Vogtlandmilch GmbH
Pausaer Straße 167, 08525 Plauen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Carsten Reinhard Bayer seit 19.6.2023 | Geschäftsführer |
Sebastian Wilhelm Singer seit 12.4.2022 | Prokura |
Sylvia Begerock seit 22.2.2021 | Prokura |
Steffen Dünger seit 4.1.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vogtlandmilch GmbHPlauenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Amtsgericht Chemnitz, HRB 1360Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang des Geschäftsjahres 2023Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Eine Durchbrechung der Darstellungsstetigkeit fand nicht statt. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist gegeben. Die Gliederungen sind unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen (Altbestände). Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die wesentlichen Abschreibungsdauern und -methoden für Grundstücke und Bauten sind:
Die für die Abschreibungen der Technischen Anlagen und Maschinen zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen zwischen zwei und zwölf Jahren. Die Abschreibungen der Anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung betragen:
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden nach der retrograden Bewertungsmethode ermittelt. Ausgehend vom Verkaufspreis werden der Gewinnaufschlag sowie die Vertriebs- und Verwaltungskosten abgezogen. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Die Passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:
Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 31,58 % zugrunde gelegt. Die latenten Steueraufwendungen im Geschäftsjahr 2023 betragen TEUR 6 (Vj. TEUR 0 latenten Steuererträge) und sind in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter der Angabe der Abschreibungen im Geschäftsjahr im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr. Zum 31. Dezember 2022 waren im Rahmen eines unechte Pensionsgeschäfte gemäß § 340b Absatz 3 und 5 HGB über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 8.449 (Vorjahr: TEUR 5.593) Forderungsvolumen an die UniCredit Bank AG veräußert. Unter der Prämisse einer Bilanzierung als "echtes" Pensionsgeschäft ergäbe sich eine Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 von 43,6 %(Vorjahr: 53,1 %) statt der ausgewiesenen Eigenkapitalquote von 50,5 % (Vorjahr: 60,0 %). Rückstellungen Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich, unterlassene Instandhaltungen sowie Bonus. Haftungsverhältnisse Es lagen zum 31. Dezember 2023 keine aus der Bilanz nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse vor. Verbindlichkeitenspiegel in T€
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Vermögenswerte wie folgt besichert:
Sämtliche weiteren ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind unbesichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:
Der Vorjahresbetrag betrug TEUR 411. Außerbilanzielle Geschäfte Leasingverträge:
Die Vorteile aus den betreffenden Leasingverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung bei gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten. Ein weiterer Vorteil der Leasingverträge besteht im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Leasingzeit. Risiken sehen wir in diesen Vertragsgestaltungen aus den tatsächlichen und potenziellen Abflüssen liquider Mittel über die Vertragslaufzeit. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten vor allem Erträge aus Sachbezügen (TEUR 114; Vorjahr: TEUR 127) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 48. Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten keine periodenfremden Erträge. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie übrige Aufwendungen enthalten. Die größten Kosten verursachen die Verpackungsentsorgungskosten, Ausgangsfrachten und Leistungsentgelte für Dritte innerhalb der Vertriebskosten sowie Reparaturen und Instandhaltungen innerhalb des Betriebsaufwandes. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres betrug:
Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 22 (Vj. TEUR 23) wurden für das Geschäftsjahr 2023 berechnet.
Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nehmen wir die Befreiung gem. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch. Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 25. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht) Es liegen derzeit keine berichtspflichtigen Ereignisse vor. Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss einschließlich Gewinnvortrag auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen.
