Ohl Gutermuth Industrial Valves GmbH
Helmershäuser Straße 9, 63674 Altenstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dirk Keweloh seit 25.1.2024 | Prokura |
Nicolas Altmann seit 25.1.2024 | Prokura |
Wolfgang Röhrig seit 28.1.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Ohl Gutermuth Industrial Valves GmbHAltenstadt (Hessen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die OHL Gutermuth Industrial Valves GmbH (nachfolgend "Gesellschaft" oder "OHL Gutermuth" genannt) entwickelt, produziert und vertreibt weltweit maßgeschneiderte Industriearmaturen, hochwertige Absperrklappen und zuverlässige Regelklappen für besondere Anwendungen. Wenn individuelle Armaturen gefragt sind, die hinsichtlich Drucks, Temperatur, Dichtheit, aggressive Medien oder andere Spezifika besondere Anforderungen aufweisen, entscheiden sich Kunden aller Branchen für OHL-Produkte. 2. Forschung und Entwicklung Am Standort Altenstadt unterhält die Gesellschaft ein Technisches Büro, in dem, in enger Abstimmung mit den betrieblichen Funktionen Vertrieb, Produktion und Einkauf, überwiegend anwendungsbezogene Konstruktions- und Entwicklungsarbeit betrieben wird. Im Bereich Forschung und Entwicklung neuer Armaturentechnologien, Physik oder Materialkunde sowie für die Zertifizierung und Anwendung nach internationalen Regelwerken unterhält OHL ein Netzwerk kompetenter Partner mit renommierten Forschungs-, Bildungs- und Engineering-Instituten. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war weltweit von Inflation, insbesondere von steigenden Preisen für Energie, Nahrungsmittel und kritischen Rohstoffen geprägt. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine mündete in einer Verschärfung der Beziehungen zwischen den globalen Wirtschafts- und Machtblöcken. Transportwege und Lieferketten wurden beeinträchtigt und führten neben Zeitverzögerungen auch zu signifikanten Kostensteigerungen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes, in dessen Pressemitteilung vom 30. Januar 2024, ging in Deutschland das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3% zurück. Preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1%. Inflation, Fachkräftemangel, steigende Zinsen und der Abbau von Subventionen werden als wesentliche Gründe für die Konjunkturschwäche genannt. Als Folge bremste Deutschland, die größte Volkswirtschaft in Europa, das Wachstum der anderen EU-Staaten aus, dass immerhin noch 0,5% Wachstum, gemessen am Vorjahr, erreichte. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) berichtete in einer Pressemitteilung im März 2024 von einem leichten Anstieg der Exporte an Maschinen und Apparaten um 1% im Jahr 2023. Darin enthalten sind Exporte an Industriearmaturen, die sich unterdurchschnittlich um 0,1% erhöhten. Wie in den Vorjahren ist China der wichtigste Absatzmarkt deutscher Armaturenexporteure mit einem Exportanteil von 11%. 2. Geschäftsverlauf und Ereignisse Weiterhin beeinträchtigten die Sanktionen auf dem Absatzmarkt Russland und Auftragsverzögerungen aus China den Umsatz von OHL Gutermuth. Der Gesamtumsatz betrug im Jahr 2023 Mio 17,6 Euro, was einen leichten Rückgang im Vergleich mit dem Niveau des Vorjahres bedeutet. Die Gesellschaft ist weiterhin stark exportorientiert. Die Umsätze außerhalb Europas verharrten auf 55,5% (Vorjahr 55,6%), während die Umsätze mit Kunden in Ländern innerhalb Europas auf 17,7% (Vorjahr 8,6%) stiegen. Der Anteil des Inlandsumsatzes sank auf 26,8% (Vorjahr 35,9%). a) Ertragslage Bedingt durch die Deckungsbeiträge der getätigten Handelsgeschäfte, die generell niedriger ausfallen als bei der Eigenfertigung, stieg der Materialeinsatz im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr. So stiegen die Einkäufe an Fremdarmaturen auf Mio 4,8 Euro (Vorjahr Mio 0,9 Euro). Damit fiel die Rohertragsquote (Rohertrag / Umsatz) auf 43,7% (Vorjahr: 54,8%). Die bereits im Vorjahr eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen wirkten sich positiv auf die Entwicklung der Sachkosten aus. So konnte, trotz angemessener Lohn- und Gehaltserhöhungen, in einem inflationsgeprägten Umfeld der Personalaufwand mit Mio 5,2 Euro auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Die Personalstärke wurde im Jahr 2023 auf die veränderten Rahmenbedingungen angepasst, ohne wesentliche Kompetenzen im Personalbereich zu verlieren. Der Personalstand betrug zum Jahresende ohne geringfügig Beschäftigte 79 Beschäftige (Vorjahr 92 Beschäftige). In Abstimmung mit dem Betriebsrat wurde Kurzarbeit vermieden und es wurden stattdessen weiterhin die Möglichkeiten der Gleitzeitordnung genutzt. Einsparungen bei umsatz- bzw. beschäftigungsabhängigen Kostenblöcken, wie Provisionen an Handelsvertreter oder Aufwendungen für Zeitarbeit, senkten die Sachkostenquote (Sachkosten im Verhältnis zum Umsatz) auf 16,2% (Vorjahr: 21,9%). Bedingt durch eine restriktive Investitionspolitik verminderten sich die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen auf 729 TEuro (Vorjahr 809 TEuro). Die Wertberichtigung auf Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 548 TEuro betrifft eine Finanzanlage. Sie betrifft ein Unternehmen im Recyclingbereich mit dem Geschäftsbeziehungen bestehen. Das EBITDA, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, sank aus zuvor genannten Gründen von 1.066 TEuro auf 161 TEuro. Das Zinsergebnis, also der Saldo von Zinsaufwendungen und -erträgen, sank auf -237 TEuro (Vorjahr: -165 TEuro). Die höheren Zinskosten erklären sich aus dem Anstieg des Zinsniveaus. Der Jahresüberschuss des Vorjahres (71 TEuro) drehte sich somit, überwiegend durch die im Jahr 2023 besondere Struktur des Geschäftes (weniger Eigenproduktion und mehr Handel von Fremdprodukten) und eine außerordentliche Wertberichtigung auf Wertpapiere des Anlagevermögens, in einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.363 TEuro. b) Finanzlage Der Finanzbedarf aus dem Working Capital konnte nahezu konstant gehalten werden. Innerhalb des Umlaufvermögens saldierten sich Erhöhungen und Verminderungen aus Vorräten, Forderungen an Kunden und sonstigen Vermögensgegenständen und auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verharrten auf dem Stand des Vorjahres. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um 16,3% von Euro 4,6 Mio auf nunmehr Euro 5,3 Mio. Bedingt durch Tilgungen verminderten sich die Bankverbindlichkeiten mit einer Grundlaufzeit von mehr als einem Jahr um Euro 1,6 Mio, während sich die kurzfristigen Betriebsmittelkredite (Geldmarktkredite) um Euro 2,3 Mio erhöhten. Zur langfristigen Sicherung der Finanzierungsmöglichkeiten ist ein neues Langfristdarlehen in der Vorbereitung. Die vorhandenen Kreditrahmen bei den Hausbanken bieten der Gesellschaft weiterhin ausreichend Liquidität für den Geschäftsbetrieb. Der Saldo der erhaltenen Anzahlungen von Kunden und geleisteten Anzahlungen an Lieferanten wirkte sich mit 386 TEuro negativ auf die Finanzlage aus und spiegelt, in Zeiten steigender Zinsen, den Finanzierungsdruck von Seiten der Kunden wider. Es ergab sich in Summe ein negativer Cashflow in Höhe von 174 TEuro (Vorjahr: +466 TEuro) als Saldo der Veränderung der Liquiden Mittel gemessen am Vorjahr. Als Folge des Jahresfehlbetrages reduzierte sich die Eigenkapitalquote von 49,0% im Vorjahr auf 45,4% zum Bilanzstichtag 31.12.2023. c) Vermögenslage Im Geschäftsjahr wurden im Anlagevermögen überwiegend Investitionen in Gussmodelle getätigt. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 729 TEuro (Vorjahr: 809 TEuro) überstieg die Summe der Investitionen in Höhe von 241 TEuro. Damit einhergehend verminderte sich das Sachanlagevermögen um 466 TEuro (=7,4%). Die Reduktion der Finanzanlagen um 548 TEuro resultiert aus einer außerplanmäßigen Abwertung auf Wertpapiere des Anlagevermögens auf den zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Damit erklärt die Reduktion des Anlagevermögens die Verminderung der Summe der Aktiva in der Bilanz, da sich keine signifikanten Veränderungen im Umlaufvermögen, den RAP und Latenten Steuern ergaben. Die Veränderungen in den Forderungen und Vorräten korrelieren mit einer hohen unterjährigen Volatilität der getätigten Umsätze und können am jeweiligen Bilanzstichtagen daher stark schwanken. 