Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 5885 HL
Vorher
Energie und Wasser Lübeck Netz GmbHStadtwerke Lübeck Netz GmbHNetz Lübeck GmbH
Eingetragen
1.12.2005
Branche
BeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernBau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb, die Unterhaltung und der Ausbau der örtlichen Verteilungsanlagen für Elektrizität, Gas, Wärme und Wasser einschließlich der Wahrnehmung aller dazugehörigen Aufgaben und Dienstleistungen. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck unmittelbar und mittelbar gefördert werden kann. Die Gesellschaft kann sich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, insbesondere der Bestimmungen des Gesetzes über die Elektrizitätsund Gasversorgung (EnWG), zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmen beteiligen oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten, erwerben und pachten, deren Vertretung übernehmen sowie Interessengemeinschaften eingehen und errichten. Die Tätigkeiten der Gesellschaft haben sich auf den öffentlichen Zweck auszurichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rade Lukic
seit 9.8.2023
Geschäftsführer
Heiko Rethmann
seit 2.1.2023
Prokura
Michael Friedrichs
seit 26.3.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Hansestadt Lübeck
52.43%
Schleswig-Holstein Netz AG
25.10%
18.80%
Hansestadt Lübeck
3.67%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Stadtwerke Lübeck Energie GmbH
Germany
500.100 €
74.90%
Schleswig-Holstein Netz AG
Germany
167.590 €
25.10%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TraveNetz GmbH

Lübeck

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen der Gesellschaft

Unternehmensstruktur


An der TraveNetz GmbH (TraveNetz) sind zu 25,1 % die Schleswig-Holstein Netz AG (SHNG) und zu 74,9 % die Stadtwerke Lübeck Energie GmbH (SWL Energie), deren Anteile zu 69,98 % von der Stadtwerke Lübeck Gruppe GmbH (SWL Gruppe), zu 25,1 % von der Stadtwerke Aachen AG und zu 4,92 % von der Hansestadt Lübeck gehalten werden, beteiligt.

Geschäftstätigkeit


Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb, die Unterhaltung und der Ausbau der örtlichen Verteilungsanlagen für Elektrizität, Gas, Wärme und Wasser einschließlich der Wahrnehmung aller dazugehörigen Aufgaben und Dienstleistungen.


Die TraveNetz betreibt die Verteilnetze für Strom und Gas im Wirtschaftsraum Lübeck sowie Umgebung und nimmt die Aufgaben des grundzuständigen Messstellenbetreibers wahr. Sie verfügt hierfür über das Eigentum an den Strom- und Gasnetzen, die Wegenutzungsrechte in Form von 121 Konzessionsverträgen und alle erforderlichen Betriebseinheiten. Die TraveNetz erbringt zudem kaufmännische Dienstleistungen für die anderen Stadtwerke Lübeck (SWL) Gesellschaften, vormals Stadtwerke Lübeck Holding Konzern, und die technische Betriebsführung für die Wasser- und Wärmenetze der SWL Energie sowie für die Telekommunikationsnetze der SWL Digital.

Strategie und Ziele


Im Rahmen der Businessplanung 2024 wurden die strategischen Ziele der TraveNetz überprüft und an den aktuellen und künftig absehbaren Themen und Herausforderungen gemessen.


Folgende Schwerpunkte wurden identifiziert, im Rahmen der Erstellung der Planung bewertet und bilden damit die Grundlage der nächsten Jahre:


1. die Umsetzung der Effizienzvorgaben bei branchenüblicher Netzverfügbarkeit


2. den Substanzerhalt und nachhaltigen Betrieb der Netze einschließlich des Ausbaus und der Digitalisierung der Stromnetze


3. Konzessionen, Kooperationen und Digitalisierung der Netzsteuerung


4. Effizienz der technischen und kaufmännischen Prozesse.


Ein Kernpunkt der angepassten strategischen Ausrichtung der TraveNetz bildet die zukünftige wirtschaftliche und netztechnische Aufstellung der Strom- und Gas-Assets. Durch den anstehenden Umbau der Energiemärkte im Rahmen der Energie- und Mobilitätswende sieht sich die TraveNetz vielen Herausforderungen gegenüber, die einer Nachjustierung der bisherigen Strategie bedürfen. Der Wandel der Energieversorgung zu einem Energiesystem basierend auf erneuerbaren Energien, die Wärmewende, bei der Erdgas zunehmend durch andere Energieträger zur Wärmeerzeugung verdrängt wird und die Mobilitätswende mit absehbarer Fokussierung auf das Feld der E-Mobilität bedingen eine entsprechende Transformation der entsprechenden Netzinfrastruktur. Einerseits muss das Stromnetz auf die zukünftigen Anforderungen ausgerichtet und kapazitiv erweitert sowie umfassend digitalisiert werden. Andererseits müssen die Gas-Assets angesichts des gesetzgeberisch beschlossenen Pfades zur Treibhausgasneutralität und des damit verbundenen Ausstiegs aus der Versorgung mit Erdgas spätestens bis zum Jahr 2045 mit entsprechenden Investitions- und Instandhaltungsmaßnahmen weiterhin in einem sicheren Zustand erhalten und die aktuellen Anschlussverpflichtungen bedient werden. Die Bewertung der Zukunft der Gasnetze und deren netztechnische und wirtschaftliche Auswirkungen wurde im Rahmen eines extern begleiteten Projektes im Jahr 2023 tiefgehender untersucht. Die Ergebnisse münden in der Einführung einer neuen Assetmanagement-Strategie.


Zur Steigerung der Effizienz in den technischen Prozessen wird zudem die Vermarktung von Dienstleistungen direkt aus der TraveNetz wie z. B. die Übernahme von Dienstleistungen einer Netzleistelle für kleinere Versorger weiter vorangetrieben.


Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Preisentwicklungen auf dem Dienstleister- und Materialbeschaffungsmarkt ist die Eigenleistungstiefe neu zu bewerten und ggf. anzupassen. Die erste strategische Entscheidung eine eigene Tiefbaukolonne aufzubauen, wurde in 2023 umgesetzt. Zudem sollen im Laufe des Jahres 2024 weitere potenzielle Insourcingthemen geprüft und bewertet werden. In diesem Zuge soll im Jahr 2024 u. a. eine Überprüfung des aktuellen Personal- und Wertschöpfungskonzeptes erfolgen, welche sich sowohl mit dem zunehmenden demografischen Wandel als auch mit der Wertschöpfungstiefe der einzelnen Leistungsfelder in der TraveNetz auseinandersetzt.

Steuerungsrelevante Kennzahlen


In der Gesellschaft wird nach verschiedenen Kennzahlen gesteuert. Als wesentlicher finanzieller Leistungsindikator ist das Ergebnis vor Steuern und vor Gewinnabführung zu nennen, was maßgeblich durch die Erlösobergrenzen in den regulierten Tätigkeiten beeinflusst wird. Ein weiterer wesentlicher finanzieller Leistungsindikator ist die Verschuldungskennzahl (= Verbindlichkeiten Kreditinstitute inklusive Verbindlichkeiten aus verbundenen Unternehmen abzüglich Bankguthaben und Forderungen aus verbundenen Unternehmen geteilt durch EBITDA).


Der dritte wesentliche finanzielle Leistungsindikator ist die Erreichung der nach Anreizregulierungsverordnung (ARegV) zulässigen Eigenkapitalverzinsung. Der Zielwert hierfür setzt sich aus dem genehmigten Wert letzten Kostenprüfungen Gas und Strom durch die BNetzA (Basisjahre 2020 und 2016) und dem Anteil Eigenkapitalverzinsung des beantragten Kapitalkostenabgleichs zusammen.


Wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Verfügbarkeitswerte und Schadensraten der Netz-As-sets zur Beurteilung der jeweiligen Netzqualität.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen


Die Geschäftstätigkeit der TraveNetz ist durch nationale und regionale sowie durch branchenspezifische Rahmenbedingungen bestimmt.


Nachdem die Jahre 2020 bis 2021 maßgeblich durch die Covid-19 Pandemie bestimmt waren, ist das Infektionsgeschehen im Jahr 2022 deutlich abgeflacht. Anfang 2022 wurde diese Krise durch den andauernden Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine abgelöst. Die Folgen beider Ereignisse wirken noch erheblich im Jahr 2023. So war die deutsche Wirtschaft im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der erheblichen Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben.


Die Inflationsrate lag in Deutschland bei 5,7 %. Hierbei muss berücksichtigt werden, dass sich diese Inflationsrate auf die bereits sehr hohe Inflation in Höhe von 7,9 % aus dem Jahr 2022 bezieht. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Während ursprünglich für das Jahr 2023 zumindest ein leichtes Wirtschaftswachstum in Höhe von 0,2 % prognostiziert wurde, erfolgte tatsächlich ein Rückgang der Wirtschaftsleistung in Höhe von -0,3 %. Neben den anhaltend hohen Energiepreisen und den nach wie vor hohen Inflationsraten wirkt auch die Entwicklung an den Finanzmärkten aufgrund des steigenden Zinsniveaus dämpfend auf die Konjunkturentwicklung, da hierdurch Investitions- und Produktionstätigkeiten erschwert werden.


Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden zudem durch einen zunehmenden Fachkräftemangel in nahezu allen Branchen belastet. Gleichzeitig ergibt sich durch die schwache Konjunktur gegenüber dem Vorjahr eine Verschlechterung bei den Arbeitslosenzahlen von 5,3 % auf 5,7 %. Zusätzlich belasten das allmählich ansteigende Lohnniveau die deutsche Wirtschaft. Während die Nominallöhne um 6,3 % gestiegen sind, beträgt der Reallohnindex bei einer Inflationsrate von 5,7 % noch 0,6 %. Zu den insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erhöhte sich zum Jahresende durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts die bereits herrschende Unsicherheit. Die Ampelregierung darf EUR 60 Mrd., die ursprünglich für die Corona-Pandemie bestimmt waren, nicht in den sogenannten Klima- und Transformationsfonds umwidmen. Dieser sollte dazu dienen, Vorhaben der Bundesregierung im Kampf gegen den Klimawandel, wie die Ausbesserung der Schieneninfrastruktur oder energetische Gebäudesanierung, zu finanzieren. Das Geld war bereits fest im Bundeshaushalt eingeplant und fehlt der Regierung nun nicht nur im Kampf gegen den Klimawandel, sondern womöglich auch in Wirtschaftsstabilisierungsfonds und in Sondervermögen der Bundesländer.


Trotz der schwierigen und unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird der Pfad zur Klimaneutralität weiterhin vorangetrieben. Mit der Änderung des Klimaschutzgesetzes hat die Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben verschärft und das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 verankert. In Lübeck wird dieses Ziel bereits für das Jahr 2040 angestrebt. Hierzu hat die Hansestadt Lübeck den Masterplan Klimaschutz aufgesetzt. Er gibt den Weg vor, wie die internationalen Klimaziele vor Ort erreicht werden und erweitert damit das Klimaschutzkonzept und das beschlossene kurz-/mittelfristige Maßnahmenpaket mit Blick auf die nächsten 20 Jahre. Eines der wichtigsten Themen im Handlungsfeld Energie & Bau ist hierbei die Wärmewende. Im Handlungsfeld Mobilität wird die Verkehrswende durch den Ausbau des Umweltverbundes forciert. Für den Klimaschutz wird es somit in der gesamten SWL hohe Investitionen in die Infrastruktur und Energieversorgungsnetze geben müssen. Die ambitionierten Ziele wurden Ende des Jahres 2023 durch einen Bürgerschaftsbeschluss noch einmal verschärft. Die weitgehende Reduzierung der Treibhausgase muss nun bereits im Jahr 2035 erreicht werden. Der Klimaschutzplan wird hierzu noch einmal überarbeitet werden müssen, der Transformationsdruck auf die TraveNetz steigt.


Die Abkehr von russischen Gaslieferungen führt neben den zuvor genannten Auswirkungen zu einem erhöhten Risiko einer Gasmangellage. Das Risiko einer Gasnotfalllage (Stufe 3) zieht dabei diverse weitere nachgelagerte Risiken nach sich. Bei den Stadtwerken Lübeck ergeben sich hieraus Auswirkungen in Form von gestiegenen Handelsrisiken, Liquiditäts- und Forderungsausfallrisiken, vertriebsseitigen Risiken sowie Risiken im Bereich der Kraftwerks- und Erzeugungsbeteiligungen. Wie im vergangenen Jahr sind alle Bürger:innen, Unternehmen und politischen Institutionen seitens Bundes- und Landesregierung weiterhin aufgerufen oder auch gesetzlich verpflichtet entsprechende Sparmaßnahmen im Energiebereich vorzunehmen, was für die TraveNetz als Netzbetreiberin entsprechend Auswirkungen auf die durchgeleiteten Netzmengen (insbesondere im Gasbereich) entfaltet hat.


Die erzielbaren Netzentgelte der Verteilnetzbetreiber sind staatlich reguliert und enthalten eine kalkulatorische Eigenkapitalverzinsung als Gewinnerzielungsmöglichkeit. Eine signifikante Absenkung des Eigenkapitalzinssatzes durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) führte seit 2018/2019 zu einer strukturellen Verringerung der Ertragskraft in den regulierten Netzen um rund ein Viertel gegenüber den Vorjahren. Die BNetzA hat mittlerweile auch die neuen Eigenkapitalzinssätze für die vierte Regulierungsperiode veröffentlicht. Für Altanlagen gilt ab der vierten Regulierungsperiode ein EK I - Zinssatz von 3,51 % und für Neuanlagen 5,07 %. Der EK II Zinssatz sinkt auf 2,03 % für Gas und auf 1,71 % für Strom. Die Ermittlungslogik führt die Abwärtsspirale, welche auf den Entwicklungen der Kapitalmärkte in den letzten Jahren aufsetzt, nahezu ohne entsprechende korrektive Eingriffe für eine marktadäquate Anpassung des Risikozuschlages fort. Somit ist ein weiterer Gewinnrückgang in 2023 (Start vierte Regulierungsperiode Gas) bzw. ab 2024 (Start vierte Regulierungsperiode Strom) zu verzeichnen. Das seit dem letzten Jahrzehnt historisch niedrige Zinsniveau für Geldanlagen schlägt in der kommenden Dekade damit zwar zeitversetzt, aber in vollem Umfang auf die Unternehmensgewinne der gesamten Netzbetreiberbranche durch. Die zuletzt sehr schnelle und deutliche Erhöhung auf dem Verzinsungsmarkt hat dagegen keine Berücksichtigung in den für die vierte Regulierungsperiode festgelegten Eigen- und Fremdkapitalzinssätzen gefunden. Die Absenkungen im Eigenkapitalzinsbereich führen zu einer merklichen Belastung der Verschuldungskennzahl der TraveNetz. Allerdings sind am 14.08.2023 und 17.01.2024 von der BNetzA Beschlüsse zu den FK- und EK-Zinssätzen im Kapitalkostenaufschlag erlassen worden. Für Investitionen ab 2024 sollen die Zinssätze dann jährlich neu bestimmt werden, was die Reduktion der Verzinsung etwas abmildert. Die Beschlüsse gelten bis zum Ende der 4. Regulierungsperiode.


