Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 63109
Vorher
Capricorn Automotive GmbH
Eingetragen
30.3.2010
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb von Bauteilen, insbesondere auf Basis von Faserverbundwerkstoffen, einschließlich aller Aktivitäten, die damit in Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Robertino Wild
Kaiser-Wilhelm-Ring 33, 40545 Düsseldorf
66.756 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Capricorn Composite GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 24,00 755,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 221.288,77 7.144.579,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.016.813,00 1.212.002,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 249.554,00 149.258,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.087.205,42 13.574.861,19 3.797.898,92
13.574.885,19 12.304.492,97
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 289.949,24 294.211,76
2. Unfertige Erzeugnisse 6.032.549,54 2.345.981,76
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 76.924,56 6.399.423,34 126.275,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.128.577,11 5.324.575,13
2. Sonstige Vermögensgegenstände 6.669.104,24 12.797.681,35 1.347.813,62
-- davon gegen Gesellschafter EUR 0,00 (i.V. EUR 0,00)
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 175.272,94 1.027.797,74
19.372.377,63 10.466.655,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 31.136,76 85.953,43
32.978.399,58 22.857.101,94

Passiva

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 66.756,00 66.756,00
II. Kapitalrücklage 6.568.781,07 6.568.781,07
III. Bilanzgewinn 7.230.434,69 3.260.067,85
13.865.971,76 9.895.604,92
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 355.023,64 586.504,80
2. Sonstige Rückstellungen 484.410,47 686.458,02
839.434,11 1.272.962,82
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.556.495,07 4.592.553,85
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.763.070,94 2.360.079,70
3. Sonstige Verbindlichkeiten 13.953.427,70 4.735.900,65
-- davon gegenüber Gesellschafter EUR 662.927,77 (i.V. EUR 144.012,32)
18.272.993,71 11.688.534,20
32.978.399,58 22.857.101,94

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2020 2019
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 7.203.145,84 16.637.165,88
2. Verminderung/Erhöhung des Bestandes an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.637.216,81 -859.692,41
3. Sonstige betriebliche Erträge 7.017.506,73 1.826.847,87
--davon aus Währungsumrechnung EUR 1.495,98 (i.V. EUR 1.259,95)--
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.442.566,76 -2.864.181,92
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.453.916,24 -2.896.483,00 -2.431.436,23
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.908.842,40 -3.693.989,95
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -629.676,64 -3.538.519,04 -748.508,60
--davon für Altersversorgung EUR -998,16 (i.V. EUR -1.051,34)--
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -322.513,51 -567.707,05
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.272.140,66 -4.920.444,59
--davon aus Währungsumrechnung EUR -337,20 (i.V. EUR -267,57)--
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 87.445,65 45.147,76
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -932.224,89 -520.316,07
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -240.404,35
11. Ergebnis nach Steuern 3.983.433,93 1.662.480,34
12. Sonstige Steuern -13.067,09 -14.298,74
13. Jahresüberschuss 3.970.366,84 1.648.181,60
14. Gewinnvortrag 3.260.067,85 1.611.886,25
15. Gewinnausschüttung 0,00 0,00
16. Bilanzgewinn 7.230.434,69 3.260.067,85

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2020 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 228.131,06 0,00 0,00 228.131,06
2. Lizenzen 21.970,90 0,00 0,00 21.970,90
250.101,96 0,00 0,00 250.101,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.406.850,51 0,00 9.185.561,74 221.288,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.242.285,00 0,00 0,00 2.242.285,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 786.053,29 210.372,51 60.000,00 936.425,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.797.898,92 8.289.306,50 0,00 12.087.205,42
16.233.087,72 8.499.679,01 9.245.561,74 15.487.204,99
16.483.189,68 8.499.679,01 9.245.561,74 15.737.306,95
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2020 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2020
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 228.108,06 0,00 0,00 228.108,06
2. Lizenzen 21.238,90 731,00 0,00 21.969,90
249.346,96 731,00 0,00 250.077,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.262.271,46 69.015,00 2.331.286,46 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.030.283,00 195.189,00 0,00 1.225.472,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 636.795,29 57.578,51 7.502,00 686.871,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.929.349,75 321.782,51 2.338.788,46 1.912.343,80
4.178.696,71 322.513,51 2.338.788,46 2.162.421,76
Buchwerte
31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 23,00 23,00
2. Lizenzen 1,00 732,00
24,00 755,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 221.288,77 7.144.579,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.016.813,00 1.212.002,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 249.554,00 149.258,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.087.205,42 3.797.898,92
13.574.861,19 12.303.737,97
13.574.885,19 12.304.492,97

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Capricorn Composite GmbH hat ihren Geschäftssitz in Düsseldorf und ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Registernummer HRB 63109 eingetragen.

Der Jahresabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 ist nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2020 wurden auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften erstellt. Für die Bilanz und die nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellte Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB sowie die einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die Geschäftsführung geht aufgrund der bisherigen positiven Geschäftsentwicklung sowie der detaillierten Unternehmensplanung und vor dem Hintergrund der bestehenden Refinanzierung von einer positiven Fortführungsprognose aus.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren für die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung die unveränderten nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Die Anlagegüter werden im Jahr der Anschaffung zeitanteilig abgeschrieben.

Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten EUR 250,00 nicht übersteigen, wurden im Zugangsjahr unmittelbar in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten in der Höhe von EUR 250 bis EUR 1.000 wurden einzeln im Anlagevermögen erfasst und unabhängig von ihrer Nutzungsdauer als Sammelposten gleichmäßig über fünf Jahre abgeschrieben.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte zum 31. Dezember 2020 erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips.

Die Herstellkosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse berücksichtigen neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten abzüglich ggf. erforderlicher Einzelwertberichtigungen bewertet. Das allgemeine Kredit- und Ausfallrisiko wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand berücksichtigt.

