TraveNetz GmbH
Lübeck
Jahres- und Tätigkeitsabschluss
nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum
31.12.2023
Lagebericht
Grundlagen der Gesellschaft
Unternehmensstruktur
An der TraveNetz GmbH (TraveNetz) sind zu 25,1 % die
Schleswig-Holstein Netz AG (SHNG) und zu 74,9 % die
Stadtwerke Lübeck Energie GmbH (SWL Energie), deren
Anteile zu 69,98 % von der Stadtwerke Lübeck Gruppe
GmbH (SWL Gruppe), zu 25,1 % von der Stadtwerke Aachen AG
und zu 4,92 % von der Hansestadt Lübeck gehalten
werden, beteiligt.
Geschäftstätigkeit
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb, die
Unterhaltung und der Ausbau der örtlichen
Verteilungsanlagen für Elektrizität, Gas,
Wärme und Wasser einschließlich der Wahrnehmung
aller dazugehörigen Aufgaben und Dienstleistungen.
Die TraveNetz betreibt die Verteilnetze für
Strom und Gas im Wirtschaftsraum Lübeck sowie Umgebung
und nimmt die Aufgaben des grundzuständigen
Messstellenbetreibers wahr. Sie verfügt hierfür
über das Eigentum an den Strom- und Gasnetzen, die
Wegenutzungsrechte in Form von 121
Konzessionsverträgen und alle erforderlichen
Betriebseinheiten. Die TraveNetz erbringt zudem
kaufmännische Dienstleistungen für die anderen
Stadtwerke Lübeck (SWL) Gesellschaften, vormals
Stadtwerke Lübeck Holding Konzern, und die technische
Betriebsführung für die Wasser- und
Wärmenetze der SWL Energie sowie für die
Telekommunikationsnetze der SWL Digital.
Strategie und Ziele
Im Rahmen der Businessplanung 2024 wurden die
strategischen Ziele der TraveNetz überprüft und
an den aktuellen und künftig absehbaren Themen und
Herausforderungen gemessen.
Folgende Schwerpunkte wurden identifiziert, im Rahmen
der Erstellung der Planung bewertet und bilden damit die
Grundlage der nächsten Jahre:
1. die Umsetzung der Effizienzvorgaben bei
branchenüblicher Netzverfügbarkeit
2. den Substanzerhalt und nachhaltigen Betrieb der
Netze einschließlich des Ausbaus und der
Digitalisierung der Stromnetze
3. Konzessionen, Kooperationen und Digitalisierung
der Netzsteuerung
4. Effizienz der technischen und kaufmännischen
Prozesse.
Ein Kernpunkt der angepassten strategischen
Ausrichtung der TraveNetz bildet die zukünftige
wirtschaftliche und netztechnische Aufstellung der Strom-
und Gas-Assets. Durch den anstehenden Umbau der
Energiemärkte im Rahmen der Energie- und
Mobilitätswende sieht sich die TraveNetz vielen
Herausforderungen gegenüber, die einer Nachjustierung
der bisherigen Strategie bedürfen. Der Wandel der
Energieversorgung zu einem Energiesystem basierend auf
erneuerbaren Energien, die Wärmewende, bei der Erdgas
zunehmend durch andere Energieträger zur
Wärmeerzeugung verdrängt wird und die
Mobilitätswende mit absehbarer Fokussierung auf das
Feld der E-Mobilität bedingen eine entsprechende
Transformation der entsprechenden Netzinfrastruktur.
Einerseits muss das Stromnetz auf die zukünftigen
Anforderungen ausgerichtet und kapazitiv erweitert sowie
umfassend digitalisiert werden. Andererseits müssen
die Gas-Assets angesichts des gesetzgeberisch beschlossenen
Pfades zur Treibhausgasneutralität und des damit
verbundenen Ausstiegs aus der Versorgung mit Erdgas
spätestens bis zum Jahr 2045 mit entsprechenden
Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen weiterhin
in einem sicheren Zustand erhalten und die aktuellen
Anschlussverpflichtungen bedient werden. Die Bewertung der
Zukunft der Gasnetze und deren netztechnische und
wirtschaftliche Auswirkungen wurde im Rahmen eines extern
begleiteten Projektes im Jahr 2023 tiefgehender untersucht.
Die Ergebnisse münden in der Einführung einer
neuen Assetmanagement-Strategie.
Zur Steigerung der Effizienz in den technischen
Prozessen wird zudem die Vermarktung von Dienstleistungen
direkt aus der TraveNetz wie z. B. die Übernahme von
Dienstleistungen einer Netzleistelle für kleinere
Versorger weiter vorangetrieben.
Auch vor dem Hintergrund der aktuellen
Preisentwicklungen auf dem Dienstleister- und
Materialbeschaffungsmarkt ist die Eigenleistungstiefe neu
zu bewerten und ggf. anzupassen. Die erste strategische
Entscheidung eine eigene Tiefbaukolonne aufzubauen, wurde
in 2023 umgesetzt. Zudem sollen im Laufe des Jahres 2024
weitere potenzielle Insourcingthemen geprüft und
bewertet werden. In diesem Zuge soll im Jahr 2024 u. a.
eine Überprüfung des aktuellen Personal- und
Wertschöpfungskonzeptes erfolgen, welche sich sowohl
mit dem zunehmenden demografischen Wandel als auch mit der
Wertschöpfungstiefe der einzelnen Leistungsfelder in
der TraveNetz auseinandersetzt.
Steuerungsrelevante Kennzahlen
In der Gesellschaft wird nach verschiedenen
Kennzahlen gesteuert. Als wesentlicher finanzieller
Leistungsindikator ist das Ergebnis vor Steuern und vor
Gewinnabführung zu nennen, was maßgeblich durch
die Erlösobergrenzen in den regulierten
Tätigkeiten beeinflusst wird. Ein weiterer
wesentlicher finanzieller Leistungsindikator ist die
Verschuldungskennzahl (= Verbindlichkeiten Kreditinstitute
inklusive Verbindlichkeiten aus verbundenen Unternehmen
abzüglich Bankguthaben und Forderungen aus verbundenen
Unternehmen geteilt durch EBITDA).
Der dritte wesentliche finanzielle Leistungsindikator
ist die Erreichung der nach Anreizregulierungsverordnung
(ARegV) zulässigen Eigenkapitalverzinsung. Der
Zielwert hierfür setzt sich aus dem genehmigten Wert
letzten Kostenprüfungen Gas und Strom durch die BNetzA
(Basisjahre 2020 und 2016) und dem Anteil
Eigenkapitalverzinsung des beantragten
Kapitalkostenabgleichs zusammen.
Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
sind die Verfügbarkeitswerte und Schadensraten der
Netz-As-sets zur Beurteilung der jeweiligen
Netzqualität.
Wirtschaftsbericht
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Geschäftstätigkeit der TraveNetz ist
durch nationale und regionale sowie durch
branchenspezifische Rahmenbedingungen bestimmt.
Nachdem die Jahre 2020 bis 2021 maßgeblich
durch die Covid-19 Pandemie bestimmt waren, ist das
Infektionsgeschehen im Jahr 2022 deutlich abgeflacht.
Anfang 2022 wurde diese Krise durch den andauernden
Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine abgelöst. Die
Folgen beider Ereignisse wirken noch erheblich im Jahr
2023. So war die deutsche Wirtschaft im gesamten
Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation
bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen
Inflationsraten geprägt. Ursächlich für
diese Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der
erheblichen Kaufkraftverluste im Zuge der
Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt
haben.
Die Inflationsrate lag in Deutschland bei 5,7 %.
Hierbei muss berücksichtigt werden, dass sich diese
Inflationsrate auf die bereits sehr hohe Inflation in
Höhe von 7,9 % aus dem Jahr 2022 bezieht. Hinzu kommen
die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft
sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen
Spannungen und Krisen. Während ursprünglich
für das Jahr 2023 zumindest ein leichtes
Wirtschaftswachstum in Höhe von 0,2 % prognostiziert
wurde, erfolgte tatsächlich ein Rückgang der
Wirtschaftsleistung in Höhe von -0,3 %. Neben den
anhaltend hohen Energiepreisen und den nach wie vor hohen
Inflationsraten wirkt auch die Entwicklung an den
Finanzmärkten aufgrund des steigenden Zinsniveaus
dämpfend auf die Konjunkturentwicklung, da hierdurch
Investitions- und Produktionstätigkeiten erschwert
werden.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden zudem
durch einen zunehmenden Fachkräftemangel in nahezu
allen Branchen belastet. Gleichzeitig ergibt sich durch die
schwache Konjunktur gegenüber dem Vorjahr eine
Verschlechterung bei den Arbeitslosenzahlen von 5,3 % auf
5,7 %. Zusätzlich belasten das allmählich
ansteigende Lohnniveau die deutsche Wirtschaft.
Während die Nominallöhne um 6,3 % gestiegen sind,
beträgt der Reallohnindex bei einer Inflationsrate von
5,7 % noch 0,6 %. Zu den insgesamt schwierigen
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erhöhte sich zum
Jahresende durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts
die bereits herrschende Unsicherheit. Die Ampelregierung
darf EUR 60 Mrd., die ursprünglich für die
Corona-Pandemie bestimmt waren, nicht in den sogenannten
Klima- und Transformationsfonds umwidmen. Dieser sollte
dazu dienen, Vorhaben der Bundesregierung im Kampf gegen
den Klimawandel, wie die Ausbesserung der
Schieneninfrastruktur oder energetische
Gebäudesanierung, zu finanzieren. Das Geld war bereits
fest im Bundeshaushalt eingeplant und fehlt der Regierung
nun nicht nur im Kampf gegen den Klimawandel, sondern
womöglich auch in Wirtschaftsstabilisierungsfonds und
in Sondervermögen der Bundesländer.
Trotz der schwierigen und unsicheren wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen wird der Pfad zur Klimaneutralität
weiterhin vorangetrieben. Mit der Änderung des
Klimaschutzgesetzes hat die Bundesregierung die
Klimaschutzvorgaben verschärft und das Ziel der
Treibhausgasneutralität bis 2045 verankert. In
Lübeck wird dieses Ziel bereits für das Jahr 2040
angestrebt. Hierzu hat die Hansestadt Lübeck den
Masterplan Klimaschutz aufgesetzt. Er gibt den Weg vor, wie
die internationalen Klimaziele vor Ort erreicht werden und
erweitert damit das Klimaschutzkonzept und das beschlossene
kurz-/mittelfristige Maßnahmenpaket mit Blick auf die
nächsten 20 Jahre. Eines der wichtigsten Themen im
Handlungsfeld Energie & Bau ist hierbei die
Wärmewende. Im Handlungsfeld Mobilität wird die
Verkehrswende durch den Ausbau des Umweltverbundes
forciert. Für den Klimaschutz wird es somit in der
gesamten SWL hohe Investitionen in die Infrastruktur und
Energieversorgungsnetze geben müssen. Die
ambitionierten Ziele wurden Ende des Jahres 2023 durch
einen Bürgerschaftsbeschluss noch einmal
verschärft. Die weitgehende Reduzierung der
Treibhausgase muss nun bereits im Jahr 2035 erreicht
werden. Der Klimaschutzplan wird hierzu noch einmal
überarbeitet werden müssen, der
Transformationsdruck auf die TraveNetz steigt.
Die Abkehr von russischen Gaslieferungen führt
neben den zuvor genannten Auswirkungen zu einem
erhöhten Risiko einer Gasmangellage. Das Risiko einer
Gasnotfalllage (Stufe 3) zieht dabei diverse weitere
nachgelagerte Risiken nach sich. Bei den Stadtwerken
Lübeck ergeben sich hieraus Auswirkungen in Form von
gestiegenen Handelsrisiken, Liquiditäts- und
Forderungsausfallrisiken, vertriebsseitigen Risiken sowie
Risiken im Bereich der Kraftwerks- und
Erzeugungsbeteiligungen. Wie im vergangenen Jahr sind alle
Bürger:innen, Unternehmen und politischen
Institutionen seitens Bundes- und Landesregierung weiterhin
aufgerufen oder auch gesetzlich verpflichtet entsprechende
Sparmaßnahmen im Energiebereich vorzunehmen, was
für die TraveNetz als Netzbetreiberin entsprechend
Auswirkungen auf die durchgeleiteten Netzmengen
(insbesondere im Gasbereich) entfaltet hat.
Die erzielbaren Netzentgelte der Verteilnetzbetreiber
sind staatlich reguliert und enthalten eine kalkulatorische
Eigenkapitalverzinsung als
Gewinnerzielungsmöglichkeit. Eine signifikante
Absenkung des Eigenkapitalzinssatzes durch die
Bundesnetzagentur (BNetzA) führte seit 2018/2019 zu
einer strukturellen Verringerung der Ertragskraft in den
regulierten Netzen um rund ein Viertel gegenüber den
Vorjahren. Die BNetzA hat mittlerweile auch die neuen
Eigenkapitalzinssätze für die vierte
Regulierungsperiode veröffentlicht. Für
Altanlagen gilt ab der vierten Regulierungsperiode ein EK I
- Zinssatz von 3,51 % und für Neuanlagen 5,07 %. Der
EK II Zinssatz sinkt auf 2,03 % für Gas und auf 1,71 %
für Strom. Die Ermittlungslogik führt die
Abwärtsspirale, welche auf den Entwicklungen der
Kapitalmärkte in den letzten Jahren aufsetzt, nahezu
ohne entsprechende korrektive Eingriffe für eine
marktadäquate Anpassung des Risikozuschlages fort.
Somit ist ein weiterer Gewinnrückgang in 2023 (Start
vierte Regulierungsperiode Gas) bzw. ab 2024 (Start vierte
Regulierungsperiode Strom) zu verzeichnen. Das seit dem
letzten Jahrzehnt historisch niedrige Zinsniveau für
Geldanlagen schlägt in der kommenden Dekade damit zwar
zeitversetzt, aber in vollem Umfang auf die
Unternehmensgewinne der gesamten Netzbetreiberbranche
durch. Die zuletzt sehr schnelle und deutliche
Erhöhung auf dem Verzinsungsmarkt hat dagegen keine
Berücksichtigung in den für die vierte
Regulierungsperiode festgelegten Eigen- und
Fremdkapitalzinssätzen gefunden. Die Absenkungen im
Eigenkapitalzinsbereich führen zu einer merklichen
Belastung der Verschuldungskennzahl der TraveNetz.
Allerdings sind am 14.08.2023 und 17.01.2024 von der BNetzA
Beschlüsse zu den FK- und EK-Zinssätzen im
Kapitalkostenaufschlag erlassen worden. Für
Investitionen ab 2024 sollen die Zinssätze dann
jährlich neu bestimmt werden, was die Reduktion der
Verzinsung etwas abmildert. Die Beschlüsse gelten bis
zum Ende der 4. Regulierungsperiode.
Das politische Langfristziel der
Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 erfordert einen
starken und gezielten Ausbau der regenerativen
Energieerzeugung. Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung
selbst zielt auf einen 80 % Anteil an erneuerbaren Energien
am Bruttostromverbrauch bis zum Jahr 2030 und einen nahezu
vollständigen Anteil am Bruttostromverbrauch bis zum
Jahr 2035 ab. Der Koalitionsvertrag der Landesregierung
sieht zudem eine Verankerung im Gesetz zur Energiewende und
zum Klimaschutz (EWKG) in Schleswig-Holstein vor, um die
Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien an Land in
Höhe von mindestens 40-45 Terrawattstunden (TWh) bis
zum Jahr 2030 als Zwischenziel zu erreichen und damit das
erste klimaneutrale Industrieland bis zum Jahr 2040 zu
werden (vgl. "Klimaschutzprogramm 2030").
Darüber hinaus hat das Bundesministeriums
für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) das Gesetz zum
Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW)
verabschiedet. Nachdem das Oberverwaltungsgericht
Münster im Jahr 2022 die Einbauverpflichtung für
intelligente Messsysteme - sogenannter Smart-Meter für
rechtswidrig erklärt hat, hat die Gesetzesnovelle des
Messstellenbetriebsgesetzes u. a. das Ziel, den Einbau von
Smart-Metern für die Messung und die Steuerung des
Energieverbrauchs zu beschleunigen und zu
entbürokratisieren. Neben einem verbindlichen
Rollout-Fahrplan bis zum Zieljahr 2030 wurden neue Entgelte
(Preisobergrenzen) für intelligente Messsysteme
festgelegt. Das Gesetz sieht ab dem Jahr 2024 eine
signifikante Beteiligung der Netzbetreiber an der
Kostentragung vor, was eine Kostensenkung für
Anschlussnutzer:innen zur Folge hat. Begründet wird
die Kostenbeteiligung der Netzbetreiber dadurch, dass die
Digitalisierung einen verbesserten, datengestützten
Netzbetrieb und eine effiziente und nachhaltige,
datengestützte Netzplanung ermöglicht. Die
Kostenanerkennung in der Erlösobergrenze ist bisher
durch die Bundesnetzagentur nicht geregelt. Eine Festlegung
ist jedoch angekündigt und wird in 2024 erwartet. Zur
Umsetzung der gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben zur
Digitalisierung der Energiewende wurde bei der TraveNetz
ein Projekt initiiert. Der Pflichteinbau von modernen
Messeinrichtungen konnte auch in 2023 durch den
fortlaufenden routenoptimierten Rollout weiter
vorangetrieben werden.
