Grundstücksgesellschaft mbH der Sparkasse Passau
Selbe AdresseVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ludwig Fuller seit 11.3.2020 | Vorstandsmitglied |
Andreas Hieke seit 4.10.2017 | Vorstandsmitglied |
Christoph Helmschrott seit 21.4.2015 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Sparkasse PassauPassauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum 31. Dezember 2023der Sparkasse PassauAufgrund der Anpassungen in den Risikosteuerungs- und -controllingprozessen an die neuen Anforderungen für die Risikotragfähigkeit wurde das Gebot der Darstellungsstetigkeit im Risikobericht zulässigerweise durchbrochen. 1. Grundlagen der Sparkasse und GeschäftsmodellDie Sparkasse Passau ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Passau. Träger der Sparkasse ist der Zweckverband Sparkasse Passau. Mitglieder des Sparkassenzweckverbandes sind der Landkreis Passau, die Stadt Passau und die Stadt Vilshofen an der Donau. Grundsätzlich betreibt die Sparkasse alle banküblichen Geschäfte, soweit es das bayerische Sparkassengesetz und die auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen oder die Satzung der Sparkasse vorsehen. Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat. Der Vorstand, bestehend aus drei Mitgliedern, leitet die Sparkasse in eigener Verantwortung, vertritt sie und führt ihre Geschäfte. Der Verwaltungsrat bestimmt die Richtlinien für die Geschäfte der Sparkasse und überwacht den Vorstand. Die Sparkasse Passau ist Mitglied des Sparkassenverbands Bayern und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband angeschlossen. Sie haftet mit den anderen bayerischen Sparkassen gemäß § 8 Abs. 2 der Satzung des Sparkassenverbands Bayern für die Verbindlichkeiten des Sparkassenverbands Bayern. Die Sparkasse ist Mitglied im Sparkassenverband Bayern und über dessen Sparkassen-Teilfonds dem Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe angeschlossen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat das institutsbezogene Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe als Einlagensicherungssystem nach dem Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) amtlich anerkannt. Das Sicherungssystem stellt im Entschädigungsfall sicher, dass den Kunden der Sparkassen der gesetzliche Anspruch auf Auszahlung ihrer Einlagen gemäß dem EinSiG erfüllt werden kann ("gesetzliche Einlagensicherung"). Darüber hinaus ist es das Ziel des Sicherungssystems, einen Entschädigungsfall zu vermeiden und die Sparkassen selbst zu schützen, insbesondere deren Liquidität und Solvenz zu gewährleisten ("diskretionäre Institutssicherung"). Die Sparkasse Passau unterliegt dem Regionalprinzip. Dabei steht im Vordergrund, auf Grundlage der Markt- und Wettbewerbserfordernisse vorrangig im Geschäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und alle Bevölkerungskreise, die Wirtschaft und die öffentliche Hand ausreichend mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen zu versorgen. Zum 31. Dezember 2023 unterhält die Sparkasse Passau das Beratungszentrum Nikolastraße, 10 Beratungszentren, 18 Geschäftsstellen sowie ein digitales Beratungscenter (s@home) in Stadt und Landkreis Passau. Ergänzt wird unser stationäres Angebot durch das leistungsfähige Kunden-/Businessservicecenter und ein attraktives digitales Angebot. 2. Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen RahmenbedingungenDas Jahr 2023 war von hoher Inflation geprägt, was die Kaufkraft der Einkommen sowie den Konsum schwächte. Zudem bremsten die in fast allen Währungsräumen fortgesetzten Zinssteigerungen die Nachfrage - beim Verbrauch, aber vor allem bei den Investitionen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) beziffert das Wachstum der Weltwirtschaft 2023 auf insgesamt 3,0 %. Das BIP der USA wuchs 2023 überdurchschnittlich, wohingegen der Euroraum gemäß der Schätzung des IWF nur noch 0,7 % realen Zuwachs erzielte (Quelle: DSGV). In Deutschland kostete die bis weit in das Jahr 2023 hinein auf hohem Niveau bleibende Inflation ebenfalls Kaufkraft. Die Nominaleinkommensentwicklung zog erst zeitlich verzögert nach. Somit war im Jahresdurchschnitt die Entwicklung der Verfügbaren Einkommen mit 5,9 % nominalem Zuwachs genauso hoch wie der Anstieg der Verbraucherpreise. Mit -0,8 % schrumpfte der private Verbrauch 2023 stärker als das BIP. Die Sparquote stieg leicht um zwei Promillepunkte auf 11,3 % (Quelle: DSGV). Investitionen und Bautätigkeit in Deutschland wurden durch das erhöhte Zinsniveau infolge hoher Inflationsraten stark gebremst. Zunächst wurde noch der gute Auftragsbestand bei begonnenen Projekten abgearbeitet. Doch das Angehen neuer Projekte kam fast völlig zum Erliegen. Die Bauinvestitionen sanken preisbereinigt um 2,1 %. Am stärksten war der Rückgang im Wohnungsbau (Quelle: DSGV). Trotz der schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung blieb der deutsche Arbeitsmarkt 2023 robust. Die Arbeitslosenquote hat sich trotz hoher Nettozuwanderung und stagnierender Produktion in der Abgrenzung der Bundesagentur für Arbeit 2023 nur moderat um vier Promillepunkte auf 5,7 % erhöht (Quelle: DSGV). Das Jahr 2023 war für die bayerische Wirtschaft ein Jahr der Stagnation. Eine Rezession konnte - im Gegensatz zur deutschen Wirtschaft - jedoch vermieden werden. Das BIP im Freistaat dürfte sich in etwa auf Vorjahresniveau eingependelt haben. Der bayerische Arbeitsmarkt hat im Jahr 2023 erneut Stabilität bewiesen. Die Arbeitslosenquote im Freistaat war mit 3,4 % im Jahresdurchschnitt 2023 erneut die niedrigste unter allen Bundesländern. Die Arbeitslosenquote lag im Bezirk der Arbeitsagentur Passau bei 3,7 % (Vorjahr 3,2 %) per Dezember 2023. Die geldpolitische Bremsung war in fast allen großen Währungen in diesem Ausmaß und in dieser Geschwindigkeit ohne Beispiel. Im Euroraum wurden die Leitzinsen aus dem noch bis Mitte 2022 herrschenden Negativzins heraus in nur gut einem Jahr bis zum Herbst 2023 um 450 Basispunkte erhöht. Der Satz der Einlagefazilität erreichte zum Jahresende 4 % (Quelle: DSGV). Regionale WirtschaftsentwicklungDas Geschäftsgebiet der Sparkasse Passau liegt im Regierungsbezirk Niederbayern. Kaufkraft und Geldvermögen sind im Passauer Land, bestehend aus Stadt und Landkreis Passau, im Bayernranking unterdurchschnittlich. So liegt die reale Kaufkraft pro Einwohner um 2.305 EUR bzw. 11,5 % unter dem Bayernschnitt von 20.110 EUR. Das Geldvermögen je Einwohner beträgt 10.852 EUR und liegt damit 24,5 % unter dem bayerischen Durchschnitt in Höhe von 14.382 EUR (jeweils Basis 2022). 2.2 Bedeutsamste finanzielle LeistungsindikatorenFolgende Kennziffern stellen unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren dar:
2.3 GeschäftsverlaufIm Prognosebericht des letzten Jahres hat die Sparkasse ausgeführt, dass angesichts der gesamtwirtschaftlichen Prognosen beim Kundenkreditvolumen ein deutliches Wachstum und bei den Kundeneinlagen ein deutlicher Anstieg erwartet wird. Die prognostizierten Erwartungen zum Geschäftsverlauf haben sich teilweise erfüllt. Die Bilanzsumme stieg im Jahr 2023 auf 3.906,8 Mio. EUR. Das Wachstum von 35,5 Mio. EUR oder 0,9 % im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf das Kundengeschäft zurückzuführen. Gleichermaßen ist ein Anstieg des Geschäftsvolumens um 47,9 Mio. EUR oder 1,2 % auf 4.038,6 Mio. EUR zu verzeichnen. In Folge der Zinsentwicklung und gesamtwirtschaftlichen Entwicklung war eine deutliche Reduzierung der Kreditnachfrage zu beobachten. Dennoch liegen die Forderungen an Kunden nach Abzug der Wertberichtigungen und der Vorsorgereserven nach § 340f HGB mit 2.474,8 Mio. EUR um 37,6 Mio. EUR (+1,5 %) über dem Vorjahresniveau. Die Veränderungen sind im Wesentlichen auf die verstärkte Nachfrage nach gewerblichen Finanzierungen zurückzuführen. Die Eigenanlagen (Forderungen an Kreditinstitute, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere) der Sparkasse reduzierten sich um 27,4 Mio. EUR auf 1.244,4 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist zu einem großen Teil auf Umschichtungen der Forderungen an Kreditinstitute zurückzuführen. Bei der Barreserve war im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 24,4 Mio. EUR auf 55,9 Mio. EUR (+77,7 %) zu verzeichnen, der im Wesentlichen auf die Erhöhung des Guthabens bei der Deutschen Bundesbank zurückzuführen ist. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten war ein Rückgang um 63,5 Mio. EUR auf 516,6 Mio. EUR (-10,9 %) zu verzeichnen, was hauptsächlich in der Rückzahlung von befristeten Einlagen und der Fälligkeit einer GLRG III Anlage begründet ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden weisen mit einem Anstieg um 51,5 Mio. EUR auf 2.955,9 Mio. EUR (+1,8 %) eine Zuwachsrate auf. Während die Spareinlagen mit 555,5 Mio. EUR um 140,9 Mio. EUR (-20,2 %) unter dem Vorjahresniveau liegen, weisen die anderen Verbindlichkeiten mit 2.400,4 Mio. EUR eine Steigerung von 192,4 Mio. EUR oder 8,7 % auf. Diese Entwicklung beruht auf den Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist, die um 445,3 Mio. EUR von 29,8 Mio. EUR auf 475,1 Mio. EUR angestiegen sind. Der Zuwachs ist insbesondere auf Einlagen von Unternehmen und Privatpersonen zurückzuführen. Die Sparten des Dienstleistungs- und Verbundgeschäftes haben sich teilweise positiv entwickelt. Diese Entwicklung ist auf das Versicherungs- und Immobilienvermittlungsgeschäft zurückzuführen. Dagegen mussten in den Sparten Wertpapier- und Bauspargeschäft Rückgänge beim Vertragsvolumen hingenommen werden. 2.4 VermögenslageIn der folgenden Tabelle wird die Bilanzstruktur der Sparkasse dargestellt: Aktiva
Im Prognosebericht des letzten Jahres hat die Sparkasse ausgeführt, dass sie trotz des Hintergrundes der Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Energiekrise in Europa sowie der volatilen Zins- und Kapitalmärkte mit deutlich höheren Zuführungen zum Eigenkapital (inkl. dem Fonds für allg. Bankrisiken gem. § 340g HGB) rechnet. Die prognostizierten Erwartungen hinsichtlich der Vermögenslage haben sich im Wesentlichen erfüllt. In der Bilanzstruktur ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine bedeutsamen Veränderungen. Nach der durch den Verwaltungsrat noch zu beschließenden Verwendung des Jahresergebnisses wird die Sicherheitsrücklage 196,6 Mio. EUR betragen. Dies entspricht einer Steigerung von 2,7 % gegenüber dem Vorjahr. Zum Bilanzstichtag verfügt die Sparkasse über eine angemessene aufsichtsrechtliche Eigenmittelbasis. Zum Bilanzstichtag liegt die Gesamtkapitalquote als Relation der Eigenmittel zum Gesamtrisikobetrag bei 15,09 % (Vorjahr 15,44 %). Die Eigenmittelanforderungen in Höhe von 9,0 %, bestehend aus den Anforderungen aus Art. 92 CRR sowie § 6c KWG wurden im Berichtsjahr jederzeit eingehalten. 2.5 FinanzlageIm Prognosebericht des letzten Jahres hat die Sparkasse ausgeführt, dass sie über ausreichend Liquidität verfügt. Zudem prognostizierte die Sparkasse eine gesicherte Refinanzierung, die Erfüllung der aufsichtsrechtlich geforderten Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) und der strukturellen Liquiditätsquote (Net Stable Fund Ratio - NSFR) sowie die Einhaltung der Survival Period. Die prognostizierten Erwartungen hinsichtlich der Finanzlage haben sich erfüllt. Die Zahlungsfähigkeit der Sparkasse war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Zur Überwachung unserer Zahlungsbereitschaft bedienen wir uns kurz- und mittelfristiger Finanzpläne, die die fälligen Geldanlagen und -aufnahmen sowie die statistisch aus der Vergangenheit entwickelten Prognosewerte des Kundengeschäfts enthalten. Der Zeitraum für die Prognose der Liquiditätsentwicklung beträgt 3 Jahre. Die eingeräumten Kredit- bzw. Dispositionslinien bei der Deutschen Bundesbank und der BayernLB wurden kaum in Anspruch genommen. Von der Möglichkeit zur Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank im Rahmen von gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften (GLRG) wurde zum Bilanzstichtag kein Gebrauch gemacht. Die Mindestquote der Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) gemäß den Vorgaben der delegierten Verordnung (EU) 2015/61 wurde im gesamten Geschäftsjahr eingehalten. Sie lag am Bilanzstichtag mit 201,52% deutlich über dem Mindestwert. Auch die strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio - NSFR) lag durchgängig über der aufsichtlichen Mindestquote von 100%. Sie betrug zum Bilanzstichtag 130,25%. Die Survival Period beträgt zum Bilanzstichtag "länger als 2 Jahre". 2.6 ErtragslageZur Analyse der Ertragslage wird für interne Zwecke und für den überbetrieblichen Vergleich der bundeseinheitliche Betriebsvergleich der Sparkassenorganisation eingesetzt. Dieser beinhaltet eine detaillierte Aufspaltung und Analyse des Ergebnisses der Sparkasse in Relation zur Durchschnittsbilanzsumme. In das danach errechnete Betriebsergebnis vor Bewertung gehen die ordentlichen Erträge aus Zins-, Dienstleistungs- und Handelsgeschäften ein. Zur Ermittlung des Betriebsergebnisses vor Bewertung werden die Erträge und Aufwendungen um periodenfremde und außergewöhnliche Posten bereinigt, die in der internen Darstellung dem neutralen Ergebnis zugerechnet werden. Die Ertragslage stellt sich auf Basis des Betriebsvergleichs wie folgt dar:
Im Prognosebericht des letzten Jahres hat die Sparkasse ausgeführt, dass vor dem Hintergrund der Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen Energiekrise in Europa sowie der volatilen Zins- und Kapitalmärkte mit einem leicht unter dem Vorjahresniveau liegenden Betriebsergebnis vor Bewertung und einem leichten Anstieg der Cost-Income-Ratio zu rechnen ist. Zudem prognostizierte die Sparkasse ein deutlich über dem Vorjahresniveau liegendes Betriebsergebnis nach Bewertung. Die prognostizierten Erwartungen hinsichtlich der Ertragslage wurden übertroffen bzw. eingehalten. Der Zinsüberschuss ist die bedeutsamste Ertragsquelle im Geschäft der Sparkasse. Im Gegensatz zu den Vorjahren verzeichnete dieser einen deutlichen Anstieg. Ursächlich hierfür sind die deutlichen Zinsanstiege an den Geld- und Kapitalmärkten, welche sich im Geschäftsjahr sowohl auf das Kundenkreditgeschäft als auch auf das zinsbedingte Eigengeschäft der Sparkasse niedergeschlagen haben. Der Provisionsüberschuss lag im Jahr 2023 insgesamt über dem Vorjahreswert. Ursächlich waren im Wesentlichen steigende Erlöse bei den Kontoführungspreisen. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sind deutlich gestiegen. Der Anstieg ist insbesondere auf höhere Gehälter infolge von Tariferhöhungen zurückzuführen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen fielen im Vergleich zum Vorjahr durch allgemeine Preissteigerungen höher aus. Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt mit 1,21 % der Durchschnittsbilanzsumme (DBS) um 0,44 %-Punkte der DBS deutlich über dem Vorjahreswert. Die auf Basis der Betriebsvergleichswerte zur Unternehmenssteuerung eingesetzte Cost-Income-Ratio (Verhältnis des aus Personal- und Sachaufwand bestehenden Verwaltungsaufwands zum um den sonstigen ordentlichen Aufwand gekürzten Bruttoertrag) beträgt 53,0 % (Vorjahr 62,2 %). Das Bewertungsergebnis fiel mit einem negativen Saldo von 30,7 Mio. EUR um 11,2 Mio. EUR deutlich ungünstiger aus als im Vorjahr. Ausschlaggebend hierfür waren maßgeblich die Zuschreibungen bei den Eigenanlagen und eine steigende Risikovorsorge im Kreditgeschäft sowie die Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken (§ 340g HGB) bzw. zu den Vorsorgereserven nach § 340f HGB. Das Betriebsergebnis nach Bewertung liegt mit 0,40 % der Durchschnittsbilanzsumme (DBS) um 0,14 %-Punkte der DBS über dem Vorjahreswert. Das neutrale Ergebnis verbesserte sich um 1,9 Mio. EUR auf einen negativen Saldo von 0,3 Mio. EUR. Mit 5,1 Mio. EUR weist die Sparkasse gegenüber dem Vorjahr ein um 4,1 Mio. EUR höheres Jahresergebnis aus. Die gemäß § 26a Absatz 1 Satz 4 KWG offen zu legende Kapitalrendite, berechnet als Quotient aus Jahresüberschuss und Bilanzsumme, beträgt 0,13 % (Vorjahr 0,03 %). 2.7 Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftsentwicklung und der Lage der SparkasseDie Sparkasse kann trotz der eingebrochenen Kreditnachfrage im privaten Wohnungsbau und den Entwicklungen an den Geld- und Kapitalmärkten auf ein positives Geschäftsjahr 2023 zurückblicken. Unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen sowie branchenspezifischen Entwicklung kann die geschäftliche Entwicklung und die Finanzlage als gut sowie die Vermögenslage als zufriedenstellend beurteilt werden. Die Ertragslage hat sich gut entwickelt. Die erforderlichen Bewertungsmaßnahmen konnten aus dem laufenden Ergebnis dargestellt werden. Die Eigenkapitalbasis wurde durch den Jahresüberschuss weiter gestärkt. 3. Nichtfinanzielle ErklärungDie Sparkasse ist zur Erstellung einer nichtfinanziellen Erklärung gemäß § 340a Abs. 1a HGB in Verbindung mit § 289b HGB verpflichtet. Dabei wurde von der Möglichkeit zur Erstellung eines gesonderten nichtfinanziellen Berichts gemäß § 289b Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht, der zusammen mit dem Lagebericht im Unternehmensregister veröffentlicht wird. 4. Risikobericht4.1 RisikomanagementsystemZur Sicherstellung der langfristigen Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf Basis der eigenen Substanz und Ertragskraft setzt die Sparkasse ein Risikotragfähigkeitskonzept mit einer regelmäßigen Berechnung der Risikotragfähigkeit (ökonomische Perspektive) und einer Kapitalplanung (normative Perspektive) ein. Die Risikotragfähigkeit wird ergänzt um Stresstests und es erfolgt eine prozessuale Verknüpfung mit den Strategien, der Risikoinventur und der Risikoberichterstattung. Erstmals zum 31. März 2023 wurden damit fristgerecht die Anforderungen der am 24. Mai 2018 veröffentlichten aufsichtlichen Leitlinien an bankinterne Risikotragfähigkeitskonzepte umgesetzt. In der Geschäftsstrategie werden die Ziele der Sparkasse für jede wesentliche Geschäftstätigkeit sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele dargestellt. Die Risikostrategie umfasst die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele. Ziel der Risikoinventur ist es, mindestens jährlich systematisch Risiken zu identifizieren, um deren Wesentlichkeit beurteilen zu können. Zudem werden regelmäßig quantitative und qualitative Analysen zur Bestimmung von Risiko- und Ertragskonzentrationen vorgenommen. Auf der Grundlage der zuletzt durchgeführten Risikoinventur wurden folgende Risiken in der ökonomischen und der normativen Perspektive als wesentlich eingestuft:
Darüber hinaus ist folgendes Risiko in der normativen Perspektive wesentlich:
Für die frühzeitige Identifizierung von wesentlichen Risiken sowie von risikoartenübergreifenden Effekten wurden Indikatoren abgeleitet, die auf quantitativen oder qualitativen Merkmalen basieren. Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive ist die Gewährleistung des Gläubigerschutzes. Die wesentlichen Risiken werden vierteljährlich ermittelt und den Limiten gegenübergestellt. Zur Berechnung des gesamtinstitutsbezogenen Risikos wurden für alle wesentlichen Risiken das Konfidenzniveau auf 99,9 % und der Risikobetrachtungshorizont auf ein Jahr rollierend festgelegt. Die Sparkasse berücksichtigt innerhalb des Adressenrisikos zwischen dem Kunden- und dem Eigengeschäft und innerhalb des Marktpreisrisikos zwischen den Risikofaktoren Zinsen, Spreads, Aktien risikomindernde Diversifikationseffekte. Das auf der Grundlage des Gesamtlimits eingerichtete Limitsystem stellt sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
Die zuständigen Abteilungen steuern die Risiken im Rahmen der bestehenden organisatorischen Regelungen und der Limitvorgaben des Vorstands. Ziel der Ermittlung der Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive ist die Fortführung der Sparkasse. Hierzu besteht ein zukunftsgerichteter Kapitalplanungsprozess bis zum Jahr 2026. Um einen Kapitalbedarf rechtzeitig identifizieren zu können, wurden Annahmen über die künftige Ergebnisentwicklung für das Planszenario sowie für ein adverses Szenario und einen Best-Case getroffen. In der normativen Perspektive sind alle regulatorischen und aufsichtlichen Anforderungen sowie die darauf basierenden internen Anforderungen zu berücksichtigen. Relevante Steuerungsgrößen sind die Kernkapitalanforderung, die Gesamtkapitalanforderung (SREP-Gesamtkapitalanforderung, die kombinierte Pufferanforderung und die Eigenmittelempfehlung) sowie die Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals, die Höchstverschuldungsgrenze und die Großkreditgrenze. Für den betrachteten Zeitraum von drei Jahren können die aufsichtlichen Anforderungen (SREP-Gesamtkapitalanforderung und die kombinierte Pufferanforderung) im Planszenario vollständig erfüllt werden. Gleiches gilt im Falle der Betrachtung adverser Entwicklungen, in dem jedoch nur die harten Mindestkapitalanforderungen zwingend einzuhalten sind. Die der Risikotragfähigkeit zu Grunde liegenden Annahmen sowie die Angemessenheit der Methoden und Verfahren werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst (Validierung). Stresstests werden ergänzend zur Risikotragfähigkeit durchgeführt. Ziel ist die Abbildung außergewöhnlicher aber plausibel möglicher Ereignisse über Szenario- und Sensitivitätsanalysen. Die turnusmäßige Risikoberichterstattung an den Vorstand umfasst den Gesamtrisikobericht und ergänzende Berichte zu den wesentlichen Risikoarten. Die Berichte enthalten neben quantitativen Informationen auch eine qualitative Beurteilung zu wesentlichen Positionen und Risiken. Auf besondere Risiken für die Geschäftsentwicklung und dafür geplante Maßnahmen wird gesondert eingegangen. Der Verwaltungsrat wird vierteljährlich über die Risikosituation informiert. Neben der turnusmäßigen Berichterstattung ist auch geregelt, in welchen Fällen eine Ad-hoc-Berichterstattung zu erfolgen hat. Der Sicherung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit von Steuerungs- und Überwachungssystemen (Interne Kontrollverfahren) dienen neben eingerichteten Funktionstrennungen bei Zuständigkeiten und Arbeitsprozessen auch die Tätigkeiten der Risikocontrolling-Funktion, der Compliance-Funktion und der Internen Revision. 4.2. Strukturelle Darstellung der wesentlichen Risiken4.2.1 AdressenrisikoUnter dem Adressenrisiko wird ein Verlust in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position verstanden, der durch eine Bonitätsverschlechterung einschließlich des Ausfalls eines Schuldners bedingt ist. Dabei wird das Adressenrisiko in das Ausfall- sowie das Migrationsrisiko eines Schuldners unterteilt. Adressenrisiko im KundengeschäftDas Adressenrisiko im Kundengeschäft umfasst einerseits die Gefahr eines Verlustes durch einen drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines originären Kredites sowie von Eventualverbindlichkeiten wie beispielsweise Avale (Ausfallrisiko). Andererseits umfasst es auch die Gefahr, dass Sicherheiten teilweise oder ganz an Wert verlieren und deshalb zur Absicherung der Kredite nicht ausreichen oder überhaupt nicht beitragen können (Sicherheitenverwertungs- und -einbringungsrisiko). Teil des Adressenrisikos im Kundengeschäft ist auch die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Ratingklasse) des Kreditnehmers ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Die Steuerung des Adressenrisikos im Kundengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos der Engagements. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
Zum 31. Dezember 2023 wurden etwa 52,1 % der zum Jahresende ausgelegten Kreditmittel an Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen vergeben, 37,0 % an wirtschaftlich unselbstständige und sonstige Privatpersonen. Die regionale Wirtschaftsstruktur spiegelt sich auch im Kreditgeschäft der Sparkasse wider. Schwerpunkte bilden mit 19,1 % die Ausleihungen an die Branche Grundstücks- und Wohnungswesen sowie mit 9,0 % an das Kredit- und Versicherungswesen. Darüber hinaus entfallen 8,8 % auf das verarbeitende Gewerbe. Zum 31. Dezember 2023 zeigt sich folgende Größenklassenstruktur des Gesamtkreditvolumens im Sinne des § 19 Abs. 1 KWG:
Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich gemäß den internen Ratingklassen im Kundengeschäft folgende Ratingklassenstruktur:
Konzentrationen bestehen im Kreditportfolio in folgenden Bereichen:
Risikovorsorgemaßnahmen sind für Engagements vorgesehen, bei denen nach umfassender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Kreditnehmer davon ausgegangen werden kann, dass es voraussichtlich nicht mehr möglich sein wird, fällige Zins- und Tilgungszahlungen gemäß den vertraglich vereinbarten Kreditbedingungen zu vereinnahmen. Bei der Bemessung der Risikovorsorgemaßnahmen werden die voraussichtlichen Realisationswerte der gestellten Sicherheiten berücksichtigt. Für latente Risiken im Forderungsbestand wurden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Der Vorstand wird vierteljährlich über die Entwicklung der Strukturmerkmale des Kreditportfolios, die Einhaltung der Limite und die Entwicklung der notwendigen Vorsorgemaßnahmen für Einzelrisiken schriftlich unterrichtet. Eine ad-hoc-Berichterstattung ergänzt bei Bedarf das standardisierte Verfahren.
Das Verfahren für die Bildung der Pauschalwertberichtigung ist im Anhang erläutert. Adressenrisiko im EigengeschäftDas Adressenrisiko im Eigengeschäft umfasst die Gefahr eines Verlustes, der aus einem drohenden bzw. vorliegenden Zahlungsausfall eines Emittenten oder eines Kontrahenten (Ausfallrisiko) resultieren kann. Ebenso besteht die Gefahr, dass sich im Zeitablauf die Bonitätseinstufung (Rating) des Schuldners ändert und damit ein möglicherweise höherer Spread gegenüber der risikolosen Zinskurve berücksichtigt werden muss (Migrationsrisiko). Dabei unterteilt sich das Kontrahentenrisiko in ein Wiedereindeckungs-, ein Vorleistungs- und ein Erfüllungsrisiko. Zudem gibt es im Eigengeschäft das Risiko, dass die tatsächlichen Restwerte der Emissionen bei Ausfall von den prognostizierten Werten abweichen. Ferner beinhalten Aktien eine Adressenrisikokomponente. Diese besteht in der Gefahr einer negativen Wertveränderung aufgrund von Bonitätsverschlechterung oder Ausfall des Aktienemittenten. Die Steuerung des Adressenrisikos des Eigengeschäfts erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassenstruktur, der Bonitäten, der Branchen sowie des Risikos der Engagements. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
Die Eigengeschäfte umfassen zum Bilanzstichtag ein Volumen von 871,6 Mio. EUR. Wesentliche Positionen sind dabei Schuldverschreibungen und Anleihen (254,6 Mio. EUR), Pfandbriefe (43,3 Mio. EUR), Schuldscheindarlehen (213,0 Mio. EUR), Wertpapierspezialfonds (286,6 Mio. EUR) sowie sonstige Investmentfonds (54,2 Mio. EUR). Dabei zeigt sich nachfolgende Ratingverteilung:
Eine Konzentration besteht hinsichtlich der Forderungen an die Bayerische Landesbank die zum Jahresende rund 184,2 Mio. EUR ergab. Diese Konzentration ergibt sich als Folge der Mitgliedschaft in der Sparkassenorganisation. Zu berücksichtigen sind dabei auch der Haftungsverbund sowie die Beteiligungen, von denen ein hoher Anteil auf Gesellschaften der Sparkassen-Finanzgruppe entfallen. 4.2.2 MarkpreisrisikoZinsänderungsrisikoDas Zinsänderungsrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung der risikolosen Zinskurve ergibt. In einer periodischen Sicht bzw. in der normativen Perspektive können sich Veränderungen im Zinsüberschuss, im Bewertungsergebnis Wertpapiere sowie einer Bildung bzw. Veränderung einer Drohverlustrückstellung im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs gemäß IDW RS BFA 3 n. F. ergeben. Schwankungen im Zinskonditionsbeitrag sind in die Betrachtung des Zinsänderungsrisikos in der normativen Perspektive integriert. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
Die Auswirkungen eines Zinsschocks um + bzw. - 200 Basispunkte auf den Barwert der zinstragenden Geschäfte des Anlagebuchs stellen sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt dar:
SpreadrisikoDas Spreadrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Spreads bei gleichbleibendem Rating ergibt. Dabei wird unter einem Spread die Differenz zu einer risikolosen Zinskurve verstanden. Der Spread ist unabhängig von der zu Grunde liegenden Zinskurve zu sehen, d. h. ein Spread in einer anderen Währung wird analog einem Spread in Euro behandelt. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
AktienrisikoDas Aktienrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Aktienkursen ergibt. Neben dem Marktpreisrisiko beinhalten Aktien auch eine Adressenrisikokomponente. In der normativen Perspektive umfasst das Aktienrisiko darüber hinaus das Risiko, dass Dividendenerträge nicht in der erwarteten Höhe erzielt werden können. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
ImmobilienrisikoDas Immobilienrisiko wird definiert als die Gefahr eines Verlustes in einer bilanziellen oder außerbilanziellen Position, welcher sich aus der Veränderung von Marktwerten aus Immobilien ergibt. Immobilieninvestitionen umfassen sowohl Direktinvestitionen (Renditeobjekte, Rettungserwerb) als auch indirekte Investitionen (Immobilienfonds, Beteiligungen in Immobiliengesellschaften). In der normativen Perspektive umfasst das Immobilienrisiko darüber hinaus das Mietertragsrisiko aus eigenen, fremdgenutzten Immobilien. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
4.2.3 BeteiligungsrisikoDas Beteiligungsrisiko umfasst die Gefahr eines Verlustes durch eine negative Wertänderung einer Beteiligung. Je nach Beteiligungsart unterscheidet man nach dem Risiko aus strategischen Beteiligungen, Funktionsbeteiligungen und Kapitalbeteiligungen. Die Steuerung des Beteiligungsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
Das Beteiligungsportfolio besteht vorwiegend aus strategischen Beteiligungen innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe. Daneben bestehen weitere Beteiligungen, die unter Renditegesichtspunkten und zur Diversifizierung gehalten werden. 4.2.4 LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko setzt sich aus dem Zahlungsunfähigkeits- und dem Refinanzierungskostenrisiko zusammen. Das Liquiditätsrisiko umfasst in beiden Bestandteilen auch das Marktliquiditätsrisiko. Dieses ist das Risiko, dass aufgrund von Marktstörungen oder unzulänglicher Markttiefe Finanztitel an den Finanzmärkten nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt und/oder nicht zu fairen Preisen gehandelt werden können. Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko stellt die Gefahr dar, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder nicht fristgerecht nachzukommen. Das Refinanzierungskostenrisiko bildet die Gefahr ab, dass die Refinanzierungskosten über der in der Planung angesetzten Höhe liegen. Dies kann auf der Schwankung des institutseigenen Spreads sowie aus der unerwarteten Veränderung der Refinanzierungsstruktur beruhen. Das Refinanzierungskostenrisiko in der ökonomischen Perspektive ergibt sich aus der negativen Veränderung des Liquiditätsbeitrages aufgrund von marktbedingten Spreadschwankungen. In der normativen Perspektive wird die GuV-Auswirkung des Refinanzierungskostenrisikos in Form höherer Zinsaufwendungen abgebildet. Aufgrund des Einflusses von Bilanzbeständen und der Zinsentwicklung wird das Refinanzierungskostenrisiko zusammen mit dem Zinsänderungsrisiko betrachtet. Die Steuerung des Liquiditätsrisikos erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
Unplanmäßige Entwicklungen, wie z. B. vorzeitige Kündigungen sowie Zahlungsunfähigkeit von Geschäftspartnern, werden dadurch berücksichtigt, dass im Rahmen der Risiko- und Stressszenarien sowohl ein Abfluss von Kundeneinlagen als auch eine erhöhte Inanspruchnahme offener Kreditlinien simuliert wird. 4.2.5 Operationelles RisikoDas operationelle Risiko bedeutet die Gefahr eines Verlustes durch Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder in Folge externer Einflüsse eintreten. In dieser Definition ist das Rechtsrisiko enthalten. Die Steuerung der operationellen Risiken erfolgt entsprechend der festgelegten Strategie. Der Risikomanagementprozess umfasst folgende wesentliche Elemente:
Aufgrund der ausschließlichen Nutzung von IT-Anwendungen des Sparkassenverbunds bzw. der S-Rating und Risikosysteme GmbH bestehen hohe Abhängigkeiten im Falle eines Ausfalls der IT. 4.2.6 Gesamtbeurteilung der RisikolageUnser Haus verfügt über ein dem Umfang der Geschäftstätigkeit entsprechendes System zur Steuerung, Überwachung und Kontrolle der vorhandenen Risiken gemäß § 25a KWG. Mit den eingerichteten Risikosteuerungs- und -controllingprozessen können die wesentlichen Risiken frühzeitig identifiziert und gesteuert sowie relevante Informationen an die zuständigen Entscheidungsträger weitergeleitet werden. Das Risikotragfähigkeitslimit (ökonomische Perspektive) war am Bilanzstichtag mit 69,1 % ausgelastet. Die Mindestanforderungen an die Einhaltung aufsichtlicher Kenngrößen der normativen Perspektive der Risikotragfähigkeit wurden sowohl im Planszenario als auch unter der Berücksichtigung adverser Entwicklungen vollständig erfüllt. Demnach war und ist die Risikotragfähigkeit gegeben. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar. Insgesamt beurteilen wir unsere Risikolage als angemessen. 5. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und RisikenDie folgenden Prognosen zur voraussichtlichen Entwicklung der Sparkasse im nächsten Jahr stellen Einschätzungen dar, welche wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Der Planungszeitraum umfasst das Geschäftsjahr 2024. Unsere Planungen basieren auf der aktuellen Mittelfristplanung, die auf Grundlage der Hauszinsmeinung (Deka Zinsprognose per 12. Oktober 2023) ermittelt wurde und weiterhin Gültigkeit hat. Prognosen sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Wir weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. 5.1 RahmenbedingungenIm Januar 2024 wurde die Wirtschaftstätigkeit bereits durch einige sich addierende externe Einflüsse gebremst. Die meisten Prognosen für das Gesamtjahr 2024 gehen jedoch vom Einsetzen einer Erholung im weiteren Jahresverlauf aus. Als mittleres Szenario erwarten die Chefvolkswirte der Finanzgruppe 2024 ein Wachstum in Deutschland in Höhe von 0,3 %, wohingegen für den Euroraum 0,8 % prognostiziert werden. 2024 wäre damit das fünfte schwache Jahr in Folge mit einer nur knapp über dem Vor-Pandemie-Niveau des realen BIP verlaufenden Wertschöpfung. Dabei könnte das Wachstum 2024 vor allem aus einer Zunahme des privaten Konsums generiert werden (Quelle: DSGV). Die schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen bleiben nach Einschätzung der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) 2024 grundsätzlich bestehen. Auch der Faktor "Unsicherheit" stellt demnach eine große Belastung für die Konjunktur im Freistaat dar. Vor allem in energieintensiven Branchen ist darüber hinaus weiterhin mit massivem Kostendruck zu rechnen. Das außenwirtschaftliche Umfeld bleibt unsicher, wodurch exportseitig nur schwache konjunkturelle Impulse zu erwarten sind. Ein Hemmschuh für die bayerische Wirtschaft ist weiterhin das hohe Zinsniveau, das die Investitionsneigung der Unternehmen dämpft und die Bauwirtschaft belastet. Laut vbw Konjunkturprognose soll das bayerische BIP im Jahresdurchschnitt 2024 um maximal 0,3 % wachsen (Quelle: vbw). Der bayerische Arbeitsmarkt soll sich 2024 weiterhin stabil zeigen und die Konjunktur stützen, wenngleich ein weiterer moderater Anstieg der Arbeitslosigkeit erwartet wird (Quelle: Bayer. Staatsministerium f. Familie, Arbeit und Soziales). 5.2 Chancen und RisikenAls Risiken im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Zu den Risiken gehören dabei vor allem die in der Risikoberichterstattung dargestellten unternehmensspezifischen und banküblichen Gefahren. Darüber hinaus sehen wir das Risiko, dass sich im Einlagengeschäft der über Konditionen geführte Wettbewerb verstärkt. Dies würde zu einem Anstieg unseres Zinsaufwands führen. Diverse geopolitische Spannungen und eine sich weiter als prognostiziert eintrübende Konjunktur können sich negativ auf unsere Ertragslage auswirken. Insbesondere kann dies zu künftigen Wertberichtigungen auf das Kredit- und Wertpapierportfolio führen. Bei Immobilienfonds waren zuletzt verstärkte Kündigungen bzw. Anteilsscheinrückgaben durch Anleger zu beobachten. Bei einigen Fondsgesellschaften führte dies zu Liquiditätsproblemen. Damit einhergehend gerieten die Kurse dieser Immobilienfonds unter Druck. Wir sehen das Risiko, dass bei einem Anhalten dieser Entwicklung auch Teile unserer Investitionen in Immobilienfonds von Kurskorrekturen betroffen sein können. Daneben besteht das Risiko, dass unsere Personal- und Sachaufwendungen stärker als prognostiziert durch eine weiter zunehmende Regulatorik sowie den Fachkräftemangel belastet werden können. Als Chancen im Sinne des Prognoseberichts werden künftige Entwicklungen oder Ereignisse gesehen, die zu einer für die Sparkasse positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können. Chancen sehen wir vor allem in einem zunehmenden Modernisierungs- und Innovationsbedarf bei den Unternehmen und in einem verstärkten energetischen Sanierungsbedarf bei Bestandsimmobilien, die die Bautätigkeit stärker als prognostiziert ankurbeln könnte. Dies würde zu einer stärkeren Kreditnachfrage und einem Anstieg des Zinsertrags führen. Darüber hinaus kann die Neuausrichtung unserer Vertriebssteuerung positive Impulse für unser Wachstum und die Ergebnisbeiträge liefern. In der aktuellen wirtschaftlichen Situation stehen wir unseren Kunden im Rahmen unseres öffentlichen Auftrags als verlässlicher Partner auch in schwierigen Zeiten zur Verfügung. Dies bietet nach unserem Selbstverständnis die besten Chancen auf langfristige und im beiderseitigen Interesse erfolgreiche Geschäftsverbindungen mit unseren privaten und gewerblichen Kunden. Das verstärkte Kostenmanagement bei den Geschäftsbanken im regionalen Bankenmarkt führt zu einem Rückzug von Wettbewerbern aus der Fläche. Hier bietet sich die Chance, die Sparkasse als regionale Alternative zu positionieren und Marktanteile auszubauen. 5.3 Geschäftsentwicklung der SparkasseAbgeleitet aus der Bestandsentwicklung des Jahres 2023 rechnen wir beim Kundenkreditvolumen mit einem deutlichen Wachstum, vorrangig getragen aus dem Darlehensgeschäft mit unseren Firmenkunden. Gleichzeitig wollen wir das Darlehensgeschäft mit unseren Privatkunden und den Bestand an Schuldscheindarlehen weiter ausbauen. Im Einlagengeschäft setzt sich der über Konditionen geführte Wettbewerb fort. Vor dem Hintergrund der erwarteten konjunkturellen Entwicklung gehen wir bei den Kundeneinlagen von einem weiteren spürbaren Anstieg aus. Insgesamt erwarten wir aufgrund der vorgenannten Entwicklungen im Kredit- und Einlagengeschäft für das Jahr 2024 einen deutlichen Anstieg der Bilanzsumme. 5.4 VermögenslageVor dem Hintergrund der weiterhin hohen Inflation und dem sehr geringen Wirtschaftswachstum rechnen wir mit niedrigeren Zuführungen zum Eigenkapital (inkl. dem Fonds für allg. Bankrisiken gem. § 340g HGB). Aufgrund unserer angemessen Eigenmittelbasis gehen wir davon aus, dass die Eigenmittelanforderungen bestehend aus den Anforderungen aus Art. 92 CRR sowie § 6c KWG auch im Jahr 2024 jederzeit eingehalten werden können. 5.5 FinanzlageNach unserer mittelfristigen Finanz- und Liquiditätsplanung verfügen wir auch im Prognosezeitraum jederzeit über eine ausreichende Liquidität. Darüber hinaus ist auch die Refinanzierung gesichert. Die aufsichtsrechtlich geforderte Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio - LCR) und die strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio - NSFR) können wir auch weiterhin jederzeit erfüllen. Ebenso wird die Survival Period des Risikoszenarios und der Stressszenarien - wie in der der Liquiditätsrisikostrategie als Teilstrategie zur Risikostrategie definiert - größer als 4 Monate sein. 5.6 ErtragslageVor dem Hintergrund der weiterhin hohen Inflation und dem sehr geringen Wirtschaftswachstum rechnen wir mit einem deutlich unter dem Vorjahresniveau liegenden Betriebsergebnis vor Bewertung. Ursächlich ist ein deutlicher Rückgang der Zinsspanne sowie ein gleichbleibender Provisionsüberschuss und ein steigender Verwaltungsaufwand. Wir gehen von einem deutlichen Anstieg der Cost-Income-Ratio aus. Beim Bewertungsergebnis des Jahres 2024 rechnen wir mit höheren Belastungen. Das positive Bewertungsergebnis im Wertpapiergeschäft des Jahres 2023 wird im neuen Geschäftsjahr voraussichtlich deutlich geringer ausfallen. Der Risikovorsorgebedarf im Kreditgeschäft lag in 2023 sehr deutlich über unseren Erwartungen. Für 2024 wird auf Grundlage der Planung eine merklich geringere Kreditrisikovorsorge erwartet. Damit gehen wir von einem deutlich unter dem Vorjahresniveau liegenden Betriebsergebnis nach Bewertung aus. 5.7 GesamtaussageBei der prognostizierten Entwicklung der Ertragslage sollte eine weitere Stärkung der Eigenmittel gesichert sein. Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir daher davon aus, dass auch im Prognosezeitraum die Risikotragfähigkeit und die Einhaltung aller bankaufsichtsrechtlichen Kennziffern durchgängig gewährleistet sind. Insgesamt rechnen wir vor dem Hintergrund der derzeitigen Rahmenbedingungen und der sich daraus voraussichtlich ergebenden Belastungen des Bewertungsergebnisses für das Geschäftsjahr 2024 mit einer negativen Entwicklung der Ertragslage. Wir beurteilen unsere Perspektiven für das Geschäftsjahr 2024 unter Berücksichtigung der oben dargestellten Rahmenbedingungen insgesamt negativer als im Vorjahr. Wesentliche Einflüsse, die den Geschäftsablauf und das prognostizierte Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024 beeinträchtigen könnten, sind aus heutiger Sicht nicht erkennbar.
