Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 9735
Vorher
VAG-Armaturen GmbH
Eingetragen
11.4.1962
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und Gießmaschinen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung und der Vertrieb von Maschinen und Apparaten, insbesondere von Armaturen, von Steuer- und Regelgeräten und die Betätigung auf verwandten Bereichen der Wissenschaft und Technik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jasmin Barbara Becker
seit 28.1.2026
Geschäftsführer
Thomas Hary
seit 28.1.2026
Prokura
Prokura
Prokura
Michael Weinschenk
seit 6.12.2023
Geschäftsführer
Jochen Endreß
seit 31.10.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
VAG Holding GmbH
Germany
1.150.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VAG GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 172.976,22 260.466,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 78.650,81 127.212,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.202.548,84 1.073.933,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 173.780,82 1.454.980,47 98.846,20 1.299.992,13
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.755.386,33 7.755.386,33
9.383.343,02 9.315.845,01
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.072.576,38 1.833.469,92
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.620.726,26 1.460.089,78
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.470.082,18 1.171.042,44
4. Geleistete Anzahlungen abzüglich 341.521,21 107.194,29
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -10.756.480,44 -251.574,41 -3.429.374,33 1.142.422,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.456.663,38 10.603.608,18
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.904.544,32 25.175.165,38
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.202.959,97 41.564.167,67 195.687,79 35.974.461,35
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.079.241,77 1.990.171,96
44.391.835,03 39.107.055,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 278.746,93 202.411,41
54.053.924,98 48.625.311,83

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.150.000,00 1.150.000,00
II. Kapitalrücklage 13.508.731,05 13.508.731,05
III. Bilanzgewinn 561.681,17 561.681,17
15.220.412,22 15.220.412,22
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.481.341,00 2.913.706,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.802.143,23 3.200.011,22
6.283.484,23 6.113.717,22
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.493,64 6.587,38
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.834.797,93 4.680.710,87
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.331.523,75 22.340.326,12
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen 29.500,00 30.900,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 342.713,21 232.658,02
- davon aus Steuern TEUR 158 (i. Vj. TEUR 132)-
32.550.028,53 27.291.182,39
54.053.924,98 48.625.311,83

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1.1. - 31.12.2023 1.1. - 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 62.031.414,90 70.112.209,66
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.822.444,41 -923.787,69
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.379.224,95 4.895.107,66
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 34.649.535,18 39.553.745,79
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.472.847,47 36.122.382,65 886.737,83 40.440.483,62
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.664.693,90 9.499.139,21
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.907.813,04 11.572.506,94 1.808.534,99 11.307.674,20
- davon für Altersversorgung EUR 83.345,86 (i. Vj. EUR 61.283,18) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 815.883,68 894.573,19
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.441.853,69 16.501.527,75
8. Erträge aus Beteiligungen 500.000,00 9.825.121,11
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 500.00,00 (i. Vj. EUR 9.825.121,11)-
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 481.886,31 520.774,75
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 476.637,01 (i. Vj. EUR 287.690,12) -
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 65.359,27 146.854,80
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 0,00
12. Ergebnis nach Steuern 4.196.984,34 15.138.311,93
13. Sonstige Steuern 45.224,75 38.668,03
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 4.151.759,59 15.099.643,90
15. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 0,00
16. Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 561.681,17 561.681,17
17. Bilanzgewinn 561.681,17 561.681,17

Anhang zum 31.12.2023

Allgemeine Angaben

Sitz der VAG GmbH ist Mannheim. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 9735 im Register des Amtsgerichts Mannheim eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung ist das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungseinrichtungen" erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Soweit in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst wurden, sind diese, ebenso wie die ergänzenden Angaben, im Folgenden einzeln dargestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Es sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten eingerechnet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über Nutzungsdauern von 3 bis 10 Jahren vorgenommen. Darüber hinaus werden der technische Fortschritt und die Wirtschaftlichkeit der Nutzung gebührend berücksichtigt. Geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu € 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauern finden Anwendung:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre
Bauten 3 bis 10 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10 Jahre
Andere Anlage, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 8 Jahre

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, gegebenenfalls zum niedrigeren Stichtagspreis, bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind, eingerechnet. Soweit erforderlich, werden Bestandsrisiken durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde Rechnung getragen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h., es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Stichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter der Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,82 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Gehaltssteigerungen wurden, da Festzusagen vereinbart sind, nicht als Gehaltstrend berücksichtigt.

Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,25 % (Vj. 2,25 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 5 % (Vj. 5 %) berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden entsprechend den Regelungen des § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zum Jahresabschluss

Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen umfassen folgende Gesellschaften:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital % IFRS-Eigenkapital 31.12.2023 IFRS-Jahresergebnis 31.12.2023
VAG s.r.o., Hodonin/Tschechische Republik 99,7 TCZK 283.219 TCZK -88.074
(T€ 11.455) (T€ -3.668)
VAG-Valves India (Private) Limited, Hyderabad/Indien 99,9 TINR 174.113 TINR 8.384
(T€ 1.895) (TE 94)
VAG Armaturen AT GmbH Wals/Österreich 100,0 T€ 1.252 T€ 992
OOO VAG Armaturen Rus Samarah/Russland 100,0 TRUB 562.014 TRUB 339.719
(TE 3.420) (T€ 3.691)
VAG Valvole Italia S.r.l. Italy Opera/Italien 100,0 T€ 132 T€ -2
VAG-Valves Malaysia Sdn. Bhd. Petaling Jaya/Malaysia 100,0 TMYR 1.809 TMYR 1.142
(TE 356) (TE 232)
VAG Valves Middle East DMCC Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100,0 TAED -3.170 TAED 161
(T€ -781) (TE 40)

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Es bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 30.905 (Vj. T€ 25.175). Davon betreffen T€ 2.328 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vj. T€ 2.820).

