Swiss Steel Technology Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Daniela Dietmann seit 2.3.2023 | Prokura |
Andreas Bauer seit 13.6.2022 | Geschäftsführer |
Nicolas Paskowski seit 13.6.2022 | Prokura |
Carsten Lübke seit 8.12.2020 | Geschäftsführer |
Katrin Seidel seit 11.10.2019 | Prokura |
Frank Mocken seit 5.9.2018 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Swiss Steel Holding AG | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Steeltec GmbHDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Steeltec GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Steeltec GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Steeltec GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf den Abschnitt "Allgemeine Angaben" im Anhang und die Angaben in den Abschnitten "7. Finanzierung" und "8. Fortführung der Unternehmenstätigkeit" im Lagebericht. Darin beschreiben die gesetzlichen Vertreter, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft von der finanziellen Unterstützung durch die Swiss Steel Edelstahl GmbH, Düsseldorf, abhängig ist. Die Swiss Steel Edelstahl GmbH, Düsseldorf, ist abhängig von der finanziellen Unterstützung durch die Swiss Steel Holding AG, Luzern / Schweiz. Deren finanzielle Unterstützung hängt davon ab, dass sich die für die Swiss Steel Group relevanten Endmärkte für die gesamte Swiss Steel Group (Konzern) wie geplant entwickeln, die für die Swiss Steel Group geplanten operativen Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt werden, die Auswirkungen von den Ungewissheiten nicht wesentlich negativ abweichen zu den in der Planung der Swiss Steel Group abgebildeten Auswirkungen und die Finanzierungsbedingungen (Covenants) der Finanzierung auf Ebene der Swiss Steel Holding AG, Luzern / Schweiz, eingehalten werden bzw. die finanzierenden Banken im Falle einer Verletzung der Covenants die Finanzierung nicht fällig stellen. Im Falle wesentlicher Abweichungen von den Planungsprämissen, sowohl auf Konzernebene als auch auf Gesellschaftsebene, hängt die Fortführung der Unternehmenstätigkeit davon ab, dass weitere liquide Mittel durch Eigen- oder Fremdkapitalgeber im Prognosezeitraum zur Verfügung gestellt werden, für die bislang keine rechtlich bindenden Erklärungen vorliegen. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 28. Mai 2024 EY
GmbH & Co. KG
Hollweg, Wirtschaftsprüfer Dr. Burg, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Handelsregister B des Amtsgerichts Düsseldorf / HRB 49258Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242ff. und §§ 264ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. Zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurde der entsprechende Betrag des vorhergehenden Geschäftsjahres angegeben. Postenbezeichnungen in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden aus Gründen der Klarheit gemäß § 265 Abs. 6 HGB angepasst. Aus dem gleichen Grund werden die Mitzugehörigkeitsvermerke und davon-Angaben zu Posten des Jahresabschlusses im Wesentlichen im Anhang gemacht. Der Jahresabschluss ist in Euro aufgestellt. Zwischen der Steeltec GmbH und der direkten Muttergesellschaft Swiss Steel Edelstahl GmbH, Düsseldorf, bestand am Bilanzstichtag ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Hinsichtlich der wesentlichen Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit wird auf die Abschnitte "7. Finanzierung" und "8. Fortführung der Unternehmenstätigkeit" im Lagebericht verwiesen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode bilanziert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Ersatzteile und Instandhaltungen, die zu einer wesentlichen Verbesserung führen, und einen Wert von EUR 1.000,00 überschreiten, werden aktiviert und im Wesentlichen mit 33,3 % p. a. abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 werden unmittelbar als Aufwand erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften pauschalierend jeweils 20 % p. a., für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung gebildet. In den Vorräten erfolgte die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Einstandspreisen. Soweit erforderlich, werden Abwertungen für Verwertungsrisiken vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Handelswaren wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Einbeziehung von Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. Ist der voraussichtliche Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten niedriger, wird dieser Wert angesetzt. Wertmindernde Faktoren (Boni, Skonti, Rabatte) werden in der Bewertung berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Erkennbare Risiken werden durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden, sofern vorhanden, auf den Barwert abgezinst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit einem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der aktualisierten "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00 % (Vj. 3,00 %) und erwartete zukünftige Rentensteigerungen mit 2,20 % (Vj. 2,20 %) in die Berechnung einbezogen. Es wurde ein Diskontierungssatz von 1,83 % (Vj. 1,79 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 25. November 2009 verwendet. Zu den wesentlichen Pensionszusagen bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB darstellen und daher mit der Pensionsverpflichtung saldiert wurden. Da ein Zeitwert für Lebensversicherungsverträge nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden die Rückdeckungsversicherungen mit dem steuerlichen Aktivwert bewertet, der den Anschaffungskosten entspricht. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen werden mit Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung der Rückstellungen verrechnet, das Ergebnis wird im Finanzergebnis ausgewiesen. Der übrige Aufwand wird als Aufwendungen für Altersversorgung im Betriebsergebnis ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem laufzeitadäquaten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden unter Zugrundelegung von einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 25. November 2009 mit einem Zinssatz von 1,76 % (Vj. 1,45 %) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen angesetzt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden unter Zugrundelegung von einer angenommenen Restlaufzeit von 3 Jahren gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 25. November 2009 mit einem Zinssatz von 1,05 % (Vj. 0,52 %) nach versicherungsmathematischen Grundsätzen angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern sind aufgrund der steuerlichen Organschaft auf Ebene der Organgesellschaft nicht zu berücksichtigen. C. Erläuterungen zur Bilanz (1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagespiegel, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist, gesondert dargestellt. (2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag Null Euro. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr die zu Finanzierungszwecken genutzte Möglichkeit des Forderungsverkaufes ausgeführt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Rahmen des Factorings vollständig verkauft worden. Die verkauften Forderungen haben zum Bilanzstichtag ein Volumen von TEUR 6.157 (Vj. TEUR 6.112). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Forderungen aus Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von TEUR 4.741 (Vj. TEUR 0), aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.174 (Vj. TEUR 4.070) sowie aus dem Verrechnungsverkehr in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 131). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter, die Swiss Steel Edelstahl GmbH, in Höhe von TEUR 4.812 (Vj. TEUR 238) enthalten. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten verschiedene Ansprüche außerhalb des Warenverkehrs. (3) Rückstellungen Für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen wurde pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte, durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre in Höhe von 1,83 % (Vj. 1,79 %) verwendet, der sich bei einer angenommenen restlichen Laufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Verpflichtungsumfang nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt zum Bilanzstichtag insgesamt TEUR 677 (Vj. TEUR 637). Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittszinssatzes beläuft sich auf TEUR 4 (Vj. TEUR 17), der keiner Ausschüttungssperre unterliegt. Mit den Pensionsverpflichtungen wurde ein Deckungsvermögen von TEUR 255 (Vj. TEUR 239) saldiert. Der Aufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen beträgt vor Saldierung TEUR 9 (Vj. TEUR 11). Der Ertrag aus Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 6 (Vj. TEUR 4) wurde mit dem Aufwand aus der Aufzinsung verrechnet. Sonstige Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Gewährleistungsrisiken sowie für Verpflichtungen aus dem Personalbereich, insbesondere Jubiläumszuwendungen, Altersteilzeitverpflichtungen, Urlaubsansprüche und Sondervergütungen. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert (TEUR 168; Vj. TEUR 264) mit den Rückstellungen verrechnet. Aufwendungen aus der Aufzinsung der Altersteilzeitverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 1 (Vj. TEUR 1). (4) Verbindlichkeiten Für sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie in den Vorjahren, keine besonderen Sicherheiten bestellt worden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter, Swiss Steel Edelstahl GmbH, in Höhe von TEUR 24.850 (Vj. TEUR 28.242), die im Wesentlichen aus dem konzerninternen Cash Pool (TEUR 24.151; Vj. TEUR 23.150) und der Gewinnabführung (TEUR 0; Vj. TEUR 4.497) stammen. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.249 (Vj. TEUR 6.734). (5) Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gem. § 285 Nr. 3 HGB Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB Im Geschäftsjahr 2023 bestehen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Dies umfasst die Sicherungsübereignung der Vorräte in Höhe von TEUR 12.692 (Vj. TEUR 22.424) für den Konsortialkredit der Swiss Steel Holding AG, Luzern / Schweiz, im Rahmen der Konzernfinanzierung. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der nach dem Stichtag auf Gruppenebene durchgeführten Kapitalerhöhung und Refinanzierung nicht gerechnet. Die Höhe der Sicherungsübereignung der Vorräte stellt das Gesamtrisiko der Gesellschaft dar. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gem. § 285 Nr. 3 HGB Die Gesellschaft hat auf der Grundlage des Forfaitierungsrahmenvertrages mit der BFS finance GmbH vom 28. Juli 2022 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Gemäß den vertraglichen Regelungen geht das wirtschaftliche Eigentum, insbesondere das Ausfallrisiko, auf den Erwerber über. Die verkauften Forderungen werden zum Bilanzstichtag nicht mehr in der Bilanz ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2023 wurden Forderungen in Höhe von TEUR 6.157 (Vj. TEUR 6.112) verkauft. Gleichzeitig wurde ein Bankkonto für den Geldeingang als Sicherheit verpfändet. Mit dem Verkauf der Forderungen soll ein früherer Zufluss an Liquidität erreicht werden. Bei Wegfall der Forfaitierungsmaßnahme wäre die erforderliche Liquiditätsausstattung durch entsprechende Erhöhungen der Finanzverbindlichkeiten sicherzustellen. (6) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Kfz-Leasingverträgen in Höhe von TEUR 72 (Vj. TEUR 59). Weitere finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus der Anmietung von Büro- und Lagerflächen. Der jährliche Mietzins in den kommenden Geschäftsjahren beträgt TEUR 2.015, davon bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 2.012. Die Anmietung der Büro- und Lagerflächen erfolgt langfristig. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (7) Umsatzerlöse
(8) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Aufwendungen für Energie in Höhe von TEUR 918 (Vj. TEUR 1.482). Davon entfallen TEUR 244 (Vj. TEUR 474) auf die Swiss Steel Edelstahl GmbH. Die Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen betragen TEUR 240 (Vj. TEUR 469). Weiterhin konnten TEUR 916 außerordentliche und periodenfremde Erträge generiert werden (Vj. TEUR 91), die sich im Wesentlichen aus der Auflösung von TEUR 200 einer Lohnsteuerverbindlichkeit, TEUR 214 Frachtkostenkorrekturen und aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 496 zusammensetzen. (9) Personalaufwand Die Gesellschaft beschäftigte im Jahr 2023 neben den beiden Geschäftsführern durchschnittlich 179 Mitarbeiter, davon 49 Angestellte, 122 gewerbliche Mitarbeiter und 8 Auszubildende. (10) Sonstige betriebliche Aufwendungen Wesentliche Posten im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Miet- und Leasingaufwendungen, Verwaltungskosten, Kosten der Instandhaltung der betrieblichen Anlagen, Aufwendungen für Verpackungs- und Versandmaterial und Frachtaufwendungen sowie IT-Kosten. Periodenfremde Aufwendungen sind nicht entstanden. (11) Gewinnverwendung Der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft wurde auf der Grundlage des Ergebnisabführungsvertrages vom Gesellschafter, Swiss Steel Edelstahl GmbH, Düsseldorf, übernommen. E. Sonstige Angaben Geschäftsführung Mitglieder der Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Gesamtbezüge für die Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer Das von den Abschlussprüfern für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne von § 285 Nr. 17 HGB beträgt TEUR 46 (Vj. TEUR 46). Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Steeltec GmbH geht in den Konzernabschluss der Swiss Steel Holding AG, Luzern / Schweiz, ein, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Muttergesellschaft erhältlich. Nachtragsbericht Am 4. April 2024 haben die Aktionäre der Swiss Steel Holding AG, Luzern / Schweiz, zur Stärkung des Eigenkapitals und Verbesserung der Finanzierungs- und Kreditkonditionen eine ordentliche Kapitalerhöhung mit einem Bruttoerlös von mindestens 300 MEUR beschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde am 24. April 2024 vollzogen. Die Ausgabe von 3.101.000.000 neuen Namensaktien brachte der Swiss Steel Holding AG einen Nettoerlös von rund 294 MEUR. Die Gesamtfinanzierung der Swiss Steel Gruppe ist aktuell wie folgt vertraglich vereinbart:
Im Rahmen der Konzernfinanzierung werden der Steeltec GmbH die notwendigen finanziellen Mittel dabei auf Basis einer Cash Pool-Vereinbarung mit der deutschen Zwischenholding, der Swiss Steel Edelstahl GmbH, zur Verfügung gestellt. Aktuell verfügt die Steeltec GmbH über eine bis zum 30. Juni 2024 befristete Kreditlinie aus der Cash-Pool-Vereinbarung in Höhe von maximal 30 MEUR, die sich bis 30. Juni 2025 auf 26 MEUR verringert, damit die Steeltec GmbH entsprechend der Planung jederzeit in der Lage ist, den Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern bis zum 30. Juni 2025 nachzukommen.
