Stammdaten

Register
Amtsgericht Bonn HRB 10373
Eingetragen
27.7.1978
Branche
Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und GewürzenBeteiligungsgesellschaftenVerarbeitung von Kaffee und Tee, Herstellung von Kaffee-Ersatz
Gegenstand
die permanente Weiterentwicklung eines Teevertriebssystems unter dem Markennamen TeeGschwendner auf Basis von Kooperation, Franchising, Filialwesen und eines Online-Shops sowie der Import und Export, der Einkauf, die Veredelung, die lebensmittelchemische Qualitätssicherung und der Verkauf von Tee und Teezubehör. Darüber hinaus ist Gegenstand des Unternehmens der Verkauf von sonstigen Lebensmitteln und verwandten Produkten unter weiteren Markennamen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Birgit Rohn
seit 14.1.2022
Geschäftsführer
Jonathan Gschwendner
seit 14.6.2019
Geschäftsführer
Gerald Strothmann
seit 7.1.2019
Prokura
Thomas Holz
seit 17.10.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
37.30%
37.30%
K** F*****
12.70%

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Bonn
157.147 €
37.30%
Bonn
157.147 €
37.30%
K** F*****
53.353 €
12.70%
K*** G**********
33.697 €
8.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TeeGschwendner GmbH

Meckenheim

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

TeeGschwendner GmbH, Meckenheim

1 Grundlagen des Unternehmens

Die TeeGschwendner GmbH ist schwerpunktmäßig im deutschen Einzelhandel tätig. In der Vertriebsform des Franchisings und mit Eigenbetrieben ist TeeGschwendner an 125 Standorten in Deutschland und darüber hinaus mit einem zentral geführten Onlineshop vertreten und hat sich durch kontinuierliche Expansion zum Marktführer des deutschen Teefacheinzelhandels entwickelt. Rund 340 Sorten loser Tee und teeähnliche Produkte werden dem Kunden angeboten. Hierzu gehören klassische und aromatisierte Schwarz- und Grüntees, Weißer Tee, Rooibos, Honeybush, Früchtetees und Kräutertees aus vorzugsweise biologischem Anbau. Teeprodukte von höchster Qualität kombiniert mit einem schlüssigen Konzept der Selbstständigkeit bilden die Grundlagen des Unternehmenserfolgs.

TeeGschwendner ist auch stationär in ausländischen Märkten aktiv. Im Franchising führen unsere Partner Fachgeschäfte in Luxemburg, Österreich und Kuwait. Zudem gibt es Großhandelskunden in europäischen Nachbarländern sowie in den USA.

TeeGschwendner steht für ausgezeichnete Produktqualität und höchste Produktsicherheit. Der Einkauf erfolgt nach festgelegten Qualitätskriterien. Bereits vor der Einkaufsentscheidung werden die Tees auf sensorische Qualitätskriterien sowie auf unerwünschte Rückstände und Kontaminanten untersucht. Tee aus biologischem Anbau wird bevorzugt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wie auch im Vorjahr lag zwar der aktuelle Tee-Report 2023 bei Erstellung des Lageberichts vor, nicht jedoch das Ergebnis der Erhebung des Deutschen Tee & Kräuterteeverbandes zur Marktentwicklung für das Jahr 2023. Deshalb haben wir bei der Erläuterung der Rahmenbedingungen weitgehend auf zahlenmäßige Darstellungen verzichtet bzw. die aktuellen Daten aus dem Jahr 2022 herangezogen:

"Auch 2022 zeigte sich der Absatz von Tees, Kräuter- und Früchtetees erfreulich stabil und übersteigt weiterhin das Niveau der Zeit vor der Pandemie. 69,1 Liter haben die deutschen Teefans im Jahr 2022 getrunken, davon 27,8 Liter Schwarz- und Grüntee sowie 41,3 Liter Kräuter- und Früchtetee. Insgesamt wurden in Deutschland 59.929 Tonnen Tee konsumiert, das sind pro Tag knapp 132 Millionen Tassen oder pro Stunde fast 5,5 Millionen Tassen. Nach dem vorhergehenden Rekordjahr sank der Absatz um 3 % und lag damit immer noch erfreulich hoch."

(Quelle: Deutscher Tee & Kräutertee Verband, Tee Report 2023)

Mit diesen guten Ergebnissen bleibt Tee weiterhin auf der Erfolgsspur. Zuhause und im Homeoffice wurde deutlich mehr Tee getrunken und auch bei Hotellerie und Gastronomie setzte nach den Lockdowns der Pandemie eine deutliche Erholung ein. Branchenweite Störungen der Lieferketten konnten überwunden werden und traditionell partnerschaftliche Kontakte zu den Erzeugern bewährten sich auch in Krisenzeiten.

Der Marktanteil von Kräuter- und Früchtetees betrug insgesamt 67,8 %, der Anteil von Schwarz- und Grüntees dementsprechend 32,2 %.

Die Distributionswege wurden auch in 2022 vom traditionellen Lebensmittelhandel (39,4 %), den Discountern (19,6 %) und dem stationären Tee-Facheinzelhandel (11,5 %) sowie den Drogeriemärkten (10,5 %) dominiert. Zuwächse verzeichneten die Tee-Fachgeschäfte und der Online-Handel, wie auch die Drogeriemärkte und die Gastronomie.

