Proemion Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Thomas Michaelides jun. seit 6.2.2023 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
BV Acquisitions XIV PR LIMITED | 50.00% |
| 50.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Proemion Investment GmbH (vormals: mertus 833. GmbH)Fulda (vormals: Frankfurt am Main)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtKonzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 für die Zeit vom 01.Januar 2023 - 31. Dezember 2023 Der vorliegende Konzernlageberichtsollte im Kontext mit dem (geprüften) Konzernabschluss und den Angaben im Anhang des Konzernabschlusses gelesen werden. Die folgenden Darstellungen basieren auf einer Reihe von vergangenheitsbasierten Angaben, deren Erläuterung in Teilen auch im Konzernanhang dargestellt ist. Darüber hinaus enthält der Konzernlagebericht auch in die Zukunft gerichtete Aussagen, d. h. Aussagen, die auf bestimmten Annahmen und den darauf basierenden aktuellen Planungen, Einschätzungen und Prognosen beruhen. Zukunftsaussagen besitzen nur in dem Zeitpunkt Gültigkeit, in welchem sie gemacht werden. Das Management der Proemion Investment GmbH übernimmt - unbeschadet gesetzlicher Anforderungen - keine Verpflichtung, die diesem Dokument zugrundeliegenden Zukunftsaussagen beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten und/oder zu veröffentlichen. Zukunftsaussagen unterliegen immer Risiken und Unsicherheiten. Die Geschäftsführung der Proemion Investment GmbH weist darauf hin, dass eine Vielzahl von Faktoren zu einer erheblichen Abweichung in der Zielerreichung führen kann. Wesentliche Faktoren werden im Abschnitt "Risiko- und Chancenbericht" detailliert beschrieben. 1. Grundlagen des Konzerns 1.1. Konzernstruktur Die Proemion Investment GmbH, Fulda, Deutschland, zusammen mit allen direkt und indirekt gehaltenen Beteiligungen "Proemion-Gruppe" oder "Proemion Konzern" stellt für den Zeitraum 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 erstmalig einen Konzernabschluss nach HGB auf, in den die Gesellschaften der Proemion-Gruppe, die Proemion GmbH, Fulda, Deutschland, die Proemion Ltd., Seoul, Südkorea , die Proemion Corp., Dayton, Ohio, USA, sowie die Proemion Holding GmbH, Fulda, Deutschland, die Proemion Beteiligungs GmbH, Fulda, Deutschland, die Proemion Verwaltungs GmbH, Fulda, Deutschland und die Proemion ManCo GmbH & Co. KG, Fulda, Deutschland, einbezogen werden. Der Proemion-Konzern entstand durch den teilweisen, schrittweisen Erwerb der Proemion GmbH, Proemion Ltd. und Proemion Corp. durch die BV Aquisitions XIV PR Ltd. (Battery) zum 01. Oktober 2022, dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. In einem die Transaktion vorbereitenden Schritt wurde von Battery mittelbar eine JVCo (jetzige Proemion-Gruppe) gegründet. Von dieser Gesellschaft wurde wiederum eine PledgeCo (jetzige Proemion Beteiligungs GmbH) gegründet. Die PledgeCo hat wiederum eine BidCo (jetzige Proemion Holding) gegründet. Im Rahmen der Transaktion hat die BidCo Anteile an der Proemion GmbH sowie die Proemion Ltd, und die Proemion Corp. von der Proemion International GmbH, Fulda/Deutschland erworben. In einem zweiten Schritt hat die Proemion International die noch von ihren gehaltenen Anteilen an der Proemion GmbH in die BidCo eingebracht. Unmittelbar darauffolgend hat die Proemion International ihre Anteile an der BidCo in die PledgeCo gegen Anteile an der PledgeCo eingebracht und in einem finalen Schritt ihre Anteile an der PledgeCo in die JVCo gegen Anteile an der Proemion-Gruppe eingebracht. In der folgenden Tabelle sind diejenigen Gesellschaften mit Sitz und Beteiligungsquote aufgeführt, die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Proemion Investment GmbH voll konsolidiert wurden:
Die Proemion Investment GmbH, Proemion Beteiligungs GmbH, Proemion Verwaltungs GmbH und Proemion ManCo GmbH & Co KG dienen als Holding- bzw. Verwaltungsgesellschaften ohne operative Tätigkeit. Die Proemion Holding GmbH dient als Holding der operativ tätigen Gesellschaften und stellt diesen Managementdienstleistungen sowie Services im Bereich Finance & Accounting sowie Human Capital Management zur Verfügung. Die Bereiche Research & Development, Product Management, Customer Care sowie die Produktion und der Vertrieb für das Geschäft in Deutschland sowie das europäische Ausland sind in der Proemion GmbH angesiedelt. Das Auslandsgeschäft in Nordamerika und Asien wird über eigene rechtliche Einheiten abgewickelt, die jeweils einen Vertriebsauftrag für die Region besitzen. Neben der Zentrale in Fulda verfügt die Proemion Gruppe über einen Produktionsstandort in Fulda sowie Büros in Dayton, Ohio, USA und Seoul, Süd-Korea. Aufgrund der Erstkonsolidierung des Proemion Konzerns zum 01. Oktober 2022 und dem daraus resultierenden Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2022 besteht zwischen dem hier vorliegenden Konzernabschluss und den Vorjahresangaben nur eine eingeschränkte Vergleichbarkeit. 1.2. Geschäftstätigkeit Die Proemion Gruppe wurde 1987 in Fulda als RM Michaelides Software und Elektronik GmbH mit einem Fokus auf die Entwicklung und Produktion von elektronischen Baugruppen und Geräten gegründet. Die Konzernmutter Proemion Investment GmbH wurde am 23. Juni 2022 in Vorbereitung eines Wachstumsinvestments durch Battery als mertus 833. GmbH gegründet und am 25. Juli 2023 in Proemion Investment GmbH umbenannt. Die Proemion Gruppe ist ein global ausgerichtetes Technologieunternehmen, welches im Bereich der Entwicklung und Produktion von elektronischen Baugruppen und Geräten tätig ist, sowie Konnektivitätslösungen für Maschinen herstellt. Unternehmen jeder Größe nutzen die CAN-Technologien der Proemion Gruppe, um ihre Maschinen zu digitalisieren. Geliefert wird die gesamte Technologiekette für CAN-Konnektivität: von Embedded Hardware Design und Fertigung bis hin zu Cloud-basierten Webservices. Die Unternehmensgruppe hat Ihren Hauptsitz in Fulda, Deutschland und beschäftigt ca. 150 Mitarbeiter in Gesellschaften in Europa, Nordamerika und Asien. Proemion bietet umfassende Lösungen, die Maschinen mit Menschen (HMI), der Cloud (IoT) und untereinander (M2M) verbinden. Zu den Hauptdienstleistungen und Produkten gehören:
PRODUKTPORTFOLIO Während die Proemion Gruppe lange Zeit auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von elektronischen Baugruppen, insbesondere CAN-Hardware fokussiert war, ist mit dem Einstieg von Battery im Oktober 2022 der Bereich der Software -Lösungen ins Zentrum der Geschäftstätigkeit gewandert und die Proemion Gruppe bietet CAN-Technologie end-to-end an. Die selbstentwickelten, hochwertigen Telematics Control Systeme (TCUs) werden im modernen Produktionsstandort in Fulda "made in Germany" gefertigt. Jährlich bis zu 100.000 Hardware-Komponenten werden von dort an Kunden weltweit versandt. Daneben bietet die Proemion Gruppe verschiedene Web-Dienste für Versand, Speicherung und Analyse der durch die TCUs erfassten und Übermittelten Maschinendaten an:
VERTRIEB Die Proemion Gruppe vertreibt ihre Produkte über eigene Vertriebsgesellschaften und wenige Geschäftspartner. Neben der Proemion GmbH tragen die Landesgesellschaften in den USA und Südkorea zum Direktvertrieb bei. Der Vertriebszyklus in diesen Vertriebskanälen beträgt beim Serieneinsatz von TCUs und der Einführung der Webdienste bei Kunden zwischen 9 und 15 Monaten. Im Berichtszeitraum wurde die Transformation vom einen Hardware-fokussierten, technisch geprägten Vertrieb zum Subskription-fokussierten Lösungsverkauf initiiert. Insgesamt werden 80 % - 85 % des Konzernumsatzes über den Vertrieb der Proemion GmbH erwirtschaftet. Der Umsatzanteil der Auslandstöchter liegt bei 15 % - 20 %. Der Partnervertrieb erfolgt zum einen durch Hersteller von Kontrollern die Proemion Lösungen ihren Kunden mitanbieten. Zum anderen werden insbesondere im asiatischen Raum einzelne Vertriebspartner eingesetzt, die in erster Linie CANLink Wireless Produkte vertreiben. UNTERNEHMENSSTRATEGIE Strategisches Ziel der Proemion Gruppe ist es, den Geschäftsmodellwandel vom Anbieter von Telematik Bauteilen zum End-to-End Lösungsanbieter für die Überwachung, Steuerung und Optimierung von Off-Highway Machinery zu vollziehen und den Umsatzschwerpunkt hin zu Software-as-a-Service in der Cloud zu verschieben. Neben organischem Wachstum in den Kernmärkten Europa und USA werden hierzu auch strategische Zukäufe in Betracht gezogen. 1.3. Steuerungssystem Die Proemion Gruppe steuert die Belange des Konzerns in ordentlichen Sitzungen der Organe der Gesellschaft sowie zwischen Senior Management und dem Beirat der Gesellschaft (Board of Directors). Darüber hinaus werden kontinuierlich Themen einschließlich Risiko- und Chancenberichte im Rahmen von regelmäßigen Management-Meetings erörtert, an denen Vertreter aus allen Bereichen des Konzerns teilnehmen. Die Geschäftsführung und das Senior Management legen großen Wert auf eine nachhaltige, positive Entwicklung der Proemion Gruppe. Die wesentlichen finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren der Gruppe werden im Folgenden dargestellt. Sie dienen der Steuerung des Konzerns und werden im Rahmen des Management Reportings regelmäßig Geschäftsleitung und Beirat vorgestellt. Das Management Reporting basiert auf monatlichen Konzernabschlüssen mit Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Cash-Flow. Diese werden auf Abweichungen vom Budget und Veränderungen zu den Vorjahreszahlen analysiert. FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns sind (Adjusted) EBITDA, Umsatzerlöse, operativer Cash-Flow und Annual Recurring Revenue (ARR). Die Basis zur Berechnung dieser Indikatoren bilden die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften. Im Berichtsjahr wurde ein Projekt zu Implementierung der Konsolidierungslösung "Luca-Net" gestartet. Dieses Projekt wird im Lauf des Jahres 2024 abgeschlossen und erlaubt eine (teil-) automatische Konsolidierung der Abschlüsse aller Konzerngesellschaften. Aufgrund der Gründung der Konzernmutter im Kalenderjahr 2022 war das Geschäftsjahr 2022 ein Rumpfgeschäftsjahr. Im Berichtsjahr wird erstmalig ein Konzernabschluss aufgestellt. Die Vergleichbarkeit der Konzern-GuV mit dem Vorjahr ist insofern nur eingeschränkt möglich. Umsatzerlöse: Da Proemion nachhaltiges, profitables Wachstum anstrebt, spielt die Umsatzentwicklung in der Konzernsteuerung eine zentrale Rolle. Der Umsatz wird differenziert nach Hardware-, Subscription- und sonstigen Umsätzen. Jeder Umsatzbereich hat individuelle Key-Performance-Indikatoren und ein definiertes Gross-Margin Ziel. Der gesamte Konzernumsatz stieg im Berichtsjahr auf EUR 26,3 Mio. (VJ: EUR 6,2 Mio.). Der Anteil des Subscription-Umsatzes lag im Geschäftsjahr bei 34,6 % und belief sich auf EUR 9,0 Mio. (VJ: EUR 2,4 Mio.). Annual Recurring Revenue: Neben dem Umsatz hat auch die Entwicklung des jährlich wiederkehrenden Umsatzes (Annual Recurring Revenue), besondere Bedeutung für die Proemion Gruppe. Berechnet wird dieser monatlich durch Annualisierung der monatlichen Subscription-Umsätze, die mit Verträgen von mindestens zwölfmonatiger Dauer hinterlegt sind, unabhängig von der Art der Abrechnung. Zum Bilanzstichtag stieg der ARR auf EUR 11,1 Mio. (30. September 2022: EUR 10,3 Mio.) EBITDA: Die Proemion Gruppe legt großen Wert auf profitables Wachstum und die erfolgreiche Monetarisierung des Produktportfolios. Vor diesem Hintergrund fällt dem EBITDA eine wichtige Rolle in der Unternehmenssteuerung zu. Die EBITDA-Marge ergibt sich aus dem Konzernergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern dividiert durch die Konzernumsatzerlöse. Im Berichtszeitraum wurde im Konzern ein EBITDA von EUR 2,0 Mio. (VJ: EUR 0,7 Mio.) erzielt. Operativer Cash-Flow: Der operative Cash-Flow, für den das EBITDA ein Indikator ist, stieg im Berichtsjahr um EUR 4,6 Mio. auf EUR 6,4 Mio. (Vorjahr: 1,7 Mio.). Die Kennzahl beschreibt die in der Berichtsperiode durch die operative Geschäftstätigkeit erwirtschafteten Mittel. Eigenkapitalquote: Die Eigenkapitalquote der Proemion Gruppe errechnet sich als Quotient aus dem Eigenkapital und der Bilanzsumme und dient als Indikator für die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Zum Bilanzstichtag 2023 betrug die Konzerneigenkapitalquote 52,2 % (2022: 58,8 %). NICHT-FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Kundenzufriedenheit: Zur Sicherstellung von profitablem und nachhaltigem Wachstum ist es notwendig, Kundenzufriedenheit, -loyalität und positive Kundenerlebnisse in den Mittelpunkt der unternehmerischen Entscheidungen zu stellen. Die strukturierte Erfassung von Kundenfeedback