Düsseldorf, 14.Mai 2024 Steeltec GmbH Die Geschäftsführung Andreas Bauer, Geschäftsführer Carsten Lübke, Geschäftsführer Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Ausgangssituation Die Steeltec GmbH ist in den Swiss Steel Group Konzern eingebunden. Direkte Muttergesellschaft und alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft ist die Swiss Steel Edelstahl GmbH, Düsseldorf. Diese ist wiederum direkte Tochtergesellschaft der obersten Muttergesellschaft der Swiss Steel Holding AG, Luzern/Schweiz. Zweck der Gesellschaft ist die Herstellung, Verarbeitung und Vergütung von Blankstahl und dessen Weiterverarbeitung. B. Wirtschaftsbericht 1. Konjunkturelle Rahmenbedingungen und Entwicklung der Branche Für die deutsche Gesamtwirtschaft war das abgelaufene Jahr 2023 ein sehr anspruchsvolles Jahr. Die im Jahr 2022 begonnene konjunkturelle Abschwächung setzte sich im Jahr 2023 fort. Die Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere die erheblichen Kaufkraftverluste als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, die schwache weltwirtschaftliche Entwicklung, die geo-politischen Krisen sowie die geldpolitischen Straffungen schwächten die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage deutlich. Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 % ab. Insbesondere der private Konsum ist im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung, auch im Zuge der erhöhten Unsicherheit infolge der geopolitischen Konflikte, preisbereinigt um 0,8 % zurückgegangen. Die Exporte nahmen infolge der schwachen Nachfrage aus dem Ausland um 1,8 % ab. Die Importe fielen im Zuge der schwachen Binnennachfrage mit -3,0 % sogar noch kräftiger, weshalb der Außenhandel rechnerisch zum BIP-Wachstum beitrug. Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der konjunkturellen Schwächephase robust; die Erwerbstätigkeit nahm im Jahresverlauf weiter zu (+0,7 %) und erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand von knapp 46 Mio. Personen. (Quelle: BMWK, Pressemitteilung 15.01.2024 Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2024). Diese Rahmenbedingungen machten sich in einem im Jahresverlauf abnehmenden Auftragseingang und Produktionsvolumen in der deutschen Stahlindustrie bemerkbar, was zu einem rückläufigen Umsatz- und Preisniveau führte. Insgesamt ist die globale Rohstahlerzeugung um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, in Europa (27) betrug der Rückgang zum Vorjahr 7,4 %. Eine schwache Nachfrage in Verbindung mit hohen und international nicht wettbewerbsfähigen Strompreisen haben die Stahlproduktion in Deutschland 2023 auf ein historisch niedriges Niveau gedrückt. In Deutschland wurden im Jahr 2023 mit 35,4 Millionen Tonnen Rohstahl 3,9 % weniger hergestellt als im Vorjahr, nach einem Rückgang von rund 8,0 % 2022 zu 2021. Dies markiert nun den niedrigsten Jahreswert seit der Finanzmarktkrise 2009. Besonders drastisch gesunken ist im abgelaufenen Jahr die Elektrostahlerzeugung. Mit einem Minus von rund 11 % auf 9,8 Millionen Tonnen wurde sogar der Tiefpunkt während der Finanzmarktkrise unterschritten. Damals lag die Elektrostahlproduktion bei 11,3 Millionen Tonnen. Eine schwache Baukonjunktur in Verbindung mit den hohen Strompreisen haben bei dieser stromintensiven Produktionsroute besonders deutliche Spuren hinterlassen. Aber auch die Oxygenstahlproduktion konnte sich im vergangenen Jahr lediglich stabilisieren, und das auf einem nur äußerst niedrigen Niveau. (Quelle Wirtschaftsvereinigung Stahl, Medieninformation vom 23.01.2023 und 23.01.2024 sowie Worldsteel Association, press release 25.01.2024) Die stahlverbrauchenden Sektoren zeigten im Geschäftsjahr 2023 besonders im Auftragseingang teilweise deutlich rückläufige Entwicklungen. In der Automobilindustrie lag das inländische Produktionsniveau für PKW knapp 18 % über dem Vorjahr, jedoch noch 12 % unter Vorkrisenniveau 2019. Die Inlandsorder 2023 ging im Vergleich zum Vorjahr um 18 % zurück. Inklusive Auslandsaufträgen wurden bei den deutschen Herstellern im Gesamtjahr 2023 damit 5 % weniger Aufträge registriert als im selben Zeitraum des Vorjahres. (Quelle Pressemeldung VDA vom 04.01.2024) Im Ausblick 2024 werden die geopolitischen Rahmenbedingungen, die Inflationsrate und darin beinhaltet die Energiepreise als mitbestimmende Faktoren zu beobachten sein. Die Bundesregierung reduziert den prognostizierten Zuwachs des BIP von zuletzt 1,3 Prozentpunkten auf 0,2 Prozentpunkte Stand Februar 2024. (Quelle: BMWK Jahreswirtschaftsbericht 2024) 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung der Gesellschaft Im Vergleich zu den Vorjahren hat die Gesellschaft folgende Umsatzentwicklung zu verzeichnen:
Das Geschäftsjahr 2023 der Steeltec GmbH wurde stark durch eine rückläufige Nachfragesituation und einen Rückgang der Verkaufspreise beeinflusst. Die Nachfrage aus allen für uns wichtigen Segmenten schwächte sich ab. Der Preisrückgang und die konjunkturelle Unsicherheit führten zu einem Bestandsabbau und vorsichtigen Dispositionen in der nachgelagerten Lieferkette. Im Januar 2023 konnte das budgetierte Absatzniveau annähernd erreicht werden, in den folgenden Monaten schwächte sich das Nachfragevolumen am Markt und damit auch die absetzbaren Mengen für die Steeltec GmbH weiter ab. Der Markt in den für uns relevanten stahlverbrauchenden Sektoren war gekennzeichnet durch Volatilität in den Auftragsbeständen. Besonders im Automobilbereich wurden durch kurzfristige Einschränkungen der Produktion wegen Kurzarbeit sowie punktuell weiterhin wegen Störungen in den Lieferketten, immer wieder kurzfristige Volumenanpassungen vorgenommen. Das führte zu Problemen bei der Steuerung der Produktions- und Lieferzyklen in den Lieferketten und verursachte ein durch Vorsicht geprägtes, volatiles und reduziertes Bestellverhalten der Kunden. Für die Steeltec GmbH wurde damit die bedarfsgerechte Steuerung für Roh- und Fertigmaterialien ein wesentlicher Faktor. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten und insbesondere mit der Konzernschwester Steeltec AG als Rohstahllieferant, sowie einer besonders engmaschigen rollierenden Überprüfung der Auftragsbestände, ist es jedoch gelungen, bei deutlich optimierten Bestandshöhen, die von unseren Kunden gewohnte und geschätzte Zuverlässigkeit konsequent beizubehalten. Mit hoher Flexibilität in der Produktionsplanung konnte auf die Volatilität der Bedarfe sehr gut reagiert werden und es gelang, die sehr hohe Termintreue als einen der wesentlichen Faktoren für die Kundenzufriedenheit beizubehalten. Dies wiederum konnte genutzt werden, um weitere Aufträge zu akquirieren und somit das Absatz- und Umsatzvolumen zu stabilisieren. Mit ihrem Vertriebsmodell in Deutschland und auch der engen Kooperation mit den internationalen Swiss Steel Organisationen hat die Steeltec GmbH in allen wichtigen Absatzmärkten von ihrer Marktnähe profitiert. Durch die hohe lokale Präsenz konnte gemeinsam mit den Kunden gut auf die Anforderungen reagiert werden, mit hoher Lieferzuverlässigkeit überzeugt und damit auch neue Projekte eröffnet werden. Ebenfalls ist es trotz rückläufigem Markt gelungen, die hohen Energiekosten der Stahlerzeugung und Veredelung in geeigneter Art als Preisbestandteil auf der Verkaufsseite an die nationalen und internationalen Kunden weiterzugeben und den Preisrückgang abzumildern. Zum Jahresende 2023 zeigten sich dann erstmals wieder Stabilisierung und leicht steigende Tendenzen, sowohl was die Preisentwicklung als auch die Mengenprognosen der Kunden anbelangt. 3. Produktion und Produkte Die Produktion erreichte im Berichtsjahr ca. 42 kt (Vj. ca. 55kt). Dabei splittet sich die Tonnage in folgende Hauptproduktgruppen:
Die sich zum Ende des Jahres 2022 abzeichnende Krise der weltweiten Stahlindustrie aufgrund der gestiegenen Strompreise erfasste im Jahr 2023 auch die Steeltec GmbH. In Deutschland und diversen Nachbarländern wurde somit bereits in der zweiten Jahreshälfte 2022 ein Großteil der stromintensiven industriellen Produktion heruntergefahren. Aufgrund der hohen Kosten und des inflationsbedingten Nachfragerückgangs reduzierten viele unserer Kunden seit Ende 2022 durch das gesamte Jahr 2023 die Warenannahme oder stellten diese ganz ein. Die oben beschriebenen Einflussfaktoren führten bei der Steeltec GmbH im Jahr 2023 zu kontinuierlich sinkenden Abrufen der Kunden. Als Konsequenz hat die Geschäftsführung der Steeltec GmbH am 10.01.2023 eine Betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit mit dem Betriebsrat abgeschlossen und bei der Bundesagentur für Arbeit (BafA) ab dem 01.02.2023 Kurzarbeit für den Standort Düsseldorf der Steeltec GmbH beantragt. In der Folge wurde in den Monaten Februar, März, April, Mai, August, September, November und Dezember, also im gesamten Jahr in 8 Monaten Kurzarbeit über alle Bereiche des Werkes gemacht. Die Kurzarbeit wurde zum 31.12.2023 bei der BafA abgemeldet, da die Auslastung des Werkes seitdem wieder auf einem stabilen Niveau ist. 4. Beschaffung Der Einkauf von Rohmaterial für die Blankstahlproduktion stellt eine Schlüsselfunktion in unserem Betriebsablauf dar. Aufgrund der geringeren Marktnachfrage nach Stahlerzeugnissen im Jahr 2023 verringerte sich der Vormaterialpreis (Walzstahl) im Laufe des Jahres um 38,6 % gegenüber dem Jahr 2022. Im Jahr 2022 gab es dem gegenüber noch eine Preissteigerung von 35 %. Aufgrund der geringeren Nachfrage lag der Hauptfokus des Einkaufs auf der Abstimmung mit den eigenen Stahlwerken, um dort die Auslastung mit eigenen Produkten zu erhöhen. Aufgrund der engen Kooperation mit dem Vertrieb und dem eigenen Stahlwerk konnten zudem zur Vermeidung von Abwertungseffekten im Vormaterial die Bestandsmengen des Walzstahls deutlich reduziert werden. Dennoch achtet die Gesellschaft weiterhin darauf, ein optimales Verhältnis der Rohmateriallieferungen aus Werken der Swiss Steel Gruppe und hochwertigen Lieferquellen außerhalb des Konzerns beizubehalten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 84,1 % des eingesetzten Rohmaterials aus Werken der Swiss Steel Gruppe bezogen. 5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die wesentlichen Finanzkennzahlen stellen sich wie folgt dar:
2) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und
Abschreibungen.
3) EBITDA im Verhältnis zu
Umsatzerlösen.