Liquide Mittel

Unter den liquiden Mitteln werden Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen. Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Auf der Aktivseite werden als Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach sind, ausgewiesen. Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält u.a. den Zinsanteil der Tilgungsraten für Verbindlichkeiten aus Maschinenkauf. Die Auflösung des Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt über eine Laufzeit von 60 Monaten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet und grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Der diesem Anhang als Anlage beigefügte Anlagenspiegel gibt die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen wieder.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 2 enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten mit TEUR 193 im Wesentlichen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, mit TEUR 130 Rückstellungen für die Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen im Zusammenhang mit einem Verkauf von Sachanlagevermögen sowie mit TEUR 105 Rückstellungen für den Personalbereich. Alle sonstigen Rückstellungen haben Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

Verbindlichkeiten

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Stand 31.12.2020 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit zwischen 1-5 Jahre Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.556 1.556 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.763 2.763 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 13.954 1.454 12.500 0
Verbindlichkeiten 18.273 5.773 12.500 0

Im Vorjahr haben die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr TEUR 8.835 betragen, davon TEUR 2.247 bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, TEUR 1.996 bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 4.652 bei sonstigen Verbindlichkeiten.

Sonstige Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter im Umfang von TEUR 663 ausgewiesen. Diese resultieren im Wesentlichen aus Abtretungen von Forderungen der Capricorn Composite GmbH gegen Unternehmen der Capricorn-Gruppe auf den Gesellschafter, die mit ebenfalls an den Gesellschafter abgetretenen Ansprüchen von anderen Gesellschaften der Capricorn-Gruppe gegen die Capricorn Composite GmbH verrechnet und anschließend in ein Darlehen umgewandelt wurden.

In den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 234 (Vorjahr TEUR 1.096) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 215 (Vorjahr TEUR 0) ausgewiesen.

Für sonstige Verbindlichkeiten sind Grundschulden in Höhe von TEUR 7.500 im Grundbuch von Herresbach, Blatt 1054, Flurstück 19/10 eingetragen.

Zusätzlich bestehen persönliche Bürgschaften des Gesellschafters Herr Dr. Robertino Werner Wild in Höhe von insgesamt TEUR 12.500.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge von außerordentlicher Größenordnung oder Bedeutung

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen im Umfang von TEUR 6.603 enthalten.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten TEUR 45 periodenfremde Erträge und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 215 periodenfremde Aufwendungen.

5. Sonstige Angaben

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss 2020 von TEUR 3.970 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf TEUR 18.684.

Befreiungsvorschriften

Die Gesellschaft macht von den Befreiungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch.

Mitarbeiter

Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 90 (im Vorjahr 105) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 77 Mitarbeiter im gewerblichen Bereich und 13 Mitarbeiter im Bereich der Verwaltung tätig.

Die Berechnung erfolgte methodisch nach § 267 Abs. 5 HGB.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch

Herrn Dr. Robertino Werner Wild, Ingenieur, Düsseldorf.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird aufgrund der Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

5. Nachtragsbericht

In 2021 ist Capricorn eine strategische Partnerschaft mit einem neuen Großkunden eingegangen. Es handelt sich um eine enge Zusammenarbeit im Bereich der Entwicklung und Produktion eines hochwertigen Fahrzeugs. Hierbei wird Capricorn nicht nur die gesamten Kohlefaserumfänge des Fahrzeugs übernehmen, sondern ebenfalls die Gesamtverantwortung für den Fahrzeugbau der Prototypen und der Serie tragen. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt für die Capricorn-Gruppe sich neben einem Bauteillieferanten als Fahrzeugbauer der Industrie zu positionieren und entsprechend attraktiv für zukünftige Anfragen aufgestellt zu sein.

 

Düsseldorf, den 30.05.2022

Capricorn Composite GmbH

Dr. Robertino Werner Wild, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

I. Geschäft und Rahmenbedingungen

Konjunktur

Die Weltwirtschaft erlitt im Jahr 2020 infolge der COVID-19-Pandemie einen Einbruch, der noch ausgeprägter war als zuletzt 2009 der Rückgang infolge der Finanzkrise. Um die Pandemie zu bekämpfen, trafen Regierungen weltweit weitgehende Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung. Diese Lockdowns dämpften die wirtschaftliche Aktivität teils erheblich. Die Pandemie erreichte einen ersten Höhepunkt im Frühjahr 2020 und erfuhr seit dem Herbst 2020 in vielen Ländern eine noch stärkere zweite Welle. Insgesamt sank das globale Bruttoinlandsprodukt um 4,0% (im Vorjahr Wachstum von 2,6%), in Westeuropa um 7,2%.

Die deutsche Wirtschaft zeigte einen ähnlichen Entwicklungspfad wie der Euroraum als Ganzes, wenngleich mit weniger starken Ausschlägen im zweiten und dritten Quartal wegen des anfangs milderen Infektionsgeschehens und sehr weitgehenden staatlichen Unterstützungsmaßnahmen. Mit preis- und kalenderbereinigt -4,9% (im Vorjahr Wachstum von 0,6%) fiel die BIP-Kontraktion deutlich geringer aus als in anderen großen EU-Ländern.

Im ersten Quartal 2021 sank das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland gegenüber dem Vorquartal um 1,7%. Gründe hierfür waren das wieder verstärkte Infektionsgeschehen und die in der Folge stufenweise verschärften Eindämmungsmaßnahmen. Im zweiten Quartal 2021 kam es gegenüber dem ersten Quartal 2021 zu einem Wachstum von 2,2% und im dritten Quartal 2021 gegenüber dem zweiten Quartal 2021 zu einem Wachstum von 1,7 %.