Plauen, 30. April 2024 gez. Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023(Anlagenspiegel)
Lagebericht des Geschäftsjahres 2023Unternehmen In der Vogtlandmilch GmbH wird Milch verarbeitet und es werden Milchprodukte hergestellt. Das Unternehmen wurde nach der Wiedervereinigung Deutschlands neu strukturiert und von Grund auf modernisiert. Die Vogtlandmilch GmbH in Plauen wird von ca. 155 Landwirten aus dem Vogtland, Westsachsen und Ostthüringen jährlich mit ca. 220 Mio. kg Milch beliefert. In dem jetzigen Einzugsbereich der Vogtlandmilch bestanden vor der Wiedervereinigung mehrere Molkereien. Aus der Milchmenge wird unter den Marken "Vogtlandweide" und "Sachsenland" ein breites Sortiment an Molkereiprodukten und Erfrischungsgetränken in verbrauchsgerechten Packungen, überwiegend für den Lebensmittelhandel, aber auch in Großverbraucher-Gebinden und in Portionspackungen, hergestellt. Ein eigener Frischdienst versorgt Großverbraucher und Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser in der Region. Schwerpunkt neben H-Milch, Frischmilch und Butter ist ein anspruchsvolles, breit gefächertes Quarksortiment. Dies umfaßt Speisequark in unterschiedlichen Fettstufen, pikante Speisequarkzubereitungen, Frucht- und Dessertquarkzubereitungen. Auch ist die Vogtlandmilch mit Marken wie "Joe Clever", "energie" und "Muhmm!" einziger Schulmilchabfüller in Sachsen. Die Gesellschafter der Vogtlandmilch GmbH sind zu jeweils gleichen Teilen die Erzeugergemeinschaft Milch Plauen und die Molkereigenossenschaft Glauchau. Somit befindet sich die Vogtlandmilch im Besitz der Milcherzeuger. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Als Produktionsunternehmen in der Lebensmittelindustrie besteht für die Vogtlandmilch GmbH eine starke Abhängigkeit von der konjunkturellen Lage. 2023 verzeichnete die weltweite Konjunktur in einem inflationären Umfeld mit höheren Zinsniveaus eine verhaltene Wachstumsdynamik. Geopolitische Unsicherheiten prägen die Entwicklung. Die Wirtschaft in Europa wuchs im Gesamtjahr um ca. 1 Prozent, in Deutschland ging das BIP jedoch um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Rohstoffe und Energiekosten erhöhten sich weiter, wenn auch mit geringerer Dynamik als in den Vorjahren. Die Vogtlandmilch GmbH konnte im Geschäftsjahr 2023 an dieser Erholung deutlich teilhaben. Der Gesamtmarkt für die Milchindustrie bzw. den Lebensmitteleinzelhandel war im Jahr 2023 gezeichnet von leicht sinkenden Endverkaufspreisen bei unseren Endprodukten. Die Abschlüsse mit unseren großen Abnehmern erhöhten sich nur minimal bzw. bei einzelnen Abschlüssen mussten wir wieder mit fallenden Preisen abschließen. Gesamtentwicklung der Vogtlandmilch GmbH in 2023 Die Umsatzerlöse lagen mit EUR 162,4 Mio. in 2023 gegenüber 2022 mit EUR 158,8 Mio. mit 2,3 % über dem Vorjahresniveau. Der Umsatzanstieg im Jahr 2023 resultiert dabei im Wesentlichen aus den steigenden Umsatzerlösen im Inland (TEUR 10.912), diese sind im Wesentlichen der Umschichtung der sogenannten "Italienmilch" zur inländischen Vermarktung sowie höheren Ausbringungsmengen infolge einer steigenden Milchmengenanlieferung von 9.777 Tonnen (+4,4 % zum Vorjahr) bei fast allen Endprodukten bis auf Butter und Konzentrat geschuldet. Gegenläufig entwickelten sich, bedingt durch die Umschichtung, die Auslandsumsätze, diese sanken um TEUR 7.395. Die Preisreduzierungen bei den Endprodukten bei steigender Ausbringungsmenge und die gleichlaufende Verminderung des Milchauszahlungspreises von rd. 4,6 Cent/kg zum Vorjahr entwickelten sich weitgehend im Gleichklang, wodurch sich die Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr nur marginal um 0,2 Prozentpunkte verbesserte. Im Berichtsjahr wurde somit eine im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Materialaufwandsquote von 84,4 % (Vorjahr: 84,6 %) ausgewiesen. Dies führte zu einer absoluten Erhöhung des Rohertrages um EUR 0,9 Mio. Die Kostenbelastungen durch die höheren Personalkosten (EUR 1,1 Mio.), gestiegenen Betriebskosten (EUR 0,5 Mio.) sowie höheren Vertriebskosten (EUR 0,6 Mio.) konnten nicht kompensiert werden, so dass sich das verbesserte Rohergebnis im Jahresergebnis vor Ertragsteuern (EUR 1,7 Mio., Vorjahr: EUR 3,9 Mio.) nicht wieder findet. Die Effekte aus dem verschlechterten Finanzergebnis und geringeren Ertragsteuern kompensierten sich weitgehend. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage In Kennzahlen stellt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wie folgt dar: Vermögenslage
k.A. = keine Angaben, da > 100 % Der Anstieg bei dem Anlagevermögen ist dem Beginn einer erheblichen Erweiterungsinvestition in einer Gesamthöhe von rd. EUR 40 Mio. geschuldet. Die Gesellschaft wird dieses Vorhaben im Geschäftsjahr 2025 vollendet haben. Zum Bilanzstichtag waren davon rd. € 19 Mio. schon investiert und unter den Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau ausgewiesen. In diesem Zusammenhang wurde im Geschäftsjahr 2022 zur Finanzierung auch ein unechtes Pensionsgeschäft abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2023 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in einer Höhe von EUR 8,5 Mio. (Vorjahr: EUR 5,6 Mio.) an ein Bankinstitut veräußert. Dieser Effekt zeigt sich auch bei den flüssigen Mitteln. Zusätzlich wurden langfristige Bankdarlehen in einer Gesamthöhe von EUR 15,0 Mio. im Berichtsjahr vereinbart; diese valutierten zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 11,2 Mio. Die Erhöhung des langfristigen Fremdkapitals ist vor allem auf die höheren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der oben erwähnten Darlehensaufnahme gegenüber dem Vorjahr. Finanzlage
Ertragslage
Geschäftsentwicklung für das Jahr 2024 (Chancen/Risiko-Analyse) Unsere Einschätzung für das Geschäftsjahr 2024 ist insgesamt trotz der fortgesetzten Kriegshandlungen und des damit einhergehenden steigenden Preisniveaus, insbesondere bei den Energiekosten und den Vorprodukten, positiv. Für das Jahr 2024 erwarten wir einen nahezu gleichbleibenden Mengenabsatz wie im Vorjahr und ein mindestens ausgeglichenes Jahresergebnis. Des Weiteren wird verstärkt ein höherer Veredelungsgrad bei den Produkten für das Jahr 2024 vorbereitet. Unsere Planungen für 2023 haben wir in Bezug auf den Mengenabsatz (Umsatzerlöse) und auf das Jahresergebnis übertroffen. Dies war auf das höhere Milchmengenvolumen von 9.777 Tonnen (+ 4,4 % zum Vorjahr), sowie einer Umschichtung vom Milchexport Italien, hin zum deutschen Markt, zurückzuführen. Wesentliche Risiken für die Geschäftsentwicklung liegen in den wirtschaftlichen Folgen der weiteren Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage, in der protektionistischen Abschottung von Kernabsatzmärkten für die deutsche Industrie sowie in geopolitischen Krisen (Ukrainekrieg). Neben den genannten Marktrisiken liegt ein Risiko der Zukunft im verstärkt auftretenden Fachkräftemangel, insbesondere in allen technischen Bereichen, sowie neuerdings in einer drohenden Energiekrise. Im Rahmen der Konzentrationen in der Milchindustrie sind in den nächsten Jahren weitere Vorleistungen in den Bereichen Sachanlagen, Personal und Marketing geplant, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Durch die Kriegsfolgen in der Ukraine ist die Weltwirtschaft und mit ihr die deutsche Volkswirtschaft in eine Rezession geraten. Für das Jahr 2024 erwartet die Bundesregierung eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von rd. 0,1 % gegenüber dem Vorjahr. Ziel ist es, die Folgen der Ukrainekrise zu überwinden, wirtschaftliche Erholung zu unterstützen und Strukturen zu stärken. Nach den gegenwärtig zu erkennenden wirtschaftlichen Entwicklungen und dem nach wie vor diffusen Kriegsgeschehen geht die Geschäftsführung für 2024 von einer Umsatzstabilisierung aus. Aufgrund der Unplanbarkeit der Effekte des Krieges in der Ukraine sowie die neu aufkommenden Konflikte im Nahen Osten kann dies allerdings heute nicht seriös beziffert werden. Insbesondere ist nicht abschätzbar, wie sich die Energiekosten weiterentwickeln. Hinzu kommen Preisrückgänge in den ersten Monaten des Jahres 2024 auf dem Spotmarkt für den Rohstoff Milch, welche sich vor allem im zweiten Halbjahr mit Preiskorrekturen beim Einzelhandel und somit auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft auswirken werden. Wie stark diese Entwicklungen in der Weltkonjunktur die einzelnen Märkte der Vogtlandmilch GmbH (insbesondere Tschechien, Polen und Italien) treffen werden, ist ebenfalls zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös einzuschätzen. Sowohl am Markt als auch in der Supply Chain ist die Vogtlandmilch GmbH, auch in der derzeitigen Situation, sehr gut aufgestellt und so können wir aktuell keine signifikanten Auswirkungen feststellen. Risikofrüherkennungssystem Eine Analyse unseres unternehmensweiten Risikoprofils hat ergeben, dass derzeit keine aktuellen Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Allerdings sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des Ukrainekriegs auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in den nächsten zwei Jahren nicht belastbar zu planen.
Plauen, 30. April 2024 gez. Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Vogtlandmilch GmbH, Plauen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vogtlandmilch GmbH, Plauen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vogtlandmilch GmbH, Plauen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 30. April 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
gez. Jürgen Engel, Wirtschaftsprüfer gez. Ekkehard Lorenz, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2023 in 11 Sitzungen durch mündliche und schriftliche Berichte der Geschäftsführung über die Lage der Gesellschaft, die Entwicklung des Unternehmens und über wichtige Einzelvorgänge unterrichten lassen. Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind unter Einbeziehung der Buchführung von Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, geprüft, mit Gesetz übereinstimmend befunden und dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor. Sie sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates - in Gegenwart des Abschlussprüfers - ausführlich besprochen worden. Den Jahresabschluss der Vogtlandmilch GmbH und den Lagebericht haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Den Bericht des Abschlussprüfers haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss haben wir gebilligt. Den Lagebericht und insbesondere den dort getroffenen Aussagen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens stimmen wir zu.
Plauen, den 06. Juni 2024 AUFSICHTSRAT Frank Wendorff HRB 1360 - Amtsgericht ChemnitzFeststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 6.6.2024 festgestellt. |
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