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen in Höhe von T€ 19.873 (Vj. T€ 14.199) Forderungen gegen die Gesellschafterin. Davon resultieren unter anderem T€ 740 (Vj. T€ 580) aus Weiterbelastungen von Gruppentätigkeiten, welche bei der VAG GmbH anfallen, und T€ 18.797 aus der Begebung von Darlehen (Vj. 13.561 T€).

Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 23.127 (Vj. T€ 14.500) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, hiervon entfallen T€ 18.797 (Vj. T€ 13.561) auf Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Sämtliche sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die nicht bilanzierte Subsidiärhaftung aus Unterstützungseinrichtungen beträgt T€ 566.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf T€ 21 (Vj. T€ 110).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen ausstehende Lieferantenrechnungen in Höhe von T€ 867 (Vj. T€ 628) und Personalaufwendungen, insbesondere für Sonderzahlungen und Urlaubsvergütungen in Höhe von insgesamt T€ 706 (Vj. T€ 610). Rückstellungen für Provisionen in Höhe von T€ 787 (Vj. T€ 673) sowie Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von T€ 693 (Vj. T€ 437) sind ebenfalls berücksichtigt.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 6.589 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vj. T€ 5.644). Die Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin aus dem aktuellen Geschäftsjahr belaufen sich auf T€ 19.251 (Vj. T€ 15.100). Die restlichen Verbindlichkeiten betreffen Weiterbelastungen an die VAG Holding GmbH und verbundene Unternehmen sowie Provisionsverbindlichkeiten. Der Gesamtbetrag an Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin beträgt T€ 19.525 (Vj. T€ 15.891).

Haftungsverhältnisse

Es bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von T€ 25.017 (Vj. T€ 19.479). Mit einem Betrag von T€ 10.947 (Vj. T€ 5.409) handelt es sich um Bürgschaften gegenüber Kunden aus der operativen Geschäftstätigkeit. Neben den Bürgschaften resultieren aus einem in 2021 abgeschlossenen Kreditvertrag, der neben der VAG GmbH die VAG Holding GmbH, Mannheim, sowie die zwei Gesellschaften AURELIUS Alpha Invest GmbH, Grünwald, und AURELIUS Alpha Invest New GmbH, Grünwald, als Kreditnehmer und Garantiegeber vorsieht, Haftungsverhältnisse aus Garantien in Höhe von T€ 14.070 (Vj. T€ 14.070). Die VAG GmbH hat zum 31.12.2023 aus diesem Kreditvertrag einen Avalrahmen in Höhe von T€ 7.234 (Vj. T€ 5.278) für Anzahlungsgarantien, Gewährleistungsgarantien und Vertragserfüllungsgarantien in Anspruch genommen. Zusätzlich zu den Haftungsrisiken aus dem Kreditvertrag bestehen bei der GmbH zum 31.12.2023 Bürgschaften gegenüber Kunden aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 3.713 (Vj. T€ 131). Die aufgrund der Haftungsverhältnisse eingegangenen Risiken unterliegen dabei einem stetigen Evaluierungsprozess. Aufgrund der Ergebnisse dieser Risikoanalyse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen erfüllt werden können, sodass wir das Risiko einer Inanspruchnahme aus den oben aufgeführten Haftungsverhältnissen als gering einschätzen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Berichtsjahr 2023

bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre Gesamtbetrag
T€ T€ T€ T€
Sonstige finanzielle Verpflichtung aus Mietverträgen 1.355 7.042 366 8.763
Sonstige finanzielle Verpflichtung aus Leasingverträgen 199 206 5 410
Sonstige finanzielle Verpflichtung aus dem IT-Bereich 2.145 0 0 2.145
Sonstige finanzielle Verpflichtung aus Bestellobligo 110 0 0 110
3.809 7.248 371 11.428

Vorjahr 2022

bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahre mehr als fünf Jahre Gesamtbetrag
T€ T€ T€ T€
Sonstige finanzielle Verpflichtung aus Mietverträgen 1.264 6.571 1.712 9.547
Sonstige finanzielle Verpflichtung aus Leasingverträgen 242 211 0 453
Sonstige finanzielle Verpflichtung aus dem IT-Bereich 2.138 0 0 2.138
Sonstige finanzielle Verpflichtung aus Bestellobligo 95 0 0 95
3.739 6.782 1.712 12.233

Aus einem Mietvertrag resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 8.763 (Vj. T€ 9.547). Der Mietvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2030.

Aus Leasingverträgen resultieren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 410 (Vj. T€ 453). Die Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2027.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Mit verbundenen Unternehmen wurden Umsätze i. H. v. T€ 4.499 (Vj. T€ 4.982) erwirtschaftet.

Von verbundenen Unternehmen wurden Waren i. H. v. T€ 19.866 (Vj. T€ 26.113) bezogen.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsätze wurden in folgenden Regionen getätigt:

01.01.2023 -31.12.2023 01.01.2022 -31.12.2022
T€ T€
Inland 34.327 37.943
Europa ohne Inland 5.756 7.503
Davon Nicht EU Länder (450)
Sonstige Regionen 21.948 24.666
62.031 70.112

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellung in Höhe von T€ 423 (Vj. T€ 483) sowie weitere periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 32 (Vj. 456 T€) enthalten. Daneben bestehen Erträge aus Kostenerstattung von Versicherungen in Höhe von T€ 945 (Vj. T€ 0).

Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 117 (Vj. T€ 1.032) und Währungsgewinne in Höhe von T€ 211 (Vj. T€ 291) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen für die Abschreibung auf Forderungen in Höhe von T€ 82 (Vj. T€ 210) enthalten. Die innerkonzernlichen Umlagen betragen im Berichtsjahr T€ 2.108 (Vj. T€ 2.137), die Provisionen T€ 2.279 (Vj. T€ 1.122). Es sind Währungsverluste in Höhe von T€ 789 (Vj. T€ 520) verbucht worden.

Jahresüberschuss

Aufgrund des mit der Gesellschafterin bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird der Jahresüberschuss in Höhe von T€ 4.152 (Vj. T€ 15.100) an die VAG Holding GmbH abgeführt.

Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

01.01.2023 -31.12.2023
Gewerbliche Arbeitnehmer 39
Angestellte 95
Gesamt 134

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Gesellschaft besteht aus:

Dr. Ing. Jan R. Nopper, Vorsitz Geschäftsführung, Babensham
Dr. Lars-Eric Adam, Ressort Finance, Heidelberg
Mladen Milcinovic, Ressort Operations, Flensburg bis 1.12.2023
Michael Weinschenk, Ressort Operations, Olching seit 1.12.2023

An ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung wurden im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von T€ 10 (Vj. T€ 18) gezahlt. Die für diesen Personenkreis gebildeten Pensionsrückstellungen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf T€ 102 (Vj. T€ 154).

Bis auf einen Geschäftsführer erhalten die Geschäftsführer ihre Bezüge direkt von der Gesellschafterin VAG Holding GmbH, Mannheim Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Alleinige Gesellschafterin der VAG GmbH ist die VAG Holding GmbH, Mannheim.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA, Grünwald, einbezogen.

Zur Erstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts ist die VAG GmbH zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA, Grünwald, in ihrer Eigenschaft als oberste Konzerngesellschaft zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, mit befreiender Wirkung für die VAG GmbH erstellt (befreiender Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 291 HGB). Der Konzernabschluss wird in deutscher Sprache im Unternehmensregister offengelegt.

Honorare des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr angefallene Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen des Abschlussprüfers beträgt T€ 90 (Vj. T€ 91).

 

Mannheim, den 22. April 2024

Dr. Jan R. Nopper, Geschäftsführer

Dr. Lars-Eric Adam, Geschäftsführer

Michael Weinschenk, Geschäftsführer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 25.07.2024 per Gesellschafterbeschluß.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.498.201,54 61.248,75 0,00 8.559.450,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.159.483,83 0,00 0,00 3.159.483,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.103.222,56 624.625,19 0,00 17.727.847,75
3. Andere Anlagen, Betriebs- und 5.517.352,30 197.507,75 52.038,34 5.662.821,71
Geschäftsausstattung 25.780.058,69 822.132,94 52.038,34 26.550.153,29
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 11.102.263,33 0,00 0,00 11.102.263,33
45.380.523,56 883.381,69 52.038,34 46.211.866,91
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.237.734,99 148.739,08 0,00 8.386.474,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.032.270,91 48.562,11 0,00 3.080.833,02
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.029.289,55 496.009,36 0,00 16.525.298,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und 5.418.506,10 122.573,13 52.038,34 5.489.040,89
Geschäftsausstattung 24.480.066,56 667.144,60 52.038,34 25.095.172,82
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.346.877,00 0,00 0,00 3.346.877,00
36.064.678,55 815.883,68 52.038,34 36.828.523,89
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 172.976,22 260.466,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 78.650,81 127.212,92
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.202.548,84 1.073.933,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und 173.780,82 98.846,20
Geschäftsausstattung 1.454.980,47 1.299.992,13
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.755.386,33 7.755.386,33
9.383.343,02 9.315.845,01

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2023

1. Allgemeine Entwicklung

1.1. Einführung

Die VAG GmbH, Mannheim (kurz: VAG), verkauft - in Zusammenarbeit mit allen Gesellschaften des VAG-Konzerns - ihre Produkte nahezu weltweit. Mit Produktionsstandorten in 7 Ländern sowie einem engmaschigen Vertriebs- und Servicenetz sind VAG-Mitarbeiter vor Ort bei den Kunden. VAG hat den Anspruch, Kunden weltweit mit qualitativ hochwertigen Armaturen zu versorgen. Den Anwendern dieser Produkte steht darüber hinaus ein breites Serviceangebot von der ersten Auslegung der Parameter, der Inbetriebnahme bis zur Wartung und Instandhaltung zur Verfügung.

Mit einem breiten Produktspektrum werden die Marktsegmente Wasser, Abwasser, Dämme und Wasserkraft, Kraftwerke sowie Industrie bearbeitet.

VAG konzentriert sich im Armaturenmarkt auf Qualitätsprodukte und sieht sich als Lösungsanbieter im Bereich Wasserwirtschaft. Hier wollen wir weltweit erfolgreich sein und ein nachhaltig profitables Wachstum erzielen. Ziel ist es, das Unternehmen zum weltweit agierenden Lösungsanbieter - insbesondere im Bereich komplexer Kundenaufträge - weiterzuentwickeln.

VAG kann auf eine langjährige Erfahrung im relevanten Markt zurückgreifen und bietet ein breites Spektrum an Produktgruppen an.