Branchenlage Automotive

Im Geschäftsjahr 2020 fiel das globale Pkw-Marktvolumen mit 67,7 Mio. Einheiten aufgrund der Covid-19-Pandemie signifikant unter das Niveau des Vorjahres (-15,2%). Von diesem Einbruch waren alle Regionen betroffen. Überdurchschnittliche Einbußen verzeichneten dabei die Gesamtmärkte Westeuropa, Südamerika und Afrika, während in Asien-Pazifik sowie Nahost der prozentuale Rückgang im Vergleich dazu geringer ausfiel.

In Westeuropa verfehlte die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im Berichtsjahr mit 10,8 Mio. Fahrzeugen um -24,5% das Vorjahresniveau erheblich. In den größten Einzelmärkten entwickelten sich die Neuzulassungen mit ähnlichen Ausprägungen rückläufig: Frankreich (-25,4%), Italien (-27,9%), Großbritannien (-29,4%) und Spanien (-32,1%).

In Deutschland verfehlte die Zahl der Pkw-Neuzulassungen mit 2,9 Mio. Einheiten (-19,1%) das hohe Niveau des Vorjahres ebenfalls signifikant. Ebenso gingen die Pkw-Produktion (-24,6%) und der Pkw-Export (-24,1%) zurück.

Unternehmen und Bereiche

Die Capricorn-Gruppe hat ihre Wurzeln im Motorsport. Alle Geschäftsbereiche haben sich aus diesem Ursprung weiterentwickelt. Mit unseren Produkten bedienen wir seit Jahren erfolgreich die Spitze des internationalen Motorsports sowie OEMs in der Serienfertigung. Unsere Produktpalette umfasst vor allem High-End-Kurbelwellen, Nockenwellen, Zylinderlaufbuchsen, Kolben, Pleuel und Composite-Produkte.

Die Capricorn Composite GmbH verarbeitet Verbundstoffe (Composites) auf Basis von Carbon-, Aramid- und Glasfasern. Carbonfaserverbundstoffe (CFK) stellen dabei das mit Abstand bedeutendste Basismaterial dar. Der Leichtbauwerkstoff CFK wird als Strukturwerkstoff in den Bereichen Automobil, Luftfahrt, Medizintechnik und für industrielle Anwendungen verwendet. Speziell im Rennsport ergeben sich durch die Kohlefasertechnik nicht zu übertreffende Vorteile hinsichtlich Gewicht, Festigkeit und somit Effizienz. Daneben hat die Capricorn Composite sich auf die Entwicklung und Produktion von hochwertigen OEM-Komponenten für Automobilhersteller spezialisiert, besonders im Sportwagen- und High-Luxury-Segment. Die Kernkompetenz beschränkt sich dabei nicht nur auf die Entwicklung und Fertigung von Faserverbundkomponenten. Die Capricorn Composite agiert dabei als Full-Service-Anbieter: vom Engineering bis zur Logistik werden hier alle Fertigungsstufen eines Bauteils abgebildet. Mit dieser Wertschöpfungstiefe unterscheiden wir uns deutlich von den Wettbewerbern.

Die Geschäftsleitung und Administration der Gesellschaft befindet sich im Verwaltungsgebäude in Düsseldorf.

Die operative Geschäftsentwicklung war aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie äußerst rückläufig. Im Vergleich zu 2019 war in 2020 ein Umsatzrückgang um TEUR 9.434 bzw. -56,7% auf TEUR 7.203 zu verzeichnen. Im Gegensatz zu dieser Entwicklung liegt der Jahresüberschuss (TEUR 3.970) aufgrund eines Sondereffektes um TEUR 2.322 über dem Jahresüberschuss des Vorjahres.

Forschung und Entwicklung

Bei Capricorn hat die Zukunft bereits begonnen, so setzen wir schon seit Jahren auf Leichtbau als elementaren Bestandteil in der konsequenten Auseinandersetzung mit den Anforderungen im Rennsport und in der Serienproduktion von Automobilen. Nicht zuletzt der Zusammenhang zwischen zukünftigen Verbraucherzielen und notwendiger Gewichtsreduzierung bestätigt uns in dieser Marschrichtung. Zudem sprechen Leichtigkeit und extreme Stabilität eine eindeutige Sprache.

Nur die Weiterentwicklung neuer und bestehender Fertigungsmethoden ermöglicht die Herstellung von Bauteilen in Güte und Menge von signifikant höherem Umfang. Aus dieser Überzeugung heraus investieren wir stetig in Entwicklung und Ausbau unseres Produktionsstandortes.

II. Ertrags, Finanz- und Vermögenslage

1. Ertragslage

Der Umsatzrückgang im Kerngeschäft um TEUR 9.434 auf TEUR 7.201 resultiert mit TEUR 7.799 aus dem Bereich OEM und mit TEUR 1.422 aus dem Bereich Rennsport. Im Bereich OEM wirkten sich signifikante Auftragsrückgänge bei einigen größeren Kunden aus. Dies gilt in kleinerem Maßstab auch für den Bereich Rennsport. Der Umsatzanteil von OEM sank auf 61,9% (im Vorjahr 73,7%), der des Rennsports stieg auf 30,4% (im Vorjahr 21,7%).

Unter Berücksichtigung der positiven Bestandsveränderung bei Erzeugnissen von TEUR + 3.637 (im Vorjahr negative Bestandsveränderung von TEUR -860), liegt der Rückgang der Gesamtleistung (TEUR -4.937) deutlich unter dem Rückgang der Umsatzerlöse. In der Bestandsveränderung spiegeln sich bereits Vorleistungen auf ein im Jahr 2021 fest kontrahiertes Projekt wider. Dieses Projekt ist einerseits von der Art des Auftrags neuartig sowie umfassender als alle bisherigen Aufträge und andererseits von einer Dimension, die bisher noch bei keinem Auftrag erreicht werden konnte.

Das Ergebnis vor Steuern hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.903 auf TEUR 3.983 verbessert, so dass die Ergebniskomponenten unterhalb der Gesamtleistung mit TEUR +7.017 zur Entwicklung des Ergebnisses vor Steuern beigetragen haben. Der Entwicklung lagen ein Sondereffekt sowie weitere positive Entwicklungen zugrunde.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich um TEUR 5.191 auf TEUR 7.018 verbessert. Mit TEUR 5.214 waren hierfür höhere Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen ausschlaggebend.

Der Materialaufwand (TEUR 2.896, Vorjahr TEUR 5.296) beträgt bezogen auf die Gesamtleistung 26,7%, im Vorjahr 33,6%. Diese Entwicklung ist auf eine Verschiebung im Produktmix hin zu weniger materialintensiven Bauteilen zurückzuführen. Hierzu hat nicht zuletzt auch der Umsatzrückgang beigetragen.

Der Personalaufwand sank aufgrund der Einführung von Kurzarbeit stärker als die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter. Er beträgt mit TEUR 3.539 (im Vorjahr TEUR 4.442) 32,6% (im Vorjahr 28,2%) der Gesamtleistung. Der Personalaufwand wurde somit nicht in gleichem Umfang an das gesunkene Geschäftsvolumen angepasst. Bei Produktionsspitzen wird die Erfüllung der Aufträge nach wie vor durch den Einsatz von Leihpersonal gesichert.

Gegenläufig zu den zuvor beschriebenen positiven Effekten entwickelten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen , die mit TEUR 6.272 um TEUR 1.352 angestiegen sind. Die Entwicklung ist hauptsächlich auf höhere Aufwendungen für Mieten und Leasing (TEUR +1.025) sowie Rechts und Beratungskosten (TEUR +762), bei rückläufigen Verwaltungskosten (TEUR -200) und Fremdleistungen (TEUR -155) zurückzuführen.

Nach Berücksichtigung der Abschreibungen (TEUR 323, Vorjahr TEUR 568), des Zinsergebnisses (TEUR -845, Vorjahr TEUR -475) und von Steuern (TEUR 13, Vorjahr TEUR 255) ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 3.970 (im Vorjahr TEUR 1.648). Trotz eines höheren Ergebnisses vor Steuern sind die Steuern vom Einkommen und Ertrag um TEUR 240 gesunken. Die Ursache hierfür ist die Bildung einer steuerfreien Rücklage aus Gewinnen aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen.

2. Finanzlage

Die Gesellschaft hat zur Finanzierung der Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit am Nürburgring (Bereich CFK seit 2007) mittel- bislangfristige Darlehen aufgenommen, welche zum Stichtag in Höhe von TEUR 12.500 valutieren (im Vorjahr TEUR 2.346). Daneben bestand zum Stichtag eine kurzfristige Bankenfinanzierung über TEUR 1.556 (im Vorjahr TEUR 2.247).

Die langfristigen Mittel (Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage, TEUR 6.636) und mittel- bis langfristige Finanzierung (TEUR 12.500) decken das Anlagevermögen mehr als vollständig ab.

Die Finanz- und Liquiditätslage der Gesellschaft war zu jeder Zeit geordnet.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist mit TEUR 32.978 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 22.857) um TEUR 10.121 angestiegen.

Die Eigenkapitalquote beträgt 42,0%, nach 43,3% im Vorjahr.

Die wesentlichen Veränderungen auf der Aktivseite ergaben sich aus Erhöhungen der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 5.321, der Vorräte um TEUR 3.633 und des Anlagevermögens um TEUR 1.271.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Berichtsjahr mit TEUR 4.000 eine Restkaufpreisforderung aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen.

In der Bestandserhöhung der Vorräte spiegeln sich bereits Vorleistungen auf ein im Jahr 2021 fest kontrahiertes Projekt mit einem neuen Großkunden wider.

Der Anstieg des Anlagevermögens ergibt sich aus Investitionen von TEUR 8.500. Dagegen stehen Buchwertabgänge von TEUR 6.906 und Abschreibungen von TEUR 323 Den Buchwertabgängen standen Verkaufserlöse von TEUR 13.509 gegenüber.

Die Investitionen bestehen im Wesentlichen aus geleisteten Anzahlungen/Anlagen im Bau. Sie stehen im Zusammenhang mit der weiteren Ausweitung der Produktionskapazitäten.

Auf der Passivseite besteht die wesentliche Veränderung aus einem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 9.218, die mit TEUR 9.500 aus der Veränderung von Darlehen resultieren. Durch den Jahresüberschuss hat sich das Eigenkapitel um TEUR 3.970 erhöht. Hingegen sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten tilgungsbedingt um TEUR 3.037 gesunken.

III. Nachtragsbericht

In 2021 ist Capricorn eine strategische Partnerschaft mit einem neuen Großkunden eingegangen. Es handelt sich um eine enge Zusammenarbeit im Bereich der Entwicklung und Produktion eines hochwertigen Fahrzeugs. Hierbei wird Capricorn nicht nur die gesamten Kohlefaserumfänge des Fahrzeugs übernehmen, sondern ebenfalls die Gesamtverantwortung für den Fahrzeugbau der Prototypen und der Serie tragen. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt für die Capricorn-Gruppe sich neben einem Bauteillieferanten als Fahrzeugbauer der Industrie zu positionieren und entsprechend attraktiv für zukünftige Anfragen aufgestellt zu sein.

IV. Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, Gefahren für Vermögen, Beschäftigung, Ertrag und Liquidität zu verhindern bzw. so früh wie möglich zu erkennen und jederzeit wirksame Maßnahmen zur Risikoabwehr und -bewältigung zu ergreifen, sowie sich bietende Chancen zu nutzen. Dabei ist die Risikovermeidung nicht oberstes Gebot unseres unternehmerischen Handelns, sondern vielmehr die Risikotragfähigkeit des Unternehmens optimal auszunutzen. Angemessene und überschaubare Risiken im Zusammenhang mit unserer unternehmerischen Tätigkeit werden bewusst getragen und in Kauf genommen, wenn ein adäquater Mehrwert geschaffen werden kann. Bei allen anderen Risiken wird geprüft, ob ein Risikotransfer auf Dritte stattfinden kann.

Maßnahmen mit spekulativem Charakter sind im Rahmen unserer eigenen Verhaltensregeln und Risikoeinstellungen nicht zulässig.

Kernziele unseres Risikomanagements sind:

der Schutz des Vermögens,

der bestmöglichen Schutz vor operationalen Risiken,

die Vermeidung von technischen Risiken in allen Bereichen (IT, Produktion, etc.).

Hierzu wurden geeignete Instrumentarien implementiert (z.B. Mahnwesen, monatliches Reporting, regelmäßige Wartungen der IT und Technik) sowie Vorsorgemaßnahmen getroffen und Risiken soweit wie möglich und wirtschaftlich sinnvoll auf externe Risikoträger, z.B. Versicherungen und IT-Provider, verlagert.

1. Allgemeine Risikobeurteilung

Abgesehen von den Auswirkungen der Corona-Pandemie (siehe hierzu die Ausführungen zur Umsatz- und Ergebnisprognose unter V. 2.) sind auf Basis der heute bekannten Informationen keine Risiken zu erkennen, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Capricorn Composite GmbH wesentlich belasten und den Fortbestand der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen können. Wir sehen deshalb den Fortbestand der Gesellschaft als gesichert an.

Die Geschäftsführung geht aufgrund der bisherigen positiven Geschäftsentwicklung und basierend auf der detaillierten Unternehmensplanung sowie der erfolgreichen Refinanzierung von einer positiven Fortführungsprognose aus.

2. Umfeld- und Branchenrisiken

Negative konjunkturelle Entwicklungen im Euroraum sowie Entwicklungen in der Automobilindustrie können unsere Absatzlage nachhaltig beeinträchtigen. Wir berücksichtigen solche Risiken im Rahmen der mittel- und langfristigen Unternehmensstrategie sowie mit einem strengen Kostenmanagement und Anpassungen des Personalbestandes.

Des Weiteren wird permanent an der Tiefe und Innovation des Produktportfolios und an der Optimierung des Qualitätsmanagements gearbeitet, wodurch die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Produkte erhalten oder gesteigert werden. In Verbindung mit Investitionen in die Erweiterung der Produktionskapazitäten soll dies auch mittel- und langfristig zu einer guten bis sehr guten Ertragslage beitragen.

Die Realisierung der weiteren Investitionsvorhaben wird sich an den Marktgegebenheiten und -entwicklungen orientieren. Allerdings wird stets darauf geachtet, dass die finanzielle Ausstattung und Eigenständigkeit der Capricorn Composite GmbH dabei gewahrt bleibt. Alle Kostenentwicklungen unterliegen regelmäßiger Beobachtung und werden im Rahmen der Geschäftsentwicklung jederzeit und kurzfristig angepasst.

3. Leistungswirtschaftliche Risiken

Mit dem Wachstum der vergangenen Jahre ging eine Konzentration auf einzelne Großkunden einher. Dies kann in Verbindung mit dem schnelllebigen und saisonabhängigen Absatzmarkt im Bereich des Rennsports zu einem erhöhten Risiko eines Verlustes von bzw. Umsatzrückgängen mit bedeutenden Kunden führen.

Diesen Risiken begegnen wir mit einer Diversifikation des Produktportfolios. Neben einer Ausweitung des deutlich konstanteren OEM-Geschäftes spielen hier zusätzliche Umsätze in anderen Industrien (hauptsächlich Medizintechnik und Luftfahrt) eine zentrale Rolle.

Zusätzlich arbeiten wir an einer Sicherstellung unserer hohen Qualität und an Innovationen bezüglich der Produkte und in der Fertigungstechnik. Die Capricorn Composite GmbH verfügt über eine Vielzahl an Referenzprojekten im Bereich des Motorsports, die unsere herausragende Positionierung im Markt mit begründen.

Ein kontinuierliches Wachstum und die Sicherstellung der Liefertreue werden künftig nicht ohne weitere Investitionen in die Produktionskapazität möglich sein. An unserem Produktionsstandort stehen hierfür bereits Erweiterungsflächen für zwei weitere Produktionshallen zur Verfügung.

Dem Risiko von Produktionsausfällen tragen wir durch eine sorgfältige Lieferantenauswahl sowie regelmäßige Wartungen für IT und Produktionsanlagen Rechnung.

Risiken werden soweit wie möglich und wirtschaftlich sinnvoll auf externe Risikoträger, z.B. Versicherungen verlagert.

4. Finanzielle Risiken

Derzeit besteht kein Risiko aus Finanzierungs- und Liquiditätsengpässen. Die Liquidität wird laufend überwacht. Zu weiteren Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter "Unternehmen und Bereiche" verwiesen.

5. Personalwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der spezialisierten Geschäftstätigkeit ist die Capricorn Composite GmbH auf die Bindung und Rekrutierung von entsprechend qualifiziertem Personal angewiesen. Durch personalwirtschaftliche Maßnahmen begegnen wir diesen Risiken.

6. Rechtliche Risiken

Den Risiken aus bestehenden prozessualen Auseinandersetzungen wird durch Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten/Prozessrisiken Rechnung getragen.

7. Sonstige Risiken

Sonstige Risiken wie ein mögliches Forderungsausfallrisiko sind derzeit nicht von wesentlicher Bedeutung.

Ebenso bestehen auf der Beschaffungsseite (z.B. Entwicklung von Rohstoffpreisen) sowie bezüglich sich ändernder Wechselkurse derzeit keine wesentlichen Risiken. Fremdwährungsgeschäfte betreffen zurzeit in überschaubarem Umfang lediglich die Beschaffungsseite (Einkauf von Rohstoffen), wobei das britische Pfund und der US-Dollar die relevanten Fremdwährungen darstellen.

8. Chancen aus den Markttrends

Den Automobilzulieferern im Bereich CFK kommt die Premiumstrategie der deutschen Hersteller mit dem Trend zu hochwertigen Fahrzeugausstattungen entgegen. Gestiegene Anforderungen an Sicherheit und Umweltverträglichkeit sowie die weitere Optimierung der Kraftstoffeffizienz erhöhen die Nachfrage nach innovativen Produkten der Branche, wie z.B. die zunehmende Verwendung von Leichtbaumaterialien. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in der gestiegenen Nachfrage nach High-End-Produkten im Automobilbau wider, welches eines der Geschäftsfelder von Capricorn darstellt.

Im Standard-Automobilbau wirkt eine deutlich erhöhte Preissensibilität in Bezug auf Materialauswahl, sowie vor allem in Bezug auf die notwendige großserienfähige Prozesstechnik. Der reine Leichtbau-Aspekt bzw. die resultierende Gewichtsersparnis bewirkt hier im Vergleich zum Luftfahrtsegment nur einen deutlich verringerten Mehrwert. Um wiederum die Vorteile der anisotropen Faserstruktur ausschöpfen zu können, sind häufig neue Bauteil-Designs inkl. angepasster Fertigungstechnologien erforderlich. Dabei müssen Hersteller zunächst größere Investitions- und Entwicklungsaufwände überwinden. Auffällig ist hierbei das steigende Interesse an derartigen Technologien seitens Tier1-Zulieferern, mit dem Ziel verbreiterter Portfolios. Neben kleinen und mittelständischen Unternehmen mit hohem Innovationscharakter sind hier inzwischen auch nahezu alle global agierenden Zulieferer an entsprechenden Forschungs- und Entwicklungsprojekten beteiligt. Gleichzeitig bleiben aber auch die OEMs selbst, meist durch strategische Kooperationen mit ausgewählten Produzenten, aktiv. Weiterhin wird im automobilen Umfeld bereits seit längerer Zeit die Sheet-Molding-Compound (SMC)-Technologie besonders intensiv erforscht. Im Fokus stehen hochintegrierte Bauteilstrukturen, die bereit in zahlreichen prototypischen Anwendungsfällen aber auch Serienanwendungen umgesetzt werden konnten. Insgesamt ist im sehr komplexen Marktgefüge des Automobilsektors derzeit noch nicht einschätzbar wie umfangreich die Marktdurchdringung der CC-Werkstoffe ausfallen wird. Durch die sehr hohen Massendurchsätze der gesamten Automobilindustrie, sowie das stetige Wachstum, reichen hier jedoch bereits kleinste Einsatzmengen pro Fahrzeug für eine signifikante Auswirkung im vergleichsweise jungen CC-Gesamtmarkt. Weiterhin bieten übergeordnete Neustrukturierungen infolge des Wandels zur Elektromobilität oder in Richtung der Brennstoffzelle, aktuell nie dagewesene Chancen für die Integration neuer Werkstoffe in der Materialauswahl zukünftiger Fahrzeuge. Multi-Material-Konzepte bieten also bereits fundierten Anlass für eine positive Zukunftsperspektive.

Auch wenn länderspezifische Richtlinien aktuell sehr unterschiedlich ausfallen, ist eine weitere Gesamtentwicklung in Richtung verschärfter Umweltauflagen zu erwarten. Beispielsweise für die Automobilindustrie der Europäischen Union, die im weltweiten Wettbewerb eine Spitzenposition einnimmt, werden in diesem Zuge konsequent herabgesetzte Emissionsgrenzwerte festgelegt. Daraus ergibt sich bereits eine hohe Handlungsnotwendigkeit in Richtung emissionsarmer Technologien bzw. alternativer Antriebskonzepte. Der technische Fortschritt im Bereich der Elektromobilität, sowie in der damit verbundenen Batterietechnologie, konnte auf dieser Basis das Interesse nahezu aller namhaften Autobauer wecken. Bis 2025 sollen deshalb bis zu 25% aller Neuwagenzulassungen in Deutschland auf Elektroautos entfallen.

Aus dieser umfangreichen Neuausrichtung der Automobilbranche ergibt sich ein sehr großes Potential für die Anwendung von CC-Werkstoffen. Das gegebene Leichtbaupotential kann vor allem für sehr definierte Einsatzgebiete zu einer direkten Einsparung von Emissionen beitragen. Aus dem aktuellen Umbruch ergibt sich eine bisher fast schon einzigartige Einstiegschance für neue Materialklassen. Während historisch nur vergleichsweise geringe Anpassungen möglich waren, um etablierte, angrenzende Prozessschritte beibehalten zu können, müssen im Zuge der neuen Antriebskonzepte große Teile des Gesamtfahrzeugs neu konstruiert werden, inkl. eigener Material- und Prozessauswahl. Dadurch sinken die bisherigen Markteintrittsbarrieren signifikant und können von CC-Werkstoffen und zugehörigen Fertigungsprozessen leichter überwunden werden. Der sehr hohe Umfang der Umstrukturierungsmaßnahmen und die zahlreichen, elektrifizierten Modelle erstrecken sich über einen breiten Stückzahlenbereich, entsprechend auch vom Mittelklassewagen über Luxusmodelle bis hin zum elektrisch betriebenen Sportwagen. Gleichzeitig eröffnet sich hier auch eine Einstiegsmöglichkeit für eine Vielzahl von Startups und internationalen Joint-Ventures, die im bisherigen Markt nicht konkurrenzfähig zu den etablierten OEMs hätten auftreten können. Daraus erwächst ein neuer Konkurrenzdruck rund um das Innovationsfeld der Elektromobilität, welcher die Gesamtentwicklung beschleunigt. Eine höhere Variantenvielfalt ermöglicht das Ausschöpfen von Synergiepotentialen und mündet letztendlich in verbesserten technischen Lösungen.