3. Gesamtaussage Im Vorjahresbericht wurde ein Umsatz auf Vorjahresniveau prognostiziert. Das geplante Umsatzziel für 2023 wurde mit Mio. 17,6 Euro im Vergleich zu Mio. 18,1 Euro im Vorjahr knapp erreicht. Eine Verminderung des Rohertrages um Mio 2,2 Euro konnte bei einem Umsatzniveau leicht unter Vorjahresniveau nicht durch Einsparungen in anderen GuV-Positionen kompensiert werden. So wurde ein operativer Jahresfehlbetrag von -814 TEuro erwirtschaftet, der sich durch die außerordentliche Abschreibung auf Finanzanlagen auf einen finalen Jahresfehlbetrag von -1.363 TEuro erhöhte, womit das im Vorjahr prognostizierte "leicht negative" Ergebnis nicht bestätigt werden konnte. Der Verlust ist für die Gesellschaft zu verkraften und wird von der Geschäftsführung, in dem volatilen Geschäft des Maschinen- und Anlagenbaus vor dem Hintergrund einer vielversprechenden Auftragslage, nicht als bestandsgefährdend eingeschätzt. Die finanziellen Verhältnisse der Gesellschaft und die sonstigen Parameter des Geschäftsbetriebes, wie technische Infrastruktur, Personalausstattung etc., waren im Berichtsjahr geordnet. III. Prognosebericht Gesamtwirtschaftlich und Branchenspezifischer Ausblick Die vom VDMA geschilderten Problematiken des Jahres 2022 setzten sich auch im Jahr 2023 fort und dauern auch im Jahr 2024 an. So verschärfen die bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine, der politische Druck auf China und andere Regionen, sowie Angriffe auf Schiffe im Roten Meer die Situation. Der VDMA kommt in einer Veröffentlichung im April 2024 zu dem Schluss, dass sich die Inflation auf einem hohen Niveau festgesetzt hat. Zudem würden der Fachkräftemangel, ein Übermaß an Regelungen sowie bürokratische Hemmnisse flächendeckend zu einem Problem. Den Raw Material Information Service des VDMA aus Februar/März 2024 folgend, haben sich die Energiepreise, ebenso wie die Kosten der Gießereierzeugnisse, auf einem hohen Niveau eingependelt. Aus Sicht der Geschäftsführung ermöglicht der Umbau der Wirtschaft auf nachhaltige und "grüne" Anwendungen, wie Wasserstoff, Solarthermie und Energieträger "des Überganges", positive Geschäftsaussichten auf die Anlagenbauer und die Armaturenbranche. Nach regionalen Aspekten berichtet der VDMA in seinem Prognosespiegel Q1/2014 über weiterhin positive Exporterwartungen im Jahr 2024 nach China, den für Deutschland wichtigsten Markt. Prognose über die weitere Entwicklung der Gesellschaft Nach der Corona-Pandemie wurde es wieder möglich, OHL-Produkte auf Messen zu präsentieren und Reisen zu internationalen Kunden durchzuführen. Die positiven Auswirkungen dieser Vertriebsaktivitäten werden sich im Jahr 2024 zeigen. Zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erfüllen die gebuchten Auftragseingänge, konkrete Zusagen und bereits getätigte Verkäufe das Umsatzbudget 2024, das über Euro 20 Mio liegt. Bei der jetzigen Kosten- und Margenstruktur der geplanten Umsätze ist von einem Jahresüberschuss von etwa 1 Mio. EUR auszugehen. Es bestehen aus unserer Sicht ausgezeichnete Kontakte zu namhaften Kunden, denen OHL maßgeschneiderte Produkte zu herausfordernden Installationen im Bereich Energie und hocheffizienter Anlagenkomplexe bietet. Das gilt für alle Bereiche der Wirtschaft, die mit technisch herausfordernden Gasen und Flüssigkeiten operieren. IV. Chancen- und Risikobericht Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen und Risiken OHL Gutermuth ist der Branche "Maschinen- und Anlagenbau" zuzuordnen und wird, wie in den vergangenen Jahren, von einem hohen Anteil der Exporte an außereuropäische Kunden geprägt. Die Gesellschaft ist stark abhängig von internationalen Großprojekten, die erfahrungsgemäß von der Weltkonjunktur oder regional politischen Ereignissen positiv oder negativ beeinflusst werden können. Risiken Als Anlagenhersteller in einem Hochpreisland befindet sich die Gesellschaft in einem Wettbewerb mit kostengünstigen Armaturenanbietern außerhalb Europas und ist abhängig von Lieferketten, insbesondere von globalen Transportkapazitäten und deren Preisen. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Beschaffungsmarkt. Die Verfügbarkeit von speziellen Legierungen oder Edelmetallen gestaltet sich zunehmend schwierig und die für die Anlagenbauer bedeutsame Gießereiindustrie befindet sich im Umbruch. Hohe Energiekosten und steigende Löhne treffen diese Branche übermäßig und somit indirekt auch die Anlagenbauer. Bisher hat sich die deutsche und europäische Armaturenbranche als robust herausgestellt. Für deren weitere Entwicklung bedarf es aber Rahmenbedingungen, die sich allesamt momentan nicht in die gewünschte Richtung entwickeln. Ein besonderes Beobachtungsfeld ist der Bereich der IT-Sicherheit. Trotz umfangreicher Maßnahmen bei Hardware, Software, Richtlinien und Mitarbeiterschulung bleiben unvermeidbare Restrisiken aus Betrug oder Datenmissbrauch. Chancen Demgegenüber bestehen Chancen aus dem Umbau der globalen Wirtschaft hin zu Klimaneutralität und den damit notwendigen Investitionen. Da eine Vielzahl der industriellen Prozesse auf flüssigen oder gasförmigen Medien beruht, bestehen insbesondere für die Armaturenbranche gute Perspektiven. Die oben bereits genannten Risiken aus Lieferketten führen zu einem Umdenken bei deutschen und Europäischen Herstellern und so bieten sich neue Chancen für die lokale, europäische Produktion. Sie wird, trotz höherer Kosten, inzwischen von der Kundschaft wieder mehr geschätzt. Chancen und Risiken im Absatzbereich Risiken Mit einem überdurchschnittlich hohen Exportanteil ist die Gesellschaft abhängig von den internationalen Märkten. Insbesondere beeinträchtigen uns Handelsbeschränkungen, Embargos, Länderrisiken oder anderen Exportbeeinträchtigungen. Infolge der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine ist der russische Markt komplett zum Erliegen gekommen. Insgesamt arbeiten wir aktiv daran, risikobehaftete Absatzmärkte durch neue Produkt- und Kundenfelder zu diversifizieren. Materielle Zahlungsausfälle aus Solvenzgründen waren bei OHL bisher nicht zu verzeichnen und stellen aus Sicht der Geschäftsführung, zumindest aktuell, kein ausgeprägtes Risko dar. Risiken sind Zeitverschiebungen von Projekten und notwendige Verhandlungen mit den Kunden, um die Kostensteigerungen adäquat weiterzugeben. Chancen Das Produktsortiment der Gesellschaft ist divers aufgestellt, bedient eine internationale Nachfrage und wird laufend an die Markterfordernisse angepasst. Die Qualifikation des Mitarbeiterstammes, die vorhandene Fertigungsinfrastruktur, die Reputation bei unseren globalen Kunden und die Absatzchancen auf den relevanten Märkten schätzen wir als sehr gut ein. Den Herausforderungen einer Produktion in einem Hochpreisland treten wir entgegen, indem Lösungen für spezielle Anforderungen gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet werden. Besondere Chancen bieten sich der Gesellschaft aus den Wachstumsmärkten (z.B. Solarthermie und LNG) und in Herausforderungen aus dem Erschließen neuer Regionen und Märkte. Mit der Konzeption von Armaturen, die speziell auf die Anforderungen bestimmter Kunden zugeschnitten sind, wird die Grundlage für eine langfristige und stabile Kundenbindung gelegt, die dauerhaft stabile Umsätze sichern soll. Chancen und Risiken im Personalbereich Risiken Die Anzahl der Auszubildenden wurde beibehalten, da Fachkräftemangel ein akutes und vermutlich bleibendes Thema und somit ein Risiko sein wird. Das Vorhalten von Expertenwissen wird immer mehr zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor, da sich viele unserer Kunden auf ihre Kerntechnologien beschränken und Armaturentechnik auslagern. Risiken bestehen auch aus der notwendigen Sicherung von vorhandenem Knowhow, wenn Beschäftigte eine andere Funktion annehmen, in Rente gehen oder aus anderen Gründen ausscheiden. Dem soll durch betriebliche Ausbildung, Schulung und Digitalisierung entgegengetreten werden. Chancen Chancen auf eine verbesserte Kostenstruktur beim Personalaufwand konnten überwiegend durch "natürliche" Fluktuation genutzt werden. Es wurde gleichzeitig darauf geachtet, dass die Straffung des Personalbestandes nicht zu Lasten von Qualität, Arbeitsbelastung und Lieferfähigkeit erfolgte. So sank der Personalstand vom Dezember 2022 von 85 Beschäftigten (inkl. Auszubildene / ohne geringfügig Beschäftigte bzw. Aushilfen) auf 77 Beschäftigte zum 31. Dezember 2023 und wird sich auch im Geschäftsjahr 2024 auf diesem Niveau einpendeln. Chancen entstehen weiterhin durch eine Flexibilisierung der Arbeitszeit, sei es durch Teilzeitarbeit, Arbeitszeitkonten, Home-Office oder variable Lösungen in der Übergangsphase in den Ruhestand. Auch nimmt OHL an Informationsveranstaltungen für Schulen teil und bietet Möglichkeiten für Praktika oder Werkstudenten, um Zugang zu qualifiziertem Nachwuchs zu erhalten. Risiken im Produktionsbereich Außer der Gefahr von nicht vorhersehbaren Elementarschäden sieht sich die Gesellschaft durch verlängerte Werkbänke und qualifizierte externe Dienstleister gut gegen Risiken aus dem Produktionsbereich gewappnet. Durch kontinuierliche Maßnahmen im Bereich Mitarbeiterschulung und Qualitätssicherung sollen vermeidbare Risiken auf ein Mindestmaß reduziert werden. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgen wir grundsätzlich eine konservative Risikopolitik. Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere des Anlagevermögens, die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Leasing, Akkreditive im Auslandsgeschäft sowie branchenübliche Avale, Anzahlungs- und Vertragserfüllungsgarantien. Dauerhafte Veränderungen der Marktpreise bei den Wertpapieren können sich entsprechend negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Zinsänderungsrisiken. Ein Teil der Darlehensverträge ist variabel verzinslich, so dass bei einer Steigerung des Zinsniveaus mit einer Erhöhung der Zinsaufwendungen für diesen Teil der Darlehen zu rechnen ist. Wir haben grundsätzlich einen solventen Kundenstamm und sichern Auslandsgeschäft oft durch Akkreditive, Anzahlungen, Zahlung vor Lieferung oder Abwicklung von Geschäften in Tranchen ab. Vollständige Forderungsausfälle sind eher die Ausnahme. Zur Minimierung der Ausfallrisiken verfügen wir über ein adäquates Debitorenmanagement und wir informieren uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung regelmäßig über die Bonität des potenziellen Kunden. Im Bedarfsfall werden für einzelne Projekte Kreditversicherungen abgeschlossen. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur maximalen Ausnutzung von Lieferantenskonti werden Verbindlichkeiten möglichst innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Ein Großteil der Geschäfte im Vertrieb und im Einkauf werden in Euro vereinbart. Einige Kunden in Fernost und ausgewählte Lieferanten bevorzugen Kontrakte in US-Dollar, was zu Währungsrisiken führen kann. Sollten sich außerhalb des praktizierten "natural hedgings" gravierende potenzielle Risiken ergeben, so werden im Einzelfall Währungssicherungsgeschäfte geschlossen. Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 lagen keine offenen Geschäfte dieser Art vor. Die Gesellschaft schätzt mögliche Belastungen aus Währungsrisiken als verkraftbar ein. Gesamtaussage zur Chancen- und Risikolage Das Risikoprofil unseres internationalen Marktumfeldes ist sehr volatil und unterliegt von uns nicht beeinflussbaren politischen und wirtschaftlichen Veränderungen. Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weniger in der Nachfrage von Kunden nach unseren Produkten als in der Steigerung aller Kostenkomponenten. Zu nennen sind Rohstoffe, Personalkosten, Zinsen, Energie, Versicherungen etc., die uns als Unternehmen mit Sitz in einem Hochpreisland im internationalen Wettbewerb benachteiligen. Deshalb müssen die Kriterien Qualität, Liefertreue und der Mehrwert unserer Produkte die Preisdifferenz zu Anbietern kostengünstiger Armaturen übertreffen. Chancen ergeben sich aus einem global wachsenden Bedarf an Hochleistungs-Industriearmaturen, der Nachfrage nach herausfordernden Lösungen durch die Kunden, einer leistungsfähigen Infrastruktur und langjähriger Erfahrung und Wissen um die Anforderungen und deren Lösungen. Nach unserer Ansicht ergeben sich insgesamt für uns ausgewogene Chancen und Risiken, wie z.B. aus der globalen Energiewende oder auch aus der Verlagerung von Absatzmärkten auf Grund politischer Risken oder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.
Altenstadt, den 27. September 2024 Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum UnternehmenDie OHL Gutermuth Industrial Valves GmbH hat ihren Sitz in Altenstadt (Hessen). Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Friedberg/Hessen unter HRB 6032 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des JahresabschlussesDie Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Absatz 2 HGB auf. Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB in der aktuellen Fassung und unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen für mittelgroße Kapitalgesellschaften erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (GKV) aufgestellt. III. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um nutzungsbedingte, planmäßige Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu 15 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um nutzungsbedingte, planmäßige Abschreibungen (Nutzungsdauer 3 bis 33 Jahre) angesetzt und linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für die Werkzeuge wurde der zum 31. Dezember 2022 ermittelte Festwert unverändert in Höhe von 46 TEuro angesetzt. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten nach § 253 Absatz 1 Satz 1 HGB. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen, der ihnen am Abschlusstag beizulegen ist. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den Einzelkosten, die Fertigungs- und Materialgemeinkosten, die Sonderkosten der Fertigung und auch die Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind, berücksichtigt wurden. Für alle Lagerbestände werden pro Jahr der Lagerverweildauer Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Lagerbestände, deren Verkauf bzw. Produktion eingestellt wurde, bzw. am Markt nicht zu Herstellungskosten veräußerbar sind, werden auf den beizulegenden Wert abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen, vermindert um angemessene Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen, angesetzt. Die flüssigen Mittel sind zu ihren Nominalwerten angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Ist der Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit höher als der Ausgabebetrag, so wird der Unterschiedsbetrag in den Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite aufgenommen. Der Unterschiedsbetrag wird durch planmäßige jährliche Abschreibungen getilgt, die auf die gesamte Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt werden. Die Gesellschaft nimmt das Wahlrecht in Anspruch, bei Differenzen zwischen Handels- und Steuerrecht, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, eine sich daraus ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuern in der Bilanz anzusetzen. Die Beträge der sich ergebenden Steuerentlastung werden mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Der ausgewiesene Posten wird aufgelöst, sobald die Steuerentlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist. Der Aufwand oder Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern ist in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (vgl. § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Markzins abgezinst (vgl. § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (vgl. § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (vgl. § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB). Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet. IV. Angaben zur BilanzDie Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahre 2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Im Folgenden wird der Anteilsbesitz im Sinne des § 285 Nr. 11 HGB dargestellt:
Die Restlaufzeiten der Forderungen liegen alle unter einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 9 TEuro (Vorjahr: 50 TEuro) betreffen ein Darlehen an OHL Gutermuth Asia Ltd. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von 133 TEuro (Vorjahr: 140 TEuro), die auf den Überhang aktiver latenter Steuern entfallen. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus dem Unterschied zwischen Handels- und Steuerrecht bei der Bewertung der Rückstellung für Pensionen. Der bei der Berechnung angewandte Steuersatz beträgt 28,78 %. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Projected-Unit-Credit-Methode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): • Durchschnittlicher Marktzins von 1,83% (10-Jahres-Durchschnitt) für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde. • Gehalts- und Rententrends sind mit 2 % p.a. eingerechnet. • Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G". Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre in Höhe von 1,75 % ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 11.924 Euro (Vorjahr: 54.639 Euro). In Höhe dieses Unterschiedsbetrags sind die passivierten Rückstellungen für Pensionen im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach bisherigen Ermittlungen niedriger angesetzt. Der aus der Neuregelung zur Bewertung von Altersversorgeverpflichtungen nach § 253 Absatz 6 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag beträgt 11.924 Euro. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 zusammengefasst dargestellt. Verbindlichkeiten größer 5 Jahre bestanden weder im Vorjahr noch im Geschäftsjahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Darlehen enthalten, die in Höhe Ihrer Restschuld von 1.308 TEuro vollständig durch Grundschulden, Sicherungsübereignungen an Maschinen und einer Kautionsversicherung in Höhe von 354 TEuro abgesichert sind. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch üblichen Eigentumsvorbehalt von Lieferanten besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Finanzleasingverträgen im Restwert von 190 TEuro (Vorjahr: 387 TEuro) enthalten, für die Sicherungsübereignungen des betreffenden Equipments bestehen.
Im Vorjahr stellten sich die Verbindlichkeiten folgendermaßen dar:
Zum 31. Dezember 2023 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 350 TEuro (Vorjahr 323 TEuro), überwiegend aus dem Leasing von Firmenwagen und Büroequipment. Zweck und Vorteile dieser Miet- und Leasingvereinbarungen sind die Reduzierung von Kapitalbindung.
Verpflichtungen mit einer unbestimmten Laufzeit werden mit dem Betrag der Jahresmiete in der Fristigkeit "< 1 Jahr" angegeben. V. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDer Posten "Sonstigen betriebliche Erträge" enthält im Wesentlichen Erträge aus Kursdifferenzen (2023: 117 TEuro / 2022: 146 TEuro), Auflösung von Wertberichtigungen und Ausbuchung von Verbindlichkeiten (2023: 115 TEuro / 2022: 121 TEuro), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (2023: 113 TEuro / 2022: 10 TEuro) sowie Erträge aus Anlagenabgängen (2023: 31 TEuro / 2022: 0 TEuro). In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Ausbuchungen von uneinbringlichen Kundenforderungen in Höhe von 53 TEuro (Vorjahr 65 TEuro) als periodenfremde Aufwendungen enthalten. In den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens ist eine Wertberichtigung, für unser Unternehmen außergewöhnlicher Größenordnung, auf Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 548 TEuro enthalten. Die Bewertung erfolgte auf den zum Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Zeitwert. VI. Sonstige AngabenIm Geschäftsjahr 2023 wurden beschäftigt:
Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch Herrn Dipl.-Ing. Wolfgang Röhrig, Aschaffenburg. Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB in Anspruch genommen. Der Jahresfehlbetrag 2023 wird auf neue Rechnung vorgetragen. VII. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Altenstadt, den 27. September 2024 gez. Dipl.-Ing. Wolfgang Röhrig Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 27.09.2024 festgestellt. In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der augestellten Form. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die OHL Gutermuth Industrial Valves GmbH, Altenstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der OHL Gutermuth Industrial Valves GmbH, Altenstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der OHL Gutermuth Industrial Valves GmbH, Altenstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Aschaffenburg, den 27. September 2024 Florig
& Söhne GmbH
gez. Dr. Hans-Georg Florig, Wirtschaftsprüfer gez. ppa. Benedikt Goldschmidt, Wirtschaftsprüfer |
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