Passau, den 18.03.2024 Vorstand Helmschrott Hieke Fuller
Passau, den 21.03.2024 Vorsitzender des Verwaltungsrates Dupper (Oberbürgermeister) Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023Aktivseite
Gewinn- und Verlust für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANGDer Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. In Ausübung des Wahlrechtes nach § 11 Satz 3 RechKredV enthalten die zu Posten oder Unterposten der Bilanz nach Restlaufzeiten gegliederten Beträge keine anteiligen Zinsen. Das jeweilige Wahlrecht zur Aufrechnung gemäß § 340f Abs. 3 HGB und § 340c Abs. 2 HGB wurde in Anspruch genommen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). ForderungenForderungen an Kunden und Kreditinstitute (einschließlich Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen) haben wir zum Nennwert bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden auf deren Laufzeit bzw. Festzinsbindungsdauer verteilt. Für akute Ausfallrisiken haben wir bei Forderungen an Kunden in Höhe des zu erwartenden Ausfalls Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Außerdem haben wir Pauschalwertberichtigungen nach den Grundsätzen der Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS BFA 7 auf den latent gefährdeten Forderungsbestand gebildet. Dabei wurde die Pauschalwertberichtigung in Höhe des erwarteten Verlustes über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten geschätzt. WertpapiereWertpapiere der Liquiditätsreserve sowie ein Teil der Wertpapiere des Anlagebestands werden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren Börsenkursen bzw. Marktpreis oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei den übrigen verzinslichen Wertpapieren des Anlagebestands werden im Hinblick auf die Dauerbesitzabsicht nur Abschreibungen vorgenommen, soweit es sich voraussichtlich um eine dauernde Wertminderung handelt. Für die Ermittlung des Bewertungskurses haben wir die Wertpapiere daraufhin untersucht, ob zum Bilanzstichtag ein aktiver Markt vorliegt. Für die Abgrenzung, ob ein aktiver Markt vorliegt, haben wir die Kriterien zugrunde gelegt, die in der MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive - Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Mai 2014) für die Abgrenzung eines liquiden von einem illiquiden Markt festgelegt wurden. In den Fällen, in denen wir insoweit nicht von einem aktiven Markt ausgehen konnten, haben wir die Bewertung anhand von gerechneten Kursen des kursversorgenden Systems vorgenommen, denen unter Verwendung laufzeit- und risikoadäquater Zinssätze ein Discounted Cashflow-Modell zugrunde liegt. Im Anlagevermögen gehaltene Immobilienfonds werden zu Wiederbeschaffungskosten bewertet. Anteile an einem Investmentvermögen, die als Sondervermögen ausgestaltet sind, werden, soweit kein Börsen- oder Marktpreis vorliegt, mit dem Rücknahmepreis ggf. abzüglich Rückgabeabschlag bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden Wertpapierleihegeschäfte in Höhe von 5.000 TEUR. Bei Wertpapierleihegeschäften gehen wir nicht von einem Übergang des wirtschaftlichen Eigentums der Wertpapiere aus. Insoweit bleiben verliehene Wertpapiere in den ursprünglichen Bilanzposten. Beteiligungen und Anteile an verbundene UnternehmenBeteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Wert am Bilanzstichtag bewertet. Immaterielle Anlagewerte und SachanlagenSachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. In 2008 erfolgte bei neu erworbenen beweglichen Vermögensgegenständen der Wechsel von der degressiven auf die lineare Abschreibung auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen. Bis 2009 erworbene oder selbst erstellte Gebäude werden planmäßig mit den höchsten steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben. Ab 2010 angeschaffte oder selbst erstellte Gebäude werden linear nach dem Werteverzehr abgeschrieben. Liegt der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Vermögensgegenständen über dem Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist und handelt es sich dabei um eine voraussichtlich dauernde Wertminderung, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Geringwertige Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 250 Euro ohne Umsatzsteuer nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung sofort als Aufwand erfasst. Die in der Vergangenheit vorgenommenen steuerlichen Abschreibungen i.S.d. § 254 HGB a.F. werden vollständig fortgeführt. Für geringwertige immaterielle Vermögensgegenstände und für geringwertige Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens von über 250 Euro bis einschließlich 1000 Euro jeweils ohne Umsatzsteuer wird ein Sammelposten gebildet. Dieser wird linear über fünf Jahre abgeschrieben. Sonstige VermögensgegenständeDie in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Rentenversicherungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung abgeschrieben. Die weiteren hier ausgewiesenen Vermögensgegenstände werden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Der Unterschied zwischen dem Erfüllungs- und dem Ausgabebetrag wird unter den Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen und zeitanteilig erfolgswirksam aufgelöst. RückstellungenRückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Soweit erforderlich werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Ursprungslaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt keine Abzinsung. Die übrigen Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend dem Teilwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck Richttafeln RT 2018 G ermittelt. Sie wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82 %. Aus der Berechnung der Rückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre und der vergangen sieben Geschäftsjahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 405 TEUR. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,4 % (ohne Karrieretrend) und Rentensteigerungen von jährlich 2,4 % unterstellt. Der Karrieretrend wurde gesondert berücksichtigt. Bei der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen wurde unterstellt, dass sich der Verpflichtungsumfang sowie der Diskontsatz erst zum Ende der Periode ändern. Die Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes bzw. Zinseffekten einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden saldiert mit dem Aufzinsungsergebnis im sonstigen betrieblichen Aufwand bzw. Ertrag erfasst. Für die Verpflichtung zur Leistung von Beihilfen an Pensionäre und aktive Mitarbeiter für die Zeit ihres Ruhestandes in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen wird eine Rückstellung gebildet. Der Bemessung wird die aktuelle Sterbetafel des BMF (Bundesministerium der Finanzen) zur Bewertung einer lebenslangen Nutzung oder Leistung gemäß § 14 Abs. 1 BewG und die Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB für die Ermittlung des Abzinsungssatzes zugrunde gelegt. Bei dieser sowie allen übrigen wesentlichen Rückstellungen wird die Änderung des Verpflichtungsumfangs bei der Aufzinsung unterjährig berücksichtigt. Die Erfolge aus Änderungen des Abzinsungssatzes werden im Falle von Rückstellungen für Bankprodukte im Zinsbereich, ansonsten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Erfolge aus Zinseffekten einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit werden in dem GuV-Posten ausgewiesen, in dem auch die Aufwendungen zur Rückstellungsdotierung ausgewiesen werden. Auch bei der Ermittlung der Aufzinsungserfolge dieser Rückstellungen haben wir unterstellt, dass eine Änderung des Abzinsungssatzes erst zum Ende der Periode eintritt. Bei Übergang auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wurde vom Wahlrecht nach Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht, den Zuführungsbetrag auf bis zu 15 Jahren zu verteilen. Zum Bilanzstichtag bestand eine Unterdeckung von 199 TEUR. Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs)Nach IDW RS BFA 3 n. F. sind die zinsbezogenen Instrumente des Bankbuchs (Zinsbuch) einer verlustfreien Bewertung zu unterziehen. Zu diesem Zweck werden die zinsbezogenen Vermögensgegenstände und Schulden sowie derivative Finanzinstrumente, insbesondere Zins-Swaps, des Bankbuchs einem Saldierungsbereich zugeordnet. Für diesen ist unter Berücksichtigung von voraussichtlich zur Bewirtschaftung des Bankbuchs erforderlichen Aufwendungen (Refinanzierungs-, Risiko- und Verwaltungskosten) zu prüfen, ob aus den noch zu erwartenden Zahlungsströmen bis zur vollständigen Abwicklung des Bestands ein Verlust droht. Die Sparkasse wendet die barwertige Berechnungsmethode an. Der Barwert ergibt sich aus den zum Abschlussstichtag abgezinsten Zahlungsströmen des Bankbuchs. Betrags- und Laufzeitinkongruenzen sind mittels fiktiver Geschäfte zu schließen. Auf der Passivseite ist dabei der angenommene individuelle Refinanzierungsaufschlag der Sparkasse zu berücksichtigen. Die künftigen für die vollständige Abwicklung des Bankbuchs benötigten Verwaltungskosten wurden aus statistischen Daten abgeleitet. Der ermittelte Verwaltungskostensatz wurde auch für den Einbezug sogenannter Overheadkosten berücksichtigt. Weiterhin wurden Gebühren und Provisionserträge, die direkt aus den Zinsprodukten resultieren, im Rahmen der verlustfreien Ermittlung des Bankbuchs berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich kein Verpflichtungsüberschuss. Fonds für allgemeine BankrisikenIm Geschäftsjahr wurde eine weitere Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB vorgenommen. Strukturierte FinanzinstrumenteStrukturierte Finanzinstrumente werden grundsätzlich als einheitlicher Vermögensgegenstand gemäß den Voraussetzungen des IDW RS HFA 22 bilanziert. Soweit die strukturierten Finanzinstrumente aufgrund des eingebetteten derivativen Finanzinstruments wesentliche erhöhte oder zusätzliche (andersartige) Chancen oder Risiken im Vergleich zum Basisinstrument aufweisen, erfolgt eine getrennte Bilanzierung. Derivative FinanzinstrumenteDie zur Steuerung der globalen Zinsänderungsrisiken abgeschlossenen Zinsswaps wurden in die verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs (Zinsbuchs) einbezogen und waren somit nicht gesondert zu bewerten. WährungsumrechnungDie Währungsumrechnung erfolgt gemäß § 256a i.V.m. 340h HGB. Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Bilanzposten und der am Bilanzstichtag nicht abgewickelten Kassageschäfte erfolgte generell mit dem Kassamittelkurs. Eine besondere Deckung gemäß § 340h HGB sehen wir als gegeben an, soweit eine Identität von Währung und Betrag der gegenläufigen Geschäfte der Gesamtposition je Währung vorliegt. Die Umrechnungsergebnisse aus Geschäften, die in die besondere Deckung einbezogen sind, werden saldiert je Währung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Zum Jahresende nicht abgewickelte Termingeschäfte werden mit den entsprechenden Terminkursen umgerechnet. Der Terminkurs wird in seine Bestandteile Kassakurs und Swapsatz aufgeteilt, wenn Termingeschäfte zur Deckung bilanzwirksamer Posten dienen. In diesen Fällen ist der Unterschiedsbetrag zwischen Kassa- und Terminkurs bei Abschluss der Termingeschäfte zeitanteilig im Zinsergebnis enthalten. Die Umrechnung der Termingeschäfte erfolgt daher zum Kassamittelkurs. Die Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung außerhalb der besonderen Deckung werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZAktivseitePosten 3: Forderungen an Kreditinstitute
Posten 4: Forderungen an Kunden
Im Rahmen des sogenannten Pfandbriefpoolings wurden Kommunalkredite in Höhe von 62,7 Mio. EUR an die BayernLB bei gleichzeitiger Stundung der Kaufpreisforderung übertragen. Die Landesbank kann diese Forderungen als Deckungswerte im Rahmen der Emission von Öffentlichen Pfandbriefen nutzen. Aufgrund der vertraglichen Rückübertragungsmöglichkeiten verbleibt das wirtschaftliche Eigentum an den Forderungen bei der Sparkasse. Die Sparkasse weist die Forderungen daher weiterhin in ihrer Bilanz im Aktivposten 4 "Forderungen an Kunden" und auch im Unterausweis Kommunalkredite aus. Diese Forderungen sind mit ihrem Buchwert in den Angaben zur "Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten" enthalten. Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Bei den nicht mit dem Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapieren handelt es sich um Wertpapiere mit einem Nominalzinssatz von unter 4,35 %, mit Restlaufzeiten von unter einem Jahr und mehr. In dieser Wertpapiergruppe wurde überwiegend in Staats- bzw. staatsgarantierten Anleihen als auch in Pfandbriefen sowie Inhaberschuldverschreibungen unserer Verbundpartner investiert. Aufgrund der bestehenden Marktlage eines gestiegenen Kapitalmarktzinsniveaus gehen wir davon aus, dass die Wertminderungen bei den wie Anlagevermögen bewerteten Wertpapieren nicht von Dauer sind, weil die Emittenten einer erstklassigen Bonität entsprechen und die Rückzahlung aus heutiger Sicht bedienen können. Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Anteile an InvestmentvermögenDie Sparkasse hat einen internationalen Spezialfonds (AIF) i.S.v. §1 Abs. 4 KAGB im Bestand, der überwiegend in Unternehmensanleihen, Pfandbriefen und Staatanleihen investiert. Der Fonds besitzt einen Marktwert von 144.741 TEUR und einen Buchwert von 144.741 TEUR. Die im Geschäftsjahr erfolgten Ertragsausschüttungen betrugen 2.988 TEUR. Eine Rückgabe der Anteile ist täglich möglich. Des Weiteren hat die Sparkasse einen internationalen Spezialfonds (AIF) i.S.v. § 1 Abs. 4 KAGB im Bestand, der überwiegend in Rentenpapieren investiert. Der Fonds hat einen Marktwert von 89.969 TEUR und einen Buchwert von 89.969 TEUR. Die im Geschäftsjahr erfolgten Ertragsausschüttungen betrugen 496 TEUR. Eine Rückgabe der Anteile ist täglich möglich. Die Sparkasse hat einen offenen OGAW-Investmentfonds i.S.v. §1 Abs. 4 KAGB im Bestand, der überwiegend in ausländische Rentenpapiere und Aktien investiert. Der Fonds hat einen Marktwert von 21.497 TEUR und einen Buchwert von 21.497 TEUR. Die im Geschäftsjahr erfolgten Ertragsausschüttungen betrugen 370 TEUR. Eine Rückgabe der Anteile ist täglich möglich. Posten 7: BeteiligungenUnter den Beteiligungen werden die Anteile an folgenden Unternehmen ausgewiesen. Die Unternehmen weisen nach den letzten uns vorliegenden Jahresabschlüssen Eigenkapital und Ergebnis wie folgt aus:
Darüber hinaus ist die Sparkasse Passau an folgenden Unternehmen beteiligt, die keinen Jahresabschluss offenzulegen haben:
Der übrige Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB ist für die Beurteilung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung. Posten 8: Anteile an verbundenen UnternehmenUnter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden die Anteile an der Grundstücksgesellschaft mbH der Sparkasse Passau mit Sitz in Passau ausgewiesen. Auf die Erstellung eines Konzernabschlusses wurde verzichtet, weil die Einbeziehung des Tochterunternehmens für die Verschaffung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist (§ 296 Abs. 2 HGB). Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Sparkasse Passau. Posten 9: TreuhandvermögenDas Treuhandvermögen betrifft in voller Höhe Forderungen an Kunden. Posten 12: SachanlagenDie Sachanlagen entfallen mit 5.811 TEUR auf Grundstücke und Bauten, die von der Sparkasse im Rahmen ihrer eigenen Tätigkeit genutzt werden, und mit 3.464 TEUR auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Posten 13: Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände entfallen in Höhe von 42.389 TEUR auf Kapitallebens- bzw. Rentenversicherungen.Die Sparkasse hält als unbeschränkt haftende Gesellschafterin Anteile an der DKE-GdR, Berlin. Posten 14: RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält:
Latente SteuernAufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsvorschriften zwischen Handels- und Steuerbilanz und außerbilanzieller Korrekturen bestehen zum 31. Dezember 2023 Steuerlatenzen. Dabei wird der Gesamtbetrag der künftigen Steuerbelastungen durch absehbare Steuerentlastungen überdeckt. Eine passive Steuerabgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Die wesentlichen künftigen Steuerbelastungen resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den Sachanlagen, Beteiligungen und Investmentfonds. Die zum Ausgleich der künftigen Steuerbelastungen benötigten absehbaren künftigen Steuerentlastungen ergeben sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen bilanziellen Ansätzen bei den Forderungen an Kunden und Rückstellungen. Die Ermittlung der Differenzen erfolgte unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 29,13 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer zuzüglich Solidaritätszuschlags). Aus Beteiligungen an Personengesellschaften resultierende, lediglich der Körperschaftsteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegende Differenzen wurden bei den Berechnungen mit 15,825 % bewertet. Verlustvorträge, die zu einer Steuerentlastung führen und kompensatorisch in die Berechnung der latenten Steuern einzubeziehen sind, bestehen nicht. Entwicklung des Anlagevermögens
*) ohne antizipative Zinsen und sonstige
Abgrenzungen
PassivseitePosten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Posten 4: TreuhandverbindlichkeitenDie Treuhandverbindlichkeiten entfallen in voller Höhe auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Posten 6: RechnungsabgrenzungspostenDer passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält 115 TEUR (im Vorjahr 164 TEUR) Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz von Hypothekendarlehen und anderen Forderungen mit ihrem Nennbetrag, soweit dieser höher als der Auszahlungsbetrag oder die Anschaffungskosten ist und Zinscharakter hat. Posten 9: Nachrangige VerbindlichkeitenFür von der Sparkasse eingegangene nachrangige Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr insgesamt Aufwendungen von 477 TEUR angefallen. Die nachrangigen Verbindlichkeiten (ohne anteilige Zinsen) von insgesamt 26.399 TEUR übersteigen im Einzelfall nicht 10 % des Gesamtbetrags der nachrangigen Verbindlichkeiten. Sie haben eine Durchschnittsverzinsung von 2,34 % und eine Ursprungslaufzeit von 5 bis 10 Jahren; davon werden in dem Jahr, das auf den Bilanzstichtag folgt, -- TEUR fällig. Die Bedingungen der nachrangigen Verbindlichkeiten entsprechen den Anforderungen des Artikels 63 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR). Mehrere Posten betreffende AngabenVermögensgegenstände und Schulden in fremder WährungAuf Fremdwährung lauten Vermögensgegenstände im Gesamtbetrag von 20.801 TEUR und Verbindlichkeiten im Gesamtbetrag von 20.676 TEUR. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN UNTER DEM BILANZSTRICHPosten 1: EventualverbindlichkeitenHinsichtlich der unter den Eventualverbindlichkeiten ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungen sowie Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten sind bis zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses keine Erkenntnisse und Informationen bekannt geworden, die eine Inanspruchnahme daraus erwarten lassen. Bei unseren Kreditgewährungen werden in diesem Posten für Kreditnehmer übernommene Bürgschaften und Gewährleistungsverträge erfasst. Auf Basis der regelmäßigen Bonitätsbeurteilungen der Kunden im Rahmen unserer Kreditrisikomanagementprozesse gehen wir für die hier ausgewiesenen Beträge davon aus, dass sie nicht zu einer wirtschaftlichen Belastung der Sparkasse führen werden. Auch haben sich in den letzten Jahren geringfügige Ansprüche Dritter ergeben. Zum Abschlussstichtag bestanden keine Rückgriffsforderungen, Regress- oder Erstattungsansprüche. Posten 2: Andere VerpflichtungenWir gehen derzeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass die unwiderruflichen Kreditzusagen künftig von den Kreditnehmern in Anspruch genommen werden. In den unwiderruflichen Kreditzusagen sind nach den Erkenntnissen der Sparkasse keine akut ausfallgefährdeten Kredite enthalten. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGPosten 1. a): Zinserträge aus Kredit- und GeldmarktgeschäftenIn dem Posten sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 3 TEUR (im Vorjahr 0 TEUR) enthalten. Posten 2: ZinsaufwendungenIn dem Posten sind Aufwendungen aus der Aufzinsung bzw. aus der Änderung des Diskontierungssatzes von Rückstellungen in Höhe von 0 TEUR (im Vorjahr 0 TEUR) enthalten. Posten 5: Provisionserträge - Dienstleistungen für Verwaltung und VermittlungDie wesentlichen an Dritte erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung entfallen auf die Vermittlung von Produkten der Verbundpartner (Versicherungen, Bausparverträge, Immobilien, Investmentzertifikate, Krediten). Posten 8: Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge entfallen im Wesentlichen in Höhe von 1.793 TEUR auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, in Höhe von 1.092 TEUR auf Grundstückserträge und in Höhe von 751 TEUR auf Zinserträge aus Kapitallebensversicherungen. In dem Posten sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 138 TEUR (im Vorjahr 128 TEUR) und Erträge aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes von Rückstellungen in Höhe von 23 TEUR (im Vorjahr 1 TEUR) enthalten. Posten 12: Sonstige betriebliche AufwendungenIn dem Posten sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1 TEUR (im Vorjahr 0 TEUR) und Aufwendungen aus der Aufzinsung bzw. Änderung des Diskontierungssatzes von Rückstellungen in Höhe von 437 TEUR (im Vorjahr 1.180 TEUR) enthalten. Posten 21: Außerordentliche AufwendungenDie außerordentlichen Aufwendungen entfallen in Höhe von 231 TEUR auf die Erhöhung der Pensionsrückstellungen gemäß Artikel 67 Abs. 1 EGHGB i.V.m. § 340a Abs. 2 Satz 5 und 6 HGB. Posten 29: BilanzgewinnDer Verwaltungsrat wird den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 in seiner für den 25.07.2024 vorgesehenen Sitzung feststellen. Der Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses sieht vor, den Bilanzgewinn vollständig der Sicherheitsrücklage zuzuführen. AusschüttungssperreAm Abschlussstichtag bestehen gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB (Unterschiedsbetrag aus der Berechnung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre und der vergangenen sieben Geschäftsjahre) ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 405 TEUR. Die Ausschüttungssperre wirkt nicht, da in Vorjahren bereits in entsprechender Höhe die Sicherheitsrücklage dotiert wurde. Beeinflussung des Jahresergebnisses durch steuerrechtliche VorschriftenDie Sparkasse Passau fällt aufgrund der Nichterreichung der Umsatzerlösgrenze des § 1 MiStG nicht in den Anwendungsbereich der Mindestbesteuerung. Derivative FinanzinstrumenteDie Arten und der Umfang derivativer Finanzinstrumente, bezogen auf die Nominalwerte der zu Grunde liegenden Referenzwerte, sind in folgender Aufstellung zusammengestellt:
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente
Für Zinsswaps werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwert zukünftiger Zinszahlungsströme auf Basis der Marktzinsmethode ermittelt. Dabei finden die Diskontierungskurven zum Bilanzstichtag Verwendung, die den Veröffentlichungen Refinitivs entnommen werden. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte werden für bestimmte Währungen (Standarduniversum) aus den Barwerten der gegenläufigen Zahlungsströme (Fremdwährung und in Euro) ermittelt. Dabei wird für die bestimmten Währungen die jeweils währungsspezifische Diskontierungskurven herangezogen. Für alle weiteren Währungen wird die USD-Diskontierungskurve herangezogen. Die Umrechnung erfolgt anhand der zuletzt verfügbaren Währungs-Spotkurse. Die Marktdaten werden von Refinitiv bezogen. Angaben zu nicht passivierten pensionsähnlichen VerpflichtungenSparkassen haben ihren Arbeitnehmern Leistungen der betrieblichen Altersversorgung nach Maßgabe des "Tarifvertrags über die zusätzliche Altersvorsorge der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes -Altersvorsorge-TV-Kommunal (ATV-K)" zugesagt. Um den anspruchsberechtigten Mitarbeitern die Leistungen der betrieblichen Altersversorgung gemäß ATV-K zu verschaffen, ist die Sparkasse Passau Mitglied in der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden (ZVK). Die Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden finanziert die Versorgungsverpflichtungen im Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren (Hybridfinanzierung). Hierbei werden im Rahmen eines Abschnittdeckungsverfahrens ein Umlagesatz und ein Zusatzbeitrag bezogen auf die zusatzversorgungspflichtigen Entgelte der versicherten Beschäftigten ermittelt. Aus den Zusatzbeiträgen wird gemäß § 64 ZVK-Satzung innerhalb des Vermögens der ZVK ein separater Kapitalstock aufgebaut. Insgesamt betrug im Geschäftsjahr 2023 der Finanzierungssatz (Umlagesatz 3,75 % und Zusatzbeitrag 4 %) 7,75 % der umlagepflichtigen Gehälter. Der Umlagesatz bleibt im Jahr 2024 unverändert. Der Rechtsanspruch der versorgungsberechtigten Mitarbeiter zur Erfüllung des Leistungsanspruchs gemäß ATV-K richtet sich gegen die ZVK, während die Verpflichtung der Sparkasse ausschließlich darin besteht, der ZVK im Rahmen des mit ihr begründeten Mitgliedschaftsverhältnisses die erforderlichen, satzungsmäßig geforderten Finanzierungsmittel zur Verfügung zu stellen. Die Gesamtaufwendungen für die Zusatzversorgung bei versorgungspflichtigen Entgelten von 23.092 TEUR betrugen im Geschäftsjahr 2023 1.799 TEUR. Nach der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) in seinem Rechnungslegungsstandard IDW RS HFA 30 n. F. vertretenen Rechtsauffassung begründet die Durchführung der betrieblichen Altersversorgung bei einem externen Versorgungsträger wie der ZVK handelsrechtlich eine mittelbare Versorgungsverpflichtung. Die ZVK hat im Auftrag der Sparkasse den nach Rechtsauffassung des IDW (vgl. IDW RS HFA 30 n. F.) zu ermittelnden Barwert der auf die Sparkasse im umlagefinanzierten Abrechnungsverband entfallenden Leistungsverpflichtung zum 31. Dezember 2023 ermittelt. Unabhängig davon, dass es sich bei dem Kassenvermögen um Kollektivvermögen aller Mitglieder des umlagefinanzierten Abrechnungsverbandes handelt, ist es gemäß IDW RS HFA 30 n. F. für Zwecke der Angaben im Anhang nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB anteilig in Abzug zu bringen. Auf dieser Basis beläuft sich der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebene Betrag auf 35.468 TEUR. Der Barwert der auf die Sparkasse entfallenden Leistungsverpflichtung wurde in Anlehnung an die versicherungsmathematischen Grundsätze und Methoden (Anwartschaftsbarwertverfahren), die auch für unmittelbare Pensionsverpflichtungen angewendet wurden, unter Berücksichtigung einer gemäß Satzung der ZVK unterstellten jährlichen Rentensteigung von 1 % und unter Anwendung der aus den Heubeck-Richttafeln RT 2005 G abgeleiteten Richttafeln RTZV-P ermittelt. Als Diskontierungszinssatz wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB i. V. m. der Rückstellungsabzinsungsverordnung der auf Basis der vergangenen zehn Jahre ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz von 1,82 % verwendet, der sich bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Da es sich nicht um ein endgehaltbezogenes Versorgungssystem handelt, sind erwartete Gehaltssteigerungen nicht zu berücksichtigen. Die Daten zum Versichertenbestand der Versorgungseinrichtung per 31. Dezember 2023 liegen derzeit noch nicht vor, sodass auf den Versichertenbestand per 31. Dezember 2022 abgestellt wurde. Der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzugebene Betrag bezieht sich auf die Einstandspflicht der Sparkasse gemäß § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG, bei der die Sparkasse für die Erfüllung der zugesagten Leistung einzustehen hat (Subsidiärhaftung), sofern die ZVK die vereinbarten Leistungen nicht erbringt. Hierfür liegen gemäß der Einschätzung des Verantwortlichen Aktuars im Aktuar-Gutachten 2023 für die Sparkasse keine Anhaltspunkte vor. Vielmehr bestätigt der Verantwortliche Aktuar der ZVK in diesem Gutachten die Angemessenheit der rechnungsmäßigen Annahmen zur Ermittlung des Finanzierungssatzes und bestätigt auf Basis des versicherungsmathematischen Äquivalenzprinzips die dauernde Erfüllbarkeit der Leistungsverpflichtungen der ZVK. Gesamtbezüge des Vorstands und des VerwaltungsratsDen Mitgliedern des Vorstands wurden für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 1.473 TEUR gewährt. Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 122 TEUR. Pensionsrückstellungen und -zahlungen für bzw. an frühere Mitglieder des Vorstands und deren HinterbliebeneAn frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene wurden 699 TEUR gezahlt; die Pensionsrückstellungen für diesen Personenkreis betrugen am 31.12.2023 12.181 TEUR. Kreditgewährungen an Vorstand und VerwaltungsratDie Sparkasse hatte zum 31.12.2023 Kredite an Mitglieder des Vorstands in Höhe von 401 TEUR und an Mitglieder des Verwaltungsrats in Höhe von 822 TEUR gewährt. Honorare für den AbschlussprüferDie Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Bayern ist gemäß § 22 SpkO sowie § 340k HGB gesetzlicher Abschlussprüfer unseres Jahresabschlusses. Für Abschlussprüfungsleistungen fielen im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen in Höhe von 211 TEUR an. Die Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen belaufen sich auf 31 TEUR und entfallen im Wesentlichen auf vom Abschlussprüfer erbrachte Leistungen gemäß § 89 Wertpapierhandelsgesetz. Verwaltungsrat und VorstandVerwaltungsrat
Vorstand
Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen KapitalgesellschaftenDer Vorstandsvorsitzende, Herr Christoph Helmschrott ist Mitglied im Aufsichtsrat der Bayern CardServices GmbH - S-Finanzgruppe mit Sitz in München. Mitarbeiter / -innen
Passau, 18.3.2024 Sparkasse Passau Vorstand Helmschrott Hieke Fuller
Passau, 21.3.2024 Sparkasse Passau Vorsitzender des Verwaltungsrats Dupper, Oberbürgermeister Offenlegung nach § 26a Abs. 1 Satz
2 KWG
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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und |
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vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften von der Sparkasse unabhängig und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. § 340k Abs. 3 HGB, dass alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang, Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".
Die Identifikation eines Wertberichtigungserfordernisses und die Ermittlung einer Einzelwertberichtigung für Kundenforderungen aus dem risikorelevanten gewerblichen Kreditgeschäft beinhalten wesentliche Schätzunsicherheiten und Ermessensspielräume, die sich durch die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Kreditnehmers sowie durch die Bewertung von Kreditsicherheiten ergeben. Die Bewertung der Forderungen an Kunden aus dem risikorelevanten gewerblichen Kreditgeschäft hat wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf die Ertragslage der Sparkasse.
Im Rahmen unseres risikoorientierten Prüfungsansatzes haben wir die Prozesse und Verfahren zur Risikofrüherkennung im risikorelevanten gewerblichen Kundenkreditgeschäft sowie zur ordnungsgemäßen buchhalterischen Erfassung von Einzelwertberichtigungen einer Aufbau- und Funktionsprüfung unterzogen.
Darüber hinaus führten wir aussagebezogene Prüfungshandlungen in Form von Einzelfallprüfungen bestimmter Kreditengagements durch. Die in die Einzelfallprüfung einbezogenen Kreditengagements wurden in einer bewussten Auswahl nach Risikomerkmalen bestimmt. Zu den herangezogenen Risikomerkmalen gehörten insbesondere Bonitäts- und Besicherungsaspekte. Die ausgewählten Kreditengagements haben wir hinsichtlich einer ordnungsgemäßen Handhabung des Kreditgeschäfts untersucht und beurteilt, ob mit hinreichender Sicherheit eine Rückführung der Forderung durch den Kreditnehmer zu erwarten ist. Sofern dies nicht zu erwarten ist, haben wir die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen insbesondere hinsichtlich der Höhe der in Zukunft noch zu erwartenden Zahlungseingänge aus der Verwertung vorhandener Kreditsicherheiten gewürdigt.
Auf Basis der durchgeführten Prüfungshandlungen konnten wir uns von der Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen bei der Bewertung der Forderungen an Kunden aus dem risikorelevanten gewerblichen Kreditgeschäft überzeugen.
Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen, die uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt werden, umfassen den gemäß § 289b Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Buchstabea HGB zusammen mit dem Lagebericht nach § 325 HGB zu veröffentlichenden nichtfinanziellen Bericht für das Geschäftsjahr 2023.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir sind nach § 22 Abs. 3 der Sparkassenordnung i. V. m. § 340k Abs. 3 Satz 1 HGB gesetzlicher Abschlussprüfer der Sparkasse.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem Prüfungsbericht nach Artikel 11 EU-APrVO in Einklang stehen.
Wir haben folgende Leistungen zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen erbracht:
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Prüfung des Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäfts |
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Bestätigung gemäß § 16j Abs. 2 FinDAG |
Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer für die Prüfung ist Herr Jürgen Röthemeyer.
München, den 2. Mai 2024
Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Bayern
Schmidt, Wirtschaftsprüferin
Röthemeyer, Wirtschaftsprüfer
Der Verwaltungsrat hat sich im Berichtsjahr regelmäßig über die wirtschaftlichen Verhältnisse und die Entwicklung der Sparkasse, Grundsatzfragen der Geschäftspolitik sowie sonstige wichtige Angelegenheiten unterrichtet. Die nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wurden ordnungsgemäß wahrgenommen.
Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Bayern, München, hat Jahresabschluss und Lagebericht zum 31.12.2023 geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Mit Beschluss des Verwaltungsrates vom 25. Juli 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt sowie der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2023 gebilligt.
Entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes hat der Verwaltungsrat beschlossen, den Bilanzgewinn des Jahres 2023 von EUR 4.010.527,59 der Sicherheitsrücklage zuzuführen.
Dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sparkasse dankt der Verwaltungsrat für die im Jahre 2023 geleistete Arbeit.
Passau, 25.07.2024
Vorsitzender des Verwaltungsrates
Dupper, Oberbürgermeister
Sparkasse Passau
Nikolastraße 1 94032 Passau Telefon: +49 851 398-0 E-Mail: info@sparkasse-passau.de Website: www.sparkasse-passau.de
Wir orientieren uns bei der nichtfinanziellen Berichterstattung am Berichtsstandard der Sparkassen-Finanzgruppe, der vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV) unter Einbindung von Regionalverbänden, Sparkassen und Verbundpartnern als eigenständiges Berichtssystem für die Sparkassen-Finanzgruppe entwickelt wurde. Die Sparkassen-Indikatoren sind anschlussfähig an die international anerkannten Standards (Sustainability Reporting Standards, SRS) der Global Reporting Initiative, an die "GRI-G4 Financial Services Sector Disclosures (GRI-G4 FS)" und an den "Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK)". Sie wurden 2013 vom "Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE)" anerkannt.
