Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 719234
Vorher
FORA Beteiligungsgesellschaft mbH
Eingetragen
11.1.2019
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Platten, Folien, Schläuchen und Profilen aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Handel von und mit Folienhalb- und -fertigprodukten und ähnlichen Erzeugnissen sowie Vornahme und Ausführung aller damit zusammenhängender Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andrii Honcharuk
seit 11.12.2025
Geschäftsführer
Jerphaas de Munnik
seit 11.12.2025
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

49.00% identifiziert51.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Andrii Volodymyrovych Osypov
32.67%
O*** A********** B*******
16.33%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Roodwild Participaties B.V.NLD
51.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Roodwild Participaties B.V.
Netherlands
12.750 €
51.00%
Andrii Volodymyrovych Osypov
Boyarka, Kyiv Region, Ukraine
8.167 €
32.67%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FORA Folienfabrik GmbH

Singen Hohentwiel (vormals: Radolfzell am Bodensee)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT 2023

Inhaltsübersicht

1 Über FORA

2 Struktur

3 Vision, Auftrag und Strategie

4 Finanzzahlen 2023

5 Finanzierungen und Investitionen

6 Risikomanagement und Finanzinstrumente

7 Personal und Organisation

8 Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung des Unternehmens

9 Ausblick 2024

1 Über FORA

Die Fora Folienfabrik GmbH (nachfolgend "Fora") ist ein international tätiges Unternehmen, das verschiedene Arten von Folien herstellt und darüber hinaus weitere schnelllebige Non-Food-Haushaltswaren vertreibt. Diese zusätzlichen Produkte werden als Großhändler bei externen Anbietern eingekauft, während die verschiedenen Folienarten von Fora selbst produziert werden. Zu den hergestellten Folien zählen Aluminiumfolie, Frischhaltefolie, Mikrowellenfolie und Backpapier.

Fora beliefert unter anderem große Einzelhändler, Großhändler im Lebensmitteleinzelhandel sowie Cateringdienste. Die Produkte können unter den Marken Dumil, Julia und Smile angeboten werden, oder sie werden als Eigenmarken der jeweiligen Kunden vertrieben

2 Struktur

Fora ist eine Tochtergesellschaft der Roodwild Participaties B.V., einer Holdinggesellschaft. Zu den Schwesterunternehmen von Fora gehören die Pack-It B.V. und die Pack-It Deutschland GmbH (vormals: Fora Handelsgesellschaft GmbH). Die Zusammenarbeit mit diesen Schwesterfirmen ist eng, insbesondere im Bereich der Beschaffung, um Stärken und Einkaufsvolumen zu bündeln und so die besten Preise sowie die höchste Qualität zu erreichen.

3 Vision, Auftrag und Strategie

Fora ist ein Partner, der transparent und mit einem persönlichen Ansatz für seine Kunden arbeitet und sich auf Folien sowie schnelllebige Non-Food-Haushaltswaren spezialisiert hat. Fora sucht für jeden Kunden die beste Lösung in Bezug auf Marken- und Produktspezifikationen.

Innovation, Optimierung und kontinuierliche Verbesserung sind bei Fora wesentliche Prozesse - sowohl in der Produktion als auch im Produktsortiment. Dies wird durch die Kreativität der Fora-Mitarbeiter und ein umfangreiches Netzwerk von Lieferanten erreicht, die stets nach den besten Optionen für die Kunden streben.

Um die beste Lösung für den Kunden zu finden, positioniert sich Fora strategisch durch folgende Ansätze:

Partnerschaft: Betreuung der Kunden durch Übernahme spezifischer Aufgaben;

Wiedererkennbarkeit: durch Marken, Produktpräsentation, Innovation und Kommunikation;

Nachhaltigkeit: effiziente Nutzung von Materialien im Einklang mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften;

Verfügbarkeit: kontinuierliche Verbesserung des Produktsortiments und effizientes Arbeiten;

Zugänglichkeit: effektiver Vertrieb der Marken und Produkte.

Diese Strategie wird durch vier zentrale Taktiken umgesetzt:

Nachhaltiges und rentables Wachstum;

Kostenkontrolle;

Aufbau einer stabilen (Wissens-)Organisation;

Nachhaltiges Unternehmertum.

