Frontmatec - Hygiene GmbH

Auf dem Tigge 60C, 59269 Beckum, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 7458
Vorher
ITEC-Ingenieurbüro für Hygiene und Lebensmitteltechnik GmbH
Eingetragen
10.10.1990
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
1. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Ingenieurleistungen für den Bereich Hygiene- und Lebensmitteltechnik sowie Konstruktion und Vertrieb entsprechender Anlagen. 2. Die Gesellschaft kann sich an all solchen Geschäften beteiligen und alle Aktivitäten unternehmen, welche direkt oder indirekt geeignet sind, ihrem Zweck zu dienen. Die Gesellschaft kann Anteile an anderen Gesellschaften erwerben. 3. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen gleichen oder ähnlichen Gegenstands in beliebiger Rechtsform zu beteiligen, Zweigniederlassungen im Inund Ausland zu errichten sowie im Übrigen alle Geschäfte zu tätigen, die der Förderung ihres Unternehmenszwecks unmittelbar oder mittelbar dienlich erscheinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Frontmatec Group ApSDNK
65.10%
34.90%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Frontmatec Group ApS
Denmark
358.050 €
65.10%
Germany
191.950 €
34.90%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Frontmatec - Hygiene GmbH

Beckum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Frontmatec - Hygiene GmbH, Beckum

1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Frontmatec - Hygiene GmbH in Beckum plant, konstruiert, produziert und vertreibt weltweit vorwiegend technische Lösungen für die Lebensmittelindustrie und andere hygienesensible Branchen sowie für die Versorgungsindustrie.

Das Unternehmen bietet folgende Lösungen an:

Technik für den Betriebs- und Personalhygienebereich

Technik für Ergonomiesysteme

Technik für die Bearbeitung von Innereien - Herz, Magen, Darm

After Sales (Service/Wartung und Ersatzteile)

Das Portfolio erstreckt sich von modularen Reinigungs- und Desinfektionssystemen über Kontrollsysteme bis hin zu Hygieneschleusen. Im Bereich der Lebensmittelhygiene beginnt das Angebot bei Produkten für die Handreinigung und -desinfektion, Sohlenreinigung, Messer- und Schürzenreinigungsanlagen und reicht bis zur chemikalienfreien Oberflächenreinigung durch einen UVC-Tunnel.

In Zusammenarbeit mit dem Kunden werden individuelle und zukunftsorientierte Hygiene-Gesamtkonzepte erstellt - von der ersten Beratung und Konzeptionalisierung über Produktion bis hin zur Fertigstellung und Installation.

2. Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenkonjunktur

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um -0,3 % weniger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum -0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von hohen Preisen auf allen Ebenen der Wirtschaft, die die Konjunktur dämpften. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück.

Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %).

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Im verarbeitenden Gewerbe stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2023 nur leicht und konnte die Beschäftigungsverluste der beiden Vorjahre nicht ausgleichen.[1]

Der Orderrückgang des Maschinen- und Anlagenbaus hat sich im Dezember 2023 ein wenig abgeschwächt - unterm Strich resultiert für das gesamte Jahr aber dennoch ein zweistelliges Minus der Bestellungen. Insgesamt blieben die Aufträge im Gesamtjahr 2023 real 12,0 %unter ihrem Vorjahreswert, und weiterhin ist eine Trendwende nicht erkennbar. "In den großen Absatzmärkten Europa, den USA, China fehlt es an Vertrauen in einen dauerhaften globalen Konjunkturaufschwung, den gerade die Investitionsgüterindustrie benötigen würde", kommentiert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers die Jahresbilanz der Bestellungen. Im Inland verbuchten die Unternehmen 2023 ein Orderminus von 11,0 %, aus dem Ausland kamen 13,0 %weniger Bestellungen. Dabei betrug das Auftragsminus aus den Euro-Ländern16 Prozent, die Nicht-Euro-Länder schlugen mit einem Rückgang von 11 Prozent zu Buche.[2]

3. Geschäftsentwicklung 2023

Die Geschäftsentwicklung war entgegen den Erwartungen trotz rückläufiger Umsätze positiv. Der erzielte Jahresüberschuss erhöhte sich um 455 T€ auf 511 T€ (Vorjahr: 56 T€).

Umsatz und Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 9.621 T€ erwirtschaftet, was einer Verringerung gegenüber dem Vorjahr (12.834 T€) von 25 % entspricht.

