Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 100314
Eingetragen
24.3.2023
Branche
Leitungsgebundene TelekommunikationWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die TelekommunikationErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Die an den Interessen der Gesellschafter orientierte und die auf diese Interessen bezogene Erbringung von Telekommunikations(dienst)leistungen sowie die Erbringung von (Dienst- )leistungen auf dem Gebiet der Informationstechnik, insbesondere im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Telekommunikationsnetzen und - (dienst)leistungen, und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten in der Stadt Düsseldorf und Region Düsseldorf.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christoph Keisers
seit 24.3.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
80.00%
Landeshauptstadt Düsseldorf
10.00%
10.00%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mit beschränkter Haftung
Germany
20.000 €
80.00%
Stadtwerke Düsseldorf AG
Germany
2.500 €
10.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

NetDüsseldorf GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 13.03.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 13.03.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 17.570.581,80 0,00
17.570.581,80 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 296.487,06 0,00
2. geleistete Anzahlungen 724.275,45 0,00
1.020.762,51 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 712.955,10 0,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 9,55 0,00
712.964,65 0,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 103.928,52 25.000,00
1.837.655,68 25.000,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.662,10 0,00
19.436.899,58 25.000,00

Passiva

31.12.2023 13.03.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 17.864.000,00 0,00
III. Jahresfehlbetrag -4.401.420,63 0,00
13.487.579,37 25.000,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 105.346,00 0,00
105.346,00 0,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 400.949,22 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.426.472,35 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 16.552,64 0,00
(davon aus Steuern € 12.621,85)
5.843.974,21 0,00
19.436.899,58 25.000,00

Gewinn und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 13. März 2023 bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
1. Umsatzerlöse 234.344,67
2. Sonstige betriebliche Erträge 6.496,01
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 34.476,97
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 159.716,14
194.193,11
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 266.568,67
b) Soziale Abgaben 48.497,51
315.066,18
5. Abschreibungen auf Sachanlagen 299.298,52
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.808.687,83
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.704,15
8. Ergebnis nach Steuern -4.401.109,11
9. Sonstige Steuern 311,52
10. Jahresfehlbetrag -4.401.420,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zur Form und Darstellung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

II. Bilanzierung und Bewertung

Das Sachanlagevermögen wird zu den handelsrechtlich vorgeschriebenen und steuerlich zulässigen Ansätzen bilanziert. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, unter Zugrundelegung betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern.

Von der Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von bis zu EUR 800,00 gemäß § 6 Abs. 2 EStG wurde Gebrauch gemacht.

Die Bemessung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer wurde anhand der amtlichen AfA-Tabelle Fernmeldedienste und der AfA-Tabelle für die allgemein verwendbaren Anlagegüter festgelegt. Sofern in den amtlichen AfA-Tabellen keine Hinweise auf eine Nutzungsdauer gegeben wurden, so erfolgte die Festlegung der Nutzungsdauer nach der technischen Nutzbarkeit der Vermögensgegenstände. Die passive Netzinfrastruktur (LWL) wird linear unter Berücksichtigung einer Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben.

Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren) werden zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Flüssige Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Bei den übrigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken sowie die ungewissen Verbindlichkeiten angemessen und ausreichend berücksichtigt. Die Ansätze erfolgen zudem nach dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigem Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Allgemeine Angaben zur Firma

Die NetDüsseldorf GmbH mit Sitz an der Nordstr. 116-118, 40477 Düsseldorf, wird beim Amtsgericht Düsseldorf im Handelsregister B unter der Nummer HRB 100314 geführt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der als Anlage beigefügten Übersicht gesondert dargestellt.

2. Vorräte

Die bilanzierten Waren beziehen sich ausschließlich auf Kundenendgeräte.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen bestehen gegenüber der Gesellschafterin NetCologne und sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Abgrenzungen für bereits im Geschäftsjahr 2023 gezahlte Aufwendungen, wobei die Leistungserbringung im Jahr 2024 erfolgt.

5. Sonstige Rückstellungen

Diese betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 90) und für Personalkosten (TEUR 4).