Das politische Langfristziel der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 erfordert einen starken und gezielten Ausbau der regenerativen Energieerzeugung. Der Koalitionsvertrag der Bundesregierung selbst zielt auf einen 80 % Anteil an erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bis zum Jahr 2030 und einen nahezu vollständigen Anteil am Bruttostromverbrauch bis zum Jahr 2035 ab. Der Koalitionsvertrag der Landesregierung sieht zudem eine Verankerung im Gesetz zur Energiewende und zum Klimaschutz (EWKG) in Schleswig-Holstein vor, um die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien an Land in Höhe von mindestens 40-45 Terrawattstunden (TWh) bis zum Jahr 2030 als Zwischenziel zu erreichen und damit das erste klimaneutrale Industrieland bis zum Jahr 2040 zu werden (vgl. "Klimaschutzprogramm 2030").


Darüber hinaus hat das Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) verabschiedet. Nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster im Jahr 2022 die Einbauverpflichtung für intelligente Messsysteme - sogenannter Smart-Meter für rechtswidrig erklärt hat, hat die Gesetzesnovelle des Messstellenbetriebsgesetzes u. a. das Ziel, den Einbau von Smart-Metern für die Messung und die Steuerung des Energieverbrauchs zu beschleunigen und zu entbürokratisieren. Neben einem verbindlichen Rollout-Fahrplan bis zum Zieljahr 2030 wurden neue Entgelte (Preisobergrenzen) für intelligente Messsysteme festgelegt. Das Gesetz sieht ab dem Jahr 2024 eine signifikante Beteiligung der Netzbetreiber an der Kostentragung vor, was eine Kostensenkung für Anschlussnutzer:innen zur Folge hat. Begründet wird die Kostenbeteiligung der Netzbetreiber dadurch, dass die Digitalisierung einen verbesserten, datengestützten Netzbetrieb und eine effiziente und nachhaltige, datengestützte Netzplanung ermöglicht. Die Kostenanerkennung in der Erlösobergrenze ist bisher durch die Bundesnetzagentur nicht geregelt. Eine Festlegung ist jedoch angekündigt und wird in 2024 erwartet. Zur Umsetzung der gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben zur Digitalisierung der Energiewende wurde bei der TraveNetz ein Projekt initiiert. Der Pflichteinbau von modernen Messeinrichtungen konnte auch in 2023 durch den fortlaufenden routenoptimierten Rollout weiter vorangetrieben werden.

Geschäftsverlauf


Um die verpflichtende Nachhaltigkeitsberichtserstattung durch verbindliche Berichtsstandards ab dem Jahr 2025 zu erfüllen, wurden zur entsprechenden Vorbereitung seitens SWL im Berichtsjahr die relevanten Nachhaltigkeitsthemen für alle Gesellschaften der SWL im Rahmen einer umfassenden Wesentlichkeitsanalyse identifiziert und gemeinsam mit den Stakeholdern analysiert und bewertet. Basierend auf dem Geschäftsmodell der SWL und dessen gesellschaftlichen Auswirkungen liegt der Fokus auf wesentlichen ESG-Anforderungen, Stakeholder-Erwartungen sowie der Beachtung gesetzlicher Vorschriften und international etablierter Berichtsstandards. Bei der Prüfung potenziell wesentlicher Themen wurden sowohl die externe als auch die unternehmensinterne Perspektive berücksichtigt. Im Ergebnis wurden insbesondere die Fokusbereiche Nachhaltige Unternehmensführung, Dekarbonisierungspfad, Energie- und Wärmewende, Kundenorientierung- und Zufriedenheit, unser Beitrag für die Klimaschutzziele unserer Kund:innen und die klimafreundliche Mobilität identifiziert und als wesentlich i. S. der zukünftigen Berichterstattung eingestuft. Die Fokusbereiche decken einen wesentlichen Teil der von den ESG-Ratings formulierten Anforderungen für angewendete Bewertungskriterien ab. Abschließend wurden dem Top-Management in verschiedenen Gremien und Arbeitsgruppen die Ergebnisse der Wesentlichkeitsanalyse vorgestellt. Zudem wurde in 2023 mit dem SAP Tool SCT (Sustainable Control Tower) ein entsprechendes Reportingtool für die auf Basis der Wesentlichkeitsanalyse noch zu definierenden KPIs ausgewählt sowie die entsprechende Lizenz kontrahiert.


Das erste Jahr der Vorbereitung für die SAP S/4HANA Einführung für die kaufmännischen Prozesse ist abgeschlossen. Dabei wurde das Projekt prozessorientiert aufgesetzt und dazu neben Projektleitung, Projekt Management Office und Qualitätssicherung die drei Teilprojekte "Prozesse", "Technologie & Schnittstellen" und "Data Transition" ausgeprägt. Das Teilprojekt Prozesse ist dabei in der End-to-End-Sicht strukturiert und in neun Streams aufgeteilt, denen jeweils ein Stream-Lead ("HANA-Prozessverantwortliche:r") zugeordnet ist, welchem sich für ein zentrales Anforderungs- und Umsetzungsmanagement und damit die Gestaltung und Ausrichtung ihres End-to-End-Szenarios verantwortlich zeigt. Zudem wird das Projekt in seinen Phasen kontinuierlich durch ein Change-Management begleitet. Wie geplant wurden die Konzepte zur Datenmigration, Datenschutz (DSGVO), Reporting-Strategie sowie die Soll-Prozesse der Fachbereiche erarbeitet. Darüber hinaus wurden erste Konzepte erarbeitet, um die Anforderungen an das SAP-System zum Thema Nachhaltigkeitsreporting (ESG, CSRD) aufzunehmen.


Das Netzgebiet - die TraveNetz-Region - umfasst nunmehr ganz oder teilweise die Amts- bzw. Gemeindegebiete in den Kreisen Stormarn, Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Nordwestmecklenburg, Rehna und die Hansestadt Lübeck. Aktuell laufen Bewerbungsverfahren für zwei weitere Konzessionsgebiete. Eine Stromnetzabgabe für das Netzgebiet Ziethen ist für den 1. Januar 2024 vorgesehen.


Die TraveNetz hat in 2023 das geplante Ergebnis vor Steuern und Gewinnabführung von EUR 17,9 Mio. mit einem erwirtschafteten Ergebnis von EUR 17,6 Mio. aufgrund der geringeren Durchleitungsmengen im Netznutzungsbereich Gas und Strom leicht unterschritten. Das Planniveau der netzinternen Verschuldungskennzahl in Höhe von 3,6 wurde mit einem Wert von 4,12 überschritten.


Ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator ist die Erreichung der nach Anreizregulierungsverordnung (ARegV) zulässigen Eigenkapitalverzinsung. Der Zielwert hierfür betrug für 2023 auf Basis der letzten Prüfung durch die BNetzA (Basisjahre 2020 und 2016) und des neu in die ARegV eingeführten Kapitalkostenabgleichs EUR 11,2 Mio. Mit einem Jahresergebnis vor Steuern und vor Gewinnabführung in Höhe von EUR 17,6 Mio. konnte dieser Zielwert im Jahr 2023 erreicht werden.


Im Rahmen der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden bei der TraveNetz die Verfügbarkeitswerte und Schadensraten zur Beurteilung der Netzqualität herangezogen. So lag die Nichtverfügbarkeit durch Störungen in den Nieder- und Mittelspannungsnetzen (System Average Interruption Duration Index, SAIDI) bei 11,59 Minuten pro Anschluss und Jahr (Vorjahr: 14,6). Für 2023 hat die BNetzA bislang noch keinen Bundesdurchschnitt veröffentlicht. Der Median im Zeitraum von 2006 bis 2022 für den Bundesdurchschnitt liegt bei 14,61 Minuten.


Auch im Gasnetz konnten wieder sehr niedrige Schadensraten erreicht werden. Diese lagen im Jahr 2023 mit 0,01 Schäden pro Kilometer Versorgungsleitung (Vorjahr: 0,06) bzw. 1,0 Schäden pro 1.000 Netzanschlüsse (Vorjahr: 1,0) wieder planmäßig in der jeweils besten Schadensgruppe gemäß DVGW-Gruppierung (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches).


Bestätigt wurde die hohe Qualität der Verteilnetze auch durch einen guten Wert für die Schadensrate und der spezifischen realen Wasserverluste beim Wasserrohrnetz. Die Kennzahlen lagen erneut innerhalb der DVGW-Einstufung für die beste Schadensgruppe bei 0,04 Schäden pro Kilometer Versorgungsleitung (Vorjahr: 0,04) bzw. 1,2 Schäden pro 1.000 Netzanschlüsse (Vorjahr: 1,3) und der spezifische reale Wasserverlust liegt bei 0,07 m³/(km*h) (Vorjahr: 0,08 m³/(km*h).


Um die Versorgungssicherheit auch zukünftig bestmöglich zu gewährleisten, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr rund EUR 40,0 Mio. in den Ausbau und die Erneuerung der bestehenden Verteilnetze investiert (Vorjahr: EUR 34,7 Mio.). Während im Gas der Erhalt der Transport- und Versorgungsnetze im Fokus lag, bildeten die Schwerpunkte im Strom die Erneuerung von Mittelspannungskabeln und -schaltanlagen, der Bau einer Blindleistungskompensationsanlage, die Umsetzung von EEG-Projekten sowie der Neubau von Netzanschlüssen.


Im Rahmen des Betriebsführungsvertrages mit der SWL Energie wurden Dienstleistungen in Höhe von rund EUR 8,5 Mio. (Vorjahr: EUR 7,2 Mio.) für den Ausbau und die Erneuerung der Wasser- und Fernwärmenetze erbracht. Insbesondere wurden in der Sparte Wasser Leitungsauswechslungen sowie Zählerwechsel durchgeführt. In der Sparte Fernwärme ist weiterhin ein Anstieg beim Neubau von Netzanschlüssen zu verzeichnen.


Im Berichtsjahr war es in Lübeck und Umgebung im Vergleich zum Vorjahr etwas kälter. Die Gradtagszahlen am Standort Lübeck und Umgebung im Geschäftsjahr 2023 liegen mit einem kumulierten Wert 4.040,4 um 0,67 % über dem kumulierten Vorjahreswert von 4.013,5 und um 0,73 % unter dem langjährigen Mittel von 4.070,1.


Weiterhin ist in 2023 gleichwohl wie im Vorjahr eine reduzierte durchgeleitete Netzmenge bei der TraveNetz zu erkennen. Die von der TraveNetz verteilten Energiemengen betrugen im Geschäftsjahr 2023 für das Stromnetz: 1.196,2 GWh (Vorjahr: 1.215,2 GWh) und für das Erdgasnetz: 3.328,8 GWh (Vorjahr: 3.546,1 GWh).


Durch die gestiegenen Energiepreise haben sich die entsprechenden Kostenpositionen für die Beschaffung des Eigenverbrauches um EUR 0,3 Mio. gegenüber der Planung für das Geschäftsjahr 2023 erhöht.


Die TraveNetz ermöglicht allen Strom- und Gaslieferanten gesetzeskonform die diskriminierungsfreie Nutzung der Verteilernetze zur Belieferung von Endkund:innen. Zum 31.12.2023 erfolgen Kundenbelieferungen durch 309 Stromlieferanten (Vorjahr: 327) und 228 Gaslieferanten (Vorjahr: 240). Die Anzahl der fremden Messstellenbetreiber, die im Netzgebiet tätig sind, beläuft sich auf 33. Im Jahr 2023 haben im Netzgebiet der TraveNetz insgesamt zwei Vertriebe Insolvenz angemeldet (Vorjahr: zwei) und bei einem Vertrieb (Vorjahr: vier) wurde der Bilanzkreis geschlossen (insgesamt 14 betroffene Kund:innen ggü. 72 im Vorjahr).


Die langfristige Verlustenergiebeschaffung für 2023 konnte vollständig aus den dafür in den vorangegangenen Geschäftsjahren gebildeten Rückstellungen bedient werden und führt somit zu keiner Belastung des Geschäftsjahres 2023. Durch die Beschaffungsgemeinschaft über Syneco ist das Thema auch für die kommenden Jahre aktuell sehr gut in der operativen Bewirtschaftung und führt ebenfalls zu keinen nennenswerten Implikationen für das Geschäftsjahr 2023.


Unter Berücksichtigung der folgenden Entwicklungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird der Geschäftsverlauf insgesamt als positiv eingeschätzt.

Ertragslage


Die TraveNetz hat in 2023 ein Ergebnis vor Steuern und Gewinnabführung von EUR 17,6 Mio. nach einem Ergebnis von EUR 20,1 Mio. im Vorjahr erwirtschaftet.