Geschäftsverlauf
Um die verpflichtende
Nachhaltigkeitsberichtserstattung durch verbindliche
Berichtsstandards ab dem Jahr 2025 zu erfüllen, wurden
zur entsprechenden Vorbereitung seitens SWL im Berichtsjahr
die relevanten Nachhaltigkeitsthemen für alle
Gesellschaften der SWL im Rahmen einer umfassenden
Wesentlichkeitsanalyse identifiziert und gemeinsam mit den
Stakeholdern analysiert und bewertet. Basierend auf dem
Geschäftsmodell der SWL und dessen gesellschaftlichen
Auswirkungen liegt der Fokus auf wesentlichen
ESG-Anforderungen, Stakeholder-Erwartungen sowie der
Beachtung gesetzlicher Vorschriften und international
etablierter Berichtsstandards. Bei der Prüfung
potenziell wesentlicher Themen wurden sowohl die externe
als auch die unternehmensinterne Perspektive
berücksichtigt. Im Ergebnis wurden insbesondere die
Fokusbereiche Nachhaltige Unternehmensführung,
Dekarbonisierungspfad, Energie- und Wärmewende,
Kundenorientierung- und Zufriedenheit, unser Beitrag
für die Klimaschutzziele unserer Kund:innen und die
klimafreundliche Mobilität identifiziert und als
wesentlich i. S. der zukünftigen Berichterstattung
eingestuft. Die Fokusbereiche decken einen wesentlichen
Teil der von den ESG-Ratings formulierten Anforderungen
für angewendete Bewertungskriterien ab.
Abschließend wurden dem Top-Management in
verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen die Ergebnisse der
Wesentlichkeitsanalyse vorgestellt. Zudem wurde in 2023 mit
dem SAP Tool SCT (Sustainable Control Tower) ein
entsprechendes Reportingtool für die auf Basis der
Wesentlichkeitsanalyse noch zu definierenden KPIs
ausgewählt sowie die entsprechende Lizenz kontrahiert.
Das erste Jahr der Vorbereitung für die SAP
S/4HANA Einführung für die kaufmännischen
Prozesse ist abgeschlossen. Dabei wurde das Projekt
prozessorientiert aufgesetzt und dazu neben Projektleitung,
Projekt Management Office und Qualitätssicherung die
drei Teilprojekte "Prozesse", "Technologie &
Schnittstellen" und "Data Transition" ausgeprägt. Das
Teilprojekt Prozesse ist dabei in der End-to-End-Sicht
strukturiert und in neun Streams aufgeteilt, denen jeweils
ein Stream-Lead ("HANA-Prozessverantwortliche:r")
zugeordnet ist, welchem sich für ein zentrales
Anforderungs- und Umsetzungsmanagement und damit die
Gestaltung und Ausrichtung ihres End-to-End-Szenarios
verantwortlich zeigt. Zudem wird das Projekt in seinen
Phasen kontinuierlich durch ein Change-Management
begleitet. Wie geplant wurden die Konzepte zur
Datenmigration, Datenschutz (DSGVO), Reporting-Strategie
sowie die Soll-Prozesse der Fachbereiche erarbeitet.
Darüber hinaus wurden erste Konzepte erarbeitet, um
die Anforderungen an das SAP-System zum Thema
Nachhaltigkeitsreporting (ESG, CSRD) aufzunehmen.
Das Netzgebiet - die TraveNetz-Region - umfasst
nunmehr ganz oder teilweise die Amts- bzw. Gemeindegebiete
in den Kreisen Stormarn, Herzogtum Lauenburg, Ostholstein,
Nordwestmecklenburg, Rehna und die Hansestadt Lübeck.
Aktuell laufen Bewerbungsverfahren für zwei weitere
Konzessionsgebiete. Eine Stromnetzabgabe für das
Netzgebiet Ziethen ist für den 1. Januar 2024
vorgesehen.
Die TraveNetz hat in 2023 das geplante Ergebnis vor
Steuern und Gewinnabführung von EUR 17,9 Mio. mit
einem erwirtschafteten Ergebnis von EUR 17,6 Mio. aufgrund
der geringeren Durchleitungsmengen im Netznutzungsbereich
Gas und Strom leicht unterschritten. Das Planniveau der
netzinternen Verschuldungskennzahl in Höhe von 3,6
wurde mit einem Wert von 4,12 überschritten.
Ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator ist
die Erreichung der nach Anreizregulierungsverordnung
(ARegV) zulässigen Eigenkapitalverzinsung. Der
Zielwert hierfür betrug für 2023 auf Basis der
letzten Prüfung durch die BNetzA (Basisjahre 2020 und
2016) und des neu in die ARegV eingeführten
Kapitalkostenabgleichs EUR 11,2 Mio. Mit einem
Jahresergebnis vor Steuern und vor Gewinnabführung in
Höhe von EUR 17,6 Mio. konnte dieser Zielwert im Jahr
2023 erreicht werden.
Im Rahmen der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren
werden bei der TraveNetz die Verfügbarkeitswerte und
Schadensraten zur Beurteilung der Netzqualität
herangezogen. So lag die Nichtverfügbarkeit durch
Störungen in den Nieder- und Mittelspannungsnetzen
(System Average Interruption Duration Index, SAIDI) bei
11,59 Minuten pro Anschluss und Jahr (Vorjahr: 14,6).
Für 2023 hat die BNetzA bislang noch keinen
Bundesdurchschnitt veröffentlicht. Der Median im
Zeitraum von 2006 bis 2022 für den Bundesdurchschnitt
liegt bei 14,61 Minuten.
Auch im Gasnetz konnten wieder sehr niedrige
Schadensraten erreicht werden. Diese lagen im Jahr 2023 mit
0,01 Schäden pro Kilometer Versorgungsleitung
(Vorjahr: 0,06) bzw. 1,0 Schäden pro 1.000
Netzanschlüsse (Vorjahr: 1,0) wieder
planmäßig in der jeweils besten Schadensgruppe
gemäß DVGW-Gruppierung (Deutscher Verein des
Gas- und Wasserfaches).
Bestätigt wurde die hohe Qualität der
Verteilnetze auch durch einen guten Wert für die
Schadensrate und der spezifischen realen Wasserverluste
beim Wasserrohrnetz. Die Kennzahlen lagen erneut innerhalb
der DVGW-Einstufung für die beste Schadensgruppe bei
0,04 Schäden pro Kilometer Versorgungsleitung
(Vorjahr: 0,04) bzw. 1,2 Schäden pro 1.000
Netzanschlüsse (Vorjahr: 1,3) und der spezifische
reale Wasserverlust liegt bei 0,07 m³/(km*h) (Vorjahr:
0,08 m³/(km*h).
Um die Versorgungssicherheit auch zukünftig
bestmöglich zu gewährleisten, wurden im
abgelaufenen Geschäftsjahr rund EUR 40,0 Mio. in den
Ausbau und die Erneuerung der bestehenden Verteilnetze
investiert (Vorjahr: EUR 34,7 Mio.). Während im Gas
der Erhalt der Transport- und Versorgungsnetze im Fokus
lag, bildeten die Schwerpunkte im Strom die Erneuerung von
Mittelspannungskabeln und -schaltanlagen, der Bau einer
Blindleistungskompensationsanlage, die Umsetzung von
EEG-Projekten sowie der Neubau von Netzanschlüssen.
Im Rahmen des Betriebsführungsvertrages mit der
SWL Energie wurden Dienstleistungen in Höhe von rund
EUR 8,5 Mio. (Vorjahr: EUR 7,2 Mio.) für den Ausbau
und die Erneuerung der Wasser- und Fernwärmenetze
erbracht. Insbesondere wurden in der Sparte Wasser
Leitungsauswechslungen sowie Zählerwechsel
durchgeführt. In der Sparte Fernwärme ist
weiterhin ein Anstieg beim Neubau von Netzanschlüssen
zu verzeichnen.
Im Berichtsjahr war es in Lübeck und Umgebung im
Vergleich zum Vorjahr etwas kälter. Die Gradtagszahlen
am Standort Lübeck und Umgebung im Geschäftsjahr
2023 liegen mit einem kumulierten Wert 4.040,4 um 0,67 %
über dem kumulierten Vorjahreswert von 4.013,5 und um
0,73 % unter dem langjährigen Mittel von 4.070,1.
Weiterhin ist in 2023 gleichwohl wie im Vorjahr eine
reduzierte durchgeleitete Netzmenge bei der TraveNetz zu
erkennen. Die von der TraveNetz verteilten Energiemengen
betrugen im Geschäftsjahr 2023 für das Stromnetz:
1.196,2 GWh (Vorjahr: 1.215,2 GWh) und für das
Erdgasnetz: 3.328,8 GWh (Vorjahr: 3.546,1 GWh).
Durch die gestiegenen Energiepreise haben sich die
entsprechenden Kostenpositionen für die Beschaffung
des Eigenverbrauches um EUR 0,3 Mio. gegenüber der
Planung für das Geschäftsjahr 2023 erhöht.
Die TraveNetz ermöglicht allen Strom- und
Gaslieferanten gesetzeskonform die diskriminierungsfreie
Nutzung der Verteilernetze zur Belieferung von
Endkund:innen. Zum 31.12.2023 erfolgen Kundenbelieferungen
durch 309 Stromlieferanten (Vorjahr: 327) und 228
Gaslieferanten (Vorjahr: 240). Die Anzahl der fremden
Messstellenbetreiber, die im Netzgebiet tätig sind,
beläuft sich auf 33. Im Jahr 2023 haben im Netzgebiet
der TraveNetz insgesamt zwei Vertriebe Insolvenz angemeldet
(Vorjahr: zwei) und bei einem Vertrieb (Vorjahr: vier)
wurde der Bilanzkreis geschlossen (insgesamt 14 betroffene
Kund:innen ggü. 72 im Vorjahr).
Die langfristige Verlustenergiebeschaffung für
2023 konnte vollständig aus den dafür in den
vorangegangenen Geschäftsjahren gebildeten
Rückstellungen bedient werden und führt somit zu
keiner Belastung des Geschäftsjahres 2023. Durch die
Beschaffungsgemeinschaft über Syneco ist das Thema
auch für die kommenden Jahre aktuell sehr gut in der
operativen Bewirtschaftung und führt ebenfalls zu
keinen nennenswerten Implikationen für das
Geschäftsjahr 2023.
Unter Berücksichtigung der folgenden
Entwicklungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wird der Geschäftsverlauf insgesamt als positiv
eingeschätzt.
Ertragslage
Die TraveNetz hat in 2023 ein Ergebnis vor Steuern
und Gewinnabführung von EUR 17,6 Mio. nach einem
Ergebnis von EUR 20,1 Mio. im Vorjahr erwirtschaftet.
Im Vergleich zu 2022 wirken im Jahr 2023 die
Effizienzvorgaben reduzierend auf die Erlösobergrenzen
Strom und Gas und damit die Umsatzerlöse der
TraveNetz. Durch entsprechende Investitionstätigkeit
werden diese über den Kapitalkostenaufschlag in der
Erlösobergrenze teilweise umsatzseitig ausgeglichen.
Im Strombereich liegt die Erlösobergrenze insbesondere
durch die Effekte der volatilen Kosten (Verlustenergie) und
gestiegenen vorgelagerten Netzentgelte um EUR 8,0 Mio.
über dem Vorjahreswert. Die Mengen im Gasbereich
liegen aufgrund der Witterung und der Änderung des
Verbrauchsverhaltens deutlich unter den durchschnittlichen
Vorjahreswerten. Dadurch liegen die Erlöse um EUR 4,9
Mio. unter der zulässigen Erlösobergrenze des
Jahres 2022. Die Differenz zwischen Erlösobergrenze
und tatsächlich erzielten Umsatzerlösen aus
Netzentgelten wird auf dem Regulierungskonto Gas
gutgebracht und kann über drei Jahre von 2026-2028
nachträglich vereinnahmt werden. Im Strom gingen die
Mengen gegenüber dem Vorjahr nur leicht zurück.
Deshalb ergibt sich im Strombereich keine signifikante
Erlösveränderung.
Die Umsatzerlöse inkl.
Bestandsveränderungen belaufen sich auf EUR 260,9 Mio.
(Vorjahr: EUR 211,1 Mio.). Der Anstieg ist auf höhere
Erlöse für erbrachte Dienstleistungen an Dritte,
ein höheres Beauftragungsvolumen seitens der SWL
Energie für Investitionen und
Unterhaltungsmaßnahmen sowie den Mehrerlösen
aufgrund der Mehr- und Mindermengenabrechnungen
zurückzuführen (entsprechend höherer
Materialaufwand).
Die aktivierten Eigenleistungen liegen mit EUR 12,3
Mio. um EUR 1,7 Mio. über den Vorjahreswerten (EUR
10,6 Mio.). Dies ist v. a. durch übergeleitete
Maßnahmen des Vorjahres und im stetig steigenden
EEG-Anschlussbereich begründet.
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen
sich auf EUR 6,1 Mio. (Vorjahr: EUR 4,2 Mio.). Diese
Position setzt sich im Wesentlichen aus der Auflösung
von Rückstellungen (EUR 4,1 Mio.) und von
Ertragszuschüssen (EUR 0,3 Mio.), periodenfremden
Erträgen (EUR 1,3 Mio.) sowie
Versicherungsentschädigungen und sonstigen
betrieblichen Erträgen Konzern zusammen.
Die Materialaufwendungen erhöhten sich um EUR
66,1 Mio. auf EUR 182,6 Mio. (Vorjahr: EUR 116,5 Mio.). Der
Anstieg des Materialaufwandes ist mit höheren
Aufwendungen durch die Mehr- und Mindermengenabrechnung im
Gas in Höhe von EUR 16,1 Mio. und im Strom in
Höhe von EUR 13,3 Mio., höhere vorgelagerte
Netzentgelte Gas (EUR 3,0 Mio.) und Strom (EUR 5,0 Mio.),
höherer EEG- und KWK-Bezug sowie den gestiegenen
Energiepreisen für den Eigenverbrauch begründet.
Darüber hinaus ist ein Anstieg der bezogenen
Leistungen für Fremdleistungen aus der Beauftragung
der SWL Energie in Höhe von EUR 3,2 Mio. zu
verzeichnen.
Die Personalaufwendungen erhöhten sich ggü.
dem Vorjahr i. W. aufgrund von Tarifsteigerungen und
Sonderzuwendungen um EUR 0,9 Mio. auf EUR 35,0 Mio.
(Vorjahr: EUR 34,1 Mio.). Die Anzahl der Mitarbeitenden
(exkl. ATZ-Freizeitphase, Mutterschutz,
Beschäftigungsverbot, ruhende
Arbeitsverhältnisse, Auszubildende, Werkstudenten und
Praktikanten) zum 31.12.2023 beläuft sich auf 418.
Die gestiegene Investitionstätigkeit, die im
Wesentlichen auf die übergeleiteten Maßnahmen
des Vorjahres und die Energiewende zurückzuführen
ist, führte zu einem Anstieg der Abschreibungen um
insgesamt EUR 1,0 Mio. auf EUR 18,0 Mio. (Vorjahr: EUR 17,0
Mio.).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzieren
sich ggü. dem Vorjahr um EUR 12,2 Mio. auf EUR 23,9
Mio., was hauptsächlich auf eine Änderung in der
Kostenartenzuordnung von Gebühren zu den Netzentgelten
Strom und eine Reduzierung der Beratungskosten
zurückzuführen ist. Darüber hinaus sind die
Konzessionsabgaben um EUR 0,4 Mio. geringer ausgefallen.
Als gegenläufige Effekte sind gestiegene IT-Kosten und
eine höhere Konzernverrechnung zu benennen, welche
sich auf Grundlage des Geschäftsbesorgungsvertrags
ergibt.
Für das Geschäftsjahr 2023 werden Steuern
vom Einkommen und Ertrag in Höhe von EUR 0,7 Mio.
(Vorjahr: EUR 0,7 Mio.) ausgewiesen.
Es wurden nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3
Abs. 4 MsbG Tätigkeitsabschlüsse für die
Elektrizitäts- und Gasverteilung sowie für den
grundzuständigen Messstellenbetrieb aufgestellt.