Die VAG konzentriert sich auch weiterhin auf Großprojekte im In- und Ausland, um sich auf individuelle Kundenbedürfnisse zu fokussieren. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Muttergesellschaft VAG Holding GmbH eine weitere Tochtergesellschaft in Brasilien erworben (FKB Industria de Equipamentos Ltda). Dadurch erweiterte sich das bestehende Produktportfolio um weitere Komplementärprodukte wie bereits durch den Erwerb der Firma RTS Industria e Comercio de Valvulas Ltda im Vorjahr.

Im Berichtsjahr wurde ein positives Betriebsergebnis (Ergebnis nach Steuern abzüglich Erträge aus Beteiligungen sowie Zinserträgen und aufwendungen) in Höhe von 3,2 Mio. EUR (VJ 4,9 Mio. EUR) erzielt. Hinzu kommt das Finanzergebnis inklusive der Dividenden der Auslandsbeteiligungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR (VJ 9,8 Mio. EUR).

1.2. Marktentwicklung

Die für die VAG relevanten Märkte werden von politischen und weltwirtschaftlichen Geschehnissen beeinflusst. Das Wachstum der Bevölkerung und der daraus resultierende Bedarf an Trink- und Brauchwasser zieht zahlreiche Projekte zur Wasserversorgung von Haushalten, Landwirtschaft und produzierenden Betrieben nach sich. In diesem Zusammenhang stehende Infrastrukturmaßnahmen in die Trinkwasser- und Abwasserversorgung führen zu nachhaltig wachsenden Märkten. Es sind jedoch regional spezifische Wachstumsunterschiede zu berücksichtigen.

1.2.1. Inland

Im Jahr 2023 wurde der deutsche Markt durch zwei Effekte geprägt. Angetrieben von stabileren Lieferketten sowie einem weiterhin steigenden Preisniveau bauten die Endkunden ihre zuvor erhöhten Lagerbestände ab. Außerdem wurden Instandhaltungsmaßnahmen auf kommunaler Ebene aufgrund von finanziellen und makroökonomischen Problemen verschoben.

Daher hatte der deutsche Wasser- und Abwassermarkt in 2023 ein um 8,5% geringeres Gesamtvolumen (in Höhe von 206 Mio. EUR) als im Vorjahr (225 Mio. EUR).

1.2.2. Ausland

Das strategisches Ziel ist weiterhin ein profitables Wachstum in den internationalen Märkten mit Fokussierung auf Nordamerika und den Mittleren Osten zu erreichen.

In Nordamerika ist eine enge Zusammenarbeit mit Behörden und Handelsvertretern der Schlüssel zur Durchdringung des Standard- und Projektgeschäfts. Der US-Markt ist ebenfalls durch eine alternde Infrastruktur mit wachsendem Investitionsbedarf gekennzeichnet. Die VAG bedient dabei die Märkte für Trinkwasser sowie den Markt für Staudämme und Wasserkraftwerke. Staatliche Programme werden in den nächsten Jahren Milliarden in das marode Wassernetz investieren. Die Wachstumsprognosen (Bruttoinlandsprodukt) liegen bei 1,5% für das Jahr 2024.

Im Mittleren Osten bieten wir neben Standardprodukten auch Lösungen für Infrastrukturerweiterungen an, die in der Regel als Projekte abgewickelt werden. Die Lösungen von VAG werden hauptsächlich im Trinkwassersegment eingesetzt. Es wird erwartet, dass der Markt im Jahr 2024 gem. den Wachstumsprognosen (Bruttoinlandsprodukt) um 2,2% wächst.

1.2.3. Wettbewerbssituation

Deutsche und europäische Unternehmen dominieren den deutschen Markt sowie den Mittleren Osten. VAG ist auf beiden Märkten als Anbieter vertreten.

Während die VAG mit ihrem breiten Produktportfolio alle Endmärkte bedienen kann, haben die vier Hauptwettbewerber in den USA einen starken lokalen Fokus.

Durch die umfangreichen, länderspezifisch notwendigen offiziellen Zulassungen und Lizenzierungen sind die Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber hoch. Zudem verfügt die VAG-Gruppe über eine loyale Kundenbasis.

1.3. Auftrags- und Umsatzentwicklung sowie Auftragsbestand

1.3.1. Auftragseingänge

Die Auftragseingänge lagen im Geschäftsjahr bei 96,6 Mio. EUR und damit um 34,1 Mio. EUR über denen des Vorjahres (62,5 Mio. EUR). Der Auslandsanteil vergrößerte sich daher im Vergleich zum letzten Geschäftsjahr von 34% auf 63% im Berichtsjahr.

Die Auftragseingänge aus Deutschland sanken im Vergleich zum Vorjahr, hauptsächlich aufgrund der hohen Lagerbestände bei den Händlern. Diese wurden wegen den instabilen Lieferketten in den Vorjahren aufgebaut. Die Auftragseingänge aus dem Ausland sind stark projektgetrieben. Durch die Gewinnung eines Großprojektes im Mittleren Osten sind diese deutlich angestiegen.

Auftragseingang Inland: 36,2 Mio. EUR (VJ 41,1 Mio. EUR)

Auftragseingang Ausland: 60,4 Mio. EUR (VJ 21,4 Mio. EUR)

1.3.2. Umsatzerlöse

Der reduzierte Auftragseingang in Deutschland führte auch zu geringeren Gesamtumsatzerlösen. Mit insgesamt 62,0 Mio. EUR waren die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 Mio. EUR geringer (VJ 70,1 Mio. EUR).