4 Finanzzahlen 2023

Das Jahr 2023 war das Jahr des Umzugs. Fora ist von der Produktionsstätte in Radolfzell in eine neue Anlage in Singen umgezogen. Der Umzug hatte erhebliche Auswirkungen auf die Produktion und die finanzielle Lage.

In der Produktion war die Kapazität verringert, da Maschinenlinien verlagert wurden. Da die Kunden jedoch nicht weniger Mengen wünschten, hat Fora teilweise im Voraus produziert und zusätzliche Produkte von Lieferanten eingekauft, die ähnliche Produkte herstellen können wie Fora selbst. In einem Markt mit sinkenden Preisen und engen Margen war diese Situation sehr ungünstig. Der Wert der Rohstoffe für die vorproduzierten Produkte war höher, als wenn diese während des Umzugs eingekauft und produziert worden wären. Die zugekauften Produkte entsprachen in den Selbstkosten dem, was Fora selbst produzieren könnte, jedoch blieben die Produktionskosten wie Personal, Maschinen, Energie und Miete für die Anlage bestehen. Im Endeffekt führte der Umzug zu Verlusten bei Fora.

Dennoch stieg der Umsatz im Jahr 2023 auf 55 Mio. Euro, verglichen mit 47 Mio. Euro im Jahr 2022. Dieser Anstieg ist auf eine größere Produktmenge bei bestehenden Kunden sowie auf neue Kunden zurückzuführen. Leider wurden auch Kunden verloren, aber insgesamt gab es eine Steigerung.

Die Nettomarge ist ebenfalls gestiegen, jedoch nicht im gleichen Maße wie der Umsatz. Im Jahr 2023 betrug sie 6,8 Mio. Euro, gegenüber 5,2 Mio. Euro im Jahr 2022. Dies ist hauptsächlich auf höhere Kosten für die Instandhaltung der Maschinen und einmalige Abschreibungen von Lagerbeständen im Zusammenhang mit dem Umzug zurückzuführen.

Aufgrund der gesteigerten Nachfrage nach unseren Produkten durch die Kunden wurde die Produktionskapazität seit Dezember 2022 erweitert. Diese Kapazitätserweiterung, zusammen mit einer Erhöhung der Löhne aufgrund einer Inflationsanpassung, führte zu höheren Personalkosten im Jahr 2023. Während diese im Jahr 2022 noch bei 2,6 Mio. Euro lagen, stiegen sie im Jahr 2023 auf 3,4 Mio. Euro.

Da der Umzug im Juli 2023 abgeschlossen wurde, musste Fora bis zu diesem Zeitpunkt doppelte Mietkosten für die Gebäude in Singen und Radolfzell tragen. Diese Mietkosten waren etwa 195k Euro höher, als wenn Fora nur die Anlage in Singen genutzt hätte.

Da Fora im Jahr 2023 mehr Paletten auf Lager hatte als geplant und im Vergleich zu 2022, entstanden höhere Lagerkosten bei unseren externen Logistikpartnern. Diese Palettenanzahl muss im Jahr 2024 reduziert werden, um die Lagerkosten im Vergleich zu 2023 zu senken.

Ein weiterer Effekt des höheren Lagerbestands ist, dass das Betriebskapital das ganze Jahr über deutlich höher war als im Vergleich zu 2022. Da der EURIBOR bei der EZB ebenfalls gestiegen ist, sind die Zinsen, die Fora zur Finanzierung dieses Betriebskapitals zahlt, ebenfalls erheblich gestiegen. Im Vergleich zu 2022 waren diese Zinsen etwa 637k Euro höher.

Aufgrund dieser Kostensteigerungen beläuft sich das Nettoergebnis 2023 auf einen Verlust von 2,7 Mio. Euro, nachdem im Jahr 2022 noch ein Gewinn von 13k Euro erzielt wurde.

Der Lagerwert war Ende 2023 um 4,7 Mio. Euro niedriger als Ende 2022. Ende 2022 war dieser Wert sehr hoch, bedingt durch die verzögerte Realisierung der Produktionskapazitätserweiterung. Da viel Rohmaterial vorhanden war und der Umzug begann, war der Lagerbestand an Rohmaterial Ende 2023 entsprechend aufgebaut. Leider war auch der Bestand an Fertigwaren höher als erwartet und ist noch nicht unter Kontrolle.