Soweit möglich, werden die
Vermögensgegenstände und Schulden sowie die
Aufwendungen und Erträge auf Basis der Einzelkonten
direkt zugeordnet, ansonsten erfolgt eine Aufteilung nach
sachgerechten Schlüsselgrößen. Für
sonstige Aktivitäten werden in der Rechnungslegung
getrennte Konten geführt.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um EUR
62,5 Mio. auf EUR 368,7 Mio. gestiegen. Das
Anlagevermögen erhöhte sich um EUR 23,5 Mio. auf
EUR 292,5 Mio., wesentlich bedingt durch die gestiegenen
Investitionstätigkeiten und damit einhergehend eine
Erhöhung der technischen Anlagen und Maschinen um EUR
15,4 Mio. sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau
um EUR 6,4 Mio. Die Vorräte erhöhten sich, im
Wesentlichen durch den im Vergleich zum Vorjahr
höheren Bestand von unfertigen Leistungen, um EUR 1,0
Mio. Der Anstieg der Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände um EUR 37,0 Mio. auf EUR
69,7 Mio. resultieren im Wesentlichen aus der
stichtagsbezogenen Zunahme der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen aufgrund Wälzungskosten im
energiewirtschaftlichen Bereich um EUR 31,8 Mio. auf EUR
58,7 Mio., der Zunahme der Forderungen gegen verbundene
Unternehmen von EUR 4,9 Mio. auf EUR 5,1 Mio. sowie einer
Zunahme der sonstigen Forderungen um EUR 0,3 Mio.
Auf der Passivseite der Bilanz blieben das
Eigenkapital (EUR 117,6 Mio.) sowie die Positionen der
Investitionszuschüsse (EUR 4,6 Mio.) auf
Vorjahresniveau. Die Position der empfangenen
Ertragszuschüsse erhöhte sich um EUR 0,3 Mio. auf
EUR 24,1 Mio. Die hohen Investitionstätigkeiten sowie
die deutlich gestiegenen Wälzungskosten im
energiewirtschaftlichen Bereich führten zum Stichtag
zu erhöhten Verbindlichkeiten in Höhe von EUR
191,4 Mio. (Vorjahr: EUR 120,5 Mio.). Bei den
Rückstellungen ist im Vergleich zum Vorjahr ein
Rückgang von EUR 8,7 Mio. zu verzeichnen, was vor
allem mit dem Verbrauch von in Vorjahren gebildeten
Rückstellungen zu begründen ist.
Der positive Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit (EUR 28,0 Mio.) beruht im
Wesentlichen auf dem Ergebnis vor Ergebnisabführung in
Höhe von EUR 16,9 Mio., den Abschreibungen von EUR
18,0 Mio., der Abnahme der Rückstellungen von EUR -8,5
Mio., der Zunahme der Verbindlichkeiten von EUR 37,3 Mio.
und den höheren Zinsaufwendungen von EUR 2,4 Mio.
Gegenläufig wirkt die Zunahme der Forderungen und
Vorräte in Höhe von EUR -38,4 Mio.
Der negative Cashflow aus der
Investitionstätigkeit (EUR -41,7 Mio.) ist wesentlich
geprägt durch die Auszahlung für Investitionen in
das Sachanlagevermögen von EUR -40,1 Mio. sowie
für Investitionen in das immaterielle
Anlagevermögen in Höhe von EUR -1,6 Mio.
Der positive Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit (EUR 13,9 Mio.) setzt sich aus
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten (EUR
48,0 Mio.), der Auszahlung aus der Tilgung von Krediten
(EUR -13,2 Mio.), gezahlten Zinsen (EUR -1,1 Mio.) sowie
der Auszahlung aus der Ergebnisabführung des Vorjahres
(EUR -15,9 Mio.) und der Ausgleichszahlung an
Minderheitsgesellschafter des Vorjahres (EUR -3,6 Mio.)
zusammen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war
zu jeder Zeit gesichert.
Die Verschuldungskennzahl liegt aufgrund der zum
großen Teil fremdfinanzierten
Investitionstätigkeit sowie den deutlich gesunkenen
regulatorisch zugestandenen Eigenkapitalzinsen in 2023 bei
4,12 und befindet sich damit über dem Vorjahresniveau
(2,58).
Elektrizitätsverteilung
Das Ergebnis der Elektrizitätsverteilung liegt
EUR 1,4 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (EUR 13,6
Mio.). Im Geschäftsjahr ergibt sich somit ein
Jahresüberschuss vor Steuern und Gewinnabführung
von EUR 15,0 Mio.
Die Umsatzerlöse werden v. a. durch die
vereinnahmten Netznutzungsentgelte inkl. der
energiewirtschaftlichen Umlagen geprägt, die über
dem Vorjahresniveau liegen.
Die Bilanzsumme steigt auf EUR 261,2 Mio. (Vorjahr:
EUR 205,3 Mio.), das Anlagevermögen und die
Forderungen sind hier der wesentliche Treiber.
Die Anlagenquote verringert sich um 10,1
Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 75,9 % (Vorjahr:
86,0 %), die Eigenkapitalquote sinkt auf 32,2 % (Vorjahr:
40,9 %).
Grundzuständiger
Messstellenbetrieb
Das Ergebnis des grundzuständigen
Messstellenbetriebs ist weiterhin durch Anlaufkosten und
den noch nicht vollständig angelaufenen operativen
Geschäftsbetrieb geprägt. Im Geschäftsjahr
ergibt sich ein Jahresüberschuss von EUR 0,3 Mio.
(Vorjahr: Jahresüberschuss EUR 0,0 Mio.). In diesem
Geschäftsjahr hat die TraveNetz Investitionen in
Höhe von EUR 0,1 Mio. für den Messstellenbetrieb
getätigt (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.).
Gasverteilung
Das Ergebnis der Gasverteilung liegt EUR 4,4 Mio.
unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 6,3 Mio.). Im
Geschäftsjahr ergibt sich ein Jahresüberschuss
vor Steuern und Gewinnabführung von EUR 1,9 Mio.
Die Umsatzerlöse werden v. a. durch die
vereinnahmten Netznutzungsentgelte inkl. der
energiewirtschaftlichen Umlagen geprägt. Die
vereinnahmten Netzentgelte liegen unter dem
Vorjahresniveau.
Die Bilanzsumme steigt auf EUR 101,2 Mio. (Vorjahr:
EUR 98,4 Mio.), das Anlagevermögen und die Forderungen
sind hier die wesentlichen Treiber.
Die Anlagenquote verringert sich um 1,1 Prozentpunkte
im Vergleich zum Vorjahr auf 92,5 % (Vorjahr: 93,6 %), die
Eigenkapitalquote sinkt auf 33,2 % (Vorjahr: 34,1 %).
Risikobericht
Die TraveNetz hat ein Risikomanagementsystem (RMS)
zur Identifikation, Quantifizierung und Steuerung
insbesondere von bestandsgefährdenden und wesentlichen
Risiken implementiert. Im Rahmen der Risikoinventur werden
die Risiken, nach mathematischen Verfahren abgestuft, als
kritisch, wesentlich, handlungs- und
überwachungsrelevante Risiken klassifiziert. Alle
identifizierten Risiken werden systematisch beobachtet, um
bei einer Lageänderung kurzfristig reagieren zu
können.
Es wurden 13 Risiken identifiziert. Die Anzahl der
handlungs- und überwachungsrelevanten Risiken hat sich
gegenüber dem Vorjahr von 10 auf 5 Risiken reduziert,
von denen zum Jahresende zwei Risiken als handlungsrelevant
und drei als überwachungsrelevant eingestuft wurden.
Fünf Risiken liegen unterhalb der definierten
Wertgrenze für das Risikomanagement.
Aufgrund von veränderten Einstufungen von
Schadenhöhen oder Eintrittswahrscheinlichkeiten hat
sich der Schadenerwartungswert für die TraveNetz von
EUR 4,71 Mio. am 31.12.2022 auf EUR 1,97 Mio. am 31.12.2023
reduziert.
Die wesentlichen handlungsrelevanten Risiken werden
im Folgenden näher dargestellt.
Ein als handlungsrelevant eingestuftes Risiko ist mit
Mindereinnahmen aufgrund rückläufiger
Gas-Durchleitungsmengen begründet. Grundsätzlich
darf die TraveNetz Netzentgelte in Höhe der von der
BNetzA festgesetzten Erlösobergrenze (EOG) für
2023 vereinnahmen. Bei der Festsetzung der Gas-Netzentgelte
für 2023 wurde mit einem Absatzvolumen anhand der
Vorjahre und aktuellen politischen Entwicklungen
kalkuliert. Die in der Vergangenheit bereits bekannten
Witterungseinflüsse, die zu mengenmäßigen
Abweichungen im Absatzvolumen führen, können
aufgrund der beobachteten und politisch gestützten
Einsparbemühungen und Wechsel zu anderen
Heiztechnologien jedoch darüber hinaus zu deutlich
höheren Mengenschwankungen führen. Die
mengenbedingten Mindererlöse des Jahres 2023 werden
erst durch entsprechende verzinste Zuschläge auf die
Gas-Erlösobergrenzen der Folgejahre im Rahmen des
Regulierungskontos wieder ausgeglichen und sind damit
langfristig erfolgsneutral. Im Jahresabschluss des
betreffenden Jahres können die in der Zukunft
möglichen EOG-Zuschläge jedoch handelsbilanziell
nicht als Vermögenswert ausgewiesen werden, wodurch
die Mindererlöse dann in voller Höhe
ergebniswirksam werden würden. Die
Auswirkungshöhe ist mit EUR 5,0 Mio. betraglich
festgehalten und wurde mit einer
Eintrittswahrscheinlichkeit von 10 % bewertet.
Im Bereich der regulatorischen Risiken wurde ein
handlungsrelevantes Risiko im Bereich der Berechnung der
jährlichen Erlösobergrenzen ermittelt. Diese ist
für die Strom- und Gasnetzentgelte zwar durch die
Netzentgeltverordnungen (StromNEV, GasNEV) und die
Anreizregulierungsverordnung gesetzlich reguliert, jedoch
zeigen die Erfahrungen mit der bisherigen
Regulierungspraxis der BNetzA, dass das Risiko einer
Abweichung gegenüber der Wirtschaftsplanung nicht
ausgeschlossen werden kann. Änderungen des
Rechtsrahmens oder dessen Auslegung durch die
Regulierungsbehörde können eine
nachträgliche Verminderung der EOG bewirken, weil
einzelne Positionen der EOG nachträglich nicht
anerkannt werden, obwohl die daraus resultierenden
Netzentgelte schon mehrere Jahre zuvor vereinnahmt wurden.
Es besteht eine Unsicherheit, denn obwohl die 4.
Regulierungsperiode der Sparte Gas bereits am 01.01.2023
begonnen hat und der Sparte Strom schon am 01.01.2024
beginnt, hat die BNetzA für das Gasnetz noch immer nur
einen vorläufigen Effizienzwert mitgeteilt. Für
das Stromnetz fehlt von der BNetzA die Mitteilung des
generellen sektoralen Produktivitätsfaktors (GSP)
sowie jegliche Indikation für den
unternehmensindividuellen Effizienzwert. In der
Wirtschaftsplanung und der Berechnung der StromNetzentgelte
2024 wurden aufgrund dessen die Werte aus der 3.
Regulierungsperiode fortgeschrieben. Im Vergleich zum
Vorjahr wurden keine Änderungen bezüglich der
Bewertung von Auswirkungshöhe und
Eintrittswahrscheinlichkeit vorgenommen. Die
Auswirkungshöhe ist mit EUR 1,7 Mio. betraglich
festgehalten und wurde mit einer
Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 % bewertet.
Entwicklungen, die für TraveNetz
bestandsgefährdend sein könnten, waren nach
Auswertung der Risikoinventur per 31.12.2023 nicht zu
erkennen.
Chancenbericht
Grundlage für die Identifikation von Chancen ist
die Beobachtung, Analyse und Bewertung des lokalen Marktes
sowie die Verfolgung von gesamt- und
branchenwirtschaftlichen Trends.
Durch die langfristigen
Konzessionsverlängerungen eröffnet sich auch
zukünftig die Möglichkeit, Synergien durch
entsprechende Größenvorteile zu realisieren.
Diese stellen eine wesentliche Voraussetzung dar, um den
künftigen Herausforderungen, wie regulatorischen
Effizienzdruck, dem demographischen Wandel sowie dem
Fachkräftemangel und den steigenden Anforderungen in
der Netz- und Energiewirtschaft (z. B. E-Mobilität,
Smart Mete-ring & Smart Grid) wirksam zu begegnen.
Durch die Verlängerungen konnte auch die Position der
TraveNetz als zentraler Infrastrukturdienstleisterin und
Kooperationspartnerin in der Trave-Region nachhaltig
stabilisiert und gestärkt werden.
Die sich daraus ergebenen Chancen sollen sich nach
Möglichkeit zukünftig in neuen Kooperationen oder
Kooperationsausweitungen mit umliegenden Netzbetreibern
bspw. durch die weitere Vermarktung der Netzleitstelle
für Netzführungs- und/oder
Redispatch-Dienstleistungen und verbesserter Abstimmung mit
städtischen Gesellschaften oder Netzbetreibern im
Bereich Mitverlegung niederschlagen.
Sowohl die Stärkung der eigenen
Wertschöpfungstiefe durch den Aufbau einer eigenen
Tiefbaueinheit als auch eine potenzielle Ausweitung der
Wertschöpfungstiefe in weiteren operativen technischen
Prozessen (z. B. Hausanschluss-Erstellungsprozess) wird in
diesem Zuge u. a. im Rahmen der Überarbeitung des
Personal- und Wertschöpfungskonzeptes geprüft und
kann bei entsprechender Wirtschaftlichkeit zu weiteren
monetären und qualitativen Verbesserungspotenzialen
für die TraveNetz beitragen.
Zudem soll personell und monetär verstärkt
in die Digitalisierung der Netze investiert werden. Der
Fokus liegt primär auf dem Aufbau eines modernen und
effizienten Flexibilitätsmanagements, um den
Netzausbau wirtschaftlich optimaler gestalten zu
können. Ein solches Flexibilitätsmanagement
trägt dazu bei, Sektoren intelligent zu verbinden,
entsprechende Flexibilitäten nutzen und Restriktionen
bei der Netzintegration reduzieren zu können.
Da die TraveNetz durch den Ausbau der Stromnetze
einen erheblichen Beitrag auf dem Weg zur Klima- und
Energiewende sowie der Dekarbonisierung leistet, werden in
diesem Rahmen die bestehenden Möglichkeiten
geprüft, entsprechende Förderungen oder
geförderte Kredite ("Förderung klimafreundlicher
Aktivitäten") bspw. im Rahmen von
KfW-Förderprogrammen zu erhalten. In diesem Zuge
ergeben sich entsprechende Chancen zur Optimierung der
Finanzierungskosten der TraveNetz.
Des Weiteren befindet sich der aktuelle
Regulierungsrahmen durch die Bundesnetz-agentur aktuell in
der Novellierung, woraus sich bestenfalls Chancen ergeben
könnten beispielsweise im Sinne einer
frühzeitigeren Kostenanerkennung, einer entsprechenden
Berücksichtigung des Gas-Exits oder in der
Veränderung der EK-Verzinsungssystematik. Zudem ist
die Festlegung der Effizienzwerte Gas und Strom noch
ausstehend. Hier könnten sich durch die entsprechenden
Gebiets- und Kostenoptimierungen der letzten Jahre
ebenfalls Chancen ergeben.
Prognosebericht
Die angespannte und unsichere wirtschaftliche
Situation wird auch für das Jahr 2024 den Rahmen
bilden. Ein Ende des Krieges in der Ukraine und im
Israel-Gaza-Krieg ist nicht in Sicht. Die hohen und
ambitionierten Anforderungen an einen zügigen
Dekarbonisierungspfad sind ungebremst und erfordern in der
SWL einen hohen Investitionsbedarf zur Bewältigung der
Transformationsbestrebungen. Auch wenn die hohen
Inflationsraten zum Jahresende 2023 etwas abflachten, ist
auch für 2024 mit einem hohen Preisniveau zu rechnen.
Darüber hinaus ist die dringend erforderliche
finanzielle Unterstützung durch die öffentliche
Hand mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofes zum
Klima- und Transformationsfonds unsicherer geworden.
Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass sich auch der
Mangel an Fachkräften weiter verschärfen wird.
Der hohe Stellenwert einer nachhaltigen
Unternehmenssteuerung wird durch die Anforderungen an die
Nachhaltigkeitsberichterstattung unterstrichen. In der SWL
werden hierzu im kommenden Jahr anknüpfend an die im
Jahr 2023 durchgeführte Wesentlichkeitsanalyse alle
erforderlichen Vorbereitungen getroffen, um die
verpflichtende Nachhaltigkeitsberichtserstattung durch
verbindliche Berichtsstandards ab dem Jahr 2025 zu
erfüllen. Jeder Fokusbereich soll soweit derzeit
bereits möglich mit klaren Zielen und Meilensteinen
sowie KPIs und entsprechenden Maßnahmenpaketen
verbunden werden diese gilt es in 2024 zu definieren und
eine entsprechende Auswertbarkeit sowie
Nachweisführung für das Berichtsjahr 2025
sicherzustellen. Zudem soll das Reportingtool SCT
implementiert und mit den entsprechenden Eingangsdaten
daran anknüpfend gespeist werden. Die
Berichterstattung soll im Konzernlagebericht der SWL
erfolgen. Die entsprechenden Umsetzungen erfolgen in enger
Abstimmung mit dem Wirtschaftsprüfer der TraveNetz.