hat maßgeblich zur Identifizierung von Optimierungsmöglichkeiten im Bereich der Web-Services und damit zu einer Steigerung der Kundenzufriedenheit beigetragen Mitarbeiterzufriedenheit: Der Erhalt bzw. die Steigerung der Zufriedenheit der Mitarbeitenden ist wichtig, um die Proemion Gruppe im Wettbewerb um Arbeitskräfte als attraktiven und zukunftsorientierten Arbeitgeber zu positionieren. Innovationsgeist, Engagement und Fähigkeiten der Mitarbeitenden sind Grundvoraussetzungen für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Die individuelle Förderung und Karriereentwicklung von Mitarbeitenden besitzen im Proemion Konzern besondere Bedeutung. Im Berichtsjahr wurde zweimal eine anonyme Mitarbeiterumfrage durchgeführt, die neben dem Zufriedenheitswert und Unternehmens-NPS weitere detaillierte arbeitsrelevante Fragen beinhaltete. Im Durchschnitt lagen die Ergebnisse deutlich über 8/10 Punkten und damit rund 0,5 Punkte über dem durchschnittlichen Zufriedenheitswert der Peer-Group. Neben Angeboten zur Gesundheitsvorsorge wie Workshops, Webinaren und vor Ort Veranstaltungen wurden den Mitarbeitenden interne wie externe Schulungen angeboten, um sich in persönlicher wie fachlicher Sicht weiterzuentwickeln. Zusätzlich bietet Proemion allen Mitarbeitenden die Nutzung einer unternehmensweiten E-Learning Plattform an. Der Besuch von Fachmessen im jeweiligen Fachbereich gehört ebenfalls zu dem Standard, den wir unseren Mitarbeitenden bieten, um sich über neuste Trends zu erkundigen, den eigenen Horizont zu erweitern und in Kontakt mit anderen Messebesuchern sowie Anbietern und Experten zu treten. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ein wichtiger Baustein für die Zufriedenheit von Mitarbeitenden. Vor diesem Hintergrund wurde unternehmensweit ein flexibles Arbeitszeitmodell geschaffen, in dem Mitarbeitende keiner vorgeschriebenen Kernarbeitszeit unterliegen, sondern sich ihre Arbeitszeit werktags frei einteilen können Zudem bemüht sich die Proemion Gruppe Anfragen nach Teilzeittätigkeit, Sabatticalsx oder Veränderungen des Arbeitsortes aufgrund eines Umzugs etc. gemäß den Wünschen der Mitarbeitenden umzusetzen. Die Proemion-Gruppe bietet Tätigkeiten im Büro, für hybrides Arbeiten sowie Fully Remote an. Um auch Mitarbeitenden die nicht oder nur selten im Büro tätig sind, den Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen zu ermöglichen, bietet der Konzern zahlreiche Angebote, um miteinander in den sozialen Austausch zu treten. Dazu gehören virtuelle Events, vor Ort Feiern, virtuelle Coffee Chats oder die gemeinsamen Mittagessen im Büro. Dadurch wird das Wir-Gefühl im gesamten Proemion Konzern gefördert. 1.4. Forschung & Entwicklungstätigkeiten Die Proemion Gruppe entwickelt CAN-Hardware für industrielle Anwendungen. Das Produktportfolio umfasst drahtlose CAN-Gateways (LTE/3G/2G, WiFi/Bluetooth), CAN-Displays und kundenspezifische OEM-Entwicklungen. Im Berichtsjahr lag der Fokus der Hardwareentwicklung auf der Serienreife der CANlink® mobile 10000, der neuen Flaggship-TCU der Gruppe. Diese wurde im Dezember 2023 endgültig erreicht, so dass die Serienprodukte ab Januar 2024 an ausgewählte Kunden geliefert werden konnten. Im Bereich Cloud-Services, Webportal und Realtime-Applikationen lag der Entwicklungsfokus 2023 zum einen auf einer kontinuierlichen Erhöhung der Verfügbarkeit der gehosteten Applikationen. Hierzu wurden zentrale Teile der Serverinfrastruktur vom eigenen Rechenzentrum in ein Hyperscaler-Environment verlegt. Daneben war ein Entwicklungsschwerpunkt die Vereinfachung der Systemkonfiguration, um ein schnelleres Kunden-Onboarding und damit geringeren Time-to-Value auf Kundenseite bei schnellerer Skalierbarkeit für die Proemion Gruppe sicherzustellen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Entwicklung der Weltwirtschaft war im Jahr 2023 einerseits von einer der Erholung von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, andererseits jedoch dem Krieg in der Ukraine, der Steigerung der Lebenshaltungskosten sowie der Energiepreise geprägt. Die Inflation sank im Jahr 2023 schneller als erwartet nach ihrem Höchststand im Jahr 2022, wobei die Auswirkungen auf die Beschäftigung und die Wirtschaftstätigkeit geringer als erwartet waren. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die Straffung der Geldpolitik der Zentralbanken, Angebotsausweitungen und die Ausweitung der Fiskalpolitik vieler Regierungen zurückzuführen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seinem im Januar 2024 veröffentlichten "World Economic Outlook Update" für das Jahr 2023 mit einem Wachstum der Weltwirtschaftsleistung von 3,1 % gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum liegt damit unter dem historischen Jahresdurchschnitt (2000 bis 2019) von 3,8 %. Dabei waren die Wachstumsraten vor allem in den USA und in zahlreichen Schwellen- und Entwicklungsländern höher als ursprünglich erwartet.[1] Dagegen gestalteten sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa und insbesondere in Deutschland auch im Jahr 2023 herausfordernd. In der EU verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 ein moderates Wachstum von ca. 0,4 %[2], was auf eine leichte Erholung nach den Pandemiejahren hinweist. In Deutschland, der größten Volkswirtschaft Europas, sank das BIP hingegen leicht um rund 0,2 %. Hierzu trugen ein Rückgang der Bruttoinvestitionen im Vergleich zu 2022 um 1,8 % sowie der privaten Konsumausgaben (-0,7 %) und sowie der Konsumausgaben des Staates (-1,0 %) bei.[3] 2.2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Die Kunden der Proemion Gruppe operieren hauptsächlich im Bereich Off Highway Machinery und Material Handling. Spezifische Rahmenbedingungen dieser Branchen haben direkten Einfluss auf die Absatzmöglichkeiten der Proemion Gruppe. OFF HIGHWAY MACHINERY (BAU- UND SPEZIALFAHRZEUGE): Diesem Sektor, zu dem Hersteller von Bau- und Spezialfahrzeugen gehören, sind die Mehrzahl der Kunden der Proemion Gruppe zuzuordnen. Der Markt entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 regional sehr unterschiedlich. In Europa führten das geringe Wirtschaftswachstum und die anhaltenden Folgen des Krieges gegen die Ukraine zu zurückhaltendem Investitionsverhalten im Sektor. Der Absatz im Bereich Baumaschinen blieb trotz des Infrastrukturprogramms der EU-Kommission hinter den Erwartungen zurück. In Nordamerika zeigte sich der Markt hingegen aufgrund umfangreicher staatlicher Impulse robust.[4] MATERIAL HANDLING (FLURFÖRDERZEUGE): Die Märkte für Flurförderzeuge wurden im Jahr 2023 von wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten, dem gestiegenen Zinsniveau und hohen Inflationsraten beeinflusst. Sie wirkten sich negativ auf die Investitionsbereitschaft und damit auf die Nachfrage nach Flurförderzeugen aus. Geplante Investitionen wurden teilweise aufgeschoben oder gestoppt[5]. Der Auftragseingang bei den großen Anbietern von Flurförderzeugen verlangsamte sich. 2.3. Beurteilung der Geschäftsentwicklung & Lage des Konzerns Die Konzernentwicklung im gesamten Geschäftsjahr 2023 lag bei Umsatz und Ertrag innerhalb der prognostizierten Bandbreite. Ca. 89 % des Umsatzes wurden durch die Proemion GmbH in Europa, insbesondere Deutschland generiert, ca. 9,2 % durch die Proemion Corp. in den USA und 2 % durch die Proemion Ltd., Süd-Korea. Die weiteren Konzerngesellschaften trugen nicht nennenswert zum Umsatz der Gruppe bei. Zum Stichtag lag der Auftragsbestand im Bereich Hardware bei ca. EUR 12,8 Mio. und damit nur knapp unter dem bisherigen Höchsttand von EUR 13.4 Mio. aus dem Juli 2023. Die passive Rechnungsabgrenzung, die einen guten Anhaltspunkt für die Auftragslage im Bereich Subscription liefert, lag zu diesem Zeitpunkt bei EUR 9,5 Mio. und mithin EUR 3,3 Mio. über dem Vorjahreswert. Die Proemion-Gruppe startet mit einer stabilen Auftragslage ins Jahr 2024, auch wenn der Rückgang des Hardware-Auftragsbestands in der zweiten Jahreshälfte 2023 indiziert, dass die Vertrieblichen Aktivitäten zukünftig nochmals verstärkt werden sollten. Größere Investitionen, die nicht aus dem laufenden Geschäft finanziert werden können, sind zum Bilanzstichtag nicht geplant. 2.4. Ertragslage Aufgrund des 3-monatigen Rumpfgeschäftsjahres 2022 sind Ertragswerte aus dem Jahr 2023 nicht oder nur sehr eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Vor diesem Hintergrund werden bei der Analyse der Ertragslage wo möglich die Umsatz-, Ergebnis- und Kostenquoten als Vergleichswert herangezogen. UMSATZENTWICKLUNG: Der Konzernumsatz der Proemion Gruppe belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 26,3 Mio. (2022: EUR 6,2 Mio.). Er liegt damit innerhalb der im Vorjahr prognostizierten Bandbreite. Ca. 34,6 % des Konzernumsatzes entfielen auf Subscription-Erlöse (2022: 34,2 %) 59,9 % auf den Verkauf von Hardware (2022: 56,0 %). 5,5 % entfielen auf Sonstige Umsätze (2022: 9,8 %). Zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge und Bestandsveränderungen ergab sich eine Gesamtleistung in Höhe von EUR 26,9 Mio. (2022: EUR 6,9 Mio.) ERGEBNISENTWICKLUNG: Die Umsatzerlöse sind zum Vorjahr von EUR 6,2 Mio. auf EUR 26,3 Mio. gestiegen. Die Materialaufwandsquote sank von 41,2 % auf 31,5 %, was vor allem auf den höheren Anteil an Subskriptions-Umsatz und sich weiter normalisierende Einkaufspreise nach der Corona-Pandemie zurückführen lässt. Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 8,9 Mio. Personalaufwandquote: 32,4 %, VJ: 29,9 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr auf EUR 7,4 Mio. (2022: EUR 1,7 Mio.). Damit sank die Aufwandquote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 28,3 % im Jahr 2022 auf 27,1 % im Jahr 2023. Größte Position waren hierbei Fremdleistungen (EUR 3,7 Mio.), in erster Linie für den Bereich der Software-Entwicklung. Weitere substanzielle Beträge entfielen auf die Raumkosten (EUR 0,9 Mio.), Aufwendungen für Rechts- und Steuer-Beratung, Abschluss, Prüfung (EUR 0,6 Mio.), Reparaturen und Instandhaltung (EUR 0,5 Mio.), Werbekosten (EUR 0,3 Mio.), Leasingaufwendungen (EUR 0,2 Mio.) sowie Reisekosten (EUR 0,2 Mio.) Vor diesem Hintergrund belief sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 2,0 Mio. (2022: EUR 0,7 Mio.). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen von EUR 2,2 Mio. auf EUR 7,4 Mio. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) sank auf EUR -6,3 Mio. (2022: EUR -1,6 Mio.). Unter Berücksichtigung des Netto-Zinsaufwands von EUR 0,9 Mio. und Steuerertrags von EUR 0,9 Mio. ergab sich somit ein Konzernjahresfehlbetrag von -6,3 Mio. (2022: Konzernjahresfehlbetrag EUR -1,6 Mio.). 2.5. Finanzlage (Cash-Flow Analyse) Der Nettozahlungsmittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 6,3 Mio. (VJ: EUR 1,6 Mio.). Der Nettozahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf EUR 0,3 Mio. (VJ: EUR 0,1 Mio.). Der Nettozahlungsmittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit summierte sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 1,1 Mio. (2022: EUR 0,2 Mio.). Im Geschäftsjahr erfolgten Auszahlungen für die Tilgung von Darlehen in Höhe von EUR 0,2 Mio. Dazu kamen Zinszahlungen in Höhe von EUR 1,0 Mio. (2022: EUR 0,2 Mio.) Somit ergab sich für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt ein Gesamt-Cashflow in Höhe von EUR 4,9 Mio. (2022: EUR 1,3 Mio.). Der Finanzmittelbestand betrug am 31. Dezember 2023 EUR 9,1 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 4,2 Mio.). Eine Kreditlinie in Höhe von EUR 2,0 Mio. stand dem Konzern während des Geschäftsjahres zu Verfügung, wurde jedoch nicht in Anspruch genommen. Für die Bereitstellung dieser Linie berechnet die kreditgebende Bank eine Gebühr von 0,5 %/Jahr. 2.6. Vermögenslage KAPITALSTRUKTUR: Die Bilanzsumme hat sich im Berichtszeitraum von EUR 68,4 Mio. auf EUR 65,1 Mio. verringert. Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen wie z. B. die Emission von Anteilen oder Anleihen oder Änderungen an den bestehenden Kreditlinien wurden im Berichtsjahr nicht durchgeführt und waren zum Abschlussstichtag nicht geplant. ANLAGEVERMÖGEN: Das Anlagevermögen belief sich zum 31.12.2023 auf EUR 47,7 Mio., davon entfielen EUR 32,4 Mio. auf den Geschäfts- oder Firmenwert, EUR 13,7 Mio. auf sonstige Immaterielle Vermögensgegenstände und EUR 1,6 Mio. auf das Sachanlagevermögen. Im Vergleich zum 31.12.2022 bedeutet dies einen Rückgang des Anlagevermögens von EUR 54,6 Mio. um EUR 6,9 Mio. Dabei betrug der abschreibungsbedingte Rückgang des Geschäfts und Firmenwerts EUR 3,7 Mio., der Rückgang der sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände EUR 2,9 Mio. und der Rückgang der Sachanlagen EUR 0,4 Mio. UMLAUFVERMÖGEN: Das Umlaufvermögen betrug zum Bilanzstichtag EUR 17,0 Mio. und lag damit um EUR 3,5 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 13,4 Mio. Während der Bestand an Vorräten im Berichtsjahr um EUR 2,1 Mio. auf EUR 5,0 Mio. zurück ging (VJ: EUR 7,1 Mio.) stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten um EUR 0,8 Mio. von EUR 1,3 Mio. auf EUR 2,0 Mio. und die liquiden Mittel um EUR 4,9 Mio. von EUR 4,3 Mio. auf EUR 9,1 Mio. AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN: Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten lagen zum 31. Dezember 2023 bei EUR 0,5 Mio. Dies entspricht einem Rückgang um EUR 0,1 Mio. gegenüber dem Vorjahreszeitpunk (EUR 0,4 Mio.). EIGENKAPITAL: Das Eigenkapital beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 33,9 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 40,3 Mio.) und setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital von EUR 0,1 Mio. sowie einer Kapitalrücklage von EUR 41,9 Mio., dem Bilanzergebnis von EUR -7,9 Mio. sowie einer Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung von EUR 0,1 Mio. RÜCKSTELLUNGEN: Die Rückstellungen betrugen zum Bilanzstichtag EUR 1,8 Mio. und setzten sich aus EUR 0,6 Mio. Steuerrückstellungen und EUR 1,0 Mio. sonstigen Rückstellungen zusammen. Dies ist ein Anstieg von EUR 1,3 Mio. gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 als sich die Rückstellungen auf EUR 0,6 Mio. beliefen. VERBINDLICHKEITEN: Die Verbindlichkeiten der Proemion Gruppe belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 15,1 Mio. (VJ: EUR 15,0 Mio.). Davon entfallen EUR 12,4 Mio. (VJ: EUR 12,6 Mio.) auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung betragen zum Stichtag EUR 1,2 Mio. (VJ: EUR 1,2 Mio.) Daneben bestehen Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht von welchen mit EUR 1 Mio. (VJ: EUR 0,9 Mio.) der größte Anteil auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern besteht. Die Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt sowie aus Sozialabgaben liegen zum Bilanzstichtag bei EUR 0,1 Mio. und damit auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht entfielen vollständig (EUR 1 Mio., VJ: EUR 0,9 Mio) auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die Verbindlichkeiten der Gruppe bestehen fast vollständig in Euro, Verbindlichkeiten in Fremdwährungen (US-Dollar, Südkoreanische Won) bestehen nur in vernachlässigbarer Größe. Die Bankverbindlichkeiten sind marktüblich variabel verzinst, der Zinssatz besteht aus einer festen Margenkomponente sowie einem Referenzzinssatz und wird jeweils für die bevorstehende Zinsperiode festgelegt. (PASSIVE) RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN: Die passive Rechnungsabgrenzung der Proemion-Gruppe beläuft sich zum Geschäftsjahresabschluss auf EUR 9,5 Mio. und damit EUR 3,3 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 6,2 Mio. LATENTE STEUERN Die passiven latenten Steuern von EUR 4,8 Mio. liegen um EUR 1,5 Mio. unter dem Vorjahreswert von EUR 6,4 Mio. Der Rückgang der passiven latenten Steuern resultiert aus der planmäßigen Abschreibung der neubewerteten immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens sowie auf der Auflösung der Neubewertung der passiven Rechnungsabgrenzung. 2.7. Wirtschaftliche Gesamtlage Der Proemion Konzern steht am Ende des Geschäftsjahres 2023 wirtschaftlich solide da. Die stabile Eigentümerstruktur mit klarem Fokus erlaubt es konzentriert und planvoll an den Zielen der Gruppe zu arbeiten. Das Geschäftsjahr wurde im Rahmen des operativen Plans abgeschlossen, die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatz, ARR und EBITDA) liegen im Zielkorridor. Sowohl der operative Cash-Flow als auch der Cash-Flow in Summe lagen deutlich über Plan und bieten eine stabile Liquiditätssituation für das folgende Jahr. Die Eigenkapitalquote von 52 % in Verbindung mit der langfristigen Fremdfinanzierung zeigt eine stabile Kapitalsituation. 3. Risiko- und Chancenbericht 3.1. Risikobericht Risiken bezeichnen die Möglichkeit des Auftretens von internen oder externen Ereignissen, die eine ungünstige Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage der Proemion Gruppe haben oder durch deren Auftreten die Erreichung von Zielen gefährdet wird. Die Proemion Gruppe ist diversen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Chancen und Risiken der unternehmerischen Tätigkeit werden vom Senior Management kontinuierlich betrachtet und beurteilt. Für die Proemion Gruppe bildet ein konsequentes Kontroll- und Risikomanagement ein wesentliches Instrument zur langfristigen Absicherung des Konzerns. Hierzu existiert ein konzernweites Frühwarnsystem zur Identifizierung eventueller Risiken, in das sowohl interne als auch externe Faktoren einfließen. Die Einhaltung der strategischen Vorgaben wird durch die jeweiligen Fachabteilungen überwacht. Dies erfolgt durch eine laufende Prüfung der unternehmerischen Kennzahlen, u. A. Umsatz und EBITDA, Entwicklung des Auftragsbestandes, Materialbedarf und -bestand, KPIs und Liquidität. Abweichungsanalysen gegenüber den Planwerten bzw. Vorjahreswerten ergänzen die Analyse. MARKTRISIKEN: Die Märkte für die Produkte der Proemion Gruppe sind durch hohen Wettbewerb gekennzeichnet. Der Wettbewerb besteht hier zum einen aus relativ wenigen Wettbewerbern, die, ähnlich der Proemion Gruppe, ein End-to-End Angebot inklusive Hardware- und Software-Komponenten anbieten, zum anderen aus einer größeren Zahl Wettbewerber, die nur einzelne Komponenten der Lösungskette anbieten. Darüber hinaus steht Proemion insbesondere bei großen Fahrzeugherstellern häufig im Wettbewerb zur Entwicklung einer internen Lösung und muss daher zuerst eine make or buy Entscheidung zugunsten von buy erfolgreich beeinflussen. Die Proemion Gruppe vertreibt ihre Produkte international und unterliegt mit ihren Tochtergesellschaften auch den Risiken aus internationalen Geschäften wie sich verändernden rechtlichen oder politischen Rahmenbedingungen. Da der Umsatz im außereuropäischen Ausland aktuell jedoch nur ca. 11 % des Konzernumsatzes ausmacht, werden spezifisch mit Auslandsgeschäften verbundene Risiken als gering und das Marktrisiko in seiner Gesamtheit als mittel eingestuft. UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN: Die Proemion Gruppe befindet sich in einer triefgreifenden Transformation von einem Unternehmen mit einem klaren Fokus auf den Bereich der Produktentwicklung ("Engineering Driven Company") hin zu einem Unternehmen mit Fokus auf die Vertriebsorganisation ("Sales Driven Company"). Zeitgleich verfolgt die Gruppe einen Hardware-basiertes Vertriebskonzept hin zu einem lösungsorientierten Vertriebskonzept mit dem Ziel den Subskriptions-Umsatz überproportional stärker wachsen zu lassen als den Hardware-Umsatz. Diese Transformation erfordert Prozessveränderungen in weiten Bereichen der Unternehmensgruppe, und erfordert sowohl auf Kunden- als auch auf Mitarbeiterseite die Bereitschaft damit einhergehende Veränderungen mitzutragen. Hierdurch entsteht temporär sowohl ein erhöhtes Risiko Bestandskunden zu verlieren als auch die Gefahr, dass wichtige Mitarbeitende das Unternehmen verlassen, daher wird dieses Risiko insgesamt als mittel eingestuft. OPERATIVE RISIKEN: Die Komplexität der Produkte der Proemion Gruppe erfordert einen professionellen Vertrieb und umfangreiche Beratung während der Implementierung der Lösung auf Kundenseite. Damit einher gehen hohe Ansprüche an die Qualifikation und Fähigkeiten der Vertriebsmitarbeiter und Berater. Im Zusammenhang mit dem Wechsel zum Lösungsorientierten Vertrieb im "Enterprise Sales" Model müssen neue Vertriebsstrukturen und -prozesse etabliert werden. In diesem Zusammenhang besteht ein mittleres Risiko, dass die erforderliche Weiterqualifizierung der Vertriebsmitarbeiter nicht zum gewünschten Erfolg führt oder neu zu rekrutierende Vertriebsmitarbeiter aufgrund der Komplexität der Gesamtlösung nicht in der zu Verfügung stehenden Zeit ausgebildet werden können. Das Geschäft von Proemion erfordert in vielen Bereichen hochspezialisiertes Know-how. Es besteht das Risiko, dass wichtige Know-how-Träger das Unternehmen verlassen. Gleichzeitig kann sich die Neueinstellung von geeignetem Personal schwierig und langwierig gestalten. Die Proemion Gruppe trifft daher geeignete Maßnahmen, um ungewollter Fluktuation entgegenzuwirken. Gleichzeitig arbeitet die Gruppe daran die Rahmenbedingungen zu schaffen, um sowohl intern als auch extern als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, daher wird dieses Risiko insgesamt als gering eingestuft. In den letzten Jahren ist das Risiko von Cyberangriffen, auch auf Unternehmen mittlerer Größe, deutlich zugenommen. Zu den häufigsten Arten von Cyberangriffen gehören Social Engineering (Phishing, Spear Phishing oder CEO-Fraud) sowie das Einschleusen von Ransomware, Viren oder Trojanern. Aufgrund von Cyberangriffen besteht das Risiko, dass die Informationssysteme der Gesellschaft verschlüsselt oder beschädigt werden und so die Geschäftstätigkeit massiv beeinträchtigt oder gar unterbrochen wird. Dies könnte zur Folge haben, dass die Gesellschaft ihren vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Kunden nicht oder nicht in einer angemessenen Zeit nachkommen kann. Weiterhin besteht das Risiko, dass Teile der IT-Infrastruktur ausgetauscht und neu beschafft werden müssen. Gleichzeitig besteht bei Angriffen auf die Informationssysteme das Risiko, dass Angreifer Zugriff auf sensible und/oder personenbezogene Daten erhalten. Dieses Risiko wird insgesamt als mittel eingestuft, weshalb Proemion umfassende technische Maßnahmen ergriffen hat, um das Eindringen von Angreifern in die Informationssysteme der Gesellschaft zu verhindern sowie Auswirkungen eines potenziellen Angriffs zu minimieren. Die Netzwerkarchitektur, die Informationssysteme sowie alle damit verbundenen Prozesse werden regelmäßig auf mögliche Verbesserungen hin untersucht und entsprechend angepasst. Daneben werden Mitarbeitende regelmäßig über die Bedrohungen durch Cyberangriffe und mögliche Vorgehensweisen der Täter informiert, um das Bewusstsein für die bestehenden Risiken zu schärfen. LIQUIDITÄTS- UND AUSFALLRISIKEN: Liquiditätsrisiken entstehen aus der möglichen Unfähigkeit von Unternehmen der PROEMION Gruppe, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln zu erfüllen. Zur Steuerung der finanziellen Risiken hat die Gruppe entsprechende Prozesse etabliert. Einen wichtigen Bestandteil bildet die Finanzplanung, die als Basis zur Ermittlung des Liquiditätsrisikos dient und in die alle relevanten Tochtergesellschaften eingebunden sind. Aufgrund des hohen Volumens an im Voraus fakturierten Subskriptionsverträgen die kontinuierlich vereinnahmt werden, ist eine ausreichende Liquidität gesichert. Derzeit bestehen daher keine wesentlichen Risiken hinsichtlich der Liquidität und es bestehen ausreichende Liquiditätsreserven. Ein Liquiditätsrisiko könnte für die Proemion Gruppe entstehen, sofern Covenants aus dem Kreditvertrag für den Erwerb der Proemion GmbH, Proemion Ltd. und Proemion Corp. durch die Proemion Holding GmbH verletzt werden. Zur Vermeidung von Schwierigkeiten beim Einzug von Forderungen kontrolliert die Proemion Gruppe kontinuierlich die Entwicklung des Forderungsbestandes. Eventuellen Forderungsrisiken trägt PROEMION durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen im erforderlichen Umfang Rechnung und betrachtet daher die Liquiditätsrisiken insgesamt als gering. 3.2. Chancenbericht Die für die Proemion-Gruppe relevanten Märkte unterliegen einem ständigen Wandel, durch den sich laufend neue Chancen ergeben können. Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg des Konzerns ist daher die zeitnahe Identifizierung sowie die richtige Ausnutzung dieser Chancen. Dabei kann es sich sowohl um interne als auch um externe Potenziale handeln. Die Analyse der Chancen fällt in den Aufgabenbereich der Geschäftsführung. Aus der Analyse der Chancen resultieren die strategische Ausrichtung der Gruppe und die daraus abzuleitenden operativen Maßnahmen. Die sich bietenden Chancen sind auch mit Risiken verbunden. Diese zu bewerten und soweit möglich zu reduzieren, ist die Aufgabe des Risikomanagements. Die Erkennung, Analyse und Bewertung potenzieller Chancen des Konzerns ist hingegen dem strategischen Planungsprozess zugeordnet. Grundsätzlich strebt Proemion ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken an. Nachfolgend werden die bedeutendsten Chancen der Gruppe beschrieben. Diese Auflistung stellt jedoch nur einen Ausschnitt der existenten Möglichkeiten dar. Dabei ist die Einschätzung der Chancen fortlaufenden Anpassungen unterworfen, da sich die relevanten Märkte und das technologische Umfeld ständig weiterentwickeln. NEUE ANWENDUNGSGEBIETE DURCH FORTSCHREITENDE REGULIERUNG Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Geschäftstätigkeit der Gruppe könnten durch Änderungen der Regulierung in Deutschland, Europäischen Union oder Nordamerika beeinflusst werden, indem sich dadurch neue Anwendungsgebiete für die Lösungen von Proemion ergeben. Hier könnten sich beispielsweise aus der fortschreitenden Regulierung, bezüglich der Anforderungen an Dokumentation und Reduktion von CO 2 -Emmisionen, Geschäftsmöglichkeiten für die Proemion-Gruppe ergeben. DATENANALYSE Im gegenwärtigen Stand stellt Proemion seinen Kunden relevante Daten in erster Linie zu Verfügung. Die Analyse dieser Daten wurde in der Vergangenheit häufig in anderen Kundensystemen durchgeführt. Eine Stärkung der analytischen Möglichkeiten direkt in den Software-Lösungen des Proemion-Konzerns könnte den Kunden schnellere und zielgerichtetere Reaktionen auf unerwünschte Betriebszustände ermöglichen. Hieraus könnten sich neue Geschäftsmöglichkeiten für Proemion mit einem positiven Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben. REGIONALER FOKUS Aktuell werden ca. 89 % des Umsatzes des-Proemion-Konzerns in Europa erwirtschaftet. Der Umsatzanteil in Nordamerika liegt bei etwa 9 %, der in Asien bei 2 % - 3 %. Bereits die Gewinnung einzelner, größerer Kunden könnte das Auslandsgeschäft der Proemion-Gruppe signifikant verstärken und damit einen positiven Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insbesondere der jeweiligen Auslandstöchter haben. ANORGANISCHES WACHSTUM Neben dem Ziel des organischen Umsatzwachstums, hat Proemion in Abstimmung mit den Eigentümern auch das Ziel, wertorientierte, strategische Zukäufe durchzuführen und dadurch anorganisch zu Wachsen. Auch für die Zukunft führt die Geschäftsführung der Gruppe regelmäßig Gespräche mit potenziellen Partnern zur Ergänzung des Konzerns. Erfolgreiche Akquisitionen könnten dazu beitragen, die Marktposition von Proemion auszubauen und entsprechend die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns positiv zu beeinflussen. 3.3. Gesamtrisiko- und Chancensituation Die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation hat ergeben, dass im Berichtszeitraum keine existenzgefährdenden Risiken bestanden haben und auch für die Zukunft keine, den Fortbestand des Konzerns, gefährdenden Risiken erkennbar sind. Alle erkannten Risiken wurden im Konzernabschluss angemessen berücksichtigt und gegebenenfalls Rückstellungen gebildet. Trotz der eingetrübten gesamtwirtschaftlichen Situation spielen Kundeninsolvenzen zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Rolle für den Konzern. Die Unternehmenstransformation weg von einem vertrieblichen Fokus auf Hardware-Verkäufe, hin zu hardware-agnostischen Subscription-Lösungen erfordert eine Veränderung der Vertriebsprozesse und erfolgreiche Weiterentwicklung des Vertriebsteams. Finanziell bedeutsame Auswirkungen könnten von einem erfolgreichen Cyberangriff auf die IT der Gesellschaft ausgehen. Die Gesellschaft ist der Ansicht, die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen getroffen zu haben, um dieses Risiko so weit als möglich zu minimieren. Aktuelle Vorkommnisse weltweit zeigen jedoch, dass es gegen gezielte Attacken keine 100%ige Sicherheit geben kann. Die übrigen Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder ihrer finanziellen Auswirkungen für das laufende Geschäftsjahr als wenig bedeutsam eingeschätzt. 4. Prognosebericht Für 2024 sehen wir weiterhin die Gefahr einer schwachen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in unseren Kernmärkten. Aktuell gehen die Prognosen von einer Stagnation bzw. einem leichten Wachstum aus. Ein nachhaltiger Rückgang im Kaufverhalten unserer Kunden kann die Geschäftsentwicklung des Konzerns in 2024 beeinflussen. Der Gruppenumsatz lag in den ersten Monaten 2024 im budgetierten Bereich, jedoch leicht unter dem Vorjahr. Hier ist insbesondere eine gewisse Nachfrageschwäche im Bereich der Hardware zu erkennen, der Subscription-Umsatz entwickelt sich weiter positiv. Damit bestätigt sich der Trend einer Umsatzverschiebung hin zum Bereich Subscription. Dies resultiert zwar in einer verbesserten Gross-Marge, hat aber zur Folge, dass höhere Umsatzbeiträge aus Hardwareverkäufen ausfallen und damit zu geringeren Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahr führen können. Derzeit plant der Konzern mit einen Umsatzwachstum von ca. 4 %, wobei davon auszugehen ist, dass der Hardware-Umsatz leicht sinkt, während der Subscription-Umsatz im Vergleich zu 2023 um 15 % - 20 % steigen dürfte. Damit einher geht eine erwartete Steigerung des ARR auf ca. 13,4 Mio.. Proemion ist dabei bestrebt, den Hardware-Umsatz perspektivisch weiter zu steigern, die Steigerungsrate dürfte jedoch dauerhaft unter der Wachstumsrate des Subscritpition-Geschäfts liegen. Im Jahr 2024 und 2025 ist davon auszugehen, dass der Hardware-Umsatz in Summe noch über dem Subscription-Umsatz liegt, ab 2026 wird der Subscription-Umsatz den Hardware-Umsatz perspektivisch voraussichtlich übersteigen. Aufgrund der im Jahr 2024 geplanten Investitionen in den Bereich "Marketing und Vertrieb" ist von einer temporären Reduktion der EBITDA-Marge auf ca. 10 % bei einem EBITDA von etwa EUR 3,0 Mio. auszugehen. Aufgrund der zeitlich gestaffelt geplanten Einstellung weiterer Mitarbeiter im Bereich Vertrieb wird die reduzierte Marge in erster Linie im zweiten Halbjahr 2024 zu Buche schlagen. Bei den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren strebt die Gruppe an, die Mitarbeiterzufriedenheit auch in Zukunft über dem Branchendurchschnitt und oberhalb von 8/10 bei den halbjährlichen Mitarbeiterzufriedenheitsumfragen zu halten. Dafür werden verschiedene Anpassungen im Bereich der "Benefits" evaluiert. Um die Kundenzufriedenheit auch im Jahr 2024 zu verbessern, prüft der Konzern verschiedene Wege. Hierzu zählen neben weiteren Optimierungen im Bereich der Produkte, wie einer grundlegenden Vereinfachung der kundenseitigen Konfiguration der Software-Lösungen auch die mögliche Einrichtung eines Customer-Advisory-Boards, um strukturiert Kundenbedarfe zu erfassen.
Fulda, den 30. September 2024 Gez. Robert Thomas Michaelides [1] Internationaler Währungsfonds, World Economic Outlook Update, Januar 2024 [2]
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/159507/umfrage/prognose-zur-entwicklung-des-bip-in-den-laendern-der-eurozone/
[3] https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Publikationen/Downloads-Inlandsprodukt/zusammenhaenge-pdf-0310100.pdf?__blob=publicationFile [4] VDMA, Construction equipment and building material machinery, Februar 2024 [5] Interact Analysis, November 2023, Juli 2023 KonzernbilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023Proemion Gruppe
KonzerneigenkapitalspiegelEntwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2023
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023Proemion Investment GmbH, Fulda Die Gesellschaft führt die Firma Proemion Investment GmbH. Diese ist die oberste Konzerngesellschaft der Unternehmensgruppe Proemion und hat ihren Sitz in Fulda. Sie ist beim Amtsgericht Fulda im Handelsregister unter HRB 8462 eingetragen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Es besteht keine Konzernrechnungslegungspflicht. Es handelt sich um einen freiwillig und erstmalig aufgestellten Konzernabschluss. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben haben wir in den Anhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung haben wir nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Anteile an den Tochterunternehmen der Proemion-Gruppe wurden schrittweise im Rahmen einer Transaktion mit rechtlicher Wirkung zum 1. Oktober 2022 erworben. Der Konzern ist zu diesem Zeitpunkt neu entstanden, weshalb sich die ausgewiesenen Vorjahresangaben auf das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2022 beziehen. Im vorliegenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 ist aus diesem Grund ein Vergleich zum Vorjahr (bei zeitraumbezogenen Aussagen) nur eingeschränkt möglich. Der Konzernabschluss ist gleichzeitig befreiender Konzernabschluss gemäß § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen folgenden inländischen Gesellschaften:
Die Abgrenzung des Konsolidierungskreises ist in entsprechender Anwendung der §§ 294 und 296 HGB erfolgt. In den Konzernabschluss sind alle unmittelbar und mittelbar gehaltenen Tochtergesellschaften gemäß § 290 Abs. 2 HGB einbezogen. Tochterunternehmen, an denen die Mutter mehr als 50 % der Anteile hält, werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Der vollständige Anteilsbesitz des Mutterunternehmens und die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind unter 8. Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode. Dabei werden die Wertansätze der den Konzernunternehmen gehörenden Anteile an verbundenen Unternehmen mit den anteiligen Eigenkapitalpositionen der konsolidierten Tochterunternehmen verrechnet. Erstkonsolidierungszeitpunkt ist hierfür der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung bzw. der Zeitpunkt des Erwerbs. Der im Rahmen der erstmaligen Aufstellung der Konzerneröffnungsbilanz zum 1. Oktober 2022 entstandene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 37 Mio wurde im Rahmen der Eröffnungsbilanz auf der Aktivseite unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine zehnjährige Nutzungsdauer abgeschrieben. Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Erträge und Aufwendungen sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Steuerabgrenzungen waren aufgrund der Anwendung von konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sowie von Konsolidierungsmaßnahmen vorzunehmen. Der Saldo der Steuerabgrenzungen aus Einzelabschlüssen und Konzernabschluss ist separat auf der Passivseite ausgewiesen. Eventualverbindlichkeiten wurden, soweit erforderlich, konsolidiert. Die Jahresabschlüsse der einzelnen Konzernunternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. Von der Wahlmöglichkeit, Angaben nicht in der Bilanz, sondern im Anhang darzustellen, wurde teilweise Gebrauch gemacht. Die im Rahmen der erstmaligen Aufstellung der Konzerneröffnungsbilanz zum 1. Oktober 2022 aufgedeckten stillen Reserven auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 17,3 Mio werden über eine fünf bis neunjährige Nutzungsdauer abgeschrieben. Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche dreijährige Nutzungsdauer abgeschrieben. Geschäfts- und Firmenwerte aus Erstkonsolidierung werden über 10 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer der Technischen Anlagen und Maschinen beträgt im Einklang mit den Steuertabellen zwischen 3 bis 10 Jahren. Die Nutzungsdauer der Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt im Einklang mit den Steuertabellen zwischen 3 bis 10 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. In den Herstellungskosten von Erzeugnissen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie lineare Abschreibungen einbezogen. Zinsen für Fremdkapital sind in den Herstellungskosten nicht enthalten. Für im Einzelnen erkennbare Wertminderungen werden Abschreibungen in angemessener Höhe berücksichtigt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Zahlungsvorgänge des Berichtszeitraums ausgewiesen, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen) angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit einem konzerneinheitlichen Steuersatz von 30 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer) bewertet und nicht abgezinst. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Währungsumrechnung im Konzern Die funktionale Währung des Konzernabschlusses ist Euro. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt gemäß § 308a HGB nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Im vorliegenden Konzernabschluss kommt ausschließlich die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag zur Anwendung. Dabei wurden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags in Euro umgerechnet. Aufwendungen und Erträge wurden mit dem Durchschnittskurs bewertet. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Rücklage für Währungsdifferenzen eingestellt. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstandenen Differenzen wurden in der Rücklage für Währungsdifferenzen erfasst (TEUR 98; Vj. TEUR 66). Die Erfassung von Fremdwährungsgeschäften (Geschäfte der Tochtergesellschaften des Proemion Konzerns außerhalb des EURO-Raums) erfolgt zum Kurs am jeweiligen Transaktionstag. Forderungen und Verbindlichkeiten am Abschlussstichtag werden mit dem jeweils niedrigeren bzw. höheren Kurs angesetzt. Im Geschäftsjahr 2023 sind daher Erträge aus Fremdwährungsgeschäften in Höhe von TEUR 158 bzw. Aufwendungen aus Fremdwährungsgeschäften in Höhe von TEUR 185 im Jahresergebnis enthalten. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Es bestehen keine Forderungen oder sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Eigenkapital Zur Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Aufgliederung im Konzern-Eigenkapitalspiegel im Anhang. Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen vor allem Beträge für ausstehende Rechnungen (TEUR 157), Gewährleistungsverpflichtungen (TEUR 195) und Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 264) sowie Sonderzahlungen an Mitarbeiter (TEUR 247). Verbindlichkeiten Passive latente Steuern Passive latente Steuern gemäß § 274 HGB wurden insbesondere aufgrund von konsolidierungsbedingten Bewertungsunterschieden bei Marken, Software, Vorräten, Sachanlagen und erhaltenen Anzahlungen gebildet. Die passiven latenten Steuern haben sich von TEUR 6.355 zum 31.12.2022 um TEUR 1.542 (Verbrauch) auf TEUR 4.813 zum 31.12.2023 vermindert. Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten:
Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen (TEUR 2) und aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens (TEUR 72) ausgewiesen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 19 enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.542 enthalten. Konzernkapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds umfasst frei verfügbare Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, wie sie unter dem Bilanzposten B. III. ausgewiesen sind. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Pachtverträgen mit einer Laufzeit bis maximal September 2032:
Anzahl der Arbeitnehmer Durchschnittliche Mitarbeiterzahl der konsolidierten Gesellschaften:
Prüfungs- und Beratungsgebühren
Gesellschaftsorgane Die Geschäftsführung der Proemion Investment GmbH obliegt Herrn Robert Thomas Michaelides, M.Sc Physics, Berlin. In analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a und 6b HGB verzichtet. Verbundene Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind (§ 294 i.V.m. § 290 HGB):
* Das Unternehmen hat von der Befreiung des § 264 b HGB Gebrauch gemacht. ** Für das Unternehmen werden die Befreiung von der Pflicht zur Erstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie von der Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. 9. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 91.900,60 auf neue Rechnung vorzutragen. Besondere Vorkommnisse, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlichen Einfluss haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht aufgetreten. Die Proemion Investment GmbH und ihre Tochterunternehmen werden in keinem weiteren Konzernabschluss im Inland sowie im Ausland einbezogen.
Fulda, 13. September 2024 gez. Robert Thomas Michaelides Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Proemion Investment GmbH, Fulda Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Proemion Investment GmbH, Fulda, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Proemion Investment GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt Der Konzernabschluss der Gesellschaft für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr wurde nicht geprüft. Die Vergleichsangaben sind ungeprüft. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlageberichtsind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschrift in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 30. September 2024 KPMG
AG
Rataj, Wirtschaftsprüfer Ehlert, Wirtschaftsprüfer |
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