Von den zuvor dargestellten Finanzkennzahlen stellen die Umsatzerlöse sowie das EBITDA die finanziellen Leistungsindikatoren dar, welche in den folgenden Abschnitten näher analysiert werden. Im Geschäftsjahr 2023 sanken die Umsatzerlöse auf TEUR 115.601 (Vj. TEUR 160.196), womit die letztjährige Prognose von rund EUR 136 Mio. deutlich unterschritten wurde. In 2023 mussten mehrere Preissenkungen erfolgen. Der durchschnittliche Verkaufspreis über das Gesamtportfolio sank auf 1.837 EUR/t (Vj. 2.073 EUR/t). Die Gesamtleistung veränderte sich auf TEUR 108.497 (Vj. TEUR 162.128). Dabei wirkte sich die Bestandsveränderung mit TEUR -7.104 (Vj. TEUR 1.932) negativ aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtsjahr von TEUR 2.252 auf TEUR 2.176 gesunken. Dies resultiert aus den Gewinnen aus dem Verkauf aus Anlagevermögen mit TEUR 240 (Vj. TEUR 469) und den Erträgen aus der Weiterbelastung von Stromkosten mit TEUR 829 (Vj. TEUR 1.482). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 496 (Vj. TEUR 25) resultieren im Geschäftsjahr im Wesentlichen aus der Gewährleistungsrückstellung, die auf Grund der geringeren Umsatzerlöse aufgelöst wurde. Der Materialaufwand sank im Berichtsjahr auf TEUR 86.931 (Vj. TEUR 126.636). Die Reduzierung ist neben dem geringeren Absatz und Bestand auch auf niedrigere Einkaufspreise bedingt durch im Berichtsjahr fallende Preise auf dem Schrott- und Energiemarkt zurückzuführen. Sowohl die Steeltec AG als auch die externen Lieferanten mussten deutliche Preisnachlässe im Vormaterial (siehe hierzu auch Punkt 4 Beschaffung) im Laufe des Jahres 2023 trotz weiterhin erhöhter Produktionskosten aufgrund von geringerer Marktnachfrage an ihre Kunden weitergeben.
Schrottpreise der Sorte 1 im Jahresverlauf (Quelle: BDSV) Die Mengen- und Preiseffekte in den Umsatzerlösen führten zusammen mit der negativen Bestandsveränderung dazu, dass sich der Bruttogewinn in 2023 auf TEUR 21.566 (Vj. TEUR 35.492) verringert hat. Die Bruttomarge lag mit 18,7 % unter Vorjahr (22,2 %). Das EBITDA hat sich von TEUR 8.450 auf TEUR 309 verringert. Der Personalaufwand verringerte sich in 2023 um TEUR 1.968 auf TEUR 11.567 (Vj. TEUR 13.535). Hierin enthalten sind geringere Kosten auf Grund von Zulagen und Sonderzahlungen von TEUR 1.331 sowie geringere laufende Zahlungen in Höhe von TEUR 697. Weiterhin wurden die Werte für die Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläen auf Grund von geänderten Parametern um TEUR 8 reduziert. Bei den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen war ein Rückgang auf TEUR 11.866 (Vj. TEUR 15.759) zu verzeichnen. Dieser beruhte hauptsächlich auf den beschäftigungsabhängigen Kosten (Frachten, Verpackung, Instandhaltung, Kostenmaterial, Lohnveredelung, Energie). Darüber hinaus gab es auf Grund des geringeren Umsatzes einen Ertrag aus Auflösung der Gewährleistungsrückstellung statt wie im Vorjahr einen Aufwand von TEUR 400. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 308 (Vj. TEUR 8.450). In der Prognose des Vorjahres wurde mit einem positiven EBITDA im unteren einstelligen Millionenbereich gerechnet. Die Marge lag mit 0,3 % (Vj. 5,3 %) auf einem der schwierigen Marktsituation entsprechenden guten Niveau. Die Bilanzsumme reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 38.498 (Vj. TEUR 47.569) um TEUR 9.071. Auf der Aktivseite sank das Anlagevermögen abschreibungsbedingt leicht auf TEUR 17.004 (Vj. TEUR 17.394). Das Umlaufvermögen verringerte sich ebenfalls auf TEUR 21.384 (Vj. TEUR 30.139). Das Vorratsvermögen hat sich auf TEUR 12.692 (Vj. TEUR 22.424) verringert. Dieser Rückgang ist sowohl auf einen nachfragebedingten Lagerabbau als auch auf eine optimierte Net Working Capital Steuerung zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich bedingt durch den vollständigen Forderungsverkauf auf TEUR 0 (Vj. TEUR 2.256) verringert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 6.915, Vj. TEUR 4.201) sind vor allem aufgrund der Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag angestiegen. Das höhere Volumen an verkauften Forderungen führte im Wesentlichen zu einem Anstieg der Sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 1.777; Vj. TEUR 1.275). Die Veränderung auf der Passivseite ergibt sich im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten. Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.350 ist auf den nachfragebedingten Lagerabbau sowie auf eine preisbedingte Reduktion zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.877 auf TEUR 30.099 gesunken. Grund hierfür ist der unterjährige Ausgleich der Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung aus dem Vorjahr und dem Verlust des aktuellen Geschäftsjahres, welcher zu einer Forderung gegenüber dem Gesellschafter geführt hat. Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich aufgrund der geringeren Geschäftstätigkeit auf TEUR 1.997 (Vj. TEUR 3.899). Bei den Rückstellungen gab es eine Reduzierung um TEUR 943 auf TEUR 2.510 (Vj. TEUR 3.453). Korrespondierend zum Rückgang der Umsatzerlöse ist die Gewährleistungsrückstellung um TEUR 443 auf TEUR 1.147 (Vj. TEUR 1.590) gesunken. Weiterhin sanken die Personalrückstellungen von TEUR 1.272 auf TEUR 1.179. Die übrigen sonstigen Rückstellungen (TEUR 184; Vj. TEUR 592) sind im Jahr 2023 ebenfalls gesunken. 6. Personal Der Krankenstand, welcher einen nichtfinanziellen Leistungsindikator der Steeltec GmbH darstellt, belief sich im Jahr 2023 auf 6,89 %. (inkl. Langzeitkranke). Somit lag der Krankenstand um 0,58 %-Punkte tiefer als im Vorjahr (Krankenstand 2022: 7,47 %). Die Zielgröße von 7,0 % wurde damit unterschritten. Der geringere Krankenstand ist zurückzuführen auf das Ende der Corona-Pandemie und die Kurzarbeit, die im Betrieb gefahren wurde. Statistisch liegt in Kurzarbeitszeiten der Krankenstand immer tiefer als in einer normalen Beschäftigungszeit. Der Anteil der Langzeiterkrankten lag mit 2,4 % geringfügig über dem Anteil von 1,8 % im Jahr 2022. Im Jahresverlauf stellt sich die Personalentwicklung wie folgt dar:
