Manfred Praml Verwaltungs GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Manuel Praml seit 29.1.2025 | Prokura |
Mathias Schwanke seit 31.3.2021 | Prokura |
Michael Manfred Praml seit 20.7.2016 | Prokura |
Sabine Praml seit 20.4.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Praml Bau GmbHOffenberg, Ortsteil NeuhausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGliederung I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens 2. Forschung und Entwicklung II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage 4. Finanzielle Leistungsindikatoren III. Prognosebericht IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 2. Chancenbericht 3. Gesamtaussage V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Vertrauen ist unser wertvollster Baustoff. Wir erstellen mit unserem niederbayerischen Familienbetrieb in dritter Generation schlüsselfertige Wohnhäuser mit Festpreisgarantie in hoher Qualität und der Technik von Morgen. Dabei sind wir als Bauträger und im Werkvertragsgeschäft tätig und erstellen schlüsselfertige Ein-, Doppel-, Reihen- oder Mehrfamilienhäuser, aber auch komplette Wohnanlagen in Massivbauweise. Seit 1948 zieht sich Vertrauen als gelebter Wert sowie Bodenständigkeit, echter Teamgeist und ein wertschätzender Umgang miteinander durch die Geschichte unserer Firma. Dieses Miteinander pflegen wir auch mit unseren Kunden und begleiten sie vom ersten Gedanken bis zum fertigen Haus. Von der Planung bis zur Übergabe stehen unsere Mitarbeiter gerne mit Rat und Tat zu Seite. Es soll mit ehrlicher Beratung, optimaler Planung und handwerklicher Qualität überzeugt werden. 2. Forschung und Entwicklung Die Praml Bau GmbH hat mit dem A1 Effizienzhaus eine eigene Marke entwickelt, die ein qualitativ hochwertiges und allen technischen Anforderungen entsprechendes Haus auf einem ansprechenden Preisniveau bietet. Allerdings wurde auch weiterhin aufgrund des hohen Auftragsbestandes im Bauträgerbereich der Vertrieb der eigenen Marke nicht forciert. Sie wird lediglich zum Auffüllen von kleinen Auftragslücken im heimischen Bereich genutzt. Mit Systemhäusern lassen sich die hohen Anforderungen der aktuellen KFW 40 Förderung leichter erfüllen. Deswegen wird künftig eine verstärkte Nutzung der eigenen Markenhauslinie angestrebt. Die Förderkriterien und Zinsbedingungen sind aktuell für den Eigennutzer kaum interessant. Eine neue Bundesregierung sollte hier Akzente setzen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Bis zur Mitte des Jahres 2022 war das Umfeld im Baugewerbe geprägt von dem seit der Finanzmarktkrise niedrigem Zinsniveau. Privatinvestoren sorgten sowohl im Wohnungsbau als auch im Eigenheimbau für anhaltend gute Nachfrage. Zum Jahreswechsel 2021/22 hatte die Bundesregierung zunächst die Fördermittel für energieeffizientes Bauen abrupt gestrichen. Die zu diesem Zeitpunkt bereits aufkommende Inflation wurde durch den Ukrainekrieg und der damit verbundenen Energiekrise angefacht. Die Notenbanken haben als Gegenmaßnahme den Leitzins in mehreren Schritten deutlich erhöht, die Zeiten der niedrigen Zinsen und hoher Fördermittel für den Immobilienneubau sind seitdem vorbei. Das Vertrauen in die sichere Wertanlage "Immobilie" ist im Grundsatz bei den möglichen Investoren vorhanden, die aktuellen Rahmenbedingungen lassen jedoch eine wirtschaftliche Renditerechnung nicht zu. Die Praml Bau GmbH mit ihrer Kernkompetenz "schlüsselfertiger Wohnhausbau" arbeitet genau in diesem derzeit schwierigen Bausegment. Weiterhin bleibt der Hauptarbeitsraum der Praml Bau GmbH im Ballungsraum München. Es werden knapp 90 % der Leistung dort erbracht, der Rest der Aufträge verteilt sich auf die Gebiete Regensburg, Landshut und das Heimatgebiet Deggendorf. 