konjunkturunabhängig und wird sich wegen der älter werdenden Bevölkerung mittel- und langfristig weiter erhöhen, jedoch könnten Defizite auf der Einnahmenseite der Kostenträger zu weiteren staatlichen Eingriffen auf der Ausgabenseite führen.

Zum 01.05.2006 ist das Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung (AVWG) in Kraft getreten. Neben dem Verbot von sogenannten Naturalrabatten gegenüber den Apotheken und einem Preismoratorium bis zum 31.03.2008 sind im Bereich der Generika zusätzliche Abschläge (Herstellerrabatte) gegenüber der GKV zu erbringen. Gerade Letzteres kann unsere über das komplette Sortiment betrachtete Handelsspanne um bis zu einem Prozentpunkt reduzieren.

Darüber hinaus arbeitet die Bundesregierung an einer "großen" Gesundheitsreform, die allerdings in Hauptsache die Finanzierung unseres Gesundheitssystems novellieren soll. Erste Eckpunkte der Reform sollen im Frühsommer bekannt gegeben werden. Auswirkungen auf das Jahr 2006 sind demnach nicht mehr zu erwarten.

Insgesamt erwarten wir für das Jahr 2006 zwar leicht steigende Umsätze, aber auch eine infolge des AVWG und stärker werdenden Wettbewerbsdruck etwas nachgebende Handelsspanne und damit ein etwas schwächeres Ergebnis.

 

Merzig, im Mai 2006

kohlpharma GmbH

Die Geschäftsführung



Bilanz zum 31. Dezember 2005



Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagenvermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.767.998,15 6.822.502,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 873.000,20 1.006.196,20
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.311.264,25 3.694.014,91
4.184.264,45 4.700.211,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.250,00 12.250,00
2. Rückdeckungsversicherungsansprüche 3.020.067,77 2.096.860,10
3.032.317,77 2.109.110,10
12.984.580,37 13.631.824,13
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Waren 73.145.050,00 57.986.341,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.026.387,68 21.498.570,23
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 891,53 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.193.039,20 1.130.210,07
20.220.318,41 22.628.780,30
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.476,38 6.251.511,14
93.371.844,79 86.866.632,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 273.427,00 429.871,00
106.629.852,16 100.928.327,57

Passivseite

Vorjahr
EUR
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II Gewinnvortrag 103.827,85 103.827,85
129.827,85 129.827,85
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.542.768,00 1.115.612,00
2. Sonstige Rückstellungen 28.747.840,00 34.269.055,00
30.290.608,00 35.384.667,00
C. VEerbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.584.719,04 1.626.097,55
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.044.169,60 20.161.612,63
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 45.839.727,06 34.269.265,52
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.740.800,61 9.356.857,02
- davon aus Steuern: EUR 205.465,33 (Vj.: EUR 192.529,76)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 659.127,98
(Vj.: EUR 636.680,79)
76.209.416,31 65.413.832,72
106.629.852,16 100.928.327,57

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005



2005
Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 594.095.789,56 485.110.585,31
2. Sonstige betriebliche Erträge 20.467.126,00 20.993.137,44
614.562.915,56 506.103.722,75
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (478.602.245,29) (412.543.255,73)
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (23.380.750,28) (22.127.974,49)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (4.789.289,25) (4.597.021,92)
- davon für Altersversorgung: EUR 430.674,74 (Vj.: EUR 312.915,87)
(28.170.039,53) (26.724.996,41)
5. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (3.538.979,57) (3.738.868,53)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (33.314.704,07) (32.495.192,14)
(543.625.968,46) (475.502.312,81)
70.936.947,10 30.601.409,94
7. Erträge aus Beteiligungen 37.986,92 7.616,44
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 37.986,92 (Vj.: EUR 7.616,44)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.572.828,81 1.221.567,21
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 185.935,00 (Vj.: EUR 0,00)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (791.627,80) (111.300,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (4.658.346,92) (896.391,11)
160.841,01 221.492,54
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 71.097.788,11 30.822.902,48
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8.623,20) (1.478,12)
13. Sonstige Steuern (14.581,07) (8.942,74)
(23.204,27) (10.420,86)
14. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn (71.074.583,84) (30.812.481,62)
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005



A. Allgemeine Angeben

Generalnorm

Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2005 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, die ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie die Regelungen des Gesellschaftsvertrages zu Grunde.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB Anwendung.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a und 276-278 HGB, erstellt.

Gliederung

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Die Ansatzwahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

2. Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Bewertungsvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 279-283 HGB, erstellt.

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Sachanlagen

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bzw. mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten alle steuerlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bzw. mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten alle steuerlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgten unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen. Die Vermögensgegenstände wurden zum Teil linear, zum Teil degressiv abgeschrieben; der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgte, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungen führte.