1.3.3. Auftragsbestand

Die VAG erwartete für das Geschäftsjahr 2023 einen stabilen Auftragsbestand, jedoch konnte aufgrund von gestiegenen Projekteingängen aus dem Mittleren Osten der Auftragsbestand zum 31.12.2023 in Höhe von 58,3 Mio. EUR um 33,7 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (24,6 Mio. EUR) erhöht werden.

1.4. Personalentwicklung

Als nicht-finanzbezogene Steuerungsgröße verwendet die VAG die Kennzahl FTE (Vollzeitäquivalent) für Mitarbeiter. Zum 31.12.2023 hatte die VAG 134 FTE (zum 31.12.2022 waren es 135 FTE), was der Planung für das Jahr 2023 entspricht.

1.5. Produktentwicklung

Durch die Schaffung einer gebündelten internationalen Projektorganisation am Standort Mannheim wurde der Schwerpunkt der Entwicklungsabteilung auf die Bearbeitung komplexer Kundenaufträge ("Customized Products") gelegt. Dazu gehört, dass wir unseren Kunden Lösungen anbieten, die ihre spezifischen Ansprüche zufriedenstellen, wie z.B. Neu- und Weiterentwicklungen für komplexe Kundenanforderungen in den Marktsegmenten Dam & Hydro sowie kommunale Wasserverteilung.

Auch im zurückliegenden Geschäftsjahr 2023 konnten wir abermals unter Beweis stellen, dass die Konstruktion und Entwicklung bei VAG GmbH stets bestrebt ist, auf die höchsten Kundenanforderungen einzugehen:

Entwicklung und Konstruktion eine RIKO DN 100 mit neuem Führungskonzept in kurzer Zeit, um den engen Zeitplan eines Kunden zu bedienen.

Erweiterung und Aufbau der Entwicklungskapazität, mit externem Partner, um Peaks im Auftragseingang zeitgerecht abzuarbeiten und unseren Kunden weiterhin eine verlässliche Planung zu bieten.

Unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung in Mannheim (Deutschland) wird durch weitere Konstruktionsabteilungen in Hodonin (Tschechien), Mars (USA), Taicang (China) und Hyderabad (Indien) unterstützt.

Mit einer effizienten Entwicklung, einem internationalen Netzwerk von Partnern und einem Fokus auf Wachstumsgebiete und -märkte streben wir an, die Grundlage für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens zu schaffen.

2. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1. Wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen des Unternehmens

2.1.1. Umsatzerlöse

Das Unternehmen VAG GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Gesamtumsatz in Höhe von 62,0 Mio. EUR und liegt somit unter Vorjahresniveau (70,1 Mio. EUR). Hauptsächlich verursacht durch fehlende Auftragseingänge im Inland und verspäteten Auftragseingängen im Ausland. Der Auslandsanteil an den Umsatzerlösen blieb insgesamt konstant mit 45 % im Vergleich zum Vorjahr mit 46 %. Der Anteil der Inlandsumsätze war ebenso konstant mit 55 % im Vergleich zum Vorjahr (VJ 54 %).

2.1.2. Betriebsergebnis

Das Betriebsergebnis (Ergebnis aus operativer Tätigkeit vor Beteiligungsergebnis, Zinsen und Steuern) der VAG lag mit 3,2 Mio. EUR unter dem Vorjahresergebnis (VJ 4,9 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung, dass im Vorjahresergebnis ein Sondersachverhalt in Höhe von einem Ertrag von 1,0 Mio. EUR aus der Auflösung einer in den Vorjahren wertberichtigten Forderung und im aktuellen Ergebnis Kursverluste in Höhe von 0,7 Mio. EUR enthalten sind, beläuft sich das bereinigte Betriebsergebnis auf 3,9 Mio. EUR und ist damit zum Vorjahr konstant geblieben (3,9 Mio. EUR).

2.1.3. Ergebnisabführung an die Gesellschafterin

Eine zentrale Steuerungsgröße ist die Höhe der Ergebnisabführung an die alleinige Muttergesellschaft VAG Holding GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht.

Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich ein abzuführendes Ergebnis an die Gesellschafterin in Höhe von 4,2 Mio. EUR (VJ 15,1 Mio. EUR). Diese Verringerung ist insbesondere auf das im letzten Jahr sehr hohe Beteiligungsergebnis von 9,8 Mio. EUR (im Berichtsjahr 0,5 Mio. EUR) und auf den oben genannten Sondersachverhalt aus dem Vorjahr (Ertrag 1,0 Mio. EUR aus der Auflösung einer in den Vorjahren wertberichtigten Forderung) zurückzuführen.

Die geplante Ergebnisabführung an die Gesellschafterin in Höhe von 4,6 Mio. EUR konnte aufgrund der Kursverluste in Höhe von 0,7 Mio. EUR, die nicht geplant wurden, nicht erreicht werden.

2.2. Vermögens,- Finanz- und Ertragslage im engeren Sinne

2.2.1. Ertragslage

Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand zur Gesamtleistung) verbesserte sich um 2 Prozentpunkte auf 56 %. Die Gesamtleistung beinhaltet die Umsatzerlöse und die Veränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse. Diese Verbesserung konnte aufgrund von sinkenden Rohstoffpreise erzielt werden.

Die Personalaufwandsquote in Höhe von 18 % (im Verhältnis zur Gesamtleistung, analog zur Materialaufwandsquote) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozentpunkte erhöht (VJ 16 %). Grund hierfür ist im Wesentlichen eine Anpassung des Gehalts- und Lohnniveaus sowie die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie.

