M & C TechGroup Sales Services GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Scott Wilkie seit 10.2.2026 | Geschäftsführer |
James Daugherty seit 10.2.2026 | Geschäftsführer |
Hans-Jörg Rumm seit 19.8.2025 | Geschäftsführer |
Johann Gottfried Michael Schramm seit 15.8.2019 | Prokura |
Rolf Merk seit 15.8.2019 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
M&C TechGroup Germany GmbHRatingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023M&C TechGroup Germany GmbH, RatingenGeschäfts- und RahmenbedingungenGeschäftstätigkeitGegenstand der M&C TechGroup Germany GmbH, Ratingen (nachfolgend in Kurzform M&C genannt), ist die Entwicklung, die Herstellung, der weltweite Vertrieb und Service von Ausrüstung für die Analysentechnik mit den Schwerpunkten extraktive Gasentnahme, Gasaufbereitung sowie Prozesssteuerung. Mit den angebotenen Leistungen werden über zwanzig Branchen wie z. B. die Automobil-, Chemie-, Glas-, Lebensmittel-, Papierindustrie, aber etwa auch der Maschinen- und Anlagenbau oder der Kraftwerksbereich bedient. Die Gesellschaft beliefert ihre Kunden weltweit. Die Hauptabsatzmärkte liegen dabei in Europa und Nordamerika. Weitere Schwerpunkt-Zielmärkte sind die Regionen Asien und Arabien. Die Tätigkeit der Gesellschaft umfasst die Bereiche Komponentenfertigung und Systembau. Der Bereich Komponentenfertigung umfasst insbesondere Produkte zur Gasentnahme, Gasaufbereitung, Messdurchführung und Prozesssteuerung. Die M&C TechGroup Germany GmbH ist neben dem Endkundengeschäft auch Lieferant kompletter Analysesysteme sowohl im Kundenauftrag als auch für die eigene Vermarktung. Kunde ist hier in aller Regel der tatsächliche Endnutzer. Umsatzseitig überwiegt der Geschäftsbereich Komponentenfertigung traditionell deutlich. Beide Geschäftsbereiche umfassen neben dem Erstausrüstungsgeschäft auch das Ersatzteil- und Servicegeschäft. Langfristige Serviceverträge in einem nennenswerten Umfang bestehen - weil geschäftspolitisch nicht gewollt - auch weiterhin noch nicht. UnternehmenszieleZu den definierten Grundzielen der Unternehmensgruppe zählen ein kontinuierliches Umsatzwachstum und eine nachhaltig gut zufriedenstellende Profitabilität. Zur Steuerung der Finanzseite verwendet die Gesellschaft als wesentliche Leistungsindikatoren die operativen Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Umsatz, EBT und Jahresüberschuss). Im nicht finanzwirtschaftlichen Bereich werden der Erhalt und Ausbau der Marktstellung, die Sicherstellung einer kurzfristigen Lieferung, die weitere Steigerung der Innovationsleistung sowie die Kunden- und auch Mitarbeiterzufriedenheit als vorrangige Ziele angesehen, für die als qualitative Ziele intern keine Kennzahlen berichtet werden. SteuerungssystemDie Steuerung des Unternehmens erfolgt durch eine enge Zusammenarbeit des Managements auch auf internationaler Ebene, durch die Nutzung üblicher Planungsinstrumente sowie durch ein begleitendes, regelmäßiges und zeitnahes Reporting an die Geschäftsführung im Rahmen des betriebswirtschaftlichen Führungs- und Kontrollsystems. Abweichungen zu den definierten Zielen sind jederzeit und über alle Betriebsteile hinweg kurzfristig feststellbar und lösen ggf. Maßnahmen aus. WirtschaftsberichtWirtschaftsentwicklung in 2023Das globale wirtschaftliche Umfeld hat sich 2023 verhalten entwickelt. Ursächlich waren hierbei insbesondere die weitreichenden Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Zudem hat der Krieg die Lebensmittelpreise in Kombination mit intensiven Hitzewellen und Dürreperioden in Europa, Mittel- und Südasien weltweit in die Höhe getrieben. Erfreulich hingegen war, dass die Belastungen durch die Corona-Pandemie stark zurückgegangen sind und speziell auch im Bereich der Lieferketten und der Grundstoffbelieferung aus Asien wieder eine Rückkehr zur Normalität zu verzeichnen ist. Nach einem kraftvollen Jahresbeginn hat die Weltwirtschaft im Sommer 2023 wieder an Dynamik verloren und sich somit nur leicht von der Pandemie erholt. Regional war die Entwicklung uneinheitlich. Ursächlich waren laut Internationalem Währungsfonds (IWF) zum einen langfristige Effekte durch die geopolitischen Krisen und das Decoupling, also die fortschreitende politische, gesellschaftliche und ökonomische Fragmentierung der Welt. Diese Entkoppelung und Diversifizierung von bislang etablierten globalen Lieferketten erschwerten zunehmend den globalen Handel. Zum anderen haben sich eher zyklische Effekte wie die straffere Geldpolitik, das Auslaufen der zuvor stimulierenden Pandemie-Fiskalpakete, eine höhere Verschuldung und diverse Wetterextreme negativ ausgewirkt. Dagegen hat hauptsächlich die starke Binnennachfrage in den USA positive Impulse für die Weltwirtschaft ausgelöst. In den meisten anderen Ländern und Regionen wurde der private Konsum aber von der hohen Inflation belastet, vor allem im Euroraum und Großbritannien. Infolge der hohen Zinsen und Baukosten gerieten zudem die Bauinvestitionen spürbar unter Druck und eine sehr schwache Industrieproduktion hat die europäische Konjunktur abgebremst. Insgesamt hielt sich die Weltkonjunktur angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik aber besser als erwartet. So geht das Kieler IfW davon aus, dass die Weltwirtschaft 2023 trotz der Belastungen um 3,1 % gewachsen ist. Der IWF gibt das Expansionstempo der Weltwirtschaft mit +3,1 % nach +3,5 % im Vorjahr an. Dabei sind die Industrieländer um 1,6 % gewachsen (Vorjahr: +2,6 %), die Schwellen- und Entwicklungsländer um 4,1 % (Vorjahr: +4,1 %). GeschäftsverlaufAbsatz und Auftragslage Für das Geschäftsjahr 2023 war die Geschäftsführung auf Basis der Marktentwicklung des Vorjahres von einem hohen Umsatzwachstum von knapp 10% ausgegangen. Der erzielte Umsatz der Berichtsperiode lag dann unter den geschilderten Rahmenbedingungen mit EUR 36,9 Mio. - entgegen den Erwartungen - sogar um 15,6 % über dem Vorjahreswert 2022 von EUR 31,9 Mio. Der Umsatz mit deutschen Kunden stieg dabei leicht schwächer (+10,0 %) als im Auslandsgeschäft. Dort konnte M&C in 2023 einen erfreulichen Anstieg von 20,1 % verzeichnen. Im Bereich der Einzelproduktfertigung wurde eine Steigerung um 17,1 % gegenüber dem Vorjahr erreicht. Der Systembau konnte nach dem erfolgreichen Jahr 2022 den Umsatz bestätigen bzw. leicht um 2,4 % steigern. Der Effektivwert lag aber mit EUR 3,3 Mio. nur noch gering unter dem Rekordjahr 2019, als im Systembau ein Umsatz von EUR 3,4 Mio. erreicht wurde. M&C erwartet im Segment des Systembaus in den folgenden Jahren dennoch eine weitere Steigerung und hat deshalb zur Optimierung der Produktion einen neuen Bauabschnitt am Standort Aach begonnen, in dem dann in Zukunft die Systembauaktivitäten optimiert ablaufen können. Der ersichtliche Exportanteil ist mit 57,9% gegenüber dem Vorjahr stärker gestiegen als erwartet. Das Geschäft mit den eigenen Tochtergesellschaften in China und den USA wurde zeitgleich jeweils leicht gesteigert. Die üblicherweise in jedem April eines Jahres durchgeführte Preiserhöhung war auch 2023 erneut durchgeführt worden. Der Auftragsbestand zum Jahresende belief sich auf EUR 5,3 Mio. und lag damit auf einem der höchsten Niveaus der vergangenen Jahre. Personal Auch im Jahr 2023 ist M&C bei der langjährig bewährten Unternehmenspolitik geblieben, den Marktanforderungen nicht zuletzt durch den Einsatz von gut qualifiziertem, gut motiviertem und berufserfahrenem Personal gerecht zu werden. Soweit Einstellungen vorgenommen wurden, hat es sich durchgängig um qualifiziertes Fachpersonal gehandelt. Die Deckung des Personalbedarfs ist bis auf wenige Ausnahmen auch im Berichtsjahr gut gelungen und hat zum weiteren Substanzaufbau im Unternehmen gut beigetragen. Die Steigerung der Personalkosten wurde maßgeblich durch die jährlich gezahlte Gehaltserhöhung und wenige gezielte Neueinstellungen geprägt. Der am Jahresende ausgeschüttete Erfolgsbonus wurde auf Beschluss der Geschäftsführung auf dem Niveau des (sehr guten) Vorjahres gehalten. Hinzu kam noch die Zahlung eines speziellen Corona-Bonus, dessen zweite Hälfte Anfang 2023 ausgezahlt wurde. Personelle Abgänge sind zum Großteil durch Ruhestandseintritte ausgelöst worden, die Fluktuation liegt nach wie vor auf einem industrieunüblichen sehr niedrigen Niveau. Produktion und Auslastung Die Produktionstätigkeit der M&C weist eine geringe Eigenfertigungstiefe auf. Die benötigten Bauteile oder Baugruppen werden nach wie vor weitgehend nicht selbst hergestellt, sondern extern bei einem ausgewählten Kreis von Zulieferern beschafft. Hier hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass die meisten Einkaufsartikel in Deutschland beschafft werden, so dass das Unternehmen nur geringfügig unter Lieferschwierigkeiten aus Fernost zu leiden hatte. Wesentliche Veränderungen im Fertigungsprozess wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht vorgenommen. Die Auslastung während des Geschäftsjahres ist als gut zu bezeichnen. Potentiale für eine Erhöhung der Produktionszahlen sind gleichwohl vorhanden, wobei die Entscheidung getroffen wurde, die Produktionsstätte in Aach zu optimieren und dafür einen separaten Gebäudetrakt für den Systembau zu erstellen. Beschaffung In 2023 wurde seitens der Lieferanten erneut der Versuch unternommen, höhere Preise durchzusetzen. M&C hat die Strategie durch eine erhöhte Bevorratung kritischer Teile Lieferprobleme zu vermeiden fortgesetzt, wodurch sich der Lagerbestand weiter erhöht hat, wobei das Wachstum unterhalb der Umsatzsteigerung lag. Der Materialaufwand stieg um EUR 1,8 Mio. (+18,6%) auf EUR 11,3 Mio. Bei prozentualer Betrachtung ist die Materialaufwandsquote gegenüber dem Vorjahr bei 30,5% relativ stabil geblieben. Forschung & Entwicklung Die M&C verfügt am Standort Ratingen und in den USA über gut funktionierende Entwicklungsabteilungen. Durch diese wird die M&C-Gruppe in die Lage versetzt, eine zielgerichtete und beschleunigte Weiter- und auch Neuentwicklung von Produkten zu realisieren, insbesondere technische Trends und Anforderungen auch in regionaler Ausprägung zeitnah aufzuspüren und in neue technische Lösungen umzusetzen. Grundlagenforschung im engeren Sinne einer eigenständigen und planmäßigen Suche nach neuen wissenschaftlichen bzw. technischen Erkenntnissen oder Erfahrungen allgemeiner Art, über deren technische Verwendbarkeit und wirtschaftliche Erfolgsaussichten zunächst keine Aussagen getroffen werden können, betreibt die Gesellschaft größenklassenbedingt hingegen nur im Ansatz. An aktuellem Forschungs-Know-how partizipiert die M&C jedoch über verschiedene überbetriebliche Kooperationen auch mit Hochschulen und anderen Einrichtungen. Es hat sich in der Zwischenzeit bewährt, auf zwei Kontinenten Entwicklungsabteilungen aufzubauen, da M&C so in der Lage ist, Tendenzen größerer Teilmärkte schneller aufzugreifen und in die Entwicklungsplanung einzusteuern. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit kontinuierlich und in einem großen Umfang Entwicklungstätigkeiten an vorhandenen Produkten erbracht. Dies hat zu der erfolgreichen Entwicklung des Unternehmens in starkem Maße beigetragen. Diese Form der "kontinuierlichen Fortentwicklung" hat dazu geführt, dass selbst lange im Produktprogramm stehende Einzelprodukte gut marktfähig gehalten werden konnten. Darüber hinaus wurden dem Markt erneut Neuprodukte vorgestellt, die nun aktiv vermarktet werden. Wie auch in vielen vorherigen Geschäftsjahren haben aus den jeweiligen Anforderungen herrührende Anregungen aus dem Kundenstamm Hinweise zur Weiterentwicklung des Produktportfolios gegeben, die in das Entwicklungsprogramm aufgenommen wurden. Darüber hinaus wurden verstärkte Anstrengungen unternommen, die Entwicklung eigener Analysatoren erfolgreich voranzutreiben. Bislang hatte M&C dieses Produktsegment großen Marktteilnehmern überlassen, um nicht mit diesen in direkte Konkurrenz zu treten. Aufgrund der eigenen Innovationsbefähigung und des erarbeiteten Technologievorsprungs ergab sich jedoch die Chance, nun auch in diesen Teilmarkt bzw. einzelne seiner Nischen einzutreten. Diese Produkte befinden sich aktuell zunehmend in der Vermarktung. In ähnlicher Kontinuität wurden die für spezielle Marktbereiche bzw. Anforderungen notwendigen Sonderzulassungen etc. aufrechterhalten bzw. neu beantragt. Gleiches gilt für die Anmeldung von Patenten und sonstigen Rechten. Konzernübersicht Diese Übersicht erfolgt auf Ebene der M&C TechGroup Germany GmbH und der von ihr gehaltenen Tochtergesellschaften. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in D-40885 Ratingen sowie zusätzlich eine Betriebsstätte in D-78267 Aach (Bodenseeregion). Fertigung wird dabei an beiden Standorten betrieben (Group Factories), Verwaltungstätigkeiten hingegen sind nahezu vollständig in Ratingen konzentriert (Group Head Office). Daneben hält M&C noch weitere Anteile an verbundenen Unternehmen sowie eine Vielzahl an Verkaufsbüros, die größtenteils über die 100%ige Tochtergesellschaft M&C TechGroup Sales Services GmbH gesteuert werden. Die Immobilien an den Standorten Ratingen und Aach und damit alle Gebäude, in denen M&C in Deutschland produziert, befinden sich im Eigentum der Gesellschaft. Weiterhin besteht seit 2008 die Tochtergesellschaft M&C TechGroup MechParts GmbH, ebenfalls in D-78267 Aach ansässig, an der 100% der Anteile gehalten werden. Die Gesellschaft ist nach wie vor vorwiegend als Lieferant benötigter Vorstufen-Erzeugnisse für die M&C tätig. Seit 2016 besteht die Tochtergesellschaft compprice analytical components GmbH (vorher: M&C TechGroup Gentics GmbH) an der 100% der Anteile gehalten werden. In 2019 hat die Gesellschaft eine Minderheitsbeteiligung an einem Unternehmen der Messgasbranche außerhalb der M&C-Gruppe übernommen und in 2021 zur Stabilisierung und Weiterentwicklung dieses Start-up-Unternehmens beigetragen. In 2021 wurde die M&C TechGroup Gentics Holding GmbH mit der Zielsetzung gegründet, in der Zukunft weitere Beteiligungen mit einem positiven Einfluss auf die Entwicklung der Unternehmensgruppe zu erwerben und als Holding zu führen. Daneben unterhält M&C im Inland weiterhin fünf Verkaufsbüros, mit denen eine vollständige Marktabdeckung in Deutschland erreicht wird. Der österreichische Markt wird durch das Verkaufsbüro in Süddeutschland bearbeitet, der schweizerische Markt aus dem technischen Büro in Südwestdeutschland. Im Ausland bestehen Tochtergesellschaften in den USA (Anteil M&C: 100%; überwiegend Vertriebstätigkeit, zunehmend aber auch Produktion sowie Forschungs- und Entwicklungsleistungen), China (Anteil M&C: 100%; reine Vertriebstätigkeit), Indien (Anteil M&C 99,99%; reine Vertriebstätigkeit), Russland (Anteil M&C 99,99%; faktisch stillgelegt) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (Anteil M&C 100%; reine Vertriebstätigkeit) sowie Verkaufsbüros in Großbritannien/Irland, Italien, den Niederlanden (zuständig auch für Skandinavien), Frankreich (zuständig auch für Südeuropa, Belgien/ Luxemburg und Afrika), sowie Spanien. Nach der Invasion Russlands in der Ukraine hat das deutsche Management die russische Tochtergesellschaft stillgelegt und dem Mitarbeiter gekündigt. Die Gesellschaft besteht aktuell nur noch als Mantel und wird von einer Steuerberatung betreut, da dort noch Lizenzen für M&C Produkte liegen, die für Lieferungen in Staaten, wie z.B. Kasachstan genutzt werden können. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageDas Unternehmen verzeichnete vor dem Hintergrund der geschilderten konjunkturellen Gesamtsituation eine Umsatzsteigerung auf EUR 36,9 Mio. (Vorjahr: EUR 31,9 Mio.). Die Gesamtleistung lag mit EUR 37,2 Mio. aufgrund einer geringen Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen mit EUR 0,3 Mio. somit um EUR 5,4 Mio. über der Vorjahresvergleichszahl. Die Ertragslage wurde in 2023 durch die weitere Erholung der Weltwirtschaft nach der weitestgehend abgeklungenen Corona-Pandemie beeinflusst. Die Vertriebstätigkeit konnte weiter verstärkt werden, Regionalmessen wurden durchgeführt und viele Kundenunternehmen, die während der Pandemie einige Projekte verschoben hatten, setzten diese in 2023 um. Der (für M&C eindeutig zuordenbare) Auslandsanteil am Gesamtumsatz stieg im Jahr 2023 leicht von 55,7% auf 57,9%. Der Materialaufwand stieg effektiv um EUR 1,8 Mio. auf EUR 11,3 Mio. und blieb prozentual mit 30,5 % im mehrjährigen Vergleich auf einem mittleren Wert. Dies ist insofern erfreulich, da auf der Beschaffungsseite zum einen die Bevorratung bei kritischen Teilen verstärkt wurde und zum anderen übermäßige Preiserhöhungswünsche seitens der Lieferanten abgewehrt werden konnten. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen EUR 0,6 Mio. nach EUR 0,5 Mio. im Vorjahr und sind somit nur unwesentlich höher. Die Personalkosten stiegen von EUR 12,6 Mio. um 6,1% auf EUR 13,3 Mio. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer auf Branchendurchschnittsniveau gehaltenen Erhöhung der Löhne und Gehälter sowie einigen Einstellungen zur punktuellen und qualitativen Verstärkung des Personalstamms. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen verblieben auf dem Vorjahreswert von EUR 1,2 Mio. Die Position der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg im Berichtsjahr um EUR 0,6 Mio. auf EUR 5,2 Mio. (+13,2%) und somit langsamer als der Umsatz. In 2023 erhielt M&C Deutschland eine hohe Dividendenausschüttung von EUR 4,6 Mio. aus den USA (im Vorjahr EUR 0,0 Mio.), da mit diesen Mitteln die Finanzierung des ersten Teils des Neubaus am Standort Aach ohne weitere Kreditaufnahme von Banken erfolgen soll. Das negative Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist mit EUR 0,2 Mio. um EUR 0,1 Mio. niedriger als im Vorjahr, da M&C planmäßig die Kredite für den Neubau in Ratingen bzw. den Rückkauf der Immobilien der Gesellschaft zurückgeführt hat. In Summe ergab sich für das Geschäftsjahr 2023 aus der beschriebenen Ertragsentwicklung ein EBT von EUR 11,0 Mio. (Vorjahr: EUR 3,6 Mio.) und unter Einschluss der Steueraufwendungen ein Jahresüberschuss (EAT) von EUR 9,1 Mio. (Vorjahr: EUR 2,3 Mio.). Die letztjährige Prognose in Bezug auf EAT wurde dadurch übertroffen, was aber auch daran lag, dass M&C Deutschland in 2023 eine höhere als die geplante Ausschüttung aus den USA erhalten hat. Aber auch ohne die Dividendenausschüttung hätte die Gesellschaft den Plan übertroffen. FinanzlageDie Finanzierung der operativen Tätigkeit der Gesellschaft erfolgte während des Geschäftsjahres ausschließlich aus Eigenmitteln. Soweit Darlehen variabel verzinst werden, begegnet M&C dem Zinsänderungsrisiko teilweise durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, insbesondere durch Zinscaps. Die längerfristigen Verbindlichkeiten sind so gestaltet, dass das Unternehmen den notwendigen Kapitaldienst aus dem Cashflow, der von Jahr zu Jahr abnehmend durch Zinsdienste belastet wird, ohne Belastungsüberforderungen tragen kann. Die Weiterentwicklung des Unternehmens ist entsprechend nicht eingeschränkt. Zudem bestehen Sondertilgungsmöglichkeiten, die M&C bei entsprechend verfügbarer Liquidität zur vorzeitigen Entlastung nutzen kann. Die für diverse Immobilienfinanzierungen aufgenommenen Mittel der Hausbank wurden in 2023 planmäßig in den vereinbarten Raten zurückgeführt. Die hausbankseitig zur Verfügung gestellte Kontokorrentlinie wurde auch 2023 nicht in Anspruch genommen. Zum 31. Dezember 2023 bestand über alle Konten gesehen keine Inanspruchnahme. Die vertragskonforme Leistung des Tilgungs- und Zinsdienstes, das wirksame Forderungsmanagement sowie die Befähigung, alle Lieferantenverbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen unter größtmöglicher Ausnutzung der Skontooptionen zu begleichen, sind erneut Ausdruck der soliden Finanzlage der M&C. M&C verzeichnet im Geschäftsjahr 2023 einen gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (EUR +7,7 Mio.; Vorjahr: EUR +2,4 Mio.) und deutlich gestiegenenMittelzufluss aus Investitionstätigkeit (EUR +3,2 Mio.; Vorjahr: EUR -0,8 Mio.) aufgrund einer Ausschüttung von einem verbundenen Unternehmen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit liegt bei EUR -4,0 Mio. Aufgrund des hohen Mittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit ist der Gesamtcashflow in diesem Jahr mit EUR +7,0 Mio. positiv. VermögenslageAktiva Der Rückgang bei den immateriellen Vermögensgegenständen gegenüber dem Vorjahr ist maßgeblich auf Abschreibungen bei Software und Lizenzen zurückzuführen. Wie in den Vorjahren auch hat M&C im Jahr 2023 sämtliche notwendigen Investitionen zur Aufrechterhaltung der betrieblichen Leistungsfähigkeit aus eigenen Mitteln geleistet. Im Berichtsjahr wurde eine größere Investition in den Maschinenpark am Standort Aach getätigt, so dass sich das Sachanlagevermögen trotz planmäßiger Abschreibungen der Bauten leicht erhöhte. Die Finanzanlagen bleiben in 2023 weitestgehend unverändert bei EUR 3,4 Mio.. Die Vorräte sind aus den bereits genannten Gründen weiter angestiegen und liegen mit EUR 6,5 Mio. (Vorjahr: EUR 6,1 Mio.) über dem betrieblichen Normalmaß. Dieser Anstieg resultiert stichtagsbezogen im Wesentlichen aus der bewussten Bestandshaltung an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (EUR 4,8 Mio. gegenüber EUR 4,7 Mio. im Vorjahr), während der Bestand an unfertigen Erzeugnisse nach dem Rückgang im Vorjahr wieder leicht auf EUR 1,7 Mio. stieg. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände steigen in 2023 um EUR 1,1 Mio. auf EUR 5,5 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen dabei leicht um EUR 0,3 Mio. und beliefen sich auf EUR 3,0 Mio., während die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stichtagsbedingt um EUR 0,7 Mio. auf EUR 2,2 Mio. stiegen. Der Finanzmittelbestand stieg aufgrund der hohen Ausschüttung aus den USA von EUR 0,4 Mio. auf EUR 5,2 Mio. Diese Mittel werden planmäßig in 2024 für die Bezahlung der einzelnen Bauabschnitte am Standort Aach genutzt. Resultierend aus den vorstehenden Erläuterungen zu einzelnen Posten stieg die Bilanzsumme zum Stichtag von EUR 39,5 Mio. um EUR 6,4 Mio. (16,2 %) auf EUR 45,9 Mio. Passiva Das Eigenkapital (gezeichnetes Kapital, Gewinnvortrag und Jahresüberschuss) stieg im Jahr 2023 auf EUR 21,0 Mio. und lag somit um EUR 7,6 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 13,4 Mio. In dieser Entwicklung ist im Jahr 2023 eine Ausschüttung an den Gesellschafter enthalten. Trotz der deutlich gestiegenen Bilanzsumme erhöhte sich die Eigenkapitalquote aufgrund des guten Jahresergebnisses nun auf einen Wert von 45,7 % (Vorjahr: 34,0 %). Die Summe der Rückstellungen sank leicht um EUR 0,2 Mio. auf EUR 11,1 Mio. Dies resultierte aus geringeren Rückstellungen für Pensionen (aufgrund des Zinsumfelds), für Steuern sowie der sonstigen Rückstellungen. Die Pensionsrückstellungen betragen 21,7 % der Bilanzsumme, wobei der Prozentsatz der im Wesentlichen gleich gebliebenen Rückstellungen durch die Steigerung der Bilanzsumme sank. Der Großteil der Anwartschaften wird nicht innerhalb der nächsten zehn Jahre fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen aus einem geschäftstypischen Bankdarlehen zur Finanzierung des Erweiterungsbaus am Standort Ratingen sowie einem Darlehen, das für den Rückerwerb der Produktionsimmobilien in Aach und Ratingen in 2021 abgeschlossen wurde. Die Kontokorrentlinie wurde saldiert über alle Konten der Hausbank zum Stichtag nicht genutzt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen analog der Umsatzerhöhung und verbleiben auf einem niedrigen Wert von EUR 0,8 Mio., da das Unternehmen nach wie vor Forderungen seiner Lieferanten stets unter Ausnutzung maximaler Skonti ausgleicht. Entwicklung von Vermögens- und Kapitalstruktur Die gute Vermögenslage hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Durch das Immobilieninvestment ergibt sich ein deutliches Übergewicht des langfristig gebundenen Vermögens, wobei sich dieses in den nächsten Jahren voraussichtlich strukturell kaum verändern wird. Die Eigenkapitalquote beträgt wie dargestellt 45,7% und liegt damit deutlich über den Durchschnittswerten im deutschen Mittelstand. Die bilanzielle Eigenkapitalrendite liegt bei 43.1%, was nach dem niedrigeren Vorjahreswert von 17,2% im Wesentlichen auf die erfolgte Dividendenausschüttung aus den USA zurückzuführen ist. Aussagekräftiger in diesem Zusammenhang ist die Entwicklung des EBIT, das in 2023 um EUR 2,3 Mio. auf EUR 6,7 Mio. gestiegen ist. Das Fremdkapital besteht zum wesentlichen Teil aus langfristigen Verbindlichkeiten, die zusammen 24,8% der Bilanzsumme ausmachen. Neben den oben angesprochenen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verfügt M&C weiterhin über eine Hausbank-Kontokorrentlinie und nutzt diesen Spielraum für ggf. notwendige kurzfristige Liquiditätserfordernisse und auch Avale. Die bestehende Kontokorrentlinie wurde zum Stichtag mit EUR 0,0 Mio., Avale in Höhe von EUR 0,03 Mio. in Anspruch genommen. Insgesamt beträgt die vereinbarte Kontokorrentlinie EUR 2,0 Mio. Gesamtaussage Insgesamt bewertet die Geschäftsführung die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der M&C zum Geschäftsjahresende unverändert zum Vorjahr als gut, zumal sich in 2023 deutliche Erholungstendenzen nach Ende der Corona-Pandemie gezeigt haben. Aus diesem Grund sind auch für die weitere Unternehmensentwicklung wichtige Projekte wie z. B. das Digitalisierungsprojekt und andere Aktivitäten trotz deutlicher Kostenauswirkungen fortgeführt bzw. abgeschlossen worden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung mit der Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 gut zufrieden. Der Umsatz liegt zum Halbjahr 2024 auf dem des Vorjahres und im Rahmen der Planannahmen, wo für 2024 von einem Konsolidierungsjahr ausgegangen wurde. Gleiches gilt auch für EBT und Ergebnis nach Steuern, die ebenfalls im Bereich der Plan- als auch der Vorjahreszahlen liegen. Chancen- und Risikobericht einschließlich der voraussichtlichen Geschäftsentwicklung sowie Risiken aus der Verwendung von FinanzinstrumentenChancen und Risiken der Geschäftstätigkeit1. Risikopolitik und Risikomanagement Die M&C unterliegt Risiken, die untrennbar mit der Geschäftstätigkeit verbunden sind. Das Management ist bestrebt, diese Risiken auf ein akzeptables Maß zu begrenzen. Ein Element des Risikomanagements der Gesellschaft ist die Erstellung und Überwachung einer Jahresplanung auf Monatsbasis, die auf Grundlage der Auftragsbestände sowie der Erfahrungen und Einschätzungen des Managements aufgestellt wird. Im Rahmen eines systematischen Management- und Kontrollprozesses werden Abweichungen regelmäßig ermittelt und wichtige Kennzahlen wie Auftragseingang, Liquidität, Verfügbarkeit von Ressourcen und Qualitätskennziffern etc. mitlaufend überwacht, um auf Veränderungen ggf. kurzfristig reagieren zu können. Für Zwecke des Liquiditätsmanagements wird eine fortlaufende Liquiditätsplanung geführt. Wesentlichen allgemeinen Risiken wird durch adäquate vertragliche Gestaltungen, bestehenden betrieblichen Versicherungen sowie der konsequenten Anwendung eines Qualitätsmanagementsystems vorgebeugt. 2. Chancen Im Hinblick auf die ausländischen Absatzmärkte ist M&C nach wie vor der Auffassung, dass der Auslandsvertrieb über eigene Mitarbeiter zu nachhaltigeren Erfolgen führt. Sollten sich weitere Chancen bieten, interessante Auslandsmärkte mit qualitativ geeignetem Personal zu besetzen, wird M&C diese Möglichkeiten aufgreifen. Weitere Geschäftschancen werden im Angebot innovativer Produkte und Serviceleistungen gesehen. Außerdem bieten die noch intensivere Bearbeitung der Wachstumsmärkte Indien und anderer Länder sowie ggf. die stärkere Erschließung bisher nur wenig bedienter Teilmärkte für das Unternehmen weitere Wachstumschancen. Darüber hinaus bietet die Entwicklung von neuen Produktserien speziell auch in bislang nicht bearbeiteten Bereichen (wie z. B. Analysatoren) zusätzliche Chancen. M&C wird in diesem Aktivitätsbereich sowohl horizontales Wachstum (Verbreiterung der etablierten Produktpalette) als auch vertikales Wachstum (neue Produktbereiche) suchen. Allgemeine RisikenUmfeld- und Branchenrisiken Jedes Unternehmen unterliegt naturgemäß Risiken, die aus politischen bzw. gesamtwirtschaftlichen Ereignissen bzw. Entwicklungen heraus entstehen und Rückwirkungen bis auf die Ebene von Einzelunternehmen haben. Diese exogenen Risiken entziehen sich betriebsgrößenbedingt vollständig jeder eigenen Einflussnahme, so auch bei M&C. Zu ungewöhnlich hohen Unsicherheiten führen sich abzeichnende oder bereits bestehende politische und (welt-)wirtschaftliche Problemlagen. Unklar ist so z. B. die weitere Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zu den USA, die inneramerikanische Wirtschaftspolitik, die zukünftigen Auswirkungen von Embargo-Beschlüssen wie auch Änderungen, die sich nach der nächsten Präsidentschaftswahl ergeben können. Die bestehenden oder sich abzeichnenden multiplen Krisen werden eine besondere Herausforderung für alle Unternehmen darstellen. Direkte Einflüsse auf das Geschäft von M&C sind aufgrund des Einmarsches Russland in die Ukraine keine zu verzeichnen. Weder in Russland noch der Ukraine bestanden nennenswerte Umsätze. Inwieweit eine allgemeine Unsicherheit aus diesem Krieg in Europa noch zusätzliche Risiken für das Unternehmen bedeutet, ist noch nicht abzusehen. Im Übrigen ist ein spezielles (Grund-)Risiko für die deutsche Mess- und Regelungstechnik derzeit nicht erkennbar. Dieser Industriebereich zählt nach wie vor und uneingeschränkt zu den weltweit anerkannten Vorzeigebranchen der Bundesrepublik Deutschland auch im Hinblick auf die Unterstützung einer nachhaltigen und umweltbewussten Wirtschaft und insbesondere Industrie. Risiken im PersonalbereichDie Gewinnung von qualifizierten Mitarbeitern stellt in der aktuellen Situation am Standort Nordrhein-Westfalen/Ratingen noch geringe Probleme dar, dies gilt aber stärker für den Standort Aach im nahezu vollbeschäftigten Wirtschaftsraum Baden-Württemberg. M&C unterliegt in Bezug auf die Personalplanung den gleichen Chancen und Risiken wie viele andere mittelständische Unternehmen und kann hierbei im Rahmen der aktiv betriebenen Gewinnungs- und Bindungspolitik jedoch eine größere Zahl individueller Vorteile für sich nutzen. Im Rahmen einer vorausschauenden Personalpolitik ist das Unternehmen personell gut ausgestattet. Abwanderungen für den Unternehmenserfolg wichtiger Mitarbeiter sind nicht erfolgt oder zu befürchten. Für die überschaubare Zukunft sind deshalb insgesamt keine nennenswerten Risiken für die Entwicklungsfähigkeit des Unternehmens gegeben, auch wenn sich Wiederbesetzungszeiten nach Austritten verlängert haben. Der derzeit viel diskutierte Fachkräftemangel in Deutschland wird sich nach Einschätzung von M&C allenfalls mittel- bis langfristig oder bezogen auf spezielle Qualifikationen bemerkbar machen. Um diesen zu begegnen hat M&C mit einem eigenen Ausbildungsprogramm begonnen, um eigene Fachkräfte heranzuziehen. Produktions-, Qualitäts- und BeschaffungsrisikenEin Versorgungsrisiko auf Lieferantenseite wird zum einen aufgrund des breit gefächerten M&C-Lieferantenstamms, der zudem größtenteils in Deutschland und Europa beheimatet ist, und zum anderen aufgrund der aufgebauten "Second Sources" nicht in nennenswertem Umfang gesehen. Allerdings ist das Unternehmen schon vor mehreren Jahren dazu übergegangen, bei Bauteilen und Vormaterialien, die ggf. eine längere Beschaffungszeit aufweisen, größere Vorratslager anzulegen und/oder absichernde Rahmenverträge abzuschließen. Das Ziel des Erhalts der Lieferfähigkeit und Befriedigung der Kundenbedürfnisse stand und steht damit über einseitigen Kostenüberlegungen. Da das Unternehmen darüber hinaus einen großen Teil seiner Beschaffung tatsächlich in Deutschland und seinen Nachbarländern tätigt, ist M&C nur wenig vom Zusammenbruch von Lieferketten oder dem Ausfall von Luftfrachtlieferungen o. ä. betroffen. Neben dem Versorgungsrisiko besteht beschaffungsseitig das Risiko steigender Einkaufspreise. Eine Absicherung von Beschaffungspreisen über derivative Finanzinstrumente oder Warentermingeschäfte betreibt M&C - weil nicht erforderlich - nicht. Preisstabilität sichert M&C durch turnusmäßige Rahmenvereinbarungen mit den Lieferanten und ist im Übrigen bestrebt, beschaffungsseitige Kostensteigerungen auch an die Kundenunternehmen weiterzugeben. Besondere Produktionsrisiken bestehen gleichfalls nicht. Die Gesellschaft hat, insbesondere mit der Inbetriebnahme des neuen Produktionsstandorts in Ratingen, ausreichende Kapazitäten geschaffen, damit die Fähigkeit zur Ausnutzung von Wachstumschancen oder Zufallsgeschäften gesichert bleibt. Die Auswertungen im bestehenden Qualitätsmanagementsystem belegen, dass sich trotz der stattgefundenen Umsatzausweitungen seit 2005 das erreichte hohe Niveau halten ließ und sogar noch gesteigert werden konnte. Sehr positive Kundenbewertungen bestärken die Ansicht, in diesem Bereich eine umfassende Risikoprävention geleistet zu haben. Gleichwohl könnten an die M&C Regressansprüche aus mangelhaften Produkten herangetragen werden, für die dann aber im branchenüblichen Umfang Versicherungsschutz besteht. Spezielle Risiken einschließlich Risiken aus FinanzinstrumentenM&C verfügt über eine gute und breit gefächerte Kundenstruktur über eine Vielzahl von Branchen, Betriebsgrößen und Anwendungsfeldern hinweg. Mit Aktivitäten in 25 verschiedenen Wirtschaftsbranchen bzw. Applikationsbereichen ist M&C auch in dieser Hinsicht breit aufgestellt. Abhängigkeiten von Großkunden oder Einzelaufträgen bestehen nach wie vor nicht. Im Jahr 2023 waren erneut vereinzelte Forderungsausfälle aufgrund von Insolvenzen o. ä. zu verzeichnen, der Rahmen des für M&C geschäftsüblich niedrigen Umfangs wurde jedoch nicht überschritten. Insgesamt ist die Belastung nach wie vor vergleichsweise erfreulich gering. Im ERP-System sind Mechanismen der Schadensbegrenzung realisiert, die größeren Ausfällen entgegenwirken sollen. So wird ein systematisches Forderungsmanagement einschließlich des Mahnungsmanagements betrieben. Die Verbindlichkeiten gegenüber M&C werden von den Kundenunternehmen in der Regel innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen, eine grundsätzliche Umkehr dieses Verhaltens ist unter den gegenwärtigen Marktbedingungen nicht zu erwarten. Allerdings neigen ausländische Kunden tendenziell eher dazu, Zahlungsziele zu ihren Gunsten auszudehnen. M&C hat zusätzliche Kontrollinstrumente und Angebotsvarianten geschaffen, die diesem entgegenwirken. Für die bereits an anderer Stelle aufgeführten Darlehen besteht ein sogenanntes Financial Covenant, also eine Verpflichtung der M&C TechGroup Germany GmbH, eine bestimmte Finanzkennzahl zu jeder Zeit während der Laufzeit der Darlehen einzuhalten: eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 30 % auf Basis des Konzernabschlusses. Ein Bruch dieses Financial Covenants könnte zu einer sofortigen Kündigung des Darlehens durch den Gläubiger führen. Dies ist jedoch weitestgehend unrealistisch. Nennenswerten Währungsrisiken unterliegt M&C nicht, da Fakturierung und Beschaffung in der Regel in Euro erfolgen. Innerhalb des M&C-Konzerns gilt der Grundsatz, dass das jeweils empfangende Unternehmen (regelmäßig also die Tochtergesellschaften der M&C) das Währungsrisiko trägt. Darlehen an Tochterunternehmen sind in Euro denominiert. Das Investitionsrisiko in ausländischen Währungsräumen aktiver Tochterunternehmen wird nicht abgesichert. Zinsänderungsrisiken begegnet M&C durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Für die im Jahr 2019 und 2021 abgeschlossenen Darlehen wurde ein Zinscap abgeschlossen, womit eine teilweise Deckelung der Zinsen erreicht wurde. Das laufende Geschäft konnte und kann auch zukünftig durch den im Unternehmen erwirtschafteten Cashflow gut finanziert werden. Die verbleibenden Spielräume sind uneingeschränkt gut auskömmlich, die Weiterentwicklung von Marke, Unternehmen, Produkten etc. wird nicht behindert. In einer zusammenfassenden Gesamtbetrachtung der Risikolage der M&C kann im Vergleich mit dem Vorjahr festgehalten werden, dass sich die Risikolage nicht nennenswert verändert oder sogar verschärft hat. PrognoseberichtKonjunkturprognoseWeltwirtschaft bleibt auch 2024 unter Druck: Vor dem Hintergrund des extrem risikobehafteten geopolitischen Umfelds und der hohen Finanzierungskosten zeichnet sich für die Weltwirtschaft 2024 lediglich eine Fortsetzung des sehr verhaltenen Wachstums ab. So bleibt trotz der Stützungsmaßnahmen Chinas Konjunkturdynamik als Folge der Schwäche im Immobilien- und Bausektor voraussichtlich gering, sodass von dort kaum Impulse für die Weltwirtschaft zu erwarten sind. In den Industrieländern dürfte darüber hinaus das zunächst noch hohe Zinsniveau für einige Zeit dämpfend wirken. Allerdings könnten eine weitere Abkühlung des Preisauftriebs und die mittlerweile steigenden Realeinkommen die private Konsumnachfrage beleben und so die Konjunktur stützen. Entscheidend für den konjunkturellen Verlauf und die Dynamik im Jahr 2024 dürfte die Zinsentwicklung sein. Sofern sich der Inflationsdruck wie allgemein erwartet im Trend weiter abschwächt, wächst der Spielraum der Notenbanken für eine geldpolitische Lockerung. Von sinkenden Zinsen dürfte dann neben dem Privatkonsum vor allem die Investitionstätigkeit profitieren, auch im Wohnungsbau. Darüber hinaus sollte dann die Industrieproduktion auch wieder an Dynamik gewinnen. Von der Fiskalpolitik sind 2024 jedoch global betrachtet keine Impulse zu erwarten. Sie war in den letzten Jahren sehr expansiv ausgerichtet, zunächst zur Abmilderung von wirtschaftlichen Rückschlägen durch die Corona-Pandemie und dann zur Eindämmung der Energiekosten, die nach Russlands Überfall auf die Ukraine zunächst steil und massiv in die Höhe geschossen waren. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten, dass diese Effekte wegfallen und die Fiskalpolitik somit 2024 überwiegend konjunkturdämpfend wirkt. In der aktuellen angespannten Lage prognostiziert das Kieler IfW, dass die Weltwirtschaft 2024 nur um 2,9 % und damit etwas langsamer als im Berichtsjahr expandieren wird. Der Internationale Währungsfonds (IWF) avisiert in seiner aktualisierten Prognose vom Januar 2024 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1 %, wobei das Plus in den Industrieländern bei 1,5 % liegen soll. Für die Entwicklungs- und Schwellenländer wird ein Wachstum von 4,1 % prognostiziert, mit unterschiedlichen Trends in den bedeutenden Ländern. Erwartete Entwicklung M&C TechGroupGesamte Unternehmensgruppe: Für 2024 erwartet die Geschäftsführung ein niedriges Umsatzwachstum bei den Gesellschaften in Deutschland und den USA. Nach den beiden letzten Jahren, in denen ein starkes Wachstum erreicht werden konnte, wird von einem Konsolidierungsjahr ausgegangen. M&C Deutschland: Auf Basis des erfreulich hohen Auftragsbestands, aber die nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen ins Kalkül ziehend, geht das Management in der Planung von einem Umsatzwachstum in 2024 von 3% und einem leicht besseren Ergebnis vor und nach Ertragsteuern aus. Allerdings erwarten die größten Auftragnehmer ein schwächeres Jahr, dem M&C u.a. mit Projekten im Systembaubereich, für die eine hohe Realisierungswahrscheinlichkeit besteht, begegnen will. M&C USA: Auf dem nordamerikanischen Markt hatte M&C für das Jahr 2023 ein ebenfalls starkes Wachstum erreichen können. Für 2024 erwartet das dortige Management eine zweistellige prozentuale Steigerung der Umsätze (+13%) und ein daraus resultierendes deutlich besseres Ergebnis als im Vorjahr. M&C China: Für den chinesischen Markt erwartet M&C, dass die Tochtergesellschaft in 2023 die dort begonnene Aufwärtsentwicklung fortsetzt, dabei wird ein Wachstum von über 20% erwartet. Hintergrund hierfür ist zum einen die fortgesetzte Erholung der chinesischen Wirtschaft nach den Corona-Jahren. Eine Unsicherheit besteht hierbei aber weiterhin durch die steigende Konkurrenz durch Billiganbieter im Markt. M&C Indien/Vereinigte Arabische Emirate/Russland: Die Tochtergesellschaften in Indien und in den VAE sind nach wie vor zu jung, als dass ein nennenswerter Umsatzbeitrag zu erwarten wäre. Speziell in Indien wird aber mit einer positiven Weiterentwicklung gerechnet, nachdem dort die der Gründung folgende Markteintrittsphase abgeschlossen ist. In den VAE konnte ein markterfahrener Mitarbeiter gewonnen werden, der auch erste signifikante Erfolge erzielen konnte. Ob ein weiteres prozentual großes Wachstum möglich ist, wird sich kurz- bis mittelfristig zeigen. Auf längere Zeit wird kein Umsatz mehr mit russischen Kunden getätigt werden, was aber angesichts der geringen Größe der Tochtergesellschaft vor dem Krieg keinen Einfluss auf die Umsatzplanung der Muttergesellschaft haben wird. Zum Berichtszeitpunkt sieht es so aus, als ob die Planannahmen in Deutschland und den USA realistisch erscheinen, während das avisierte Wachstum in China noch ein wenig fraglich erscheint. Beschaffungsseitig rechnet M&C mit erneuten Preiserhöhungsrunden, da sich viele Lieferunternehmen in den letzten Jahren zurückgehalten hatten und dies nun kompensieren wollen. Lieferschwierigkeiten erwartet M&C keine mehr, da sich die Beschaffungswege nach der Corona-Pandemie doch wieder normalisiert haben. In Bezug auf den Cashflow erwartet M&C nach wie vor, auch weiterhin positive Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaften zu können und aus diesen sowohl Investitionsvorhaben wie auch den Kapitaldienst tragen zu können. In 2023 hat sich ergeben, dass eine Neuordnung des Fertigstandortes Aach Sinn macht, bei dem für den Bereich Systembau ein separater Gebäudetrakt erstellt wird und der dann freiwerdende Raum im bestehenden Gebäudekomplex für andere Tätigkeiten genutzt werden kann. Aufgrund äußerst kooperativer Behörden war dann ein Baubeginn Anfang 2024 möglich und eine Fertigstellung des Rohbaus wird für Q4/2024 bzw. die Inbetriebnahmen für Q1/2025 erwartet. Die weiteren Investitionsvorhaben für das Geschäftsjahr 2024 für die bestehenden Betriebsteile betreffen im Rahmen der definierten Unternehmensstrategie Investitionen in die IT-, die Maschinen- und Fuhrparkausstattung. Insgesamt betrachtet die Geschäftsführung die M&C als gut aufgestellt. Nach zwei starken Wachstumsjahren plant das Management von M&C in 2024 ein Konsolidierungsjahr, in dem aber weiter an der Ausgangsbasis für ein weiteres Wachstum ab 2025ff gearbeitet wird.
Ratingen, den 15. Oktober 2024 M&C TechGroup Germany GmbH Dipl. Volksw. Dipl. soc.oec. Olaf Sommer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDie M&C TechGroup Germany GmbH hat ihren Sitz in Ratingen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (Reg.Nr. HRB 53843). Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Bei der Aufstellung wurden daher die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften teilweise in Anspruch genommen. Sie ist umsatzsteuerlich Organträgerin einer Umsatzsteuerorganschaft mit der M&C TechGroup MechParts GmbH, Aach, der M&C TechGroup Sales Services GmbH, Ratingen, und der compprice analytical components GmbH, Ratingen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Bewertung der Vermögens- und Schuldposten erfolgt nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB (Going-Concern-Prinzip). Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt. Abnutzbare immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Dabei wird als Abschreibungszeitraum die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen im Fall dauerhafter Wertminderungen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert. Die Abschreibungsdauer erfolgt unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wie folgt:
In den Finanzanlagen werden Kapitalanteile an Unternehmen ausgewiesen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Sie werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit die Notwendigkeit besteht, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB mit dem ihnen am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen. Stellt sich nach einer außerplanmäßigen Abschreibung heraus, dass die Gründe nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu ihren niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung sowie anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Verwaltungsgemeinkosten und Fremdkapitalzinsen wurden nicht angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch individuelle Wertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch Pauschalwertberichtigungen von 1% auf die Nettoforderungen Rechnung getragen. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert. Fremdwährungsbestände werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten transitorische Posten gemäß § 250 Abs. 1 HGB. Geringwertige Posten mit einem Wert bis zu EUR 800,00 werden nicht abgegrenzt. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Im Fall der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen kommt als versicherungsmathematisches Verfahren die so genannte Projected Unit Credit (PUC)-Methode zur Anwendung. Als biometrische Richttafeln dienten die Tafeln RT 2018 G der Heubeck Richttafeln GmbH, Köln. Die Abzinsung erfolgte pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser betrug zum 31. Dezember 2023 1,83%. Bei den zu bewertenden Pensionszusagen handelt es sich um so genannte Festrentenzusagen. Da mithin die Rentenhöhe nicht lohn- bzw. gehaltsabhängig ist, gehen in die Bewertung keine Lohn- und Gehaltssteigerungen (Anwartschaftstrend) ein. Rentensteigerungen (Rententrend) werden entsprechend den vertraglich vereinbarten Rentensteigerungen berücksichtigt (i.a.R. 2%). So genannte Altzusagen (Pensionszusagen, die vor dem 1. Januar 1987 erteilt wurden) bestehen nicht. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,83%) und des entsprechenden Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,76%) beträgt TEUR 104. Dieser unterliegt nach § 253 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. Abs. 6 Satz 1 HGB einer Ausschüttungssperre. Die Steuerrückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Die Bewertung erfolgt zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Dabei werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, soweit diese zum Abschlussstichtag ausreichend objektiviert sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit den ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinsen der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag erfasst. Erhaltene Anzahlungen werden nach der so genannten Nettomethode bilanziert. Auf das Wahlrecht zur offenen Absetzung von den Vorräten verzichtet die Gesellschaft. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden bei Zugang zum jeweiligen Tageskurs angesetzt. Kursverluste werden zum Abschlussstichtag im Rahmen des Niederstwert- bzw. Höchstwertprinzips berücksichtigt. Kursgewinne hingegen werden zum Abschlussstichtag nur für Forderungen bzw. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfasst. Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht nach § 274 Abs. 2 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Aktivierung einer sich aus der Ermittlung aktiver und passiver latenter Steuern insgesamt ergebenden Steuerentlastung (Aktivüberhang). Steuerliche Verlustvorträge sind nicht vorhanden und gehen in die Ermittlung der latenten Steuern nicht ein. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage 1 zum Anhang beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich nach ihrer Fälligkeit zusammen:
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält einen Zins-Cap von TEUR 30 (Vorjahr TEUR 35). Das Stammkapital beträgt TEUR 1.000 und ist voll eingezahlt. Es wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Aus dem Gewinnvortrag des Vorjahres in Höhe von TEUR 12.442 wurde im Geschäftsjahr 2023 eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 1.500 vorgenommen. Der Gewinnvortrag zum 31.12.2023 beträgt somit TEUR 10.942. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Gewährleistungsrisiken in Höhe von 1% der Umsatzerlöse unter einer Berücksichtigung von 2% Preissteigerung (TEUR 374), personalbezogene Rückstellungen (Urlaubsverpflichtungen, Berufsgenossenschaft, etc.; TEUR 442), Abschluss- und Steuererklärungskosten (TEUR 120) sowie weitere geschäftsübliche Rückstellungen (TEUR 61). Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach ihrer Fälligkeit ist dem als Anlage 2 zum Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Verbindlichkeiten aus Steuern und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit können der Bilanz entnommen werden. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind unter anderem Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 163 sowie TEUR 159 für Versicherungsentschädigungen, überwiegend wegen der Hochwasserschäden im Jahr 2021, ausgewiesen. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beinhalten Abschreibungen auf die Beteiligung an der der Tochtergesellschaft in Russland. V. Sonstige Angaben 1. Haftungsverhältnisse sowie gestellte Sicherheiten Haftungsverhältnisse bestehen, außerhalb der Garantie-/Gewährleistungs-Bürgschaften in Höhe von TEUR 130, zum Stichtag nicht. Das Risiko einer Inanspruchnahme durch die Bürgschaften wird als gering angesehen. Von den Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11.361 wie folgt durch die Gesellschaft besichert: - Abtretung von Miet-/Pachtzinsforderungen aus dem Neubauobjekt Ratingen, Rehhecke 96 - Abtretung sämtlicher bestehender und künftiger Ansprüche aus dem Vertrag mit dem Generalunternehmer und/oder aus allen bestehenden sowie künftigen Bau- bzw. Werk- oder Dienstverträgen, die aus dem Neubauvorhaben beauftragt sind bzw. werden. - Grundschulden zu Lasten des Neubaugrundstückes Ratingen von EUR 14 Mio. sowie ein abstraktes Schuldversprechen in Grundschuldhöhe mit Vollstreckungsunterwerfung und die Abtretung der jeweiligen Rückgewähransprüche bezgl. vor-/gleichrangiger Grundschulden - Grundschulden zu Lasten des Gewerbegrundstücks Ratingen von EUR 1,5 Mio. sowie ein abstraktes Schuldversprechen in Grundschuldhöhe mit Vollstreckungsunterwerfung und die Abtretung der jeweiligen Rückgewähransprüche bezgl. vor-/gleichrangiger Grundschulden - Grundschulden zu Lasten des Gewerbegrundstücks Aach von EUR 1 Mio. sowie ein abstraktes Schuldversprechen in Grundschuldhöhe mit Vollstreckungsunterwerfung und die Abtretung der jeweiligen Rückgewähransprüche bezgl. vor-/gleichrangiger Grundschulden Für zum 31. Dezember 2023 bestehende Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.300 (unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen) liegen größtenteils Rangrücktrittserklärungen seitens der M&C TechGroup Germany GmbH vor. Das Risiko eines Ausfalls dieser Ausleihungen wird als niedrig eingeschätzt. 2. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben Immobilienleasing hat die Gesellschaft weitere Leasingverträge im Wesentlichen über Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung geschlossen. Diese Leasingverträge dienen teilweise der Verbesserung der Liquidität, betreffen aber im Übrigen Gegenstände, die turnusmäßig ausgewechselt werden, wie beispielsweise Fahrzeuge. Längerfristige Bindungen ergeben sich auch aus verschiedenen Instandhaltungs- / Wartungsverträgen und Mietverträgen über Nicht-Immobilien. Insgesamt ergeben sich aus den Leasingverträgen und den weiteren längerfristigen Vertragsbindungen folgende zukünftige sonstige finanzielle Verpflichtungen: - Die jährlichen Immobilienmietverpflichtungen belaufen sich auf etwa TEUR 227. - Die jährliche Verpflichtung aus dem KFZ-Leasing beläuft sich 2024 auf TEUR 237, 2025 auf TEUR 178, 2026 auf TEUR 92 und 2027 auf TEUR 19. - Die finanzielle Verpflichtung aus den Wartungsverträgen beläuft sich auf jährlich TEUR 74. - Dienstleistungsverträge wurden u.a. mit einem verbundenen Unternehmen ohne eine Befristung geschlossen und belaufen sich auf jährlich TEUR 817. 3. Geschäftsführung Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer der M&C TechGroup Germany GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr war Herr Dipl. Volkswirt Dipl. soc. oec. Olaf Sommer, Mülheim an der Ruhr. Der Geschäftsführer übt seine Geschäftsführertätigkeit hauptberuflich aus. Bezüglich der Angaben gemäß § 285 Nr. 9a HGB (Angabe der Gesamtbezüge an Mitglieder der Geschäftsführung) wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. 4. Mitarbeiter Durchschnittlich wurden im Geschäftsjahr 2023 150 (Vorjahr: 143) Arbeitnehmer beschäftigt, davon 70 gewerbliche Arbeitnehmer und 80 kaufmännische Angestellte. 5. Anteilsbesitz Nachstehend werden die Angaben zu den Beteiligungsunternehmen zusammengefasst:
1) Die Umrechnung der in US-Dollar ausgewiesenen Beträge erfolgte zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. 2) Die Umrechnung der in Renminbi Yuan ausgewiesenen Beträge erfolgte zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. 3) Die Umrechnung der in Indischen Rupien ausgewiesenen Beträge erfolgte zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. 4) Die Umrechnung der in russischen Rubeln ausgewiesenen Beträge erfolgte zu einem Indikativkurs, errechnet aus offiziellen RUB/USD-Kursen und USD/EUR-Marktkursen zum Bilanzstichtag. 5) Die Umrechnung der in AE-Dirham ausgewiesenen Beträge erfolgte zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag. 6) Die M&C TechGroup Germany GmbH ist mittelbar durch die Tochtergesellschaft compprice analytical components GmbH beteiligt. 6. Nachtragsbericht Weiterhin können sich weltweit potentielle Risiken durch den Russland-Ukraine-Krieg ergeben, insbesondere durch die damit einhergehende Energiekrise und den Rohstoffmangel. Die Geschäftsführung führt daher eine regelmäßige Neubewertung der Risiken anhand der vorhandenen Informationen durch. Die Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaft in Russland bleibt zunächst weiterhin ruhend gestellt. 7. Konzernabschluss Gemäß § 290 i.V.m. § 293 HGB ist die Gesellschaft nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Ein für eigene Zwecke freiwillig aufgestellter Konzernabschluss wird nicht veröffentlicht. 8. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.050 Die Geschäftsführung schlägt vor, diesen Jahresüberschuss mit dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 10.942 auf neue Rechnung vorzutragen.
Ratingen, den 15. Oktober 2024 gez. Dipl. Volksw. Dipl. soc.oec. Olaf Sommer Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Dem Geschäftsführer wurde Entlastung erteilt. Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023Anlage 1 zum Anhang
Anlage 2 zum Anhang Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die M&C TechGroup Germany GmbH, Ratingen PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der M&C TechGroup Germany GmbH, Ratingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der M&C TechGroup Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 15. Oktober 2024 BDO
AG
Wirtschaftsprüfer gez. Fritz Wirtschaftsprüfer gez. Barhold Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 15.10.2024. |
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