Alle Investitionen in Aus- und Weiterbildung wurden kontinuierlich fortgesetzt. Im Berichtszeitraum gab es am Standort Düsseldorf keine meldepflichtigen Unfälle (Lost Time Injury (LTI)). Der LTIFR mit Null liegt damit innerhalb der definierten Grenze von < 4. Die Fluktuationsquote ist mit 0,5 % konstant geblieben und unterschreitet die Vorgabe von 5,0 % deutlich. 7. Finanzierung Die Finanzierung der Steeltec GmbH stützt sich auf die Konzernfinanzierung der Swiss Steel Group. Zum 31. Dezember 2023 bestand diese hauptsächlich aus einem Konsortialkredit in Höhe von 435 MEUR, einem ABS-Finanzierungsprogramm mit einem Volumen von rund 298 MEUR und zwei Aktionärsdarlehen von 95 MEUR und von 100 MEUR. Abgesehen vom Aktionärsdarlehen über 100 MEUR mit einer Laufzeit unter bestimmten Voraussetzungen bis zum 3. Juni 2024 hatten die anderen Finanzierungen eine Laufzeit bis März 2025. Zusätzlich bestanden international staatlich garantierte Bankkredite im Umfang einer Kreditlinie von 109 MEUR. Mit der Entkonsolidierung der Ascometal Gesellschaften per Ende März 2024 reduzierte sich der Umfang der staatlich garantierten Kreditlinien auf 20 MEUR. Am 4. April 2024 haben die Aktionäre der Swiss Steel Holding AG, Luzern / Schweiz, zur Stärkung des Eigenkapitals und Verbesserung der Finanzierungs- und Kreditkonditionen eine ordentliche Kapitalerhöhung mit einem Bruttoerlös von mindestens 300 MEUR beschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde am 24. April 2024 vollzogen. Die Ausgabe von 3.101.000.000 neuen Namensaktien brachte der Swiss Steel Holding AG einen Nettoerlös von rund 294 MEUR. Mit dem Vollzug der Kapitalerhöhung, als eine unter anderen Bedingungen, erhöhten sich die beiden Aktionärsdarlehen auf Ebene der Swiss Steel Holding AG auf insgesamt 200 MEUR und reduzierte sich der Konsortialkredit auf 410 MEUR. Die Fälligkeiten des Konsortialkredits, des ABS-Finanzierungsprogramms und der Aktionärsdarlehen verlängerten sich bis September 2028. Dabei hat der Darlehensnehmer bestimmte finanzielle Kennzahlen einzuhalten, die sich auf eine Mindestausstattung hinsichtlich des wirtschaftlichen Eigenkapitals und eine Mindestliquidität beziehen. Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf des ehemaligen Hauptsitzes in Düsseldorf durch die Swiss Steel Edelstahl GmbH, Düsseldorf, wurde im Mai 2024 zur teilweisen Tilgung des Konsortialkredits, bei welchem die Swiss Steel Edelstahl GmbH, Düsseldorf, neben der Swiss Steel Holding AG, Luzern / Schweiz, Kreditnehmerin ist, verwendet. Damit reduzierte sich der Konsortialkredit auf 375 MEUR. Im Rahmen der Konzernfinanzierung werden der Steeltec GmbH die notwendigen finanziellen Mittel dabei auf Basis einer Cash Pool-Vereinbarung mit der deutschen Zwischenholding, der Swiss Steel Edelstahl GmbH, zur Verfügung gestellt. Zum 31. Dezember 2023 betrug die Cash Pool-Inanspruchnahme der Steeltec GmbH 24,2 MEUR bei einem bereitgestellten Gesamtbetrag in Höhe von 30 MEUR. Aktuell verfügt die Steeltec GmbH über eine bis zum 30. Juni 2025 befristete Linie aus der Cash-Pool-Vereinbarung in Höhe von maximal 30 MEUR, die sich bis 30. Juni 2025 auf 26 MEUR verringert, damit die Steeltec GmbH entsprechend ihrer Planung jederzeit in der Lage ist, den Zahlungsverpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern bis zum 30. Juni 2025 nachzukommen. Im Rahmen der Konzernfinanzierung tritt die Steeltec GmbH neben anderen Konzerngesellschaften als Garantin für den Konsortialkredit auf. Das mögliche Risiko einer Inanspruchnahme als Garantin wird aufgrund der per 24. April 2024 auf Ebene der Swiss Steel Holding AG vollzogenen Kapitalerhöhung und Refinanzierung sowie unter Berücksichtigung der aktuellen Mittelfristplanung als gering beurteilt. Der von der Swiss Steel Group verhandelte Konsortialkreditvertrag hat eine Laufzeit bis September 2028. Daneben setzt die Gesellschaft zu Finanzierungszwecken die Möglichkeit des Forderungsverkaufes ein. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 hat die Gesellschaft Forderungen im Volumen von 6,2 MEUR verkauft. 8. Fortführung der Unternehmenstätigkeit Während des gesamten Geschäftsjahres 2023 führte die weltweite Konjunkturabschwächung zu einem Nachfragerückgang in den Hauptabnehmerbranchen der Swiss Steel Group, namentlich der Automobil- und Maschinenbauindustrie. Als Reaktion auf die niedrige Nachfrage passte die Swiss Steel Group ihre Produktionsplanung an und verstärkte ihre Bemühungen zur Senkung der Kosten und des Nettoumlaufvermögens, um die Rentabilität zu verbessern und eine positive Liquiditätsausstattung aufrechtzuerhalten. Dies führte im Geschäftsjahr zu einem positiven Free Cash Flow von 85,4 MEUR auf Gruppenebene. Der Rückgang der Rohstoff- und Energiepreise belastete die Bewertung der Vorräte und führte zu einmaligen Bewertungsverlusten. Darüber hinaus stiegen angesichts steigender Leitzinsen die externen und unter Berücksichtigung der Finanzierungsstruktur in der Gruppe damit einhergehend auch die konzerninternen Zinsaufwendungen aufgrund der höheren Inanspruchnahme von Kreditlinien und höherer Zinsmargen deutlich an. Trotz der ergriffenen Gegenmaßnahmen erzielte die Swiss Steel Group für das gesamte Geschäftsjahr 2023 einen Nettoverlust von 294,8 MEUR. Infolgedessen sank das Eigenkapital der Swiss Steel Group auf 234,4 MEUR, was einer Eigenkapitalquote von 12,1% zum 31. Dezember 2023 entsprach. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich das Marktumfeld nicht weiter verschlechtert und die Swiss Steel Group und damit auch die Steeltec GmbH die Maßnahmen zur Leistungssteigerung, insbesondere Verbesserung der Kostenstruktur, Produktivitätssteigerungen und Verbesserung der Kundenaktivitäten, wie geplant umsetzen. Im Rahmen der außerordentlichen Generalversammlung am 4. April 2024 stimmten die Aktionäre der Swiss Steel Holding AG, Luzern / Schweiz einer Kapitalerhöhung in Höhe von 300 MEUR zu. Die Kapitalerhöhung wurde am 24. April 2024 durch Einzahlung von 300 MEUR, bei einem Nettoerlös von 294 MEUR umgesetzt. Des Weiteren einigten sich die Swiss Steel Holding AG, Luzern / Schweiz und die relevanten Kreditgeber auf neue Finanzierungsvereinbarungen mit verlängerten Laufzeiten bis September 2028. Im Rahmen der Erstellung des Jahresabschlusses wurde die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Steeltec GmbH durch die Geschäftsführung positiv beurteilt, allerdings besteht das nachfolgend beschriebene bestandsgefährdende Risiko. Die Steeltec GmbH ist finanziell und organisatorisch eng in die Swiss Steel Group eingebunden und hat mit der Swiss Steel Edelstahl GmbH eine Cash Pool-Vereinbarung abgeschlossen. Die Swiss Steel Edelstahl GmbH nimmt ihrerseits Finanzierungen von der Swiss Steel Holding AG, Luzern / Schweiz, sowie Kreditinstituten im Rahmen einer Konsortialfinanzierung in Anspruch, für die neben der Steeltec GmbH, Swiss Steel Edelstahl GmbH und der Swiss Steel Holding AG weitere Gruppengesellschaften mit ihrem Vermögen haften. Die Swiss Steel Edelstahl GmbH stellt den deutschen Konzerngesellschaften im Rahmen des Cash Pools mittels gruppeninterner Vereinbarungen («Termsheets»), die im Prognosezeitraum bis 30. Juni 2025 nicht kündbar sind, oder durch Darlehen die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung. Die Gesamtfinanzierung der Swiss Steel Gruppe ist aktuell wie folgt vertraglich vereinbart:
Die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Steeltec GmbH ist aufgrund der engen finanziellen und organisatorischen Einbindung in die Swiss Steel Group davon abhängig, dass sich die für die Swiss Steel Group relevanten Endmärkte für den gesamten Konzern wie geplant entwickeln, die für die Swiss Steel Group geplanten operativen Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt werden, die Auswirkungen von den Ungewissheiten nicht wesentlich negativ abweichen zu den in der Planung der Swiss Steel Group abgebildeten Auswirkungen und die Finanzierungsbedingungen (Covenants) der Finanzierung auf Ebene der Swiss Steel Holding AG, Luzern / Schweiz, eingehalten werden bzw. die finanzierenden Banken im Falle einer Verletzung der Covenants die Finanzierung nicht fällig stellen. Dabei muss der Minimum Liquidity Covenant über die gesamte Laufzeit, der Minimum Consolidated Equity Covenant bis zum 30. Juni 2025 und der Leverage Covenant ab dem 30. September 2025 eingehalten werden. Im Falle einer wesentlichen Abweichung von den Planungsprämissen, sowohl auf Konzernebene als auch auf Gesellschaftsebene, ist die Gesellschaft davon abhängig, dass weitere liquide Mittel durch Eigen- oder Fremdkapitalgeber im Prognosezeitraum zur Verfügung gestellt werden, für die bislang keine rechtlich bindenden Erklärungen vorliegen. Die Steeltec GmbH ist zur Aufrechterhaltung ihrer Zahlungsfähigkeit und somit zur Fortführung ihrer Unternehmenstätigkeit von der finanziellen Unterstützung der Swiss Steel Edelstahl GmbH abhängig, die ihrerseits von der Swiss Steel Holding AG, Luzern / Schweiz, im Rahmen der ausgereichten Kreditlinien abhängig ist. Insofern liegt ein bestandsgefährdendes Risiko vor. Hinsichtlich der Finanzierung der Steeltec GmbH wird auf das separate Kapitel «Finanzierung» in diesem Lagebericht verwiesen. 9. Sonstiges Im Jahr 2023 konnten alle am Standort vorhandenen Zertifizierungen erfolgreich durchgeführt werden. Das Rezertifizierungs-Audit zur Überprüfung der Normenkonformität unseres Managementsystems gemäß den Qualitätsmanagement Anforderungen der ISO 9001:2015 und den erweiterten Anforderungen der Automobilindustrie IATF 16949:2016 fand im Mai 2023 statt. Es ergaben sich hierbei keine Hauptabweichungen. Das Kombinationsaudit nach den Anforderungen der ISO 50001:2018 (Energiemanagement) und ISO 14001:2015 (Umweltmanagement) fand im November 2023 statt. Es gab keine Haupt- oder Nebenabweichungen. Alle bestehenden Zertifikate, haben eine Laufzeit bis 2024. Das ISO 9001:2015 Zertifikat ist auch für die Standorte in Skandinavien gültig. C. Chancen- und Risikobericht 1. Risikomanagement Die Gesellschaft ist wie in den Vorjahren in das Risikomanagementsystem (RMS) und alle Sicherungsstrukturen der Swiss Steel Gruppe eingebunden. Hier sind im Wesentlichen die Abteilung Recht und alle Versicherungsstrukturen zu nennen. Die Swiss Steel Gruppe besitzt im Bereich Risikomanagement ein Internal Control System (ICS), in welches die Gesellschaft aktiv eingebunden ist. Beanstandungen sind nicht vorgekommen. Das RMS zur umfassenden Risikoanalyse mit Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadensausmaßen sowie entsprechenden Maßnahmen zur Schadensminimierung wird im Rahmen des jährlichen Strategieprozesses eingesetzt, um die Führungskräfte kontinuierlich zu sensibilisieren. Dabei soll das RMS die Aufdeckung von Risikopositionen, deren Optimierung sowie die Wahrnehmung von Chancen gewährleisten. Die direkte Verantwortung für Früherkennung, Monitoring und Kommunikation der Risiken liegt beim Management. Durch den Abschluss von Versicherungsverträgen ist ein Großteil der Risiken - soweit versicherbar und kommerziell sinnvoll - auf Versicherer transferiert worden. Notwendige Präventivmaßnahmen zur Schadensverhütung und -vermeidung werden umgesetzt. Das RMS umfasst unter anderem auch das Management von Währungs-, Zins- und Kreditrisiken. Daneben fungiert der Bereich Interne Revision des Konzerns als eine unabhängige Prüfungs- und Beratungseinheit. Sie erstellt Risikoanalysen und beurteilt die Effektivität und die Effizienz der internen Kontrollsysteme; sie stellt damit einen wichtigen Bestandteil des RMS dar. Zusätzlich stellt dieser Bereich die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien sicher. 