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus der nachfolgenden Übersicht ersichtlich:

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis zu 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre Gesicherte Beträge
31.12.23
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 401 401 0 0 0
(13. März 2023) (0) (0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.426 5.426 0 0 0
(13. März 2023) (0) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 17 17 0 0 0
(13. März 2023) (0) (0) (0) (0) (0)
Gesamt 5.844 5.844 0 0 0
(13. März 2023) (0) (0) (0) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber der NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Lohnsteuerverbindlichkeiten i. H. v. TEUR 13.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Sämtliche Umsätze wurden im Inland erwirtschaftet.

Angaben zum Jahresergebnis

Auf Vorschlag der Geschäftsführung soll der Jahresfehlbetrag aus dem Geschäftsjahr 2023 vorgetragen werden.

Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter:innen

Im Jahresmittel wurden 4,5 angestellte Mitarbeiterinnen in Vollzeit, keine angestellten Mitarbeiter:innen in Teilzeit und keine Aushilfen beschäftigt. Zum 31. Dezember 2023 waren 7 Beschäftigungsverhältnisse in Vollzeit, keine Beschäftigungsverhältnisse in Teilzeit und keine Aushilfsbeschäftigungsverhältnisse zu verzeichnen.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen am 31. Dezember 2023 setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Bestellobligo 31.12.2023 3

Von den aufgeführten Verpflichtungen bestehen keine ggü. verbundenen Unternehmen.

3. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Mutterunternehmen ist die NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln, die 100 % der Anteile hält. Das Mutterunternehmen erstellt keinen Konzernabschluss. Es wird ein befreiender Konzernabschluss durch die Stadtwerke Köln Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Köln, erstellt, in welchen die NetDüsseldorf einbezogen wird. Dieser Abschluss ist im Unternehmensregister einsehbar.

4. Abschlussprüferhonorar

Abschlussprüfungsleistungen:

Für die Jahresabschlussprüfung wurden im Geschäftsjahr 2023 Aufwendungen i. H. v. TEUR 14 erfasst. Sonstige Leistungen wurden durch den Abschlussprüfer nicht erbracht.

5. Geschäfte mit nahe stehenden Personen

Sämtliche Geschäfte, welche mit nahe stehenden Personen getätigt wurden, sind unter marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

6. Unternehmensorgane

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die folgende Person geführt:

Herr Christoph Keisers, Geschäftsführer, Königswinter

Zugunsten des Geschäftsführers wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Zum Bilanzstichtag sind keine Vorschüsse oder Kredite gewährt worden.

Die Gesamtbezüge des Geschäftsführers bestehen aus einem Jahresfestgehalt, einer leistungsabhängigen Prämie sowie sonstiger Vergütungsbestandteile, insbesondere Dienstwagen und Versicherungsbeiträgen.

Die Geschäftsführung erhielt im Berichtsjahr ab dem 15. Dezember 2023 Bezüge i. H. v. TEUR 8. Ab dem 13. März 2023 bis zu diesem Zeitpunkt wurden Bezüge i. H. v. TEUR 176 von der NetCologne an die NetDüsseldorf GmbH weiterbelastet.

Gesamtvergütung in Höhe von TEUR 184, die sich wie folgt zusammensetzt:

Festvergütung Gezahlte Prämie Sach- und sonstige Bezüge* Insgesamt
EUR 107.725,86 EUR 49.500,00 EUR 26.581,77 EUR 183.807,63

* erfolgsunabhängige Bezüge

7. Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung auf die Finanz- und Vermögenslage der NetDüsseldorf GmbH haben.

 

Düsseldorf, den 28. März 2024

Die Geschäftsführung

Christoph Keisers

Entwicklung des Anlagevermögens im Rumpfwirtschaftsjahr 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
13.03.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 17.868.882,00 0,00 0,00 17.868.882,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 998,32 0,00 0,00 998,32
0,00 17.869.880,32 0,00 0,00 17.869.880,32
Abschreibungen
13.03.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 298.300,20 0,00 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 998,32 0,00 0,00
0,00 299.298,52 0,00 0,00
Abschreibungen Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2023
EUR EUR
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 298.300,20 17.570.581,80
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 998,32 0,00
299.298,52 17.570.581,80

Lagebericht zum 31. Dezember 2023

1. Geschäftsmodell

Die NetDüsseldorf GmbH, Düsseldorf, wurde am 13. März 2023 gegründet, als eine 100 %ige Tochtergesellschaft der NetCologne GmbH. Das Unternehmen will sich als Regional-Carrier und Internet Service Provider in Deutschland im Wirtschaftsraum Düsseldorf im Bereich zukunftssicherer (Tele-) Kommunikationstechnologien etablieren.

Mit Blick auf die Ausbaupläne der Wettbewerber und die wirtschaftliche Profitabilität als Kern des Vorhabens bedurfte es aber einer kurzfristigen Entscheidung, um das Vorhaben mit Hilfe der Gründung einer 100 %-Tochtergesellschaft in Düsseldorf unter strategisch und wirtschaftlich sinnvollen Rahmenbedingungen einzuleiten. Daher trieb die NetCologne die Gesellschaftsgründung in einem ersten Schritt losgelöst von der angestrebten Kooperation mit der Landeshauptstadt Düsseldorf mit dem Ziel voran, einen kurzfristigen Einstieg in den Telekommunikationsmarkt Düsseldorfs zu realisieren. Nachgelagert wurde in einem weiteren Schritt eine Beteiligung der Stadt Düsseldorf und der Stadtwerke Düsseldorf realisiert.

Mit der Gründung einer Tochtergesellschaft für den Düsseldorfer Raum als NetDüsseldorf GmbH ist vorgesehen, hinreichend Unabhängigkeit und Flexibilität und andererseits Regionalität und Glaubwürdigkeit zu fördern.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, den daraus resultierenden extremen Energiepreiserhöhungen, anhaltender hoher Inflation sowie steigenden Zinsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandprodukt (BIP) sank in 2023 gegenüber 2022 um -0,3 %.

In Deutschland waren 2023 durchschnittlich rund 45,9 Mio. Personen erwerbstätig. Damit stieg die Erwerbstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 %. Dies ist der historisch höchste Stand der Erwerbstätigkeit in Deutschland. Die Arbeitslosenzahl erhöhte sich in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 191.000 auf durchschnittlich 2,609 Mio. Dies entsprach einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 5,7 % auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen. Auch 2023 wurde der Arbeitsmarkt durch Kurzarbeit gestützt, die Inanspruchnahme hat aber im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Die Kurzarbeiterzahl sank in 2023 auf rund 220.000 (gegenüber 462.000 in 2022). Die Zahl der überschuldeten Privatpersonen im Jahr 2023 ist gegenüber 2022 gesunken. Die Schuldnerquote liegt bei 8,15 % (2022: 8,48 %); dies entspricht ca. 5,7 Mio. Personen in Deutschland.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % deutlich gegenüber 2022 erhöht. Ausschlaggebend waren vor allem die hohen Preise für Nahrungsmittel (+12,4 % gegenüber Vorjahr). Die Energiekosten erhöhten sich in 2023 um 5,3 % gegenüber 2022. Die Preise für Telekommunikation verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 0,4 %.

Die Entwicklung des 3-Monats-EURIBOR spiegelt die aufgrund des Ukrainekrieges noch einmal erhöhte Inflation im Euroraum wider. Der 3-Monats-EURIBOR ist seit Januar 2023 mit einem Monatsdurchschnittswert von 2,162 % auf 3,960 % im Dezember 2023 gestiegen.

Die IT- und Telekommunikationsbranche (inklusive digitaler Unterhaltungselektronik) ist nach wie vor ein bedeutender Faktor für die deutsche Volkswirtschaft. Nach Schätzung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) setzte dieser Markt in 2023 ein Volumen von EUR 215 Mrd. um und beschäftigte bei hoher Wertschöpfung rund 1,338 Mio. Personen.

Aus einer Studie der Beratungsgesellschaft DIALOG CONSULT und des Branchenverbands VATM geht hervor, dass der nationale Umsatz für Telekommunikationsdienste inkl. TV in 2023 stabil bei EUR 60,2 Mrd. lag.

Geschäftsverlauf 2023

Das Jahr 2023 war für die NetDüsseldorf GmbH geprägt durch den Geschäftsaufbau und die Etablierung der Basisprozesse:

Rekrutierung erster eigener Mitarbeiter

Aufbau der Kernprozesse zur Aufschaltung von Neukunden.

Bau der Übergangspunkte ins Netz der Deutschen Telekom

Etablierung aller kaufmännischen Kernprozesse

Aufschaltung erster Test-Kunden auf Basis von Vorleistungen der Deutschen Telekom ab dem 1.9.2023

Vorbereitung auf einen stadtbreiten Markenlaunch Anfang 2024

Stabilisierung des Geschäfts mit der Wohnungswirtschaft aus der Einlage des passiven Bestandnetzes in Düsseldorf und Neuss zum 30.9.2023 durch die Muttergesellschaft, in Kooperation mit den beteiligten Bereichen der NetCologne GmbH

Initialisierung der Minderheitsbeteiligungen der Stadt Düsseldorf und der Stadtwerke Düsseldorf bis hin zum finalen Notartermin am 20.12.2023. Die Handelsregistereintragung wird Anfang 2024 erwartet.

Das Geschäftsjahr 2023 wurde auf Basis der, bei der Gründung der Gesellschaft erstellten, Budgetvorgaben gesteuert. Für 2024 wurde erstmalig ein detaillierter Wirtschaftsplan erstellt, der als Basis für Soll-/Ist-Vergleichsrechnungen herangezogen wird.

2.2. Wirtschaftliche Lage

2.2.1. Ertragslage

Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) von TEUR -4.401. Die Anlaufverluste sind in der Höhe erwartet worden.

Die Umsatzerlöse beliefen sich auf TEUR 234 und resultierten ausschließlich aus der Vermietung von Netzinfrastruktur.

Die Fremdleistungen (= Materialaufwand) belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 194 und sind im Rahmen zur Erstellung der weiteren Netzinfrastruktur angefallen.

Der Mitarbeiterbestand ohne Leihkräfte beträgt 7 Personalkapazitäten zum Jahresende. Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand im Rumpfwirtschaftsjahr beträgt 4,5. Die Personalkosten für das Jahr 2023 betragen TEUR 315.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 3.809 im Geschäftsjahr erfasst. Im Wesentlichen verantwortlich für deren Höhe waren Aufwendungen für Werbekosten TEUR 899, Beratungskosten (TEUR 562), sowie IT Dienstleistung (TEUR 1.434).

Das eingelegte Sachanlagevermögen führt zu Abschreibungen in Höhe von TEUR 299.

2.2.2. Finanzlage

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr 2023 ein Mittelabfluss i. H. v. TEUR 4.890.

Dieser Abfluss ist geprägt vom negativen Periodenergebnis.

Die Einlagen in das Anlagevermögen betrugen TEUR 17.869.

Im Bereich der Finanzierungstätigkeit kam es im Jahr 2023 zu einem Mittelzufluss von TEUR 5.000. Dies liegt im Wesentlichen in der Aufnahme eines kurzfristigen gewährten Gesellschafterdarlehen der NetCologne in Höhe von TEUR 5.000.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.2.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der NetDüsseldorf GmbH beträgt zum Jahresende TEUR 19.437.

Auf der Aktivseite sind die Sachanlagen mit TEUR 17.571 bilanziert. Diese Sachanlagen stellen fast ausschließlich passive Netzinfrastruktur dar.

Das Vorratsvermögen besteht zum einen aus Handelsware (TEUR 296) und geleistete Anzahlungen i. H. v. TEUR 724.

Der Bestand an Forderungen besteht ausschließlich gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 713.

Die liquiden Mittel belaufen sich zum 31.12.2023 auf TEUR 103.

Auf der Passivseite ist das Eigenkapital mit TEUR 13.488 bilanziert.

Die Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 105 und resultieren im Wesentlichen aus ausstehenden Eingangsrechnungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind mit TEUR 5.427 bewertet und resultieren im Wesentlichen aus einem kurzfristigen gewährten Gesellschafterdarlehen der NetCologne.

Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit TEUR 17 bilanziert.

Mit einer Eigenkapitalquote von 69,39 % verfügte die NetDüsseldorf GmbH über eine solide Kapitalausstattung.

2.2.4. Gesamtlage

Die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr war durch die Gründungs- und Unternehmensaufbau Themen geprägt und ist insgesamt sehr positiv zu bewerten. Der Aufbau der Kernprozesse aller Bereiche wurde erfolgreich vorangetrieben. Der große Markenlaunch wurde für Anfang 2024 vorbereitet, da zum Jahresanfang die beste Sichtbarkeit zu erwarten ist. Die Beteiligungen von Stadt Düsseldorf und den Stadtwerken Düsseldorf wurden planmäßig noch in 2023 initialisiert.

2.2.5. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Eine wesentliche Steuerungsgröße der Gesellschaft ist das Ergebnis vor Steuern (EBT). Au- ßerdem ist ab 2024 der Umsatz eine weitere wesentliche Steuerungsgröße. Der Vergleich von Ergebnis und Prognose erfolgt unter dem Abschnitt Prognosebericht.

3. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

3.1. Chancen

Aufbauend auf dem, durch das passive Bestandsnetz in Düsseldorf und Neuss eingelegten, HFC- basierten Bestandsgeschäft in der Region Düsseldorf, das heute einen jährlichen Umsatz von etwa EUR 2,7 Mio. erwirtschaftet, strebt die NetDüsseldorf in den ersten Jahren Kundenzugewinne im Privatkundengeschäft an. Diese basieren auf Vorleistungsprodukten der Deutschen Telekom und ab 2024 dem eigenrealisierten FTTH-Netz. In späteren Geschäftsjahren soll ein zusätzlicher Angang von Geschäftskunden erfolgen, sowie weitere Who- lesale/Wholebuy-Abkommen mit bis zu 3 Wettbewerbern in Düsseldorf getroffen werden (Open Access Strategie).

Eine Versorgung der Haushalte ist für den Düsseldorfer Markt selektiv über ein eigenes Glasfasernetz (inkl. Open Access für Wholesale-Geschäft) sowie flächendeckend auf Basis der BSA-Vorleistungen der Deutschen Telekom und gegebenenfalls weiteren Partnern geplant. In den Jahren 2024 bis 2029 wird schrittweise und eigenwirtschaftlich Glasfaser ausgebaut, was die Abhängigkeit von der Deutschen Telekom reduzieren wird. Um diesen Ausbau mehrheitlich über Fremdkapital zu finanzieren, ist zu jeder Zeit eine ausreichende Kapitalisierung der Gesellschaft sicherzustellen. Zu diesem Zweck und zur Stützung der Gesellschaft in den ersten Geschäftsjahren mit operativen Verlusten hat die NetCologne zugesichert ihr Investment über die genannten Bareinlagen zu erhöhen.

Wegen der überschaubaren Amortisationsdauer der Gesamtinvestition von 17 Jahren, ist die Investition als überdurchschnittlich rentabel und daher vielversprechend zu betrachten.

Der Markt unterliegt nach wie vor einer hohen Dynamik und ist offen für neue kundenorientierte Produkte. Eine Vielzahl von Lebensbereichen bietet hier zusätzliches Wachstumspotenzial. Die wachsende digitale Vernetzung, die Anwendung moderner Kommunikationsformen sowie die starke Bedeutung immer datenintensiverer, komplexerer und integrierter Multimedia-Anwendungen in der Freizeit erfordern gemeinschaftlich hohe Bandbreiten. Diese Bedeutung wurde in den vergangenen Jahren durch die COVID19-Pandemie nochmals verstärkt und deutlich gemacht. Smart Home, Health Monitoring, Video-on-Demand und digitale TV- Übertragungen in HD-Qualität, Videotelefonie und Videokonferenzen in HD-Qualität, Online- Gaming in Echtzeit, Cloudcomputing, Peer-to-Peer-Networking, E-Learning und alle Formen von Online-Services sind nur einige Beispiele für solche Produkte mit hohem Bandbreitenbedarf.

Der Telekommunikationsmarkt bietet für die NetDüsseldorf GmbH mittelfristig Chancen für eine positive Geschäftsentwicklung:

Mit den eigenen Hochleistungsinfrastrukturen FTTH und HFC (Hybrid Fiber Coax) ist die Net- Düsseldorf für neue Herausforderungen bezüglich des stark zunehmenden Bandbreitenbedarfs gut positioniert. Die eigenen Netze vermindern die Abhängigkeit von der Deutschen Telekom und ermöglichen Alleinstellungsmerkmale bei Leistungsumfang und Leistungsqualität.

Der Ausbau der eignen FTTH- Infrastrukturen macht die NetDüsseldorf in Zukunft als Vorleistungslieferant von BSA- (Bitstream Access) Leistungen für Wholesale-Partner interessant.

Es besteht bei Regulierungsentscheidungen grundsätzlich die Chance, dass die Bundesnetzagentur die Überlassungsentgelte für die Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL), für den Bitstream-Zugang sowie für Terminierungsleistungen im Telefonnetz neu festlegt und sich daraus positive Effekte für die Geschäftsentwicklung ergeben.

3.2. Risiken

Die mit der Gesellschaftsgründung und den darauffolgenden Investitionen verbundenen Risiken, wie einer entsprechend schlechter angenommenen Marke, werden als gut steuerbar eingeschätzt, da durch die gestückelte Eigenkapital-Einlage und den geschaffenen Vermögenswert in den relevanten Geschäftsjahren zeitnah reagiert werden kann und bei ungünstigem Verlauf die Gesellschaft oder die in der Gesellschaft geschaffene Glasfaserinfrastruktur im Markt veräußert werden könnte.

Die Gesellschaftsgründung stabilisiert das Bestandsgeschäft der NetCologne im Raum Düsseldorf und eröffnet zusätzlich neues Potenzial, als Kapitalanlage positiv zum Gruppenergebnis beizutragen und Innovationen voranzutreiben.

Das Geschäft der NetDüsseldorf GmbH unterliegt folgenden Risiken, die in abnehmender Bedeutung für die Gesellschaft aufgeführt sind:

Technische Ausfallrisiken in der Infrastruktur, die sich großflächig auswirken können (z. B. durch Umwelteinflüsse, langfristige Stromausfälle, Cyber-Kriminalität).

Der Russland-Ukraine-Krieg hat zu erheblichen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland geführt, von denen die NetDüsseldorf jedoch nicht unmittelbar betroffen ist. Im Rahmen des russischen Angriffs ist jedoch zu beobachten, dass auch der Cyberraum bereits Schauplatz von Angriffen auf ukrainische Unternehmen und Regierungseinrichtungen geworden ist. Es wird daher ein erhöhtes Risiko von Cyberangriffen für kritische Infrastrukturen in Deutschland gesehen. NetDüsseldorf begegnet diesem Risiko durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen in Kooperation mit der Muttergesellschaft.

Der starke Wettbewerb und schnelle Wechselfähigkeit der Kunden zwingen die NetDüsseldorf zu hohen Aufwendungen sowohl für die Akquisition von Neukunden als auch für die Kundenbindung. Erweisen sich die Maßnahmen als wenig effektiv, wird sich dies negativ auf das Ergebnis des Unternehmens auswirken.

Kostensteigerungen aufgrund von stark erhöhter Inflation, die sich negativ auf die Wirtschaftlichkeit der Ausbauaktivitäten auswirken könnte.

Bauliche Verzögerungen auf Grund mangelnder Ressourcen im Markt.

Rechtliche Risiken

Der Markt für Telekommunikation ist weiterhin durch starken Wettbewerb, großen Preisdruck, zunehmenden Bandbreitenbedarf und hohe Wechselbereitschaft der Kunden geprägt. Dies kann zum Verlust von Umsatzerlösen, Marktanteilen sowie zu Margendruck bei einigen Produkten führen. Durch ein preislich sehr konkurrenzfähiges Produktportfolio und ohne Mindestvertragslaufzeit ist die NetDüsseldorf GmbH gut aufgestellt, hat aber ein erhöhtes Wechselrisiko der Kunden.

Beim Telekommunikationsmarkt handelt es sich um einen streng regulierten Markt, in dem die Bundesnetzagentur und auch das Bundeskartellamt stark steuernd eingreifen. Einzelne Regulierungsentscheidungen können geschäftshemmend ausfallen. Beispielsweise reduziert jede Absenkung der sogenannten Festnetz-Terminierungsentgelte die Umsätze pro Kunde. Es besteht grundsätzlich Unsicherheit darüber, wie künftige Regulierungsentscheidungen ausfallen.

Die Produkte der Informations- und Telekommunikationsbranche sind teilweise schnelllebig und unterliegen einer hohen Komplexität und Dynamik. Dies wird bei der NetDüsseldorf in Innovations- und Investitionsdruck münden, mit ggf. zukünftig verkürzten Zeitfenstern für die Amortisationsphase. Die Entscheidungen für die Entwicklung zukunftsweisender und wettbewerbsfähiger Produkte sowie die anschließende Realisierung dieser Investitionsmaßnahmen stellen daher eine Herausforderung dar.

Im Rahmen der weiteren Entwicklung der NetDüsseldorf GmbH muss sich das Unternehmen im Hinblick auf personelle, wie investive Maßnahmen an der Wettbewerbsfähigkeit des Marktes, messen. Daher können nachgelagerte temporäre Kapazitäts- aber auch Qualitätsprobleme nicht ausgeschlossen werden.

Auf Basis der Wirtschaftsplanung und der zur Verfügung stehenden Kreditlinien und Einlagen der Muttergesellschaft sind keine Liquiditätsengpässe für das Jahr 2024 zu erwarten. Darüber hinaus bestehen keine Risiken aus der laufenden Geschäftstätigkeit heraus, die als kritisch oder bestandsgefährdend eingestuft werden.

3.3. Prognose

Die flächendeckende Versorgung mit breitbandigem Internet kommt in Deutschland weiterhin stockend voran. Die Bundesregierung hat als neues Ausbauziel in 2021 formuliert, dass Ende 2025 mindestens 50 % der Haushalte und Unternehmen über Glasfaser an das Netz angeschlossen werden sollen. Bis 2030 soll ein flächendeckender Glasfaserausbau erzielt werden. Mit Förderprogrammen wie „Weiße Flecken“ und jüngst auch „graue Flecken“ versucht der Bund, dem Breitbandausbau Schwung zu verleihen. NetDüsseldorf wird versuchen, an diesen Förderungen zu partizipieren und möglichst viele weitere Haushalte mit Glasfaser zu erschließen. Dies deckt sich mit dem Ziel der NetDüsseldorf, die Glasfaserinfrastruktur in Richtung Teilnehmer stetig zu erweitern und vorhandene Accessnetze sinnvoll zu integrieren und zu ertüchtigen. NetDüsseldorf wird die Flächendeckung des Glasfasernetzes im Stadtgebiet Düsseldorf kontinuierlich ausweiten und weitere Haushalte und später Gewerbeeinheiten mit FTTH erschließen.

Die neu geschaffenen Netzkapazitäten werden perspektivisch gleichermaßen für die Versorgung von Privatkunden, Geschäftskunden sowie für den Wholesale-Markt im Sinne des Open Access vermarktet.

IST 2023 Wirtschaftsplan 2024
EBT (in T€) -4.401 -5.803
Umsatz (in T€) 234 3.463

Öffentliche Zwecksetzung gem. § 108 Abs. 3 Nr.2 GO NRW

Gegenstand der NetDüsseldorf GmbH ist die Versorgung der Öffentlichkeit mit Telekommunikationsdienstleistungen aller Art unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden betrieblichen und technischen Ressourcen. Die Gesellschaft ist verpflichtet, nach den Wirtschaftsgrundsätzen im Sinne des § 109 GO NRW zu verfahren. Dabei ist die Gesellschaft so zu führen, zu steuern und zu kontrollieren, dass der öffentliche Zweck nachhaltig erfüllt wird. Mit dem Bau und Betrieb von Hochleistungsnetzen wie FTTH und HFC wird der Aufbau eigener Telekommunikations-Infrastruktur vorangetrieben. Mit dem Ausbau trägt die NetDüsseldorf entscheidend zum Standortvorteil und zur Attraktivität der Stadt und der Region bei.

 

Düsseldorf, den 28.03.2024

Christoph Keisers

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die NetDüsseldorf GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der NetDüsseldorf GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 13. März bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der NetDüsseldorf GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 13. März bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 13. März bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 9. April 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ivo Hillesheim, Wirtschaftsprüfer

Andreas Kieserling, Wirtschaftsprüfer

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