Auf Basis dieser parallel ablaufenden Bewegungen erscheint es plausibel, dass die CC-Materialien ihren Platz in den Multi-Material-Konzepten zukünftiger Modelle an verschiedenen Stellen erfolgreich etablieren.

Die Capricorn Composite GmbH ist im Hinblick auf die künftigen Marktchancen hervorragend aufgestellt: Durch die Bereitstellung kundenindividueller Lösungen werden wir auch künftig auf eine hohe Kundenzufriedenheit vertrauen können.

V. Prognosebericht

1. Künftige Rahmenbedingungen

Laut Projektion der Bundesregierung wurde Anfang des Jahres 2021 erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2021 - vorbehaltlich einer nachhaltigen Eindämmung der Covod-19-Pandemie - mit einer vergleichsweise robusten Rate von 3,0% wachsen, aber das Niveau aus der Zeit vor der Covid-19-Pandemie noch nicht erreicht wird.

Aktuell erwartet die Gesellschaft aufgrund der aktuellen Situation in der Ukraine und der daraus folgenden wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland unter anderem eine weitere Zuspitzung der bereits angespannten Lage an den Energiemärkten. Daraus können sich Belastungen, insbesondere durch weitere Preisanstiege ergeben. Eine belastbare Abschätzung der Auswirkungen ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht möglich.

Das Bruttoinlandsprodukt ist im vierten Quartal 2021 gegenüber dem dritten. Quartal 2021 um 0,7 % gesunken. Nachdem die Wirtschaftsleistung im Sommer trotz zunehmender Liefer- und Materialengpässe wieder gewachsen war, wurde die Erholung der deutschen Wirtschaft durch die vierte Corona-Welle und erneute Verschärfungen der Corona-Schutzmaßnahmen zum Jahresende gestoppt. Insgesamt ergibt sich für das gesamte Jahr 2021 ein Wachstum von 2,8 %, wobei die Wirtschaftsleistung um 1,5% unter dem Vorkrisenniveau 2019 (viertes Quartal) liegt. Im Jahr 2022 wird die Wirtschaft wieder merklich an Fahrt aufnehmen, sofern der weitere Pandemieverlauf dies zulässt.

Die internationalen Automobilmärkte haben ein turbulentes Jahr 2021 hinter sich: Während insbesondere in der ersten Jahreshälfte aufgrund des niedrigen Vorjahresvergleichs und aufgrund von Nachholeffekten teilweise deutliche Zuwächse realisiert werden konnten, zeichnete sich in der zweiten Jahreshälfte ein deutlich negatives Bild. Insbesondere der Mangel an Halbleitern strapazierte die weltweiten Lieferketten. Daneben machen Knappheiten bei weiteren Vorprodukten und Rohstoffen sowie steigende Preise für Energie und Logistik der Industrie zu schaffen. Von den drei größten Absatzregionen musste im Gesamtjahr 2021 einzig Europa einen Rückgang um 1,5% verzeichnen. In den USA (+3,1%) und China (+6,6%) legte der Absatz hingegen zu. In Deutschland stiegen die Pkw-Neuzulassungen zunächst im ersten Halbjahr 2021 um knapp 15%. Jedoch änderte sich dies im zweiten Halbjahr 2021 signifikant: Erhebliche Produktionsrückgänge aufgrund von mangelnder Verfügbarkeit von Vor- und Zwischenprodukten führten zum Einbruch der Absatzzahlen. Mit 2,6 Mio. Einheiten lagen die Pkw-Neuzulassungen im Gesamtjahr 2021 um 10% unterhalb des ersten "Coronajahres" 2020.

Vor Ausbruch der Corona-Pandemie wurden für den Bereich CFK weiterhin konstant starke Jahreswachstumsraten prognostiziert, jedoch etwas niedriger als in den Vorjahren. Experten gingen für die Zeit bis 2023 von einer jährlichen Wachstumsrate des CFK-Bedarfs von um die 9% aus, so dass der Bedarf dann bei 197 Tsd. Tonnen liegen würde.

Nach der 17. Markterhebung der Composites Germany zum Markt für faserverstärkte Kunststoffe (Stand Juli 2021) über die aktuelle und zukünftige Marktentwicklung zeigte sich bereits in der letzten Befragung eine Trendwende hin zu einer positiveren Sichtweise, nachdem die Bewertung der aktuellen Geschäftslage fast zwei Jahre in Folge stetig abnehmend war. In der aktuellen Befragung setzt sich der positive Trend weiter fort. Für alle drei angegebenen Regionen (Deutschland, Europa und Weltweit) zeigen sich durchweg positive Einschätzungen. So beurteilen fast 80% der Befragten die aktuelle generelle Geschäftslage als positiv oder sogar sehr positiv. Aber nicht nur die Bewertung der generellen Geschäftslage hellt sich im Gegensatz zur letzten Befragung deutlich auf, auch die eigene Geschäftslage wird nochmals optimistischer eingeschätzt.

Im industriellen Umfeld existieren derzeit zahlreiche Herausforderungen. Die Corona-Pandemie beispielsweise ist vielfach nur abgeflaut, aber nicht verschwunden. Geschäftsmodelle mussten und müssen auch weiterhin angepasst werden. Logistikketten wurden teilweise erheblich gestört und auch heute noch zeigen sich eklatante Engpässe. Rohstoffmangel, starke ansteigende Preise vieler Rohstoffe und zuletzt der Chipmangel wirken sich stark auf verschiedene Anwendungsindustrien aus. Trotzdem zeigt sich in der Composites-Industrie ein äußerst optimistisches Bild. Entsprechend positive Werte wurden zuletzt bei den Befragungen Herbst 2018 bzw. Frühjahr 2019 erreicht.

Gestützt wird die positive Grundstimmung zusätzlich von positiven Erwartungen auch an die Zukunft. Befragt hinsichtlich ihrer Erwartungen an die zukünftige Geschäftsentwicklung zeigt sich bei den Befragten ebenfalls ein fast durchweg optimistisches Bild. Über 80% der Befragten gehen beispielsweise von einer Verbesserung der Geschäftslage in Europa im nächsten halben Jahr aus. Auch für die andern Regionen zeigt sich ein ähnliches Bild.

Die Erwartungen an ausgewählte Anwendungsbereiche zeigen sich äußerst unterschiedlich. Größere Rückgänge werden, wie auch bei der letzten Befragung, vor allem für die Bereiche Automobil, Luftfahrt und Windenergie erwartet. Es lässt sich aber feststellen, dass der Anteil derjenigen, die eine eher pessimistische Einschätzung haben nochmals deutlich zurückgeht. Gingen beispielsweise bei der letzten Erhebung 46% der Befragten von einer Verschlechterung der Situation im Luftfahrtbereich aus, so sinkt dieser Wert auf nur noch 17%. Für den Bereich Automobil sinkt der Wert von 17% auf nunmehr 14%.

Vor allem die beiden Bereiche Infrastruktur-/Bau und Sport/Freizeit zeigen sich schon über einen längeren Zeitraum als die Anwendungsfelder, von denen viele Befragten wesentliche Wachstumsimpulse für die Composites-Industrie erwarten. Auch in Zeiten eines eher schwierigen industriellen Umfeldes zeigen sich speziell auch diese beiden Bereiche derzeit als sehr stabil. Es bleibt weiterhin spannend zu sehen, ob und in welchem Rahmen beide Anwendungsbereiche auch in der Lage sein werden, die zukünftige Entwicklung weiter zu befeuern.

Erneut bleiben auch in der aktuellen Markterhebung Deutschland, Europa und Asien die Weltregionen, aus der die wesentlichen Wachstumsimpulse für das Composites-Segment erwartet werden. Die Erwartungen an Asien gehen dabei leicht zu Gunsten von Europa zurück.

Werkstoffseitig setzt sich der Paradigmenwechsel weiter fort. CFK (Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff) verliert in den Augen der Befragten weiterhin an Einfluss im Hinblick auf seine Rolle als Wachstumstreiber. GFK (Glasfaserverstärkter Kunststoff) wird nun zum dritten Mal in Folge als wichtigster Werkstoff genannt.

Es ist erfreulich zu sehen, wie sich die Befragten und mit ihnen die Composites-Industrie den vielen Herausforderungen stellen, die derzeit viele Märkte und Marktakteure verunsichern. Einige wurden bereits weiter oben genannt. Vor allem der Bau- & Infrastruktur- sowie der Transportbereich sind die zentralen Anwendungsfelder für Composites-Bauteile. Der Transportbereich reagiert dabei deutlich schneller und oftmals intensiver als der Baubereich auf externe Einflüsse und Störungen. Dafür zeigt sich innerhalb dieses Segmentes aber auch eine meist deutlich ausgeprägtere Innovationsbereitschaft und Entwicklungsgeschwindigkeit. Composites sind nach wie vor relativ junge Werkstoffe, die ein hohes Potenzial aufweisen. Es bleibt spannend zu sehen, inwieweit sich Composites weiterhin als Werkstoffalternative etablieren können und ob sie von den zentralen, anstehenden Änderungen (z.B. alternative Antriebe, steigender Wunsch nach Nachhaltigkeit, alternative Energiegewinnung, 5G uvm.) profitieren können.

2. Umsatz- und Ergebnisprognose

Für die Capricorn Composite GmbH stellen sich die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie als vielseitig dar (u.a. supply chain Effekte und Mitarbeitergesundheit und Absatzverschiebungen). Diesen Herausforderungen ist Capricorn Composite in den vergangenen Monaten bestmöglich entgegengetreten.

So wurde darauf geachtet, den Materialvorrat so zu steuern, dass unter Berücksichtigung der Kosteneffizienz die Fertigung der Aufträge vollumfänglich abgesichert wird, gerade bei Materialien mit längerer Lieferzeit. Es wurden umfangreiche Hygienemmaßnahmen im Betrieb installiert und die gesamte Belegschaft in der Fertigung auf einen Mehrschichtbetrieb umgestellt, um die Kontaktanzahl zu reduzieren. Die Produktion läuft auf dieser Basis regulär weiter. Mitarbeiter in der Entwicklung, dem Projektmanagement und der Verwaltung arbeiten zeitweise ohne Einschränkung aus dem Home-Office und sind für die Kunden wie gewohnt erreichbar. Umsatzeffekte zeigen sich gemischt negativ über die Kundengruppen. Einige Kunden riefen zwar weiterhin planmäßig ab, andere hatten allerdings befristete Betriebsschließungen eingeführt und Abrufmengen deutlich reduziert.

Insgesamt sind im Geschäftsjahr 2021 deutliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen.

Vor dem Hintergrund bestehender langfristiger und signifikanter Aufträge für die Folgejahre wird perspektivisch wieder mit Umsatz- und Ergebnissteigerungen gerechnet.

 

Düsseldorf, den 30. Mai 2022

Capricorn Composite GmbH

Dr. Robertino Werner Wild

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 21.06.2022 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Capricorn Composite GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Capricorn Composite GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Capricorn Composite GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 31. Mai 2022

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hermann-Josef Schulze Osthoff, Wirtschaftsprüfer

Robert Schreiner, Wirtschaftsprüfer

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