2. Geschäftsverlauf Nach dem außerordentlichen Geschäftsjahr 2022 ist das Geschäftsjahr 2023 wieder einzuordnen in die Reihe der Jahre 2019 bis 2021.Der Gesamtumsatz liegt mit 36.100 TEuro rund 5.571 TEuro unter dem Wert von 2021, wobei der Wert der in Ausführung befindlichen Bauaufträge gegenüber dem Jahr 2021 um 4.047 TEuro sank. Der Anteil des Bauträgerbereiches am Umsatz ist zurückgegangen auf 64 %, wobei der Anteil des Privatkundengeschäftes als GU gegenüber dem Vorjahr nur um 2.407 TEuro zurückging. Die Auftragslage im Jahr 2023 war trotz der deutlichen Kaufzurückhaltung gut. Durch eine leichte Reduzierung der Fremdleistungen im Rohbaubereich konnte das gesamte Stammpersonal durchgehend beschäftigt werden. Kurzfristige Auftragsspitzen im Rohbaubereich wurden weiterhin von Subunternehmern erledigt. Die Tariflohnerhöhung führte trotz leicht gesunkener Beschäftigtenzahl zu einer Steigerung der Personalkosten von 2,3 %. Die Abschreibungen 2023 lagen planmäßig unter dem Vorjahreswert, da Spitzen durch kontinuierlich stattfindende Investitionen nicht entstehen. Sie sanken leicht um 8 TEuro auf 426 TEuro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich deutlich um 628 TEuro, zurückzuführen hier insbesondere auf geringere Beträge in den Bereichen Werbe- und Reisekosten, Kosten der Warenabgabe insbesondere für Gewährleistungen, sowie der Einzelwertberichtigungen. Das Ergebnis des Jahres 2023 liegt 10.183 TEuro unter dem hohen Niveau des Jahres 2022. 3. Lage Die Lage des Unternehmens hat sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im Verkauf nicht verschlechtert und ist damit nach wie vor sehr gut. a) Ertragslage Die Gesamtleistung der Praml Bau GmbH sank um 45,9 %. Der Jahresüberschuss der Praml Bau GmbH ist gegenüber dem Vorjahr um 83,1 % gefallen. Das Ergebnis pendelte sich im Bereich der erfolgreichen Jahre 2019 - 2021 ein. Das Jahr 2022 ist ergebnistechnisch kein Referenzjahr und wird in der Firmengeschichte vorerst eine Sonderstellung einnehmen. b) Finanzlage Die Finanzlage ist auch weiterhin als sehr gut zu bezeichnen. Dank des gestiegenen Eigenkapitals auf TEuro 29.961 ergibt sich bei der leicht gestiegenen Bilanzsumme von TEuro 83.896 (2022 TEuro 80.167) eine Eigenkapitalquote von ca. 35,7 %. Die Hausbanken stellen ausreichend Kreditlinien zur Verfügung, so dass freie Linien zur Abwicklung der laufenden Geschäftstätigkeit zur Verfügung stehen. c) Vermögenslage Unsere Vermögenslage ist weiterhin als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist dabei zentral organisiert und wird durch regionale Finanzpartner unterstützt. Ziel unserer Finanzpolitik ist es, unsere Zahlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen, mit Finanzierungen verbundene Risiken zu begrenzen und unsere Kapitalkosten zu optimieren. Dabei ermöglicht uns eine restriktive Ausschüttungspolitik eine hohe Quote an eigenfinanzierten Vorratsgrundstücken. In 2023 wurden nur 3 neue Grundstücke erworben. Einige Projekte wurden fertiggestellt, sodass sich der Bestand an Vorratsgrundstücken um 5.837 TEuro auf 41.594 TEuro reduzierte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen um 7.231 TEuro auf 22.097 TEuro und der Kassenbestand fiel um 861 TEuro auf 136 TEuro. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sanken erneut auf nunmehr 17.159 TEuro (Vorjahr 24.086 TEuro) bei deutlichem Anstieg des Bestandes an unfertigen Leistungen auf 27.162 TEuro (Vorjahr 21.934 TEuro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Stichtag um ca. 606 TEuro deutlich über dem Niveau des Vorjahres. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Umsatzrentabilität das Ausnahmejahres 2022 konnte natürlich nicht erreicht werden. Dennoch wurde mit einem Wert von 5,75 % das Durchschnittsniveau der Jahre 2019 -2021 erreicht. Weiter werden wieder verstärkt GU-Aufträge von Privatinvestoren hereingenommen, um der nur langsam zurückkehrenden Investitionsfreudigkeit an Bauträgerobjekten die Auslastung und Liquidität zu sichern. Unsere wirtschaftliche Lage kann trotzdem weiterhin als sehr gut bezeichnet werden. III. Prognosebericht Die Nachfrage am von uns bearbeiteten privaten Wohnungsmarkt ist seit Mitte des Jahres 2022 deutlich zurückgegangen. Unsere derzeitige Auftragslage ist gut, da Aufträge von Privatinvestoren akquiriert werden konnten und eigene Bauträgerobjekte auch ohne Vorabverkauf realisiert werden können. Die Fremdkapitalfinanzierungen werden dabei ausschließlich mit unseren Hausbanken mit hoher Eigenkapitalausstattung abgeschlossen. So kann die Liquidität und die Weiterarbeit mit unserem eigenen Personal gesichert werden. Insbesondere im Ballungsraum München werden auch künftig viele Wohnungsbauprojekte realisiert. Die bei Eigenprojekten längere Vorlaufzeit in der Planung und Arbeitsvorbereitung führt nachweislich zu besseren Projektergebnissen. Demgegenüber führt die Strategie der hohen Bauqualität bei Projekten, die im harten Wettbewerb kalkuliert werden müssen, zu deutlich schlechteren Ergebnissen. Da aber eine langfristige Marktteilnahme angestrebt wird, wird diese Strategie der Nachhaltigkeit beibehalten. Unsere Firma ist für einen hohen Qualitätsstandard bekannt. Ziel ist weiterhin die Konsolidierung der Gesamtleistung auf dem in der Vergangenheit erreichten Niveau trotz der derzeit schwachen Nachfrage. Das Jahr 2022 stellte hier ein Ausnahmejahr dar. Ziel ist ein Umsatz- und Renditeniveau wie in 2020/2021. Durch weitere Optimierung der innerbetrieblichen Abläufe im Bereich der eigenen Rohbauerstellung und einer strafferen Handhabung hinsichtlich Qualitätskontrolle der Ausbaugewerke sollen zudem einerseits bessere Baustellenergebnisse und andererseits geringere Kosten als Folge von Mängelnacharbeiten bei gleichbleibend hohem Umsatzniveau eine Steigerung des Betriebsertrages generieren. Im Juni 2020 wurde erstmals die Realisierung eines größeren Projektes mit einem fremden Generalunternehmer gestartet, um bei gleichbleibender Personalstärke eine Leistungssteigerung zu erzielen. Diese Strategie führte in 2022 zu einer deutlichen Umsatz- und Ergebnisverbesserung. Die Strategie der späten Vermarktung des fast fertigen Projektes erleichtert sowohl den Baustellenablauf und führt zu einem besseren Baustellenergebnis. Diese Strategie soll weiter genutzt werden, wenngleich sich diese Strategie zur Normalität des Bauträgergeschäftes entwickelt. Seit Juni 2016 wird ein eigenes Servicemobil insbesondere für die Abarbeitung von Gewährleistungsmängeln eingesetzt, um Forderungsverluste aus Mängeleinbehalten zu verringern. Diese Strategie hat sich bewährt. Gleichzeitig soll eine Steigerung der Kundenzufriedenheit, die mit einer adäquaten Mängelbeseitigungsbearbeitung einhergeht, erreicht werden. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Geopolitische und Branchenspezifische Risiken Ein Klumpenrisiko besteht weiterhin aufgrund der breitgefächerten Streuung der Kunden nicht. Die Abhängigkeit vom privaten Gesamtbaumarkt ist zwar weiterhin durch die Positionierung im Ballungsraum München mit geringerem Risiko behaftet. Mittel- und langfristige Auswirkungen der neuen Zinspolitik und der Energiekrise sind derzeit allerdings schwer einschätzbar. Für den Bereich der Immobilie sehen wir grundsätzlich mehr Chancen als Risiken Wohnungen und Häuser im Ballungsraum München werden weiter in zunehmenden Maße gebraucht. Die Mieten steigen hier überproportional stark an. Erst bei einem Zinsniveau um 3 Prozent wird es unserer Ansicht nach aber wieder zu steigendem Kaufinteresse kommen auf Grund der derzeit steigenden Mieten. Aktuell sind die langfristigen Zinsen bereits bei ca. 3,1 bis 3,4 %. In 2025 erwarten wir ein Zinsniveau der Langfristzinsen von knapp über 3 %. Damit wird sich die Nachfrage nach der Immobilie zwar steigern, aber eine Rückkehr zur hohen Investitionsfreudigkeit in das Betongold ist nicht in Sicht Die von der Regierung im Mantel des Wachstumschancengesetzes beschlossene 5 %-ige degressive AFA für vermietete neuangeschaffte Immobilien hat keine messbare Marktbelebung erreicht. Die derzeit in Koalitionsverhandlungen befindliche neue Regierung will hier offenbar neue verbesserte Akzente setzen. Beschaffungsrisiken Unser Einkauf achtet darauf, für jedes Gewerk und jede Sparte der Materialbeschaffung mehrere Quellen zur Verfügung stellen zu können. So konnten bisher auch während der Pandemie materialbedingte Ausfälle vermieden werden. Mit unseren langjährigen Handwerkern werden zur Erleichterung der Handhabung auf beiden Seiten Rahmenverträge abgeschlossen. Produktionsrisiken Das strukturierte Qualitätsmanagement mit dem Einsatz spezieller Bausoftware unterstützt die Bereiche Vertrieb, Auftragscontrolling, Vor- und Nachkalkulation sowie Finanzierungs- und Debitorenmanagement. Ein eigenes Qualitätsmanagementsystem für die Kontrolle der Baustellenabläufe unterstützt die Projektleitung seit Februar 2015. Unser Qualitätsmanagement zielt darauf ab, durch strukturierte Prozesse Fehler frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Ertragsrisiko Der Bereich "private Einfamilienhausbauten" mit geringerem Ertragsniveau wird zur Auftragsauslastung weiter auf einem Umsatzniveau von ca 5 % gehalten. Im Verkauf konnten die eigenen Vertriebsaktivitäten und die Zusammenarbeit mit "festen Vertriebspartnern in München" auf Vorjahresniveau gehalten werden. Zusätzlich werden wieder vermehrt Aufträge von Privatinvestoren bearbeitet. Personalrisiken Die Lösung des durch die demographische Entwicklung hervorgerufenen Facharbeitermangels wird künftig eine der größten Herausforderungen des gesamten Baugewerbes darstellen. Insbesondere leiden sehr viele Ausbaugewerke unter Nachwuchsmangel. Durch stetige eigene Ausbildung kann die Mitarbeiterzahl auf konstantem Niveau gehalten werden. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens können Liquiditätsrisiken in enger Zusammenarbeit mit den Hausbanken vermieden werden. Ebenso können Währungsrisiken ausgeschlossen werden, da wir ausschließlich im Euroraum tätig sind. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. 2. Chancenbericht Die gute Marktposition im Ballungsraum München wird durch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit externen Vertriebsorganisationen stetig weiter verbessert werden. Der Rohbauauftragsbestand zum Jahreswechsel 2023/24 konnte auf dem hohen Niveau von fast 12 Monaten gehalten werden, wobei der Anteil der eigenen Bauträgerobjekte nicht mehr erweitert wurde. Die eigene Markenhauslinie A1-Effizienzhaus wird zur Gewinnung von Aufträgen aufgrund des weiterhin hohen Auftragsbestandes derzeit nur in geringem Umfang genutzt, soll aber nun wieder besser genutzt werden, sofern die Politik fiskalpolitische Anreize für den Eigenheimnutzer setzt. Mit der leichten Reduzierung des Leistungsniveaus von ca. 85 auf 80 Mitarbeiter und der Maxime "Mehrertrag vor Mehrumsatz" kann und muss das Potential der eigenen Markenhauslinie nur zum Füllen von kleinen Auftragslücken genutzt werden. Um kurzfristige Auftragslücken auszugleichen, wird auch weiterhin in eigene Erschließungsmaßnahmen für Einfamilienhäuser und Doppelhäuser investiert. Die Philosophie der Eigenausbildung neuer Fachkräfte hat sich bewährt. Über 50 % des gewerblichen Personals stammen aus der eigenen Firmenausbildung. Es zeichnet sich jedoch auch hier ein Rückgang der Bewerber ab. Durch Werbemaßnahmen des Verbandes der bayerischen Bauinnungen, dem die Praml Bau GmbH seit Gründung angehört, und eigene Aktivitäten in umliegenden Schulen, arbeiten wir diesem Trend aktiv entgegen. Ein in 2018 erstellter eigener Imagefilm der Praml Bau GmbH unterstützt sowohl die Vertriebsbelange als auch die Personalgewinnung. In 2022 wurde zusätzlich die mediale Präsenz im Bereich Personalbeschaffung durch eigene professionelle Werbespots verstärkt. Die zweite Führungsebene ist in den Bereichen Vertrieb, Planung, Finanzen, Bauleitung und Einkauf personell weiterhin gut besetzt, sodass beim ungeplanten Ausfall des Geschäftsführers