Geringwertige Anlagegüter wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang im Anlagenspiegel gezeigt.

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen

sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Rückdeckungsversicherungsansprüche

sind mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der Versicherungsgesellschaft bewertet.

UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte

Waren

sind unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten auf Grundlage der gleitenden Durchschnittswertmethode bewertet. Auf Basis der verlustfreien Bewertung und für nicht gängige Artikel wurden Bewertungsabschläge in Höhe von TEUR 4.717 vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Förderungen aus Lieferungen und Leistungen

sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für zweifelhafte Forderungen sind Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 88 vorgenommen worden. Bei den verbleibenden Forderungen ist eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 167 abgesetzt, die dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko Rechnung trägt.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände

sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. Es wurde eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 112 vorgenommen.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

sind zum Nennwert angesetzt.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten

sind zu Anschaffungskosten bewertet.

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6,0 % gemäß § 6 a Abs. 3 EStG mit dem Teilwert bewertet.

Sonstige Rückstellungen

wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach dem Grundsatz vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken.

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten

sind mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

1.1 Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Gliederung und die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2005 sind im Anlagenspiegel dargestellt.

1.2 Angabe von Name und Sitz anderer Unternehmen, an denen die Gesellschaft mit mindestens 20 % beteiligt ist, sowie Angabe der Höhe des Kapitalanteils, Eigenkapitals und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorliegt

Die Gesellschaft ist an folgendem Unternehmen beteiligt:

Anteilsquote
%
Gesellschaftskapital
EUR
Ergebnis 2005
EUR
Lux Medial SARL & Co., Remerschen, Luxemburg 49 25.000,00 77.524,33

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Restlaufzeiten

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten - nach Größenmerkmalen geordnet - TEUR 22.750 für Kundenretouren und Risiken im Arzneimittelbereich, TEUR 4.447 für Erlösschmälerungen, TEUR 960 für noch nicht abgerechnete erhaltene Lieferungen und Leistungen sowie TEUR 591 für sonstige Personalaufwendungen.

4. Verbindlichkeiten

4.1 Restlaufzeiten

Die Restlaufzeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel.

4.2 Sicherheiten

Bezüglich der Verbindlichkeiten gegenüber der Sparkasse Merzig-Wadern in Höhe von TEUR 1.446 sind als Sicherheiten Grundpfandrecht in Höhe von TEUR 4.499, lastend auf dem Objekt "Hotel zur Post", 66706 Perl, und dem Büro- und Lagergebäude, 66706 Perl, eingetragen.

4.3 Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 45.175.

D. ERrläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Bei den ausgewiesenen Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 594.096 (Vj.: TEUR 485.111) handelt es sich im Wesentlichen um Inlandserlöse aus dem Großhandel, aus dem Handel mit Apotheken sowie mit verbundenen Unternehmen. Die Rabatte gern. dem Beitragssatzsicherungsgesetz in Höhe von TEUR 21.871 sind als Erlösschmälerung enthalten.

Aufgliederung:

TEUR
Großhandel 404.870
Apotheken 129.134
verbundene Unternehmen 81.963
Herstellerrabatte (21.871)
594.096

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 11.967 enthalten. Davon betreffen TEUR 11.841 die Auflösung von sonstigen Rückstellungen.

E. Sostige Angeben

1. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft haftet der Sparkasse für Verpflichtungen der Kohlkonzernunternehmen für gesamtschuldnerisch zugesagte Kontokorrent-Kreditlinien in Höhe von EUR 12,5 Mio.

Gegenüber der Bank 1 Saar eG haftet die Gesellschaft für Verpflichtungen der Kohl-Konzernunternehmen für gesamtschuldnerisch zugesagte Kontokorrent-Kreditlinien in Höhe von EUR 10,0 Mio.

Die Gesellschaft haftet des weiteren der Commerzbank AG für Verpflichtungen der Kohl-Konzernunternehmen für gesamtschuldnerisch zugesagte Kontokorrent-Kreditlinien in Höhe von EUR 25,6 Mio.

Außerdem haftet die Gesellschaft der Bayerischen Hypo- und Vereinsbank AG für Verpflichtungen der Kohl-Konzernunternehmen für gesamtschuldnerisch zugesagte Kontokorrent-Kreditlinien in Höhe von EUR 6,0 Mio.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Es bestehen Mietverträge für Gebäude sowie Leasingverträge mit Leasinggesellschaften für Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die künftigen finanziellen Verpflichtungen aus den Miet- und Leasingverträgen betragen für die Grundmietzeiten insgesamt TEUR 264 (netto).

3. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres

Der durchschnittliche Stand der Beschäftigtenzahl (§ 285 Nr. 7 HGB) betrug während des Geschäftsjahres 897 Mitarbeiter (Vj.: 888 Mitarbeiter). Davon waren 17 Personen Aushilfskräfte.

4. Organmitglieder

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren im Berichtsjahr

Herr Edwin Kohl, Dipl. Ökonom, Perl, und
Frau Dr. Drahoslava Altenburg-Kohl, Ärztin, Perl.

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bezüglich der Angabe der Bezüge der Geschäftsleitung macht die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2005 von den Erleichterungsbestimmungen in § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

5. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss

der KOHL MEDICAL AG, Perl,

einbezogen.

F. Unterschrift nach § 245 HGB

kohlpharma GmbH

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2005

 

Merzig, 24. Mai 2006

Edwin Kohl, Geschäftsführer

Dr. Drahoslava Altenburg-Kohl, Geschäftsführerin



Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am
1.1.2005
Zugänge
Abgänge
Stand am
31.12.2005
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.281.749,52 1.078.239,43 72.561,67 11.287.427,28
2. Geleistete Anzahlungen 1.053.118,56 0,00 0,00 1.053.118,56
11.334.868,08 1.078.239,43 72.561,67 12.340.545,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.452.582,96 0,00 0,00 5.452.582,96
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.013.288,55 915.948,96 2.538.621,62 12.390.615,89
19.465.871,51 915.948,96 2.538.621,62 17.843.198,85
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.250,00 0,00 0,00 12.250,00
2. Rückdeckungsversicherungsansprüche 2.096.860,10 923.207,67 0,00 3.020.067,77
2.109.110,10 923.207,67 0,00 3.032.317,77
32.909.849,69 2.917.396,06 2.611.183,29 33.216.062,46
Abschreibungen Buchwerte
Stand am
1.1.2005
EUR
Zu-
gänge
EUR
Ab-
gänge
EUR
Stand am
31.12.2005
EUR
Stand am
31.12.2005
EUR
Stand am
31.12.2004
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.459.246,60 2.130.331,39 70.148,86 5.519.429,13 5.767.998,15 6.822.502,92
2. Geleistete Anzahlungen 1.053.118,56 0,00 0,00 1.053.118,56 0,00 0,00
4.512.365,16 2.130.331,39 70.148,86 6.572.547,69 5.767.998,15 6.822.502,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.446.386,76 133.196,00 0,00 4.579.582,76 873.000,20 1.006.196,20
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.319.273,64 1.275.452,18 2.515.374,18 9.079.351,64 3.311.264,25 3.694.014,91
14.765.660,40 1.408.648,18 2.515.374,18 13.658.934,40 4.184.264,45 4.700.211,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 12.250,00 12.250,00
2. Rückdeckungsversicherungs-
ansprüche
0,00 0,00 0,00 0,00 3.020.067,77 2.096.860,10
0,00 0,00 0,00 0,00 3.032.317,77 2.109.110,10
19.278.025,56 3.538.979,57 2.585.523,04 20.231.482,09 12.984.580,37 13.631.824,13

Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2005
Restlaufzeit
bis zu einem
Jahr
Restlaufzeit
zwischen einem
und fünf Jahren
Restlaufzeit
über fünf
Jahren
Gesamt
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 326.941,76 843.795,56 413.981,72 1.584.719,04
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.044.169,60 0,00 0,00 22.044.169,60
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen         
    Unternehmen
45.839.727,06 0,00 0,00 45.839.727,06
4. Sonstige Verbindlichkeiten 6.740.800,61 0,00 0,00 6.740.800,61
74.951.639,03 843.795,56 413.981,72 76.209.416,31
Vorjahr
Restlaufzeit
zwischen einem
und fünf Jahren
Restlaufzeit
über fünf
Jahren
Restlaufzeit
über fünf
Jahren
Gesamt
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber
    Kreditinstituten
180.509,00 805.934,11 639.654,44 1.626.097,55
2. Verbindlichkeiten aus
    Lieferungen und Leistungen
20.161.612,63 0,00 0,00 20.161.612,63
3. Verbindlichkeiten gegenüber
    verbundenen Unternehmen
34.269.265,52 0,00 0,00 34.269.265,52
4. Sonstige Verbindlichkeiten 9.356.857,02 0,00 0,00 9.356.857,02
63.968.244,17 805.934,11 639.654,44 65.413.832,72

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers



Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der kohlpharma GmbH, Merzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDA) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Nürnberg, den 24. Mai 2006

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Rödl, Wirtschaftsprüfer

Prestel, Wirtschaftsprüfer



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