Bei der SAP S/4HANA Einführung wird es im Jahr
2024 darum gehen, die Datenmigration zu testen sowie die
über die HANA Prozessverantwortlichen in Ihren
Prozessarbeitsgruppen erarbeiteten und optimierten
Fachprozesse im System abzubilden und ebenfalls zu testen.
Zu Neuerungen im System werden die betroffenen Kolleg:innen
frühzeitig informiert und ausführlich geschult.
Der Einführungstermin ist für den 1. Januar 2025
geplant.
Die vorgehend beschriebenen politischen und
volkswirtschaftlichen Effekte (energiewirtschaftliche
Transformation im Rahmen der Energie- und Klimawende)
führen u. a. zu deutlichen Veränderungen des
Verbrauchsverhaltens sowie der
Energiekapazitätsbedarfe und damit auch in der
Netzentwicklungs- und Investitionsplanung in den
verschiedenen Übertragungs- und Verteilnetzebenen.
Zum einen wird von einer verstärkten
Aktivität im EEG-Bereich und damit mit einer deutlich
steigenden Anzahl der EEG-Anschlussbegehren im Netzgebiet
der TraveNetz ausgegangen. Dies führt zu
zusätzlichen Investitionen und damit monetären
Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage. Entsprechende
zusätzliche Investitionsmittel wurden im
Wirtschaftsplan für 2024 vorgesehen.
Zum anderen gehen wir aufgrund der Wärmewende
von deutlich rückläufigen Investitionen im
Gasbereich und deutlich hochlaufenden Investitionen im
Strombereich aus. Eine entsprechende Anpassung der
Investitionsstrategie ist mit der finalen Einführung
der neuen Assetmanagement Strategie sowie im Rahmen des
laufenden Projektes Gasnetze der Zukunft vorgesehen.
Hierzu beschäftigt sich die TraveNetz intensiv
mit möglichen Szenarien, die die zukünftige Rolle
der Gasnetze zur Wärmeversorgung im Versorgungsgebiet
beschreiben.
Auf Basis einer umfassenden Untersuchung und einer
prognostizierten Entwicklung des lokalen Wärmemarktes
unter Betrachtung alternativer
Wärmeversorgungslösungen, lassen sich zwei
wesentliche Szenarien für die weiterführende
Betrachtung und Untersuchung ableiten.
Das erste Szenario, langfristig zumindest einen Teil
der Gasnetzinfrastruktur für die Nutzung durch
methanbasierte oder grüne Gase oder Wasserstoff weiter
zu nutzen, wird nach interner Bewertung nur nachgelagert
priorisiert und ist dementsprechend reaktiv in der
Weiterentwicklung. Das zweite Szenario geht von einer
zukünftig weitestgehend elektrifizierten
Wärmeversorgung zur Erreichung der Klimaschutzziele
aus. Eine Weiternutzung der vorhandenen
Gasnetzinfrastruktur über das Jahr 2045 hinaus ist in
diesem Szenario als unwahrscheinlich bewertet. Der
(Erd-)Gasverbrauch in den Kundensegmenten Handel, Gewerbe,
Dienstleistungen und Haushaltskunden geht hierbei auf 0 %
zurück. Weitere mögliche Zieljahre für eine
Prognose, die über die Klimaschutzziele auf
Bundesebene hinausgehen, lassen sich aus
Klimaschutzvorgaben auf Landesebene ableiten (2040).
Vor diesem Hintergrund und zur Bewertung von Chancen
und Risiken, dass für Investitionen, die ab dem Jahr
2023 aktiviert und bis 2045 oder 2040 vollständig
refinanziert werden sollen die Anwendung der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern gem. GasNEV nicht
möglich wäre, wurden die Auswirkungen der
Verkürzung der kalkulatorischen Nutzungsdauern Gas
gem. KANU-Festlegung der BNetzA (BK9-22/614) untersucht.
Folgende Effekte lassen sich unter Annahme der Zieljahre
2045 und 2040 im Vergleich zum Ansatz mit
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern gemäß
GasNEV, die sich an einem auf unbegrenzte Dauer angelegten
Betrieb orientieren, ableiten.
Im Jahr 2023 liegen die Abweichungen der Szenarien
bezogen auf die kalkulatorischen Abschreibungen im
Vergleich zum Szenario GasNEV ohne KANU-Anwendung nur
geringfügig auseinander. Die KANU-Anwendung hat zur
Folge, dass die kalkulatorischen Abschreibungen in den
nächsten 10 Jahren stark ansteigen und sich dies in
den zukünftigen Netzentgelten widerspiegeln wird.
Die Gewinne der regulierten Strom- und
Gasnetzbetreiber ergeben sich entsprechend den
Netzentgeltverordnungen im Wesentlichen aus der Verzinsung
des im Netzbetrieb investierten Eigenkapitals. Der Zielwert
für das Jahr 2024 liegt bei EUR 9,9 Mio. Die
zukünftigen Gewinnpotenziale sind einerseits von der
Investitionstätigkeit in den Verteilnetzen und
andererseits vom anzusetzenden Eigenkapitalzinssatz
abhängig. Hierbei versucht die TraveNetz weiterhin,
die langfristig absehbare und für die vierte
Regulierungsperiode BNetzA-seitig bereits beschlossene
Verringerung des Eigenkapitalzinssatzes durch
verstärkte Investitionen in das
aktivierungsfähige Netz-Anlagevermögen und
operative Effizienzsteigerungen, zumindest teilweise, zu
kompensieren. Zudem wird die laufende Kostenprüfung
Strom und deren Ergebnisse ggf. Einfluss auf die
zukünftige Ergebnissituation der TraveNetz entfalten.
Zur Erreichung einer branchenüblichen
Netzverfügbarkeit für die Endkunden wurden
Grenzwerte für die Nichtverfügbarkeiten im
Versorgungsnetz festgelegt, die auch im Jahr 2024 nicht
überschritten werden sollen. So wird erwartet, dass
die durchschnittliche Nichtverfügbarkeit aus
Störungen im Verantwortungsbereich der TraveNetz im
Stromnetz 13 Minuten und im Gasnetz 2 Minuten pro Kund:in
und Jahr nicht übersteigen. Insgesamt wird
bezüglich der Verfügbarkeitswerte und
Schadensraten für das Jahr 2024 ein zum Berichtsjahr
2023 konstantes niedriges Niveau angestrebt.
Als Netzgesellschaft steht die Versorgungssicherheit
der Kund:innen ebenfalls im Fokus. Die TraveNetz ist in das
bundesweite Notfallsystem für Gasnetze integriert und
hat ihre Organisation und Prozesse auf entsprechende
Notfallregelungen ausgerichtet. Parallel dazu besteht ein
weiteres Hauptaugenmerk auf dem Thema Cyber-Sicherheit, um
die genutzte IT-Infrastruktur vor Attacken zu
schützen.
Der Wirtschaftsplan für 2024 sieht
Umsatzerlöse in Höhe von EUR 238 Mio. vor.
Grundsätzlich führen die Effekte der
Anreizregulierung, durch den individuellen Effizienzwert
sowie den von der BNetzA für alle Netzbetreiber
festgesetzten generellen sektoralen
Produktivitätsfaktor, zu sinkenden Ergebnissen
innerhalb der Regulierungsperiode. Gemäß §
8 ARegV wird der Wert für die allgemeine
Geldwertentwicklung im zwei-Jahres-Versatz in der
Erlösobergrenze berücksichtigt. Die hohe
Inflation 2022 führt somit zu einer Erhöhung der
Erlösobergrenze in 2024.
Durch die marktpolitischen Entwicklungen des Themas
Blindleistungskompensation wurde die Errichtung einer
eigenen Blindleistungskompensationsanlage in 2023
weitestgehend abgeschlossen. Die Fertigstellung und
Inbetriebnahme der Anlage erfolgen im Jahr 2024.
Auf der Grundlage der gegenwärtigen gesetzlichen
Regelungen wird die TraveNetz in der aktuellen
Businessplanung die notwendigen Kostensenkungen, auch in
der vierten Regulierungsperiode (2023/2024 bis 2027/2028),
erreichen. Darüber hinaus liegt der Fokus weiterhin
auf der Erweiterung im Bereich Netzdienstleistungen
für Dritte. Das Heben von Synergieeffekten aus
strategischen Kooperationsmöglichkeiten im Umland soll
auch in 2024 weiter forciert werden, sodass auch
mittelfristig ein wesentlicher Beitrag zum Stadtwerke
Lübeck Ergebnis geleistet werden kann. Damit wird die
Strategie der TraveNetz auch in den nächsten Jahren
erfolgreich umgesetzt.
Bei der Entwicklung der Verschuldungskennzahl wird
für 2024 von einem Anstieg auf 4,5 ausgegangen, der
neben den klassischen Netzinvestitionen in die Strom- und
Gasassets vor allem durch die verstärkten
Netzinvestitionstätigkeiten im EEG-Bereich
begründet ist.
Die TraveNetz plant in 2024 mit einem Ergebnis vor
Steuern und vor Gewinnabführung von EUR 16,7 Mio. und
damit rd. EUR 0,9 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Die
wesentlichen Gründe dafür sind u. a. der Beginn
der neuen Regulierungsperiode in der Sparte Strom und der
damit verbundenen geringeren Erlösobergrenze und
steigende Personalaufwände aufgrund des in 2023 neu
abgeschlossen Tarifabschlusses im TV-V.
TraveNetz GmbH
| Rade Lukic |
|
Geschäftsführer |
Bilanz zum 31. Dezember 2023
AKTIVA
|
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
|
EUR |
EUR |
| A. |
ANLAGEVERMÖGEN |
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
1, Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen
an solchen Rechten
und Werten |
3.083.034,00 |
2.362.640,00 |
|
2, Geleistete
Anzahlungen |
10.169,95 |
387.339,35 |
|
|
3.093.203,95 |
2.749.979,35 |
|
II. Sachanlagen |
|
|
|
1, Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
14.174.358,99 |
13.471.604,08 |
|
2, Technische Anlagen
und Maschinen |
245.525.008,00 |
230.112.741,00 |
|
3, Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
4.348.059,00 |
3.675.800,00 |
|
4, Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
25.389.999,77 |
18.980.284,86 |
|
|
289.437.425,76 |
266.240.429,94 |
|
|
292.530.629,71 |
268.990.409,29 |
| B. |
UMLAUFVERMÖGEN |
|
|
|
I. Vorräte |
|
|
|
1, Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe |
1.875.881,14 |
1.418.857,15 |
|
2, Unfertige
Leistungen |
3.183.680,19 |
2.189,911,47 |
|
|
5.059.561,33 |
3.608.768,62 |
|
II. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
|
1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
58.723.105,58 |
26.912.758,33 |
|
2, Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
5.117.678,64 |
207.504,91 |
|
3, Sonstige
Vermögensgegenstände |
5.819.885,45 |
5.556.894,56 |
|
|
69.660.669,67 |
32.677.157,80 |
|
III. Kassenbestand und
Guthaben bei Kreditinstituten |
1.363.781,90 |
769.422,76 |
|
|
76.084.012,90 |
37.055.349,18 |
| C. |
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN |
28.341,49 |
63.999,25 |
|
|
368.642.984,10 |
306.109.757,72 |
PASSIVA
|
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
|
EUR |
EUR |
| A. |
EIGENKAPITAL |
|
|
|
I. Gezeichnetes
Kapital |
667.690,00 |
667.690,00 |
|
II.
Kapitalrücklage |
116.870.965,86 |
116.870.965,86 |
|
|
117.538.655,86 |
117.538.655,86 |
| B. |
SONDERPOSTEN FÜR
INVESTITIONSZUSCHÜSSE |
4.648.980,13 |
4.620.898,15 |
| C. |
EMPFANGENE
ERTRAGSZUSCHÜSSE |
24.133.234,10 |
23.818.358,37 |
| D. |
RÜCKSTELLUNGEN |
|
|
|
1. Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen |
829.718,77 |
1.153.989,54 |
|
2.
Steuerrückstellungen |
309.752,69 |
115.270,33 |
|
3. Sonstige
Rückstellungen |
29.688.123,14 |
38.213.133,34 |
|
|
30.827.594,60 |
39.482.393,21 |
| E. |
VERBINDLICHKEITEN |
|
|
|
1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
126.395.270,15 |
91.506.983,96 |
|
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
18.127.533,84 |
11.939.292,46 |
|
3. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
36.018.246,05 |
10.634.203,38 |
|
4. Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschafter |
5.409.761,92 |
3.946.392,52 |
|
5. Sonstige
Verbindlichkeiten |
5.426.730,52 |
2.499.289,91 |
|
- davon aus Steuern: EUR
4.323.784,04 (Vorjahr: EUR 1.297.526,45) - |
|
|
|
|
191.377.542,48 |
120.526.162,23 |
| F. |
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN |
116.976,93 |
123.289,90 |
|
|
368.642.984,10 |
306.109.757,72 |
Gewinn-
und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember
2023
|
2023 |
Vorjahr |
|
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
|
259.901.998,14 |
210.554.283,42 |
| 2. Erhöhung des
Bestands an unfertigen Leistungen |
|
993.768,72 |
560.487,44 |
| 3. Andere aktivierte
Eigenleistungen |
|
12.296.361,15 |
10.619.569,32 |
| 4. Sonstige betriebliche
Erträge |
|
6.120.835,95 |
4.183.508,06 |
|
|
279.312.963,96 |
225.917.848,24 |
| 5. Materialaufwand |
|
|
|
a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
141.989.629,47 |
|
94.127.106,55 |
| b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
40.603.021,81 |
|
22.355.449,08 |
|
|
182.592.651,28 |
116.482.555,63 |
| 6. Personalaufwand |
|
|
|
| a) Löhne und
Gehälter |
28.263.511,31 |
|
27.237.933,19 |
b) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für
Altersversorgung und für
Unterstützung |
6.722.167,52 |
|
6.868.844,88 |
- davon für
Altersversorgung: EUR 1.380.536,29
(Vorjahr: EUR 1.619.035,03) - |
|
|
|
|
|
34.985.678,83 |
34.106.778,07 |
7. Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
18.049.001,85 |
17.012.892,63 |
| 8. Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
|
23.888.074,53 |
36.116.839,32 |
|
|
19.797.557,47 |
22.198.782,59 |
| 9. Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
|
412.584,76 |
114.749,82 |
- davon aus verbundenen
Unternehmen: EUR 164.011,09
(Vorjahr: EUR 84.206,53) - |
|
|
|
- davon aus
langfristigen Rückstellungen: EUR 14.722,20
(Vorjahr: EUR 30.448,58) - |
|
|
|
| 10. Zinsen und
ähnliche Aufwendungen |
|
2.589.407,43 |
2.124.173,45 |
- davon an verbundene
Unternehmen: EUR 611.275,84
(Vorjahr: EUR 14.135,90) - |
|
|
|
- davon aus
langfristigen Rückstellungen: EUR 14.543,65
(Vorjahr: EUR 188.620,21) - |
|
|
|
|
|
-2.176.822,67 |
-2.009.423,63 |
| 11. Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag |
|
654.766,98 |
663.870,33 |
| 12. Ergebnis nach
Steuern |
|
16.965.967,82 |
19.525.488,63 |
| 13. Sonstige
Steuern |
|
80.015,21 |
70.485,84 |
14. Auf Grund eines
Ergebnisabführungsvertrags
abgeführter Gewinn |
|
-16.885.952,61 |
-19.455.002,79 |
| 15.
Jahresüberschuss |
|
0,00 |
0,00 |
Anhang
Amtsgericht Lübeck HRB 5885
HL
Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
2023 wurde für große Kapitalgesellschaften nach
den Vorschriften des HGB, des Gesellschaftsvertrages und
den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des EnWG
erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.
Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des
Vorjahres wurden grundsätzlich unverändert
beibehalten. Zur besseren Einsicht in die Ertragslage
wurden im Geschäftsjahr in der GuV die Aufwendungen
für bezogene Leistungen und die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen neu gegliedert. Das Vorjahr
wurde nicht entsprechend angepasst. Eine Erläuterung
der Vorjahresangaben erfolgt bei den jeweiligen Posten.
Anlagevermögen
Die immateriellen Vermögensgegenstände und
die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und
Herstellungskosten abzüglich planmäßiger
linearer Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten
berücksichtigen neben den aktivierungspflichtigen
Materialkosten, Fertigungskosten und Gemeinkosten auch
angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.
Die Abschreibungen werden auf Basis der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
ermittelt. Anlagenzugänge werden monatsgenau
abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden
entsprechend den steuerrechtlichen Regelungen in einem
Sammelposten erfasst und über fünf Jahre
abgeschrieben.
| Die
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen
für: |
in Jahren |
| 1. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
3-20 |
| 2.
Betriebsgebäude |
14-50 |
| 3. Technische Anlagen
und Maschinen |
6-35 |
| 4. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
2-25 |
Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag
angesetzt.
Vorräte
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe der
Hauptläger erfolgt nach der Methode des gewogenen
Durchschnitts unter Beachtung des Niederstwertprinzips.