der Betriebsablauf weitgehend aufrechterhalten bleiben könnte. An der Nachfolgeregelung wird aktiv gearbeitet. Zwei Söhne des Geschäftsführers zeigen mit der eingeschlagenen Berufsausbildung und Tätigkeit Interesse am Geschäftsfeld der Gesellschaft, so dass sich auch hier Stetigkeit im Bestand als Familien-Unternehmen abzeichnet. Der Einstieg in die Geschäftsführung ist nun konkret für 2027 geplant. Die Investitionen der letzten Jahre am Firmengelände zahlen sich durch gute Logistik und ein positives Erscheinungsbild aus. Stetige weitere Investitionen in einen modernen Fuhrpark, Maschinenpark und IT-Struktur werden kontinuierlich betrieben. Die derzeit raummäßig über 3 Gebäude verteilten Büros sollen in ein zentrales Bürogebäude bei laufendem Bürobetrieb integriert werden. Die Grundsatzplanung steht bereits und ist behördlich genehmigt. Die Realisierung wird bei günstigerem Zinsniveau und besserem Abverkauf der eigenen Bauträgerobjekte gestartet. Die Firma ist fit und attraktiv für die Zukunft. 3. Gesamtaussage Die Praml Bau GmbH ist ein seit Jahrzehnten etabliertes Familienunternehmen, das sich über drei Generationen zu einem gesunden Unternehmen entwickelt hat. Die Chancen der guten Konjunktur wurden genutzt und haben zu einer guten Eigenkapitalausstattung geführt. Die Strategie der Verlagerung des Produktionsschwerpunktes auf erhöhte Bauträgertätigkeit hat sich bewährt und soll fortgesetzt werden, wobei aktuell das angestammte Geschäftsfeld als Generalunternehmer als zweites Standbein wieder ausgebaut wird zur Liquiditätssicherung. Größere Risiken, die den Fortbestand oder die weitere Entwicklung der Praml Bau GmbH gefährden, sind nicht ersichtlich. Die Praml Bau GmbH wird sich auch in der vierten Generation erfolgreich dem Wettbewerb stellen. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Bauträgerfinanzierungen, die mit der Hausbank, aber auch mit spezialisierten Banken getätigt werden. Dank der guten Entwicklung und der nachhaltig praktizierten Gewinnthesaurierung ist die Finanzierung häufig mit Eigenkapital möglich, was eine zu starke Abhängigkeit vom Bankensektor verhindert. Insbesondere in der aktuell schwierigen Absatzsituation kann dadurch ein kontinuierliches Weiterbauen der eigenen Bauträgerobjekte gesichert werden. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme, zumal die Forderungen über Finanzierungsbestätigungen abgesichert werden und die Debitoren eng überwacht werden. Eine weitere Absicherung besteht im Bauträgergeschäft aufgrund der notariell verlangten Eigentumsumschreibung, die erst nach vollständiger Zahlung erfolgt. Ein Klumpenrisiko besteht weiterhin aufgrund der breitgefächerten Streuung der Kunden nicht. Die Abhängigkeit vom privaten Gesamtbaumarkt ist weiterhin durch die Positionierung im stetig wachsenden Ballungsraum München mit geringem Risiko behaftet. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen skontiert gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend aus Eigenmitteln. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes Bauvorhaben eine Kalkulation erstellt. Die einzelnen Gewerke werden budgetiert und im Controlling nachverfolgt. Ein Überblick über die Geldaus- und -eingänge wird über die Kostenträgerrechnung im Projektmanagementprogramm gewährleistet. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Offenberg/Neuhausen, 06. März 2025 Praml Bau GmbH gez. Manfred Praml, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangA. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Praml Bau GmbH hat ihren Sitz in Offenberg/Neuhausen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Deggendorf unter HRB 868 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierung und die Bewertung der Vermögensgegenstände und der Schulden ist nach den handelsrechtlichen Maßgaben vorgenommen worden. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Zu außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Zuschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderungen bestand keine Veranlassung. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Waren erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungspreisminderungen (§§ 253 Abs. 1, 255 Abs. 1 HGB) oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag (§ 253 Abs. 4 HGB). Die in Ausführung befindlichen Bauten sind entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad zu Einzelkosten zuzüglich angemessener Teile der herstellungsbedingten Gemeinkosten angesetzt oder mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Steuerrückstellungen enthalten die noch für das abgeschlossene Geschäftsjahr nachzuzahlenden Steuern. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen tragen der erwarteten Inanspruchnahme Rechnung und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. C. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen sind in einer gesonderten Übersicht (Anlagegitter) dargestellt. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht (Vj. TEuro 0). Forderungen gegen Gesellschafter bestehen in Höhe von TEuro 40 (Vj. TEuro 0). Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital wurde noch nicht auf Euro umgestellt und beträgt DM 80.000,00. Dies entspricht TEuro 41. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEuro 28.046 enthalten. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen, Gewährleistung und Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie ausstehende Rechnungen. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEuro 19.355 (Vorjahr: TEuro 14.680) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, TEuro 2.742 (Vorjahr: TEuro 186) eine Restlaufzeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren und TEuro 0 (Vorjahr: TEuro 0) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben TEuro 1.181 (1.544) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und TEuro 93 (Vorjahr: TEuro 100) eine Restlaufzeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren. Die restlichen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen gesichert. Neben den ausgewiesenen Verbindlichkeiten besteht ein Avalkredit in Höhe von TEuro 1.362. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen insgesamt TEuro 575 (Vj. TEuro 1.019). Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen für unbewegliche Wirtschaftsgüter in Höhe von TEuro 349 (davon fällig in 2024 TEuro 349) sowie aus Miet- und Leasingverträgen für bewegliche Wirtschaftsgüter in Höhe von TEuro 50 (davon fällig in 2024 TEuro 35). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Gemäß § 286 Abs. 2 HGB unterbleibt die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach § 285 Satz 1 Nr. 4 HGB. E. Sonstige Angaben Im Jahresdurchschnitt wurden 66 Mitarbeiter beschäftigt, davon 32 im kaufmännischen Bereich und 34 im gewerblich/technischen Bereich. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch Herrn Manfred Praml. Auf die Angabe der Gesamtaufwendungen für die Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführung wurden nicht eingegangen. Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar setzt sich zusammen aus Abschlussprüfungsleistungen (Euro 16.000,00), anderen Bestätigungsleistungen (Euro 550,00) und Steuerberatungsleistungen (Euro 4.083,75). Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Offenberg/Neuhausen, 06. März 2025 Praml Bau GmbH gez. Manfred Praml, Geschäftsführer
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.03.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Praml Bau GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Praml Bau GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Praml Bau GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Straubing, 21. März 2025 KPWT
Straubing GmbH
Thomas Ostermeier, Wirtschaftsprüfer Norbert Ecker, Wirtschaftsprüfer |
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