Der Berichtsstandard der Sparkassen-Finanzgruppe umfasst ein mit Blick auf die gesetzlichen Berichtspflichten vor allem nach dem CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RUG) juristisch geprüftes Set von 22 Berichtsindikatoren der Gruppe G. Jede Sparkasse kann freiwillig darüber hinaus mithilfe von 18 weiteren Sparkassen-Indikatoren ein qualifiziertes Stakeholder-Reporting zur Gemeinwohlorientierung und zu den Markenkernwerten erstellen.
| Haltung Sparkassen-Indikator | Referenzen |
| H1 Allgemeine Informationen | GRI SRS 2021: 2-1, 2-2, 2-3, 2-5, 2-6, 2-7, 2-9, 2-11, 2 14, 2-28 |
| H2 Geschäftsmodell | GRI SRS 2021: 2-6, 2-22 |
| H3 Soziale Nachhaltigkeit und Beitrag zum Gemeinwesen | GRI SRS 2016: 201-1, 201-4, 203-2, 413-1, 413-2 GRI SRS 2021: 2-25, 3-3 |
| H4 Grundsätze der Unternehmensführung | GRI SRS 2016: 405-1 GRI SRS 2021: 2-9, 2-10, 2-15, 2-17, 2-19 |
| H5 Kundenberatung und Beschwerdemanagement | GRI SRS 2016: 413-1 GRI SRS 2021: 2-16, 2-23, 2-29 |
| H6 Nachhaltigkeitsstrategie und Ziele | GRI SRS 2016: 201-2 GRI SRS 2021: 2-9, 2-12, 2-13, 2-22, 2-23, 2-25, 3-1, 3 2, 3-3 |
| H7 Implementierung in Prozesse und Controlling | GRI SRS 2021: 2-13 |
| H8 Nachhaltigkeit im Aktivgeschäft | GRI SRS 2016: 201-2, 412-3, 416-1 |
| H9 Nachhaltigkeit im Passivgeschäft | GRI SRS 2016: 201-2 |
| H10 Nachhaltigkeit in der Eigenanlage (Depot A) und Kundenanlage (Depot B) | GRI SRS 2016: 201-2, 305-3 |
| H11 Menschenrechte und Sorgfaltspflichten | GRI SRS 2016: 403-1, 407-1, 408-1, 409-1, 412-1, 412 2, 412-3 GRI SRS 2021: 2-25, 3-3 |
| H12 Nachhaltigkeit in Einkauf und Beschaffung | GRI SRS 2016: 204-1, 308-1, 308-2, 408-1, 409-1, 414 1, 414-2 GRI SRS 2021: 2-6 |
| H13 Umweltbelange | GRI SRS 2016: 201-2, 301-1, 302-1, 302-2, 302-4, 302 5, 305-1, 305-2, 305-3, 305-5, 307-1 GRI SRS 2018: 303-5 GRI SRS 2020: 306-3 GRI SRS 2021: 2-25, 2-27, 3-3 |
| H14 Ökologische EU-Taxonomie | |
| H15 Beschäftigungspolitik und Chancengerechtigkeit | GRI SRS 2016: 202-2, 401-1, 401-2, 405-1, 405-2, 406 1, 413-1 GRI SRS 2021: 2-7, 2-25, 2-30, 3-3 |
| H16 Gesundheit und Wohlbefinden | GRI SRS 2016: 401-3 GRI SRS 2018: 403-1, 403-5, 403-6 |
| H17 Weiterbildung/lebenslanges Lernen | GRI SRS 2016: 404-1, 404-2, 404-3 |
| H18 Verhaltensstandards für Mitarbeitende | GRI SRS 2016: 205-2 GRI SRS 2021: 2-23, 2-26 |
| H19 Compliance und Korruptionsbekämpfung | GRI SRS 2016: 205-1, 205-2, 205-3, 415-1, 417-2, 417 3, 419-1 GRI SRS 2019: 207-1 GRI SRS 2021: 2-25, 2-27, 3-3 |
| H20 Dialog mit Anspruchsgruppen | GRI SRS 2016: 413-1 GRI SRS 2021: 2-25, 2-29, 3-3 |
| Produkte Sparkassen-Indikator | Referenzen |
| P1 Nachhaltige Anlageprodukte | |
| P2 Produkte zur Stärkung sozialer Eigenvorsorge | GRI SRS 2016: 203-2 |
| P3 Kredite für ökologische Zwecke | |
| P4 Kredite für soziale Zwecke | GRI SRS 2016: 203-1 |
| P5 Zugänge zu Finanzdienstleistungen | GRI SRS 2016: 203-2, 413-1 |
| P6 Angebote für benachteiligte Bevölkerungsgruppen | GRI SRS 2016: 203-2, 413-1 |
| P7 Kreditversorgung der regionalen Bevölkerung | |
| P8 Kreditversorgung der regionalen Wirtschaft | GRI SRS 2016: 203-1 |
| P9 Förderungen von Unternehmensgründungen | GRI SRS 2016: 203-1 |
| P10 Kredite für kommunale Infrastruktur | GRI SRS 2016: 203-1 |
| Initiativen Sparkassen-Indikator | Referenzen |
| I1 Förderung von Umwelt- und Klimaschutzprojekten | GRI SRS 2016: 201-1, 413-1 |
| I2 Förderung nachhaltiger Mobilität | GRI SRS 2016: 203-1, 413-1 |
| I3 Wirtschafts- und Strukturförderung | GRI SRS 2016: 201-1, 203-1, 413-1 |
| I4 Förderung von Demografieprojekten | GRI SRS 2016: 413-1 |
| I5 Förderung von Ehrenamt und Beteiligung | GRI SRS 2016: 413-1 |
| I6 Förderung von Finanzbildung | GRI SRS 2016: 413-1 |
| I7 Förderung von Bildung und Wissenschaft | GRI SRS 2016: 201-1, 413-1 |
| I8 Förderung sozialer Projekte | GRI SRS 2016: 201-1, 203-1, 413-1 |
| I9 Förderung regionaler Kulturangebote | GRI SRS 2016: 201-1, 203-1, 413-1 |
| I10 Förderung regionaler Sportangebote | GRI SRS 2016: 201-1, 203-1, 413-1 |
Die Berichterstattung erfolgt jährlich für das Geschäftsjahr. Berichtszeitraum des vorliegenden Berichts: 1. Januar bis 31. Dezember 2023.
Mit dem vorliegenden nichtfinanziellen Bericht kommen wir den Anforderungen zur nichtfinanziellen Berichterstattung nach § 289b Abs. 1 und 3 HGB nach. Die Berichtsinhalte orientieren sich an den oben genannten Sparkassen-Indikatoren. Der Vorstand wurde in die Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts im Rahmen der turnusmäßigen Vorstandssitzungen eingebunden.
Der Sparkassen-Standard wird kontinuierlich gemäß den regulatorischen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen aktualisiert und an neue Anforderungen angepasst.
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Verfahren der internen Prüfung des nichtfinanziellen Berichts durch Einbindung der Innenrevision. |
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Einbindung des Verbandsprüfers nach Maßgabe des "kritischen Lesens". |
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Einbindung des Verwaltungsrates gemäß den geltenden gesetzlichen Regelungen zur Kenntnisnahme. |
Das Konzept der doppelten Wesentlichkeit wurde von der EU-Kommission in ihren "Guidelines on Non-Financial Reporting: Supplement on Reporting Climate-Related Information" eingeführt. Diese verlangen von der Sparkasse Passau den Bericht über Maßnahmen, die sie in Bezug auf den Umweltschutz, ihrer sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern/-innen, der Achtung der Menschenrechte, der Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie zur Förderung der Vielfalt in den Unternehmensvorständen umsetzt. Dabei wird sowohl die Outside-In- als auch die Inside-Out-Perspektive berücksichtigt.
Das Konzept der Stakeholder-Wesentlichkeit setzt sich aktiv mit den relevanten Anspruchsgruppen eines Unternehmens auseinander und wird künftig Zug um Zug von der Sparkasse Passau weitreichender genutzt und ausgebaut. Bislang konzentrieren wir uns dabei gemäß unserem Zielbild 2030 -Nr. 5: "Im Bewusstsein der Verantwortung für unsere Region und nachfolgende Generationen leben wir Nachhaltigkeit i. S. von ESG und der Selbstverpflichtung der Sparkassenorganisation." auf Erkenntnisse aus dem S-Kundendialog. Im Geschäftsjahr 2023 sind wir mit der klassischen Stakeholderbefragung mit dem standardisierten Befragungstool S-MIP gestartet und haben unsere Mitarbeiter rund um Nachhaltigkeit befragt.
Birgit Roßmayer-Tittel
Nachhaltigkeitsmanagerin Telefon: 0851/398-1204 E-Mail: birgitta.rossmayer-tittel@sparkasse-passau.de
Im Lagebericht der Sparkasse Passau werden die aktuellen Ergebnisse und Einschätzungen dargestellt und mit dem Nachhaltigkeitsbericht im Bundesanzeiger veröffentlicht: www.bundesanzeiger.de.
| 2023 | Vorjahr | |
| Anzahl Beschäftigte in Personeneinheiten gesamt | 579 | 582 |
| Anzahl Beschäftigte in Mitarbeiterkapazitäten | 475,15 | 471,98 |
| Anzahl Auszubildende und Trainees | 39 | 38 |
| Anzahl Filialen (personenbesetzt) | 29 | 29 |
| Anzahl SB-Filialen | 1 | 1 |
| Anzahl fahrbare Filialen | 0 | 0 |
| Anzahl SB-Geräte (Bankautomaten) | 63 | 64 |
| Anzahl Geldausgabeautomaten | 35 | 36 |
| Anzahl Kontoauszugsdrucker (reine KAD-Funktion) | 33 | 33 |
| Anzahl Ein- und Auszahlautomaten | 29 | 27 |
| Anzahl Privatgirokonten | 93.783 | 94.202 |
| Anzahl Firmenkonten | 9.516 | 9.531 |
| Anzahl Kommunalkonten | 606 | 631 |
| Bilanzsumme in Mio. € | 3.907 | 3.871 |
| Kundeneinlagen in Mio. € | 2.956 | 2.904 |
| Kreditgeschäft mit Kunden in Mio. € | 2.625 | 2.564 |
| Eigenkapital in Mio. € | 350 | 316 |
Christoph Helmschrott, Vorsitzender des Vorstandes
Andreas Hieke, Vorstandsmitglied
Ludwig Fuller, Vorstandsmitglied
Raimund Kneidinger, Landrat im Landkreis Passau, Vorsitzender des Verwaltungsrates
Jürgen Dupper, Oberbürgermeister der Stadt Passau, stellvertretender Vorsitzender
Florian Gams, Bürgermeister der Stadt Vilshofen, weiterer Stellvertreter des Vorsitzenden
Horst Bader, Geschäftsführer, Mitglied
Alexander Maier, Firmeninhaber, Mitglied
Eduard Moser, Kreisrat, Mitglied
Otto Obermeier, Kreisrat, Mitglied
Fritz Pflugbeil, Kreisrat, Mitglied
Markus Sturm, Stadtrat, Mitglied
Die kommunale Trägerkörperschaft gemäß Art. 4 SpkG ist der Zweckverband Sparkasse Passau, dem als Mitglieder der Landkreis Passau, die Stadt Passau und die Stadt Vilshofen angehören.
Die Sparkasse Passau ist ein kommunales Wirtschaftsunternehmen in der Rechtsform einer rechtsfähigen Anstalt des öffentlichen Rechts.
Grundstücksgesellschaft der Sparkasse Passau GmbH
Erwerbsgesellschaft der S-Finanzgruppe mbH & Co. KG i.S. Landesbank Berlin Holding AG
Deka Erwerbsgesellschaft mbH & Co. KG
LBS-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
LBS-Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH
VBG Versicherungsbeteiligungsgesellschaft mbH & Co KG München
VBG Versicherungsbeteiligungsgesellschaft mbH München
BayernLB
Versicherungskammer Bayern
DekaBank
IZB Software Haft
IZB Software Pflicht
Bayern-Card-Services Beteiligungs-GmbH & Co. KG
S-Immo-Beteiligungs-GmbH & Co. KG (operative Beteiligungen)
Deutschen Sparkassen Leasing AG & Co. KG
VISA Inc.
Regionalverband Bayern
S-Refit AG
Kreis-Wohnungsbau-GmbH
Wohnbaugenossenschaft Hauzenberg
Baugenossenschaft eG Wohnbau Vilshofen
Das Geschäftsgebiet der Sparkasse Passau umfasst das Gebiet des Landkreises Passau und der Stadt Passau.
Firmenkundengeschäft
Geschäfts- und Gewerbekundengeschäft
Kommunen und Institutionelle
Multikanal
Private Banking
Privatkundengeschäft
S-@Home
Kunden-Servicecenter und Business-Servicecenter
Grundsätzlich betreibt die Sparkasse Passau alle banküblichen Geschäfte, soweit es das bayerische Sparkassengesetz und die auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen oder die Satzung der Sparkasse vorsehen.
Das Engagement geht dabei weit über das Kerngeschäft - die ganzheitliche und umfassende Beratung in allen Geldfragen und umfangreiche Finanzdienstleistungen - hinaus. Ihr Anliegen ist es, an der positiven Entwicklung der Region Passauer Land, für die Menschen, die hier leben und arbeiten, mitzuwirken. Deshalb sind soziale, wirtschaftliche und ökologische Faktoren fester Bestandteil ihrer Entscheidungen zur Weiterentwicklung und zum Wohl der Region.
Firmen- und Gewerbekunden
Institutionelle und Kommunen
Private Banking und Privatkunden
Die Sparkasse Passau ist eine Anstalt öffentlichen Rechts. Ihre Vorgängerinstitute wurden vor über 180 Jahren errichtet, um im Gebiet ihres kommunalen Trägers die kreditwirtschaftliche Versorgung der Bevölkerung, der mittelständischen Wirtschaft und der öffentlichen Hand zu sichern sowie die finanzielle Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger zu stärken und die Entwicklung der Region zu fördern. Dieser öffentliche Auftrag ist im Sparkassengesetz des Freistaates Bayern niedergelegt und umfasst unter anderem:
| ― |
die Gelegenheit zur sicheren Geldanlage zu geben, |
| ― |
allen den Zugang zum bargeldlosen Zahlungsverkehr zu ermöglichen, insbesondere auch wirtschaftlich schwächeren Bevölkerungskreisen, |
| ― |
die flächendeckende Versorgung mit Finanzdienstleistungen zu gewährleisten, |
| ― |
die örtliche Kreditversorgung unter besonderer Berücksichtigung des Mittelstands sicherzustellen sowie |
| ― |
den kommunalen Kreditbedarf zu erfüllen. |
Der öffentliche Auftrag bildet ab, was Sparkassen besonders macht: Sie sind für alle da. Ihre Aufgabe ist es, Menschen aller Bevölkerungsschichten bei einem wirtschaftlich selbstbestimmten Leben zu unterstützen. Sparkassen stehen für finanzielle und damit gesellschaftliche Teilhabe. Der öffentliche Auftrag ist Grundlage und Richtschnur für unser Handeln.
Aufgrund unseres öffentlichen Auftrags und der damit verbundenen Gemeinwohlorientierung ist unser Geschäftsmodell nicht darauf ausgerichtet, maximale Profite zu erwirtschaften. Vielmehr geht es darum, dauerhaft den uns obliegenden öffentlichen Auftrag zu erfüllen. Zudem kommen die von uns erzielten Gewinne - soweit sie nicht zur Stärkung des Eigenkapitals benötigt werden - der Allgemeinheit zugute.
Wir arbeiten rentabel, um unsere Kapitalbasis für die Zukunft zu stärken. Erträge, die wir nicht zur Stärkung unseres Eigenkapitals verwenden, fließen in die Region zurück zur Finanzierung gesellschaftlich wichtiger Projekte und Strukturen. Als Sparkasse fördern wir mit unserer Geschäftstätigkeit verlässlich die Entwicklung von Wirtschaft, Gesellschaft und Lebensqualität in der Region und dienen so dem Gemeinwohl.
Wir verfolgen eine verantwortungs- und risikobewusste Geschäftspolitik. Wir refinanzieren uns hauptsächlich über unsere Einlagen. Wir kennen unsere Kundinnen und Kunden persönlich und betreuen sie langfristig. Deshalb finanzieren wir Investitionen mit Maß und Weitblick. Unsere geschäftspolitischen Ziele machen wir transparent. Wir verhalten uns fair und respektieren die Gesetze.
Wir verwenden die Einlagen unserer Kundinnen und Kunden vorrangig zur Refinanzierung von Krediten an kleine und mittlere Unternehmen, private Personen und Kommunen in der Region. Wir ermöglichen auch wirtschaftlich schwächeren Personen die Teilnahme am Wirtschaftsleben, stellen Basis-Bankdienstleistungen für alle Bürgerinnen und Bürger bereit und geben Kleinkredite zu fairen und verlässlichen Konditionen.
Als regional tätige Sparkasse sind wir Mitglied im Sparkassenverband Bayern und auch Teil der Sparkassen-Finanzgruppe. Die Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe wirken in einem starken Verbund zusammen und sind arbeitsteilig spezialisiert. Sie agieren als selbstständige Institute, vernetzen aber gleichzeitig ihre Leistungs- und Produktangebote. Neben den Sparkassen gehören zum Verbund Landesbanken und die DekaBank, die Landesbausparkassen, die BerlinHyp, die öffentlichen Versicherer, Leasing-, Factoring-, Kapitalbeteiligungs- und Beratungsgesellschaften sowie Service- und Dienstleistungsunternehmen, zum Beispiel in den Bereichen IT, Wertpapierabwicklung, Zahlungsverkehr und Verlagswesen.
Als regional tätige Sparkasse bieten wir unseren Kundinnen und Kunden in Zusammenarbeit mit den Verbundpartnern eine umfassende Palette an Finanzprodukten und Finanzdienstleistungen an. Dabei unterstützen wir mit unserem Finanzierungs-Know-how auch gezielt die Transformation und Dekarbonisierung in den Unternehmen und im Privatsektor. Unsere wesentlichen Ertragsquellen sind Zinserlöse sowie Erlöse aus dem Provisionsgeschäft mit Kundinnen und Kunden sowie mit den Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe und unsere Partner im Versicherungsgeschäft. Nähere Angaben dazu finden sich im Jahresabschluss.
Als Sparkasse sind wir unserem Geschäftsmodell entsprechend Teil des regionalen Wirtschaftskreislaufs. Unsere Beschäftigten sowie Kundinnen und Kunden leben hier in der Region. Durch unseren Beitrag zum wirtschaftlichen Wohlstand und zu gesellschaftlicher Entwicklung tragen wir zu wettbewerbsfähigen und gleichwertigen Lebensverhältnissen in unserer Region bei. Die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, des nachhaltigen Wohlstands und der sozialen Nachhaltigkeit in der Region ist Teil unseres öffentlichen Auftrags.
Die Bedarfe unserer Anspruchsgruppen berücksichtigen wir bei der Erbringung unserer Leistungen. Die Megatrends der Urbanisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit betreffen unser gemeinwohlorientiertes Geschäftsmodell und unsere regional ausgerichtete Geschäftsstrategie ganz konkret.
Als Sparkasse respektieren wir die international anerkannten Menschen- und Arbeitsrechte. Wir halten uns an alle entsprechend in nationales Recht überführten Vorgaben aus diesem Bereich und berücksichtigen diese in unseren Geschäftsprozessen. Dazu zählen unter anderem Vorgaben zu Arbeitssicherheit, Tarif- und Versammlungsfreiheit, Gleichbehandlung und Mitbestimmungsrechte, die Vereinbarkeit von beruflichem und privatem Alltag, die Förderung der physischen und psychischen Gesundheit der Beschäftigten. Wir schaffen gute Arbeitsbedingungen und treiben die Förderung von Diversität und Chancengerechtigkeit im Sinne einer nachhaltigen und inklusiven Gemeinschaft an. Als attraktiver Arbeitgeber sichern wir gute Arbeitsplätze.
Angesichts der sich dynamisch wandelnden Arbeitsprozesse wollen wir als Sparkasse unsere Beschäftigten dabei unterstützen, mit neuen Anforderungen konstruktiv, produktiv und für sie persönlich gewinnbringend umzugehen. Die grüne und digitale Transformation der Wirtschaft erhöht den Bedarf an beruflicher Weiterbildung für unsere Beschäftigten: Im Bereich der Digitalisierung stehen uns als Sparkasse dabei umfassende Unterstützungsinstrumente zur Verfügung, mit denen wir die Kompetenzen unserer Beschäftigten schrittweise und passgenau erweitern. Nachhaltigkeit ist als fester Bestandteil in das Aus- und Weiterbildungscurriculum integriert.
Für potenzielle Bewerberinnen und Bewerber möchten wir ein exzellenter Arbeitgeber sein, der seine Beschäftigten auch langfristig bei einer erfolgreichen beruflichen Entwicklung unterstützt. Differenzierte fachliche Qualifizierungsangebote für alle Gruppen der Belegschaft sind daher ebenso entscheidend wie Maßnahmen, die eine gute Zusammenarbeit fördern und den Zusammenhalt im Team stärken. Nähere Angaben zu den oben genannten Themen finden sich im Kapitel "Personal".
Unsere Produkte und Dienstleistungen decken die Grundbedürfnisse der finanziellen Daseinsvorsorge ab und stellen eine Basisinfrastruktur für die breite Bevölkerung in der Region sicher. Wir bieten Zugang zu Finanzdienstleistungen und sicheren Anlageformen, ohne uns dabei nur auf hochprofitable Kundengruppen zu konzentrieren.
Die Nutzung von Filialen und digitalen Zugangswegen hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch verändert. Unser Filialnetz passen wir konsequent an diesen Wandel an. Gleichzeitig bieten wir unseren Kundinnen und Kunden mit der Sparkassen-Internetfiliale sowie weiteren Software-Anwendungen einen sicheren, bedarfsgerechten digitalen und mobilen Zugang zu allen Finanzdienstleistungen und modernen Bezahlverfahren.
Wir stärken die Finanzbildung in allen Generationen. Wir unterstützen über den unabhängigen Beratungsdienst Geld und Haushalt private Haushalte mit werbe- und kostenfreien Angeboten zur Budget- und Finanzplanung und befähigen sie damit zur selbstverantwortlichen Zukunftsvorsorge. Sparkassen sind außerdem diejenige kreditwirtschaftliche Gruppe in Deutschland, welche die Schuldnerberatungsstellen finanziell unterstützt, obwohl ihre Kundinnen und Kunden diese Leistungen nur unterdurchschnittlich in Anspruch nehmen müssen.
Unsere gesellschaftlichen Initiativen und Förderengagements stehen in Einklang mit den geschäftsstrategischen Zielsetzungen und den Nachhaltigkeitszielen der Sparkasse.
Unsere Geschäftstätigkeit sowie auch die daraus erwirtschafteten Erträge kommen der Gesellschaft in der Region zugute. Wir sind Arbeitgeber, Ausbilder, Steuerzahler und Auftraggeber für die heimische Wirtschaft. Insgesamt haben wir im Berichtsjahr einen wirtschaftlichen Beitrag in Höhe von rund 66,4 Mio. € zum Gemeinwesen geleistet.
Für gesellschaftliche Aufgaben und Anliegen haben wir rund 618.000 € zur Verfügung gestellt.
Detaillierten Aufschluss über Ziele, Förderprojekte und Wirkungsweisen unseres gesellschaftlichen Engagements geben wir nachfolgend im Kapitel "Initiativen".
|
Volumen
in T€ |
Vorjahr
in T€ |
|
| Ertragsabhängige Steuerzahlungen | 9.857 | 6.606 |
| Personalaufwand | 33.067 | 30.799 |
| Sachaufwand | 18.851 | 17.584 |
| Spenden, Sponsoring, Zweckerträge gesamt | 618 | 592 |
| Davon: Soziales | 145 | 151 |
| Davon: Bildung/Wissenschaft | 32 | 36 |
| Davon: Kultur | 201 | 183 |
| Davon: Umwelt | 28 | 18 |
| Davon: Sport | 126 | 121 |
| Davon: Wirtschafts- und Strukturförderung | 86 | 84 |
| Investitionen mit regionalen Unternehmen - Immobilien | 4.000 | 7.300 |
| Beitrag zum Gemeinwesen gesamt | Rund 66.393 | Rund 61.800 |
Gemeinsam mit den Akteuren aus dem kommunalen, wirtschaftlichen sowie zivilgesellschaftlichen Bereich engagieren wir uns für das Gelingen des Transformationsprozesses und die Erreichung der Nachhaltigkeits- und Klimaziele in der Region. Besonderen Wert legen wir auf die Förderung von Projekten, die den sozialen Zusammenhalt stärken, das Auseinanderdriften der Gesellschaft verhindern und ökologische Aspekte fördern. Zudem engagieren wir uns für eine moderne Wirtschafts- und Finanzbildung für alle Schichten der Bevölkerung.
Die Unternehmensführung in der Sparkasse hat folgende Grundlagen:
| ― |
Die Sparkasse ist eine rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts, die von ihrem kommunalen Träger zur Erfüllung bestimmter öffentlicher Aufgaben errichtet wurde. |
| ― |
Die Sparkasse hat als Kreditinstitut umfangreiche rechtliche Anforderungen einzuhalten, die spezialgesetzlich fixiert sind. Neben den Regelungen, denen alle Kreditinstitute unterworfen sind (Gesetz über das Kreditwesen (KWG), Gesetz über den Wertpapierhandel (WpHG), Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz, GwG), etc.), gelten für uns als öffentlichrechtliches Institut zusätzlich besondere sparkassenrechtliche Bestimmungen (SpkG, SpkO, Sparkassen-Satzung). Darin sind unter anderem unsere Rechtsform, unsere Aufgaben und die Verfassung der Sparkasse einschließlich zentraler Aspekte der Unternehmensführung (Corporate Governance) festgeschrieben. |
| ― |
Die Sparkasse unterliegt wie jedes andere Kreditinstitut der Aufsicht der BaFin und der Bundesbank. Darüber hinaus unterliegt die Sparkasse nach dem Sparkassengesetz der Rechtsaufsicht durch den Freistaat Bayern. |
Die Unternehmensführung in der Sparkasse orientiert sich an den folgenden Grundsätzen:
a) Öffentlich-rechtliche Sparkassen haben den öffentlichen Auftrag, im Gebiet ihres kommunalen Trägers eine angemessene Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Unternehmen und der öffentlichen Hand mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen sicherzustellen. Hierzu zählt unter anderem:
| ― |
die Gelegenheit zur sicheren Geldanlage zu geben, |
| ― |
allen den Zugang zum bargeldlosen Zahlungsverkehr zu ermöglichen, insbesondere auch wirtschaftlich schwächeren Bevölkerungskreisen, |
| ― |
die flächendeckende Versorgung mit Finanzdienstleistungen zu gewährleisten, |
| ― |
die örtliche Kreditversorgung unter besonderer Berücksichtigung des Mittelstands sicherzustellen sowie |
| ― |
den kommunalen Kreditbedarf zu erfüllen. |
b) Dieser im Landes-Sparkassengesetz niedergelegte öffentliche Auftrag bildet ab, was Sparkassen besonders macht: Sie sind für alle da. Ihre Aufgabe ist es, Menschen aller Bevölkerungsschichten bei einem wirtschaftlich selbstbestimmten Leben zu unterstützen. Sparkassen stehen für finanzielle und damit gesellschaftliche Teilhabe. Der öffentliche Auftrag ist Grundlage und Richtschnur für ihr Handeln.
c) Aufgrund ihres öffentlichen Auftrags und der damit verbundenen Gemeinwohlorientierung ist das Geschäftsmodell öffentlich-rechtlicher Sparkassen nicht darauf ausgerichtet, maximale Profite zu erwirtschaften. Vielmehr geht es darum, dauerhaft den ihnen obliegenden öffentlichen Auftrag zu erfüllen. Zudem kommen die von öffentlich-rechtlichen Sparkassen erzielten Gewinne - soweit sie nicht zur Stärkung des Eigenkapitals benötigt werden - der Allgemeinheit zugute.
d) Auch wenn die Sparkasse eine kommunale Einrichtung darstellt, so haftet ihr Träger grundsätzlich nicht für die Verbindlichkeiten der Sparkasse.
e) Die Sparkasse ist aufgrund der sparkassenrechtlichen Regelungen, die eine Reihe besonders risikobehafteter Geschäfte ausschließt oder Restriktionen unterwirft, zu einer umsichtigen und soliden Geschäftspolitik verpflichtet.
| ― |
Die Organe der Sparkasse sind der Verwaltungsrat und der Vorstand. |
| ― |
Der Verwaltungsrat bestimmt insbesondere die Richtlinien der Geschäftspolitik und überwacht die Geschäftsführung durch den Vorstand. Ferner beschließt der Verwaltungsrat u. a. über die Bestellung der Mitglieder des Vorstandes. |
| ― |
Der Vorstand leitet die Sparkasse in eigener Verantwortung. Er vertritt die Sparkasse gerichtlich und außergerichtlich. Bestimmte Geschäfte bedürfen aber der Zustimmung des Verwaltungsrats (Kreditbewilligungen ab 10 Mio. €). |
| ― |
Zur Vermeidung von Interessenkollisionen bestimmen das Gesetz über das Kreditwesen (KWG) und das Landes-Sparkassengesetz, wer den Organen der Sparkasse nicht angehören darf. |
Nähere Angaben zu den oben genannten Themen befinden sich auch im Abschnitt "Corporate Governance".
Die Sparkasse Passau ist als kleines und nicht komplexes Institut im Sinne des Art. 4 Abs. 1 Nr. 145 CRR einzustufen. Sie ist nicht börsennotiert und fällt somit nicht in den Anwendungsbereich des Art. 433b Abs. 1 CRR. Daher besteht keine Offenlegungspflicht gemäß Art. 450 CRR. Da der Anwendungsbereich des Art. 433b Abs. 2 CRR eröffnet ist, besteht ebenfalls keine Offenlegungspflicht gemäß § 16 Abs. 2 der Institutsvergütungsverordnung.
Der Vorstand der Sparkasse Passau will mittel- bis langfristig Mitarbeiter nach § 25c KWG qualifizieren. Dafür werden in 2024 eine Auswahl getroffen und mit dem Sparkassenverband Bayern die einzelnen Schritte entsprechend besprochen. In diesen Rahmen werden gezielt Frauen berücksichtigt.
Gesamtverantwortlich für die Steuerung von Nachhaltigkeit ist der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Passau. Die operative Umsetzung liegt bei der Nachhaltigkeitsmanagerin. Sie ist im Vorstandsstab angesiedelt und berichtet an den Vorstandsvorsitzenden.
Die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit erfolgt durch einen bereichsübergreifend besetzten "Nachhaltigkeitszirkel", der dem Vorstand jährlich einen Maßnahmenplan und einen Ergebnisbericht über die Steigerung der Nachhaltigkeitsleistung zur Beschlussfassung vorlegt.
Der Verwaltungsrat wird im Rahmen der turnusgemäßen Sitzungen einmal pro Jahr bzw. bei Bedarf zum Thema Nachhaltigkeit einbezogen.
Der Verwaltungsrat nimmt den nichtfinanziellen Bericht zur Kenntnis.
Der Verhaltenskodex/Corporate-Governance-Kodex der Sparkasse Passau bündelt die einzuhaltenden gesetzlichen Bestimmungen, freiwillig eingegangenen Selbstverpflichtungen, unternehmensinternen Richtlinien, ethischen Grundsätze und Wertmaßstäbe sowie Verhaltensregeln für alle Organe sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse. Er ist Leitfaden für die tägliche berufliche Praxis sowie konkrete Orientierungshilfe für gute Unternehmensführung und in Konfliktsituationen. Der Verhaltenskodex/Corporate-Governance-Kodex trägt zugleich zur Entwicklung eines entsprechenden Risikobewusstseins in Hinblick auf die Bedeutung von Rechtstreue und Nachhaltigkeit für den Geschäftserfolg bei und ist ein wichtiger Teil der Risiko- und Compliancekultur in der Sparkasse Passau.
In 29 Geschäftsstellen in unserem Geschäftsgebiet sowie über verschiedene Online-Kanäle bieten wir unseren Kundinnen und Kunden qualifizierte Beratung in allen Finanzfragen an. Qualität ist unser oberstes Unternehmensziel in der Kundenberatung. Wir wollen unsere Kundinnen und Kunden durch unsere Beratung in die Lage versetzen, selbstbestimmte Finanzentscheidungen zu treffen.
Grundlage für unser Qualitätsversprechen ist eine hochwertige, an den Kundeninteressen ausgerichtete Beratung durch gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir betreuen unsere Kundinnen und Kunden kontinuierlich und aktiv durch unsere qualifizierten Beraterinnen und Berater. Unser ganzheitlicher Beratungsansatz nach dem Sparkassen-Finanzkonzept ermöglicht es uns, individuell auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden einzugehen und sie bei der Auswahl der richtigen Produkte, die zu ihrer persönlichen Lebensplanung passen, zu unterstützen. Dabei erfasst die Beraterin bzw. der Berater die Lebens- und Finanzsituation, die persönlichen Ziele (bei Relevanz inkl. Nachhaltigkeitspräferenzen), bei Bedarf die Risikoneigung sowie die Erfahrungen und Kenntnisse der Kundin bzw. des Kunden. Im vergangenen Jahr führten wir 9.789 Beratungen mit dem Sparkassen-Finanzkonzept durch.
1. Wir betreuen unsere Kundinnen und Kunden kontinuierlich und aktiv durch qualifizierte Beraterinnen und Berater.
2. Wir stellen die Ziele und Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden in den Mittelpunkt unserer Beratung.
3. Wir beraten unsere Kundinnen und Kunden kompetent und bieten hochwertige Produkte zu fairen Konditionen.
4. Wir sind überall und immer für unsere Kundinnen und Kunden erreichbar.
5. Wir sind freundlich, professionell und sprechen so mit unseren Kundinnen und Kunden, dass sie uns verstehen.
6. Wir bearbeiten die Wünsche unserer Kundinnen und Kunden zügig und sorgfältig.
7. Die Meinung unserer Kundinnen und Kunden ist uns wichtig.
Aufgrund unseres öffentlichen Auftrags sind die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft in der Region sowie die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden zentrale Anliegen der Sparkasse. Zufriedene Kundinnen und Kunden empfehlen uns als Finanzpartner weiter und sind ein wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Sparkasse. Die Umsetzung der Qualitätsvorgaben überprüfen wir regelmäßig im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems sowie durch Kundenzufriedenheitsbefragungen bei Privatkundinnen und -kunden sowie Firmenkunden. Diese werden alternierend im zweijährigen Turnus mittels Standardbefragung der Sparkassen-Finanzgruppe erhoben. Im Anschluss an die Befragungen stellen wir Transparenz über die Umfrageergebnisse her und setzen als Reaktion auf die Kundenwünsche kurzfristig entsprechende Maßnahmen um. Dadurch kann die Zufriedenheit auf hohem Niveau gehalten werden, wie die Ergebnisse aufeinanderfolgender Dialoge und das Feedback der Kundinnen und Kunden zeigen. Unser Kundenzufriedenheitsindex im Berichtsjahr beträgt im Firmenkundenbereich 65 von 100 Indexpunkten, der Kundenbindungsindex weist einen Wert von 77 Punkten auf.
Unsere Kundenzufriedenheit im Firmenkundenbereich - ermittelt mit dem Top-3-Box-Wert - beträgt im Berichtsjahr 87 %. Die Kundenzufriedenheit speziell zur Betreuung und Beratung unserer Kundinnen und Kunden beträgt im Berichtsjahr ebenfalls 87 %. Die Weiterempfehlungsbereitschaft unserer Kundinnen und Kunden als Ausdruck der Kundenbindung beträgt im Berichtsjahr 92 %.
Das Zielsystem der Sparkasse orientiert sich an der Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden. Der reine Produktverkauf steht bei uns nicht im Vordergrund. Bei der Umsetzung unserer Qualitätsvorgaben setzen wir auf die Eigenverantwortung der Beschäftigten und die Unterstützung durch die Führungskräfte. Variable Vergütungsbestandteile in Ergänzung zur festen Grundvergütung nach dem Tarifvertrag zielen darauf ab, unsere Beschäftigten zu einer qualitativ hochwertigen Beratung und zu einem für die Kundin bzw. den Kunden passenden Produktabschluss zu motivieren. Bei der Leistungsbemessung werden qualitative Erfolgsziele wie Kundenzufriedenheit und Kundenbindung mit einbezogen.
| Beratungen nach Sparkassen-Finanzkonzept | Anzahl | Vorjahr |
| Beratungen nach Sparkassen-Finanzkonzept gesamt | 9.789 | 4.065 |
| Davon: | ||
| Privatkundinnen/-kunden | 9.071 | 2.919 |
| Firmenkunden | 501 | 490 |
| Indexwerte Kundenzufriedenheit und Kundenbindung | Punkte | Vergleichsjahr |
| Kundenzufriedenheitsindex Privatkundinnen/-kunden | 64 * | 64 * |
| Kundenbindungsindex Privatkundinnen/-kunden | 78 * | 78 * |
| Kundenzufriedenheitsindex Firmenkunden | 65 ** | 63 ** |
| Kundenbindungsindex Firmenkunden | 77 ** | 78 ** |
* Wert aus 2022 ggü. Wert aus 2020
** Wert aus 2023 ggü. Wert aus 2021
| Top-3-Box-Werte Kundenzufriedenheit mit Betreuung und Beratung | In % | Vergleichsjahr |
| Kundenzufriedenheit mit Betreuung und Beratung Privatkundinnen/-kunden | 92 * | 91 |
| Kundenzufriedenheit mit Betreuung und Beratung Firmenkunden | 87 ** | 91 |
* Befragung im Jahr 2022 vgl. mit Jahr 2020
** Befragung im Jahr 2023 vgl. mit Jahr 2021
Auch Kundenimpulse und -beschwerden sehen wir als Chance, uns zu verbessern. Wir haben eine Beschwerdestelle eingerichtet und Maßnahmen zum Beschwerdemanagement vorgesehen. Ziel unseres Beschwerdemanagements ist es, die angemessene und zeitnahe Bearbeitung von Kundenbeschwerden sicherzustellen. Eingegangene Beschwerden werden ausgewertet, um wiederkehrende Fehler oder Probleme zu beheben. Damit wollen wir dauerhaft eine hohe Kundenzufriedenheit und eine langfristige Kundenbindung sicherstellen. Auf unserer Website sind die "Beschwerdemanagement-Grundsätze der Sparkasse Passau veröffentlicht. Darin geben wir auch einen Überblick zu dem Prozess der Bearbeitung von Beschwerden.
Im vergangenen Jahr wurden 233 Beschwerden/Impulse im Beschwerdemanagement registriert. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 18 Prozent, der in Zusammenhang steht mit der Einführung neuer Privatgirokontomodelle und neuer Giropreise. Eingaben zu Nachhaltigkeitsaspekten werden im Rahmen des Beschwerdemanagements systematisch ausgewertet.
Durch Maßnahmen wie ausführliche Beratungen und Unterstützung unserer Kunden durch ihre Kundenberater und permanente Aufklärung über aktuelle Betrugsmaschen auf unserer Homepage wurden eine Reihe von Kundenimpulsen in unsere Prozesse aufgenommen und Vorkehrungen getroffen, um vergleichbare Anlässe für Beschwerden in Zukunft zu vermeiden.
| Beschwerdemanagement | Anzahl | Vorjahr |
| Erfasste Kundenbeschwerden gesamt | 233 | 199 |
Kundinnen und Kunden, die in einem Konflikt mit der Sparkasse keine für sie zufriedenstellende Lösung erreichen konnten, haben die Möglichkeit, sich an die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle zu wenden. Zuständige Verbraucherschlichtungsstelle für unsere Sparkasse ist die Schlichtungsstelle beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV) in 10117 Berlin, Charlottenstraße 47. Ihr Ziel ist die außergerichtliche und somit kostengünstige und schnelle Streitbeilegung zwischen Kundin bzw. Kunde und Sparkasse. Das Schlichtungsverfahren wird von einer Schlichterin bzw. einem Schlichter, der sogenannten Ombudspersonen, durchgeführt. Die Ombudspersonen müssen die Befähigung zum Richteramt haben. Sie sind unabhängig und an Weisungen nicht gebunden. Die Ombudsfrauen bzw. Ombudsmänner werden - nach vorheriger Beteiligung des Bundesamtes für Justiz und des Verbraucherzentrale Bundesverbandes e. V. - durch die Verbandsleitung des DSGV für die Dauer von drei Jahren bestellt. Sie dürfen in den letzten drei Jahren vor ihrer Bestellung nicht beim DSGV, einem Regionalverband der Sparkassen-Finanzgruppe oder einem Institut der Sparkassen-Finanzgruppe tätig gewesen sein.
| Schlichtungsverfahren | Anzahl | Vorjahr |
| Kundeneingaben bei der zuständigen Schlichtungsstelle gesamt | 18 | 24 |
| Davon zu: | ||
| Zahlungsverkehr und Kontoführung | 3 | 8 |
| Kreditgeschäft | 0 | 0 |
| Wertpapiergeschäft | 0 | 0 |
| Spargeschäft | 13 | 15 |
| Sonstiges | 2 | 1 |
| Verfahrensausgänge (der abgeschlossenen Verfahren) | ||
| Zurückgenommene Schlichtungsanträge | 4 | 8 |
| Abgelehnte Anträge (z. B. wegen Gerichtsanhängigkeit, rechtsgrundsätzlicher Bedeutung oder Beweiserheblichkeit) | 0 | 0 |
| Ergebnis zugunsten der Kundinnen/Kunden | 0 | 0 |
| Entscheidungen zugunsten der Sparkasse | 6 | 4 |
| Einigungen und von der/dem Schlichter/-in angeregte Vergleiche | 8 | 7 |
Der Erfolg unserer Geschäftstätigkeit als Sparkasse bemisst sich an der umfassenden Gestaltungskraft, die wir als kommunal verankertes Kreditinstitut in unserem Geschäftsgebiet entwickeln. Betriebswirtschaftliche Solidität, gesellschaftliche bzw. soziale Teilhabe und eine gesunde, funktionsfähige Umwelt sind die Fundamente für unseren wirtschaftlichen Erfolg - hier in der Region und überall in Deutschland.
Der fortschreitende Klimawandel und der abnehmende soziale Zusammenhalt gefährden dieses Gleichgewicht. Die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit spielt eine herausragende Rolle bei der Sicherung wirtschaftlicher Stabilität und Leistungsfähigkeit. Die Anpassung an den globalen Temperaturanstieg entscheidet vielfach über die Zukunftsfähigkeit einzelner Geschäftsmodelle mit. Folgerichtig stehen die Abschwächung des Klimawandels und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Blickpunkt der deutschen und europäischen Wirtschaftspolitik.
Als gemeinwohlorientierte und kommunal verankerte Kreditinstitute haben die Sparkassen in dem sich gegenwärtig vollziehenden, tiefgreifenden Transformationsprozess eine herausgestellte Bedeutung: Nur sie können die nachhaltige Transformation in die Breite der Realwirtschaft tragen und zugleich die gesellschaftliche Akzeptanz in den Regionen fördern. Gemeinsam mit den Instituten der Sparkassen-Finanzgruppe wollen die Sparkassen gezielt zu einer nachhaltigen Entwicklung in Deutschland und Europa beitragen.
Nachhaltigkeitsrisiken wirken als Risikotreiber auf die bekannten Risikoarten: Adressenrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationelle Risiken. Sie stellen somit keine eigenständige Risikoart dar.
Als Kreditinstitut sind wir gefordert, die Auswirkungen, die der Klimawandel und die Umstellung auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise auf unsere Geschäftstätigkeit haben können, zu bewerten und zu steuern. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) definiert Nachhaltigkeitsrisiken im "Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken" als "Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation eines beaufsichtigten Unternehmens haben kann".
Nachhaltigkeitsaspekte aus dem Bereich Umwelt wirken bei Finanzierungen durch den Eintritt physischer und/oder transitorischer Risiken auf den Wert der Vermögensgegenstände oder auf die Kreditwürdigkeit (Outside-in-Perspektive). Physische Risiken betreffen die Auswirkungen des Klimawandels, zum Beispiel infolge extremer Wetterereignisse, die direkt und indirekt über die Kundinnen und Kunden auf die Sparkasse wirken und sich beispielsweise in Form von Sachschäden und Kreditausfällen materialisieren. Transitionsrisiken bzw. Übergangsrisiken ergeben sich aus den Auswirkungen von (politischen) Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels und zur Gestaltung des Übergangs in eine kohlenstoffarme Wirtschaft. Transitionsrisiken können die Sparkasse indirekt betreffen, wenn etwa Geschäftsmodelle unserer Kundinnen und Kunden aufgrund stark steigender CO 2 -Preise in ihrer Existenz bedroht sind.
Die Sparkasse wirkt über ihre finanzierten Wirtschaftsaktivitäten ihrerseits auf den Klimawandel und auf andere Nachhaltigkeitsaspekte, wenn zum Beispiel bestimmte Branchen von Finanzierungen ausgeschlossen werden oder die Sparkasse im Dialog mit den Kundinnen und Kunden die nachhaltige Weiterentwicklung auf Ebene einzelner Engagements thematisiert (Inside-out-Perspektive).
Potenzielle Nachhaltigkeitsrisiken werden jährlich im Rahmen der Nachhaltigkeitsinventur identifiziert. Zukünftig werden im Rahmen der jährlichen Risikoinventur Nachhaltigkeitsrisiken analysiert und bewertet. Um den besonderen langfristigen Charakter von Nachhaltigkeitsrisiken zu berücksichtigen, werden Nachhaltigkeitsrisiken sowohl für kurz- und mittelfristige Zeiträume im Rahmen der bestehenden (operativen) Risikoinventur und zusätzlich für längerfristige Zeiträume im Rahmen der strategischen Nachhaltigkeitsrisikoinventur bewertet.
Nachfolgend geben wir einen Überblick über relevante Nachhaltigkeitsrisiken bzw. -faktoren (jeweils als Outside-in- bzw. Inside-out-Betrachtung zu verstehen), die als Risikotreiber die Geschäftstätigkeit der Sparkasse beeinflussen können (unter Beachtung des BaFin-Merkblatts zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken) 1 .
| Environmental / Umwelt | Social / Soziales | Governance/ | Environmental / Umwelt |
| Unternehmensführung | |||
| • Klimaschutz | • Einhaltung anerkannter arbeitsrechtlicher Standards (keine Kinder- und Zwangsarbeit, keine Diskriminierung) | • Steuerehrlichkeit | • Klimaschutz |
| • Anpassung an den Klimawandel | • Einhaltung der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes | • Maßnahmen zur Verhinderung von Korruption | • Anpassung an den Klimawandel |
| • Schutz der biologischen Vielfalt | • Angemessene Entlohnung, faire Bedingungen am Arbeitsplatz, Diversität sowie Aus- und Weiterbildungschancen | • Nachhaltigkeitsmanagement durch Vorstand | • Schutz der biologischen Vielfalt |
| • Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen | • Gewerkschafts- und Versammlungsfreiheit | • Vorstandsvergütung in Abhängigkeit von Nachhaltigkeit | • Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen |
| • Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, Abfallvermeidung und Recycling | • Gewährleistung einer ausreichenden Produktsicherheit, einschließlich Gesundheitsschutz | • Ermöglichung von Whistle Blowing | • Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, Abfallvermeidung und Recycling |
| • Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung | • Gleiche Anforderungen an Unternehmen in der Lieferkette | • Gewährleistung von Arbeitnehmerrechten | • Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung |
| • Schutz gesunder Ökosysteme | • Inklusive Projekte bzw. Rücksichtnahme auf die Belange von Gemeinden und sozialen Minderheiten | • Gewährleistung des Datenschutzes | • Schutz gesunder Ökosysteme |
| • Nachhaltige Landnutzung | • Offenlegung von Informationen | • Nachhaltige Landnutzung |
Die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung und Transformation verändern nicht nur die Wirtschaft, sie eröffnen ihr auch bedeutende Marktchancen durch neue Technologien, innovative Ideen und neue Arbeitsweisen.
Mit Produkten und Dienstleistungen, die einen positiven Nachhaltigkeitsbeitrag leisten, können sich Unternehmen aller Branchen und Größenklassen neue Geschäftschancen erschließen. In dem damit einhergehenden Bedarf an Finanzdienstleistungen liegen für uns als Sparkasse wichtige Entwicklungspotenziale, die wir auf der Grundlage unseres öffentlichen Auftrags nutzen wollen. Dabei verstehen wir uns als Transformationsbegleiter, der konkrete und passgenaue Lösungen für die Kundinnen und Kunden entwickelt.
Auf der Grundlage einer individuellen Bewertung der ESG-Risiken eines Firmenkunden und unter Berücksichtigung der nachhaltigen Unternehmensaktivitäten der EU-Taxonomie können wir die Kundinnen und Kunden beispielsweise durch die Vergabe entsprechender Kredite als Finanzierungspartner beim Transformationsprozess hin zum emissionsarmen Wirtschaften begleiten. Vor diesem Hintergrund ergeben sich im Firmenkundenbereich anhand von identifizierten Nachhaltigkeitsrisiken auch Vertriebspotenziale, etwa wenn ein gewerblicher Vermieter Bedarf bei der energetischen Gebäudesanierung erkennt oder ein Logistikunternehmen die Fahrzeugflotte umstellen will.
Die Sparkasse ist gefordert, ökologische, soziale und Governance-bezogene Aspekte (ESG-Aspekte) in die Management- und Steuerungssysteme sowie in die Prozesse und Produkte des Bankgeschäfts zu integrieren. Die Grundlagen unseres Nachhaltigkeitsmanagements stellen wir nachfolgend dar.
Der Vorstand der Sparkasse Passau hat sich klar zum Leitbild der Nachhaltigkeit bekannt und das nachfolgende Nachhaltigkeitsverständnis verabschiedet:
Als Sparkasse Passau bekennen wir uns zum Prinzip der Nachhaltigkeit. Es verbindet wirtschaftlichen Fortschritt mit sozialer Gerechtigkeit und mit dem Schutz der natürlichen Umwelt. Zukünftige Generationen sollen überall dieselben Chancen auf ein gutes Leben haben. Wir verstehen es als unsere Aufgabe, Unternehmen und Selbstständige, Kommunen, private Personen und die Menschen in unserem Geschäftsgebiet bei der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit, bei der Erreichung der Klimaziele und bei der Verbesserung der Lebensqualität durch unsere Geschäftspolitik und unternehmerische Haltung, durch nachhaltige Produkte und Finanzdienstleistungen sowie durch zielgerichtete gesellschaftliche Initiativen zu unterstützen.
1. Wir bekennen uns zu unserem öffentlichen, gesellschaftlichen Auftrag.
2. Wir machen Finanzwirtschaft verständlich und stellen sie in den Dienst der Menschen und der Wirtschaft.
3. Wir verpflichten uns dem ressourcenschonenden Wirtschaften und der Natur.
4. Wir machen es den Menschen einfach, ihr Leben besser zu gestalten.
Unser Geschäftsmodell zielt auf eine Bereitstellung von Angeboten, die den Menschen Möglichkeiten zur persönlichen finanziellen Absicherung eröffnen, Teilhabe an sozialer und gesellschaftlicher Entwicklung ermöglichen und zum Erhalt tragfähiger wirtschaftlicher Strukturen in unserem Geschäftsgebiet beitragen. Wesentliche Aspekte der sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit sind daher integraler Bestandteil unserer Geschäftsstrategie. Eine gesunde, funktionsfähige Umwelt ist darüber hinaus das Fundament unseres Wirtschaftssystems. Wir werden die Nachhaltigkeit in der Sparkasse entlang der regulatorischen Anforderungen und der Erwartungen unserer Kundschaft sowie unserer Anspruchsgruppen weiterentwickeln.
Als Sparkasse orientieren wir uns an den "Principles for Responsible Banking (PRB)" der Vereinten Nationen (UNEP FI), die nachfolgend aufgeführt sind.
Wir werden unsere Geschäftsstrategie so ausrichten, dass sie in Übereinstimmung mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs), dem Pariser Klimaabkommen und wesentlichen nationalen und regionalen Rahmenwerken zur Erreichung gesellschaftlicher Ziele beiträgt und den Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Wir werden die aus unseren Aktivitäten, Produkten und Dienstleistungen resultierenden positiven Auswirkungen auf Mensch und Umwelt fortwährend steigern. Zeitgleich werden wir die negativen Auswirkungen verringern und die entsprechenden Risiken managen. Dabei werden wir uns in der Entwicklung und Veröffentlichung von Zielvorgaben auf die Bereiche konzentrieren, in denen wir die größten Auswirkungen haben.
Wir werden vertrauensvoll mit unseren Kundinnen und Kunden zusammenarbeiten, um nachhaltige Arbeitsweisen zu ermutigen. Wir werden Kundinnen und Kunden darin unterstützen, Wirtschaftstätigkeiten so auszurichten, dass gemeinsamer Wohlstand für jetzige und künftige Generationen geschaffen wird.
Wir werden auf eigene Initiative hin relevante Anspruchsgruppen verantwortungsvoll zurate ziehen, einbinden und mit diesen partnerschaftlich zusammenarbeiten, um gesellschaftliche Ziele zu erreichen.
Wir werden unser Bekenntnis zu diesen Leitlinien durch eine wirksame Unternehmensführung ("Corporate Governance") und eine Unternehmenskultur des verantwortungsvollen Bankwesens umsetzen.
Wir werden regelmäßig unsere eigene und die kollektive Umsetzung der Leitlinien überprüfen.
Für unsere positiven und negativen Auswirkungen und unseren Beitrag zur Erreichung gesellschaftlicher Ziele übernehmen wir Verantwortung und stellen hierüber Transparenz her.
Bei der Entwicklung von strategischen Nachhaltigkeitszielen orientieren wir uns am "Zielbild 2025 -Leitfaden zur Nachhaltigkeit in Sparkassen" des DSGV und an unserem Zielbild 2030.
Auf Basis der Geschäftsstrategie und des Nachhaltigkeitsverständnisses sowie der Risikoinventur und der Wesentlichkeitsanalyse haben wir folgende Nachhaltigkeitsziele definiert.
| Handlungsfeld | Ziel | Termin |
| Kundinnen und Kunden | Anteil der Finanzprodukte mit Nachhaltigkeitsmerkmalen steigern | 31.12.2023 ff. |
| Finanzierungsstandards und Eigenanlage/Refinanzierung | Nachhaltigkeit im gewerblichen Kreditgeschäft integrieren | 31.12.2023 ff. |
| Steigerung der ausgereichten Nachhaltigkeitsfördermittel | ||
| Weitere Verbesserung der Nachhaltigkeitskennzahlen bei Spezialfonds Definition von Ratinguntergrenzen für Nachhaltigkeitsratings bei ausgewählten Wertpapierfonds und Direktanlagen | ||
| Personal | Förderung von Frauen in Führung Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit | 31.12.2023 ff. |
| Umweltbelange | Umbau der Fahrzeugflotte auf CO 2 -freie Fahrzeuge | 31.12.2023 ff. |
| Geschäftsbetrieb | Verbesserung der Papiervermeidung durch weitere Digitalisierung | 31.12.2023 ff. |
| Einkauf IT-Hardware mit Energie-Label Wiederverwendung gebrauchter Büromaterialien und reparaturfähiger Elektrogeräte | ||
| Forcierung der Energieeinsparung Reduzierung der THG-Emissionen bei Strom und Wärme durch Verbrauchsreduzierung oder Wechsel des Energieträgers | ||
| Engagement vor Ort/Gemeinwohlorientierung | Erhöhung der Spenden und des Sponsoring im Bereich "Umwelt" | 31.12.2023 ff. |
| Kommunikation | Durchführung von Stakeholderbefragungen | 31.12.2023 ff. |
Die Implementierung von Nachhaltigkeit in den Geschäftsbetrieb und in das Kerngeschäft er folgt über die etablierten Unternehmenssteuerungsinstrumente bzw. den Management-Regelkreis in der Sparkasse Passau.
Die Prüfung der Relevanz von Nachhaltigkeitsrisiken erfolgt regelmäßig und gegebenenfalls anlassbezogen im Rahmen der Risikoinventur und ist in der zugehörigen Organisationsrichtlinie fixiert.
Status der Integration von Nachhaltigkeitsrisiken in die bestehenden internen Organisationsrichtlinien zu den Prozessen:
| ― |
Risikosteuerung und -controlling: erfolgt |
| ― |
Kreditvergabe: in Bearbeitung |
| ― |
Zeichnung und Anlageentscheidung - Eigenanlagen: offen |
Darüber hinaus werden Nachhaltigkeitsfaktoren im Neue-Produkte-Prozess (NPP-Prozess) berücksichtigt, um unerwünschte Nachhaltigkeitsrisiken auszuschließen.
In Finanzierungs- und Anlagestandards hat die Sparkasse Leitlinien zur Nachhaltigkeit definiert, die in alle relevanten Prozesse integriert sind und werden.
Nachhaltigkeit ist ein Themenbereich, der in den Planungs-, Steuerungs- und Controllingprozessen in der Sparkasse verankert ist/wird. Alle nachfolgenden Handlungsanforderungen werden im Rahmen der Regelprozesse in der Sparkasse umgesetzt. Überall dort, wo einzelne Aspekte der Nachhaltigkeit zusätzlichen Planungs-, Steuerungs- und Controllingbedarf erforderlich machen, werden die notwendigen Prozesse und Verfahren aufgesetzt.
Zur Nachhaltigkeit werden Festlegungen in den Strategien getroffen. Bezüglich Eigenanlagen wurden in der Handelsstrategie folgende Festlegungen hinsichtlich Spezialfonds fixiert:
HI SP Fonds: ESG-Rating nach MSCI (ESG-average-Rating): mindestens A
HI SP MIX Fonds: ESG-Rating nach MSCI (ESG-average-Rating): mindestens AA
Bei Unterschreiten ist das Fondsmanagement zu kontaktieren und es sind Maßnahmen zur Wiedererreichung des ursprünglichen ESG-Ratings zu vereinbaren.
Für die übrigen Anlagen keine Vorgaben; hier haben wir keine direkte Möglichkeit, auf das Management von Nachhaltigkeitsgesichtspunkten einzuwirken.
Der Bericht darüber erfolgt im Gesamtbankausschuss im Turnus von 6 Monaten.
Unsere Nachhaltigkeitsleistung machen wir jährlich im Rahmen der nichtfinanziellen Berichterstattung anhand des Sparkassen-Standards in den Bereichen Haltung, Produkte und Initiativen transparent.
Die Erhebung der Berichtsdaten anhand des Sparkassen-Standards stellt eine konsistente Datenqualität sicher und macht unsere Weiterentwicklung im Bereich Nachhaltigkeit sichtbar. Die Zuverlässigkeit der Berichtsdaten wird durch die Einbindung der Fachabteilungen in die Berichterstellung sichergestellt. Die Überprüfung des Nachhaltigkeitsberichts erfolgt intern durch die interne Revision.
Die Sparkasse ist als Finanzdienstleisterin ein zentrales Element des regionalen Wirtschaftskreislaufs und arbeitet zum Wohle der Region. Unsere Wertschöpfung erbringen wir im Wesentlichen in unserem Geschäftsgebiet und wir richten unser Produktangebot an regionalen Bedürfnissen aus. Auf der Grundlage unseres öffentlichen Auftrags ist es unsere Kernaufgabe, die Bevölkerung, die Unternehmen und die kommunalen Institutionen in unserem Geschäftsgebiet mit Krediten zu versorgen.
Das Kundenkreditportfolio im Obligo der Sparkasse belief sich zum 31.12.23 auf insgesamt 3.162 T€. Der Schwerpunkt des Kreditportfolios liegt im Bereich "Kredite an Unternehmen" mit einem Anteil von 52,1 Prozent am Obligo. Direkte Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsaspekte ergeben sich durch die Finanzierung von Wirtschaftstätigkeiten. Im Bereich der "Kredite an Unternehmen und Selbstständige" liegt der Schwerpunkt im Bereich "Grundstücks- und Wohnungswesen", auf den 9,95 Prozent des Obligos entfallen.
Die nachfolgende tabellarische Übersicht zeigt die Aufteilung des Kundenkreditportfolios der Sparkasse sowie die Firmenkundenkredite auf KUSY-Branchenebene.
| Kundenkreditportfolio (KUSY/WZ-Code) |
Volumen
in T€ |
Anteil am Obligo
in % |
|
| 3162,1 | 100 | ||
| A | Land- und Forstwirtschaft, Fischerei | 67,4 | 2,13 |
| B | Energie, Wasser, Bergbau | 68,8 | 2,18 |
| C | Verarbeitendes Gewerbe | 144,3 | 4,56 |
| D | Großhandel | 106,2 | 3,36 |
| E | Einzelhandel | 40 | 1,26 |
| F | Baugewerbe | 131,7 | 4,16 |
| G | Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen | 40,4 | 1,28 |
| H | Verkehr und Nachrichten | 35,9 | 1,13 |
| I | Gastgewerbe | 106,6 | 3,37 |
| J | Bauträger | 78,1 | 2,47 |
| K | Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen | 148,4 | 4,69 |
| L | Grundstücks- und Wohnungswesen | 314,7 | 9,95 |
| M | Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen | 132,2 | 4,18 |
| N | Beratung, Planung, Sicherheit | 92,4 | 2,92 |
| O | Öffentliche und private Dienstleistungen | 41,9 | 1,33 |
| P | Gesundheit und Sozialwesen | 63,9 | 2,02 |
| Q | Organisationen ohne Erwerbszweck | 35,7 | 1,13 |
| Sonstige Kreditnehmer | 16,4 | 0,52 | |
| Kredite an Unternehmen und Selbstständige gesamt | 1648,7 | 52,66 | |
| Kredite an Privatpersonen gesamt | 1.169,7 | 36,99 | |
| Kredite an öffentliche Haushalte gesamt | 327,2 | 10,35 |
Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements haben wir im Berichtsjahr Nachhaltigkeitsrisiken für das Kundenkreditgeschäft anhand des Sparkassen-ESG-Score qualitativ bewertet.
Der Sparkassen-ESG-Score (S-ESG-Score) wurde 2021 vom Branchendienst des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands e. V. (DSGV) und der S-Rating und Risikosysteme, dem zentralen Sparkassen-Dienstleister für Risikomanagement-Verfahren, entwickelt. Er bietet ein Modell, mit dem sich mögliche Risiken in den Bereichen Umwelt und Klima (E: Environment), Soziales (S: Social) und Governance (G: Governance) identifizieren und analysieren lassen. Der S-ESG-Score ist der Standard für die Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken im Firmenkundengeschäft der Sparkassen.
Der S-ESG-Score ermittelt anhand von verschiedenen Indikatoren in den Bereichen Environment (E: Umwelt und Klima), Soziales (S) und Governance (G) die Nachhaltigkeitsrisiken eines Firmenkunden. Die ESG-Risikobewertung des Firmenkunden erfolgt dabei relativ zu seiner Branche gemäß Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes (WZ 2008). Für gewerblich Immobilienkunden erfolgt zusätzlich eine ESG-Bewertung des Immobilienportfolios. Die Portfoliobewertung fließt mit in den Kundenscore ein.
Liegen für den Firmenkunden keine individuellen ESG-Kennzahlen vor, kommen u. a. Rückfallwerte auf Branchenebene (S-ESG-Branchenscore) zum Einsatz. Die Branchenscores werden regelmäßig aktualisiert. Der S-ESG-Score arbeitet mit einer Skala von null (sehr geringe Risiken) bis 100 (hohe Risiken). Diesem Punktespektrum werden entsprechend fünf Noten von A bis E zugewiesen.
Gerade im Mengengeschäft, bei dem eine individuelle kundenspezifische Nachhaltigkeitsbewertung nicht umsetzbar wäre, ist der Einsatz des branchenbasierten S-ESG-Score sinnvoll und effizient. Er ermöglicht direkte Branchenvergleiche, da übergreifend signifikante Unterschiede bei den Nachhaltigkeitsrisiken bestehen. Für schnelle Ergebnisse hat der DSGV-Branchendienst den Sparkassen zusätzlich ein Programm zur Verfügung gestellt, mit dessen Hilfe sich die branchenspezifischen Nachhaltigkeitsrisiken mit dem eigenen Firmenkreditportfolio zusammenführen lassen. Qualitative Beurteilungen des DSGV-Branchendiensts komplettieren das Modell. Darüber hinaus gibt es diverse ESG-Reports von S-Rating.
Im Berichtsjahr wurden gewerbliche Bestandskredite in Höhe von 1.647.700.000 € mit dem S-ESG-Score bewertet. Nicht betrachtet wurden Kredite an Privatkundinnen und -kunden bzw. öffentliche Haushalte, die einen Anteil von 47,34 Prozent der Kundenkredite ausmachen, für die aktuell keine Bewertungen der ESG-Risiken vorliegen.
Der durchschnittliche S-ESG-Score für Kundenkredite an gewerbliche Kunden ergab zum Stichtag 31.12.23 ein durchschnittliches ESG-Risiko. Bezogen auf die Verteilung nach Kreditvolumen wurden zum Stichtag 31.12.23 68,67 Prozent der Kredite an Kundinnen und Kunden in Branchen mit sehr geringen oder geringen ESG-Risiken vergeben. 4,39 Prozent der Kredite an Kundinnen und Kunden wurden in Branchen mit erhöhten oder hohen ESG-Risiken vergeben.
Die Entwicklung der Verteilung wird vierteljährlich überwacht und berichtet.
Tabelle: S-ESG-Score - Nachhaltigkeitsrisiken in Branchen
| S-ESG-Note | Prozentanteil des untersuchten Kreditbestands |
| A = sehr gering | 2,43 |
| B = gering | 66,24 |
| C = mittel | 26,94 |
| D = erhöht | 4,39 |
| E = hoch | 0,00 |
Die nachfolgenden Richtlinien zur Steuerung von ESG-Risiken sind im Kundenkreditgeschäft implementiert:
Unsere Kreditentscheidungen erfolgen unter Beachtung der Menschenrechte. Als Sparkasse Passau beteiligen wir uns nicht an internationalen Projektfinanzierungen in Entwicklungsländern oder an der Finanzierung von Atomkraftwerken und Kriegswaffen.
Finanzierungen von Investitionen in Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz erfolgen mit eigenen Kreditmitteln sowie ggf. unter Einbindung der einschlägigen Förderprogramme.
Unser Ziel ist es, unser Kreditportfolio im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten und durch die Finanzierung der Transformation hin zu einer emissionsarmen und klimaresilienten Wirtschaft und Gesellschaft die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen und das 1,5-Grad-Ziel anzustreben. Die Klimaziele der Bundesrepublik Deutschland, wie sie im Klimaschutzgesetz und im Klimaschutzplan beschrieben sind, samt den jeweils gültigen Zwischenzielen und eine Klimaneutralität bis 2045 sind dabei zentrale Orientierungspunkte.
| Handlungsfeld | Ziel | Umsetzungsmaßnahme(n) | Termin |
| Nachhaltigkeit im Kreditgespräch integrieren | Kunden sensibilisieren und im Transformationsprozess begleiten | Im risikorelevanten Firmenkundengeschäft wird dies seit 2022 umgesetzt | umgesetzt |
| Steigerung der ausgereichten Nachhaltigkeitsfördermittel | Kunden im Transformationsprozess begleiten | Wir wollen jährlich unter den TOP 10 der bayerischen Sparkassen bei den ausgereichten Fördermitteln mit Nachhaltigkeitscharakter sein | umgesetzt |
| Mitarbeiterschulung | Know-how-Aufbau | Für Firmen- und Gewerbekundenbetreuer wird ab 2024 ein Schulungskonzept mit 6 Modulen eingeführt | 2024 ff. |
Die Umwandlung von Spareinlagen in Kredite für die Region ist der Kern unserer Geschäftstätigkeit als Sparkasse. Wir refinanzieren die Investitionen von Unternehmen, Selbstständigen, Privatpersonen und Kommunen über die Einlagen unserer Kundinnen und Kunden.
Für den Klimaschutz sowie die Ausrichtung der regionalen Infrastruktur auf eine kohlenstoffneutrale Wirtschafts- und Lebensweise sind enorme Investitionsanstrengungen erforderlich. Ohne die Mobilisierung privaten Kapitals ist diese Transformation nicht zu finanzieren. Als Vermittlerin zwischen Anlegerinnen und Anlegern sowie Kapitalsuchenden kann die Sparkasse hier in der Region finanzielle Ressourcen für den Klimaschutz sowie auch für soziale Aufgaben erschließen.
Unser Ziel ist es, unser Angebot an Sparprodukten, mit denen Investitionen und Innovationen für die nachhaltige Weiterentwicklung der Region finanziert werden, auszubauen.
Das Volumen der Finanzanlagen umfasste zum 31. Dezember 2023 854.133.589 € auf die Eigenanlagen der Sparkasse (Depot A) und 941.347.000 € auf die Finanzanlagen unserer Kundinnen und Kunden (Depot B).
Als Sparkasse erfolgt unsere Refinanzierung vorrangig über Kundeneinlagen. Für die Eigenanlage werden Vermögenstitel ausgewählt, die unseren Liquiditäts-, Risiko- und Ertragsanforderungen am besten entsprechen.
Im Rahmen des Nachhaltigkeitsmanagements haben wir im Berichtsjahr Nachhaltigkeitsrisiken für das Depot A anhand des Fondsreportings qualitativ und quantitativ (nur Spezialfonds HI SP Fonds und HI SP Mix Fonds) bewertet. Für den Immobilienfonds Lip Real Estate Investment Fund - Logistics Germany IV hat die Bafin die Vertriebsgenehmigung nach Artikel 8 erteilt und per 30.09.2023 wurde erstmals ein Nachhaltigkeitsreporting zur Verfügung gestellt. Zudem wurde dem Publikumsfonds Sparkasse Passau Drei-Flüsse Invest Fonds das FNG-Siegel mit drei Sternen erteilt (zuvor: FNG Siegel mit zwei Sternen).
Der Fonds entspricht dem vom Forum Nachhaltige Geldanlagen e. V. (FNG) entwickelten Qualitätsstandard für Nachhaltige Geldanlagen im deutschsprachigen Raum. Erfolgreich zertifizierte Fonds verfolgen einen professionellen und transparenten Nachhaltigkeitsansatz, dessen glaubwürdige Anwendung durch eine unabhängige Prüfung der Universität Hamburg bestätigt und von einem externen Komitee überwacht worden ist.
Der Fonds erhält drei von drei Sternen für eine besonders anspruchsvolle und umfassende Nachhaltigkeitsstrategie. Hierfür hat er zusätzliche Punkte in den Bereichen institutionelle Glaubwürdigkeit, Produktstandards sowie Portfolio-Fokus (Auswahl- und Dialogstrategie, KPIs) erreicht.
Die Bewertung erfolgt im Rahmen eines Stufenmodells. Das Siegel mit 3 Sternen wird an Bewerber verliehen, die alle Kriterien im Bereich Mindestanforderungen erfüllen und im Falle einer Bewerbung ums Stufenmodell dort mindestens 70,00 Prozent erzielen.
Folgende Siegelstufen werden verliehen:
Basissiegel: Dieses Siegel wird an Bewerber verliehen, die alle Kriterien im Bereich Mindestanforderungen erfüllen und im Falle einer Bewerbung ums Stufenmodell dort nicht mehr als 24,99 Prozent erzielen.
Siegel mit einem Stern: Dieses Siegel wird an Bewerber verliehen, die alle Kriterien im Bereich Mindestanforderungen erfüllen und im Falle einer Bewerbung ums Stufenmodell dort zwischen 25,00 und 49,99 Prozent erzielen.
Siegel mit zwei Sternen: Dieses Siegel wird an Bewerber verliehen, die alle Kriterien im Bereich Mindestanforderungen erfüllen und im Falle einer Bewerbung ums Stufenmodell dort zwischen 50,00 und 69,99 Prozent erzielen.
Siegel mit drei Sternen: Dieses Siegel wird an Bewerber verliehen, die alle Kriterien im Bereich Mindestanforderungen erfüllen und im Falle einer Bewerbung ums Stufenmodell dort mindestens 70,00 Prozent erzielen.
| Kategorien |
Gewichtung
(in %) |
|
| Institutionelle Glaubwürdigkeit | 10 | |
| Produktstandards | 20 | |
| Auswahlstrategie | 35 | |
| Portfolio-Fokus | Dialogstrategie | 25 |
| ESG Key Performance Indikator | 10 | |
| Gesamt | 100 |
In die Portfolioanalyse wurden die [Spezialfonds HI SP Fonds, HI SP Mix Fonds und der Publikumsfonds Sparkasse Passau Drei-Flüsse Invest Fonds, Lip Real Estate Investment Fund - Logistics Germany IV] einbezogen.
Erläuterung: "ESG-Carbon" (Carbon = Kohlenstoff, gemeint ist CO 2 (Kohlenstoffdioxid)). Die Helaba Invest hat sich im Rahmen des Carbon-Reporting entschieden, die Auswertungen auf die Weighted Average Carbon Intensity abzustellen. Der Vorteil liegt zum einen in der verständlichen Kennzahl (CO 2 -Ausstoß im Verhältnis zum Unternehmensumsatz), welche die Identifikation von CO 2 -lastigen Unternehmen /Branchen ermöglicht und zum anderen, dass sie auch für den Bereich Festverzinslicher auswertbar ist. Zur Berechnung wird das Gewicht einer Position mit der Carbon Intensity multipliziert. Die Summe über alle Positionen/Emittenten wird als WACI auf Portfolioebene ausgewiesen.
Kommentar: Seit Beginn des Reportings zur Nachhaltigkeit konnte der durchschnittliche CO 2 - Ausstoß unserer im Fonds befindlichen Emittenten bereits deutlich gesenkt werden. Die Hauptverursacher von CO 2 sind die Branchen Versorger und Industrie. Der Knick nach oben in der Graphik im Jun 23 hängt mit der Umtauschaktion von Wertpapieren in den HI SP Mix zusammen → der %-Anteil an Unternehmensanleihen wurde dadurch deutlich größer.
Erläuterung: Der Bereich ESG-Kontroversen befasst sich inhaltlich mit Verstößen gegen nationale und internationale Gesetze, Regulierungen und allgemein akzeptierte Normen, Prinzipien und Konventionen. Dazu gehören beispielsweise die Kernarbeitsnormen der International Labour Organisation (ILO), die allgemeine Erklärung der Menschenrechte oder die Prinzipien des UN Global Compact. Die Darstellung der Kontroversen selbst erfolgt in Form sogenannter Flaggen
| ― |
Rote Flagge: Ein Unternehmen ist in eine oder mehrere sehr schwere Kontroversen involviert |
| ― |
Orangene Flagge: Ein Unternehmen ist in eine oder mehrere schwere Kontroversen involviert |
| ― |
Gelbe Flagge: Ein Unternehmen ist in eine oder mehrere signifikante Kontroversen involviert |
| ― |
Grüne Flagge: Ein Unternehmen ist in keine oder nur nicht-signifikante Kontroversen involviert |
Kommentar: Leichte Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr, mehr gelbe und weniger grüne Flaggen. Nach wie vor keine roten Flaggen.
Erläuterung: Bei der Analyse der betrachteten Geschäftsfelder geht es auf der einen Seite um die Breite, also welche Geschäftsfelder überhaupt betrachtet werden (Alkohol, Tabak, Waffen, etc.) und zum anderen um die Art der Tätigkeit in einem Geschäftsfeld, also ob ein Unternehmen z.B. Tabak produziert oder es diesen über eine Supermarktkette vertreibt.
Hinweis: Einige Kontroversen sind in den Anlagebedingungen ausgeschlossen, dargestellt ist die Anzahl und das Gewicht der restlichen Kontroversen.
Kommentar: Die Anzahl der Emittenten mit problematischen Geschäftsfeldern ist wieder leicht rückläufig. Der Schwerpunkt der verbliebenen kontroversen Geschäftsfeldern ist der Bereich "non-pharmazeutischer Tester", "pharmazeutischer Tester", "Kernkraftbetreiber" und "Glücksspielbetreiber."
Erläuterung: Bei den ESG-Scores geht es um die Darstellung und Analyse der Bereiche Environment, Social und Governance für ein Portfolio. Der Bericht bietet damit die Möglichkeit, Nachhaltigkeitsaspekte aufzuzeigen und bildet die Basis für erhöhte Transparenz in den eigenen Kapitalanlagen. Bei den in diesem Bericht gezeigten ESG-Scores, unabhängig ob auf Portfolio- oder Emittentenebene, handelt es sich um einen Score auf einer Skala von 0 - 10, wobei 0 der schlechteste und 10 der bestmögliche Wert ist. Aus dem Score wird das ESG Rating abgeleitet.
Kommentar: Das A Rating (MSCI EGS-Rating) ist stabil.
Gut schneidet die Branchen Technologie ab. Schlecht die Branchen Immobilien, Gesundheit, Konsumgüter.
Erläuterung: "ESG-Carbon" (Carbon = Kohlenstoff, gemeint ist CO 2 (Kohlenstoffdioxid)). Die Helaba Invest hat sich im Rahmen des Carbon-Reporting entschieden, die Auswertungen auf die Weighted Average Carbon Intensitiy abzustellen. Der Vorteil liegt zum einen in der verständlichen Kennzahl (CO 2 -Ausstoß im Verhältnis zum Unternehmensumsatz), welche die Identifikation von CO 2 -lastigen Unternehmen /Branchen ermöglicht und zum anderen, dass sie auch für den Bereich Festverzinslicher auswertbar ist. Zur Berechnung wird das Gewicht einer Position mit der Carbon Intensity multipliziert. Die Summe über alle Positionen/Emittenten wird als WACI auf Portfolioebene ausgewiesen.
Kommentar: Der durchschnittliche CO 2 - Ausstoß ist fast auf Null gefallen bedingt durch den Verkauf der Aktien im Jahr 2022. Der WP-Umtausch mit den LCR-Papieren aus dem HI SP Mix im Jahr 2023 ändert daran nichts Wesentliches.
Erläuterung: Der Bereich ESG-Kontroversen befasst sich inhaltlich mit Verstößen gegen nationale und internationale Gesetze, Regulierungen und allgemein akzeptierte Normen, Prinzipien und Konventionen. Dazu gehören beispielsweise die Kernarbeitsnormen der International Labour Organisation (ILO), die allgemeine Erklärung der Menschenrechte oder die Prinzipien des UN Global Compact. Die Darstellung der Kontroversen selbst erfolgt in Form sogenannter Flaggen:
| ― |
Rote Flagge: Ein Unternehmen ist in eine oder mehrere sehr schwere Kontroversen involviert |
| ― |
Orangene Flagge: Ein Unternehmen ist in eine oder mehrere schwere Kontroversen involviert |
| ― |
Gelbe Flagge: Ein Unternehmen ist in eine oder mehrere signifikante Kontroversen involviert |
| ― |
Grüne Flagge: Ein Unternehmen ist in keine oder nur nicht-signifikante Kontroversen involviert |
Kommentar: Wenig Veränderung bei grünen, gelben, orangen Flaggen. Keine roten Flaggen
Erläuterung: Bei der Analyse der betrachteten Geschäftsfelder geht es auf der einen Seite um die Breite, also welche Geschäftsfelder überhaupt betrachtet werden (Alkohol, Tabak, Waffen, etc.) und zum anderen um die Art der Tätigkeit in einem Geschäftsfeld, also ob ein Unternehmen z.B. Tabak produziert oder es diesen über eine Supermarktkette vertreibt.
Hinweis: Einige Kontroversen sind in den Anlagebedingungen ausgeschlossen, dargestellt ist die Anzahl und das Gewicht der restlichen Kontroversen.
Kommentar: Nach Verkauf der Aktien keine Emittenten mehr im Portfolio, die eine Tätigkeit in kontroversen Geschäftsfeldern aufweisen.
Erläuterung: Bei den ESG-Scores geht es um die Darstellung und Analyse der Bereiche Environment, Social und Governance für ein Portfolio. Der Bericht bietet damit die Möglichkeit, Nachhaltigkeitsaspekte aufzuzeigen und bildet die Basis für erhöhte Transparenz in den eigenen Kapitalanlagen. Bei den in diesem Bericht gezeigten ESG-Scores, unabhängig ob auf Portfolio- oder Emittentenebene, handelt es sich um einen Score auf einer Skala von 0 - 10, wobei 0 der schlechteste und 10 der bestmögliche Wert ist. Aus dem Score wird das ESG Rating abgeleitet.
Kommentar: Mit Rating von A liegt eine durchschnittliche Bewertung vor. Dieses sollte laut Handelsstrategie wieder die Ratingstufe AA erreichen. Das Fondsmanagement prüft derzeit im Rahmen ihres Portfoliomanagements entsprechende Maßnahmen. Ursache war der im Jahre 2023 durchgeführte WP-Umtausch vom HI SP Fonds in den HI SP MIX Fonds.
Ausschlusskriterien in den Anlagerichtlinien des HI SP Fonds (diese beziehen sich auf das Sub segment 5517 HI SP- Renten S-Fonds):
| Ausschluss von kontroversen Waffenarten | Keine Hersteller von Streumunition (CB_TIE) |
| Keine Hersteller von Landminen. (LM_TIE) | |
| Keine Hersteller von Lasenwaffen, (WEAP_BLINDING_LASER) | |
| Keine Hersteller von Brandbomben mit weißem Phosphor. (WEAP_INCENDIARY_WP) | |
| Keine Unternehmen, die Waffen herstellen, die nicht entdeckbare Splitter verwenden, um eine Zielperson zu verletzen. | |
| Keine Hersteller von Nuklearwaffe ** | |
| Keine Hersteller von Uranwaffen, -munition sowie Panzerungen. (DU_WEAP) | |
| Ausschluss von Unternehmen, die in kontroversen Geschäftsfeldern tätig sind | Keine Unternehmen mH einer oder mehreren sehr schweren Kontroversen. (Flag RED) |
| Die Prüfung der Nachhaltigkeitskriterien wird auf Basis von MSCI-Daten vorgenommen | |
| ** Erläuterung | Inkl. Sprengköpfe. Komponenten (Inkl. dual use), Trägersysteme (Inkl dual use), Komponenten für Trägersysteme und Hilfsfunktionen. |
Erläuterung: Der INTREAL ESG-Score wird anhand von Fragen innerhalb der drei Ebenen Unternehmensebene, Produktebene und Immobilienebene ermittelt. Die Immobilienebene setzt sich aus zusammen aus den Kategorien Ressourceneffizienz, Soziale Performance, Nutzerkomfort und Sicherheit, Ökonomische Performance und Zertifizierung und Governance. Die Ergebnisse auf der Objektebene werden gewichtet nach den Verkehrswerten auf der Fondsebene konsolidiert.
Kommentar: Mit drei von fünf Sternen ist das Ergebnis als durchschnittlich zu bewerten.
Ergebnisbericht Q1/2024 der Nachhaltigkeitsampel für den Deka Research Hub vom 29. Dezember 2023 (betrifft Bestände Depot A incl. Durchschaumethode Spezial- und Publikumsfonds).
Kommentar:
Im Wesentlichen weisen unsere Anlagen ein akzeptables Profil auf. Das Volumen von Wertpapieren mit Verstößen bzw. einer schwachen Bewertung ist überschaubar.
Es liegen keine Verletzungen von Kriterien vor, die in den Anlagerichtlinien von Spezialfonds definiert sind (betrifft HI SP Fonds, Untersegment HI-SP Renten-SFonds).
Hinsichtlich Publikumsfonds Bantleon Yield IA Fonds sind die Verstöße kompatibel mit den Ausführungen im Verkaufsprospekt (Anhang Artikel 8 des Verkaufsprospektes).
Beim Publikumsfonds Deka Portfolio Nachhaltigkeit Globale Aktien liegen gemäß der Auswertung drei Verstöße gegen den UN Global Compact vor. Dies steht im Widerspruch zu den Ausführungen im Verkaufsprospekt.
Die Deka nimmt wie folgt Stellung: "Für unsere Analysen und die Steuerung der ESG-Kriterien des Fonds verwenden wir Daten und Research von MSCI ESG.
Entsprechend der Datenlage verstößt keiner der unten aufgeführten Unternehmen gegen die Prinzipien des UN Global Compact. Die abweichenden Ergebnisse können auf die Verwendung eines anderen ESG-Datenanbieters zurückzuführen sein. Splitt Ratings sind üblich und diese können wir z.B. auch beim Kreditrating von unterschiedlichen Agenturen beobachten.
In DEA erhalten Sie Daten von imug (Moodys). Hier werden einige Unternehmen zur Zeit kritischer gesehen als bei MSCI. Für die Fondsgesellschaften ist die maßgebliche Agentur MSCI.
Relevant für Ihre ESG-Einstufung des Fonds ist der Jahresbericht der Fondsgesellschaft."
| HI SP Fonds | Gewicht x [Tonnen CO 2 e / $M Umsatz] |
| Gewichtete durchschnittliche Kohlenstoffintensität * | 196,24 |
| Anzahl der Emittenten mit Carbon-Coverage: | 225 |
| Gewicht [%] / Anteil Fondsvermögen: | 81,16% |
| HI SP Mix Fonds | Gewicht x [Tonnen CO 2 e / $M Umsatz] |
| Gewichtete durchschnittliche Kohlenstoffintensität * | 5,37 |
| Anzahl der Emittenten mit Carbon-Coverage: | 46 |
| Gewicht [%] / Anteil Fondsvermögen: | 71,07 |
* Im Verhältnis zu 1 Mio. €
Unternehmensumsatz
| Lip Real Estate Investment Fund - Logistics Germany IV | kgCO 2 e/Jahr/m 2 | KgCO 2 e/Jahr |
| CO 2 Emissionen | 15,65 | 752.104,55 |
Hinweis zur Berechnung des Immobilienfonds Lip Real Estate Investment Fund - Logistics Germany IV:
Die Kohlenstoffdioxid-Emissionen (CO 2 -Emissionen) der Immobilien setzen sich zusammen aus direkten Emissionen (die direkt durch die Verbrennung des Brennstoffes vor Ort entstehen) sowie aus indirekten Emissionen (aus der Herstellung des Brennstoffes, bspw. Erdölgewinnung und -verarbeitung zu Heizöl; durch die Nutzung von Fernwärme und/oder den Stromverbrauch).
Die Höhe der verursachten CO 2 -Emissionen wird durch den Emissionsfaktor festgelegt, dieser ist abhängig von dem jeweils eingesetzten Energieträger. Für die Berechnung werden die Emissionsfaktoren gemäß Carbon Risk Real Estate Monitor (CRREM) - Risk Assessment Tool verwendet.
| Handlungsfeld | Ziel | Umsetzungsmaßnahmen | Termin |
| Definition von Rating Untergrenzen in beiden Spezialfonds. | Frühzeitiges Erkennen negativer Entwicklungen | Bei Unterschreiten ist das Fondsmanagement zu kontaktieren und es sind Maßnahmen zur Wiedererreichung des ursprünglichen ESG-Ratings zu vereinbaren. | Halbjährlich Bericht im Gesamtbankausschuss |
Erläuterung: In der Handelsstrategie sind folgende ESG Ratinguntergrenzen definiert:
| ― |
HI SP Fonds ESG-Rating nach MSCI (ESG-average-Rating): mindestens A |
| ― |
HI SP MIX Fonds: ESG-Rating nach MSCI (ESG-average-Rating): mindestens AA |
Bei Unterschreiten ist das Fondsmanagement zu kontaktieren und es sind Maßnahmen zur Wiedererreichung des ursprünglichen ESG-Ratings zu vereinbaren → Beim HI SP MIX Fonds wurde das Mindestrating knapp Unterschritten, mittlerweile wurden vom Fondsmanagement Maßnahmen zur Wiedererreichung des AA-ESG-Ratings vereinbart. Beim nächsten ESG Reporting per 29.02.2024 wird das Ergebnis kontrolliert.
Als ein Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe haben wir Nachhaltigkeitsaspekte in die Anlageberatung eingebunden. Über die der Anlageberatung vorgelagerte Produktauswahl entscheiden wir unter Berücksichtigung konkreter Produkteigenschaften, welche Finanzinstrumente in unser Beratungsuniversum aufgenommen werden. Durch die Auswahl der Finanzinstrumente, die wir unseren Kundinnen und Kunden in der Anlageberatung als für Sie geeignet empfehlen, beziehen wir Nachhaltigkeitsrisiken und die Nachhaltigkeitsfaktoren Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung bei der Anlageberatung ein.
Im Rahmen der Produktauswahl orientieren wir uns zum einen an den Vorgaben unserer Produktanbieter. Diese sind aufgrund regulatorischer Vorgaben oder Branchenstandards generell verpflichtet, Nachhaltigkeitsaspekte im Rahmen ihrer Investitionsentscheidungen (bei Investmentfonds) oder über die Auswahl der Basiswerte (bei Zertifikaten) zu berücksichtigen. Zum anderen berücksichtigen bestimmte Finanzinstrumente mit Nachhaltigkeitsmerkmalen Nachhaltigkeitsfaktoren, wie z. B. Mindestausschlüsse auf Basis eines anerkannten Branchenstandards.
Von den Mindestausschlüssen erfasst sind Aktien oder Anleihen von Unternehmen, deren Umsatz zu mehr als 10 Prozent aus Herstellung und/oder Vertrieb von Rüstungsgütern (geächtete Waffen > 0 Prozent), zu mehr als 5 Prozent aus der Tabakproduktion oder zu mehr als 30 Prozent aus Herstellung und/oder Vertrieb von Kohle besteht oder Unternehmen, die schwere Verstöße gegen den UN Global Compact begehen. Dies bedeutet zugleich, dass bei Investmentfonds nicht in bestimmte Unternehmen investiert wird, die besonders hohe Nachhaltigkeitsrisiken aufweisen. Bei Zertifikaten werden diese nicht als Basiswert zugrunde gelegt. Alternativ dazu wählen wir auch Finanzinstrumente mit Nachhaltigkeitsmerkmalen für die Anlageberatung aus, die in (ökologisch) nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten investieren. Auf diese Weise trägt der Produktauswahlprozess dazu bei, dass Nachhaltigkeitsfaktoren berücksichtigt und verstärkt Finanzinstrumente in das Beratungsuniversum aufgenommen werden, die keine unangemessen hohen Nachhaltigkeitsrisiken aufweisen bzw. die möglichst geringe wesentliche nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen haben.
Die Strategien zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken und zur Berücksichtigung von nachteiligen Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren für die Anlageberatung und für die Versicherungsvermittlung veröffentlichen wir auf unserer Website unter folgendem Link: www.sparkasse-passau.de/de/home/ihre-sparkasse/nachhaltigkeit-ueberblick
Die Sparkassen-Finanzgruppe hat bei der Einführung der nachhaltigen Anlageberatung eine Führungsrolle übernommen. Kommende gesetzliche Anforderungen haben wir gemeinsam mit unseren Verbundpartnern proaktiv und frühzeitig umgesetzt. Seit März 2021 wird die nachhaltige Anlageberatung in unserer Sparkasse umgesetzt. Jede Kundin und jeder Kunde wird verpflichtend in jeder Anlageberatung gefragt, ob sie oder er Interesse an Finanzinstrumenten mit Nachhaltigkeitsmerkmalen hat. Bei einer positiven Antwort und entsprechender Geeignetheit werden in der Beratung ein oder mehrere Produkte mit Nachhaltigkeitsmerkmalen empfohlen. Mit der Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen zur Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen werden seit Juni 2022 - entsprechend der regulatorischen Vorgaben - drei Produkttypen als Produkte mit Nachhaltigkeitsmerkmalen ausgewiesen.
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ESG-Strategieprodukt mit Berücksichtigung von Umwelt- und Sozialthemen (PAI): Bei diesem Produkttyp sollen negative Auswirkungen auf die Umwelt und Gesellschaft reduziert oder sogar vermieden werden. Gemessen und berücksichtigt werden die nachteiligen Auswirkungen mit Hilfe von "Principle Adverse Impacts" (PAI). Beispielsweise können damit je nach Produkt der CO 2 -Fußabdruck eines Unternehmens oder Verstöße gegen anerkannte Normen wie die des UN Global Compact berücksichtigt werden. Relevant ist das bei Unternehmen, in die investiert wird (bei Fonds) bzw. bei der Kreditvergabe (bei Anleihen bzw. Zertifikaten). Dabei werden gewisse Mindestausschlüsse berücksichtigt. Die Mindestausschlüsse beziehen sich bei Fonds auf die Auswahl der Investments und bei Zertifikaten auf die Auswahl des Basiswerts: Ein Unternehmen, das den Mindestausschlüssen nicht entspricht, kommt nicht als Investment bei Fonds bzw. als Basiswert bei Zertifikaten in Betracht. Bei Fonds wird die Fondsgesellschaft parallel Einfluss auf die investierten Unternehmen ausüben, größere Anstrengungen in Sachen Nachhaltigkeit zu unternehmen (z. B. über die Stimmrechtsausübung als Aktionärin). |
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Produkt mit Auswirkungsbezug Nachhaltigkeit (ESG): Hier handelt es sich um Investitionen in wirtschaftliche Tätigkeiten (bei Fonds) bzw. die Finanzierung von wirtschaftlichen Tätigkeiten (bei Anleihen bzw. Zertifikaten), die zur Erreichung eines oder mehrerer Umweltziele oder sozialer Ziele im Sinne der EU-Offenlegungsverordnung beitragen. Dabei wird vorausgesetzt, dass die Investitionen keinem anderen der ökologischen oder sozialen Ziele erheblich schaden und die Prinzipien einer guten Unternehmensführung beachtet werden. Die gute Unternehmensführung bezieht sich insbesondere auf solide Managementstrukturen, die Beziehung zu und die Vergütung von Arbeitnehmern sowie die Einhaltung von Steuervorschriften der Unternehmen. |
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Produkt mit Auswirkungsbezug Ökologie (E): Hier wird in ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten im Sinne der EU-Taxonomie investiert (bei Fonds) bzw. werden diese durch Kredite finanziert (bei Anleihen bzw. Zertifikaten). Die EU-Taxonomie zielt darauf ab, Investitionen zugunsten klimafreundlicher Projekte und Unternehmen spezifisch zu fördern. Zu diesem Zweck wird mit Hilfe eines Kriterienkatalogs für Unternehmen definiert, welche Wirtschaftstätigkeiten bzw. Umsätze zur Erreichung der EU-Umweltziele beitragen und kein anderes Umweltziel erheblich beeinträchtigen. Anhand dieser Kriterien kann bestimmt werden, ob Wirtschaftsaktivitäten ökologisch nachhaltig im Sinne der EU-Taxonomie sind oder nicht. Die Taxonomie befindet sich noch in der Entwicklung. Unter anderem aus diesem Grund gibt es derzeit kaum Produkte, die Taxonomie-konform investieren. |
Bei den beiden Produkten mit Auswirkungsbezug kann zudem die Kundin und der Kunde bestimmen, wie hoch der Mindestanteil in ökologisch nachhaltige bzw. in nachhaltige Investitionen sein soll.
Auch die Schulungen der Wertpapierberaterinnen und -berater haben wir als Sparkasse intensiviert. Ziel ist es, dass alle Wertpapierberaterinnen und -berater die jeweils von ihnen empfohlenen Finanzinstrumente mit Nachhaltigkeitsmerkmalen umfassend kennen und beurteilen können. Aktuelle Produktkenntnisse werden durch ein qualifiziertes Schulungs- und Weiterbildungsangebot kontinuierlich vermittelt.
Grundlage für unsere Geschäftstätigkeit sind der öffentliche Auftrag und das Regionalprinzip. Unsere Beschäftigten, Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner, Lieferanten und Dienstleister kommen überwiegend aus dem Geschäftsgebiet.
Marktdynamiken, veränderte Betriebsbedingungen, neue Geschäftsbeziehungen etc. können jedoch immer wieder potenziell oder tatsächlich Auswirkung auf die Risikosituation im Bereich der Menschenrechte haben.
Daher handeln wir stets im Bewusstsein, dass die Beachtung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten eine kontinuierliche Aufmerksamkeit auf den verschiedenen Ebenen des Unternehmens erfordert.
Gesetzeskonformes Handeln und eine ausgeprägte Compliance-Kultur sind die Grundlagen unserer Geschäftstätigkeit. Alle relevanten Geschäftsprozesse werden durch die Compliance-Funktion in unserer Sparkasse überwacht. Für die Beschreibung und Bewertung möglicher Risiken ist der Unternehmensbereich Betriebswirtschaft zuständig. Eingebunden in die Identifikation und Analyse von Risiken bei den Menschenrechten sind die für die jeweiligen Risiken relevanten Bereiche. So wird sichergestellt, dass die relevanten Unternehmensbereiche in die Verantwortung für den Umgang mit Menschenrechten eingebunden sind.
Für alle Beschäftigten der Sparkasse werden die Kernarbeitsnormen der "Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)" eingehalten. Wir erfüllen alle gesetzlichen und tariflichen Anforderungen an Mitbestimmung, Gleichstellung, Antidiskriminierung, Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung.
Mit den geschilderten Regelungen und Prozessen können menschenrechtliche Risiken frühzeitig identifiziert und falls notwendig mit geeigneten Maßnahmen minimiert oder verhindert werden oder, im Falle einer unmittelbar bevorstehenden oder tatsächlichen Verletzung, kann Abhilfe ergriffen werden.
Einzelheiten zu materiellen Risiken legen wir im Risikobericht im Rahmen des Lageberichts offen. In Bezug auf Menschenrechtsverletzungen liegen im Geschäftsbetrieb keine wesentlichen Risiken vor, da die Sparkasse Passau über die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen und Vorgaben hinaus eine Vielzahl von präventiven Maßnahmen und Aktivitäten umsetzt.
Die Sparkasse und ihr Vorstand bekennen sich zur Achtung der allgemeinen, international anerkannten Menschenrechte. Dieses Bekenntnis schließt unsere Verpflichtung mit ein, im Geschäftsbetrieb, beim Produkt- und Dienstleistungsangebot im Kerngeschäft sowie in eigenen Liefer- und Wertschöpfungsketten menschenrechtlichen und umweltbezogenen Belangen mit größtmöglicher Sorgfalt nachzukommen.
Die Achtung der Menschenrechte und die Wahrnehmung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten stehen im Einklang mit unseren Grundwerten als Sparkasse. Unser Gründungsprinzip fußt auf Respekt, Fairness und Rücksichtnahme gegenüber benachteiligten Personen. Diese Werteorientierungen schließen das Bekenntnis zu Demokratie, Toleranz, Vielfalt und Chancengleichheit mit ein und sind unerlässlich für eine verantwortliche und kundenorientierte Unternehmensführung.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Sparkasse sind dazu angehalten, bei allen unternehmensinternen sowie bei allen externen geschäftlichen Aktivitäten aufrichtig, ethisch einwandfrei, fair, verlässlich und nachhaltig zu handeln und die Wahrung der Menschenrechte sicherzustellen. Dies erwarten wir auch von unseren Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnern und Dienstleistern. Eine Missachtung oder Verletzung der Menschenrechte wird nicht geduldet.
Bei der Beachtung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten und ihrer Vorkehrungen zu deren Einhaltung befolgen wir deutsches und europäisches Recht. Wir orientieren uns darüber hinaus an z. B. den Vorgaben internationaler Abkommen wie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den Erklärungen und Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Arbeit (ILO-Kernarbeitsnormen), der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, den Prinzipien des UN Global Compact, der Charta der Vielfalt der Vereinten Nationen sowie den Prinzipien der Vereinten Nationen für verantwortungsvolles Bankwesen (PRB).
In Richtlinien, internen Arbeitsanweisungen sowie in Betriebsvereinbarungen sind alle wesentlichen Regelungen festgehalten, die den Beschäftigten als Orientierung dienen können, um die Prinzipien und Werte der Sparkasse Passau im täglichen Handeln umzusetzen.
Die Sparkasse Passau erkennt das Recht der Mitarbeitenden auf den Schutz ihrer persönlichen Daten an und geht mit allen mitarbeiterbezogenen Daten gesetzeskonform um.
Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingehalten.
Zur Gesundheitsprävention wurde ein umfassendes System von Sensibilisierungs-, Motivations- und Umsetzungshilfen etabliert, welche das Gesundheitsbewusstsein der Mitarbeitenden fördern und stärken.
Die Sparkasse Passau bietet allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gleiche Beschäftigungschancen und Aufstiegsmöglichkeiten entsprechend ihren Zielen und Fähigkeiten. Für die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern haben wir eine Beauftragtenstelle eingerichtet und besondere Programme aufgelegt.
Die Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) werden beachtet.
Die Sparkasse Passau entlohnt ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fair, leistungsbezogen und angemessen. Bei uns finden die Tarifverträge für das private Bankgewerbe und die öffentlichen Banken Anwendung. Entsprechend den Vorgaben des Entgelttransparenzgesetzes wird in der Sparkasse Passau die Entgeltgleichheit von Frauen und Männern gewährleistet.
Wir bekennen uns zum Grundrecht, Gewerkschaften zu bilden, ihnen beizutreten sowie Kollektivverhandlungen zu führen und zu streiken. Entsprechend den Vorgaben des Betriebsverfassungsgesetzes ist die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet.
In der Sparkasse Passau bestehen über Befragungen sowie bestehende Beschwerderechte Möglichkeiten zur Kommunikation von Verbesserungs- oder Veränderungswünschen.
Die Sparkasse Passau bekennt sich nachdrücklich uneingeschränkt zum Verbot jeglicher Form von Zwangsarbeit, sexueller Ausbeutung, Menschenhandel und moderner Sklaverei. Die Sparkasse Passau duldet keine Form ausbeuterischer Kinderarbeit.
Die gesetzlichen Vorgaben zum Umweltschutz werden von der Sparkasse Passau strikt eingehalten.
Wir vermeiden alle Handlungen, die eine negative Auswirkung auf die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Beschäftigten, unserer Kundinnen und Kunden und Geschäftspartner sowie aller anderen Anspruchsgruppen haben könnten.
Kundenzufriedenheit ist unser wichtigstes strategisches Geschäftsziel. Wir bekennen uns zu unserer Verantwortung für die Menschen und Unternehmen in der Region. Faire Partnerschaft heißt für uns auch, niemanden von modernen Finanzdienstleistungen auszuschließen. Unser Ziel ist es, unsere Produkte und Dienstleistungen für jede Kundin und jeden Kunden gleichberechtigt zugänglich zu machen.
Wir haben daher den barrierefreien Zugang zu unseren Filialen, zu unserem Internetauftritt, zu den Selbstbedienungsgeräten und zu unserem gesamten Beratungsangebot ausgebaut. Die Sparkasse Passau verfügt auch über ein umfassendes internes und externes Beschwerdemanagement, in dem wir sämtliche Impulse und Anliegen unserer Kundinnen und Kunden systematisch analysieren.
Unser Ziel ist es, mögliche negative Auswirkungen einer Kreditvergabe oder Finanzierung durch die Sparkasse Passau möglichst gering zu halten.
Die Achtung der Menschen- und Arbeitnehmerrechte findet, ebenso wie umweltbezogene Sorgfaltspflichten, auch im Einkaufs- und Beschaffungs- bzw. Lieferantenmanagement der Sparkasse Passau weitgehend Berücksichtigung.
In Fällen, in denen Mitarbeitende oder Dritte eine Missachtung ihrer Rechte empfinden, stehen ihnen Beschwerde- und Meldewege sowie Vertretungsstellen in der Sparkasse als Ansprechpersonen und Unterstützung zur Verfügung.
Als Sparkasse sind wir gemäß unserer Satzung dem Regionalprinzip verpflichtet - unser Geschäftsgebiet sind die Stadt und der Landkreis Passau. Wo immer es möglich ist, arbeiten wir mit Produzenten und Dienstleistungsunternehmen aus unserer Region zusammen. Vor Ort oder in der Region verfügbare Produkte und Dienstleistungen beziehen wir möglichst unter Einbindung von kleinen und mittleren Unternehmen bzw. Anbietern aus der Region. Darüber hinaus beschränken wir unseren Einkauf im Wesentlichen auf Produkte und Dienstleistungen von Anbietern aus Deutschland oder kaufen bei Partnerunternehmen in der Sparkassen-Finanzgruppe.
Die Sparkasse Passau hat sich zu dem Prinzip der Nachhaltigkeit bekannt und engagiert sich für eine nachhaltige Entwicklung in der Region. Bei der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen kommen daher immer häufiger nicht nur wirtschaftliche und geografische, sondern auch soziale, ethische und ökologische Aspekte zur Geltung. In diesem Zusammenhang erwarten wir auch von unseren Lieferanten und Dienstleistern, dass sie ökonomische, ökologische, ethische und soziale Mindestanforderungen erfüllen. Die Beschaffungsgrundsätze der Sparkasse beinhalten daher auch Punkte zur Förderung der Nachhaltigkeit.
Mit größeren oder für die Sparkasse Passau besonders wichtigen Lieferanten und Dienstleistern finden Jahresgespräche statt. Dabei werden mit ihnen zu allen relevanten Belangen unsere internen Einschätzungen und Bewertungen sowie neue Anforderungen diskutiert und mögliche und/oder notwendige Veränderungen erörtert.
Die Sparkasse Passau behält sich vor, durch Stichproben bzw. bei begründeten Verdachtsfällen, die Einhaltung getroffener Vereinbarungen durch ihre Lieferanten und Dienstleister zu überprüfen. Liegt ein besonders schwerwiegender oder anhaltender Verstoß gegen menschenrechtliche und/oder umweltbezogene Pflichten oder ein vergleichbar schwerwiegender Sachverhalt in diesem Zusammenhang vor, können wir die Geschäftsbeziehung außerordentlich kündigen.
| Produkte/Dienstleistungen | Vorgaben zur Sozialverträglichkeit, zu menschen- und arbeitsrechtlichen Sorgfaltspflichten | Vorgaben zur Umweltverträglichkeit, zu umweltbezogenen Sorgfaltspflichten |
| Papier | FSC-Siegel, Grammatur | |
| Bauleistungen | Unserer Einschätzung nach beachten die von uns beauftragten Unternehmen menschen- und arbeitsrechtliche Standards. Z. B. | Unserer Einschätzung nach beachten die von uns beauftragten Unternehmen geltenden Umweltstandards. Es gibt jedoch derzeit keine diesbezüglichen vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Unternehmen und der Sparkasse |
| Entsendegesetz, Mindestlohnregelungen, Arbeitsschutzregelungen. Es gibt jedoch derzeit keine diesbezüglichen vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Unternehmen und der Sparkasse | ||
| Reinigungsleistungen | Unserer Einschätzung nach beachten die von uns beauftragten Unternehmen menschen- und arbeitsrechtliche Standards. Z. B. Entsendegesetz, Mindestlohnregelungen, Arbeitsschutzregelungen. Es gibt jedoch derzeit keine diesbezüglichen vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Unternehmen und der Sparkasse. | Unserer Einschätzung nach beachten die von uns beauftragten Unternehmen geltenden Umweltstandards. Es gibt jedoch derzeit keine diesbezüglichen vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Unternehmen und der Sparkasse |
| Abfallentsorgung | Die Sparkasse Passau beachtet die geltenden arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften, darunter auch diejenigen, die den Bereich Entsorgung betreffen. | Unserer Einschätzung nach beachten unsere Entsorgungspartner ZAW Donau Wald und Documentus Bayern die geltenden Vorschriften, z. B. Gewerbeabfallverordnung. Die Zertifizierungen der ZAW Donau Wald sind unter: Zertifizierung / ZAW Donau-Wald (awg.de) |
| Bei unserem Entsorgungspartner ZAW Donau Wald in öffentlicher Trägerschaft ist ebenfalls hiervon auszugehen. | und die der Documentus Bayern unter: documentus-Bayern | Zertifikate | ISO 9001 abrufbar. | |
| Auch bei der Fa. Documentus Bayern (Entsorgung datenschutz-kritischer Papiermüll) gehen wir davon aus. | Die Documentus Bayern ist Partner der WWF. | |
| Es gibt jedoch derzeit keine diesbezüglichen vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Unternehmen und der Sparkasse. | ||
| Energie | Unserer Einschätzung nach beachten unsere dzt. Vertragspartner E.ON, Energieversorgung Südbayern, sowie diverse öffentliche lokale Versorger menschen- und arbeitsrechtliche Standards. Z. B. | Alle Versorger weisen den jeweiligen Energiemix ihrer Energielieferungen detailliert aus. In 2023 waren bei der Stromversorgung alle unsere eigenen Stromlieferverträge (Sparkasse ist unmittelbarer Vertragspartner) in CO 2 -neutralen Tarifen abgeschlossen, und ca. ein Viertel unserer Gaslieferverträge CO 2 -neutral basiert. Entsprechende Nachweise sind in den jeweiligen Vertragsbedingungen aufgeführt |
| Entsendegesetz, Mindestlohnregelungen, Arbeitsschutzregelungen. Es gibt jedoch derzeit keine diesbezüglichen vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Unternehmen und der Sparkasse. | ||
| Büromöbel | Es gibt derzeit keine diesbezüglichen vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Lieferanten und der Sparkasse. Soweit möglich werden regionale Anbieter bevorzugt, bei denen am ehesten davon auszugehen ist, dass menschen- und arbeitsrechtliche Sorgfaltspflichten beachtet werden. | Es gibt derzeit keine diesbezüglichen vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Lieferanten und der Sparkasse. |
| Werbemittel | Bevorzugte Verwendung von Werbemitteln aus recycelten oder nachwachsenden Materialien, aus umweltverträglicher Herstellung, mit kurzen Transportwegen |
| T€ |
Vorjahr
T€ |
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| Auftragsvergaben an regionale Unternehmen - Investitionen | 4.000 | 7.300 |
Risiken aufgrund von Klima- und Umweltveränderungen sind ein möglicher Treiber bekannter Risikoarten, die im Rahmen der regelmäßigen Nachhaltigkeitsinventur in Bezug auf die Geschäftsstrategie analysiert werden. Die Ergebnisse der Nachhaltigkeitsinventur werden im Kapitel "Nachhaltigkeitsmanagement", Indikator "H6 Nachhaltigkeitsstrategie und -ziele", erläutert. Zusätzlich zu dieser Nachhaltigkeitsinventur werden zwei Instrumente zur Ermittlung der potenziellen negativen Auswirkungen von Klima- und Umweltrisiken auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Sparkasse betrachtet. In der "Operativen Risikoinventur" findet dabei eine Relevanzbeurteilung von Nachhaltigkeitsrisiken auf Ebene der Risikokategorie für einen Zeitraum von ein bis drei Jahren statt; dem besonderen langfristigen Charakter von Nachhaltigkeitsrisiken wird daneben in der "Strategischen Nachhaltigkeitsrisikoinventur" Rechnung getragen. Beide Instrumente ergänzen die Analyse potenzieller Nachhaltigkeitsrisiken der Nachhaltigkeitsinventur um eine Bewertung für unterschiedliche Zeiträume und dienen der Erfüllung der Erwartungen des BaFin-Merkblatts zu Nachhaltigkeitsrisiken bzw. den Anforderungen der 7. MaRisk-Novelle (im Konsultationsentwurf).
Bei der Betrachtung der "Inside-out-Perspektive" analysieren wir, welche Auswirkungen unsere Geschäftstätigkeit auf das Klima hat und wie der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert werden kann.
Direkte Auswirkungen auf Klima und Umwelt ergeben sich in folgenden Bereichen unserer Wertschöpfung:
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Operativer Geschäftsbetrieb in den stationären Filialen und Verwaltungsgebäuden: Diese Auswirkungen machen wir nachfolgend in der VfU-Klimabilanz transparent. Im Geschäftsbetrieb halten wir alle gesetzlichen Umweltvorgaben ein, z. B. in den Bereichen Trinkwasser, Energie und Entsorgung (Gewerbeabfallverordnung). Wir führen die vorgeschriebenen Energieaudits gemäß Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) durch und halten bei Neubauten und Sanierungsmaßnahmen die Vorgaben gemäß EEWärmeG und EnEV ein. |
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Finanzierte Wirtschaftstätigkeiten, insbesondere finanzierte Emissionen im Kundenkreditportfolio: Nähere Angaben hierzu finden sich im Kapitel "Kerngeschäft" in Sparkassen-Indikator "H8 Nachhaltigkeit im Aktivgeschäft". |
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Vermögenswerte in der Eigenanlage (Depot A) und im Vermögensmanagement (Depot B) der Sparkasse haben ebenfalls einen Carbon Footprint. Nähere Angaben dazu finden sich im Kapitel "Kerngeschäft" in Sparkassen-Indikator "H10 Nachhaltigkeit in der Eigenanlage (Depot A) und Kundenanlage (Depot B)". |
Bei der Betrachtung der "Outside-in-Perspektive" analysieren wir, welche potenziellen physischen und/oder transitorischen Risiken auf unsere Finanzierungen und Anlagen und damit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation unseres Instituts hinwirken können.
Operativer Geschäftsbetrieb: Mögliche physische Risiken für den Geschäftsbetrieb durch Naturgewalten/Unfälle werden im Rahmen unseres Risikomanagements unter den operationellen Risiken" analysiert. Dabei bewerten wir die Auswirkungen derartiger externer Ereignisse auf die Ertrags- und Risikosituation der Sparkasse. Im Rahmen der "OpRisk-Szenario-Runde" wird sich mit den jeweiligen Szenarioverantwortlichen mindestens einmal jährlich bzw. anlassbezogen über die bestehenden und potentiell neu benötigten Szenarien ausgetauscht. Hinsichtlich der Ursachenkategorie "Naturgewalten/Unfälle" gibt es aktuell ein Szenario zur Extremwetterlage (beinhaltet Hochwasser und einen möglichen Blackout). Das Risiko aus diesem Szenario ist für die Sparkasse Passau tragbar.
Finanzierte Wirtschaftstätigkeiten: Im Kerngeschäft führen wir allgemeine Screenings zu ESG-Risiken anhand des Sparkassen-ESG-Scores durch. Dabei wird untersucht, ob und wie sich physische oder transitorische Klimarisiken auf die Risikopositionen der Sparkasse auswirken. Physische Klimarisiken sind beispielsweise Schäden an Gebäuden oder Infrastruktur insbesondere unserer Kreditnehmerinnen und -nehmer, die durch Folgen des veränderten Klimas wie Überschwemmungen, Stürme oder Trockenperioden entstehen. Transitorische Klimarisiken ergeben sich dagegen aus dem Übergang von den heute vorherrschenden Wirtschaftsformen, die noch zu einem großen Teil auf fossilen Energien (Erdöl, Kohle, Erdgas) basieren, hin zu einer treibhausgasarmen Wirtschaft. Auch transitorische Risiken können Auswirkungen auf unsere Kreditnehmerinnen und -nehmer und damit auf unsere Kreditrisiken haben (wenn im vorliegenden Bericht von Kreditrisiken die Rede ist, schließt das immer auch Beteiligungsrisiken ein). Beide Risikoformen betrachten daher primär nicht die Schäden durch die Umwelt- und Klimaveränderung, sondern deren finanzielle Auswirkungen für die Sparkasse. Nähere Informationen dazu finden sich in der Berichterstattung zur Nachhaltigkeit im Kerngeschäft (s. auch Indikator H8). Künftig streben wir auch die Messung der finanzierten Emission aus dem Kreditgeschäft an. Allerdings bestehen hier aktuell noch keine abschließenden Methoden.
Dezidierte Instrumente zur Steuerung von Umwelt- und Klimarisiken im Kerngeschäft wurden im Berichtsjahr nicht eingesetzt. Diese Aspekte betrachten wir ausführlich in den Sparkassen-Indikatoren der Kategorie "Nachhaltigkeitsmanagement" (H8 Nachhaltigkeit im Aktivgeschäft, H9 Nachhaltigkeit im Passivgeschäft, H10 Nachhaltigkeit in der Eigenanlage (Depot A) und Kundenanlage (Depot B) und verzichten daher an dieser Stelle auf eine erneute Darstellung.
Die Messung der finanzierten Emissionen von Portfolios ist die Grundlage dafür, dass Finanzinstitute Szenarioanalysen durchführen, Ziele festlegen, Maßnahmen treffen und Fortschritte offenlegen können. Diese Schritte sind gemeinsam entscheidend für die Ausrichtung des Portfolios und die Dekarbonisierung.
Seit dem Jahr 2020 steht mit dem "Global GHG Accounting and Reporting Standard for the Financial Industry" von der Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) ein Standard zur Messung von Treibhausgasemissionen von Portfolios zur Verfügung. Dieser Standard ist kompatibel mit global anerkannten Standards und Initiativen wie dem "Greenhouse Gas Protocol", dem "Carbon Disclosure Project (CDP)" sowie der "Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD)" und wird in den jüngsten Leitfäden von der "Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA)" und der "Europäischen Zentralbank (EZB)" zu Nachhaltigkeit und klimabezogenen Risiken referenziert.
Die Klimabilanz für den Geschäftsbetrieb der Sparkasse Passau wird mithilfe des Kennzahlen-Tools des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e. V. (nachfolgend "VfU-Tool") jährlich erstellt.
Die "VfU Kennzahlen" und das zugehörige Berechnungstool sind ein weltweit anerkannter Standard für die Bilanzierung der betrieblichen Umweltkennzahlen bei Finanzinstituten und damit ein wichtiger Baustein im Umweltmanagement der Sparkasse.
Die Klimabilanz 2023 wurde mit dem VfU-Tool Version 1.1 des Updates 2022 erstellt. Die im VfU-Tool integrierten Emissionsfaktoren entstammen Ecoinvent 3.7.1.
Der überwiegende Teil der verwendeten Daten (Strom, Wärme, teilweise Verkehr, Papier, Kühl- und Löschmittel) basiert auf einer exakten Messung. Die Daten für Entsorgung basieren auf einer Hochrechnung/ Schätzung. Wenn in wenigen Einzelfällen nur Daten aus der Vorperiode vorlagen, oder in den letzten Jahren keine Aufzeichnungen aufgrund pauschaler Abrechnungen vorgenommen wurden (gemietete Objekte), wurden die letzten vorliegenden Verbrauchsdaten herangezogen.
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Strom: Der Stromverbrauch wurde anhand der Jahresabrechnungen unserer Lieferanten bzw. sonstiger Auskünfte und Einspeisevergütungsabrechnungen bei PV-Anlagen und BHKWs (i.d.R.) per 31.12.2023 für alle unsere Standorte ermittelt. Nicht den Sparkassenbetrieb betreffende Verbräuche (Vermietungsobjekte) wurden nicht berücksichtigt. |
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Wärme: Der Wärmeverbrauch wurde auf Basis der Brennstoffbezüge, Jahresabrechnungen unserer Lieferanten und Nebenkostenabrechnungen der Vermieter ermittelt. Bei gemieteten Standorten liegen meist jedoch nur Verbräuche aus den Vorperioden vor, da Betriebskostenabrechnungen zuweilen bis zu 3 Jahren im Nachhinein, manchmal sogar gar nicht erstellt werden. Nicht den Sparkassenbetrieb betreffende Verbräuche (Vermietungsobjekte der Sparkasse) wurden nicht berücksichtigt. |
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Wasser: Der Wasserverbrauch wurde auf Basis der Jahresverbrauchsabrechnungen unserer Lieferanten und Nebenkostenabrechnungen der Vermieter (hier liegen meist jedoch nur Verbräuche aus den Vorperioden vor, da Betriebskostenabrechnungen i.d.R. erst bis zu 3 Jahren im Nachhinein erstellt werden) ermittelt. Nicht den Sparkassenbetrieb betreffende Verbräuche (Vermietungsobjekte) wurden an dieser Stelle nicht berücksichtigt. |
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Geschäftsverkehr: Auf den Einbezug von Bahnfahrten wurde verzichtet, da diese nicht zentral erhoben und eine plausible Einschätzung an dieser Stelle nicht möglich war. Bei den Werten des Straßenverkehrs beziehen wir uns auf unsere eigene Fahrzeugflotte, mit der in 2023 372.220 km, davon 84.290 km mit Antriebsarten der E-Mobilität gefahren wurden. Es stehen derzeit 7 Dieselfahrzeuge, 3-Hybrid und 5 E-Autos zur Verfügung. Die Hybrid-Fahrzeuge wurden zu ca. 75 % mit E-Ladung und zu ca. 25 mit Benzin gefahren: rechnerischer Bezinverbrauch - 6 l/100 km; rechnerischer Kwh-Verbrauch: 15 Kwh. Dienst- und Fortbildungsfahrten wurden ohne Unterscheidung der Antriebsart erhoben. |
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Papier: Der berechnete Papierverbrauch basiert auf hausintern eingesetztem Papier bzw. Papierverbrauch für Werbemittel, die von uns verwendet wurden. |
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Abfall: Die produzierte und entsorgte Abfallmenge wurde auf Basis der an den Standorten zur Verfügung stehenden Mülltonnen-Volumina und auf Basis von bei Entsorgungsunternehmen durchgeführter Recherchen über das jeweilige Durchschnittsgewicht der Müllarten ermittelt und hochgerechnet. Bei den Volumina der blauen Tonnen (Entsorgung von datenschutzunbedenklichem Papiermüll und Kartonagen) wurde der Gewichtsanteil von Kartonagen mit 25% angenommen und vom nach obigem Schema ermittelten Gewicht von Papiermüll in Abzug gebracht. Die Werte für die Entsorgung von Elektroschrott und Sperrmüll wurden anhand vorliegender Rechnungen aus dem Berichtsjahr geschätzt. |
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Kühl- und Löschmittel: Bei den Kühlmitteln kam es im Berichtszeitraum zu keinerlei Verlusten. Daher wurden auch keine Angaben zu Beständen gemacht, der %-Wert an Verlusten beträgt 0, damit gab es hier keine THG-Emissionen. Bei den Löschmitteln ist die genaue Zusammensetzung trotz intensiver Recherchen (u. a. bei den Lieferanten/ Herstellern der Feuerlöscher) nicht ermittelbar- zuweilen vertraulich. Es wurde der Fokus in Absprache mit den Lieferanten deshalb nur auf das in Löschmitteln enthaltene CO 2 gelegt. Die Angabe des CO 2 Bestandes in all unseren Feuerlöscheinrichtungen ist trotz intensiver Recherchen ein ungefährer Wert. Die aufgeführten Verluste an CO 2 sind jedoch von Lieferanten exakt angegebene Werte auf Basis durchgeführter Wartungen bzw. Löschmittelersatz. |
| Verbräuche | Absolute Verbräuche | Verbräuche pro Mitarbeiter/-in | ||
| Strom | 1.502.179 | kWh | 3.550,66 | kWh |
| Wärme | 1.686.017 | kWh | 3.985,40 | kWh |
| Geschäftsverkehr | 548.323 | km | 1.309 | km |
| Papier | 31 | t | 73 | kg |
| Wasser | 3.820 | m 3 | 9.031 | l |
| Abfall | 38 | t | 91 | kg |
| Kühl- und Löschmittel | 2 | kg | 5 | g |
| Treibhausgasemissionen in CO 2 e | Scope 1 | Scope 2 (Market-based Method) | Scope 3 | Total | Emissionen pro Mitarbeiter/-in | |
| Strom | 55,07 | 8,7 | 52,52 | 116,5 | t | 275 |
| Wärme | 341,92 | 0,6 | 103,44 | 445,92 | t | 1.055 |
| Geschäftsverkehr | 58,2 | 96 | 154,2 | t | 368 | |
| Papier | 27,8 | 27,8 | t | 66 | ||
| Wasser | 2,4 | 2,4 | t | 6 | ||
| Abfall | 8,2 | 8,2 | t | 19 | ||
| Kühl- und Löschmittel | t | |||||
| Total | 455,19 | 9,3 | 290,36 | 755,02 | t | 1.789 |
| Klimakompensation | 0 | t | 0 | |||
| Verbleibende Emissionen | 755,02 | t | 1.789 | |||
| Klimaneutralität | 0 | % | 0 | |||
| Treibhausgasemissionen in CO 2 e | Emissionen pro Mitarbeiter/-in |
| Strom | kg |
| Wärme | kg |
| Geschäftsverkehr | kg |
| Papier | kg |
| Wasser | kg |
| Abfall | kg |
| Kühl- und Löschmittel | kg |
| Total | kg |
| Klimakompensation | kg |
| Verbleibende Emissionen | kg |
| Klimaneutralität | % |
Die Umweltauswirkung unseres direkten Geschäftsbetriebs ergibt sich im Wesentlichen aus Verbräuchen bei Gebäudeenergie, Geschäftsverkehr, Papier und Wasser sowie darüber hinaus durch Abfälle sowie durch Kühl- und Löschmittelverluste.
Im Bereich Strom konnten Einsparung an THG durch die vollständige Umstellung vorhandenen Lieferverträge auf grünen Strom und Fertigstellung von LED-Umrüstungen an den nach 2022 bereits umgerüsteten verbliebenen Standorten erreicht werden. Der Bereich Wärme ist in hohem Maße von der jeweiligen Witterung beeinflusst. Insgesamt konnte hier eine Einsparung im Vergleich zu 2022 erzielt werden. Im Bereich Abfallentsorgung konnte im Vergleich zur Vorperiode noch einmal eine Einsparung erzielt werden, weil nur noch in geringem Umfang Lagerbereinigungen und Entrümpelungen stattgefunden haben. Der Wasserverbrauch bewegt sich in etwa auf Vorjahresniveau und ist in Abhängigkeit der Mitarbeiterzahlen wenig variabel. Löschmittelverluste bewegen sich ebenfalls auf Vorjahresniveau. Kühlmittelverluste traten in 2023 nicht auf.
Wir fördern die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) für private Anfahrten und auch für Geschäftstermine unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dafür bieten wir unseren Beschäftigten Jobtickets und Fahrradleasing an.
Als Sparkasse setzen wir uns aktiv dafür ein, die Ziele des Pariser Klimaabkommens für die gesamte Volkswirtschaft zu erreichen. Wir wollen dazu beitragen, die Wirtschaft mit dem Ziel eines besseren Klimaschutzes zu verändern. Ziel ist es, unsere CO 2 -Emissionen um drei bis fünf Prozent pro Jahr zu vermindern und unseren Geschäftsbetrieb bis spätestens 2035 CO 2 -neutral zu gestalten. Dieses Ziel haben wir mit der Unterzeichnung der "Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften" im Jahr 2022 öffentlich dokumentiert.
Die Verbesserung unserer Klimabilanz richten wir am übergeordneten Ziel der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau aus.
| Handlungsfeld | Ziel | Umsetzungsmaßnahmen | Termin | Status |
| Gebäudeenergie- | Weitere Optimierung und | - Durchführung Energieaudits ausgewählter Standorte | - 12.2023 | - Erledigt |
| verbrauch | Verbrauchsreduzierung | |||
| - i. R. Umbau energetische Sanierung Ruhstorf | - 03.2024 | - Erledigt | ||
| - GLT-Anbindung/ Optimierung Standort Ludwigstr. | - 12.2024 | - In Planung | ||
| - Energieberatung für ausgewählte Standorte | - 12.2024 | - In Planung | ||
| - Modernisierung Lüftungsanlage Pocking | - 12.2025 | - In Planung | ||
| (Versch.) | ||||
| Stromverbrauch | Verbrauchsreduzierung | - Weitere LED Umstellung diverser Standorte | - 12.2023 | - Erledigt |
| - Modernisierung Klimaanlagen Schneckenberg | - 12.2023 | - Erledigt | ||
| und Ortenburg | ||||
| - Optimierung Beleuchtungssteuerung an diversen | - 12.2024 | - In Planung | ||
| Standorten, 1. Teil | ||||
| Wärmeverbrauch | Verbrauchsreduzierung | - Heizungsmodernisierung Pocking- inkl. BHKW | - 12.2023 | - Erledigt |
| - Energ. Verbesserung | - 12.2023 | - Erledigt | ||
| Eingangsbereich Obernzell | ||||
| - Heizungserneuerung- hybrid Obernzell | - 12.2024 | - In Planung | ||
| - Heizungserneuerung Wegscheid-hybrid | - 12.2024 | - In Umsetzung | ||
| - Heizungserneuerung Tittling | - 12.2024 | - In Planung | ||
| Verbrauch | Ausbau der Verlagerung | - Erweiterung PV-Anlage Bad Füssing | - 12.2023 | - Erledigt |
| erneuerbarer | ||||
| Energien | ||||
| - Neuinstallation PV-Anlage Wegscheid statt Obernzell | - 12.2023 | - Erledigt | ||
| - Neuinstallation PV-Anlage Pocking | - 12.2024 | - In Umsetzung | ||
| (Versch.) | ||||
| - Neuinstallation PV-Anlage Nikolastrasse | - 12.2024 | - In Planung |
Die Berichterstattung aus der EU-Taxonomie-Verordnung (Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178) wurde mit dem Berichtsjahr 2023 erheblich erweitert. Es müssen umfassende neue Datenerhebungs-, Analyse- und Berichtsanforderungen erfüllt werden. Für das Geschäftsjahr 2023 sind erstmalig zahlreiche Taxonomiekonformitätsquoten und weitere Kennzahlen zu den Vermögenswerten berichtspflichtiger Institute zu berichten. Insbesondere durch die kurzfristige Veröffentlichung der delegierten Verordnung 2023/2485 vom 21.11.2023. Diese erweitert die bereits definierten Wirtschaftstätigkeiten zu den Umweltzielen 1 und 2 der Delegierten Verordnung 2021/2139.
Aufgrund des Umfangs bzw. der Komplexität einer vollständigen Umsetzung der EU-Taxonomie-Verordnung und einer bestehenden freiwilligen Berichterstattung, hat die Sparkasse Passau auf eine Veröffentlichung für das Geschäftsjahr 2023 verzichtet. Zudem wird die Sparkasse Passau bis zur verpflichtenden Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2025 notwendige Anstrengungen unternehmen, die Datenqualität für die Berichterstattung sicherzustellen.
Motivierte und kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Fundament, auf dem die kontinuierliche und qualitativ hochwertige Betreuung unserer Kundinnen und Kunden ruht.
| ― |
Die Arbeitgeberattraktivität ist für uns von höchster personalstrategischer Relevanz. Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt, denn unsere Beschäftigten prägen die Wahrnehmung unserer Werte und Kompetenzen als Sparkasse. Angesichts des demografischen Wandels ist die Gewinnung und Bindung motivierter und qualifizierter Nachwuchskräfte eine zentrale Aufgabe. Die Gestaltung der Arbeitsbedingungen ist dabei ebenso wichtig wie die Möglichkeit, persönliche Anliegen der Beschäftigten mit den Interessen der Sparkasse zu vereinbaren. |
| ― |
Die Transformation der Arbeitswelt erhöht den Bedarf an beruflicher Weiterbildung. Als ein Handlungsfeld sehen wir unter anderem den Aufbau und die Weiterentwicklung entsprechender Nachhaltigkeitskompetenz in der Anlageberatung, im Kreditgeschäft sowie in den Marktfolgebereichen. |
Die Sparkasse Passau beschäftigte zum 31. Dezember 2023 insgesamt 579 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, im Vorjahr lag die Beschäftigtenzahl bei 582 Personen.
Als öffentlichrechtliches Kreditinstitut unterliegt die Sparkasse dem "Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst Bereich Sparkassen", in welchem Gehälter, Arbeitszeiten und weitere Arbeitsbedingungen geregelt sind. 98,5 Prozent aller Beschäftigten der Sparkasse haben Arbeitsverträge nach diesem Tarifvertrag. Außertariflich Beschäftigte dürfen nicht schlechter gestellt werden. Für alle Beschäftigten der Sparkasse Passau werden die Kernnormen der "Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)" befolgt.
Die Sparkasse Passau ist eine attraktive Arbeitgeberin, für Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger wie für bereits im Beruf stehende Personen. Die Mehrzahl unserer Beschäftigten sowie Führungskräfte lebt auch im Geschäftsgebiet. Hier vor Ort bilden wir Nachwuchskräfte aus und entwickeln ihre Fähigkeiten und Kenntnisse kontinuierlich in der Sparkasse weiter. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in der Sparkasse Passau beträgt 20,7 Jahre. 97,7 Prozent der bankspezifisch Beschäftigten sind auf der Grundlage eines unbefristeten Arbeitsvertrags angestellt, 2,3 Prozent der bankspezifisch beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben befristete Arbeitsverträge
Unsere Ausbildungsquote betrug 8,4 Prozent im Jahr 2023. Die meisten Auszubildenden streben einen Abschluss als Bankkauffrau oder Bankkaufmann an. Unser Ziel ist es, geeignete Auszubildende nach dem Abschluss ihrer Berufsausbildung in ein Beschäftigungsverhältnis in der Sparkasse zu übernehmen.
Uns als Sparkasse ist es wichtig, unseren jungen Kolleginnen und Kollegen bereits während der Berufsausbildung Sicherheit und Perspektive, aber auch interessante und flexible Arbeitsfelder zu bieten. Wir sind überzeugt, dass die wirkliche Anerkennung und Wertschätzung eigener Ideen das "Ankommen" im Unternehmen fördert. Im Rahmen der Ausbildung stärken wir daher durch selbst organisierte oder projektbezogene Arbeitsformen die Eigenverantwortlichkeit und die Kreativität unserer Auszubildenden.
Für die Sparkasse als öffentlichrechtliches Kreditinstitut ist die Gleichbehandlung aller Beschäftigten unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Weltanschauung, Nationalität, Alter, Beeinträchtigung, Geschlecht, Familienstand, sexueller Orientierung oder jeglichen anderen persönlichen Eigenschaften in jeder Phase ihrer Beschäftigung eine Selbstverständlichkeit.
Wir halten die Vorgaben des Entgelttransparenzgesetzes ein. Unsere Beschäftigten werden auf der Grundlage der geltenden tariflichen Bestimmungen unabhängig vom Geschlecht für gleiche Tätigkeiten gleich vergütet.
Wir erfüllen die Anforderungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes umfassend und haben die dazu erforderlichen Strukturen und Abläufe in der Sparkasse etabliert.
Entsprechend den Vorgaben des Landespersonalvertretungsgesetzes des Freistaates Bayern sowie des Betriebsverfassungsgesetzes ist die Beteiligung und Mitbestimmung der Beschäftigten gewährleistet.
Als Sparkasse bekennen wir uns zum Grundrecht, Gewerkschaften zu bilden, ihnen beizutreten sowie Kollektivverhandlungen zu führen. Wir unterstützen die Sicherstellung von freier Meinungsäußerung, von Organisationsfreiheit und die Einrichtung von Beschäftigtenvertretungen im Unternehmen. Wir sind der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Beschäftigten und ihren Vertreterinnen und Vertretern verpflichtet, insbesondere dann, wenn es um Menschenrechte, Diversität, Inklusion und einen fairen Interessenausgleich im konstruktiven sozialen Dialog geht.
Im Rahmen des betrieblichen Vorschlagswesens können Beschäftigte Ideen, Impulse sowie Optimierungs- und Verbesserungsvorschläge einreichen und sich aktiv an der Weiterentwicklung der Sparkasse beteiligen.
In regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen erfassen wir die Zufriedenheit unserer Beschäftigten sowie ihre Bereitschaft zur Weiterempfehlung der Sparkasse als Arbeitgeberin. Diese Kennzahlen verschaffen uns einen grundlegenden Überblick über die Qualität unserer Beschäftigungspolitik. Durch die Möglichkeit zu offenen Angaben in den Befragungen regen wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zudem an, konkrete Verbesserungsimpulse zu geben, die als Orientierung für die Entwicklung gezielter Maßnahmen zur Optimierung unserer Leistungen als Arbeitgeber dienen.
| 2023 | Vorjahr | |||||
| Beschäftigungsstruktur | Anzahl gesamt | Männer | Frauen | Divers | Anzahl gesamt | Männer |
| Beschäftigte gesamt (inkl. Auszubildenden und Trainees) | 579 | 210 | 369 | 0 | 582 | 205 |
| Auszubildende und Trainees | 39 | 14 | 25 | 0 | 38 | 14 |
| Beschäftigte aus der Region | 579 | 210 | 369 | 0 | 582 | 205 |
| Führungskräfte aus der Region | 54 | 40 | 14 | 0 | 53 | 38 |
| Vorjahr | ||
| Beschäftigungsstruktur | Frauen | Divers |
| Beschäftigte gesamt (inkl. Auszubildenden und Trainees) | 377 | 0 |
| Auszubildende und Trainees | 24 | 0 |
| Beschäftigte aus der Region | 377 | 0 |
| Führungskräfte aus der Region | 15 | 0 |
| 2023 | Vorjahr | |||||
| Gleichbehandlung und Tarifverträge | Anzahl gesamt | Männer | Frauen | Divers | Anzahl gesamt | Männer |
| Beschäftigte mit Tarifvertrag | 572 | 205 | 367 | 0 | 572 | 201 |
| Gleichstellungsbeauftragte | 1 | 0 | 1 | 0 | 1 | 0 |
| Eingaben bei Gleichstellungsbeauftragten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Vorjahr | ||
| Gleichbehandlung und Tarifverträge | Frauen | Divers |
| Beschäftigte mit Tarifvertrag | 371 | 0 |
| Gleichstellungsbeauftragte | 1 | 0 |
| Eingaben bei Gleichstellungsbeauftragten | 0 | 0 |
| Beschäftigungsverhältnisse | Wert | Vorjahr |
| Anteil Beschäftigte mit Tarifvertrag (in %) | 98,5 | 98,1 |
| Anteil Beschäftigte mit unbefristetem Arbeitsvertrag (in %) | 97,7 | 98,3 |
| Anteil Beschäftigte mit befristetem Arbeitsvertrag (in %) | 2,3 | 1,7 |
| Betriebszugehörigkeit und Nachwuchskräfte | Wert | Vorjahr |
| Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit (in Jahren) | 20,7 | 21,2 |
| Ausbildungsquote (in %) | 8,4 | 8,2 |
| Übernahmequote (in %) | 100 | 100 |
In der Sparkasse arbeiten Menschen aus unterschiedlichen Generationen, mit unterschiedlichen Qualifikationen, Lebensentwürfen oder kulturellen Hintergründen. Von ihren breit gefächerten Potenzialen können wir als Sparkasse profitieren. Die Anerkennung und Förderung unterschiedlicher Talente und Qualifikationen ist eine wichtige Ressource für innovatives und zukunftsgerichtetes unternehmerisches Handeln.
Vielfalt hilft uns auch, attraktiv zu bleiben für die junge Generation und für digitale Talente. Wir fördern die Möglichkeit zum Austausch zwischen jungen und etablierten Beschäftigten, schaffen gezielte Anlässe, sie miteinander ins Gespräch zu bringen.
Mit der Unterzeichnung der "Charta der Vielfalt" haben wir unser Bekenntnis zu Fairness und Wertschätzung von Menschen in Unternehmen sowie zur Schaffung eines vorurteilsfreien und nicht ausgrenzenden Arbeitsumfelds unterstrichen.
Als ein vordringliches Entwicklungsfeld im Bereich der Diversität sehen wir die Förderung von Frauen in Führungspositionen. Gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtzahl der Beschäftigten sind sie in Führungspositionen über alle Ebenen nicht entsprechend vertreten. Die stetige Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen der Sparkasse hat für uns daher hohe Priorität.
| 2023 | Vorjahr | |||||
| Anzahl gesamt | Männer | Frauen | Divers | Anzahl gesamt | Männer | |
| Sparkasse | ||||||
| Aktive Beschäftigte gesamt (inkl. Auszubildenden und Trainees) | 522 | 197 | 325 | 0 | 515 | 194 |
| Vorstandsmitglieder | 3 | 3 | 0 | 0 | 3 | 3 |
| Führungskräfte | 54 | 40 | 14 | 0 | 53 | 38 |
| Kontrollorgane und Eigentümer | ||||||
| Verwaltungsrat | 9 | 9 | 0 | 0 | 9 | 8 |
| Zweckverband | 22 | 20 | 2 | 0 | 23 | 20 |
| Vorjahr | ||
| Frauen | Divers | |
| Sparkasse | ||
| Aktive Beschäftigte gesamt (inkl. Auszubildenden und Trainees) | 321 | 0 |
| Vorstandsmitglieder | 0 | 0 |
| Führungskräfte | 15 | 0 |
| Kontrollorgane und Eigentümer | ||
| Verwaltungsrat | 1 | 0 |
| Zweckverband | 3 | 0 |
| Frauenanteil nach Hierarchieebene | In % |
Vorjahr
in % |
| Weibliche Beschäftigte | 63,7 | 62,3 |
| Weibliche Führungskräfte | 25,9 | 28,3 |
| Weibliche Vorstandsmitglieder | 0 | 0 |
| Weibliche Verwaltungsratsmitglieder | 0 | 11,1 |
Mit einem umfassenden Angebot fördert die Sparkasse Passau die Gesundheit ihrer Beschäftigten. Dazu gehören neben anderen Maßnahmen eine betriebsärztliche Betreuung, die Unterstützung für Initiativen des Betriebssports, belastungsarme ergonomische Arbeitsplätze, ein unabhängiges psychosoziales Beratungsangebot für Beschäftigte in schwierigen persönlichen Lebenssituationen und vieles mehr.
Wir unterstützen die Gesundheitsprävention für unsere Beschäftigten sowie deren Angehörige durch ein umfassendes Informations- und Aufklärungsangebot, durch Schulungen, Seminare, Sport- und Fitnessangebote und vieles mehr.
Die Sicherheit am Arbeitsplatz stellen wir durch die Umsetzung der Vorgaben nach dem Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) sicher.
| Gesundheitsförderung | Wert | Vorjahr |
| Anzahl Arbeitsplätze mit ergonomischer Ausstattung | 211 | 204 |
| Anzahl Kantinen mit biologischem und vegetarischem Angebot | 0 | 0 |
| Krankheitsbedingte Abwesenheitsquote (in %) | 4,2 | 5,9 |
Die Sparkasse fühlt sich der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben verpflichtet. Für familiengerechte Arbeitsbedingungen engagieren wir uns umfassend und mit großer Überzeugung. Dazu gehört auch, dass wir in der Sparkasse eine Kultur der Kollegialität fördern, in der die Rücksichtnahme auf familiäre Erfordernisse ein Teil einer teamorientierten Arbeitsorganisation ist.
Wir möchten außerdem für Frauen und Männer bessere Voraussetzungen schaffen, um ihren Karriereweg mit den Anforderungen des Familienlebens in Einklang zu bringen. Ebenso wollen wir sie stärker ermutigen, Zeit für die Familie zu investieren. Auch die Pflege von Angehörigen fördern wir mit spezifischen Maßnahmen.
Mit einer Vielzahl von Maßnahmen und Angeboten hat die Sparkasse Passau die notwendigen Rahmenbedingungen dafür geschaffen, dass ihre Beschäftigten die unterschiedlichen Anforderungen von Beruf und Familie gut oder besser in Einklang bringen können.
Die Angaben der Beschäftigten zu ihrer Zufriedenheit mit den familiengerechten Arbeitsbedingungen in der Sparkasse geben einen Anhaltspunkt, ob die oben angeführten Prinzipien, zu denen sich die Sparkasse Passau bekennt, in der Praxis genügend Anwendung und Anerkennung finden. Die Impulse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigen die Handlungsbedarfe auf, an denen weitergearbeitet werden kann, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu verbessern.
| 2023 | Vorjahr | |||||
| Inanspruchnahme von Elternzeit | Anzahl gesamt | Männer | Frauen | Divers | Anzahl gesamt | Männer |
| Beschäftigte, die familienfreundliche Teilzeitangebote nutzen (ohne Altersteilzeit) | 228 | 27 | 201 | 0 | 230 | 21 |
| Beschäftigte in Elternzeit | 33 | 10 | 23 | 0 | 48 | 12 |
| Rückkehr nach Elternzeit | 22 | 10 | 12 | 0 | 20 | 12 |
| Vorjahr | ||
| Inanspruchnahme von Elternzeit | Frauen | Divers |
| Beschäftigte, die familienfreundliche Teilzeitangebote nutzen (ohne Altersteilzeit) | 209 | 0 |
| Beschäftigte in Elternzeit | 36 | 0 |
| Rückkehr nach Elternzeit | 10 | 0 |
Wir legen Wert auf gut ausgebildete Beschäftigte und fördern das lebenslange Lernen sowie die Weiterentwicklung der persönlichen Fähigkeiten. Die Bewältigung der durch den Werte- und Kulturwandel, die demografische Entwicklung, die Digitalisierung und die Nachhaltigkeit ausgelösten Transformationsprozesse hat für uns als Sparkasse oberste Priorität.
Die Sparkasse Passau bietet in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe ein breites Spektrum an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Hierdurch eröffnen wir unseren Beschäftigten langfristige berufliche Perspektiven sowohl in den Fach- als auch in den Führungsebenen unseres Hauses.
Menschliche Nähe unterscheidet uns von unseren Mitbewerbern - diesen persönlichen Kontakt wollen wir trotz des notwendigen Umbaus der Filialstruktur auf allen Wegen erhalten. Um dies zu gewährleisten, liegt weiterhin ein besonderer Schwerpunkt auf der Qualifikation unserer Beschäftigten für eine kanalübergreifende Kundenbetreuung. Damit dies gelingt, nutzen wir das Qualifizierungsangebot der regionalen Sparkassenakademie.
Nach der Ausbildung bieten wir vielen Beschäftigten die Weiterbildung zur "Sparkassenfachwirtin" bzw. zum "Sparkassenfachwirt" oder zur "Bankfachwirtin" bzw. zum "Bankfachwirt" an den Sparkassenakademien an. Anschließend ist die Weiterbildung zur "Sparkassen-Betriebswirtin" bzw. zum "Sparkassen-Betriebswirt" oder zur "Bankbetriebswirtin" bzw. zum "Bankbetriebswirt" möglich. Studieninteressierten Beschäftigten fördern wir das Studium zum "Bachelor of Science" an der verbundeigenen Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe.
Das Qualifizierungsprogramm zur oberen Führungsebene umschließt neben fachbezogenen Seminaren den Besuch des Lehrinstituts an der Hochschule für Finanzwirtschaft & Management in Bonn mit dem Abschluss zur "diplomierten Sparkassenbetriebswirtin" bzw. zum "diplomierten Sparkassenbetriebswirt". Besonders leistungsstarke Bachelorabsolventinnen oder -absolventen können ein Studium zum "Master of Business Administration (MBA)" anschließen, welches für obere Führungsaufgaben qualifiziert.
Die Hochschule für Finanzwirtschaft & Management der Sparkassen-Finanzgruppe (HFM) bietet in enger Kooperation mit der Hochschule Koblenz seit Ende 2018 ein gemeinsames Studienprogramm an. Das "Lehrinstitut mit MBA" führt die Stärken der bestehenden Angebote - Lehrinstitut und MBA-Studium - zu einem einzigartigen Studienkonzept zusammen. Die Studierenden erhalten einen Doppelabschluss: zum einen die "diplomierte Sparkassen-Betriebswirtin" bzw. den "diplomierten Sparkassen-Betriebswirt" sowie den Abschlussgrad "Master of Business Administration (MBA)". Ziel ist es, talentierte Beschäftigte mit erster Führungserfahrung auf die Übernahme anspruchsvoller Management- und Führungsaufgaben in Finanzdienstleistungsunternehmen vorzubereiten. Auch einen Zertifizierungs-Lehrgang für Nachhaltigkeitsmanager: in bietet die HFM im Rahmen ihrer Weiterbildungsangebote für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkassen an.
Der Qualifizierungsbedarf der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird von uns vor dem Hintergrund sich wandelnder Anforderungen, die sich zum Beispiel aus der Digitalisierung, aus Änderungen des Produkt- und Dienstleistungsangebots sowie aus regulatorischen Anforderungen ergeben, laufend analysiert. Daraus resultiert die kontinuierliche Fortschreibung der Weiterbildungsziele für einzelne Beschäftigte, Teams oder die gesamte Sparkasse, welche durch interne und externe Schulungen verfolgt werden.
In die Weiterbildung von 189 Beschäftigten haben wir im Berichtsjahr 252.527 € investiert. Im Durchschnitt hat jede bzw. jeder Beschäftigte 2,5 Weiterbildungstage im Jahr zur Verfügung.
Im Berichtsjahr 2023 haben 100 % Prozent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein Feedbackgespräch zur Beurteilung ihrer Leistung und beruflichen Entwicklung erhalten.
| 2023 | Vorjahr | |
| Teilnahmen an Weiterbildungsmaßnahmen | Anzahl gesamt | Anzahl gesamt |
| Teilnehmende an Weiterbildngsmaßnahmen | 189 | 251 |
| Personentage für Fortbildung | 1313,81 | 1300,32 |
| Teilnehmende an Stipendiatenprogrammen (intern) | 7 | 7 |
| Investitionen in Fort- und Weiterbildung | Wert | Vorjahr |
| Ausgaben für Fort- und Weiterbildung gesamt (in T€) | 253 | 338 |
| Durchschnittliche jährliche Anzahl Tage für Aus- und Weiterbildung pro Beschäftigten (in Tagen) | 2,5 | 2,8 |
Die gesellschaftlichen und politischen Anforderungen an Finanzinstitute in Bezug auf Transparenz und Mitwirkung bei der Verhinderung von Geldwäsche und Korruption haben sich in den letzten Jahren weiter erhöht. Sie führen auch zu strikteren regulatorischen Vorgaben, in deren Mittelpunkt neben der effizienten Überwachung aller Finanztransaktionen und Intensivierung des internen Risikomanagements auch der kontinuierliche Dialog mit und zwischen den verschiedenen Interessengruppen (Aufsichtsorgane, Eigentümer, Vorstand, Beschäftigte, Kundinnen und Kunden und Dienstleister, breite Öffentlichkeit) einem systematischen Verbesserungsprozess unterliegt.
Die entsprechenden Anforderungen an Finanzdienstleister sind unter anderem in folgenden Gesetzen und Richtlinien formuliert:
| ― |
Capital Requirements Regulation (CRR) |
| ― |
Gesetz über das Kreditwesen (KWG) |
| ― |
Gesetz über den Wertpapierhandel (WpHG) |
| ― |
Gesetz über Geldwäsche (GwG) |
| ― |
Handelsgesetzbuch (HGB) |
| ― |
Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) |
Der Verhaltenskodex/Corporate-Governance-Kodex der Sparkasse Passau enthält auf der Grundlage der gesetzlichen Regelungen, insbesondere des Sparkassengesetzes für den Freistaat Bayern, eine Vielzahl konkreter Vorgaben für gute und verantwortungsvolle Unternehmensführung sowie für das verbindliche, verlässliche und gesetzeskonforme Verhalten der Beschäftigten nach innen und außen.
Der Kodex beschreibt die Verpflichtung von Vorstand und Verwaltungsrat, im Einklang mit den geltenden Rechtsvorschriften und dem Unternehmensinteresse, die Geschäftstätigkeit und die nachhaltige Erfüllung des öffentlichen Auftrags langfristig zu gewährleisten und alle unternehmerischen Entscheidungen an dieser Aufgabe auszurichten.
Zu diesem Zweck arbeiten beide Organe vertrauensvoll und eng zusammen. Der Verwaltungsrat legt die geschäftspolitischen Richtlinien fest. Der Vorstand leitet die Sparkasse in eigener Verantwortung und bestimmt in Rücksprache mit dem Verwaltungsrat die geschäfts- und risikostrategische Ausrichtung. Er trägt ebenfalls Sorge für die Beachtung und Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen und internen Richtlinien (Compliance), während der Verwaltungsrat zuständig für die Überwachung der Geschäftsführung ist. Dazu ist der Vorstand verpflichtet, regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Unternehmensführung relevanten Informationen insbesondere der Geschäftsentwicklung, der Strategie, der Risikolage und der Compliance zu berichten.
Verantwortungsvolle Unternehmensführung verlangt nicht nur rechtskonformes, sondern auch ethisch fundiertes Handeln. Die Führungsorgane sollen sich der Bedeutung der gesellschaftlichen Rolle der Sparkasse und der Berücksichtigung der Belange ihrer Anspruchsgruppen sowie der Wechselwirkung von der Geschäftstätigkeit mit sozialen und ökologischen Aspekten bewusst sein und diese Faktoren bei der Führung und Überwachung im Rahmen des Unternehmensinteresses berücksichtigen. Zu diesem Zweck sollen in der Unternehmensstrategie, im Risikomanagement und im internen Kontrollsystem neben wirtschaftlichen Zielen auch nachhaltigkeitsbezogene Aspekte integriert werden.
Alle Mitglieder der Organe sind den Interessen der Sparkasse Passau verpflichtet und dürfen bei ihren Entscheidungen keine persönlichen Absichten verfolgen. Der Vorstand nimmt eine wichtige Vorbildfunktion ein und hält die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gesetzeskonformem und fairem Verhalten an. Es gehört zu den Aufgaben der Unternehmensführung adäquate Verhaltensregeln für die Beschäftigten zu kodifizieren.
Im Sinne der Gemeinwohlorientierung und des Selbstverständnisses der Sparkasse Passau liegen auch den Verhaltensstandards für die Mitarbeitenden zentrale Werte zugrunde. Verantwortung, Verlässlichkeit, Vertrauenswürdigkeit sowie Transparenz und Integrität sind fest in unserer Haltung verankert. Zudem sind die Achtung sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit sowie Kooperationsbereitschaft, Respekt und Toleranz in das Werteverständnis der Sparkasse Passau i.V.m. ihrem Zielbild 2030 eingebunden.
Die Sparkasse Passau duldet kein belästigendes oder diskriminierendes Verhalten und keine Benachteiligung aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Religion, Weltanschauung, Nationalität, Alter, Beeinträchtigung, Geschlecht, Familienstand, sexueller Orientierung oder jeglichen anderen persönlichen Eigenschaften. Damit verbunden sind die Achtung und der Schutz von Menschenrechten. Diese Haltung prägt sowohl das interne Miteinander als auch den Umgang mit Kundinnen und Kunden, Geschäftspartnern, der Öffentlichkeit und weiteren Anspruchsgruppen. Damit verbunden ist ein klares Bekenntnis zur europäischen Wertegemeinschaft und zur demokratischen Grundordnung.
In diesem Sinne sind auch alle Mitarbeitenden dazu verpflichtet, persönliche und unternehmensbezogene Daten streng hochsensibel zu behandeln und vor Missbrauch zu schützen. Geschäftsgeheimnisse werden in der Sparkasse Passau gewahrt und streng vertraulich behandelt. Es wird sichergestellt, dass entsprechende Informationen nur den damit befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugänglich gemacht werden.