Sowohl im Onlinehandel als auch im stationären Facheinzelhandel erscheinen immer wieder neue Marken, Konzepte und Produkte. Supermärkte und Drogerien bieten eine breite Auswahl an Tees in verschiedensten Verpackungsformen, häufig verstärkt im Bereich Kräuter- und Früchtetee. Darüber hinaus versuchten sich internationale Wettbewerber in der Vergangenheit mit Fachgeschäften im deutschen Markt. Die Bestrebungen verliefen jedoch erfolglos. Heimische Start-ups entstehen in unregelmäßigen Abständen, haben sich bis dato jedoch nicht dauerhaft etablieren können.

Die Marktbereinigung unter lokalen, stationären Einzelhändlern hat sich - insbesondere aufgrund ausbleibender Nachfolgeregelungen - fortgesetzt. Tee ist angesagter denn je und zielt auf die großen Trends im Kaufverhalten wie Gesundheit, Achtsamkeit, Genuss und Nachhaltigkeit ab. Die Zahlen zeigen, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher die zahlreichen positiven Eigenschaften von Tee auch langfristig schätzen gelernt haben. Der Trend zu hochwertigen Tees für alle Genuss- und Lebenslagen setzt sich weiter fort. Einen wahren Boom erleben Tees in Bioqualität. Der Bio-Anteil bei Tees, Kräuter- und Früchtetees lag in 2022 bei inzwischen 15,6 %.

China, Indien, Kenia und Sri Lanka sind und bleiben die größten Tee-Produzenten der Welt.

Die Welt-Teeproduktion lag in 2022 bei knapp 6,5 Millionen Tonnen weltweit - ein geringfügiger Zuwachs von 0,1 % gegenüber dem Vorjahr. Der Exportanteil aller Herkunftsländer sinkt allerdings kontinuierlich zugunsten eines spürbar steigenden Eigenbedarfs in den Tee-Anbauländern.

Sowohl diese steigende Nachfrage auch nach hochwertigem Tee in den Erzeugerländern als auch die weiter wachsenden Qualitätsanforderungen in Europa führen zu zunehmenden Herausforderungen auf der Beschaffungsseite. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen und für weitere Preissteigerungen der Rohware sorgen.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Unternehmen konnte seine Marktposition in 2023 weiter ausbauen.

TeeGschwendner ist zum Ende des Berichtszeitraums mit 125 Teefachgeschäften in Deutschland vertreten. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurden 25 Fachgeschäfte als Eigenbetriebe geführt, die zum Geschäftsjahresschluss weiterhin bestehen. Die Standorte München, Oberhausen, Mühlheim sowie Köln-Weiden wurden in 2023 vom Franchising in Eigenbetriebe überführt. An neue Betreiber wurden die Standorte Leuna, Hamm und Regensburg übergeben.

Die Umstellung auf das neue Ladenbaukonzept von bestehenden Geschäften wurde weiter vorangetrieben. Weitere sechs Fachgeschäfte wurden auf das jüngste Design umgestellt.

Die Entwicklung des Kundenbindungssystems PAYBACK verläuft weiterhin gut. Die Umsätze verschieben sich wieder hin zum stationären Handel.

Das Unternehmen absolvierte eine erneute IFS Zertifizierung nach neuestem Standard (IFS Standard 7) im Juni 2023 auf einem nach wie vor hohen Niveau von 96,9 %.

Unser neuster Nachhaltigkeitsbericht ist im Jahr 2024 erschienen.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind insgesamt von 2022 auf 2023 mit 38,0 Mio. EUR (Vorjahr: 36,6 Mio. EUR) um 3,9 % gestiegen. Diese enthalten im Wesentlichen Erlöse aus dem Warengeschäft, aber auch Erlöse aus Mieteinnahmen, Werbepoolerlöse, Erträge aus der Erstattung für Ladenbau sowie Erträge aus Anlagenvermietung. Hierbei sind die Umsatzerlöse aus Warenverkauf gestiegen, wobei eine teilweise Verschiebung des Onlinehandels zum stationären Handel stattgefunden hat.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind auf 169 TEUR gesunken (Vorjahr: 491 TEUR). Im Vorjahr enthalten diese eine einmalige erhöhte Auflösung nicht in Anspruch genommener Rückstellungen in Höhe von rd. 404 TEUR.

Die Rohertragsmarge aus dem Handelsgeschäft (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand zzgl. Bestandsveränderungen; im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) ist um 1,39 Prozentpunkte gestiegen und liegt dennoch unter den Erwartungen. Dies ist zum einen auf eine Verschiebung in den Vertriebskanälen und zum anderen auf eine Verzögerung der Weitergabe von Preissteigerungen bei Rohwaren zurückzuführen

Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um 10,6 % gestiegen. Dies resultiert aus der Zunahme der Eigenbetriebe, wie auch den Gehaltsanpassungen, die im üblichen Rahmen vorgenommen wurden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 736 TEUR gestiegen. Die Steigerung resultiert insbesondere aus gestiegenen Geschäftsmieten aufgrund der Zunahme von Eigenbetrieben sowie gestiegenen Energiekosten. Dagegen haben sich u.a. niedrigere Miet-Zuschüsse an Franchisepartner und geringere Werbekosten aufwandsmindernd ausgewirkt.

Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit einem verbundenen Unternehmen sind Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von 70 TEUR (Vorjahr: 70 TEUR) entstanden.

Die Zinsaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen infolge der Neuaufnahme eines Darlehens in Höhe von 1.500 TEUR um 81 TEUR erhöht.

Das Ergebnis vor Steuern ist insgesamt von 2.202 TEUR im Vorjahr auf 1.466 TEUR gesunken, was jedoch wesentlich durch den im Vorjahr enthaltenen Sondereffekt aus der Rückstellungsauflösung in den sonstigen betrieblichen Erträgen beeinflusst wurde. Bei einem ergebnisbedingten Rückgang der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 246 TEUR ergibt sich insgesamt ein Rückgang des Jahresergebnisses von 1.418 TEUR auf 918 TEUR.

2.3.2 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Im Anlagevermögen waren 1.610 TEUR an Zugängen zu verzeichnen. Diese entfallen in Höhe von 271 TEUR auf Immaterielle Vermögensgegenstände im Bereich Geschäfts- oder Firmenwerte. Im Bereich Sachanlagen waren Zugänge bei Um- und Einbauten (Zunahme der Eigenbetriebe für 270 TEUR) und Geschäftsausstattung (171 TEUR) sowie im Bereich Büromaschinen 305 TEUR zu verzeichnen. Die Finanzanlagen sind unverändert.

Weiterhin waren 167 TEUR an Abgängen zu Anschaffungskosten zu verzeichnen. Der überwiegende Teil entfällt auf Abgänge im Bereich Maschinelle Anlagen sowie Geschäftsausstattung.

Unter Berücksichtigung der Abschreibungen in Höhe von 850 TEUR ergibt sich insgesamt ein Anstieg des Anlagevermögens um 756 TEUR.

Das Vorratsvermögen ist in 2023 um 396 TEUR auf 10.038 TEUR (Vorjahr: 10.434 TEUR) gesunken, was auf Lieferverschiebungen und höhere Umsätze zum Jahresende zurückzuführen ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit 1.365 TEUR (Vorjahr: 1.496 TEUR) um 8,8 % gesunken. Diese beinhalten Forderungen gegen Franchise Fachgeschäfte im Inland in Höhe von 1.120 TEUR. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 138 TEUR (Vorjahr: 201 TEUR) und sind somit um 63 TEUR reduziert zum Vorjahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind auf 1.117 TEUR gesunken (Vorjahr 1.755 TEUR). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall der Anzahlungen für Waagen-Lieferungen im Jahr 2023, die bereits in 2022 angezahlt wurden. Zudem sind 360 TEUR Körperschaftsteuer-, Solidaritätszuschlag- und Gewerbesteuerforderungen für 2023 enthalten.

Das Eigenkapital ist nach einem Jahresergebnis von 918 TEUR und unter Berücksichtigung einer Gewinnausschüttung von 354 TEUR auf 11.313 TEUR angestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt nun 48,4 % (Vorjahr: 47,8 %) und ist damit trotz der Neuaufnahme eines Bankdarlehens leicht gestiegen.

Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten.

Die Pensionsrückstellungen betragen 5,9 % (Vorjahr: 6,1 %) der Bilanzsumme und enthalten Anwartschaften, von denen die erste seit dem Jahre 2007 bedient wird. Aufgrund der Umstellung der Rechnungslegung auf die Vorschriften des BilMoG ergab sich eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen, welche unter der Inanspruchnahme des gesetzlichen Wahlrechts auf 15 Jahre verteilt wird.

Die sonstigen Rückstellungen betragen 479 TEUR (Vorjahr 686 TEUR) und enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten und Rückbauverpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 24,2 % (Vorjahr: 22,9 %) der Bilanzsumme und entfallen ausschließlich auf Darlehen, die im Geschäftsjahr 2023 planmäßig getilgt wurden, sowie eine Neuaufnahme in Höhe von 1.500 TEUR. Der Kreditrahmen für Kurzfristdarlehen zur Finanzierung der Vorräte wurde während der saisonalen Einkaufsphase kurzfristig in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit 1.641 TEUR (Vorjahr: 1.802 TEUR) korrespondierend zu den Lagerbeständen gesunken. Es handelt sich hierbei um Verschiebungen von Wareneinkäufen zwischen den Jahren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Stichtag 7,0 % (Vorjahr: 8,0 %) der Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind aufgrund der erfolgten und in Teilbeträgen nicht ausgezahlten Ausschüttung von 1.377 TEUR auf 1.474 TEUR gestiegen.

Die langfristigen Anlagen sind fristenkongruent finanziert.

2.3.3 Finanzlage

Die Unternehmensfinanzierung stützt sich auf bilaterale Vereinbarungen mit drei Kreditinstituten. Die vereinbarten Betriebsmittellinien bieten dem Unternehmen genügend Handlungsmöglichkeiten.

Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu realisieren.

Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 die folgende vereinfachte Kapitalflussrechnung, die Informationen zu Mittelherkunft und Mittelverwendung enthält:

2023
TEUR
2022
TEUR
Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 2.999 1.264
Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit -1.585 -1.146
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit -62 -1.049
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 1.352 -931
Finanzmittelfonds am Anfang des Geschäftsjahres 1.968 2.899
Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres 3.320 1.968
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres:
Liquide Mittel 3.320 1.968
Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten 0 0
3.320 1.968

Der Finanzmittelfonds hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1.352 Mio. EUR erhöht. Er beinhaltet unverändert ausschließlich liquide Mittel. Der Aufbau des Finanzmittelfonds resultiert insbesondere aus einem gesteigerten operativen Cash-Flow. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit hat sich aufgrund der Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 1,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr erhöht. Gleichzeitig wurde der Finanzierungs-Cash-Flow durch planmäßige Tilgungen bestehender Darlehen belastet. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund verstärkter Investitionen in das Anlagevermögen erhöht. Es wird diesbezüglich auf die Ausführungen unter Abschnitt 2.3.2 verwiesen.

2.3.4 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die wirtschaftliche Lage ist als sehr gut zu bezeichnen. Aufgrund der guten Ertragslage entwickelten sich auch die Vermögens- und Finanzlage sowie die Kapitalstruktur stabil.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche Kennziffern zur Unternehmenssteuerung sind die Umsatzerlöse, die Rohertragsmarge und das Earnings Before Interest and Taxes (EBIT).

Die Umsatzerlöse sind um 3,9 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen und liegen leicht über der prognostizierten Entwicklung. Die Ursache hierfür ist eine Zunahme der Eigenbetriebe. In den nächsten Jahren ist ein stetiges Umsatzwachstum durch Maßnahmen zur Steigerung der Umsätze bestehender Fachgeschäfte und die Weiterentwicklung der Onlineaktivitäten sowie der Ausbau weiterer Vertriebskanäle geplant.

Die Rohertragsmarge ist gegenüber dem Vorjahr um 1,39 Prozentpunkte gestiegen und liegt dennoch unterhalb der Erwartungen.

Das EBIT ist gegenüber dem Vorjahr auf 1.784 TEUR gesunken (Vorjahr: 2.468 TEUR) und entspricht der Prognose.

Es wird auf die Ausführungen unter Abschnitt 2.3.1 verwiesen.

3 Prognosebericht

Das bestehende Geschäftsmodell wird konsequent weiterentwickelt und strukturell angepasst, um die führende Marktposition in Deutschland, auch nach über 40 Jahren im Handel, weiter auszubauen.

Die weitere Aktualisierung des Verkaufssortimentes und die eindeutige Positionierung im Premiumbereich sowie die umfangreichen vertrauensbildenden Qualitätssicherungsmaßnahmen und unsere Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit verhindern einerseits einen Preiskampf und binden andererseits die Stammkunden an das Unternehmen. TeeGschwendner möchte seine Positionierung als klare Nr. 1 der Teefachgeschäfte weiter ausbauen. Vorrangiges Ziel ist es daher, die Marktposition an bestehenden Standorten weiter zu festigen und ausgesuchte neue Standorte zu besetzen sowie die erfolgreiche Online-Entwicklung fortzuführen.

Die Umsatzerlöse der ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2024 liegen 4,4 % über dem Vorjahresniveau, aber leicht unter Plan (-2,3 %). Grund hierfür sind Umsatzverschiebungen zwischen den Monaten.

Der Rohgewinn hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Die Kosten liegen 5,8 % über Vorjahr und 6,2 % unter Plan.

Im Geschäftsjahr 2024 sind weitere Standorte in der Analyse. Ziel ist es, bis Ende des Jahres weitere Standorte hinzuzugewinnen. Es bleibt jedoch anspruchsvoll, geeignete Ladenlokale in besten Lagen unter Vertrag zu nehmen. Die Verbesserungen der Mietkonditionen (auch von bestehenden Standorten) sind angestrebt und derzeit auch umsetzbar.

Weitere Umsatzsteigerungen erwarten wir durch die etablierte eingeführte Partnerbetreuung vor Ort. Die Partnermanager im Außendienst verfolgen das Ziel, die bestehenden Geschäfte durch Coaching und Erfahrungsaustausch weiter voranzubringen. Zudem sorgt der Generationswechsel an alteingesessenen Standorten sowie die Umstellung auf Eigenbetriebe weiterhin für positive Umsatzeffekte.

Auch die Gewinnung neuer strategischer Partner im Bereich Gastronomie und Großhandel wird weiter forciert. Hierfür wurde unter anderem das bekannte Ice Tea-Sortiment optimiert, sowie das Masterbag Sortiment überarbeitet und in ein nachhaltig verpacktes Pyramiden Sortiment gewandelt.

Zum weiteren Ausbau unserer Produktionskapazitäten sind in 2024 Investitionen in weitere Verpackungsmaschinen geplant. Des Weiteren werden Ersatzinvestitionen im Bereich des Ladenbaus vorgenommen.

Die Unternehmensfinanzierung bleibt bestehen und wird bei Bedarf um weitere Darlehen und Leasingverträge für die geplanten Investitionen ergänzt.

Die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2024 verlaufen erwartungsgemäß. Infolge weiterer Preisanpassungen ab April 2024 und Mengenzuwächsen in einigen Produktkategorien rechnen wir für das kommende Jahr mit einem einstelligen Umsatzzuwachs sowie mit einer um 1,3 ppa. verbesserten Rohertragsmarge. Die hohe Inflationsrate und die daraus resultierende Kaufzurückhaltung in vielen Wirtschaftsbereichen wirkten sich bisher nicht auf die Umsatzerlöse aus. Hinsichtlich des EBITs wird ein EBIT auf Vorjahresniveau prognostiziert.

4 Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikobericht

4.1.1 Risikomanagementsystem

Geschäftsübliche Risiken werden regelmäßig mindestens zweimal jährlich durch die Abteilungsvorgesetzten identifiziert und bewertet und von der Geschäftsleitung verifiziert. Die abgestimmten Maßnahmen zur Risikominimierung bzw. -beherrschung sind Bestandteil der Unternehmens- und Abteilungsziele und der jeweilige Erfüllungsgrad wird im Rahmen des Managementreportings laufend überwacht. Die im Folgenden dargestellten Risiken sind in der Bedeutung für das Unternehmen in abnehmender Reihenfolge dargestellt.

4.1.2 Risiken

Auf den Weltteemärkten ist TeeGschwendner weiterhin ein bekannter und geschätzter Abnehmer. Der Einkauf von Spitzenqualitäten ist dabei vor allem durch die enge Zusammenarbeit mit den Teeerzeugern gesichert. Die Erzeuger stellen sich vermehrt auf die erhöhte Nachfrage der Erzeugerländer nach besseren Qualitäten aufgrund des wachsenden Wohlstands ein. Somit werden Spitzenqualitäten weiterhin teurer werden. Das Unternehmen wird diese Preissteigerungen an den Konsumenten weitergeben.

Steigende Anforderungen im Bereich der Qualitätssicherung stellen die gesamte Branche vor fortwährende Herausforderungen. Diesen wird mit erhöhten Aktivitäten in QS-Analytik und Produktentwicklung begegnet, da sie die Auswahl im Einkauf einschränken und die Lieferfähigkeit beeinflussen.

Die hohe Inflationsrate und die daraus resultierende Kaufzurückhaltung in vielen Wirtschaftsbereichen wirkten sich bisher nicht auf die Geschäftsentwicklung aus.

Darüber hinaus ist im Februar 2022 der Beginn des Krieges in der Ukraine als neues Risiko hinzugetreten. Aus dieser kriegerischen Auseinandersetzung sind geopolitische Spannungen und längerfristige Unsicherheiten zu erwarten. Auf die Geschäftsentwicklung von TeeGschwendner GmbH hatte dies bis dato keine direkten Auswirkungen.

TeeGschwendner fungiert teilweise als Mieter und Mietbürge im Zuge der Anmietung attraktiver Ladenlokale. Soweit sich daraus konkrete Risiken ergeben, wurde im Jahresabschluss bereits eine angemessene Risikovorsorge getroffen.

Das Zinsrisiko steht unter ständiger Beobachtung und wird im Bedarfsfall durch Zinssicherungsmaßnahmen minimiert.

Weitere konkrete Risiken aus dem Betrieb des Unternehmens sind im Berichtszeitraum nicht erkennbar.

4.2 Chancen

Die hier aufgelisteten Chancen sind für den Unternehmenserfolg in absteigender Reihenfolge aufgeführt:

Wesentliche Chancen sieht die Geschäftsleitung zum einen in der Besetzung weiterer Standorte im Inland. Ziel ist es, im gesamten Bundesgebiet die noch zu besetzenden lukrativen Standorte zu sichern. Zum anderen soll das Potential der bestehenden Geschäfte durch die intensivere Kommunikation zwischen Partnern und Systemzentrale besser genutzt werden. Darüber hinaus wird weiter an der Entwicklung des Internetgeschäfts gearbeitet, die Payback Kooperation weiter ausgebaut, neue Zahlsysteme angeboten sowie eine engere Verzahnung von E-Commerce und stationärem Handel getrieben.

Strategische Maßnahmen werden insbesondere im Hinblick auf die Implementierung und Weiterentwicklung des Markenauftritts, die Steigerung der Markenbekanntheit sowie die an Trends ausgerichtete Überarbeitung und Erneuerung bestehender Sortimente getroffen.

Weiterhin ist geplant, die Auslandsaktivitäten durch Online-Präsenz weiter zu festigen und auszubauen.

 

Meckenheim, den 28. Juni 2024

Thomas Holz

Jonathan Gschwendner

Birgit Rohn

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 341.107,00 98.683,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 226.222,13 230.374,00
567.329,13 329.057,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.827.472,65 2.948.547,65
2. Technische Anlagen und Maschinen 565.744,00 555.649,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.325.330,00 1.700.564,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 136.006,51 134.512,31
5.854.553,16 5.339.272,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 750.677,08 750.677,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 45.421,40 42.601,20
796.098,48 793.278,28
7.217.980,77 6.461.608,24
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 10.037.999,74 10.434.320,36
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 137.986,02 200.504,78
2. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 2.501.308,99 3.270.719,98
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr: € 309.728 / € 340.490
- davon gegen Gesellschafter: € 19.640 / € 19.184
2.639.295,01 3.471.224,76
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.319.915,61 1.968.248,68
15.997.210,36 15.873.793,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 167.290,90 163.841,44
23.382.482,03 22.499.243,48

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 421.000,00 421.000,00
II. Bilanzgewinn 10.891.729,27 10.327.694,73
- davon Gewinnvortrag: € 10.891.729 / € 10.327.694
11.312.729,27 10.748.694,73
B. Rückstellungen 1.861.417,00 2.068.416,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.649.077,90 5.162.604,62
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: € 1.431.047 / € 951.026
- über 1 Jahr: € 4.218.030 / € 4.211.578
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 69.802,20 69.663,67
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: € 69.802 / € 69.663
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.489.455,66 4.449.864,46
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: € 4.395.798 / € 4.325.715
- über 1 Jahr: € 93.657 / € 124.149
- davon gegenüber Gesellschaftern: € 1.475.043 / € 1.377.518
10.208.335,76 9.682.132,75
23.382.482,03 22.499.243,48

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 23.804.101,30 22.622.351,68
2. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter -8.597.946,09 -7.916.483,70
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.842.224,85 -1.521.651,27
- davon für Altersversorgung: € 111.286 / € 44.068
3. Abschreibungen:
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -850.041,60 -722.719,02
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.729.983,44 -9.993.877,90
5. Betriebsergebnis 1.783.905,32 2.467.619,79
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 54.009,76 24.610,75
- davon aus verbundenen Unternehmen: € 8.108 / € 7.960
- davon aus Abzinsung: € 226 / € 336
7. Aufwendungen aus Verlustübernahme -69.802,20 -69.663,67
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -301.815,02 -220.453,90
- davon aus Aufzinsung: € 41.227 / € 46.719
9. Finanzergebnis -317.607,46 -265.506,82
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -513.843,58 -760.153,73
11. Ergebnis nach Steuern 952.454,28 1.441.959,24
12. Sonstige Steuern -34.010,69 -24.323,05
13. Jahresüberschuss 918.443,59 1.417.636,19

Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs-/ Herstellungskosten Zugänge Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 357.091,20 271.000,00 0,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 2.193.384,92 68.426,88 0,00
2.550.476,12 339.426,88 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.149.470,50 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.603.815,04 62.931,14 -34.595,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.675.652,66 1.100.470,59 -132.144,39
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 134.512,31 104.684,31 0,00
14.563.450,51 1.268.086,04 -166.739,88
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 750.677,08 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 42.601,20 2.820,20 0,00
793.278,28 2.820,20 0,00
17.907.204,91 1.610.333,12 -166.739,88
Umbuchungen Abschreibung kumuliert Zuschreibung
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 286.984,20 0,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.035.589,67 0,00
0,00 2.322.573,87 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 1.321.997,85 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.299,97 2.100.706,66 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.890,14 6.387.539,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -103.190,11 0,00 0,00
0,00 9.810.243,51 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
0,00 12.132.817,38 0,00
Buchwert zum 31.12.2023 Buchwert zum 31.12.2022 Abschreibung Abschlussjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 341.107,00 98.683,00 28.576,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 226.222,13 230.374,00 72.578,75
567.329,13 329.057,00 101.154,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.827.472,65 2.948.547,65 121.075,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 565.744,00 555.649,00 87.134,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.325.330,00 1.700.564,00 540.677,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 136.006,51 134.512,31 0,00
5.854.553,16 5.339.272,96 748.886,85
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 750.677,08 750.677,08 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 45.421,40 42.601,20 0,00
796.098,48 793.278,28 0,00
7.217.980,77 6.461.608,24 850.041,60

Anhang 2023

A. Angaben zum Jahresabschluss

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Meckenheim und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn unter der Nummer HRB 10373 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Darüber hinaus wurden jedoch freiwillig, insbesondere im Hinblick auf die Gliederungsvorschriften, einzelne Regelungen für große Kapitalgesellschaften gem. § 267 Abs. 3 HGB angewandt.

Von den Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB wird Gebrauch gemacht.

Die Aufstellung der Bilanz erfolgte nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses.

Mit der 100%-igen Tochtergesellschaft, der TGH Teehandels GmbH (Finanzamt Hamburg-Mitte, Steuer-Nr. 48/763/02441), wurde am 3. Dezember 2020 ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen, dem die Gesellschafterversammlung am gleichen Tag zugestimmt hat.

Die TGH Teehandels GmbH verpflichtet sich darin zur vollständigen Abführung ihres Jahresergebnisses an die TeeGschwendner GmbH.

Diese wiederum hat sich zum Ausgleich jedes während der Vertragsdauer sonst entstehenden Jahresfehlbetrages verpflichtet.

Der Ergebnisabführungsvertrag wurde am 28. Dezember 2020 in das Handelsregister eingetragen.