2. Risiken Hinsichtlich der Risiken betreffend der Fortführung der Unternehmenstätigkeit verweisen wir auf die vorherigen Abschnitte "7. Finanzierung" und "8. Fortführung der Unternehmenstätigkeit". Risiken bestehen für die Gesellschaft vor allem in den sich verändernden Rahmenbedingungen für Auftragseingang, Absatz und Umsatzerlöse. Aktuell stellen weiterhin die im Rahmen des Ukrainekonflikts ergebenden gesamtwirtschaftlichen Veränderungen das größte Risiko in dieser Hinsicht dar. Aufgrund der stark gestiegenen Strom- und Gaspreise, sowie unsichere politische Rahmenbedingungen in Deutschland (z.B. kurzfristige Erhöhung von Netzentgelten oder plötzlicher Entfall von E-Förderungen) könnten unter Umständen zu einem weiteren Rückgang der industriellen Produktion führen. Dies hätte wesentlichen Einfluss auf den Stahlverbrauch im Maschinenbau, in der Automobilindustrie und im Anlagenbau, den Haupt-Abnehmergruppen für Produkte der Steeltec GmbH. Es bleibt abzuwarten, ob es weiterhin gelingt, Kosten wie Energiezuschlag an die Kunden weiterzugeben und was für einen Einfluss die gestiegene Inflation auf den Markt hat. Ein weiteres Risiko der Steeltec GmbH ist die Strategie der Elektrifizierung der Automobilindustrie. Dies kann zu einer weiteren Reduzierung des Stahlbedarfs führen. Bei einem normalen Geschäftsverlauf, ohne Berücksichtigung der oben genannten externen Einflüsse, unterliegt die Gesellschaft darüber hinaus Risiken aus der Preisentwicklung von Rohstoffen und Energie. Hohe Preisschwankungen, Abwertungsrisiken im Vorratsvermögen wegen alternder Lagerbestände sowie eine hohe Volatilität zwischen Angebot und Nachfrage stellen Risiken dar, die mit geeigneten Maßnahmen minimiert werden. Neben einer regelmäßigen Untersuchung der Lagerbestände auf so genannte Slow Mover liegt der Fokus auf der detaillierten Analyse der Profitabilität von Aufträgen, Produkten, Kunden und Vertriebswegen. Daraus werden entsprechende Maßnahmen für die Preispolitik und die Priorisierung von Aufträgen bei der Auslastung der Produktionskapazität abgeleitet. 3. Chancen Im Jahr 2022 wurde mit der Einführung eines neuen SAP Systems S4Hana begonnen und zum 31.12.2023 erfolgreich in Betrieb genommen. Dieses System wurde sowohl bei der Steeltec AG als auch der Steeltec GmbH gleichzeitig eingeführt. Mit Hilfe des neuen zwischen den Steeltec-Einheiten verbundenen Systems ist es zukünftig einfacher, Daten und Aufträge auszutauschen. Weiterhin kann so die Transparenz zwischen Walz- und Blankstahl auf der Kosten- und Ertragsseite erhöht werden. Durch diese Zusammenführung der Systemlandschaft können somit folgende Effekte erreicht werden:
Die Steeltec GmbH wird auch in Zukunft ein wichtiger Produktionsstandort der Business Unit Steeltec sein. Die Gesellschaft ist als Hersteller von höherfestem und hochfestem Spezialblankstahl mit Absatzmärkten vornehmlich in Deutschland und Europa gut positioniert. Entwicklungschancen sehen wir darüber hinaus im kontinuierlichen Ausbau von speziellen wärmebehandelten Produkten, dem Erhöhen der Tonnage von Produkten mit spezifischen technischen Eigenschaften in Verbindung mit kundenspezifischer Anarbeitung und der weiteren Etablierung der XTP-Technologie am Weltmarkt. Weiterhin beobachten wir die Entwicklungschancen bei der Herstellung von hochfesten Stählen und von Spezialstählen mit angepassten Toleranzfeldern und Eigenschaftskombinationen. D. Prognosebericht Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die in dem Zusammenhang stehenden Auswirkungen auf den Energiepreis und die Inflation belasten weiterhin die Aussichten besonders für den deutschen Markt. Die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland (z.B. kurzfristige Erhöhung von Netzentgelten oder plötzlicher Entfall von E-Förderungen) erschweren die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auch im europäischen Wettbewerb. Insbesondere die im europäischen Vergleich hohen Industriestrompreise schwächen die Wettbewerbsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund wurden die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 revidiert. Der Bundesregierung und EU-Kommission erwarten jetzt für das Jahr 2024 ein BIP-Wachstum von 0,2 % in Deutschland. Der Marktstart in das Geschäftsjahr 2024 gestaltet sich für die Steeltec GmbH dennoch zunächst gegen den allgemeinen Markttrend positiv. Der Auftragsbestand liegt im ersten Quartal deutlich über dem niedrigen Budgetniveau. Die im Februar 2023 gestartete Kurzarbeit wurde zum 31.12.2023 beendet. Der Vertrieb erwartet, dass der Auftragsbestand zunächst stabil bleibt. Wir werden auch im laufenden Geschäftsjahr weiterhin unsere Strategie der Mengensteigerung von höherfesten und hochfesten Spezialprodukten konsequent umsetzen. Dabei soll aber auch zur Grundauslastung der Produktion der Absatz von Standardprodukten, insbesondere aus dem Bereich Automatenstahl, verstetigt werden. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir aktuell Umsatzerlöse in Höhe von rd. EUR 122 Mio. inklusive der geplanten Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung und einer weiteren Verbesserung der Margen erwartet die Gesellschaft für das laufende Geschäftsjahr 2024 ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im unteren einstelligen Millionenbereich. Diese Prognose basiert auf dem Kenntnisstand der Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses. Wesentliche Prämisse ist dabei die Annahme, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Europa und in Deutschland keine wesentlichen Einschränkungen durch externe Einflussfaktoren (z.B. weitere unangekündigte politische Veränderungen, keine weiteren Eskalationen in der Ukraine Krise, Energiekosten) erfährt.
Düsseldorf, 14. Mai 2024 Steeltec GmbH Geschäftsführung Andreas Bauer, Geschäftsführer Carsten Lübke, Geschäftsführer |
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Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Gas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und Klimainstallation
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen