Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 1360
Eingetragen
14.11.1990
Branche
Herstellung von MilcherzeugnissenGroßhandel mit Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und NahrungsfettenHerstellung von Stärke und Stärkeerzeugnissen
Gegenstand
Aufkauf von Rohmilch; Herstellung, Verarbeitung sowie Vertrieb und Vermarktung von Milch, Milcherzeugnissen, Nahrungsmitteln und sonstigen Erzeugnissen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Sylvia Begerock
seit 22.2.2021
Prokura
Steffen Dünger
seit 4.1.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
383.500 €
50.00%
Germany
383.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vogtlandmilch GmbH

Plauen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Amtsgericht Chemnitz, HRB 1360

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.568,32 15.562,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.117.376,27 2.173.592,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.452.632,14 3.598.818,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 802.067,54 626.623,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.786.193,00 3.779.735,34
28.158.268,95 10.178.769,86
28.164.837,27 10.194.332,75
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.310.992,99 2.328.066,04
2. Unfertige Erzeugnisse 223.501,00 236.207,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.399.545,22 2.087.059,00
4.934.039,21 4.651.332,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.483.285,89 15.101.966,54
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.270.408,08 946.075,20
11.753.693,97 16.048.041,74
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.936.162,81 11.671.211,23
24.623.895,99 32.370.585,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 27.203,73 14.561,41
52.815.936,99 42.579.479,17

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 767.000,00 767.000,00
II. Kapitalrücklage 2.861.165,34 2.861.165,34
III. Gewinnrücklagen
1. Sonderrücklage gemäß § 27 Abs. 2 DMBilG 3.178.537,91 3.178.537,91
2. Sonderrücklage gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG 583.989,92 583.989,92
3.762.527,83 3.762.527,83
IV. Gewinnvortrag 18.162.629,79 15.474.022,17
V. Jahresüberschuss 1.132.374,67 2.688.607,62
26.685.697,63 25.553.322,96
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.154.320,65 1.243.696,00
2. Sonstige Rückstellungen 990.568,63 926.868,80
2.144.889,28 2.170.564,80
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.223.426,05 116.997,25
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.471.659,27 14.462.208,22
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 26.144,48 45.051,06
davon gegenüber Gesellschafter: EUR 26.144,48 (Vj. EUR 45.501,06)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 206.709,28 179.976,88
davon aus Steuern: EUR 125.805,27 (Vj. EUR 101.797,98)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 302,50 (Vj. EUR 25.318,05)
23.927.939,08 14.804.233,41
D. Passive latente Steuer 57.411,00 51.358,00
52.815.936,99 42.579.479,17

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 162.365.433,61 158.768.939,64
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 264.281,00 619.290,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 360.077,62 270.978,54
162.989.792,23 159.659.208,18
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -137.520.347,57 -135.051.383,71
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.634.126,38 -5.625.945,80
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.316.279,10 -1.179.905,23
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.787.625,05 -1.579.082,21
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.331.848,45 -12.185.374,43
-160.590.226,55 -155.621.691,38
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.610,99 4.693,27
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -727.310,38 -86.237,03
-700.699,39 -81.543,76
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -543.809,34 -1.247.261,00
11. Ergebnis nach Steuern 1.155.056,95 2.708.712,04
12. Sonstige Steuern -22.682,28 -20.104,42
13. Jahresüberschuss 1.132.374,67 2.688.607,62

Anhang des Geschäftsjahres 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Eine Durchbrechung der Darstellungsstetigkeit fand nicht statt. Die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen ist gegeben.

Die Gliederungen sind unverändert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen (Altbestände). Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die wesentlichen Abschreibungsdauern und -methoden für Grundstücke und Bauten sind:

Betriebsgebäude 25 Jahre, linear
Verkaufsstelle Plauen 10 Jahre, linear

Die für die Abschreibungen der Technischen Anlagen und Maschinen zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen zwischen zwei und zwölf Jahren.

Die Abschreibungen der Anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung betragen:

EDV-Hardware 3 bis 4 Jahre, linear
Telefonanlage 10 Jahre, linear
Fuhrpark 4 bis 9 Jahre, linear
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre, linear

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden nach der retrograden Bewertungsmethode ermittelt. Ausgehend vom Verkaufspreis werden der Gewinnaufschlag sowie die Vertriebs- und Verwaltungskosten abgezogen. Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen.

Die Passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
Grund und Boden -62 -62
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
Sonstige Forderungen 0 6
Jubiläumsrückstellung 5 5
Latente Steuerschulden netto 57 51

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 31,58 % zugrunde gelegt.

Die latenten Steueraufwendungen im Geschäftsjahr 2023 betragen TEUR 6 (Vj. TEUR 0 latenten Steuererträge) und sind in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter der Angabe der Abschreibungen im Geschäftsjahr im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Laufzeit von unter einem Jahr. Zum 31. Dezember 2022 waren im Rahmen eines unechte Pensionsgeschäfte gemäß § 340b Absatz 3 und 5 HGB über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 8.449 (Vorjahr: TEUR 5.593) Forderungsvolumen an die UniCredit Bank AG veräußert. Unter der Prämisse einer Bilanzierung als "echtes" Pensionsgeschäft ergäbe sich eine Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 von 43,6 %(Vorjahr: 53,1 %) statt der ausgewiesenen Eigenkapitalquote von 50,5 % (Vorjahr: 60,0 %).

Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich, unterlassene Instandhaltungen sowie Bonus.

Haftungsverhältnisse

Es lagen zum 31. Dezember 2023 keine aus der Bilanz nicht ersichtlichen Haftungsverhältnisse vor.

Verbindlichkeitenspiegel in T€

davon mit einer Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag bis 1 Jahr von 1 bis 5 Jahren über 5 Jahren gesicherte Beträge
1. Gegenüber Kreditinstituten 11.223 545 3.393 7.285 15.000
(Vorjahr) (117) (94) (23) (0) (0)
2. Aus Lieferungen und Leistungen 12.472 12.472 0 0 0
(Vorjahr) (14.462) (14.462) (0) (0) (0)
3. Gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 26 26 0 0 0
(Vorjahr) (45) (45) (0) (0) (0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 207 207 0 0 0
(Vorjahr) davon (180) (180) (0) (0) (0)
- aus Steuern: 126 126 0 0 0
(Vorjahr) (102) (102) (0) (0) (0)
im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 0 0 0 0
(Vorjahr) (25) (25) (0) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Vermögenswerte wie folgt besichert:

Gesamtbuchgrundschuld auf den Grundvermögen (Grundbücher Plauen) in Höhe von TEUR 15.000

Sicherungsübereignung des Maschinenparks

Sämtliche weiteren ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlenden Beträge wie folgt:

TEUR
< 1 Jahr 154
Zwischen 2 bis 5 Jahre 169
> 5 Jahre 0
323

Der Vorjahresbetrag betrug TEUR 411.

Außerbilanzielle Geschäfte

Leasingverträge:

Zweck: Anmietung von Abfüllmaschinen Tetra Pak

Die Vorteile aus den betreffenden Leasingverträgen bestehen in der geringen Kapitalbindung bei gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten. Ein weiterer Vorteil der Leasingverträge besteht im fehlenden Vermarktungsrisiko am Ende der Leasingzeit. Risiken sehen wir in diesen Vertragsgestaltungen aus den tatsächlichen und potenziellen Abflüssen liquider Mittel über die Vertragslaufzeit.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2023 2022
TEUR TEUR
Gliederung nach Regionen
Inland 140.525 129.613
Ausland 23.547 30.942
abzüglich Erlösschmälerungen -1.707 -1.786
162.365 158.769

Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten vor allem Erträge aus Sachbezügen (TEUR 114; Vorjahr: TEUR 127) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 48. Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten keine periodenfremden Erträge.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie übrige Aufwendungen enthalten. Die größten Kosten verursachen die Verpackungsentsorgungskosten, Ausgangsfrachten und Leistungsentgelte für Dritte innerhalb der Vertriebskosten sowie Reparaturen und Instandhaltungen innerhalb des Betriebsaufwandes.

Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres betrug:

2023 2022
Verwaltung 23 23
Labor 11 13
Vertrieb 32 31
Produktion 80 77
Verkaufsladen 8 3
Auszubildende 2 2
156 149

Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 22 (Vj. TEUR 23) wurden für das Geschäftsjahr 2023 berechnet.

Geschäftsführung: Herr Steffen Dünger, Bankkaufmann, Neumark
Herr Carsten Bayer, Dipl.-Ing. für Milch- und Molkereiwirtschaft, Gachenbach (seit 1.6.2023)
Aufsichtsrat: Herr Dipl.-Agr.-Ing.-Ökon. Frank Wendorff, Landwirt, Plauen (EZG Plauen) (Vorsitzender)
Herr Dipl. Volkswirt (Agrar) Dr. Karsten Ulbricht, Landwirt, Lipprandis (MG Glauchau)
Herr Dipl.-Agr.-Ing. Wieland Heckel, Landwirt, Lipprandis (EZG Plauen)
Herr Dipl.-Agr.-Ing. Rainer Stauch, Geschäftsführer, Limbach- Oberfrohna (MG Glauchau)

Für die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nehmen wir die Befreiung gem. § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 25.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Es liegen derzeit keine berichtspflichtigen Ereignisse vor.

Ergebnisverwendung

EUR
Gewinnvortrag 18.162.629,79
Jahresüberschuss 1.132.374,67
19.295.004,46

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss einschließlich Gewinnvortrag auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen.

 

Plauen, 30. April 2024

gez. Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023

(Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 388.395,47 0,00 0,00 0,00 388.395,47
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 6.875.566,78 10.810,00 0,00 0,00 6.886.376,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.646.183,21 100.484,31 0,00 2.247.464,29 29.994.131,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.339.118,57 425.826,32 -66.082,04 0,00 3.698.862,85
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.779.735,34 19.253.921,95 0,00 -2.247.464,29 20.786.193,00
41.640.603,90 19.791.042,58 -66.082,04 0,00 61.365.564,44
42.028.999,37 19.791.042,58 -66.082,04 0,00 61.753.959,91
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 372.832,58 8.994,57 0,00 381.827,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 4.701.974,21 67.026,30 0,00 4.769.000,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.047.364,74 1.494.134,93 0,00 25.541.499,67
0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.712.495,09 217.469,25 -33.169,03 2.896.795,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
31.461.834,04 1.778.630,48 -33.169,03 33.207.295,49
31.834.666,62 1.787.625,05 -33.169,03 33.589.122,64
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.568,32 15.562,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.117.376,27 2.173.592,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.452.632,14 3.598.818,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 802.067,54 626.623,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 20.786.193,00 3.779.735,34
28.158.268,95 10.178.769,86
28.164.837,27 10.194.332,75

Lagebericht des Geschäftsjahres 2023

Unternehmen

In der Vogtlandmilch GmbH wird Milch verarbeitet und es werden Milchprodukte hergestellt. Das Unternehmen wurde nach der Wiedervereinigung Deutschlands neu strukturiert und von Grund auf modernisiert. Die Vogtlandmilch GmbH in Plauen wird von ca. 155 Landwirten aus dem Vogtland, Westsachsen und Ostthüringen jährlich mit ca. 220 Mio. kg Milch beliefert. In dem jetzigen Einzugsbereich der Vogtlandmilch bestanden vor der Wiedervereinigung mehrere Molkereien. Aus der Milchmenge wird unter den Marken "Vogtlandweide" und "Sachsenland" ein breites Sortiment an Molkereiprodukten und Erfrischungsgetränken in verbrauchsgerechten Packungen, überwiegend für den Lebensmittelhandel, aber auch in Großverbraucher-Gebinden und in Portionspackungen, hergestellt. Ein eigener Frischdienst versorgt Großverbraucher und Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser in der Region. Schwerpunkt neben H-Milch, Frischmilch und Butter ist ein anspruchsvolles, breit gefächertes Quarksortiment. Dies umfaßt Speisequark in unterschiedlichen Fettstufen, pikante Speisequarkzubereitungen, Frucht- und Dessertquarkzubereitungen. Auch ist die Vogtlandmilch mit Marken wie "Joe Clever", "energie" und "Muhmm!" einziger Schulmilchabfüller in Sachsen. Die Gesellschafter der Vogtlandmilch GmbH sind zu jeweils gleichen Teilen die Erzeugergemeinschaft Milch Plauen und die Molkereigenossenschaft Glauchau. Somit befindet sich die Vogtlandmilch im Besitz der Milcherzeuger.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Als Produktionsunternehmen in der Lebensmittelindustrie besteht für die Vogtlandmilch GmbH eine starke Abhängigkeit von der konjunkturellen Lage. 2023 verzeichnete die weltweite Konjunktur in einem inflationären Umfeld mit höheren Zinsniveaus eine verhaltene Wachstumsdynamik. Geopolitische Unsicherheiten prägen die Entwicklung. Die Wirtschaft in Europa wuchs im Gesamtjahr um ca. 1 Prozent, in Deutschland ging das BIP jedoch um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Rohstoffe und Energiekosten erhöhten sich weiter, wenn auch mit geringerer Dynamik als in den Vorjahren.

Die Vogtlandmilch GmbH konnte im Geschäftsjahr 2023 an dieser Erholung deutlich teilhaben. Der Gesamtmarkt für die Milchindustrie bzw. den Lebensmitteleinzelhandel war im Jahr 2023 gezeichnet von leicht sinkenden Endverkaufspreisen bei unseren Endprodukten. Die Abschlüsse mit unseren großen Abnehmern erhöhten sich nur minimal bzw. bei einzelnen Abschlüssen mussten wir wieder mit fallenden Preisen abschließen.

Gesamtentwicklung der Vogtlandmilch GmbH in 2023

Die Umsatzerlöse lagen mit EUR 162,4 Mio. in 2023 gegenüber 2022 mit EUR 158,8 Mio. mit 2,3 % über dem Vorjahresniveau. Der Umsatzanstieg im Jahr 2023 resultiert dabei im Wesentlichen aus den steigenden Umsatzerlösen im Inland (TEUR 10.912), diese sind im Wesentlichen der Umschichtung der sogenannten "Italienmilch" zur inländischen Vermarktung sowie höheren Ausbringungsmengen infolge einer steigenden Milchmengenanlieferung von 9.777 Tonnen (+4,4 % zum Vorjahr) bei fast allen Endprodukten bis auf Butter und Konzentrat geschuldet. Gegenläufig entwickelten sich, bedingt durch die Umschichtung, die Auslandsumsätze, diese sanken um TEUR 7.395.

Die Preisreduzierungen bei den Endprodukten bei steigender Ausbringungsmenge und die gleichlaufende Verminderung des Milchauszahlungspreises von rd. 4,6 Cent/kg zum Vorjahr entwickelten sich weitgehend im Gleichklang, wodurch sich die Materialaufwandsquote im Vergleich zum Vorjahr nur marginal um 0,2 Prozentpunkte verbesserte. Im Berichtsjahr wurde somit eine im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Materialaufwandsquote von 84,4 % (Vorjahr: 84,6 %) ausgewiesen. Dies führte zu einer absoluten Erhöhung des Rohertrages um EUR 0,9 Mio.

Die Kostenbelastungen durch die höheren Personalkosten (EUR 1,1 Mio.), gestiegenen Betriebskosten (EUR 0,5 Mio.) sowie höheren Vertriebskosten (EUR 0,6 Mio.) konnten nicht kompensiert werden, so dass sich das verbesserte Rohergebnis im Jahresergebnis vor Ertragsteuern (EUR 1,7 Mio., Vorjahr: EUR 3,9 Mio.) nicht wieder findet. Die Effekte aus dem verschlechterten Finanzergebnis und geringeren Ertragsteuern kompensierten sich weitgehend.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

In Kennzahlen stellt sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wie folgt dar:

Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Aktiva
Anlagevermögen
Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände 28.165 53,3 10.194 23,9
Umlaufvermögen
Vorräte 4.934 9,3 4.651 10,9
Kurzfristige Forderungen inkl. Sonstige Vermögensgegenstände 11.754 22,3 16.048 37,7
Flüssige Mittel 7.936 15,0 11.671 27,4
Rechnungsabrenzungsposten 27 0,1 15 0,0
24.651 46,7 32.385 76,1
52.816 100,0 42.579 100,0
Passiva
Eigenkapital 26.686 50,5 25.553 60,0
Fremdkapital
Langfristiges Fremdkapital 10.693 20,2 15 0,0
Bankverbindlichkeiten (kurzfristig) 545 1,0 117 0,3
Kurzfristiges restliches Fremdkapital 14.835 28,1 16.843 39,6
Passive latente Steuern 57 0,1 51 0,1
26.130 49,5 17.026 40,0
52.816 100,0 42.579 100,0
Veränderung
T€ %
Aktiva
Anlagevermögen
Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände 17.971 k.A.
Umlaufvermögen
Vorräte 283 6,1
Kurzfristige Forderungen inkl. Sonstige Vermögensgegenstände -4.294 -26,8
Flüssige Mittel -3.735 -32,0
Rechnungsabrenzungsposten 12 80,0
-7.734 -23,9
10.237 24,0
Passiva
Eigenkapital 1.133 4,4
Fremdkapital
Langfristiges Fremdkapital 10.678 k.A.
Bankverbindlichkeiten (kurzfristig) 428 k.A.
Kurzfristiges restliches Fremdkapital -2.008 -11,9
Passive latente Steuern 6 11,8
9.104 53,5
10.237 24,0

k.A. = keine Angaben, da > 100 %

Der Anstieg bei dem Anlagevermögen ist dem Beginn einer erheblichen Erweiterungsinvestition in einer Gesamthöhe von rd. EUR 40 Mio. geschuldet. Die Gesellschaft wird dieses Vorhaben im Geschäftsjahr 2025 vollendet haben. Zum Bilanzstichtag waren davon rd. € 19 Mio. schon investiert und unter den Geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau ausgewiesen. In diesem Zusammenhang wurde im Geschäftsjahr 2022 zur Finanzierung auch ein unechtes Pensionsgeschäft abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2023 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in einer Höhe von EUR 8,5 Mio. (Vorjahr: EUR 5,6 Mio.) an ein Bankinstitut veräußert. Dieser Effekt zeigt sich auch bei den flüssigen Mitteln. Zusätzlich wurden langfristige Bankdarlehen in einer Gesamthöhe von EUR 15,0 Mio. im Berichtsjahr vereinbart; diese valutierten zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 11,2 Mio.

Die Erhöhung des langfristigen Fremdkapitals ist vor allem auf die höheren Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen. Dies resultiert im Wesentlichen aus der oben erwähnten Darlehensaufnahme gegenüber dem Vorjahr.

Finanzlage

2023 2022 Veränderung
T€ T€ T€
Finanzmittelbestand 7.391 11.554 -4.163

Ertragslage

2023 2022 Veränderung
T€ % T€ % T€
Umsatzerlöse 162.365 158.769 3.596
Finanzergebnis -701 -82 -619
Jahresergebnis 1.132 2.688 -1.556
Umsatzrentabilität 0,7 1,7

Geschäftsentwicklung für das Jahr 2024 (Chancen/Risiko-Analyse)

Unsere Einschätzung für das Geschäftsjahr 2024 ist insgesamt trotz der fortgesetzten Kriegshandlungen und des damit einhergehenden steigenden Preisniveaus, insbesondere bei den Energiekosten und den Vorprodukten, positiv. Für das Jahr 2024 erwarten wir einen nahezu gleichbleibenden Mengenabsatz wie im Vorjahr und ein mindestens ausgeglichenes Jahresergebnis. Des Weiteren wird verstärkt ein höherer Veredelungsgrad bei den Produkten für das Jahr 2024 vorbereitet. Unsere Planungen für 2023 haben wir in Bezug auf den Mengenabsatz (Umsatzerlöse) und auf das Jahresergebnis übertroffen. Dies war auf das höhere Milchmengenvolumen von 9.777 Tonnen (+ 4,4 % zum Vorjahr), sowie einer Umschichtung vom Milchexport Italien, hin zum deutschen Markt, zurückzuführen.