Entsprechend werden die übernommenen Jahresergebnisse als Erträge aus dem Gewinnabführungsvertrag bzw. Aufwendungen aus Verlustübernahmen gebucht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gemäß § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB erweitert.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Die Bewertung erfolgte nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungsdauer wurde jeweils unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer geschätzt, wobei die in den immateriellen Vermögensgegenständen enthaltenen Geschäftswerte wegen einer langjährigen Standortsicherung auf 15 Jahre bzw. 8 und 10 Jahre linear abgeschrieben werden. Beim Sachanlagevermögen und den übrigen immateriellen Vermögensgegenständen kam ebenfalls die lineare Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung der nachfolgend aufgeführten voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände zur Anwendung:

- Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände: 3 bis 15 Jahre

- Technische Anlagen und Maschinen: 5 bis 14 Jahre

- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 20 Jahre

Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde Gebrauch gemacht.

Die im Berichtsjahr zugegangenen geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu 800,00 € wurden voll abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgten nicht.

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte zu den Anschaffungskosten oder - bei dauernder Wertminderung - zu niedrigeren beizulegenden Werten.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und der Warenbestand des Großhandels wurden aus der laufend fortgeschriebenen Lagerbuchführung (permanente Inventur), bewertet zu gleitenden Durchschnittspreisen, ermittelt.

Lediglich die im System der Lagerbuchführung noch nicht erfassten Bereiche des Lagers, die Bestände des Webshops, des Lagers Rotterdam und der Betriebstätten wurden körperlich aufgenommen und ebenfalls zu Einkaufspreisen bewertet.

Boni und Rabatte sowie zum Jahresende gesunkene Einkaufspreise wurden mit einem pauschalen Abschlag berücksichtigt.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten wurden die Einzelkosten und die notwendigen Teile der Gemeinkosten einbezogen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Darüber hinaus wurde auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und auf Teile der sonstigen Vermögensgegenstände eine Pauschalwertberichtigung von 3% vorgenommen.

Der Kassenbestand und die Bankguthaben wurden mit dem Nennwert bewertet.

Ausgaben, die Aufwand für künftige Zeiträume darstellen, wurden als Rechnungsabgrenzungsposten aktivisch abgegrenzt.

Latente Steuern werden auf Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennwert bewertet.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen und der Rentenzahlungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,82% p. a. (Vorjahr: 1,78% p. a.) auf Basis der veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Zinssatz entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren. Rentenanpassungen sind bei den Pensionsrückstellungen mit 2% p. a. eingerechnet. Die bereits beschlossene Erhöhung der Beamtenbesoldung zum 01. März 2024 um 200,00 Euro und um 5,3% wurde für die Berechnung der Rückstellungen berücksichtigt. Gehaltstrend und Fluktuation wurden mit 0% angerechnet, weil keine Verpflichtungen gegenüber aktiven Anwärtern bestehen. Die Pensionsverpflichtungen gegenüber einer berechtigen Person sind in ihrer Gesamthöhe vertraglich begrenzt worden. Dies wurde bei der Bewertung berücksichtigt. Für diese Rückstellung wurde der Anpassungsbetrag gem. BilMoG bereits in voller Höhe zugeführt.

Für die andere Pensionsrückstellung ergab sich nach BilMoG zum 1. Januar 2010 ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von 242.445,00 €. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht.

Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Erstanwendung in Höhe von 16.163,00 € wird innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraums der Pensionsrückstellung zugeführt.

Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB aus einer Berechnung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn bzw. sieben Geschäftsjahre beträgt 8.480,00 €.

Aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen sind in dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" Zinsaufwendungen in Höhe von 41.227,00 € enthalten.

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter angemessener und ausreichender Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Posten in Fremdwährungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Entstehungstag erfasst und zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Restlaufzeiten dieser Posten betrugen weniger als ein Jahr.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Sonstige Rückstellungen

Für die folgenden ungewissen Verbindlichkeiten und Risiken wurden sonstige Rückstellungen in Höhe von 479.117,00 € gebildet:

Personalkosten 244.917,00
Vermietungsrisiken 26.400,00
Jahresabschluss- u. Prüfungskosten 60.000,00
Rückbauverpflichtungen 127.700,00
Sonstiges 20.100,00
479.117,00

3. Angaben zu den Restlaufzeiten und Sicherheiten der Verbindlichkeiten sowie Mitzugehörigkeiten

Für die bilanzierten Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:

Gesamtbetrag 31.12.2023
31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.649.077,90 5.162.604,62
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.640.989,82 1.801.908,34
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 69.802,20 69.663,67
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.474.432,04 1.376.906,73
Sonstige Verbindlichkeiten 1.374.033,80 1.271.049,39
Summe 10.208.335,76 9.682.132,75
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.431.047,20 951.026,72
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.640.989,82 1.801.908,34
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 69.802,20 69.663,67
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.474.432,04 1.376.906,73
Sonstige Verbindlichkeiten 1.280.377,03 1.146.900,11
Summe 5.896.377,03 5.346.405,57
1 bis 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.218.030,70 3.543.428,80
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 93.656,77 124.249,28
Summe 4.311.687,47 3.667.578,08
mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 668.149,10
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00
Summe 0,00 668.149,10

Zur Sicherung der Verbindlichkeiten aus der Lieferung von Waren und anderen Gegenständen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 2.000.000,00 € durch eine Grundschuld, eingetragen in das Grundbuch Betriebsimmobilie, Heidestraße 26 in 53340 Meckenheim, besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren ausschließlich aus den sonstigen Verbindlichkeiten.

4. Haftungsverhältnisse, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Leasingverträge über Anlagegegenstände mit Anschaffungskosten in Höhe von 3.389 T€ mit verschiedenen Leasinggebern und Laufzeiten. Die monatlichen Leasingraten hierfür betragen zurzeit 49,8 T€. Die verbleibende Gesamtverpflichtung bis zum Ende der Vertragslaufzeit beträgt 1.375 T€.

Für von der Gesellschaft angemietete und weitgehend an verschiedene Franchisenehmer untervermietete Ladenlokale wurden im Berichtsjahr bei entsprechenden Mieteinnahmen rd. 802 T€ aufgewandt. Die laufenden monatlichen Mietzahlungen belaufen sich zurzeit auf rd. 178 T€, davon entfallen rd. 71 T€ auf weitervermietete Objekte. Bis zum Ende der Gesamtmietzeit der verschiedenen Objekte ergibt sich eine finanzielle Verpflichtung von 8.205 T€.

5. Beteiligungen

Die Gesellschaft ist zu 100% an der TGH Teehandels GmbH, Hamburg, beteiligt.

Das Eigenkapital der TGH Teehandels GmbH betrug zum 31. Dezember 2023 38.324,83 €. Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2023 betrug vor Verlustübernahme -69.802,20 €.

In 2006 erwarb die Gesellschaft 100% der Anteile an der Joh. Schönbichler & Co. Theehandlung GmbH, Wien.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Januar 2023 138.763,13 €. In dem Geschäftsjahr 2022/2023 wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 23.507,24 € erzielt.

6. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensrechnung

Zur Sicherung einer Pensionsverpflichtung wurde im Jahr 2018 ein Bankguthaben in Höhe von 1.600.000,00 € abgetreten, von dem die monatlichen Pensionszahlungen gezahlt werden.

Das Guthaben betrug zum 31. Dezember 2023 1.092.093,70 € und entspricht dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtung.

Es ergaben sich keine wesentlichen zu verrechnenden Aufwendungen und Erträge.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Höhe von 16.163,00 € (Vorjahr: 16.163,00 €) enthalten.

B. Zusatzangaben

I. Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr durchschnittlich 287 Arbeitnehmer beschäftigt. Umgerechnet auf Vollzeitkräfte wurden durchschnittlich 235 Angestellte und 55 Arbeiter beschäftigt.

II. Angaben zu den Organbezügen

Hinsichtlich der Bezüge der aktiven Geschäftsführung machen wir von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen betrugen die Bezüge 190.265,04 €.

III. Angabe der zu Gunsten von ehemaligen Geschäftsführern und deren Hinterbliebenen gebildete Pensionsrückstellungen

Es bestehen zwei Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.205.645,00 € und in Höhe von 1.092.093,70 €.

Mit der Einziehung von Geschäftsanteilen hat die Gesellschaft des Weiteren eine Rentenzahlungsverpflichtung übernommen. Die Rückstellung besteht in Höhe von 176.655,00 €.

IV. Derivative Finanzinstrumente

Als derivatives Finanzinstrument im Sinne des § 285 Nr. 19 HGB wurde am 6. November 2018 ein Zinsbegrenzungsgeschäft in der Form einer Höchstsatzvereinbarung CAP abgeschlossen. Die Vereinbarung hat einen Bezugsbetrag in Höhe von 1.600.000,00 € und eine CAP-Rate in Höhe von 1% p. a. bezogen auf den 3-Monats-Euribor. Das Zinsbegrenzungsgeschäft hat eine Laufzeit bis zum 30. Oktober 2028.

Der nach der mark-to-market-Methode ermittelte beizulegende Zeitwert beträgt 33.810,78 €.

V. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Es bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB aus dem sich ergebenden Differenzbetrag aus der Änderung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank zur Berechnung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 8.480,00 €.

VI. Angabe der Mitglieder der Geschäftsführung

Hauptberufliche Geschäftsführer bzw. Geschäftsführerin waren im Berichtsjahr der Kaufmann Thomas Holz, Mechernich, der Kaufmann Jonathan Gschwendner, Bonn, und die Kauffrau Birgit Rohn, Bonn.

VII. Ergebnisverwendung

Über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 10.891.729,27 € wird in der Gesellschafterversammlung entschieden. Ein zurzeit noch nicht festgelegter Teilbetrag soll ausgeschüttet werden.

 

Meckenheim, 28. Juni 2024

Thomas Holz

Jonathan Gschwendner

Birgit Rohn

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 28. Juni 2024 festgestellt.

Der Jahresabschluss wird in verkürzter Form offengelegt.

Der wiedergegebene Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TeeGschwendner GmbH, Meckenheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TeeGschwendner GmbH, Meckenheim - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TeeGschwendner GmbH, Meckenheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 17. Juni 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Patrick Helsper, Wirtschaftsprüfer

Anna Baischew, Wirtschaftsprüferin

 

TeeGschwendner GmbH, Meckenheim

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

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