Darüber hinaus erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Mio. EUR auf 17,4 Mio. EUR, aufgrund von höheren Kosten für Provisionen für Großaufträge im Mittleren Osten. Weitere Gründe für die Erhöhung sind die Kursverluste in Höhe von 0,7 Mio., welche teilweise kompensiert werden konnten durch geringere Frachtkosten aufgrund von geringeren Auslandsumsätzen.

Der Zinsertrag war wie im Vorjahr 0,5 Mio. EUR hoch, was in der Verzinsung eines Darlehens an die Gesellschafterin begründet ist.

Die Gesellschaft erhielt im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 0,5 Mio. EUR aus Dividenden von der Tochtergesellschaft in Österreich. Im Vorjahr waren es 0,7 Mio. EUR aus Österreich, 4,7 Mio. EUR aus Tschechien sowie aus Russland 4,4 Mio. EUR.

2.2.2. Finanzlage

Hauptziel unseres Finanzmanagements ist es, die Liquidität sicherzustellen und zu angemessenen Bedingungen die Finanzierung unserer Geschäftsaktivitäten zu gewährleisten. Exportgeschäfte finanzieren wir unter bestmöglicher Absicherung der Währungs- und Bonitätsrisiken. Unser Forderungsmanagement zielt darauf ab, unsere Außenstände termingerecht einzubringen.

Das Risiko von Forderungsausfällen begrenzen wir durch eine umfangreiche Kreditwürdigkeitsprüfung, einschlägige Kreditversicherungen, durch An- und Teilzahlungen sowie durch Bankgarantien. Um eine nachhaltige Liquidität zu sichern, vereinbaren wir mit unseren Kunden im Projektgeschäft möglichst Zahlungsbedingungen, die dem Verlauf des Kostenanfalls in der Auftragsabwicklung entsprechen.

Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich im Geschäftsjahr um 7,3 Mio. EUR auf 10,7 Mio. EUR (VJ 3,4 Mio. EUR), was im Wesentlichen auf 2 Großprojekte zurückzuführen ist. Somit konnte das Guthaben bei Kreditinstituten im Berichtsjahr auf 3,1 Mio. EUR (VJ 2,0 Mio. EUR) leicht erhöht werden.

Aus dem in 2021 abgeschlossenen Kreditvertrag, der neben der VAG GmbH die VAG Holding GmbH, Mannheim, sowie die zwei Gesellschaften AURELIUS Alpha Invest GmbH, Grünwald, und AURELIUS Alpha Invest New GmbH, Grünwald, sowie andere VAG-Gesellschaften als Kreditnehmer und Garantiegeber vorsieht, steht ein Kreditrahmen in Höhe von 55,0 Mio. EUR und zusätzlich in Höhe von 10,0 Mio. EUR für Akquisitionen zur Verfügung. Davon wurde zum 31.12.2023 von allen Kreditnehmern zusammen ein Gesamtbetrag von 56,8 Mio. EUR in Anspruch genommen, sodass zum 31.12.2023 insgesamt 8,2 Mio. EUR an zugesagten, aber noch nicht ausgenutzten Kreditlinien bestanden.

Die Finanzlage war durch einen positiven Kassenbestand in Höhe von 3,1 Mio. EUR (VJ 2,0 Mio. EUR) gesichert. Zudem hat die VAG GmbH vollen Zugang zu den oben genannten Kreditlinien, die der VAG-Gruppe zur Finanzierung des laufenden Geschäftsumfangs dienen.

2.2.3. Vermögenslage

Das Investitionsvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 0,9 Mio. EUR (VJ 0,6 Mio. EUR) an. Es wurden in diesem Geschäftsjahr nur die wesentlichen Investitionen getätigt, sodass das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände insgesamt auf dem Vorjahresniveau von 1,6 Mio. liegen (VJ 1,6 Mio. EUR).

Um die pünktliche Auslieferung der Projekte zu sichern sind die Brutto-Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Unfertige Erzeugnisse und Fertige Erzeugnisse und Waren) im Geschäftsjahr projektbedingt im letzten Quartal um 5,9 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR gestiegen (VJ 4,6 Mio. EUR).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum Jahresende 31.12.2023 auf 9,5 Mio. EUR (VJ 10,6 Mio. EUR). Aufgrund der Realisierung von Großprojekten zum Jahresende sind trotz des rückläufigen Umsatzes im Geschäftsjahr 2023 die Forderungen nur um 1,1 Mio. EUR rückläufig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen insgesamt um 5,7 Mio. EUR auf insgesamt 30,9 Mio. EUR (VJ 25,2 Mio. EUR), was im Wesentlichen durch die Erhöhung eines Darlehens an die Gesellschafterin und eines neuen Darlehens an die Tochtergesellschaft in Tschechien begründet ist.

Die Summe der Verbindlichkeiten erhöhte sich insgesamt um 5,3 Mio. EUR auf insgesamt 32,6 Mio. EUR. Auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfielen davon 5,8 Mio. EUR (VJ 4,7 Mio. EUR), auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfielen 26,3 Mio. EUR (VJ 22,3 Mio. EUR), was im Wesentlichen auf den Anstieg der Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag an die Gesellschafterin von 4,2 Mio. EUR zurückzuführen ist.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sanken im Wesentlichen aufgrund von Rentenzahlungen. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 0,6 Mio. EUR von 3,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 3,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr hauptsächlich aufgrund erhöhter Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (+0,2 Mio. EUR) sowie für Provisionen (+0,1 Mio. EUR.