Wesentliche Risiken für die Geschäftsentwicklung liegen in den wirtschaftlichen Folgen der weiteren Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Lage, in der protektionistischen Abschottung von Kernabsatzmärkten für die deutsche Industrie sowie in geopolitischen Krisen (Ukrainekrieg). Neben den genannten Marktrisiken liegt ein Risiko der Zukunft im verstärkt auftretenden Fachkräftemangel, insbesondere in allen technischen Bereichen, sowie neuerdings in einer drohenden Energiekrise.

Im Rahmen der Konzentrationen in der Milchindustrie sind in den nächsten Jahren weitere Vorleistungen in den Bereichen Sachanlagen, Personal und Marketing geplant, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Durch die Kriegsfolgen in der Ukraine ist die Weltwirtschaft und mit ihr die deutsche Volkswirtschaft in eine Rezession geraten. Für das Jahr 2024 erwartet die Bundesregierung eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von rd. 0,1 % gegenüber dem Vorjahr. Ziel ist es, die Folgen der Ukrainekrise zu überwinden, wirtschaftliche Erholung zu unterstützen und Strukturen zu stärken. Nach den gegenwärtig zu erkennenden wirtschaftlichen Entwicklungen und dem nach wie vor diffusen Kriegsgeschehen geht die Geschäftsführung für 2024 von einer Umsatzstabilisierung aus. Aufgrund der Unplanbarkeit der Effekte des Krieges in der Ukraine sowie die neu aufkommenden Konflikte im Nahen Osten kann dies allerdings heute nicht seriös beziffert werden. Insbesondere ist nicht abschätzbar, wie sich die Energiekosten weiterentwickeln. Hinzu kommen Preisrückgänge in den ersten Monaten des Jahres 2024 auf dem Spotmarkt für den Rohstoff Milch, welche sich vor allem im zweiten Halbjahr mit Preiskorrekturen beim Einzelhandel und somit auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft auswirken werden.

Wie stark diese Entwicklungen in der Weltkonjunktur die einzelnen Märkte der Vogtlandmilch GmbH (insbesondere Tschechien, Polen und Italien) treffen werden, ist ebenfalls zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös einzuschätzen.

Sowohl am Markt als auch in der Supply Chain ist die Vogtlandmilch GmbH, auch in der derzeitigen Situation, sehr gut aufgestellt und so können wir aktuell keine signifikanten Auswirkungen feststellen.

Risikofrüherkennungssystem

Eine Analyse unseres unternehmensweiten Risikoprofils hat ergeben, dass derzeit keine aktuellen Risiken bestehen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Allerdings sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des Ukrainekriegs auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in den nächsten zwei Jahren nicht belastbar zu planen.

 

Plauen, 30. April 2024

gez. Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Vogtlandmilch GmbH, Plauen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Vogtlandmilch GmbH, Plauen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vogtlandmilch GmbH, Plauen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, 30. April 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Jürgen Engel, Wirtschaftsprüfer

gez. Ekkehard Lorenz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2023 in 11 Sitzungen durch mündliche und schriftliche Berichte der Geschäftsführung über die Lage der Gesellschaft, die Entwicklung des Unternehmens und über wichtige Einzelvorgänge unterrichten lassen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind unter Einbeziehung der Buchführung von Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, geprüft, mit Gesetz übereinstimmend befunden und dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Jahresabschluss und Lagebericht sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor. Sie sind in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates - in Gegenwart des Abschlussprüfers - ausführlich besprochen worden.

Den Jahresabschluss der Vogtlandmilch GmbH und den Lagebericht haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Den Bericht des Abschlussprüfers haben wir zustimmend zur Kenntnis genommen. Den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss haben wir gebilligt. Den Lagebericht und insbesondere den dort getroffenen Aussagen zur weiteren Entwicklung des Unternehmens stimmen wir zu.

 

Plauen, den 06. Juni 2024

AUFSICHTSRAT

Frank Wendorff

HRB 1360 - Amtsgericht Chemnitz

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 6.6.2024 festgestellt.

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