Unfertige Leistungen werden mit Herstellungs- bzw.
Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten
berücksichtigen neben den aktivierungspflichtigen
Materialkosten, Fertigungskosten und Gemeinkosten auch
angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert
bewertet. Die Berücksichtigung des
Niederstwertprinzips erfolgt für Einzelrisiken durch
entsprechende Einzelwertberichtigungen. Eine
Verbrauchsabgrenzung zwischen dem Geschäftsjahr und
dem Folgejahr erfolgt für die Forderungen aus
Netznutzungsentgelten. Die Ermittlung erfolgte
kundenindividuell. Die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen werden mit den Kundenabschlagszahlungen
verrechnet.
Kassenbestand und Guthaben bei
Kreditinstituten
Die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem
Nennwert angesetzt.
Rechnungsabgrenzungsposten
Die Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend
§ 250 HGB bilanziert.
Eigenkapital
Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert angesetzt.
Sonderposten für
Investitionszuschüsse
Die Investitionszuschüsse werden in den
Sonderposten für Investitionszuschüsse
eingestellt. Sie werden grundsätzlich linear
gemäß der Nutzungsdauer der zugehörigen
Wirtschaftsgüter ertragswirksam aufgelöst.
Empfangene Ertragszuschüsse
Die empfangenen Ertragszuschüsse wurden
passiviert und grundsätzlich über 20 Jahre
ertragswirksam aufgelöst.
Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen werden anhand
versicherungsmathematischer Gutachten nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit
Method) unter Anwendung der Richttafeln 2018 G der HEUBECK
AG bewertet. Für die Rückstellungen für
Pensionen wurden ein Rechnungszinssatz von 1,82 % sowie
eine Anpassung der laufenden Renten gemäß §
16 BetrAVG von 1,00 % zugrunde gelegt. Lohn- und
Gehaltssteigerungen werden nicht berücksichtigt, da
keine neuen Zuführungen zu den
Pensionsrückstellungen mehr erfolgen.
Der einer Ausschüttungssperre unterliegende
Differenzbetrag, der sich aus dem handelsrechtlichen
Erfüllungsbetrag (Anwendung des durchschnittlichen
Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre)
und dem sich aus dem Erfüllungsbetrag bei einer
Anwendung des durchschnittlichen Marktzinses von 1,74 % der
vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt, beträgt
TEUR 80.
Die Rückstellungen für
Altersteilzeitverpflichtungen, Jubiläumszuwendungen
und Einmalzahlungen aus Anlass der Verabschiedungen werden
anhand versicherungsmathematischer Gutachten unter
Anwendung der Richttafeln 2018 G der HEUBECK AG bewertet.
Für die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen
wurde ein Zinssatz von 1,12 % entsprechend einer
durchschnittlichen Restlaufzeit von vier Jahren sowie ein
Einkommenstrend von 2,10 % angesetzt. Für die
Bewertung der Rückstellungen für
Jubiläumsverpflichtungen wurde ein Zinssatz von 1,74
%, ein Einkommenstrend von 2,50 % sowie eine
Fluktuationsquote von 4,10 % angenommen. Bei den
Rückstellungen für Einmalzahlungen aus Anlass der
Verabschiedungen wurde ein Zinssatz von 1,74 % bei einer
Fluktuationsquote von 4,10 % zugrunde gelegt.
Die sonstigen Rückstellungen werden für
alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten
gebildet und werden mit dem Erfüllungsbetrag
angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendig ist. Die Abzinsung erfolgte mit den
von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten
Zinssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB
entsprechend der jeweiligen Restlaufzeit.
Die Vermögensgegenstände, die dem Zugriff
aller übrigen Gläubiger:innen entzogen sind und
ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus
Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen, sind
mit den für diese Verpflichtungen gebildeten
Rückstellungen verrechnet worden. Die Bewertung des
Deckungsvermögens erfolgt zum Zeitwert.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Über die Entwicklung des Anlagevermögens
unterrichtet der Anlagenspiegel.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen,
außer die einer Verfügungsbeschränkung
unterliegenden Tagesgelder, die eine Restlaufzeit von
über einem Jahr haben.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
sind Verbrauchsabgrenzungen zwischen dem Geschäftsjahr
und dem Folgejahr in Höhe von TEUR 43.314 (Vorjahr:
TEUR 34.811) enthalten. Hiervon wurden
Kundenabschlagszahlungen in Höhe von TEUR 24.011
(Vorjahr: TEUR 21.570) aktivisch abgegrenzt. Im
Geschäftsjahr wurden TEUR 812 (Vorjahr: TEUR 563)
kreditorische Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in
die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
resultieren in Höhe von TEUR 2.731 (Vorjahr: TEUR 0)
aus Lieferungen und Leistungen und wie im Vorjahr in
übriger Höhe aus sonstigen Forderungen
einschließlich Finanzierungsforderungen, die durch
die sofortige Fälligkeit von Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen entstanden sind. Die Forderungen
wurden mit den Verbindlichkeiten, die durch die sofortige
Fälligkeit von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen entstanden sind, verrechnet.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind
anrechenbare Vorsteuern, die erst im Folgejahr abziehbar
sind, in Höhe von TEUR 1.901 (Vorjahr: TEUR 2.244)
enthalten. Überdies enthalten die sonstigen
Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 207
(Vorjahr: TEUR 179) einer Verfügungsbeschränkung
unterliegende Tagesgelder mit einer Restlaufzeit von
über einem Jahr.
Rückstellungen
Von den Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen wurde der
Erfüllungsbetrag von TEUR 3.845 mit
Vermögensgegenständen, die ausschließlich
für die Erfüllung dieser Verpflichtung dienen und
dem Zugriff aller übrigen Gläubiger:innen
entzogen sind (Deckungsvermögen im Sinne des §
246 Abs. 2 S. 2 HGB), saldiert. Bei dem
Deckungsvermögen handelt es sich um Fondsanteile,
welche zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR
3.342, der Zeitwert TEUR 3.016. Die Zinsaufwendungen aus
der Pensions-Verpflichtung von TEUR 28 wurden mit
Zinserträgen aus dem Deckungsvermögen in
Höhe von TEUR 58 saldiert. Da der Zeitwert unter den
Anschaffungskosten liegt, besteht keine
Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten
insbesondere Personalverpflichtungen, Rückstellungen
für die Abdeckung von Prozesskostenrisiken,
Drohverluste aus Netzverlusten, Regulierungskonto sowie
ausstehende Rechnungen.
Von den Rückstellungen für Altersteilzeit
wurde der Erfüllungsbetrag von TEUR 1.362 (Vorjahr:
TEUR 1.374) mit Vermögensgegenständen, die
ausschließlich für die Erfüllung dieser
Verpflichtung dienen und dem Zugriff aller übrigen
Gläubiger:innen entzogen sind (Deckungsvermögen
im Sinne des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB), saldiert. Bei dem
Deckungsvermögen handelt es sich um Tagesgeld, welches
zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurde. Die
Anschaffungskosten und der Zeitwert des
Deckungsvermögens betragen TEUR 1.362. Da der Zeitwert
den Anschaffungskosten entspricht, besteht keine
Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB.
Verbindlichkeiten
|
Gesamt-
betrag |
Restlaufzeit |
|
31.12.23 |
bis
1 Jahr |
mehr als
1 Jahr |
davon
größer 5
Jahre |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
126.395 |
8.090 |
118.305 |
87.259 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
18.128 |
18.128 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
36.018 |
36.018 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern |
5.410 |
5.410 |
0 |
0 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
5.427 |
5.427 |
0 |
0 |
|
191.378 |
73.073 |
118.305 |
87.259 |
|
Gesamt-
betrag |
Restlaufzeit |
|
31.12.22 |
bis
1 Jahr |
mehr als
1 Jahr |
davon
größer 5
Jahre |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
91.507 |
5.672 |
85.835 |
63.277 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
11.939 |
11.939 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
10.634 |
10.634 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern |
3.946 |
3.946 |
0 |
0 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
2.499 |
2.499 |
0 |
0 |
|
120.525 |
34.690 |
85.835 |
63.277 |
Von den Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten sind TEUR 421 durch eine Buchgrundschuld
besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 33.992 (Vorjahr:
TEUR 9.765) gegenüber der Gesellschafterin und
resultieren in Höhe von TEUR 2.028 (Vorjahr: TEUR
3.195) aus Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen
und in übriger Höhe wie im Vorjahr aus sonstigen
Verbindlichkeiten einschließlich
Finanzierungsverbindlichkeiten, die durch die sofortige
Fälligkeit von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen entstanden sind. Die Verbindlichkeiten wurden
mit den Forderungen, die durch die sofortige
Fälligkeit von Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen entstanden sind, verrechnet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen haben in Höhe von TEUR 2.028 (Vorjahr:
TEUR 3.563) eine Mitzugehörigkeit zu Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen und in übriger
Höhe wie im Vorjahr aus sonstigen Verbindlichkeiten
einschließlich Finanzierungsverbindlichkeiten, die
durch die sofortige Fälligkeit von Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen entstanden sind. Die
Verbindlichkeiten wurden mit den Forderungen, die durch die
sofortige Fälligkeit von Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen entstanden sind, verrechnet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
resultieren in Höhe von TEUR 2.720 (Vorjahr: TEUR 0)
aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in
übriger Höhe wie im Vorjahr aus sonstigen
Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten wurden mit den
Forderungen, die durch die sofortige Fälligkeit von
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstanden sind,
verrechnet.
Haftungsverhältnisse
Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2020
erfolgten Ausgliederung des Strom- und Gasverteilnetze von
der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, bestehen
Haftungsverhältnisse nach den Vorschriften des
Umwandlungsgesetzes.
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den
Eventualverbindlichkeiten wird jeweils als gering
eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem
auf den Bonitätsbeurteilungen der
Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen
vergangener Geschäftsjahre.
Sonstige finanzielle
Verpflichtungen
|
2024 |
2025 |
2026 |
2027 |
2028 |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Bestellobligo für
Investitionen |
8.151 |
0 |
0 |
0 |
0 |
|
Konzessionsverträge |
11.161 |
11.161 |
11.161 |
11.161 |
11.144 |
| Miet-, Leasing- und
Dienstleistungsverträge |
10.930 |
531 |
449 |
214 |
41 |
|
30.242 |
11.692 |
11.610 |
11.375 |
11.185 |
|
über 5 Jahre |
insgesamt |
|
TEUR |
TEUR |
| Bestellobligo für
Investitionen |
0 |
8.151 |
|
Konzessionsverträge |
124.684 |
180.472 |
| Miet-, Leasing- und
Dienstleistungsverträge |
41 |
12.206 |
|
124.725 |
200.829 |
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen
mit TEUR 10.205 aus Verpflichtungen gegenüber
verbundenen Unternehmen.
Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Umsatzerlöse
|
2023 |
|
TEUR |
| Strom |
178.533 |
| Gas |
77.595 |
| grundzuständiger
Messstellenbetrieb |
1.324 |
| Sonstige |
2.250 |
|
259.902 |
Die Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt. Es
sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 577
(Vorjahr: TEUR 2.284) und periodenfremde
Erlösminderungen in Höhe von TEUR 1.385 (Vorjahr:
TEUR 5.417) enthalten. Sie resultieren im Wesentlichen aus
Endabrechnungen für in Vorjahren erfasste
Geschäftsvorfälle.
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
von TEUR 4.092 (Vorjahr: TEUR 2.930) und sonstige
periodenfremde Erträge von TEUR 1.324 (Vorjahr: TEUR
629) enthalten. Diese resultieren vor allem aus
Schadensersatzleistungen für Vorjahre und
Spitzabrechnungen.
Materialaufwand
Im Materialaufwand sind periodenfremde Aufwendungen
in Höhe von TEUR 2.631 (Vorjahr: TEUR 2.663) und
periodenfremde Minderaufwendungen in Höhe von TEUR
1.232 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Sie resultieren im
Wesentlichen aus Endabrechnungen für in Vorjahren
erfasste Geschäftsvorfälle.
Im Geschäftsjahr wurden die Aufwendungen
für Konzessionsabgaben in Höhe von TEUR 11.612
(Vorjahr: TEUR 11.966) von den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene
Leistungen umgegliedert, das Vorjahr wurde nicht angepasst.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
periodenfremde Aufwendungen von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 85)
enthalten. Sie resultieren im Wesentlichen aus
Endabrechnungen für in Vorjahren erfasste
Geschäftsvorfälle.
Auf Grund eines
Ergebnisabführungsvertrages abgeführter
Gewinn
Die an die Minderheitsgesellschafterin
abzuführende Ausgleichszahlung in Höhe von TEUR
3.517 (Vorjahr: TEUR 3.566) ist aufgrund des
Ergebnisabführungsvertrages in dieser Position
ausgewiesen.
Sonstige Angaben
Mitarbeitende
Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden betrug
423 (424) davon waren 1 (2) leitende Angestellte.
Die TraveNetz GmbH ist Mitglied in der
Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder.
Die Zusatzversorgung umfasst eine
Erwerbsminderungsrente sowie ein Altersruhegeld und eine
Hinterbliebenenversorgung, für die eine Wartezeit von
60 Monaten erfüllt sein muss.
Die umlagepflichtigen Entgelte betrugen TEUR 25.687.
Der Umlagesatz beträgt 5,49 %.
Geschäftsführung
Alleinvertretungsberechtigte
Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:
| ― |
Herr Steffen Bandelow,
Neumünster (Geschäftsführer der
TraveNetz GmbH) (bis 31.07.2023)
|
| ― |
Herr Rade Lukic, Hamburg
(Geschäftsführer der TraveNetz GmbH) (seit
01.08.2023)
|
Herr Rade Lukic hat feste Bezüge in Höhe
von TEUR 64 erhalten. Für variable Bezüge im
Geschäftsjahr wurden TEUR 16 zurückgestellt.
Für Altersvorsorge wurden TEUR 4 geleistet und der
geldwerte Vorteil für die Nutzung des betrieblichen
Pkws betrug TEUR 2. Herr Steffen Bandelow hat feste
Bezüge in Höhe von TEUR 128 erhalten.
Aufsichtsrat
|
|
Vergütung |
|
|
EUR |
| Möller, Bernd
(Vorsitzender seit 29.01.2024) |
Pensionierter
Beamter |
1.500,00 |
| Zander, Andreas
(Vorsitzender) bis 31.12.2023 |
Pensionär |
1.900,00 |
| Boxberger, Matthias (1.
stellvertretender Vorsitzender) |
Vorstandsvorsitzender
der HanseWerk AG |
1.500,00 |
| Bottke, Andreas (2.
stellvertretender Vorsitzender) |
Freigestellter
Betriebsratsvorsitzender bei Stadtwerke Lübeck
Energie GmbH |
1.500,00 |
| Akyurt, Michelle seit
01.01.2024 |
Rechtsanwältin |
0,00 |
| Becker, Dr.
Christian |
Vorstand der Stadtwerke
Aachen Aktiengesellschaft |
1.500,00 |
| Fürter, Thorsten
seit 01.01.2024 |
Richter am
Oberlandesgericht beim Land Schleswig-Holstein |
0,00 |
| Gröschl-Bahr,
Gabriele seit 01.01.2024 |
Rentnerin |
0,00 |
| Manke, Christian |
Gewerkschaftssekretär ver.di |
1.500,00 |
| Metzner, Kerstin bis
31.12.2023 |
Mitglied des
Schleswig-Holsteinischen Landtages |
1.500,00 |
| Rohbeck, Gabriele |
Beraterin
Geschäftskundenvertrieb bei Stadtwerke
Lübeck Energie GmbH |
1.500,00 |
| Stahlkopf, Thomas |
Vertriebsmitarbeiter bei
Stadtwerke Lübeck Energie GmbH |
1.500,00 |
| Völker, Astrid bis
31.12.2023 |
Geschäftsführerin der
FDP-Bürgerschaftsfraktion |
1.500,00 |
| Wiens, Marcus |
Freigestellter
stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei
Stadtwerke Lübeck Energie GmbH |
1.500,00 |
| Wübben,
Andreas |
Geschäftsführer ver.di |
1.500,00 |
Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats
beläuft sich auf EUR 18.400,00.
Angaben nach § 6b Abs. 2 EnWG
Die Gesellschaft hat im Wesentlichen an folgende
verbundene Unternehmen der Stadtwerke Lübeck und der
Hansestadt Lübeck Lieferungen und Leistungen erbracht
für:
| ― |
Netznutzung an die Stadtwerke
Lübeck Energie GmbH, Lübeck, TEUR
65.579
|
| ― |
Energielieferungen an die
Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck,
TEUR 3.958
|
| ― |
Vermietung und Verpachtung an
die Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck,
TEUR 757
|
| ― |
kaufmännische
Dienstleistungen an die:
|
|
2023 |
|
TEUR |
|
Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft
mbH, Lübeck |
74 |
| Stadtwerke Lübeck
Digital GmbH, Lübeck |
74 |
| Stadtwerke Lübeck
Energie GmbH, Lübeck |
362 |
| Stadtwerke Lübeck
Gruppe GmbH, Lübeck |
207 |
| Stadtwerke Lübeck
Innovation GmbH, Lübeck |
16 |
| Stadtwerke Lübeck
Mobil GmbH, Lübeck |
236 |
| TraveKom projects GmbH
& Co. KG, Lübeck |
8 |
| TraveKom projects
Verwaltungs GmbH, Lübeck |
1 |
| ― |
Querschnittsfunktionen an
die:
|
|
2023 |
|
TEUR |
|
Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft
mbH, Lübeck |
99 |
| Stadtwerke Lübeck
Digital GmbH. Lübeck |
55 |
| Stadtwerke Lübeck
Energie GmbH, Lübeck |
151 |
| Stadtwerke Lübeck
Gruppe GmbH, Lübeck |
169 |
| Stadtwerke Lübeck
Innovation GmbH, Lübeck |
2 |
| Stadtwerke Lübeck
Mobil GmbH, Lübeck |
386 |
| TraveKom projects GmbH
& Co. KG, Lübeck |
4 |
| ― |
IT- Dienstleistungen an die:
|
|
2023 |
|
TEUR |
|
Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft
mbH, Lübeck |
11 |
| Stadtwerke Lübeck
Gruppe GmbH, Lübeck |
75 |
| Stadtwerke Lübeck
Innovation GmbH, Lübeck |
1 |
| Stadtwerke Lübeck
Mobil GmbH, Lübeck |
36 |
| TraveKom projects GmbH
& Co. KG, Lübeck |
1 |
| ― |
technische / netzbezogene
Dienstleistungen an die:
|
|
2023 |
|
TEUR |
| Stadtwerke Lübeck
Energie GmbH, Lübeck |
22.034 |
| Stadtwerke Lübeck
Digital GmbH, Lübeck |
8.443 |
Umgekehrt wurden der TraveNetz GmbH im Wesentlichen
folgende Beträge in Rechnung gestellt für:
| ― |
Energielieferungen von der
Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck,
TEUR 5.509
|
| ― |
Vermietung und Verpachtung an
die Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck,
TEUR 4.343
|
| ― |
IT-Dienstleistungen von der
Stadtwerke Digital GmbH, Lübeck, TEUR 2.152
|
| ― |
Querschnittsfunktionen von
der:
|
|
2023 |
|
TEUR |
| Stadtwerke Lübeck
Gruppe GmbH, Lübeck |
4.960 |
| Stadtwerke Lübeck
Innovation GmbH, Lübeck |
193 |
| ― |
zu aktivierende Leistungen von
der Stadtwerke Lübeck Digital GmbH, Lübeck,
TEUR 95
|
| ― |
Konzessionsabgaben von der
Hansestadt Lübeck TEUR 8.773
|
Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber folgenden
Gesellschaften verzinsliche Forderungen bzw.
Verbindlichkeiten:
|
Forderungen
(+) / Verbind-
lichkeiten (-) |
Zinsertrag
2023 |
Zinsaufwand
2023 |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
|
Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft
mbH, Lübeck |
20 |
2 |
0 |
| Stadtwerke Lübeck
Digital GmbH, Lübeck |
5.039 |
24 |
5 |
| Stadtwerke Lübeck
Energie GmbH, Lübeck |
-33.992 |
130 |
533 |
| Stadtwerke Lübeck
Gruppe GmbH, Lübeck |
-2.020 |
1 |
71 |
| Stadtwerke Lübeck
Innovation GmbH, Lübeck |
-4 |
0 |
2 |
| Stadtwerke Lübeck
Mobil GmbH, Lübeck |
57 |
8 |
0 |
| TraveKom projects GmbH
& Co. KG, Lübeck |
1 |
0 |
0 |
Konzernverhältnisse
Die Gesellschaft ist Tochtergesellschaft der
Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck, und wird
in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens,
die Stadtwerke Lübeck Gruppe GmbH mit Sitz in der
Hansestadt Lübeck einbezogen.
Der Konzernabschluss wird im elektronischen
Unternehmensregister veröffentlicht.
Die Stadtwerke Lübeck Energie GmbH nimmt die
Befreiung von der Aufstellung eines eigenen
Teilkonzernabschlusses und Konzernlageberichts
gemäß § 291 HGB in Anspruch, was den
kleinsten Konsolidierungskreis darstellen würde.
Honorar der
Abschlussprüfer:in
Auf die Angabe des von der Abschlussprüferin
berechneten Honorars wurde gemäß § 285 Nr.
17 HGB verzichtet, da dieses im Konzernabschluss der
Stadtwerke Lübeck Gruppe GmbH, Lübeck, in welchen
die TraveNetz GmbH einbezogen wird, was damit den
größten Konsolidierungskreis darstellt.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die zu einer
wesentlich anderen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
geführt hätten, haben sich nach dem Schluss des
Geschäftsjahres 2023 bis zur Aufstellung des
Jahresabschlusses nicht ereignet.
TraveNetz GmbH
| Rade Lukic |
|
Geschäftsführer |
Entwicklung des Anlagevermögens
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
Stand
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge
IZ=lnvestitions-
zuschüsse |
Umbuchungen |
Stand
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
14.586.057,43 |
1.618.813,19 |
0,00 |
387.339,35 |
16.592.209,97 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen |
387.339,35 |
10.169,95 |
0,00 |
-387.339,35 |
10.169,95 |
|
14.973.396,78 |
1.628.983,14 |
0,00 |
0,00 |
16.602.379,92 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
39.491.583,48 |
474.045,91 |
1.119,45 |
695.691,69 |
40.660.201,63 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
710.020.413,98 |
22.219.594,33 |
125.232,89 |
8.431.866,94 |
740.546.642,36 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
13.826.035,98 |
1.520.638,84 |
16.169,90 |
314.194,48 |
15.644.699,40 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
18.980.284,86 |
15.851.468,02 |
0,00 |
-9.441.753,11 |
25.389.999,77 |
|
782.318.318,30 |
40.065.747,10 |
142.522,24 |
0,00 |
822.241.543,16 |
| Gesamt |
797.291.715,08 |
41.694.730,24 |
142.522,24 |
0,00 |
838.843.923,08 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
|
Stand
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchungen |
Stand
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
12.223.417,43 |
1.285.758,54 |
0,00 |
0,00 |
13.509.175,97 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
12.223.417,43 |
1.285.758,54 |
0,00 |
0,00 |
13.509.175,97 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
26.019.979,40 |
466.146,22 |
282,98 |
0,00 |
26.485.842,64 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
479.907.672,98 |
15.134.522,77 |
20.561,39 |
0,00 |
495.021.634,36 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
10.150.235,98 |
1.162.574,32 |
16.169,90 |
0,00 |
11.296.640,40 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
516.077.888,36 |
16.763.243,31 |
37.014,27 |
0,00 |
532.804.117,40 |
| Gesamt |
528.301.305,79 |
18.049.001,85 |
37.014,27 |
0,00 |
546.313.293,37 |
|
Buchwerte |
|
Stand
31.12.2023 |
Stand
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
3.083.034,00 |
2.362.640,00 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen |
10.169,95 |
387.339,35 |
|
3.093.203,95 |
2.749.979,35 |
| II. Sachanlagen |
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken |
14.174.358,99 |
13.471.604,08 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
245.525.008,00 |
230.112.741,00 |
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
4.348.059,00 |
3.675.800,00 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
25.389.999,77 |
18.980.284,86 |
|
289.437.425,76 |
266.240.429,94 |
| Gesamt |
292.530.629,71 |
268.990.409,29 |
Elektrizitätsverteilung
Bilanz zum 31. Dezember 2023
AKTIVA
|
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
|
EUR |
EUR |
| A. |
ANLAGEVERMÖGEN |
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstande |
|
|
|
1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten |
1.839.596,52 |
1.463.069,51 |
|
2. Geleistete
Anzahlungen |
8.773,31 |
272.776,42 |
|
|
1.848.369,83 |
1.735.845,93 |
|
II. Sachanlagen |
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstückgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken |
11.552.583,76 |
10.844.121,75 |
|
2. Technische Anlagen
und Maschinen |
158.563.671,49 |
145.136.670,99 |
|
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
2.833.515,02 |
2.068.674,52 |
|
4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
23.546.756,82 |
16.792.552,99 |
|
|
196.496.527,09 |
174.842.020,25 |
|
|
198.344.896,92 |
176.577.866,18 |
| B. |
UMLAUFVERMÖGEN |
|
|
|
1. Vorräte |
|
|
|
1. Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe |
1.706.622,25 |
1.200.505,47 |
|
2. Unfertige
Leistungen |
2.060.159,09 |
1.436.082,04 |
|
|
3.766.781,34 |
2.636.587,51 |
|
II. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
|
1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
52.473.877,29 |
23.421.846,86 |
|
2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
2.038.115,09 |
0,00 |
|
3. Sonstige
Vermögensgegenstände |
3.569.841,28 |
2.033.770,39 |
|
|
58.081.833,66 |
25.455.617,25 |
|
III. Guthaben bei
Kreditinstituten |
958.465,92 |
535.527,93 |
|
|
62.807.080,92 |
28.627.732,69 |
| C. |
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN |
19.918,40 |
44.544,28 |
|
|
261.171.896,24 |
205.250.143,15 |
PASSIVA
|
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
|
EUR |
EUR |
| A. |
EIGENKAPITAL |
|
|
|
I. Gezeichnetes
Kapital |
462.070,31 |
462.070,31 |
|
II.
Kapitalrücklage |
83.511.874,84 |
83.511.874,84 |
|
|
83.973.945,15 |
83.973.945,15 |
| B. |
SONDERPOSTEN FÜR
INVESTITIONSZUSCHÜSSE |
2.963.625,91 |
3.097.455,19 |
| C. |
EMPFANGENE
ERTRAGSZUSCHÜSSE |
15.342.591,94 |
14.441.753,81 |
| D. |
RÜCKSTELLUNGEN |
|
|
|
1.
Pensionsrückstellungen |
520.067,73 |
736.387,27 |
|
2.
Steuerrückstellungen |
217.694,19 |
80.229,60 |
|
3. Sonstige
Rückstellungen |
25.656.108,12 |
27.162.013,80 |
|
|
26.393.870,04 |
27.978.630,67 |
| E. |
VERBINDLICHKEITEN |
|
|
|
1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
86.141.460,95 |
51.128.375,84 |
|
- davon mit einer
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 5.296
(Vorjahr: TEUR 3.276)- |
|
|
|
- davon mit einer
Restlaufzeit mehr als 1 Jahr: TEUR 80.845
(Vorjahr: TEUR 47.852)- |
|
|
|
- davon mit einer
Restlaufzeit größer 5 Jahren: TEUR 59.785
(Vorjahr: TEUR 34.882)- |
|
|
|
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
16.259.648,11 |
10.914.682,81 |
|
- davon mit einer
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 16.260
(Vorjahr: TEUR 10.915)- |
|
|
|
3. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
22.583.440,75 |
9.745.272,58 |
|
- davon mit einer
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 22.583
(Vorjahr: TEUR 9.745)- |
|
|
|
4. Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschafter |
4.850.348,84 |
2.737.831,61 |
|
- davon mit einer
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 4.850
(Vorjahr: TEUR 2.738)- |
|
|
|
5. Sonstige
Verbindlichkeiten |
2.546.335,75 |
1.108.905,59 |
|
- davon mit einer
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 2.546
(Vorjahr: TEUR1.109)- |
|
|
|
- davon aus Steuern:
TEUR 1.578 (Vorjahr: TEUR 0) - |
|
|
|
|
132.381.234,40 |
75.635.068,43 |
| F. |
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN |
116.628,80 |
123.289,90 |
|
|
261.171.896,24 |
205.250.143,15 |
Gewinn-
und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember
2023
|
2023 |
Vorjahr |
|
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
|
178.532.823,27 |
149.291.655,20 |
- davon
Umsatzerlöse aus Netzentgelten: TEUR 82.073
(Vorjahr TEUR 75.461)- |
|
|
|
| 2. Erhöhung des
Bestands an unfertigen Leistungen |
|
624.077,05 |
357.527,14 |
| 3. Andere aktivierte
Eigenleistungen |
|
7.374.707,56 |
6.614.983,17 |
| 4. Sonstige betriebliche
Erträge |
|
5.761.274,91 |
3.820.405,77 |
|
|
192.292.882,79 |
160.084.571,28 |
| 5. Materialaufwand |
|
|
|
a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
97.621.051,11 |
|
70.302.514,20 |
| b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
29.009.832,02 |
|
15.313.275,34 |
|
|
126.630.883,13 |
85.615.789,54 |
| 6. Personalaufwand |
|
|
|
| a) Löhne und
Gehälter |
17.719.187,10 |
|
17.381.198,70 |
b) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung |
4.210.560,70 |
|
4.378.476,34 |
- davon für
Altersversorgung:
TEUR 864 (Vorjahr: TEUR 1.032) - |
|
|
|
|
|
21.929.747,80 |
21.759.675,04 |
7. Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
11.449.398,11 |
10.560.221,86 |
| 8. Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
|
15.801.975,47 |
27.364.270,31 |
|
|
16.480.878,28 |
14.784.614,53 |
| 9. Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
|
273.297,06 |
89.123,30 |
- davon aus verbundenen
Unternehmen:
TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 59) - |
|
|
|
- davon aus
langfristigen Rückstellungen:
TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 30) - |
|
|
|
| 10. Zinsen und
ähnliche Aufwendungen |
|
1.742.475,17 |
1.274.320,32 |
- davon an verbundene
Unternehmen:
TEUR 429 (Vorjahr: TEUR 10) - |
|
|
|
- davon aus
langfristigen Rückstellungen:
TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 125) - |
|
|
|
|
|
-1.469.178,11 |
-1.185.197,02 |
| 11. Steuern vom
Einkommen und Ertrag |
|
460.167,59 |
462.062,11 |
| 12. Ergebnis nach
Steuern |
|
14.551.532,58 |
13.137.355,40 |
| 13. Sonstige
Steuern |
|
55.407,07 |
55.592,06 |
14. Auf Grund eines
Ergebnisabführungsvertrags
abgeführter Gewinn |
|
-14.496.125,51 |
-13.081.763,34 |
| 15.
Jahresüberschuss |
|
0,00 |
0,00 |
Entwicklung des
Anlagevermögens
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
Stand
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge
IZ=lnvestitions
zuschüsse |
Umbuchungen |
Stand
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
7.929.582,70 |
856.672,49 |
0,00 |
272.776,43 |
9.059.031,62 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen |
272.776,42 |
8.773,32 |
0,00 |
-272.776,43 |
8.773,31 |
|
8.202.359,12 |
865.445,81 |
0,00 |
0,00 |
9.067.804,93 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstückgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
34.251.710,12 |
393.581,89 |
1.119,45 |
695.462,19 |
35.339.634,75 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
455.271.368,09 |
16.287.467,94 |
125.232,89 |
6.924.221,45 |
478.357.824,59 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
9.576.919,75 |
1.087.872,23 |
8.084,95 |
313.681,48 |
10.970.388,51 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
16.792.552,99 |
14.687.568,95 |
0,00 |
-7.933.365,12 |
23.546.756,82 |
|
515.892.550,95 |
32.456.491,01 |
134.437,29 |
0,00 |
548.214.604,67 |
| Gesamt |
524.094.910,07 |
33.321.936,82 |
134.437,29 |
0,00 |
557.282.409,60 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
Buchwerte |
|
Stand 01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Stand 31.12.2023 |
Stand 31.12.2023 |
Stand 31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
6.466.513,19 |
752.921,91 |
0,00 |
7.219.435,10 |
1.839.596,52 |
1.463.069,51 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
8.773,31 |
272.776,42 |
|
6.466.513,19 |
752.921,91 |
0,00 |
7.219.435,10 |
1.848.369,83 |
1.735.845,93 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstückgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
23.407.588,37 |
379.745,60 |
282,98 |
23.787.050,99 |
11.552.583,76 |
10.844.121,75 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
310.134.697,10 |
9.680.017,39 |
20.561,39 |
319.794.153,10 |
158.563.671,49 |
145.136.670,99 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
7.508.245,23 |
636.713,21 |
8.084,95 |
8.136.873,49 |
2.833.515,02 |
2.068.674,52 |
| 4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
23.546.756,82 |
16.792.552,99 |
|
341.050.530,70 |
10.696.476,20 |
28.929,32 |
351.718.077,58 |
196.496.527,09 |
174.842.020,25 |
| Gesamt |
347.517.043,89 |
11.449.398,11 |
28.929,32 |
358.937.512,68 |
198.344.896,92 |
176.577.866,18 |
Erläuterungen zum
Tätigkeitsabschluss "Elektrizitätsverteilung" zum
31. Dezember 2023
Allgemeines
Die TraveNetz GmbH ist gemäß § 6b
Abs. 3 EnWG verpflichtet, in ihrer Rechnungslegung
getrennte Konten für die in § 6b Abs. 3 Satz 1
Nr. 1 bis 6 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche so zu
führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese
Tätigkeiten von rechtlich selbständigen
Unternehmen ausgeführt würden.
Erläuterungen zu den
Zuordnungsregeln und Abschreibungsmethoden gemäß
§ 6 b Abs. 3 Satz 7 EnWG
Die bei der Erstellung des Tätigkeitsabschlusses
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die
Abschreibungsmethoden sind im Jahresabschluss der TraveNetz
GmbH ersichtlich.
Es wurden Tätigkeitsabschlüsse für die
Elektrizitätsverteilung - und Gasverteilung sowie den
grundzuständigen Messstellenbetrieb Strom aufgestellt.
Hierfür werden in der Rechnungslegung getrennte
Konten geführt. Soweit möglich, werden die
Vermögensgegenstände und Schulden sowie die
Aufwendungen und Erträge auf Basis der Einzelkonten
direkt zugeordnet, ansonsten erfolgt eine Aufteilung nach
sachgerechten Schlüsselgrößen.
Überblick über die Aufteilung wesentlicher
Bilanz- und GuV-Posten:
| Wesentliche
Bilanzposten |
Aufteilung |
| Anlagevermögen |
Direkte Zuordnung /
Hälftig |
| Vorräte |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Umsatzerlöse |
Forderungen /
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Umsatzerlöse |
| Eigenkapital |
Schlüssel
Anlagevermögen |
| Rückstellungen |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Personal und Umsatzerlöse |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
Direkte Zuordnung |
| Sonstige Forderungen /
Verbindlichkeiten |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Umsatzerlöse |
| Wesentliche
GuV-Posten |
Aufteilung |
| Umsatzerlöse |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel
Umsatzerlöse |
| Aktivierte
Eigenleistung |
Direkte Zuordnung
/Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel
Umsatzerlöse |
| Sonstige betriebliche
Erträge |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel
Umsatzerlöse |
| Materialaufwand |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel
Umsatzerlöse |
| Personalaufwand |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel
Umsatzerlöse |
| Abschreibung |
Direkte Zuordnung /
Hälftig |
| Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel
Umsatzerlöse |
| Zinsaufwendungen |
Direkte Zuordnung |
Erläuterungen zur
Tätigkeitsbilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im
Anlagenspiegel dargestellt.
Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen,
außer die einer Verfügungsbeschränkung
unterliegenden Tagesgelder in Höhe von TEUR 130, die
eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben.
Haftungsverhältnisse und sonstige
finanzielle Verpflichtungen
Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2018
bzw. 2020 erfolgten Ausgliederung der Strom- und
Gasverteilnetze von der Stadtwerke Lübeck Energie
GmbH, Lübeck, bzw. der Schleswig-Holstein Netz AG,
Quickborn, bestehen Haftungsverhältnisse nach den
Vorschriften des Umwandlungsgesetzes.
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den
Eventualverbindlichkeiten wird jeweils als gering
eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem
auf den Bonitätsbeurteilungen der
Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen
vergangener Geschäftsjahre.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in
Höhe von TEUR 170.920.
TraveNetz GmbH
| Rade Lukic |
|
Geschäftsführer |
Gasverteilung
Bilanz zum 31. Dezember 2023
AKTIVA
|
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
|
EUR |
EUR |
| A. |
ANLAGEVERMÖGEN |
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten |
1.243.437,48 |
899.570,49 |
|
2. Geleistete
Anzahlungen |
1.396,64 |
114.562,93 |
|
|
1.244.834,12 |
1.014.133,42 |
|
II. Sachanlagen |
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
2.621.775,23 |
2.627.482,33 |
|
2. Technische Anlagen
und Maschinen |
86.961.336,51 |
84.976.070,01 |
|
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
1.197.581,00 |
1.282.682,50 |
|
4. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
1.836.830,45 |
2.187.731,87 |
|
|
92.617.523,19 |
91.073.966,71 |
|
|
93.862.357,31 |
92.088.100,13 |
| B. |
UMLAUFVERMÖGEN |
|
|
|
I. Vorräte |
|
|
|
1. Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe |
169.258,89 |
218.351,68 |
|
2. Unfertige
Leistungen |
1.123.521,10 |
753.829,43 |
|
|
1.292.779,99 |
972.181,11 |
|
II. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
|
1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
5.433.982,30 |
2.868.050,74 |
|
2. Sonstige
Vermögensgegenstände |
171.895.45 |
2.225.597,72 |
|
|
5.605.877,75 |
5.093.648,46 |
|
III. Guthaben bei
Kreditinstituten |
405.315,98 |
233.894,83 |
|
|
7.303.973,72 |
6.299.724,40 |
| C. |
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN |
8.423,09 |
19.454,97 |
|
|
101.174.754,12 |
98.407.279,50 |
PASSIVA
|
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
|
EUR |
EUR |
| A. |
EIGENKAPITAL |
|
|
|
I. Gezeichnetes
Kapital |
205.619,69 |
205.619,69 |
|
II.
Kapitalrücklage |
33.359.091,02 |
33.359.091,02 |
|
|
33.564.710,71 |
33.564.710,71 |
| B. |
SONDERPOSTEN FÜR
INVESTITIONSZUSCHÜSSE |
1.685.354,22 |
1.523.442,96 |
| C. |
EMPFANGENE
ERTRAGSZUSCHÜSSE |
8.790.642,16 |
9.376.604,56 |
| D. |
RÜCKSTELLUNGEN |
|
|
|
1.
Pensionsrückstellungen |
309.651,04 |
417.602,27 |
|
2.
Steuerrückstellungen |
92.058,50 |
35.040,73 |
|
3. Sonstige
Rückstellungen |
4.032.015,02 |
10.717.882,46 |
|
|
4.433.724,56 |
11.170.525,46 |
| E. |
VERBINDLICHKEITEN |
|
|
|
1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
40.253.809,20 |
40.378.608,12 |
|
- davon mit einer
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 2.544
(Vorjahr: TEUR 2.397)- |
|
|
|
- davon mit einer
Restlaufzeit mehr als 1 Jahr: TEUR 37.710
(Vorjahr: TEUR 37.982)- |
|
|
|
-davon mit einer
Restlaufzeit von größer5 Jahren: TEUR
27.723
(Vorjahr: TEUR 28.395)- |
|
|
|
2. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
1.859.980,04 |
959.157,20 |
|
-davon mit einer
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 1.860 (Vorjahr: TEUR
959)- |
|
|
|
3. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
9.378.843,20 |
196.182,76 |
|
-davon mit einer
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 9.379 (Vorjahr: TEUR
196)- |
|
|
|
4. Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschafter |
405.095,85 |
1.145.189,86 |
|
- davon mit einer
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 405 (Vorjahr: TEUR
1.145) - |
|
|
|
5. Sonstige
Verbindlichkeiten |
802.246,05 |
92.857,87 |
|
- davon mit einer
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 802 (Vorjahr: TEUR
93) - |
|
|
|
- davon aus Steuern:
TEUR 667 (Vorjahr: TEUR 0) - |
|
|
|
|
52.699.974,34 |
42.771.995,81 |
| F. |
RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN |
348,13 |
0,00 |
|
|
101.174.754,12 |
98.407.279,50 |
Gewinn-
und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember
2023
|
2023 |
Vorjahr |
|
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
|
77.595.433,42 |
57.962.008,37 |
- davon
Umsatzerlöse aus Netzentgelten TEUR 34.627
(Vorjahr: TEUR 32.876)- |
|
|
|
| 2. Erhöhung des
Bestands an unfertigen Leistungen |
|
369.691,67 |
202.960,30 |
| 3. Andere aktivierte
Eigenleistungen |
|
4.901.266,09 |
3.966.207,19 |
| 4. Sonstige betriebliche
Erträge |
|
347.074,89 |
361.843,73 |
|
|
83.213.466,07 |
62.493.019,59 |
| 5. Materialaufwand |
|
|
|
a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
41.662.732,56 |
|
21.312.631,59 |
- davon Aufwendungen
für vorgelagerte
Netzentgelte: TEUR 9.625 (Vorjahr: TEUR 6.621)
- |
|
|
|
| b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
11.541.867,88 |
|
6.983.282,79 |
|
|
53.204.600,44 |
28.295.914,38 |
| 6. Personalaufwand |
|
|
|
| a) Löhne und
Gehälter |
10.544.324,21 |
|
9.849.455,83 |
b) Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung |
2.511.606,82 |
|
2.490.368,54 |
- davon für
Altersversorgung:
TEUR 517 (Vorjahr: TEUR 587) - |
|
|
|
|
|
13.055.931,03 |
12.339.824,37 |
7. Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
6.519.898,74 |
6.385.821,60 |
| 8. Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
|
7.861.055,70 |
8.395.766,76 |
|
|
2.571.980,16 |
7.075.692,48 |
| 9. Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
|
139.287,70 |
25.626,52 |
- davon aus verbundenen
Unternehmen:
TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 26) - |
|
|
|
- davon aus
langfristigen Rückstellungen:
TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 0)- |
|
|
|
| 10. Zinsen und
ähnliche Aufwendungen |
|
846.932,26 |
849.853,13 |
- davon an verbundene
Unternehmen:
TEUR 182 (Vorjahr: TEUR 4) - |
|
|
|
- davon aus
langfristigen Rückstellungen:
TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 63) - |
|
|
|
|
|
-707.644,56 |
-824.226,61 |
| 11. Steuern vom
Einkommen und Ertrag |
|
194.599,39 |
201.808,22 |
| 12. Ergebnis nach
Steuern |
|
1.669.736,21 |
6.049.657,65 |
| 13. Sonstige
Steuern |
|
20.839,02 |
22.172,44 |
14. Auf Grund eines
Ergebnisabführungsvertrags
abgeführter Gewinn |
|
-1.648.897,19 |
-6.027.485,21 |
| 15.
Jahresüberschuss |
|
0,00 |
0,00 |
Entwicklung des
Anlagevermögens
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
Stand
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge
IZ=lnvestitions-
zuschüsse |
Umbuchungen |
Stand
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
6.656.474,73 |
762.140,70 |
0,00 |
114.562,92 |
7.533.178,35 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen |
114.562,93 |
1.396,63 |
0,00 |
-114.562,92 |
1.396,64 |
|
6.771.037,66 |
763.537,33 |
0,00 |
0,00 |
7.534.574,99 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstückgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
5.239.873,36 |
80.464,02 |
0,00 |
229,50 |
5.320.566,88 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
254.749.045,89 |
5.932.126,39 |
0,00 |
1.507.645,49 |
262.188.817,77 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
3.807.851,06 |
360.541,61 |
8.084,95 |
513,00 |
4.160.820,72 |
| 4, Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
2.187.731,87 |
1.157.486,57 |
0,00 |
-1.508.387,99 |
1.836.830,45 |
|
265.984.502,18 |
7.530.618,59 |
8.084,95 |
0,00 |
273.507.035,82 |
| Gesamt |
272.755.539,84 |
8.294.155,92 |
8.084,95 |
0,00 |
281.041.610,81 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
Buchwerte |
|
Stand
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Stand
31.12.2023 |
Stand
31.12.2023 |
Stand
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
5.756.904,24 |
532.836,63 |
0,00 |
6.289.740,87 |
1.243.437,48 |
899.570,49 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
1.396,64 |
114.562,93 |
|
5.756.904,24 |
532.836,63 |
0,00 |
6.289.740,87 |
1.244.834,12 |
1.014.133,42 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke,
grundstückgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
2.612.391,03 |
86.400,62 |
0,00 |
2.698.791,65 |
2.621.775,23 |
2.627.482,33 |
| 2. Technische Anlagen
und Maschinen |
169.772.975,88 |
5.454.505,38 |
0,00 |
175.227.481,26 |
86.961.336,51 |
84.976.070,01 |
| 3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
2.525.168,56 |
446.156,11 |
8.084,95 |
2.963.239,72 |
1.197.581,00 |
1.282.682,50 |
| 4, Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
1.836.830,45 |
2.187.731,87 |
|
174.910.535,47 |
5.987.062,11 |
8.084,95 |
180.889.512,63 |
92.617.523,19 |
91.073.966,71 |
| Gesamt |
180.667.439,71 |
6.519.898,74 |
8.084,95 |
187.179.253,50 |
93.862.357,31 |
92.088.100,13 |
Erläuterungen zum
Tätigkeitsabschluss "Gasverteilung" zum 31. Dezember
2023
Allgemeines
Die TraveNetz GmbH ist gemäß § 6b
Abs. 3 EnWG verpflichtet, in ihrer Rechnungslegung
getrennte Konten für die in § 6b Abs. 3 Satz 1
Nr. 1 bis 6 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche so zu
führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese
Tätigkeiten von rechtlich selbständigen
Unternehmen ausgeführt würden.
Erläuterungen zu den
Zuordnungsregeln und Abschreibungsmethoden gemäß
§ 6 b Abs. 3 Satz 7 EnWG
Die bei der Erstellung des Tätigkeitsabschlusses
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die
Abschreibungsmethoden sind im Jahresabschluss der TraveNetz
GmbH ersichtlich.
Es wurden Tätigkeitsabschlüsse für die
Elektrizitätsverteilung - und Gasverteilung sowie den
grundzuständigen Messstellenbetrieb Strom aufgestellt.
Hierfür werden in der Rechnungslegung getrennte
Konten geführt. Soweit möglich, werden die
Vermögensgegenstände und Schulden sowie die
Aufwendungen und Erträge auf Basis der Einzelkonten
direkt zugeordnet, ansonsten erfolgt eine Aufteilung nach
sachgerechten Schlüsselgrößen.
Überblick über die Aufteilung wesentlicher
Bilanz- und GuV-Posten:
| Wesentliche
Bilanzposten |
Aufteilung |
| Anlagevermögen |
Direkte Zuordnung /
Hälftig |
| Vorräte |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Umsatzerlöse |
Forderungen /
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Umsatzerlöse |
| Eigenkapital |
Schlüssel
Anlagevermögen |
| Rückstellungen |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Personal und Umsatzerlöse |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
Direkte Zuordnung |
| Sonstige Forderungen /
Verbindlichkeiten |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Umsatzerlöse |
| Wesentliche
GuV-Posten |
Aufteilung |
| Umsatzerlöse |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel
Umsatzerlöse |
| Aktivierte
Eigenleistung |
Direkte Zuordnung
/Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel
Umsatzerlöse |
| Sonstige betriebliche
Erträge |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel
Umsatzerlöse |
| Materialaufwand |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel
Umsatzerlöse |
| Personalaufwand |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel
Umsatzerlöse |
| Abschreibung |
Direkte Zuordnung /
Hälftig |
| Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
Direkte Zuordnung /
Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel
Umsatzerlöse |
| Zinsaufwendungen |
Direkte Zuordnung |
Erläuterungen zur
Tätigkeitsbilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im
Anlagenspiegel dargestellt.
Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen,
außer die einer Verfügungsbeschränkung
unterliegenden Tagesgelder in Höhe von TEUR 77, die
eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben.
Haftungsverhältnisse und sonstige
finanzielle Verpflichtungen
Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2018
bzw. 2020 erfolgten Ausgliederung der Strom- und
Gasverteilnetze von der Stadtwerke Lübeck Energie
GmbH, Lübeck, bzw. der Schleswig-Holstein Netz AG,
Quickborn, bestehen Haftungsverhältnisse nach den
Vorschriften des Umwandlungsgesetzes.
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den
Eventualverbindlichkeiten wird jeweils als gering
eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem
auf den Bonitätsbeurteilungen der
Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen
vergangener Geschäftsjahre.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in
Höhe von TEUR 29.910.
TraveNetz GmbH
| Rade Lukic |
|
Geschäftsführer |
grundzuständiger
Messstellenbetreiber Strom
Bilanz zum 31. Dezember 2023
AKTIVA
|
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
|
EUR |
EUR |
| A. |
ANLAGEVERMÖGEN |
|
|
|
1. Sachanlagen |
|
|
|
1. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
316.962,98 |
324.442,98 |
|
2. Geleistete
Anzahlungen |
6.412,50 |
0,00 |
|
|
323.375,48 |
324.442,98 |
| B. |
UMLAUFVERMÖGEN |
|
|
|
I. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
|
1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
815.245,99 |
622.860,73 |
|
2. Forderung
gegenüber Gesellschafter |
0,00 |
324,70 |
|
|
815.245,99 |
623.185,43 |
|
|
1.138.621,47 |
947.628,41 |
PASSIVA
|
|
31.12.2023 |
Vorjahr |
|
|
EUR |
EUR |
| A. |
RÜCKSTELLUNGEN |
|
|
|
1. Sonstige
Rückstellungen |
0,00 |
333.237,08 |
| B. |
VERBINDLICHKEITEN |
|
|
|
1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
7.905,69 |
65.452,45 |
|
- davon mit einer
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 65)
- |
|
|
|
2. Verbindlichkeiten
gegen verbundene Unternehmen |
1.077.868,19 |
548.938,88 |
|
- davon mit einer
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 1.078 (Vorjahr: TEUR
549) - |
|
|
|
3. Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschafter |
|
|
|
- davon mit einer
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 0)
- |
52.847,59 |
0,00 |
|
|
1.138.621,47 |
614.391,33 |
|
|
1.138.621,47 |
947.628,41 |
Gewinn-
und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember
2023
|
2023 |
Vorjahr |
|
EUR |
EUR |
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
|
1.323.783,00 |
1.117.748,36 |
| 2. Andere aktivierte
Eigenleistungen |
|
20.387,50 |
0,00 |
|
|
1.344.170,50 |
1.117.748,36 |
| 3. Materialaufwand |
|
|
|
a) Aufwendungen für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
958.590,64 |
|
943.920,22 |
| b) Aufwendungen für
bezogene Leistungen |
33.300,67 |
|
54.378,68 |
|
|
991.891,31 |
998.298,90 |
4. Abschreibungen auf
immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen |
|
79.705,00 |
66.849,17 |
| 5. Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
|
18.834,81 |
54.371,84 |
|
|
253.739,38 |
-1.771,55 |
| 6. Ergebnis nach
Steuern |
|
253.739,38 |
-1.771,55 |
| 7. Auf Grund eines
Ergebnisabführungsvertrags abgeführter
Gewinn |
|
-253.739,38 |
0,00 |
| 8. Erträge aus
Verlustübernahme |
|
0,00 |
1.771,55 |
| 9.