2.2.4. Liquiditätslage

Aus der betrieblichen Tätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Mittelzufluss von 8,3 Mio. EUR im Wesentlichen durch den um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge bereinigten Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 4,7 Mio. EUR, gestiegenen erhaltenen Anzahlungen und Veränderungen der Vorräte, sowie geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen generiert.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beläuft sich auf 1,1 Mio. EUR und besteht aus einem Mittelzufluss durch erhaltenen Dividenden in Höhe von 2 Mio. EUR sowie einem Mittelabfluss aus Investitionen in das Sachanlagevermögen von 0,9 Mio. EUR.

Bedingt durch die Gewährung von Intercompany Darlehen ist beim Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ein Mittelabfluss von 8,3 Mio. EUR zu verzeichnen.

Die Summe der Veränderung des Finanzmittelfonds beläuft sich somit auf 1,1 Mio. EUR.

2.2.5. Gesamtaussage

Wenn auch die Umsatzziele nicht erreicht werden konnten, so blickt die VAG aufgrund des Auftragseingangs im Geschäftsjahr 2023 und des daraus resultierenden Auftragsbestands für 2024 auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. Der Plan für das Betriebsergebnis und die Ergebnisabführung an die Gesellschafterin konnte, bereinigt um die Sondereffekte, fast erreicht werden.

3. Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

3.1. Risiken

Unser unternehmerisches Handeln findet bekanntermaßen im Umfeld einer nicht hinreichend vorhersehbaren Zukunft statt und ist deshalb immer mit Chancen und Risiken behaftet. VAG strebt permanent an, das Verhältnis von Chancen und Risiken im Sinne einer positiven und nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung zu optimieren. Der systematische Umgang mit Risiken und deren Kontrolle ist deshalb ein wesentliches Instrument, um sich bietende Chancen zu nutzen und Risiken entweder zu minimieren oder bewusst einzugehen.

Als global tätiges Unternehmen ist die VAG sowohl allgemeinen wie auch branchenspezifischen Risiken ausgesetzt.

Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung beziehen sich vor allem auf die Abhängigkeit von der allgemeinen Konjunkturentwicklung, die einen Einfluss auf die Vergaben von Projekten hat. Diesem Risiko kann jedoch durch den Konzernverbund entgegensteuert werden, da wir hierdurch eine Vielzahl von Regionen bedienen.

Der in 2021 ausgebrochene Russland-Ukraine-Konflikt hat auf unsere operative Geschäftstätigkeit keinen nennenswerten Einfluss. Im Geschäftsjahr 2023 hat die VAG GmbH keine Umsätze in Russland generiert. Aufgrund anhaltender Sanktionen ist es im Geschäftsjahr 2023 jedoch nicht möglich gewesen, die noch ausstehende Dividendenforderung aus der Dividendenausschüttung im Jahr 2021 unserer russischen Vertriebstochter vollständig zu vereinnahmen. Die noch ausstehenden Dividendenforderungen aus der Ausschüttung im Jahr 2021 erfolgt weiterhin gemäß den möglichen Rahmenbedingungen und wir gehen von einer vollständigen Vereinnahmung in 2024 aus. Hier besteht das Risiko, dass sich die Rahmenbedingungen ändern, so dass die Vereinnahmung der zum Bilanzstichtag noch nicht beglichenen Dividendenforderung nicht oder nur teilweise möglich ist und wir daher eine Abschreibung auf die Forderung vornehmen müssen. Dieses Risiko stufen wir derzeit als gering bis mittel ein. Wegen den noch immer bestehenden Sanktionen haben wir von einer weiteren Dividendenausschüttung abgesehen.

Darüber hinaus besteht ein Inflationsrisiko hauptsächlich im Energie- und Materialeinkauf. Dieses Risiko stufen wir derzeit jedoch als gering ein, da wir aktuell keine wesentlichen Anzeichen für einen neuerlichen Anstieg der Inflation sehen.

Um die gesetzten geschäftlichen Ziele zu erreichen, ist es erforderlich, Risiken zu erkennen, sie zu bewerten und - soweit wirtschaftlich vertretbar - zu begrenzen. Quartalsweise werden Risiken an die Muttergesellschaft sowohl hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der erwarteten Schadenhöhe berichtet. Dies ist ein integraler Bestandteil unseres Kontroll- und Steuerungssystems. Darüber hinaus müssen geeignete Maßnahmen eingeleitet und berichtet werden, um Schäden abzuwehren oder zu begrenzen. Nur durch das konsequente Managen von Risiken lassen sich die Chancen, die sich für ein ertragsorientiertes Wachstum bieten, wahrnehmen.

Das Risikomanagement der VAG entspricht den Anforderungen an ein Frühwarnsystem, das auf das rechtzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden Risiken ausgerichtet ist. In diesem Zusammenhang werden regelmäßige Reviews durchgeführt.

3.1.1. Haftungsrisiken

Für diverse Haftungs- sowie Sach- und Transportschadenrisiken bestehen Versicherungspolicen, die marktübliche Selbstbehalte und Deckungssummen beinhalten. Aufgrund der historisch niedrigen Schadensummen besteht hier ein nur geringes und somit beherrschbares Risiko. In dem im Jahr 2021 abgeschlossenen Kreditvertrag sind folgende Gesellschaften sowohl Kreditnehmer als auch Garantiegeber: VAG GmbH, die VAG Holding GmbH, Mannheim, sowie die AURELIUS Alpha Invest New GmbH, Grünwald. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis wird als gering eingestuft.