Zudem sind alle Mitarbeitenden zur Beachtung der einschlägigen kapitalmarktrechtlichen Vorschriften insbesondere des Insiderhandelsverbots verpflichtet. Auch unlautere Wettbewerbsmethoden wie Boykottaufrufe oder Absprachen mit Wettbewerbern, Lieferanten und sonstigen Unternehmen mit Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation sind ausdrücklich untersagt. Unlautere Vorteilsgewährung, Bestechung und Marktmanipulation sind verboten und entsprechende Prozesse und Richtlinien zu deren Verhinderung sind implementiert. Dazu gehört auch der sachgerechte und transparente Umgang mit Geschenken und Zuwendungen. Interessenkonflikte sind in diesem Sinne dringend zu vermeiden, zumindest aber, wenn sie im Geschäftsalltag dennoch auftreten, transparent offenzulegen. Verfahren zur Handlungsorientierung in entsprechenden Situationen sind in den Richtlinien der Sparkasse Passau festgelegt und werden regelmäßig geschult.
Der Verhaltenskodex/Corporate-Governance-Kodex der Sparkasse Passau bündelt die einzuhaltenden gesetzlichen Bestimmungen, freiwillig eingegangenen Selbstverpflichtungen, unternehmensinternen Richtlinien, ethischen Grundsätze und Wertmaßstäbe sowie Verhaltensregeln für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Er ist Leitfaden für die tägliche berufliche Praxis und konkrete Orientierungshilfe in Konfliktsituationen. Er trägt zugleich zur Entwicklung eines entsprechenden Risikobewusstseins in Hinblick auf die Bedeutung der Rechtstreue für den Geschäftserfolg bei und ist ein wichtiger Teil der Risiko- und Compliancekultur in der Sparkasse Passau.
Sparkassen als Finanzinstitute unterliegen spezialgesetzlichen Regelungen zur Prävention und Bekämpfung von kriminellen Handlungen wie Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Betrug, Korruption, Insiderhandel, Marktmanipulation, Wirtschaftskriminalität und sonstigen strafbaren Handlungen. Daneben sind Regeln zum Datenschutz und Embargovorschriften/Finanzsanktionen einzuhalten. Die Sparkasse Passau bekennt sich ausdrücklich zum Ziel, illegale Tätigkeiten zu bekämpfen.
Der Geldwäsche- und Compliance-Beauftragte stellt über Vorkehrungen und detaillierte Gegenmaßnahmen sicher, dass im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben gehandelt wird, um Vermögens- und Reputationsschäden für die Sparkasse Passau und ihre Kundinnen und Kunden zu verhindern. Eine regelmäßige Bestandsaufnahme und Bewertung der rechtlichen Regelungen und Vorgaben unter Nutzung der Verbandsunterstützung ermöglicht eine Identifizierung von möglichen Compliance-Risiken. Auf neue rechtliche Entwicklungen werden die Geschäftsbereiche hingewiesen.
In der Sparkasse Passau zeigen die Überwachungs- und Präventionsmaßnahmen von Compliance-Einheiten eine insgesamt niedrige bis im Einzelfall durchschnittliche Risikoeinschätzung sowie ein unauffälliges Gefährdungspotenzial.
Wir erwarten von unseren Beschäftigten, dass sie stets rechtskonform handeln, das heißt, dass sie sowohl externe als auch interne Regeln und Gesetze befolgen. Für die Überwachung dieser Vorgaben ist in unserem Haus der Geldwäsche- und Compliancebeauftragte verantwortlich. Sie sind unabhängig vom operativen Geschäft, haben umfassende Befugnisse und einen uneingeschränkten Informationszugang.
Die Beauftragten identifizieren zudem mögliche Interessenkonflikte. Darüber hinaus wird auch die Einhaltung der internen Verhaltensregeln vom Bereich Compliance geprüft. Hierzu gehört insbesondere die Einhaltung des vorgenannten Verhaltensstandards, der die Basis unserer Compliance-Grundsätze bildet, der allgemeinen Geschäftsanweisung und Dienstanweisung Compliance.
Weiter unterstützen und beraten sie den Vorstand bei der Einhaltung rechtlicher Vorgaben. Die Beauftragten erstatten sowohl jährlich als auch anlassbezogen Bericht an den Vorstand. Die Informationen werden an die interne Revision und an den Verwaltungsrat weitergeleitet.
In unserem Haus pflegen wir eine Compliance-Kultur. Sämtliche Beschäftigte werden im Rahmen regelmäßiger Compliance-Schulungen auf die von der Sparkasse festgelegten Präventionsmaßnahmen in den oben genannten Bereichen hingewiesen. Darüber hinaus werden die Beschäftigten bezüglich der Einhaltung der kapitalmarktrechtlichen Wohlverhaltensregeln unterrichtet.
Um Compliance-Verstöße zu vermeiden, sind alle Beschäftigten aufgefordert, sich mit ihren Fragen und Hinweisen an ihre Führungskräfte, die Fachbereiche oder die Geldwäsche und Compliance-Beauftragten zu wenden. Damit Unregelmäßigkeiten früh erkannt werden können, geben wir unseren Beschäftigten die Möglichkeit, diese vertraulich anzuzeigen (sog. Hinweisgebersystem).
Die Sparkasse Passau trägt dafür Sorge, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch externe Dritte die Möglichkeit haben, auf Auffälligkeiten und Verstöße gegen Richtlinien und Gesetze innerhalb der Sparkasse sowie durch Geschäftspartner und Kundinnen bzw. Kunden hinzuweisen. Hierfür bietet die Sparkasse Passau geschützte schriftliche und mündliche Meldekanäle an. Eine strikt vertrauliche Behandlung der Hinweise wird zugesichert. Zur Wahrung von Neutralität und Sicherheit der Person kann die Meldung auch anonym erfolgen.
Die Sparkasse Passaus ist Mitglied im Sparkassenverband Bayern und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. (DSGV) in Berlin angeschlossen. Der DSGV vertritt die Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe gegenüber staatlichen Stellen und in der Öffentlichkeit und organisiert die Willensbildung innerhalb der Gruppe.
Darüber hinaus legt er die strategische Ausrichtung der Sparkassen-Finanzgruppe fest. Hierzu erarbeiten seine Mitglieder und Verbundunternehmen mit dem DSGV Konzepte für eine erfolgreiche Marktbearbeitung. Der DSGV ist Träger der zentralen Bildungseinrichtung der Sparkassen-Finanzgruppe, der Hochschule für Finanzwirtschaft & Management. Weitere Gemeinschaftseinrichtungen sind zum Beispiel die Stiftung für die Wissenschaft, die Eberle-Butschkau-Stiftung sowie die Sparkassenstiftung für internationale Kooperation. Der DSGV verwaltet zudem die institutssichernden Einrichtungen nach dem Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz und das Sicherungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe sowie den Sicherungsfonds der Girozentralen und den Sicherungsfonds der Landesbausparkassen.
Wir spenden nicht an Parteien und Politikerinnen und Politiker. Weiterhin erfolgen keine Spenden an verfassungsfeindliche, demokratiegefährdende oder menschenverachtende Organisationen oder Vereinigungen jeder Art.
Steuern sind die wichtigste Einnahmequelle eines Staates für die Erfüllung seiner hoheitlichen Aufgaben, insbesondere der umfassenden Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger. Steuern dienen damit auch der Erfüllung der Aufgaben, die mit einer nachhaltigen Entwicklung der Staaten verbunden sind.
Als öffentlichrechtliches Kreditinstitut berücksichtigt die Sparkasse umfassend und bei allen relevanten Geschäftstätigkeiten sowie in allen ihren Gesellschaften die jeweils gültigen steuerrechtlichen Anforderungen. Die Sparkasse hält die jeweils geltenden Steuergesetze und -vorschriften in Bezug auf ihre eigenen Steuerverbindlichkeiten ein. Wir kommunizieren anlassbezogen aktiv, transparent und konstruktiv mit den jeweils zuständigen Steuerbehörden. Steuerhinterziehung ist illegal und steht im Widerspruch zu unserer Unternehmenskultur sowie zu unseren Werten und Überzeugungen.
Die Sparkasse Passau arbeitet mit Sorgfalt auf Basis der gesetzlichen Vorgaben. Die Sparkasse verfügt über ein wirksames Risikomanagement, das eine Risikoanalyse und interne Sicherungsmaßnahmen umfasst sowie eine unabhängige Interne Revision, die insbesondere die Funktionsfähigkeit aller Prozesse und Strukturen im Fokus hat. Die laufende Aktualisierung stellt den Kern eines risikobasierten Vorgehens in diesem Bereich dar. Flankierende Maßnahmen sind z.B. sachgerechte Anweisungen und laufende Qualifizierung der Mitarbeiter.
Sparkassen sind aus der bürgerschaftlichen Motivation heraus gegründet worden, möglichst vielen Menschen wirtschaftliche und damit soziale Teilhabe zu ermöglichen. Damit gehört die Gemeinwohlorientierung seit ihrer Gründung vor mehr als 200 Jahren zum Selbstverständnis dieser Institute. Aus ihrem gesellschaftlichen Auftrag ergeben sich die Anspruchsgruppen der Sparkasse. Menschen, Unternehmen und Kommunen in unserem Geschäftsgebiet sollen von der Geschäftstätigkeit der Sparkasse profitieren. Als nicht kapitalmarktorientierte Finanzinstitute sind die Sparkassen denjenigen verpflichtet, die in der Region tätig sind. Die für Sparkassen relevanten Anspruchsgruppen wurden 2012 in einer wissenschaftlichen Studie vom Institut für Kreditwesen der Universität Münster erarbeitet. Auf dieser Grundlage definieren wir die Anspruchsgruppen für unser Institut wie folgt:
| ― |
Kundinnen und Kunden, Geschäftspartner |
| ― |
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter |
| ― |
Träger (Verwaltungsrat, kommunalpolitische Entscheiderinnen und Entscheider) |
| ― |
Lokale Institutionen (Wirtschaft, Behörden, Presse und Wissenschaft) |
| ― |
Zivilgesellschaftliche Akteure, Nichtregierungsorganisationen |
| ― |
Breite Öffentlichkeit (Bürgerinnen und Bürger) |
Die Sparkasse ebenso wie die Mehrzahl ihrer Beschäftigten sind in der Region verwurzelt. Als kommunal verankertes Kreditinstitut stehen wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit und unseres gesellschaftlichen Engagements in einem kontinuierlichen Austausch mit unseren Kundinnen und Kunden, den Trägern, der Wirtschaft, den gesellschaftlichen Institutionen sowie den Bürgerinnen und Bürgern in der Region.
Diese Dialoge stellen die regelmäßige Interaktion und den Austausch mit unseren Anspruchsgruppen in den lokalen Gemeinschaften sicher. Sie waren bislang häufig nicht im Sinne der Nachhaltigkeit formalisiert, umfassen aber ein breites Spektrum an Themen, die für die zukunftsfähige wirtschaftliche und gesellschaftliche Weiterentwicklung der Region wesentlich sind.
Für ein repräsentatives Sparkassenbild zu Nachhaltigkeitsthemen verschiedener Anspruchsgruppen hat eine Arbeitsgruppe im DSGV ein umfassendes Instrument zur Befragung und Analyse entwickelt. Damit können Sparkassen auf lokaler bzw. regionaler Ebene die Anliegen, Perspektiven und Erwartungen aller ihrer Anspruchsgruppen zur Nachhaltigkeit ermitteln, vergleichen und in ihre Wesentlichkeitsanalysen (s. nächsten Abschnitt) einbinden. Der Basisfragebogen, mit dem alle Anspruchsgruppen die Nachhaltigkeitsleistungen der Sparkasse und die Wichtigkeit einzelner Nachhaltigkeitsthemen beurteilen, wird für die Gruppen Mitarbeitende, Privatkunden und Firmenkunden zusätzlich um zielgruppenspezifischen Fragen ergänzt. Alle Anspruchsgruppen haben zudem die Möglichkeit, Freitexte einzugeben, welches ein umfassendes Feedback erlaubt.
Im Folgenden sind die wichtigsten Dialogformate und ihre Themen aufgeführt:
| Zielgruppe/Anspruchsgruppe | Anzahl | Art des Dialogs | Wesentliche Themen/Inhalte | Ergebnisse |
| Dialoge | ||||
| Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter | 1 | Stakeholderbefragung Nachhaltigkeit | Persönliches Involvement bezüglich Nachhaltigkeit / Arbeitsplatzbezogenes Wissen bezüglich Nachhaltigkeit / Anspruchsniveau im Bereich Nachhaltigkeit / Chancen und Risiken | Mehr als die Hälfte (54%) der Mitarbeiter sieht die Sparkasse Passau in Sachen Nachhaltigkeit insgesamt bereits gut aufgestellt, 28% sogar "ausgezeichnet / sehr gut". |
| Kundinnen und Kunden | 1 | Sparkassen Firmenkunden Dialog (SFKD) | Bewertung der Sparkasse in den Bereichen Beratung / Zufriedenheit / Weiterempfehlungsbereitschaft | überdurchschnittliche Kundenzufriedenheit im Firmenkundenbereich, im Zeitvergleich sehr stabile Zufriedenheitswerte |
Im Rahmen dieser Dialoge möchte die Sparkasse Passau tatsächliche und potenzielle, positive und negative Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf ihre Anspruchsgruppen erfassen. Die Ergebnisse der Dialoge werden in regelmäßigen Prozessen analysiert und in wesentliche Entscheidungen mit einbezogen, um die Auswirkungen auf die Anspruchsgruppen zu steuern. Insbesondere durch die Befragung der Mitarbeiter hat unsere Sparkassen ein nachvollziehbares und belastbares Feedback erhoben. Die Ergebnisse zur Einschätzung der Nachhaltigkeitsleistung unserer Sparkasse sowie deren Wichtigkeit fließen in künftige Entscheidungen und Maßnahmen unseres Nachhaltigkeitsengagements ein. Daneben nutzen wir den Austausch, um unsere Geschäftspolitik, unser Produktangebot und unsere gesellschaftlichen Initiativen weiterzuentwickeln.
Als regionales Kreditinstitut bieten wir allen Bürgerinnen und Bürgern Zugang zu modernen Finanzdienstleistungen. Dazu gehört auch das Angebot von Anlageprodukten mit Nachhaltigkeitsmerkmalen.
Mit den Anlageprodukten mit Nachhaltigkeitsmerkmalen der Produktpartner (Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe und dritte Anbieter) verfügt die Sparkasse über ein Sortiment von Investmentfonds (zum Beispiel Renten-, Aktien- und Mischfonds, Immobilienfonds, ETFs) und Anleihen sowie Zertifikaten, das für alle Kundinnen und Kunden passende Produkte je nach Risikoneigung und Liquiditätsbedarf bietet. Im Rahmen der Anlageberatung werden auch die Nachhaltigkeitspräferenzen der Kundinnen und Kunden abgefragt. Die entsprechenden Angaben zu den Nachhaltigkeitspräferenzen berücksichtigen wir bei der Auswahl und Empfehlung eines geeigneten Finanzinstruments in der Anlageberatung.
Für Kundinnen und Kunden, die ihre Wertpapiergeschäfte online abwickeln, bieten die Onlinebrokerinnen bzw. Onlinebroker der Sparkasse ein Angebot an Anlageprodukten mit Nachhaltigkeitsmerkmalen.
Das Anlagevolumen in Anlageprodukten mit Nachhaltigkeitsmerkmalen belief sich 2023 auf 65 Mio. Euro (Vorjahr: 64 Mio. Euro), das entspricht 29 Prozent der gesamten Wertpapieranlage (Vorjahr: 32 Prozent).
Die Förderung der Ersparnisbildung in der Bevölkerung gehört zu unseren zentralen Aufgaben als Sparkasse. Herausfordernde Zinsszenarien und die Inflation erschweren die finanzielle Zukunftsvorsorge erheblich und bringen vor allem Menschen mit geringeren Einkommen unter Druck. Die Anpassung der Eigenvorsorge unserer Kundinnen und Kunden an die veränderten Rahmenbedingungen ist und bleibt eine vordringliche Aufgabe für uns als Sparkasse.
Die Menschen in der Region sind zunehmend bereit, für die eigene (Alters-)Vorsorge selbst einzustehen. Jüngere fangen früher an, aus eigener Kraft Kapital aufzubauen, der Anteil der Nichtsparerinnen und -sparer geht generell zurück. Die steigende Bereitschaft zur Eigeninitiative spüren wir auch als Sparkasse. Durch regelmäßiges Sparen in Sparverträge und Lebens- bzw. Rentenversicherungen sorgt die breite Mehrheit unserer Kundinnen und Kunden vor.
Insgesamt wurden bis Ende 2023 23.747 Wertpapiersparverträge bespart. Angesichts fehlender Zinsen für die klassischen Geldanlagen nutzen private Kundinnen und Kunden seit einigen Jahren vermehrt auch Fondssparpläne für die Altersvorsorge oder den langfristigen Vermögensaufbau. Wir bieten privaten Kundinnen und Kunden ein breites Spektrum an Wertpapieren (z. B. Investmentfonds) und Vorsorgeprodukten. Je nach persönlichen Wünschen, Zielen und Risikoneigung haben sie die Möglichkeit, bereits mit Sparbeträgen ab 25 € monatlich langfristig Kapital aufzubauen. Hierzu bieten wir auch den Vermögensaufbau mit Produkten an, die über Nachhaltigkeitsmerkmale verfügen. Diese private (Alters-)Vorsorge ergänzt das Einkommen im Rentenalter und verringert die Rentenlücke.
Als Folge der Coronapandemie und verstärkt durch die Energiekrise haben viele Menschen auch 2023 ihren Konsum eingeschränkt und weiterhin Rücklagen gebildet. Entsprechend sind die Einlagen unserer Kundinnen und Kunden auf hohem Niveau weiter leicht gewachsen. Insgesamt flossen im Berichtsjahr 292,3 Mio. Euro in Spareinlagen, -briefe und Termineinlagen.
| Produkte zur Stärkung sozialer Eigenvorsorge |
Volumen
in T€ |
Vorjahr |
| Anlagevolumen gesamt | 909.075 | 679.758 |
Energieunabhängigkeit ist ein wesentlicher Schlüssel für den Erhalt des Wohlstands in Deutschland und Europa. Der Ukraine-Krieg und die mit ihm verbundene Energiekrise machen deutlich, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Stabilität zusammengehören. Die Umstellung unserer Energieversorgung auf erneuerbare Energien und die parallele Senkung des Energieverbrauchs schützen unsere industrielle Basis und die damit verbundenen Arbeitsplätze.
Nach der Coronapandemie stellt uns der nachhaltige Umbau der Wirtschaft vor die nächste große Herausforderung. Die Transformation zu mehr Nachhaltigkeit erfordert das wahrscheinlich größte Investitionsprogramm dieser Dekade.
Wir verstehen es als wichtigen Teil unseres öffentlichen Auftrags, diese Transformation hin zu einer CO 2 -neutralen und damit auch unabhängigen, krisensicheren Kreislaufwirtschaft zu begleiten. Für unsere gewerblichen und privaten Kundinnen und Kunden hier in der Region stellen wir dazu passende Produkte und Lösungen bereit.
Die energetische Modernisierung sowie die Senkung der Emissionen in privaten und gewerblichen Gebäuden und die CO 2 -Reduzierung im Bereich der produzierenden Unternehmen fördern wir als Sparkasse aktiv im Sinne unserer Kundinnen und Kunden und der Gemeinschaft.
Als führender Partner für die Finanzierung von Wohnimmobilien engagiert sich die Sparkasse umfassend für ökologisch verträgliches Bauen und Wohnen.
Unternehmerisches Handeln und Klimaschutz gehen künftig nur zusammen. Die am 1. Januar 2022 in Kraft getretenen technischen Bewertungskriterien der EU-Taxonomie definieren die Standards für nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten. Ihre Einhaltung wird in den kommenden Jahren zu einem entscheidenden Faktor für den Zugang zu Kapital und für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.
Viele Mittelständlerinnen und Mittelständler in unserer Region treiben den Umbau in Richtung einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise bereits engagiert voran. Sie sehen darin auch die Chance, ihre Vorreiterrolle in den europäischen und internationalen Märkten auszubauen und einen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele zu leisten.
Als Finanzpartner beraten wir unsere mittelständischen Kundinnen und Kunden zu diesen wesentlichen Zukunftsfragen im Bereich der Unternehmensfinanzierung. Ein wichtiger Baustein sind dabei ökologische Förderprogramme. Hierzu zählt beispielsweise das Förderprogramm "Klimaschutzoffensive für Unternehmen" der KfW, das sich als zinsgünstiges Darlehen für Investitionen in Maßnahmen zur Verringerung, zur Vermeidung und zum Abbau von Treibhausgasemissionen an technische Kriterien der EU-Taxonomie für nachhaltiges Wirtschaften anlehnt. Oder das Programm "Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft" der KfW, dessen günstige Refinanzierung und hohen Tilgungszuschuss wir als Sparkasse im Sinne unserer Kundinnen und Kunden nutzen.
| Kredite für Umweltschutz, Energie- und Ressourceneffizienz |
Neuzusagen Volumen
in T€ |
Vorjahr |
| Förderkredite | 11.700 | 34.100 |
| Eigenmittelkredite | 0 | 0 |
| Gesamt | 11.700 | 34.100 |
Als Sparkasse finanzieren wir Investitionen, die sowohl die Erzeugung als auch die Infrastruktur für die Nutzung von Wärme und Strom aus regenerativen Energien verbessern. Ob Solarkollektoranlagen, Biomasseanlagen, Wärmenetze, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden, Biogasleitungen, Wärmespeicher, Wärmepumpen, Anlagen zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung - das Spektrum an technologischen Verfahren und wirtschaftlichen Einsatzmöglichkeiten ist sehr breit gefächert, ihr Einsatz braucht passgenaue Finanzierungslösungen.
Das Umsteuern auf diese Form der Energieerzeugung muss jetzt in sehr kurzer Zeit erfolgen. Als Hausbank beraten wir unsere Kundinnen und Kunden bei der tragfähigen Finanzierung erneuerbarer Energien. Dabei ist es uns ein Anliegen, private Kundinnen und Kunden, Sparerinnen und Sparer, Verbraucherinnen und Verbraucher, Unternehmen und Institutionen vor Ort in die ökologische Weiterentwicklung unserer Region einzubeziehen.
Grundlage für Lebensqualität und wirtschaftliche Prosperität ist eine moderne Infrastruktur in der Region. Neben einer guten Verkehrsanbindung und schnellem Internet gehören dazu öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Bibliotheken, Museen, Sportstätten, Krankenhäuser sowie auch die Möglichkeit, sich Wohnraum leisten zu können.
Die Mittel kommen einem breiten Spektrum von kommunalen und sozialen Vorhaben zugute, wie beispielsweise der Schaffung bezahlbaren Wohnraums, dem Ausbau der Infrastruktur für Breitband und Kommunikation, der Sanierung von öffentlichen Gebäuden, Schulen und Bildungseinrichtungen sowie dem Bau von Kitas und Krankenhäusern.
Insbesondere die Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen stellt die Bezahlbarkeit von Wohnraum vor Herausforderungen. Die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum gehört auch in unserer Region zu den vordringlichen Aufgaben. Der seit Jahren anhaltende Preisanstieg bei Immobilien hat sich auch 2023 fortgesetzt. Als Sparkasse beraten und unterstützen wir unsere Kundinnen und Kunden beim Kauf, Bau oder auch Umbau von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen. Dabei binden wir auch zinsgünstige öffentliche Förderprogramme wie das KfW-Wohneigentumsprogramm, das Baukindergeld oder KfW-Kredite für altersgerechtes Umbauen ein.
Der demografische Wandel macht weiterhin große Anstrengungen im Wohnungsbau, aber auch bei der Investition in öffentliche und private Gebäude notwendig, um die Barrierefreiheit zu verbessern und generationengerechtes Wohnen zu erleichtern. Die Sparkasse ist eine verlässliche Partnerin für private Kundinnen und Kunden, die ihr Haus oder ihre Wohnung altersgerecht umbauen möchten.
Die dynamische Digitalisierung der Industrie, der Arbeitswelt und des privaten Lebensbereichs macht den schnellen Ausbau der digitalen Infrastruktur in der Region notwendig. Flächendeckende und leistungsstarke Netz- und Übertragungskapazitäten sind die Grundlage für die Teilhabe der Region an Chancen der digitalen Transformation, die auch zum Erhalt gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Regionen beiträgt.
Als öffentlichrechtliches Kreditinstitut ist es unsere gesetzliche Aufgabe, allen Bevölkerungskreisen den Zugang zu modernen Bankdienstleistungen zu eröffnen. Diesen Auftrag erfüllen wir umfassend und verlässlich. Wir beleben so auch den kreditwirtschaftlichen Wettbewerb in der Region.
Unser Filialnetz und die persönliche Beratung sind verknüpft mit der Sparkassen-Internetfiliale, mit mobilen Anwendungen und kontaktlosen Bezahlverfahren. Unsere Beschäftigten bleiben ein wichtiger Erfolgsfaktor und bringen neben ihrer digitalen auch ihre soziale Kompetenz im Kontakt mit den Kundinnen und Kunden ein.
Mit der Führung von Basis-/Bürgerkonten ermöglichen wir es jeder Verbraucherin und jedem Verbraucher (mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU), unabhängig von der persönlichen Situation, dem Einkommen, dem Alter oder der Nationalität ein Girokonto zu führen und damit am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen.
Das Basis-/Bürgerkonto wird auf Guthabenbasis geführt, sodass keine Verschuldung möglich ist. Der Anspruch auf Abschluss eines Basiskontovertrags kann nur unter bestimmten Bedingungen verweigert werden: zum einen, wenn bereits ein Zahlungskonto vorhanden ist, bei strafbarem Verhalten bzw. beim Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot oder bei einer früheren Kündigung wegen Zahlungsverzuges. Im Berichtsjahr haben wir 93.783 Privatgirokonten (Vorjahr: 94.202) geführt, 5.600 davon waren Basis-/Bürgerkonten (Vorjahr: 4.928).
Wir bieten hochwertige Leistungen zu marktgerechten Preisen und sind mit 29 Filialen (Vorjahr: 29) überall im Geschäftsgebiet persönlich erreichbar. Wer in die Geschäftsstelle kommt, sucht dort vor allem qualifizierte Beratung. Wir passen deshalb unser Geschäftsstellennetz diesen veränderten Kundenbedürfnissen an und schaffen in Hinblick auf Beratungsmöglichkeiten und -qualität deutlich aufgewertete Standorte.
An insgesamt 47 Standorten (Vorjahr: 47) stehen modernste Geräte wie Geldausgabeautomaten, Einzahlungs- und Auszahlungsautomaten sowie weitere SB-Geräte zur Verfügung.
Als Sparkasse sind wir in der analogen wie auch in der digitalen Welt die Lebens- und Geschäftsbegleiterin unserer Kundinnen und Kunden. Mit der Sparkassen-Internetfiliale sowie mit weiteren Software-Anwendungen bieten wir unseren Kundinnen und Kunden eine digitale Basis für alle Finanzgeschäfte.
Aufgrund veränderter Kundenbedürfnisse und verstärkt durch den seit der Coronapandemie stärker digitalisierten Alltag verzeichneten wir auch 2023 eine Zunahme der digitalen Kontakte. So erledigten 71.860 Kundinnen und Kunden (Vorjahr: 69.678) ihre Bankgeschäfte auch per Online- bzw. Mobile Banking. Die Nutzung der digitalen und mobilen Bezahlangebote der Sparkasse wächst kontinuierlich: Im vergangenen Jahr haben unsere Kundinnen und Kunden mit ihrer Girocard insgesamt 5,899 Mio. Transaktionen im Handel getätigt - das sind 722.000. Zahlungen mehr als im Vorjahr. Vor allem die kontaktlosen Zahlungen haben dabei überdurchschnittlich zugelegt: Im Dezember 2023 waren 87 Prozent der Girocard-Zahlungen kontaktlos. Dazu zählen kontaktlose Zahlungen mit physischer Karte und mit der digitalen Girocard im Smartphone. Die Anzahl der Zahlungen mit der App "Mobiles Bezahlen" ist im Berichtsjahr auf 45.983 Transaktionen gestiegen. Apple Pay nutzen 8.752 Sparkassen-Kundinnen und -kunden.
Mit den Sparkassen-Apps bieten wir unseren Kundinnen und Kunden leistungsfähige und vor allem sichere Lösungen an, die wir durch die persönliche Beratung über digitale Kanäle ergänzen. Die App "Sparkasse" hat sich für viele Kundinnen und Kunden zum wichtigsten Zugang zu ihrer Sparkasse entwickelt.
2022 wurde dieses Angebot um die neue App "Sparkasse Business" erweitert. Sie ist das erste mobile Angebot der Sparkassen-Finanzgruppe für Geschäfts- und Gewerbekunden, die ihr Banking selbst erledigen. Neben der Nutzung des S-Firmenkundenportals und der Business Center mit den Beraterinnen und Beratern vor Ort haben diese nun mit der App jederzeit und überall die Übersicht über ihre Konten, Umsätze und Überweisungen - auf Wunsch auch über Konten bei anderen Kreditinstituten. Zusätzlich können sie mit den integrierten Lexoffice-Funktionalitäten auch die Buchhaltung mit dem Smartphone vorbereiten. Belege wie Kassenbons, Quittungen oder Rechnungen können einfach fotografiert und direkt in die Buchhaltungssoftware Lexoffice geladen werden.
Darüber hinaus stehen 5 Digitale Beraterinnen und Berater unseres Digitalen Beratungscenters "S@Home" zur Verfügung, die unsere Kundinnen und Kunden flexibel über ein Screensharing-System beraten.
Uns ist wichtig, die menschliche Nähe, die uns von unseren Wettbewerbern unterscheidet, trotz des notwendigen Umbaus der Filialstruktur auf allen Wegen zu erhalten. Um dies zu gewährleisten, liegt weiterhin ein besonderer Schwerpunkt auf der Qualifikation der Beschäftigten für eine kanalübergreifende Kundenbetreuung.
Als Sparkasse sind wir eine datennutzende Organisation. Die IT-Sicherheit unserer Systeme hat höchste Priorität. Nähere Informationen dazu stellen wir in der Sparkassen-Internetfiliale bereit https://www.sparkasse-passau.de/de/home/service/sicherheit-im-internet.html
| Anzahl | Vorjahr | |
| Privatgirokonten gesamt | 93.783 | 94.202 |
| Davon: Basis-/Bürgerkonten | 5.600 | 4.928 |
| Filialen (personenbesetzt) | 29 | 29 |
| Fahrbare Filialen | 0 | 0 |
| SB-Filialen | 1 | 1 |
| SB-Geräte (Bankautomaten) | 63 | 64 |
| Geldausgabeautomaten | 35 | 36 |
| Kontoauszugsdrucker (reine KAD-Funktion) | 33 | 33 |
| Ein- und Auszahlungsautomaten | 29 | 27 |
| Nutzer/-innen Online-/Mobile Banking | 71.860 | 69.678 |
| Nutzer der Sparkassen-App | 35.079 | 30.840 |
Die Sparkasse bekennt sich zu ihrer Verantwortung für die Menschen in der Region. Faire Partnerschaft heißt für uns auch, niemanden von modernen Finanzdienstleistungen auszuschließen. Unser Ziel ist es, unsere Produkte und Dienstleistungen für jede Kundin und jeden Kunden gleichberechtigt zugänglich zu machen.
Wir stellen besondere Angebote für benachteiligte Zielgruppen bereit (z. B. Menschen mit Migrationshintergrund, ältere Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen, kranke Menschen). Wir bieten auch Beratungen in russischer / albanischer / arabischer / persischer und kroatischer Sprache an, um die erfolgreiche Einbindung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in unsere Gesellschaft und in das Wirtschaftsleben zu unterstützen.
Darüber hinaus steht unser Internetauftritt auf Deutsch, Englisch, Französisch, Tschechisch, Türkisch und Polnisch zur Verfügung.
Schritt für Schritt bauen wir auch den barrierefreien Zugang zu unseren Filialen, zu den Selbstbedienungsgeräten, zu unserem Internetauftritt und zu unserem gesamten Beratungsangebot aus. Viele unserer Filialen sind weitgehend rollstuhlgerecht. Bei künftigen Umbauten wird diesem Gedanken grundsätzlich besonders Rechnung getragen. Seit Jahren legen wir Wert auf vollkommen oder teilweise barrierefreie Geldautomaten bzw. SB-Terminals.
Wir bieten ein weitgehend barrierefreies Onlinebanking für Smartphone und PC an, das sich durch einfache Bedienbarkeit auszeichnet und zum Beispiel auch Vorleseprogramme ("Screen Reader") unterstützt. Darüber hinaus stellen wir Informationsmaterialien zu den angebotenen Finanzdienstleistungen als barrierefreie Dokumente in leichter Sprache sowie als Videos in Gebärdensprache bereit: https://www.sparkasse.de/service/barrierefrei/gebaerdensprache-videos.html Auch Menschen, die nicht in der Lage oder zeitlich und örtlich verhindert sind, in eine Filiale zu kommen, werden von der Sparkasse Passau, u.a. durch unser S@Home, betreut. Für ältere Menschen oder für langfristig erkrankte Kundinnen und Kunden bieten wir bei Bedarf auch Hausbesuche an.
Wir sind der verlässliche Finanzpartner für alle Menschen in der Region, unabhängig von Einkommen und Status. Für Privatpersonen haben wir im Berichtsjahr ein Kreditvolumen in Höhe von 154,9 Mio. € bereitgestellt. Das war wesentlich weniger als im Jahr 2022, wo das Kreditvolumen 225 Mio. € betrug. Diese Entwicklung war den Rahmenbedingungen mit gestiegenen Zinsen und eines schwierigen wirtschaftspolitischen Umfeldes geschuldet.
Wir sind dabei nicht nur der Finanzpartner für größere Investitionen wie den Erwerb eines Eigenheims, auch für kleinere private Ausgaben stellen wir Kredite zu fairen und verlässlichen Konditionen bereit.
Unsere Verantwortung bei der Vergabe von Kleinkrediten nehmen wir sehr ernst und beraten unsere Kundinnen und Kunden so, dass eine für sie tragfähige Einnahmen- und Ausgabensituation gewährleistet bleibt. Wenn Kundinnen und Kunden etwa durch eine unvorhersehbare Notlage in Zahlungsschwierigkeiten geraten, begleiten wir sie umsichtig und verantwortungsvoll. Wichtig ist in einer solchen Lage, kurzfristig den Kontakt mit der Beraterin oder dem Berater in der Sparkasse aufzunehmen, um zu prüfen, welche Möglichkeiten zum Aufschub von Zins- und Tilgungszahlungen bestehen.
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Volumen
in T€ |
Vorjahr | |
| Kredite an private Personen | 154.900 | 225.100 |
Im vergangenen Jahr haben wir gewerbliche Kredite in Höhe von 311,6 Mio. € für kleine und mittlere Unternehmen sowie auch für Selbstständige in der Region bereitgestellt. Wie bereits in der Pandemie war auch im vom Ukraine-Krieg sowie den hohen Energiepreisen und der Inflation geprägten Jahr 2023 die Sicherung der Liquidität häufig eine entscheidende Voraussetzung für eine weitere Auftragsabwicklung in kleinen und mittleren Betrieben. Die Sparkasse sicherte die Handlungsfähigkeit der Betriebe deshalb auch durch die Bereitstellung von Betriebsmittelkrediten. Damit leistet die Sparkasse auch einen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen in ihrem Geschäftsgebiet.
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Volumen
in T€ |
Vorjahr | |
| Kredite an Unternehmen und Selbstständige | 311.600 | 463.900 |
Die Stärkung von Innovationsfähigkeit und Resilienz ist eine wichtige Grundlage für das Gelingen der nachhaltigen Transformation. Als Sparkasse unterstützen wir mittelständische Unternehmen gezielt bei der Entwicklung und Markteinführung innovativer Produkte und Dienstleistungen ebenso wie bei der Realisierung von größeren Innovationsvorhaben. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen.
Auch als regional verankertes Kreditinstitut unterstützen wir unsere Kundinnen und Kunden beim Auslandsgeschäft. Mithilfe des EuropaService der Sparkassen-Finanzgruppe können wir unsere mittelständischen Kunden über wichtige Fragen rund um den europäischen Binnenmarkt, über dessen wirtschaftliche und rechtliche Auswirkungen sowie über die Umsetzung von EU-Förderprogrammen informieren und beraten. Exporteuren und Importeuren helfen wir gerne, ausländische Geschäftspartner zu finden. Firmenkunden mit intensiveren Auslandsgeschäften stehen Beratungsmöglichkeiten zu den Bedingungen für Investitionen in mehr als 40 Ländern zur Verfügung.
Das S-CountryDesk unterstützt Unternehmenskunden der Sparkassen beim Auslandsgeschäft und stellt Auslandskontakte, Finanzierungspartner und Anlaufstellen zur Verfügung. Dank dieser persönlichen Beziehungen zu den Partnern im Ausland können Anfragen von Unternehmen unbürokratisch und ergebnisorientiert bearbeitet werden.
Die Förderung von Unternehmensgründungen gehört zu unserem gesellschaftlichen Auftrag. Durch die Begleitung von Existenzgründungen als Hausbank leisten wir einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wirtschaftsentwicklung, zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und zu einer nachhaltigen Entwicklung in der Region.
45 Gründungsberatungen haben wir im Berichtsjahr durchgeführt. Insgesamt finanzierten wir 30 Existenzgründungen mit 7.000.000 €, davon waren 25 Neugründungen, 5 entfielen auf Übernahmen bestehender Unternehmen. Die Refinanzierung dieser Kredite erfolgte über Förderbanken oder über Eigenmittel der Sparkasse.
Als Sparkasse beraten wir Gründerinnen und Gründer ganzheitlich und langfristig. Eine persönliche Existenzgründungsberaterin bzw. ein persönlicher Existenzgründungsberater begleitet die ersten Schritte von der Geschäftsidee bis zum Businessplan und weiter bis zur Gründungsfinanzierung. Auch die späteren Entwicklungsphasen des Unternehmens begleitet die Sparkasse durch eine persönliche Beraterin oder einen persönlichen Berater sowie mit passenden Finanzierungen. Wir unterstützen Gründerinnen und Gründer darüber hinaus mit Marktinformationen sowie durch unsere Netzwerke und Partnerschaften in der Region.
Die Sparkasse Passau beteiligt sich nur situativ und auf Kundenwunsch am "Deutschen Gründerpreis", der von den Sparkassen gemeinsam mit stern, ZDF und Porsche ausgelobt wird. Die Niederbayerischen Sparkassen verleihen alljährlich den "Niederbayerischen Gründerpreis", wo wir in allen Kategorien Unternehmen nominiert haben. Ziel ist es, erfolgreiche Gründerinnen und Gründer aus der Wirtschaftsregion Niederbayern sowie ihre Unternehmen sichtbar und durch unsere vielfältige Unterstützung noch erfolgreicher zu machen. Damit stärken wir den Unternehmergeist und die Innovationskraft in Niederbayern.