Da der Lagerbestand Ende 2022 hauptsächlich durch aufgeschobene Zahlungen an Lieferanten finanziert wurde, ist die Reduzierung des Lagerbestands auch mit der Reduzierung der Verbindlichkeiten verbunden. Ende 2023 zahlt Fora wieder zum Fälligkeitsdatum.

Durch diese Entwicklungen hat sich die Eigenkapitalquote von 4,3 % im Jahr 2022 auf Null verschlechtert. Fora ist jedoch weiterhin in der Lage, seinen Verpflichtungen nachzukommen, dank der Unterstützung und gemeinsamen Vereinbarungen mit den Finanzinstituten sowie Roodwild und Pack-It.

Wir gingen davon aus, dass das EBITDA-Niveau des Geschäftsjahres 2022 erreicht und verbessert werden könnte. Leider konnten wir dieses Ziel aufgrund der oben genannten Gründe nicht erreichen, hauptsächlich wegen der höheren Kosten, die Fora durch den Umzug entstanden sind (doppelte Mietkosten, keine Deckung der festen Produktionskosten usw.). Dennoch wurde ein Umsatzwachstum erzielt. Insgesamt sind wir jedoch nicht zufrieden und müssen Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass Fora wieder Gewinne erwirtschaften kann.

5 Finanzierungen und Investitionen

Fora hat im Jahr 2023 einen Betrag von 760k Euro investiert. Der größte Teil dieser Summe entfiel auf den Umbau des neuen Standorts in Singen sowie auf neue Maschinen oder den Ersatz von Maschinen in den Produktionslinien. Darüber hinaus wurden kleinere Investitionen in das neue ERP-System Exact getätigt.

6 Risikomanagement und Finanzinstrumente

Das Geschäft von Fora ist mit verschiedenen Risiken verbunden. Wenn diese Risiken erkannt und quantifiziert werden, können geeignete Entscheidungen zum Umgang mit diesen Risiken getroffen werden.

Ein Risiko besteht darin, dass die Kunden die von Fora gelieferten Waren im Nachhinein bezahlen, was zu einem Ausfallrisiko bei den Kundenforderungen führt. Es ist realistisch, dass dies geschehen könnte, und die Auswirkungen können je nach Größe des Kunden von gering bis erheblich variieren. Als Teil der Vereinbarung über die Betriebsmittelfinanzierung wurde eine Kreditversicherung abgeschlossen. Für jeden Kunden wird ein Kreditlimit festgelegt, und Waren werden nur geliefert, wenn dieses Limit nicht überschritten wurde. Durch diese Maßnahme werden die Auswirkungen von Zahlungsausfällen in diesem Bereich reduziert, und das Risiko gilt als beherrschbar.

Ein kleiner Teil der Einkäufe von Fora erfolgt bei Lieferanten aus Asien. Die Rechnungen dieser Lieferanten werden in US-Dollar gestellt. Da Fora seinen Kunden Rechnungen in Euro ausstellt, entsteht ein Wechselkursrisiko. Aufgrund der Wechselkursschwankungen ist die Wahrscheinlichkeit dieses Risikos hoch, aber der Einkaufswert ist relativ gering, sodass die Auswirkungen als moderat eingeschätzt werden. Fora möchte dieses Risiko jedoch nicht eingehen und nutzt daher Absicherungsinstrumente, um es zu decken. Diese Absicherungen werden abgeschlossen, sobald der Kauf getätigt und der Kaufwert bekannt ist, sodass die kalkulierte Marge nicht durch Wechselkursschwankungen beeinträchtigt wird.

Einige wenige Lieferanten verlangen eine Vorauszahlung, bevor sie die Waren liefern oder mit der Produktion beginnen. Sollte ein solcher Lieferant in Schwierigkeiten geraten, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass diese Vorauszahlung nicht zurückgefordert werden kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht, wird als gering eingeschätzt, ebenso wie die finanziellen Auswirkungen. Die Geschäftsleitung nimmt dieses Risiko in Kauf und ergreift keine Maßnahmen zur Minderung dieses Risikos.

Fora hält einen Vorrat an Waren, die nicht verderblich sind. Es besteht jedoch das Risiko, dass Produkte unverkäuflich werden. Da die Produkte nicht verderblich sind, schätzt das Management die Wahrscheinlichkeit und die Auswirkungen als gering ein. Dennoch wäre es vorteilhaft, einen Kontrollmechanismus einzuführen, bei dem ein verantwortlicher Mitarbeiter die Alterung der Bestände und die sogenannten "Langsamdreher" überwacht und über die erforderlichen Maßnahmen berichtet, die in Zusammenarbeit mit den Verkaufsabteilungen getroffen werden.

Die Anforderungen an Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit werden zunehmend strenger. Aktuelle Entwicklungen umfassen das SUP-Gesetz sowie Umweltstandards und Qualitätszertifizierungen wie ISO, BRC und FSC. Diese Gesetze und Vorschriften beeinflussen die Anforderungen an die von Fora verkauften Produkte. Fora muss sein Produktportfolio ständig an die neuesten Anforderungen anpassen und "alte" Produkte verkaufen, bevor diese unverkäuflich werden. Da die Vorschriften schrittweise eingeführt werden, haben Fora und ihre Kunden genügend Zeit, das Produktportfolio an diese neuen Anforderungen anzupassen.

7 Personal und Organisation

Im März 2024 wurde Herr de Munnik zum neuen Geschäftsführer ernannt, während der bisherige Geschäftsführer, Herr Kuipers, zurückgetreten ist.

Die Personalpolitik von Fora umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen, die zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen. Das Unternehmen verfügt über eine relativ stabile Belegschaft mit geringer Fluktuation. Fora strebt eine Belegschaft an, die eine ausgewogene Mischung aus verschiedenen Altersgruppen, Bildungsniveaus, Kulturen und Geschlechtern umfasst. Diese Vielfalt fördert das Unternehmen, indem sie den Mitarbeitern Raum gibt, sich gegenseitig zu inspirieren und zu stärken.

Im Rahmen der Personalpolitik gelten keine anderen Verhaltenskodizes als die, die in den Gesetzen und Vorschriften des jeweiligen Landes festgelegt sind, in dem die betreffende Einheit ihren Sitz hat.

8 Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung des Unternehmens

Die Bedeutung und Relevanz eines verantwortungsvollen und nachhaltigen Unternehmertums zeigt sich in der gesamten Lieferkette. Fora legt großen Wert auf Umwelt, Menschen und Gesellschaft. Wie bereits erwähnt, ist es von entscheidender Bedeutung, kontinuierlich nach Verbesserungen in den Geschäftsabläufen und im Produktportfolio zu streben.

Dies geschieht unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Trends, die in die Geschäftsstrategie gegenüber den Kunden integriert werden. Um diese Vision zu verwirklichen, spielen Themen wie Qualität, Produktsicherheit, Nachhaltigkeit (einschließlich Umwelt, Ethik und persönliche Verantwortung), Lebensmittelsicherheitskultur und die Einhaltung gesetzlicher Standards eine zentrale Rolle in der Strategie und den Aktivitäten der Organisation. Für das Management von Fora ist Qualität gleichbedeutend mit Kundenzufriedenheit. Selbstverständlich steht der Kunde und dessen Wünsche stets im Mittelpunkt.

Die Gesellschaft wird zunehmend digitalisiert. Neben der Automatisierung und Robotisierung von Unternehmensprozessen gibt es jedoch auch eine dunkle Seite, nämlich die Cyberkriminalität. Die IT-Infrastruktur von Fora ist fragmentiert und standortbasiert. Ohne IT-Systeme würde der Betrieb von Fora zum Erliegen kommen. Die Nichtverfügbarkeit digitaler Arbeitsplätze und/oder des Systems hätte erhebliche finanzielle Auswirkungen, insbesondere bei längerer Dauer. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist nicht hoch, aber auch nicht auszuschließen. Dieses Risiko wird derzeit durch tägliche Backups der Server und die Nutzung von Office-365-Cloud-Lösungen gemildert. Durch diese Maßnahmen können die meisten Daten und Anwendungen innerhalb einer Woche wiederhergestellt und in Betrieb genommen werden.

9 Ausblick 2024

Im ersten Halbjahr 2023 fielen bei Fora doppelte Mietkosten an. Zudem wurden weitere Investitionen getätigt, um den neuen Standort in Singen vorzubereiten. Zusätzlich sind die Kosten für den Umzug von Verwaltung, Produktion und Lager im Mai und Juni 2023 zu berücksichtigen. Der Umzug hat mehr Zeit in Anspruch genommen, um die Produktionsleistung wieder auf das angestrebte Niveau zu bringen. Das Ziel wurde erreicht, allerdings konnten verschiedene Kontrakte oder Teile davon mit Kunden nicht verlängert werden. Im Jahr 2024 wird ein niedrigerer Umsatz im Vergleich zu 2023 erwartet. Die Prognose für den Fora-Umsatz im Jahr 2024 liegt bei rund 49 Millionen Euro.

Im Jahr 2024 werden keine Waren, die von Fora selbst produziert werden können, von Lieferanten gekauft. Die Produktionskapazität ist ausreichend, um die benötigten Produkte selbst herzustellen. Des Weiteren wird eine Erhöhung der Marge um ca. 14 % prognostiziert.

Seit Ende 2023 ist die Lagerhaltung von Rohmaterialien rückläufig. Derzeit ist die Lagerhaltung von Fertigwaren zu hoch. Das Ziel ist, diese auch nach unten zu korrigieren. Mit Beginn des Jahres 2024 wurde das externe Lager in Radolfzell geleert. Derzeit streben wir die Räumung einer weiteren Halle an. Die Reduzierung der Lagerkosten um rund 500.000 Euro ist das Ziel dieser Maßnahme. Auch das Betriebskapital hat sich reduziert, ebenso die Zinskosten.

Im Anschluss an die Fokussierung auf das Lager ist die Einführung eines neuen ERP-Systems geplant. Das Ziel ist eine verbesserte Kontrolle der Produktionsaktivitäten. Unser Ziel ist eine verbesserte Einsicht in die Effektivität und Effizienz der Produktion. Die korrekte Registrierung von mehr Produktionsdateien ermöglicht neue Einblicke in das ERP-System, die nach der Aktion umgesetzt werden sollten, um verschiedene Prozessoptimierungen zu realisieren.

Im Jahr 2024 gab es einen Wechsel in der Geschäftsführung. Herr Kuipers ist nicht mehr Geschäftsführer und Frau van Lambalgen nicht mehr a.i. Managing Director. Herr de Munnik wurde als Geschäftsführer eingesetzt, da eine strukturelle Lösung gesucht wurde.

Im Jahr 2024 rechnen wir mit einem geringeren Umsatz und einem geringeren Verlust als im Vorjahr 2023. Wir erwarten, ein kleines, positives EBITDA zu erzielen. Aufgrund der stets hoch erwarteten EURIBOR-Zinsen rechnen wir jedoch mit einem Anstieg unserer Zinskosten, sodass wir auch in Zukunft mit einem Verlust von rund minus 1,15 Mio. rechnen müssen.

Um die finanzielle Stabilität der Gesellschaft auch in Zukunft zu gewährleisten, hat die Gesellschafterin Roodwild Participaties B.V. eine Patronatserklärung mit Datum vom 17. November 2023 abgegeben, in der sich die Gesellschafterin verpflichtet, der Gesellschaft ausreichend Liquidität zur Verfügung zu stellen, damit die Gesellschaft in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen und die bisher zur Verfügung gestellten Mittel in dem genannten Zeitraum nicht von der Gesellschaft zurückzufordern.

 

Singen, 13. März 2024

Geschäftsführung der FORA Folienfabrik GmbH

Jerphaas de Munnik

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 2.369.073,36 1.969.189,65
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 72.869,65 86.198,82
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 72.869,65 86.198,82
II. Sachanlagen 2.296.203,71 1.882.990,83
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 336.502,24 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 326.762,25 480.338,03
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.205.989,27 807.021,60
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 426.949,95 595.631,20
B. Umlaufvermögen 20.176.846,98 26.191.939,43
I. Vorräte 10.932.660,26 15.615.751,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.913.099,75 10.005.459,57
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.756.834,86 2.435.625,09
2. sonstige Vermögensgegenstände 7.156.264,89 7.569.834,48
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 331.086,97 570.728,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 75.239,00
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.456.555,72 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 24.002.476,06 28.236.368,08

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 0,00 1.216.322,92
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 2.240.000,00 2.240.000,00
III. Verlustvortrag 1.048.677,08 1.061.707,50
IV. Jahresfehlbetrag 2.672.878,64 -13.030,42
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 1.456.555,72 0,00
B. Rückstellungen 600.654,28 469.563,67
C. Verbindlichkeiten 23.401.821,78 26.550.481,49
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.658.220,16 13.396.617,43
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.975.265,55 4.217.452,69
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.768.336,07 8.936.411,37
Bilanzsumme, Summe Passiva 24.002.476,06 28.236.368,08

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 7.976.855,48 6.719.437,04
2. Personalaufwand 3.382.640,74 2.593.510,99
a) Löhne und Gehälter 2.836.512,07 2.180.573,68
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 546.128,67 412.937,31
davon für Altersversorgung -5.040,00 -5.240,00
3. Abschreibungen 242.324,03 180.542,48
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 242.324,03 180.542,48
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.056.994,03 3.601.589,02
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 2.035,00 92.021,43
davon aus verbundenen Unternehmen 36,42 0,00
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 967.775,32 330.764,13
davon an verbundene Unternehmen 169.513,48 130.056,83
6. Ergebnis nach Steuern -2.672.878,64 13.030,42
7. Jahresfehlbetrag 2.672.878,64 -13.030,42

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

FORA Folienfabrik GmbH

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die FORA Folienfabrik GmbH hat ihren Sitz in Singen Hohentwiel. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter HRB Nr. 719234 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss der FORA Folienfabrik GmbH wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft erfüllt im Geschäftsjahr die gemäß § 267 HGB Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren daher unverändert die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend:

I. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauern betragen drei Jahre.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden zwischen drei und zehn Jahren abgeschrieben. Für Anlagegüter deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen 250,01 EUR und 1.000,00 EUR liegen, wurde ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre abgeschrieben wird, wobei Abgänge unberücksichtigt bleiben. Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben bzw. direkt im Aufwand erfasst.

II. Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Stichtagspreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Vorräte unterliegen handelsüblichen Eigentumsvorbehalten.

III. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

IV. Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital wurde zum Nennwert bilanziert.

IV. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der ggf. nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurde. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen werden gesondert zum Finanzergebnis erläutert.

V. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

VI. Währungsumrechnung

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet.

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

D. Erläuterungen zur Bilanz

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel auf Seite 6 des Anhangs dargestellt.

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in vollem Umfang Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr betragen 22,5 TEUR (Vorjahr: 22,5 TEUR).

III. Eigenkapital

Das in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene gezeichnete Kapital beträgt 25.000 EUR, die Kapitalrücklage im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt 2.240.000 EUR.

IV. Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für ausstehende Kundenboni sowie ausstehende Personal- und Entsorgungskosten.

V. Verbindlichkeiten

Die Gliederung nach Restlaufzeiten sowie die Sicherheiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr über 1 Jahr mehr als 5 Jahre davon besichert
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.658 15.658 0 0 15.658
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.668 3.668 0 0 *
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.975 424 0 3.551 **
Sonstige Verbindlichkeiten 100 100 0 0 0
Summe 23.401 19.850 0 3.551 15.658

* Hinsichtlich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit einem Teil von 413 TEUR aus Lieferungen und Leistungen.

** Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen 3.551 TEUR und sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. Das Darlehen der Gesellschafterin, Roodwild Participaties B.V., ist durch eine Sicherungsabtretung des Anlagevermögens und des Instandhaltungsmaterials besichert. Im Gegenzug hat sich die Gesellschafterin jedoch mit Rangrücktritt vom 24. Oktober 2023 verpflichtet, mit Ihren Forderungen gegen die FORA Folienfabrik GmbH im Rang hinter allen Gläubigern zurückzutreten.

VI. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von 3.257 TEUR (Vorjahr: 3.751 TEUR) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Davon werden innerhalb eines Jahres 403 TEUR (Vorjahr: 494 TEUR) fällig. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2032. Der Einsatz von Operating-Leasingverträgen trägt zur Verringerung der Kapitalbindung bei und belässt das Investitionsrisiko beim Leasinggeber.

E. Sonstige Angaben

I. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:

Leendert Paardekooper (bis 13. November 2023)

Geert Kuipers (bis 9. Februar 2024)

Jerphaas de Munnik (seit 9. Februar 2024)

Die Geschäftsführer Herr Leendert Paardekooper und Herr Geert Kuipers erhielten von der Gesellschaft keine Bezüge. Herr Jerphaas de Munnik ist Angestellter bei der Gesellschaft.

Die Angabe der Gesamtbezüge unterblieb gemäß § 286 Abs. 4 HGB, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge nach § 285 Abs. 9 HGB in 2023 erhalten hat.

II. Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres 2023 beschäftigten Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten:

Verwaltung: 14,9
Werkstatt: 4,1
Lager: 6,0
Produktion: 38,2
Gesamt: 63,2

III. Einbeziehung in den Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der FORA Folienfabrik GmbH, Singen Hohentwiel wird in den Konzernabschluss der Roodwild Participaties B.V., Utrecht, Niederlande, einbezogen. Die Roodwild Participaties B.V. stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf. Die RDP Holland B.V., Maastricht, Niederlande, stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf.

IV. Nachtragsbericht

Auf Grund des Umzugs der Gesellschaft in eine neue Betriebsstätte nach Singen im Mai 2023 konnte die volle Produktionskapazität noch nicht hergestellt werden. Um die Lieferfähigkeit der Gesellschaft sicherzustellen, werden daher Waren zu geringeren Margen von Dritten bezogen. Darüber hinaus hat die Gesellschaft in Vorbereitung auf den Umzug die Lagerreichweite deutlich erhöht. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über eine Konzernkreditlinie. Die oben beschriebene Situation führt aufgrund des erhöhten Kapitalbedarfs zu deutlich gestiegenen Zinsaufwendungen.

Vor diesem Hintergrund rechnet die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresfehlbetrag.

Um die finanzielle Stabilität der Gesellschaft für die Zukunft zu sichern, hat die Gesellschafterin Roodwild Participaties B.V., Utrecht, Niederlande, mit Datum vom 17. November 2023 eine Patronatserklärung abgegeben, in der sich die Gesellschafterin verpflichtet, der Gesellschaft für mindestens die nächsten zwölf Monate ab Unterzeichnung ausreichend Liquidität zur Verfügung zu stellen, damit die Gesellschaft in der Lage ist, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, und die bisher zur Verfügung gestellten Mittel in dem genannten Zeitraum nicht von der Gesellschaft zurückzufordern. Darüber hinaus hat sich die Gesellschafterin Roodwild Participaties B.V. mit Rangrücktritt vom 19. Oktober 2023 verpflichtet, mit ihren Forderungen gegen die FORA Folienfabrik GmbH im Rang hinter alle Gläubiger zurückzutreten.

 

Singen, den 29. August 2024

FORA Folienfabrik GmbH

Geschäftsführung

Jerphaas de Munnik

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge davon FK-Zinsen Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 116.909,53 8.869,75 0,00 0,00 0,00 125.779,28
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 116.909,53 8.869,75 0,00 0,00 0,00 125.779,28
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 340.764,82 340.764,82
technische Anlagen und Maschinen 812.726,40 0,00 0,00 131.330,45 0,00 681.395,95
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 971.158,91 334.557,02 0,00 67.025,83 225.785,18 1.464.475,28
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 595.631,20 416.828,42 0,00 18.959,67 -566.550,00 426.949,95
Summe Sachanlagen 2.379.516,51 751.385,44 0,00 217.315,95 0,00 2.913.586,00
Summe Anlagevermögen 2.496.426,04 760.255,19 0,00 217.315,95 0,00 3.039.365,28
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Zugänge Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.710,71 22.198,92 0,00 0,00 0,00 52.909,63
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 30.710,71 22.198,92 0,00 0,00 0,00 52.909,63
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 4.262,58 0,00 0,00 0,00 4.262,58
technische Anlagen und Maschinen 332.388,37 93.382,61 0,00 71.137,28 0,00 354.633,70
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 164.137,31 122.479,92 0,00 28.131,22 0,00 258.486,01
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 496.525,68 220.125,11 0,00 99.268,50 0,00 617.382,29
Summe Anlagevermögen 527.236,39 242.324,03 0,00 99.268,50 0,00 670.291,92
Zuschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
Euro Euro Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 72.869,65 86.198,82
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 72.869,65 86.198,82
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 336.502,24 0,00
technische Anlagen und Maschinen 0,00 326.762,25 480.338,03
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.205.989,27 807.021,60
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 426.949,95 595.631,20
Summe Sachanlagen 0,00 2.296.203,71 1.882.990,83
Summe Anlagevermögen 0,00 2.369.073,36 1.969.189,65

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

1 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die FORA Folienfabrik GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FORA Folienfabrik GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FORA Folienfabrik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Ferner vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kehl, 30. August 2024

GHJ GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Rechtsberatungsgesellschaft

Hans-Dieter Jundt, Wirtschaftsprüfer

Philipp Jundt, Wirtschaftsprüfer

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