Im Vergleich zu 2022 wirken im Jahr 2023 die Effizienzvorgaben reduzierend auf die Erlösobergrenzen Strom und Gas und damit die Umsatzerlöse der TraveNetz. Durch entsprechende Investitionstätigkeit werden diese über den Kapitalkostenaufschlag in der Erlösobergrenze teilweise umsatzseitig ausgeglichen. Im Strombereich liegt die Erlösobergrenze insbesondere durch die Effekte der volatilen Kosten (Verlustenergie) und gestiegenen vorgelagerten Netzentgelte um EUR 8,0 Mio. über dem Vorjahreswert. Die Mengen im Gasbereich liegen aufgrund der Witterung und der Änderung des Verbrauchsverhaltens deutlich unter den durchschnittlichen Vorjahreswerten. Dadurch liegen die Erlöse um EUR 4,9 Mio. unter der zulässigen Erlösobergrenze des Jahres 2022. Die Differenz zwischen Erlösobergrenze und tatsächlich erzielten Umsatzerlösen aus Netzentgelten wird auf dem Regulierungskonto Gas gutgebracht und kann über drei Jahre von 2026-2028 nachträglich vereinnahmt werden. Im Strom gingen die Mengen gegenüber dem Vorjahr nur leicht zurück. Deshalb ergibt sich im Strombereich keine signifikante Erlösveränderung.


Die Umsatzerlöse inkl. Bestandsveränderungen belaufen sich auf EUR 260,9 Mio. (Vorjahr: EUR 211,1 Mio.). Der Anstieg ist auf höhere Erlöse für erbrachte Dienstleistungen an Dritte, ein höheres Beauftragungsvolumen seitens der SWL Energie für Investitionen und Unterhaltungsmaßnahmen sowie den Mehrerlösen aufgrund der Mehr- und Mindermengenabrechnungen zurückzuführen (entsprechend höherer Materialaufwand).


Die aktivierten Eigenleistungen liegen mit EUR 12,3 Mio. um EUR 1,7 Mio. über den Vorjahreswerten (EUR 10,6 Mio.). Dies ist v. a. durch übergeleitete Maßnahmen des Vorjahres und im stetig steigenden EEG-Anschlussbereich begründet.


Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf EUR 6,1 Mio. (Vorjahr: EUR 4,2 Mio.). Diese Position setzt sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen (EUR 4,1 Mio.) und von Ertragszuschüssen (EUR 0,3 Mio.), periodenfremden Erträgen (EUR 1,3 Mio.) sowie Versicherungsentschädigungen und sonstigen betrieblichen Erträgen Konzern zusammen.


Die Materialaufwendungen erhöhten sich um EUR 66,1 Mio. auf EUR 182,6 Mio. (Vorjahr: EUR 116,5 Mio.). Der Anstieg des Materialaufwandes ist mit höheren Aufwendungen durch die Mehr- und Mindermengenabrechnung im Gas in Höhe von EUR 16,1 Mio. und im Strom in Höhe von EUR 13,3 Mio., höhere vorgelagerte Netzentgelte Gas (EUR 3,0 Mio.) und Strom (EUR 5,0 Mio.), höherer EEG- und KWK-Bezug sowie den gestiegenen Energiepreisen für den Eigenverbrauch begründet. Darüber hinaus ist ein Anstieg der bezogenen Leistungen für Fremdleistungen aus der Beauftragung der SWL Energie in Höhe von EUR 3,2 Mio. zu verzeichnen.


Die Personalaufwendungen erhöhten sich ggü. dem Vorjahr i. W. aufgrund von Tarifsteigerungen und Sonderzuwendungen um EUR 0,9 Mio. auf EUR 35,0 Mio. (Vorjahr: EUR 34,1 Mio.). Die Anzahl der Mitarbeitenden (exkl. ATZ-Freizeitphase, Mutterschutz, Beschäftigungsverbot, ruhende Arbeitsverhältnisse, Auszubildende, Werkstudenten und Praktikanten) zum 31.12.2023 beläuft sich auf 418.


Die gestiegene Investitionstätigkeit, die im Wesentlichen auf die übergeleiteten Maßnahmen des Vorjahres und die Energiewende zurückzuführen ist, führte zu einem Anstieg der Abschreibungen um insgesamt EUR 1,0 Mio. auf EUR 18,0 Mio. (Vorjahr: EUR 17,0 Mio.).


Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzieren sich ggü. dem Vorjahr um EUR 12,2 Mio. auf EUR 23,9 Mio., was hauptsächlich auf eine Änderung in der Kostenartenzuordnung von Gebühren zu den Netzentgelten Strom und eine Reduzierung der Beratungskosten zurückzuführen ist. Darüber hinaus sind die Konzessionsabgaben um EUR 0,4 Mio. geringer ausgefallen. Als gegenläufige Effekte sind gestiegene IT-Kosten und eine höhere Konzernverrechnung zu benennen, welche sich auf Grundlage des Geschäftsbesorgungsvertrags ergibt.


Für das Geschäftsjahr 2023 werden Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 0,7 Mio.) ausgewiesen.


Es wurden nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 MsbG Tätigkeitsabschlüsse für die Elektrizitäts- und Gasverteilung sowie für den grundzuständigen Messstellenbetrieb aufgestellt. Soweit möglich, werden die Vermögensgegenstände und Schulden sowie die Aufwendungen und Erträge auf Basis der Einzelkonten direkt zugeordnet, ansonsten erfolgt eine Aufteilung nach sachgerechten Schlüsselgrößen. Für sonstige Aktivitäten werden in der Rechnungslegung getrennte Konten geführt.

Vermögens- und Finanzlage


Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 62,5 Mio. auf EUR 368,7 Mio. gestiegen. Das Anlagevermögen erhöhte sich um EUR 23,5 Mio. auf EUR 292,5 Mio., wesentlich bedingt durch die gestiegenen Investitionstätigkeiten und damit einhergehend eine Erhöhung der technischen Anlagen und Maschinen um EUR 15,4 Mio. sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau um EUR 6,4 Mio. Die Vorräte erhöhten sich, im Wesentlichen durch den im Vergleich zum Vorjahr höheren Bestand von unfertigen Leistungen, um EUR 1,0 Mio. Der Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um EUR 37,0 Mio. auf EUR 69,7 Mio. resultieren im Wesentlichen aus der stichtagsbezogenen Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund Wälzungskosten im energiewirtschaftlichen Bereich um EUR 31,8 Mio. auf EUR 58,7 Mio., der Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen von EUR 4,9 Mio. auf EUR 5,1 Mio. sowie einer Zunahme der sonstigen Forderungen um EUR 0,3 Mio.


Auf der Passivseite der Bilanz blieben das Eigenkapital (EUR 117,6 Mio.) sowie die Positionen der Investitionszuschüsse (EUR 4,6 Mio.) auf Vorjahresniveau. Die Position der empfangenen Ertragszuschüsse erhöhte sich um EUR 0,3 Mio. auf EUR 24,1 Mio. Die hohen Investitionstätigkeiten sowie die deutlich gestiegenen Wälzungskosten im energiewirtschaftlichen Bereich führten zum Stichtag zu erhöhten Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 191,4 Mio. (Vorjahr: EUR 120,5 Mio.). Bei den Rückstellungen ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von EUR 8,7 Mio. zu verzeichnen, was vor allem mit dem Verbrauch von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen zu begründen ist.


Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (EUR 28,0 Mio.) beruht im Wesentlichen auf dem Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 16,9 Mio., den Abschreibungen von EUR 18,0 Mio., der Abnahme der Rückstellungen von EUR -8,5 Mio., der Zunahme der Verbindlichkeiten von EUR 37,3 Mio. und den höheren Zinsaufwendungen von EUR 2,4 Mio. Gegenläufig wirkt die Zunahme der Forderungen und Vorräte in Höhe von EUR -38,4 Mio.


Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit (EUR -41,7 Mio.) ist wesentlich geprägt durch die Auszahlung für Investitionen in das Sachanlagevermögen von EUR -40,1 Mio. sowie für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen in Höhe von EUR -1,6 Mio.


Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (EUR 13,9 Mio.) setzt sich aus Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten (EUR 48,0 Mio.), der Auszahlung aus der Tilgung von Krediten (EUR -13,2 Mio.), gezahlten Zinsen (EUR -1,1 Mio.) sowie der Auszahlung aus der Ergebnisabführung des Vorjahres (EUR -15,9 Mio.) und der Ausgleichszahlung an Minderheitsgesellschafter des Vorjahres (EUR -3,6 Mio.) zusammen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war zu jeder Zeit gesichert.


Die Verschuldungskennzahl liegt aufgrund der zum großen Teil fremdfinanzierten Investitionstätigkeit sowie den deutlich gesunkenen regulatorisch zugestandenen Eigenkapitalzinsen in 2023 bei 4,12 und befindet sich damit über dem Vorjahresniveau (2,58).

Elektrizitätsverteilung


Das Ergebnis der Elektrizitätsverteilung liegt EUR 1,4 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (EUR 13,6 Mio.). Im Geschäftsjahr ergibt sich somit ein Jahresüberschuss vor Steuern und Gewinnabführung von EUR 15,0 Mio.


Die Umsatzerlöse werden v. a. durch die vereinnahmten Netznutzungsentgelte inkl. der energiewirtschaftlichen Umlagen geprägt, die über dem Vorjahresniveau liegen.


Die Bilanzsumme steigt auf EUR 261,2 Mio. (Vorjahr: EUR 205,3 Mio.), das Anlagevermögen und die Forderungen sind hier der wesentliche Treiber.


Die Anlagenquote verringert sich um 10,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 75,9 % (Vorjahr: 86,0 %), die Eigenkapitalquote sinkt auf 32,2 % (Vorjahr: 40,9 %).

Grundzuständiger Messstellenbetrieb


Das Ergebnis des grundzuständigen Messstellenbetriebs ist weiterhin durch Anlaufkosten und den noch nicht vollständig angelaufenen operativen Geschäftsbetrieb geprägt. Im Geschäftsjahr ergibt sich ein Jahresüberschuss von EUR 0,3 Mio. (Vorjahr: Jahresüberschuss EUR 0,0 Mio.). In diesem Geschäftsjahr hat die TraveNetz Investitionen in Höhe von EUR 0,1 Mio. für den Messstellenbetrieb getätigt (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.).

Gasverteilung


Das Ergebnis der Gasverteilung liegt EUR 4,4 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 6,3 Mio.). Im Geschäftsjahr ergibt sich ein Jahresüberschuss vor Steuern und Gewinnabführung von EUR 1,9 Mio.


Die Umsatzerlöse werden v. a. durch die vereinnahmten Netznutzungsentgelte inkl. der energiewirtschaftlichen Umlagen geprägt. Die vereinnahmten Netzentgelte liegen unter dem Vorjahresniveau.


Die Bilanzsumme steigt auf EUR 101,2 Mio. (Vorjahr: EUR 98,4 Mio.), das Anlagevermögen und die Forderungen sind hier die wesentlichen Treiber.


Die Anlagenquote verringert sich um 1,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr auf 92,5 % (Vorjahr: 93,6 %), die Eigenkapitalquote sinkt auf 33,2 % (Vorjahr: 34,1 %).

Risikobericht


Die TraveNetz hat ein Risikomanagementsystem (RMS) zur Identifikation, Quantifizierung und Steuerung insbesondere von bestandsgefährdenden und wesentlichen Risiken implementiert. Im Rahmen der Risikoinventur werden die Risiken, nach mathematischen Verfahren abgestuft, als kritisch, wesentlich, handlungs- und überwachungsrelevante Risiken klassifiziert. Alle identifizierten Risiken werden systematisch beobachtet, um bei einer Lageänderung kurzfristig reagieren zu können.


Es wurden 13 Risiken identifiziert. Die Anzahl der handlungs- und überwachungsrelevanten Risiken hat sich gegenüber dem Vorjahr von 10 auf 5 Risiken reduziert, von denen zum Jahresende zwei Risiken als handlungsrelevant und drei als überwachungsrelevant eingestuft wurden. Fünf Risiken liegen unterhalb der definierten Wertgrenze für das Risikomanagement.


Aufgrund von veränderten Einstufungen von Schadenhöhen oder Eintrittswahrscheinlichkeiten hat sich der Schadenerwartungswert für die TraveNetz von EUR 4,71 Mio. am 31.12.2022 auf EUR 1,97 Mio. am 31.12.2023 reduziert.


Die wesentlichen handlungsrelevanten Risiken werden im Folgenden näher dargestellt.


Ein als handlungsrelevant eingestuftes Risiko ist mit Mindereinnahmen aufgrund rückläufiger Gas-Durchleitungsmengen begründet. Grundsätzlich darf die TraveNetz Netzentgelte in Höhe der von der BNetzA festgesetzten Erlösobergrenze (EOG) für 2023 vereinnahmen. Bei der Festsetzung der Gas-Netzentgelte für 2023 wurde mit einem Absatzvolumen anhand der Vorjahre und aktuellen politischen Entwicklungen kalkuliert. Die in der Vergangenheit bereits bekannten Witterungseinflüsse, die zu mengenmäßigen Abweichungen im Absatzvolumen führen, können aufgrund der beobachteten und politisch gestützten Einsparbemühungen und Wechsel zu anderen Heiztechnologien jedoch darüber hinaus zu deutlich höheren Mengenschwankungen führen. Die mengenbedingten Mindererlöse des Jahres 2023 werden erst durch entsprechende verzinste Zuschläge auf die Gas-Erlösobergrenzen der Folgejahre im Rahmen des Regulierungskontos wieder ausgeglichen und sind damit langfristig erfolgsneutral. Im Jahresabschluss des betreffenden Jahres können die in der Zukunft möglichen EOG-Zuschläge jedoch handelsbilanziell nicht als Vermögenswert ausgewiesen werden, wodurch die Mindererlöse dann in voller Höhe ergebniswirksam werden würden. Die Auswirkungshöhe ist mit EUR 5,0 Mio. betraglich festgehalten und wurde mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 10 % bewertet.


Im Bereich der regulatorischen Risiken wurde ein handlungsrelevantes Risiko im Bereich der Berechnung der jährlichen Erlösobergrenzen ermittelt. Diese ist für die Strom- und Gasnetzentgelte zwar durch die Netzentgeltverordnungen (StromNEV, GasNEV) und die Anreizregulierungsverordnung gesetzlich reguliert, jedoch zeigen die Erfahrungen mit der bisherigen Regulierungspraxis der BNetzA, dass das Risiko einer Abweichung gegenüber der Wirtschaftsplanung nicht ausgeschlossen werden kann. Änderungen des Rechtsrahmens oder dessen Auslegung durch die Regulierungsbehörde können eine nachträgliche Verminderung der EOG bewirken, weil einzelne Positionen der EOG nachträglich nicht anerkannt werden, obwohl die daraus resultierenden Netzentgelte schon mehrere Jahre zuvor vereinnahmt wurden. Es besteht eine Unsicherheit, denn obwohl die 4. Regulierungsperiode der Sparte Gas bereits am 01.01.2023 begonnen hat und der Sparte Strom schon am 01.01.2024 beginnt, hat die BNetzA für das Gasnetz noch immer nur einen vorläufigen Effizienzwert mitgeteilt. Für das Stromnetz fehlt von der BNetzA die Mitteilung des generellen sektoralen Produktivitätsfaktors (GSP) sowie jegliche Indikation für den unternehmensindividuellen Effizienzwert. In der Wirtschaftsplanung und der Berechnung der StromNetzentgelte 2024 wurden aufgrund dessen die Werte aus der 3. Regulierungsperiode fortgeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr wurden keine Änderungen bezüglich der Bewertung von Auswirkungshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit vorgenommen. Die Auswirkungshöhe ist mit EUR 1,7 Mio. betraglich festgehalten und wurde mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 50 % bewertet.


Entwicklungen, die für TraveNetz bestandsgefährdend sein könnten, waren nach Auswertung der Risikoinventur per 31.12.2023 nicht zu erkennen.

Chancenbericht


Grundlage für die Identifikation von Chancen ist die Beobachtung, Analyse und Bewertung des lokalen Marktes sowie die Verfolgung von gesamt- und branchenwirtschaftlichen Trends.


Durch die langfristigen Konzessionsverlängerungen eröffnet sich auch zukünftig die Möglichkeit, Synergien durch entsprechende Größenvorteile zu realisieren. Diese stellen eine wesentliche Voraussetzung dar, um den künftigen Herausforderungen, wie regulatorischen Effizienzdruck, dem demographischen Wandel sowie dem Fachkräftemangel und den steigenden Anforderungen in der Netz- und Energiewirtschaft (z. B. E-Mobilität, Smart Mete-ring & Smart Grid) wirksam zu begegnen. Durch die Verlängerungen konnte auch die Position der TraveNetz als zentraler Infrastrukturdienstleisterin und Kooperationspartnerin in der Trave-Region nachhaltig stabilisiert und gestärkt werden.


Die sich daraus ergebenen Chancen sollen sich nach Möglichkeit zukünftig in neuen Kooperationen oder Kooperationsausweitungen mit umliegenden Netzbetreibern bspw. durch die weitere Vermarktung der Netzleitstelle für Netzführungs- und/oder Redispatch-Dienstleistungen und verbesserter Abstimmung mit städtischen Gesellschaften oder Netzbetreibern im Bereich Mitverlegung niederschlagen.


Sowohl die Stärkung der eigenen Wertschöpfungstiefe durch den Aufbau einer eigenen Tiefbaueinheit als auch eine potenzielle Ausweitung der Wertschöpfungstiefe in weiteren operativen technischen Prozessen (z. B. Hausanschluss-Erstellungsprozess) wird in diesem Zuge u. a. im Rahmen der Überarbeitung des Personal- und Wertschöpfungskonzeptes geprüft und kann bei entsprechender Wirtschaftlichkeit zu weiteren monetären und qualitativen Verbesserungspotenzialen für die TraveNetz beitragen.


Zudem soll personell und monetär verstärkt in die Digitalisierung der Netze investiert werden. Der Fokus liegt primär auf dem Aufbau eines modernen und effizienten Flexibilitätsmanagements, um den Netzausbau wirtschaftlich optimaler gestalten zu können. Ein solches Flexibilitätsmanagement trägt dazu bei, Sektoren intelligent zu verbinden, entsprechende Flexibilitäten nutzen und Restriktionen bei der Netzintegration reduzieren zu können.


Da die TraveNetz durch den Ausbau der Stromnetze einen erheblichen Beitrag auf dem Weg zur Klima- und Energiewende sowie der Dekarbonisierung leistet, werden in diesem Rahmen die bestehenden Möglichkeiten geprüft, entsprechende Förderungen oder geförderte Kredite ("Förderung klimafreundlicher Aktivitäten") bspw. im Rahmen von KfW-Förderprogrammen zu erhalten. In diesem Zuge ergeben sich entsprechende Chancen zur Optimierung der Finanzierungskosten der TraveNetz.


Des Weiteren befindet sich der aktuelle Regulierungsrahmen durch die Bundesnetz-agentur aktuell in der Novellierung, woraus sich bestenfalls Chancen ergeben könnten beispielsweise im Sinne einer frühzeitigeren Kostenanerkennung, einer entsprechenden Berücksichtigung des Gas-Exits oder in der Veränderung der EK-Verzinsungssystematik. Zudem ist die Festlegung der Effizienzwerte Gas und Strom noch ausstehend. Hier könnten sich durch die entsprechenden Gebiets- und Kostenoptimierungen der letzten Jahre ebenfalls Chancen ergeben.

Prognosebericht


Die angespannte und unsichere wirtschaftliche Situation wird auch für das Jahr 2024 den Rahmen bilden. Ein Ende des Krieges in der Ukraine und im Israel-Gaza-Krieg ist nicht in Sicht. Die hohen und ambitionierten Anforderungen an einen zügigen Dekarbonisierungspfad sind ungebremst und erfordern in der SWL einen hohen Investitionsbedarf zur Bewältigung der Transformationsbestrebungen. Auch wenn die hohen Inflationsraten zum Jahresende 2023 etwas abflachten, ist auch für 2024 mit einem hohen Preisniveau zu rechnen. Darüber hinaus ist die dringend erforderliche finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofes zum Klima- und Transformationsfonds unsicherer geworden. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass sich auch der Mangel an Fachkräften weiter verschärfen wird.


Der hohe Stellenwert einer nachhaltigen Unternehmenssteuerung wird durch die Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung unterstrichen. In der SWL werden hierzu im kommenden Jahr anknüpfend an die im Jahr 2023 durchgeführte Wesentlichkeitsanalyse alle erforderlichen Vorbereitungen getroffen, um die verpflichtende Nachhaltigkeitsberichtserstattung durch verbindliche Berichtsstandards ab dem Jahr 2025 zu erfüllen. Jeder Fokusbereich soll soweit derzeit bereits möglich mit klaren Zielen und Meilensteinen sowie KPIs und entsprechenden Maßnahmenpaketen verbunden werden diese gilt es in 2024 zu definieren und eine entsprechende Auswertbarkeit sowie Nachweisführung für das Berichtsjahr 2025 sicherzustellen. Zudem soll das Reportingtool SCT implementiert und mit den entsprechenden Eingangsdaten daran anknüpfend gespeist werden. Die Berichterstattung soll im Konzernlagebericht der SWL erfolgen. Die entsprechenden Umsetzungen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Wirtschaftsprüfer der TraveNetz.


Bei der SAP S/4HANA Einführung wird es im Jahr 2024 darum gehen, die Datenmigration zu testen sowie die über die HANA Prozessverantwortlichen in Ihren Prozessarbeitsgruppen erarbeiteten und optimierten Fachprozesse im System abzubilden und ebenfalls zu testen. Zu Neuerungen im System werden die betroffenen Kolleg:innen frühzeitig informiert und ausführlich geschult. Der Einführungstermin ist für den 1. Januar 2025 geplant.


Die vorgehend beschriebenen politischen und volkswirtschaftlichen Effekte (energiewirtschaftliche Transformation im Rahmen der Energie- und Klimawende) führen u. a. zu deutlichen Veränderungen des Verbrauchsverhaltens sowie der Energiekapazitätsbedarfe und damit auch in der Netzentwicklungs- und Investitionsplanung in den verschiedenen Übertragungs- und Verteilnetzebenen.


Zum einen wird von einer verstärkten Aktivität im EEG-Bereich und damit mit einer deutlich steigenden Anzahl der EEG-Anschlussbegehren im Netzgebiet der TraveNetz ausgegangen. Dies führt zu zusätzlichen Investitionen und damit monetären Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage. Entsprechende zusätzliche Investitionsmittel wurden im Wirtschaftsplan für 2024 vorgesehen.


Zum anderen gehen wir aufgrund der Wärmewende von deutlich rückläufigen Investitionen im Gasbereich und deutlich hochlaufenden Investitionen im Strombereich aus. Eine entsprechende Anpassung der Investitionsstrategie ist mit der finalen Einführung der neuen Assetmanagement Strategie sowie im Rahmen des laufenden Projektes Gasnetze der Zukunft vorgesehen.


Hierzu beschäftigt sich die TraveNetz intensiv mit möglichen Szenarien, die die zukünftige Rolle der Gasnetze zur Wärmeversorgung im Versorgungsgebiet beschreiben.


Auf Basis einer umfassenden Untersuchung und einer prognostizierten Entwicklung des lokalen Wärmemarktes unter Betrachtung alternativer Wärmeversorgungslösungen, lassen sich zwei wesentliche Szenarien für die weiterführende Betrachtung und Untersuchung ableiten.


Das erste Szenario, langfristig zumindest einen Teil der Gasnetzinfrastruktur für die Nutzung durch methanbasierte oder grüne Gase oder Wasserstoff weiter zu nutzen, wird nach interner Bewertung nur nachgelagert priorisiert und ist dementsprechend reaktiv in der Weiterentwicklung. Das zweite Szenario geht von einer zukünftig weitestgehend elektrifizierten Wärmeversorgung zur Erreichung der Klimaschutzziele aus. Eine Weiternutzung der vorhandenen Gasnetzinfrastruktur über das Jahr 2045 hinaus ist in diesem Szenario als unwahrscheinlich bewertet. Der (Erd-)Gasverbrauch in den Kundensegmenten Handel, Gewerbe, Dienstleistungen und Haushaltskunden geht hierbei auf 0 % zurück. Weitere mögliche Zieljahre für eine Prognose, die über die Klimaschutzziele auf Bundesebene hinausgehen, lassen sich aus Klimaschutzvorgaben auf Landesebene ableiten (2040).


Vor diesem Hintergrund und zur Bewertung von Chancen und Risiken, dass für Investitionen, die ab dem Jahr 2023 aktiviert und bis 2045 oder 2040 vollständig refinanziert werden sollen die Anwendung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern gem. GasNEV nicht möglich wäre, wurden die Auswirkungen der Verkürzung der kalkulatorischen Nutzungsdauern Gas gem. KANU-Festlegung der BNetzA (BK9-22/614) untersucht. Folgende Effekte lassen sich unter Annahme der Zieljahre 2045 und 2040 im Vergleich zum Ansatz mit betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern gemäß GasNEV, die sich an einem auf unbegrenzte Dauer angelegten Betrieb orientieren, ableiten.


Im Jahr 2023 liegen die Abweichungen der Szenarien bezogen auf die kalkulatorischen Abschreibungen im Vergleich zum Szenario GasNEV ohne KANU-Anwendung nur geringfügig auseinander. Die KANU-Anwendung hat zur Folge, dass die kalkulatorischen Abschreibungen in den nächsten 10 Jahren stark ansteigen und sich dies in den zukünftigen Netzentgelten widerspiegeln wird.


Die Gewinne der regulierten Strom- und Gasnetzbetreiber ergeben sich entsprechend den Netzentgeltverordnungen im Wesentlichen aus der Verzinsung des im Netzbetrieb investierten Eigenkapitals. Der Zielwert für das Jahr 2024 liegt bei EUR 9,9 Mio. Die zukünftigen Gewinnpotenziale sind einerseits von der Investitionstätigkeit in den Verteilnetzen und andererseits vom anzusetzenden Eigenkapitalzinssatz abhängig. Hierbei versucht die TraveNetz weiterhin, die langfristig absehbare und für die vierte Regulierungsperiode BNetzA-seitig bereits beschlossene Verringerung des Eigenkapitalzinssatzes durch verstärkte Investitionen in das aktivierungsfähige Netz-Anlagevermögen und operative Effizienzsteigerungen, zumindest teilweise, zu kompensieren. Zudem wird die laufende Kostenprüfung Strom und deren Ergebnisse ggf. Einfluss auf die zukünftige Ergebnissituation der TraveNetz entfalten.


Zur Erreichung einer branchenüblichen Netzverfügbarkeit für die Endkunden wurden Grenzwerte für die Nichtverfügbarkeiten im Versorgungsnetz festgelegt, die auch im Jahr 2024 nicht überschritten werden sollen. So wird erwartet, dass die durchschnittliche Nichtverfügbarkeit aus Störungen im Verantwortungsbereich der TraveNetz im Stromnetz 13 Minuten und im Gasnetz 2 Minuten pro Kund:in und Jahr nicht übersteigen. Insgesamt wird bezüglich der Verfügbarkeitswerte und Schadensraten für das Jahr 2024 ein zum Berichtsjahr 2023 konstantes niedriges Niveau angestrebt.


Als Netzgesellschaft steht die Versorgungssicherheit der Kund:innen ebenfalls im Fokus. Die TraveNetz ist in das bundesweite Notfallsystem für Gasnetze integriert und hat ihre Organisation und Prozesse auf entsprechende Notfallregelungen ausgerichtet. Parallel dazu besteht ein weiteres Hauptaugenmerk auf dem Thema Cyber-Sicherheit, um die genutzte IT-Infrastruktur vor Attacken zu schützen.


Der Wirtschaftsplan für 2024 sieht Umsatzerlöse in Höhe von EUR 238 Mio. vor. Grundsätzlich führen die Effekte der Anreizregulierung, durch den individuellen Effizienzwert sowie den von der BNetzA für alle Netzbetreiber festgesetzten generellen sektoralen Produktivitätsfaktor, zu sinkenden Ergebnissen innerhalb der Regulierungsperiode. Gemäß § 8 ARegV wird der Wert für die allgemeine Geldwertentwicklung im zwei-Jahres-Versatz in der Erlösobergrenze berücksichtigt. Die hohe Inflation 2022 führt somit zu einer Erhöhung der Erlösobergrenze in 2024.


Durch die marktpolitischen Entwicklungen des Themas Blindleistungskompensation wurde die Errichtung einer eigenen Blindleistungskompensationsanlage in 2023 weitestgehend abgeschlossen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Anlage erfolgen im Jahr 2024.


Auf der Grundlage der gegenwärtigen gesetzlichen Regelungen wird die TraveNetz in der aktuellen Businessplanung die notwendigen Kostensenkungen, auch in der vierten Regulierungsperiode (2023/2024 bis 2027/2028), erreichen. Darüber hinaus liegt der Fokus weiterhin auf der Erweiterung im Bereich Netzdienstleistungen für Dritte. Das Heben von Synergieeffekten aus strategischen Kooperationsmöglichkeiten im Umland soll auch in 2024 weiter forciert werden, sodass auch mittelfristig ein wesentlicher Beitrag zum Stadtwerke Lübeck Ergebnis geleistet werden kann. Damit wird die Strategie der TraveNetz auch in den nächsten Jahren erfolgreich umgesetzt.


Bei der Entwicklung der Verschuldungskennzahl wird für 2024 von einem Anstieg auf 4,5 ausgegangen, der neben den klassischen Netzinvestitionen in die Strom- und Gasassets vor allem durch die verstärkten Netzinvestitionstätigkeiten im EEG-Bereich begründet ist.


Die TraveNetz plant in 2024 mit einem Ergebnis vor Steuern und vor Gewinnabführung von EUR 16,7 Mio. und damit rd. EUR 0,9 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Die wesentlichen Gründe dafür sind u. a. der Beginn der neuen Regulierungsperiode in der Sparte Strom und der damit verbundenen geringeren Erlösobergrenze und steigende Personalaufwände aufgrund des in 2023 neu abgeschlossen Tarifabschlusses im TV-V.

 

Lübeck, den 21. Mai 2024


TraveNetz GmbH

Rade Lukic
Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1, Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
3.083.034,00 2.362.640,00
2, Geleistete Anzahlungen 10.169,95 387.339,35
3.093.203,95 2.749.979,35
II. Sachanlagen
1, Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
14.174.358,99 13.471.604,08
2, Technische Anlagen und Maschinen 245.525.008,00 230.112.741,00
3, Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.348.059,00 3.675.800,00
4, Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.389.999,77 18.980.284,86
289.437.425,76 266.240.429,94
292.530.629,71 268.990.409,29
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.875.881,14 1.418.857,15
2, Unfertige Leistungen 3.183.680,19 2.189,911,47
5.059.561,33 3.608.768,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 58.723.105,58 26.912.758,33
2, Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.117.678,64 207.504,91
3, Sonstige Vermögensgegenstände 5.819.885,45 5.556.894,56
69.660.669,67 32.677.157,80
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.363.781,90 769.422,76
76.084.012,90 37.055.349,18
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 28.341,49 63.999,25
368.642.984,10 306.109.757,72

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 667.690,00 667.690,00
II. Kapitalrücklage 116.870.965,86 116.870.965,86
117.538.655,86 117.538.655,86
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE 4.648.980,13 4.620.898,15
C. EMPFANGENE ERTRAGSZUSCHÜSSE 24.133.234,10 23.818.358,37
D. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 829.718,77 1.153.989,54
2. Steuerrückstellungen 309.752,69 115.270,33
3. Sonstige Rückstellungen 29.688.123,14 38.213.133,34
30.827.594,60 39.482.393,21
E. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 126.395.270,15 91.506.983,96
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.127.533,84 11.939.292,46
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.018.246,05 10.634.203,38
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 5.409.761,92 3.946.392,52
5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.426.730,52 2.499.289,91
- davon aus Steuern: EUR 4.323.784,04 (Vorjahr: EUR 1.297.526,45) -
191.377.542,48 120.526.162,23
F. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 116.976,93 123.289,90
368.642.984,10 306.109.757,72

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 259.901.998,14 210.554.283,42
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 993.768,72 560.487,44
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 12.296.361,15 10.619.569,32
4. Sonstige betriebliche Erträge 6.120.835,95 4.183.508,06
279.312.963,96 225.917.848,24
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
141.989.629,47 94.127.106,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 40.603.021,81 22.355.449,08
182.592.651,28 116.482.555,63
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 28.263.511,31 27.237.933,19
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
6.722.167,52 6.868.844,88
- davon für Altersversorgung: EUR 1.380.536,29
(Vorjahr: EUR 1.619.035,03) -
34.985.678,83 34.106.778,07
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
18.049.001,85 17.012.892,63
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 23.888.074,53 36.116.839,32
19.797.557,47 22.198.782,59
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 412.584,76 114.749,82
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 164.011,09
(Vorjahr: EUR 84.206,53) -
- davon aus langfristigen Rückstellungen: EUR 14.722,20
(Vorjahr: EUR 30.448,58) -
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.589.407,43 2.124.173,45
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 611.275,84
(Vorjahr: EUR 14.135,90) -
- davon aus langfristigen Rückstellungen: EUR 14.543,65
(Vorjahr: EUR 188.620,21) -
-2.176.822,67 -2.009.423,63
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 654.766,98 663.870,33
12. Ergebnis nach Steuern 16.965.967,82 19.525.488,63
13. Sonstige Steuern 80.015,21 70.485,84
14. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags
abgeführter Gewinn
-16.885.952,61 -19.455.002,79
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

Amtsgericht Lübeck HRB 5885 HL

Allgemeine Angaben


Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde für große Kapitalgesellschaften nach den Vorschriften des HGB, des Gesellschaftsvertrages und den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des EnWG erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden


Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden grundsätzlich unverändert beibehalten. Zur besseren Einsicht in die Ertragslage wurden im Geschäftsjahr in der GuV die Aufwendungen für bezogene Leistungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen neu gegliedert. Das Vorjahr wurde nicht entsprechend angepasst. Eine Erläuterung der Vorjahresangaben erfolgt bei den jeweiligen Posten.

Anlagevermögen


Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten berücksichtigen neben den aktivierungspflichtigen Materialkosten, Fertigungskosten und Gemeinkosten auch angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.


Die Abschreibungen werden auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ermittelt. Anlagenzugänge werden monatsgenau abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden entsprechend den steuerrechtlichen Regelungen in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern betragen für: in Jahren
1. Immaterielle Vermögensgegenstände 3-20
2. Betriebsgebäude 14-50
3. Technische Anlagen und Maschinen 6-35
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2-25


Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Vorräte


Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe der Hauptläger erfolgt nach der Methode des gewogenen Durchschnitts unter Beachtung des Niederstwertprinzips.


Unfertige Leistungen werden mit Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten bewertet. Die Herstellungskosten berücksichtigen neben den aktivierungspflichtigen Materialkosten, Fertigungskosten und Gemeinkosten auch angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände


Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert bewertet. Die Berücksichtigung des Niederstwertprinzips erfolgt für Einzelrisiken durch entsprechende Einzelwertberichtigungen. Eine Verbrauchsabgrenzung zwischen dem Geschäftsjahr und dem Folgejahr erfolgt für die Forderungen aus Netznutzungsentgelten. Die Ermittlung erfolgte kundenindividuell. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit den Kundenabschlagszahlungen verrechnet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten


Die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten


Die Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend § 250 HGB bilanziert.

Eigenkapital


Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert angesetzt.

Sonderposten für Investitionszuschüsse


Die Investitionszuschüsse werden in den Sonderposten für Investitionszuschüsse eingestellt. Sie werden grundsätzlich linear gemäß der Nutzungsdauer der zugehörigen Wirtschaftsgüter ertragswirksam aufgelöst.

Empfangene Ertragszuschüsse


Die empfangenen Ertragszuschüsse wurden passiviert und grundsätzlich über 20 Jahre ertragswirksam aufgelöst.

Rückstellungen


Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden anhand versicherungsmathematischer Gutachten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Anwendung der Richttafeln 2018 G der HEUBECK AG bewertet. Für die Rückstellungen für Pensionen wurden ein Rechnungszinssatz von 1,82 % sowie eine Anpassung der laufenden Renten gemäß § 16 BetrAVG von 1,00 % zugrunde gelegt. Lohn- und Gehaltssteigerungen werden nicht berücksichtigt, da keine neuen Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen mehr erfolgen.


Der einer Ausschüttungssperre unterliegende Differenzbetrag, der sich aus dem handelsrechtlichen Erfüllungsbetrag (Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre) und dem sich aus dem Erfüllungsbetrag bei einer Anwendung des durchschnittlichen Marktzinses von 1,74 % der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt, beträgt TEUR 80.


Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen, Jubiläumszuwendungen und Einmalzahlungen aus Anlass der Verabschiedungen werden anhand versicherungsmathematischer Gutachten unter Anwendung der Richttafeln 2018 G der HEUBECK AG bewertet. Für die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen wurde ein Zinssatz von 1,12 % entsprechend einer durchschnittlichen Restlaufzeit von vier Jahren sowie ein Einkommenstrend von 2,10 % angesetzt. Für die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen wurde ein Zinssatz von 1,74 %, ein Einkommenstrend von 2,50 % sowie eine Fluktuationsquote von 4,10 % angenommen. Bei den Rückstellungen für Einmalzahlungen aus Anlass der Verabschiedungen wurde ein Zinssatz von 1,74 % bei einer Fluktuationsquote von 4,10 % zugrunde gelegt.


Die sonstigen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Abzinsung erfolgte mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB entsprechend der jeweiligen Restlaufzeit.


Die Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger:innen entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen dienen, sind mit den für diese Verpflichtungen gebildeten Rückstellungen verrechnet worden. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum Zeitwert.

Verbindlichkeiten


Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen


Über die Entwicklung des Anlagevermögens unterrichtet der Anlagenspiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände


Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen, außer die einer Verfügungsbeschränkung unterliegenden Tagesgelder, die eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben.


In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Verbrauchsabgrenzungen zwischen dem Geschäftsjahr und dem Folgejahr in Höhe von TEUR 43.314 (Vorjahr: TEUR 34.811) enthalten. Hiervon wurden Kundenabschlagszahlungen in Höhe von TEUR 24.011 (Vorjahr: TEUR 21.570) aktivisch abgegrenzt. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 812 (Vorjahr: TEUR 563) kreditorische Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in die sonstigen Verbindlichkeiten umgegliedert.


Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 2.731 (Vorjahr: TEUR 0) aus Lieferungen und Leistungen und wie im Vorjahr in übriger Höhe aus sonstigen Forderungen einschließlich Finanzierungsforderungen, die durch die sofortige Fälligkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstanden sind. Die Forderungen wurden mit den Verbindlichkeiten, die durch die sofortige Fälligkeit von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entstanden sind, verrechnet.


In den sonstigen Vermögensgegenständen sind anrechenbare Vorsteuern, die erst im Folgejahr abziehbar sind, in Höhe von TEUR 1.901 (Vorjahr: TEUR 2.244) enthalten. Überdies enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 207 (Vorjahr: TEUR 179) einer Verfügungsbeschränkung unterliegende Tagesgelder mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

Rückstellungen


Von den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde der Erfüllungsbetrag von TEUR 3.845 mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich für die Erfüllung dieser Verpflichtung dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger:innen entzogen sind (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB), saldiert. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um Fondsanteile, welche zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 3.342, der Zeitwert TEUR 3.016. Die Zinsaufwendungen aus der Pensions-Verpflichtung von TEUR 28 wurden mit Zinserträgen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 58 saldiert. Da der Zeitwert unter den Anschaffungskosten liegt, besteht keine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB.


Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Personalverpflichtungen, Rückstellungen für die Abdeckung von Prozesskostenrisiken, Drohverluste aus Netzverlusten, Regulierungskonto sowie ausstehende Rechnungen.


Von den Rückstellungen für Altersteilzeit wurde der Erfüllungsbetrag von TEUR 1.362 (Vorjahr: TEUR 1.374) mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich für die Erfüllung dieser Verpflichtung dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger:innen entzogen sind (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB), saldiert. Bei dem Deckungsvermögen handelt es sich um Tagesgeld, welches zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurde. Die Anschaffungskosten und der Zeitwert des Deckungsvermögens betragen TEUR 1.362. Da der Zeitwert den Anschaffungskosten entspricht, besteht keine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB.

Verbindlichkeiten

Gesamt-
betrag
Restlaufzeit
31.12.23 bis
1 Jahr
mehr als
1 Jahr
davon
größer 5
Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 126.395 8.090 118.305 87.259
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 18.128 18.128 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.018 36.018 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.410 5.410 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 5.427 5.427 0 0
191.378 73.073 118.305 87.259
Gesamt-
betrag
Restlaufzeit
31.12.22 bis
1 Jahr
mehr als
1 Jahr
davon
größer 5
Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 91.507 5.672 85.835 63.277
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.939 11.939 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.634 10.634 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.946 3.946 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.499 2.499 0 0
120.525 34.690 85.835 63.277


Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 421 durch eine Buchgrundschuld besichert.


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 33.992 (Vorjahr: TEUR 9.765) gegenüber der Gesellschafterin und resultieren in Höhe von TEUR 2.028 (Vorjahr: TEUR 3.195) aus Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen und in übriger Höhe wie im Vorjahr aus sonstigen Verbindlichkeiten einschließlich Finanzierungsverbindlichkeiten, die durch die sofortige Fälligkeit von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entstanden sind. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Forderungen, die durch die sofortige Fälligkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstanden sind, verrechnet.


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben in Höhe von TEUR 2.028 (Vorjahr: TEUR 3.563) eine Mitzugehörigkeit zu Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in übriger Höhe wie im Vorjahr aus sonstigen Verbindlichkeiten einschließlich Finanzierungsverbindlichkeiten, die durch die sofortige Fälligkeit von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entstanden sind. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Forderungen, die durch die sofortige Fälligkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstanden sind, verrechnet.


Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter resultieren in Höhe von TEUR 2.720 (Vorjahr: TEUR 0) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in übriger Höhe wie im Vorjahr aus sonstigen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Forderungen, die durch die sofortige Fälligkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstanden sind, verrechnet.

Haftungsverhältnisse


Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2020 erfolgten Ausgliederung des Strom- und Gasverteilnetze von der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, bestehen Haftungsverhältnisse nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes.


Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird jeweils als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf den Bonitätsbeurteilungen der Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen vergangener Geschäftsjahre.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

2024 2025 2026 2027 2028
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Bestellobligo für Investitionen 8.151 0 0 0 0
Konzessionsverträge 11.161 11.161 11.161 11.161 11.144
Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträge 10.930 531 449 214 41
30.242 11.692 11.610 11.375 11.185
über 5 Jahre insgesamt
TEUR TEUR
Bestellobligo für Investitionen 0 8.151
Konzessionsverträge 124.684 180.472
Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträge 41 12.206
124.725 200.829


Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen mit TEUR 10.205 aus Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023
TEUR
Strom 178.533
Gas 77.595
grundzuständiger Messstellenbetrieb 1.324
Sonstige 2.250
259.902


Die Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt. Es sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 577 (Vorjahr: TEUR 2.284) und periodenfremde Erlösminderungen in Höhe von TEUR 1.385 (Vorjahr: TEUR 5.417) enthalten. Sie resultieren im Wesentlichen aus Endabrechnungen für in Vorjahren erfasste Geschäftsvorfälle.

Sonstige betriebliche Erträge


In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 4.092 (Vorjahr: TEUR 2.930) und sonstige periodenfremde Erträge von TEUR 1.324 (Vorjahr: TEUR 629) enthalten. Diese resultieren vor allem aus Schadensersatzleistungen für Vorjahre und Spitzabrechnungen.

Materialaufwand


Im Materialaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.631 (Vorjahr: TEUR 2.663) und periodenfremde Minderaufwendungen in Höhe von TEUR 1.232 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Sie resultieren im Wesentlichen aus Endabrechnungen für in Vorjahren erfasste Geschäftsvorfälle.


Im Geschäftsjahr wurden die Aufwendungen für Konzessionsabgaben in Höhe von TEUR 11.612 (Vorjahr: TEUR 11.966) von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen umgegliedert, das Vorjahr wurde nicht angepasst.

Sonstige betriebliche Aufwendungen


In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 85) enthalten. Sie resultieren im Wesentlichen aus Endabrechnungen für in Vorjahren erfasste Geschäftsvorfälle.

Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn


Die an die Minderheitsgesellschafterin abzuführende Ausgleichszahlung in Höhe von TEUR 3.517 (Vorjahr: TEUR 3.566) ist aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages in dieser Position ausgewiesen.

Sonstige Angaben

Mitarbeitende


Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeitenden betrug 423 (424) davon waren 1 (2) leitende Angestellte.


Die TraveNetz GmbH ist Mitglied in der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder.


Die Zusatzversorgung umfasst eine Erwerbsminderungsrente sowie ein Altersruhegeld und eine Hinterbliebenenversorgung, für die eine Wartezeit von 60 Monaten erfüllt sein muss.


Die umlagepflichtigen Entgelte betrugen TEUR 25.687. Der Umlagesatz beträgt 5,49 %.

Geschäftsführung


Alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr:

Herr Steffen Bandelow, Neumünster (Geschäftsführer der TraveNetz GmbH) (bis 31.07.2023)

Herr Rade Lukic, Hamburg (Geschäftsführer der TraveNetz GmbH) (seit 01.08.2023)


Herr Rade Lukic hat feste Bezüge in Höhe von TEUR 64 erhalten. Für variable Bezüge im Geschäftsjahr wurden TEUR 16 zurückgestellt. Für Altersvorsorge wurden TEUR 4 geleistet und der geldwerte Vorteil für die Nutzung des betrieblichen Pkws betrug TEUR 2. Herr Steffen Bandelow hat feste Bezüge in Höhe von TEUR 128 erhalten.

Aufsichtsrat

Vergütung
EUR
Möller, Bernd (Vorsitzender seit 29.01.2024) Pensionierter Beamter 1.500,00
Zander, Andreas (Vorsitzender) bis 31.12.2023 Pensionär 1.900,00
Boxberger, Matthias (1. stellvertretender Vorsitzender) Vorstandsvorsitzender der HanseWerk AG 1.500,00
Bottke, Andreas (2. stellvertretender Vorsitzender) Freigestellter Betriebsratsvorsitzender bei Stadtwerke Lübeck Energie GmbH 1.500,00
Akyurt, Michelle seit 01.01.2024 Rechtsanwältin 0,00
Becker, Dr. Christian Vorstand der Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft 1.500,00
Fürter, Thorsten seit 01.01.2024 Richter am Oberlandesgericht beim Land Schleswig-Holstein 0,00
Gröschl-Bahr, Gabriele seit 01.01.2024 Rentnerin 0,00
Manke, Christian Gewerkschaftssekretär ver.di 1.500,00
Metzner, Kerstin bis 31.12.2023 Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages 1.500,00
Rohbeck, Gabriele Beraterin Geschäftskundenvertrieb bei Stadtwerke Lübeck Energie GmbH 1.500,00
Stahlkopf, Thomas Vertriebsmitarbeiter bei Stadtwerke Lübeck Energie GmbH 1.500,00
Völker, Astrid bis 31.12.2023 Geschäftsführerin der FDP-Bürgerschaftsfraktion 1.500,00
Wiens, Marcus Freigestellter stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei Stadtwerke Lübeck Energie GmbH 1.500,00
Wübben, Andreas Geschäftsführer ver.di 1.500,00


Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats beläuft sich auf EUR 18.400,00.

Angaben nach § 6b Abs. 2 EnWG


Die Gesellschaft hat im Wesentlichen an folgende verbundene Unternehmen der Stadtwerke Lübeck und der Hansestadt Lübeck Lieferungen und Leistungen erbracht für:

Netznutzung an die Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck, TEUR 65.579

Energielieferungen an die Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck, TEUR 3.958

Vermietung und Verpachtung an die Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck, TEUR 757

kaufmännische Dienstleistungen an die:

2023
TEUR
Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft mbH, Lübeck 74
Stadtwerke Lübeck Digital GmbH, Lübeck 74
Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck 362
Stadtwerke Lübeck Gruppe GmbH, Lübeck 207
Stadtwerke Lübeck Innovation GmbH, Lübeck 16
Stadtwerke Lübeck Mobil GmbH, Lübeck 236
TraveKom projects GmbH & Co. KG, Lübeck 8
TraveKom projects Verwaltungs GmbH, Lübeck 1

Querschnittsfunktionen an die:

2023
TEUR
Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft mbH, Lübeck 99
Stadtwerke Lübeck Digital GmbH. Lübeck 55
Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck 151
Stadtwerke Lübeck Gruppe GmbH, Lübeck 169
Stadtwerke Lübeck Innovation GmbH, Lübeck 2
Stadtwerke Lübeck Mobil GmbH, Lübeck 386
TraveKom projects GmbH & Co. KG, Lübeck 4

IT- Dienstleistungen an die:

2023
TEUR
Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft mbH, Lübeck 11
Stadtwerke Lübeck Gruppe GmbH, Lübeck 75
Stadtwerke Lübeck Innovation GmbH, Lübeck 1
Stadtwerke Lübeck Mobil GmbH, Lübeck 36
TraveKom projects GmbH & Co. KG, Lübeck 1

technische / netzbezogene Dienstleistungen an die:

2023
TEUR
Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck 22.034
Stadtwerke Lübeck Digital GmbH, Lübeck 8.443


Umgekehrt wurden der TraveNetz GmbH im Wesentlichen folgende Beträge in Rechnung gestellt für:

Energielieferungen von der Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck, TEUR 5.509

Vermietung und Verpachtung an die Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck, TEUR 4.343

IT-Dienstleistungen von der Stadtwerke Digital GmbH, Lübeck, TEUR 2.152

Querschnittsfunktionen von der:

2023
TEUR
Stadtwerke Lübeck Gruppe GmbH, Lübeck 4.960
Stadtwerke Lübeck Innovation GmbH, Lübeck 193

zu aktivierende Leistungen von der Stadtwerke Lübeck Digital GmbH, Lübeck, TEUR 95

Konzessionsabgaben von der Hansestadt Lübeck TEUR 8.773


Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber folgenden Gesellschaften verzinsliche Forderungen bzw. Verbindlichkeiten:

Forderungen
(+) / Verbind-
lichkeiten (-)
Zinsertrag
2023
Zinsaufwand
2023
TEUR TEUR TEUR
Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft mbH, Lübeck 20 2 0
Stadtwerke Lübeck Digital GmbH, Lübeck 5.039 24 5
Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck -33.992 130 533
Stadtwerke Lübeck Gruppe GmbH, Lübeck -2.020 1 71
Stadtwerke Lübeck Innovation GmbH, Lübeck -4 0 2
Stadtwerke Lübeck Mobil GmbH, Lübeck 57 8 0
TraveKom projects GmbH & Co. KG, Lübeck 1 0 0

Konzernverhältnisse


Die Gesellschaft ist Tochtergesellschaft der Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck, und wird in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, die Stadtwerke Lübeck Gruppe GmbH mit Sitz in der Hansestadt Lübeck einbezogen.


Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.


Die Stadtwerke Lübeck Energie GmbH nimmt die Befreiung von der Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses und Konzernlageberichts gemäß § 291 HGB in Anspruch, was den kleinsten Konsolidierungskreis darstellen würde.

Honorar der Abschlussprüfer:in


Auf die Angabe des von der Abschlussprüferin berechneten Honorars wurde gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da dieses im Konzernabschluss der Stadtwerke Lübeck Gruppe GmbH, Lübeck, in welchen die TraveNetz GmbH einbezogen wird, was damit den größten Konsolidierungskreis darstellt.

Nachtragsbericht


Vorgänge von besonderer Bedeutung, die zu einer wesentlich anderen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten, haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2023 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses nicht ereignet.

 

Lübeck, 21. Mai 2024


TraveNetz GmbH

Rade Lukic
Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
01.01.2023
Zugänge Abgänge
IZ=lnvestitions-
zuschüsse
Umbuchungen Stand
31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.586.057,43 1.618.813,19 0,00 387.339,35 16.592.209,97
2. Geleistete Anzahlungen 387.339,35 10.169,95 0,00 -387.339,35 10.169,95
14.973.396,78 1.628.983,14 0,00 0,00 16.602.379,92
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 39.491.583,48 474.045,91 1.119,45 695.691,69 40.660.201,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 710.020.413,98 22.219.594,33 125.232,89 8.431.866,94 740.546.642,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.826.035,98 1.520.638,84 16.169,90 314.194,48 15.644.699,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.980.284,86 15.851.468,02 0,00 -9.441.753,11 25.389.999,77
782.318.318,30 40.065.747,10 142.522,24 0,00 822.241.543,16
Gesamt 797.291.715,08 41.694.730,24 142.522,24 0,00 838.843.923,08
Kumulierte Abschreibungen
Stand
01.01.2023
Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand
31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.223.417,43 1.285.758,54 0,00 0,00 13.509.175,97
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
12.223.417,43 1.285.758,54 0,00 0,00 13.509.175,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.019.979,40 466.146,22 282,98 0,00 26.485.842,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 479.907.672,98 15.134.522,77 20.561,39 0,00 495.021.634,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.150.235,98 1.162.574,32 16.169,90 0,00 11.296.640,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
516.077.888,36 16.763.243,31 37.014,27 0,00 532.804.117,40
Gesamt 528.301.305,79 18.049.001,85 37.014,27 0,00 546.313.293,37
Buchwerte
Stand
31.12.2023
Stand
31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen,
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
3.083.034,00 2.362.640,00
2. Geleistete Anzahlungen 10.169,95 387.339,35
3.093.203,95 2.749.979,35
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte
und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken
14.174.358,99 13.471.604,08
2. Technische Anlagen und Maschinen 245.525.008,00 230.112.741,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
4.348.059,00 3.675.800,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.389.999,77 18.980.284,86
289.437.425,76 266.240.429,94
Gesamt 292.530.629,71 268.990.409,29

Elektrizitätsverteilung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstande
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.839.596,52 1.463.069,51
2. Geleistete Anzahlungen 8.773,31 272.776,42
1.848.369,83 1.735.845,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
11.552.583,76 10.844.121,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 158.563.671,49 145.136.670,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.833.515,02 2.068.674,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.546.756,82 16.792.552,99
196.496.527,09 174.842.020,25
198.344.896,92 176.577.866,18
B. UMLAUFVERMÖGEN
1. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.706.622,25 1.200.505,47
2. Unfertige Leistungen 2.060.159,09 1.436.082,04
3.766.781,34 2.636.587,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 52.473.877,29 23.421.846,86
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.038.115,09 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.569.841,28 2.033.770,39
58.081.833,66 25.455.617,25
III. Guthaben bei Kreditinstituten 958.465,92 535.527,93
62.807.080,92 28.627.732,69
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 19.918,40 44.544,28
261.171.896,24 205.250.143,15

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 462.070,31 462.070,31
II. Kapitalrücklage 83.511.874,84 83.511.874,84
83.973.945,15 83.973.945,15
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE 2.963.625,91 3.097.455,19
C. EMPFANGENE ERTRAGSZUSCHÜSSE 15.342.591,94 14.441.753,81
D. RÜCKSTELLUNGEN
1. Pensionsrückstellungen 520.067,73 736.387,27
2. Steuerrückstellungen 217.694,19 80.229,60
3. Sonstige Rückstellungen 25.656.108,12 27.162.013,80
26.393.870,04 27.978.630,67
E. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 86.141.460,95 51.128.375,84
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 5.296
(Vorjahr: TEUR 3.276)-
- davon mit einer Restlaufzeit mehr als 1 Jahr: TEUR 80.845
(Vorjahr: TEUR 47.852)-
- davon mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahren: TEUR 59.785
(Vorjahr: TEUR 34.882)-
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.259.648,11 10.914.682,81
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 16.260
(Vorjahr: TEUR 10.915)-
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.583.440,75 9.745.272,58
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 22.583
(Vorjahr: TEUR 9.745)-
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 4.850.348,84 2.737.831,61
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 4.850
(Vorjahr: TEUR 2.738)-
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.546.335,75 1.108.905,59
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 2.546
(Vorjahr: TEUR1.109)-
- davon aus Steuern: TEUR 1.578 (Vorjahr: TEUR 0) -
132.381.234,40 75.635.068,43
F. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 116.628,80 123.289,90
261.171.896,24 205.250.143,15

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 178.532.823,27 149.291.655,20
- davon Umsatzerlöse aus Netzentgelten: TEUR 82.073
(Vorjahr TEUR 75.461)-
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 624.077,05 357.527,14
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 7.374.707,56 6.614.983,17
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.761.274,91 3.820.405,77
192.292.882,79 160.084.571,28
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
97.621.051,11 70.302.514,20
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 29.009.832,02 15.313.275,34
126.630.883,13 85.615.789,54
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 17.719.187,10 17.381.198,70
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
4.210.560,70 4.378.476,34
- davon für Altersversorgung:
TEUR 864 (Vorjahr: TEUR 1.032) -
21.929.747,80 21.759.675,04
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
11.449.398,11 10.560.221,86
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.801.975,47 27.364.270,31
16.480.878,28 14.784.614,53
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 273.297,06 89.123,30
- davon aus verbundenen Unternehmen:
TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 59) -
- davon aus langfristigen Rückstellungen:
TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 30) -
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.742.475,17 1.274.320,32
- davon an verbundene Unternehmen:
TEUR 429 (Vorjahr: TEUR 10) -
- davon aus langfristigen Rückstellungen:
TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 125) -
-1.469.178,11 -1.185.197,02
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 460.167,59 462.062,11
12. Ergebnis nach Steuern 14.551.532,58 13.137.355,40
13. Sonstige Steuern 55.407,07 55.592,06
14. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags
abgeführter Gewinn
-14.496.125,51 -13.081.763,34
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
01.01.2023
Zugänge Abgänge
IZ=lnvestitions
zuschüsse
Umbuchungen Stand
31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.929.582,70 856.672,49 0,00 272.776,43 9.059.031,62
2. Geleistete Anzahlungen 272.776,42 8.773,32 0,00 -272.776,43 8.773,31
8.202.359,12 865.445,81 0,00 0,00 9.067.804,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.251.710,12 393.581,89 1.119,45 695.462,19 35.339.634,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 455.271.368,09 16.287.467,94 125.232,89 6.924.221,45 478.357.824,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.576.919,75 1.087.872,23 8.084,95 313.681,48 10.970.388,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.792.552,99 14.687.568,95 0,00 -7.933.365,12 23.546.756,82
515.892.550,95 32.456.491,01 134.437,29 0,00 548.214.604,67
Gesamt 524.094.910,07 33.321.936,82 134.437,29 0,00 557.282.409,60
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.466.513,19 752.921,91 0,00 7.219.435,10 1.839.596,52 1.463.069,51
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 8.773,31 272.776,42
6.466.513,19 752.921,91 0,00 7.219.435,10 1.848.369,83 1.735.845,93
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 23.407.588,37 379.745,60 282,98 23.787.050,99 11.552.583,76 10.844.121,75
2. Technische Anlagen und Maschinen 310.134.697,10 9.680.017,39 20.561,39 319.794.153,10 158.563.671,49 145.136.670,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.508.245,23 636.713,21 8.084,95 8.136.873,49 2.833.515,02 2.068.674,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 23.546.756,82 16.792.552,99
341.050.530,70 10.696.476,20 28.929,32 351.718.077,58 196.496.527,09 174.842.020,25
Gesamt 347.517.043,89 11.449.398,11 28.929,32 358.937.512,68 198.344.896,92 176.577.866,18

Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss "Elektrizitätsverteilung" zum 31. Dezember 2023

Allgemeines


Die TraveNetz GmbH ist gemäß § 6b Abs. 3 EnWG verpflichtet, in ihrer Rechnungslegung getrennte Konten für die in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführt würden.

Erläuterungen zu den Zuordnungsregeln und Abschreibungsmethoden gemäß § 6 b Abs. 3 Satz 7 EnWG


Die bei der Erstellung des Tätigkeitsabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Abschreibungsmethoden sind im Jahresabschluss der TraveNetz GmbH ersichtlich.


Es wurden Tätigkeitsabschlüsse für die Elektrizitätsverteilung - und Gasverteilung sowie den grundzuständigen Messstellenbetrieb Strom aufgestellt.


Hierfür werden in der Rechnungslegung getrennte Konten geführt. Soweit möglich, werden die Vermögensgegenstände und Schulden sowie die Aufwendungen und Erträge auf Basis der Einzelkonten direkt zugeordnet, ansonsten erfolgt eine Aufteilung nach sachgerechten Schlüsselgrößen.


Überblick über die Aufteilung wesentlicher Bilanz- und GuV-Posten:

Wesentliche Bilanzposten Aufteilung
Anlagevermögen Direkte Zuordnung / Hälftig
Vorräte Direkte Zuordnung / Schlüssel Umsatzerlöse
Forderungen / Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen
Direkte Zuordnung / Schlüssel Umsatzerlöse
Eigenkapital Schlüssel Anlagevermögen
Rückstellungen Direkte Zuordnung / Schlüssel Personal und Umsatzerlöse
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Direkte Zuordnung
Sonstige Forderungen / Verbindlichkeiten Direkte Zuordnung / Schlüssel Umsatzerlöse
Wesentliche GuV-Posten Aufteilung
Umsatzerlöse Direkte Zuordnung / Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel Umsatzerlöse
Aktivierte Eigenleistung Direkte Zuordnung /Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Direkte Zuordnung / Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel Umsatzerlöse
Materialaufwand Direkte Zuordnung / Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel Umsatzerlöse
Personalaufwand Direkte Zuordnung / Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel Umsatzerlöse
Abschreibung Direkte Zuordnung / Hälftig
Sonstige betriebliche Aufwendungen Direkte Zuordnung / Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel Umsatzerlöse
Zinsaufwendungen Direkte Zuordnung

Erläuterungen zur Tätigkeitsbilanz


Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.


Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen, außer die einer Verfügungsbeschränkung unterliegenden Tagesgelder in Höhe von TEUR 130, die eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen


Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2018 bzw. 2020 erfolgten Ausgliederung der Strom- und Gasverteilnetze von der Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck, bzw. der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, bestehen Haftungsverhältnisse nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes.


Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird jeweils als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf den Bonitätsbeurteilungen der Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen vergangener Geschäftsjahre.


Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 170.920.

 

Lübeck, den 21. Mai 2024


TraveNetz GmbH

Rade Lukic
Geschäftsführer

Gasverteilung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
1.243.437,48 899.570,49
2. Geleistete Anzahlungen 1.396,64 114.562,93
1.244.834,12 1.014.133,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
2.621.775,23 2.627.482,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 86.961.336,51 84.976.070,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.197.581,00 1.282.682,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.836.830,45 2.187.731,87
92.617.523,19 91.073.966,71
93.862.357,31 92.088.100,13
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 169.258,89 218.351,68
2. Unfertige Leistungen 1.123.521,10 753.829,43
1.292.779,99 972.181,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.433.982,30 2.868.050,74
2. Sonstige Vermögensgegenstände 171.895.45 2.225.597,72
5.605.877,75 5.093.648,46
III. Guthaben bei Kreditinstituten 405.315,98 233.894,83
7.303.973,72 6.299.724,40
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 8.423,09 19.454,97
101.174.754,12 98.407.279,50

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 205.619,69 205.619,69
II. Kapitalrücklage 33.359.091,02 33.359.091,02
33.564.710,71 33.564.710,71
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE 1.685.354,22 1.523.442,96
C. EMPFANGENE ERTRAGSZUSCHÜSSE 8.790.642,16 9.376.604,56
D. RÜCKSTELLUNGEN
1. Pensionsrückstellungen 309.651,04 417.602,27
2. Steuerrückstellungen 92.058,50 35.040,73
3. Sonstige Rückstellungen 4.032.015,02 10.717.882,46
4.433.724,56 11.170.525,46
E. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.253.809,20 40.378.608,12
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 2.544
(Vorjahr: TEUR 2.397)-
- davon mit einer Restlaufzeit mehr als 1 Jahr: TEUR 37.710
(Vorjahr: TEUR 37.982)-
-davon mit einer Restlaufzeit von größer5 Jahren: TEUR 27.723
(Vorjahr: TEUR 28.395)-
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.859.980,04 959.157,20
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 1.860 (Vorjahr: TEUR 959)-
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.378.843,20 196.182,76
-davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 9.379 (Vorjahr: TEUR 196)-
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 405.095,85 1.145.189,86
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 405 (Vorjahr: TEUR 1.145) -
5. Sonstige Verbindlichkeiten 802.246,05 92.857,87
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 802 (Vorjahr: TEUR 93) -
- davon aus Steuern: TEUR 667 (Vorjahr: TEUR 0) -
52.699.974,34 42.771.995,81
F. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 348,13 0,00
101.174.754,12 98.407.279,50

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 77.595.433,42 57.962.008,37
- davon Umsatzerlöse aus Netzentgelten TEUR 34.627
(Vorjahr: TEUR 32.876)-
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 369.691,67 202.960,30
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4.901.266,09 3.966.207,19
4. Sonstige betriebliche Erträge 347.074,89 361.843,73
83.213.466,07 62.493.019,59
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
41.662.732,56 21.312.631,59
- davon Aufwendungen für vorgelagerte
Netzentgelte: TEUR 9.625 (Vorjahr: TEUR 6.621) -
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.541.867,88 6.983.282,79
53.204.600,44 28.295.914,38
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 10.544.324,21 9.849.455,83
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung
2.511.606,82 2.490.368,54
- davon für Altersversorgung:
TEUR 517 (Vorjahr: TEUR 587) -
13.055.931,03 12.339.824,37
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
6.519.898,74 6.385.821,60
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.861.055,70 8.395.766,76
2.571.980,16 7.075.692,48
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 139.287,70 25.626,52
- davon aus verbundenen Unternehmen:
TEUR 49 (Vorjahr: TEUR 26) -
- davon aus langfristigen Rückstellungen:
TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 0)-
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 846.932,26 849.853,13
- davon an verbundene Unternehmen:
TEUR 182 (Vorjahr: TEUR 4) -
- davon aus langfristigen Rückstellungen:
TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 63) -
-707.644,56 -824.226,61
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 194.599,39 201.808,22
12. Ergebnis nach Steuern 1.669.736,21 6.049.657,65
13. Sonstige Steuern 20.839,02 22.172,44
14. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags
abgeführter Gewinn
-1.648.897,19 -6.027.485,21
15. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
01.01.2023
Zugänge Abgänge
IZ=lnvestitions-
zuschüsse
Umbuchungen Stand
31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.656.474,73 762.140,70 0,00 114.562,92 7.533.178,35
2. Geleistete Anzahlungen 114.562,93 1.396,63 0,00 -114.562,92 1.396,64
6.771.037,66 763.537,33 0,00 0,00 7.534.574,99
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.239.873,36 80.464,02 0,00 229,50 5.320.566,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 254.749.045,89 5.932.126,39 0,00 1.507.645,49 262.188.817,77
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.807.851,06 360.541,61 8.084,95 513,00 4.160.820,72
4, Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.187.731,87 1.157.486,57 0,00 -1.508.387,99 1.836.830,45
265.984.502,18 7.530.618,59 8.084,95 0,00 273.507.035,82
Gesamt 272.755.539,84 8.294.155,92 8.084,95 0,00 281.041.610,81
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand
01.01.2023
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2023
Stand
31.12.2023
Stand
31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.756.904,24 532.836,63 0,00 6.289.740,87 1.243.437,48 899.570,49
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 1.396,64 114.562,93
5.756.904,24 532.836,63 0,00 6.289.740,87 1.244.834,12 1.014.133,42
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.612.391,03 86.400,62 0,00 2.698.791,65 2.621.775,23 2.627.482,33
2. Technische Anlagen und Maschinen 169.772.975,88 5.454.505,38 0,00 175.227.481,26 86.961.336,51 84.976.070,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.525.168,56 446.156,11 8.084,95 2.963.239,72 1.197.581,00 1.282.682,50
4, Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 1.836.830,45 2.187.731,87
174.910.535,47 5.987.062,11 8.084,95 180.889.512,63 92.617.523,19 91.073.966,71
Gesamt 180.667.439,71 6.519.898,74 8.084,95 187.179.253,50 93.862.357,31 92.088.100,13

Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss "Gasverteilung" zum 31. Dezember 2023

Allgemeines


Die TraveNetz GmbH ist gemäß § 6b Abs. 3 EnWG verpflichtet, in ihrer Rechnungslegung getrennte Konten für die in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführt würden.

Erläuterungen zu den Zuordnungsregeln und Abschreibungsmethoden gemäß § 6 b Abs. 3 Satz 7 EnWG


Die bei der Erstellung des Tätigkeitsabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Abschreibungsmethoden sind im Jahresabschluss der TraveNetz GmbH ersichtlich.


Es wurden Tätigkeitsabschlüsse für die Elektrizitätsverteilung - und Gasverteilung sowie den grundzuständigen Messstellenbetrieb Strom aufgestellt.


Hierfür werden in der Rechnungslegung getrennte Konten geführt. Soweit möglich, werden die Vermögensgegenstände und Schulden sowie die Aufwendungen und Erträge auf Basis der Einzelkonten direkt zugeordnet, ansonsten erfolgt eine Aufteilung nach sachgerechten Schlüsselgrößen.


Überblick über die Aufteilung wesentlicher Bilanz- und GuV-Posten:

Wesentliche Bilanzposten Aufteilung
Anlagevermögen Direkte Zuordnung / Hälftig
Vorräte Direkte Zuordnung / Schlüssel Umsatzerlöse
Forderungen / Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen
Direkte Zuordnung / Schlüssel Umsatzerlöse
Eigenkapital Schlüssel Anlagevermögen
Rückstellungen Direkte Zuordnung / Schlüssel Personal und Umsatzerlöse
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Direkte Zuordnung
Sonstige Forderungen / Verbindlichkeiten Direkte Zuordnung / Schlüssel Umsatzerlöse
Wesentliche GuV-Posten Aufteilung
Umsatzerlöse Direkte Zuordnung / Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel Umsatzerlöse
Aktivierte Eigenleistung Direkte Zuordnung /Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Direkte Zuordnung / Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel Umsatzerlöse
Materialaufwand Direkte Zuordnung / Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel Umsatzerlöse
Personalaufwand Direkte Zuordnung / Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel Umsatzerlöse
Abschreibung Direkte Zuordnung / Hälftig
Sonstige betriebliche Aufwendungen Direkte Zuordnung / Schlüssel Servicelstg. / Schlüssel Umsatzerlöse
Zinsaufwendungen Direkte Zuordnung

Erläuterungen zur Tätigkeitsbilanz


Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.


Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen, außer die einer Verfügungsbeschränkung unterliegenden Tagesgelder in Höhe von TEUR 77, die eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen


Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2018 bzw. 2020 erfolgten Ausgliederung der Strom- und Gasverteilnetze von der Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck, bzw. der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, bestehen Haftungsverhältnisse nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes.


Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird jeweils als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf den Bonitätsbeurteilungen der Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen vergangener Geschäftsjahre.


Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 29.910.

 

Lübeck, den 21. Mai 2024


TraveNetz GmbH

Rade Lukic
Geschäftsführer

grundzuständiger Messstellenbetreiber Strom

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
1. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 316.962,98 324.442,98
2. Geleistete Anzahlungen 6.412,50 0,00
323.375,48 324.442,98
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 815.245,99 622.860,73
2. Forderung gegenüber Gesellschafter 0,00 324,70
815.245,99 623.185,43
1.138.621,47 947.628,41

PASSIVA

31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
A. RÜCKSTELLUNGEN
1. Sonstige Rückstellungen 0,00 333.237,08
B. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.905,69 65.452,45
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 65) -
2. Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 1.077.868,19 548.938,88
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 1.078 (Vorjahr: TEUR 549) -
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr: TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 0) - 52.847,59 0,00
1.138.621,47 614.391,33
1.138.621,47 947.628,41

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 1.323.783,00 1.117.748,36
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 20.387,50 0,00
1.344.170,50 1.117.748,36
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren
958.590,64 943.920,22
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 33.300,67 54.378,68
991.891,31 998.298,90
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
79.705,00 66.849,17
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 18.834,81 54.371,84
253.739,38 -1.771,55
6. Ergebnis nach Steuern 253.739,38 -1.771,55
7. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn -253.739,38 0,00
8. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 1.771,55
9. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand
01.01.2023
Zugänge Abgänge
IZ=lnvestitions-
zuschüsse
Umbuchungen Stand
31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 441.265,17 72.225,00 0,00 0,00 513.490,17
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 6.412,50 0,00 0,00 6.412,50
Gesamt 441.265,17 78.637,50 0,00 0,00 519.902,67
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand
01.01.2023
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2023
Stand
31.12.2023
Stand
31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 116.822,19 79.705,00 0,00 196.527,19 316.962,98 324.442,98
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 6.412,50 0,00
Gesamt 116.822,19 79.705,00 0,00 196.527,19 323.375,48 324.442,98

Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss "grundzuständiger Messstellenbetrieb Strom" zum 31. Dezember 2023

Allgemeines


Die TraveNetz GmbH ist gemäß § 6b Abs. 3 EnWG verpflichtet, in ihrer Rechnungslegung getrennte Konten für die in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG genannten Tätigkeitsbereiche so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführt würden.

Erläuterungen zu den Zuordnungsregeln und Abschreibungsmethoden gemäß § 6 b Abs. 3 Satz 7 EnWG


Die bei der Erstellung des Tätigkeitsabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Abschreibungsmethoden sind im Jahresabschluss der TraveNetz GmbH ersichtlich.


Es wurden Tätigkeitsabschlüsse für die Elektrizitätsverteilung - und Gasverteilung sowie den grundzuständigen Messstellenbetrieb Strom aufgestellt.


Hierfür werden in der Rechnungslegung getrennte Konten geführt. Soweit möglich, werden die Vermögensgegenstände und Schulden sowie die Aufwendungen und Erträge auf Basis der Einzelkonten direkt zugeordnet, ansonsten erfolgt eine Aufteilung nach sachgerechten Schlüsselgrößen.


Überblick über die Aufteilung wesentlichen Bilanz- und GuV-Posten:

Wesentliche Bilanzposten Aufteilung
Anlagevermögen Direkte Zuordnung
Forderungen / Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen
Direkte Zuordnung
Rückstellungen Direkte Zuordnung
Sonstige Forderungen / Verbindlichkeiten Direkte Zuordnung
Wesentliche GuV-Posten Aufteilung
Umsatzerlöse Direkte Zuordnung
Materialaufwand Direkte Zuordnung
Personalaufwand Direkte Zuordnung
Abschreibung Direkte Zuordnung
Sonstige betriebliche Aufwendungen Direkte Zuordnung

Erläuterungen zur Tätigkeitsbilanz


Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.


Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen, die eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen


Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2018 bzw. 2020 erfolgten Ausgliederung der Strom- und Gasverteilnetze von der Stadtwerke Lübeck Energie GmbH, Lübeck, bzw. der Schleswig-Holstein Netz AG, Quickborn, bestehen Haftungsverhältnisse nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes.


Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Eventualverbindlichkeiten wird jeweils als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung beruht vor allem auf den Bonitätsbeurteilungen der Primärverpflichteten sowie auf Erkenntnissen vergangener Geschäftsjahre.

 

Lübeck, den 21. Mai 2024


TraveNetz GmbH

Rade Lukic
Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die TraveNetz GmbH, Lübeck

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der TraveNetz GmbH, Lübeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TraveNetz GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.


Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Prüfungsurteile


Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung", "Grundzuständiger Messstellenbetrieb" und "Gasverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.


Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.


Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen.


Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.


Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.


Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Kiel, den 22. Mai 2024


PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Zucker ppa. Ann-Kathrin Klischat
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates der TraveNetz GmbH


Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Gesellschaftsvertrag und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben uneingeschränkt wahrgenommen, konnte seine gesetzlich vorgeschriebene Kontrollfunktion gegenüber der Geschäftsführung ausüben und die im Rahmen der satzungsmäßigen Zuständigkeit obliegenden Entscheidungen treffen.


Die Unterrichtung des Aufsichtsrates durch die Geschäftsführung über die Entwicklung des Geschäftsjahres erfolgte regelmäßig, zeitnah und umfassend. Dabei hat die Geschäftsführung über den Gang der Geschäfte, insbesondere den Umsatz und die Lage der Gesellschaft und deren Beteiligungen, wie die aktuelle Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage berichtet sowie die wesentlichen Abweichungen gegenüber der Planung erläutert. Im Rahmen der Behandlung des Wirtschafts- und Businessplanes hat die Geschäftsführung über die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung der Gesellschaft berichtet. Dieser Bericht enthielt die Schwerpunkte der geplanten Geschäftsführung, insbesondere die Erläuterung der beabsichtigten Entwicklungen und strategischen Ausrichtungen des Unternehmens, die Darstellung der Finanz- und Bilanzpolitik und die Erläuterung von Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen.


Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für die Beurteilung der Geschäftslage oder der Ergebnisentwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat durch die Geschäftsführung auch zwischen den Sitzungen unverzüglich mittels schriftlicher Berichte umfassend in Kenntnis gesetzt. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und hat diese ausführlich in den einzelnen Sitzungen erörtert. Zudem stand der Aufsichtsratsvorsitzende über die Aufsichtsratssitzungen hinaus mit der Geschäftsführung in regelmäßigem Kontakt und wurde stets über die aktuellen Entwicklungen der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.


Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat über Risiken für die TraveNetz, deren Bewertungen sowie Aktivitäten im Rahmen der Darstellung der Ergebnisse des Risiko-Managementsystems informieren lassen.


Das konzernweite Compliance-Managementsystem (CMS) dient der Überwachung der Einhaltung von gesetzlichen und selbst auferlegten Regeln. Der hierzu verfasste Bericht zur Compliance-Analyse wird dem Aufsichtsrat jährlich im Rahmen der Sitzung zur Beratung des Jahresabschlusses zur Kenntnis gegeben.


Im Berichtsjahr fanden insgesamt vier Sitzungen des Aufsichtsrats statt. In diesen hat der Aufsichtsrat mündliche und schriftliche Berichte sowie schriftliche Berichtsvorlagen der Geschäftsführung eingehend diskutiert und die nach Gesetz bzw. Gesellschaftsvertrag erforderlichen Beschlüsse nach gründlicher Prüfung und Beratung gefasst. Der Aufsichtsrat tagte in Präsenz.


Die Sitzungen fanden zu ausgewählten Tagesordnungspunkten, die eine inhaltliche Deckung aufwiesen, gemeinsam mit dem Aufsichtsrat der SWL Energie statt.


Die Präsenz bei den Sitzungen des Aufsichtsrates lag im Geschäftsjahr 2022 bei 93,8 %. (2023: 93,1 %). Die Mitglieder der Geschäftsführung haben an allen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen; zu ausgewählten Tagesordnungspunkten hat der Aufsichtsrat aber auch ohne die Geschäftsführung getagt.

Schwerpunkte der Beratungen des Aufsichtsrates


Die Beratungen des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2023 waren - wenn auch nicht in dem Maße des Vorjahres - von Themen der Versorgungssicherheit und Energiepreise geprägt. Die Dynamik innerhalb der Märkte erwies sich weiterhin als herausfordernd.


Weitere Beratungen und Beschlussfassungen erfolgten zu folgenden Themen:


Unterjährig wurde, wenngleich nicht in der Ausführlichkeit des Vorjahres, zur aktuellen Situation an den Energiemärkten berichtet. Die Entwicklung der Marktpreise des Lieferjahres 2023 war zwar von einer starken Abwärtsbewegung geprägt, gleichwohl bewegten sie sich weiterhin deutlich über Vorkrisenniveau. Der Umgang mit den Preisbremsen erwies sich für die SWL in verschiedenen Bereichen als Herausforderung.


Im Zuge der Umsetzung des Konzernprogramms bedurften auch die Geschäftsbesorgungsverträge einer grundlegenden Überarbeitung auf Basis eines einheitlichen Musters für alle Leistungsbeziehungen des Konzerns. Für die TraveNetz bedeutete dies, dass 42 Geschäftsbesorgungsverträge nebst Anlagen neu gefasst wurden. Im September 2023 wurde in einem ersten Revisionsbericht zur Umsetzung des Konzernprogramms und damit verbundenen Maßnahmen berichtet.


Die Geschäftsführung informierte die Mitglieder des Aufsichtrates im Geschäftsjahr wiederholt über den Stand der Stromkonzessionsverträge. Derzeit bestehen über 50 Stromkonzessionsverträge in den Ämtern Berkenthin, Lauenburgische Seen sowie Sandesneben-Nusse. Wiederholt wurde über die beabsichtigte Veräußerung des Stromnetzes Ziethen berichtet; diese wurde zum 01.01.2024 vollzogen.


Geprägt war das Geschäftsjahr zudem durch den personellen Wechsel in der Geschäftsführung. Herr Steffen Bandelow, der als Interims-Geschäftsführer das Unternehmen seit 01.08.2022 geführt hatte, schied nach erfolgreichem Nachbesetzungsverfahren planvoll zum 31.07.2023 aus dem Unternehmen aus und kehrte zum Mitgesellschafter HanseWerk zurück. Seit 01.01.2024 ist er neuer Vorstand Netzwirtschaft der Schleswig Holstein Netz AG. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Bandelow außerordentlich für die Bereitschaft, die Geschäftsführung übergangsweise zu übernehmen und die stets sehr angenehme Zusammenarbeit während dieser Zeit.


Seit 01.08.2023 hat Herr Rade Lukic die Geschäftsführung übernommen.


Die WP 2024 und der Ausblick 2025 - 2028, die in der letzten Sitzung des Aufsichtsrates im Jahre 2023 am 11.12.2023 beschlossen wurden, basierten auf der im Konzernprogramm verabschiedeten Organisationsstruktur.

Lübecker Public Corporate Governance Kodex


Der Aufsichtsrat der TraveNetz GmbH bekennt sich zum Lübecker Public Corporate Governance Kodex, der als Leitlinie guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung erarbeitet wurde und Grundsätze und Standards der Unternehmensführung und Kontrolle für die Beteiligungen der Hansestadt Lübeck enthält. Gemeinsam mit der Geschäftsführung hat der Aufsichtsrat eine Erklärung zur Einhaltung des PCGK abgegeben.

Effizienzprüfung des Aufsichtsrates


Eine Maßnahme aus dem PCGK ist eine jährliche Effizienzprüfung des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat der TraveNetz hat im März 2024 über die Organisation und den Ablauf der Aufsichtsratsarbeit im Geschäftsjahr 2023 diskutiert und konstruktiv beraten. Bereits für das Jahr 2023 wie für die folgenden Jahre soll die Effizienzprüfung auch anhand eines konzernweit eingesetzten Fragebogens erfolgen.

Jahresabschlussprüfung 2023 und Entlastung der Geschäftsführung


Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sowie die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung gemäß § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz wurden von dem gemäß Gesellschafterbeschluss vom 22. Juni 2023 zum Abschlussprüfer bestellten Wirtschaftsprüfungsunternehmen PricewaterhouseCoopers GmbH (kurz: PWC) geprüft und der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt.


Der Aufsichtsrat hat von den Prüfungsergebnissen Kenntnis genommen. Er hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Jahresabschlusses geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfungen sind keine Einwände zu erheben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss in der von der Geschäftsführung vorgelegten Form.


Der Aufsichtsrat empfiehlt darüber hinaus der Gesellschafterversammlung, der Geschäftsführung der TraveNetz Entlastung zu erteilen.

Personelle Veränderungen


Im Aufsichtsrat der TraveNetz hat es im Berichtsjahr personellen Veränderungen gegeben:


Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 22.06.2023 wurden die von der Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck mit Beschluss vom 30.03.2023 vorgeschlagenen Mitglieder des Aufsichtsrates Frau Kerstin Metzner, Frau Astrid Völker, Herr Andreas Zander (Aufsichtsratsvorsitzender bis 31.12.2023) und Herr Bernd Möller zunächst erneut für eine neue volle Amtszeit (2026) gewählt.


Vorstehend bezeichnete Aufsichtsratsmitglieder wurden mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 15.12.2023 (auf Vorschlag der Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck - Beschluss vom 30.11.2023) zum 31.12.2023 abberufen. Die neuen Mitglieder wurden zum 01.01.2024 (wieder-) gewählt und bestellt.


Der Aufsichtsrat spricht den Mitarbeiterinnen, dem Betriebsrat und der Geschäftsführung, die das gute Jahresergebnis trotz herausfordernder Rahmenbedingungen ermöglicht haben, für ihre im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

 

Lübeck, den 13. Juni 2024


In Vertretung

Bernd Möller
Aufsichtsratsvorsitzender seit 29.01.2024

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