Acht Gründerinnen und Gründer aus unserem Geschäftsgebiet haben sich am Niederbayerischen Gründerpreis beteiligt. In der Kategorie "Agrar" konnten wir mit der Fischer & Tischer GbR, Ruhstorf den Sieger stellen. In der Kategorie "Konzept" erreichte die Pieper Bedachungen GmbH, Hauzenberg den dritten Platz.
| Existenzgründungskredite |
Neuzusagen Volumen
in T€ |
Vorjahr |
| Förderkredite | 6.313 T€ | 3.800 T€ |
| Eigenmittelkredite | 687 T€ | 700 T€ |
| Gesamt | 7.000 T€ | 4.500 T€ |
| Gründungsberatungen | Anzahl | Vorjahr |
| Gründungsberatungen gesamt | 45 | 38 |
| Existenzgründungskundinnen/-kunden | Anzahl | Vorjahr |
| Existenzgründungskundinnen/-kunden gesamt | 45 | 38 |
| Davon: | ||
| Neugründungen | 25 | 17 |
| Übernahmen | 4 | 2 |
| Beteiligungen | 1 | 3 |
Die Sparkassen mit ihren Verbundpartnern in der Sparkassen-Finanzgruppe sind als Marktführer im Kommunalkreditgeschäft ein aktiver, verlässlicher und fachlich kompetenter Finanzpartner für die Entwicklung tragfähiger Lösungsmodelle zur Finanzierung von Infrastruktur und von Investitionen in die Daseinsvorsorge.
Wichtige kommunale Investitionsprojekte im Bereich von Kindergärten und Kindertagesstätten. Schul- und Sportanlagen, Ausbau von Pflegekapazitäten und behindertengerechte Einrichtungen. sozialer Wohnungsbau, energetische Sanierungen und Neubauten, Digitalisierung, Kläranlagen und Wasserversorgungseinrichtungen, Straßenbau, Erschließungsmaßnahmen von Bau- und Gewerbegrundstücke, sowie Studentenwohnanlagenmüssen in den kommenden Jahren in unserer Region finanziert werden. Im Berichtsjahr stellte die Sparkasse dafür Kommunalkredite in Höhe von 137,1 Mio. € bereit.
Über Leasing wurde ein Finanzierungsbedarf in Höhe von 40.000 € gedeckt. Diese Mittel werden genutzt für Bagger/Ersatzinvestitionen.
Die Sparkasse unterstützt die Region Passauer Land, die Städte, den Landkreis und die Gemeinden nach Kräften bei allen Aktivitäten und Vorhaben, die eine Rückgewinnung und Stärkung kommunaler Handlungsautonomie zum Ziel haben. Angesichts der strukturellen Herausforderungen, vor denen der Standort Deutschland als Ganzes und auch die Kommunen stehen, sind tragfähige kommunale Finanzen essentiell.
Als verlässliche Finanzpartnerin unterstützt die Sparkasse ihre kommunalen Kunden mit einem differenzierten Instrumentarium bei der Optimierung der Liquidität. Eine wichtige Säule sind dabei weiterhin Kassenkredite, auf die im Berichtsjahr ein Volumen von 74.618.900 € entfiel. Auch die Steuerung der kurzfristigen Geldanlagen leistet einen wichtigen Beitrag zu einem erfolgreichen Liquiditätsmanagement. So verwaltete die Sparkasse im Berichtsjahr ein Volumen von 278.780.410 € an Einlagen für Kommunen in der Region.
Als Sparkasse beraten wir unsere kommunalen Kunden ganzheitlich nach dem Sparkassen-Finanzkonzept für Kommunen. Dabei berücksichtigen wir langfristige Zielsetzungen für die Region. Erfahrene Kommunalberaterinnen bzw. -berater betreuen die Kommunen persönlich und kontinuierlich. Im Rahmen der Beratung wird zunächst die Ausgangslage der Kommune, der kommunalnahen Unternehmen und der Institutionen gemeinsam analysiert. Bereits fixierte Maßnahmen und Planungen werden in einen vorläufigen Umsetzungsplan überführt. Auf dieser Grundlage ermitteln wir dann systematisch den Bedarf einer Kommune in den Bereichen Liquidität, Anlage, Investitionen, Risikomanagement, Immobilien und Liegenschaften ebenso wie ihren Bedarf an strategischer Begleitung. Gemeinsam mit den kommunalen Kunden entwickeln wir ein stimmiges, mittelfristig tragfähiges Gesamtkonzept sowie einen Fahrplan für die weitere Zusammenarbeit zwischen Kommune und Sparkasse, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Das Vorgehen wird jährlich überprüft und gegebenenfalls justiert.
Ergänzend unterstützen wir die Kommunen auch durch spezifische Instrumente bei der Bewältigung von komplexen Steuerungsaufgaben. Dazu gehört die "Kommunale Verschuldungsdiagnose": Sie hilft den Städten, Gemeinden und Landkreisen, ihre Liquidität zu steuern und so handlungsfähig zu bleiben. Mit der "S-Kompass Schuldenmanagement-Software für Kommunen" bieten wir den kommunalen Kunden auch ein passendes IT-Instrument dazu an. Darüber hinaus beraten wir Kommunen in strategischen Bereichen, wie Rekommunalisierung und Daseinsvorsorge Im Berichtsjahr haben wir auch Veranstaltungen bzw. Fachtagungen für Kämmerinnen und Kämmerer oder Bürgermeisterinnen und Bürgermeister durchgeführt, die Gelegenheit zum Austausch über Entwicklung, Nachhaltigkeit sowie komplexe Aufgabenstellungen in der Verwaltung gaben. Wichtige Themen waren zum Beispiel Wärmenetze für Kommunen und die Energiewende.
|
Volumen
in T€ |
Vorjahr | |
| Kassenkredite | 74.618,9 | 71.840,7 |
| Kommunaldarlehen | 137.054,71 | 139.118,13 |
Die Sparkasse Passau gehört zu den Unterzeichnern der "Selbstverpflichtung deutscher Sparkassen für klimafreundliches und nachhaltiges Wirtschaften". Auf dieser Grundlage setzen wir uns aktiv dafür ein, die Ziele des "Pariser Klimaabkommens" für die gesamte Volkswirtschaft zu erreichen. Als Sparkasse wollen wir dazu beitragen, die Wirtschaft mit dem Ziel eines besseren Klimaschutzes zu verändern.
Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie bieten die konkreten Nachhaltigkeitsziele und Programme im Geschäftsgebiet einen wichtigen Referenzrahmen für die Weiterentwicklung der gesellschaftlichen Initiativen der Sparkasse. Gemeinsam mit unseren Trägern und den Akteuren in der Region arbeiten wir an diesen wichtigen Fragen.
Im Berichtsjahr 2023 haben wir regionale Initiativen und Projekte für Umwelt- und Naturschutz mit insgesamt 28 T€ gefördert, verstärkt auch solche, die der Bindung von CO 2 dienen, beispielsweise die Initiative Klima-Landwirt.
Als Sparkasse setzen wir uns für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein. Die Förderung von Projekten für den Umwelt- und Naturschutz sowie zum Erhalt der Artenvielfalt ist ein fester Bestandteil dieses Engagements. Unser übergeordnetes Ziel ist es dabei, einen dauerhaften Bewusstseinswandel in der Region zu unterstützen.
Bei der Realisierung einer erfolgreichen Klimaschutzpolitik spielen die Kommunen eine wichtige Rolle. Durch nachhaltige Stadtplanung, eine klimagerechtere Verkehrsinfrastruktur, Anreize für Energieeffizienz in neuen Baugebieten oder durch Nachhaltigkeit in kommunalen Gebäuden und Einrichtungen können sie vor Ort Beiträge zur Erreichung der Klimaziele beisteuern. Mit nachhaltigen land- und forstwirtschaftlichen Konzepten und einem klimaschonenden Tourismus lässt sich darüber hinaus die Attraktivität und die Lebensqualität in der Region steigern.
Als Sparkasse unterstützen wir kommunale Akteure bei ihren Bemühungen, die Treibhausgasemissionen in der Region dauerhaft zu senken. Neben positiven Effekten auf den Klimaschutz kurbeln der Ausbau der erneuerbaren Energien und klimagerechte Investitionen auch die regionale Wertschöpfung an, während sinkende Energiekosten den kommunalen Haushalt langfristig entlasten.
Im Berichtsjahr 2023 haben wir u.a. die Initiative Klima-Landwirt unterstützt. Im Schulterschluss mit der regionalen Landwirtschaft sollen eine gezielte Humusbewirtschaftung landwirtschaftlicher Böden und Maßnahmen für den Artenschutz gefördert werden.
Im Rahmen einer bundesweiten Initiative haben die Sparkassen in Deutschland ihre Kundinnen und Kunden aktiv dabei unterstützt, Energie zu sparen und damit nicht nur die eigenen Verbrauchskosten zu reduzieren, sondern auch als Gemeinschaft gut durch den Winter zu kommen.
Von Oktober bis Ende 2022 haben wir als Sparkasse unseren Kundinnen und Kunden einen Sonderrabatt auf smarte Heizkörperthermostate des Herstellers tado angeboten, die die Raumtemperatur automatisch regulieren, wodurch unnötiges Heizen vermieden wird. Dadurch konnte der Verbrauch erheblich gesenkt werden. Der Rabatt macht diese Technologie noch mehr Menschen zugänglich.
Für eine Senkung des privaten Energieverbrauchs und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien besteht jedoch weiterhin in breiten Teilen der Bevölkerung großer Aufklärungsbedarf. Deshalb will die Sparkasse Passau das Bewusstsein dafür schärfen, dass jede Person durch ihr persönliches Verhalten zum Klimaschutz beitragen kann - und beitragen sollte. Gemeinsam mit Fachleuten aus der Region beteiligen wir uns zum Beispiel an Messen, auf den sich Endverbraucher in Sachen Energieeffizienz informieren können, z.B. Fertighaus & Energie, Hausmesse Energetische Sanierung. Mit diesem Informationsangebot wollen wir ergänzend zur Finanzierungsberatung aufzeigen, wie man einen persönlichen Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten und einen persönlichen Nutzen in Form von Kosteneinsparungen realisieren kann.
Als Sparkasse sind wir eine kompetente und verlässliche Partnerin für den Ausbau erneuerbarer Energien. Auch über Finanzierungen hinaus leisten wir einen erheblichen Beitrag zur Förderung der erneuerbaren Energien. So vernetzen wir Fachleute, Unternehmen sowie private Kundinnen und Kunden in verschiedenen Projekten mit dem Ziel, die fachliche Kompetenz zusammenzubringen und für die Umsetzung der Energiewende nutzbar zu machen. Auf diese Weise konnte ein umfassendes Beratungsangebot für Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen in der Region geschaffen werden. Gemeinsame Veranstaltungen der Sparkasse mit Energieberatern aus der Region, Bayernwerk Netz GmbH, enervis energy advisors GmbH stehen für ein eindeutiges Bekenntnis zu einer nachhaltigen Energiepolitik und die Bereitschaft, Verantwortung in diesem zunehmend wichtiger werdenden regionalen Handlungsfeld zu übernehmen.
Mobilität und Erreichbarkeit sind zentrale Voraussetzungen für Teilhabe, wirtschaftlichen Austausch, Beschäftigung und Wohlstand in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig ist das derzeitige Verkehrssystem mit starken Umweltbelastungen verbunden. Es schadet vielfach durch Lärm und Abgase der Gesundheit und beeinträchtigt die Lebensqualität in den unterschiedlichsten Bereichen. Eine nachhaltige Entwicklung der Region ist daher auch eng mit der Frage verknüpft, wie wir unsere Mobilität hier vor Ort sicherstellen und zugleich emissionsärmer ausgestalten wollen.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und einer seit der Coronapandemie vielfach mobileren Arbeitsweise ist die Entwicklung einer bedarfsgerechten, ressourcenschonenden und dennoch bezahlbaren Mobilität eine Grundlage für den Fortbestand einer funktionierenden Infrastruktur in der Region geworden. Ziel ist es dabei, allen Menschen eine hohe Mobilität zu ermöglichen und gleichzeitig Verkehrsaufkommen zu vermeiden, zu verlagern oder zu verbessern. Digitale Technologien bieten eine große Chance, Mobilität neu und umweltverträglich zu organisieren. Das Bike- und das Carsharing sind beispielsweise in Städten bereits eine Alternative zum eigenen Auto. Digitale Fahrplaninformationen und Buchungsmöglichkeiten von Mitfahrgelegenheiten per App sorgen dafür, dass es in ländlichen Räumen bequemer wird, den öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen und verschiedene Verkehrsmittel zu kombinieren.
An vielen Stellen wird in unserer Region bereits an zukunftsfähigen Verkehrskonzepten, an der Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs, der Reduzierung des Individualverkehrs und der praktischen Nutzung alternativer Antriebe, wie zum Beispiel Elektromobilität, gearbeitet. Die Erfahrungen mit dem Neun-Euro-Ticket haben gezeigt, dass - insbesondere auch preisgünstigere - Alternativen eine positive Resonanz in der Bevölkerung finden. Die Sparkasse unterstützt zukunftsorientiert Aktivitäten in vielfältiger Weise. Gemeinsam mit ihren Partnern in der Sparkassen-Finanzgruppe arbeitet die Sparkasse Passau zum Beispiel an verbraucherfreundlichen, transparenten und sicheren Bezahlsystemen an E-Ladesäulen.
Als Sparkasse fördern wir auch die umweltfreundliche Mobilität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, indem wir zum Beispiel die Nutzung des ÖPNV, Job-Fahrräder und Mitfahrgemeinschaften ermöglichen sowie verstärkt auch digitale Arbeitsformen in unsere Arbeitsabläufe integrieren.
Über eigene Aktivitäten für eine nachhaltige Mobilität in der Sparkasse hinaus unterstützen wir aktiv regionale Initiativen wie mikar Carsharing in Vilshofen mit denen die Mobilität in der Region familienfreundlicher und nachhaltiger gestaltet werden soll.
Nur wenn es der Region gut geht, können wir als regional verankertes Kreditinstitut erfolgreich sein und qualitativ hochwertige Leistungen zu fairen Preisen für Menschen und Wirtschaft bereitstellen. Das gilt umso mehr, als dass wir in einer Zeit multipler Krisen und Herausforderungen leben. Umso wichtiger ist es, mit einer nachhaltigen Wirtschafts- und Strukturförderung die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen vor Ort zu fördern. Deshalb arbeiten wir gemeinsam mit Kommunen, Unternehmen, Institutionen und Bürgerinnen bzw. Bürgern an einer nachhaltigen Weiterentwicklung unserer Region. Im Jahr 2023 stellten wir insgesamt 26 T€ für die Wirtschafts- und Strukturförderung bereit.
Zugleich setzen wir Impulse für eine Kultur der Nachhaltigkeit. Dazu bringen wir unsere Kompetenz und unsere Erfahrungen in verschiedene Gremien, Projekte und Netzwerke der Region ein. Durch finanzielles und personelles Engagement unterstützen wir die Etablierung von Strukturen, die für eine zukunftsfähige Perspektive notwendig sind.
Kleine und mittlere Unternehmen benötigen gut ausgebildete Fachkräfte für eine erfolgreiche Zukunftsentwicklung. Als Partner der Wirtschaft engagieren wir uns daher für die Erschließung von Potenzialen für den regionalen Arbeitsmarkt. Die Sparkasse trägt so dazu bei, dass die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektiven der Region dauerhaft erhalten und verbessert werden.
Zu diesem Engagement gehört unter anderem die Qualifizierung von Jugendlichen mit verschiedenen Bildungshintergründen als künftige Auszubildende. Hierzu fördert die Sparkasse Passau gezielt Aktivitäten, durch die auch junge Menschen mit schulischen Problemen eine Chance auf eine gute Ausbildung in der Region erhalten. Mithilfe der Sparkasse konnte im Berichtsjahr zum Beispiel die Lernhilfe des Kinderschutzbundes und das regionale Bildungsprojekt PASSgenAU des Wirtschaftsforum Passau für Kinder und Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf unterstützt werden.
Als regionales Kreditinstitut ist es unsere Aufgabe, unternehmerische Tätigkeit zu fördern. Vor diesem Hintergrund stellen wir für Unternehmen und Kommunen in der Region aktuelle Marktinformationen bereit, die diese in der Regel nur mit hohem Aufwand selbst generieren könnten. Der Branchendienst der Sparkassen-Finanzgruppe liefert wichtige Kerndaten und Analysen zu 70 Branchen in Deutschland. Diese Informationen stellen wir unseren Kundinnen und Kunden im Rahmen der ganzheitlichen Beratung zur Verfügung. Auch die Qualifikation von Unternehmerinnen und Unternehmern fördern wir mit gezielten Angeboten. Dabei nutzen wir die Stärke unserer Partner in der Sparkassen-Finanzgruppe. Mit Unternehmerseminaren in der Reihe DialogBusiness oder der UnternehmerSchule haben wir im Berichtsjahr die Weiterbildung zu betriebswirtschaftlichen Themen ermöglicht.
Die erfolgreiche Übergabe des Unternehmens an eine Nachfolgerin bzw. einen Nachfolger ist für die Unternehmerinnen oder Unternehmer, die sich aus dem Geschäftsleben zurückziehen möchten, eine herausfordernde Aufgabe. Die Fortführung der Geschäftstätigkeit und die Sicherung der Arbeitsplätze sind dabei ebenso wichtige Aspekte wie die Entwicklung tragfähiger Konzepte und Strategien für das Gelingen der Transformation hin zu einer nachhaltigen Produktions- oder Wirtschaftsweise. Wir begleiten mit unseren Partnern und unserem Netzwerk den Nachfolgeprozess, bieten Hilfe bei der Suche einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers und unterstützen bei der Implementierung neuer Anforderungen der Nachhaltigkeit. Damit leisten wir einen Beitrag für die wirtschaftliche Stabilität unserer Region und übernehmen lokal arbeitsmarkt- und strukturpolitische Verantwortung.
Die Förderung der Innovationskraft in der Region ist eine wesentliche Aufgabe der Sparkasse. Die Aktivitäten der Sparkasse zur Stärkung der Innovationsfähigkeit der regionalen Wirtschaft reichen von der Finanzierung einzelner Vorhaben über die kontinuierliche Unterstützung kapitalintensiver Innovationsvorhaben bis hin zur Übernahme größerer, langfristig geplanter Innovations- und Strukturvorhaben, welche die Sparkasse gemeinsam mit Konsortialpartnern realisiert. Jenseits der Finanzierung reicht das Spektrum unserer Fördermaßnahmen von Maßnahmen zur Verbesserung des Wissenstransfers zwischen Bildung, Forschungseinrichtungen und Unternehmen über Förderung von Gründungen in Zukunftsbranchen bis zur Vernetzung mit anderen Innovationstreibern in der Region. Mit u.a. der Unterstützung des Niederbayerischen Gründerpreises, des Gründerzentrums Digitalisierung Niederbayern und des Wirtschaftsforums Passau hat die Sparkasse 2023 die Innovationsförderung für die Wirtschaft und die Region unterstützt.
Als Sparkasse ist es Teil unseres Auftrags, die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken und zu gleichwertigen Lebensverhältnissen in unserem Geschäftsgebiet beizutragen. Die demografische Entwicklung ist ein Schlüsselfaktor in diesem Zusammenhang. Denn Prosperität und Zukunftsfähigkeit der Region sind in hohem Maße von ihrer Attraktivität für unterschiedliche Zielgruppen abhängig.
Infolge der Arbeitsmigration vor allem aus Süd- und Osteuropa sowie der Zuwanderung von Geflüchteten konnte Deutschland flächendeckend steigende Einwohnerzahlen verzeichnen. In den Ballungszentren hat die Binnenwanderung aus ländlichen Regionen sowie die wachsende Zahl von Singlehaushalten in den vergangenen Jahren die Nachfrage nach Wohnraum erhöht und die Mietpreise entsprechend steigen lassen.
In vielen Städten, vor allem aber im ländlichen Raum, stellen gleichzeitig Abwanderung, schrumpfende Einwohnerzahlen und die Verschiebung der Alterspyramide die regionalen Akteure vor große Herausforderungen. Kommunen, Unternehmen und der Einzelhandel, aber auch viele Bildungsträger, soziale Einrichtungen und kulturelle Institutionen müssen sich auf neue Anforderungen und veränderte strukturelle Bedarfe einstellen, um die heutige Lebensqualität zu erhalten oder sogar auszubauen.
Seit einiger Zeit ist jedoch innerhalb der recht weiträumig abgesteckten Metropolregionen ein weiterer Trend zu beobachten: Die Kernstädte verlieren per Saldo Einwohnerinnen und Einwohner an die Umlandkreise. Unter anderem der Ausbau des mobilen Arbeitens und die Nutzung von Homeoffice während der Coronapandemie haben auch das Umland von Ballungsräumen für junge Familien wieder attraktiver gemacht. Diese Entwicklung betrifft auch das Geschäftsgebiet der Sparkasse. Das bedeutet für unsere Region Chancen und auch Herausforderungen, z. B. Aufwertung der Region, Anpassungsbedarf bei Bildungseinrichtungen, ärztlicher Versorgung, etc. Als Sparkasse setzen wir uns engagiert und in Zusammenarbeit mit allen regionalen Partnern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft dafür ein, neue kreative Lösungen zu entwickeln, mit denen wir das Arbeiten, Lernen, Leben und Altern in unserer Region neu gestalten und ein neues Miteinander etablieren können. Dazu arbeitet die Sparkasse eng mit Vertretern aus Kommunen, sozialen Einrichtungen und Bildungsträgern zusammen.
Die Sparkasse dient den Menschen und der Wirtschaft vor Ort. Wie unsere kommunalen Träger sind wir fest mit der Region verbunden, in der wir tätig sind. Neben einer starken Wirtschaft sowie einem guten Sozial- und Gesundheitssystem ist das bürgerschaftliche Engagement ein entscheidender Standortfaktor für unsere Region.
Vereine und private Institutionen prägen den Alltag und stiften Identität für viele Menschen. Eine funktionierende Zivilgesellschaft stärkt den sozialen Zusammenhalt, ermöglicht ein breit gefächertes gesellschaftliches Leben und trägt bei zu Sicherheit und Wohlstand hier in der Region. Ehrenamtlich Tätige setzen sich ein für andere Menschen. Ob Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Wohlfahrtsorganisationen, Sportvereine, Stiftungen oder Nachbarschaftshilfe: Zivilgesellschaftliche Institutionen leben von dem Einsatz und der Verlässlichkeit ihrer ehrenamtlichen Beschäftigten und Mitglieder. Ohne deren Beitrag könnte die Mehrzahl solcher Angebote und Leistungen nicht bereitgestellt werden, der Staat wäre damit überfordert.
In einer durch den Klimawandel zunehmend krisenanfälligeren Welt gilt es, diese wertvolle Arbeit der Zivilgesellschaft umso mehr wahrzunehmen und zu stärken. Sie ist unser gesellschaftliches Kapital, wenn es darum geht, bei unvorhergesehenen Ereignissen und Notlagen füreinander einzustehen und die Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.
Als Sparkasse machen wir uns stark für die Gemeinschaft. Sehr oft legen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst mit Hand an, um die Lebensqualität hier vor Ort zu verbessern. 56 Prozent der Teilnehmer unserer Stakeholderbefragung Mitarbeiter ist nach eigenen Angaben ehrenamtlich tätig.
Als Arbeitgeberin fördert die Sparkasse dieses Engagement unter anderem durch Freistellungen für diese Aufgaben. Im Berichtsjahr waren es insgesamt 45 Beschäftigtentage.
Zur dauerhaften Sicherung des Wohlstands für alle Bevölkerungsschichten brauchen die Menschen neben einem verlässlichen, einfachen Zugang zu Finanzdienstleistungen vor allem ausreichende Finanzkenntnisse für alltägliche Konsumentscheidungen und für ihre persönliche finanzielle Zukunftsgestaltung. Finanzielle Bildung ist längst zu einer Schlüsselkompetenz für Verbraucherinnen und Verbraucher geworden.
Die Förderung von Finanzbildung und Sparsinn ist Teil unseres gesellschaftlichen Auftrags. Als Sparkasse fördern wir die Finanzkompetenz von Menschen aller Altersgruppen und bieten für alle Lebensphasen passende Informationsangebote, Services und Beratung an. So führen wir für 9.796 Kinder und Jugendliche ein gebührenfreies Jugendgirokonto, damit sie früh den verantwortungsvollen Umgang mit Geld erlernen. Auch die kostenfreie App "Finanzchecker" trägt mit ihrem Fokus auf die Kontrolle von Einnahmen und Ausgaben zur Sensibilisierung für den eigenen Finanzstatus bei.
Mit den kostenfreien Angeboten des Beratungsdienstes Geld und Haushalt unterstützen wir private Haushalte bei ihrer Budget- und Finanzplanung. Dazu stellen wir ein umfangreiches, abgestuftes Instrumentarium zur Verfügung, um den sicheren Umgang mit Geld und den persönlichen finanziellen Gestaltungsspielraum zu verbessern. Ein wesentliches damit verbundenes Ziel ist es, ungeplante Verschuldung zu vermeiden. Unser Vortragsangebot steht allen nicht kommerziellen Organisationen wie Vereinen, Bildungsreinrichtungen, sozialen Organisationen und anderen offen. Für den Beratungsdienst Geld und Haushalt gelten bei der Vermittlung von Finanzbildung die Prinzipien der Neutralität, Werbefreiheit und Transparenz.
Neben Broschüren und Vorträgen steht eine Vielzahl von Onlineangeboten für alle Verbraucherinnen und Verbraucher bereit. Darüber hinaus setzt sich Geld und Haushalt für "Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)" und damit für die Umsetzung des Sustainable Development Goal (SDG) 4.7 ein. In Fortführung der im Rahmen der UN-Dekade erhaltenen Auszeichnung der Deutschen UNESCO-Kommission als dauerhafte Maßnahme engagiert sich Geld und Haushalt nun ebenfalls im BNE-Weltaktionsprogramm. Die Bildungsangebote des Beratungsdienstes zielen auf die Befähigung der Menschen, im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu handeln.
Die Sparkasse ist seit Jahrzehnten eine engagierte und erfolgreiche Bildungspartnerin der Schulen in der Region. Wir bekennen uns zu unserem Bildungsauftrag und unterstützen Schulen und andere Bildungsträger in unserem Geschäftsgebiet bei der Wirtschaftserziehung. Dabei ist unser Engagement pädagogisch geprägt und erfolgt unter Berücksichtigung von Neutralität, Werbefreiheit, Transparenz und des Kontroversitätsgebots.
Für Schülerinnen und Schüler sowie für Studierende bietet die Sparkasse Passau ein breites Bildungsangebot im Bereich der Wirtschaftskunde, in das wir in den vergangenen Jahren zunehmend Fragen zum nachhaltigen Wirtschaften und zur nachhaltigen Geldanlage aufgenommen haben. Über den Sparkassen-SchulService stellen wir Lehrerinnen und Lehrern eine breite thematische Palette an Unterrichtsmaterialien zur Verfügung. Neben gedruckten Schülerheften bietet der Sparkassen-SchulService diverse Online-Materialien für Lehrende sowie Schülerinnen und Schüler verschiedenster Altersstufen. Die Bildungsangebote sind kostenfrei, neutral und ohne Werbung. Sie dienen als Orientierungshilfen im täglichen Umgang mit Geld.
Um junge Menschen handlungsorientiert mit der Funktionsweise der Wirtschaft vertraut zu machen, bieten wir zudem die Möglichkeit zur Teilnahme am Planspiel Börse. Das Spiel wurde von Börsenfachleuten in enger Zusammenarbeit mit Pädagoginnen und Pädagogen entwickelt. Anschaulich und spielerisch bekommen die Teilnehmenden Antworten auf wichtige Fragen zum Wirtschaftsgeschehen: Wie hängen Konjunkturentwicklung und Kapitalmärkte zusammen? Was sind nachhaltig orientierte Geldanlagen? Warum ist Nachhaltigkeit so wichtig? Für die Ausrichtung auf nachhaltig orientierte Geldanlagen erhielt das Planspiel Börse von der Deutschen UNESCO-Kommission die Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung".
546 Schülerinnen und Schüler aus 15 Bildungseinrichtungen der Region waren 2023 dabei. Außer Konkurrenz beteiligten sich 2 Teams mit 6 Azubis und 4 Lehrenden.
Zum Engagement der Sparkasse zählt auch das Existenzgründer-Planspiel Deutscher Gründerpreis für Schülerinnen und Schüler. Es ist eine gemeinsame Initiative der Sparkassen, des STERN sowie von Porsche und dem ZDF. Das Planspiel verfolgt das Ziel, das Gründungsklima im Land zu fördern und Mut zur Selbstständigkeit zu machen. Die Kategorie Schülerinnen und Schüler setzt dabei direkt an der Basis an: Bei den Macherinnen und Machern von Morgen. Bei einem internetbasierten Wettbewerb entwickeln die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen zu fiktiven Unternehmenskonzepten inklusive Pitch Deck und Marketingstrategie. Es gewinnt nicht die innovativste Idee, sondern das beste Pitch Deck, das das Geschäftskonzept auf den Punkt bringt, die Umsetzbarkeit der Idee prüft, sie in den Markt einordnet und dort erfolgreich platziert. Ergänzt durch eine fundierte Management Summary.
Innovation braucht Zeit - daher haben die vier DGPS-Partner Sparkassen, STERN, Porsche und ZDF entschieden, die Spielrunde 2023 zu pausieren, um den DGPS von Grund auf zu modernisieren. Aufgrund der Spielpause gibt es für die Spielrunde 2023 auch keine Zahlen für Schülerteams, Schulen, Unternehmenspaten, Sparkassen-Coachinnen und -Coaches, Geschäftsideen und Siegerkonzepte.
Der Deutsche Gründerpreis für Schülerinnen und Schüler startet im Januar 2024 mit einer innovativen Spielplattform und neuem Aufgabenkonzept in die Spielrunde 2024. Trotz Neukonzeptionsphase hat sich der Ansatz unseres Start-up Planspiels für Schülerinnen und Schüler nicht verändert: Wir möchten Entrepreneurship Education an den Schulen verankern, praxisnah wichtige Gründungskompetenzen vermitteln und damit langfristig das Gründungsklima in Deutschland stärken.
Bundesweite Untersuchungen zum Umgang mit Geld zeigen, dass in einigen Fällen fehlende Finanzkompetenz eine Ursache für die Überschuldung privater Haushalte sein kann. Im Rahmen unserer Gemeinwohlorientierung engagieren wir uns umfassend in der Schuldenprävention.
Gute Bildung ist nicht nur die Grundlage für persönliche Entwicklungsperspektiven und wirtschaftlichen Wohlstand. Ein leichter Zugang zu Bildungsangeboten, gut ausgestattete Bildungseinrichtungen sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sind vielmehr auch die Basis für gute Zukunftsperspektiven in der Wissensgesellschaft von morgen.
Als gemeinwohlorientiertes Kreditinstitut fördern wir deshalb Aktivitäten, die zur Stärkung von wirtschaftlicher und sozialer Teilhabe befähigen. Dazu gehören auch Bildungs- und Fortbildungsangebote in der Region, die Menschen aller Altersgruppen und Einkommensbereiche zugutekommen.
Wesentlicher Schwerpunkt unserer Bildungsförderung, die wir in Zusammenarbeit mit dem der Initiative BNE und dem Schulamt Passau realisiert haben, war 2023 die Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Mithilfe der Sparkasse konnte im Berichtsjahr zum Beispiel das Projekt "Nachhaltige Schultasche" initiiert werden.
Insgesamt haben wir als Sparkasse verschiedenste Bildungs- und Wissenschaftsprojekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit insgesamt 32 T€ gefördert.
Als Sparkasse sind wir von Anfang an ein verlässlicher Partner der Universität Passau. Insgesamt flossen über 15 T€ an die Universität. Darin enthalten sind universitäre Projekte ebenso wie studentische Aktivitäten. Für die besten Absolventen der Wirtschaftswissenschaften, die beste Bachelor- und Masterarbeit im Studiengang "Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien" und für herausragende Dissertationsschriften vergeben wir Preise und Auszeichnungen. Ebenso unterstützen wir das Förderprojekt "Deutschlandstipendium".
Der Erfolg unserer auf die Region konzentrierten Geschäftstätigkeit ermöglicht die umfangreiche Unterstützung regionaler sozialer Einrichtungen.
Als Sparkasse unterstützen wir wichtige Institutionen wie die Caritas, den VdK, die Malteser, die Lebenshilfe Passau, die Tafeln in der Region, den BRK Kreisverband oder auch das Diakonische Werk in der Region. Diese stellen mit den von uns zur Verfügung gestellten Mitteln eine Vielzahl von Angeboten bereit, die zur Stärkung des gemeinschaftlichen Miteinanders und sozialen Zusammenhalts beitragen. in der Region. Diese stellen mit den von uns zur Verfügung gestellten Mitteln eine Vielzahl von Angeboten bereit, die zur Stärkung des gemeinschaftlichen Miteinanders und sozialen Zusammenhalts beitragen.
Dazu gehören unter anderem Beratungsstellen, Kinderbetreuungsinitiativen, Obdachlosenunterstützung, Suchtberatung, Selbsthilfegruppen, etc. Viele Menschen können so in Notlagen dringend benötigte Hilfe in ihrer unmittelbaren Nähe in Anspruch nehmen. Darüber hinaus fördern wir auch Projekte im Bereich Gesundheit und Gesundheitsprävention für Menschen aller Altersgruppen, wie zum Beispiel die Kinderkrebshilfe Rottal-Inn E.V., die Stiftung Kinderlächeln, die Leukämiehilfe Passau e.V., das Ronald McDonald Kinderhaus sowie die Fördervereine örtlicher Krankenhäuser.
Insgesamt wurden im Berichtsjahr 145 T€ für soziale Zwecke in der Region bereitgestellt. Mit diesem Engagement für den Erhalt und die Weiterentwicklung sozialer Strukturen bzw. Angebote unterstützen wir zugleich die Kommunen bei der Bewältigung wichtiger gesellschaftlicher Aufgaben.
Meinungsvielfalt und die Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund sind wichtige Eckpfeiler für gesellschaftlichen Zusammenhalt und den Erfolg des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Gleiche Chancen beim Zugang zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe sind wichtige Voraussetzung für gelungene Integration und tragen zu Wachstum und Wohlstand für uns alle bei.
Wir unterstützen Institutionen wie z.B. Gemeinsam leben und lernen in Europa e.V., AVA e.V. Flüchtlingshilfe Vilshofen oder den Verein für interkulturelle Interaktion e.V. bei ihrer Integrationsarbeit in der Region bei ihrer Integrationsarbeit. Mit den Fördermitteln der Sparkasse Passau konnten wichtige Projekte realisiert werden. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen zur gezielten Sprach- und Lernförderung, wie das Projekt "Du schaffst das! Lernbegleitung für Kinder" des Passauer Kinderschutzbundes.
Mit diesem Engagement für den Erhalt und die Weiterentwicklung intakter gesellschaftlicher Strukturen leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit unserer Region.
Als gemeinwohlorientiertes Kreditinstitut setzen wir uns engagiert und mit erheblichen finanziellen Ressourcen dafür ein, dass allen Bürgerinnen und Bürgern in der Region ein vielfältiges kulturelles Angebot sowie ein breites Freizeitangebot offenstehen.
So fördern wir regionale Kulturangebote aus dem Musikbereich wie z.B. das Jazzfest Passau, die "Passauer Saiten" oder die Meister- und Festkonzerte. Unterstützt haben wir u.a. auch die Gesellschaft der Musikfreunde Passau und den Passauer Konzertverein. Die größte Unterstützung erhielten jedoch die über unsere Region hinausstrahlenden "Europäischen Wochen" in Passau. Durch die Förderung des Landeswettbewerbs "Jugend musiziert" unterstützen wir den musikalischen Nachwuchs sowie die Entdeckung musikalischer Frühbegabungen.
Im Bereich der bildenden Kunst erhielten u. a. das Museum Moderner Kunst und die Produzentengalerie Zuwendungen.
Die Kulturwochen Hauzenberg förderten wir ebenso wie verschiedene Brauchtums- Kultur- und Geschichtsvereine in der Region. Auch zum Erhalt von Baudenkmälern haben wir beigetragen. Zum Beispiel erhielt der Förderkreis für das Kloster Aldersbach finanzielle Unterstützung.
Dieses Engagement belebt das regionale Kulturleben und steigert die Lebensqualität vor Ort. Die Sparkasse ist damit einer der größten Kulturförderer in der Region. Im Berichtsjahr stellten wir 201 T€ für den Kulturbereich zur Verfügung. Mit diesem Engagement konnte sich die Sparkasse als verlässliche Fördergeberin beweisen, da sie auch in diesen herausfordernden Zeiten an der Seite ihrer Kulturpartner stand - entsprechend ihrem Selbstverständnis.
Sport fördert eine gesunde Lebensführung und ein verantwortungsvolles Miteinander, stiftet Gemeinschaft, vermittelt gesellschaftliche Werte wie Leidenschaft und Vielfalt, Engagement, Verlässlichkeit, Teamgeist, Fair Play und Toleranz.
Aus diesem Grund engagiert sich die Sparkassen-Finanzgruppe mit unterschiedlichen Förderansätzen und -konzepten für den Breitensport in allen Regionen Deutschlands. Die Sparkassen sind bundesweit offizielle Partnerin des Deutschen Sportabzeichens. Als solche unterstützen sie unter anderem die jährlich stattfindende Sportabzeichen-Tour des DOSB. Die Sparkasse Passau unterstützt die Schulsportwettbewerbe in Stadt und Landkreis Passau mit 10.000 € im Berichtsjahr.
Für Jugendliche, Familien mit Kindern und auch für ältere Menschen ist der Sport ein wichtiger Teil des sozialen Lebens und er dient der Integration von Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Deshalb ist es uns als Sparkasse ein Anliegen, in der Region ein breites Angebot an sportlichen Aktivitäten für Menschen aller Altersgruppen sicherzustellen.
Jeder Mensch braucht Vorbilder, auch im Sport. Bundesweit ist die Sparkassen-Finanzgruppe "Top Partner" vom Olympia Team Deutschland. Die Sparkassen sind auch Partnerin des Deutschen Behindertensportverbandes e. V. und "Top Partner" des Team Deutschland Paralympics.
Von der Sparkasse Passau gingen im Berichtsjahr größere Zuwendungen z.B. an den SV Garham, den SV Schalding-Heining, den TV Passau, die DJK Straßkirchen 1967 e.V., den TC Fürstenzell und den TSV Wegscheid 1894 e.V.
Im Eishockey erhielten die Vereine in Vilshofen und Passau finanzielle Zuwendungen. Den Tischtennissport in der Region haben wir ebenso gefördert wie die Leichtathleten des 1. FC Passau LAC Passau. Die Ringer des SV Untergriesbach konnten wir ebenfalls durch unser Engagement unterstützen.
Insgesamt hat die Sparkasse Passau 2023 Fördermittel in Höhe von 126 T€ für den regionalen Sport zur Verfügung gestellt. Damit ist die Sparkasse eine der größten Sportförderinnen in der Region.
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