3.1.2. Währungsrisiken

Unsere globale Geschäftstätigkeit bringt eine Reihe von Währungsrisiken aus schwankenden Fremdwährungskursen mit sich. Die VAG strebt an, bevorzugt Aufträge in EURO abzuwickeln, um das diesbezügliche Risiko zu minimieren. Jedoch kann dies insbesondere für den Umsatzteil in den USA nicht umgesetzt werden. Um das USD-Risiko zu beherrschen, werden aktuelle Entwicklungen kontinuierlich überwacht. Dieses Risiko stufen wir derzeit als gering ein.

3.1.3. Forderungsmanagement

Im Vorfeld der Auftragsannahme werden bei Neukunden Bonitätsprüfungen durch namhafte Anbieter durchgeführt. Dies beinhaltet die erstmalige Festlegung, aber auch fortlaufende Überwachung des Kreditlimits bei Stammkunden. Des Weiteren sind die konsequente Zahlungsüberwachung und die zeitnahe Feststellung eines eventuellen Zahlungsverzuges Bestandteil des Forderungsmanagements. Für den Fall der Überschreitung vereinbarter Zahlungsziele ist ein mehrstufiges Mahnwesen installiert. Überfällige Zahlungen werden vom Finanzmanagement überprüft und entsprechende Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Vertrieb eingeleitet.

Das Zahlungsausfallrisiko im internationalen Projektgeschäft wird, soweit möglich, zusätzlich durch Exportakkreditive, Dokumenteninkassi oder durch Voraus- und Teilzahlungen abgewickelt.

Trotz der skizzierten Maßnahmen können Forderungsausfälle nicht vollständig ausgeschlossen werden. Dieses Risiko stufen wir als gering ein.

3.1.4. Umwelt

VAG unterliegt den Umweltschutzgesetzen und -vorschriften. Um Risiken durch Umweltbelastungen zu verringern, wachen Beauftragte in Mannheim, aber auch an allen VAG-Standorten darüber, dass die Mitarbeiter diese Regeln beachten und sich auch an darüber hinausreichende interne Umweltstandards halten.

Der Geschäftsführung sind keine Sachverhalte bekannt, aus denen sich aus oben aufgeführten Risiken eine Bestandsgefährdung ergeben könnte.

3.2. Chancen

Globales Bevölkerungswachstum, Klimawandel und Urbanisierung sind Treiber notwendiger Anpassungsmaßnahmen in der Wasserwirtschaft.

Die Bevölkerung mit sauberem Wasser zu versorgen, macht sowohl in Industrie- wie auch in Schwellenländern jährlich steigende Investitionen in wassertechnische Ausrüstungen notwendig.

Aufgrund der Folgen des Klimawandels und der Erderwärmung ist darüber hinaus von erheblichen Auswirkungen auf den Wasserhaushalt auszugehen. Häufigere Starkregenfälle verursachen bereits heute extreme Überschwemmungen und länger anhaltende Hitzewellen führen zu Wasserknappheit. Dies zieht Investitionen in den Ausbau der Netze nach sich.

Im Nahen Osten entstehen zunehmend mehr Millionenstädte. Wassermanagement in den wachsenden Städten ist unter den klimatischen Voraussetzungen eine herausfordernde Aufgabe für die jeweiligen Regierungen.

In entwickelten Märkten wie Nordamerika mit einem hohen durchschnittlichen Alter des Wassernetzes und auch in vielen Ländern in Europa, inklusive Deutschland, rechnen wir mit einem konstanten Erneuerungs- und Modernisierungsbedarf der Netze in den nächsten Jahren. Ein weiterer Treiber neben dem Alter der Anlagen ist auch die sich weiter verschärfende Umweltgesetzgebung in diesen Märkten.

Auch erkennen wir einen zunehmenden Trend der Wasserversorgungs- und Entsorgungsbetriebe, Serviceaufgaben an Dienstleister zu vergeben. Von dieser Entwicklung wird das Servicegeschäft der VAG profitieren.

In diesen Marktsegmenten und in Regionen, die überdurchschnittliche Wachstumschancen bieten, wollen wir uns in den kommenden Jahren gezielt verstärken und eine führende Wettbewerbsposition erlangen. Hierzu zählen weiterhin die Märkte im Mittleren Osten und in Nordamerika.

Als Basis nachhaltigen Erfolgs sehen wir weiterhin eine ausgewogene Balance unserer Geschäftsbereiche.

4. Prognosebericht

Der Markt in Deutschland wird sich in 2024 stabilisieren. Die Fokusmärkte Mittlerer Osten und USA werden auch weiterhin wachsen. VAG startet mit einem sehr hohen Auftragsbestand in Höhe von 58,3 Mio EUR in das neue Geschäftsjahr 2024. Somit werden wir unsere Umsätze im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 stark steigern.

Aufgrund der höheren Umsätze und der geplanten operativen Kosten auf ähnlichem Niveau wie im Geschäftsjahr 2023 werden wir auch bei steigenden Provisionen aufgrund der steigenden Auslandsumsätze, unser Betriebsergebnis deutlich erhöhen können.

Im Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einer weiterhin positiven Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft in Höhe von ca. 6,4 Mio. EUR.

Offene Positionen werden in 2024 neu besetzt und somit wird die Mitarbeiteranzahl wieder erheblich steigen.

Auch mittel- und langfristig sehen wir durch unsere globale Aufstellung gute Chancen, am weiteren Marktwachstum für wassertechnische Produkte - insbesondere im Projektgeschäft - partizipieren zu können.

 

Mannheim, den 22. April 2024

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die VAG GmbH, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VAG GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowief dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VAG GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 23. Juli 2024

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