Jahresüberschuss |
|
0,00 |
0,00 |
Entwicklung des
Anlagevermögens
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|
Stand
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge
IZ=lnvestitions-
zuschüsse |
Umbuchungen |
Stand
31.12.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
441.265,17 |
72.225,00 |
0,00 |
0,00 |
513.490,17 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
6.412,50 |
0,00 |
0,00 |
6.412,50 |
| Gesamt |
441.265,17 |
78.637,50 |
0,00 |
0,00 |
519.902,67 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
Buchwerte |
|
Stand
01.01.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Stand
31.12.2023 |
Stand
31.12.2023 |
Stand
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
116.822,19 |
79.705,00 |
0,00 |
196.527,19 |
316.962,98 |
324.442,98 |
| 2. Geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
6.412,50 |
0,00 |
| Gesamt |
116.822,19 |
79.705,00 |
0,00 |
196.527,19 |
323.375,48 |
324.442,98 |
Erläuterungen zum
Tätigkeitsabschluss "grundzuständiger
Messstellenbetrieb Strom" zum 31. Dezember 2023
Allgemeines
Die TraveNetz GmbH ist gemäß § 6b
Abs. 3 EnWG verpflichtet, in ihrer Rechnungslegung
getrennte Konten für die in § 6b Abs. 3 Satz 1
Nr. 1 bis 6 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche so zu
führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese
Tätigkeiten von rechtlich selbständigen
Unternehmen ausgeführt würden.
Erläuterungen zu den
Zuordnungsregeln und Abschreibungsmethoden gemäß
§ 6 b Abs. 3 Satz 7 EnWG
Die bei der Erstellung des Tätigkeitsabschlusses
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die
Abschreibungsmethoden sind im Jahresabschluss der TraveNetz
GmbH ersichtlich.
Es wurden Tätigkeitsabschlüsse für die
Elektrizitätsverteilung - und Gasverteilung sowie den
grundzuständigen Messstellenbetrieb Strom aufgestellt.
Hierfür werden in der Rechnungslegung getrennte
Konten geführt. Soweit möglich, werden die
Vermögensgegenstände und Schulden sowie die
Aufwendungen und Erträge auf Basis der Einzelkonten
direkt zugeordnet, ansonsten erfolgt eine Aufteilung nach
sachgerechten Schlüsselgrößen.
Überblick über die Aufteilung wesentlichen
Bilanz- und GuV-Posten:
| Wesentliche
Bilanzposten |
Aufteilung |
| Anlagevermögen |
Direkte Zuordnung |
Forderungen /
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen |
Direkte Zuordnung |
| Rückstellungen |
Direkte Zuordnung |
| Sonstige Forderungen /
Verbindlichkeiten |
Direkte Zuordnung |
| Wesentliche
GuV-Posten |
Aufteilung |
| Umsatzerlöse |
Direkte Zuordnung |
| Materialaufwand |
Direkte Zuordnung |
| Personalaufwand |
Direkte Zuordnung |
| Abschreibung |
Direkte Zuordnung |
| Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
Direkte Zuordnung |
Erläuterungen zur
Tätigkeitsbilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im
Anlagenspiegel dargestellt.
Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen, die
eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben.
Haftungsverhältnisse und sonstige
finanzielle Verpflichtungen
Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2018
bzw. 2020 erfolgten Ausgliederung der Strom- und
Gasverteilnetze von der Stadtwerke Lübeck Energie
GmbH, Lübeck, bzw. der Schleswig-Holstein Netz AG,
Quickborn, bestehen Haftungsverhältnisse nach den
Vorschriften des Umwandlungsgesetzes.
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den
Eventualverbindlichkeiten wird jeweils als gering
eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem
auf den Bonitätsbeurteilungen der
Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen
vergangener Geschäftsjahre.
TraveNetz GmbH
| Rade Lukic |
|
Geschäftsführer |
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die TraveNetz GmbH, Lübeck
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES
JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der TraveNetz GmbH,
Lübeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember
2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TraveNetz
GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter und des Aufsichtsrats für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen
wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Gesellschaft.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE
RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Vermerk über die Prüfung der
Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b
Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG
Prüfungsurteile
Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre
Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter
Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis
zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus
haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die
Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung",
"Grundzuständiger Messstellenbetrieb" und
"Gasverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der
Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage
beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden
für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse
- geprüft.
| ― |
Nach unserer Beurteilung wurden
die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis
5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur
Führung getrennter Konten in allen wesentlichen
Belangen eingehalten.
|
| ― |
Nach unserer Beurteilung
aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnisse entsprechen die beigefügten
Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen
Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b
Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs.
4 Satz 2 MsbG.
|
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der
Pflichten zur Führung getrennter Konten und der
Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit
§ 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW
Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b
Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021))
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten
nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG"
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die
Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards:
Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der
Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir
sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur
Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b
Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3
Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur
Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter
sind auch verantwortlich für die Aufstellung der
Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen
Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG
und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie
als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur
Führung getrennter Konten einzuhalten.
Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für
die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im
Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des
Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den
Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses
beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der
jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung der Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b
Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung der Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen,
| ― |
ob die gesetzlichen Vertreter
ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis
5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur
Führung getrennter Konten in allen wesentlichen
Belangen eingehalten haben und
|
| ― |
ob die
Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen
Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b
Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs.
4 Satz 2 MsbG entsprechen.
|
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in
den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere
Prüfungsurteile zur Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und
§ 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach
§ 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs.
4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst
die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den
Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4
EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und
nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der
Stetigkeit beachtet wurde.
Unsere Verantwortung für die Prüfung der
Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen
Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den
jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der
sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Martin Zucker |
ppa. Ann-Kathrin
Klischat |
|
Wirtschaftsprüfer |
Wirtschaftsprüferin |
Bericht des Aufsichtsrates der TraveNetz GmbH
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die
ihm nach Gesetz, Gesellschaftsvertrag und
Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben
uneingeschränkt wahrgenommen, konnte seine gesetzlich
vorgeschriebene Kontrollfunktion gegenüber der
Geschäftsführung ausüben und die im Rahmen
der satzungsmäßigen Zuständigkeit
obliegenden Entscheidungen treffen.
Die Unterrichtung des Aufsichtsrates durch die
Geschäftsführung über die Entwicklung des
Geschäftsjahres erfolgte regelmäßig,
zeitnah und umfassend. Dabei hat die
Geschäftsführung über den Gang der
Geschäfte, insbesondere den Umsatz und die Lage der
Gesellschaft und deren Beteiligungen, wie die aktuelle
Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
berichtet sowie die wesentlichen Abweichungen
gegenüber der Planung erläutert. Im Rahmen der
Behandlung des Wirtschafts- und Businessplanes hat die
Geschäftsführung über die beabsichtigte
Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen
der Unternehmensplanung der Gesellschaft berichtet. Dieser
Bericht enthielt die Schwerpunkte der geplanten
Geschäftsführung, insbesondere die
Erläuterung der beabsichtigten Entwicklungen und
strategischen Ausrichtungen des Unternehmens, die
Darstellung der Finanz- und Bilanzpolitik und die
Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen
Entwicklung von früher berichteten Zielen.
Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die
für die Beurteilung der Geschäftslage oder der
Ergebnisentwicklung sowie für die Leitung des
Unternehmens von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der
Aufsichtsrat durch die Geschäftsführung auch
zwischen den Sitzungen unverzüglich mittels
schriftlicher Berichte umfassend in Kenntnis gesetzt. In
alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für
das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar
eingebunden und hat diese ausführlich in den einzelnen
Sitzungen erörtert. Zudem stand der
Aufsichtsratsvorsitzende über die
Aufsichtsratssitzungen hinaus mit der
Geschäftsführung in regelmäßigem
Kontakt und wurde stets über die aktuellen
Entwicklungen der Geschäftslage und die wesentlichen
Geschäftsvorfälle informiert.
Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat über
Risiken für die TraveNetz, deren Bewertungen sowie
Aktivitäten im Rahmen der Darstellung der Ergebnisse
des Risiko-Managementsystems informieren lassen.
Das konzernweite Compliance-Managementsystem (CMS)
dient der Überwachung der Einhaltung von gesetzlichen
und selbst auferlegten Regeln. Der hierzu verfasste Bericht
zur Compliance-Analyse wird dem Aufsichtsrat jährlich
im Rahmen der Sitzung zur Beratung des Jahresabschlusses
zur Kenntnis gegeben.
Im Berichtsjahr fanden insgesamt vier Sitzungen des
Aufsichtsrats statt. In diesen hat der Aufsichtsrat
mündliche und schriftliche Berichte sowie schriftliche
Berichtsvorlagen der Geschäftsführung eingehend
diskutiert und die nach Gesetz bzw. Gesellschaftsvertrag
erforderlichen Beschlüsse nach gründlicher
Prüfung und Beratung gefasst. Der Aufsichtsrat tagte
in Präsenz.
Die Sitzungen fanden zu ausgewählten
Tagesordnungspunkten, die eine inhaltliche Deckung
aufwiesen, gemeinsam mit dem Aufsichtsrat der SWL Energie
statt.
Die Präsenz bei den Sitzungen des Aufsichtsrates
lag im Geschäftsjahr 2022 bei 93,8 %. (2023: 93,1 %).
Die Mitglieder der Geschäftsführung haben an
allen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen; zu
ausgewählten Tagesordnungspunkten hat der Aufsichtsrat
aber auch ohne die Geschäftsführung getagt.
Schwerpunkte der Beratungen des
Aufsichtsrates
Die Beratungen des Aufsichtsrates im
Geschäftsjahr 2023 waren - wenn auch nicht in dem
Maße des Vorjahres - von Themen der
Versorgungssicherheit und Energiepreise geprägt. Die
Dynamik innerhalb der Märkte erwies sich weiterhin als
herausfordernd.
Weitere Beratungen und Beschlussfassungen erfolgten
zu folgenden Themen:
Unterjährig wurde, wenngleich nicht in der
Ausführlichkeit des Vorjahres, zur aktuellen Situation
an den Energiemärkten berichtet. Die Entwicklung der
Marktpreise des Lieferjahres 2023 war zwar von einer
starken Abwärtsbewegung geprägt, gleichwohl
bewegten sie sich weiterhin deutlich über
Vorkrisenniveau. Der Umgang mit den Preisbremsen erwies
sich für die SWL in verschiedenen Bereichen als
Herausforderung.
Im Zuge der Umsetzung des Konzernprogramms bedurften
auch die Geschäftsbesorgungsverträge einer
grundlegenden Überarbeitung auf Basis eines
einheitlichen Musters für alle Leistungsbeziehungen
des Konzerns. Für die TraveNetz bedeutete dies, dass
42 Geschäftsbesorgungsverträge nebst Anlagen neu
gefasst wurden. Im September 2023 wurde in einem ersten
Revisionsbericht zur Umsetzung des Konzernprogramms und
damit verbundenen Maßnahmen berichtet.
Die Geschäftsführung informierte die
Mitglieder des Aufsichtrates im Geschäftsjahr
wiederholt über den Stand der
Stromkonzessionsverträge. Derzeit bestehen über
50 Stromkonzessionsverträge in den Ämtern
Berkenthin, Lauenburgische Seen sowie Sandesneben-Nusse.
Wiederholt wurde über die beabsichtigte
Veräußerung des Stromnetzes Ziethen berichtet;
diese wurde zum 01.01.2024 vollzogen.
Geprägt war das Geschäftsjahr zudem durch
den personellen Wechsel in der Geschäftsführung.
Herr Steffen Bandelow, der als
Interims-Geschäftsführer das Unternehmen seit
01.08.2022 geführt hatte, schied nach erfolgreichem
Nachbesetzungsverfahren planvoll zum 31.07.2023 aus dem
Unternehmen aus und kehrte zum Mitgesellschafter HanseWerk
zurück. Seit 01.01.2024 ist er neuer Vorstand
Netzwirtschaft der Schleswig Holstein Netz AG. Der
Aufsichtsrat dankt Herrn Bandelow außerordentlich
für die Bereitschaft, die Geschäftsführung
übergangsweise zu übernehmen und die stets sehr
angenehme Zusammenarbeit während dieser Zeit.
Seit 01.08.2023 hat Herr Rade Lukic die
Geschäftsführung übernommen.
Die WP 2024 und der Ausblick 2025 - 2028, die in der
letzten Sitzung des Aufsichtsrates im Jahre 2023 am
11.12.2023 beschlossen wurden, basierten auf der im
Konzernprogramm verabschiedeten Organisationsstruktur.
Lübecker Public Corporate
Governance Kodex
Der Aufsichtsrat der TraveNetz GmbH bekennt sich zum
Lübecker Public Corporate Governance Kodex, der als
Leitlinie guter und verantwortungsvoller
Unternehmensführung erarbeitet wurde und
Grundsätze und Standards der Unternehmensführung
und Kontrolle für die Beteiligungen der Hansestadt
Lübeck enthält. Gemeinsam mit der
Geschäftsführung hat der Aufsichtsrat eine
Erklärung zur Einhaltung des PCGK abgegeben.
Effizienzprüfung des
Aufsichtsrates
Eine Maßnahme aus dem PCGK ist eine
jährliche Effizienzprüfung des Aufsichtsrates.
Der Aufsichtsrat der TraveNetz hat im März 2024
über die Organisation und den Ablauf der
Aufsichtsratsarbeit im Geschäftsjahr 2023 diskutiert
und konstruktiv beraten. Bereits für das Jahr 2023 wie
für die folgenden Jahre soll die Effizienzprüfung
auch anhand eines konzernweit eingesetzten Fragebogens
erfolgen.
Jahresabschlussprüfung 2023 und
Entlastung der Geschäftsführung
Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2023 sowie die
Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung
gemäß § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz
wurden von dem gemäß Gesellschafterbeschluss vom
22. Juni 2023 zum Abschlussprüfer bestellten
Wirtschaftsprüfungsunternehmen PricewaterhouseCoopers
GmbH (kurz: PWC) geprüft und der uneingeschränkte
Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Aufsichtsrat hat von den Prüfungsergebnissen
Kenntnis genommen. Er hat den Jahresabschluss, den
Lagebericht und den Vorschlag der
Geschäftsführung über die Verwendung des
Jahresabschlusses geprüft. Nach dem
abschließenden Ergebnis der Prüfungen sind keine
Einwände zu erheben. Der Aufsichtsrat billigte den
Jahresabschluss in der von der Geschäftsführung
vorgelegten Form.
Der Aufsichtsrat empfiehlt darüber hinaus der
Gesellschafterversammlung, der Geschäftsführung
der TraveNetz Entlastung zu erteilen.
Personelle Veränderungen
Im Aufsichtsrat der TraveNetz hat es im Berichtsjahr
personellen Veränderungen gegeben:
Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom
22.06.2023 wurden die von der Bürgerschaft der
Hansestadt Lübeck mit Beschluss vom 30.03.2023
vorgeschlagenen Mitglieder des Aufsichtsrates Frau Kerstin
Metzner, Frau Astrid Völker, Herr Andreas Zander
(Aufsichtsratsvorsitzender bis 31.12.2023) und Herr Bernd
Möller zunächst erneut für eine neue volle
Amtszeit (2026) gewählt.
Vorstehend bezeichnete Aufsichtsratsmitglieder wurden
mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 15.12.2023
(auf Vorschlag der Bürgerschaft der Hansestadt
Lübeck - Beschluss vom 30.11.2023) zum 31.12.2023
abberufen. Die neuen Mitglieder wurden zum 01.01.2024
(wieder-) gewählt und bestellt.
Der Aufsichtsrat spricht den Mitarbeiterinnen, dem
Betriebsrat und der Geschäftsführung, die das
gute Jahresergebnis trotz herausfordernder
Rahmenbedingungen ermöglicht haben, für ihre im
Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit Dank und
Anerkennung aus.
Lübeck, den 13. Juni
2024
In Vertretung
| Bernd Möller |
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Aufsichtsratsvorsitzender seit 29.01.2024 |
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