Gewinn- und Verlustrechnung 2023
T€
2023
% GL
2022
T€
- Inland 4.192 44,0 5.270
- EU 3.144 33,0 5.141
- Drittland 2.285 24,0 2.423
Umsatzerlöse 9.621 101,0 12.834
Bestandsveränderung -93 -1,0 -85
Gesamtleistung 9.528 100,0 14.193
Materialaufwand -4.979 -52,2 -7.488
Rohertrag 4.549 47,7 5.260
Gewinn- und Verlustrechnung 2022
% GL
Veränd.
T€
Veränd.
%
- Inland 41,3 -1.078 -20,4
- EU 40,3 -1.997 -38,8
- Drittland 19,0 -138 -5,7
Umsatzerlöse 100,7 -3.213 -25,0
Bestandsveränderung -0,7 -8 -9,4
Gesamtleistung 100,0 4.665 -32,9
Materialaufwand -58,7 2.509 +33,5
Rohertrag 41,3 -711 -13,5

[1] Vgl. Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts, Nr. 019 vom 15.01.2024 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

[1] Vgl. Pressemitteilung des VDMA zur Entwicklung 2023 vom 02.02.2024 Moderatere Ordereinbußen zum Jahresschluss - newsonline24

Um den aufgrund des Kriegs in der Ukraine gestiegenen Beschaffungspreisen insbesondere bei Edelstahlvorprodukten und Transportleistungen zu begegnen, mussten bereits in 2022 neben der regulären Preisanpassung Materialteuerungszuschläge von bis zu 13,0 % erhoben werden. Diese konnten folgend mangelnder Akzeptanz am Absatzmarkt auch in 2023 nicht ausreichend platziert werden, was zu einem signifikanten Einbruch der Auftrags- und Absatzlage insbesondere im Neuanlagengeschäft führte. Im Ergebnis reduzierten sich die Umsatzerlöse sowohl im Konzernverbund als auch mit Drittkunden deutlich auch im Geschäftsjahr 2023.

Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung hat sich die Gesamtleistung des Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert. Wie auch im Vorjahr erklärt sich die Bestandsverminderung des Geschäftsjahres 2023 neben der schwächeren Auftragslage auch im Kontext fortgesetzter Bemühungen zur Reduktion der Lagerbestände über alle Produktkategorien.

Nach Aufwendungen für Material verringerte sich der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr um 711 T€. Zwar ist der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr gesunken, dennoch zeigt er im Verhältnis zur Gesamtleistung eine positive Entwicklung. Vor allem die Materialkosten konnten im Verhältnis zum Umsatzrückgang weiter reduziert werden, sodass sich die Materialintensität um 6,5 Prozentpunkte verringerte.

Die Geschäftstätigkeit verteilte sich 2023 wie folgt auf die Geschäftsbereiche:

Umsatz je Geschäftsfeld 2023
T€
2023
% UE
2022
T€
Hygiene 6.080 63,2 7.606
By Products 350 3,6 777
Ergonomie 443 4,6 1.535
After Sales 2.791 29,0 2.793
Sonstige -43 -0,4 123
Umsatzerlöse 9.621 100,0 12.834
Umsatz je Geschäftsfeld 2022
% UE
Veränd.
T€
Veränd.
%
Hygiene 59,3 - 1.526 -20,1
By Products 6,1 - 427 -55,0
Ergonomie 12,0 - 1.092 -71,1
After Sales 21,8 - 2 -0,1
Sonstige 1,0 - 166 -1,35
Umsatzerlöse 100,0 - 3.213 -25,0

Bei Betrachtung der Geschäftsfelder war insbesondere der Bereich Hygiene von oben genannten Entwicklungen betroffen und in Folge stark gesunken.

Im Bereich By Products konnten aufgrund der hier geringeren eigenen Wertschöpfung Kostensteigerungen nur ohne Aufschlag weitergegeben werden. Die Verringerung der abgesetzten Menge überlagerte den Preiseffekt.

Im Bereich Ersatzteile und Wartungsleistungen umfassenden After Sales Geschäft konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr stabil gehalten werden.

Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge um 757 T€ auf 961 T€ ergibt sich hauptsächlich aus einer das Vorjahr belastende konzerninternen Lieferantengutschrift in Höhe von 594 T€ aufgrund der Rückabwicklung einer Transaktion aus Vorjahren. Daneben beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 824 T€ konzerninterne Weiterbelastungen (Vorjahr: 999 T€).

Entsprechend des Rückgangs der Geschäftstätigkeit haben sich die Materialaufwendungen absolut betrachtet um insgesamt 2.510 T€ reduziert. Die Preissteigerungen des Vorjahres konnten teils reduziert und teils an die Endkunden weitergegeben werden, so dass der Rückgang relativ betrachtet mit 33,5 % stärker ausgefallen ist als der Rückgang der Umsatzerlöse um 25,0 % bzw. der Gesamtleistung um 32,9 %. Dies führte zu einem Rückgang der Materialintensität um 6,5-Prozentpunkte auf 52,2 % und damit zu einem gleichlaufenden Anstieg der Rohertragsmarge auf 47,7 %.

Bedingt durch einen Rückgang der durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten um 7 auf 44 Mitarbeiter hat sich der Personalaufwand um 858 T€ bzw. 20,4 % reduziert, wobei sich die Personalintensität vor dem Hintergrund der stärker rückläufigen Gesamtleistung um 2,0-Prozentpunkte auf 35,2 % erhöht hat.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insbesondere aufgrund gesunkener Kosten zur Warenabgabe (-146 T€) und dem Wegfall eines Vorjahressachverhalts als periodenfremder Aufwand für eine Kundengutschrift (702 T€) wesentlich reduziert.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 597 T€ auf insgesamt 10.915 T€ erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 240 T€ im Vergleich zum Vorjahr, was mit dem reduzierten Geschäftsvolumen korrespondiert. Die Vorräte unterlagen zwar Preissteigerungen, konnten jedoch im Kontext fortgesetzter Bemühungen zur Reduzierung des im Lager gebundenen Kapitals durch geringere Bestellmengen und Mindestbestände sowie den Abverkauf von vorhandenem Lagerbestand um 360 T€ reduziert werden. Die Verringerung der liquiden Mittel um 338 T€ basiert wesentlich auf Darlehensgewährung von 1.925 T€ an die Gesellschafterin. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich korrespondierend dazu um 1.917 T€, während die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen nahezu konstant geblieben sind. Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um 352 T€. Dies ist hauptsächlich bedingt durch einen Ertragssteuererstattungsanspruch im Vorjahr in Höhe von 278 T€, welcher im Geschäftsjahr 2023 vereinnahmt werden konnte. Daneben hat sich nunmehr der Umsatzsteuererstattungsanspruch gegenüber dem Finanzamt in Höhe um 102 T€ auf 25 T€ reduziert.

Das Eigenkapital der Gesellschaft erhöhte sich dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres entsprechend um 511 T€.

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 80 T€ insbesondere aufgrund höherer Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (+ 163 T€). Der Rückgang in den Personalrückstellungen um 61 T€ wirkte sich gegenläufig aus. Bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen ergab sich ein Anstieg um 54 T€. Zudem haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nennenswert um 124 T€ vermindert, dies hauptsächlich stichtagsbedingt sowie aufgrund einer Verschiebung zwischen offenen noch ausstehenden Rechnungen und bereits in Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verbuchten Rechnungen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrifft hauptsächlich eine Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschafterin. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 7 T€ gestiegen, hauptsächlich aufgrund höherer Verbindlichkeiten für Lohn- und Kirchensteuer.

Vermögens- und Kapitalstruktur 31.12.2023 31.12.2022
in T€ T€ % BS T€
Anlagevermögen 222 2,0 261
Umlaufvermögen/aRAP 10.693 98,0 10.057
Eigenkapital 8.145 74,6 7.634
Fremdkapital 2.770 25,4 2.684
Bilanzsumme 10.915 100,0 10.318
Vermögens- und Kapitalstruktur
in T€
% BS Veränderungen
T€
% BS
Anlagevermögen 2,5 - 39 -14,9
Umlaufvermögen/aRAP 97,5 - 636 -6,3
Eigenkapital 74,0 512 6,7
Fremdkapital 26,0 85 3,2
Bilanzsumme 100,0 297 2,9

Finanzlage

Der Bestand liquider Mittel verringerte sich maßgeblich aufgrund der an die Gesellschafterin zur Verfügung gestellten Darlehen von 1.925 T€. Es bestanden wie auch im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Finanzlage 31.12.2023 31.12.2022
in T€ T€ % BS T€
+ liquide Mittel 150 1,4% 489
- Verbindlichkeiten
Kreditinstitute 0 0,0% 0
Summe 150 1,4% 489
Finanzlage
in T€
% BS Veränderungen
T€
% GL
+ liquide Mittel 4,7% -339 -69,3%
- Verbindlichkeiten
Kreditinstitute 0,0% 0 0,0%
Summe 4,7% -339 -69,3%

Die Gesellschaft war im Verlauf des Geschäftsjahres stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Bei Bedarf können Teile des an die Gesellschafterin ausgegebenen Darlehens jederzeit fällig gestellt werden.

Investitionen

Hauptsächlich wurde IT Hard- und Software angeschafft. Weitere Angaben hierzu können dem Anlagenspiegel im Anhang entnommen werden.

4. Gesellschafter

Die Anteile der Gesellschaft befinden sich in alleinigem Eigentum der Frontmatec Group ApS mit Sitz in Kolding, Dänemark. Diese fungiert als Holding-Gesellschaft und hält ebenfalls die Anteile anderer Frontmatec-Gesellschaften in Europa, Amerika und China.

Die Gesellschaft hält keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.

5. Risiken und Chancen

Als Hersteller von Investitionsgütern ist das Unternehmen einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Diese resultieren aus dem globalen Wettbewerb und der Kostenbelastung am Standort Deutschland sowie aus dem Druck der Kunden auf Preise und Lieferbedingungen.

Um möglichen Risiken aus dem regulatorischen Umfeld zu begegnen, stützen wir uns bei unseren Entscheidungen auf die rechtliche Beratung durch konzernintern verfügbare und externe Experten. Etwaigen Gewährleistungsansprüchen von Kunden begegnen wir mit angemessenen Rückstellungen auf Basis von Erfahrungswerten.

Kurz- und mittelfristigen Liquiditätsrisiken, die sich aus Schwankungen der Zahlungsströme ergeben, begegnen wir frühzeitig im Rahmen einer kontinuierlichen Liquiditätsplanung.

Währungsrisiken sind für das Unternehmen nicht von Bedeutung, da der überwiegende Teil der Einkäufe und Verkäufe in Euro kalkuliert und fakturiert wird. Den Risiken aus EUR/USD-Wechselkursschwankungen wird durch ein entsprechendes Fremdwährungskonto begegnet. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Wechselkursänderungen die Wettbewerbsfähigkeit auf den Weltmärkten beeinflussen, und zwar sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht.

Ein besonderes Risiko stellt der anhaltende Krieg zwischen Russland und der Ukraine dar. Das bedeutendste Risiko für das im Anlagenbau tätige Unternehmen ist die Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen aufgrund des schwachen Wirtschaftswachstums, der Inflation und des hohen Zinsniveaus. Aufgrund der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt ist die Rekrutierung von neuem Personal über alle kaufmännischen und technischen Funktionen hinweg deutlich komplexer. Ein gewisser Wettbewerb ist dadurch entstanden, dass frühere externe Einkäufer, die im Großhandel eingekauft haben, nun direkt einkaufen und an unsere Kunden verkaufen.

Da die Verkaufspreise bereits über denen des Wettbewerbs liegen, können weitere Kostensteigerungen auf dem Beschaffungsmarkt nicht mehr ohne weiteres an die Kunden weitergegeben werden. Damit beschränken sich die kurzfristigen Handlungsoptionen zur Vermeidung sinkender Profitabilität bei steigenden Kosten auf interne Effizienzsteigerungen.

Der deutliche Rückgang der Auftragseingänge bei gestiegenen Beschaffungspreisen wird aufgrund der guten Finanzierbarkeit im Konzern nicht als bestandsgefährdend, aber kurz- bis mittelfristig als entwicklungsbeeinträchtigend angesehen. Um dem entgegenzuwirken, werden weitere Preisanpassungen moderater und differenzierter als bisher umgesetzt. Bei Vorliegen der Voraussetzungen wird Kurzarbeit in Anspruch genommen werden.

Chancen sehen wir weiterhin in der Weiterentwicklung und dem Vertrieb von innovativen Systemen. Künftige Absatzchancen liegen in der Gewinnung neuer Kunden außerhalb der Fleischindustrie, insbesondere in den Bereichen Convenience, Molkerei- und Backwaren. Chancen bestehen auch im verstärkten Absatz von Seifen- und Desinfektionsmittelspendern aufgrund eines nachhaltig gestiegenen Hygienebewusstseins.

Im Zusammenhang mit dem Eigentümerwechsel überwiegen aus unserer Sicht die Chancen. Synergien im Vertrieb und im Produktportfolio werden mit Bettcher Industries ausgelotet. Von KKR vorangetriebene Initiativen zur strukturellen Reorganisation und Beschaffung werden geprüft.

Steigende Materialeinkaufspreise wirken sich negativ auf die Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens aus und führen zu unerwünschten Bestandserhöhungen in der Wertstruktur. Diesem Risiko begegnen wir weiterhin mit geringeren Beschaffungsmengen und Mindestbeständen.

Das Unternehmen ist, wie das gesamte wirtschaftliche Umfeld, von steigenden Energiekosten betroffen. Aufgrund der geringen Fertigungstiefe am Standort Beckum mit nur wenigen technischen Anlagen haben sich höhere Stromkosten bisher nicht negativ ausgewirkt. Die Heizölkosten sind dagegen deutlich gestiegen.

6. Prognosebericht

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 sah mengenmäßig einen weiteren Rückgang des Umsatzes vor. Darüber hinaus wurde das Neugeschäft By Products im ersten Quartal 2023 eingestellt. Im Wertgerüst wurden auf Artikelebene differenzierte Erhöhungen der Listenpreise geplant, jedoch durch die teilweise Rücknahme der Materialteuerungszuschläge wieder kompensiert, wodurch insgesamt nur moderate Werteffekte erwartet wurden. Insgesamt wurden Umsatzerlöse deutlich unter dem Niveau des Vorjahres erwartet. Tatsächlich liegen die Umsatzerlöse um 25 % unter Vorjahr und entsprechen in etwa der Erwartung.

Der Jahresüberschuss wurde unter Annahme ausbleibender Sondereffekte und mengenbedingt geringerer Aufwendungen im Personal- und sonstigen betrieblichen Bereich auf Niveau des Geschäftsjahres 2022 prognostiziert. Tatsächlich ist das Ergebnis 2023 um 455 T€ höher als im Vorjahr ausgefallen. Hauptursache war das Ausbleiben von Sondereffekten und besserer Kostenkontrolle.

Hinsichtlich der weiteren Entwicklungen aus dem Russland-Ukraine-Krieg und dessen Auswirkungen auf Beschaffungs- und Absatzmärkte bestehen für das begonnene Geschäftsjahr 2024 keine besonderen Prognoseunsicherheiten mehr, es wird von stabiler Kostenentwicklung ohne wesentliche Unterbrechungen der Lieferketten ausgegangen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir mengenmäßig einen weiteren Rückgang des Umsatzes, welcher wertmäßig durch eine zu Beginn 2024 realisierte flächendeckende Preiserhöhung im Bereich Hygiene sowie einen besseren Absatz-Mix kompensiert werden soll. Im Wertgerüst werden auf Artikelebene differenzierte Erhöhungen der Listenpreis vorgenommen werden. Somit wird insgesamt mit Umsatzerlösen auf Niveau des abgelaufenen Jahres 2023 geplant.

Das Jahresergebnis prognostizieren wir unter der Annahme mengenbedingt geringerer Aufwendungen im Personal- und sonstigen betrieblichen Bereich in Kombination mit Materialinflation und sonstigen einkaufsseitigen Kostensteigerungen auf Niveau des Geschäftsjahres 2023. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen - Inflation sowie der Krieg mit Russland und in Nahost - ist diese Prognose jedoch mit gewisser Unsicherheit behaftet. Bereits bei mäßigen negativen Abweichungen von der Planung ist ein Jahresfehlbetrag möglich. Neben dem genannten Absatzrückgang wird zumindest weiter bestehende Unsicherheit aus nicht mehr ohne weiteres umlegbaren Materialpreissteigerungen erwartet.

 

Beckum, den 11. Oktober 2024

gez. Dipl.-Ing. Peter Schulenberg, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 222.290,88 261.256,88
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 29.059,88 32.692,38
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.059,88 32.692,38
II. Sachanlagen 193.231,00 228.564,50
1. technische Anlagen und Maschinen 131.315,50 144.032,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.915,50 84.532,00
B. Umlaufvermögen 10.655.670,18 10.027.840,24
I. Vorräte 1.853.510,00 2.213.027,37
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 130.001,51 145.329,29
a. Hilfsstoffe 130.001,51 145.329,29
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 164.683,65 164.506,64
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.558.824,84 1.903.191,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.651.793,73 7.326.185,09
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 807.752,95 1.047.037,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.760.799,30 5.843.549,26
3. sonstige Vermögensgegenstände 83.241,48 435.598,65
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 150.366,45 488.627,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 37.467,46 29.097,06
Summe Aktiva 10.915.428,52 10.318.194,18

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.145.076,27 7.634.256,21
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 358.050,00 358.050,00
1. Gezeichnetes Kapital 550.000,00 550.000,00
2. Eigene Anteile - offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt 191.950,00 191.950,00
II. Gewinnvortrag 7.276.206,21 7.220.228,51
III. Jahresüberschuss 510.820,06 55.977,70
B. Rückstellungen 590.264,73 510.446,89
1. sonstige Rückstellungen 590.264,73 510.446,89
C. Verbindlichkeiten 2.180.087,52 2.173.491,08
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 156.681,05 102.355,19
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 153.749,86 278.025,69
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.799.412,77 1.729.135,03
4. sonstige Verbindlichkeiten 70.243,84 63.975,17
Summe Passiva 10.915.428,52 10.318.194,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 496.362,62 85.361,42
a) Rohergebnis 5.510.631,40 6.978.577,77
b) Personalaufwand 3.353.161,77 4.211.318,84
c) Abschreibungen 46.322,70 52.216,10
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 46.322,70 52.216,10
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 1.614.784,31 2.629.681,41
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis 206.025,44 29.960,42
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 206.025,49 30.605,19
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,05 644,77
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 189.387,00 56.861,14
4. Ergebnis nach Steuern 513.001,06 58.460,70
5. sonstige Steuern 2.181,00 2.483,00
Jahresüberschuss 510.820,06 55.977,70

Anhang

Frontmatec Hygiene GmbH, Beckum

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Beckum. Sie ist unter der Firma Frontmatec - Hygiene GmbH im Handelsregister Münster unter HR B 7458 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 267 Abs. 2 HGB). Die Regelungen des GmbHG wurden berücksichtigt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Es wurden Erleichterungsvorschriften bei der Aufstellung und Offenlegung des Anhangs in Anspruch genommen.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von zwei bis zehn Jahren um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Das Wahlrecht nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurde nicht ausgeübt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer wird dabei in Anlehnung an die steuerlichen Afa-Tabellen unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten festgelegt und liegt zwischen zwei und 15 Jahren. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 EUR netto werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig aufwandswirksam erfasst.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip findet Beachtung. Teilfertige Arbeiten und fertige Erzeugnisse werden unter Berücksichtigung ggf. anteiliger Herstellungskosten bewertet. Das Wahlrecht nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wird nicht ausgeübt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten des Vorratsvermögens einbezogen. Waren sowie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten angesetzt und ebenfalls zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Für den beizulegenden Wert wird ein gestaffelter Altersabschlag in Abhängigkeit von der Lagerdauer berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert. Dem Kreditrisiko wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung dient der Erfassung des allgemeinen Forderungsausfallrisikos und ermittelt sich auf 1 % auf den Nettoforderungsbestand.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die angesetzten Nennwerte entsprechen den vorgelegten Tagesnachweisen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern

Es bestehen aktive latente Steuern. Die aktiven latenten Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt.

Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die im Jahr 2012 erworbenen eigenen Anteile wurden gemäß § 272 Abs. 1a HGB offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen angesetzt und beinhalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren, rückstellungsfähigen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitäquivalenten Durchschnittszinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Fremdwährungsgeschäfte

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei der Zugangsbewertung mit dem Kurs des Buchungstages angesetzt. Diese auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden am Abschlussstichtag im Rahmen der Folgebewertung zum von der Gesellschafterin gemeldeten Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

3. Angaben zu Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 274.418,2 1.200,00 1.997,66 273.620,54
Immaterielle Vermögensgegenstände 274.418,2 1.200,00 1.997,66 273.620,54
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 280.990,72 0,00 0,00 280.990,72
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 781.154,94 6.158,70 12.963,23 774.350,41
Sachanlagen 1.062.145,66 6.158,70 12.963,23 1.055.341,13
1.336.563,86 7.358,70 14.960,89 1.328.961,67
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 241.725,82 4.831,00 1.996,16 244.560,66
Immaterielle Vermögensgegenstände 241.725,82 4.831,00 1.996,16 244.560,66
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 136.958,22 12.717,00 0,00 149.675,22
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 696.622,94 28.774,70 12.962,73 712.434,91
Sachanlagen 833.581,16 41.491,70 12.962,73 862.110,13
1.075.306,98 46.322,70 14.958,89 1.106.670,79
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.059,88 32.692,38
Immaterielle Vermögensgegenstände 29.059,88 32.692,38
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 131.315,50 144.032,50
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 61.915,50 84.532,00
Sachanlagen 193.231,00 228.564,50
222.290,88 261.256,88

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Im Rahmen der Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 12 T€) eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Einzelwertberichtigungen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 15 T€). Diese entfallen in voller Höhe auf einen russischen Kunden. Aufgrund der von der Bundesregierung im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt erlassenen Sanktionen ruht die Geschäftsbeziehung, die Forderung kann insoweit auch nicht eingebracht werden.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter aus Darlehen in Höhe von 7.598 T€ (Vorjahr: 5.656 T€) enthalten. Die übrigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen aus Ertragsteuern enthalten. Der Rückerstattungsanspruch beträgt 7 T€ für Körperschaftsteuer bzw. Solidaritätszuschlag 2023 (Vorjahr: 143 T€) sowie 6 T€ für Gewerbesteuer 2023 (Vorjahr: 135 T€).

Aus der Umsatzsteuer ergibt sich ein Erstattungsanspruch von 25 T€ (Vorjahr: 128 T€ Zahllast). Daneben enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände 7 T€ aus Vorsteuern, die erst im Folgejahr abziehbar sind.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben zum Bilanzstichtag wie auch bereits zum vorangegangenen Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit Ausnahme einer unverzinslichen Barhinterlegung bei den Schweizer Steuerbehörden in Höhe von 28 T€.

Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel umfassen fast ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungen enthalten im Wesentlichen Versicherungsbeiträge sowie Software- und Lizenzgebühren.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag von 550 T€ (Vorjahr: 550 T€) angesetzt.

Die im Jahr 2012 erworbenen eigenen Anteile in Höhe von 192 T€ wurden gemäß § 272 Abs. 1a HGB offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen (Angaben in T€):

Sonstige Rückstellungen Geschäftsjahr Vorjahr
1. ausstehende Rechnungen und Gutschriften 298 129
2. Urlaub 84 127
3. Personalkosten 61 95
4. Gewährleistungen 48 66
5. Abschluss- und Prüfungskosten 42 38
6. Berufsgenossenschaft 24 31
7. Aufbewahrungspflicht 13 13
8. Drohverluste aus Absatzgeschäften 0 6
9. Überstunden 22 5
590 510

Die Rückstellungen für Personalkosten entfallen zu 0 T€ (Vorjahr: 62 T€) auf noch zu leistende Vergütung an freigestellte Arbeitnehmer.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben zum Bilanzstichtag wie auch bereits zum vorangegangenen Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten sind enthalten (Angaben in T€):

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 157 102
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 154 278
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.799 1.729
4. Sonstige Verbindlichkeiten 70 64
davon im Rahmen sozialer Sicherheit 4 T€ (Vorjahr: 8 T€)
aus Steuern 61 T€ (Vorjahr: 48 T€)
2.180 2.173

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 83 T€ (Vorjahr: 13 T€) enthalten. Davon entfallen 81 T€ (Vorjahr: 0 T€) auf Gesellschafter.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 9.621 T€ (Vorjahr: 12.834 T€) setzen sich zusammen aus Umsatzerlösen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 849 T€ (Vorjahr: 1.136 T€) und aus Umsatzerlösen gegenüber fremden Unternehmen in Höhe von 8.772 T€ (Vorjahr: 11.698T€). Die Entwicklung geht hauptsächlich auf geringere Umsätze außerhalb des Konzernverbunds sowie mit der US-amerikanischen Frontmatec-Gesellschaft zurück.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus abgegrenzten, konzernintern pauschal weiterbelasteten Kosten in Höhe von 824 T€ (Vorjahr: 999 T€) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 56 T€ (Vorjahr: 5 T€) sowie aus Pkw-Nutzungen in Höhe von 58 T€ (Vorjahr: 75 T€). Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen 0 T€ (Vorjahr: 14 T€). Betreffend der Fremdwährungsumrechnung verweisen wir auf unsere Ausführungen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

In den Vorjahreszahlen ist in Höhe von 594 T€ (aktuelles Jahr 0 T€) ein periodenfremder Effekt in Form einer Gutschrift eines Lieferanten enthalten. Es sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Einzel- und Pauschalwertberichtigung zu Forderungen in Höhe von 3T€ (Vorjahr: 12T€) und aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 56 T€ (Vorjahr: 5 T€), aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens von 0 T€ (Vorjahr: 5 T€) sowie Versicherungsentschädigungen von 2 T€ (Vorjahr: 5 T€) enthalten.

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 100 T€ (Vorjahr: 113 T€) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten (Angaben in T€):

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Kosten der Warenabgabe 169 315
2. Miete von Grundstücken 225 226
3. Werbe- und Reisekosten 112 210
4. Fahrzeugkosten 106 137
5. Reparaturen und Instandhaltungen 117 108
6. Energiekosten 38 57
7. Versicherungen und Beiträge 24 38
8. Mietnebenkosten 20 20
9. verschiedene betriebliche Kosten 804 1.519
1.615 2.630

Die Kosten der Warenabgabe sind im Vergleich zum Vorjahr um 146 T€ auf 169 T€ (Vorjahr: 315 T€) gesunken aufgrund von gesunkener Ausgangsfrachten und Zölle. Dies ist auf das rückläufige Geschäft vor allem mit Übersee-Kunden zu erklären.

Die verschiedenen betrieblichen Kosten beinhalten in Höhe von 261 T€ (Vorjahr: 216 T€) Verwaltungskosten für Support, EDV etc. gegenüber der Gesellschafterin Frontmatec Group ApS.

Im Vorjahr entfielen 702 T€ als periodenfremder Effekt auf eine erteilte Gutschrift an einen Kunden.

Es entfallen 0 T€ (im Vorjahr: 109 T€) auf Aufwendungen für Abfindungen und zurückgestellte Lohnfortzahlungen.

Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betrugen 2 T€ (Vorjahr: 12 T€). Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr ein Währungsergebnis von -1 T€ (Vorjahr: 2 T€). Währungseffekte gehen hauptsächlich auf die Stichtagsbewertung des USD-Fremdwährungskontos zurück. Daneben führten insbesondere in CHF gerechnete Transaktionen zu Aufwendungen aus Währungsumrechnung.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen und Erträge

Die Zinserträge aus verbundenen Unternehmen einschließlich Gesellschafterin belaufen sich im Berichtsjahr auf 206 T€ (Vorjahr: 31 T€).

Bei den abgezinsten Rückstellungen ergaben sich aus der Erhöhung der Abzinsungssätze im Geschäftsjahr keine nennenswerten Effekte.

5. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestanden wie auch bereits zum vorangegangenen Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren ausschließlich aus Dauerschuldverhältnissen.

Aus zwei befristeten Grundstücksmietverträgen ergeben sich jährliche Verpflichtungen in Höhe von 225 T€; die Mietverträge sind unbefristet.

Aus Kfz-Leasingverträgen mit Dritten ergeben sich per Ende 2023 für Folgejahre jährlich schwankende Verpflichtungen (2024: 54 T€; 2025: 37 T€; 2026: 16 T€). Die Leasingverträge weisen Laufzeiten zwischen drei und vier Jahren auf.

Aus sonstigen Leasingverträgen mit Dritten ergeben sich jährliche Verpflichtungen in Höhe von 11 T€ p.a. Die Laufzeiten variieren hier.

Anzahl der Mitarbeiter

Im Durchschnitt wurden im Geschäftsjahr 2023 beschäftigt (ohne Geschäftsführer und Auszubildende):

Gewerbliche Arbeitnehmer 15
Angestellte 29
Insgesamt 44

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer war während des Geschäftsjahres bestellt:

Herr Dipl.-Ing. Peter Schulenberg, Wiesbaden, Managing Director Germany

Angaben über die Höhe der Gesamtbezüge werden mit Verweis auf § 286 (4) HGB nicht gemacht.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Frontmatec Group ApS, Dänemark.

Der Jahresabschluss der Frontmatec - Hygiene GmbH, Beckum, wird in den Konzernabschluss ihres Mutterunternehmens Frontmatec Group ApS, Kolding, einbezogen. Die Frontmatec Group ApS, Kolding, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss des Mutterunternehmens Frontmatec Group ApS, Kolding, ist im dänischen Unternehmerregister https://datacvr.virk.dk/data einsehbar.

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt worden sind.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Beckum, den 11. Oktober 2024

gez. Dipl.-Ing. Peter Schulenberg, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Frontmatec-Hygiene GmbH, Beckum

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Frontmatec-Hygiene GmbH, Beckum, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Frontmatec-Hygiene GmbH, Beckum, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31.Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stadtlohn, den 11. Oktober 2024

BWK Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Melanie Pieper, Wirtschaftsprüferin

gez. Sebastian Nißing, Wirtschaftsprüfer

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